Oh fröhlicher Tag mit Gospelliedern - rhythm

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Oh fröhlicher Tag mit Gospelliedern - rhythm
Oh fröhlicher Tag mit
Gospelliedern
Der Gospelchor Rhythm and Glory machte am Samstag den Auftakt zu seinen
diesjährigen
Adventskonzerten. Auch im siebten Jahr fand dieser in der evangelischen
Kirche Nesslau statt.
OLIVIA HUG
NESSLAU. Vor einem halben Jahr wurde mit dem Gospelsong «Soon and very soon» ein Abschied
gefeiert, vergangenes Wochenende bildete es den Startschuss.
So wie es an der Beerdigung von Michael Jackson Hoffnung an die Trauernden aussandte,
versprühte es bei der Interpretation durch den 50köpfigen Gospelchor Rhythm and Glory Freude in
den evangelischen Kirchensaal. Dieser war am ersten Adventskonzert dieses Jahres gut besucht.
Persönliche Note
Zum siebten mal führt der Chor die Konzertreihe durch, dennoch war einigen Mitgliedern die
Nervosität anzusehen. Nicht so der ersten Solistin Alena Polakova,
deren kräftige Stimme zu «Let your light shine on me» durch die Kirche hallte und für Gänsehaut
sorgte. Auch die andern zehn Solistinnen und Solisten versahen
die Songs mit ihrer persönlichen Marke, etwa Trudi Rutz und Petr Taras, die das Medley aus den
Songs «Oh Freedom» und «Good News» gestalteten. Ebenso bekam das bekannte Lied «I will follow
him» durch die Sopran-Stimme von Irene Huser eine besondere Note.
Programm entsteht
Das Repertoire des Gospelchors umfasst sowohl Songs wie «Amazing Grace» oder «Halleluja »,
deren allgemeine Bekanntheit von den Neuinterpretationen
zeitgemässer Musiker profitiert, als auch traditionelle Spirituals über Hoffnung und Glaube, die
zumeist in den Kirchen ertönen. Die Zusammenstellung der Songs
für die Konzerte erfolge während der Proben, erklärt Chorleiter Daniel Schwyn. «Das Programm
entsteht und wächst zusammen mit dem Chor. Manchmal wird kurz vor einem Auftritt noch etwas
geändert.»
Mitsingen und zuhören
Traditionell zu den Konzerten von Rhythm and Glory gehören auch afrikanische Musikstücke. Aktuell
ist dies das tansanische Lied «Amezaliwa», das von der
Geburt Jesu handelt. Begleitet wird es von Alleaddine Laghrib, der am Djembe für einen feurigen
Rhythmus sorgt. Das Publikum war zu Beginn des Konzerts noch etwas zurückhaltend, klatschte im
Verlaufe des Programms dann zunehmend lauter und länger. Schliesslich kam mit dem
jazzigenZwischenspiel der Band und «Kumbaya» Stimmung auf. Obwohl der Ursprung des Lieds
umstritten ist, kennt es die ganze Welt. Die etlichen Versionen verschiedener Künstler dürften einen
Teil dazu beigetragen haben – das junge Publikum hat möglicherweise die gitarrenlastige
Interpretation einer deutschen Rockband und dem Komiker Michael Mittermeier in Erinnerung. Die
Mitglieder von Rhythm and Glory hingegen trugen den Zuhörer sanft und wärmend durchs Programm.
Gespannt erwartet
wurde der letzte Song des Konzerts, «Oh happy day». Man habe sich an die Version aus dem Film
Sister Act 2 gehalten, wurde erklärt. Das feurige Vorbild wurde in eher bescheidener toggenburgischer
Manier wiedergegeben.
Am 28. November tritt der Gospelchor in der evangelischen Kirche in Bütschwil auf, am 5. Dezember
dann in der evangelischen Kirche Kappel. Die Hälfte der erhobenen Kollekte geht an ein Hilfswerk in
Moldawien, das bedürftige Menschen mit ärztlicher Versorgung und Lebensmitteln unterstützt.
Bild: Olivia Hug
Djembe-Spieler Alleaddine Laghrib begleitete den Gospelchor
Rhythm and Glory beim tansanischen Lied «Amezaliwa».
Toggeburger Nachrichten vom 22. November 2010