DHL schlägt neues Kapitel auf: Echtzeit-Tracking sensibler

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DHL schlägt neues Kapitel auf: Echtzeit-Tracking sensibler
Innovation that matters
DHL schlägt neues Kapitel
auf: Echtzeit-Tracking sensibler
Sendungen auf RFID-Basis
Überblick
®Ê Geschäftliche Herausforderung
DHLs Pharmakunden standen
zunehmend unter dem
Druck der amerikanischen
Arzneimittelbehörde (FDA),
während des Transports
ihrer Arzneimittelsendungen
deren Temperaturintegrität zu
garantieren. Sie suchten deshalb
nach einer zuverlässigeren
und kosteneffektiveren
Transportmethode. DHL war
vor die Aufgabe gestellt, in
jeder Phase der Lieferung die
Temperatur des Containers
in Echtzeit zu kontrollieren.
®Ê Lösung
Zusammen mit IBM und dessen
Partner Infratab entwickelte
DHL eine moderne TemperaturTracking-Lösung, die hoch
entwickelte Sensor- und
RFID-Technologie kombiniert
und während des Transports
eine Echtzeitüberwachung
temperatursensibler
Sendungen ermöglicht.
®Ê Wichtige Vorteile
• Pharmakunden können bei
den Sendungen auf während des
Transports auftretende Probleme
proaktiv reagieren
• Höhere Kundenzufriedenheit
und Kundenloyalität
• Erhöhung der Zuverlässigkeit
bei Transporten
• Für DHL: eine starke Basis für
eine nachhaltige Differenzierung
im Wettbewerb und eine wichtige
neue Quelle für Umsatzwachstum
DHL, ein Unternehmen des Deutsche Post World Net-Konzerns, ist weltweiter Marktführer der
internationalen Express- und Logistikindustrie. DHL bietet Express-, Luft- und See-Frachtversand-,
Bodentransport- und Vertragslogistiklösungen sowie internationale Postdienstleistungen an. Das
internationale Netz des Unternehmens umspannt über 220 Länder und Territorien. DHL beschäftigt
über 285.000 Mitarbeiter.
Durch die rasante Zunahme
des Welthandels in Folge
der Globalisierung werden
Transportanbieter für die
Weltwirtschaft immer wichtiger.
Es wird immer normaler, dass
Lieferketten nicht nur über Zeitzonen
hinwegreichen, sondern auch
Kontinente miteinander verbinden.
Dies zeigt, wie viel mehr Flexibilität
Unternehmen heute in ihrer
Beschaffung haben. Ganz deutlich
wird aber auch, welch hohes Maß
an Zuverlässigkeit Unternehmen
heute von Transportdienstleistern
erwarten und immer häufiger
klar verlangen.
„Die DHL Innovation
Initiative ist ein ganz
wichtiger Teil der
Umgestaltung unseres
Unternehmens. Sie
zeigt, wie gute Ideen –
und der richtige Mix an
Partnern – völlig neue
Chancen im Markt
eröffnen können.“
– Dr. Keith Ulrich, Director, Technology
and Innovation Management Group,
Deutsche Post World Net
Mehr Transparenz und Kontrolle in der Distributionskette
Geschäftliche Vorteile
Vorteile für den Endkunden
• Fähigkeit, bei Sendungen auf während
des Transports auftretende Probleme
proaktiv zu reagieren
• Insgesamt verlässlicherer Versand
zu deutlich geringeren Kosten
Vorteile für DHL
• Höhere Kundenzufriedenheit
und Kundenloyalität
• Starke Basis für eine nachhaltige
Differenzierung im Wettbewerb
• Wichtige neue Quelle
für Umsatzwachstum
„Wir wollen gemeinsam
Lösungen erarbeiten,
an die unsere Kunden
heute noch nicht
denken.“
– John Allan, President, Logistics
Division, Deutsche Post World Net
In den letzten zehn Jahren sind die Erwartungen der Kunden an Transportdienstleistungen immer größer geworden – und das parallel zur Einführung
neuer Technologien und der Optimierung der Versandprozesse, die diese
Technologien ermöglicht haben. „Differenzierung“ heißt dabei nicht mehr nur
Waren so schnell wie möglich von A nach B zu bringen. Diese Dimension des
Versandgeschäfts ist heute zur Selbstverständlichkeit geworden. Tatsächlich
hängen Kundennutzen und Differenzierung heute von der Fähigkeit des
Anbieters ab, den Kunden umfassend über seine Sendungen zu informieren
– ihm Informationen zu liefern, mit denen er besser kontrollieren kann, wie
sich Sendungen auf sein Geschäft auswirken. Hängt ein wichtiger Prozess
davon ab, dass eine Sendung rechtzeitig eintrifft, muss der Kunde entweder
sicher wissen, dass sie da sein wird. Oder er muss rechtzeitig erfahren, dass
sie sich verzögert, so dass er flexibel umplanen kann.
Frische bewahren
Zeit ist jedoch nicht der einzige Faktor, der dem Kunden wichtig ist. Viele
Firmen haben auch ganz spezielle Anforderungen an den Versand, die mit
den Eigenschaften der zu transportierenden Waren zusammenhängen.
Pharmaunternehmen, die häufig Arzneimittel oder Impfstoffe über große
Entfernungen verschicken, sind hierfür ein gutes Beispiel. Um nicht ihre
Wirksamkeit oder Frische einzubüßen, müssen die meisten Arzneimittel
oder Impfstoffe innerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs verschickt
werden. Ist dies nicht gewährleistet, kann eine ganze Sendung unbrauchbar
werden. Zum Beispiel würden komplexe Verbindungen wie Proteine
denaturiert, oder die Haltbarkeit der Produkte würde dramatisch abnehmen.
Was die Logistik temperatursensibler Produkte weiter kompliziert, sind die
komplexen Wege, die viele dieser Lieferungen nehmen – an verschiedenen
Transit- und Lagerpunkten müssen die Waren oft von einer an eine andere
Partei übergeben werden. Je mehr Knoten dieser Art es in der Zustellkette
gibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass unvorhergesehene
Faktoren die Temperatur der Sendung negativ beeinflussen.
Die Auflagen der amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA), die Integrität
von Sendungen zu bestätigen, waren ein Grund, weshalb der Logistikriese
DHL (www.dhl.com) von vielen seiner Pharmakunden gebeten wurde, sein
Angebot an temperaturkontrollierten Logistikdiensten auszubauen. Als
Standardmethode für den Transport temperatursensibler Produkte wurden
bislang spezielle hoch isolierte Container verwendet, die den gewünschten
Temperaturbereich aufrechterhielten und nach jedem Versand wieder
abgeholt wurden. Obwohl diese Container sehr effektiv sind, wenn es darum
geht, die richtigen Temperaturen zu halten, so sind sie doch in großem
Rahmen wegen ihres zusätzlichen Gewichts und der Zeit, die es braucht,
um sie zu packen, eher unwirtschaftlich. Die andere, preisgünstigere
Option bestand darin, die Produkte in Styroporkästen zu versenden, die
auch temperaturaufzeichnende Geräte enthielten. Diese überwachten in
bestimmten Intervallen vom Abschicken der Ware bis zu ihrem Eintreffen
am Bestimmungsort die Temperatur. Hatte die Ware den Zielort erreicht,
wurden die Geräte abgeholt und zum Kunden zurückgeschickt.
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Zu wenig, zu spät
Obwohl die mit den Temperaturmessgeräten („Logger“-Methode) erzeugten
Informationen genau waren, brauchte es nach Ankunft der Waren immer
eine gewisse Zeit, bis die Daten wirklich verfügbar waren. Das war ein
großer Nachteil. Da die Informationen immer erst nachträglich vorlagen,
konnten weder der Kunde noch DHL im Falle von Temperaturabweichungen
vorbeugend oder gegensteuernd eingreifen. Deutsche Post World Net
(DPWN), das Mutterunternehmen von DHL, erkannte diesen Mangel als
Chance. Federführende Kraft hinter der Initiative war die Gruppe Technology
and Innovation Management DPWN (TIM). Sie war gebildet worden, um
basierend auf DHLs Geschäfts- und Technologiekompetenz nach Chancen
für die Entwicklung neuer, dynamischer Lösungen für die täglichen Probleme
der DHL Kunden zu suchen. Ein Ergebnis dieser Aktivitäten: Vor kurzem
ging die DHL-Einheit eine strategische Allianz – die „DHL Innovation
Initiative” – mit einer kleinen Gruppe von Top-Technologiefirmen ein. Ziel
war es, sich ergänzende technologie- und prozessbezogene Kompetenzen
zusammenzubringen, um führende Logistiklösungen zu entwickeln –
Logistiklösungen, die DHL helfen können, sein Angebotsportfolio auszubauen
und seine Differenzierung im Wettbewerb zu stärken. Zusammen mit einer
internen Geschäftseinheit sah TIM die fehlende Möglichkeit, rechtzeitig auf
die Daten der Zustandsüberwachung für temperatursensible Sendungen
zugreifen zu können, als großartige Chance für die DHL Innovation Initiative.
Geleitet von ihrem Direktor, Dr. Keith Ulrich, formulierte TIM einen Plan,
der vorsah, die Temperatur von Sendungen an verschiedenen Punkten
zwischen Absenden und Eintreffen mit Hilfe von RFID-Technologie zu
kontrollieren. Sie engagierte dann IBM, eines der Unternehmen der DHL
Innovation Initiative, um bei der Entwicklung der Lösung zu helfen und die
funktionellen Anforderungen in ein technisch machbares Lösungsdesign zu
übersetzen. Gütezeichen des Projekts war die enge Kooperation zwischen
IBM, DPWN und einem großen Pharmaunternehmen, das sich bereiterklärte,
an einem Pilotprojekt teilzunehmen. In enger Zusammenarbeit mit dem PilotUnternehmen arbeitete IBM Global Business Services den Prozessrahmen
aus, der die wichtigsten Funktionsparameter der neuen Lösung festlegte
– zum Beispiel, wo und wann Messwerte erhoben werden sollten. Bezüglich
der RFID-Kompetenz wandte sich das Team an den IBM Bereich „Sensor
and Actuator Solutions“, der bei der Entwicklung der Lösungsarchitektur half,
und an den IBM Business-Partner Infratab (www.infratab.com), für dessen
FreshtimeTM-Produkte RFID-Technologie eingesetzt wird, um die Frische und
Temperaturintegrität der Waren zu kontrollieren.
Ziel des Pilotprojekts war die Entwicklung einer Lösung, die es DHL und dem
Kunden ermöglichen würde, den Zustand einer Sendung mit Hilfe von RFIDTags im Versandcontainer sowie Lesegeräten an kritischen Punkten einer
Sendung nahezu in Echtzeit zu kontrollieren.
Wesentliche Komponenten
Dienstleistungen
• IBM Global Business Services
• IBM Sensor and Actuator Solutions
Geschäftspartner
• Infratab, Inc.
Zeitrahmen
• Prozessanalyse: drei Monate
• Entwicklung der Lösung: drei Monate
• Umsetzung: sechs Monate
Warum ist das wichtig?
Im hoch umkämpften Transportgeschäft
von heute sind Differenzierungen
nicht einfach. Ein Ergebnis der
Innovationsbemühungen des
Mutterunternehmens Deutsche Post
World Net war die Entwicklung des
in seiner Art ersten RFID-basierten
Systems für die Überwachung
temperatursensibler Sendungen für
seine Pharmakunden. Die Versender
werden in die Lage versetzt,
Temperaturprobleme während des
Transports festzustellen. Sie und die
Kunden profitieren von einer bis dahin
ungekannten Informationstransparenz
und Kontrolle. DPWN möchte die
Anpassungsfähigkeit der Lösung weiter
nutzen und plant die Entwicklung einer
Reihe ähnlicher Dienste, die zum
künftigem Umsatzwachstum
beitragen werden.
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Die Idee erwies sich als durchschlagender Erfolg. Die neue Lösung
steht kurz vor der kommerziellen Einführung. DHL geht davon aus, dass
den Pharmaunternehmen, die sie übernehmen, ein bislang ungekannter
Grad von Lieferketteneffizienz geboten wird. Am besten lässt sich dies
so beschreiben: Stellen Sie sich den Weg einer Sendung als eine Linie
zwischen dem Werk des Pharmakunden und dem Endbestimmungsort
des Produkts vor. Die Linie ist mit Lieferketten-Kontrollpunkten markiert, an
denen sich entweder der Transportmodus der Sendung ändert (z. B. vom
Straßen- zum Lufttransport), die Waren gelagert werden oder an denen
sich der Status in anderer Weise ändert. Wird die Sendung von einem
Teilabschnitt zum nächsten weitergeleitet, ändert sich auch die Umgebung
des Pakets. Diese Schwankungen werden einkalkuliert – sie müssen jedoch
in einem akzeptablen Rahmen bleiben. Stellen Sie sich nun vor, dass die
Temperatur auf dem Weg vom Werk zum Flughafen aus einem beliebigen
Grund über das akzeptable Maß hinaus steigt. Mit dem „Logger”-System
würde der Kunde erst Tage nach dem Eintreffen der Sendung überhaupt von
dem Problem erfahren, wodurch der Kunde erneut Wochen warten müsste,
bis eine „gute” Lieferung eintrifft. Im Vergleich: Da das RFID-System die
Temperatur der Sendung an jedem Kontrollpunkt der Lieferkette überprüft
und berichtet, weiß DHL bereits von dem Problem, bevor es den Flughafen
erreicht. Dadurch kann das Unternehmen die Sendung stoppen und eine
neue auslösen – der Kunde wird nur minimal tangiert.
Sensorik pur
Während sich die Transportbranche als Ganzes dahin bewegt, dem Kunden
immer mehr Informationen über seine Sendungen zu bieten, definiert DHLs
neue RFID-Temperaturüberwachung Transparenz auf völlig neue Weise. Für
die kommenden Jahre wird ein rasanter Anstieg des Versands von Biotechund Pharmaprodukten prognostiziert. Die Echtzeit-Temperaturüberwachung
liefert den Herstellern in ihren Distributionsprozessen hierfür ein höheres Maß
an Kontrolle und Flexibilität. Für DHL stellt diese Lösung als erste ihrer Art
eine kreative neue Form der Differenzierung im Wettbewerb dar. Sie kann zu
relativ geringen Kosten umgesetzt werden und bietet dem Kunden ein hohes
Maß an Nutzen. Darüber hinaus kann das System auch problemlos für andere
sensorische Anforderungen angepasst werden, wie z. B. das Feststellen
von Feuchtigkeit in der Bekleidungs- und Textilindustrie oder das Erfassen
von Erschütterungen beim Transport mikroelektronischer Ware. Insgesamt
sieht TIMs Direktor Keith Ulrich das Projekt als Bestätigung für DHLs
aktive Innovationsstrategie und als perfektes Beispiel dafür, wie gezielte
Innovationsbemühungen die Grundlagen des Geschäfts festigen können.
„Die DHL Innovation Initiative ist ein ganz wichtiger Teil der Umgestaltung
unseres Unternehmens“, beschreibt Ulrich. „Sie zeigt, wie gute
Ideen – und der richtige Mix an Partnern – völlig neue Chancen im Markt
eröffnen können.“
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Warenzeichen oder Dienstleistungsmarken
anderer Hersteller sein.
Diese Erfolgsgeschichte verdeutlicht, wie
ein bestimmter IBM Kunde Technologien/
Services von IBM und/oder einem Business
Partner einsetzt. Die hier beschriebenen
Resultate und Vorteile wurden von zahlreichen
Faktoren beeinflusst. IBM übernimmt keine
Gewährleistung dafür, dass in anderen
Kundensituationen ein vergleichbares Ergebnis
erreicht werden kann. Alle hierin enthaltenen
Informationen wurden vom jeweiligen Kunden
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dieser Informationen.
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