IT TechnologIe - BZV Medienhaus GmbH

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IT TechnologIe - BZV Medienhaus GmbH
Standort
Juni 2008
W i r t s c h a ft u n d M e n s c h e n i n de r Regi o n
Ein Produkt des Braunschweiger Zeitungsverlages · Schutzgebühr 4,50 Euro
IT Technologie
Expandierende Unternehmen, steigende
Umsätze – die Branche wächst
strandbars
S trandbars
Eine clevere Geschäftsidee
ist auf dem Vormarsch
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B io boomt
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Das gute Geschäft mit
dem guten Gewissen
E igentum schützen
In vielen Firmen ein
vernachlässigtes Thema.
DAS MAGAZIN FÜR BRAUNSCHWEIG · GIFHORN · HELMSTEDT · PEINE · SALZGITTER · WOLFENBÜTTEL · WOLFSBURG
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STAN DORT | J uni 2008
E ditorial
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
die Arbeit am und mit dem Computer ist
für die meisten von uns mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Im
Zuge der fortschreitenden Globalisierung
ist die zivilisierte Welt zu einem miteinander vernetzten Dorf zusammengewachsen.
Die Technik macht heute vieles möglich,
was wir uns vor gar nicht allzu langer Zeit
noch nicht vorstellen konnten. So können
wir unser Geld innerhalb weniger Sekunden per Online-Banking von einem Konto auf ein anderes überweisen. Mit Hilfe
des World Wide Web kommunizieren wir
miteinander in Chats, Blogs, Newsrooms
und mit einer wesentlich verbesserten Telefontechnik. Heutzutage ist es ohne Mühe,
Beeinträchtigungen und hohe Kosten möglich, mit einem Geschäftspartner aus China
zu kommunizieren, ohne persönlich dort
zu sein.
Das alles haben wir nicht nur Bill Gates
und den anderen Microsoft-Pionieren zu
verdanken, sondern auch vielen anderen
innovativen und mutigen Unternehmern,
die sich der – wie man es so schön ver-
kürzt nennt – IT verschrieben haben. Gerade in der Informationstechnik muss man,
im wahrsten Sinne des Wortes, auf Draht
sein und mit der rasant fortschreitenden
Technologie standhalten, um sich auf dem
Markt behaupten zu können.
Das haben auch die Unternehmen in
der regionalen IT-Branche schnell erkannt. Andreas Sander, Firmengründer der
KOSATEC Computer GmbH, spricht
sogar von einem sehr fruchtbaren „OkerValley“ mit einem exzellenten Gründungsklima. Und so haben zahlreiche Firmen in
unserer Region die Zeichen der Zeit früh
erkannt und sich auf dem Markt, teilweise
sogar als „Global-Player“, positioniert.
Dazu gehören eine kräftige Portion Mut
und Durchhaltevermögen. Beides hat der
Mittelstand in unserer Region vielfach unter Beweis gestellt. Es zeigt sich deutlich,
dass sich die regionale Unternehmerschaft
in den vergangenen Jahren in vielerlei Hinsicht weiterentwickelt hat. Das wollen wir in
unserem Magazin entsprechend würdigen.
Neben einem soliden Mittelstand, exzel-
Andreas Günther Foto: Jörg Scheibe
lenter Forschung und einem guten Gründerklima scheinen auch die Bürger immer
mehr mit ihrer Scholle verbunden zu sein
und sich mit ihrer Heimat zu identifizieren.
Selbst die „Financial Times“ würdigte in
einem Sonderteil das wirtschaftliche Potenzial des Standortes Braunschweig!
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr
k onta k tdaten
Fragen, Wünsche, Anregungen zum „Standort“? – Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung.
Telefon (0531) 39 00 454 · Telefax (0531) 39 00 412 · E-Mail: [email protected]
Braunschweiger Zeitungsverlag GmbH & Co. KG · Hamburger Straße 277 · 38114 Braunschweig
Titelfoto: PantherMedia/Georg Brenner
Impressum
Gesamtleitung Andreas Günther
Herausgeber Braunschweiger Zeitungsverlag GmbH & Co. KG,
Hamburger Str. 277, 38114 Braunschweig, Telefon: (0531) 39 00-0
Dr. Martin Jaschke
Geschäftsführung Peter Imberg,
Redaktion Jessica Schwarz (verantwortlich), Stefanie Druschke
Beiträge Ralf Kirmse, Bernhard Mecke, Holger Neddermeier, regiopress
Anzeigen Andreas Günther (verantwortlich)
Objektleitung Daniela Hardt
Vertrieb Braunschweiger Zeitungsverlag
Druck braunschweig-druck GmbH, Ernst-Böhme-Straße 20, 38112 Braunschweig
Auflage ca. 10.000 Exemplare
03
inhalt
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MARKT AKTUELL
Meldungen
Rechtstipp – Sommerzeit ist Urlaubszeit
Termine bis September 2008
Korrekt & stilsicher
Seite 12
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TITELSTORY
IT Technologie
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Seite 18
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Pack die Badehose ein – nach Feierabend geht´s an den Strand
Metallurgie-Tag in Goslar
Das gute Geschäft mit BIO
SOLVIS – solvent durch Sonnenenergie
Historische Wertpapiere: Wolfenbüttler gibt auf dem
Markt den Ton an
Jägermeister mit Vorstandsteam auf Wachstumskurs
50 Jahre Ditzinger
Dürkop mit neuer Firmenzentrale
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Jugend forscht: Braunschweiger beim Bundesfinale in Bremerhaven
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Dienstleister in Grün
Seite 22
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Seite 36
FOKUSSIERT
Familienunternehmen mit der herben Note – Härke weiht
neues Sudhaus ein.
Schutz und Sicherheit – Lösungen für Firmen
VERMISCHTES
Erfolgreiche Teilnahme am Audi Business Cup
Alles nur simuliert ...
„Sportfonds für Kinder in Armut“ ins Leben gerufen
Gemeinsam-Preis – Auszeichnung im Braunschweiger Dom
125 Jahre Diakonische Heime in Kästorf
Meldungen
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
mark t a k tuell
Meldungen
Handwerkskammer Braunschweig verzeichnet
positive Ausbildungsbilanz 2007
Der Bezirk der Handwerkskammer Braunschweig konnte für das Jahr 2007 hervorragende Zahlen für sich verbuchen. Mit
1.969 Ausbildungsverträgen ist gegenüber
dem Vorjahr eine deutliche Steigerung zu
verzeichnen; zuletzt wurden derart viele
Lehrlinge vor fünf Jahren eingestellt. Regionaler Spitzenreiter ist mit 800 neuen
Lehrverträgen die Stadt Braunschweig.
Insgesamt über 5.000 junge Menschen
befanden sich im Jahr 2007 im Bezirk der
Handwerkskammer Braunschweig in einer
handwerklichen Berufsausbildung, „eine
erfreuliche und unerwartete Entwicklung“, sagt Kammerhauptgeschäftsführer
Otto Schlieckmann, der auch das Engagement von Unternehmern und Ausbil-
dungsberatern der Kammer hervorhebt.
„Das Handwerk im Kammerbezirk unterstreicht damit seine Leistungsfähigkeit und
den Willen zur sozialen Verantwortung“,
so Schlieckmann weiter.
Nach wie vor rekrutiert das Handwerk
fast ein Drittel seiner Auszubildenden aus
den Hauptschulen – 1.206 Hauptschulabsolventen begannen 2007 eine Lehre im
Handwerk; der Anteil der Realschüler lag
bei etwa der Hälfte.
Sehr zufrieden zeigte sich die Kammer
mit den Einstiegsqualifizierungen Jugendlicher. Bislang konnten 65 Prozent dieser
berufsvorbereitenden Maßnahmen in reguläre Ausbildungsverhältnisse umgewandelt werden.
„Projekt Region“
mit neuer Führung
Der Personalvors t a n d vo n V W,
Horst Neumann,
wurde Mitte Mai
zum Vorsitzenden
des Aufsichtsrats
der „Projekt Region Braunschweig
GmbH“ gewählt. Er
kündigte an, den engen Schulterschluss
mit den Landräten
und Bürgermeistern zu suchen.
Neumann folgt auf Norbert Massfeller, der nach dreieinhalb Jahren auf
eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat
ausscheidet.
05
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mar k t a k tuell
| J u ni 2008 | STAN D ORT
M eldungen
Energiesparwettbewerb 2008
Die Handwerkskammer Braunschweig
und die Volksbank eG Braunschweig
Wolfsburg führen den im vergangenen
Jahr gestarteten Energiesparwettbewerb
fort und schreiben ihn in diesem Jahr
neu aus. Ziel des Wettbewerbes ist es
zum einen, den Energieverbrauch zu
reduzieren, aber auch die Leistungsfähigkeit des Handwerks auf diesem
Gebiet zu demonstrieren. Unter dem
Motto „Handwerker schützen das Klima“ können Interessenten ab sofort
bis zum 15. Oktober Wettbewerbsbeiträge einreichen. Genauere Informationen erhalten sie unter der Rufnummer
0531/120 12 50.
Der a k tuelle RechtsTipp
Sommerzeit ist Urlaubszeit
Jörn Langelotz Rechtsanwalt
06
Braunschweig – wo Forschung
viel bewegt
In einer Sonderbeilage vom 27. März
2008 stellte die FINANCIAL TIMES
DEUTSCHLAND (FTD) den Standort Braunschweig näher vor und analysierte in diesem Zusammenhang die
wirtschaftlichen Potenziale, lohnende
Investitionen und die Lebensqualität
der Stadt.
Laut der FTD würde nirgendwo in
der EU prozentual mehr Geld in Forschung und Entwicklung fließen als
in Braunschweig, der „Stadt des Lächelns“; einer der Schwerpunkte sei
dabei die Verkehrstechnik. Neben dem
Verweis auf Siemens, Volkswagen, die
TU Braunschweig oder den Forschungsflughafen wurden auch Traditionsunternehmen wie Westermann oder der
Klavierbauer Schimmel in dem Bericht
hervorgehoben.
Die Financial Times widmete eine
Sonderbeilage unserer Region. Foto: dpa
Die Sommerferien stehen bevor, viele Mitarbeiter wollen in den Urlaub fahren.
Dabei kann der geplante Urlaub mit den
Interessen des Unternehmens kollidieren.
Laut Bundesurlaubsgesetz sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, soweit nicht „dringende betriebliche Belange“ oder Urlaubswünsche
anderer Mitarbeiter dem geplanten Urlaub
entgegenstehen.
Sollten beispielsweise drei Mitarbeiter
zum gleichen Zeitraum in den Urlaub fahren wollen und kann der Arbeitgeber nur
einen Mitarbeiter entbehren, hat der Arbeitgeber „soziale Gesichtspunkte“ zu berücksichtigen. Als soziale Gesichtspunkte
gelten das Lebensalter des Mitarbeiters, die
Dauer seiner Betriebszugehörigkeit, das Alter seiner Kinder (unter Berücksichtigung
ihrer Schulpflichtigkeit), der Gesundheitszustand, der Urlaub anderer Familienan-
gehöriger oder die Urlaubsgewährung im
vergangenen Jahr.
Grundsätzlich kann man daher sagen,
dass Mitarbeiter, die schulpflichtige Kinder
haben, in der Regel ihren Urlaub in den
Schulferien beanspruchen können.
Mitarbeiter ohne Kinder wird man auf
die Zeit außerhalb der Schulferien verweisen dürfen.
Der Arbeitgeber kann den Urlaub grundsätzlich verweigern, wenn durch den gewünschten Urlaub der Betriebsablauf gestört wird. In jedem Fall hat der Arbeitgeber
eine Interessenabwägung wahrzunehmen.
Er kann den Urlaub ablehnen, wenn der
Arbeitnehmer in der von ihm gewünschten
Urlaubszeit unbedingt im Betrieb gebraucht
wird, weil zu dieser Zeit Saison ist oder eine
Vertretung nicht möglich ist.
Einen bereits gewährten Urlaub kann
der Arbeitgeber nicht widerrufen. Nur in
besonderen Notfällen (z.B. wenn Waren zu
verderben drohen, Arbeitnehmer erkrankt
und Ersatzkräfte nicht zu beschaffen sind)
kann der Arbeitnehmer aufgrund seiner
Treuepflicht verpflichtet sein, von seinem
Urlaub zurückzutreten.
In solchen oder anderen arbeitsrechtlichen Fragen unterstützt der Arbeitgeberverband Region Braunschweig e.V. seine
Mitglieder sowohl außergerichtlich als auch
gerichtlich.
Jörn Langelotz
– Rechtsanwalt –
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Mitgliederversammlung
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Wertermittlung von Immobilien
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Umwelt
Energieeffizienz im Führungsprozess – Tipps für Unternehmer
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Forum für Existenzgründer/innen und junge Unternehmen. Eintritt frei
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IHK Braunschweig, 310 €
Persönlichkeitsbildung /
Führungsverhalten
Zeitmanagement – Selbstorganisation – Arbeitstechniken
25. – 27.6.2008
Braunschweig Zukunft GmbH
Gründerseminar, Technologiepark Braunschweig, Rebenring 33
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STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
mark t a k tuell
T ERMINE BIS september 2008
25./26.6.2008, 9 –17 Uhr
IHK Braunschweig, 290 €
Büroorganisation / Sekretariat
Der moderne Geschäftsbrief –
Visitenkarte des Unternehmens
26.6.2008, 15 Uhr
Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter, Vorbereitung einer Gründung
Kostenloser Workshop
30.6.2008, 9 – 17 Uhr
Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, 260 €
Das Neueste im Arbeitsrecht – aktuelle Rechtsprechung, Gesetzgebung und ihre Auswirkungen
3.7.2008, 9 – 16.30 Uhr
IHK Braunschweig, 190 €
Außenwirtschaft, Grundseminar
Export – einschließlich Binnenmarkt
3.7.2008, 15 Uhr
Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter
Planung einer Gründung
Kostenloser Workshop
12.7.2008, Tagesseminar
Frauen im Ingenieurberuf (fib)
Präsentationstechnik, Ort: Fa. CATIS, Heinrich-Nordhoff-Str. 99, Wolfsburg
18.8. – 17.11.2008, jew. Montag
17 – 19.15 Uhr
IHK Braunschweig, 200 €
Auszubildende – Vertiefungstraining
IHK-Prüfungsvorbereitung für Auszubildende Kauffrau/-mann für Bürokommunikation
19.8 . – 17.11.2008, jew. Dienstag
17 – 19.15 Uhr
IHK Braunschweig, 200 €
Auszubildende – Vertiefungstraining
IHK-Prüfungsvorbereitung für Auszubildende Industriekauffrau/-mann
20.8.2008
Oskar-Kämmer-Schule, Preis auf
Anfrage, Kaufmännische Assistenz für Wirtschaftsinformatik Praxis Plus –
berufsqualifizierender Schulzweig
Heinrich-Büssing-Ring 41a
20.8.2008
Oskar-Kämmer-Schule,
Preis auf Anfrage
Kaufmännische Assistenz für
Fremdsprachen und
Korrespondenz / 3 Länder Ausbildung in Deutschland, England, Frankreich/Spanien –
berufsqualifizierender Schulzweig
Heinrich-Büssing-Ring 41a
20.8.2008
Oskar-Kämmer-Schule,
Preis auf Anfrage
Two in One: Fachhochschulreife plus Ausbildung zum/zur
Bürokaufmann/-frau – Vollzeit
Heinrich-Büssing-Ring 41a
21.8. – 20.11.2008, jew. Donnerstag
17 – 19.15 Uhr
IHK Braunschweig, 200 €
Auszubildende-Vertiefungstraining
IHK-Prüfungsvorbereitung für
Auszubildende
Bürokauffrau/-mann
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6.7.2008, 10 – 13 Uhr
Oskar-Kämmer-Schule
Heinrich-Büssing-Ring 41a
Braunschweig, Informationstag
8.7.2008, 8.30 – 17 Uhr
IHK Braunschweig, 200 €
Einkauf und Absatzwirtschaft, Preis- und Konditionsverhandlung im Verkauf
9.7.2008, ab 9.30 Uhr
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Niedersachsenhalle Hannover
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10.7.2008, 17 Uhr
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Kostenloser Workshop
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Braunschweig (BBZ)
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Führungsverhalten
Gestern Kollege – heute
Vorgesetzter, Basisseminar
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berufsbegleitende Weiterbildung
Heinrich-Büssing-Ring 41a
27.8. – 5.12.2008
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Grundstücks- und Wohnungswirtschaft
Fachkraft für alternative Wohn- und Betreuungsformen (IHK)
3.9. – 8.10.2008, jew. Mittwoch
17 – 19.15 Uhr
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Auszubildende-Vertiefungstraining
IHK-Prüfungs-Vorbereitung EDV
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Bürokaufleute und Kaufleute für
Bürokommunikation
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Persönlichkeitsbildung /
Führungsverhalten
Führungsworkshop für Praktiker –
Gesprächsführung mit Mitarbeitern
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Gründerforum „Von der BWA zur
Planung“, Rollei Zentrum für Existenz gründer RZE, Salzdahlumer Str. 196
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Incoterms-Seminar
3./4.9.2008, 9 – 16 Uhr
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Systematische Neukunden gewinnung
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IHK Braunschweig, 290 €
Büroorganisation / Sekretariat
Für Office-Profis:
„Fresh-up“ in englischer Sprache –
Professional Phone Calls
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Handwerkskammer
Braunschweig, 195 €
Geschäftsführer einer GmbH
Ansprechpartner: Silke Scheundel,
Telefon (0531) 1201-251,
[email protected]
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Berufsbildungszentrum der
Handwerkskammer Braunschweig (BBZ), 1.790 €, Kfz-Servicetechniker
Ansprechpartner:
Sabrina Klingenberg / Sylvia Peter,
Telefon (0531) 1201-422 oder -423, [email protected]
bzw. [email protected]
6.9.2008
Akademie des Handwerks der
Handwerkskammer Braunschweig,
180 €, Die BWA als Steuerungselement
Ansprechpartner: Silke Scheundel,
Telefon (0531) 1201-251,
[email protected]
8./9.9.2008, 9 – 17 Uhr
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Außenwirtschaft, Export- und
Zollformulare richtig ausfüllen – Teil 1
9.9.2008, 13-17 Uhr
Braunschweig Zukunft GmbH /
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Beratungstag Existenzgründung / Existenzsicherung
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Veröffentlichung besteht nicht.)
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
mark t a k tuell
gut zu wissen
Korrekt & stilsicher:
So gelingt Ihnen ein souveräner Auftritt
„Wie kleide ich mich richtig?“ ist im Business stets eine Frage der Etikette
Karriere und Erfolg sind im Business mit einer angemessenen Präsentation der eigenen
Persönlichkeit verbunden – wer sich auf
dem geschäftlichen und gesellschaftlichen
Parkett sicher bewegen möchte, sollte mit
den „Dresscodes“ vertraut sein.
Geschäftsessen oder
Meeting – der Anlass bestimmt
die Garderobe
Stefan Müller, Inhaber von „Men’s Gala“, verhilft seit 25 Jahren seinen Kunden zu einem
gelungenen Auftritt. Hier seine Tipps.
Prinzipiell (unabhängig von der Branche)
gilt: Der Anzug ist Grundausstattung, zeitlos
und korrekt ist der Zwei- oder Dreiknopf
in anthrazit oder dunkelgrau. Sakkos haben
eher Freizeittouch, der im Geschäftsalltag
unangemessen wirkt.
Als salonfähig gilt in einigen Berufen allenfalls eine Kombination aus dunkelblauem
Blazer und Jeans, mit passendem Oberhemd
und Krawatte. Allerdings herrscht in einigen
Branchen und Positionen immer noch der
traditionelle Dresscode eines dunklen Anzugs vor, teilweise in Kombination mit einer
Weste. Apropos: Diese darf nur zu einem
einreihigen Drei-Knopf-Jackett getragen
werden, nicht jedoch zu einem (unmodernen) Zweireiher.
„Das optische Gesamtkonzept muss
stimmen, sollte nie overdressed, sondern
natürlich wirken und in Farbe und Stil zu
seinem Träger passen. Je weniger Sie Ihren
Gesprächspartner kennen, umso dezenter
kleiden Sie sich. Mit einem dunkelgrauen
Anzug und weißen Hemd liegen Sie zum
Beispiel immer richtig“, empfiehlt Stefan
Müller.
11
1
„No-goes“, Fauxpas & Co
Achten Sie bei Meetings auf neutrale
Kniestrümpfe, sonst beschert Ihnen Ihre
Sitzposition eine ungewollte Beinfreiheit.
Comicstickereien oder nackte Füße gehören ebenso in die Freizeit wie ein Halbarmhemd zum Jackett. Vermeiden Sie grelle,
bunte Krawatten; setzen Sie auf farbigharmonische Seidenbinder. Die Krawatte
schließt stets mit dem Hosenbund ab. Gürtelschlaufen an der Hose verlangen einen
Gürtel, der zum Schuh passen muss. Einstecktücher (die je nach Anlass unterschiedlich gefaltet werden) übernehmen die Farbe
des Hemdes, das Muster der Krawatte oder
bleiben dezent uni – passende Manschettenknöpfe runden das Ensemble ab.
Christine Sehle
Kontakt:
Stefan Müller
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Foto: Christine Sehle
A l l e n Rü cks chl ägen und Widrigkeiten
in de r Ve rg an ge nheit zum Trotz – die
I T- B r a n che boomt weiter.
12
Foto: Kosatec
KOSATEC Computer – Eine starke
Marke im „Oker-Valley“
Erfolgreich in der IT-Branche – mit Gespür und Sinn fürs Geschäft ganz groß geworden
Die mittlerweile 15 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte der KOSATEC Computer
GmbH begann im Januar 1993 ganz bescheiden in einer Garage in Rötgesbüttel vor den
Toren Braunschweigs. Aus dem ZweimannBetrieb mit kaum Eigenkapital entwickelte
sich schnell ein prosperierendes Unternehmen. „Gleich im ersten Jahr haben wir einen
Umsatz von 2,3 Millionen Mark gemacht“,
erinnert sich der geschäftsführende KOSATEC-Gesellschafter und Firmengründer
Andreas Sander.
Aktuell beschäftigt der IT-Spezialist vom
Spechtweg mehr als 140 Mitarbeiter. Der Umsatz im vergangenen Jahr belief sich auf über
70 Millionen Euro. Das soll im laufenden Jahr
noch gesteigert werden. Die KOSATECComputer GmbH beliefert als Großhändler
über 3.000 Fachhändler und viele Privatkunden im gesamten Bundesgebiet. Das KOSATEC Systemhaus konzipiert und betreut
Netzwerklösungen im Hard- und Softwarebereich bei renommierten Großkunden.
In Braunschweig und in Wolfsburg gibt
es fünf Einzelhandelsfilialen. In der Braunschweiger Zentrale sind auf rund 6.800 Quadratmetern das Zentrallager, der Vertrieb, die
Serviceabteilung, die Verwaltung, das KOSATEC Systemhaus, die Produktion der „Innovation PC“ und eine Einzelhandelsfiliale
untergebracht. Seit 2006 gibt es ein weiteres
Vertriebsbüro bei Aachen.
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
titelstory
2
Holger Neddermeier sprach mit Andreas Sander, dem gelernten Funkelektroniker
und ehemaligen Vertriebsmitarbeiter bei
„Frank & Walter“, über die eigenen Erfahrungen und die Voraussetzungen für einen
erfolgreichen Weg als Unternehmer in der
boomenden Branche der InformationsTechnologie (IT).
1
Herr Sander, von der Garage zum „GlobalPlayer“ – ist das heute noch drin?
Das ist immer drin. Das zeigen die Beispiele junger aufstrebender Unternehmer
immer wieder. Man kann mit der richtigen
Idee immer erfolgreich sein – gerade auch
in der aufstrebenden IT-Branche. Dazu
gehören eine gehörige Portion Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, immer
dazuzulernen. Auch für mich waren die
ersten Jahre schwer.
Wie würden Sie die heutige IT-Branche
charakterisieren im Gegensatz zu Ihrer
Gründungsphase vor 15 Jahren?
Die IT-Branche ist wesentlich professioneller geworden. Das hat man erst vor
kurzem eindrucksvoll auf der CEBIT sehen können. Der Markt ist enger zusammengerückt und die Konkurrenz ist bedeutend härter geworden.
Was ist heutzutage für Unternehmer in der
IT-Branche unerlässlich?
Man muss selbstständig handeln und
strukturiert denken können. Unerlässlich
sind eine kräftige Portion Selbstbewusstsein und natürlich auch ein Branchen
übergreifendes Fachwissen.Technisch und
auch buchhalterisch sollte man auf dem
Laufenden sein. Auch der Mut zum Risiko
sollte entsprechend ausgeprägt sein. Nur
mit dem nötigen Biss und Beharrlichkeit
kann man sich heute in der Branche behaupten.
Was geht gar nicht in der Branche?
Ein absolutes „No-Go“ ist, wenn man
zu egoistisch an die Dinge heran geht und
zu schnell, meist auf Kosten anderer, etwas
erreichen will. Das geht in der Regel nach
hinten los. Auch ich habe mir eine gewisse
Ellenbogen-Mentalität angeeignet – verliere dabei aber nie die Regeln der Fairness
aus den Augen.
Wie sehen Sie das Zusammenspiel
in Bezug auf Ihre Angestellten?
Ich bin zwar der Firmengründer, aber
ohne meine Angestellten wäre ich nicht so
weit gekommen. Deshalb sind sie für mich
das höchste Gut. Nur wenn ich zufriedene
Mitarbeiter habe, dann habe ich auch motivierte Mitarbeiter.
3
1Kosatec Computer hat im vergangenen Jahr
über 70 Millionen Euro umgesetzt.
Foto: Kosatec
2Die Fertigung.
Gibt es noch Nischen in der IT-Branche?
Nischen gibt es durchaus noch in der
Branche. Auch ich habe Jahr für Jahr neue
Ideen, die ich gelegentlich mit mehr oder
weniger Erfolg ausprobiere. ‚Alles kann,
nichts muss‘ – ist da meine Devise.
Foto: Holger Neddermeier
3Andreas Sander mit einer aktuellen Auszeichnung
als „Excellent Distributor“. Foto: Holger Neddermeier
Können Sie Gründungswilligen anraten,
ihren Weg zu gehen?
Ich kann Gründungswilligen durchaus
Mut machen, sich in dem Bereich selbstständig zu machen, und stehe gerne auch
mal mit Rat und Tat zur Seite. Man sollte
aber mit Bedacht und einem stichhaltigen
Konzept an die Sache herangehen.
Herrscht hier ein gutes Gründungs-Klima? Kann
man vom einem „Oker-Valley“ sprechen?
Das Gründungsklima ist hier super. Zudem ist die Unterstützung durch die Stadt
und die Wirtschaftsförderung sehr professionell. „Oker-Valley“ trifft es ganz gut.
Auch bezogen auf unsere vielen regionalen
Mitbewerber. Braunschweig und die Region
sind schon sehr stark auf dem IT-Sektor.
Holger Neddermeier
Kontakt:
Philip Sauer
Geschäftsbereichsleiter
e-Commerce & Marketing
KOSATEC Computer GmbH
Spechtweg 1, 38108 Braunschweig
Tel. (0531)/2 35 44-800, Fax (0531)/2 35 44-480,
http://www.kosatec.de, E-Mail: [email protected]
13
IT-Großhändler Devil verzichtet
vorerst auf den Gang an die Börse
A lte r nativer
Tr eibsto ff
Schwieriges Marktumfeld: Nur für die Hälfte der
angebotenen Aktien fanden sich Interessenten
14
Hat den Gang an die Börse abgesagt: Der
Braunschweiger IT-Großhändler Devil. Foto: Devil
Devil hat im Geschäftsjahr
2006/2007 rund 322 Millionen Euro umgesetzt. Der
IT-Großhändler kündigte
an, seine Expansionspolitik
fortzusetzen.
Der Mut des Braunschweiger IT-Großhändlers Devil hat sich nicht ausgezahlt.
In einem aufgrund der weltweiten Finanzkrise schwierigen Marktumfeld wollten
die Löwenstädter ursprünglich Mitte Mai
an die Börse gehen. Doch das Unternehmen sagte den geplanten Börsengang zum
Ende der einwöchigen Zeichnungsfrist
ab. Die rund 2,5 Millionen Aktien, die in
der Preisspanne zwischen sechs und neun
Euro ausgegeben werden sollten, hätten
nur zur Hälfte abgesetzt werden können,
ging aus einer Pflichtmitteilung des Börsenkandidaten hervor.
Der Emissionserlös in dieser Größenordnung hätte jedoch nicht ausgereicht,
um die Expansionspolitik „im geplanten
Umfang umzusetzen“, begründete das
Unternehmen den abgeblasenen Börsengang. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben: Eventuell, kündigte Devil an,
werde der Gang an die Börse zu einem
späteren Zeitpunkt nachgeholt. Der IT-
Großhändler will aber auch andere Finanzierungsoptionen prüfen.
Seit Beginn der Finanzkrise haben nur
noch wenige Unternehmen den Börsengang riskiert. Devil wäre in diesem Jahr der
erste Neuling in dem von der Deutschen
Börse streng regulierten Prime Standard
gewesen.
Die Braunschweiger beliefern Elektronik-Fachhändler mit Hard- und Softwareprodukten wie Grafikkarten und Speicherchips, Notebooks oder Druckern. Die
Produkte bezieht der IT-Großhändler von
verschiedenen Anbietern. Im Geschäftsjahr 2006/2007 kam die Firma, die rund
200 Mitarbeiter beschäftigt, auf einen
Umsatz von rund 322 Millionen Euro.
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern belief sich auf zwei Millionen Euro.
Ralf Kirmse
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
Dr. Michael Goldapp (links), Gründer und Geschäftsführer von LINEAS, und Andreas Otto,
Geschäftsführer der LINEAS Informationstechnik. Foto: Sierigk
Der Weg an die Spitze
Braunschweig – Vom Mittelstand bis zum Großkonzern ist LINEAS auf
die ganzheitliche Optimierung von Geschäftsprozessen spezialisiert.
In mehr als 20 Jahren hat sich das Unternehmen Schritt für Schritt zu einem
führenden Beratungs- und Technologie-Dienstleister in Deutschland entwickelt.
„Neue Wege in der IT werden zunehmend
zum entscheidenden Faktor im Wettbewerb“, sagt Dr. Michael Goldapp, Gründer und Geschäftsführer von LINEAS.
Früh erkennt er, dass viele Unternehmen
beim herkömmlichen Ansatz, Prozesse
durch IT zu unterstützen, auf der Stelle
treten. Nachhaltige Ansätze sind gefragt.
„IT ist nur dann wirklich effizient, wenn
sie sich eng an den Geschäftsprozessen
sowie Informations- und Warenflüssen
orientiert“, erklärt Dr. Goldapp. Aus
diesem Grund setzt das Beratungs-Team
bei der Prozessanalyse und –modellie-
Erfolgsfaktor Familie
titelstory
rung an und beginnt mit der technischen
Entwicklung und Umsetzung der IT-Systeme auf Basis optimierter Prozess-Szenarien.
Über 100 Spezialisten arbeiten für namhafte Kunden aus der Region wie auch
deutschlandweit. Gleichzeitig ist LINEAS
aber auch als Technologie-Kooperationspartner gefragt. Unter anderem im Bereich
Mobile Lösungen, in dem LINEAS als Mitglied des BlackBerry® Alliance Programms
der Entwicklungspartner direkte Unterstützung vom Hersteller Research In Motion
(BlackBerry®) erhält. „Um auch in Zukunft
immer einen Schritt voraus zu sein, nutzen
wir die Nähe zu den Technischen Universitäten und Fachhochschulen in der Region“,
ergänzt Andreas Otto, Geschäftsführer der
LINEAS Informationstechnik.
Kontakt:
Wolfgang Moll
LINEAS Informationstechnik GmbH
Theodor-Heuss-Straße 2, 38122 Braunschweig
Tel. (0531)/88 52 1000
LINEAS Project Services GmbH heißt jetzt eck*cellent IT GmbH
Das Thema „familienfreundliche Arbeitszeiten“ ist schon lange von großer Bedeutung für Hildegard Eckhardt, Geschäftsführerin der Braunschweiger Firma eck*cellent
IT (ehemals LINEAS Project Services
GmbH). Da in den Betrieben der IT-Branche der Anteil der weiblichen Mitarbeiter
meist unterdurchschnittlich ist, wird schnell
klar, dass diese Maßnahmen keineswegs nur
den berufstätigen Müttern nützen sollen,
sondern auch den Vätern. „Familienfreundlich“ heiße eben nicht nur „frauenfreundlich“, so Eckhardt. Ein weiteres Erfolgsrezept in Richtung Mitarbeiterzufriedenheit
sind die flachen Hierarchien. Ziel des Unternehmens ist es, den fast 50 Mitarbeitern
selbstständiges, verantwortliches Arbeiten
zu vermitteln. Dabei wird unternehmerisches Denken gefördert und auch gefor-
dert. Ende April beging die eck*cellent IT
zehnjährigen Geburtstag. Das wurde mit
den langjährigen Mitarbeitern und einem
gemeinsamen Kurz-urlaub im Ausland gebührend gefeiert – auf Firmenkosten.
Über das Thema „familienfreundliche
Arbeit“ und den „Erfolgsfaktor Familie“
sprach Holger Neddermeier mit der Geschäftsführerin Hildegard Eckhardt:
Frau Eckhardt, Ihre Unternehmenskonzeption
wurde 2005 beim Bundeswettbewerb „Erfolgsfaktor Familie“ ausgezeichnet. Was bedeutet das für
Sie als Ehefrau und Mutter einer mittlerweile fast
erwachsenen Tochter?
Ich hatte zufällig in der Financial Times
von diesem Wettbewerb gelesen und gedacht, da könnten wir uns mal beteiligen.
Ich habe mich natürlich sehr über die Aus-
Hildegard Eckhardt .Foto: Holger Neddermeier
Kontakt:
Imo Hermes - Fa. eck*cellent IT
Theodor-Heuss-Str. 23, 38122 Braunschweig
Tel. (0531) 88 52 21 25, Fax (0531) 88 52 25 00
E-Mail: [email protected]
15
anbelangt. Die Betreuung durch Oma und
Opa war eher die Ausnahme.
Was unterscheidet einen weiblichen Chef von den
männlichen Kollegen?
Aus meiner Sicht ist nicht das Geschlecht,
sondern der Mensch, die Persönlichkeit, die
dahinter steckt, entscheidend.
Die Unternehmenskonzeption der der Braunschweiger Firma eck*cellent IT (ehemals LINEAS
Project Services GmbH) wurde 2005 beim Bundeswettbewerb „Erfolgsfaktor Familie“
ausgezeichnet.
16
Gemeinsam mit Mitarbeitern familienfreundliche
Lösungen finden. Fotos: Holger Neddermeier
zeichnung gefreut. Doch war ich gleichzeitig
vom Erfolg ein wenig überrascht, weil ich
unser Konzept als gar nicht so exorbitant
innovativ angesehen habe. Ich empfinde
es eher als eine Selbstverständlichkeit, dass
man mit Mitarbeitern gemeinsame familienfreundliche Lösungen findet. Der Mehrwert,
den man allein durch die Mitarbeiterzufriedenheit hat, ist enorm. Und es spricht sich
rum – Job-Anzeigen müssen wir nicht mehr
schalten.
Inwieweit bringt sich die Mutter Hildegard
Eckhardt ein?
Die Erfahrungen, die ich selbst als Mutter
und Unternehmerin gemacht habe, versuche
ich immer auf die Angestellten zu übertragen. Das kommt meinen Mitarbeitern zugute.
Ich lebe in einer modernen Beziehung. Mein
Mann und ich, wir haben uns immer abgestimmt, was die Betreuung unserer Tochter
Leben wir in einer Ellenbogengesellschaft mit
sozialer Kälte?
Ich denke, dass der Mittelstand grundsätzlich sehr familiengeprägt ist und von
seiner Philosophie her mehr Wert auf Nachhaltigkeit legt. Das Verhältnis zu den Mitarbeitern ist da meistens auch sehr persönlich.
Die großen Konzerne müssen heute in der
Mehrheit renditeorientiert agieren, was häufig zu kurzfristiger Gewinnoptimierung und
damit oft einhergehendem Arbeitsplatzabbau führt. Das war nicht immer so.
Stichwort „Familienfreundlichkeit“ in Bezug auf
die Arbeitszeiten. Was bedeutet das für ihr
Unternehmen?
Die Zeitkonten ermöglichen es unseren
Mitarbeitern, ihren Arbeitstag weitgehend
frei, jedoch immer in Abstimmung mit dem
Kunden, zu gestalten. Dies geschieht in
Form von flexibler Gleitzeit. Die Kernarbeitszeit ist bei uns von 9.30 bis 15.30 Uhr.
Davor und danach kann man sich frei bewegen. Die Mitarbeiter sind dadurch entspannter und auch konzentrierter und können
so auch familiäre Anforderungen erfüllen.
Zum Beispiel kann ein Vater sein Kind jeden
Morgen persönlich zum Kindergarten bringen. Durch diese Flexibilität ist die Loyalität
zum Unternehmen ungleich größer als bei
anderen. Headhunter haben bei uns kaum
eine Chance.
Würden Sie also sagen, dass Ihre Mitarbeiter
zufriedener und stressfreier sind als Kollegen in
anderen Betrieben – ohne vergleichbare Konzepte?
Auch bei uns besteht ein hoher Leistungsdruck. Daneben ist es uns aber wichtig, den
Menschen und sein familiäres Umfeld zu sehen. Deshalb bemühen wir uns tagtäglich,
die Familienaspekte mit dem Berufsalltag
unser Mitarbeiter zu verbinden. Unter dem
Aspekt „Work-Life-Balance“ haben wir es
geschafft, sehr zufriedene Mitarbeiter zu beschäftigen.
Ist ihr Modell ein Modell für alle
Wirtschaftsbereiche?
Davon bin ich überzeugt! Leider sind
viele Unternehmen, aber auch zum Teil die
Mitarbeiter, gedanklich noch nicht so weit.
Es gibt vielfach noch immer die althergebrachten Rollenklischees, die da lauten, dass
die Frau zu Hause auf das Kind aufzupassen
und der Mann für den Lebensunterhalt zu
sorgen hat. Noch immer haben viele Männer
nicht den Mut, dazu zu stehen, dass sie es toll
finden würden, eine Babypause einzulegen.
Was steckt hinter der Idee des überbetrieblichen
Kindergartens/Krippe?
Es ist natürlich nicht immer leicht, Beruf
und Erziehung unter einen Hut zu bringen.
Deshalb auch die Idee, eine Kindertagesstätte mit längeren Öffnungszeiten von morgens
bis abends ins Leben zu rufen. Das soll aber
auf keinen Fall heißen, dass unsere Mitarbeiter ihre Kinder dort für 10 bis 12 Stunden
zur „Aufbewahrung“ abliefern sollen. Gerade bei den hohen Projektanforderungen, die
bei uns erwartet werden, ist Flexibilität gefragt. Flexible Arbeitszeiten der Mitarbeiter
erfordern auch angepasste Öffnungszeiten
eines Kindergartens beziehungsweise einer
Krippe. Die Kita soll darum montags bis
freitags von 7 bis 18 Uhr geöffnet haben,
auch während der Ferienzeit.
Wann soll die Kindertagesstätte starten?
Der überbetriebliche Kindergarten auf
dem Gelände der BMA soll möglichst im
September starten und wird zusammen mit
verschiedenen regionalen Unternehmen und
dem Arbeitgeberverband umgesetzt.
Wie viele Ihrer Mitarbeiter werden ihre Kinder dort
anmelden?
Das ist im Moment noch schwer zu sagen.
Wir haben aber viele junge Mitarbeiter und
werden weitere Einstellungen vornehmen.
Aber die Tendenz ist hoch, da wir derzeit
einen kleinen Hochzeits- und Schwangerschaftsboom bei uns haben.
Holger Neddermeier
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
titelstory
1
IT-Spezialist „ckc“ residiert
jetzt am Alten Bahnhof
Das Who is who“ aus der regionalen Politik und Wirtschaft feierte Ende April
mit dem IT-Spezialisten „ckc integrated solutions“ die Einweihung des neuen
Bürogebäudes am „Alten Bahnhof 13 in Braunschweig“. Voller Stolz präsentierte
Firmengründer H.-G. Christian Krentel den zahlreichen Gästen die neue rund
4.000 Quadratmeter umfassende Schaltzentrale des Unternehmens. „ckc
integrated solutions“ zählt mittlerweile rund 350 Mitarbeiter und hat mehrere
Standorte in Deutschland.
Neben den zahlreichen Repräsentanten aus
Wirtschaft, Politik und Kultur hatten sich
auch Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann und Nina Ruge angesagt – die bekannte Moderatorin übernahm nach der
Festrede des Oberbürgermeisters die Moderation der lockeren Talkrunde zu aktuellen Themen der Region. Im Mittelpunkt
stand dabei die Erfolgsgeschichte der mittlerweile über 30 Millionen Euro Jahresumsatz einfahrenden Aktiengesellschaft.
Hoffmann lobte den Unternehmergeist
von Krentel, denn gerade der Mittelstand
sei das Fundament der Wirtschaft. Angefangen hat alles vor rund 18 Jahren am Wohnzimmertisch in der Klein Schöppenstedter
Wohnung des Firmengründers.
Heute ist der Vollblutunternehmer stolz
auf das Erreichte. Nicht zuletzt durch die
deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen will er seinen Mitstreitern etwas zurückgeben.
„Mit Leidenschaft für den Erfolg des
Kunden“, lautet Krentels Dienstleister-Devise. Eine Leidenschaft, die nur zufriedene
Mitarbeiter entwickeln können. Durch die
neuen Räumlichkeiten sieht sich Krentel
auch in die Lage versetzt, mehr Ausbildungsplätze als bisher anbieten zu können.
Denn in der IT-Branche herrscht bekanntermaßen ein Mangel an Fachkräften. Die
Erfolgsstory soll weiter gehen – „ckc“ hat
jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen. Holger Neddermeier
17
1Eine illustre Runde feierte mit „ckc integrated
solutions“ die Einweihung des neuen Bürogebäudes.
2Christian Krentel. Fotos: Holger Neddermeier
2
2
18
Pack‘ die Badehose ein: Nach
Feierabend geht’s an den Strand!
Es ist Sommerzeit – die Sonne strahlt vom azurblauen Himmel und der warme,
feine Sand knirscht bei jedem Schritt unter den Füßen. Der Weg zum Strandkorb
wird von aktuellen Sommerhits und Reggae-Klassikern untermalt. In der Luft
schwebt der Geruch von Sonnencreme und verlockenden Speisen. Ein Szenario,
das man normalerweise im Sommerurlaub an der Nord- und Ostsee oder an den
Mittelmeerstränden erwartet. Seit einiger Zeit ist das aber auch in der Harz und
Heide-Region möglich.
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
Fokussiert
Dichtes Gedränge herrschte am Eröffnungswochenende
im Laguna Beach. Foto: BZ-Archiv
1
Pfiffige Gastronomen in Berlin und Hamburg waren die Vorreiter und Ideengeber:
Stadtstrände direkt im Großstadtdschungel oder auch am Stadtrand. Ein trendiges
Konzept, das sehr gut angenommen wird.
Junge Leute, Studenten, aber auch viele
Berufstätige nutzen gerne die Möglichkeit,
sich für ein paar Stunden aus dem Alltag zu
verabschieden.
Urlaub und Entspannung in einer Strandbar direkt vor der Haustür, das ist ohne
großen Aufwand möglich. Seit nunmehr drei
Jahren öffnet das „Okercabana“ im Braunschweiger Bürgerpark für rund fünf Monate seine Pforten. Die Strandbar umfasst
ein Areal von knapp 5.000 Quadratmetern
– dazu wurden rund 800 Tonnen feinster
Quarzsand aufgeschüttet. „Der Clou ist die
Anlegemöglichkeit am clubeigenen Bootssteg, von dem man Floß- oder Kanufahrten
auf der Oker buchen kann“, so Betreiber
Matthias Lanzer. Auf zwei BeachvolleyballFeldern kann man sich sportlich betätigen.
Schutz vor Regen und Sonne bietet eine 120
Quadratmeter große und überdachte Terrasse.
Für den gestressten Unternehmer und
seine Angestellten bieten After-Work-Partys, Firmenfeiern oder Meetings die gute
2
Gelegenheit, mal wieder die Krawatte abzulegen und die Lackschuhe kurzerhand gegen
Flip-Flops einzutauschen. Jeden Donnerstag lädt der „After-Work-Club“ im „Okercabana“ Berufstätige zum Entspannen und
Abschalten ein.
Ganz ähnlich ist das Konzept des „Bora-Beachclub“ im wunderschönen KennelNaturbad. Auch hier kann man mal eine etwas andere Firmenfeier veranstalten. Dazu
gibt es auf Anfrage spezielle Arrangements.
„Damit unsere Gäste auch bei schlechtem
Wetter feiern können, haben wir ein Zelt
mit festem Boden und Lounge-Möbeln auf-
3
1Den Feierabend in lockerer Atmosphäre
genießen – das Konzept der Stadtstrände geht
nicht nur in Großstädten auf.
19
2Alles ist bereit für die kommende Saison.
3So einfach wie genial ist das Konzept der Stadtstrände – und ein gutes Geschäft obendrein.
4Zunehmend werden die Stadtstrände auch für
Firmenfeiern gebucht.
Fotos: Holger Neddermeier
4
20
1
1 Die Stadtstrände sprechen keineswegs
nur jüngeres Publikum an. Foto: BZ-Archiv
2Nach einem stressigen Arbeitstag ein kühles Bier
genießen und ausspannen. Foto: Holger Neddermeier
gebaut“, sagt Betreiber Oliver Strauß. Das
so genannte Partydrom kann für Firmenfeiern oder ähnliche Veranstaltungen angemietet werden.
Seit Mitte Mai können sich auch die
Wolfenbütteler am Strand aalen. Die „Laguna-Beach“ am Landeshuter Platz bietet
neben Sonne auch Schnitzel satt für die
Business- und Partypeople. Denn in diesem
Jahr versorgt der „Schnitzelkönig–Ischgl“
aus Tirol die Gäste.
Auch im Harz kann man seit 2007 im
weichen Sand entspannen. Im „Krodobad“
am Rande von Bad Harzburg hat wieder
das „Krodokabana“ geöffnet. Hier gibt es
an der Radau mit Blick auf den Burgberg
die nötige Portion Beach-Feeling. „In diesem Jahr ist alles noch schöner und größer“,
so Servicemanager Heino Krahl. Der 2.
Vorsitzende des vom Förderverein betriebenen Freibades hofft, wie wohl alle Gastronomen, auf einen besseren Sommer als
im vergangenen Jahr.
Einen feinen Sandstrand mit Gastronomie haben auch der Tankumsee bei Gifhorn
und der beliebte Wolfsburger Allersee –
nicht nur um den kolumbianischen Pavillon
herum.
Übrigens: In allen Strandbars gibt es in
diesem Jahr natürlich die Möglichkeit, die
Spiele der Fußball-Europameisterschaft anzusehen. Und das ganz relaxt in der Strandliege oder der Hängematte.
Holger Neddermeier
I nfo
Bora-Beachclub (Braunschweig):
www.borabeachclub.de;
Laguna Beach (Wolfenbüttel):
www.mein-stadtstrand.de;
Okercabana (Braunschweig):
www.okercabana.de;
Kolumbianischer
Pavillon (Wolfsburg):
www.kolumbianischerpavillon.de;
Krodokabana (Bad Harzburg):
FVK Förderverein Krodobad e.V.;
Tel. (05322) 55 91 77
2
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
Fokussiert
Metallurgie-Tag in Goslar
„Die Stahlbranche trifft sich in Düsseldorf,
die Nichteisen-Metallurgie in Goslar“, so
Dr. Reimund Westphal, Geschäftsführer der
Recylex-GmbH. Die Stadt soll sich künftig
zum Mekka der NE-Metallurgie entwickeln.
Der Startschuss für dieses Vorhaben fiel am
14. März mit der Veranstaltung des Metallurgie-Tages. Für die Zukunft ist geplant,
diese Fachtagung alle zwei Jahre in Goslar
auszurichten; für 2010 ist eine europäische
Beteiligung geplant.
Aufgrund des geologisch bedingten
Mangels an heimischen Erzvorkommen
habe sich die deutsche NE-Metallindustrie
frühzeitig auf das Metallrecycling spezialisieren müssen und sei somit zum globalen
Vorreiter avanciert, betont Dr. Reimund
Westphal.
Als Krönung des Festabends in der Kaiserpfalz wurde der Wissenschaftspreis für
herausragende Leistungen in der anwendungsorientierten Forschung an Dr. Elinor
Rombach, IME, RWTH Aachen, vergeben.
Verliehen wurde der mit 50.000 Euro dotierte Kaiserpfalz-Preis durch Ulrich Grillo,
Präsident der Wirtschaftsvereinigung Metalle
und Vorstandsvorsitzender der Grillo-Werke
AG Duisburg, sowie Prof. Dr.-Ing. Hans Jacobi, Präsident der GDMB Gesellschaft für
Bergbau, Metallurgie, Rohstoff- und Umwelttechnik e.V., Clausthal-Zellerfeld.
Als Festredner war der in Goslar geborene Umweltminister Sigmar Gabriel anwesend, der hervorhob, dass der MetallurgieTag für den Wandel der Stadt Goslar von
großer Bedeutung sei.
Der Metallurgie-Tag war in ein buntes Rahmenprogramm eingebettet. Foto: Martin Schenk
| ANZE IGE |
projekt Region Braunschweig GmbH:
Sicherung des Lebenswerks
Die demographische Entwicklung mit ihren weitreichenden gesellschaftlichen Veränderungen macht auch vor den Führungsetagen vieler kleiner und mittelständischer
Unternehmen nicht halt. Jährlich steht in
zahlreichen Betrieben ein Generationswechsel in der Unternehmensleitung an.
Dabei kann dieser Wechsel immer seltener
innerhalb der Familie erfolgen, so dass
eine familienexterne Nachfolgelösung gefunden werden muss. Allein in der Region
Braunschweig stehen jedes Jahr etwa 1.000
Betriebe zur Nachfolge an. Daher hat die
projekt REGION BRAUNSCHWEIG
GMBH gemeinsam mit den Arbeitgeberverbänden, Kammern und Kommunen der
Region das Projekt Unternehmensnachfolge gestartet.
Einerseits gibt es Unternehmen, die
einen geeigneten Nachfolger suchen, andererseits gibt es Personen, die sich selbstständig machen möchten und hierfür ein
geeignetes Unternehmen suchen. Die Projektpartner nehmen die konkrete Zusammenführung familienexterner Übernehmer
mit passenden Übergabe-Unternehmen
der Region in den Fokus. „Wir wissen, dass
Vertraulichkeit in dieser sensiblen Phase
von größter Bedeutung ist, um den Generationswechsel erfolgreich zu gestalten“,
sagt der Projektleiter Unternehmensnachfolge, Thomas Kausch. „Bei öffentlichen
Unternehmensbörsen können die Anzeigen leicht identifiziert werden sobald man
Branche und Standort nennt, ein Grund
weshalb viele Unternehmen diese Börsen
meiden“, hat Kausch in zahlreichen Gesprächen erfahren. Grund genug diesen
individuellen und persönlichen Service kostenlos für Unternehmen der Region sowie
deren mögliche Nachfolger anzubieten.
Seit Projektstart im April 2008 stehen persönliche Ansprechpartner bei den
Arbeitgeberverbänden, Kammern und
Ko m mu n e n d e r
Region für vertrauliche Sondierungsgespräche zur
Verfügung. Bei der
Erarbeitung flexibler Nachfolgestrategien kommt dabei
dem bei der projekt
REGION BRAUNSCHWEIG GMBH Thomas Kausch,
entwickelten „Drei- Projektleiter
Optionen-Modell“
eine besondere Bedeutung zu, da es auch
die strategischen Interessen investitionsbereiter Unternehmen in den Prozess mit
einbringt.
Weitere Informationen: Tel. (0531) 12 18 143, E-Mail: [email protected], www.projekt-region-braunschweig.de
21
Das gute Geschäft mit BIO
Lebensmittel-Discounter und Bio-Supermärkte setzen voll auf den Ökotrend
1
22
Kaufmann Otto Görge arbeitet gerne und gut mit
regionalen Erzeugern zusammen. Foto: Holger Neddermeier
2
Die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle
hat ermittelt, dass der Umsatz mit Biolebensmitteln in Deutschland im vergangenen
Jahr auf ein Volumen von fünf Milliarden
Euro gestiegen ist. Das ist – verglichen mit
dem Vorjahr – ein Plus von 15 Prozent.
Doch bei der Studie stellte sich auch heraus,
dass die eigentlichen Profiteure des Biobooms nicht in Oberbayern, Niedersachsen
oder im Münsterland zu finden sind. Das
große Geschäft wird längst im Ausland gemacht.
Die Branche ist Opfer ihres eigenen Erfolges geworden. Seit auch Discounter wie
Aldi, Lidl und Plus mit Bio-Ware locken,
ist der Absatz von Bioprodukten deutlich
angestiegen. Und weil die Ökoprodukte den
Händlern förmlich aus den Händen gerissen
werden, herrscht immer öfter ein Mangel.
„Die gestiegene Nachfrage wird vor allem
mit ausländischer Ware befriedigt“, sagt
Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen
Bauernverbandes.
Um sich von den Discountern abzusetzen, hat sich Bioland, der mit 4.500 Mitgliedern größte deutsche Herstellerverband, die
Stärkung regionaler Anbieter zur Aufgabe
gemacht. „Wenn die Kunden den Landwirt
oder vielleicht auch nur die Region persön-
lich kennen, haben sie mehr Vertrauen in die
Produkte“, sagt Nina Stockebrand, Agrarökonomin an der Universität Göttingen.
Das biete neue Chancen für die Positionierung von heimischen Qualitätsprodukten
am Markt.
„Das Wachstum in der Bio-Branche ist
enorm“, weiß auch der Braunschweiger
Kaufmann Otto Görge, der in der Löwenstadt neun EDEKA-Märkte betreibt, zu
berichten. So sei allein in den ersten drei
Monaten dieses Jahres der Anteil an Bioprodukten im Lebensmittelbereich um 18
Prozent gestiegen.
„In unserem größten Markt in Mascherode umfasst das Sortiment der Bioprodukte
aus kontrolliert ökologischem Anbau rund
800 Artikel“, so Görge – Tendenz steigend.
Grundlage ist die europäische Bio-Norm.
Insgesamt hat der Markt 12.000 Artikel.
„Der Anteil an noch hochwertigeren
Bio-Premium-Waren, wie Demeter und Bioland, ist im Lebensmittel-Handel noch recht
gering“, so Görge. Derzeit laufen aber konkrete Gespräche mit einem Bio-Hersteller.
„Ich bin mir sicher, dass wir bald noch mehr
Premium-Produkte über den Bio-Großhandel in unserem Sortiment anbieten können“,
ist er überzeugt.
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
Fokussiert
3
Mit der „EDEKA Selection Yacaran“ hat
die Supermarkt-Kette als erster Anbieter im
deutschen Markt bereits eine eigene Premium-Marke im Obst- und Gemüse-Segment
eingeführt. Abhängig von der Verfügbarkeit
der benötigten Qualitäten werden bis zu 20
Produkte angeboten – angefangen bei Äpfeln bis hin zu Tomaten.
Insbesondere bei den Wurst- und Fleischwaren von der Frischtheke achtet der Kaufmann darauf, dass dort viel Ware von BioBauern angeboten wird. Das gilt auch für
Eier, Kartoffeln, saisonales Obst und Gemüse oder Honig. So kommt beispielsweise
der Kohlrabi direkt aus einer Wolfenbütteler
Gärtnerei, das Brot von der Braunschweiger
„Brotinsel.“ Dass der angebotene Spargel
aus dem Umland stammt, ist für Görge Ehrensache. „Wir wollen die regionalen Kleinbetriebe unterstützen“. Der Geschäftsmann
sieht sich selbst nicht als Bio-Freak, besitzt
aber in Cuxhaven eine eigene Rinderhaltung
mit 20 Tieren.
Mit ihrer Firmenphilosophie setzen die
Görges auf eine gesunde Ernährung mit
regionalen Produkten und geschulten Fachkräften. Stolz ist der Unternehmer auch
auf den „Bio-Selly“ in Bronze, den ihm die
Centrale Marketing-Gesellschaft der deut-
schen Agrarwirtschaft mbH (CMA) im vergangenen Jahr verliehen hat.
Ausgezeichnet läuft das Geschäft mit den
Bio-Premium-Produkten auch bei der BIO
COMPANY. Seit Eröffnung der SchlossArkaden gibt es auch in Braunschweig eine
Filiale des zertifizierten Bio-Supermarktes.
Nach Auskunft durch die Presseabteilung
der Firmen-Zentrale in Berlin werden in
der Braunschweiger Filiale 7.500 Bioartikel angeboten. Jedes Produkt erfülle als
Mindeststandard die EG-Bio-Norm. Ein
Großteil der Produkte sei darüber hinaus
verbandszertifiziert (z.B. Bioland, Demeter,
Naturland etc.).
„Wir setzen in unseren Filialen verstärkt auch auf regionale Produkte“, so
BIO COMPANY-Sprecher Robert Erler.
Das unterstütze die Bauern des Umlandes
und fördere eine intakte Umwelt. Überprüft
werde die Qualität in regelmäßigen Abständen durch Stichproben vor Ort.
Auch Erler sieht insbesondere die Deckung der starken regionalen Nachfrage als
Problem. Hier sei die Politik gefordert, die
Umstellung auf Bio-Landwirtschaft ohne
schadstoffbelastete Böden stärker zu fördern.
Holger Neddermeier
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1In den ersten drei Monaten dieses Jahres ist bei
Görge der Anteil an Bioprodukten im Lebensmittelbereich um 18 Prozent gestiegen.
Foto: Holger Neddermeier
2Mit den Anfängen der Bio-Welle haben die heutigen
Bio-Supermärkte – hier die Bio-Company in Berlin
– nichts mehr gemein. Foto: Bio-Company
3„Bio“ hinterlässt einen bleibenden, posiiven
Eindruck beim Verbraucher. Das machen sich
nicht nur im Lebensmittelbereich Unternehmen zu
Nutze. Foto: Holger Neddermeier
Kontakt:
Otto Görge
Tel. (0531)23 49 325 oder Tel. (0531) 28 87 451
[email protected]
BIO COMPANY Braunschweig
Schloss-Arkaden,
Platz am Ritterbrunnen 1, 38100 Braunschweig
Tel. (0531)/ 225 11 40, [email protected]
Marktleitung: Herr Richter
24
Besonderer Wert wird bei Solvis darauf
gelegt, dass die eigene Fabrik in der
Grotrian-Steinweg-Straße etwa 75 Prozent
weniger Energie verbraucht als
herkömmliche Industriegebäude.
Foto: Holger Neddermeier
SOLVIS – Solvent durch
Sonnenenergie
Mitarbeitergeführtes Unternehmen seit 20 Jahren auf der Erfolgsspur
Kontakt:
Gabriele Herde
Solvis GmbH & Co. KG
Tel. (0531) 28 90 40
E-Mail: [email protected]
Steigende Energiekosten, Klima- und Umweltschutz und der Ausbau der erneuerbaren Energien: Das sind die drängenden
Themen dieser Zeit. Gerade mit der schier
unerschöpflichen und vor allem unentgeldlichen Energie der Sonne lässt sich einiges
anstellen. Das haben sich vor 20 Jahren
auch fünf Ökopioniere gedacht und zunutze gemacht. Sie gründeten eine gemeinsame Firma und gaben dieser den klangvollen Namen Solvis. Solvis setzt sich aus
den lateinischen Worten Sol (Sonne) und
Vis (Kraft) zusammen. Bis heute haben
sich die Geschäftsführer Helmut Jäger und
Klaus-Henning Terschüren sowie die am
Unternehmen beteiligten Mitarbeiter der
Kraft der Sonne verschrieben. Mittlerweile
so effizient und erfolgreich, dass das Unternehmen viele renommierte Umweltpreise
einheimsen konnte. Die Braunschweiger
Solvis GmbH & Co. KG, zählt als Solarund Heiztechnikhersteller zu den Impulsgebern der boomenden Branche und als
Technologieführer auf dem europäischen
Markt.
„Die Qualität muss stimmen und natürlich auch die Energieeinsparung. Darauf
legen unsere Kunden Wert“, so Helmut Jäger. Spezialisiert hat sich das Unternehmen
auf die Produktion von Solarheizkesseln
und Sonnenkollektoren. Besonderen Wert
legt Solvis darauf, dass die eigene Fabrik in
der Grotrian-Steinweg-Straße etwa 75 Prozent weniger Energie verbraucht als herkömmliche Industriegebäude und die Umwelt nicht zusätzlich mit CO2 belastet. Das
Firmengebäude ist deshalb nicht nur besonders gedämmt, sondern auch mit zahl-
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
reichen Kollektoren und Modulen zur Wärme- und Stromgewinnung bestückt. Das
eigene Blockheizkraftwerk wird mit Rapsöl
betrieben. „Unsere Null-Emmissionsfabrik
ist ein Demonstrationsobjekt für den ökologischen Industriebau, wir wünschen uns
viele Nachahmer“, sagt Helmut Jäger. Mittlerweile sprechen mehrfach ausgezeichnete
Produkte und rund 280 Mitarbeiter mit 38
Gesellschaftern für das Unternehmen, das
einen Jahresumsatz von 52 Millionen Euro
für 2008 geplant hat.
„Wir gehen jetzt davon aus, sogar die 60
Millionen-Marke zu erreichen“, erklärt Jäger nicht ohne Stolz. Die steigende Nachfrage macht eine Erweiterung der Fabrik
um eine Fläche von 5.400 Quadratmetern
notwendig. Die Mitarbeiterzahl wird sich
dann auf über 300 erhöhen – Tendenz weiter steigend. Das Herzstück der Produktpalette ist der Solvis-Max, ein Solarheizkessel
zur Wärmeerzeugung, der Solar-Schichtspeicher und Brennwertkessel in einem Ge-
rät vereint. Es kann ein Ölbrenner integriert
sein, ein Gasbrenner oder auch eine Wärmepumpe. „Wir sind der einzige Hersteller
eines solchen Heizkessels, der mit allen Energiearten kombinierbar ist und in den die
Sonnenwärme immer direkt eingespeist
wird“, so Jäger. Nach seinen Angaben gibt
es in Deutschland rund vier Millionen Heizkessels, die älter als 18 Jahre sind und damit
ausgetauscht werden müssten. „Mit dem
Austausch eines veralteten Heizkessels gegen den Solvis-Max in Kombination mit
Solarenergie lassen sich bis zu 50 Prozent
Energiekosten einsparen – teilweise sogar
mehr. Das ist auf lange Sicht besser als eine
Riester-Rente“, erklärt Jäger.
Arbeitsplätze in Braunschweig schaffen
und langfristig, als einer der Impulsgeber
für den Umweltschutz, einen vorderen Platz
im Markt sichern. Das sind die vorrangigen
Ziele des Solvis-Teams.
Holger Neddermeier
Fokussiert
Geschäftsführer Helmut Jäger mit dem Energy-Globe,
den Solvis erhalten hat. Foto: Holger Neddermeier
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Fo k ussiert
| Juni 2008 | STAN D ORT
Historische Wertpapiere: Wolfenbütteler
gibt auf dem Weltmarkt den Ton an
Jörg Benecke beherbergt in seinen Tresoren 20.000 verschiedene Aktien, Anleihen und Optionsscheine
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Wenn Jörg Benecke die ausgedienten Wertpapiere
aufgekauft hat, fängt die Arbeit erst an: Denn nur
mit dem entsprechenden historischen Hintergrund
sind die Anteilsscheine für den Sammler wirklich
interessant. Seine umfangreiche Wirtschaftsbibliothek hilft dem Wolfenbütteler auf der Suche
nach ersten Anhaltspunkten über nicht mehr
an der Börse gehandelte Papiere oder längst
untergegangene Aktiengesellschaften. Foto: Kirmse
Kontakt:
Jörg Benecke
Vorstand
AG für Historische Wertpapiere
Salzbergstraße 2, 38302 Wolfenbüttel
Tel. (05331) 97 55 11, Fax: (05331) 97 55 55
E-Mail: [email protected]
www.aktiensammler.de
Mit 32 Jahren war Jörg Benecke Millionär.
„D-Mark, nicht Euro“, winkt er bescheiden
ab. Trotzdem reichte der Betrag aus, um
ein eigenes Geschäft aufzubauen. Benecke
handelt mit historischen Wertpapieren. Im
Wolfenbütteler Ortsteil Salzdahlum hat er
sich sein Imperium aufgebaut. Von hier aus
beliefert die von ihm gegründete AktienGesellschaft für Historische Wertpapiere
Sammler in der ganzen Welt. Rund 5.000 an
der Zahl gibt es seinen Schätzungen zufolge
allein in Deutschland. Damit gehört der heimische Markt auch zu den größten. Nur der
US-amerikanische dürfte diesen noch übertreffen.
Während die Briefmarkensammler hierzulande schon seit vielen Jahren mit großen
Nachwuchsproblemen zu kämpfen haben,
halten sich die Zahlen bei Beneckes Klientel
auf stabilem Niveau. „Natürlich ist das Ganze börsenaffin“, sagt er. Wenn es an der Börse boome, wachse auch das Interesse an historischen Wertpapieren. Es gebe jedoch
einen „harten Kern“, der sich nicht von den
Entwicklungen am Aktienmarkt abhängig
mache. Warum auch? Schließlich führen die
– nicht mehr an der Börse gehandelten – historischen Wertpapiere ein Eigenleben. Bei
ihnen entscheidet nicht ein aktueller Kurs
über Kaufen oder Verkaufen. Das Maß aller
Dinge ist allein der Sammlerwert. Und der
erreicht mitunter beachtliche Ausmaße. Der
mit Goethes Originalunterschrift versehene
Anteilsschein des Ilmenauer Kupfer- und Silberbergs zum Beispiel bringt stattliche 50.000
Euro. Damit hat er bei den Sammlern historischer Wertpapiere einen Stellenwert wie
die Blaue Mauritius unter den Philatelisten.
Hobby irgendwo zwischen
anspruchsvoll und exklusiv
Da die ausgedienten Anteilsscheine aber
im Regelfall aus Leidenschaft erworben werden und nicht, um mit ihnen durch einen
Preisaufschlag beim Weiterverkauf ein gutes
Geschäft zu machen, spielt der Sammlerwert
häufig gar keine Rolle. Zumindest in dieser
Hinsicht ist eine deutliche Übereinstimmung
zwischen Philatelisten und Liebhabern alter
Aktien erkennbar.
Das war es dann aber auch fast schon an
Gemeinsamkeit: Während die Briefmarkenfreunde eine gewisse Überalterung in ihrem
Hobby kaum wegdiskutieren können, ist der
Wertpapiersammler vergleichsweise jung. „50
Prozent der Käufer sind unter 40“, weiß Benecke, der das Hobby auf der Skala zwischen
anspruchsvoll und exklusiv ansiedelt.
Kaum ein Zweiter könnte das besser beurteilen: Schließlich beträgt der Weltmarktanteil „seiner“ AG am Handel mit den historischen Papieren etwa 50 Prozent.
Trotzdem sieht sich Benecke mit dem von
ihm gegründeten Unternehmen nicht als
Weltmarktführer. „Das wäre zu hochtrabend“, meint er. Schließlich beschränke sich
der Kreis der Sammler im Wesentlichen auf
Mittel- und Nordeuropa, wobei der vergleichsweise kleine Zirkel seit einigen Jahren
durch enorm zahlungskräftige Kunden aus
Russland bereichert werde, die auf den Auktionen – meist telefonisch – mitbieten. „Sie
interessieren sich vor allem für alte Aktien
aus ihrem Heimatland, das bis zur 1917
erzwungenen Abdankung des Zaren erzkapitalistisch geprägt war“, so Benecke.
Die Sammler in Deutschland haben es etwas einfacher als ihre russischen Pendants,
wenn sie die begehrten Papiere erwerben
wollen. Mindestens einmal im Jahr bietet der
Wolfenbütteler ihnen Auktionen in ihrer
Nähe an. Berlin, München, Hamburg und
Frankfurt – damit ist garantiert, dass niemand eine zu lange Anreise hat. Darüber hinaus können sie sich einmal im Jahr ziemlich
genau in der Mitte Deutschlands treffen –
dann offeriert Benecke die historischen
Papiere quasi vor der eigenen Haustür, in
der Lagerhalle auf dem Salzdahlumer Firmengelände.
Anteile der Gesellschaft werden
an der Börse München gehandelt
Verbunden ist die Versteigerung in der
Lessingstadt stets mit der Hauptversammlung der Aktien-Gesellschaft für Historische
Wertpapiere. Die Zahl der Einzelaktionäre,
unter ihnen auch viele Sammler, bewegt sich
zwischen 500 und 1.000. Sie halten insgesamt
350.000 Inhaberaktien. Für viele sind es
wahrscheinlich die einzigen noch an der Börse notierten Wertpapiere. Gehandelt werden
die Anteilsscheine börsentäglich in München.
Es ist übrigens die einzige Börse in der ganzen
Welt, wo sie gekauft und verkauft werden
können. Der Kurs hat sich laut Benecke bei
etwa fünf Euro eingependelt. Der WahlWolfenbütteler muss keine Angst haben, dass
seine Firma, die er 1996 vom Münchner
Wertpapierhaus Baader an die Börse bringen
ließ, zum Übernahmekandidaten wird. Da die
Familie weiterhin 50 Prozent der Anteile an
der AG selbst besitzt, kann ihm und seiner
Frau Manuela, die die Firma mit aufgebaut
hat, auch künftig niemand hineinreden.
Genau das ist dem gebürtigen Goslarer,
der nach der Banklehre bei der Nord/LB in
Braunschweig und weiteren Stationen in der
Löwenstadt bei der MIAG Fahrzeugbau
GmbH landete, nach schlechten Erfahrungen
auch sehr wichtig. Im Zuge eines Management-Buy-Outs, also der Übernahme der Firma durch leitende Angestellte, hatten Benecke und sein damaliger Kompagnon die ins
Schlingern geratene MIAG übernommen,
sich dann aber zerstritten, nachdem sie das
Unternehmen erfolgreich saniert hatten.
Schon bald zeichnete sich ab: Einer muss gehen. „Da habe ich mich auszahlen lassen“, so
Benecke.
Mit 32 Jahren D-Mark-Millionär:
Noch zu jung für den Ruhestand
Nachdem es der frisch gebackene D-MarkMillionär eine Zeit lang genossen hatte, jeden
Tag auszuschlafen, um sich dann nach dem
Frühstück zu fragen: „Was machst du denn
heute mal?“, wurde es ihm schon bald zu
langweilig. Und sich im Alter von 32 Jahren
zur Ruhe zu setzen, war ihm viel zu früh. Auf
der Suche nach einer neuen Perspektive entschied er sich für das, was ihm Spaß macht –
das Sammeln alter Wertpapiere. „Ich war in
der glücklichen Lage, dass ich mein Hobby
zum Beruf machen konnte“, blickt der heute
52-Jährige zurück.
Obgleich finanziell komfortabel ausgestattet, fing er 1987 bescheiden an. „Vom Wohnzimmertisch aus“, wie er sagt, baute er die
Firma Stück für Stück auf. Mittlerweile erreicht die von ihm geführte AG einen Jahresumsatz von drei Millionen Euro.
Ein zehnköpfiges Team trägt Sorge dafür,
dass der Sammlermarkt nicht austrocknet.
Ob London, Paris, Brüssel: Wo immer auf
Auktionen Schätze auf den Markt kommen,
die vorher auf Dachböden oder in Tresoren
geschlummert haben, da steigern Benecke
und seine Leute mit. Mittlerweile hat die Firma 20.000 verschiedene Wertpapiere aus aller
Welt auf Lager. Anteilsscheine von Brauereien und Zuckerfabriken in Deutschland
sind ebenso dabei wie amerikanische Aktien
legendärer Eisenbahnpioniere und Bankgründer.
Da der riesige Papierberg einen beträchtlichen Wert hat – der Anschaffungspreis liegt
bei etwa drei Millionen Euro – ist er gut weggeschlossen, in zentnerschweren Tresoren.
Ihren sicheren Lagerplatz auf dem Areal der
alten Zuckerfabrik Salzdahlum, wo unter Beneckes Regie ehemalige Werkswohnungen in
ein vorzeigbares Bürogebäude verwandelt
wurden, verlassen die Papiere nur Stück für
Stück. Denn der clevere Geschäftsmann, der
die Zahl seiner Konkurrenten in dem engen
Nischenmarkt hierzulande auf „drei bis vier
ernstzunehmende“ taxiert, weiß, dass er die
Preise selbst zum Purzeln bringen würde,
wenn er in dem Bestreben, das schnelle Geld
zu machen, große Mengen der Wertpapiere
auf den Markt werfen würde. Als Bankkaufmann, der das Finanzgeschäft von der Pike
auf gelernt hat, achtet er Angebot und Nachfrage als das unumstößliche Gesetz, das letztlich den Preis bestimmt. Insofern haben die
börsentäglich gehandelten Aktien und die historischen Wertpapiere doch viel mehr miteinander gemein als man zunächst vermuten
könnte.
Ralf Kirmse
1
27
2
1Bis Ende 2006 rauchte der Schlot in der
Zuckerfabrik Wierthe noch, dann war auch dort
für immer Feierabend. Im Zuge des Konzentrationsprozesses in der „süßen Industrie“ war sie
zuvor schon von der Zuckerfabrik Uelzen übernommen worden, die wiederum mittlerweile zur
Nordzucker AG in Braunschweig gehört. Der
abgebildete Anteilsschein der Actien-ZuckerFabrik Wierthe wurde 1867 ausgegeben.
2Die in Wolfenbüttel beheimatete Aktien-Gesellschaft für Historische Wertpapiere ist an der
Börse in München notiert. Das Hauptmotiv auf
dem 1996 ausgegebenen Wertpapier erinnert
daran, dass das Unternehmen seinen Sitz an
wirtschaftshistorischer Stätte hat: auf dem
Areal der ehemaligen Zuckerfabrik Salzdahlum.
Fotos: Ralf Kirmse
Fo k ussiert
| Juni 2008 | STAN D ORT
Firmenkundengeschäft der
Landessparkasse: Neuer Vorstand
28
Karl-August Trawny. Foto: Landessparkasse
Die Braunschweigische Landessparkasse hat einen neuen Vorstand für das Firmen- und Gewerbekundengeschäft – KarlAugust Trawny. Der 49-jährige ehemalige
West-LB-Manager betreut mit seinen 150
Mitarbeitern rund 2.500 Firmenkunden
im alten Braunschweiger Land. „Allein in
der Stadt Braunschweig bewegt unser Bereich ein Aktivvolumen von über 1,6 Milliarde Euro“, sagt Karl-August Trawny, der
zu Beginn dieses Jahres den Vorstand der
Landessparkasse als Dritter im Bunde komplettierte.
Das Firmenkundengeschäft der Braunschweigischen Landessparkasse engagiert
sich aktiv für die Förderung von Existenzgründern, ist Partner des Gründungsnetzwerkes Braunschweig und beteiligt sich
auch an den Braunschweiger Gründungswochen. Die ins Leben gerufene Mittelstands-Initiative „Perspektive plus – Zu-
kunft Mittelstand“ findet mit dem Angebot
günstiger Kredite, Förderprogramme und
interessanter Vortragsreihen eine Fortsetzung.
Auf der Agenda für das laufende Jahr
stehen im Firmen- und Gewerbekundenbereich im Wesentlichen fünf zentrale Aufgaben: die Stärkung der regionalen Bedeutung
durch Wiederansiedlung von Betreuern in
den Regionen, eine stärkere Branchenorientierung, um z.B. auch regionale Besonderheiten besser beurteilen zu können,
sowie nach außen das Angebot innovativer Finanzprodukte, u.a. mit einer breiten
Kampagne zum Sparkassen-Leasing. Des
Weiteren möchte Trawny die Geschäfte mit
Kommunen intensivieren und die gute Zusammenarbeit mit den Kammern fortsetzen. Denn Trawny betont: „Wir zeichnen
uns als Sparkasse dadurch aus, dicht dran
zu sein.“
Jägermeister mit neuem Vorstandsteam
auf Wachstumskurs
Der Jägermeister-Vorstand ist wieder
komplett. Ende April trat Michael Volke als
Jägermeister expandiert weiter. Foto: BZ-Archiv
drittes Mitglied in das Führungsteam ein.
Volke ist für die Bereiche Marketing und
Vertrieb Deutschland verantwortlich. Zuvor leitete der 43-Jährige das Geschäft des
Unternehmens Bacardi in Hamburg. In der
Konzentration auf das wichtige Deutschlandgeschäft sieht Volke „einen SchlüsselAspekt, um das gute Potential von Jägermeister weiter auszubauen.“
„Mit Michael Volke haben wir einen
neuen Kollegen an Bord, der sich bestens
in unserer Branche auskennt“, freut sich
auch Paolo Dell’Antonio, Sprecher des
Vorstandes und zuständig für Finanzen,
Produktion sowie Verwaltung.
Michael Volke. Foto: Bacardi
| ANZE IGE |
BAN KE NT I PP
Die Abgeltungsteuer kommt –
Was ist zu beachten?
Ab dem 1. Januar 2009 tritt die neue
Abgeltungsteuer in Kraft. Damit sind
umfangreiche Änderungen bei der
Besteuerung von Kapitalerträgen
verbunden.
Viele reden von der Abgeltungsteuer, was ist das
Ziel der neuen Steuer und wen betrifft sie?
Ira von Steimker: Praktisch ist jeder
von der Neureglung betroffen, also der
Firmenkunde als Privatperson genauso
wie der Privatanleger. Letztendlich soll
die neue Steuer dazu führen, dass die Besteuerung aller Kapitalerträge angeglichen
wird.
Was bedeutet das genau?
Heiko Schaak: Bei der Abgeltungsteuer werden alle Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden, aber auch erzielte
Kursgewinne mit 25 Prozent versteuert,
dazu kommen Solidaritätszuschlag und
gegebenenfalls Kirchensteuer.
Können Sie kurz zusammenfassen, welche
Erträge unter die Abgeltungsteuer fallen?
Heiko Schaak: Im Wesentlichen bezieht sich die Abgeltungsteuer auf
Kursgewinne, Zinsen, Dividenden und
Ausschüttungen, wie zum Beispiel von
Investmentfonds.
Wirkt sich die Abgeltungsteuer auf die
jährliche Steuererklärung aus?
Ira von Steimker: Ja, die Steuererklärung wird einfacher. Die komplizierte
Angabe der Kapitalerträge in der Steuererklärung ist dann überflüssig, da die
Kapitalertragssteuer von den Banken
pauschal und anonym an das Finanzamt
abgeführt wird.
Heiko Schaak und Ira von Steimker, Vermögensmanager für Firmenkunden
Welche Vorteile ergeben sich mit der neuen Steuer?
Ira von Steimker: Mit dem von der
Hausbank überwiesenen Steuerabzug ist
die Einkommenssteuer auf die Kapitalerträge komplett abgegolten. Auch dann,
wenn der persönliche Einkommenssteuersatz über 25 Prozent liegt.
Was bedeutet die Abgeltungsteuer
konkret für den Anleger?
Heiko Schaak: Bei Aktien entfällt beispielsweise die bisherige Spekulationsfrist
von einem Jahr sowie die Spekulationsfreigrenze für Veräußerungsgewinne. Zukünftig müssen alle erzielten Kursgewinne
versteuert werden. Die Versteuerung von
Dividenden nach dem Halbeinkünfteverfahren wird ebenfalls gestrichen.
Können wir davon ausgehen, dass es eine
Übergangsregelung geben wird?
Heiko Schaak: Ja. Die positive Nachricht: Für sogenannte Altbestände und
Verträge, die bis zum 31. Dezember 2008
abgeschlossen werden, greift noch die
derzeitige Regelung. Aber auch hier gilt:
keine Regel ohne Ausnahme. So gibt es
z.B. für Zertifikate und Finanzinnovationen Sonderregelungen.
Was empfehlen Sie Anlegern und Sparern
für die nächsten Monate, was ist aus Ihrer Sicht
sinnvoll?
Ira von Steimker: Wenn möglich,
sollten Zinseinkünfte in das Jahr 2009 verschoben werden. Gerade dann, wenn der
individuelle Steuersatz 25 Prozent übersteigt. Wenn Sie zum Beispiel Aktien oder
Aktienfonds bis 2009 kaufen, profitieren
Sie weiterhin von der aktuellen Steuergesetzgebung. Steuerfreie Kursgewinne für
die Kapitalanlagen können so lebenslang
gesichert werden. Eventuell lohnt sich
auch das Umschichten von Aktienfonds.
Bei einer persönlichen Beratung finden
wir immer eine individuelle und maßgeschneiderte Finanzlösung.
Haben Sie noch einen persönlichen Tipp
für unsere Leser?
Heiko Schaak: Unseren Kunden raten
wir, bei der Neuanlage auch Anlageformen
zu wählen, die weiterhin steuerlich begünstigt sind. Hierzu zählen Beteiligungen
wie Flugzeug-Leasingfonds oder Container. Entscheidend ist letztendlich, sich in
2008 beraten zu lassen.
Ina von Janowski,
Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg
Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, 38434 Wolfsburg, Tel. 0180 269 910 66 (6 ct pro Anruf aus dem dt. Festnetz, ggf. andere Tarife im Mobilfunk)
www.volksbank-brawo.de
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Fo k ussiert
| Juni 2008 | STAN D ORT
50 Jahre Ditzinger
Werner Ditzinger.
50 Jahre Partner der Industrie – in den
Frühlingsmonaten gab es rund um die Firma Werner Ditzinger GmbH einiges zu
feiern: Im April lud das Unternehmen zur
Jubiläumsfeier in die Braunschweiger Millenium-Halle ein. Neben einem attraktiven
Unterhaltungsprogramm und kulinarischen
Genüssen gab es um Mitternacht noch
ganz besondere Glückwünsche: Firmengründer Werner Ditzinger feierte seinen 80.
Geburtstag.
Am letzten Maiwochenende konnte die
Firma im Rahmen der DITEC-Fachmesse
für Industrie- und Handwerksbedarf unter
Beweis stellen, dass sie gemeinsam mit ihren leistungsstarken Partnern überzeugende
und professionelle Produkte zur Verfügung
stellt.
Kontakt:
Werner Ditzinger GmbH
Dieselstraße 1, 38122 Braunschweig
Tel. (0531) 87 60 80, Fax (0531) 87 60 810
E-Mail: [email protected]
Dürkop mit neuer Firmenzentrale
an der Helmstedter Straße
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Investition in Höhe von rund 5 Millionen – 3400 Quadratmeter Ausstellungsfläche
Geschäftsführer Stefan Quary blickt zuversichtlich in die Zukunft.
Kontakt:
DÜRKOP GmbH
Melanie Tappe, Sekretariat der Geschäftsführung
Helmstedter Str. 60, 38126 Braunschweig
Tel. (0531) 703 500; Fax (0531) 703 599
Auch wenn der Autohandel im vergangenen
Jahr Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatte,
haben sich die Verantwortlichen der Firma
Dürkop – mit Stammsitz in Braunschweig –
dazu entschlossen zu investieren.
Rund fünf Millionen Euro kostete die
in etwa zehn Monaten aufwändig moderni-
sierte Firmenzentrale. Der Neubau an der
Helmstedter Straße 60 ist für das Unternehmen mit bundesweit 18 Filialen „eine Investition in die Zukunft“, so Geschäftsführer
Stefan Quary. Das Haus Dürkop habe sich
seit Beginn der Partnerschaft mit Opel vor
60 Jahren erfolgreich gewandelt und den
modernen Ansprüchen des Marktes angepasst. Mit rund 750 Mitarbeitern bundesweit
und 110 in Braunschweig wolle man weiter
auf den so wichtigen Service am Kunden
setzen.
Zudem setzt das Unternehmen – das
1919 von Erich Dürkop gegründet wurde
– auf Kooperationen mit anderen Automarken. „Wir haben unsere Angebotspalette am
Standort Braunschweig durch Fahrzeuge
von Fiat, Lancia, Chevrolet und Alfa Romeo
erweitert“, so Quary, der zuversichtlich auf
das laufende Jahr blickt. Bereits im ersten
Quartal des Jahres stieg der Umsatz nach
Firmenangaben um 20 Prozent.
Aufgrund der Mehrmarken-Strategie
wurde der Name Opel aus dem Firmennamen gestrichen.
Holger Neddermeier
| a n ZE I GE |
Mit Visionen und
Investitionen in die Zukunft
Generationen- und Technikwandel in der Wolfsburger Traditionsdruckerei
Wenn Ludwig Bähr morgens in die Poststraße 44 in Wolfsburg fährt und den Niedersachsen-Druck betritt, tut er das stets
mit viel Engagement und der Gewissheit,
dass der Wandel bereits seine ersten
Spuren hinterlässt.
Dass dies keine leeren Worte sind,
beweist die zweite Generation in Person
von Patrick Bähr, der nach dem Abitur
beschloss, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und den gleichen Weg zu
beschreiten. Der Druckerlehre und dem
BWL-Studium schloss sich die Meisterschule an; er bestand als bester Industriemeister seines Jahrgangs und treibt nun
mit seinem Vater den Wandel vom handwerklichem Traditionsbetrieb zu einem serviceorientierten Dienstleistungsunternehmen weiter voran.
Gedruckt wird auf zwei großformatigenVierfarben-Druckmaschinen, die Weiterverarbeitung zu Broschüren und Foldern
geschieht ebenfalls im eigenen Haus.
Die Produktschwerpunkte liegen heute
in den Bereichen Buch, Broschüre, Plakat
und Werbedruckmittel sowie allgemeine
Geschäftsdrucksachen. Produziert werden
hier zum Beispiel diverse regionale und
überregionale Busfahrpläne, Flyer und
Folder der gehobenen Kategorie, Buchproduktionen wie Chroniken und zeitgeschichtliche Literatur im hauseigenen Verlag, großformatige Plakate für Sport, Kunst
und Kultur sowie verschiedene Magazine
aus Wolfsburg, Braunschweig, Peine und
Gifhorn. Ein weiterer Schritt in der Umstrukturierung erfolgte mit der Installation
einer komplett neuen Digitaldruck-Anlage.
„Damit bieten wir Ihnen noch mehr Effizienz, vor allem aber die Möglichkeit der
personalisierten Drucksachen.“ Es stehen
daher umfassende, hochwertige und vor
allem kostenoptimierte Alternativen zur
Verfügung. „Exakt für Ihre Anforderungen
finden wir eine Lösung -- ganz gleich, ob 50
oder 50.000 Exemplare benötigt werden.“
Weiter spielt die Zusammenarbeit mit
den Unternehmen eine wichtige Rolle.
Um diese auszubauen, hat am 1. Oktober
2007 Herr Bernd Klamt das Team der Firma erweitert. Er wird als Verkaufsleiter die
Verbindung mit den Geschäftskunden verstärken, Kontakte knüpfen und pflegen
sowie als kompetenter Ansprechpartner
für das breite Drucksachenspektrum mit
Rat und Tat zur Verfügung stehen.
Fragen Sie uns – wir bleiben keine Antwort schuldig.
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Der Umgang mit Spinnen liegt nicht jedem am Herzen. Gesine Scharf (links) und Janina Otto schon: Die beiden Jungforscherinnen vom Gymnasium in
Berenbostel sicherten sich mit ihrer Arbeit zum Thema „Spinnenseide als Zellgerüst” den ersten Platz im Fachgebiet Biologie. Foto: Ernst
Braunschweiger beim
Bundesfinale in Bremerhaven
„Jugend forscht“: Gymnasiasten der Ricarda-Huch-Schule holen sich mit Sonderpreis beim Landeswettbewerb in Clausthal die Fahrkarte für den Endausscheid
Einen Sonderpreis für die beste interdisziplinäre Arbeit haben die drei Braunschweiger Gymnasiasten Jannes Gladrow, Dominik Hangleiter und Michael Noll von dem in
Clausthal-Zellerfeld ausgetragenen Landeswettbewerb „Jugend forscht“ mit in die Löwenstadt gebracht. Damit sicherte sich das
Forscher-Trio von der Ricarda-Huch-Schule
neben den Siegern in den insgesamt sieben
technisch-naturwissenschaftlichen Fachgebieten die Teilnahme am Bundesfinale in
Bremerhaven Ende Mai (Ergebnisse standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest).
„Reversible Holographische Datenspei-
cherung mit Spiropyran-Derivaten“ lautete
der Titel ihres Projektes, mit dem sie die Jury
voll und ganz überzeugten und den Laien
nachhaltig verblüfften. Bei der Präsentation
der Ergebnisse in der Aula der Technischen
Universität Clausthal wurde allerdings auch
den fachkundigen Juroren einiges abverlangt,
da sich die Forschungsarbeit auf sehr hohem
Niveau bewegte. Das Projekt in Kurzfassung: Computerdaten, die zuvor in ein Bild
umgewandelt wurden, werden auf einer Art
Fotoplatte gespeichert. Das Besondere an
dieser mit einer Chemikalie beschichteten
Platte ist, dass auf ihr gespeicherte Bilder
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
auch gelöscht werden können. Auf diese
Weise wird ein wieder beschreibbarer Datenträger produziert. Außerdem besteht die
Möglichkeit, mehrere Bilder auf einer Fotoplatte zu speichern, auszulesen und somit
eine hohe Datendichte zu erzeugen.
Biologie und Physik
übten den größten Reiz aus
Neben der Automatisierung waren
Energie und Ökologie die beherrschenden
Themen, denen sich Niedersachsens Jungforscher beim Landesausscheid widmeten.
Den größten Reiz übten in diesem Jahr die
Fachgebiete Biologie und Physik aus.
Platz eins unter den Jungphysikern belegte Milad Mafi von der Leibnizschule
Hannover. Der 16-Jährige beschäftigte sich
mit Überholmöglichkeiten für Rennwagen
in der Formel 1 und untersuchte dabei speziell die Luftverwirbelungen, die rund um
die Fahrzeuge entstehen.
In der Biologie ging der Landessieg an
Janina Otto und Gesine Scharf aus Garbsen. Die beiden Schülerinnen, die auf dem
Gymnasium Berenbostel Bio als Leistungskurs belegt haben, fanden heraus, dass
Zellen auf Spinnenseide wachsen. Diese
Erkenntnis könnte vielleicht einmal für die
In-Vitro-Züchtung von einfachen Organen
wichtig werden. Die von ihnen aufgeworfene Frage „Science or Fiction – Spinnseide
als Zellgerüst“ wäre zumindest schon mal
beantwortet.
In den Fitness-Studios
schlummert ein kleines
Kraftwerk
Zu spektakulären Ergebnissen könnte
auch das Siegerprojekt von Florian Trost
und André Heinrichs im Fachgebiet Technik
führen. Die Idee der beiden Osnabrücker
Gymnasiasten: Die Energie, die beim Training an Fitness-Geräten wie einem Ergometer entsteht, wird gespeichert und nutzbar gemacht. „Würde man all die Energie
auffangen, die hierzulande in Fitness-Studios frei wird, könnte man sich ein kleines
Kraftwerk sparen“, meint Florian Trost.
Im Bereich Mathematik/Informatik widmete sich Ariane Papke vom Gymnasium
Fokussiert
Wilhelmshaven dem Sudoku. „Spiel und
Mathematik“ lautete ihr Motto, unter dem
sie der beliebten Beschäftigung von gern
tüftelnden Rätselfreunden auf den Grund
ging.
Mit „Untersuchungen zur Synthese
und Anwendung in Farbstoff-Solarzellen“
schaffte Eike Jan Schön vom Nienburger
Gymnasium den Sprung zum Bundesfinale.
Er trat im Fachgebiet Chemie an.
Einem praktischen Problem der Arbeitswelt nahm sich Henning Hartmann vom
Gymnasium Bückeburg an. Er konstruierte
ein System, das beim Ankoppeln von Anhängern hilft.
In höheren Sphären bewegten sich dagegen Kim Katharina Kieselbach, Jan Schotte
und Mark Oppermann vom Gymnasium in
Buchholz. Sie machten sich Gedanken über
„Relativbewegungen im Sonnensystem.“
Für ihre beeindruckenden Ergebnisse wurden sie mit dem Landessieg in den Geo- und
Raumwissenschaften belohnt.
33
Erfindergeist und
Einfallsreichtum beeindruckten
beim Landesfinale
„Ich freue mich über den Erfindergeist
unserer Jungen und Mädchen und bin beeindruckt, mit welchem Einfallsreichtum
sie ihrer Umwelt begegnen“, war Professor
Thomas Hanschke, TU-Vizepräsident für
Studium und Lehre in Clausthal, voll des
Lobes bei der Preisverleihung. Bereits zum
28. Mal wurde das Landesfinale von der
Hochschule im Oberharz ausgerichtet.
Das Interesse an dem 1965 von dem damaligen „Stern“-Chefredakteur Henri Nannen ins Leben gerufenen Schülerwettbewerb
ist ungebrochen. Auf Regionalebene hätten
erstmals mehr als tausend Anmeldungen
vorgelegen, freute sich Landeswettbewerbsleiter Thomas Biedermann. Im Hinblick auf
die Teilnehmerzahlen zählt Niedersachsen
damit zu den fünf stärksten Bundesländern.
Für das Landesfinale hatten sich 68
Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 37
Projekten qualifiziert.
Ralf Kirmse
Nahmen in der Aula der TU Clausthal den Sonderpreis für die beste interdisziplinäre Arbeit beim
Landeswettbewerb „Jugend forscht“ entgegen (von
links): Dominik Hangleiter, Jannes Gladrow und
Michael Noll von der Ricarda-Huch-Schule in Braunschweig. Foto: Ernst
Kontakt:
Christian Ernst
Pressereferent, TU Clausthal
Adolph-Roemer-Straße 2a, 38678 Clausthal-Zellerfeld Tel. (05323) 72 39 04, Fax: (05323) 72 39 05
[email protected]
Fo k ussiert
| Juni 2008 | STAN D ORT
1
Familienunternehmen
mit der herben Note
Privatbrauerei Härke investierte 2,5 Millionen für die Zukunft
34
2
Für die Peiner Härke-Familie war der Umbau und die Modernisierung des Sudhauses
quasi eine „Herzensangelegenheit“ – denn,
so Braumeister Martin Härke: „Das Herz
einer jeden Brauerei ist das Sudhaus.“ Rund
45 Jahre hatte die alte Anlage im Sudhaus
bereits auf den „Kesseln“. Eine Modernisierung mit neuester Technik war also an
der Zeit.
Sämtliche Gefäße, die Rohrleitungen,
Kühlsysteme und Reinigungsanlagen wurden erneuert und das alte Kühlschiff durch
einen so genannten Whirlpool ersetzt. Das
Wahrzeichen der alten Sudhaus-Tradition,
die kupfernen Kessel, sollten erhalten blei-
ben: „Die Kupfer-Hauben der Gefäße haben wir für die Optik wieder speziell aufbereiten lassen“, so Martin Härke.
Das neue vollklimatisierte Sudhaus für
rund 2,5 Millionen Euro ist wesentlich
leistungsstärker und deutlich ökonomischer
als das alte. Nach fast zehnmonatiger Bauzeit nahm die Brauerei ihr neues Sudhaus
Anfang April mit einem Festakt offiziell in
Betrieb. Seit über 110 Jahren ist die Brauerei im Besitz der Härke-Familie. Finanzchef
und Prokurist Matthias Härke bezeichnete
die Millionen-Investition als „Grundlage für
den Fortbestand der Braukunst in Peine“ –
auch für die fünfte Generation der Familie.
Bei gleichem Personalaufwand kann jetzt
im neuen Sudhaus wesentlich flexibler gearbeitet werden. Unterm Strich werde die
Kapazität im Sudhaus verdoppelt, erläuterte
Braumeister Martin Härke. Die Emission
von Malzaromen werde sich genauso verringern wie der Wasser- und der Energieverbrauch. Die Arbeit im Sudhaus wird künftig
von einer zentralen Leitwarte aus und damit
über einen Computer gesteuert. Die Privatbrauerei Härke hatte in den vergangenen
Jahren einen Bierausstoß von rund 100.000
Hektolitern.
Voller Stolz enthüllten die Härke-Söhne
Philip (10) und Lennart (6) die neue prächtige Glasfassade des Sudhauses. Zuvor hatten Martin und Matthias Härke zusammen
mit Ministerpräsident Christian Wulff und
Peines Bürgermeister Michael Kessler das
obligatorische rote Band durchschnitten.
Holger Neddermeier
1Hier wird Braukunst mit Tradition gepflegt.
2In 800 Arbeitsstunden wurden die kupfernen
Kessel aufbereitet.
2Matthias Härke, Ministerpräsident Christian Wulff,
Martin Härke und Peines Bürgermeister Michael
Kessler durchschnitten gemeinsam das rote Band.
Fotos: Holger Neddermeier
Kontakt:
Matthias Härke (Prokurist)
Privatbrauerei HÄRKE GmbH & Co. KG
Am Werderpark 5, 31224 Peine
Tel. (05171) 40 50, Fax (05171) 40 51 30
E-Mail: [email protected]
www.haerke-brauerei.de
3
www.creditreform-braunschweig.de
Diese Eibe ist wohl geraten: Klaus Klaue (links) und Sven Bartölke, die beiden Geschäftsführer
von Haltern und Kaufmann. Foto: Jörg David
Dienstleister in Grün
Haltern und Kaufmann versetzt Bäume und realisiert Gartenträume
Bei aller Rivalität, eines verbindet die Fußballer VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig: Der Rasen, auf dem sie kicken,
wurde vom Garten- und Landschaftsbauunternehmen Haltern und Kaufmann angelegt. Sorgfalt ist dabei gefragt – denn nur
wenn die Gärtner Qualitätsarbeit abliefern,
verspringen auf den Spielflächen keine Bälle. Die Fachkräfte des grünen Dienstleisters
schwärmen – aus rein gärtnerischer Sicht
– eher vom Eintracht-Stadion in Braunschweig. Die dortige Bodenbeschaffenheit bietet optimale Standortbedingungen.
Noch weniger anfällig sind Kunstrasenplätze, die ebenfalls zum Repertoire des Unternehmens gehören.
In anderen Tätigkeitsbereichen ist der
Garten- und Landschaftsbau ein eher sinnliches Erlebnis. Jede Immobilie profitiert
schließlich vom Erscheinungsbild der Außenanlagen – sie steigern ihren Wert und
das Wohlbefinden der Bewohner und Besucher. In diesem Sinne arbeiten die beiden
Haltern und Kaufmann-Geschäftsführer
Sven Bartölke und Klaus Klaue mit ihrem
Team daran, Oasen der Muße und Entspannung zu schaffen.
1962 wurde die Firma von Ingo Haltern
in Wolfsburg gegründet. War man zunächst
nur als Subunternehmer für den Wohnungsbau tätig, hat sich das Unternehmen bis
heute zum regionalen „Full-Service“ Anbieter entwickelt. Knapp 200 Mitarbeiter
arbeiten an den Standorten Braunschweig,
Magdeburg und Wolfsburg in den Bereichen
Sportplatzbau, Dachbegrünung oder Hausgarten- und Teichbau. „In ihrem Bereich
sind die Leute durch innerbetriebliche Qualifikation stets auf dem aktuellen Stand der
Technik“, erklärt Sven Bartölke.
Die Basis dazu wird bereits bei der fundierten Berufsausbildung gelegt. Derzeit beschäftigt Haltern und Kaufmann 26 Auszubildende. „Zusätzlich zur Arbeit im Betrieb
besuchen sie die Meisterschule in Ahlen, um
die komplexen Abläufe auch theoretisch
zu erfassen“, erläutert Klaus Klaue. Es sei
wichtig, diese Fachleute dann auch zu halten.
Nur mit deren Qualifikation könne Haltern
und Kaufmann Aufträge wie beispielsweise
eine Bundesgartenschau oder die Pflege der
Grünanlagen in der Wolfsburger Autostadt
bewältigen.
Komplizierte Manöver wie die Großbaum-Verpflanzung werden auf innovative
Art erledigt. Bartölke: „Als Mitglied der
Deutschen Gesellschaft für GroßbaumVerpflanzung haben wir Zugriff auf die
größte in Europa verfügbare Baumverpflanzungsmaschine, mit der Bäume bis zu
einem Stammumfang von 140 Zentimetern
verpflanzt werden.“
regiopress / Jörg David
Kontakt:
Haltern und Kaufmann, Garten-,
Landschafts- und Sportplatzbau GmbH & Co KG.
Standort Wolfsburg: Sägerbäume 4, Tel. (05363) 9 42 70
Standort Braunschweig: Robert-Bosch-Straße 2,
Tel. (0531) 21 09 40
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Fo k ussiert
| Juni 2008 | STAN D ORT
Maßgeschneiderte Konzepte –
Schutz und Sicherheit für Menschen
Vorbeugen oder Nachrüsten: Ganzheitliche Lösungen für Firmen verringern Gefahren
36
Jochen Schurer, Geschäftsführer und
Sicherheitsberater der Braunschweiger
Wach- und Schließgesellschaft.
Kontakt:
Braunschweiger Wach- und
Schließgesellschaft seit 1903
Geschäftsführer: Jochen Schurer
Donaustraße 19, 38120 Braunschweig
Tel.: (0531) 28 50 0, www.bwus.de
1Die Kontrolle durch Fachleute sichert Gebäude
rund um die Uhr.
2Tatort Baustelle: Auch hier können Schäden von
Personen oder Werten abgewendet werden.
Fotos: Wach- und Schließgesellschaft
Ein Alptraum: In die eigenen Geschäftsräume, die Praxis, die Kanzlei, den Laden
wird eingebrochen – oder ein verheerender
Brand greift um sich. Wichtige, sensible
Kundendaten oder Planungsobjekte sind
verschwunden, die Einrichtung, EDV-Anlagen oder Verkaufsgüter sind entwendet
oder beschädigt, im schlimmsten Falle sind
Menschen betroffen. Hinzu kommt der daraus resultierende Ärger eines Betriebsausfalls mit Umsatzverlusten, einer möglichen
Kundenabwanderung sowie finanziellen
Engpässen, auch weil die Versicherung den
Schaden nicht komplett übernimmt. Jochen
Schurer, Sicherheitsberater und Geschäftsführer der traditionsreichen Wach- und
Schließgesellschaft, rät daher zu individuellen Sicherheitskonzepten für Unternehmen jeder Branche und Betriebsgröße.
Dreifach wirksam – Mechanik,
Elektronik und personelle
Maßnahmen
„Einen absoluten Schutz vor Einbruch
gibt es nicht; er lässt sich jedoch optimieren, wenn mechanische, elektronische und
personelle Möglichkeiten aufeinander abgestimmt sind. Stellen beispielsweise der Zaun
an der juristischen Grenze des Geländes und
die Mechanik der Eingangstür schon kein
großes Hindernis dar, hat der Einbrecher
bei mangelnder elektronischer oder perso-
1
neller Absicherung genügend Zeit, seine Tat
fortzusetzen“, so Schurer. Empfehlenswert
sei eine Alarmierung durch eine (optische
oder akustische) Gefahrenmeldeanlage, die
eine personelle Intervention zur Folge habe
– z. B. durch eine sofortige Aufschaltung
zur Feuerwehr, Polizei oder einer privaten
Notrufleitstelle, die 24 Stunden besetzt ist.
„Idealerweise setzen elektronische und personelle Intervention bereits vor der Überwindung der mechanischen Absicherung
ein und mindern so die Einbruchsgefahr“,
empfiehlt Jochen Schurer.
Jeder Schutz ist nur so gut wie
das schwächste Glied
Durch die modernen Installationen werde weder das architektonische Gesamtbild
beeinträchtigt, noch den Personen das Gefühl vermittelt, eingeschränkt zu sein. „Achten Sie vor einer Nachrüstung oder einem
Neubau auf eine umfassende Beratung vor
Ort, das Aufzeigen von Sicherheitsrisiken
sowie eine konkrete Bedarfsanalyse durch
die Sicherheitsanbieter. Außerdem sollten
die angebotenen Produkte und Dienstleistungen durch die Landeskriminalämter
oder externe Zertifizierer wie die VdS-Schadensverhütung GmbH qualifiziert sein“, rät
Schurer.
Sehle
2
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
Vermischtes
Erfolgreiche Teilnahme
am Audi Business Cup
Die Autohaus FP Gemballa GmbH wurde
Mitte April in Dubai von der AUDI AG
zu einem der 25 erfolgreichsten Audi
Partner Deutschlands 2007 ernannt.
Im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung überreichte Jörg Felske, Leiter
Vertrieb Deutschland der AUDI AG, die
Auszeichnung an den Geschäftsführer
René Courth vom Autohaus FP Gemballa.
In die Bewertung des Wettbewerbs wurden
sowohl qualitative als auch quantitative Faktoren mit einbezogen. Wichtige Kriterien
sind dabei unter anderem Wirtschaftlichkeit, Kundenzufriedenheit und Absatzvolumen.
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und sind stolz, dass wir mit der
Qualität unserer Arbeit überzeugen konnten“, sagte Geschäftsführer René Courth
vom Autohaus FP Gemballa. Die FPG
Gruppe hat ihre Standorte in Braunschweig,
Gommern und Haldensleben.
Der Audi Business Cup findet bereits
zum 9. Mal statt und ist ein ganzjähriger
Wettbewerb, an dem im Jahr 2007 insgesamt rund 600 Audi Partner aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen. Er ist die
37
Reisten ins sonnige Dubai, um dort die Auszeichnung entgegenzunehmen (v.l.): Jörg Felske (Audi-Vertriebschef
Deutschland), Markus Siebrecht (Audi-Gesamtvertriebsleiter), René Courth und Frank-Peter Gemballa vom
Autohaus FP Gemballa bei der Preisverleihung in Dubai.
„Königsdisziplin“ unter den Wettbewerben
von Audi im Handel; hier fließen auch die
Leistungen der Mitarbeiter aus den anderen
Audi Wettbewerben mit ein.
Qualität, die überzeugte
Klassische Formen – modernes Design.
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38
Kunstflieger und TU-Testpilot Rolf Hankers vor dem Start.
Alles nur simuliert ...
Amüsierten sich trotz Bruchlandung königlich (v.l.):
René Courth (Autohaus Gemballa) und sein
„Co-Pilot“ Otte Görge (EDEKA aktiv-Markt)
„Der Start war nicht so das Problem, aber
bei der Landung habe ich die Kontrolle verloren“, schmunzelte René Courth vom Autohaus Gemballa nach seiner Bruchlandung
mit dem Flugsimulator der Firma Simtec.
Sein „Co-Pilot“ Otte Görge (EDEKA
aktiv-Markt) zeigte etwas mehr Fingerspitzengefühl beim Aufsetzen auf der Landebahn. Dennoch waren beide froh, dass sie
es nur mit einer Simulation zu tun hatten.
„Das ist so ähnlich wie bei der ersten Fahrstunde, nur viel anstrengender“, erklärte
Iris Fellmann, Assistentin der Geschäftsführung der Braunschweiger Firma Simulation Technology GmbH – kurz Simtec.
Zusammen mit der Braunschweiger Zeitung hatte die 1989 gegründete Gesellschaft
Geschäftspartner und Anzeigenkunden aus
der Region zu einem Simulator-Training
eingeladen. Die Simtec entwickelt hochwertige Simulationssysteme für die Luftfahrt, die Automobilindustrie und auch
den Entertainment-Bereich. Luftfahrtgesellschaften aus aller Welt trainieren ihre Piloten
auf dem betriebseigenen Flugsimulator am
Forschungsflughafen Braunschweig.
Fliegen in perfekter Vollendung demonstrierte dann noch Kunstflieger Rolf Hankers mit seiner mit 230 PS versehenen Vierzylinder-Maschine. Die Betrachter staunten
nicht schlecht, als TU-Testpilot Hankers
mit waghalsigen Loopings und Drehungen
in seiner selbstgebauten Laser 200 an ihnen
vorbeisauste.
Holger Neddermeier
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
1
Vermischtes
2
3
1Freuten sich über einen kurzweiligen Abend (v.l.): Otto Görge (EDEKA aktiv-Markt), Andreas Günther (BZAnzeigenleiter), Peter Imberg (BZ-Geschäftsführer), Stefan Nehrmann (PORTA-Möbel), Antje Sander-Heieck
(Möbel Sander), Claudia Kayser (Volksbank Braunschweig Wolfsburg (BraWo)), René Courth (Autohaus
Gemballa) und Thomas Kirchhof (BZ-Anzeigenverkaufsleiter).
2Kunstflieger Hankers in Aktion
3BZ-Geschäftsführer Peter Imberg.
Fotos: Holger Neddermeier
39
| ANZE IGE |
IT-Berufsausbildung
mit doppeltem Boden
Die Situation: Ein Realschulabsolvent
sucht eine qualifizierte Ausbildung im Bereich Computer/Informationstechnik mit
optimalen Berufschancen.
Die Lösung: Die zweijährige Ausbildung zum staatlich geprüften „Technischen
Assistenten für Informatik“ (TAI) an der
TEUTLOFF-Schule Braunschweig.
In der Ausbildung zum Technischen
Assistenten für Informatik erarbeitet er
sich gründliche Kenntnisse der Informatik.
Er lernt Software zu entwickeln, Netzwerke
und Internetkomponenten einzurichten,
Anwendungen zu nutzen, technische Prozesse zu steuern, Datenbanken und elektronische Schaltungen zu entwickeln.
Wer sich anschließend in Richtung
Ingenieurstudium orientieren will, kann
während der TAI-Ausbildung über ein Zusatzangebot den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben. Ein Abkommen
mit der Fachhochschule Braunschweig/
Wolfenbüttel bietet die Möglichkeit, während des – zum Erwerb der vollen Fachhochschulreife notwendigen, meist halbjährigen – Praktikums, Lehrveranstaltungen
an der FH zu besuchen. Diese werden als
Studienleistung angerechnet!
Der TAI, der zusätzlich einen Facharbeiterbrief erwerben will, absolviert nach
der TAI-Ausbildung ein speziell betreutes
Betriebspraktikum. In dessen Verlauf
wird er optimal vorbereitet, um vor der
zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) eine „Externenprüfung“ zum
Fachinformatiker abzulegen. Damit hat ein
Schulabgänger mit Realschulabschluss in
maximal 3½ Jahren zwei vollwertige, anerkannte Berufsausbildungen erworben –
eine hervorragende Ausgangsposition für
seine berufliche Zukunft.
Im Übrigen – „er“ kann auch eine „sie“
sein! Beginn ist der 6. Oktober 2008
„Wir suchen Dich!“
Weitere Informationen: Teutloff Braunschweig, Frankfurter Straße 254, 38122 Braunschweig, Tel. (0531) 80 90 528, www.teutloff.de
®
Sport für alle Kinder
möglich machen
Machen sich gemeinsam für den „Sportfonds für Kinder in Armut“ stark: Die Leiterin der Mercedes-Benz Niederlassung, Bettina Wieneke, der Präsident des Stadtsportbundes Franz Matthies (rechts) sowie sein
Vize Norbert Rüscher. Fotos: BZ-Archiv
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Norbert Rüscher, Vizepräsident des Stadtsportbundes (SSB), stellte bereits Anfang
März den Sozialfond vor, der finanziell benachteiligten Kindern die Mitgliedschaft in
Sportvereinen ermöglichen soll. Aufgrund
der Initiative der Sportgala-Veranstalter
Hofbrauhaus Wolters und Braunschweiger Zeitung wurde der SSB dazu animiert,
diesen Fond ins Leben zu rufen. „Wir wollen, dass kein Kind und kein Jugendlicher
aus Familien, die von Sozialhilfe leben,
aus einem Sportverein abgemeldet werden
muss oder Kinder gar nicht erst angemeldet
werden, weil das Geld fehlt. Dazu ist Sport
einfach zu wichtig. Gesundheitlich und sozial“, betont Rüscher.
Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Mercedes-Niederlassung in
Braunschweig. Im Rahmen der Sportgala
am 28. März in der Braunschweiger Stadthalle fiel der Startschuss für die Einrichtung
des „Sportfonds für Kinder in Armut“. Die
Leiterin der Mercedes-Benz Niederlassung,
Bettina Wieneke, überreichte dem Präsidenten des Stadtsportbundes Franz Matthies
sowie Vize Norbert Rüscher einen Scheck
in Höhe von 10.000 Euro. „Es ist mir eine
besondere Freude, den Betrag übergeben zu
können. Bitte tun Sie etwas für die Kinder
in Braunschweig“, betont Bettina Wienecke.
Spenden sowie Anträge der Sportvereine
nimmt der SBB gerne entgegen.
Die Sportgala ist nicht nur ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis, sie dient auch einem guten Zweck
Meldungen
Ein „i“ geht um die Welt –
40 Jahre inlingua
„Ein i geht um die Welt“ – so lautet der Gründungsslogan von inlingua.
1968 unterzeichneten 16 Schulinhaber
aus sieben Ländern die als „Frankfurter
Konvention“ bezeichnete Vereinbarung.
Heute arbeiten unter diesem Namen
über 300 Trainingszentren, allein mehr
als 70 in Deutschland.
Eines dieser Sprachlernzentren ist inlingua Braunschweig unter der Leitung
des Betriebswirtes und Sprachpädagogen Gordon W. Tennet. Ob man vorhandene Sprachkenntnisse erweitern,
spezialisieren oder eine neue Sprache erlernen will – inlingua bietet dafür praxisnahes, ständig aktualisiertes Lehr- und
Lernmaterial sowie muttersprachliche
Lehrkräfte.
Macht seit 10 Jahren sprachlich fit fürs
grenzübergreifende Business: inlingua
90 Jahre Tischlerei Struß
Die Tischlerei Struß – ein Braunschweiger Traditionsunternehmen – feiert in diesen Tagen Jubiläum: Der Handwerksbetrieb wurde 1918 von Hartwig
Struß gegründet und kann somit auf
eine Firmengeschichte von 90 Jahren
zurückblicken. Struß war als Wandergeselle aus dem Raum Mecklenburg in
Braunschweig „hängengeblieben“ und
hatte hier zunächst bei einem Tischlermeister als Geselle gearbeitet, um dann
sich dann mit einem eigenen Gewerbe selbständig zu machen. Mit Oliver
Struß steht mittlerweile die vierte Generation in der Verantwortung für den
erfolgreichen Familienbetrieb in Braunschweig-Schapen.
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
Vermischtes
125 Jahre Diakonische
Heime in Kästorf
Schon vor 125 Anlaufstelle für durchreisende Hilfesuchende – das Uhrenhaus in Kästorf. Foto: BZ-Archiv
1883 gründete der „Verein für Arbeiterkolonien in Hannover“ die „Arbeiterkolonie
Kästorf“, um Menschen in schwierigen Lebenssituationen Beistand zu leisten. Heute,
125 Jahre später, bilden die Diakonischen
Heime Kästorf den zweitgrößten Arbeitgeber in Gifhorn – am Grundgedanken, Menschen zu helfen, hat sich nichts geändert.
1995 wurden die Qualifizierungsbetriebe
überführt in die Diakonischen Betriebe Kästorf; seitdem arbeitet die gemeinnützige
GmbH im Bereich Handwerk und Tech-
nik. In knapp 40 Ausbildungsberufen bietet
Kästorf sowohl Lehrstellen als auch Qualifizierungsplätze für benachteiligte Menschen an.
Bei einem „Tag der offenen Tür“ im
April konnte die Öffentlichkeit erstmals
Einblicke in die Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten der Diakonie erhalten, beispielsweise in Handwerksbetriebe,
die Lehrküche, den Bereich Maschinenund Vorrichtungsbau sowie die Kästorfer
Gartenwelt.
Gemeinsam-Preis – Auszeichnung
im Braunschweiger Dom
Per Telefon- und Internetabstimmung haben die Leser der Braunschweiger Zeitung
ihre Helden des Alltags gewählt. Ausgezeichnet wurden die drei Gewinner am 5.
Mai im Braunschweiger Dom.
Mit ihrer Päckchen-Aktion gewann die
Braunschweigerin Jenny Teubner den ersten
Preis, dotiert mit 2.500 Euro. Nachdem die
Studentin mit Sponsoren und unterschiedlichen Firmen gesprochen und fleißig Mitstreiter gesammelt hat, konnten insgesamt
1.400 Weihnachtsgeschenke an arme Kinder
verteilt werden.
Für seinen Einsatz gegen Gewalt wurde
dem Gifhorner Lehrer Marcus Lüpke der
zweite Preis zuerkannt. Es gibt viele Wege,
Gewalt zu bekämpfen – die Methode des
Lehrers an der Alfred-Teves-Schule war so
erfolgreich, dass selbst überregionale Zeitungen und Fernsehsender hinter das Geheimnis seines Erfolges kommen wollten.
Alfred Jenter aus dem Kreis Helmstedt
kann sich über den dritten Preis freuen. Der
78-Jährige lässt im Heeseberg-Museum nicht
nur die gute alte Zeit aufleben, sondern bewahrt durch seine Arbeit in Watenstedt die
Geschichte der Menschen am Heeseberg.
Die Gemeinsam-Ausstellung, die im
Braunschweiger Landesmuseum eröffnet
wurde, soll in diesem Zusammenhang zu
neuem Engagement anregen, so Museumsdirektor Gerd Biegel.
1Jenny Teubner gewann den ersten Preis.
2Ehrengast Anita Winterkorn, Ehefrau des
VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn
(2. von links) freut sich mit den Gewinnern des
Gemeinsam-Preises: Marcus Lüpke aus Gifhorn
(von links), Jenny Teubner aus Braunschweig und
Alfred Jenter aus der Samtgemeinde Heeseberg
im Kreis Helmstedt. Fotos: BZ-Archiv
2
1
41
Meldungen
42
Voets-Gesellschafter Reinhold Dirk mit Anne und Walter Dieckmann bei der Begrüßung.
Er läuft und läuft und läuft
Unkaputtbare Frohnatur
Besser als Oberbürgermeister Dr. Gert
Hoffmann kann man es nicht auf den Punkt
bringen: Lange habe er gebraucht, bis ihm
klar wurde, dass Walter Dieckmann Voets
gar nicht gehört. So ging es über die Jahre gewiss vielen mit dem allgegenwärtigen
Geschäftsführer der Braunschweiger Autohäuser, deren tatsächlicher Inhaber Reinhold Dirk diesen häufigen Irrtum keinesfalls
übel nahm. Im Gegenteil: Mit 67 Jahren ist
Walter Dieckmann immer noch mit von der
Partie – nämlich als Berater der Holding
im Großkundenbereich. Und so feierte der
Mann, der wie der Käfer läuft und läuft, jetzt
sein Dienstjubiläum: 50 Jahre Voets – das
lasse man sich mal auf der Zunge zergehen.
200 Gäste waren nach Querum gekommen
– zu Abra, Dieckmanns „Baby“. Dort läutete Moderator Henrik Ballwanz (NDR) in
seiner Begrüßung ein „echtes Braunschweiger Gipfeltreffen aus Wirtschaft, Politik
und Gesellschaft“ ein. Es wurde gefeiert,
getafelt und geredet: Sechs Laudatoren zog
es ans Pult, sie alle sprachen kurz und voller
Herzlichkeit. Über Walter Diekmanns Energie, über seine Erfolge, seine unkaputtbare
Frohnatur und natürlich über seine große
Leidenschaft, die Jagd. Und Walter Dieckmann? Der dankte den Rednern. Und den
Spendern für Kinder in Armut. Und seiner
Frau Anne, die ihn in all den Jahren stets
auch noch zu später Stunde abgeholt hat.
Erfolg anziehen – 10 Jahre Rebmann Maßkonfektion
Der Standort Braunschweig bietet mehr
als viele andere Städte. Unter anderem einen
kleinen, aber feinen Betrieb, der mit einer
Auswahl von über 8.000 Stoffen passende
Kleidung für Damen und Herren fertigt.
Als Joachim W. Rebmann vor zehn Jahren
das Unternehmen gründete, war er ein Pionier in Deutschland. Rebmann Fashion
Style war das zweite deutsche Unternehmen, das über eine zweistufige Vermaßung
verfügte. Das zweite Standbein baute Ulrich
Dörflinger nach dem Generationswechsel
mit edlen handgearbeiteten Herrenschuhen
aus. Unter dem Slogan „Erfolg anziehen“
wurde das Sortiment nach und nach erweitert. Eine Überraschung im Jubiläumsjahr
wird das erste Etui-Kleid nach Maß, das im
Hause angefertigt wird – entworfen von der
ehemaligen Cerruti 1881-Modellmacherin
Katja Grätz.
Am Samstag, 30. August findet zum runden Geburtstag eine Jubiläumsveranstaltung
statt. Mit monatlichen Angeboten bedankt
sich das Braunschweiger Unternehmen
zudem bei seinen mittlerweile 1.500 Kundinnen und Kunden.
Ulrich Dörflinger. Foto: Gramman
STAN DORT | J u n i 2 0 0 8 |
Vermischtes
Die Sponsoren aus dem Aktionsbeirat posieren vor der Wand mit den symbolischen Spenden-Würfeln. Die Gesamtsumme präsentieren (vorn von links) die Vorstandsmitglieder Klaus Mohrs und Bernd Osterloh sowie als Promotor Oberbürgermeister Rolf Schnellecke. Foto: Lars Landmann
Aktionsbeirat ready4work auf Rekordkurs
„Wir gestalten die Zukunft von jungen
Menschen in der Region farbenfroh“. So
lautete das Motto des zweiten Treffens des
Wolfsburger Aktionsbeirates ready4work,
das im Mai im Forum AutoVision stattfand.
Das Gremium, gegründet 2006, setzt sich
für die Finanzierung zusätzlicher Ausbildungsplätze ein und gewinnt für diese Initiative mehr und mehr Partner zu den bis-
herigen 380 Mitgliedern hinzu. Durch deren
Spendenbereitschaft bekommen benachteiligte Jugendliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt der Region.
Auf dem Treffen Anfang Mai gelang den
Mitgliedern des Beirats ein bisheriger Rekord: 197.500 Euro wurden zur Schaffung
neuer Ausbildungsplätze bewilligt. „Ein
Super-Ergebnis“, freute sich Vize-Vorsit-
zender Klaus Mohrs. Auch Wolfsburgs
Oberbürgermeister Rolf Schnellecke, neben
Dr. Horst Neumann, Personalvorstand der
Volkswagen Aktiengesellschaft, Promotor
des Aktionsbeirats, ist von dem Ergebnis
begeistert, warnte jedoch davor, sich „zurückzulehnen“.
43
Burgpassage feiert 25-jähriges Bestehen
1
1Center-Manager Philipp Schröder
begrüßte die Gäste.
2Seit 25 Jahren gibt es die Burgpassage
in Braunschweig. Fotos: Stadtmarketing/Kornath
Die Braunschweiger Burgpassage ist eine
der beliebtesten Flaniermeilen im Herzen
Braunschweigs. Die Architektur des Einkaufszentrums mit seinem imposanten
Glasdach wurde vom Braunschweiger Architekten und Stadtplaner Dipl.-Ing. Reinhold Schadt entwickelt. Eröffnet wurde die
Passage im Jahr 1983. Auf insgesamt 5.400
Quadratmetern Einzelhandelsfläche bieten
die ansässigen Geschäfte ein umfangreiches
Angebot an abwechslungsreichen Produkten. Das „kinder-erlebnis-reich“ sorgt
dafür, dass Eltern in Ruhe shoppen können,
während sie ihre Kinder in professioneller
Betreuung wissen.
Besondere Abwechslung bot die Burgpassage im Rahmen ihrer 25-jährigen Geburts-
tagsfeier am 31. Mai. Die Moderatoren des
Radiosenders ffn sowie das Undecided Orchestra sorgten für musikalische Stimmung,
während eine Modenschau, ein Kinderkarussell und viele weitere Programmpunkte
den Besuchern einen abwechslungsreichen
Tag bescherten.
2
V ermischtes
| J u ni 2008 | STAN D ORT
M eldungen
Stark Automobile präsentiert
sich in Braunschweig
Im Rahmen der Internationalen Handwerkermesse wurde jetzt Schiller Zahntechnik aus Salzgitter
ausgezeichnet. Foto: Handwerkskammer
Schiller Zahntechnik für Gesundheitsschutz ausgezeichnet
44
Für seine umfassenden und innovativen
Maßnahmen im Arbeits- und Gesundheitsschutz wurde das Unternehmen Schiller
Zahntechnik GmbH aus Salzgitter vom
Institut für Technik der Betriebsführung
ausgezeichnet. Die Ehrung wurde im Rahmen der Internationalen Handwerkermesse in München durch den Präsidenten des
Zentralverbands des Deutschen Hand-
werks, Otto Kentzler, vorgenommen.
Geschäftsführer Alfred Schiller hat sehr
früh begonnen, Maßnahmen für Sicherheits- und Arbeitsschutz in seinem Betrieb
zu installieren. Das Ergebnis: Motivation
und Arbeitszufriedenheit stiegen, während
gleichzeitig ein Rückgang der Krankheitstage beobachtet wurde.
Seit zehn Jahren gibt es nun bereits das Autohaus Schatta in Wolfenbüttel. Foto: Schatta
10 Jahre Autohaus Schatta in Wolfenbüttel
Ende April feierte der Zweitbetrieb der
Fiat Autohaus Schatta GmbH in Wolfenbüttel sein zehnjähriges Bestehen. Neben
der Niederlassung in Braunschweig steht
auch das Autohaus in der Frankfurter Straße 33 für langjährige Fiat-Erfahrung. Beste
Leistungen rund ums Automobil, fachliche
Kompetenz und optimaler Service sind für
das Team des Meisterbetriebes eine Selbstverständlichkeit: „Die Zufriedenheit der
Kunden liegt uns am Herzen“, so Oliver
Schatta.
Die neu gegründete Stark Automobile
GmbH hat Anfang Mai die Betreuung der
Kunden des ehemaligen Autohauses Tronnier übernommen. Bereits Ende April
konnten geladene Gäste im Rahmen der
Eröffnungsfeier einen ersten Eindruck von
den neuen Räumlichkeiten gewinnen. Am
2. Mai schließlich startete der Regelbetrieb
des Unternehmens unter der Leitung von
Rainer Stark. Neben dem Verkauf von Neuwagen der Marken Hyundai und Opel sowie
dem Verkauf von Gebrauchtwagen aller Fabrikate werden in der Saarbrückener Straße
35 auch LPG Autogasanlagen nachgerüstet
sowie weitere Serviceleistungen angeboten.
Die Gesichter der Voets
Sommerkampagne
Unter dem Aufruf „Werden Sie das Gesicht der Voets Sommerkampagne“ veranstaltete das Audi Zentrum Braunschweig im
April ein Werbemodel-Casting für Jung und
Alt, an dem etwa 100 potenzielle Models
teilnahmen. Auch ein abwechslungsreiches
Showprogramm mit Musik und Cheerleadern wurde den Besuchern des Audi Zentrums geboten. Nachdem die Bewerber
vom Team des Friseurs Klier gestylt und
geschminkt wurden, ließen sie sich professionell vom Fotografen Ulrich Schwarze
ablichten. Über ihren Sieg freuten sich die
Nachwuchsmodels Christina Knoll, Fynn
Schilling, Horst Landmann, Juliana Bollmeier und Claudia Peh.
Beratung für Existenzgründer
Im April fand in Braunschweig ein kostenloser Beratungstag für Existenzgründer
statt. Organisiert wurde die Veranstaltung
von den Wirtschaftsförderern der Braunschweig Zukunft GmbH sowie den Wirtschaftssenioren der Region Braunschweig.
Weitere Beratungstermine können mit den
Wirtschaftsförderern gerne vereinbart werden.
Exklusives Meet & Greet mit Stanfour
Im Rahmen des 14. Niedersächsischen
Landesturnfestes, das im Mai in Braunschweig stattfand, verloste die Braunschweiger Zeitung ein exklusives Meet & Greet mit
der Band Stanfour. Die Chartbreaker hatten
im Rahmenprogramm des Landesturnfestes
Fans und Besucher mit ihrem Hit „For all
Lovers“ begeistert. Das Meet & Greet fand
im 15. Stock in der Lounge der Landessparkasse Braunschweig statt. Das Foto zeigt
die Band mit ihren Fans Luisa und Nadia,
Herrn und Frau Flügge sowie Alexander
Lingner von der Braunschweigischen Landessparkasse.
Techem Cup 2008 – Fußball und
Fairness
Fußball und Fairness - darum ging es beim Techem
Cup 2008. Foto:Techem
Zum 22. Mal fand im März die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Braunschweig
statt. Sportlich und heiß ging es in der Tunica-Halle her, aber auch friedlich. Dies ist
schließlich auch Sinn des Techem-Cups, bei
dem es nicht nur um den Sieg geht, sondern
vor allem um Fairness und um Erziehung
zur Gewaltvermeidung.
„Pädagogische Regeln, die die Lehrkräfte
in den vergangenen Jahren begleitend entwickelt haben, vermitteln faires Sporttreiben, das durch begeistertes aber gewaltfreies
Fanverhalten ergänzt wird“, erklärt Henning
Habekost, Beauftragter für Schulfußball im
Niedersächsischen Fußballverband Kreis
Braunschweig.
So werden im Rahmen der Veranstaltung auch mehrere Preise verliehen. Den
Fan-Preis inklusive 100 Euro für die beste
aber auch fairste Anfeuerung ging an die
Hauptschule Pestalozzistraße. Gewinner
des Fairness-Preises mit 250 Euro war die
Hauptschule Sophienstraße.
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Neuer Vorstand des VDI in Braunschweig gewählt
In der Braunschweiger Stadthalle fand
im März die Jahresmitgliederversammlung
des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI),
Braunschweiger Bezirksverein e.V. statt.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde
der neue Vorstand gewählt, der sich zusammensetzt aus dem Vorsitzenden Dipl. Ing.
Horst Splett, dem stv. Vorsitzenden Prof.
Dr. techn. Reinhard Leithner, Schatzmeister Dr.-Ing. Martin Bartuschat, Schriftführer Prof. Dr.-Ing. Holger Brüggemann
sowie den Vorstandsmitgliedern Dipl.-Ing.
Peter Rüschmann, Dr.-Ing. Hans Sonnenberg und Prof. Dr.-Ing. Joachim Schmidt.
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Meisterfeier der Handwerkskammer Braunschweig 2008
Handwerkskammer-Präsident HansGeorg Sander zeichnete im Rahmen der
Meisterfeier der Braunschweiger Handwerkskammer im April 172 erfolgreiche
Prüflinge aus. Besonders geehrt wurden die
neun Meister mit den besten Leistungen,
so KFZ-Techniker Andy Christossek aus
Wolfsburg und der Müller Martin Müller
aus Tribischtal, die mit einem Notendurchschnitt von 1,3 an der Spitze standen.
Neben der Gratulation forderte HansGeorg Sander in seiner Begrüßungsrede,
dass mehr in die Bildung investiert werden
müsse. Dies sei nötig, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, so
der Kammerpräsident. Ansonsten würden Lehrstellen immer wieder unbesetzt
bleiben, da die Bewerber nicht über ausreichende Qualifikationen verfügten.
Auch Ministerpräsident Christian Wulff
gratulierte den Prüflingen und lobte „die
Kultur der Eigenverantwortung und des
Ausprobierens“ in Niedersachsen.
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