Trauer um den Fernsehjournalisten und langjährigen "Quivive

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Trauer um den Fernsehjournalisten und langjährigen "Quivive
Verschiedenes
KV-Blatt 02.2012
Tod nach langer Krankheit
Trauer um den Fernsehjournalisten und langjährigen
„Quivive“-Moderator Eckart Schibber
Untrennbar mit dem Verstorbenen verbunden sind die Begriffe „Schibber-Syndrom“ und „Morbus Schibber“, letz-
Erfinder dieses Sendeformats galt. Der
Hintergrund: Auffällig häufig hatten sich
auch nach Schibbers „QUIVIVE“-Sendungen am Mittwochabend Patienten
mit Symptomen oder gar „fertigen Diagnosen“ bei ihren Ärzten gemeldet, die
zuvor in der Fernsehsendung thematisiert wurden. Für Ärzte war es deshalb
fast schon zur Pflichtübung geworden,
mittwochs selbst in die betreffenden
terer in Anlehnung an den legendären
ZDF-Journalisten Hans Mohl, der mit
dem „Gesundheitsmagazin Praxis“ als
Sendungen hineinzuschauen, um zu
sehen, „was denn der Schibber da wieder sendet“.
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Ein wesentliches Merkmal von „QUIVIVE“ war die Themenvielfalt innerhalb der einzelnen Sendungen, deren
geschickte und einfühlsame Präsen-
tation jedoch nie den Eindruck eines
Gemischtwarenladens vermittelte.
Auch die scheinbar größte Sensation
im Spektrum des medizinischen Fortschritts kam in Schibbers Sendungen
stets seriös daher.
Archivfotos: RBB, Lange
Der Berliner Journalist und langjährige
Moderator des SFB-Gesundheitsmagazins „QUIVIVE“, Dr. med. h. c. Eckart
Schibber, ist tot. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am 13. Januar
mitteilte, starb Schibber bereits am
3. Januar 2012 nach langer schwerer
Krankheit. Er wurde 73 Jahre alt. Der
Medizinjournalist war viele Jahre lang
für den Sender Freies Berlin (heute
RBB) tätig. In seinen wöchentlichen
Magazinsendungen verstand er es
ganz hervorragend, medizinische Themen populär zu vermitteln und verhalf
dem Format damit oft zu hohen Einschaltquoten. Woche für Woche gab es
Gesprächspartner aus Berliner Krankenhäusern, Universitätskliniken und
Arztpraxen zu den unterschiedlichsten
medizinischen Themen. Angesprochen wurden große „Volkskrankheiten“
ebenso wie vergleichsweise seltene
Krankheitsbilder oder auch neue Therapien und OP-Methoden. Die meisten
thematischen Einspielungen wurden
von der damals wie heute sehr engagierten „Medizin-Redaktion“ des Berliner Senders selbst produziert, was seinerzeit in der ARD-Senderlandschaft
keinesfalls als selbstverständlich galt.
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Eckart Schibber selbst kochte seine
Wirkung stets „auf kleiner Flamme“.
Und auf den „Morbus Schibber“ angesprochen, sagte er beim 6. KV-BlattMedienworkshop mit dem SFB im Jahr
2001: „Wir sind keine Hexer, die anderen Leuten Krankheiten anhexen und
auch keine Hypochonder-Schmiede.“
Vor etwa zwölf Jahren erhielt Eckart
Schibber für seine journalistische Tätigkeit die Ehrendoktorwürde der humanmedizinischen Fakultät der Freien
Universität. Geehrt wurden seine Verdienste um eine „verständliche Darstellung medizinischer Fragen mit großer
Breitenwirkung“.
Reinhold Schlitt
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