Faire Preise – faire Löhne

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Faire Preise – faire Löhne
PRESSE-INFORMATION
Faire Preise – faire Löhne
Frisör Klier bezieht in der aktuellen Mindestlohndebatte eine
klare Position und führt testweise an zwölf Standorten in
den neuen Bundesländern den Mindestlohn ein. Das bedeutet eine Lohnerhöhung für die Mitarbeiter um durchschnittlich 30 Prozent.
Wolfsburg, 06. März 2013 – Frisör Klier ist Deutschlands größter Filialist im Friseurhandwerk und somit auch Vorbild der Branche. Um in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen ein deutliches Zeichen zu setzen, testen wir, wie sich die
Wir tschaftlichkeit und das Kundenverhalten ändern, wenn höhere Löhne realisier t
werden und im Umkehrschluss die Preise erhöht werden müssen. Dafür wurden
insgesamt zwölf Salons in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, MecklenburgVorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt ausgewählt, an denen die Mitarbeiter mit Wirkung zum 01. März mindestens 6,50 € beziehungsweise 7,50 € in der
Stunde bekommen. Angesichts der dor t augenblicklich gültigen Tarife entspricht
dies Lohnerhöhungen von durchschnittlich 30 Prozent. Um diese Lohnerhöhungen
zu finanzieren, wurden in gleichem Maße die Dienstleistungspreise angepasst. Um
dem Kunden die Lohn- und die Preiserhöhung zu kommunizieren, wurde unter
anderem das Siegel „faire Preise – faire Löhne“ entwickelt. Frisör Klier gewährleistet, dass die Mitarbeiter an zwölf Standor ten, an denen die Löhne und die Preise
erhöht werden, keine Benachteiligungen erfahren, auch wenn die Wir tschaftlichkeit
der Salons durch dieses Projekt infrage gestellt wird – das wir tschaftliche Risiko
liegt also allein auf Arbeitgeberseite.
In den laufenden Tarifverhandlungen über die Einführung einer Lohnuntergrenze
im Friseurhandwerk hat die Arbeitgeberseite für die neuen Bundesländer einen
Einstiegslohn von 6,50 € angeregt. Alle Seiten sind sich darüber einig, dass bis 2015
der Grundlohn einheitlich und bundesweit bei mindestens 8,50 € liegen soll. Die
zwölf Test-Salons des Projekts „faire Preise – faire Löhne“ liegen in Bundesländern,
in denen die Tarifver träge in den vergangenen Jahren durch die Tarifpar teien gar
nicht oder nur unzureichend weiterentwickelt wurden. Im Schnitt bekommt eine
Klier-Fachkraft, die Vollzeit arbeitet, in Deutschland derzeit 1.343 Euro, was einem
Stundenlohn von 8,84 Euro entspricht. Dabei reicht die Spanne je nach Tarifgebiet
von durchschnittlich 9,43 Euro bis 4,33 Euro. Ein Vier tel aller Fachkräfte erhält derzeit einen Stundenlohn, der unter der Schwelle von 7,50 Euro liegt. Dies ist den vor
Frisör Klier GmbH
Heinenkamp 2
38444 Wolfsburg
Ansprechpar tner
für die Presse
im Hause Klier:
Jeannette Schubber t
Tel. 05308/401-769
Mail: schubber [email protected]
Weitere Infos außerdem
im Pressebereich unter
www.klier.de
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Or t gültigen Tarifabschlüssen und der jeweiligen Wettbewerbssituation geschuldet.
„Das wollen wir mit der Aktion „faire Preise – faire Löhne“ ändern. Wir wollen,
dass unsere Mitarbeiter an allen Standor ten vom Lohn ihrer Arbeit leben können
und überall die gleiche Wer tschätzung erfahren“, sagt Michael Klier, einer der Geschäftsführer der Wolfsburger Filialkette. „Regional unterschiedliche Entwicklungen
in der Lohn- und somit Preispolitik wird es immer geben, es darf jedoch nicht sein,
dass es Friseure gibt, die trotz Vollzeittätigkeit zur Arbeitsagentur gehen müssen,
um Har tz IV Aufstockungsleistungen zu beantragen “, sagt Michael Klier weiter.
Die niedrigen Tariflöhne und die geringe Bereitschaft, für die Dienstleistung beim
Friseur entsprechende Preise zu zahlen, haben in diesen Bundesländern dafür gesorgt, dass Löhne und Preise mehrheitlich im Keller bleiben. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt das Vorgehen des Unternehmens Frisör Klier.
„ver.di setzt sich für einen flächendeckenden Mindestlohn im Friseurhandwerk ein,
dazu gibt es keine Alternative. Das Projekt ersetzt also nicht die tarifliche Branchenlösung, aber es zeigt beispielhaft, wie der Mindestlohn schrittweise eingeführ t
werden kann. Damit setzt Klier ein erstes Zeichen, das als positives Signal in die
ganze Branche wirken kann“, betont Ute Kittel, bei ver.di für die Beschäftigten des
Friseurhandwerks zuständig und Verhandlungsführerin für einen Friseur-Mindestlohn.
Im Friseurhandwerk gibt es eine unmittelbare Abhängigkeit von Lohn und Preis. Je
nach Betriebsstruktur sind zwischen 45 und 55 Prozent des Netto-Umsatzes Lohnkosten. Im Friseurhandwerk gibt es derzeit eine Vielzahl an Tarifver trägen. In den
großen Flächenländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Wür ttemberg
und anderen Bundesländern werden bereits Einstiegslöhne jenseits der 7,50 € und
8,50 Euro gezahlt. Dor t kostet das häufigste Dienstleistungs-Paket für Damenkunden: Waschen/Schneiden/Föhnen auch in der Regel deutlich mehr als 30 Euro.
Daneben gibt es Tarifgebiete, in denen die Löhne von den Tarifpar teien seit vielen
Jahren nicht weiterentwickelt worden. Die große Herausforderung besteht darin,
dafür zu sorgen, dass Tarife allgemeinverbindlich sind und somit für alle Betriebe
Gültigkeit haben. Michael Klier: „Es ist ein Schulterschluss aller Beteiligter nötig,
damit hier für alle Beschäftigte im Friseurhandwerk eine Lösung gefunden werden
konnte. Hieran wirken wir erfolgreich mit. Dumpingpreise ziehen Dumpinglöhne
nach sich. Friseur ist ein dreijähriger Lehrberuf – tagtäglich lässt sich mehr als
1 Million Menschen in Deutschland verschönern. Dieser Beruf und diese Tätigkeit
verdienen Wer tschätzung.“
Ihr Haar – unsere Leidenschaft: Die Frisör Klier GmbH ist Deutschlands größtes
Filialunternehmen mit bundesweit nahezu 900 Salons und beschäftigt derzeit rund
5.500 Mitarbeiter alleine in Deutschland, davon sind etwa 1.500 Auszubildende.
Pro Tag werden an die 23.000 Menschen verschöner t.
Der Sitz des 1947 gegründeten Familienunternehmens ist in Wolfsburg. Weitere
Infos unter www.klier.de
Frisör Klier GmbH
Heinenkamp 2
38444 Wolfsburg
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im Hause Klier:
Jeannette Schubber t
Tel. 05308/401-769
Mail: schubber [email protected]
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