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gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Pressemitteilung
14.10.2011
Palacongressi di Rimini
Einweihung des größten Kongresszentrums Italiens mit 9.000 Sitzplätzen
Am 15. Oktober 2011 findet die Einweihung des neuen Kongresszentrums Palacongressi di Rimini statt. Der
Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp), die bereits die Messe in Rimini realisierten, wurde
2010 fertig gestellt. Der Gesamtkomplex gliedert sich in vier Bereiche, die verschiedene große und kleine Säle auf
zwei Ebenen beherbergen. Zur feierlichen Eröffnung wird neben dem Präsidenten der Region Emilia-Romagna,
Vasco Errani, die Ministerin für Tourismus, Michela Vittoria Brambilla, erwartet.
Im Zentrum der Anlage befindet sich ebenerdig der größte Saal mit ca. 4.800 Quadratmetern. Dieser multifunktionale Saal mit einer Höhe von zwölf Metern und einem umlaufenden Funktionsring für Technik, Dolmetscher und
Regie ist mit raumhohen Schiebetrennwänden ausgestattet und in verschiedenen Varianten teil- und nutzbar.
Das Fassungsvermögen für 4.700 Gäste ist aufteilbar in eine vielfältige Kombination von kleineren Versammlungen und Ausstellungen. Über pyramidenförmige Glasoberlichter kann er auch natürlich belichtet werden.
Ein U-förmiges, gläsernes Foyer umschließt diesen Saal und verbindet alle Bereiche des Palacongressi miteinander. Dieser großzügige zwölf Meter hohe und durch gläserne Dächer lichtdurchflutete Bereich dient wie eine
Straße zugleich der Erschließung der einzelnen Säle und als Pausenfoyer mit kongressbezogenen Ausstellungen.
Im nördlichen Bereich befinden sich im Erdgeschoss teilbare Säle für 600 und 300 Personen, die Hauptküche
sowie ein eigenes Foyer. Im Obergeschoss sind ein Saal mit ansteigendem festen Gestühl für 300 Personen, sowie
weitere Säle für 90 bis 120 Personen angeordnet.
Der südliche Bereich wird über einen glasgedeckten Innenhof, der ebenfalls für Ausstellungen genutzt werden
kann, erschlossen. Ähnlich dem nördlichen Bereich sind auch hier ebenerdig mittelgroße Kongresssäle mit eigenem Foyer und im Obergeschoss 14 kleinere Konferenzräume für 40 bis 120 Personen sowie Besprechungsräume
angeordnet.
Der Haupteingang des Palacongressi liegt am östlichen Park und ist charakterisiert durch die signifikante Form
der markanten „Conchiglia“ (Muschel). Über ihm erhebt sich das halbkreisförmige Amphitheater, das mit seiner
prägnanten Form eine Reminiszenz an das antike römische Theater von Rimini darstellt. Der halbrunde Saal mit
ansteigendem Gestühl für mehr als 1.600 Personen ist mittig teilbar und mit einer festen Bühne ausgestattet.
Allen Bereichen sind gesonderte Nebenräume, wie Garderoben und Gastronomien, zugeordnet.
Unter dem Haupteingang liegt die Zentralgarderobe, welche über die Rotunde und leicht gewendelte Treppen
erschlossen wird. Der Brunnen inmitten der Rotunde und im Zentrum unter dem Amphitheater hat in seiner Mitte
„La Perla“, Europas größte Steinkugel, die sich auf einem Wasserfilm dreht.
Das Palacongressi di Rimini bezieht sich auf den genius loci - die Farben des nassen und trockenen Adriastrandes,
das türkise, blaue und grünliche Wasser der Adria und mit seinem Amphitheater im rimineser Volksmund auf die
Seemuschel „Conchiglia“, in der eine Perle liegt.
Dieses größte Kongresszentrum Italiens ist nicht nur in seiner Nutzungsflexibilität eine Innovation für Konferenzen mit Ausstellungen, sondern zugleich das städtebauliche Pilotprojekt für ein Kulturzentrum, das auf der
anderen Straßenseite mit einem neuen Konzertsaal von Mario Botta ergänzt werden soll.
Aus dem Areal der ehemaligen alten Messe ist eine grüne Mitte geworden, deren See über einen lang gestreckten
Park unter der neuen Brücke hindurch mit dem Stadtzentrum verbunden ist.
gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Entwurf Volkwin Marg
Partner Joachim Zais
Projektleitung Stephanie Joebsch
Mitarbeiter Matias Otto, Mike Berrier, Heiko Thiess, Dominik Reh, Malte Wolf, Dirk Tietgen, Radmilla Blagovcanin,
Renata Dipper, Arne Starke, Hito Ueda, Nicole Loeffler, Carlo Mardersteig, Marco Vivori, Matthias Holtschmidt,
Peter Radomski, Kai Beckmann, Monika Sallowsky, Vita Römer
Kontaktarchitekt cfk_architetti, Venedig, Clemens F. Kusch
Entwurfs- und Ausführungsplanung gmp Generalplanungsgesellschaft mbH, Hamburg
Örtliche Koordination und Bauaufsicht, Planung Leitsystem mijic architects, Rimini, Eduard Mijic, Emanuele Filanti, Lorenzo Pesaresi
Tragwerksplanung und Bauaufsicht Favero & Milan Ingegneria, Venedig
Haustechnik Studio T.I., Rimini
Lichttechnik conceptlicht, Traunreut
Elektroplanung Inteso Ingegneria, Rimini
Veranstaltungstechnik GCA, Unterhaching
Bauleitung Veranstaltungstechnik Inteso Ingegneria, Rimini
Akustik Müller BBM, Planegg
Landschaftsplanung Studio Land, Mailand
Grafik Leitsystem Leonardo Sonnoli, studio Tassinari/Vetta, Rimini
Bauherr Società del Palazzo dei Congressi, Rimini
BGF oberirdisch 30.700 m²
BGF unterirdisch 21.800 m²
Sitzplätze 9.000
PKW-Stellplätze Tiefgarage 500
Bauzeit 2007–2010
Für weitere Informationen und Pressematerial kontaktieren Sie bitte:
Christian Füldner, Public Relations und Kommunikation
T: +49.40.88 151 102
F: +49.40.88 151 184
[email protected]
www.gmp-architekten.de
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Palacongressi di Rimini
Einweihung des größten Kongresszentrums Italiens mit 9.000 Sitzplätzen
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Eine honorarfreie Veröffentlichung ist gestattet bei Nennung der Architekten sowie der Urheber des Bild- und Planmaterials.
01 Blick vom Parco Ausa auf das Palacongressi
02 Detailansicht der „Conchiglia“
03 Eingang Süd
Fotos: Marcus Bredt
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Einweihung des größten Kongresszentrums Italiens mit 9.000 Sitzplätzen
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Eine honorarfreie Veröffentlichung ist gestattet bei Nennung der Architekten sowie der Urheber des Bild- und Planmaterials.
01 Foyer im Haupteingang
02 Rotunde mit „La Perla“
03 Rotunde
Fotos: Marcus Bredt
04 „Amphitheater“
05 Gläsernes Foyer
06 Unterteilbarer Konferenzsaal
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Palacongressi di Rimini
Einweihung des größten Kongresszentrums Italiens mit 9.000 Sitzplätzen
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Eine honorarfreie Veröffentlichung ist gestattet bei Nennung der Architekten sowie der Urheber des Bild- und Planmaterials.
01 Landschaftsplanung
02 Lageplan
03 Details der Fassade „Conchiglia“
Pläne: gmp Architekten
04 Längsschnitt
05 Querschnitt
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15.10.2011
Palacongressi di Rimini
Einweihung des größten Kongresszentrums Italiens mit 9.000 Sitzplätzen
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Eine honorarfreie Veröffentlichung ist gestattet bei Nennung der Architekten sowie der Urheber des Bild- und Planmaterials.
01 Stadtplan Rimini mit Lage des Palacongressi
Plan: gmp Architekten
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Kurzvita
Prof. Dipl.-Ing. Architekt
Volkwin Marg
Volkwin Marg, Gründungspartner, geb. 1936 in Königsberg/Ostpreußen, Prof. Dipl.-Ing. Architekt, 1965 Gründungspartner des Architekturbüros von Gerkan, Marg
und Partner zusammen mit Meinhard von Gerkan, 1980
bis 1985 Präsident des Bundes Deutscher Architekten
BDA, 1986 Lehrstuhl für Stadtbereichsplanung und
Werklehre an der Fakultät für Architektur an der RWTH
Aachen, Mitglied Deutsche Akademie für Städtebau und
Landesplanung, Mitglied Freie Akademie der Künste zu
Hamburg, 2007 Prinzipal der Academy for Architectural Culture (aac), zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Fritz
Schumacher Preis, Plakette der Freien Akademie der
Künste Hamburg, Großer Preis des Bundes Deutscher
Architekten, Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.
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Profil
Die Architektensozietät gmp wurde 1965 von Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg gegründet. Mittlerweile
sind vier weitere Partner, ein Partner für China und elf assoziierte Partner hinzugekommen. Mit über 500 Mitarbeitern, die sich auf zehn Büros verteilen, ist gmp im In- und Ausland aktiv.
gmp gehört zu den wenigen Büros mit einer generalistischen Position, die sich für ein Projekt von seiner entwurflichen Idee und deren Realisierung bis hin zum Interieurdesign verantwortlich fühlen.
Ihre Architekturauffassung ist geprägt durch die vitruvschen Kriterien der Festigkeit, Dauerhaftigkeit und Schönheit. In ihrem Verständnis verdient Architektur das Attribut Nachhaltigkeit im Sinne von dauerhaft, wenn sie
sowohl den klimatischen Bedingungen Rechnung trägt als auch materialgerecht ausgeführt ist und das Haus als
Hülle für die Vielfalt des menschlichen Daseins möglichst selbstverständlich gestaltet ist. Über diesen Anspruch
hinaus bauen sie in unterschiedlichen Kulturkreisen selbstverständlich nach zertifizierten Richtlinien in Abstimmung mit den Bauherren.
Meinhard von Gerkan, Volkwin Marg und ihre Partner haben in den vergangenen 45 Jahren in nahezu allen großen Städten der Bundesrepublik geplant und gebaut. Ihre Projekte reichen von Einfamilienhäusern, Hotels, Museen,
Theatern und Konzerthallen, Bürogebäuden, Handelszentren und Krankenhäusern bis hin zu Forschungs-, Sportund Bildungseinrichtungen sowie Verkehrsbauten, Gewerbebauten und Masterplanungen.
Bekannt wurde gmp vor allem durch seine Flughafen-Architektur: 1975 wurde Berlin-Tegel als Drive-In-Airport
eröffnet. Dieser innovative Entwurf ist für die Abflug- und Ankunftebenen der Flughäfen Stuttgart und Hamburg
weiterentwickelt worden.
Weltweite Beachtung finden nicht nur ihre Projekte wie die Neue Messe Leipzig, die Messe Rimini oder der
Christus-Pavillon für die EXPO 2000, sondern auch ihre Entwürfe, z. B. für die Rekonstruktion und Überdachung
des Olympiastadions in Berlin oder den im Jahr 2006 fertiggestellten Berliner Hauptbahnhof.
Bei nationalen und internationalen Wettbewerben errang gmp über 460 Preise, darunter mehr als 260 erste Preise
sowie zahlreiche Auszeichnungen für beispielhafte Architektur. Mehr als 320 Bauten sind bis heute realisiert.
In China sind unter anderem die Messe- und Kongresszentren in Nanning und Shenzhen sowie das Museum in
Shanghai-Pudong, das Zhongguancun Kulturzentrum in Peking sowie der Sportpark von Foshan realisiert. Weitere
Projekte sind die Opernhäuser in Chongqing und Qingdao sowie das Chinesische Nationalmuseum in Peking.
Im Jahr 2006 wurde in Hanoi/Vietnam bereits das Nationale Kongresszentrum fertiggestellt. Das Museum für
Stadtgeschichte und das vietnamesische Ministerium für öffentliche Sicherheit wurden 2010 und 2011 eingeweiht.
In Südafrika wurden im Jahr 2009 drei Weltmeisterschaftsstadien in Kapstadt, Durban und Port Elizabeth in
Betrieb genommen.
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Profil
Mit ihren städtebaulichen Studien für »Stuttgart 21«, die HafenCity Hamburg und »Bukarest 2000« sowie einer
Vielzahl städtebaulicher Projekte in China, darunter die neue Stadt Lingang New City für 800.000 Einwohner,
haben von Gerkan, Marg und Partner ihre Kompetenz auch auf diesem Gebiet unter Beweis gestellt.
Zurzeit engagiert sich gmp mit Projekten außerhalb Deutschlands unter anderem in China, Indien, Vietnam, Brasilien, Italien, Rumänien, Polen, der Ukraine und Lettland.
www.gmp-architekten.de
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Unsere Philosophie
Unser Ideal ist es, die Dinge so einfach zu gestalten, dass sie inhaltlich und zeitlich Bestand haben. Formale
Zurückhaltung und die Einheitlichkeit der Materialien liegen in diesem Bekenntnis begründet, weil für uns Sinnfälligkeit ein kategorischer Imperativ ist.
Wir wollen ein Haus so selbstverständlich wie möglich gestalten, es zur Hülle für die Vielfalt des menschlichen
Daseins dauerhaft ausbilden. Expressionistische Formen, die nur der künstlerischen Willkür entspringen, ohne
Bezug zur Nutzung, Konstruktion und Gebrauchstüchtigkeit, versuchen wir durch kritische Distanz zu aktuellen
Architekturerscheinungen zu meiden. Von den Medien wird diese tradierte Einfachheit zur »neuen« Einfachheit
umetikettiert. Der auf die Spitze getriebene Purismus, der sich in den Zeichnungen durch Informationsverweigerung und in den Bauten durch eine allzu herbe Kargheit ausdrückt, bleibt uns jedoch fremd. Wir betonen eine
Reduktion, die auf Plausibilität und Selbstverständlichkeit gründet. Für die Konzeption von Gebäuden und Interieurdesign gelten die Positionen des dialogischen Entwerfens als Leitlinie unserer Architekturauffassung:
Einfachheit:
Suche in deinen Entwürfen nach der sinnfälligsten Lösung.
Erstrebe vom Einfachen das Beste.
Vielfalt und Einheit:
Schaffe die Einheit in der Vielfalt. Erzeuge die Vielfalt in der Einheit.
Unverwechselbarkeit:
Entwickle eine Identität des Entwurfs aus dem Spezifischen der Situation und der Aufgabe.
Strukturelle Ordnung:
Gib den Entwürfen eine strukturelle Ordnung.
Organisiere die Funktionen zu klaren Bauformen.
»Angemessene und akzeptable Antworten und Lösungen auf die Probleme der Umweltgestaltung zu finden, setzt
voraus, zum Dialog bereit zu sein und seinen eigenen Standpunkt auch auf veränderte Bedingungen einzustellen.
Die Entscheidung, was und wie gebaut wird, trifft die Gesellschaft mit ihren komplizierten politischen und wirtschaftlichen Mechanismen. Wir Architekten haben nicht nur die Verpflichtung, wir haben die Verantwortung, uns
diesem Dialog zu stellen und mit innerer Überzeugung am Gespräch teilzunehmen.«