02 Zechendorf Förderung Bund Umrüstung

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02 Zechendorf Förderung Bund Umrüstung
Die Förderung des Bundes
für die Umrüstung von Bestandswagen
auf lärmarme Bremstechnik
aus Sicht der VPI
Rainer Zechendorf
stellv. Vorsitzender VPI
GF TRANSWASGGON GmbH
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 1 Themenübersicht
Die Förderung des Bundes für die Umrüstung von
Bestandsfahrzeugen auf lärmarme Bremstechnik - aus Sicht der
VPI
1. Ursache der beabsichtigten Anreizförderung des Bundes
2. Umsetzung der Umrüst-Anreizförderung des Bundes
3. Exkurs: Zusätzliche Regelungen des LaTPS
4. Kosten des Sektors im Umstellungs-Szenario bis 2020
5. Bewertung der bestehenden Anreizförderung des Bundes
(Durchführung, materielle Wirkung)
6. Vorgehensstrategie der VPI-Mitgliedsunternehmen zur Umstellung
des Wagenparks
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 2 1. Ursache der beabsichtigten Anreizförderung des Bundes
1.1. Ansteigende Lärmbelästigung
•  Anstieg der Verkehrsleistung; auch im Schienengüterverkehr (SGV)
• Die Nacht ist die Zeit des SGV und die Ruhezeit der vom Verkehrslärm
betroffenen Menschen
• Der SGV erzeugt in Verkehrsballungsgebieten messbar Lärm der bis
zur gesundheitlichen Beeinträchtigung führt.
•  Hauptlärmquellen sind
- das Rollgeräusch der Güterwagen
- das Roll und Motorgeräusch der Lokomotive
•  Lärm der Güterwagen wird wesentlich verringert durch
- glatte Räder
(durch Verbundstoffsohle gebremst)
- glatte Schienen
(Schienenschliff durch Infrastruktur)
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 3 1. Ursache der beabsichtigten Anreizförderung des Bundes
1.2. Maßnahmen des Bundes zur Lärmvermeidung im SGV
- Infrastruktur Lärmschutzmaßnahmen
–  sind seit Jahren auf der Agenda der Politik und der Infrastrukturunternehmen
– Schallschutzwände, Schienenstegdämpfung, Schienenschliff usw. haben nur
örtlich begrenzter Wirkung
- Bekämpfung des Lärms an der Quelle ist erfolgreicher durch Einsatz von
Verbundstoffbremssohlen (Rad/Schiene Kontakt)
–  K-Sohlen (zugelassen und gefordert im Neubau von TSI Wagen)
–  LL-Sohlen (mit Auflagen zugelassen und möglich im Bestands-Wagenpark)
Der wahrnehmbare Lärm des Güterwagens kann um ca. 50 %
gesenkt werden (ca. 8 - 10 db) wenn mind. 80 % der Wagen in den
Zügen leise sind.
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 4 1. Ursache der beabsichtigten Anreizförderung des Bundes
1.3. Ziele der Anreizförderung zur Lärmvermeidung im SGV*
- Vermeidung von Akzeptanzproblemen in der Bevölkerung
–  bei gegebenen Wachstumsszenarien im Güterverkehr
–  bei geplanter Zunahme des Schienengüterverkehrs
- Halbierung des Schienenverkehrslärms bis 2020 (BMVBS)
- Im Güterverkehr sollen dafür 80 % des eingesetzten Bestandswagenparks auf dem deutschen Netz spätestens 2020 leise sein;
möglichst früher.
- Das Ziel liegt bei ca. 180.000 umzurüstenden Wagen
Hinweis:
-  ca. 60.000 Wagen sind seitens DB vorgesehen
-  ca. 30.000 Wagen sind seitens VPI-Haltern vorgesehen (aktueller Bestand: ca. 63.000 Wagen)
-  ca. 90.000 Wagen (im Besitz anderer inländische und ausländischer Halter/anderer Bahnen)
* Aus Eckpunktevereinbarung DB AG/BMVBS vom 5. Juli 2011
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 5 2. Umsetzung der Umrüst-Anreizförderung des Bundes
2.1. Konzeption der Bundesförderung
•  Direktförderung der Wagenhalter als Investoren in neue Technik
•  Europarechtskonforme Beihilferegelung (i. d. R. maximal 50 %)
•  Laufleistungsabhängiges Fördermodell (auf dem Netz des Bundes)
•  Förderobjekt ist der umgerüstete Wagen
• Antragsförderung des Halters an beauftragte Stelle des Bundes
(Neu: Eisenbahnbundsamt; EBA; ehemals DB Netz AG)
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 6 2. Umsetzung der Umrüst-Anreizförderung des Bundes
2.2. Förderrichtlinie des BMVBS (veröffentlicht)
h7p://www.eba.bund.de/SharedDocs/PublikaEonen/DE/Finanzierung/laTPS/rl_latps.pdf?__blob=publicaEonFile&v=5
Regelungsgehalt für Wagenhalter (gem. §§31/32 AEG)
• 
Umfang: 50 % der Mehrkosten Umrüstung (eines 4-achsigen
Standardwagens = 1.688 €) i. H. v. max. 844 € (211 € je Achse)
• 
für Wagen mit einer Zulassung vor 09.12.2012
• 
Vorbescheid der Bewilligungsbehörde/EBA (vor Beginn der Umrüstung erforderlich, planmengenbezogener Antrag)
• 
Registrierung der Wagen und Halter im Umrüstregister/EBA
• 
jährliche Antragsförderung je Lauf-KM je Achse (aktuell 0,5 Cent)
- Maximalförderung bei 42.200 WagenKM erreicht-
• 
Umrüstung unter öffentlichen Vergabebedingungen (AnBest-P)
• 
förderschädlich ist andere staatliche Förderung der Umrüstung
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 7 2. Umsetzung der Umrüst-Anreizförderung des Bundes
2.3. Anleitung zur Anwendung der Förderrichtlinie (EBA)
h7p://www.eba.bund.de/SharedDocs/PublikaEonen/DE/Finanzierung/laTPS/rl_latps_anleitung.pdf?__blob=publicaEonFile&v=6
Wesentliche Klarstellungen/Erläuterungen:
• 
Beginn der Umrüstung = Datum des Leistungsvertrag
• 
Nachweis Umrüstung = durch Eintragung ins NVR
• 
Nachweis Laufleistung = durch Eintragung ins Register + Beleg
• 
Antragsfrist jeweils bis 30. April des Folgejahres (Ausschlussfrist)
• 
Anwendung ANBest-P (öffentliches Vergaberecht)
-  Nicht für Eigenleistung (eigene Werkstätten oder verbundene Unternehmen)
-  Nicht im Rahmen (vor Antragstellung) bestehender Instandhaltungs(rahmen)verträge
-
14.01.2014 Anwendung für neue Liefer- und Leistungsverträge (Umrüstung, LL-Sohle)
VPI-­‐Symposium 8 3. Exkurs: Zusätzliche Reglung des LaTPS (DB Netz AG)
3.1. SNB 2014 DB Netz AG ( LaTPS ab S. 57 ff)
h7p://www.db-­‐netz.de/file/2951758/data/snb_2014.pdf
Volumen :
152 Mio. €
0,5 € Cent je Achs-KM
max. 211 € je Achse
14.01.2014 152 Mio. €
0,5 € Cent je Achse-KM
max. 211 € je Achse
VPI-­‐Symposium 9 3. Exkurs: Zusätzliche Reglung des LaTPS
3.2 Funktionsprinzip
•  Leise Wagen werden über Trassenpreis begünstigt
•  Laute Wagen werden über Trassenpreis bestraft
•  Der Gesamtsektor soll keine Mehrbelastung spüren
• Dafür bildet DB Netz AG einen separaten ergebnisneutralen
„Abrechnungstopf“
•  Ziel ist Anreizwirkung für Einsatz leiser Wagen (durch EVU)
•  Förderempfänger sind EVU; Antragsverfahren (DB Netz AG)
•  Geldgeber sind EVU; Direktbelastung im TPS (DB Netz AG)
•  Anreizwirkung auf Halter: ?? (für VPI nicht gegeben)
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 10 3. Exkurs: Zusätzliche Reglung des LaTPS
3.3. SNB 2014 DB Netz AG ( LaTPS ab S. 57 ff)
h7p://www.db-­‐netz.de/file/2951758/data/snb_2014.pdf
Regelungsgehalt für EVU
• Laute Züge werden mit 1 % Trassenpreisaufschlag belegt (laut ist in
Zug mit weniger als 80 % leiser Wagen)
•  Leise Wagen erhalten auf Antrag einen Bonus
–  Umfang: 50 % der Mehrkosten Umrüstung (eines 4-achsigen Standardwagens
= 1.688 €) i. H. v. max. 844 € (211 € je Achse)
–  für Wagen die ab 09.12.2012 umgerüstet werden
–  Registrierung der Wagen und Halter im Umrüstregister/DB Netz AG
–  jährliche Antragsförderung je Lauf-KM je Achse (aktuell 0,5 Cent) durch
Selbstdeklaration + Stichprobenprüfung DB Netz AG
–  Antragsfrist bis 31. März des Folgejahres (Ausschlussfrist)
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 11 4. Kosten des Sektors im Umstellungsszenario bis 2020
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 12 4. Kosten des Sektors im Umstellungsszenario bis 2020
4.1. Kostenüberblick Umrüstwagen LL-Sohle (alt: ohne Auflagen)
•  Umrüst(mehr)kosten 4-achsigen Standardwagen (ohne Knickventil)
–  LL Sohle organisch, Bgu, S
BMVBS
BMVBS
1.688 €
1.688€
UIP (WG EI)
1.960 €
UIP
1.960 €
•  Betriebs(mehr)kosten (bei Umrüstung 1. Jahr)
-
Standardwagen, 30.000 KM Laufleistung (höhere Laufleistung / Ausland ??)
BMVBS
540 € p.a.
UIP (WG EI)
564 € p.a.
8 Jahre
4.320 €
4.512 €
•  Gesamtkosten Förderzeitraum BMVBS (8 Jahre) 6.008 € 6.472 €
•  Gesamtkosten bei linearer Umrüstung (4,5 Jahre)
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 4.118 € 4.498 €
13 UIP WG „Economic Impact“: Verbundstoffsohlen Verbundstoffsohlen
Mehrkosten im Betrieb ggü
Grauguss
Umrüstkosten existierender
Wagen
Umrüstkosten existierender Wagen - KSohle
Häufigkeit
Bezugsgrösse
Einmalkosten
€/Wagen
Kosten
€/AchsKm
-
-
8’550 €
-
0,0051 €
-
1’224 €
2’448 €
-
3.360 €
-
0,0047 €
-
1’128 €
2’256 €
4-Achser, Bgu, s
7.150 €
1
4-Achser, Bgu, ss
Mehrkosten im Betrieb ggü GG - K-Sohle
p.a.
Achskilometer
Umrüstkosten existierender Wagen - LLSohle
4-Achser, Bgu, s
60’000 km
120’000
km
1
4-Achser, Bgu, ss
-
p.a.
Achskilometer
30’000 km
Mehrkosten im Betrieb ggü GG - LLSohle
Jährlich
wiederkehrende
Kosten/Wagen
(€)
Anzahl
pro Jahr
612 €
1.960 €
30’000 km
60’000 km
120’000
km
564 €
K - Sohlen - Laufleistung pro Jahr (km)
30000
60000
120000
Zusatzkosten Betrieb ggü GG / Tag / Wagen
Umrüst- und Zusatzkosten / Tag / Wagen
1,68 €
5,62 €
3,35 €
7,30 €
6,71 €
10,65 €
LL-Sohlen - Laufleistung pro Jahr (km)
30000
60000
120000
Zusatzkosten Betrieb ggü GG / Tag / Wagen
Umrüst- und Zusatzkosten / Tag / Wagen
1,55 €
2,63 €
3,09 €
4,17 €
6,18 €
7,26 €
UIP: Bericht : __https://www.vpihamburg.de/downloadbereich/oeffentlich/publikationen/sonstiges_____________________________________
4. Kosten des Sektors im Umstellungsszenario bis 2020
4.2. Kostenüberblick Umrüstwagen LL-Sohle (mit Auflagen)
4.2.1 Auflagenbedingte Mehrkosten
–  Umsetzung UIC Anwendungsrichtlinie V-BKS (LL)
–  i. W. Überprüfungsintervall 100.000/50.000 KM (Spurkranzhöhe)
–  Zusatzkosten für die Organisation und Durchführung der Überprüfung wurden in
der UIP Arbeitsgruppe ermittelt und verprobt:
–  Zusatzkosten betragen:
0,27 € Cent je AchsKm
Gesamtkosten damit für UIP/ VPI
(0,47 + 0,23 € Cent AchsKm)
0,7 € Cent je AchsKm
Gesamtkosten damit für BMVBS hochger. 0,68 € Cent je AchsKm
(0,45 + ,023 € Cent AchsKm)
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 15 4. Kosten des Sektors im Umstellungsszenario bis 2020
4.2.2. Kostenüberblick Umrüstwagen LL-Sohle (neu: mit Auflagen)
•  Umrüst(mehr)kosten 4-achsigen Standardwagen (ohne Knickventil)
–  LL Sohle organisch,Bgu, S
BMVBS
BMVBS
1.688 €
1.688€
UIP (WG EI)
1.964 €
UIP
1.960 €
•  Betriebs(mehr)kosten (Umrüstung 1. Jahr)
-
Standardwagen, 30.000 KM Laufleistung (höhere Laufleistung , Ausland)
BMVBS
816 € p.a.
UIP (WG EI)
840 € p.a.
8 Jahre
•  Gesamtkosten Förderzeitraum (BMVBS 8 Jahre)
6.528 €
6.720 €
8.216 €
8.680 €
•  Gesamtkosten bei linearer Umrüstung (4,5 Jahre) 5.360 €
5.740 €
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 16 4. Kosten des Sektors im Umstellungsszenario bis 2020
4.2. Anreiz-/Förderquote
4.2.3. Gesamtkosten/Quote bei linearem Umrüstungsverlauf
•  Gesamtkosten je Standardwagen
(4,5 Jahre)
Halterbonus
Förderquote
–  BMVBS
5.360 Euro
844 € max.
16 %
–  UIP/VPI
5.744 Euro
844 € max.
15 %
•  Gesamtkosten bei 180.000 Wagen
Rest Mio.€
–  BMVBS
965 Mio. Euro
152. Mio. Euro
16 %
813
–  UIP/VPI
1.034 Mio. Euro
152. Mio. Euro
15 %
882
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 17 4. Kosten des Sektors im Umstellungsszenario bis 2020
4.2. Anreiz-/Förderquote
4.2.4. Gesamtkosten/Quote bei Umrüstung 2020 (letztes Jahr)
•  Gesamtkosten je Standardwagen
Halterbonus
Förder-Quote
–  BMVBS
2.504 Euro
844 € max.
34 %
–  UIP/VPI
2.804 Euro
844 € max.
30 %
•  Gesamtkosten bei 180.000 Wagen (Umrüstung 2020)
Rest Mio. €
–  BMVBS
451 Mio. Euro
152. Mio. Euro
34 %
299
–  UIP/VPI
505 Mio. Euro
152. Mio. Euro
30 %
353
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 18 4. Kosten des Sektors im Umstellungsszenario bis 2020
4.3. Betriebswirtschaftliche Schlussfolgerung
-  Abwarten kann sich lohnen
-  Frühes Handeln kostet Geld
- Wer Zahlt die Differenz von bis zu 1 Mrd. Euro
- Steuerzahler / öffentliche Hand (erweiterte Förderung)
- Verbraucher / Industrie-Verlader
(über höhere Preise, soweit diese
im Wettbewerb Bestand haben)
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 19 5. Bewertung der bestehenden Anreizförderung des Bundes
5.1. Bewertungskriterien der VPI
(aus Positionspapier Nr. 6/ 2011 zum Konzept LaTPS /Eckpunktepapier)
•  Wettbewerbsneutrale Lösung bei externen Kosten (insb. Lärm)
–  bei Verzicht: Nachteilsausgleich/ausreichende Förderung
•  Klares Verbots-Szenario zum Programmende
–  sorgt für gleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb des Sektors
•  Europaweite Einbettung
–  Kompatible Fördersysteme/gemeinsame europäische Zielmarken (Zeit /Höhe)
–  Sowohl Umrüst- als auch Betriebskostenförderung (Mehrkosten)
•  Anreizwirkung des Förderprogramms für Halter
–  Höhe der Förderung wird als Anreiz wahrgenommen
–  Methodischer Aufbau des Fördersystems behindert die Abwicklung nicht
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 20 5. Bewertung der bestehenden Anreizförderung des Bundes
5.1.1 Wettbewerbsneutrale Lösung
• Für die „Straße“ ist eine Belastung mit externen Kosten von der
Politik weiterhin nicht vorgesehen.
• Lärmkomponente findet in der Straßenmaut weiterhin keine
Berücksichtigung
• Nachrüstung alter Verkehrsmittel zu Lasten der Halter ist ebenfalls
nicht vorgesehen
• Bei einseitiger Belastung eines Verkehrsträgers sollte ein Ausgleich
der zusätzlichen Kosten erfolgen.
• Fazit: die Arbeit der LKW- Lobby ist einfach Klasse
• Es gibt weiterhin keine wettbewerbsneutrale Lösung.
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 21 5. Bewertung der bestehenden Anreizförderung des Bundes
5.1.2 Klares Verbotsszenario zum Programm-Ende
•  Bisher gab es hierzu keine endgültigen und verbindlichen Aussagen
•  Koalitionsvertrag CDU/CSU/SPD :
–  „Ab dem Zeitpunkt (Ende 2020) sollen laute Güterwagen das dt. Netz nicht
mehr befahren dürfen.“
Hinweis: Die Umsetzungsstrategie hierfür ist noch offen.
•  Durchsetzungsmittel, die das BMVBS bisher veröffentlichte:
–  Kommerzielle (negative) Anreize= Preisanhebungen für laute Wagen
–  Nachtfahrverbote/Geschwindigkeitsreduzierungen
• Ohne klares Verbotsszenario werden jene Wagenhalter benachteiligt,
die frühzeitig umrüsten und die Folgekosten der Umrüstung tragen.
•  Es gibt weiterhin kein klares Verbots-Szenario ab 2020
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 22 5. Bewertung der bestehenden Anreizförderung des Bundes
5.1.3. Europaweite Einbettung des Förderprogramms
• Europäische Fakten
–  LaTPS sind eingeschränkt möglich (1. Eisenbahnpaket Art. 31 Abs. 5)
•  Eine Anlastung umweltbezogener Kosten, die eine Erhöhung der Gesamterlöse des
Infrastrukturtreibers mit sich bring, ist jedoch nur dann zulässig, wenn auch im Straßengüterverkehr, in Einklang mit dem Unionsrecht, eine solche Anlastung erfolgt.
-
Europäische Förderungskonzepte sind denkbar (Connecting Europe Facility – CEF)
• Nationale und europäische Ziele sollten abgestimmt werden
–  Koalitionsvertrag CDU/CSU/SPD (Hinweis: Absichtserklärung)
•  Wir ergreifen zudem auf europäischer Ebene die Initiative für ein ab dem Jahre 2020 zu
erlassendes EU-weites Einsatzverbot für laute Güterwagen sowie für ein EU-Programm
zur Förderung der Umrüstung lauter Güterwagen.
• VPI sieht hier Bewegung aber noch keine tatsächliche Einbettung in
eine europäische Lösung
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 23 5. Bewertung der bestehenden Anreizförderung des Bundes
5.1.4 Anreizwirkung des Förderprogrammes
• Förderquoten liegen zwischen 10 % und 30 % der Gesamtkosten, je
nach Umrüstzeitpunkt für einen „Standardwagen“ bei 30.000 KM
Laufleistung (Die Quote sinkt noch bei Berücksichtigung der höherer
Gesamtlaufleistung -Ausland-).
• Nachweisverfahren (Laufleistungsbezug) zu aufwendig für Förderbetrag
(max. 844 Euro); Vereinfachung ist angeraten (Umrüstungsnachweis
sollte reichen)
• Risiken der Zuwendungs-Rückzahlung bestehen
–  technisch notwendiger Rückrüstung
–  Ausschreibungs- „Fehler“ wg. öffentlichem Vergaberecht
• Das Bonusprogramm des Bundes entfaltet weiterhin keine
(ausreichende) Anreizwirkung
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 24 6. Vorgehensstrategie der VPI-Mitgliedsunternehmen
•  Verstärkte Lobby-Arbeit zur Herstellung
–  vergleichbarer Wettbewerbssituationen Straße/Schiene
–  Soweit zur Herstellung der vergleichbaren Wettbewerbssituation notwendig
Ausweitung der Förderung der Umrüstung (Betriebsmehrkosten)
•  Strategie zur Lärmsanierung des Wagenparks bis 2020
–  Anteil der Neubauten (K-Sohle)/Ausmusterung/Ausflottung
–  Umrüstung Bestandswagen (LL-Sohle)
•  Wagenbestand/Prognose
–  2012/3 63.000 Wagen, davon K-Sohle 15.000 Wg GG-Sohlen 48.000 Wg
–  2020
72.000 Wagen, davon K-Sohle 35.000 Wg LL-Sohlen 32.000 Wg
Spezialwagen/Abstellungen GG-Sohlen 5.000 Wg
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 25 VPI
Vielen Dank
für
Ihre Aufmerksamkeit
Haben Sie noch Fragen ?
14.01.2014 VPI-­‐Symposium 26 Anlage
Förderquoten bei gegebener Förderung und Kostenberechnung UIP/Hochrechnung BMVBS mit BücksichIgung der auflagenbedingten Mehrkosten VPI / UIP € Cent AchsKM Bko alt 0,47 Auflagen 0,23 Bko neu 0,7 Umrüstkosten verbleibende Gesamtkosten Umbau Laufzeit des Förderprogrammes für den Wagen 1 2 3 4 4,5 5 6 7 5880 1960 7840 0,11 BMVBS (hochgerechnet) € Cent AchsKM Bko alt 0,45 Auflagen 0,23 Bko neu 0,68 Umrüstkosten verbleibende Gesamtkosten 14.01.2014 KM 4 4 € WG/pa 30000 564 30000 276 bonus KM 4 4 840 840 1680 2520 3360 3780 4200 5040 1960 1960 1960 1960 1960 1960 1960 1960 844 Quote in % 2800 3640 4480 5320 5740 6160 7000 0,30 0,23 0,19 0,16 0,15 0,14 0,12 Umbau für Programmlaufzeit 1 2 3 4 4,5 5 6 € WG/pa 30000 540 30000 276 bonus 816 816 1632 2448 3264 3672 4080 4896 1688 1688 1688 1688 1688 1688 1688 1688 844 Quote in % 2504 3320 4136 4952 5360 5768 6584 0,34 0,25 0,20 0,17 0,16 0,15 0,13 VPI-­‐Symposium 7 5712 1688 7400 0,11 8 6720 1960 8680 0,10 8 6528 1688 8216 0,10 27