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Zum Inhalt
Die verwitwete Geertje Folkers ist stolze Besitzerin eines schmucken Eigenheims. Sie hat
darin 45 Jahre mit ihrem Mann gelebt, welcher vor einigen Jahren verstarb. Aufgrund ihres
hohen Alters und auch, damit nach ihrem Tod alles geregelt ist, überschreibt sie das Haus an
ihre Tochter Elfriede und Ihren Schwiegersohn Heinrich; behält aber Wohnrecht auf
Lebenszeit. Als Elfriede und Heinrich für 3 Wochen Urlaub machen, bringen sie Geertje für
diesen Zeitraum in ein Altenheim zur Kurzzeitpflege. Sie reden Geertje ein, dass sie alleine
nicht mehr zurecht kommt und nur dann beruhigt wegfahren können, wenn sie gut
untergebracht ist. Geertje willigt schließlich ein. Als die rüstige Dame jedoch aus der
Seniorenresidenz nach Hause zurückkehrt, erlebt sie eine böse Überraschung. Sie trifft in
ihrem Haus auf Günter Koopmann, der inzwischen Eigentümer des Hauses ist. Geertje stellt
mit Erschrecken fest, dass ihre Tochter das Haus verkauft hat. Insgeheim hat Elfriede schon
mit der Heimleitung einen "festen" Platz für ihre Mutter reserviert. Noch betrübt von dem
Schock, was ihre Kinder ihr angetan haben, muss sie nun kämpfen. Zum einen, um sich gegen
ihre Kinder zu wehren, zum anderen, um Günter Koopmann wieder los zu werden. Für ein
paar Tage lässt sie Günter dann bei sich wohnen. Doch das ist komplizierter als beide dachten.
Mehr und mehr entwickelt sich zwischen den beiden eine Art Hass-Liebe. Aber Günter ist es
letztenendes, der gemeinsam mit Geertjes Enkeln Matilda und Benni einen Plan entwickelt,
wie sie ihren Kindern die Boshaftigkeit heimzahlen kann. Und dann ist da noch Klara Geertjes beste Freundin - die ein Auge auf Günter geworfen hat. Aber das passt Geertje dann
auch wieder nicht so ganz...
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-
Rollen für 4 Frauen und 4 Männer
1 Bühnenbild
www.theaterstücke-online.de
vom Autorenteam:
Bettina Zippel, Sonja Knutzen,
Heiko Allerheiligen, Helmut Schmidt
-
Niederdeutsche Komödie in 3 Akten
www.mein-theaterverl ag.de
Wenn Fro Mozart
mit Herrn Wagner…“
-
4023ND
- VERLAGSVERBAND:
Info-Box
Bestell-Nummer:
4023ND
Mundart:
Niederdeutsch
Komödie:
3 Akte
Spielzeit:
120 Min.
Rollen:
8
Frauen:
4
Männer:
4
Rollensatz:
9 Hefte
Preis Rollensatz
135,00€
Aufführungsgebühr pro Aufführung:
10% der Einnahmen mindestens jedoch
85,00€
theaterverlag-theaters tücke. de -
Bestimmungen:
Unerlaubte Aufführungen, unerlaubtes Abschreiben, Vervi elfältigen, Verleihen der Rollen müss en a l s Ve rs toß gegen da s
Urheberrecht verfolgt werden. Alle Rechte, auch die Übersetzung, Rundfunk Verfi l mung, und Ferns ehübertragung s i nd
vorbeha l ten. Da s Recht der Aufführung ertei l t a us s chl i eßl i ch der Verla g.
1
Elfriede: (folgt ihm sodann, freundlich) Nich verfehren, Herr Koopmann - ik bün dat blots.
(sie hat einen Schlüssel in der Hand)
Günter: Se möten dat Dörnanner hier entschüldigen; ik bün keen 20 mehr, daar dürt dat
Intrecken even sien Tied. Butendem hebb ik keen Versiet verwacht.
Elfriede: Aver Herr Koopmann. Se möten mi doch nix verkloren. Ik will Se ok gor nich
opholen. Daar gifft dat aver noch 2 Saken, de wi to ´n Afsluss kloren möten. (legt den
Schlüssel auf den Tisch) Hier is noch een Slötel; de harr mien Mudder jichenswenher maal
namaken laten.
Elfriede: Maken Se sik man blots keen Gedanken. Bi mien Mudder is de Altersdemenz al
düchtig vöran treden. Se weet doch gor nich, dat se in een Pleegheim is.
Günter: Och, dat is ja gräsig...
Elfriede: Se harr een lang, goot utfüllt Leven.
-
Günter: Na ja, ik frag dorüm, wiel... immerhen hebbt Se seggt, dat Ehr Mudder hier in düt
Huus over 40 Johr lang levt hett. Dat mutt för se nich eenfach sien, wenn se nu weet, dat dat
verköfft warrn is un een ehr heelmaal frömd Minsk in de veer Wanden wohnt, wat se domals
tosamen mit ehr Mann baut hett.
- VERLAGSVERBAND:
Elfriede: Seker doch. In düsse wunnerbor Seniorenresidenz is se bestens ophoven.
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-
Günter: Oh, veelen Dank. - Wo geiht ehr dat denn overhopt - Ehr Mudder? Hett se sik al een
beten inlevt in dat Pleegheim?
-
Günter: (in Alltagskleidung - kariertes Hemd, Cordhose, Puschen - geht etwas genervt nach
hinten, dann öffnet er dort im Flur die Eingangstür) Ja bitte? - Och Se sünd dat! Komen Se
doch rin. (kommt zurück in den Raum)
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1. Szene
(es klingelt an der Haustür)
-
(Wenn der Vorhang sich öffnet, ist Günter damit beschäftigt, Bücher aus einem
Umzugskarton herauszunehmen und diese in ein Regal zu stellen. Es ist Vormittag an einem
Wochentag)
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ERSTER AKT
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vorbeha l ten. Da s Recht der Aufführung ertei l t a us s chl i eßl i ch der Verla g.
2
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-4Elfriede: Äh... ja... wat ik eenlik to ´n End noch mit Se kloren much:
Günter: Ja?
Günter: Fro Maier, dat sünd würklich oll Möbel. Un Antiquitäten sünd ok nich daarunner.
Daar find ik 5000 Euro al bannig hoch ansett.
Günter: Ik ward Ehr dat Geld overwiesen. Ehr Kontoverbindung hebb ik ja. De Bedrag för
dat Huus schull doch al verbucht sien, oder?
Elfriede: Ja, de 180.000 hebbt wi kreegen. (reicht ihm die Hand) Dann hop ik, dat Se sik hier
wohl föhlen un noch een lang Leven in Gesundheit föhren dröven.
Günter: Danke - dat is fründlik. Se un Ehrn Mann ok allns Goode - un bitte - gröten Se Ehr
Mudder vun mi - ok wenn ik se nich kenn.
Elfriede: Ja, ward ik maken. Aver se schall woll blots Bahnhof verstahn. Op Weddersehn,
Herr Koopmann. (abgehend nach hinten)
Günter: Tschüß, Fro Maier. (kurze Pause, dann macht er sich dann wieder an die Arbeit)
2. Szene
-
Elfriede: Ja ja. Äh - bor harrn Se dat nich viellicht just daar?
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Günter: Na goot. Inverstahn. Ik denk dorbi an Ehr Mudder - immerhen weern dat ja Se ehr
Möbel.
-
Elfriede: 4000.
- VERLAGSVERBAND:
Günter: 3500.
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-
Elfriede: Ja, Se hebbt dat vörgüstern ja al seggt. Mien Heinrich un ik hebbt nochmaal
daarover nadocht un muchen Ehr tomoodkomen. Wi sünd ja immerhen keen Unminsken.
Segg wi 4500?
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-
Elfriede: Nu, Se hebbt ja de meesten Möbel vun mien Mudder overnohmen. Un wi weern uns
ja nich so heel over de Pries eenig.
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Günter: Ja? Hebbt Se nich seggt, Ehr Mudder weer erst 75?
3
Günter: (packt gerade ein Bild für die kahlen Wände aus, hält es an eine Wand, sucht dann in
den Kartons nach Werkzeug, findet nichts, da klingelt es abermals an der Tür. Günter schlurft
erneut wütend zur Haustür) Ik wull een ruhig Huus. Een moij, groot RUHIG Huus! (er öffnet,
dort steht Wilhelm Gröhlich. Er hat eine Flasche Sekt dabei, kommt sodann herein)
-5Wilhelm: Moin oll Huus - äh - in ´n dübbelten Sinn. Hähähä... Hest du di al een beten inlevt?
Wilhelm: (grinst) Wenn Du "recht Tied" seggst, meenst Du woll Paus. (Wilhelm schwenkt
die Sektflasche)
Wilhelm: Leider nich Günter, aver de Sektglasen, de mutten in düsse Karton sien. De mit dat
rood X - hebb ik doch sülmst dorup schreeven. Dat is de Karton mit de wichtig Saken. (stellt
die Sektflasche auf den Tisch und geht zu dem Karton, auf dem ein rotes Kreuz gemalt ist,
sucht)
Günter: (ein wenig melancholisch und mehr zu sich selbst) Wenn ik ehrlich bün, deiht mi de
oll Dame leed.
Günter: Dat is dat ja just. Nix weet man vun düsse Fro. De Verkoop vun dit Huus hebbt ehr
Kinner ja regelt.
Wilhelm: Günter, du brükst nu erstmaal een Glas Sekt. Du worst mi to sentimental.(hat
mittlerweile die Flasche geöffnet und schenkt 2 Gläser voll)
Günter: Wor se woll hier in d´ Wohnkamer jümmers seeten hett? Se harr doch seker een
Lieblingsplatz.
Wilhelm: Mi ward bold bang vör di. Nu frei di doch over dien neij Tohuus un maak di keen
Gedanken over Saken, de nich mehr to annern sünd. Off kriggst du tomol koll Föten?
-
Wilhelm: Aver du kennst de doch gor nich.
- VERLAGSVERBAND:
Günter: Na, vun dat Frominske, de vör mi dit Huus hört hett. (er probiert nach und nach die
Sitzmöbel aus)
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-
Wilhelm: Wat is los? - Vun well snackst du? (hat die Gläser gefunden, öffnet die Flasche)
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-
Günter: Man spürt doch jümmers wedder de Handwarker in di, leev Wilhelm. Ik hebb aver
just heel anner Sörgen. Kannst du di viellicht besinnen, in wat för ´n Karton wi dat Warktüch
packt hebben? (schaut auf die vielen Umzugskartons)
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Günter: Wilhelm, DU büst dat. Na ja, oll Mann is ja keen D-Zug. Du kummst just to d´ recht
Tied.
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Günter: Du hest ja recht. Wat kann ik ok dorför, dat Fro Folkers in een Pleegheim muss? Ik
denk blots, viellicht ward ik ok maal Alzheimer kriegen un komm alleen nich mehr trecht. Is
doch schrecklich, nich wohr?!
-6-
3. Szene
Matilda: (hört man sodann schon vor der Tür erfreut reden, bzw. schon fast rufen) Oma,
Oma, ik will Di wat Neijs vertellen… (schließt die Tür auf und kommt freudig herein. Eine
junge flotte Frau in lässiger Kleidung und mit großer Handtasche über der Schulter) Güstern
Avend inne "Zappelbud" hebb ik een kennenlee...
(Günter und Wilhelm schauen erstaunt, weichen zunächst auch einen Schritt zurück)
Matilda: Wesen Se still. Un... un dont Se mi bitte nix. Am besten is dat, Se stellen sik un
geven allns to. (ärgerlich) Verdammt, wor is denn dat blöd Mobildeel? (kramt weiter in der
Tasche, lässt aber auch die Männer nicht aus den Augen)
Günter: Nu maal jümmers langsam mit de jung Peer. Wenn hier jichenswell Fragen stellt,
dann bün ik dat ja woll. Se pultern hier eenfach in mien Huus rin un wüllt mi de Polizei op de
Hals stüren? Um wat geiht dat hier eenlik? Un well sünd Se? Un wieso hebbt Se een Slödel
un sluten eenfach de Döör open?
Matilda: Ehr Huus ? Düt Huus hört Geertje Folkers, mien Grootmudder. Un dat nu al over 40
Johr. Hach endlich - daar is dat. Also, (hat das Handy gefunden, hält es in der Hand) Un nu to
´n lesden Maal: Wor is se?
-
Wilhelm: Dann süchst Du dat also ok? Un ik doch al, ik weer verrückt.
- VERLAGSVERBAND:
Günter: Wilhelm, daar... daar is een jung Fro eenfach so in mien Wohnung rinkomen.
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-
Matilda:(sehr erschrocken, bleibt zunächst "steif" an der Tür stehen) Oh mien Gott. Well
sünd Se un wat... wat hebbt Se mit mien Oma maakt ? (zunächst unsicher, aber dann direkt)
Snacken Se, off schall ik glieks de Schandarms ropen? (kramt in ihrer Handtasche)
Verdammt, wor is denn al wedder dat Handy?
-
Wilhelm: Natürlik Günter. (lacht auch)
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Günter: Prost. Aver wenn de Buddel leddig is, dann söök wi dat Warktüch. (lacht)
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-
Wilhelm: Ja, dat is dat woll - is to ´n Volkskrankheit warrn. Aver nu stöt erstmaal mit mi an
un hör op to mimereeren. Prost, mien leev oll Fründ. Op dien neij Leven as stolt Huusbesitter.
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Wilhelm: Mensch Günter, dat is hier ja just as in ´t Fernsehn.
Günter: Wilhelm bitte! Dat is nich witzig. (dann zu Matilda) So, nu setten Se sik erstmaal
hen un dann snacken wi. Ik will versöken, Ehr allns in Ruh to verkloren. - Hebbt wi noch een
Glas för de jung Fro?
-7-
Matilda: (bleibt zunächst noch stehen, hält ihre Tasche fest an ihre Brust gedrückt) Se glöven
doch nich in ernst, dat ik hier wat drink. Well weet, of daar nich K-O-Drüppen, of anner
Drogen in sünd. "Maak mi willig - ik will Di", of sowat.
Günter: Also, ik faat mi kört. Mien Naam is Günter Koopmann un ik bün de neij
Eegendomer vun dit Huus. Fro Folkers levt siet een poor Weeken in een Pleegheim, wiel se
woll Alzheimer hett.
Matilda: (ungläubig) Aha.
Wilhelm: Un ik bün Wilhelm Gröhlich, Günters best Kumpel, un ik bün ok Umzugs - un
Intreck-Spezialist. Un mit well hebb wi hier dat Vergnögen? Of seggen Se nix ohn Ehr
Anwalt? (zwinkert)
Matilda: (zuerst noch unsicher, seufzt dann, beruhigt sich) Na goot. Ik bün Matilda Maier.
Geertje Folkers is mien Oma. Ik studeer in München un kann se dorüm blots all poor Weeken
besöken. Ik weer nu annerthalf Maant nich hier. Aver wat Se daar seggen, is totol blödsinnig.
Mien Oma is woll männichmaal een beten vergeetsk, aver vun Alzheimer kann keen Red sien
- un freewillig de se ehr eegen Huus ok nie nich opgeven.
Günter: (holt den Vertrag aus der Schublade) Tja, wat schall ik dorto seggen?
-
Matilda: Daar bün ik utnahmswies de glieke Meenung. Ik hör.
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Günter: Dat ward Tied, dat wi se opkloren - un se hett uns ok seker wat to seggen.
-
Wilhelm: Ja, so as wi.
- VERLAGSVERBAND:
Günter: (verärgert) Nu hör aver maal op. Du süchst doch, dat düsse Deern heel dörnanner is.
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Wilhelm: (grinsend) Mensch Günter, dat harr ik Di gor nich totrod. Sowat hest Du in ´t
Huus?! Kannst Du mi dorvun ok maal wat afgeven?
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-
Wilhelm: (will schon in den Kartons nach einem 3. Glas suchen)
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Wilhelm: Oh, nu ward dat spannend.
Günter: (zeigt den Vertrag) Dat hier is de Koopvertrag vun dit Objekt. Hier steiht dat swart
op witt.
Matilda: (lesend) …die oben aufgeführte Wohnung, sowie das darin befindliche Mobiliar, an
Herrn Günter Koopmann... (murmelt die weiteren Sätze) Unterzeichnet: Elfriede Maier.
Wilhelm: (betrachtet sie, lächelnd dann zu Günter) Mi gefallt uns Besöök, Günter. Di ok?
Günter: DU büst ok blots Gast hier!
Matilda: (dann zu Günter barsch) SE aver ok! (ruhiger) Entschüldigung. Dat is mi blots so
rutrutscht. Ik bün so dörnanner. Se hebbt mien Oma sülmst gor nich kennenlert?
Matilda: Ja, dat sünd mien Ollern. Mien Naam is Matilda. (nachdenklich)
Wilhelm: Äh... tja, könnt wi denn noch jichenswat för Se dohn? Ik meen, dat is ja nu maal as
dat is, Fräulein Matilda.
Günter: Aver gern. Leven Se wohl un allns Good för Se.
Matilda: (an der Tür) Oh, dat hört sik an as een Afscheed för jümmers. Aver daar mutt ik Se
leider enttäuschen. Ik denk, wi sehnt uns bold wedder. HEEL bold. Daar bün ik seker. (öffnet
die Tür nach draußen, dort steht...)
- VERLAGSVERBAND:
-
Matilda: (steht wieder auf, stellt das Glas ab) Danke. Ik mutt nu erst na mien Ollern. Denn ik
hebb een Hopen Fragen. (geht zur Tür) Un dorna gah ik na mien Oma; wor ok jümmers de sik
nu opholen mag. Danke för de Sekt.
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-
Günter: Nee. Aver ik speel mit de Gedanke, se bold maal to besöken in ´t Heim. De
Verhandlungen un de Vertrag hebb ik mit Elfriede un Heinrich Maier sloten. Ik gah langsam
dorvan ut, dat dat Ehr...
-
Matilda: Mit mien Mudder hebbt Se een Vertrag sloten?! Un dat hett allns sien Richtigkeit? Ik brük nu doch ´n Sekt. (greift Wilhelm sein Glas aus der Hand, nimmt sich die Sektflasche,
schenkt sich selbst etwas ein und trinkt, lässt sich danach in einen Sessel fallen)
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Günter: Na, wat seggen Se nu ?
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Wilhelm: Ey, ey Sir. Bün al weg! Un wenn düsse beid Teenies nochmaal wat vun Di wüllt,
smiet se eenfach rut. Off töv beter, bit ik trüch bün. (öffnet die Tür zum Flur; dort stehen
Matilda und Benni in einer lautstarken Unterhaltung) Ja, kann ik bitte maal vörbi?! (Tür zu)
Günter: (geht zur Tür, horcht, Matilda und Benni sind gut zu hören, dann laut:) Ja, is hier
bold maal Ruh vör de Döör un gahnt Se nu endlich?! (im Flur wird es stiller. Günter nimmt
sich dann etwas genervt einen Karton und liest die Aufschrift) „Küchenkram“. Nee, daar kann
keen Hamer in sien. (liest die Aufschrift des nächsten Karton) „Belangloses Zeug“. (grinst
verschmitzt, öffnet den Karton, zieht unter ein paar alten Zeitungen Erotikmagazine hervor
und blättert darin. Achten Sie darauf, dass die Titelseiten im Zuschauerraum zu erkennen
sind) Hohoho...
( Es klingelt und klopft)
Günter: (packt das Heft wieder eilig und stellt den Karton „Küchenkram“ wieder darauf)
Günter: (dann ruhiger) Och, ik wull de Döör ja nich mehr open maken. (holt dann süffisant
lächelnd das Erotik-Magazin erneut hervor, setzt sich in einen Sessel, blättert genüsslich
darin; es klingelt und klopft erneut, Günter geht dann sehr verärgert zur Tür, öffnet) Leev
Tied, wat wüllt de Minsken al vun mi? Laat mi doch tofree.
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- VERLAGSVERBAND:
-
(Es klingelt und klopft erneut)
-
Günter: Hebb ik ok so verstahn. Aver wat maken de daar nu in d´ Floor? Warüm gahnt de
nich? - Pass op Wilhelm, ik blick daar nich mehr dör, wat hier eenlik los is un wat de all vun
mi wüllt. (greift in seine Tasche) Hier sünd 50 Euro. Du fohrst nu na „Iesen-Karl“ un besörgst
een neij Zylinderslött. Un dann baust Du de am besten ok glieks in. Well weet, well noch
allns een Slödel hett un düt Huus sien Eegen nömt. Ik hebb daar keen Lüst mehr op.
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5. Szene
Wilhelm: Mensch Günter, dat nöhm ik maal een Optreden. Ik will ja keen Prophet sien,
aver ik glöv meest, dat Fräulein ward in ´t Huus Maier glieks een düchtigen Familienskandal
anzedeln. Un well weer DAT nu wedder vör de Döör? Wat hett düsse Bengel to ehr seggt?
Süsterhart?
-9-
-
Matilda: Benni - Gott, hest Du mi verfehrt. Aver dat is goot, dat Du hier büst. Pass op - hier
geiht just wat vör, dat kann man gor nich glöven. (geht mit ab vor die Tür in den Flur, Tür zu)
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4. Szene
Benni: (...vor der Tür. Benni und Matilda beide erschrocken) Süsterhart.
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Günter: (ironisch) Un Se sünd seker nich hier, um to ´t Intrecken to graduleeren?
Benni: Natürlik nich. (versucht angestrengt amtsdeutsch zu reden) Mien Süster hett mi just in
´n Floor daarover informeert, dat Se woll in de Besitt vun düsse Immobilie langt sünd, de aver
jümmers noch uns Grootmudder Fro Geertje Folkers hört un de düsse ok nich wegen een
angeblich Krankheit veräußern much. Seker liggt dat ok in Ehr Interesse, dör besünnen
Handeln een Konflikt to vermieden, de dordör entstahn kunn.
Günter: (versteht nicht so recht) Leeve Tied. Wo weer dat? Konflikt? Ik hebb keen Konflikt.
Wor schall ik mi DAT denn woll weg holt hebben? Erst lesd Week weer ik bi de
Krebsvörsörg un daar weer allns best op Steh.
Benni: Bitte?
Günter: Un wenn Se vun dit Huus snacken - ik hebb een ördentliken Koopvertrag un dat
Geld dorför is ok al overweesen. Sülmst wenn ik wull, ik kann nu gor nich mehr trüch. Mien
oll Hüürkamer is künnigt, heel to swiegen vun de Arbeid, de ik hier al rinstoppt hebb. Un dat
gifft ok nich de lüttste Grund för dit Theater, dat Se un Ehr Süster hier veranstalten.
Benni: (weiter amtsdeutsch) De för Se unpässlich Umstand bitt wi to entschüldigen un warrn
Se selbstverständlich för de Kosten, de anfullen sünd, entschädigen. Bovendem beden wi Ehr
een Tied vun 14 Dagen an, um sik een neij Unnerkunft to söken.
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Benni: Is al goot, ik hebb Se verstahn: Ik bün Benjamin Maier, Jurastudent ! De Enkelsöhn
vun Fro Folkers. Mien Süster Matilda kennen Se ja al.
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Günter: Mi ok nich. Allerdings hebb ik lert, dat man tövt, bit man rinbeeden ward, un sik ok
tominst vörstellt, wenn man mit de Döör in ´t Huus fallt. Off verwacht ik toveel, wiel Se blots
Singen un Klappen in de School haren ? (barsch) Well sünd Se un wat wüllt Se?
-
Benni: Sporen Se sik Ehr Spröken. Mi is just nich na Humor tomod.
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Günter: Hey, Moment maal. Se könnt doch nich eenfach...
-
6. Szene
Benni: (betritt aufgeregt ohne Aufforderung den Raum, schließt die Tür)
- VERLAGSVERBAND:
Matilda: (in der Außentür hinten zu Benni) Du weest Bescheed, Benni. Ik fohr nu na Oma un
verklor ehr allns. (ab)
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9
8. Szene
Geertje: (kommt herein, zieht einen kleinen Koffer auf Rollen hinter sich her, über den
anderen Arm hat sie eine Handtasche. Sie trägt Mantel, einen Hut, ein schickes Kostüm. Sieht
den Zustand des Zimmers, dann Günter. Sie wirkt aber nicht ängstlich - eher überrascht, dann
deutlich:) Wat maken Se hier in mien Wohnung? Se verswinden hier op de Steh; anners roop
ik de Polizei.
Günter: Oh nee, bitte nich noch een. (holt zügig den Kaufvertrag) Ik bün heel ruhig, ik bün
heel ruhig. - So, nich dat Se denken, ik smiet een Dame as Se eenfach wedder rut. Hier is de
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-
nur ein Beispiel für das Ei. - Ja Mann. (wartet kurz) Ja richtig. Sie verbinden?! Ja wunderbar.
Danke. (geht zum Tisch, schenkt sich mit dem Telefon am Ohr Sekt in ein Glas, trinkt, dann:)
Fro Maier? Elfriede Maier? Ja, hier is Günter Koopmann. Dat is prima, dat Se al wedder
tohuus sünd. Fro Maier, ik much nich unfründelk sien, aver ik krieg hier all man weg Versiet
vun Minsken, de ik gor nich kenn un de mi hier angriepen. Ja, wiel woll nüms daarover
informeert is, dat Ehr Mudder nich mehr hier wohnt. Viellicht sünd Se so good, un kloren all
op, dormit hier bold Ruh herrscht, ja?! (wartet kurz) Ik schall mi nich so anstellen? Kann ja
maal passeeren? Is aver allns op Steh? Hhmm... Moijen Dag noch? Ja, dat wünsch ik Ehr...
Hallo? - Hallo? - Opleggt. (drückt eine Taste zum Beenden, trinkt den Rest aus dem Glas, holt
dann tief Luft, streckt sich) Na dann hop wi maal, dat nu ok würklich allns in Ordnung is, Fro
Maier. Un wieder geiht ´t. (geht in einer Ecke des Zimmers zu einem Karton, holt ein paar
Bücher heraus, dann hört man vor der Tür leicht polternde Geräusche, danach, dass jemand
die Tür aufschließt. Günter hört das, hält inne, eher ängstlich als erschrocken, schaut zur Tür)
*(Ort evtl. ändern)
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7. Szene
Günter: Mann oh Mann, Jurastudent! (schüttelt den Kopf) Nu langt dat hier aver langsam.
(geht wütend zum Telefon, hebt den Hörer ab, will wählen, aber dann fällt ihm ein, dass er die
Nummer nicht kennt, legt wieder auf, fängt an, überall nach einem Telefonbuch zu suchen)
Telefonbook - Telefonbook... hhmmm... harr ik ok, weet ik heel genau. (sucht noch ein
bisschen, findet aber nichts, geht dann erneut zum Telefon, tippt eine Nummer ein, wartet) Ja
Hallo?! Ich hätte gerne eine Nummer in Poppenbüttel*. Der Name ist Maier. Entweder
Heinrich oder Elfriede. Und Maier nicht wie das Hühnerprodukt, und auch nicht wie ay ay
Kapitän, sondern mit "Anton" und "Isodor". Nein NICHT Anton und Isidor Maier, das war
-11-
-
Benni: (öffnet die Tür) Leider weer mien Besöök hier woll nich vun Erfolg krönt. Ik harr op
een anner Ergebnis hopt. Op Weddersehn Herr Koopmann - un dat nich blots as
Spreekwoord. (ab)
- VERLAGSVERBAND:
Günter: Jung, nu is aver bold maal Schluss mit dat Geschwafel. Ik bün hier un ik bliev hier.
So, un nu mutt ik mi um anner Dinge kümmern. (zeigt zur Tür) Daar is de Döör. Un nehmen
Se ditmaal bitte de BUTENDÖÖR! Moijen Dag noch, junger Mann!
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Bestimmungen:
Unerlaubte Aufführungen, unerlaubtes Abschreiben, Vervi elfältigen, Verleihen der Rollen müss en a l s Ve rs toß gegen da s
Urheberrecht verfolgt werden. Alle Rechte, auch die Übersetzung, Rundfunk Verfi l mung, und Ferns ehübertragung s i nd
vorbeha l ten. Da s Recht der Aufführung ertei l t a us s chl i eßl i ch der Verla g.
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Günter: (nun lauter) Ik will nu nix mehr hören. Hier komen na un na Lüüd rin, de behaupten,
dat... (dann überlegt er) Wat hebbt Se daar just seggt? Se un Ehr Mann... dann sünd Se...?
Geertje: Geertje Folkers is mien Naam. Ik weer för een poor Weeken in een Pleegheim to ´n
Körttied-Pleeg, wiel mien Kinner in d´ Urlaub weern. Heelmaal unütt - aver se hebbt meent,
dat ik dann tominst nich för mi koken muss. Nu sünd mien Dochter un Sweegersöhn trüch un
ik bün just mit ´n Taxi hierher na mien Huus fohren warrn. Un nu maken Se endlich, dat Se
hier rutkomen, Herr...
Günter: Koopmann. Günter Koopmann. Bitte bedohren Se sik doch. Ehr Dochter hett mi
allns vertellt. (erinnert sich an die angebliche Demenzerkrankung, geht dann nah an sie heran,
spricht lauter und deutlicher) Geiht Ehr dat denn ok good, Fro Folkers? Schall ik Se wedder
trüch brengen in dat Heim? Hebbt Se sik verlopen?
Geertje: Wat quedeln Se denn daar för ´n dumm Tüch? Un behanneln Se mi nich as een Fro,
de nich all Tassen in d´ Schapp hett. Mi geiht dat wunnerbor; bit op dat Malör, dat hier
jichenswell mien Huus besett. (geht zügig zum Telefon) Dat langt mi nu aver. Ik mutt mi
doch in mien eegen Huus nich mit so ´n unverschamten Keerl as Se dat sünd, afquälen. (tippt
eine Nummer in das Telefon ein)
Günter: Well ok jümmers Se nu anropen wüllt, Fro Folkers - dont Se dat nich un laten Se uns
vernünftig mitnanner snacken.
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-
Geertje: Is ja woll nich to faten, wat Se sik erlauben. Wat schall ik Ehr denn wiesen? Een
Vertrag kann ik nich anbeeden. Mien verstürven Fritz un ik hebbt dit Huus baut - vör over 45
Johr.
-12-
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Günter: Bevör ik dat maak, much ik gern een Bewies för dat, wat Se daar behaupten.
-
Geertje: Ik bün heel seker nich Ehr Gnädigste. Un ik hebb ok keen Lüst, hier noch langer mit
Ehr herum to diskuteeren. Also - packen Se nu Ehrn Kram tosamen, un dann verswinnen Se
ut mien Huus, anners mutt ik Se leider wegen Huusfreedensbrook anzeigen.
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Günter: Dann harr aver seker de Slödel nich passt, Gnädigste.
-
Geertje: (schaut gar nicht genau auf den Vertrag, dann etwas ruhiger) Ik mutt gor nix
verkloren. Fakt is, dat sik dat hier um een Versehn hanneln mutt. Se hebbt seker een anner
Huus köfft un de Huusnummer verwesselt, off wat weet ik?! Sowat kann doch maal
vörkomen in Ehr Oller.
- VERLAGSVERBAND:
Koopvertrag vun düsse Immobilie. (zeigt es ihr) Un Se verkloren mi nu bitte maal, worüm Se
al de darde Person sünd, de dat nich passt.
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Geertje: Ik... ik will dat ja gern glöven. Un langsam ward mi ok eenigs klor.
-13Günter: Dröv ik Se een Glas Sekt inschenken? Dat brengt de Kreislauf wedder in Schwung.
Geertje: (plötzlich wieder barsch) In MIEN Huus ward KEEN Alkohol drunken!
Günter: (ebenso) In MIEN Huus aver woll! (dann ruhiger) Dat hett doch keen Sinn, wenn wi
uns hier tegensiedig anbölken. Ik much blots gern opklort warrn, wat hier eenlik los is.
Geertje: (auch ruhiger) Ja, ik ok. Weeten Se, vörgüstern weer mien Dochter in ´t Heim un
hett de heel Tied dorvun snackt, wo schöön doch düsse Senioren-Residenz is. Un se hett
seggt, se harr mit de Heim-Leiterin snackt un dorum beden, dat ik noch 14 Dag langer daar
blieven schull. Se wullen dit Huus för mi renoveeren. All Kamers neij tapezeeren un sückse
Saken. Un se hett ok seggt, dat ik daarover nadenken schull, viellicht för jümmers daar to
blieven. Ik hebb mien Kinner natürlik nich seggt, dat dat nich in Frag kummt, un bün vörhen
glieks afhauen daar. Un dann is düsse Pleegerin noch luut dat Taxi achteran lopen. - Worüm
blots, hebb ik noch docht.
Günter: Un Se sünd gor nich... na ja... dörnanner, un lieden ok nich an Alzheimer?
Geertje: (barsch) Nu warrn Se man nich unverschamt. Seh ik so ut, as kann ik nich mehr klor
denken? (ruhiger) Natürlik bün ik keen jung Deern mehr un vergeet of un to wat. Se nich? -
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-
Günter: Ik bitt Se; worüm schull ik Se anlegen?
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Geertje: (setzt sich, wirkt traurig) Danke. Is dat würklich wohr, wat Se daar seggen?
-
Günter: (besorgt, geht zu ihr) Setten Se sik. Dat is seker allns een beten veel för Se.
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Geertje: (kann es kaum glauben, lässt den Arm sinken) Wat seggen Se? Mien Dochter hett
Ehr vertellt...? (hält dann zügig den Hörer wieder ans Ohr, weil sich am anderen Ende jemand
meldet) Wat? Ja - äh nee. Entschüldigung, dat hett sik erledigt erstmaal. (drückt eine Taste,
legt den Hörer auf, muss sich an einen Schrank o.a. festhalten)
-
Günter: Na, wo dat hier wiedergahn schall. Ik hebb een rechtmäßig Koopvertrag för dit Huus
afsloten mit Ehr Dochter Elfriede. Se hett mi seggt - un nu entschüldigen Se bitte - dat Se
dement sünd un nu een Platz in dat Pleegheim hebben. För jümmer. Ik hebb sogor all Ehr
Möbels köfft. Aver wenn ik Se so betrachten do...
- VERLAGSVERBAND:
Geertje: Vernünftig snacken, ja?! Ha... worover denn woll? (hält den Hörer am Ohr, wartet)
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Geertje: De se MI ut mien Handtaske klaut hett - nu ward allns klorer. Un ik hebb mi al half
dumm dorna söcht. (süffisant) Aver för Notfälle hebb ik vör ´n poor Weekeb noch een Slödel
namaken laten, vun de mien Kinner nix weeten.
Günter: Un dit Huus - also - hört dat denn würklich noch Ehr?
-14Geertje: Natürlik! Dat heet...
Günter: Na?
Geertje: Dat gifft keen Testament vun mi. Worto ok? Ik hebb ja blots mien Elfriede. Se is
mien eenzig Kind. Wenn ik maal starv, arvt se doch so un so dat Huus.
Günter: Ja dann verstah ik aver nich... wo kunn Ehr Dochter denn...
Geertje: (seufzt) Vör een poor Maant hett Elfriede mi darup ansnackt, dat ja nüms weet, wat
uns de Tokunft brengt un dat se gern klor Verhältnisse hett. Un se hett meent, dat weer beeter,
wenn ik ehr un mien Sweegersöhn dat Huus overschrieven de.
Günter: Un dat hebbt Se ok dohn?
Geertje: Ik hebb mi nix dorbi docht. Se arven dat ja doch jichenswenher.
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-
Günter: Ik hebb dann anropen un muss noch an de sülfge Dag dit Huus besichtigen, wiel dat
Ehepoor Maier verreisen wull. Un wi sünd uns dann gau eenig warrn. Ik hebb up de Steh de
Toslag för dat Huus kreegen un mittlerwiel ok al betahlt. Fro Maier weer vörhen noch hier un
hett mi de lesd Slödel bröcht.
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Geertje: Nich to glöven. Daar weer ik just maal een Dag rut hier.
-
Günter: Dat stunn in d´ Zeitung - vör bummelig 3 Weeken al. Privatverkoop - ohn Makler.
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Geertje: Un nu tomol ward ik hier gewohr, dat mien eegen Dochter ehrn heel speziellen Plan
för mien Leeven al fardig hett. - Seggen Se, wo sünd Se denn op dit Huus komen?
-
Günter: Seker. Entschüldigen Se bitte.
- VERLAGSVERBAND:
Un mien Knaken maken mi ok to schaffen. Man ik hör doch nich in een Pleegheim. Ik komm
noch heel good alleen trecht.
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Günter: Och, so is dat! (kurze Pause)
Geertje: (melancholisch) Afschoven hebbt se mi! Afschoven un utnützt! Verkoopen mien
Huus un wüllt mi na een Körttied-Pleeg in ´t Heim eenfach daar laten. Un snacken mi un
annern in, dat ik nich mehr al Pannen op ´n Dack hebb. Sogor mien Möbels hebbt se verköfft?
Günter: Äh - ja.
Geertje: Mien heel Hab un Good. (muss weinen)
Geertje: (nimmt es) Danke. (trocknet die Tränen)
Günter: Dat deiht mi leed, würklich. Wat maak wi denn nu?
Geertje: (zuckt mit den Schultern, beruhigt sich langsam) Seggen Se, worüm hebbt Se in Ehr
Oller denn noch een Huus köfft?
Günter: Ik hebb johrenlang hürt. Man nu tomol muss ik daar rut. Eegenbedarf. Un in de
Wohnblock weer mi dat ok to luut warrn - ik ward nich junger, ik brük mehr Ruh. Na ja, ik
harr veel Johren düchtig sport, un do doch ik mi - worüm nich wat kopen?! Een eegen Huus
för mi heel alleen. Tja, so is dat dorto komen.
Geertje: Ik verstah. - Wiesen Se mi doch bitte nochmaal de Koopvertrag.
Geertje: (liest) Wat? 180.000 Euro? Dat Huus is veel mehr wert. - Aver wat sall ´t?! Dat is un
blifft een Missverständnis, Herr Koopmann. Deiht mi ok wiss leed, dat Se nu so batz wedder
rut möten hier.
Günter: Moment maal.
- VERLAGSVERBAND:
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Günter: (tut dies)
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Günter: (sieht das, holt ein Taschentuch hervor, reicht es ihr) Hier, bitte.
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Geertje: (deutlich) Gor nix is rechtens! In de Vertrag steiht dütlik in, dat ik Wohnrecht op
Leevenstied hebb.
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Günter: Oh, Fro Folkers. Dann is mien Koopvertrag aver heelmaal rechtens, wiel Se gor nich
mehr de Eegendomer sünd.
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Geertje: Mit de Option, dat IK hier Wohnrecht hebb, solang ik lev.
Günter: Dorvun steiht nix in mien Vertrag.
Geertje: Aver dat steiht in de Vertrag, de ik mit mien Dochter maakt hebb.
Günter: Ja, dat mach sien. Aver DE Vertrag is ja nu ungültig!
Geertje: Ochja? Bün ik al dood? Seh ik so ut?
Geertje: Dat do ik - dorup könnt Se Gift nehmen. Un trotzdem is dit MIEN Huus.
Günter: Mien aver ok! Wor schall ik denn nu ok so gau hen? In mien oll Wohnung trüch
kann ik ja nich mehr.
Geertje: Un in een Hotel?
Günter: Ik slah vör, Se gahnt trüch in dit Heim, bit sik de Situation opklort hett.
Geertje: Düsse Vörslag is mehr as peinlich, Herr... wo weer noch glieks...?
Günter: Koopmann jümmers noch. Viellicht schullen Se nu erstmaal Ehr Dochter anropen.
De is dat ja woll ween, de düsse Katastrophe hier anricht hett.
Geertje: Ja, dat maak ik ok. Aver allns to sien Tied. Dat mutt good overleggt sien. Wenn ik
se nu anroop un se ward gewohr, dat ik wedder hier bün, ward se herkomen, mi in ´t Auto
trecken un trüch in de Residenz "Abendrot" brengen. Un dat laat ik op gor keen Fall to.
-
Geertje: Is ja good - nu warrn Se maal nich luut. Ik bün ja nich schwerhörig.
- VERLAGSVERBAND:
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Günter: Een Hotel? Weeten Se, wat dat kosten deiht? (laut) Un dat seh ik doch ok gor nich
in. Dit Huus is mien! Ik hebb 180.000 Euro dorför betahlt.
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-
Günter: Dat Problem möten Se mit Ehr Dochter opkloren - nich mit mi.
-
Günter: Also, dat seh ik aver gor nich in. Dat Huus hett Ehr doch gor nich mehr hört, ik hebb
dat rechtmäßig köfft un ok dorför betahlt.
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Geertje: Sehnt Se dat doch in. Dat Ganze hier harr gor nich passeeren drövt. Un nu
benehmen Se sik maal as een Gentleman un rühmen hier dat Feld.
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Urheberrecht verfolgt werden. Alle Rechte, auch die Übersetzung, Rundfunk Verfi l mung, und Ferns ehübertragung s i nd
vorbeha l ten. Da s Recht der Aufführung ertei l t a us s chl i eßl i ch der Verla g.
Geertje: Hüüt maak wi am besten gor nix mehr. Ik mutt erstmaal good nadenken. Ik will nich
retour in dat Heim un Se in keen Hotel. Un wenn ik dat ok ungern segg, blifft uns woll nix
anners over, as för een Dag un Nacht dit Huus to deelen.
Günter: Dann... also, Se denken, wi beid schullen hier erstmaal tohoop...?
Günter: Na, DAT nöhm ik Dankbarkeit. Se dörven nich vergeeten, dat Se sik in MIEN Huus
opholen.
Geertje: Dat stimmt nich. SE sünd Gast bi MI! Ik mutt so un so hier unnern blieven, wiel hier
unnern ok de Köken is. Un daar setten SE am besten erst gor keen Foot in. Mannslüüd un
Köken - dat kennt man ja. Un ik ward heel seeker nich Ehrn Dreck wegrühmen.
Geertje: Na, dat haren Se sik so docht. Kummt overhopt nich in Frag. (sieht in einer Ecke
einen CD-Recorder stehen) Wat is dat daar?
-17Günter: Wenn Se nix mit de Oogen hebbt, schullen Se erkennen, dat dat ´n Musikanlag is.
Günter: Klassik. Un zwar Wagner. Un BLOTS Wagner.
Geertje: Ik HASSE Wagner. Un wenn Se een beten Ahnung vun klassisch Musik haren, dann
wüssen Se ok, dat blots Mozart so recht in ´t Hart geiht. Aver wat hebb ik verwacht? Se sünd
even een Mann - wat schall man dorto noch seggen?
- VERLAGSVERBAND:
-
Geertje: Unverschamtheit. Musikalisch sünd Se also ok noch - kiek an. Wat hören Se denn
so?
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-
Günter: Ik schall in mien neij veer Wanden also gor nich erst mien Köken betreden? Ik much
aver noch Avendbrood un ok mörgen fröh will ik een üppig Fröhstück. Un mien best Fründ
kummt glieks trüch - dann wüllt wi een beten Inzug fiern hier un alleen sien.
-
Geertje: (muss lachen) Ik schall in mien eegen Huus op ´n Dackböön overnachten? Bannig
komisch, Herr Koopmann. Butendem hett mien Bandschiev wat tegen de schmal Trappen.
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Günter: Op ´n Dackböön? (bestimmend) Mi weer dat leever, wenn SE hüüt Nacht de
Dackböön nehmen. Mien Knee mach Trappenstiegen gor nich gern.
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Geertje: Ik bün ja keen Unmensch. Ik slah vör, Se trecken för de komend Nacht op de
Dackböön. Is schöön drög daar. Un nu in September is dat ja ok noch nich so kolt.
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Günter: Ja, aver wat maak wi denn nu?
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Bestimmungen:
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Urheberrecht verfolgt werden. Alle Rechte, auch die Übersetzung, Rundfunk Verfi l mung, und Ferns ehübertragung s i nd
vorbeha l ten. Da s Recht der Aufführung ertei l t a us s chl i eßl i ch der Verla g.
Klara: (hat den letzten Satz von Geertje nicht richtig aufgenommen) Angenehm, Klara
Oppermann. Ik bün de best Fründin vun Fro Folkers. Un ik bün Witwe. Blots maal so, darmit
Se bescheed weeten. (Klara ist sichtlich angetan vom stattlichen Günter)
Günter: Aha. Blots maal even - wegen dat "wohnen". Wenn ik dat maal even klorstellen
dörv. Darmit keen Missverständnisse opkomen. Also...
Klara: (dann plötlzich)Wat hest Du seggt, Geertje - DE WOHNT AL BI DI? Du büst aver ok
´n Luder!
Geertje: Klara bitte! - Düsse Keerl behaupt, Eegendomer vun mien Huus to sien.
Klara: Du hest dien Huus verköfft?
-18Geertje: IK heel seker nich! - Darvun kann gor keen Red sien.
Klara: Dann hest Du nu also ´n Hüürmann off een Mitbewohner? Du büst mi aver ok een.
Dat harr ik Di gor nich totrood. Is he so ’n Art Körttied-Pleeg-Kurschatten? Ik glöv, ik schull
mi ok unbedingt maal för ´n poor Weeken in düt Pleegheim opholen. Dat is ja ´n richtigen
Rochen !
Geertje: Klara !
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Günter: Gooden Dag, dörv ik mi vörstellen. Koopmann, Günter Koopmann. (reicht Klara die
Hand)
-
Geertje: Klara, good, dat Du hier büst. Off ik wedder tohuus bün, dat weet ik noch nich
genau. Un - nee, Klara, düsse Person hebb ik heel seker nich mitbröcht för mien Gesellskupp.
De WOHNT hier in mien Huus.
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9. Szene
Klara: (...die Bühne und läuft auf Geertje zu, umarmt sie herzlich. Sie hat eine Schachtel
Pralinen dabei) Hallo Geertje. Hach, is dat schöön, dat du endlich wedder tohuus büst. (sieht
dann Günter) Oh, du hest di Gesellskupp mitbröcht? (schelmisch) Geertje - Geertje - also ik
mutt al seggen... (Klara schaut Günter angenehm überrascht an)
-
(es klopft an der Tür, sodann betritt...)
- VERLAGSVERBAND:
Geertje: Oh nee! IK will SE maal wat seggen:
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Günter: (erbost) Ik will SE maal wat seggen:
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Geertje: Swerhörig viellicht nich, aver ´n beten begriffstutzig.
Klara: Äh, nee, Herr Koopmann... ik hebb ja blots seggt...
Geertje: (direkt) Is GOOD nu, Klara!
Geertje: Dat langt nu, Klara. Dat is allns nich so as du denkst. Dat is so ´n Art Verwesslung.
Geertje: KLARA! Daar is de Gastenkamer un dat Bad, as Du weest - blots to Dien
Information.
-19Günter: (noch vor der Tür) Mi langt dat nu langsam hier. Fro Folkers, kloren Se düsse Fro nu
endlich op! Un worüm hebbt Se mi just de Dackböön anboden, wenn dat doch een
Gastenkamer gifft?! Schöön is dat nicht, Fro Folkers.
Klara: Fro Folkers ? Un SE ? Nu hört doch op mit de Speeleree. Un opklort bün ik ok al lang.
Ik will jo ok gor nich langer stören. Wenn ji beid nu Horido maken wüllt, dann komm ik een
anner Maal wedder.
-
Klara: (fast geschockt) G e e r t j e !!! - Glieks in d´ Slapstuve?! (zeigt auf die
Schlafzimmertür) In ´t Allerheiligste? Du büst aver ok een lütte Flittchen!
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Günter: (geht erbost zur Tür nach links, bleibt dort stehen, als...)
-
Geertje: Oooooh... ik ward hier glieks wahnsinnig. Herr Koopmann - laten Se uns doch bitte
een poor Minüten alleen hier. Gahnt Se in d´... in d´ Slapstuve vun mi ut.
- VERLAGSVERBAND:
Günter: Moment! (zu Geertje) SE kloren düsse Dame nu erstmaal op, dat Se un ik afsluts gor
nix mitnanner hebben. (zu Klara) Un Se seggen mi nu endlich, worna ik roken hebb!
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Klara: Düsse nette Mann schall een Verwesslung sien? Vör Dien best Fründin musst Du Di
doch nich geneeren, Geertje. Wi sünd doch all blots Minsken. Un wenn wi ok keen Teenanger
mehr sünd, so hebb ok wi noch Wünsche un Geföhl. - Is dat nich so, Herr Koopmann? Off
dörv ik Günter seggen?
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-
Klara: Ja doch. - Hier. (überreicht ihr die Pralinen) För Di; de ettst Du doch so gern. (dann
wieder zu Günter) Herr Koopmann; ik hebb nich roken seggt, ik hebb seggt...
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Günter: Wie bitte? Worna hebb ik roken ? Glöven Se man blots nich, dat ik swerhörig bün.
18
Klara: W A T ??? - (eher amüsiert) Dann hett dit Huus nu twee Eegendomer, oder wat?
Geertje: Klara, dat gifft keen Grund, daarover ok noch Witzen to maken.
Klara: Entschüldig Geertje, aver wat Du daar vertellst, is doch lächerlich. Dien Dochter kann
doch nich over dien Kopp weg, dien Hab un Good verschüren. Du hest mi doch vertellt, dat
Di Wohnrecht op Levenstied inrühmt worden is. DAT TELLT! Ok wenn Du dat Huus Dien
Kinner overschreeven hest.
Geertje: Ik weet! Hier geiht dat ja ok blots um de Saak sülmst. Herr Koopmann mut so gau as
möglich wedder verswinnen hier. Aver kannst Du Di vörstellen, wo man sik föhlt, wenn man
gewohr ward, wat de eegen Kinner mit een drieven?
-2011. Szene
Elfriede: (und Heinrich "platzen", ohne anzuklopfen von draußen herein) Mudder, hier büst
du!
Heinrich: Mudder!
-
Klara: Nich to faten! Wat wullt Du denn nu maken?
- VERLAGSVERBAND:
Geertje: Wat weet ik? Man dat krieg ik noch rut. - Herr Koopmann hett vörhen mit mi
snackt, as harr ik nich all Tassen in d´ Schapp. Elfriede hett em woll seggt, ik weer een beten na, dörnanner in d´ Kopp.
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Klara: Oh ja, dat deiht weh. Worüm hett Elfriede dat maakt?
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Geertje: (beruhigt sich) Klara, dat is allns nich so, as Du denkst. Un nu vergeet bitte Dien
schmerig Gedanken un vör allem dat "Horido". Ik hebb keen Horido mit Herrn Koopmann. As ik vör 20 Minüten hier in mien Huus trüchkehrt bün, weer düsse Herr Koopmann al daar.
(traurig und wütend zugleich) Mien leev Dochter Elfriede hett eenfach mien Huus verköfft,
wieldess ik in ´t Heim weer.
-
10. Szene
Klara: (etwas erschrocken) Is ja good - is ja good - keen Opregung.
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Günter: (und Geertje zusammen erbost) Wi wüllt heel seker nich tosamen "HORIDO"
maken! (Günter wütend ab nach links, knallt die Tür)
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Geertje: Ochja? Haren de mi verloren daar? - Ik hebb künnigt daar.
Elfriede: Dat geiht nich Mudder. Hier kannst Du nun nich mehr wohnen.
Geertje: Un off ik dat kann!
Heinrich: (zu Klara) Och, Fro Oppermann. Dat hier is een privat, persönelk Snack. Wenn Se
doch bitte so fründlik weern un...
Elfriede: Genau. Wir wüllt blots dat Best för Di. Wenn Du dat nu ok nich insehn machst,
aver Du kummst ohn Hülp doch gor nich mehr klor.
Geertje: JI HEBBT MIEN HUUS VERKÖFFT! Weet ji overhopt, wat ji mi daar andahn
hebbt?
Elfriede: Daar möten wi Di leider tegensnacken, Mudder. Wi hebbt UNS Huus verköfft. Dat
hört UNS! Al wedder vergeeten, dat Du uns dat overschreeven hest - dat weer vör ungefähr 4
Maant.
Heinrich: Sweegermudder - bitte. Laat doch nu düsse Ironie!
-21Klara: Un schull düsse Vertrag ok tellen, so hett Geertje wohnrecht hier. Bit to ehrn Dood.
Dat haren Se tominst de Kooper mitdeelen musst. So steiht dat in ´t Gesetzbook!
- VERLAGSVERBAND:
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Geertje: (gespielt) Ochja, stimmt. Ik hebb dat woll vergeeten. Aver wenn ik vör 4 Maant ok
al Alzheimer harr, kunn ik denn overhopt so ´n Vertrag unnerschrieven? Viellicht tellt düsse
Vertrag gor nich. Ji weeten doch, wo dörnanner ik bün.
-
Heinrich: Sweegermudder, wi hebbt dat doch blots good meent. In dat Pleegheim büst Du
veel beter unnerbröcht. Daar kümmert man sik um Di.
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Klara: (verschränkt die Arme, selbstsicher) Na dann...
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Geertje: (schnell bestimmend) KLARA blifft! Dat hier is mien Huus un Klara is mien Gast.
Wat ji mi to seggen hebbt, dörv se gern hören.
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Elfriede: Mudder, dat Pleegheim hett uns anropen.
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Geertje: (erschrocken, wie auch Klara, dann erbost) Ji wagen dat noch, mien Huus to
betreden?! Un wieso is de Döör open?
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Unerlaubte Aufführungen, unerlaubtes Abschreiben, Vervi elfältigen, Verleihen der Rollen müss en a l s Ve rs toß gegen da s
Urheberrecht verfolgt werden. Alle Rechte, auch die Übersetzung, Rundfunk Verfi l mung, und Ferns ehübertragung s i nd
vorbeha l ten. Da s Recht der Aufführung ertei l t a us s chl i eßl i ch der Verla g.
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Bestimmungen:
Unerlaubte Aufführungen, unerlaubtes Abschreiben, Vervi elfältigen, Verleihen der Rollen müss en a l s Ve rs toß gegen da s
Urheberrecht verfolgt werden. Alle Rechte, auch die Übersetzung, Rundfunk Verfi l mung, und Ferns ehübertragung s i nd
vorbeha l ten. Da s Recht der Aufführung ertei l t a us s chl i eßl i ch der Verla g.
Elfriede: Mudder, wees nu vernünftig. Wi hebbt mit de Leitung vun dat Pleegheim snackt un
för Di daar nu een fasten Platz op Dürte afmaakt. Dat is blots to Dien Wohl. Un nu wees leev
un komm moij mit uns. Wi fohren Di wedder dorhen. De anner Bewohners vermissen Di al.
Düsse moij, grood Seniorenresidenz, Dien moij neij Bedd daar...
Geertje: Ik gah nich mit frömd Lüüd mit. Un ik brük ok keen Residenz un ok keen neij Bedd
- ik HEBB een Bedd. Wat ik nu brük, is een Glas Sekt.
Heinrich: Sweegermudder, du dörvst keen Alkohol!
Geertje: (trinkt) Wat ik dörv un nich dörv, bestimm jümmers noch IK!
Elfriede: Mudder, du weest wat passeert, wenn du Alkohol drinkst.
Elfriede: Mudder, du versteihst dat allns nich.
Geertje: Wat gifft dat daar to verstahn, wenn man vun sien eegen Fleesch un Blood bedrogen
un belogen ward? Un nu is Schluss mit düsse Diskussion hier! Verlaat op de Steh mien Huus
- SOFORT!
Elfriede: UNS Huus, Mudder!
Geertje: (laut und drohend) R U U T !!!
-22Elfriede: (und Heinrich fluchtartig hinaus, Tür zu)
- VERLAGSVERBAND:
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Heinrich: Genau!
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Geertje: (zu Elfriede und Heinrich) Jo kann dat doch blots Recht sien, wenn ik wegen so ´n
lütte Glas Sekt heelmaal dördreih. Dann könnt ji jo de nächste Schandtat för mi utdenken.
Viellicht entmünnigt ji mi ja nu. Dat weer doch wat.
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Klara: Ja genau. (geht zum Tisch, schenkt ein Glas voll, reicht es Geertje schnell)
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Klara: (spielt mit) Wüllt wohrschienelk Versicherungen verkoopen - off viellicht sünd dat ok
de Zeugen Jehovas. Gräsig!
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Geertje: Alzheimer-Kranke verstahnt heel schlecht, wenn ehr wat verklort ward. Well sünd
Se overhopt? - Klara, weest Du, well düsse Minsken sünd ?
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Elfriede: Gesetz - Gesetz. - Mudder, Heinrich un ik könnt Di dat allns verkloren.
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Klara: (nimmt Geertje in den Arm) Dien Fritz, de ward vun daar boven (Fingerzeig) sien
Fadens trecken un al dorför sörgen, dat Di dat ok in Tokunft good geiht in jo Huus.
Geertje: Och Klara, wenn ik di nich harr.. aver wat maak wi nu mit düssen Koopmann? De
mutt hier doch wedder rut!
Klara: Also, wenn Du MI fragst, dann...
Wilhelm: (von draußen mit Benni zu hören) Hey, wat schall dat? Laten Se mi los.
Benni: (hält ihn jedoch weiter fest) Glöv em keen Woord, Oma. Ik hebb em even op friske
Tat dorbi ertappt, as he mit Warktüch versöcht hett mit Gewalt in Dien Huus intodringen. An
de Schruventrecker möten noch sien Fingerafdrücke to sehn sien. Se deenen und as
Bewiesmiddel. Un nu roop bitte de Schandarms an. Ik ward em hier, wegen dringend
Tatverdacht solang fastholen.
Klara: Also würklich, Geertje. Bi Di geiht dat to as in de best Krimi!
Geertje: (im forschem Ton) Benni, Du hörst nu op! So sücht doch keen Inbreeker ut… un
dann noch an d´ hellichten Dag.
-23-
-
Wilhelm: Genau! Laten Se mi los, ik hebb nix verbroken.
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Geertje: Benni, laat de Mann los!
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13. Szene
Benni: (öffnet die Tür und stößt Wilhelm am Kragen gepackt herein) Se sünd vörläufig, bit to
´t Indrapen vun de Polizei, fastnohmen. Se hebbt dat Recht to swiegen. Allns wat Se seggen
kann un ward…
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Geertje: Ja, dat stimmt. Man üm püreert Eeten un jeeden Avend mit meien neij Fründen
Halma to speelen, dorto bün ik doch wohrhaftig noch to fit. Aver dat eegen Kind rutsmieten is
ok nich eenfach. (wischt sich eine Träne aus dem Auge) Good, dat mien Fritz dat nich mehr
mitbeleven mutt.
-
Klara: Dat weer genau recht. Immerhen wüllt se Di een Jagdschien verpassen un Di in ´n
Seniorenbunker afschuven.
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12. Szene
Geertje: (und Klara allein) Puh, dat ik maal mien eegen Brut ut mien Nüst smieten mutt, harr
ik ok nich docht.
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Geertje: Ik denk nich, dat Herr Gröhlich ´n Anwalt brükt, Benni.
Wilhelm: De Besitter vun dit Huus, Herr Koopmann, hett mi vörhen dorum beeden een neij
Döörslött to kopen um hier keen unbeeden Besökers... weeten Se...
Klara: Unbeeden Besökers. Hör Di dat an, Geertje. Na, dat seggt just de Recht.
Wilhelm: …un daar hebb ik mi docht, wiel ik mit Handwark doch beeter umgahn kann as
Günter, ik kunn dat am besten glieks inbauen.
Benni: So, dat dochen Se also!? Dat Se sik dör Ehr Handlung de Strafbestand vun
Sachbeschädigung, sowie versöcht Huusfreedensbrök schüllig maken, daarover
hebbt Se anschienend aver nich nadocht.
Geertje: Benni, dat langt! Dat is ja woll opensichtlik, dat Herr Gröhlich dat Slött nich in böös
Afsicht uttusken wull. Also hol Di nu trüch!
Wilhelm: Endlich jichenseen, de mi glövt.
Benni: Aver Oma!
Klara: (zu Geertje) Na, ut Benni ward jichenswenher eenmaal een heel besünners flietigen
Anwalt. (dann zu Benni) Aver nu - Pssst ! Anners... (Fingerzeig zur Tür)
Benni: Is ja good, hebb al verstahn ! (stellt sich gekränkt in eine Ecke)
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Benni: Bevör Se wat seggen, much ik Se daar noch op henwiesen, dat Se vörher Ehrn Anwalt
anropen dröven.
-
Klara: Ja nu maal wieder, wi hören.
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Wilhelm: (schaut ungläubig)
-
Geertje: Mi! Un dorbi blifft dat ok !
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Wilhelm: Gröhlich, Wilhelm Gröhlich. (verwirrt) Ehr Huus ? Nee, nee. Dit Huus hört…
-
Geertje: (zu Wilhelm) Un Se vertellen mi nu op de Steh, worüm Se in mien Huus indringen
wüllt, Herr….
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Benni: (lässt in los) Na good, as Du meenst, Oma.
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Wilhelm: Oh, Gott sei Dank. Ik doch al, de Ollske weer ut dat Heim utbüxt un maakt hier nu
Stress.
Geertje: (wird laut) DE OLLSKE wohnt hier jümmers noch un IS de Besitter! Ik lied nich an
Alzheimer un bün ok nich ut dat Heim utbüxt um endlich wedder na Huus to komen. Hebbt
Se dat kapeert, bevör ik hier glieks ´n Tobsuchtanfall krieg?
Wilhelm: Ja, ja… Ik... ik mutt nu ok los. Wenn Se Günter sehnt, dann seggen Se em bitte, he
schall mi anropen. Is de overhopt noch hier oder...?
Klara: Well weet? Viellicht hebb wi de al kolt maakt.
Geertje: Klara - bitte! - (dann zu Wilhelm) Dat is würklich woll beter, wenn Se nu gaht.
Vergeeten Se dat Slött un Ehr Schruventrecker nich.
Wilhelm: (nimmt ängstlich Schloss und Schraubendreher) Ja. Tschüß dann - un... un nix för
Ungood! (zügig ab)
14. Szene
Benni: (kommt wieder vor) Oma, Du kannst düssen Keerl doch nich eenfach lopen laten.
In ´t Strafgesetzbook - Paragraph...
Benni: NORMAAL leven? Wat meenst Du?
Geertje: Nich all Minsken sünd glieks Verbreekers. Düsse Herr daar weer heel opensichtlik
een Fründ vun Koopmann - (belustigt) un harr streeken de Büx vull. (dann ernster zu Benni)
Un bitte snack doch ok maal wedder in een heel natürliken Ton - so as Dien Süster Matilda.
- VERLAGSVERBAND:
-
Geertje: Benni, Dien Studium in all Ehren. Aver Du musst versöken, twüschendör ok
normaal to leven un to denken. Dat gifft ok noch wat anners as Strafen un Paragraphen.
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Geertje: Nee, keen Bang. Ik bün nich de Fro, de vörher hier wohnt hett.
-
Wilhelm: Ääääh, nee, ik meen, Se hebbt seker Utgang vun Ehr neij Tohuus? (guckt verlegen)
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Geertje: ...een lichten Moment ? (stellt sich direkt vor ihm) Wüllt Se dat just seggen?
-
Wilhelm: (zu Geertje) Och, nu verstah ik. Dann sünd Se seker de Fro, de vörher hier wohnt
hett, de an Alzheimer litt. Un nu hebbt Se just een… äääh...
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Klara: Dat ward maal een heel scharpen Hund, Geertje.
-25Geertje: Dat is he ja nu al.
Geertje: (empört) Herr Koopmann, also ik mutt doch bidden!
Klara: Wo geil is DAT denn? (muss lachen)
Benni: Oma, wenn dat Erregung för Di is, dann schullen wi Herrn Koopmann anzeigen
wegen sexueller...
Geertje: BENNI ! Dat reicht nu!
Benni: Ja Oma.
Günter: Deiht mi bannig leed, Fro Folkers. Ik harr Se warnt un hebb doch seggt, dat dat nu
een beten ungünstig is. Ik hebb mi blots in mien - äh - ik meen - in Ehr Bad een beten frisck
maakt.
Geertje: Äh - ja. Na good. Weeten Se, ik hebb nochmaal nadocht un hol dat nu doch för dat
Best, wenn Se mien Huus so flink as dat geiht wedder verlaten. Ik brüük nu Ruh hier - alleen!
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16. Szene
Günter: (kommt langsam von links herein, bleibt aber gleich an der Tür stehen. Er trägt nur
eine lange Unterhose, Oberkörper nackt oder aber Unterhemd. Schämt sich ein wenig)
-
Günter: As Se wüllt!
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Geertje: Ungünstig? SE KOMEN OP DE STEH UT MIEN SLAPSTUVE RUT!
-
15. Szene
Günter: (öffnet die Tür einen Spalt, ruft) Dat is nu een beten ungünstig.
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Geertje: Ochja, Herr Koopmann ward uns am besten doch verlaten. (geht zur Tür nach links,
klopft) Komen Se doch bitte maal her, Herr Koopmann!
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Benni: Na good. Oma, Du letst düssen Dögenich also eenfach dorvun lopen. Ik kann dat nich
glöven. Un wat is mit de Huusbesetter? Wor is de un wat denkst Du, warst Du in düsse
Angelegenheit unnernehmen?
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Günter: Ik verstah dat ja. Aver... ik wüss würklich nich, wor ik nu hen schull. Worüm schall
ik denn nu doch gahn? Un wat is denn mit de Dackböön, de Se mi just noch anboden hebbt?
Geertje: Och, verswinden Se doch eenfach. (wendet sich ab)
Klara: Na hör maal, Geertje. Herr Koopmann kann doch just so minn dorför as Du. (zu
Günter) Nee nee - wenn Se nich weeten, wor Se hen schöllnt de komend Dagen, un bit sik wat
Neijs funden hett, dörven Se gern na mi henkomen un ok bi mi wohnen.
Geertje: Wat schall dat denn heeten? Wat hier vör sik gahn is, hebb IK ja woll nich to
verantworden!
Klara: Nee, aver Du smittst em rut. IK hebb ´n Hart för all dat hier un bün nich so kolt as
Du, Geertje Folkers! - Also, komen Se mit in mien Wohnung, Herr Koopmann?
Geertje: Dat... dat kummt ja overhopt nich in Frag - kummt dat nich! Herr Koopmann geiht
nich mit na Di.
Klara: Och nee?
Klara: So tomol?
Geertje: Ja, so tomol.
Klara: Hör doch op. Du wullt em doch gor nich hier hebben. Herr Koopmann kummt mit na
mi!
- VERLAGSVERBAND:
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Geertje: Nee. Wiel... ja wiel - äh - he nämlich eenlik ok hier wohnen kann. (schnell) Natürlik
blots solang, bit he een neij Wohnung funden hett.
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Klara: Ja worüm denn nich? Is doch een staatschen Mann. Un wenn DU nich trückkomen
weerst, harrst Du em ok nich so ´n Arger maakt.
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Geertje: Na DI? DU wullt Herrn Koopmann in Dien Huus opnehmen?
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Günter: Oh, dat is aver bannig fründl...
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Geertje: Mi deiht dat leed, dat dat allns so passeert is. Bidde verstahnt Se aver, dat dat nich
mien Schuld is.
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Klara: Geertje - wat seggst Du daar?
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Geertje: Herr Koopmann blifft hier!
Günter: Wor um allns in de Welt schall ik denn nu hen?
Klara: Na na mi!
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Benni: Also, wenn ik daar maal wat to seggen dörv. Laut Parapraph...
Klara: (und Geertje im Chor) UN DU BÜST STILL!
Bestimmungen:
Unerlaubte Aufführungen, unerlaubtes Abschreiben, Vervi elfältigen oder Verleihen der Rollen müssen a ls Verstoß
gegen das Urheberrecht verfolgt werden. Alle Rechte, a uch die Übersetzung, Verfilmung, Rundfunk- und
Ferns ehübertragung sind vorbehalten. Das Recht der Aufführung erteilt ausschließlich unser Ve rlag.
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Das ist der 1. Akt als Leseprobe aus dem Theaterstück
“Wenn Fro Mozart mit Herrn Wagner…“ vom Autorenteam.
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Spielzeit 120 Minuten Spieler 8 4w/4m
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Ende 1. Akt
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Benni: Ja doch.
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Geertje: Nee - he blifft hier!
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