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MARIENHAUS
Ausgabe 3 · Juli 2015
Echo
Seit 20 Jahren gibt es in der Trägerschaft weltliche Oberinnen
Bad Neuenahr-Ahrweiler Alterstraumatologisches Zentrum zertifiziert
Neustadt Mitarbeiter verzichten freiwillig aufs Händeschütteln
Marienhaus
2
MARIENHAUS
AUS DEM INHALT
Echo
3/2015
4
Einrichtungsbesuche
Das Beste verwahrt man sich halt immer
bis zum Schluss
21
Bitburg, Marienhaus Klinikum Eifel
Die Neurochirurgie hat mit Dr. Basel Yosef
wieder einen zweiten Belegarzt
5
Dr. Heinz-Jürgen Scheid
„möchte einen ungeschminkten Eindruck
gewinnen“
22
6
20 Jahre weltliche Oberinnen
Das ist eine Aufgabe, für die man sich nicht
bewerben kann – ein Gespräch mit Schwester
M. Basina und Christa Garvert
St. Goar-Oberwesel, Loreley-Kliniken
Neue Chefärztin des Muskuloskeletalen
Zentrums und damit Nachfolgerin von
Dr. Matthias Psczolla wird Privatdozentin
Dr. Anke Steinmetz
24
Menschen im Unternehmen
Natalia Schmalz hat eine besondere emotionale
Beziehung zum Haus
8
Bad Neuenahr-Ahrweiler,
Krankenhaus Maria Hilf
Das Alterstraumatologische Zentrum ist als
erstes in der Region zertifiziert worden
9
Bitburg, Marienhaus Klinikum Eifel
Die Hepatitis-Ambulanz behandelt alle
Patienten, die an einer Chronischen Lebererkrankung leiden
10
Neuwied, Marienhaus Klinikum
St. Elisabeth
Das St. Elisabeth feierte seinen 125. Geburtstag – und macht dem Träger viel Freude
11
St. Goar-Oberwesel, Krankenhaus GmbH
Die Loreley-Kliniken setzen auf Kontinuität
12
Marienhaus Unternehmensgruppe
Beim Chefärztekongress wurde die Sorge
spürbar, dass die kleineren Häuser zunehmend
ausbluten
14
16
Marienhaus Unternehmensgruppe
Junge Menschen aus dem Kosovo absolvieren
in Einrichtungen des Trägers ein Praktikum
Pflegekammer
In Rheinland-Pfalz entsteht die erste Pflegekammer in Deutschland – ein weiterer
Zwischenbericht
17
Hermeskeil, St. Josef-Krankenhaus
135 Jahre im Dienst am kranken Menschen und
damit an den Bruchstellen des Lebens präsent
18
Neunkirchen, Marienhausklinik
St. Josef Kohlhof
Prof. Dr. Otto Schofer ist nach mehr als
22 Jahren als Chefarzt der Kinder- und
Jugendmedizin in den Ruhestand gegangen
20
Neustadt/WeinstraSSe,
Krankenhaus Hetzelstift
No Hand Shake – die Mitarbeiter verzichten
freiwillig aufs Händeschütteln
26
Neustadt/WeinstraSSe, AHPZ
Das Ambulante Hospiz- und Palliativzentrum
will Menschen bis zuletzt ein Leben in Würde
und Selbstbestimmung ermöglichen
27
Kaisersesch, Alten- und Pflegeheim
St. Josef
Drei Generationen einer Familie arbeiten
hier – ihnen liegt die Pflege im Blut
28
Waldbreitbach, Haus St. Antonius
Bewohner waren auch bei der Abschlussveranstaltung des Projektes „Alles im Rahmen!?“
mit dabei
29
Wadern, Marienhausklinik St. Josef
Mit Dr. Günter Zekl ist ein Chirurg alter Prägung
in den Ruhestand gegangen
31
Zentrale Ethik Kommission
Ethische Fragen der medizinischen und pflegerischen Versorgung am Lebensende beleuchtet
32
St. Augustin, St. Franziskus
Seniorenzentrum
Bewohner und Grundschüler gestalteten
gemeinsam Bilder; denn geteilte Bilder sind
doppelte Freude
34
Marienhaus Unternehmensgruppe
Mitarbeiter aus vielen Kliniken demonstrierten
beim Aktionstag „162.000 fehlen“ für eine
bessere Personalausstattung
36
Morbach, Alten- und Pflegeheim St. Anna
Der Gedenkbaum ist ein Ort, um von
Verstorbenen Abschied zu nehmen
46
Bad Breisig, Marienhaus Seniorenzentrum St. Josef
Maria Höhner ist 103 Jahre alt und
beeindruckt durch ihre Fitness
14
24
46
Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 1. Juli 2015.
Titelfoto: Das St. Elisabeth Krankenhaus feriert sein 125-jähriges
Bestehen, Seite 10
MARIENHAUS
wie lernt man diese unsere Trägerschaft
am besten kennen? Indem man die Einrichtungen besucht und das persönliche
Gespräch mit den Verantwortlichen vor
Ort sucht. Das tut Dr. Heinz-Jürgen Scheid
seit Mitte April ganz gezielt; denn er will
sich ein authentisches Bild davon machen, wo die Stärken der Häuser liegen,
aber auch erfahren, wo sie ganz konkret
der Schuh drückt. Bei einem dieser Besuche haben wir ihn und Schwester M. Basina Kloos begleitet. Und auch wenn der
Besuch in der Marienhausklinik Ottweiler
eher einer von der entspannten und harmonischen Sorte war (deshalb ist der Beitrag auch mit Das Beste verwahrt man
sich halt immer bis zum Schluss überschrieben), kamen auch dort in aller Offenheit die Themen auf den Tisch, an denen die Klinik und der Träger vordringlich
arbeiten müssen. – Dazu gehört neben
allen anderen Themen und Problemen
übrigens auch das Wir-Gefühl. Das müsse (wieder) gestärkt werden, denn das
habe den Träger stark gemacht, sagt Dr.
Heinz-Jürgen Scheid, der mittlerweile die
Nachfolge von Schwester M. Basina
Kloos in der Holding-Geschäftsführung
und im Vorsitz der Marienhaus Stiftung
angetreten hat. – Die Lektüre der folgenden Doppelseite legen wir Ihnen besonders ans Herz.
Seit nunmehr 20 Jahren gibt es in der
Trägerschaft weltliche Oberinnen. War
es 1995 noch eine kleine Sensation, dass
eine Ordensgemeinschaft eine weltliche
Mitarbeiterin mit Aufgaben betraute,
die bis dato Ordenschristen vorbehalten
waren, so ist das zumindest in der Marienhaus Unternehmensgruppe mittlerweile selbstverständlich geworden. Wie
es dazu gekommen ist, was die Waldbreitbacher Franziskanerinnen Anfang
der 1990er Jahre auf diese Idee brachte,
warum dieses Experiment auf Anhieb
gelingen musste und warum deshalb für
diese Aufgabe auch nur Christa Garvert
in Frage kam, das hat uns Schwester M.
Basina Kloos, die damals Generaloberin
der Ordensgemeinschaft war, erzählt.
Und Christa Garvert hat sich in unserem
Gespräch auch noch sehr genau daran
erinnert, dass es ihr anfangs schwer ge-
fallen sei, „den Menschen zu erklären,
was ich überhaupt mache“. Ein klares
Profil oder eine klassische Aufgabenbeschreibung gab es damals nämlich noch
nicht. – Das ist heute gänzlich anders.
Das Amt der Krankenhausoberin ist akzeptiert und etabliert. Auch ihr Stellenwert ist ein besonderer; und deshalb ist
es auch eine Aufgabe, für die man sich
nicht bewerben kann. So ist auch unser
Beitrag auf den Seiten 6 und 7 überschrieben.
In den letzten Wochen sind wir aus dem
Feiern gar nicht mehr heraus gekommen.
Das St. Elisabeth-Krankenhaus in Neuwied wurde 125 Jahre alt, das St. JosefKrankenhaus in Hermeskeil feierte sein
135-jähriges Bestehen. Und in Wadern
(das lesen Sie im Horizont) sind die Waldbreitbacher Franziskanerinnen schon seit
150 Jahren tätig – getreu dem Motto der
Ordensgründerin Mutter Rosa: Seid den
Kranken gut! Was von diesen Feier-Tagen
ganz besonders hängen blieb, war, wie
sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
in Neuwied in die Gestaltung des Gottesdienstes mit einbrachten. Die beiden
muslimischen Mitarbeiter, die eine Sure
vortrugen, die jesidische und die mennonitische Mitarbeiterin, die beide ein Gebet sprachen – sie ließen die Vielfalt der
Kulturen in die Liturgie mit einfließen
und erkennen, welch große Vielfalt der
Charismen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums, nein der gesamten Trägerschaft auszeichnen. – Deshalb
haben es Mohamed Afellah und Ramzi
Jebali zusammen mit Dechant Thomas
Darscheid auch auf den Titel dieser Ausgabe geschafft.
Echo
3/2015
gründet. Das ist im Mai zertifiziert worden und sicherlich ein lobenswertes Projekt dazu. Denn damit erleichtert man
dem alten Menschen die postoperative
Behandlung und Rehabilitation. – Lesen
Sie dazu unseren Beitrag auf Seite 8.
Seit Anfang Mai verzichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zumindest
die meisten von ihnen) im Krankenhaus
Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße freiwillig darauf, Patienten, Besuchern
oder auch Kollegen bei der Begrüßung
oder der Verabschiedung die Hand zu
schütteln. Das tun sie nicht, weil sie unhöflich sein wollen oder ihnen das Händeschütteln lästig ist, sondern allein aus
hygienischen Gründen. Denn durch den
Verzicht aufs Händeschütteln wird die
wichtigste Quelle zur Verbreitung von
Bakterien und Viren im Krankenhaus ausgeschaltet. Aus hygienischer Sicht macht
das auf alle Fälle Sinn ist unser Beitrag auf
Seite 20 überschrieben. – Weil sicherlich
niemand in der Trägerschaft dem Händeschütteln den Garaus machen möchte,
haben wir dem Artikel über das No-HandShake Krankenhaus in Neustadt einen
Bericht gegenüber gestellt, der mit einem Hand-Shake Foto bebildert ist. Wie
anders sollte man auch ins Bild setzen,
dass die beiden Neurochirurgen in Bitburg Hand in Hand arbeiten wollen?
Es gäbe noch eine Reihe von Themen,
auf die wir Sie besonders hinweisen
wollten (die Demonstrationen im Rahmen des Aktionstages „162.000 fehlen“
beispielsweise), aber dazu reicht diesmal der Platz leider nicht aus. So bleibt
nur, Ihnen wie immer viel Spaß bei der
Lektüre zu wünschen.
Wenn sich ein junger Mensch ein Bein
bricht, ist das in der Regel kein größeres
Malheur. Bei einem älteren Menschen Ihr
dagegen kann ein vermeintlich einfacher
Beinruch viel gravierendere Folgen haben und schlimmstenfalls dazu führen,
dass der Betroffene seine Selbstständigkeit verliert und zum Pflegefall wird. Darauf haben die Unfallchirurgen und die
Geriater im Krankenhaus Maria Hilf in
Bad Neuenahr-Ahrweiler reagiert und
das Alterstraumatologische Zentrum ge-
3
4
Das Beste verwahrt man sich halt immer bis zum Schluss
Bei seinen Besuchen in den Einrichtungen lernt Dr. Heinz-Jürgen Scheid die Trägerschaft
hautnah kennen – Notizen aus der Marienhausklinik Ottweiler
Ottweiler. Hinter dem Haus liegt eine
längere Durststrecke. Aber die ist, das
unterstreichen auch die neuesten Zahlen, überwunden. Die Marienhausklinik
Ottweiler ist mittlerweile wieder „auf
einem guten Weg“, wie Oberin Christel
Müller gleich zu Beginn des Gespräches
feststellt. Auch die medizinische Ausrichtung stimmt (wieder). Und die Identifikation der Bevölkerung und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem
Haus ist überwältigend. „Auch in den
schwierigen Zeiten haben uns unsere
Mitarbeiter die Stange gehalten“, verteilt Pflegedirektor Lothar Schramm ein
dickes Kompliment. – Schwester M. Basina Kloos und Dr. Heinz-Jürgen Scheid
hören bei ihrem Besuch in der Marienhausklinik Ottweiler Ende Mai viel Positives. Anfangs zumindest.
Hennig Fries, Anna Hofrichter und Heike Zimmer von der MAV hatten sich auf das Gespräch
mit Dr. Heinz-Jürgen Scheid und Schwester M. Basina Kloos gut vorbereitet (von links).
klinik in Ottweiler mit ihren 121 Betten
nicht nur das kleinste Krankenhaus, sondern auch die letzte Klinik, die die beiden
besuchen. – Das Beste verwahrt man sich
Nach Ostern haben die beiden begonnen, halt immer bis zum Schluss, wie der Ärztdie Einrichtungen in der Trägerschaft zu liche Direktor Dr. Martin Bier in seiner bebesuchen. Heinz-Jürgen Scheid, der suk- kannt humorvollen Art formuliert.
zessive die Nachfolge von Schwester M.
Basina antritt, soll und will vor Ort die Auch wenn Ottweiler nur 121 Betten
handelnden Personen kennenlernen und zählt, so ist das Haus doch alles andere als
sich ein Bild davon machen, wo die Stär- ein klassischer Grund- und Regelversorken der Häuser liegen, aber auch erfah- ger, sondern mit seiner Gefäßchirurgie,
ren, wo der Schuh drückt. Deshalb neh- der interventionellen Kardiologie und der
men sich Schwester M. Basina und Dr. Orthopädie und Unfallchirurgie, die neHeinz-Jürgen Scheid auch ausreichend ben der Wirbelsäulen- auch die FußchirZeit für ihre Besuche und sprechen nicht urgie anbietet, hochgradig spezialisiert.
nur mit Direktorium und Chefärzten, son- Und tritt damit den Beweis an, dass auch
dern auch mit der Mitarbeitervertretung. kleinere Häuser erfolgreich sein können,
Während sich die Termine in den Senio- wenn die medizinische Ausrichtung
reneinrichtungen und in denen der Ju- stimmt. Und wenn Kooperation (im Haus
gendhilfe noch bis weit in den Sommer scheint sie gut zu funktionieren, dieser
hinein ziehen werden, ist die Marienhaus- Eindruck zumindest drängt sich auf) kon-
Auch Dr. Joachim Wagner (Orthopädie und Unfallchirurgie), Privatdozent Dr. Patrick MüllerBest (Innere Medizin), Dr. Martin Bier (Anästhesie), Dr. Thomas Frenzel (Interventionelle
Radiologie) und Ute Anton (Gefäßchirurgie) hielten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg
(von links).
Fotos: hf
sequent gelebt wird. Gute Kontakte gibt
es nicht nur zu den Schwesterkliniken in
St. Wendel und Neunkirchen (nicht von
ungefähr fällt in den Gesprächen mehrmals das Stichwort vom Klinikverbund
Saar-Ost), auch die Vernetzung mit dem
Marienhaus Klinikum Saarlouis-Dillingen
ist ausgeprägt.
Eine weitere Besonderheit des Hauses:
Die Marienhausklinik Ottweiler gehört
erst seit wenigen Jahren zur Unternehmensgruppe. Die Marienhaus GmbH
übernahm das damalige Kreiskrankenhaus zusammen mit der Kinderklinik
Kohlhof 2008 von der Klinikgesellschaft
des Landkreises Neunkirchen. Dieser Trägerwechsel war denn auch stark angstbesetzt. Viele Mitarbeiter, so MAV-Vorsitzender Henning Fries, hätten sich
damals Sorgen um ihre ganz persönliche
Zukunft gemacht. Das ist lange überwunden. „Wir sind längst in der Marienhaus-Familie angekommen“, so Pflegedirektor Lothar Schramm.
Aber: Wo viel Licht ist, ist auch genügend Schatten. Auch wenn die OPs baulich top sind und die neu gestaltete Orthopädische Ambulanz gerade fertig
geworden ist, so hat das Haus doch einen großen Sanierungs- und Investitionsstau. Ganz oben auf der Liste steht
der altersschwache Aufzug, der als einziger das dritte Obergeschoss und damit das Herzkatheterlabor anfährt und
dringend saniert werden muss. Dicht
gefolgt von den Patientenzimmern, die
den Charme der 1970er Jahre versprühen
MARIENHAUS
und den heutigen Anforderungen nicht
mehr gerecht werden.
Aber es gibt noch weitere Probleme, die
Direktorium, Mitarbeiter und Chefärzte
Schwester M. Basina und Heinz-Jürgen
Scheid mit Nachdruck vortragen. Von
den Überlegungen und Plänen, in St.
Wendel ein zentrales Labor einzurichten,
das die Marienhausklinik mit versorgt,
hält in Ottweiler niemand etwas. Gerade die Spezialisierung, die das Haus ja
wieder in die Erfolgsspur zurückgeführt
hat, verbiete einen solchen Schritt, argumentieren die Ottweiler unisono. Dieses
Projekt, zitieren wir stellvertretend Henning Fries, „ist uns ein Dorn im Auge“.
Auch die Zusammenarbeit mit dem trägereigenen Dienstleistungsbereich sieht
man in Ottweiler kritisch. (Dass man damit nicht gerade glücklich ist, das hören
Schwester M. Basina und Dr. Scheid übrigens vielerorts). Dass es beispielsweise
sinnvoll sein kann, die im Unternehmen
vorhandenen Kompetenzen in Sachen
EDV und IT zu bündeln, um eine trägerweite IT-Strategie und verbindliche Standards zu entwickeln, will niemand in Abrede stellen. Aber in der Umsetzung
hapert es doch noch sehr. Wobei, und da
bricht Oberin Christel Müller für die ITMitarbeiter eine Lanze, diese sehr flexibel seien und nach wie vor versuchten,
vieles auch Unmögliche möglich zu machen. – Schwester M. Basina und Dr.
Scheid hören hier besonders aufmerksam zu. Schließlich stellt sich am Ende
des Tages die Frage, ob der eingeschlagene Weg immer der richtige ist oder ob es
reicht, an ein paar Stellschrauben zu drehen, damit in der noch jungen GmbH der
Servicegedanke (der Name ist ja eigentlich Programm) stärker zum Tragen
kommt. Ziel ist es ja, dass die Einrichtungen einen Dienstleister an ihrer Seite haben, der ihnen weiterhilft, von dem sie
profitieren können.
Trotz dieser auch kritischen Anmerkungen ist der Besuch in Ottweiler für
Schwester M. Basina und Dr. Scheid eher
einer von der entspannten und harmonischen Sorte. Mancherorts in der Trägerschaft ist die Gemengelage deutlich
schwieriger, sind die Probleme gravierender und die Sorgen größer als in Ottweiler. – All das erfährt Dr. Heinz-Jürgen
Scheid bei seiner Reise durch die Trägerschaft, auf der er sich ein persönliches
Bild machen und die handelnden Personen vor Ort kennenlernen will.
Echo
3/2015
„Ich möchte einen
ungeschminkten Eindruck gewinnen“
Seit März ist Dr. Heinz-Jürgen Scheid nun
Geschäftsführer der Marienhaus Holding
GmbH. In diesen Wochen und Monaten
besucht er zusammen mit Schwester M.
Basina Kloos die Einrichtungen der Trägerschaft, um die Häuser und vor allem
diejenigen kennenzulernen, die dort Verantwortung tragen. – Welche Eindrücke
er dort gewonnen hat, darüber haben wir
uns mit ihm unterhalten.
Sie haben mittlerweile zahlreiche Einrichtungen besucht. Was hat Sie am meisten
beeindruckt?
Scheid: Was mir besonders positiv aufgefallen ist, das ist die Offenheit und die
Herzlichkeit, mit der mich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter willkommen
heißen. Das freut mich sehr; aber es zeigt
vor allem auch, wie sehr sich die Men- stellt und haben dank gezielter Spezialischen in unseren Einrichtungen mit ih- sierung steigende Patientenzahlen. Viele
kleine Häuser im ländlichen Raum dagerem Träger verbunden fühlen.
gen kämpfen schlicht ums Überleben.
Ist das auch eine zentrale Stärke unseres
Unsere Einrichtungen haben einen groUnternehmens?
ßen Investitionsstau. Und weil die FörderScheid: Ganz genau. Unsere Mitarbeite- mittel immer geringer ausfallen, müssen
rinnen und Mitarbeiter machen die Stär- wir die entsprechenden Baumaßnahmen
ke unseres Unternehmens aus. Sie sind zunehmend aus Eigenmitteln finanzieengagiert, haben klare Vorstellungen, wie ren. Deshalb ist es umso wichtiger, dass
sie ihre Einrichtung weiter entwickeln wir die wirtschaftliche Konsolidierung
wollen, und sagen uns deshalb auch deut- der gesamten Unternehmensgruppe zülich, wo sie der Schuh drückt, was wir ver- gig vorantreiben.
bessern müssen und wo sie UnterstütUnd dann kommen eine Vielzahl von
zung durch den Träger erwarten.
hausspezifischen Themen hinzu?
Dann haben Sie also bei diesen Besuchen
Scheid: Das stimmt. Und oft haben dienicht nur Nettigkeiten ausgetauscht?
se Themen dann auch schon eine lange
Scheid: Natürlich nicht. Das hatten wir Geschichte. Aber auch die müssen wir
aber auch im Vorfeld so kommuniziert. sukzessive lösen.
Ich möchte bei diesen Besuchen einen
ungeschminkten Eindruck gewinnen. Ich Können Sie schon ein erstes Resümee Ihmöchte hören, was gut läuft, und eben- rer Besuche ziehen?
so erfahren, was den Verantwortlichen
Scheid: So groß unsere Trägerschaft ist,
Sorgen bereitet.
so vielfältig, bunt und spannend ist sie
Gibt es Themen oder Probleme, die sich auch. Und sie ist es bei allen Schwierigwie ein roter Faden durch die gesamte keiten und Problemen wert, dass wir all
unsere Kraft darauf verwenden, sie weiTrägerschaft ziehen?
ter zu entwickeln und in eine gute ZuScheid: Bisher haben wir überwiegend kunft zu führen. Diesen Erfolg können
Krankenhäuser besucht; deshalb will ich wir nur gemeinsam erzielen. Und desdas auch schwerpunktmäßig auf den Kli- wegen müssen wir auch das Wir-Gefühl
nikbereich beziehen. Ja, es gibt Themen, stärken; denn das hat unseren Träger
die alle gleichermaßen umtreiben. Viele stark gemacht, und stark soll der Träger
Häuser haben sich strategisch gut aufge- auch in Zukunft bleiben.
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6
Das ist eine Aufgabe, für die man sich nicht bewerben kann
Seit 20 Jahren gibt es in der Trägerschaft weltliche Oberinnen –
ein Gespräch mit Schwester M. Basina Kloos und Christa Garvert
Oberwesel. Die Situation war neu und
ungewohnt: Mitschwestern, die für Führungsaufgaben in Frage kamen, gab es
immer weniger; gleichzeitig schritt die
Ökonomisierung im Gesundheitswesen
immer weiter voran. „Wenn wir weiterhin Träger und unserem Auftrag treu
bleiben wollten, dann mussten wir dafür
sorgen, dass es in unseren Einrichtungen
Menschen gibt, die das Evangelium lebendig halten“, beschreibt Schwester M.
Basina Kloos die Gemengelage Anfang
der 1990er Jahre. Damals wurde die Idee
geboren, weltliche Mitarbeiterinnen mit
der Aufgabe der Krankenhausoberin zu
betrauen. Die gesamte Ordensleitung –
Schwester M. Basina war zu dieser Zeit
Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen – und auch die Mitschwestern, die als Krankenhausoberinnen wirkten, für diese Idee zu gewinnen, war nicht
sonderlich schwer, wie sich Schwester M.
Basina erinnert. Das Risiko war ein ganz
anderes: Das Experiment mit einer weltlichen Oberin musste gelingen, und zwar
auf Anhieb.
Über den Dächern von Oberwesel erinnern sich Schwester M. Basina Kloos und Christa Garvert
(links), wie es vor 20 Jahren mit den weltlichen Oberinnen angefangen hat.
auch im Bereich der Organisations- und
Personalentwicklung) erfolgreich mit gestaltet und so zwangsläufig auf sich aufmerksam gemacht hatte. Ein klassisches
Anforderungsprofil habe man nie formuliert, sagt Schwester M. Basina. Man habe
vielmehr Wert darauf gelegt, dass eine
Oberin über eine hohe soziale Kompetenz
verfüge, eine in ihr Leben integrierte SpiriEine ins Leben integrierte Spiritualität
tualität mitbringe und beispielsweise
Deshalb fiel ihre Wahl auch wohl auf mutig sei zu intervenieren, wenn irgendChrista Garvert, die seit 1980 für den Trä- wo im System Krankenhaus Menschen
ger arbeitete, diverse Projekte (gerade aus dem Blick zu geraten drohten. – Dass
zumindest in den Anfangsjahren die weltlichen Oberinnen unverheiratet und kinderlos waren, war deshalb eher zufällig.
Dass sie – bis auf wenige Ausnahmen – allesamt aus dem System kamen und kommen, eher nicht.
„Nehmen Sie die Rolle
und gestalten Sie sie“
Weil es damals kein Profil respektive keine klassische Aufgabenbeschreibung
gab, sei es ihr „anfangs auch schwer gefallen, den Menschen zu erklären, was ich
überhaupt mache“, erinnert sich Christa
Garvert. Die Aufforderung von Schwester M. Basina – „Nehmen Sie die Rolle
und gestalten Sie sie“ – habe zwar gezeigt, wie groß das Vertrauen der Ordensleitung in sie war, habe ihr anfangs
im Alltag aber nicht unbedingt geholfen.
Denn mit einer Ordensfrau als Oberin
hätten die Krankenhäuser ja leben können (vielleicht hatten sie sich auch nur
damit abgefunden, wer weiß), aber einer
weltlichen Oberin seien viele in Neuwied
und Bendorf anfangs doch eher zurückhaltend bis ablehnend begegnet. Aber
mit der Zeit, so erinnert sich Christa Garvert, habe sie sich mit ihren Kollegen im
Direktorium doch zusammengerauft.
(Bei den Mitarbeitern war das in der Re1995 war Christa Garvert die erste weltliche Oberin in der Trägerschaft. Sie übernahm diese gel nicht ganz so schwierig). „Wir haben
Aufgabe damals von Schwester M. Scholastika Theißen (links). Diese ist heute Mitglied im uns halt an unseren Unterschieden entVorstand der Marienhaus Stiftung. Fotos: hf wickelt“, sagt sie und fügt hinzu, dass das
MARIENHAUS
Marienhaus Klinikum ihr in den fünf Jah- gen, wenn man seine Wurzeln kenne
ren, in denen sie dort Oberin war, doch (konkret: Leben, Werk und Intention der
Ordensgründerin Mutter Rosa); denn nur
sehr ans Herz gewachsen sei.
dann könne man auch Zukunft gestalten.
Dass Christa Garvert anschließend in die
Geschäftsführung wechselte, zeigt sicherlich auch, dass das Experiment mit Spiritueller Mehrwert
der weltlichen Oberin gelungen ist. –
Aber das sei nur in Klammern angefügt. 1995 war es (zumindest im Raum der katholischen Krankenhäuser) eine kleine
Sensation, dass eine Ordensgemeinschaft
eine weltliche Mitarbeiterin mit AufgaSie soll die Hände frei
ben betraute, die bis dato Ordenschrishaben für die Menschen
ten vorbehalten waren. Damals war die
Auch wenn es für die Oberin nicht von Skepsis bei vielen OrdensgemeinschafAnfang an eine klare Aufgabenbeschrei- ten groß, erinnert sich Schwester M. Babung gab, so hat Schwester M. Basina sina. „Den spirituellen Mehrwert haben
mit ihrer legendären Formulierung, es viele Gemeinschaften erst viel später ersolle in jedem Direktorium ein Mitglied kannt“, weiß sie. – In der Marienhaus Ungeben, das die Hände frei hat für die ternehmensgruppe gibt es übrigens, seit
Menschen, doch die Richtung eindeutig Schwester M. Esther Rivinius Ende 2013
vorgegeben. Die Oberin solle die Umset- das Marienhaus Klinikum Saarlouis - Dilzung der Unternehmensphilosophie im lingen verlassen hat und Sabine RuppertAlltag vorantreiben und damit den Auf- Fürstos an ihre Stelle getreten ist, nur
trag des Trägers als kirchlicher Stiftung noch weltliche Oberinnen.
wach zu halten versuchen; solle Ansprechpartnerin für Mitarbeiter und Patienten sein; helfen, eine Kooperations- „Das Bild müssen Sie selbst malen“
und Kommunikationskultur aufzubauen;
die verschiedenen Bereiche des Kranken- Auch wenn die Marienhaus Stiftung in
hauses miteinander vernetzen. Kurz ge- der Zwischenzeit das Profil der Krankensagt: Die Oberin solle dafür sorgen, dass hausoberin schriftlich fixiert hat, so ist
Menschlichkeit und Christlichkeit in den die Vielfalt und Spannweite in den PerEinrichtungen nicht unter die Räder kom- sönlichkeiten doch erfreulich und erfrimen, formulierte es vor 20 Jahren das St. schend groß. Jede Oberin füllt ihre AufElisabeth-Forum (wie das Marienhaus- gabe auf ihre je eigene Weise aus und
Echo damals hieß) in seinem Beitrag über setzt dabei sicherlich auch ihre ganz perdie erste weltliche Oberin Christa Gar- sönlichen Akzente und Schwerpunkte.
vert. – Das, so fügt Christa Garvert heute „Mir hat Schwester Basina damals gehinzu, könne im übrigen aber nur gelin- sagt: ‚Wir können Ihnen Leinwand und
Echo
3/2015
Farbe zur Verfügung stellen, das Bild
müssen Sie selbst malen’“, erinnert sich
Christel Müller, als wäre es gestern gewesen. Sie ist die dritte weltliche Oberin
und seit April 1997 im Amt. Bei der Fusion des St. Josef-Krankenhauses Neunkirchen mit der Kinderklinik auf dem Kohlhof und auch bei der Integration des
Krankenhauses Ottweiler in die Trägerschaft hat sie als Oberin eine zentrale
Rolle gespielt. Veränderungsprozesse
anzustoßen, zu begleiten und zu moderieren, gehört halt auch zu ihren vielfältigen Aufgaben.
Vielfalt und Unterschiedlichkeit
Diese Vielfalt und Unterschiedlichkeit in
den Persönlichkeiten der Oberinnen –
„das darf so sein“, bricht Schwester M.
Basina eine Lanze für die weltlichen Oberinnen. Für den Träger ist in erster Linie
entscheidend, dass seine Oberinnen für
Ethik und Werte einstehen, die christliche Kultur im Hause fördern und gestalten, für die Menschen da sind und damit
in den Einrichtungen dem Evangelium
Raum geben.
Weil diese Aufgabe so wichtig ist, ist das
Amt der Oberin auch keines, für das
man sich bewerben kann – nein, man
wird gefragt. Und es wird dieses Amt
auch in Zukunft geben. Allen wirtschaftlichen Zwängen zum Trotz. Schließlich
muss es in den Krankenhäusern jemanden geben, der die Hände frei hat für die
Menschen.
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8
„Damit erleichtern wir dem alten Menschen
die postoperative Behandlung und Rehabilitation“
Krankenhaus Maria Hilf: Das Alterstraumatologische Zentrum
ist als erstes in der Region zertifiziert worden
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wenn ein
jüngerer Mensch sich ein Bein bricht,
dann heilt das in der Regel komplett
aus. Und nur noch eine kleine OP-Narbe
erinnert später an dieses Malheur. Bei
einem älteren Menschen kann ein vermeintlich einfacher Beinbruch viel gravierendere Folgen haben und schlimmstenfalls dazu führen, dass der Betroffene
in seiner Selbstständigkeit massiv eingeschränkt wird oder diese gar verliert
und zum Pflegefall wird. – Darauf haben die Unfallchirurgen und Geriater im
Krankenhaus Maria Hilf reagiert und
das Alterstraumatologische Zentrum
gegründet. Es ist das einzige Zentrum
dieser Art in der Region und ist im Mai
von procum Cert, einer namhaften Zertifizierungsgesellschaft im Gesundheitsund Sozialbereich, nach den Richtlinien
des Bundesverbandes Geriatrie zertifiziert worden.
arbeiten wir Hand in Hand“, sagen Dr.
Reinhard Schneider und Dr. Thomas
Lepping und beschreiben so das Besondere des Alterstraumatologischen Zentrums. Schneider ist Leitender Arzt der
Sektion Unfall- und Gelenkchirurgie in
Bad Neuenahr, Lepping Chefarzt der
Akutgeriatrie und Frührehabilitation.
Diese enge Zusammenarbeit beginnt
schon vor der Operation. Ob ein älterer
Mensch an bestimmten (alterstypischen) Krankheiten litt oder welche Medikamente er regelmäßig einnahm, „das
haben wir zwar registriert, im Vordergrund stand allerdings allein die bestmögliche operative Versorgung“, gibt
Reinhard Schneider offen zu. Das ist zwischenzeitlich anders: Heute werden die
geriatrischen Traumapatienten bereits
bei der Aufnahme gescreent. „Dabei
nehmen wir sein persönliches und soziales Umfeld in den Blick und können so
„Früher haben wir unsere älteren Pati- frühzeitig die Weichen stellen. Damit erenten nacheinander behandelt, heute leichtern wir dem alten Menschen die
postoperative Behandlung und Rehabilitation“, sagt Thomas Lepping.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit
bezieht sich aber nicht nur auf Unfallchirurgen und Geriater, sondern schließt
die Pflegekräfte sowie die Physio- und
Ergotherapeuten von Anfang an mit
ein. „Nur so können wir den besonderen
Bedürfnissen dieser älteren Menschen
gerecht werden“, sagt Thomas Lepping.
Das bestätigt auch Ralf Waldecker, der
Stationsleiter auf der Chirurgie ist und
sich wie seine Kolleginnen und Kollegen
aus der Pflege für diese zusätzlichen
Anforderungen hat schulen lassen. Und
er hat beobachtet, dass diese neue Herangehensweise den Patienten gut tut.
Zweimal pro Woche machen die Unfallchirurgen und Geriater gemeinsam Visite und überzeugen sich davon, welche
Fortschritte ihre Patienten gemacht haben. Hinzu kommt die allwöchentliche
Teambesprechung. „So sind wir immer
nah dran und haben jeden Patienten
unmittelbar im Blick“, betonen Schneider und Lepping unisono. Und während
anfangs der Unfallchirurg das Behandlungsregime führt, nimmt dieses – je
länger der Aufenthalt des Patienten
dauert – zunehmend der Geriater in die
Hand.
Im Herbst letzten Jahres haben Lepping
und Schneider das Alterstraumatologische Zentrum auf den Weg gebracht.
Dass die Zertifizierung schon nach wenigen Monaten gelungen ist, das kommt
nicht von ungefähr: Mit dem Traumatologischen Zentrum, der Akutgeriatrie und
Frührehabilitation sowie der Schmerztherapie in Bad Neuenahr und der Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation in
Burgbrohl verfügt das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler über die erforderlichen Strukturen. Mindestens genauso
entscheidend für den Erfolg des Alterstraumatologischen Zentrums aber
Zweimal pro Woche machen die Unfallchirurgen und Geriater gemeinsam Visite und
überzeugen sich davon, welche Fortschritte ihre Patienten gemacht haben: Dr. Thomas ist, dass die Zusammenarbeit aller BeteiLepping, Chefarzt der Akutgeriatrie und Frührehabilitation, Peter Maas, der Oberarzt der ligten klappt. Und das tut es.
Geriatrie, Dr. Reinhard Schneider, der Leitende Arzt der Sektion Unfall- und Gelenkchirurgie,
Ralf Waldecker, der Stationsleiter Chirurgie, und Krankenschwester Monika Müller (von
rechts). Foto: red
MARIENHAUS
Echo
3/2015
„Hepatitis C ist eine heilbare Krankheit geworden“
Marienhaus Klinikum Eifel: Die Hepatitis-Ambulanz von Dr. Thomas Koch ist die einzige in der
Region und behandelt alle Patienten, die an einer chronischen Lebererkrankung leiden
Bitburg. „Hepatitis C ist eine heilbare
Krankheit geworden“, sagt Dr. Thomas
Koch nicht ohne Genugtuung. Denn
Anfang letzten Jahres sind, so erläutert
es der Chefarzt der Inneren Medizin II
des Marienhaus Klinikums Eifel in Bitburg, neue Medikamente auf den Markt
gekommen, die die Behandlung dieser
tückischen Infektionskrankheit grundlegend verändert haben. Die neuen
Substanzen lassen bei neun von zehn
Patienten die Krankheit ausheilen, sie
haben kaum Nebenwirkungen und sorgen so dafür, dass der Patient auch während der Therapie arbeitsfähig ist. – Dr.
Thomas Koch hat in seiner HepatitisAmbulanz im Bitburger Krankenhaus
seit Herbst 2014 bereits 15 Patientinnen
und Patienten erfolgreich mit den neuen Präparaten behandelt und freut sich,
dass sie wieder ein unbeschwertes Le- Wenn Patienten in seine Hepatitis-Ambulanz kommen, dann führt Dr. Thomas Koch, der
Chefarzt der Inneren Medizin II des Marienhaus Klinikums Eifel in Bitburg, zunächst ein
ben führen können.
ausführliches Anamnesegespräch.
Zwischen 400.000 und 500.000 Menschen in Deutschland, so schätzt man,
leiden an Hepatitis C. Viele wissen nicht
einmal, dass sie infiziert sind, geschweige
denn, wie sie sich infiziert haben. Unbehandelt wird die Krankheit oft chronisch.
Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom
können dann die Folge sein. In den 1980er
Jahren wurde eine Interferontherapie
entwickelt und eingesetzt. Auch wenn
diese kontinuierlich verbessert wurde, so
lag die Erfolgsquote doch teilweise nur
bei 50 Prozent. Und diese Therapie, die bis
zu 48 Wochen dauerte, war mit teilweise
massiven Nebenwirkungen verbunden.
Deshalb, so berichtet Dr. Thomas Koch,
hätten viele Patienten bewusst auf eine
Behandlung mit Interferon verzichtet;
auch Patienten mit langen Leidensgeschichten.
In seiner Ambulanz kann Dr. Thomas
Koch jeden Patienten behandeln, der an
einer chronischen infektiösen Lebererkrankung wie Hepatitis B oder C leidet.
Auch die Behandlung von so genannten
chronischen Autoimmunerkrankungen
ist hier möglich. Was die Patienten mitbringen müssen, ist einzig und allein
eine Überweisung ihres behandelnden
Internisten. Die Therapie wird ganz individuell auf den Patienten zugeschnitten
und ist unter anderem abhängig vom
Typ des Virus (Genotyp), der Menge der
im Körper befindlichen Viren, dem Ausmaß des bisher eingetretenen Leberschadens und der Frage, ob und wie die
Krankheit bisher behandelt worden ist.
Das ausführliche Anamnesegespräch
wird durch Blut- und Ultraschalluntersuchungen ergänzt und abgerundet.
Die neue medikamentöse Therapie dauert dann, so rechnet Koch vor, im Normalfall zwölf Wochen. Nur in sehr seltenen Fällen muss weitere 24 Wochen
behandelt werden; und weitere drei
Monate später ist klar, ob die Therapie
angeschlagen hat und erfolgreich war.
Bei den allermeisten Patienten ist das
der Fall. Deshalb sagt Dr. Thomas Koch
(siehe
oben) ja auch: „Hepatitis C ist
Auch mit einer Ultraschalluntersuchung verschafft sich Dr. Thomas Koch ein Bild vom
eine
heilbare
Krankheit geworden“.
Zustand der Leber. Fotos: hf
9
10
Das Geburtstagskind macht dem Träger viel Freude
Neuwied: Sein 125-jähriges Bestehen feierte das St. ElisabethKrankenhaus mit einem Sommerfest
Dechant Thomas Darscheid (rechts) hört andächtig Ramzi Jebali
(links) und Mohamed Afellah zu, als diese eine Sure vortrugen.
Neuwied. Das Geburtstagskind mache
dem Träger viel Freude, sei „ein Flaggschiff unserer Unternehmensgruppe und
unverzichtbar für die medizinische Versorgung der Menschen“ aus Neuwied
und der gesamten Region, betonte Dr.
Heinz-Jürgen Scheid in seiner kurzen Ansprache. Er wünsche dem Klinikum, so
der Holding-Geschäftsführer, dass es
auch in Zukunft seinen Patienten gleichermaßen Spitzenmedizin wie gute
pflegerische und menschliche Betreuung
biete; sich den Status des Flaggschiffes
erhalte; und immer „unsere Wurzeln im
Blick behalte“.
Ansprachen, Grußworte und Glückwünsche zum runden Geburtstag
wurden noch in der Kirche gehalten.
Elisabeth-Krankenhaus in Neuwied –
seit 2003 ist es Teil des Marienhaus Klinikums Bendorf - Neuwied - Waldbreitbach – Ende Juni die Feierlichkeiten
anlässlich seines 125. Geburtstages einläutete. So war es beeindruckend zu sehen, wie sich die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in die Gestaltung des Gottesdienstes mit einbrachten. Die beiden
muslimischen Mitarbeiter, die eine Sure
vortrugen, die jesidische und die mennonitische Mitarbeiterin, die beide ein
Gebet sprachen – sie ließen die Vielfalt
der Kulturen in die Liturgie mit einfließen. Und auch der Marienhaus Chor
und all diejenigen, die eine Fürbitte vorWie dies geschehen kann, wurde im trugen, ließen erkennen, welch große
Gottesdienst deutlich, mit dem das St. Vielfalt der Charismen die Mitarbeite-
Auch wenn sich die Sonne nicht so recht blicken ließ: Cocktails
schmecken immer.
rinnen und Mitarbeiter des Klinikums
auszeichnen.
So zeigte sich auch Schwester Edith-Maria Magar, die Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, in ihrer
Predigt überzeugt, dass die Chance des
christlichen Krankenhauses darin bestehe, „bei aller Ressourcenknappheit heilvolle Alternativen und Wege aufzuzeigen und Orte zu schaffen, die dem Leben
dienen.“ – Und da vertraut die Ordensgemeinschaft, die sich vor vier Jahren aus
der Trägerschaft verabschiedet hat, darauf, „dass wir in Ihnen, verehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gute Erben
haben.“
Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichthentäler, die dem Haus
auch persönlich sehr verbunden ist, überbrachte die Glückwünsche
der Landesregierung. Fotos: hf
MARIENHAUS
Echo
3/2015
Die Loreley-Kliniken setzen auf Kontinuität
Lejla Salihagic und Marion Christian haben die Geschäftsführung übernommen
– Dank der Gesellschafter an die Mitarbeiter
Wenn Dr. Matthias Psczolla (3. von rechts) Ende Juni in den Ruhestand geht, dann übernehmen Lejla Salihagic (2. von links) und Marion
Christian (2. von rechts) die Geschäftsführung der Krankenhaus GmbH St. Goar-Oberwesel. Unser Bild zeigt sie zusammen mit den
Gesellschaftervertretern Schwester M. Basina Kloos (3. von links), Christa Garvert (links) und Jürgen Port (rechts). Foto: hf
Herausgeber:
Marienhaus HOLDING GmbH
St. Goar-Oberwesel. Seit Anfang Juli hat
die Krankenhaus GmbH St. Goar-Oberwesel eine neue Führungsspitze. Lejla
Salihagic und Marion Christian haben
von Dr. Matthias Psczolla die Geschäftsführung für die Loreley-Kliniken St.
Goar-Oberwesel und das Loreley-Seniorenzentrum in Oberwesel übernommen. Psczolla ist zur Jahresmitte leider,
wie es Schwester M. Basina Kloos für die
Gesellschafter betonte, in den Ruhestand
gegangen. Mit dem neuen Führungsduo
setzen die Gesellschafter, wie sie bei der
Mitarbeiter-Informationsveranstaltung
Mitte Mai betonten, bewusst auf Kontinuität. Lejla Salihagic nimmt seit Herbst
2010 die Kaufmännische Leitung der Einrichtungen in St. Goar und Oberwesel
wahr, Marion Christian ist bereits seit 16
Jahren als Pflegedirektorin hier tätig.
Redaktion:Heribert Frieling (Leitung)
Anja Loudovici
Andrea Schulze
Franziska Sprenger
Layout:Danuta Laude
Anne Orthen
Druck:Heinrich Lauck GmbH,
Flörsheim am Main
Anzeigen:Schäfer Medienberatung, Konz
Telefon 06501 6086314
[email protected]
Die Berufung von Matthias Psczolla in
die Gesellschafterrunde (er wird hier die
Marienhaus Unternehmensgruppe vertreten) ist ein weiteres Signal, dass die
Loreley-Kliniken ihre überaus positive
Entwicklung fortsetzen wollen. Und mit
deren Entwicklung sind die Gesellschafter mehr als zufrieden. Schwester M. Basina Kloos dankte den Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern ausdrücklich „für ihre
tolle Arbeit und ihren täglichen Einsatz“.
Impressum
MARIENHAUS
Echo 3/2015
Die Mitarbeiterzeitung der
Marienhaus Unternehmensgruppe
Margaretha-Flesch-Straße 5
56588 Waldbreitbach
Telefon:02638 925-140
Telefax:02638 925-142
E-Mail:[email protected]
marienhaus.de
Internet:www.marienhaus.de
Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier
Lejla Salihagic und Marion Christian nehmen die Geschäftsführung gemeinsam
wahr, Sprecherin ist Lejla Salihagic. Beide
werden operativ und strategisch arbeiten (die Weiterentwicklung der Medizinstrategie und die Realisierung der EinStandort-Lösung stehen auf der Agenda
oben an) und übernehmen, so skizzierte
es Schwester M. Basina Kloos, zusätzliche Aufgaben. Marion Christian beispielsweise die der Krankenhausoberin
und der Heimleiterin des Seniorenzentrums. Ursula Lehnen, die diese Positionen 13 Jahre lang ausgefüllt hatte, hat
St. Goar und Oberwesel verlassen und
wird in der Marienhaus Unternehmensgruppe im Bereich Fort- und Weiterbildung neue Aufgaben übernehmen, so
Schwester M. Basina. – Die Stelle der
Pflegedienstleitung im Seniorenzentrum
wird neu besetzt werden.
Eine Frage, die Mitte Mai noch nicht
beantwortet werden konnte, ist zwischenzeitlich geklärt. Nachfolger von
Dr. Matthias Psczolla als Chefarzt des
Muskuloskeletalen Zentrums wird Privatdozentin Dr. Anke Steinmetz. Sie
kommt von der Universität in Halle. In
der dortigen Orthopädischen Klinik hat
sie eine eigene Sektion für Konservative
Orthopädie und Muskuloskeletale Medizin geführt. – Lesen Sie dazu unseren
Beitrag auf Seite 22 dieser Ausgabe.
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Sorge, dass die kleineren Häuser zunehmend ausbluten
Der Chefärztekongress diskutierte mit hochkarätigen Gästen über Qualitätsvorgaben zur
Krankenhausplanung – Raum auch für trägerinterne Informationen und Diskussion
Waldbreitbach. Mit dem diesjährigen,
dem mittlerweile 7. Chefärztekongress
schlugen die Verantwortlichen neue
Wege ein. Für den Vormittag hatten sie
hochkarätige Gäste eingeladen: Dr. Regina Klakow-Franck vom Gemeinsamen
Bundesausschuss (G-BA), Dr. Irmgard
Stippler, die Vorstandsvorsitzende der
AOK Rheinland-Pfalz / Saarland, und
Staatssekretär David Langner aus dem
Mainzer Gesundheitsministerium waren
gekommen, um über Qualitätsvorgaben
zur Krankenhausplanung zu referieren
und über deren Chancen und Risiken mit
den Chef- und Leitenden Ärzten aus der
gesamten Trägerschaft (erstmals mit dabei auch die Vertreter aus dem Katholischen Klinikum Mainz) zu diskutieren.
Das taten sie Mitte April im Forum Antoniuskirche auf dem Waldbreitbacher
Klosterberg. Hierhin kehrte der Chefärztekongress, der die letzten Male auf dem
RheinAhrCampus in Remagen stattgefunden hatte, nunmehr zurück.
David Langner unterstrich in seinem
Statement, dass Rheinland-Pfalz über
eine hochwertige Gesundheitsversorgung verfüge. Gleichwohl, so der Staatssekretär, brauche es gezielter Maßnahmen der Qualitätssicherung. Es müsse
allerdings gewährleistet sein, dass der
bürokratische Aufwand für die Kliniken
vertretbar sei und die notwendigen
Maßnahmen auch bezahlbar blieben.
Dr. Regina Klakow-Franck vom G-BA im Gespräch mit Privatdozent Dr. Luciano Pizzulli
(Mitte), dem Chefarzt der Kardiologie im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn und dem
Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler, und Prokurist Dr. Michael Masanneck.
dem Gemeinsamen Bundesausschuss angehört, hat die Idee des Qualitätswettbewerbes durch den Koalitionsvertrag 2013
eine Renaissance erfahren. Qualitätszubzw. -abschläge sollten helfen, dieses Ziel
zu erreichen. Nur: Die Qualitätsvorgaben
des G-BA könnten die Struktur- und Finanzierungsprobleme der Krankenhäuser
nicht hinreichend lösen. Für KlakowFranck sind deshalb auch der Strukturfonds und der Abbau des Investitionskostenstaus unerlässlich. Weiterhin plädierte
sie für die Weiterentwicklung des DRGSystems.
Für die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
Nach den Worten von Dr. Regina Klakow- ist eine flächendeckend hohe Qualität
Franck, die als unparteiisches Mitglied der medizinischen Versorgung ein wich-
Staatssekretär David Langner (links) und Geschäftsführer Dr. Günter Merschbächer bestritten gemeinsam die Diskussion in einem Forum. Rechts im Bild Moderator Georg Beule.
tiges Ziel. Und das natürlich, so die Vorstandsvorsitzende Dr. Irmgard Stippler,
zu vernünftigen Preisen. Und: Die AOK
will als Partner eine qualitätsorientierte
und bedarfsgerechte Versorgung im
Lande aktiv mit gestalten.
Was heißt das konkret für die Kliniken
der Marienhaus Unternehmensgruppe?
Wie sollen gerade kleinere Krankenhäuser im ländlichen Raum angesichts von
beispielsweise Mindestmengen, der Forderung nach weiterer Spezialisierung
und gleichzeitig wachsenden Schwierigkeiten, ärztliche Mitarbeiter zu gewinnen, dauerhaft bestehen können? Wenn
weiterhin der Gesetzgeber in Berlin
auch noch fordert, dass Qualität bei der
Krankenhausplanung eine größere Rolle
spielen müsse und gute Leistungen besonders vergütet werden müssten? –
Das waren die Fragen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend
in drei Foren mit den Referenten diskutierten. Die durchgängig geäußerte Sorge: Die kleineren Häuser sind personell
am Limit und bluten zunehmend aus.
Wenn sie dauerhaft erhalten bleiben
sollen, so müssen sie aus dem Strukturfonds Unterstützung erhalten. Zumindest ein klein wenig Hoffnung machte
Irmgard Stippler den Teilnehmern mit
dem Hinweis, Krankenhäuser und Kostenträger säßen im gleichen Boot, wenn
und weil es um die Versorgung der Patienten ginge.
MARIENHAUS
Der Nachmittag des Chefärztekongresses war internen Themen gewidmet. So
gingen Schwester M. Basina Kloos und
Dr. Heinz-Jürgen Scheid – er nahm erstmals in seiner Rolle als Geschäftsführer
der Marienhaus Holding GmbH an der
Veranstaltung teil – auf die schwierige
wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe ein und betonten, dass alles getan werden müsse, damit 2015
wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werde. Das sei um so wichtiger, als
gerade auch im Klinikbereich eine Vielzahl von größeren Investitionen gestemmt werden müsse: so der Neubau
des Bettenhauses in Neustadt an der
Weinstraße und des OP-Traktes in Saarlouis oder die Sanierung des alten Bettenhauses in Neuwied und des OP-Traktes in Bitburg. Gleichzeitig gelte es, so
Schwester M. Basina Kloos und Dr. HeinzJürgen Scheid, zeitnahe Lösungen für
akute Baustellen oder Problemfälle im
Unternehmen zu finden. Deshalb wird
beispielsweise auch ein Berater-Team
aufgebaut, das bei der Entwicklung von
lokalen oder regionalen Medizinstrategien oder sektorenübergreifenden Versorgungskonzepten helfen soll.
Echo
3/2015
Der diesjährige Chefärztekongress fand wieder im Forum Antoniuskirche auf dem Waldbreitbacher Klosterberg statt. Fotos: hf
Mit der Entwicklung der Belegungszahlen im ersten Quartal 2015 zeigten sich
die Geschäftsführer der Marienhaus Kliniken GmbH zufrieden. Weniger zufrieden sind sie allerdings damit, dass drei
von vier Patienten, die zur Weiterbehandlung verlegt werden müssen, in
eine Klinik überwiesen werden, die nicht
zum Träger gehört. Hier gelte es, Strate-
gien zu entwickeln, um die im Träger
zweifellos vorhandenen Kompetenzen
besser zu nutzen.
So bleibt auch in Zukunft eine Menge
zu tun. – Allein schon deshalb war es
gut, dass es nach einem Jahr Pause wieder einen Chefärztekongress gab.
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13
14
„Abwarten, ob es irgendwann besser wird, reicht nicht“
Im Rahmen eines Pilotprojekts arbeiten Praktikantinnen und Praktikanten
aus dem Kosovo in Einrichtungen der Marienhaus Unternehmensgruppe
Neustadt/Wied (fs). „Es ist reine Augenwischerei, wenn heute jemand in der Altenpflege behauptet, dass es kein Fachkräfteproblem gibt.“ Bernard Stammer,
der Heimleiter des Alten- und Pflegeheims St. Josefshaus in Neustadt/Wied,
sieht schwere Zeiten auf die Pflege in
Deutschland zukommen. Dass er die Situation realistisch einschätzt, zeigt sich
allein in den Zahlen, die die rund 30 Senioreneinrichtungen der Marienhaus Unternehmensgruppe verzeichnen: Der Altersdurchschnitt der Pflegekräfte liegt
bei knapp 46, viele der Beschäftigten
werden in fünf bis sechs Jahren in Rente
gehen. Gleichzeitig rücken kaum junge
Kollegen nach: „Es ist schwer, gute qualifizierte Auszubildende zu gewinnen, die
sich langfristig für den Beruf begeistern“,
so Personalreferent Andreas Nietzel.
Um hier eine Lösung zu finden, ist Kreativität gefragt. Das Image der Altenpflege
lässt sich kurzfristig nicht verbessern,
der demografische Wandel nicht verhindern. „Abwarten, ob es irgendwann besser wird, reicht nicht“, betont Stammer.
Darum hat er sich auch nicht lang bitten
lassen, als Nietzel ihm vorschlug, an einem Pilotprojekt teilzunehmen, mit dem
der Träger Fachkräfte aus dem Ausland
gewinnen will. Und so machen seit Mitte
Mai zwei junge Frauen aus dem Kosovo
in seiner Einrichtung ein Praktikum. Sie
sind Studentinnen der QEAP Heimerer
Hochschule in der Hauptstadt Prishtina
und studieren dort Pflege. Marigona
Kastrati macht im September ihren Abschluss, ihre Kommilitonin Ardita Bllaca
hat vor ein paar Monaten begonnen. Beide wollten die Altenpflege im Ausland
kennenlernen und dort arbeiten.
Die Chance dazu verdanken sie in erster
Linie Blerim Hetemi. Der Pflegedirektor
des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler stammt aus dem Kosovo und ist
Lehrbeauftragter der QEAP Heimerer
Hochschule. Die Kooperation der Schule
mit dem Träger hat er aufgebaut, um für
motivierte Menschen aus dem Kosovo
Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Ende
2014 hat Nietzel gemeinsam mit ihm und
Geschäftsführer Bernd Wienczierz vor
Ort aus 30 Bewerbern zwölf junge Frauen
und Männer für ein Pflegepraktikum ausgewählt. Sie sind neben dem St. Josefshaus auch in Senioreneinrichtungen in
Unkel, Ochtendung und in zwei Einrichtungen in Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie
im Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler beschäftigt. „Auswahlkriterien waren
zunächst der erste Eindruck und die
Deutschkenntnisse der Bewerber“, berichtet Nietzel. Viele Kosovaren sprechen
ein wenig bis fließend Deutsch, manche
Die Erfahrungen der Praktikantinnen Marigona Kastrati (3. von links) und Ardita Bllaca (2.
von rechts) im Träger sind so positiv, dass beide bereit sind, dauerhaft hier zu arbeiten.
Gemeinsam mit Andreas Nietzel (2. von links) und Tanja Meurer (links) von der Marienhaus
Senioreneinrichtungen GmbH und dem Leitungsteam des Alten- und Pflegeheims St.
Josefshaus in Neustadt/Wied Bernard Stammer und Karla Meirich besprechen sie die
nächsten Schritte. Foto: fs
sind in ihrer Kindheit während des Kosovo-Krieges im deutschsprachigen Raum
zur Schule gegangen. „Ohne Sprachkenntnisse geht es nicht“, betont Nietzel.
Für eine gute Zusammenarbeit müsse
man sich gegenseitig verstehen.
„Wir sind verblüfft, wie schnell die Bewohner Marigona Kastrati und Ardita
Bllaca ins Herz geschlossen haben,
selbst die, die sonst oft abweisend sind“,
so Stammer. Dass die beiden gut
Deutsch sprechen, hat damit erst in
zweiter Linie zu tun. Es ist ihre Art, die
ihnen alle Türen öffnet. „Sie gehen offen auf andere zu, urteilen nicht vorschnell und zeigen großes Interesse an
fachlichen Themen“, freut sich Pflegedienstleiterin Karla Meirich.
„Wenn das Projekt weiter gut läuft“, erklärt Andreas Nietzel, „haben wir eine
klassische Win-win-Situation“. Im Kosovo
wollen viele junge Leute in der Pflege arbeiten, Arbeitsplätze sind allerdings rar.
Für Kastrati und Bllaca bedeutet Deutschland also eine gute Alternative. Ihre Erfahrungen im Träger sind so positiv, dass
beide ihre Heimat dauerhaft verlassen
wollen. Wenn alles in trockenen Tüchern
ist, würden auch ihre Familien mitkommen. „Uns ist klar, dass Familien zusammen gehören“, so Nietzel. Darum werde
der Träger auch versuchen, den Partnern
Perspektiven zu ermöglichen.
Die Praktikantinnen als feste Mitarbeiterinnen zu gewinnen, wäre für das St. Josefshaus ein Glücksfall. „Sie sind erst wenige Wochen hier, aber wir würden sie
am liebsten gar nicht mehr gehen lassen“, so Stammer. Seinen Kollegen aus
dem Pilotprojekt ginge es ähnlich, bestätigt Sonja Meurer. Sie ist Trainee in der
Abteilung von Andreas Nietzel und koordiniert das Projekt mit der Hochschule
und vor allem mit den Behörden. Die bürokratischen Hürden sind dabei die
höchsten. Kosovo gehört nicht zur Europäischen Union, ausländische Fachkräfte
brauchen Visa, eine Aufenthalts- und
Arbeitserlaubnis und eine Anerkennung
ihrer Ausbildung. Da die Pflege aber in
Deutschland zur Gruppe der Mangelberufe gehört, hat das Projekt durchaus
gute Aussichten auf Erfolg.
MARIENHAUS
Echo
3/2015
Ambulantes Hospiz Neuwied:
14. Hospizkooperation unterzeichnet
Ambulantes Hospiz Neuwied: Kooperationsvertrag mit den Seniorenzentren
St. Suitbertus Rheinbrohl und St. Elisabeth Bad Hönningen geschlossen
Bad Hönningen (al). Das Ambulante Hospiz Neuwied stellte Ende Juni seine 14.
Kooperation mit einer Einrichtung der
Altenhilfe auf vertragliche Füße: Die Seniorenzentren St. Suitbertus Rheinbrohl
und St. Elisabeth Bad Hönningen zählen
nun ebenfalls zu den Kooperationspartnern des Neuwieder Hospizes. In einer
kleinen Feierstunde unterschrieb Anette
Scholl, die Einrichtungsleiterin des St. Elisabeth Seniorenzentrums, offiziell die
Verträge mit den Trägern des Ambulanten Hospizes: dem Neuwieder Hospiz
e.V., der Marienhaus Unternehmensgruppe, der Ordensgemeinschaft der Töchter
des hl. Kamillus und den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz in Hausen.
„Wir haben unsere Zusammenarbeit bewusst mit den Titel ‚Lebensbegleitung
bis zuletzt’ überschrieben, denn Hospiz
heißt zunächst einmal Leben“, so Christoph Drolshagen als Vertreter der Marienhaus Unternehmensgruppe. „Unsere
Bewohner sollen auch ihre letzte Lebensphase bei uns in ihrer vertrauten
Umgebung verbringen können und dabei bestmöglich betreut werden – mit
Anette Scholl, die Einrichtungsleiterin des St. Elisabeth Seniorenzentrums, unterzeichnet
gemeinsam mit Peter Oster, Vertreter des Neuwieder Hospiz Vereins, die Kooperationsvereinbarung.
Foto: al
der Unterstützung des Neuwieder Hos- Seniorenzentrums dazu gebeten werden
pizes ist das möglich“, freute sich Anette können, wenn ihre Unterstützung gewünscht wird. Die speziell für diese AufScholl auf die gemeinsame Arbeit.
gabe geschulten Ehrenamtlichen ergänIn der Praxis bedeutet die Kooperation, zen hier die Pflege, denn sie bringen
dass die ehrenamtlichen Hospizhelfer bei neben ihrer Kompetenz vor allem viel
der Betreuung und Begleitung schwerst- Zeit mit, ob für Gespräche, zum Vorlesen
kranker und sterbender Bewohner des oder zum gemeinsamen Beten.
Ein klares Bekenntnis zum Krankenhaus-Standort Rodalben
Das St. Elisabeth-Krankenhaus kann saniert werden – das Land Rheinland-Pfalz
stellt bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung
Rodalben. Gute Nachrichten für die Menschen in Rodalben: Die dringend notwendige Modernisierung und Sanierung des
St. Elisabeth-Krankenhauses Rodalben
kann endlich in Angriff genommen werden. Hierfür stellt das Land RheinlandPfalz Fördermittel von bis zu 15 Millionen
Euro zur Verfügung. Das ist das Ergebnis
eines Gespräches, das Vertreter des Krankenhauses im Mai mit David Langner,
dem Staatssekretär im Ministerium für
Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, in Mainz führten. – Diese FörderZusage ist ein klares Bekenntnis zum
Krankenhaus-Standort Rodalben und honoriert die positive Entwicklung, die das
St. Elisabeth-Krankenhaus gerade auch in
den zurückliegenden anderthalb Jahren
genommen hat.
Die Förder-Zusage, so Geschäftsführer
Michael Osypka, ist ein wichtiger Schritt
zur langfristigen Sicherung der wohnortnahen medizinischen Versorgung in
Rodalben und trägt damit wesentlich
bei zum Erhalt der rund 350 Arbeitsplätze. – Die vertieften Planungen für die
gesamte Baumaßnahme starten in diesen Tagen.
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Eine starke Interessensvertretung
für alle Pflegenden im Lande
In Rheinland-Pfalz entsteht die erste Pflegekammer in Deutschland – ein weiterer Zwischenbericht
Neuwied. Man merkt es ihr förmlich an,
dass ihr diese spannende Aufbauarbeit
Freude macht. „Wir sind schließlich die
ersten in Deutschland“, sagt Sandra Postel. In Rheinland-Pfalz entsteht derzeit
die erste Pflegekammer. Und Sandra Postel, die sich in der Marienhaus Unternehmensgruppe verantwortlich um die
Pflege kümmert, gestaltet diese als stellvertretende Vorsitzende des Gründungsausschusses entscheidend mit. Heute,
am Tag unseres Gespräches Mitte Juni,
trifft sie sich im Rheinischen Bildungszentrum mit den Praxisanleitern aus den
umliegenden trägereigenen Kliniken, um
sie über den aktuellen Stand der Dinge
zu informieren und bei der Registrierung
der Mitglieder zu helfen.
Blicken wir noch einmal kurz zurück: Viele Berufsgruppen haben sich in Kammern
organisiert, um etwa eigenständig ihre
Berufsordnung festzulegen, um Qualitätsstandards zu entwickeln beziehungsweise zu aktualisieren, Fort- und Weiterbildungen zu organisieren oder schlicht
die Interessen ihrer Berufsgruppe gegenüber Politik, Kassen und Verbänden besser vertreten zu können. Was für die Ärzte selbstverständlich ist, gab es für alle,
die in der Pflege tätig sind, bisher nicht –
nämlich eine starke Interessensvertretung in Form einer Kammer.
Das ändert sich nun, und Rheinland-Pfalz
hat die Vorreiterrolle übernommen. Mit
der Verabschiedung des neuen Heilberufsgesetzes Mitte Dezember letzten
Jahres – die Zustimmung im Landtag war
einstimmig – war der Weg frei für die Ernennung des Gründungsausschusses. Er
hat 13 Mitglieder, die allesamt über eine
Pflegeausbildung verfügen, und hat sich
Anfang Januar konstituiert. Aufgabe des
Gründungsausschusses – er ist bereits
eine Körperschaft des öffentlichen Rechts
und untersteht der Aufsicht des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie
– ist die Durchführung der ersten Kammerwahl. Dafür hat er zwölf Monate Zeit.
Sandra Postel ist stellvertretende Vorsitzende des Gründungsausschusses der Pflegekammer in Rheinland-Pfalz. Foto: ao
baut werden müssen. So haben die Mitglieder des Gründungsausschusses zwischenzeitlich eine Hauptsatzung, eine
Meldeordnung und eine Wahlordnung
entwickelt. Und seit Anfang April läuft
die so genannte Registrierungsphase.
Das heißt: Alle, die eine dreijährige Ausbildung abgeschlossen haben und in der
Pflege tätig sind, müssen sich als Mitglieder registrieren lassen. (Obwohl es
wie bei jeder Kammer eine automatische Mitgliedschaft gibt). Aber: Derzeit
weiß niemand so genau, wie viele Pflegekräfte es in Rheinland-Pfalz überhaupt
gibt. Die Schätzungen schwanken zwischen 32.000 und 48.000.
Deshalb hat der Gesetzgeber die Einrichtungen respektive ihre Träger auch nachdrücklich gebeten, dem Gründungsausschuss die Namen und Adressen ihrer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur
Verfügung zu stellen, um so die Registrierung zu erleichtern. Mehr als 200 haben diese Daten bereits zur Verfügung
gestellt. Sandra Postel ist deshalb zuversichtlich, dass bis zum Abschluss der Registrierungsphase Anfang Oktober wirklich die allermeisten Mitglieder auch
Das klingt auf den ersten Blick viel, relati- tatsächlich erfasst sind. Denn nur wer reviert sich aber rasch, wenn man bedenkt, gistriert ist, darf an der Kammerwahl am
dass komplett neue Strukturen aufge- 11. Dezember 2015 auch teilnehmen.
Diese Wahl zum ersten Parlament der
Pflegenden in Rheinland-Pfalz wird eine
Listenwahl und keine Personenwahl sein,
und eine klassische Briefwahl dazu. Es
wird, das zeichnet sich heute schon ab,
eine Reihe von Listen geben, die sich zur
Wahl stellen. Ob auch die Marienhaus
Unternehmensgruppe, so wie es andere
Träger planen, eine eigene Liste ins Rennen schicken wird, „das diskutieren wir
derzeit noch“, sagt Sandra Postel.
Das Parlament der Pflegenden wird dann
den Präsidenten und den Vorstand wählen. Die konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung ist für den 25. Januar
2016 terminiert. Die Vertreterversammlung wird dann auch über die Beitragsordnung entscheiden müssen. Von der
Höhe des Etats wird es dann abhängen,
wie schlagkräftig die Geschäftsstelle in
Mainz aufgestellt sein wird.
Aber die Pflegekammer in RheinlandPfalz soll ja eine starke Interessensvertretung für alle Pflegenden im Lande
sein. Und natürlich auch ein Vorbild für
andere Bundesländer. Rheinland-Pfalz
soll ja möglichst rasch und viele Nachahmer finden …
MARIENHAUS
Echo
3/2015
Krankenhäuser sind an den Bruchstellen des Lebens präsent
Hermeskeil: Das St. Josef-Krankenhaus feierte sein 135-jähriges
Bestehen mit einem Tag der offenen Tür
Worauf es im Notfall ankommt und wie sie womöglich helfen
können, das konnten die Besucher am Dummy üben.
Hermeskeil. Es war damals eine Zeit des
Aufbruchs, als die Ordensgründerin
Mutter Rosa die ersten Schwestern aus
Waldbreitbach nach Hermeskeil schickte, damit diese „den Menschen hier die
Hoffnung und das Heil, das von Gott
kommt, erfahrbar werden“ lassen.
Schwester Edith-Maria Magar, die Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, erinnerte in ihrer Predigt an
die Anfänge im Jahre 1868. Die Schwestern seien der „schlichten und unmissverständlichen Aufforderung unserer
Gründerin Mutter Rosa“ gefolgt, die da
lautete: Seid den Kranken gut!
Ismail Khayat (2. von rechts) mit Oberin Annette Münster-Weber, Dr.
Marco Eisenbrand, dem Chefarzt der Chirurgie (rechts), und Dr. Varto
Seeid, dem Oberarzt der Chirurgie, der für seinen Landsmann Khayat
die Rolle des Dolmetschers übernahm. Fotos: hf
Das St. Josef-Krankenhaus, das dann
1890 von der Ordensgemeinschaft gegründet wurde, feierte Ende Juni seinen
135. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür. Im Gottesdienst, der diesen besonderen Tag einleitete, machte Schwester Edith-Maria weiterhin deutlich, dass
es auch heute immer wieder gelte, neu
aufzubrechen. So könnten dann auch
Krankenhäuser zu so genannten Andersorten werden, „weil sie an den Bruchstellen des Lebens präsent sind, da, wo sich
das Leben in seiner ganzen Fragilität
zeigt.“
Das Hochwald-Altenzentrum St. Klara informierte die Besucher über
seine Tagespflege Regenbogen.
Von dieser Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit menschlichen Lebens zeugten
denn auch die Bilder von Ismail Khayat,
die das St. Josef-Krankenhaus an diesem
Tag ausstellte. Ismail Khayat ist einer der
namhaftesten kurdischen Künstler und
lebt und arbeitet in der Stadt Sulaimania. Seine Bilder spiegeln einerseits das
Leid wider, das den Kurden – einem Volk
ohne Staat – gerade auch in den letzten
Jahrzehnten zugefügt worden ist. Sie
lassen andererseits aber auch erkennen,
dass Ismail Khayat trotz allem seine
Hoffnung auf Frieden nicht aufgegeben
hat.
Auch das Bildungszentrum Eifel-Mosel beteiligte sich mit einem
Informationsstand.
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Kinder mit chronischen Erkrankungen
sind auf dem Kohlhof in den besten Händen
Marienhausklinik St. Josef Kohlhof: Prof. Dr. Otto Schofer, der Chefarzt der
Kinder- und Jugendmedizin, ist in den Ruhestand gegangen – ein Portrait
Neunkirchen. Mehr als 22 Jahre war er
Chefarzt der Kinderklinik auf dem Kohlhof. In dieser Zeit hat er die Klinik entwickelt und geprägt wie kein anderer.
Ende Juni nun ist Prof. Dr. Otto Schofer
in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Seinem Nachfolger Dr. Mohammed Ghiath Shamdeen übergibt er eine
Abteilung, die gut aufgestellt ist. – Dr.
Mohammed Ghiath Shamdeen, der lange Jahre in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität des Saarlandes gearbeitet hat, war zuletzt
Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Bad Hersfeld.
Im niedersächsischen Edesbüttel (Wolfsburg ist die nächst gelegene größere
Stadt) geboren, studierte Otto Schofer
nach dem Zivildienst in Mainz Medizin.
Nach Examen, Promotion und Medizi-
Seit April 1993 war Prof. Dr. Otto Schofer
Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin auf
dem Kohlhof. Mitte des Jahres ist er in den
Ruhestand gegangen. Foto: hf
nalassistentenzeit wurde er Assistenzarzt in der Pädiatrie der Mainzer Universitätsklinik. „Mein Weg in die Pädiatrie war
vorgezeichnet“, sagt er. Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit forschte
Schofer im Bereich der Nephrologie und
vor allem der Immunologie und wurde
von der Deutschen Forschungsgemeinschaft zweimal mit einem Stipendium
gefördert. Der erste Forschungsaufenthalt führte ihn dabei für zwei Jahre nach
Memphis in die USA.
Von 1985 bis 1993 war Otto Schofer
Oberarzt am Zentrum für Kinder- und
Jugendmedizin der Uniklinik Mainz. Im
April 1993 dann übernahm er als Chefarzt die Leitung der Kinderklinik Kohlhof. Die war damals (was es heute nur
noch höchst selten gibt) eine reine Kinderklinik, hatte allerdings immerhin 120
Betten. Sie hat er in Ruhe konzeptionell
weiter ausbauen können, obwohl die
Pädiatrie und auch der Kohlhof selbst
sich in diesen Jahren rasant entwickelt
haben.
Händen. Das wissen die Menschen weit
über Neunkirchen hinaus, und so kommen mehr als die Hälfte aller Patienten
der Kinderklinik aus einem größeren
Umkreis – von Kaiserslautern bis Trier,
von Landau bis Saarbrücken.
Aber es gibt auch Entwicklungen, die
Otto Schofer mit Sorge sieht. Die Verweildauer in der Pädiatrie ist – die Frühchen mit eingerechnet – auf durchschnittlich drei Tage gesunken. Das
bedeutet eine enorme Arbeitsverdichtung. Die Abteilung bräuchte demzufolge (wie jede Pädiatrie im Lande) mehr
Personal. Das aber gibt es schon allein
deshalb nicht, weil die Kinderkliniken
im DRG-System unterfinanziert sind, so
Schofer.
Bis 2008 gehörte die Kinderklinik auf
dem Kohlhof zusammen mit dem Kreiskrankenhaus in Ottweiler zur Klinikgesellschaft des Landkreises Neunkirchen.
Dann wurden beide von der Marienhaus
GmbH übernommen; und das St. JosefKrankenhaus Neunkirchen und die Kinderklinik fusionierten und zogen Anfang 2011 als Marienhausklinik St. Josef
Kohlhof in den Neubau. Was das Arbeiten erstens veränderte, aber zweitens
durchaus Vorteile mit sich brachte, wie
Prof. Schofer gerne einräumt. Jetzt stehen der Kinderklinik beispielsweise OPs
zur Verfügung. Die gab es vorher nicht.
Als größten Vorteil aber sieht er, dass
die Geburtshilfe und die Pädiatrie nun
unter einem Dach sind. Mit rund 1.250
Geburten zählt auch die Geburtshilfe zu
den großen Abteilungen im Saarland.
Die technischen Möglichkeiten und auch
die Standards zur Behandlung von kritisch kranken Kindern haben sich, so
Schofer, in den letzten 20 Jahren stark
verbessert. Das gelte ganz besonders für
die Frühgeborenen. Heute haben Frühchen gute Überlebenschancen, für die
der Kampf noch vor wenigen Jahren eher
hoffnungslos war. Auch zur Behandlung
von chronisch kranken Kindern – die
etwa an Asthma, Diabetes oder Allergien leiden – stünden dem Arzt weitaus
mehr Möglichkeiten zur Verfügung, so
Schofer. Und im neuropädiatrischen Bereich sind „viele Erkrankungen erklärbar Sein Nachfolger Dr. Mohammed Ghiath
Shamdeen ist von seinem Schwerpunkt
und damit therapierbar geworden“.
her Neuropädiater. Schofer schätzt ihn
Kinder und Jugendliche mit chronischen als einen kollegialen Menschen, der im
Erkrankungen sind einer der Behand- Saarland gut vernetzt ist. Shamdeen
lungs-Schwerpunkte der Kinderklinik. war auch sein Wunschkandidat. – SchoOb Jungen und Mädchen, die unter ei- fer selbst wird im Saarland bleiben. Und
ner chronisch entzündlichen Erkran- er wird sich in die Betreuung der rheukung des Verdauungstraktes wie Mor- matologischen Patienten auch weiterbus Crohn oder Colitis Ulcerosa leiden hin „ein wenig“ einbringen, wie er sagt.
oder – das ist zahlenmäßig eine große
Gruppe – die an Rheuma erkrankt sind,
sie sind auf dem Kohlhof in den besten
MARIENHAUS
Echo
3/2015
Der Abschied fiel allen Beteiligten sichtlich schwer
Das Alten- und Pflegeheim St. Maria in Wadern hat mit Nadine Bender
eine neue Pflegedienstleiterin – Antje Wulff hat das Haus verlassen
Wadern. Der Abschied fiel allen Beteiligten sichtlich schwer; denn Antje Wulff
hatte immerhin fast auf den Tag genau
zwölf Jahre im Alten- und Pflegeheim St.
Maria gearbeitet – davon acht als Wohnbereichsleitung, die letzten zwei Jahre als
Pflegedienstleiterin. Ende Mai hat sie der
Einrichtung aus privaten Gründen Adé
gesagt. Ihr Mann hat eine Bäckerei übernommen, und in diesem Betrieb ist ihre
tatkräftige Mitarbeit nun gefordert. Insbesondere Heimleiterin Stefani Bernard
war in der kleinen Feierstunde Anfang
Juni anzumerken, wie ungern sie Antje
Wulff gehen ließ. Sie dankte Antje Wulff
für ihren jahrelangen Einsatz, ihre Unterstützung und Loyalität. In diesen Dank
stimmte auch Geschäftsführer Alexander Schuhler ein; er hob vor allem Antje
Wullfs herzliche und engagierte Art hervor.
Heimleiterin Stefanie Bernard (links) und Geschäftsführer Alexander Schuhler verabschiedeten Antje Wulff (2. von links) und hießen Nadine Bender als neue Pflegedienstleiterin
herzlich willkommen. Foto: hf
zuletzt Wohnbereichsleiterin im Altenund Pflegeheim Kloster Marienau in
Merzig-Schwemlingen, einer Einrichtung
Neue Pflegedienstleiterin in Wadern ist der cusanus trägergesellschaft trier. Sie
seit Anfang Mai Nadine Bender. Sie war bringt nach den Worten Schuhlers die
GEMEINSAM. ENGAGIERT.
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Kirchen verzichten bewusst darauf.
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und Kanten, die unsere Partner im
kirchlichen Bereich mit viel Fachkenntnis, aber vor allem nachhaltig beraten.
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19
20
Aus hygienischer Sicht macht das auf alle Fälle Sinn
No Hand Shake – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses Hetzelstift
verzichten zur Begrüßung oder Verabschiedung freiwillig aufs Händeschütteln
Neustadt an der Weinstraße. No Hand
Shake steht auf den Buttons, die Prof.
Dr. Dierk Vagts und Fabian Scheurlen
gut sichtbar an ihrem Kittel tragen und
die einem Stopp-Schild nachempfunden
sind. Sie signalisieren: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hetzelstiftes
verzichten ab sofort freiwillig darauf,
Patienten, Besuchern oder auch Kollegen bei der Begrüßung oder der Verabschiedung die Hand zu schütteln. Das
tun sie nicht etwa, weil sie unhöflich
sein wollen oder ihnen das Händeschütteln lästig ist, wie Dierk Vagts, der Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin
und Ärztliche Direktor, ausdrücklich betont. Nein, sie tun das, weil der häufigste Übertragungsweg für Bakterien und
Viren nun einmal die Hände sind, weil
die meist zuerst mit den Keimen in Berührung kommen, sagt Fabian Scheurlen. Er ist Funktionsoberarzt der Inneren
Medizin und absolviert gerade seine
Ausbildung als Krankenhaus-Hygieniker.
Prof. Dr. Dierk Vagts (rechts) und Florian Scheurlen verzichten aus hygienischen Gründen
aufs Händeschütteln und finden, dass dies nicht unhöflich sein muss.
ständlich per Handschlag. Und kommt es
dann nicht einem Kulturbruch gleich,
wenn man auf diese Geste der Höflichkeit verzichtet? Wird dadurch nicht vielleicht sogar das Vertrauensverhältnis
Mit ihrer No Hand Shake Initiative ist das zwischen Arzt und Pflegenden auf der
Krankenhaus Hetzelstift am 5. Mai, dem einen und Patienten und deren AngehöWelthygienetag, an die Öffentlichkeit rigen auf der anderen Seite gestört?
gegangen. Die Entscheidung selbst ist
über einen längeren Zeitraum gereift. Solche Argumente wiegen schwer. DesUnd mit der Idee habe man auch nicht wegen ist die Teilnahme auch freiwillig,
nur offene Türen eingerannt, gibt Prof. „und in Ausnahmefällen, etwa bei älteDr. Dierk Vagts unumwunden zu. Schließ- ren und dementen Patienten, gebe ich
lich begrüßt und verabschiedet man sich auch weiterhin die Hand“, sagt Vagts. Er
in unserem Kulturkreis wie selbstver- ist aber gleichermaßen überzeugt, dass
es genügend andere Möglichkeiten gibt,
einen Menschen freundlich, zuvorkommend und wertschätzend zu begrüßen
– und das ohne Händedruck. In Asien, wo
es in vielen Ländern geradezu verpönt
ist, jemandem die Hand zu geben, gelingt dies ja auch, sagen Dierk Vagts und
Fabian Scheurlen.
An zentralen Punkten wie hier im Eingangsbereich hat das Krankenhaus Hetzelstift zusätzliche Spender mit Desinfektionsmitteln
aufgestellt. Wie man seine Hände richtig
desinfiziert, demonstriert Florian Scheurlen. Fotos: hf
Mit der No Hand Shake Initiative „schärfen wir außerdem bei all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Bewusstsein dafür, dass unsere Hände der
Übertragungsweg Nummer 1 sind“, sagt
Fabian Scheurlen. Somit ist die Initiative
auch „Teil unserer Hygiene-Maßnahmen“.
Und die Händehygiene, um die sich in besonderer Weise Hygienefachkraft Martin
Leidner kümmert, ist für das Hetzelstift
ein zentrales Thema. Denn schon minimale Fehler bei der (Hände)-Hygiene können fatale Folgen haben.
Das Hetzelstift ist das erste Krankenhaus in der Trägerschaft, das auf das gewohnte Händeschütteln verzichtet. Im
Fachkreis Hygiene war dies noch kein
Thema. Aber es gibt andere Einrichtungen, wie das Marienhaus Klinikum Bendorf - Neuwied - Waldbreitbach, das sich
ernsthaft mit dieser Frage auseinandersetzt. Aus hygienischer Sicht mache das
auf alle Fälle Sinn, sagt denn auch RaiDie Argumente, die für einen Verzicht mund Ternes. Er ist in Neuwied für die
aufs Händeschütteln sprechen, wiegen Hygiene verantwortlich.
für die Verantwortlichen im Hetzelstift
gleichwohl schwerer. Durch den Verzicht In Neustadt trifft die Entscheidung des
aufs Händeschütteln wird die wichtigste Krankenhauses übrigens durchweg auf
Quelle zur Verbreitung von Bakterien und Verständnis und Zustimmung. Als die loViren im Krankenhaus ausgeschaltet. kale Tageszeitung von ihren Lesern wisUnd damit die Gefahr beispielsweise für sen wollte, was sie von der No Hand
frisch Operierte oder Patienten, deren Shake Initiative halten, da waren immerImmunsystem geschwächt ist, sich mit hin sieben von acht Leserbriefen positiv.
einem Keim zu infizieren, entscheidend
gemindert.
MARIENHAUS
Echo
21
3/2015
Die Patienten kommen von weit her
Marienhaus Klinikum Eifel: Die Neurochirurgie hat mit Dr. Basel Yosef wieder einen zweiten Belegarzt
Bitburg. Dr. Veit Engst und Dr. Basel Yosef – beide machen sie einen sehr zufriedenen Eindruck. Dr. Engst, weil er jetzt
wieder einen Partner hat, mit dem er gemeinsam die Belegabteilung für Neurochirurgie im Marienhaus Klinikum Eifel
in Bitburg und die Praxis am Krankenhaus betreiben kann. Und Dr. Yosef, weil
er hier in Bitburg die Möglichkeit hat, Patienten zu operieren und sie gleichzeitig
in der Praxis vor und auch nach der Operation zu begleiten und zu betreuen. Ein
wichtiger Punkt kommt hinzu: Beide haben sie im Brüderkrankenhaus in Trier
gearbeitet. „Wir kommen aus der gleichen Schule und haben uns deshalb
schon nach wenigen Tagen fachlich gut
verstanden“, sagt Dr. Veit Engst über seinen Partner, der seit Anfang März die
Neurochirurgie in Bitburg verstärkt.
Zwei, die Hand in Hand arbeiten: Dr. Veit Engst (rechts) und Dr. Basel Yosef. Dr. Basel Yosef stammt aus Syrien, hat
dort auch Medizin studiert und kam
dann 2006 nach Deutschland, um hier
seine Ausbildung zum Facharzt zu machen. Die begann er in der Neurochirurgischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover, wechselte 2009 an das
Brüderkrankenhaus in Trier und schloss
sie mit der Facharztprüfung zum Neurochirurgen im vergangenen Jahr ab. Basel
Yosef ist 36 Jahre alt und hat sich vorgenommen, mit seiner Frau und den beiden kleinen Töchtern bald auch von Trier
nach Bitburg umzuziehen.
Dr. Veit Engst aufgebaut und etabliert
hat, ist die einzige Abteilung dieser Art
zwischen Koblenz und Trier. Die Patienten kommen von weit her – im Norden
reicht das Einzugsgebiet bis Blankenheim, im Osten bis Daun und Ulmen,
geht im Süden bis in den Hunsrückkamm
und macht nur im Westen schon an der
Grenze zu Luxemburg Halt. Das Einzugsgebiet ist deshalb so groß, weil die Neurochirurgie ein seltenes und hoch spezialisiertes Fach ist und weil die Patienten
zu schätzen wissen, dass sie in Bitburg
und damit wohnortnah eine umfassenDie Neurochirurgie am Marienhaus Klini- de Behandlung auf hohem Niveau erkum in Bitburg gibt es seit elf Jahren. Die warten dürfen.
Belegabteilung mit ihren 16 Betten, die
Foto: hf
Das Leistungsspektrum der Neurochirurgie ist groß und umfasst neben der
Wirbelsäulenchirurgie weitere Operationen am peripheren Nervensystem und
Operationen am Gehirn. Die Eingriffe
an der Wirbelsäule – wenn beispielsweise ein Wirbel gebrochen ist, der Wirbelkanal verengt ist oder ein Tumor an
der Wirbelsäule entfernt werden muss
– werden oftmals minimal-invasiv und
unter dem Mikroskop durchgeführt. Zu
den weiteren Eingriffen an peripheren
Nerven zählen beispielsweise die sogenannten Nervenengpasssyndrome. Das
bekannteste ist das Karpaltunnelsyndrom, bei dem der Patienten das Gefühl
hat, seine Hand sei eingeschlafen.
Dr. Engst und Dr. Yosef helfen zudem Patienten, die bei einem Unfall ein SchädelHirn-Trauma oder eine Hirnblutung erlitten haben. Ihnen können die Bitburger
Neurochirurgen operativ Entlastung und
damit Erleichterung verschaffen. Zugleich werden auch Operationen bei
Hirntumoren durchgeführt. Diese Hirnoperationen werden in Deutschland (lassen wir die neurochirurgischen Hauptfachabteilungen einmal außen vor) nur
in drei Belegabteilungen durchgeführt.
Bitburg ist eine von ihnen. – Ein beeindruckendes Zeugnis für die Leistungsfähigkeit der Bitburger Neurochirurgen Dr.
Veit Engst und Dr. Basel Yosef.
Die Neurochirurgen leisten Präzisionsarbeit im OP. Foto: red
22
Sie verbindet Medizin und Musik miteinander
Neue Chefärztin des Muskuloskeletalen Zentrums der Loreley-Kliniken wird Privatdozentin
Dr. Anke Steinmetz – Dr. Matthias Psczolla ist Ende Juni in den Ruhestand gegangen
St. Goar-Oberwesel. Ursprünglich wollte Anke Steinmetz Musikerin werden.
Die Violine ist ihr Instrument. Ihr Musikstudium hatte sie bereits begonnen, als
sie auch einen Studienplatz in Medizin
bekam. So hat sie im österreichischen
Klagenfurt Musik und parallel in Heidelberg/Mannheim sowie in Freiburg Medizin studiert. Und beides erfolgreich
abgeschlossen. Beruflich hat sie sich
dann doch für die Medizin entschieden,
obwohl die Musik auch heute eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielt. (Dazu
später mehr). – Zum 1. September nun
wird Privatdozentin Dr. Anke Steinmetz
neue Chefärztin des Muskuloskeletalen
Zentrums der Loreley-Kliniken St. GoarOberwesel. Sie tritt die Nachfolge von
Dr. Matthias Psczolla an, der die Konservative Orthopädie und Manuelle Medizin ab 1986 in St. Goar aufgebaut und
zu einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte gemacht hat. Psczolla ist Ende
Juni in den wohlverdienten Ruhestand
getreten.
Ihre Ausbildung zur Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin absolvierte Anke Steinmetz an der Klinik
für Manuelle Medizin der Sana Kliniken
in Sommerfeld nordwestlich von Berlin.
Diese Klinik zählt zusammen mit den
Loreley-Kliniken zu den Flaggschiffen
der ANOA, der Arbeitsgemeinschaft der
nicht operativen orthopädischen manualmedizinischen Akutkrankenhäuser. In
diesen Kliniken kümmert man sich, etwas vereinfacht ausgedrückt, um Patienten mit Beschwerden am Bewegungsapparat, denen einerseits ambulant
nicht mehr geholfen werden kann, für
die andererseits eine klassische Rehabehandlung aber nicht ausreichend ist –
um Patienten also, die oftmals schon
eine lange Leidensgeschichte hinter sich
haben.
Zurück zur Musik. Muskeln, Sehnen und
Gelenke von Berufsmusikern sind besonderen Belastungen und damit auch der
Gefahr eines vorzeitigen Verschleißes
ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund hat
Anke Steinmetz als Oberärztin in der Klinik Sommerfeld die Musikermedizin etabliert und das Institut für Musikermedizin Berlin-Brandenburg gegründet und
Nachfolgerin von Dr. Matthias Psczolla als Chefarzt des Muskuloskeletalen Zentrums der
Loreley-Kliniken wird zum 1. September Privatdozentin Dr. Anke Steinmetz. Foto: hf
geleitet. Mit Themen aus ihrem Spezialgebiet der Muskuloskeletalen Medizin
für Musiker hat sie auch promoviert und
sich vor wenigen Monaten habilitiert.
Das hat sie an der Universität in Halle getan. An der dortigen Orthopädischen Klinik leitet sie eine eigene Sektion für Konservative Orthopädie und Physikalische
Medizin. – Ab September dann sind die
Loreley-Kliniken ihr neues berufliches
Zuhause, wird sie am Mittelrhein heimisch werden.
Dieser Wechsel ist für sie gleichermaßen
reizvoll wie herausfordernd, wie Anke
Steinmetz sagt. Das Muskuloskeletale
Zentrum in den Loreley-Kliniken und Dr.
Matthias Psczolla genießen deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf.
Auch deshalb, weil hier die Vernetzung
von konservativer und operativer Behandlung vorbildlich gelungen ist. In
Oberwesel gibt es seit 1996 nämlich
auch die Wirbelsäulenchirurgie. (Denn,
das war immer das Credo von Matthias
Psczolla, wenn sich eine Operation an
der Wirbelsäule nicht vermeiden lässt,
dann soll sie bestmöglich durchgeführt
werden. Und das ist in Oberwesel der
Fall.)
Die Klinik in ihren bewährten Strukturen
weiterzuführen und inhaltlich auch weiter zu entwickeln, das wird ihre Aufgabe
sein. Matthias Psczolla ist davon überzeugt, dass sie es schaffen wird. Privatdozentin Dr. Anke Steinmetz war schließlich seine Wunschkandidatin. – Und dass
sie selbst davon träumt, an den LoreleyKliniken ein Musikermedizin-Zentrum
Rhein-Main aufzubauen und zu etablieren, wer will es der Geigerin mit Diplom
verdenken?
MARIENHAUS
Echo
3/2015
„Uns ist es wichtig, zum Abschluss
noch einmal etwas Gutes zu tun“
FSJler der Marienhaus Unternehmensgruppe beenden
ihr Einsatzjahr mit unterschiedlichen sozialen Projekten
Neuwied (al). Jeder Teilnehmer eines
Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) absolviert während seines Einsatzes Seminare
zu den unterschiedlichsten Themen wie
psychische Erkrankungen oder Gruppendynamik. Diese Seminare finden in einem sogenannten Sozialprojekt ihren
Abschluss. So besuchten einige FSJler der
Marienhaus Unternehmensgruppe Ende
Juni in Neuwied die Kinderstation des
Marienhaus Klinikums St. Elisabeth und
das Josef-Ecker-Stift. Ihr Ziel war es, den
Kindern und Senioren ein wenig Abwechslung in den Alltag zu bringen. Außerdem informierten die FSJler in der
Fußgängerzone der Neuwieder Innenstadt über ihren Freiwilligendienst und
sammelten Spenden für die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung. Zusammengekommen sind dabei fast 150 Euro.
„Uns ist es wichtig, zum Abschluss unseres Einsatzjahres noch einmal etwas Gutes zu tun“, erklärt Tobias Sigmund. Der
20-Jährige hat sein FSJ im FranziskusHospiz Hochdahl absolviert. Gemeinsam mit einer Gruppe weiterer Marienhaus-FSJler hat er die kranken Kinder
und ihre Angehörigen im Marienhaus
Klinikum St. Elisabeth Neuwied besucht.
Kostümiert und mit jeder Menge Lie-
Die FSJler informierten in der Neuwieder Fußgängerzone über ihren Freiwilligendienst und
baten um Spenden für die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung. Christoph Drolshagen (rechts)
vom Vorstand des Hospiz-Stiftung freute sich über das Engagement der jungen Leute. Foto: red
dern und Spaß im Gepäck konnten die sammengestellt. Neben der UnterstütFSJler ein wenig Abwechslung in den zung der Pflegekräfte beim gemeinsamen Kaffeetrinken spielten die jungen
Krankenhausalltag bringen.
Leute unter anderem „Mensch ärgere
Eine andere Gruppe FSJler hatte ein bun- dich nicht“ mit den Senioren und basteltes Programm für die Bewohnerinnen ten mit ihnen gemeinsam Blumen aus
und Bewohner des Josef-Ecker-Stifts zu- Papier.
Im Josef-Ecker-Stift bastelten die FSJler gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern unter anderem Blumen aus Papier. Foto: al
Verkleidet und geschminkt unterhielten die FSJler die Kinder auf der
Kinderstation des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth Neuwied. Foto: red
23
24
Sie hat eine besondere emotionale Beziehung zum Haus
Natalia Schmalz ist aus Kasachstan ins Saarland gekommen, leitet jetzt die Hauswirtschaft im
St. Vincenz Alten- und Pflegeheim in Neunkirchen und ist dort auch Vorsitzende der MAV – ein
Annäherungsversuch
Natalia Schmalz leitet seit Dezember die Hauswirtschaft im St. Vincenz
Alten- und Pflegeheim.
Neunkirchen. Eigentlich wollte sie ja gar
nicht; denn im Mittelpunkt zu stehen,
das ist nicht ihr Ding. Deshalb hat sie in
der Nacht zuvor auch nicht übermäßig
gut geschlafen und ist etwas aufgeregt,
als wir unser Gespräch beginnen. Aber,
so erzählt Natalia Schmalz, die eGMAVVorsitzende Sonja Petit habe sie letztlich
überzeugt, dass sie genau die Richtige
sei. Schließlich hat Natalia Schmalz ausländische Wurzeln (was Voraussetzung
ist, um an dieser Stelle portraitiert zu
werden), engagiert sich seit Jahren in der
Mitarbeitervertretung und ist aktuell die
Vorsitzende der MAV im St. Vincenz Alten- und Pflegeheim in Neunkirchen.
Dass da die eGMAV-Vorsitzende gerne
Überzeugungsarbeit leistet und auch ein
wenig nachhilft, wer will es ihr verdenken? Natalia Schmalz auf jeden Fall nicht;
ansonsten hätte sich unser Gespräch
auch nicht so munter entwickelt.
Den Speisesaal liebevoll zu dekorieren, das lässt sie sich heute auch
nicht nehmen.
Dorf in der kasachischen Steppe, groß
geworden. Ihre Vorfahren waren im Jahre 1763 der Einladung Katharinas II. gefolgt, die in ganz Europa, insbesondere
aber in Deutschland Siedler für die Urbarmachung und Entwicklung des weiten russischen Reiches angeworben und
diesen neben Landbesitz vor allem freie
Religionsausübung garantiert hatte.
Obwohl sie zu Hause immer Deutsch gesprochen haben, besucht Natalia Schmalz
in ihrer neuen Heimat ein Jahr lang einen
Sprachkurs und startet anschließend eine
Ausbildung zur Zahnarzthelferin. In dieser
Zeit wird sie zum zweiten Male schwanger. Ihr älterer Sohn ist noch in Kasachstan geboren, ihr jüngerer ist schon ein
waschechter Saarländer. Die beiden, heute 25 und 22 Jahre alt, absolvieren übrigens beide eine Ausbildung als Zerspannungstechniker.
Die Familie wurde an der Wolga heimisch.
Die Zwangsumsiedlung unter Stalin, die
1937 einsetzte, verschlug die Familie
Schmalz nach Kasachstan. Und obwohl es
ihr dort materiell recht gut ging, „sind wir
leichten Herzens nach Deutschland ausgereist“, sagt Natalia Schmalz. So wie alle
Familien aus der Straße, in der sie damals
wohnten. Für ihren Vater sei Deutschland
sein Leben lang so etwas wie ein SehnIn der Kapelle getauft
suchtsort gewesen, ergänzt sie.
Schnell heimisch geworden
Sehnsuchtsort Deutschland
Dass sie in Kasachstan geboren wurde
und erst 1992 nach Deutschland gekommen ist, will man nicht so recht glauben.
Denn am Telefon, das unser Gespräch
unterbricht, schwätzt Natalia Schmalz
mit einer Bewerberin, die sich nach ihren
Chancen erkundigt, bestes Saarländisch.
Dabei ist die 42-Jährige in Atasu, einem
sie hier noch einmal ihre Zelte abbrechen
sollte, das kann man sich beim besten
Willen nicht so recht vorstellen. (Wobei
sie die Koffer gerne packt, um in Urlaub
zu fahren und dabei die Welt zu bereisen).
Warum es die Familie ausgerechnet ins
Saarland führte, ist rasch erklärt. Ein Onkel von Natalia lebte bereits hier (genauer
gesagt in Dillingen). Da lag es nahe, dass
die Behörden sie in der Nähe ihrer Verwandtschaft unterbrachten. In Neunkirchen „sind wir sehr gut aufgenommen
worden und auch schnell heimisch geworden“, sagt Natalia Schmalz. Und dass
Im St. Vincenz Alten- und Pflegeheim bewirbt sie sich 1995 und bekommt eine
Stelle als Servicekraft im Speisesaal. Diese Arbeit macht sie heute „immer noch
sehr gerne“, und zwar zweimal pro Woche. So behält sie den direkten Kontakt
mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Der ist ihr überaus wichtig. – Und
überhaupt das St. Vincenz Alten- und
Pflegeheim. „Zum Haus habe ich eine
ganz besondere Beziehung“, sagt Natalia
Schmalz lächelnd. In der Kapelle des
MARIENHAUS
Echo
3/2015
Hauses, so verrät sie mir, ist sie 1993 getauft worden. Und auch ihre beiden
Söhne haben hier das Sakrament der
Taufe empfangen. Das schafft eine besondere emotionale Bindung.
Eigentlich wollte sie
Kunstlehrerin werden
Eine fachspezifische Ausbildung hat Natalia Schmalz nicht. Als alleinerziehende
Mutter von zwei kleinen Kindern „habe
ich mir das nicht zugetraut“, sagt sie etwas entschuldigend. (Aber was nicht ist,
kann ja noch werden). Dafür hat sie
durch ihre Arbeit und ihre offene und
warmherzige Art im Umgang mit den
Bewohnerinnen und Bewohnern überzeugt. So hat sie im Dezember letzten
Jahres die Hauswirtschaftsleitung übernommen und leitet heute ein Team von
17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
und zwei Auszubildenden in Küche und
Service. Dieser Rollenwechsel hat an der
guten kollegialen Zusammenarbeit übrigens nichts geändert.
Der Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses ist ihr so wichtig, dass sie
zweimal pro Woche immer noch im Service mitarbeitet. Fotos: hf
Vincenz Alten- und Pflegeheim. Das Verhältnis zur Hausleitung beschreibt sie
als gut. Alle zögen schließlich am gleichen Strang und hätten als oberstes Ziel
stets das Wohl des Hauses vor Augen.
von ihrem Schreibtisch aus ihre Wohnung sehen. Die liegt nur einen Steinwurf vom St. Vincenz Alten- und Pflegeheim entfernt. Sie hat halt (siehe oben)
eine besondere Beziehung zum Haus.
Natalia Schmalz schreibt Dienstpläne
und kümmert sich um die Wäscheversorgung, kontrolliert die Reinigungsfirma und arbeitet (siehe oben) immer
noch selbst im Service mit. Das lässt sie
sich nicht nehmen, genauso wenig wie
die Organisation von Festen und Feiern
im Haus. Auch nicht das liebevolle Dekorieren des Speisesaales. Da kommt womöglich so ein wenig ihr ursprünglicher
Berufswunsch durch: Eigentlich, aber
das ist lange her, wollte sie nämlich
Kunstlehrerin werden.
Deshalb sollten Mitarbeiter mit ihren
Fragen und Problemen auch zuerst zur
Heim- oder Pflegedienstleitung gehen.
Erst wenn sie da nicht zum Zuge gekommen seien, sollten sie die MAV einschalten. „Wir werden dann mit unserer
Heimleitung um eine Lösung ringen“,
sagt Natalia Schmalz. Solche Fälle sind
aber höchst selten. Die Themen, um die
sich die MAV im Haus kümmert, sind in
der Regel eher unspektakulär. So hat
man noch keinen geeigneten Platz für
eine Raucherecke gefunden.
Das Kapitel Kasachstan hat sie übrigens
komplett abgeschlossen. Kontakte oder
gar Besuche dorthin? Fehlanzeige! Selbst
ihre Söhne hat sie nie Russisch gelehrt.
Denn sie sollten niemals die Erfahrung
machen, die Natalia Schmalz noch heute
in den Knochen sitzt. Eine Nachbarin
hatte sie damals im Vorbeigehen angeraunzt, sie solle doch wieder dorthin gehen, woher sie gekommen sei. Dabei
weiß Natalia Schmalz sehr genau, wo sie
hingehört: „Man ist zu Hause, wo man
sich wohlfühlt. Für mich ist das hier in
Neunkirchen!“
Mitarbeit in der MAV – spontan Ja gesagt
Vom Schreibtisch aus
die Wohnung sehen
In die Mitarbeitervertretung wird sie
2005 gewählt. „Man hat mich gefragt,
ob ich mitmachen wolle, und ich habe
spontan Ja gesagt“, erklärt sie, wie sie zu
dem zusätzlichen Job in der MAV gekommen ist. Sie suchte etwas, wo sie
sich über ihre eigentliche Arbeit hinaus
engagieren konnte, durchaus auch „etwas Anspruchsvolles“. 2009 wird sie zur
Schriftführerin gewählt, 2013 übernimmt sie den Vorsitz der MAV im St.
Kolleginnen und Kollegen für die Mitarbeit in der MAV zu gewinnen, das fällt
(aber das ist wohl kein spezifisch Neunkirchener Phänomen) eher schwer. Gerade Jüngere machten hier ihren Job, und
das auch wirklich gut, wären aber nicht
bereit, sich darüber hinaus in irgendeiner
Form zu engagieren. Natalia Schmalz findet das schade. Und für sie selbst käme
das auch nie in Frage. Sie kann ja auch
In der Trägerschaft arbeiten etwa 13.800
Frauen und Männer. Unter ihnen sind
viele, die nicht in Deutschland geboren
wurden oder deren Eltern als Fremde
hierher gekommen sind. Wie sie ihren
Weg gegangen sind, der sie beruflich
in eine Einrichtung der Unternehmensgruppe geführt hat, das wollen wir
exemplarisch nachzeichnen. Natalia
Schmalz hat uns ihre Geschichte für das
Marienhaus-Echo erzählt.
25
26
Das AHPZ ist eine notwendige und
sinnvolle Ergänzung des regionalen Versorgungsnetzes
Das Ambulante Hospiz- und Palliativzentrum Neustadt an der Weinstraße will
Menschen bis zuletzt ein Leben in Würde und Selbstbestimmung ermöglichen
Neustadt an der Weinstraße. Die Begleitung und Versorgung schwerstkranker
und sterbender Menschen in der Region
weiter auszubauen und damit Leiden zu
lindern, Lebensqualität zu verbessern
und so den Menschen auch auf ihrem
letzten Stück Lebensweg ein Leben in
Würde und Selbstbestimmung zu ermöglichen, das hat sich das Ambulante
Hospiz- und Palliativzentrum Neustadt
an der Weinstraße (AHPZ) zum Ziel gesetzt. Ende April stellten die Marienhaus
Kliniken GmbH und der Caritasverband
für die Diözese Speyer e.V. das AHPZ der
Öffentlichkeit vor. Und die beiden Gesellschafter sind zuversichtlich, dass ihr
Vorhaben im zweiten Anlauf gelingt. Die
Voraussetzungen dafür, so Karl-Ludwig
Hundemer, der Vorsitzende des Caritasverbandes für die Diözese Speyer, seien
sehr gut.
Bereits von November 2010 bis Januar
2012, daran erinnerte Dr. Michael Masanneck in seinem Grußwort, hatte das
Krankenhaus Hetzelstift 150 schwerstkranke Menschen im Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung
(SAPV) betreut, hatte diese Leistungen
aber aus finanziellen Gründen „schweren
Herzens“ aussetzen müssen. Nachdem
nun (auch aufgrund der Erfahrungen in
Neustadt) die Vergütungsstrukturen verbessert worden sind, „starten wir nun
unter neuen Voraussetzungen das Ambulante Hospiz- und Palliativzentrum
Neustadt an der Weinstraße“, so Michael
Masanneck. Er ist Geschäftsführer der
AHPZ gGmbH und Prokurist der Marienhaus Kliniken GmbH.
Schon der Name verrät es: Das Ambulante Hospiz- und Palliativzentrum verzahnt die ambulante Hospizarbeit und
die spezialisierte ambulante Palliativversorgung eng miteinander. Es gibt nur
noch eine Anlaufstelle für Patienten und
ihre Angehörigen oder auch für die niedergelassenen Ärzte, die ambulanten
Pflegedienste oder die Sozialstationen,
mit denen das AHPZ eng zusammenarbeiten will. Denn, so Michael Masanneck, „wir verstehen das AHPZ als eine
notwendige und sinnvolle Ergänzung
Das Team des Ambulanten Hospiz- und Palliativzentrums Neustadt will schwerstkranken
und sterbenden Menschen bis zuletzt ein Leben in Würde und Selbstbestimmung
ermöglichen. Foto: hf
des regionalen Versorgungsnetzes für mit schwerstkranken Menschen verfüschwerstkranke und sterbende Men- gen. Die ärztliche Betreuung im Rahmen der SAPV übernimmt Dr. Michael
schen“.
Hatzenbühler. Er ist Palliativmediziner
Dafür bringt das AHPZ, auch wenn es und Oberarzt der Klinik für Anästhesioerst Anfang April seine Arbeit aufge- logie und Intensivmedizin, Notfallmedinommen hat, reichlich Erfahrung mit zin, Schmerztherapie und Palliativmediein. Da ist zum einen das Ambulante zin im Krankenhaus Hetzelstift. Seine
Hospiz, gegründet im Jahr 2000, das die Vertretung übernehmen die KolleginMarienhaus Unternehmensgruppe ge- nen und Kollegen aus der Klinik, allen
meinsam mit dem Caritasverband für voran Dr. Annette Schläfer.
die Diözese Speyer und der Ökumenischen Hospizhilfe Pfalz/Saarpfalz trägt. Auch wenn die Vergütungsstrukturen
Und da ist zum anderen die Palliativsta- für die SAPV verbessert worden sind, so
tion im Krankenhaus Hetzelstift, die es wird es nach den Worten von Masanneck trotzdem schwer werden, dass sich
seit 2007 gibt.
das Ambulante Hospiz- und PalliativzenWie sich die konkrete Arbeit des Ambu- trum finanziell trägt. Deshalb bauen die
lanten Hospiz- und Palliativzentrums Träger auch in Zukunft auf die Untergestaltet? Die beiden Hospizfachkräfte stützung all derer, denen Hospiz- und
haben ihr Stundendeputat aufgestockt Palliativarbeit am Herzen liegen. – Dass
und übernehmen neben ihrer bewähr- Ingo Röthlingshöfer, der Vorsitzende des
ten ambulanten Hospizarbeit auch die Fördervereins des Ambulanten Hospizes,
ambulante Palliativversorgung. Unter- an diesem Nachmittag eine Spende von
stützt werden sie dabei von drei Pflege- 5.000 Euro überreichte, mag da ein gutes
kräften aus dem Krankenhaus Hetzel- Omen und positives Signal für eine gestift, die über viel Erfahrung im Umgang deihliche Zukunft sein.
MARIENHAUS
Echo
3/2015
„Dieser Familie liegt die Pflege wohl im Blut“
Drei Generationen aus einer Familie haben sich der Altenpflege
verschrieben und arbeiten alle im Alten- und Pflegeheim St. Josef in Kaisersesch
Kaisersesch (al). Dass man in einer Altenhilfeeinrichtung mehrere Generationen
antrifft, liegt in der Natur der Sache. Dass
dort drei Generationen aus einer Familie
zusammen arbeiten, dies ist schon seltener. Im Alten- und Pflegeheim St. Josef in
Kaisersesch ist das der Fall: Großmutter
Irma Eske, 58 Jahre, arbeitet dort seit 23
Jahren als Altenpflegerin. Ihre Enkelin Liana Enes, 18 Jahre, absolviert seit August
letzten Jahres ein Freiwilliges Soziales
Jahr (FSJ) und wird nun ihre Ausbildung
zur Altenpflegehelferin im Seniorenzentrum beginnen. Und seit November 2014
arbeitet auch Inna Enes, 38 Jahre, Tochter
von Irma und Mutter von Liana, dort im
Nachtdienst. „Dieser Familie liegt die
Pflege wohl im Blut“, freut sich Heimleiterin Ute Dany. Und Irma Eske stimmt ihr
zu, denn auch ihr Sohn sei in der Pflege
tätig.
Als Irma Eske vor 26 Jahren aus Kasachstan nach Deutschland kam, startete sie
auch beruflich noch einmal neu. „Um
Geld zu verdienen, habe ich hier im Altenund Pflegeheim angefragt, ob ich eine
Putzstelle bekommen könnte“, denkt sie
zurück. Aber die Waldbreitbacher Franziskanerin, die damals die Leitung innehatte, schlug ihr vor, die dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin zu absolvieren.
„Sie sagte mir, dass sie eher eine Pflegerin
bräuchte“, so die 58-Jährige. Irma Eske
schlief zwei Nächte darüber, denn als
Mutter von fünf Kindern und mit einem
Mann, der ebenfalls Vollzeit berufstätig
war – da trifft man eine solche Entscheidung nicht übereilt. „Aber mein Mann
hat mir den Rücken gestärkt“, ist sie
dankbar für die Unterstützung. Und so
hat sie 1992 mit 36 Jahren noch einmal
die Schulbank gedrückt. Drei Jahre später
hatte sie ihr Examen in der Tasche. Bis vor
kurzem hat sie Vollzeit gearbeitet. Nun
arbeitet sie 30 Stunden und übernimmt
überwiegend Nachtdienste. „Mein Mann
arbeitet im Schichtdienst und wir haben
uns nur selten gesehen“, erläutert sie diesen Schritt. Dennoch sei die Arbeit ihr
zweites Zuhause, sagt sie. Und das glaubt
man ihr sofort. „Wenn ich ein paar Tage
nicht hier bin, dann fehlen mir meine alten Leutchen“, sagt sie liebevoll.
Diese Begeisterung strahlt auch ihre Enkelin Liana aus. Während der Schulzeit
absolvierte sie ein Praktikum in einem
Kindergarten und stellte fest, dass dies
so gar nichts für sie ist. Ihre Großmutter
schlug ihr vor, es doch einmal im Altenund Pflegeheim St. Josef zu versuchen.
„Und es hat sofort gefunkt“, berichtet
die 18-Jährige. Alles hier gefällt ihr: Die
Arbeit mit den Bewohnern, ihre Kollegen, das Umfeld, die Möglichkeit immer
wieder Neues zu lernen. Dem ersten
Praktikum folgte ein zweites, dann das
FSJ und nun wird sie ihre Ausbildung zur
Altenpflegehelferin beginnen. „Vielleicht
mache ich dann noch die dreijährige Ausbildung, wie meine Oma“, blickt die junge Frau in die Zukunft.
Ihre Mutter, Inna Enes, kam als Quereinsteigerin ins Alten- und Pflegeheim. Die
38-Jährige hat sechs Kinder und zwei
Pflegekinder. „Da blieb bisher nicht viel
Zeit für Ausbildung und Berufstätigkeit“,
erzählt sie. Außerdem verbrachte sie mit
ihrer Familie fünf Jahre in Kanada. Dort
wohnen ihre Schwiegereltern, und ihr
Mann hatte eine gute Arbeit. Irgendwann wurde jedoch das Heimweh nach
Deutschland zu groß und sie sind alle
wieder zurückgekehrt. Nun kommt ihre
jüngste Tochter bald in die Schule und
„ich wollte nicht mehr nur zu Hause
sein“, erklärt sie. Über ihre Mutter Irma
erfuhr sie, dass im Alten- und Pflegeheim Mitarbeiter für den Nachtdienst
gesucht werden. „Engagierte Mitarbeiter, die wir nachts einsetzen können,
sind nicht leicht zu finden“, erläutert Ute
Dany. Anfangs war sich Inna Enes unsicher, ob die Pflege, insbesondere die Altenpflege, ihr liegen würden. Aber nach
einer kurzen Einarbeitungszeit, war ihr
klar: „Hier gehöre ich hin“. Vor allem den
Kontakt und den Austausch mit den Bewohnern genieße sie sehr. „Und das Beste daran: Ich kann meine Berufstätigkeit
gut mit meinem Familienleben vereinbaren“. Ob sie wie ihre Mutter mit Ende 30
auch noch mal die Schulbank drücken
wird, das weiß Inna Enes noch nicht.
„Mit Familie Eske und Enes ist immer
gute Laune in unserem Haus“, freut sich
Ute Dany über ihre drei engagierten
Mitarbeiterinnen. Die Heimleiterin begrüßt es, wenn viele Generationen in
ihrem Haus arbeiten, denn genau das
sorge für ein gutes und ausgewogenes
Miteinander, von dem nicht nur die Bewohner profitieren, sondern auch die
Mitarbeiter. – Und ich verspreche am
Ende unseres gemeinsamen Termins,
wiederzukommen, wenn Irma Eske ihr
30-jähriges Dienstjubiläum feiert und
die anderen beiden dann eventuell ihre
Ausbildung abgeschlossen haben. Eine
tolle
Idee finden die drei Damen, denn
Heimleiterin Ute Dany (stehend) begrüßt es, wenn mehrere Generationen in ihrem Haus
alle
sehen
ihre berufliche Zukunft im Alarbeiten. Mit Familie Eske und Enes arbeiten drei Generationen aus einer Familie im Altentenund
Pflegeheim
St. Josef.
und Pflegeheim St. Josef: Inna Enes ist 38 Jahre und arbeitet im Nachtdienst, Irma Eske, 58
Jahre und examinierte Altenpflegerin, Liana Enes, 18 Jahre und FSJlerin (von links). Foto: al
27
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„Da bin ich ja drauf …“
Waldbreitbach: Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses St. Antonius nahmen an der
Abschlussveranstaltung des Projektes „Alles im Rahmen!?“ in Trier teil
Trier/Waldbreitbach (al). „Das alles haben Sie geschaffen“, freute sich Ende April Weihbischof Jörg Michael Peters und
deutete auf den Altarraum im Trierer
Dom, der voller bunt gestalteter Kunstwerke stand. Diese Kunstwerke sind
während des Projektes „Alles im Rahmen!?“ entstanden, welches Anfang
2014 anlässlich der Synode von der Caritas in Zusammenarbeit mit dem Bistum
Trier initiiert wurde. Vor allem Menschen
mit Behinderungen waren aufgerufen,
ihre Lebenswirklichkeit künstlerisch darzustellen. Die Werke, die dabei entstanden sind, wurden im vergangenen Jahr
während der Heilig-Rock-Tage in Trier zu
Bei verschiedenen Workshops hatten die Besucher Gelegenheit mit einander ins Gespräch zu
einer Ausstellung zusammengeführt.
kommen und unter anderem gemeinsam zu basteln. Hier beim offenen Singen vor dem Dom.
Dieses Jahr, wieder zu den Heilig-RockTagen, fand das Projekt nun seinen Abschluss. Wie im Jahr zuvor hatten die
Besucher Gelegenheit, an verschiedenen
Workshops und kreativen Angeboten
teilzunehmen. Hierbei konnten sie mit
Verantwortlichen des Bistums ins Gespräch kommen. Nach dem feierlichen
Gottesdienst mit Weihbischof Peters erhielten die Künstler ihre Bilder und gestalteten Rahmen zurück. Auch Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses St.
Antonius, einem Wohnheim für Menschen mit seelischer Behinderung des
Marienhaus Klinikums Bendorf - Neuwied - Waldbreitbach, hatten an diesem
Projekt teilgenommen und einen dreitei-
ligen Rahmen gestaltet. „Da bin ich ja
drauf“, stellte Rita Neuss mit Tränen in
den Augen fest, als sie das große Triptychon, auf dem unter anderem ein Bild
von ihr gezeigt wird, im Altarraum bemerkte.
Im Frühjahr 2014 hatte Anne Orthen, Fotografin des Trägers, die Bewohnerinnen
und Bewohner in ihrer Lebenswirklichkeit fotografiert. Entstanden sind dabei
ausdrucksstarke Bilder, die die Bewohner
mit selbstgeschrieben Texten oder Bastelarbeiten ergänzten. Und noch immer
sind die Bewohnerinnen und Bewohner
stolz auf ihr Kunstwerk. Das zeigte sich
„Das alles haben Sie geschaffen“, freute sich Weihbischof Jörg Michael
Peters und deutete auf den Altarraum, der voller bunt gestalteter
Kunstwerke stand.
auch in ihren strahlenden Gesichtern
beim gemeinsamen Auszug aller Teilnehmer mit dem Bischof aus dem Dom.
In Waldbreitbach wird das Triptychon einen besonderen Platz finden. „Denn für
unsere Bewohnerinnen und Bewohner
war dieses Projekt besonders wertvoll“,
erklärt Heimleiterin Marion Kaster. Viele
haben sich bewusst mit ihrer Situation
auseinandergesetzt „und sich auf einmalige Weise in dieses Projekt eingebracht“, ergänzt Carsten Durstewitz, der
als Sozialpädagoge die Bewohner während des Projektjahres begleitet hatte.
Die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses St. Antonius erklärten
Weihbischof Jörg Michael Peters ihr Triptychon. Fotos: al
MARIENHAUS
Echo
29
3/2015
„Fachlich muss man eh alles können“
Marienhausklinik St. Elisabeth Wadern: Chefarzt Dr. Günter Zekl ist Mitte des Jahres
in den Ruhestand gegangen – ein Chirurg alter Prägung
Wadern. Gut 14 Jahre war er Chefarzt
der Chirurgie in der Marienhausklinik St.
Elisabeth in Wadern, für den Träger war
er ungleich länger tätig: Bereits im April
1982 kam Dr. Günter Zekl als Assistenzarzt in das Krankenhaus Hetzelstift, kurz
nachdem die Marienhaus GmbH das
Krankenhaus in Neustadt an der Weinstraße übernommen hatte. Nach mehr
als 33 Jahren in Diensten des Trägers ist
Dr. Günter Zekl Mitte des Jahres in den
wohlverdienten Ruhestand gegangen. –
Bis seine Nachfolge geklärt ist, wird Dr.
Marco Eisenbrand, der Chefarzt der Chirurgie im St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil, kommissarisch die Leitung der Chirurgie in Wadern (die Marienhauskliniken
Wadern-Losheim bieten ihre chirurgischen Leistungen am Standort Wadern
an) übernehmen.
In Büdingen nordöstlich von Frankfurt geboren, studierte Günter Zekl nach Abitur
und Bundeswehr in Heidelberg Medizin.
Und wollte nach dem Examen eigentlich
Internist werden und sich womöglich
später als Allgemeinmediziner niederlassen. In Landau in der Pfalz arbeitete er
zwei Jahre in der Chirurgie, die brauchte
er nämlich für seine Ausbildung zum Allgemeinmediziner. – Dann kam das Ange-
bot aus Neustadt an der Weinstraße; und
das war schon allein deshalb so reizvoll,
weil es nach der Übernahme des Krankenhauses durch den Träger viel zu tun
gab. Und außerdem bot Neustadt einem
jungen und ehrgeizigen, lern- und wissbegierigen Assistenten viele Chancen, Neues zu lernen und sich zu entwickeln.
So wurde Günter Zekl Chirurg und blieb
erst mal in Neustadt; denn Dr. Jürgen
Milker, sein damaliger Chef, schenkte ihm
das Vertrauen und ließ ihm den nötigen
Freiraum, um beispielsweise (das war in
den 90er Jahren) Neuerungen wie das laparoskopische Operieren einzuführen.
Zekl machte 1985 seinen Facharzt, wur- 14 Jahre lang war Dr. Günter Zekl Chefarzt
de Oberarzt und 2001 dann als Nachfol- der Chirurgie in der Marienhausklinik St.
Foto: hf
ger von Dr. Christoph Stöhr zum Chefarzt Elisabeth Wadern. der Chirurgie in Wadern berufen.
mit dem, was er und sein Team geleistet
Die Marienhauskliniken befanden sich im haben, „können wir uns allemal sehen
Umbruch (die Chirurgie wurde gerade lassen“. – So verlässt Dr. Günter Zekl die
von Losheim nach Wadern verlegt), die Marienhauskliniken nach 14 Jahren, in deChirurgie – bis dato insbesondere ortho- nen er sich hier sehr wohl gefühlt hat.
pädisch und unfallchirurgisch ausgerich- Trotzdem: Den kommenden Lebensabtet – wurde unter und durch Dr. Günter schnitt werden er und seine Frau wieder
Zekl um die Visceralchirurgie erweitert. Er in der Pfalz verbringen. Bei Landau sind
ist halt ein Chirurg alter Prägung. „Fach- sie nämlich schon vor vielen Jahren heilich muss man eh alles können“, bringt er misch geworden.
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Angelika Seifert ist neue
Pflegedienstleiterin im Josef-Ecker-Stift
Neuwied. Neue Pflegedienstleiterin des
Josef-Ecker-Stifts ist Angelika Seifert.
Mitte Juni hießen Geschäftsführer Marc
Gabelmann und Heimleiter Siegfried
Hartinger sie in einer kleinen Feierstunde herzlich willkommen. Angelika Seifert
ist Nachfolgerin von Kristina Schimpf,
die in den Ruhestand gegangen ist. Marc
Gabelmann dankte Kristina Schimpf
ausdrücklich für ihren Einsatz. Diese war
im Herbst 2011 als Pflegedienstleiterin
ins Josef-Ecker-Stift gekommen, hatte
davor aber schon mehr als 20 Jahre für
den Träger gearbeitet, und zwar als stellvertretende Pflegedirektorin im MarienHeimleiter Siegfried Hartinger (links) und Geschäftsführer Marc Gabelmann hießen Angelika
haus Klinikum St. Elisabeth Neuwied.
Seifert als neue Pflegedienstleiterin im Josef-Ecker-Stift herzlich willkommen. Foto: hf
Angelika Seifert ist gelernte Altenpflegerin. Die gebürtige Kölnerin, die in Neu- Josef-Ecker-Stift, zunächst als Bereichs- Pflegedienstleiterin. Mit ihrer Berufung
wied lebt, arbeitet seit August 2008 im leiterin Pflege, dann als stellvertretende setzt das Haus also auf Kontinuität.
Die ersten PJler in Saarlouis und Dillingen begrüßt
Saarlouis/Dillingen. Anfang März war
das Marienhaus Klinikum Saarlouis - Dillingen als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität des Saarlandes anerkannt worden. Mitte Juni nun konnten
der Ärztliche Direktor Dr. Michael Kunz
(links), Prof. Dr. Stefan Jung, der Chefarzt
der Klinik für Neurologie, und Privatdozent Dr. Christian Denzel, der Chefarzt
der Gefäßchirurgie (rechts), die ersten
fünf Medizinstudenten der Medizinischen Fakultät Homburg zum letzten
Teil ihres Studiums, dem so genannten
Praktischen Jahr, willkommen heißen. Er
freue sich, so Dr. Denzel, dass sie sich gezielt das Marienhaus Klinikum ausgesucht hätten. Dies sei eine Auszeichnung
für die Einrichtung. Gleichwohl habe das
Klinikum mit seinen zwei Standorten
auch für die jungen Mediziner einiges zu
bieten. Für die angehenden Ärzte stehen
22 Plätze zur Verfügung – jeweils sechs
in der Chirurgie und der Inneren Medizin
sowie zehn in den Wahlfächern Neurolo- sprechpartner für die Studierenden sein,
gie, Orthopädie, Anästhesie, Gynäkolo- die nach einem festgelegten Ausbildungsplan mit regelmäßigen, wöchentgie und Geburtshilfe sowie Pädiatrie.
lich stattfindenden LehrveranstaltunChristian Denzel wird während des ge- gen die Pflicht-Abteilungen (Chirurgie
samten Praktischen Jahres erster An- und Innere Medizin) und eine Abteilung
ihrer Wahl durchlaufen werden. Dabei
können sie das bisher erlangte theoretische Wissen erstmals im klinischen Alltag umsetzen, vertiefen und unter Anleitung kleinere Eingriffe vornehmen.
MARIENHAUS
Echo
3/2015
Dem Leben in jeder Phase einen Sinn geben
Die Zentrale Ethik-Kommission der Hildegard-Stiftung und Marienhaus Stiftung beleuchtete in
einer Fortbildungsveranstaltung ethische Fragen der medizinischen und pflegerischen Versorgung
am Lebensende
Wittlich. „Beim Thema Medizin am Lebensende fließen zwei ethische Diskurse ineinander: die Diskussionen um Therapiezieländerung und die Debatte um
Suizidassistenz“, eröffnete Prof. Dr. Dr.
Thomas Heinemann die Veranstaltung,
zu der etwa 70 Teilnehmer Mitte Mai in
das Verbundkrankenhaus Bernkastel/
Wittlich gekommen waren. Eine Therapiezieländerung, so der Vorsitzende der
Zentralen Ethik-Kommission der Hildegard-Stiftung und der Marienhaus Stiftung, beziehe sich auf die Entscheidung
von Arzt und Patient, eine auf Heilung
abzielende Therapie durch eine Therapie der Schmerzlinderung zu ersetzen.
Eine qualitativ hochwertige palliative
Versorgung von Patienten sei ein wichtiges Argument in der aktuellen Debatte über das Thema Suizidassistenz, so
Heinemann.
Dr. Lorenz Fischer, der Chefarzt der Abteilung für Schmerz- und Palliativmedizin
am Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier, griff den Zusammenhang
von palliativer Versorgung und Suizidwunsch auf. Der Prozess der Therapiezieländerung solle frühzeitig begonnen
werden und den Patienten und seine
subjektiven Einstellungen berücksichtigen. „Therapieziele verschieben sich je
nach den subjektiven Wünschen der Patienten“, so Fischer. Für viele erweise sich
nicht die Verlängerung der Lebenszeit als
das entscheidende Ziel, sondern der
Wunsch nach Schmerzfreiheit und Lebensqualität. Bei solchen Abwägungen
könnten allerdings auch Situationen auftreten, in denen sich Arzt und Patient
nicht einig über die zu verfolgenden Ziele
Neuer Ärztlicher Direktor
Wadern/Losheim. Der Chefarzt der Konservativen Orthopädie Dr. Jan Holger
Holtschmit ist zum Ärztlichen Direktor
der Marienhauskliniken St. Elisabeth Wadern – St. Josef Losheim am See berufen
worden. Damit ist der 48-Jährige Nach-
Die Vorsitzende der Ethikkommission der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Prof. Dr.
Sigrun-Heide Filipp vom Fachbereich Psychologie der Universität Trier, referierte über das
Thema Suizid und assistierter Suizid aus der Perspektive der Psychologie. Foto: red
seien. Ein rechtzeitiger Dialog, so Fischer, unter anderem eine Sinngebung verfolkönne solche Situationen oftmals ver- gen, die der Hoffnungslosigkeit entgegenwirkt, etwa indem das Ich als nicht
meiden.
mehr alleine wichtig aufgefasst werde.
Die Diagnose einer lebensbedrohenden
Erkrankung wird oftmals als „Sturz aus Dass die ethische Beurteilung solcher Fälder Wirklichkeit“ erlebt, so Prof. Dr. Si- le eine schwierige Aufgabe sei, war der
grun-Heide Filipp vom Fachbereich Psy- einhellige Tenor bei den Teilnehmerinnen
chologie der Universität Trier. Sie beleuch- und Teilnehmern. In drei Workshops betete das Thema Suizid und assistierter handelten sie die Fragen, inwieweit das
Suizid aus der Perspektive der Psycholo- Pflegeheim als eine Endstation zu begreigie. Als Voraussetzungen für ein gutes Le- fen sei; Suizid ausschließlich durch das
ben gelten insbesondere Autonomie und Argument der Selbstbestimmung legitiGesundheit. Gerieten beide in Gefahr, miert werde und welchen Kriterien eine
könnten Depression und Hoffnungslosig- Therapiezieländerung folgen sollte.
keit die Folge sein, so Filipp. Selbstfokussierung und eine Ich-zentrierte Verkür- In einem waren sich die Teilnehmer eizung der Sicht auf die soziale Welt nig: Bei allen ärztlichen und pflegerikönnten dann den Sterbewunsch begrün- schen Maßnahmen sollte der Wunsch im
den oder intensivieren. Der wiederum Vordergrund stehen, dem Leben in jeder
könne als eine Flucht aus Leiden oder als Phase einen Sinn zu geben und auch das
Hilfeleistung für andere verstanden wer- Lebensende als eine Phase des guten Leden. Palliative Konzepte sollten deshalb bens zu begreifen und zu gestalten.
folger von Dr. Walter Berg, dem langjährigen Chefarzt der Inneren Abteilung,
der im März in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden ist. Holtschmit ist Facharzt für Orthopädie und
Rheumatologie und seit November 2002
für die Marienhauskliniken tätig. Hier
hat er die Hauptfachabteilung für Kon-
servative Orthopädie in Losheim aufgebaut und etabliert. Als Ärztlicher Direktor wird er sich mit Herz und Verstand
und großem Engagement für die Weiterentwicklung der beiden Klinik-Standorte
engagieren. Die Aufgaben des Ärztlichen
Direktors nimmt er ehrenamtlich zusätzlich zu seiner Arbeit als Chefarzt wahr.
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Geteilte Bilder – doppelte Freude
St. Franziskus Seniorenzentrum: Bei einem Kunstprojekt gestalteten
Bewohner und Grundschüler gemeinsam Bilder
St. Augustin (fs). Ohne sich vorher persönlich gesehen zu haben, malten Schulkinder gemeinsam mit Senioren Kunstwerke: Bewohnerinnen und Bewohner
des St. Franziskus Seniorenzentrums nahmen Anfang des Jahres an einem Kunstprojekt der Max & Moritz Grundschule in
St. Augustin Menden teil, bei dem Schülerinnen und Schüler zusammen mit älteren Menschen kreativ werden konnten.
Unter dem Motto „So stelle ich mir den
Sommer vor“ bannten zunächst die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums im Laufe mehrerer Wochen
mit Hilfe von Julia Gelser vom Sozialen
Dienst auf eine Leinwand, was für sie
Sommer bedeutet. Dabei ließen sie noch
ausreichend Platz für ihre jungen KunstPartner, die im Anschluss im Kunstunterricht zusammen mit ihrer Lehrerin Jennifer Fussy, die das Projekt initiiert hatte,
die Bilder mit ihren Ideen und Vorstellungen vervollständigten.
Kennen lernten sich die jungen und die
älteren Künstler Mitte Mai bei der feierlichen Eröffnung einer Ausstellung, bei der
die farbenfrohen Ergebnisse für einige
Wochen im Seniorenzentrum zu sehen
waren. Neugierig suchten die Viertklässler unter den Senioren ihre jeweiligen
Kunst-Partner, um sich mit ihnen über
das gemeinsame Werk, ihre Ideen und Erfahrungen beim Malen auszutauschen.
Diese Art der Zusammenarbeit von Jung
und Alt habe Zukunft, findet Martin Bongertz, der Leiter des Sozialen Dienstes
Verbesserte MammographieTechnik am kkm
Mainz. Mit einem neuen, hochmodernen
Mammographie-Gerät erweiterte das
Katholische Klinikum Mainz (kkm) Ende
Mai sein Leistungsspektrum und verbesserte die Untersuchungsmöglichkeit für
die Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin sowie für das Brustzentrum. Patientinnen mit Verdacht auf eine Brustkrebserkrankung profitieren von dieser
Investition deutlich. Denn mit diesem
Gerät der neuesten Generation kann die
Strahlendosis bis zu 30 Prozent gesenkt
werden, ohne dass es zu Einbußen bei
Freude und Stolz auf das gemeinsam geschaffene Werk zeigt sich in den Gesichtern der
jungen und der älteren Künstlerinnen und Künstler. Foto: red
des St. Franziskus Seniorenzentrums,
denn „es gehört zu den Grundgedanken
der Betreuung, unsere Bewohnerinnen
und Bewohner sowohl ins soziale Umfeld
einzubinden als auch ihnen anregende,
kreative Möglichkeiten der Tagesgestaltung anzubieten“. Gleichzeitig sei es organisatorisch weder für die Schüler noch
für die oft in ihrer Mobilität eingeschränkten Senioren leicht, sich regelmäßig über mehrere Wochen hinweg zum
gemeinsamen Malen zu treffen. „Auf
diesem Weg kann trotzdem ein kreatives
Miteinander der Generationen entstehen“, freut sich Bongertz über den Erfolg
des Projekts.
der Bildqualität kommt. Das bedeutet
eine besonders schonende und gleichzeitig schnelle und genaue Diagnostik.
Deutschlandweit können bisher nur wenige Krankenhäuser auf eine solche Technik zurückgreifen, die zusätzlich die Möglichkeit der mehrdimensionalen Bildgebung bietet.
Vielleicht ist es ja gerade die räumliche
Distanz zwischen den beteiligten Künstlern, die den Charme der Bilder ausmacht: Ob Blumenwiese oder Swimmingpool – jeder setzte seine Ideen um,
und doch ist am Ende ein harmonisches
Ganzes entstanden, das die unterschiedlichen „Sommer-Ansichten“ der Generationen auf einer Leinwand vereint. Die
Freude, die sowohl die Kinder als auch
die Senioren beim Malen hatten, das
fröhliche Miteinander bei der Ausstellungseröffnung und der Stolz der Künstler auf das gemeinsam geschaffene
Werk, machen Bongertz zuversichtlich,
dass das Seniorenzentrum und die
Grundschule ihre kreative Zusammenarbeit in jedem Fall fortsetzen werden.
men Händedesinfektion und Patientensicherheit sensibilisieren. Hygienefachkraft
Rosi Weber führte dazu gemeinsam mit
ihren Kolleginnen im April an beiden
Standorten des Klinikums Schulungen
zur Händedesinfektion durch. Mitarbeiter
mit direktem Patientenkontakt, also Ärzte, Pflegende und Therapeuten, stellten
dabei ihre tägliche Hygieneroutine theoretisch und praktisch auf den Prüfstand.
Aktion „Saubere
Die Ergebnisse der Schulungen wurden
Mitarbeiterhände“
ausgewertet, um weitere Maßnahmen zu
entwickeln – so zum Beispiel Kärtchen für
Saarlouis/Dillingen. Mit der Aktion „Saudie Kitteltasche, die die Beschäftigten
bere Mitarbeiterhände“ will das Marienständig an die Situationen erinnern, in dehaus Klinikum Saarlouis - Dillingen seine
nen Händedesinfektion notwendig ist.
Beschäftigten noch stärker für die The-
MARIENHAUS
Echo
3/2015
„Die Hospizbegleiter sind eine unglaubliche Bereicherung“
Das Ambulante Hospiz Morbach hat einen Kooperationsvertrag
mit dem Seniorenheim Charlottenhöhe geschlossen
Thalfang (fs). Dass Hospizarbeit auch immer Teamarbeit ist, das hat das Ambulante Hospiz Morbach einmal mehr unter
Beweis gestellt. Schon seit einiger Zeit
besteht ein intensiver Kontakt zwischen
den Mitarbeiterinnen des Ambulanten
Hospizes und dem Seniorenheim Charlottenhöhe in Thalfang. In einer Feierstunde
schlossen die beiden Einrichtungen Ende
April einen Kooperationsvertrag. Mit ihrer
Unterschrift gaben Edith Kolasinski, die
Leiterin des Seniorenheims, und die beiden Trägervertreter des Ambulanten Hospizes – das sind Wolfgang Berg als Vorsitzender des Christlichen Hospizvereins
Morbach e. V. und Christoph Drolshagen
für die Marienhaus Unternehmensgruppe – ihrer Zusammenarbeit ein festes
Fundament. Der Boden dafür könne im
Seniorenheim Charlottenhöhe nicht besser sein, ist Drolshagen überzeugt.
Dem konnte Edith Kolasinski nur zustimmen, auch sie hat die bisherige Zusammenarbeit als sehr harmonisch erlebt.
Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des
Ambulanten Hospizes kommt nun wöchentlich ins Seniorenheim. Bewohner
und Mitarbeiter können sie so ungezwungen kennenlernen. Wünscht ein Bewohner gezielte Betreuung, kann sie direkt in
die hospizliche Begleitung einsteigen.
Wenn Bewohner, Angehörige oder Pfle-
Die Trägervertreter des Ambulanten Hospizes Morbach Christoph Drolshagen von der
Marienhaus Unternehmensgruppe (rechts) und Wolfgang Berg, der Vorsitzende des
Christlichen Hospizvereins Morbach, unterzeichneten gemeinsam mit Edith Kolasinski, der
Leiterin des Seniorenheims Charlottenhöhe (Mitte), den Kooperationsvertrag. Dabei über
die Schulter schauten ihnen die Pflegedienstleiterin Claudia Conder (rechts) und die
Hospizfachkräfte Maria Löber (links) und Alexandra Thomas.
Foto: fs
gekräfte besonderen Gesprächs- oder
Beratungsbedarf haben, vermittelt sie
gemeinsam mit den hauptamtlichen
Mitarbeiterinnen des Hospizes, Maria Löber und Alexandra Thomas, weitere Hilfe.
Ehrenamtliche Hospizbegleiter sind geschult und bringen zudem viel Zeit mit,
ob für Gespräche, zum Vorlesen oder
zum gemeinsamen Beten. „Die Hospizbegleiter sind eine unglaubliche Berei-
cherung für die Bewohner und auch eine
Entlastung für die Pflegekräfte“, freut
sich Pflegedienstleiterin Claudia Conder.
Der Kooperationsvertrag mit dem Seniorenheim Charlottenhöhe ist der erste für
das Ambulante Hospiz Morbach – er soll
aber nicht der letzte bleiben: „Wir sind bereits in den Vorbereitungen für weitere
Kooperationen“, freut sich Wolfgang Berg.
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Mitarbeiter demonstrierten für
eine bessere Personalausstattung
Viele Kliniken aus der Trägerschaft beteiligten sich Ende Juni
an dem bundesweiten Aktionstag „162.000 fehlen“
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Kliniken der Marienhaus Unternehmensgruppe zeigten Flagge – so wie im Marienhaus
Klinikum Bendorf - Neuwied - Waldbreitbach.
Waldbreitbach. Deutschlandweit gingen Ende Juni Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von Kliniken in ihrer Mittagspause auf die Straße, um auf die
Personalnot in den Krankenhäusern aufmerksam zu machen. An dieser bundesweiten Aktion „162.000 fehlen“, die von
der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di initiiert wurde, beteiligten
sich auch viele Kliniken der Marienhaus
Unternehmensgruppe. Sonja Petit wertet die Aktion als großen Erfolg: „Wir haben mit diesen Demonstrationen deutlich gemacht, dass wir alle am Limit
arbeiten und die Krankenhäuser dringend mehr Personal benötigen“, sagt die
Vorsitzende der eGMAV.
Nach Berechnungen von ver.di fehlen in
den Kliniken deutschlandweit 162.000
Beschäftigte. Allein in Rheinland-Pfalz
und dem Saarland sind es mehr als
10.000. Auf diesen Missstand wollten
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
aufmerksam machen. Der Tag war bewusst gewählt; denn am 24. Juni traf
sich die Gesundheitsministerkonferenz
in Bad Dürkheim, um den Gesetzesentwurf zur Krankenhausstrukturreform,
aber auch Themen wie Telemedizin und
Hygiene zu beraten. Und den Gesundheitsministern aus dem Bund und den
Ländern wollten die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter mit ihren Demonstrationen vor Augen führen, dass es viele Probleme im Gesundheitswesen nicht gäbe,
inikum
arienhaus Kl
… oder im M
eiler.
im Kreis Ahrw
wenn die Kliniken ausreichend Personal
hätten. Dafür fehlt aber schlicht das
Geld, und das geplante Pflegeförderprogramm ist nicht viel mehr als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.
Ver.di hatte die 162.000 fehlenden Stellen auf sämtliche Krankenhäuser in
Deutschland umgerechnet. Jedes Krankenhaus bekam entsprechend seiner
Größe eine bestimmte Anzahl von Handzetteln, die veranschaulichen sollten,
wie viel Stellen rein rechnerisch im jeweiligen Haus fehlen. So bekam das Marienhaus Klinikum Saarlouis - Dillingen
beispielsweise die Handzettel mit den
Nummern 159.928 bis 160.122.
… oder in der Marienhausklinik St. Josef
Kohlhof in Neunkirchen.
… oder im Marienkrankenhaus Flörsheim am Main.
MARIENHAUS
ar-Oberwesel.
ley Kliniken St. Go
… oder in den Lore
Die Resonanz bei den Mitarbeitern war,
so Sonja Petit, sehr groß. Die Sorge, dass
sich nicht genügend Kolleginnen und
Kollegen an den Demonstrationen beteiligen würden, war völlig unbegründet. Und dass die Geschäftsführung
und die Direktorien die Aktion mit getragen und unterstützt haben, das hat
die eGMAV-Vorsitzende natürlich auch
sehr gefreut. Aber, Hand aufs Herz: Die
Missstände, die die Aktion „162.000
fehlen“ anprangerte, treiben alle im Unternehmen gleichermaßen um.
Echo
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3/2015
… oder in der Marienhau
sklinik Ottweiler.
… oder im Marienhaus Klinikum Saarlouis - Dillingen.
… oder im St. Josef-Krankenhaus in
Hermeskeil.
del.
… oder im Marienkrankenhaus St. Wen
… oder im Krankenhaus Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße. Fotos: red
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„Für jeden Verstorbenen ein Blatt“
Mit einem Gedenkbaum schafft das Alten- und Pflegeheim St. Anna
einen Ort, um von Verstorbenen Abschied zu nehmen
Morbach (al). Betritt man den Wohnbereich St. Anna des Alten- und Pflegeheims St. Anna, dann fällt einem sofort
die Wand auf, an der ein mannshoher
Baum aus Holz befestigt ist. Ein Blatt mit
einem Namen und ein Spruch auf einer
Schieferplatte machen deutlich, was es
mit diesem Baum auf sich hat. „Es ist unser Gedenkbaum“, erklärt Katrin Welter.
Während ihrer Weiterbildung zur Wohnbereichsleiterin hatte die gelernte Altenpflegerin ein Projekt zum Thema „Trauer
und Abschiedskultur“ initiiert. Gemeinsam mit einer Projektgruppe hat sie sich
intensiv Gedanken gemacht, wie und in
welcher Form verstorbener Bewohner,
Mitarbeiter und Ehrenamtlicher gedacht
werden könne. „Die Idee, einen Baum
mit Blättern zu füllen – für jeden Verstorbenen ein Blatt –, hatten wir schnell“,
erinnert sich Welter. Dass diese Idee so
gut umgesetzt wurde, „verdanken wir
den Künstlern Andreas Tuschik und Siggi
Nussbaum“, so Welter. Beide gestalteten
Baum und Schieferplatte ehrenamtlich.
Steinmetz Tuschik gravierte einen Spruch
von Pater Bernardo – der Hausseelsorger
ließ es sich natürlich nicht nehmen, seinen Beitrag zu diesem Projekt zu leisten
– und Holzbildhauer Nussbaum fertigte
das Wandbild. „Mit diesem Baum haben
nun unsere Mitarbeiter, Bewohner und
Angehörigen auch im Alltag einen Punkt,
an dem sie kurz innehalten und der Verstorbenen gedenken können“, freut sich
Heimleiter Wolfgang Berg über das gelungene Projekt.
Pater Bernardo, der Seelsorger des Alten- und
Pflegeheims St. Anna, verfasste den Spruch
für die Tafel des Gedenkbaumes.
Freuen sich über das gelungene Projekt: Heimleiter Wolfgang Berg, Seelsorger Pater Bernado,
Holzbildbauer Siggi Nussbaum, Katrin Welter und Steinmetz Andreas Tuschik (von links).
Dass Sterben und Tod im Alten- und Pflegeheim St. Anna ganz selbstverständlich
im Alltag dazu gehören und vor allem die
Mitarbeiter bemüht sind, sterbende Bewohner und ihre Angehörigen zu begleiten und ihnen beizustehen, dafür ist das
Konzept zur palliativen Kompetenz und
hospizlichen Kultur, das der Träger im
März 2013 auf den Weg gebracht hat
und das nach und nach in allen Altenhilfeeinrichtungen umgesetzt wird, verantwortlich. „Wir sind aber schon seit 2007
hospizlich und palliativ aktiv“, erläutert
Berg. Damals wurde die Einrichtung Mitglied im Hospizverein Hochwald e.V. „Es
war jedoch absehbar, dass die hauptund ehrenamtlichen Mitarbeiter des
Hospizes nicht auch noch für uns tätig
werden konnten“, erinnert sich der
Heimleiter. Deswegen holte er sich die
Kompetenz ins Haus und ließ einige Mitarbeiter zu Palliative-Fachkräften weiterbilden. Und 2011 initiierte das Altenund Pflegeheim St. Anna die Gründung
des Christlichen Hospizvereins Morbach
e.V. und des ambulanten Hospizes Morbach. „Unser Gedenkbaum ist also einer
von vielen Schritten, wie wir die hospizliche Kultur in unser Hausgemeinschaft
pflegen wollen. Verstorbene Bewohner
werden so nicht vergessen“, ist Wolfgang Berg dankbar für das große Engagement von Katrin Welter und ihrer Projektgruppe.
Gemeinsam mit der Projektgruppe hat Katrin Welter, die das Projekt initiiert und geleitet
hatte (Bildmitte), das Projekt zum Thema „Trauer und Abschiedskultur“ umgesetzt. Fotos: al
MARIENHAUS
Echo
3/2015
Fachlich und menschlich überzeugend
Mainz. Mitte Juli letzten Jahres hatte sie
ihre Arbeit im Katholischen Klinikum
Mainz (kkm) aufgenommen, Mitte April
wurde Prof. Dr. Theresia Weber als Chefärztin der Endokrinen Chirurgie im Zentrum für Allgemein-, Viszeral-, Endokrine
und Gefäßchirurgie des kkm offiziell begrüßt. In ihrem Grußwort machte Christa Garvert für die Gesellschafter deutlich, dass es eine richtige und strategisch
gute Entscheidung gewesen sei, die Spezialisierung innerhalb der Chirurgie weiter voranzutreiben und das Zentrum für
Allgemein-, Viszeral-, Endokrine und Gefäßchirurgie unter der Gesamtleitung
von Prof. Dr. Achim Heintz um den wichtigen Baustein der Endokrinen Chirurgie
zu erweitern. Dass man froh sei, mit Theresia Weber eine ausgewiesene Spezialistin für Operationen an der Schilddrüse
und Nebenschilddrüse gewonnen zu haben, die nicht nur fachlich überzeuge,
sondern auch durch ihren angenehmen
Prof. Dr. Theresia Weber (4. von rechts) wurde Mitte April als Chefärztin der Endokrinen
Chirurgie im Zentrum für Allgemein-, Viszeral-, Endokrine und Gefäßchirurgie des kkm
offiziell begrüßt. Foto: red
Umgang mit Patienten und Mitarbei- jetzt drei Chefärztinnen habe. Das wertern. Und, so Garvert abschließend, sie de für die weitere Entwicklung des Klinipersönlich sei froh darüber, dass das kkm kums gut und förderlich sein.
Antibiotika können jetzt zielgerichteter eingesetzt werden
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Kampf gegen zunehmende Antibiotika-Resistenzen
werden mikrobiologische Untersuchungen im eigenen Labor für Krankenhäuser
immer wichtiger. Bei Patienten mit bakteriellen Infektionen ist es sinnvoll, wenn
der Arzt vor Ort eine Kultur anlegen lassen
kann, um so schnellstmöglich herauszufinden, welches Antibiotikum am besten
wirkt. Diese Methode ist auch im Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler üblich.
Dank einer neuen Software wird die Arbeit des Labors jetzt aber noch effektiver,
schneller und genauer. Diese Software hat
der Förderverein des Krankenhauses Maria Hilf für das Labor angeschafft und dafür 5.700 Euro zur Verfügung gestellt.
„Bei uns können die Patienten binnen 48
Stunden mit einem sicher wirksamen
Antibiotikum behandelt werden, ohne
dass ein unspezifisches Breitband-Antibiotikum eingesetzt werden muss, das
eher die Entstehung von Resistenzen fördert“, erläutert Laborleiterin Beate Lindener. Mit einem fotometrischen Ablesegerät werden die im Labor angelegten
Kulturen schnell und zuverlässig ausgewertet. Das System erkennt anhand der
Farbumschläge genau, um welchen Keim
Laborleiterin Beate Lindener (4. von links) und Dr. Stephan Heinen, der Ärztliche Leiter des
Labors (2. von rechts), freuen sich über die neue Laborsoftware. Die Anschaffung hat der
Förderverein des Krankenhauses Maria Hilf, vertreten durch den Vorsitzenden Dr. Gerhard
Kreuter (rechts), möglich gemacht. Foto: red
es sich handelt und gegen welche Antibiotika er resistent ist – und ordnet die
umfangreichen Ergebnisse in der LaborEDV direkt dem entsprechenden Patienten zu. „Diese Direktübertragung des
kompletten mikrobiologischen Befundes führt zu schnellen und zuverlässigen
Ergebnissen, anhand derer das Labor den
behandelnden Ärzten kurzfristig eine
Empfehlung von wirksamen Medikamenten geben kann“, so Dr. Stephan Heinen,
der Ärztliche Leiter des Labors und internistische Oberarzt des Klinikums. Müssten die Proben an ein Fremdlabor gegeben werden, würde das eine Wartezeit
von bis zu fünf Tagen bedeuten.
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Informationen rund um Berufe im Gesundheitswesen
Gruppenbild mit Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichthentäler (4. von links) und
Holding-Geschäftsführer Dr. Heinz-Jürgen Scheid (2. von rechts). Mit dabei Marion Kaster,
die Heim- und Pflegedienstleiterin im Haus St. Antonius Waldbreitbach, Dr. Birgit E.
Schmid, die Leiterin der Marienhaus Bildung, Oberin Therese Schneider und Pflegedirektor
Winfried Königs vom Marienhaus Klinikum Bendorf - Neuwied - Waldbreitbach, und Peter
Schmitz, der Leiter des Rheinischen Bildungszentrums (von links).
Am Informationsstand des Rheinischen
Bildungszentrums: Früh übt sich, wer einmal
einen Beruf im Gesundheitsbereich ergreifen
möchte. Fotos: hf
Waldbreitbach. Bei den 2. Waldbreitbacher Gesundheitstagen, die Ende Mai im
Forum Antoniuskirche auf dem Waldbreitbacher Klosterberg stattfanden und
die die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichthentäler
zur Schirmherrin hatten, ging es zum einen um medizinische Themen wie Gesundheitsvorsorge und Fitness, um die
Reha Rhein-Wied den Besuchern und gaben interessierten jungen Leuten einen
Einblick in ihre jeweiligen Berufsbilder. –
Gemeinsame Veranstalter der Waldbreitbacher Gesundheitstage waren die drei
Verbandsgemeinden Bad Hönnigen, Linz
und Waldbreitbach, die im Rahmen der
Zukunftsinitiative „Starke Kommunen –
starkes Land“ eng zusammenarbeiten.
Diagnostik und Behandlung bestimmter
Krankheitsbilder und zum anderem um
Informationen rund um Berufe im Gesundheitswesen. So gehörte denn auch
nicht nur das Marienhaus Klinikum Bendorf - Neuwied - Waldbreitbach zu den
Ausstellern, vielmehr präsentierten sich
auch das Rheinische Bildungszentrum
und die Schule für Physiotherapie der
Mit der Ehrenplakette des Landkreises ausgezeichnet
Kreis Ahrweiler. Mit der Ehrenplakette
des Landkreises Ahrweiler sind in diesem
Jahr auch die Fördervereine der vier Krankenhäuser im Landkreis ausgezeichnet
worden. Der Förderverein des St. JosefKrankenhauses in Adenau (Vorsitzender:
Bernd Schiffarth) unterstützt seit seiner
Gründung 1997 das Haus nicht nur finanziell. Das gilt auch für den Förderverein
der Brohltal-Klinik St. Josef in Burgbrohl
(Vorsitzender hier ist Ortsbürgermeister
Walter Schneider), der beispielsweise alljährlich auch eine Stelle finanziert, damit
ein junger Mensch in der Fachklinik für
Geriatrische Rehabilitation ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren kann. Der
Förderverein des Krankenhauses Maria
Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Vorsitzender: Dr. Gerhard Kreuter) ist mit mehr
als 300 Mitgliedern der größte und hat
das Krankenhaus seit seiner Gründung
Landrat Dr. Jürgen Pföhler überreichte die Ehrenplakette an Bernd Schiffarth, Walter
Schneider, Dr. Gerhard Kreuter und Lorenz Denn, den Vorsitzenden des Remagener
Krankenhauses (von links). Foto: red
vor 21 Jahren mit mehr als 725.000 Euro wie wichtig bürgerschaftliches Engagefinanziell unterstützt. – Landrat Dr. Jür- ment für die Zukunftsfähigkeit eines Langen Pföhler hob in seiner Laudatio hervor, des und einer Region wie dem Ahrtal sei.
MARIENHAUS
Echo
3/2015
Erstmals mit dabei bei der Nacht der Kirchen
Saarlouis. Als am Pfingstsonntag bei der
dritten saarlandweiten Nacht der Kirchen 64 Gotteshäuser ihre Türen öffneten, da war das Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen erstmals und auch
als einzige Krankenhauskapelle mit dabei. Unter dem Motto Heilsames hatten
die Seelsorger gemeinsam mit der Kran-
kenhausoberin und dem Freundes- und
Förderverein der St. Elisabeth Klinik ein
Programm zusammengestellt, das alle
Sinne ansprechen sollte. Und rund 70 suchende und gläubige Menschen waren
der Einladung in die Krankenhauskapelle
in Saarlouis gefolgt. Die wurde an diesem Abend (wie die anderen Kirchen
auch) zu einem Ort der Begegnung, des
Gesprächs, der Stille, des Feierns, der
Kunst, der Kultur und der Meditation.
Nach einem Impuls zum Pfingstfest waren die Gäste zu einem himmlischen
Mahl eingeladen, das mit Zutaten, wie
sie in der Bibel erwähnt sind, zubereitet
war. Die Band GAP-Projekt begeisterte
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit
tiefgründigen und hoffnungsvollen Liedern und Texten. Und Max Bousso, der
aus dem Senegal stammt und seit 20
Jahren in Deutschland lebt, animierte
seine Zuhörer mit seinen Trommeln zum
Singen und Trommeln afrikanischer Lieder. Parallel konnten die Gäste, angeleitet von Theresia Gehl, der Vorsitzenden
des Fördervereins, in Enkaustik-Technik
kleine Kunstwerke malen. Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung
sorgte Klaus Bilsdorfer an der Orgel. Mit
einem gemeinsamen Nachtgebet endete gegen 23 Uhr im Marienhaus Klinikum
die Nacht der Kirchen.
Wenn die Nacht der Kirchen im nächsten
Jahr eine Neuauflage erfährt, dann könnte es durchaus sein, dass das Marienhaus
Klinikum wieder mit dabei ist. Die Besucherzahlen und die überaus positive Resonanz waren nämlich sehr ermutigend.
Neues Fahrzeug für das Ambulantes Hospiz St. Michael
Völklingen. Ein neues Fahrzeug steht
seit wenigen Wochen Heike Steuer und
Judith Schreiner, den beiden hauptamtlichen Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizes St. Michael Völklingen, für
ihre Arbeit zur Verfügung. Die Hälfte
des Kaufpreises hat der Förderverein
des Ambulanten Hospizes finanziert. Im
Jahre 2014 haben die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – die beiden Koordinatorinnen
werden von 45 aktiven Ehrenamtlichen
unterstützt – 212 Menschen auf ihrem
letzten Stück Lebensweg begleitet. –
Das ambulante Hospiz St. Michael wird
getragen vom St. Jakobus Hospiz in Heike Steuer (links) und Judith Schreiner (rechts am Auto) mit dem Vorstand des Fördervereins:
Saarbrücken und dem Marienhaus Klini- Klaus Aurnhammer, Magdalena Löw, dem Vorsitzenden Dr. Dietrich Wördehoff und Bernd
Eckert (von links). Foto: red
kum Saarlouis - Dillingen.
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Wir gratulieren!
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25-jähriges Dienstjubiläum
Silke Bänsch Katholisches Klinikum Mainz
Jutta Bartz Katholisches Klinikum Mainz
Elisabeth Bischoff Katholisches Klinikum Mainz
Ursula Braun Katholisches Klinikum Mainz
Christine Dalügge Krankenhaus Hetzelstift
Neustadt/ Weinstraße
Jan Dulok Marienhausklinik St. Josef Kohlhof
Neunkirchen
Maria Dulok Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Monika Schaub Krankenhaus Maria Hilf
Bad Neuenahr-Ahrweiler
Agata Schindler Krankenhaus Hetzelstift
Neustadt/ Weinstraße
Ingrid Schmitt-Torres Marienhausklinik St. Josef
Kohlhof Neunkirchen
Hatice Sazan-Kiral Katholisches Klinikum Mainz
Renate Siener Krankenhaus Hetzelstift
Neustadt/ Weinstraße
Matthias Strigl Krankenhaus Maria Hilf
Bad Neuenahr-Ahrweiler
Sandra Ebling Katholisches Klinikum Mainz
Marion Stümper Marienhaus Klinikum
St. Elisabeth Neuwied
Sabine Erbar Marienhaus Klinikum
St. Elisabeth Neuwied
Gerhard Tauer
Marienhaus Unternehmensgruppe
Beate Freimann Marienhausklinik St. Josef
Kohlhof Neunkirchen
Melanie Ürz Marienhaus Klinikum
St. Elisabeth Neuwied
Heidrun Gersing Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Maria-Rosaria Vorraro Katholisches Klinikum
Mainz
Jutta Gersing Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Rita Wagner Rosa Flesch - Tagungszentrum
Waldbreitbach
Verona Glimmberger Marienhaus Klinikum
St. Elisabeth Neuwied
Barbara Wasik Katholisches Klinikum Mainz
Katharina Hainke Katholisches Klinikum Mainz
Alexandra Höfer Katholisches Klinikum Mainz
Ulrike Weber Marienhaus Klinikum
St. Elisabeth Neuwied
Silvia Hoffmann Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Bettina Wiegand-Vogel Katholisches Klinikum
Mainz
Wolfgang Hopsch Katholisches Klinikum Mainz
Maria-Luise Zeitler Krankenhaus Hetzelstift
Neustadt/ Weinstraße
Heike Kasprowski Katholisches Klinikum Mainz
Edith Kerber Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Annelore Kiefer Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Silke Kipp Krankenhaus Hetzelstift
Neustadt/ Weinstraße
Eva Klinkigt Katholisches Klinikum Mainz
Ralf Krause Katholisches Klinikum Mainz
Birgit Ladzik Marienhaus Klinikum
St. Elisabeth Neuwied
Barbara Mansiamina Marienkrankenhaus
St. Wendel
Sabine Manz-Becker Katholisches Klinikum
Mainz
Gabriele Metz Marienhaus Klinikum
St. Josef Bendorf
Wolfgang Nikolay Brohltal-Klinik St. Josef
Burgbrohl
Dagmar Paulus-Gall Marienhausklinik
St. Josef Kohlhof Neunkirchen
Stefan Weber Marienkrankenhaus St. Wendel
Anne Zimmer Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
30-jähriges Dienstjubiläum
Birgit Bungert Marienkrankenhaus St. Wendel
Anita Fetzer St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil
Ralf Glattfelter Marienhaus Klinikum
St. Elisabeth Neuwied
Christine Graf Marienhaus Klinikum Saarlouis - Dillingen
Susanne Janssen Marienhausklinik St. Josef
Kohlhof Neunkirchen
Marion Lieberwirth Marienhausklinik St. Josef
Kohlhof Neunkirchen
Dagmar Liesmann Marienkrankenhaus
St. Wendel
Claudia Meyer-Kornbrust Marienkrankenhaus
St. Wendel
Erich Nehrenberg Marienhaus Klinikum
St. Josef Bendorf
Monika Petry Marienkrankenhaus St. Wendel
Sabine Schäfer-Hobgarskti Marienhausklinik
St. Josef Kohlhof Neunkirchen
Heike Punde Marienhauskliniken
St. Elisabeth Wadern – St. Josef Losheim am See
Bettina Scherer Krankenhaus Maria Hilf
Bad Neuenahr-Ahrweiler
Monika Radzanowski
Marienhaus Unternehmensgruppe
Gabriele Schliesing Marienhausklinik St. Josef
Kohlhof Neunkirchen
Bernd Regitz Marienhausklinik St. Josef
Kohlhof Neunkirchen
Gabriele Schneider Krankenhaus Hetzelstift
Neustadt/ Weinstraße
Barbara Retzmann Katholisches Klinikum Mainz
Margareta Wern Marienkrankenhaus St. Wendel
Nicole Rudolph Marienhaus Klinikum
St. Elisabeth Neuwied
Christine Wojciechowsky Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Robert Rupp Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Sigrid Zimmermann Marienhausklinik St. Josef
Kohlhof Neunkirchen
35-jähriges Dienstjubiläum
Elisabeth Bischoff Marienhauskliniken
St. Elisabeth Wadern – St. Josef Losheim am See
Elke Bost Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Gabriele Hörzer Alten- und Pflegeheim St. Anna
Morbach
Monika Jacobs Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Margarete Jung Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Elisabeth Kiefer Marienkrankenhaus St. Wendel
Karlheinz Köhler Krankenhaus Hetzelstift
Neustadt/ Weinstraße
Gerd Leins Marienkrankenhaus St. Wendel
Stephanie Plegniere Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Rita Recktenwald Marienkrankenhaus
St. Wendel
Wilma Schlich Marienhaus Klinikum
St. Elisabeth Neuwied
Karin Thelen St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil
Annegret Wagner Krankenhaus Hetzelstift
Neustadt/ Weinstraße
40-jähriges Dienstjubiläum
Gudrun Blass Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Doris Börner Katholisches Klinikum Mainz
Marliese Engels Marienhaus Klinikum
St. Elisabeth Neuwied
Edeltraud Fetzer Marienhausklinik St. Josef
Kohlhof Neunkirchen
Ulrike Hector Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Christa Koll Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Christa Kuck Marienhaus Unternehmensgruppe
Margot Schneider Marienhaus Klinikum
Saarlouis - Dillingen
Elke Schnug Josef-Ecker-Stift Neuwied
Mariamma Thekkeveettil Katholisches
Klinikum Mainz
Angelika Wagner Marienhausklinik St. Josef
Kohlhof
Ulrich Wirth Krankenhaus Hetzelstift
Neustadt/ Weinstraße
45-jähriges Dienstjubiläum
Rosemarie Bluem Krankenhaus Hetzelstift
Neustadt/ Weinstraße
P. S.: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass
wir in der Rubrik „Wir gratulieren“ nur die
Jubilare berücksichtigen können, die uns
die Hausleitungen schriftlich mitteilen. –
Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe
ist der 18. September 2015.
MARIENHAUS
Echo
3/2015
Klinikum ist „Herz-Aktiv“
Saarlouis. Die Klinik für Innere Medizin II,
Kardiologie des Marienhaus Klinikums
Saarlouis war Kooperationspartner der
Herzgruppe Saar e. V. für die zentrale Auftaktveranstaltung des diesjährigen „HerzAktiv-Monats“. Mit Vorträgen, Gesundheitschecks und Seminaren beteiligte
sich die Abteilung Anfang Mai an der Aktion, die die Deutsche Gesellschaft für
Prävention und Rehabilitation von HerzKreislauferkrankungen e. V. (DGPR) seit
vier Jahren veranstaltet, um Betroffene
und Interessierte über Herz-Kreislauferkrankungen und deren Therapie aufzu- Die saarländische Gesundheitsministerin und Schirmherrin des „Herz-Aktiv-Monats“ Monika
Bachmann freute sich gemeinsam mit Referenten und Organisatoren über die erfolgreiche
klären.
Im Zentrum der Aktion standen dieses
Jahr „Kardiovaskuläre Risikofaktoren“. Privatdozent Dr. Erik Friedrich, der Chefarzt
der Kardiologie, gab mit weiteren Spezialisten einen umfangreichen Überblick
über die Ursachen von Herz-Kreislauferkrankungen. Neben Geschlecht, genetischer Veranlagung und Alter wirken sich
Veranstaltung: Dr. Dirk Spörhase-Eisel, Dr. Björn Burger, Chefarzt Privatdozent Dr. Erik
Friedrich, Helmut Röder, Prof. Dr. Günter Hennersdorf und Dr. Paul Weber (von links). Foto: red
unter anderem Rauchen, Übergewicht,
Bewegungsmangel, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen negativ aus. Besucher konnten sich an verschiedenen
Ständen zum Thema „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ informieren oder ihren Blut-
druck und Blutzucker messen lassen.
Übungsleitern, die in der Rehabilitation
von Herz-Kreislauf-Patienten tätig sind,
bot das Klinikum zusätzlich eine FachFortbildung an.
Wir bieten Mitarbeitenden und Führungspersonen kostenfrei
Beratung unter Wahrung von Diskretion und Anonymität.
Institut für Beratung,
Seelsorge und Coaching
Institut für Beratung,
Seelsorge und Coaching
Wir sind eine Einrichtung der MarienhausStiftung. Unser Beratungsangebot richtet
sich ausschließlich an Einzelpersonen,
die freiwillig Beratung wünschen. Die
Beratungen finden an den beiden Standorten Vallendar und Wadgassen statt.
Die Themen, die Gegenstand der Beratung sind, hängen vom spezifischen
Anliegen der Person ab.
Beratung wird angeboten als:
Persönliche Beratung
Supervision
Coaching
Geistliche Begleitung
Individualtraining
Nähere Informationen zu den
Beratungsformaten, dem
Beratungsteam, Rahmenbedingungen und auch zu häufig
gestellten Fragen finden Sie auf
unserer Homepage.
Sekretariat:
Doris Brauneck
Pallottistraße 2, 56179 Vallendar
Telefon: 0261 6408-400
[email protected]
www.institut-beratung-seelsorge-coaching.de
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Das kkm sagt den Keimen den Kampf an
Spender in den Eingangshallen der kkmStandorte aufgestellt. Das macht Sinn,
denn es ist wichtig, dass so wenig Erreger
wie möglich in das Krankenhaus und somit an die Patienten gebracht werden.
Der Besucher selbst kann sich beim Verlassen des Hauses ebenfalls vor den unsichtbaren Erregern schützen, wenn er
seine Hände gut und richtig desinfiziert.
Wie man seine Hände richtig desinfiziert, demonstrieren Dr. Karl-Peter Göttmann und Ulla
Peitz-Olliges aus dem Qualitätsmanagement. Foto: red
Mainz. Seit 2005 ruft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr weltweit am 5. Mai zum „Clean Care is Safer
Care“-Aktionstag auf („Saubere Pflege ist
sicherere Pflege“). In die gleiche Richtung
zielt die nationale Kampagne „Aktion
Saubere Hände“, die auf die Verbesserung der Händedesinfektion in deutschen Krankenhäusern abzielt. Beim nationalen Aktionstag ist bereits seit 2007
das Katholische Klinikum Mainz (kkm)
regelmäßig mit dabei. Denn „wir möch-
ten unsere Mitarbeiter fortlaufend für
die Bedeutung der Händedesinfektion
sensibilisieren und damit natürlich auch
ein Zeichen für die qualitativ hochwertige und sichere Versorgung der Patienten
in allen Bereichen unseres Krankenhauses setzen“, sagt Dr. Hubert Holz, der leitende Krankenhaushygieniker des kkm.
Auch Besucher sollten beim Betreten und
Verlassen des Krankenhauses ihre Hände
stets desinfizieren. Dafür wurden eigens
PKW und Touch Portal gespendet
Mainz. Dank der Unterstützung von
über 100 Sponsoren verfügt das Katholischen Klinikum Mainz seit Ende Mai
über ein Informationsterminal „Touch
Portal“ sowie über einen neuen Ford
„Transit Connect“ für den Klinikfuhrpark. Im Rahmen einer feierlichen Übergabe wurden der PKW und das InfoTerminal offiziell in Betrieb genommen.
Letzteres können Besucher und Patienten zur Abfrage rund um das Klinikum
nutzen und erhalten dabei nebenbei
wertvolle Hinweise auf Angebote der
Geschäftsleute aus der Region. Die
Spende verdankt das Klinikum dem Institut für Stadtmarketing, das dafür Gewerbetreibende als Sponsoren gewonnen hatte.
In diesem Jahr standen die unterschiedlichen Desinfektionsprodukte und ihre
korrekte Anwendung im Mittelpunkt der
Kampagne. Außerdem wurde allen Teilnehmern in der kkm-Cafeteria ein vielfältiges Angebot an Informationen zu multiresistenten Erregern, Tipps rund um die
Händedesinfektion, zu Hautpflege sowie
ein Gewinnspiel geboten. Dr. Karl-Peter
Göttmann, der stellvertretende Leiter der
Krankenhaushygiene, und Susanne Klein,
die gerade ihre Ausbildung zur Hygienefachkraft absolviert, nahmen sich dabei
viel Zeit für die Beratung von Mitarbeitern und Besuchern. Denn „die beste
Möglichkeit, sich vor Krankenhausinfektionen zu schützen, ist die korrekte Durchführung der Händedesinfektion. Und
häufig waren es wirklich nur Kleinigkeiten, die die Teilnehmer an unserer Aktion
verbessern müssen“, so ihr Fazit.
MARIENHAUS
Echo
3/2015
Leitfaden für ethische Entscheidungen im Management
Waldbreitbach. In Zeiten, in denen die
wirtschaftlichen Zwänge immer größer
werden, werden den Verantwortlichen
in Kliniken oder Senioreneinrichtungen
zunehmend Entscheidungen abverlangt,
bei denen sie zwischen Wirtschaftlichkeit und so genannten Sachzwängen auf
der einen und dem Anspruch des Trägers
und ihren persönlichen Wertvorstellungen auf der anderen Seite abwägen müssen. Um in diesem Spannungsfeld nicht
die Orientierung zu verlieren, hat die Marienhaus Stiftung zusammen mit befreundeten kirchlichen Trägern und dem
Deutschen Caritasverband jüngst einen
Leitfaden „Ethisch entscheiden“ entwickelt. Dieser Leitfaden ist ein Kompass
für die Entscheidungsfindung und berücksichtigt gleichermaßen ethische Aspekte wie wirtschaftliche Notwendigkeiten.
Bei der Fortbildung Ethik im Management – Ethische Fallbesprechung in ökonomischen und organisatorischen Entscheidungsfeldern, die Mitte Juni im
Rosa Flesch - Tagungszentrum stattfand,
stellten Georg Beule von der Stabsstelle
Ethik und Werte und sein Kollege Wolfgang Heinemann von den Olper Franziskanerinnen den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern diesen Leitfaden vor und
zeigten anhand konkreter Fallbeispiele
seine Praxistauglichkeit. – Was sich im
medizinischen und pflegerischen Bereich mittlerweile vielerorts etabliert
hat, ethische Fallbesprechungen nämlich, wird sich dank dieses Leitfadens
nun hoffentlich auch im Verwaltungsbereich stärker etablieren.
Regelmäßige Treffen erleichtern die Arbeit mit dem Internet
Trier (fs). Eine eigene Homepage gehört
zur Grundausstattung jeder Einrichtung
unter dem Dach der Marienhaus Unternehmensgruppe. Um deren Pflege küm-
mern sich Mitarbeiter aus den jeweiligen
Häusern, für die das Thema „Internet“ in
der Regel eine Aufgabe ist, die sie zusätzlich zu ihrer anderen Arbeit in Verwal-
tung, Qualitätsmanagement oder Sozialem Dienst wahrnehmen. Um die
Online-Redakteure zu unterstützen, ihnen Neues zu zeigen und insbesondere
um ihnen den Austausch mit Kollegen zu
ermöglichen, organisiert der Träger seit
rund drei Jahren regelmäßig Internet-Redakteurs-Treffen. So auch wieder Anfang
Mai, als das mittlerweile siebte Treffen in
der Fachschule für Altenpflege in Trier
stattfand. Auf der Agenda des Treffens
standen dieses Mal Themen wie die Darstellung von aktuellen Nachrichten auf
der Startseite, der Nutzen des Statistiktools PIWIK oder Möglichkeiten der Suchmaschinen-Optimierung. Dirk Klein von
der Firma designergruppe, der die Internetseiten des Trägers technisch umsetzt
und betreut, stand für Fragen aller Art
zur Verfügung, ebenso Heribert Frieling,
der Leiter der Stabsstelle Unternehmenskommunikation, sowie Anja Loudovici
und Franziska Sprenger von der trägereigenen PR-Agentur, die die Redakteure
auch im Alltag unterstützen.
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Sonnenbrand und Heiliger Geist
beim Ökumenischen Kirchentag in Speyer
Speyer/Neustadt an der Weinstraße.
Mehr als 20.000 Gläubige nahmen am
Pfingstwochenende am Ökumenischen
Kirchentag in Speyer teil. Das große Ziel
war laut Domkapitular Franz Vogelgesang, „dass die Christen an einem Tisch
Eucharistie feiern können.“ Das Ziel von
Krankenhausoberin Maria Heine und der
zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses Hetzelstift,
die mit einem Stand in der Nähe des imposanten Speyrer Doms an der Veranstaltung (Motto: Aufstehen zum Leben)
teilnahmen, war ein wenig bescheidener,
aber nicht weniger ökumenisch: Man informierte über das umfassende Leistungsspektrum des Hauses und über den
Träger, über die vielfältigen Möglichkeiten der Ausbildung und das Freiwillige
Soziale Jahr. Und machte deutlich, welche speziellen Angebote in punkto Seelsorge und Beratung das Klinikum seinen
Patienten macht. Schließlich spielt die
Sorge um den Menschen in einem christlichen Krankenhaus eine besondere Rolle.
Am Ökumenischen Kirchentag in Speyer beteiligte sich auch das Krankenhaus Hetzelstift
mit einem Informationsstand. Foto: red
Besucher auch selbst aktiv werden konnten. Mit den Besuchern ins Gespräch
kommen, ihnen Projekte, Veranstaltungen und Entwicklungen im Hetzelstift
vorzustellen, das gelang an diesen Tagen
Weiterhin mit im Gepäck: Hygienetests auf vielfältige Weise. Und so bedankte
und ein Hygienequiz sowie Simulations- sich Speyers Bischof Karl-Heinz Wiesebrillen für Augenkrankheiten, damit die mann ausdrücklich dafür, dass das Kran-
kenhaus Hetzelstift am Ökumenischen
Kirchentag teilgenommen hat, als er am
Pfingstsonntag den Stand des Krankenhauses besuchte. – Aber wenn es um die
Sorge um die Menschen geht, dann gehören Krankenhäuser auch bei solchen
kirchlichen Veranstaltungen unbedingt
mit dazu.
Spende der Senatspräsident-Ecker-Stiftung
Neuwied (fs). Seit Ende April ist sie fertig,
die neue Theke in der Cafeteria des JosefEcker-Stiftes. Obwohl das Wort „Theke“
für diese hochmoderne Speisenausgabe
kaum passend scheint. Sie hat einen Wert
von 50.000 Euro und wurde ermöglicht
durch eine zweckgebundene Spende der
Senatspräsident-Ecker-Stiftung Neuwied.
Georg Schuhen (links), der Vorsitzende
des Kuratoriums der Stiftung, überreichte
Mitte Mai symbolisch einen Spendenscheck an Siegfried Hartinger (rechts),
den Heimleiter des Josef-Ecker-Stiftes.
„Wir freuen uns sehr über diese großzügige Spende“, bedankte sich Hartinger für
die willkommene Unterstützung. Denn
in dieser Form und Ausstattung hätte
das Haus die neue Theke nicht aus eigenen Mitteln finanzieren können.
präsident-Ecker-Stiftung, betont Schuhen. Schließlich habe sie das Alten- und
Pflegeheim ursprünglich auch ins Leben
gerufen. Mit ihrer Spende sorgt die Stiftung nun einmal mehr für eine wohnliche Atmosphäre und professionelle Ausstattung des Hauses. Hinter der neuen
Das Josef-Ecker-Stift zum Wohl der Be- Speisenausgabe haben die Mitarbeiterinwohnerinnen und Bewohner zu fördern, nen und Mitarbeiter nun mehr als dopsei die vornehmste Aufgabe der Senats- pelt so viel Platz wie bisher, um die Mahl-
zeiten der Bewohner vorzubereiten und
zügig anzurichten. Zudem bieten moderne Warmhalte-Becken, eine Gefriertruhe,
gekühlte Vitrinen sowie ein separates
Salatbuffet weitere zahlreiche Vorteile.
Eine eigene Kaffeebar, die rund um die
Uhr zur Verfügung steht, rundet das Angebot des Josef-Ecker-Stiftes für Bewohner, Angehörige und auch für Gäste aus
der Umgebung ab.
MARIENHAUS
Echo
3/2015
In der interventionellen Radiologie will er neue Akzente setzen
Dr. Felix Schoth als neuer Chefarzt der Radiologie im
Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler eingeführt
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seit Anfang
März ist er nun Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie
des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler, Mitte April hießen Geschäftsführung und Direktorium Dr. Felix Schoth im
Rahmen einer Feierstunde auch offiziell
herzlich willkommen. Dr. Michael Masanneck für die Geschäftsführung der Marienhaus Kliniken GmbH und der Ärztliche
Direktor Dr. Josef Spanier machten in ihren kurzen Ansprachen deutlich, dass
sich schon nach wenigen Wochen bestätige, „dass wir mit Ihnen den richtigen
Kandidaten für diese Chefarztposition
ausgewählt haben“, wie es Michael Masanneck formulierte.
Dr. Felix Schoth hat in Aachen parallel
Physik und Medizin studiert und sich
dann gottlob für den medizinischen
Weg entschieden. Er ist Facharzt für Radiologie, zertifiziert als Interventioneller
Radiologe und war zuletzt Oberarzt der
Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Uniklinik Aachen
und als solcher mit verantwortlich für
die Organisation dieser großen Klinik.
Im Marienhaus Klinikum will er zum einen die bewährte Zusammenarbeit mit
Dr. Felix Schoth (2. von rechts) ist neuer Chefarzt der Radiologie des Marienhaus Klinikums
im Kreis Ahrweiler. Mitte April hießen ihn Dr. Michael Masanneck (3. von rechts) für die
Geschäftsführung des Trägers und die Mitglieder des Direktoriums, also der Kaufmännische
Direktor Thomas Karls, der Ärztliche Direktor Dr. Josef Spanier, Krankenhausoberin Gaby
Frömbgen und Pflegedirektor Blerim Hetemi (von links) herzlich willkommen. Foto: hf
den Kollegen aus dem Bonner Gemeinschaftskrankenhaus fortführen, dann
aber auch speziell in der interventionellen Radiologie sukzessive neue Felder
erschließen und neue Akzente setzen.
Schoth unterstrich in seinem kurzen
Grußwort, dass er eine funktionierende
Klinik und ein tolles Team vorgefunden
habe und menschlich sehr gut aufgenommen worden sei. Der Dank von Dr.
Spanier und Dr. Masanneck galt deshalb
auch in besonderer Weise dem Team der
Radiologie, das nach der lebensbedrohlichen Erkrankung von Dr. Alfons Erwes,
des langjährigen Chefarztes der Abteilung, die Zeit der Vakanz auf beispielhafte und vorbildliche Weise überbrückt
habe und damit auch gezeigt habe, wie
gut die Radiologie in Bad Neuenahr aufgestellt ist.
Waldbreitbacher Ärzteakademie: „Learning Nuggets“ gestartet
Bad Neuenahr-Ahrweiler (al). Ende Juni
fand im Krankenhaus Maria Hilf die erste
Veranstaltung der Weiterbildungsreihe
„Learning Nuggets“ der Waldbreitbacher
Ärzteakademie statt. Zum Thema „Gemeinsam besser werden – im Team erfolgreich zusammen arbeiten“, stellte
Referentin Sabine Zwierlein-Rockenfeller
(stehend) den Teilnehmern Methoden
vor, wie die Zusammenarbeit in einem
Team konstruktiv verbessert werden
kann. In dieser Weiterbildungsreihe sollen weitere Module zum Thema Kommunikation angeboten werden, aber auch
Veranstaltungen mit anderen thematischen Schwerpunkten. So fand Anfang
Juli im St. Josefs-Krankenhaus Hermeskeil der Workshop „Rechtliche Grundlagen von Patientenfixierung und freiheitsentziehenden Maßnahmen“ statt.
Neben den „Learning Nuggets“ kümmert
sich die Waldbreitbacher Ärzteakademie
unter der Leitung von Dr. Katrin Keller (3.
von rechts) beispielsweise um das Zentrale Einführungsseminar für Assistenzärzte oder das Famulanten- und PJler-
Camp. Die Akademie möchte Zeit und
Raum für Bildung schaffen und so dazu
beitragen, die Attraktivität der Marienhaus Unternehmensgruppe als Arbeitgeber zu stärken und die persönliche Kompetenzentwicklung der Ärzte zu fördern.
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„Krankheiten habe ich nie gekannt“
Marienhaus Seniorenzentrum St. Josef: Maria Höhner ist
103 Jahre und beeindruckt durch ihre Fitness
Bad Breisig (al). Als ich in ihr Zimmer
komme, sitzt die alte Dame in einem Sessel am Fenster und liest konzentriert die
Tageszeitung. Sie lacht mich an und erklärt mir: „Das Leben ist so turbulent, und
ich will genau wissen, was in der Welt
geschieht“. Die alte Dame heißt Maria
Höhner und feierte Anfang Juni ihren
103. Geburtstag. Bis vor kurzem hat die
gebürtige Kölnerin (geboren wurde sie
1912) in Bonn in ihrer eigenen Wohnung
gelebt und ist erst vor ein paar Wochen
ins Marienhaus Seniorenzentrum St. Josef in Bad Breisig gezogen, in die Nähe
ihres Sohnes und seiner Familie. „Und
hier habe ich auch den Rhein direkt vor
der Tür“, freut sich die äußerst rüstige Seniorin über ihr neues Heim. Früher sei sie
regelmäßig von Bonn nach Beuel über
den Rhein geschwommen. Das tue sie
heute natürlich nicht mehr, lacht sie.
Aber Sport macht sie immer noch und
„das ist auch sehr wichtig“, betont sie. Jeden Tag geht sie spazieren – am Rhein
natürlich, und nimmt an verschiedenen
Sportangeboten im Seniorenzentrum
teil. Wie sportlich man mit 103 Jahren
noch sein kann, davon kann ich mich wenig später selbst überzeugen, als sie gemeinsam mit anderen Bewohnerinnen
sogar mit Gewichtsmanschetten trainiert. Ich staune, mit welcher Leichtigkeit
sie ihre Beine schwingt und wie flink sie
die Bälle fängt und zurückspielt. Diese
Dame ist 103 Jahre alt?
Viele hätten sie gefragt, was ihr Rezept
sei, um so alt zu werden. „Ich bin Kneippianerin“, erläutert Maria Höhner. Und danach habe sie immer gelebt – auch heute
noch. Sind Körper, Geist und Seele im Einklang, „kommt der Rest von allein“, ist ihre
Erfahrung. Viel Bewegung und eine ausgewogene Ernährung spielen dabei eine
wichtige Rolle. „Aber auch Lachen hilft“,
sagt die fröhliche Seniorin und lässt wieder ihr helles und sympathisches Glockenlachen erklingen. „Krankheiten habe
ich nie gekannt“, ist Maria Höhner dankbar. Aber ob sie aufgrund ihres gesunden
Lebenswandels so alt werden durfte, das
weiß sie nicht. „Ich habe einfach Glück“,
lacht sie wieder.
Neben dem Sport ist Lesen eines ihrer
Hobbys. „Wie sollte es auch anders sein.
Habe ich doch mit meinem ersten Mann
in seiner Buchhandlung gearbeitet“, erzählt sie. Ihrem Mann, den sie 1936 geheiratete hatte, gehörte die akademische Universitätsbuchhandlung in Bonn.
Während der Zeit des Nationalsozialismus führte sie sogar eine Zeitlang die
Buchhandlung allein. „Mein Mann wurde verhaftet und war anderthalb Jahre
im Gefängnis“ erinnert sie sich. Das war
damals nicht einfach. Sie war ursprünglich gelernte Putzmacherin und stellte
Schmuck für Damenhüte her. „Aber ich
habe mich durchgesetzt und durchgebissen“, ist sie heute noch stolz. Die Zeit
Auch mit Gewichtsmanschetten an den Beinen schießt die 103-jährige Maria Höhner
schwungvoll den Ball. Fotos: al
des Dritten Reiches war für sie die
schlimmste Zeit ihres Lebens. „Vor allem
die damalige Willkür der Machthaber“,
blickt Maria Höhner zurück. Kurz vor
Ende des Zweiten Weltkrieges wurden
die Buchhandlung und das Wohnhaus
ihrer Familie ausgebombt. „Die erste
Nacht nach dem Bombenangriff verbrachte ich mit meinem kleinen Sohn im
Bonner Hofgarten unter freiem Himmel
und wusste nicht, was werden sollte.“
Nach dem Krieg bauten ihr Mann und
sie die Buchhandlung wieder auf. „Man
konnte wieder normal leben“, ist Maria
Höhner noch heute dankbar, die Zeit unter Hitler überstanden zu haben. Ihre
Söhne, geboren 1937 und 1945, wurden
beide Immobilienmakler. Der Jüngere
verstarb 1972 nach einem Unfall. Nach
dem Tod ihres Mannes heiratete Maria
Höhner noch einmal. Heute hat sie drei
Enkel und fünf Urenkel. „Ich habe keine
allzu große Familie, aber wir sind alle
füreinander da“, freut sie sich, dass sie
nun in Bad Breisig noch näher bei ihrer
Familie lebt. „Hier im Seniorenzentrum
fühle ich mich sehr wohl“, sagt sie. „Und
ihre fröhliche Art bereichert unsere
Hausgemeinschaft sehr“, ergänzt Heimleiter Hermannjosef Berg, der genauso
beeindruckt ist von Maria Höhner wie
ich und wie ich überlegt, Kneippianer zu
werden. So fit im hohen Alter wie Maria
Höhner – das wollen wir auch sein.
Schwungvoll die Beine abwechselnd hoch zu
strecken – für Maria Höhner kein Problem. EDITH-STEIN-AKADEMIE
Leitbild – führung – Kooperation
Unser Auftrag: Weiterbildungen in christlichen Einrichtungen
führunGspraxis iM aLten- und pfLeGeheiM
6 Module im Zeitraum: November 2014 – November 2015
Zielgruppe
Einrichtungsleitungen, Pflegedienstleitungen und
Bereichsleitungen in Alten- und Pflegeheimen
Beginn
09.– 10.09.2015 (Modul 5)
11.– 13.11.2015 (Modul 6)
Ort
Rosa Flesch - Tagungszentrum, Waldbreitbach
ansprechpartnerin
Bettina Schloemer, Tel.: 0261 988238-12
E-Mail: [email protected]
Die Module können einzeln gebucht werden.
In Kooperation mit dem ctt-Fortbildungszentrum und der Lernstatt Zukunft des Caritasverbandes für die Diözese Trier
QuaLifiKatiOn Zur ehrenaMtsKOOrdinatOrin/
ZuM ehrenaMtsKOOrdinatOr
Zielgruppe
Hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter, die für
ehrenamtliche Mitarbeiter Verantwortung tragen, deren
Arbeit koordinieren und fördern oder sich auf diese
Aufgabe vorbereiten.
Beginn
27.– 28.01.2016 (Modul 1)
09.– 10.03.2016 (Modul 2)
18.– 19.05.2016 (Modul 3)
13.– 14.07.2016 (Modul 4)
21.–22.09.2016 (Modul 5)
Nov./Dez. 2016 (Modul 6)
Ort
Rosa Flesch - Tagungszentrum, Waldbreitbach
ansprechpartnerin
Bettina Schloemer, Tel.: 0261 988238-12
E-Mail: [email protected]
piLGerfahrt 2016: assisi und die franZisKanischen stätten
BeGLeitunG Bei der einführunG in das „BeurteiLunGs- und
förderGespräch“, sOwie das „MitarBeiter – feedBacK“
Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen und fördern
Zielgruppe
Mitglieder des Krankenhausdirektoriums, Chefärztinnen/Chefärzte,
Einrichtungs- und Schulleitungen sowie deren Stellvertretungen,
Abteilungs- und Bereichsleitungen
Beginn
auf Anfrage
Ort
jeweilige Einrichtung
ansprechpartnerin
Kristin Gehlen, Tel.: 0261 988238-11, E-Mail: [email protected]
in KOOperatiOn Mit der stiftunG
BiLdunG iM KKVd
exZeLLent führen in schwieriGen Zeiten (15. Kurs) 2015– 2016
Ein Führungstraining für leitende Ärztinnen/Ärzte im christlichen Krankenhaus
Zielgruppe
Ärztliche Direktorinnen/Direktoren, Chefärztinnen/Chefärzte, leitende
Ärztinnen/Ärzte, Leitungen medizinischer Abteilungen und diejenigen, die
in absehbarer Zeit ein solches Leitungsamt übernehmen werden
Beginn
07.09.2015 (Infotag)
07.– 09.10.2015 (Modul 1)
07.– 09.12.2015 (Modul 2)
Ort
Heimbuchenthal (Spessart)
ansprechpartnerin
Bettina Schloemer, Tel.: 0261 6402-450, E-Mail: [email protected]
15.– 17.02.2016 (Modul 3)
09.–11.05.2016 (Modul 4)
05.– 08.09.2016 (Modul 5)
Geprüfte ManaGeMent-assistenten iM Gesundheitswesen saK 2015– 2016
Zielgruppe
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter im Sekretariat der Geschäftsführung/
Direktorien und/oder Chefarztsekretariat
termine
15.10.2015 (Infotag)
24.–26.11.2015 (Modul 1)
16.–18.02.2016 (Modul 2)
KOMpetenZ und Geist Vii
Ort
Führen und Leiten in kirchlichen Einrichtungen
Im Zeitraum: November 2015 – November 2017
Bildungsstätte Marienland, Vallendar
Rosa Flesch - Tagungszentrum, Waldbreitbach
ansprechpartnerin
Bettina Schloemer, Tel.: 0261 6402-450, E-Mail: [email protected]
Zielgruppe
Alle Interessierten
Beginn
17.–25.05.2016
ansprechpartnerin
Bettina Schloemer, Tel.: 0261 988238-12
E-Mail: [email protected]
Zielgruppe
Führungspersönlichkeiten in Einrichtungen kirchlicher
Trägerschaft ( z. B. Geschäftsführungen, Verwaltungsleitungen, Chefärztinnen/Chefärzte, Einrichtungsleitungen,
Pflegedienstleitungen, Schulleitungen)
Beginn
14.09.2015 (Infotag), alle weiteren Termine auf Anfrage
Ort
Rosa Flesch - Tagungszentrum, Waldbreitbach
ansprechpartnerin
Kristin Gehlen, Tel.: 0261 988238-11
E-Mail: [email protected]
In Kooperation mit der Stiftung Bildung im KKVD und der Philosophisch Theologischen
Hochschule Vallendar
feedBacK GeBen – feedBacK nehMen
Mit dem Mitarbeiterfeedback an Vorgesetzte die Führungskultur in der
Einrichtung verändern
Zielgruppe
Mitglieder des Krankenhausdirektoriums, Chefärztinnen/
Chefärzte, Einrichtungs- und Schulleitungen sowie deren
Stellvertretungen, Abteilungs- und Bereichsleitungen
Beginn
auf Anfrage
Ort
jeweilige Einrichtung
ansprechpartnerin
Kristin Gehlen, Tel.: 0261 988238-11
E-Mail: [email protected]
MOderatiOn VOn feedBacKGesprächen
Zielgruppe
Mitglieder des Krankenhausdirektoriums, Chefärztinnen/
Chefärzte, Einrichtungs- und Schulleitungen sowie deren
Stellvertretungen, Abteilungs- und Bereichsleitungen
Beginn
auf Anfrage
Ort
jeweilige Einrichtung
ansprechpartnerin
Kristin Gehlen, Tel.: 0261 988238-11
E-Mail: [email protected]
18.– 20.05.2016 (Modul 3)
27.–29.09.2016 (Modul 4)
23.– 24.11.2016 (Modul 5)
führen und Leiten in Küche, hauswirtschaft und technischeM dienst
(2. Kurs) 2015–2016
Zielgruppe
Leitungen von Küche, Hauswirtschaft, Technischem Dienst
Beginn
01.10.2015 (Infotag)
25.–27.11.2015 (Modul 1)
14.–17.03.2016 (Modul 2)
04.– 06.07.2016 (Modul 3)
26.–28.09.2016 (Modul 4)
Ort
Rosa Flesch - Tagungszentrum, Waldbreitbach
ansprechpartnerin
Kristin Gehlen, Tel.: 0261 6402-450, E-Mail: [email protected]
VOranKündiGunG
ein cOachinG-anGeBOt für tOp-führunGsKräfte
Beginn
auf Anfrage
Ort
jeweilige Einrichtung
ansprechpartnerin
Kristin Gehlen, Tel.: 0261 6402-450, E-Mail: [email protected]
erfOLGreich führen in KathOLischen KranKenhäusern (17. Kurs)
Zielgruppe
Führungskräfteentwicklung für Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich
Beginn
17.01.2017 (Infotag)
08.–12.05.2017 (Modul 1)
15.–19.05.2017 (Modul 2)
13.– 17.11.2017 (Modul 3)
23.–27.04.2018 (Modul 4)
05.– 09.11.2018 (Modul 5)
06.– 10.05.2019 (Modul 6)
Ort
Rosa Flesch - Tagungszentrum, Waldbreitbach
Caritas Tagungszentrum, Freiburg
ansprechpartnerin
Kristin Gehlen, Tel.: 0261 6402-450, E-Mail: [email protected]
die ausschreibungen zu diesen angeboten können sie gerne bei der
jeweiligen ansprechpartnerin anfordern.
EDITH-STEIN-AKADEMIE
Wildburgstraße 7 · 56179 Vallendar · Tel.: 0261 988238-0 · Fax: 0261 988238-20
[email protected] · www.edith-stein-akademie.de
ROSA FLESCH TAGUNGSZENTRUM
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Tagungsräume mit modernster Konferenztechnik.
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Veranstaltungsraum für bis zu 250 Personen zur Verfügung.
Das ROSA FLESCH - TAGUNGSZENTRUM ist komplett barrierefrei.
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Weiterbildungsveranstaltungen und bieten die besten Voraussetzungen für ein Lernen mit Weitblick.
Wenn Sie weitere ausführliche Informationen über unser Haus wünschen, schicken wir Ihnen gerne unsere Tagungsmappe zu.
ROSA FLESCH - TAGUNGSZENTRUM **S
Margaretha-Flesch-Straße 12
56588 Waldbreitbach
Telefon 02638 81-5031
E-Mail [email protected]
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