Geschäftsbericht 2009 - Deutsche Rentenversicherung

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Geschäftsbericht 2009 - Deutsche Rentenversicherung
Geschäftsbericht 2009
3,59 Mio.
1,52 Mio.
201.556
Versicherte
Rentnerinnen und Rentner
Arbeitgeber
736.288
140.011
102.480
Versicherungsvorgänge
Rehabilitationsanträge
Rentenanträge
12,1 Mrd. Euro
Einnahmen und Ausgaben der
Deutschen Rentenversicherung
Baden-Württemberg davon
9,2 Mrd. Euro
2,7 Mrd. Euro
Beitragseinnahmen
Bundeszuschüsse
9,95 Mrd. Euro
702,1 Mio. Euro
399,1 Mio. Euro
234,3 Mio. Euro
Rentenausgaben
Krankenversicherung der Rentner
Leistungen zur Teilhabe
Verwaltungs- und Verfahrenskosten
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Vorwort
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Jahresrückblick
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Selbstverwaltung
18 Geschäftsführung
19 Kundenorientierte Dienstleistungen
48 Interne Dienstleistungen
65 Bericht der Personalvertretungen
66 Kliniken
88 Anhang
101 Impressum
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Vorwort
Jahr der Konsolidierung
Traditionell legt die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg ihren Tätigkeitsbericht über das Vorjahr zur Vertreterversammlung im Sommer vor. Dieser Geschäftsbericht dokumentiert die Leistungen, die wir als
großer Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2009 für
unsere Kunden – Versicherte, Rentner, Betriebe und Sozialpartner – erbracht haben. 2009 war ein Jahr der Konsolidierung. Alles, was wir als
Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg in den Vorjahren begonnen haben, haben wir 2009 gefestigt, vertieft und – was uns sehr wichtig ist – „alltagstauglich“ gemacht. Dies gilt vor allem für unsere Unternehmensphilosophie einer dezentralen Ausrichtung des Regionalträgers. Das
Ziel einer noch kostengünstigeren Verwaltung haben wir erreicht, weil wir
das Haus intern neu geordnet haben, ohne dass die Kunden Einschränkungen gespürt haben. Die Leistungsabteilungen wurden von vier auf zwei reduziert, Rehamanagement und Sozialmedizinischer Dienst wurden zusammen gelegt und die Aufgaben von bisher eigenen Abteilungen wurden auf
diese großen Bereiche verteilt. Mit der Neustrukturierung unserer internen
Organisation haben wir flachere Hierarchien, schnellere Entscheidungswege und damit optimale Voraussetzungen geschaffen, die Herausforderungen erfolgreich zu meistern, die in den nächsten Jahren vor uns liegen.
Erste Ergebnisse unserer in Stuttgart, Mannheim und Ravensburg geschaffenen neuen „Servicezentren für Altersvorsorge“ belegen, dass die Menschen in Baden-Württemberg unser neues Beratungs- und Informationsangebot zur privaten und betrieblichen Altersvorsorge gut annehmen. Mit
diesem Angebot setzen wir die Landesinitiative „Pro Sicherheit im Alter“
(PROSA) in die Tat um. Die Attribute anbieterneutral, kompetent und kostenlos haben bereits in der Pilotphase mehr als 1.700 Menschen in Baden-Württemberg zu einer ausführlichen Beratung in die Servicezentren
für Altersvorsorge geführt. Ende 2009 konnte Sozialministerin Dr. Monika
Stolz in Stuttgart die tausendste Kundin begrüßen, die eine umfassende
Altersvorsorge-Beratung im dortigen Servicezentrum erhalten hatte. Wir
sind sicher, dass diese Initiative, die neben Beratung zur gesetzlichen Rente
auch über weitere Formen und zusätzliche Arten der Altersvorsorge informiert, in der Zukunft einen weitaus größeren Raum im Rahmen unseres
Aufgabenspektrums einnehmen wird.
Weiterhin erfolgreich läuft der „Rentenblicker“. Er soll Berufsstartern und
Schülern bereits frühzeitig aufzeigen, was die gesetzliche Rente leistet,
aber auch, wie zusätzliche Altersvorsorge funktioniert und wie notwendig
sie ist. Dafür sind in Baden-Württemberg 140 Referentinnen und Referenten für die Jugendkampagne im Einsatz. Unsere „Rentenlehrer“ werden
gerne und oft gebucht.
Die bevorstehende Sozialwahl 2011 warf bereits 2009 ihre Schatten voraus: Wir haben unsere Öffentlichkeitsarbeit für die Selbstverwaltung verstärkt, deren Präsenz im Internet weiter optimiert und mit einer Beilage
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
im Kundenmagazin „zukunft jetzt“ über die Aufgaben dieser wichtigen ehrenamtlichen Institution informiert. Diese Informationen haben wir auch
auf die interne Kommunikation ausgedehnt und in unserer Mitarbeiterzeitschrift mit einer Titelgeschichte und einer Porträtserie über die Selbstverwaltung berichtet. Dass die gesetzliche Rentenversicherung sich in der
Wirtschafts- und Finanzkrise als „Fels in der Brandung“ bewies, hatte weitreichende Folgen auch für die Berichterstattung der Medien. Die Journalisten erkannten nun auch die Vorteile eines umlagefinanzierten Altersversorgungssystems. Die gesetzliche Rentenversicherung ist und bleibt eine solide
und krisensichere Basis für ein gesichertes Leben im Alter. Die Politik ist
aufgefordert, die kritischen Anmerkungen der Rentenversicherung ernst
zu nehmen und dafür zu sorgen, dass die Menschen ausreichend in ihre
Rentenversicherung einbezahlen können. Dann wird das Thema Altersarmut auch künftig keine allzu große Rolle spielen. Denn auch die Rendite
der gesetzlichen Rentenversicherung ist mit langfristig um die drei Prozent
recht hoch und kann mit vielen privaten Rentenversicherungen mithalten.
Das haben unabhängige Wirtschaftsprüfer und die renommierte Zeitschrift
Finanztest nachgerechnet.
Krisensicher und mit akzeptabler Rendite – die gesetzliche Rentenversicherung hat ihr Image im Jahr 2009 verbessern können. Das lag und liegt
auch an den motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen
Rentenversicherung Baden-Württemberg, die sich täglich schnell und qualifiziert für die Kunden einsetzen.
Die Einsparziele des Gesetzes zur Organisationsreform der Rentenversicherung aus dem Jahr 2005 werden wir erreichen - auch dank der Optimierungen der inneren Struktur unseres Hauses. Wichtig für uns ist dabei, dass
wir die Qualität unserer Arbeit erhalten. Dabei ist uns die Zufriedenheit
unserer Kunden, der Versicherten, der Rentner und der Betriebe genauso wichtig wie die Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Letzteren gilt unser besonderer Dank. Die Realisierung der vorgegebenen
Einsparziele von zehn Prozent bei den Verwaltungs- und Verfahrenskosten wirkt sich bei einem Dienstleistungsunternehmen auch im personellen Bereich aus. Dennoch haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
gemeinsam alle Anstrengungen unternommen, um auch neue, zusätzliche
Aufgaben zu bewältigen.
2009 war für die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg ein
gutes Jahr.
Wir freuen uns über Ihr Interesse an diesem Geschäftsbericht, der unsere
Arbeit im Jahr 2009 abbildet.
Marion v. Wartenberg
Alternierende Vorsitzende der Vertreterversammlung
Hubert Seiter
Vorsitzender der Geschäftsführung
Helmut Rapp
Alternierender Vorsitzender des
Vorstands
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Jahresrückblick
Beratungsschwerpunkt Altersvorsorge
Unabhängige und neutrale Informationen: die neuen Servicezentren für
Altersvorsorge
Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg hat im September
2008 in ihren Regionalzentren Stuttgart-Böblingen, Mannheim und Ravensburg modellhaft Servicezentren für Altersvorsorge eingerichtet. Das
Pilotprojekt läuft in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung
Bund und mit Unterstützung der Landesministerien für Arbeit und Soziales
sowie für Verbraucherschutz. Die neuen Servicezentren für Altersvorsorge bieten produkt- und anbieterneutral eine ganzheitliche Aufklärung zum
Thema Altersvorsorge. Den Versicherten soll das notwendige Wissen zum
eigenverantwortlichen Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge vermittelt
werden, damit die passende Vorsorgestrategie – abhängig von Alter, Einkommen, Familienstand und persönlicher Sicherheitsorientierung – gewählt
werden kann. Im persönlichen Gespräch wird gemeinsam mit den Kunden zunächst ihre derzeitige Vorsorgesituation beleuchtet. Danach werden
die Möglichkeiten betrieblicher und/oder privater Altersvorsorge, die unterschiedlichen Förderwege sowie die Vor- und Nachteile der wichtigsten
Produktarten erläutert.
Für die meisten Menschen wird die gesetzliche Rente auch in Zukunft die
wichtigste Säule ihres Alterseinkommens sein. Durch die langfristige Absenkung des Rentenniveaus ist jedoch eine ergänzende Vorsorge unverzichtbar, um den gewünschten Lebensstandard im Alter zu erreichen. Die
Entscheidung, ob neben der obligatorischen gesetzlichen Rente ergänzende
Altersvorsorge betrieben wird, in welchem Umfang und mit welchen Produkten, hat der Gesetzgeber den Versicherten überlassen. Das bedeutet ein
Sozialministerin Dr. Monika Stolz (rechts),
Erster Direktor Hubert Seiter (2.v.l.) und
Projektleiter Thomas Becker begrüßten die
tausendste Kundin der Servicezentren für
Altersvorsorge
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
deutlich höheres Maß an Eigenverantwortung für die betroffenen Personengruppen in einem sehr komplexen Themengebiet. Denn nur diejenigen
können optimal vorsorgen, die die Notwendigkeit der Vorsorge überhaupt,
ihren individuellen Vorsorgebedarf, die gesetzlichen Förderwege und alle
möglichen Handlungsoptionen kennen. Umfassende, neutrale und produktunabhängige Informationen sind daher eine wichtige Entscheidungshilfe,
um die eigene Altersvorsorge bedarfsgerecht zu gestalten.
Die Servicezentren basieren auf einer Handlungsempfehlung des Landesbeirats „PROSA – Pro Sicherheit im Alter“, der auf Initiative der Landesregierung von Baden-Württemberg eingesetzt worden war. Ein Ziel von
PROSA war es, ein Konzept für verbesserte Aufklärung und Information in
Sachen Altersvorsorge zu erarbeiten.
Im Stuttgarter Servicezentrum für Altersvorsorge konnten die baden-württembergische Sozialministerin Dr. Monika Stolz und der Geschäftsführer
der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, Hubert Seiter, am
2. Dezember 2009 vor Rundfunk- und Pressevertretern die tausendste Kundin begrüßen. Zum Jahresende 2009 hat die Deutsche Rentenversicherung
Baden-Württemberg in den Pilotregionen rund 1.750 Versicherte mit ihrem
neuen Serviceangebot erreicht. Das zeigt: Guter Rat in Sachen Altersvorsorge ist sehr gefragt.
Altersvorsorge macht Schule
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Regionalzentren haben 2009
zum Thema „Altersvorsorge macht Schule“ an den örtlichen Volkshochschulen 69 Kurse gehalten. So wurden insgesamt 1.021 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 23 Intensiv- und 46 Einsteigerkursen für ihre Altersvorsorge sensibilisiert und geschult. Im 90-minütigen Einsteigerkurs
bekommen die Teilnehmenden erstes Basiswissen zu den wichtigsten
Fragen der Altersvorsorge. Der Intensivkurs wird dann in sechs thematischen Einheiten mit 12 Unterrichtsstunden (je 45 Minuten) angeboten
und beantwortet alle Fragen zur gesetzlichen, privaten und betrieblichen
Altersvorsorge.
Jugendinitiative „Rentenblicker“
Mit der 2007 gestarteten Jugendinitiative „Rentenblicker“ wird bereits
Schülern in Gymnasien, Hauptschulen, Berufs- und Realschulen Einblick
in die soziale Sicherheit und Altersvorsorge gegeben. 140 Referentinnen
und Referenten der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg
wurden eigens dafür methodisch-didaktisch und inhaltlich geschult. 2009
haben die Regionalzentren der Leistungsbereiche Stuttgart und Karlsruhe
84 „Rentenblicker“-Veranstaltungen angeboten und damit 1.938 Schülerinnen und Schüler erreicht.
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Jahresrückblick
Modellprojekt Generationenmanagement im
Arbeitsleben (GeniAL)
Regionale Netzwerke knüpfen
Zweijährige Modellphase
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Mit den Regionalzentren
Ludwigsburg/
Waiblingen und Ulm
nimmt die Deutsche
Rentenversicherung
Baden-Württemberg
an dem Modellprojekt
„Generationenmanagement im Arbeitsleben (GeniAL)“ teil. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit
und Soziales über das Programm „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ gefördert und hat das Ziel, kleinere und mittlere Unternehmen der Region
anzusprechen und ihnen vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen Beratungen und Hilfestellungen anzubieten, damit Arbeitnehmer
altersgerecht länger und gesund in Arbeit gehalten werden können. Zum
Beratungsangebot gehören demographische Fragestellungen, praktische
Vorschläge zum altersgerechten Arbeiten, Betriebliches Gesundheits- und
Eingliederungsmanagement sowie Fördermöglichkeiten und Maßnahmen
der Sozialversicherungsträger (Prävention, medizinische Reha, Leistungen
zur Teilhabe am Arbeitsleben).
Eine weitere Aufgabe der GeniAL-Berater vor Ort ist es, regionale Netzwerke mit Leistungsträgern und Sozialpartnern zu knüpfen. So können die
Demographieprobleme kleiner und mittlerer Unternehmen mit weiteren
Beratungsinstrumenten angegangen werden. Darüber hinaus wird geprüft,
welche Inhalte in die Beratungsroutine der Deutschen Rentenversicherung
übernommen werden können. In der Praxis ist die Beratung sowohl für den
Betrieb als auch für individuelle Fragen der Beschäftigten vorgesehen.
Die Modellphase dauert zwei Jahre. Im Herbst 2009 wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den beteiligten Regionalzentren als Berater
geschult. Für diese Schulungen und die Begleitung des Projekts ist die
Deutsche Rentenversicherung Bund verantwortlich. Die Berater können
für ihren zukünftigen Einsatz sowohl auf vielfältige Betriebskontakte der
Regionalzentren in der Region als auch auf konkrete Reha-Leistungsangebote zurückgreifen, die schon immer auf den möglichst langen Erhalt der
Erwerbsfähigkeit und des Arbeitsplatzes ausgerichtet waren.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Beratung International
Verbindungsstelle
Schweiz/Liechtenstein
Verbindungsstelle
Griechenland/Zypern
Europas Grenzen werden immer durchlässiger und immer mehr Menschen
wohnen und arbeiten außerhalb ihrer Landesgrenzen. Der Bereich Auslandsrenten mit seinen Verbindungsstellen Schweiz/Liechtenstein in Karlsruhe sowie Griechenland/Zypern in Stuttgart hat sich auf diese wachsende
Zahl von Kunden spezialisiert. Allein in der Schweiz leben zum Beispiel
mehr als 260.000 Deutsche. Die Verbindungsstelle Schweiz/Liechtenstein
hat 2009 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung Bund
15 internationale Beratungstage in Baden-Württemberg, 16 in der Schweiz
und vier in Liechtenstein angeboten. Auf schweizerischer Seite haben sich
die Kantonalen Ausgleichskassen Basel-Stadt, Bern, Schaffhausen und
Thurgau sowie die Sozialversicherungsanstalten der Kantone Aargau, BaselLandschaft, St. Gallen und Zürich und die Schweizerische Ausgleichskasse
Genf beteiligt. Aus Liechtenstein war die liechtensteinische Alters- und Hinterlassenenversicherung-Invalidenversicherung-Familienausgleichskasse
(AHV-IV-FAK) dabei. Bei einem internationalen Beratungstag in Stuttgart
wurden den Versicherten in sogenannten Tandem-Beratungen auch Informationen von Vertretern der italienischen und österreichischen Kooperationspartner angeboten. Hier hatten die Ratsuchenden Gelegenheit, durch
länderübergreifend besetzte Beratungsteams gleichzeitig Auskünfte zu ihrer ausländischen und deutschen Rentenversicherung zu erhalten.
Auch die Verbindungsstelle Griechenland/Zypern hat 2009 Ihr Angebot von Informations- und Beratungsveranstaltungen ausgebaut. Im Goethe-Institut von
Thessaloniki gab es eine Beratungswoche vom 16. bis 20. März. Zusammen
mit Kolleginnen und Kollegen der Deutschen Rentenversicherung Bund und
Experten der griechischen Rentenversicherungsträger IKA, OGA und OAEE
konnten mehr als 800 Kunden zu ihren individuellen Ansprüchen beraten
werden. Die Beratungs- und Vortragsveranstaltungen in Athen sowie in den
Städten Preveza, Igoumenitsa, Ioannina, Trikala und Larissa waren ebenfalls
sehr gut besucht. Hier gab es zusammen mehr als 1.100 Beratungen.
Informationsveranstaltung in Prezeva
(Griechenland)
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Jahresrückblick
Richtertagung in Stuttgart
Austausch über Verfahrensfragen
Am 17. November 2009 begrüßte Direktor Andreas Schwarz in StuttgartFreiberg die Präsidentin des Landessozialgerichts Baden-Württemberg,
Heike Haseloff-Grupp und weitere 20 Richterinnen und Richter des Landessozialgerichts sowie der Sozialgerichte Mannheim und Stuttgart. Weitere
Teilnehmer der Tagung waren Beschäftigte der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, die mit sozialgerichtlichen Verfahren tangiert
sind. Direktor Schwarz hob hervor, dass es auf der Tagung neben dem erwünschten allgemeinen Austausch über Verfahrensfragen vor allem um die
Rückkopplung über die Qualität der Produkte des Hauses gehen müsse,
also um die Frage, ob die Bescheide einer sozialgerichtlichen Überprüfung
standhalten. Im Vorjahr sei bereits eine Qualitätsoffensive zur Verbesserung unserer Produkte gestartet worden.
In einem Fachvortrag wurde die Frage erörtert, ob das Recht auf Erwerbsminderungsrente
die Sozialmedizin überfordere. § 43 SGB VI sei ein Sammelsurium von auslegungsbedürftigen Begriffen wie „außerstande sein“, „zumutbar“ oder „unter den üblichen Bedingungen
des allgemeinen Arbeitsmarktes“. Vom Gutachter werde dabei eine abstrakte Betrachtungsweise gefordert. Eine auch nur annähernd verbindliche Beschreibung eines Mindestanforderungsprofils für den allgemeinen Arbeitsmarkt gebe es nicht, jeder Gutachter
habe deshalb sein eigenes Bild des Arbeitsmarktes. Für den Gutachter ergebe sich somit
ein erheblicher Widerspruch zum sonstigen ärztlichen Handeln, da kein „im Zweifel für
den Kranken“ gelte. Es wurde angeregt, dass sich die Ärzte auch dem juristischen Denken
öffnen und ihnen ausreichend Zeit für die Begutachtung und die detaillierte Anamneseerhebung bleibt.
Das neue Qualitätssicherungsverfahren der Deutschen Rentenversicherung
Baden-Württemberg wurde von der Referatsleiterin Rechtsmittel vorgestellt. Zum einen sollen die hauptamtlichen Widerspruchsausschussmitglieder alle auffälligen Fälle dem Qualitätsbeauftragten der Leistungsbereiche
vorlegen, zum anderen werden künftig zehn Prozent aller monatlich eingegangenen Widersprüche ebenfalls der gesonderten Qualitätskontrolle unterworfen. Der Qualitätssicherungsbeauftragte prüft die vorgelegten Fälle
sowohl in rechtlicher Hinsicht, aber auch auf bürgerfreundliche und wirtschaftliche Bearbeitung. In Qualitätszirkeln werden die aktuellen Verfahrens- und Rechtsfragen diskutiert und wenn nötig abteilungsübergreifend
abgestimmt.
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Selbstverwaltung
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Die Selbstverwaltung
Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg ist als ein Träger
der Sozialversicherung eine rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen
Rechts mit Selbstverwaltung. Was der Begriff „Selbstverwaltung“ schon
ausdrückt: Die Versicherten und die Arbeitgeber, die auch die Hauptlast der
Finanzierung des Rentenversicherungssystems tragen, bestimmen selbst
über die Verwendung der eingezahlten Beiträge (innerhalb des Rahmens,
der vom Gesetzgeber vorgegeben wurde) und treffen Entscheidungen über
wichtige organisatorische Maßnahmen und personelle Fragen. Durch die
paritätische Sitzverteilung in den beiden Selbstverwaltungsgremien Vertreterversammlung und Vorstand ist ein fairer Ausgleich der Interessen der
Sozialpartner gewährleistet. Bei den Sozialversicherungswahlen, die alle
sechs Jahre stattfinden, können die Versicherten und die Arbeitgeber entscheiden, wer sie in den Selbstverwaltungsgremien der einzelnen Sozialversicherungsträger vertritt. Die nächste Sozialwahl ist am 1. Juni 2011.
Oberstes Selbstverwaltungsorgan
Vertreterversammlung
Die Vertreterversammlung geht als oberstes Selbstverwaltungsorgan
unmittelbar aus der Sozialwahl hervor. Zu den Hauptaufgaben der Vertreterversammlung zählt die Wahl der Mitglieder des Vorstandes, der
Geschäftsführung, der Widerspruchsausschüsse sowie die Wahl der Versichertenberaterinnen und -berater, die Beschlussfassung über die Satzung
und die Geschäftsordnungen, die Verabschiedung des Haushaltsplans, die
Abnahme der Jahresrechnung und die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung. Die Versammlung besteht aus je 30 Vertreterinnen und
Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber. Den Vorsitz im periodischen Wechsel zum 1. Oktober führten Marion v. Wartenberg als Vertreterin der Versicherten und Wolfram Bader als Vertreter der Arbeitgeber. Die
Vertreterversammlung trat am 10. Juli und am 11. Dezember 2009 zu Sitzungen in Stuttgart zusammen. Die Vorbereitung ihrer Beschlüsse hat die
Vertreterversammlung Ausschüssen übertragen (die Namen der Mitglieder
finden Sie im Anhang ab Seite 97).
Haushaltsausschuss
Der Haushaltsausschuss berät den umfangreichen Haushaltsplan vor, der
vom Vorstand aufgestellt wurde. Vorsitzender des Ausschusses war bis zum
30. September 2009 Wolfram Bader, am 1. Oktober folgte Marion v. Wartenberg.
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Selbstverwaltung
Die Mitglieder der Vertreterversammlung
(Stand: 31. Dezember 2009)
Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten:
Marion v. Wartenberg, Stuttgart, alt.
Dieter Heinzelbecker,
Helmut Garbe,
Helga Müller,
Britta Bühler,
Ekkehard Rist,
Vorsitzende
Weinheim
Stuttgart
Rastatt
Stuttgart
Mahlstetten
Gerhard Gottwald,
Lee Roy Rohrbach,
Christina Ambrosino,
Karl-Heinz Ziesel,
Ilse Volgmann,
Bernhard Renz,
Schwäbisch Gmünd
Ludwigshafen
Schwaigern
Schwäbisch Gmünd
Königsfeld
Gaggenau
Peter Köhler,
Peter Sudadse,
Hartmut Aiple,
Claus Schreijäck,
Edith Wolf,
Norbert Riesterer,
Sandhausen
Sandhausen
Schorndorf
Singen
Hüffenhardt
Breisach
Christel Braun,
Erwin Broghammer,
Traugott Feder,
Uwe Hildebrandt,
Elfriede Weiler,
Manfred Oswald,
Backnang
Tennenbronn
Reutlingen
Freudental
Neu-Ulm-Offenhausen
Pfullingen
Christa Hämmerle,
Reinhardt Schiller,
Eberhard Jauch,
Wolfgang Feil,
Cornelia Josef,
Hubert Laudenklos,
Reutlingen
Sulzbach
Schramberg
Mosbach
Kernen
Weinheim
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Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitgeber:
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Wolfram Bader,
Winnenden, alt.
Gudrun Stotz,
Ulrich Büchner,
Michael Hafner,
Walter Filser,
Dr. Albrecht Eisen-
Vorsitzender
Balingen-Frommern
Grünstadt
Freiburg
Laupheim
reich, Winnenden
Herbert Gassert,
Berndt Gugel,
Hans-Michael Di-
Hans-Walter Janitz,
Mathias Dickemann,
Dr. Sabine Schmid-
Mosbach
Stuttgart
wisch, Reichenbach
Tiefenbronn
Oberderdingen
Hopmeier, Esslingen
Sven Schneller,
Hugo Kunzi,
Willy Mezger,
Frank Porten,
Dr. Johannes Berger,
Klaus-Peter Murawski,
Neckartenzlingen
Stuttgart
Stuttgart
Höchenschwand
Stuttgart
Stuttgart
Egon Bundschuh,
Norbert Johnen,
Volker P. Hollerbaum,
Wolf-Dietrich Salwey,
Holger Marco Braun,
Dr. Peter Bümlein,
Heddesheim
Ladenburg
Donaueschingen
Oberrotweil
Stuttgart
Filderstadt
Weitere Arbeitgebervertreter ohne
Bild:
Markus Franz,
Schwetzingen
Wolfgang Stern,
Michael Nödl,
Hinnerk Wolff,
Rainer Zeeb,
Volker Zeile,
Leimen
Freiburg-Ebnet
Nierstein
Bietigheim-Bissingen
Stuttgart
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Selbstverwaltung
Rechnungsprüfungsausschuss
Der Rechnungsprüfungsausschuss bereitet die Abnahme der ebenfalls
vom Vorstand aufgestellten Jahresrechnung vor, dazu die Beschlüsse der
Vertreterversammlung über die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung. Bis zum 30. September 2009 war Bernhard Renz von der
Versichertengruppe Vorsitzender, danach Norbert Johnen von der Arbeitgebergruppe.
20 Widerspruchsausschüsse
Regelmäßige Arbeitstagungen
Schulung im Kurzentrum in Bad Buchau
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Widerspruchsausschüsse
Das Sozialgerichtsgesetz (SGG) bildet die Rechtsgrundlage für die von der
Vertreterversammlung auf Vorschlag des Vorstandes gebildeten 20 Widerspruchsausschüsse: 18 davon sind Widerspruchsausschüsse für Leistungsund Betriebsprüfungsangelegenheiten und zwei für Auslandsangelegenheiten. Die Ausschüsse entscheiden über die Verwaltungsentscheidungen,
deren Empfänger innerhalb eines Monats dagegen widersprochen haben.
Die Verwaltung prüft zuvor, ob zum Beispiel durch neue Beweismittel dem
Widerspruch abgeholfen werden kann. Den Ausschüssen gehören neben einer oder einem hauptamtlichen Beschäftigten je ein Mitglied aus der Gruppe der Versicherten und der Gruppe der Arbeitgeber an. 2009 haben die 20
Widerspruchsausschüsse in 300 Sitzungen 11.614 Fälle entschieden.
Die ehrenamtlichen Mitglieder der Widerspruchsausschüsse und ihre Stellvertreter werden zweimal im Jahr geschult. 2009 fand im April eine Arbeitstagung in Stuttgart-Freiberg statt. Im Oktober trafen sich Ausschussmitglieder im Kurzentrum der Moor-Heilbad Buchau gGmbH. Bei den
Tagungen ging es unter anderem um die Themen Betriebliches Eingliederungsmanagement in kleineren, mittleren und Großunternehmen (zum
Beispiel in Kooperation mit Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen), das Rentenbegehren aus Sicht eines psychosomatischen Patienten und das Recht
der Erwerbsminderungsrenten aus Sicht der Sozialmedizin.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Weitere Themen der Tagungen waren die Anforderungen an Gutachten
zur Erwerbsminderungsrente und Widerspruchsbescheide aus Sicht der
Sozialgerichtsbarkeit, Pro Sicherheit im Alter (PROSA – ein Konzept des
Landes Baden-Württemberg zur Förderung der privaten und betrieblichen Altersvorsorge), Besonderheiten bei der Betriebsprüfung bezogen
auf das Lohnsteuerrecht und dessen beitragsrechtliche Bedeutung, die
Neuregelung des Versorgungsausgleichs und die Qualitätssicherung im
Rechtsbehelfverfahren.
Acht Vertreterinnen und Vertreter
von Versicherten und Arbeitgebern
Vorstand
Der Vorstand wird von der Vertreterversammlung gewählt und besteht aus
acht Vertreterinnen und Vertretern von Versicherten und Arbeitgebern.
Er verwaltet den Versicherungsträger und vertritt ihn gerichtlich und außergerichtlich im Rahmen seiner Zuständigkeit. Er beschließt über grundlegende finanzielle, personalpolitische und organisatorische Maßnahmen
und ist oberste und höhere Disziplinarbehörde für die Beamtinnen und Beamten. Den Vorsitz führten im periodischen Wechsel zum 1. Oktober Helmut Rapp als Vertreter der Arbeitgeber und Rainer Bliesener als Vertreter
der Versicherten.
Der Vorstand kam 2009 zu sechs Sitzungen zusammen. Beratungspunkte
waren die Aufstellung des Haushalts- und Stellenplans, Zuwendungen nach
§ 31 SGB VI, die Jahresrechnung, die Berichte der Revision und des Datenschutzbeauftragten sowie zahlreiche Entscheidungen über Personal- und
Bauangelegenheiten. Der Vorstand hat die Vorbereitung seiner Beschlüsse
und die Erledigung einzelner Aufgaben Ausschüssen übertragen:
Verwaltungs- und Personalausschuss
Der Ausschuss hat in fünf Sitzungen über zahlreiche Personalangelegenheiten entschieden und dem Vorstand Beschlüsse empfohlen. Darüber hinaus behandelte er den Stellenplan 2010 und die sonstigen Leistungen nach
§ 31 SGB VI. Vorsitzende im turnusmäßigen Wechsel zum 1. Oktober 2009
waren Volker Reinhard als Versichertenvertreter und Dr. Winfried Haible
als Arbeitgebervertreter.
Finanz- und Bauausschuss
Der Ausschuss traf sich zu fünf Sitzungen. Neben zahlreichen Beschlussempfehlungen zur Vergabe von Baumaßnahmen befasste er sich mit dem
Haushalt 2010 und der Jahresrechnung 2008. Vorsitzende waren im Wechsel zum 1. Oktober 2009 Joachim Kienzle als Arbeitgebervertreter und Helmut Narr als Versichertenvertreter.
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Selbstverwaltung
Die Mitglieder des Vorstandes
(Stand: 31. Dezember 2009)
Vertreterinnen und Vertreter der
Versicherten:
Rainer Bliesener,
Peter Biler,
Volker Reinhard,
Helmut Narr,
Weinstadt, alt. Vor-
Schorndorf
Neuburg
Mannheim
Karl-Heinz Strecker,
Helmut Göbeke-
Manfred Bulling,
Otto Killet,
Leutenbach
Teichert, Marbach
Mosbach
Kornwestheim
Helmut Rapp,
Anke Schellenberger,
Joachim Wohlfeil,
Jochen von Kamp,
Holzgerlingen, alt.
Radolfzell
Karlsruhe
Karlsbad
Dr. Winfried Haible,
Joachim Kienzle,
Hans Lanz, Wangen-
Karoline Bauer,
Baden-Baden
Winnenden
Neuravensburg
Kirchheim
sitzender
Vertreterinnen und Vertreter der
Arbeitgeber:
Vorsitzender
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Versichertenberaterinnen und Versichertenberater
Die 116 Versichertenberaterinnen und -berater haben 2009 insgesamt
3.555 Rentenanträge und 1.318 Anträge auf Kontenklärung aufgenommen
sowie knapp 20.000 Beratungsgespräche geführt.
Um die Versicherten und Regionalzentren auf diese Weise unterstützen zu können, nehmen
die ehrenamtlichen Versichertenberaterinnen und Versichertenberater einmal jährlich
an mehrtägigen Fortbildungsseminaren teil. Folgende Themen standen 2009 auf dem
Lehrplan: Die soziale Sicherheit der Arbeitnehmer in der EU, das Fremdrentenrecht, Rentenbesteuerung, Neues zur Altersteilzeit und Kurzarbeit, Zusammentreffen von Rente mit
anderen Sozialleistungen, neue Vordrucke. Darüber hinaus beteiligen sich die Versichertenberater auch an Informationsveranstaltungen, die von den Regionalzentren angeboten
werden.
Die Namen der Versichertenberater, den Regionalzentren zugeordnet, finden Sie im Anhang ab Seite 91.
Die ehrenamtlichen Mitglieder der Selbstverwaltung werden in ihrer Tätigkeit unterstützt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilung 01, Vorstands- und Selbstverwaltungsangelegenheiten, Revision und
Datenschutz. In dieser Abteilung sind alle Bereiche zusammengefasst, die
fachlich dem Vorstand zugeordnet sind. Der Bereich Revision und Datenschutz berichtet auf Seite 16.
Teilnehmer des Seminars für die
Versichertenberaterinnen- und berater
in Bad Kissingen
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Selbstverwaltung
Revision und Datenschutz
Revision
Die Arbeit des Bereichs basierte im Wesentlichen auf dem Prüfungsplan
2009, der vom Vorstandsvorsitzenden genehmigt wurde. Die Revision prüfte
in allen Bereichen, ob geltendes Recht angewandt wurde, haushaltsrechtliche Vorschriften eingehalten wurden und die Verwaltung zweckmäßig und
wirtschaftlich gehandelt hat.
Der Rechnungsprüfungsausschuss der Vertreterversammlung hat sich am
26. November 2009 mit dem Prüfbericht zur Jahresrechnung 2008 befasst.
Die Vertreterversammlung hat die Jahresrechnung dann am 11. Dezember
2009 abgenommen und Vorstand und Geschäftsführung entlastet.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Revision haben die Hauptkassen
einschließlich aller Neben- und Handkassen in Karlsruhe und in Stuttgart
mehrmals unvermutet geprüft. Bei jeweils einer Prüfung wurden die Vermögensbestände mit einbezogen. Die Zahlstellen aller Außenstellen wurden ebenfalls überprüft.
Im Rahmen der laufenden Qualitätskontrolle überprüfte die Revision Rentenneubewilligungen einschließlich der angefallenen Nachbehandlungen (zum
Beispiel Abrechnung von Erstattungsansprüchen, Verzinsung, Beitragszuschüsse zur Krankenversicherung der Rentner), Rentenablehnungen, Feststellungsbescheide, erteilte Auskünfte im Rahmen des Versorgungsausgleichsverfahrens, Beitragserstattungen und Nachversicherungsbescheide.
Darüber hinaus wurden rentenrechtliche Zeiten und Zahlungen im Rentenund Rehabereich ausgewertet.
Des Weiteren prüfte die Revision allgemeine medizinische Rehaleistungen,
Entwöhnungsmaßnahmen, Kinderheilverfahren, onkologische Nachsorgekuren, Präventionsleistungen und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Schwerpunktmäßig wurden im Rehabereich Ablehnungen und Weiterleitungen von Rehaanträgen nach § 15 SGB VI ausgewertet.
Bei der Finanzverwaltung wurden die Jahresrechnung und das Rechnungswesen schwerpunktmäßig geprüft. Mit einer Stichprobenprüfung wurde
ergänzend die Belegführung kontrolliert. Weitere Prüfungen betrafen das
Beschaffungswesen sowie die Verwaltung ausgewählter Regionalzentren.
Darüber hinaus wurden die Finanzströme zwischen der Hauptverwaltung
und der RehaZentren gGmbH, die Vermögensanlagen der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg gemäß §§ 80 ff SGB IV und die Organisation des Kassenwesens geprüft.
Im Baubereich gab es 2009 eine Schwerpunktprüfung der Ausschreibung
und Vergabe von Bauleistungen sowie der Gewerke Trockenbauarbeiten
und Metallbau-/Verglasungsarbeiten beim Regionalzentrum Ulm. Baumaßnahmen, die gegenüber dem Sozialministerium abgerechnet werden müssen, wurden auf formale Richtigkeit und buchungstechnische Zuordnung
ausgewertet.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
In den Prüfbereichen Informationstechnik, Organisation sowie Personal
und Verwaltung überprüfte die Revision unter anderem den Einsatz mobiler
IT-Geräte (zum Beispiel Handy und Black Berry) auf Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit. Geprüft wurden auch die computergestützte
Betriebsprüfung, das manuelle Zahlverfahren, Kosten für Kopiergeräte und
IT-Verbrauchsmaterialien, der Datenbestand im Personalabrechnungssystem, die Anspruchsvoraussetzungen für Familienzuschlag, Beihilfen und
die Sachkosten der Verwaltung.
Datenschutz
2009 war ein Jahr bundesweiter Datenschutzpannen und -skandale, die bei
den Bürgern den Eindruck erweckten, ihre Daten seien weder bei Behörden
noch bei Unternehmen sicher. Bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg war das Jahr geprägt von datenschutzrechtlicher Routine und Konstanz. Der Datenschutzbeauftragte hat die Geschäftsführung bei
der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen an den Datenschutz und die
Datensicherheit unterstützt. Der Umgang mit den besonders schutzwürdigen Sozialdaten der Versicherten durch die verantwortlichen Fachbereiche
wurde in Stichproben überprüft. Die Datenerhebung, -verarbeitung und
-nutzung sowie die technisch-organisatorischen Datenschutzvorkehrungen
wurden in Einzelfällen bewertet.
Ein Aufgabenschwerpunkt war die Begleitung neu eingeführter Datenverarbeitungsstrukturen. Sie müssen hohe Anforderungen an die Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit erfüllen. Darüber hinaus äußerte sich der
Datenschutzbeauftragte in zahlreichen Stellungnahmen gegenüber den jeweiligen Fachbereichen zu Datenschutzanliegen.
Versicherteneingaben wurden bearbeitet und ein Regionalzentrum auf
Datenschutzerfordernisse geprüft, die dann mit den verantwortlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erörtert wurden. Die Umsetzung wurde überwacht. Eine weitere Aufgabe bestand darin, Dienstanweisungen,
Abrufverfahren, Vereinbarungen und Anzeigen zur Auftragsdatenverarbeitung entsprechend den gesetzlichen Datenschutzvorgaben zu gestalten.
Die Fachkompetenz des Datenschutzbeauftragten war bei der Meldung von
Verfahrensverzeichnissen der Fachbereiche, bei schwierigen Anfragen,
in zahlreichen hausinternen IT-Arbeitsgruppen sowie in externen Fachgremien gefragt. Außerdem unterrichtete er die Auszubildenden und neu
eingestellte Beschäftigte über das Datenschutzrecht. Bei der Personaldatenverarbeitung wurde darauf geachtet, dass die Datenschutzrechte der
Beschäftigten gewahrt bleiben. Die Ergebnisse aus den Beratungsaufträgen
und Überprüfungen bestätigen das bereits über Jahre hinweg bestehende
gute Datenschutzniveau. Das Datenschutzbewusstsein bei der Deutschen
Rentenversicherung Baden-Württemberg wird auch durch die Arbeit des
Datenschutzbeauftragten kontinuierlich weiterentwickelt.
17
Geschäftsführung
Die Geschäftsführung
Die Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg hat drei Mitglieder. Aus deren Mitte wählt die Vertreterversammlung
auf Vorschlag des Vorstands einen Vorsitzenden.
Vorsitzender der Geschäftsführung ist Erster Direktor Hubert Seiter, weitere Mitglieder sind die Direktoren Volkart Steiner und Andreas Schwarz.
Die Geschäftsführung führt hauptamtlich die laufenden Verwaltungsgeschäfte. Dazu zählen insbesondere die fachliche und personelle Leitung und
die Beaufsichtigung des Dienstbetriebes. Der Vorsitzende der Geschäftsführung vertritt die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
gerichtlich und außergerichtlich in allen Angelegenheiten, für die ein Beschluss der Geschäftsführung notwendig ist. Darüber hinaus vertreten die
Mitglieder der Geschäftsführung die Deutsche Rentenversicherung BadenWürttemberg gerichtlich und außergerichtlich in den ihnen übertragenen
Geschäftsbereichen.
Hubert Seiter
Gemäß dem Geschäftsverteilungsplan, der vom Vorstand beschlossenen
wurde, verteilen sich die Ressorts wie folgt auf die Geschäftsführer:
Erster Direktor Hubert Seiter:
Strategie und Kommunikation
Rehabilitation / Kliniken
Ärztlicher Dienst / Rehabilitation
Controlling, Organisation und Bau
Andreas Schwarz
Direktor Andreas Schwarz:
Leistungsbereich Karlsruhe
Leistungsbereich Stuttgart
Grundsatz und Steuerung
Direktor Volkart Steiner:
Personal und Verwaltung
Finanzen
Informationstechnologie
Volkart Steiner
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Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben wird die Geschäftsführung vom Büro
der Geschäftsführung unterstützt, das bei der organisatorischen und administrativen Abwicklung der laufenden Verwaltungsgeschäfte mitarbeitet.
Es koordiniert ressortübergreifende Vorgänge zwischen den Fachabteilungen und erledigt Sonderaufgaben nach Weisung.
Kundenorientierte
Dienstleistungen
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Wichtige Kennzahlen des Leistungsbereichs
Versicherung
Für alle ihre Versicherten führt die Deutsche Rentenversicherung BadenWürttemberg Konten, in denen Versicherungszeiten, Arbeitsentgelte und
sonstige Daten gespeichert werden, die für die Versicherung, zur Erbringung
von Leistungen und für Kundenberatungen zum Versicherungsverlauf notwendig sind. Von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg
wurden 2009 insgesamt 234.883 (- 3,3 %) Versicherungsverläufe zur Information der Kunden verschickt. 255.750 (- 11,1 %) Kontenklärungen waren
die Folge. Versicherten, die das 55. Lebensjahr vollendet hatten, wurde noch
eine Rentenauskunft mit den aktuell erworbenen Altersrentenansprüchen
beigefügt. 2009 hat das Haus insgesamt 223.354 Rentenauskünfte versandt.
Zusätzlich wurden noch 1.794.990 Renteninformationen verschickt.
Rentenanträge 2009:
Rente: Zahl der Anträge nicht weiter zurückgegangen
Die Zahl der Rentenanträge (Nichtvertrag) ist auch 2009 stabil geblieben. Es
wurden 84.170 Rentenanträge (- 0,05 %) gestellt. Davon waren 22.252 Anträge auf Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit (+ 3,3 %) und 23.976
Anträge wegen Todes (- 1,4 %). Die Zahl der Anträge auf Altersrenten sank
um 1 % auf 37.942 Anträge.
2009 wurden im Haus einschließlich der aus dem Vorjahr noch nicht erledigten Rentenanträge insgesamt 89.269 Anträge bearbeitet. Die Rentensachbearbeitung konnte davon 83.661 abschließend bearbeiten. In 65.952 Fällen wurde eine Rente bewilligt. Das entspricht einer Bewilligungsquote von
78,8 %. 11.835 Rentenanträge (14,2 %) mussten abgelehnt werden; 5.874
Anträge (7 %) wurden auf andere Weise erledigt, zum Beispiel durch die Abgabe an den zuständigen Rentenversicherungsträger. Ende 2009 waren noch
5.608 Rentenverfahren nicht abschließend bearbeitet (+ 10 %).
18.310 Rentenanträge, bei denen überstaatliches oder zwischenstaatliches
Recht gilt (Vertragsrenten), sind 2009 eingegangen. Rund 91 % der Anträge betrafen die Verbindungsstellen zu Griechenland/Zypern sowie Schweiz/
Liechtenstein. 3.054 Anträge (- 0,8 %) davon wurden wegen verminderter
Erwerbsfähigkeit gestellt. Anträge auf Altersrenten wurden in 10.920 Fällen
(- 4 %) gestellt. 4.336 Renten wegen Todes (+ 1,4 %) wurden beantragt. Die
Sachbearbeitung konnte 18.106 Anträge abschließend bearbeiten. Davon
waren 13.161 Bewilligungen (72,7 %), 3.160 Anträge (17,4 %) wurden abgelehnt und 1.785 Anträge (9,9 %) wurden auf andere Weise erledigt.
Bearbeitungszeiten
Die durchschnittliche Erledigungslaufzeit ist bei den Nichtvertrags-Rentenanträgen mit 28 Tagen gleich geblieben gegenüber dem Vorjahr; gleichzeitig verringerte sich die Gesamtlaufzeit (Zeitraum vom Tag der Antragstellung bis zum
Tag der Bescheiderteilung) auf 62 Kalendertage. Bei den Vertragsrentenanträgen betrug die Erledigungslaufzeit 54 Tage und die Gesamtlaufzeit 206 Tage.
19
Kundenorientierte Dienstleistungen – Wichtige Kennzahlen des Leistungsbereichs
Rentenzugang, Rentenwegfall und Rentenbestand
2009 gab es einen echten, zu zahlenden Rentenzugang von 68.801 Renten
(- 0,7 %). Die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Anrechnung von eigenem
Einkommen kann dazu führen, dass Renten nicht zur Auszahlung kommen.
Dies ist insbesondere bei Hinterbliebenenrenten der Fall. Diese sogenannten „Nullrenten“ beliefen sich 2009 auf 32.834 Fälle (+ 2,9 %). Überwiegend
durch den Tod der Rentenberechtigten sind 80.329 Renten (- 0,7 %) weggefallen. Am 31. Dezember 2009 betrug der Rentenbestand 1.524.454 Renten
(- 0,4 %). Dazu zählten 91.260 Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, 1.078.666 Altersrenten und 354.528 Hinterbliebenenrenten. Die Ausgaben für Rentenzahlungen betrugen im Jahr 2009 10,24 Mrd. Euro. Der
Rentenbestand bei den ehemaligen Landesversicherungsanstalten Baden
und Württemberg bis zur heutigen Deutschen Rentenversicherung BadenWürttemberg hat sich seit 1990 folgendermaßen entwickelt:
Rentenbestand der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg
Jahr
LVA Baden
LVA Württemberg
Gesamt / LVA / DRV
Baden-Württemberg
1990
567.169
696.134
1995
647.407
765.414
1.263.303
1.412.821
2000
695.401
830.706
1.526.107
2005
-
-
1.569.447
2006
-
-
1.549.770
2007
-
-
1.536.274
2008
-
-
1.530.512
2009
-
-
1.524.454
Für die pflichtversicherten Rentner mussten 2009 in der Krankenversicherung
der Rentner 628,8 Mio. Euro aufgewendet werden. Die freiwillig krankenversicherten Rentner erhielten Beitragszuschüsse in Höhe von 52,2 Mio. Euro.
Anträge auf Rehabilitationsmaßnahmen:
20
Rehabilitation: Leichter Anstieg bei den Anträgen auf Rehamaßnahmen
Die Zahl der Anträge auf medizinische und berufliche Rehabilitation ist 2009
erneut leicht gestiegen. 140.011 Rehabilitationsanträge (+ 1,1 %) wurden gestellt. Dabei stieg die Zahl Anträge auf medizinische Rehabilitation um 1,7 %.
Die Zahl der Anträge auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sank dagegen um 1,6 %. Für alle Rehaleistungen wurden 399,06 Mio. Euro (+ 5,1 %) gezahlt. 114.569 Anträge (+ 1,7 %) auf medizinische Reha wurden 2009 gestellt.
Auf die Kinderheilbehandlung entfielen 6.148 Anträge (- 2,3 %), auf Krebsbehandlungen 13.381 (+ 3,0) %) und auf die Anschlussrehabilitation 25.851 (+
4,2 %). Bei den Suchterkrankungen wurden 11.416 Anträge (+ 2,4 %) gestellt.
Abschließend bearbeitet wurden 114.695 medizinische Rehaanträge. Davon
wurden 79.097 positiv entschieden. Die Bewilligungsquote betrug damit 69,0
%. Abgelehnt wurden 16.407 Anträge (14,3%). Von den 19.191 Erledigungen
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Erledigung von Anträgen auf medizinische
Rehabiliation 2009:
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
auf sonstige Weise (16,7 %) wurden 18.743 Anträge an andere Leistungsträger abgegeben und 448 Anträge wurden zurückgenommen. Die ambulanten
Maßnahmen sind mit 26,7 % stark angestiegen auf 10.232 Bewilligungen.
Zusätzlich wurden noch 394 sonstige Maßnahmen bewilligt. Von den Anträgen auf Leistungen wegen Suchterkrankungen wurden 8.714 Anträge (+
8,9 %) bewilligt. Davon entfielen 6.350 auf stationäre Maßnahmen (+ 3,1 %).
Groß war der Anstieg bei den ambulanten Suchtmaßnahmen auf 2.364 (+
28,0 %). Die Antragszahlen bei den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
(LTA) sind um 1,6 % auf 25.442 gesunken. Insgesamt wurden 25.280 Anträge
(- 1,8 %) abschließend bearbeitet. Davon konnten 19.624 Maßnahmen bewilligt werden. Das entspricht einer Bewilligungsquote von 77,6 %. Abgelehnt
wurden 4.561 Anträge (18 %). 1.095 Anträge wurden auf sonstige Weise erledigt, darunter sind 854, die an andere Leistungsträger abgegeben wurden.
241 Anträge wurden zurückgenommen.
Auskunft und Beratung
Rund 6,64 Mio. Versicherte (ohne Rentner) hat die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg Anfang 2009 insgesamt betreut. Darunter
sind auch die Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Bund, deren
Auskunfts- und Beratungsstellen 2007 übernommen worden waren. An den
Standorten in Karlsruhe und Stuttgart sowie in den Regionalzentren und Außenstellen bietet das Haus an jedem Arbeitstag vormittags und nachmittags
Sprechstunden für die Versicherten an. So wurden 2009 in diesen Dienststellen sowie an externen Orten 369.905 Ratsuchende in allen Versicherungs-,
Beitrags-, Rehabilitations- und Rentenangelegenheiten persönlich beraten.
Davon fanden 71.339 persönliche Beratungen im Rahmen von Sprechstunden in Städten und Gemeinden statt. Von den Mitarbeitern sämtlicher Dienststellen der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg wurden im
Berichtsjahr 104.278 Anträge aller Art aufgenommen. Davon entfielen allein
auf die Klärung der Versicherungskonten 60.591 Anträge.
Prüfungen bei Arbeitgebern (Betriebsprüfungen)
Die Rentenversicherungsträger prüfen mindestens alle vier Jahre bei den
Arbeitgebern die Beitragszahlungen und Meldungen. Wenn Arbeitgeber es
wünschen, wird auch häufiger geprüft. Die Krankenkassen als Einzugsstellen teilen den zuständigen Trägern der Rentenversicherung mit, wenn sie
eine baldige Prüfung bei Arbeitgebern für erforderlich halten. 2009 sollten in
49.360 Betrieben die Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie die Abführung
des Gesamtsozialversicherungsbeitrags geprüft werden. Tatsächlich wurden
dann 49.334 Arbeitgeber geprüft. Zusätzlich wurden auf Verlangen anderer Dienststellen 353 Betriebe geprüft; 5.810 Verdachtsfällen wurde nachgegangen. Die Betriebsprüferinnen und -prüfer haben in 16.507 Betrieben
Lohn- und Gehaltsabrechnungen beanstandet. Das entspricht einer Quote
von 35,3 %. 50.768.421 Euro Gesamtsozialversicherungsbeiträge wurden
nacherhoben. Davon entfielen 23.069.643 Euro auf die gesetzliche Rentenversicherung. Je geprüftem Betrieb betrug die durchschnittliche Nachforderungssumme 1.076,17 Euro. Beanstandet wurden nicht nur zu wenig
21
Kundenorientierte Dienstleistungen – Wichtige Kennzahlen des Leistungsbereichs
entrichtete, sondern auch zu hoch berechnete Beiträge. So mussten an Gesamtsozialversicherungsbeiträgen 9.638.957 Euro den Arbeitgebern wieder
gutgeschrieben werden. Der Anteil der gesetzlichen Rentenversicherung an
den Gutschriften betrug 4.449.070 Euro. Die erhobenen Säumniszuschläge
lagen bei 9.375.584 Euro. Die Prüferinnen und Prüfer mussten auch Betriebe
im Hinblick auf Abgaben zur Künstlersozialversicherung prüfen. In 4.945
Betrieben gab es insgesamt 1.292 Beanstandungen. Das führte zu Nachforderungen in Höhe von 3.675.648 Euro, pro Betrieb im Durchschnitt 743,31
Euro. Säumniszuschläge wurden in Höhe von 41.605 Euro erhoben.
Prüfungen bei Krankenkassen (Einzugsstellenprüfung)
Auch 50 Krankenkassen (Einzugsstellen) und 120 sonstige Zahlstellen
wurden geprüft. Insgesamt wurden dort 5.104.654 Euro nachgefordert. In
mehr als 6.000 Fällen wurden Meldeverstöße festgestellt, weil Meldungen
unterblieben sind oder in unzutreffender Höhe erstattet wurden.
Rechtsbehelfe
2009 sind gegen Bescheide der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg 20.704 Widersprüche (+ 8,8 %) neu eingegangen. Zusammen mit den
noch offenen Verfahren aus 2008 waren es 27.917 Widersprüche (+ 7,6 %) aus
den Bereichen Versicherung, Rehabilitation und Rente. 19.938 Widersprüche
(+ 6,4 %) wurden abschließend bearbeitet. In 5.588 Fällen (+ 8,1 %) konnte die
Verwaltung dem Widerspruch ganz oder teilweise abhelfen. Davon entfielen auf
den Bereich Rehabilitation 3.517 Abhilfen (+ 15,9 %). In 300 Sitzungen haben
20 Widerspruchsausschüsse über 11.614 Widersprüche (+ 11,9 %) entschieden.
2009 wurden 4.478 Klagen (+ 13,8 %) neu eingereicht, so dass zusammen mit
den offenen Verfahren aus 2008 insgesamt 10.416 Klagen (+ 4,4 %) anhängig
waren. Davon konnten 4.315 Verfahren (- 0,5 %) entschieden werden. Zugunsten des Hauses wurden 2.800 Fälle und zugunsten der Versicherten 1.515 Fälle
entschieden. 677 Renten-Berufungsverfahren (+ 2,8%) wurden neu eingelegt.
Vom Landessozialgericht wurden 627 Verfahren (- 10,7 %) abgeschlossen. 2009
wurden 49 Renten-Revisionen neu eingelegt. Zusammen mit den anhängigen
Verfahren aus 2008 wurden 51 Renten-Revisionen abgeschlossen.
Gegen Bescheide der Betriebsprüfung legten Arbeitgeber 910 neue Widersprüche (+ 1,0 %) ein. Zusammen mit den noch nicht erledigten Widersprüchen aus 2008 standen 1.199 Verfahren zur Entscheidung. 483 davon konnten
durch die Verwaltung abgeschlossen werden, 362 haben die Widerspruchsausschüsse entschieden. 2009 wurden gegen Bescheide der Betriebsprüfung
127 Klagen neu eingereicht. 71 Klageverfahren konnten abgeschlossen werden. In sieben Fällen wurde Berufung eingelegt. Zusammen mit den noch nicht
entschiedenen Fällen aus 2008 konnten neun abschließend erledigt werden.
Eine Revision wurde neu eingereicht; eine Entscheidung steht noch aus.
Die Betriebe, die nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz geprüft wurden, haben 151 Widersprüche eingelegt. Davon wurden 54 durch die Verwaltung erledigt. Die Widerspruchsausschüsse entschieden 79 Fälle. Von insgesamt 19 anhängigen Klagen wurden fünf entschieden. Zwei Berufungen
waren 2009 noch anhängig, die Entscheidungen stehen noch aus.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Die Leistungsbereiche Inland mit den
Regionalzentren
Dienststellen
(Stand: 31.Dezember 2009):
Allgemeines
Kundenservice und Dienstleistungsgedanke stehen im Vordergrund der
Unternehmenskultur der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. Das flächendeckende und regional ausgerichtete Dienststellennetz
mit zahlreichen Regionalzentren und Außenstellen macht es möglich, dass
die Kundinnen und Kunden wohnortnah und kompetent beraten werden.
Die Regionalzentren halten auch Kontakt zu anderen Sozialleistungsträgern vor Ort, um die Versicherten umfassend über ihre soziale Sicherung
zu informieren.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten in allen Beitrags-, Reha- und
Rentenfragen, bearbeiten Anträge auf Renten sowie Anträge auf medizinische Rehabilitation und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Die
Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg versendet Versicherungsverläufe und Renteninformationen, führt Versicherungskonten und
ist zuständig für die Betriebsprüfung einschließlich der Entrichtung von
Beiträgen.
Mit der Neuorganisation des Dienststellennetzes wurden wirtschaftliche
Organisationseinheiten mit vergleichbarer Größe und einer ausgewogenen
Zahl von aktiv Versicherten geschaffen. Diese Einheiten sind jeweils für
eine überschaubare Region zuständig und bieten einen umfassenden Kundenservice in allen Belangen der gesetzlichen Rentenversicherung.
Die Leistungsbereiche Karlsruhe und Stuttgart gewährleisten mit insgesamt
15 Regionalzentren die flächendeckende Betreuung der Versicherten. Die
Regionalzentren gliedern sich in zwei Leistungseinheiten. Die Leistungseinheit 1 ist jeweils vor Ort angesiedelt (mit Ausnahme der Regionalzentren in
den Großräumen Karlsruhe und Stuttgart, bei denen die Leistungseinheit
1 in den Hauptverwaltungen verbleibt) und umfasst alle Leistungen mit
starkem Versichertenkontakt. Dies sind alle beratungsintensiven Aufgaben
und die Fälle, bei denen eine sozialmedizinische Beurteilung für Entscheidungen notwendig ist. Die Leistungseinheit 2 ist in Karlsruhe oder Stuttgart
angesiedelt und unter anderem für die Alters- und die Hinterbliebenenrenten verantwortlich.
Intensiver Kundenkontakt und Zusammenarbeit mit Behörden, Verbänden
und Betrieben
Ein intensiver Kundenkontakt und die Zusammenarbeit mit Behörden,
Verbänden und sonstigen Sozialpartnern liegen im besonderen Interesse
der Versicherten und sind der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg ein zentrales Anliegen. Alle Leistungsbereiche haben mit zahlreichen Aktivitäten auf dieses Ziel hingearbeitet und die Beziehungen zu den
Sozialleistungsträgern vor Ort weiter vertieft. So entwickelte sich für alle
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Kundenorientierte Dienstleistungen – Die Leistungsbereiche Inland mit den
Regionalzentren
Beteiligten eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Vor allem mit örtlichen Behindertenverbänden, Selbsthilfeeinrichtungen, Krankenkassen, kommunalen Behörden und der Arbeitsverwaltung arbeitet die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg intensiv zusammen. Beschäftigte aus allen
Regionalzentren haben im Wechsel mit anderen Rentenversicherungsträgern als Experten das Internetportal www.ihre-vorsorge.de betreut.
Umfassende Beratung in allen
Bereichen des Rehabilitationsrechts
Gemeinsame Servicestellen für Rehabilitation
Das Rehabilitationsrecht und die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben wurden im SGB IX zusammengefasst, das am 1. Juli 2001 in Kraft
trat. Die Rehabilitationsträger wurden verpflichtet, in allen Landkreisen
und kreisfreien Städten trägerübergreifende Gemeinsame Servicestellen
für Rehabilitation einzurichten. Die Beratung behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen soll unbürokratisch und ortsnah sichergestellt
werden. Die Servicestellen beraten die Betroffenen umfassend über alle Bereiche des Rehabilitationsrechts, ermitteln die zuständigen Leistungsträger,
erläutern den Ablauf des Rehabilitationsverfahrens und unterstützen die
Kunden dabei, ihre Interessen wahrzunehmen. Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg hat nach Absprache und in Zusammenarbeit
mit anderen Sozialleistungsträgern diese gesetzliche Aufgabe übernommen
und landesweit in ihren Außenstellen ein flächendeckendes Netz von Gemeinsamen Servicestellen eingerichtet. Das Konzept sorgt dafür, dass die
Gemeinsamen Servicestellen ihre Aufgaben in enger Zusammenarbeit mit
den Behindertenverbänden, Selbsthilfegruppen, Leistungsanbietern und
den anderen Sozialleistungsträgern vorbildlich erfüllen. Alle Beteiligten
sorgen in gemeinsamen Qualitätszirkeln für die Sicherung der Qualität.
Das Konzept wird auch bundesweit anerkannt. Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg ist damit in Baden-Württemberg ein starker
Partner in Fragen der Rehabilitation.
Betriebliches Eingliederungsmanagement
Im Fokus der Arbeit der Gemeinsamen Servicestellen stand 2009 weiterhin
das Thema „Betriebliches Eingliederungsmanagement“. Zahlreiche Veranstaltungen der Regionalzentren dienten dazu, das neue Instrument im
Recht der Rehabilitation und der Teilhabe behinderter Menschen bei den
Arbeitgebern besser bekannt zu machen und auf die damit verbundenen
Chancen und Möglichkeiten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer hinzuweisen. Die Gemeinsamen Servicestellen haben beim Eingliederungsmanagement eine wichtige Aufgabe: Stellt sich heraus, dass Leistungen zur Teilhabe in Betracht kommen, sollen die Gemeinsamen Servicestellen erreichen,
dass die erforderlichen Leistungen möglichst rasch beantragt und auch unverzüglich erbracht werden.
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Fachbereiche Rehabilitation, Auslandsrenten und Beitragseinzug
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Neben den Regionalzentren gibt es in jedem Leistungsbereich noch folgende Fachbereiche:
Fachbereich Rehabilitation
Der Fachbereich Rehabilitation ist zuständig für Anträge auf Anschlussrehabilitation und Entwöhnungsbehandlungen einschließlich des Kooperationsverfahrens mit der AOK Baden-Württemberg. Die Weiterentwicklung
von Modellprojekten, Betreuung von Versicherten und Einrichtungen sowie
Grundsatzarbeit in den oben genannten Schwerpunktbereichen gehören
ebenfalls zu dem vielfältigen Aufgabengebiet.
Fachbereich Auslandsrenten
Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg ist als Verbindungsstelle zu Griechenland, Liechtenstein, der Schweiz und Zypern im Bereich
der Regionalträger bundesweit Ansprechpartner für alle Versicherten, die
in diesen Ländern gearbeitet haben oder dort wohnen. Ferner bearbeitet
sie Rentenangelegenheiten von Versicherten, die in ihrem Zuständigkeitsbereich gewohnt haben und inzwischen im sogenannten vertragslosen Ausland leben. Das sind ausländische Staaten, in denen nicht das Recht der
Europäischen Gemeinschaft über die Soziale Sicherheit gilt und mit denen
die Bundesrepublik Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat.
Fachbereich Beitragseinzug
Die Referate Beitragseinzug befassen sich mit dem Einzug der Beiträge von
versicherungspflichtigen Selbstständigen und freiwillig Versicherten und
sie übernehmen die Nachversicherung für ausgeschiedene Beamte und
Zeitsoldaten. Die Anfragen der Krankenkassen zum Status von Versicherten (selbstständig oder abhängig beschäftigt) werden ebenso bearbeitet wie
die Anfragen der Pflegekassen zur Rentenversicherungspflicht von Versicherten. Darüber hinaus werden die von den Amtsgerichten eingehenden
Insolvenzeröffnungsbeschlüsse verwaltet. Die Zahl dieser Beschlüsse bewegte sich 2009 aufgrund der schlechten Wirtschaftslage auf anhaltend
hohem Niveau.
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Kundenorientierte Dienstleistungen
Die Leistungsbereiche im Einzelnen:
Leistungsbereich Karlsruhe
Regionalzentrum
Aktiv Versicherte 2008
Aktiv Versicherte 2008
Basis: Bestand Deutsche
Basis: Land Baden-Württemberg
Rentenversicherung Baden-Württemberg
Freiburg
188.621
391.350
Heilbronn
136.555
261.659
Karlsruhe
196.004
428.764
Mannheim
180.044
403.806
Nordschwarzwald
133.154
256.069
Offenburg
Schwäbisch Hall
Gesamt
Dienststellen Leistungsbereich Karlsruhe:
95.187
179.269
105.098
190.480
1.034.663
2.111.397
Im Zuständigkeitsbereich des Leistungsbereiches Karlsruhe mit seinen
sieben Regionalzentren waren 2008 insgesamt 1.034.663 aktiv Versicherte aus dem Bestand der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg erfasst. Nach der Übernahme des Auskunfts- und Beratungsnetzes
durch die Regionalträger ist der Leistungsbereich Karlsruhe für insgesamt
2.111.397 aktiv Versicherte Anlaufstelle für die Auskunft und Beratung. Die
Regionalzentren Nordschwarzwald und Offenburg hatten ihren Sitz 2009
in Karlsruhe, waren jedoch mit Außenstellen in der Region präsent. Mit
den Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation in Karlsruhe, Freudenstadt, Pforzheim, Offenburg, Freiburg, Lörrach, Mannheim, Heilbronn und
Schwäbisch Hall komplettierte der Leistungsbereich Karlsruhe das Serviceangebot für seine Versicherten. Im Verlauf des Jahres 2009 wurden zudem
insgesamt 1.933 Sprechtage an 87 Sprechtagsorten abgehalten.
Veranstaltungen und Aktivitäten rund um Beratung, Service und
Kooperation
Speziell an Arbeitgeber und ihre Abrechnungsstellen richteten sich Seminarreihen, die alle Regionalzentren des Leistungsbereichs Karlsruhe 2009
in ihrer Region angeboten haben. Die Themen waren: „Künstlersozialabgabe – Ein Jahr Praxis und die daraus gewonnenen Erkenntnisse“ und „Betriebsprüfung – Was uns aufgefallen ist – Erfahrungen aus der Praxis“.
Regionalzentrum Karlsruhe
Betriebsberatungen gab es 2009 unter anderem beim Südwestrundfunk
und bei der Firma Hirschmann. Am Städtischen Klinikum Karlsruhe wurde über Renten wegen Erwerbsminderung informiert. Die Internationale
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Großes Interesse am „Betrieblichen
Eingliederungsmanagement“ in Karlsruhe
Ortsbehördentagung in Remchingen
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Fachmesse für Rehabilitation, Pflege, Prävention und Integration „REHAB“
wurde 2009 erneut für Einzelfallberatungen sowie zum Erfahrungsaustausch mit Menschen und Organisationen genutzt, die sich mit Rehabilitation beschäftigen.
Höhepunkt des Jahres war eine Veranstaltung zum Thema „Betriebliches
Eingliederungsmanagement“: Bundesweite Prominenz aus Sozialpolitik und
Verwaltung referierte und diskutierte in der Hauptverwaltung Karlsruhe
dieses wichtige Instrument zur Überwindung von Arbeitsunfähigkeit. Zur
Jahresmitte war das Regionalzentrum Gastgeber einer VdK-Landestagung.
Auf Initiative des Versichertenberaters Wolfgang Braun wurden die Kreisverbandobleute der Rentner über aktuelle Entwicklungen in der gesetzlichen Rentenversicherung sowie über die neue Anlageform „Wohn-Riester“
informiert. Beim Stand auf der Karlsruher Verbrauchermesse „Offerta“
2009 haben sich rund 700 Besucher über Altersteilzeit, Rentenabschläge,
Rentensteuer und zusätzliche Altersvorsorge informiert. In Karlsbad gab es
für Migranten einen Vortrag zur Berücksichtigung ausländischer Zeiten im
deutschen Rentenrecht.
Regionalzentrum Nordschwarzwald
Bei einem Treffen des Runden Tisches „Illegale Beschäftigung“ mit Vertretern des Hauptzollamtes und der Kripo in Freudenstadt berichtete das
Regionalzentrum Anfang 2009 unter anderem über Neuregelungen im
Versicherungs- und Beitragsrecht. Bei einem Erfahrungsaustausch in den
Berufsförderungswerken Bad Wildbad und Schömberg wurde das Regionalzentrum über neue Entwicklungen und Projekte informiert. Im Bereich
der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurden Verbesserungsmöglichkeiten besprochen. Im April fand ein Erfahrungsaustausch mit allen
Versichertenberatern des Regionalzentrums Nordschwarzwald in Pforzheim statt. Das Regionalzentrum referierte dabei über aktuelle Neuerungen im Bereich Reha und Rente und das Projekt „Betsi“. Mit der Firma
Prontor aus Calmbach wurde eine entsprechende Vereinbarung umgesetzt.
Bei der Maschinenfabrik Lauffer in Horb informierte das Regionalzentrum
über Vorruhestand und Altersrente und es war mit einem Info-Stand auf
der Arbeitsschutzkonferenz der IG Metall im Kongresszentrum Pforzheim
vertreten. Auch 2009 hat das Regionalzentrum Arbeitgeberseminare für
die Betriebe der Region angeboten, aber auch für den Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband. Im November wurde vom Regionalzentrum in Altensteig und Remchingen für die Ortsbehörden eine Tagung zu
Versorgungsausgleich, Kurzarbeitergeld und Rente, eTermin und auch zur
privaten Altersvorsorge ausgerichtet. Die Gemeinsame Servicestelle des Regionalzentrums ist 2009 Mitglied des Suchthilfenetzwerkes des Landkreises
Freudenstadt geworden und hat sich hier bei Treffen eingebracht.
Regionalzentrum Offenburg
2009 beteiligte sich das Regionalzentrum vom 26. September bis 4. Oktober
wieder an der Oberrhein Messe in Offenburg. Die Themen Altersrenten mit/
ohne Abschläge sowie die Besteuerung der Renten waren sehr gefragt.
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Kundenorientierte Dienstleistungen – Die Leistungsbereiche im Einzelnen:
Leistungsbereich Karlsruhe
Die neue Außenstelle Offenburg wurde am
In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit in Offenburg wurde die Veranstaltungsreihe für Nichtleistungsbezieher fortgeführt. Mitarbeiter der
Außenstelle Offenburg informierten über „Auswirkungen der Arbeitslosigkeit in der Rentenversicherung“, „Minijobs“ und vieles mehr. Nach dem Bezug neuer Räume zum 15. Mai konnten hier bereits erste Vorträge für ein
größeres Publikum angeboten werden. Die Veranstaltungen über „Rente
und Steuern“, „Altersvorsorge für Frauen“ und „Arbeitslosigkeit und Altersteilzeit“ waren gut besucht. Das Regionalzentrum beteiligte sich am
Projekt der Kommunalen Arbeitsförderung „Arbeitsförderung mit gesundheitsbezogener Ausrichtung“ (AmigA) zur besseren Vermittlung von Langzeitarbeitslosen.
15. Mai bezogen
Regionalzentrum Freiburg
Bei Arbeitstagungen des Regionalzentrums mit Gemeinden des Stadtkreises Freiburg und der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach und Waldshut wurde das Wissen der Gemeindebeschäftigten
im Rentenrecht wieder aufgefrischt und neues vermittelt. Das Regionalzentrum beteiligte sich an den von Grenzgängern im Dreiländereck sehr gut
besuchten internationalen Sprechtagen in Freiburg, Lörrach und Waldshut.
Auch ein Fachvortrag zum deutschen Altersrentenrecht vor den Leitern
der kantonalen Ausgleichkassen der Schweiz in Weil zum Thema „Bilaterale Verträge in der Schweiz“ förderte den Informationsaustausch der Rentenversicherungsträger. Mit Infoständen war das Regionalzentrum beim
Frauenwirtschaftstag in Emmendingen, beim Infotag des Betriebsrates der
Firma Sick in Waldkirch, bei der Gesundheitswoche des Energieversorgers
Badenova und bei der Gesundheitsmesse in Bad Krozingen vertreten. Bei
Betriebssprechtagen der Firma Sick in Waldkirch und der Firma Alcan
Packaging Tscheulin-Rothal GmbH in Teningen konnten sich Betriebsangehörige zu ihrem Versicherungsleben informieren. Die Rehafachberater
beteiligten sich am Informationsaustausch bei der Schwerbehinderten-Versammlung der Firma Pfizer in Freiburg. Und sie tauschten sich mit Mitarbeitern des Wasser- und Wirtschaftsamtes Freiburg über Betriebliches
Eingliederungsmanagement aus. Mit den Kooperationspartnern wie der
Handwerkskammer Konstanz sowie der AOK in Waldshut und in Freiburg
wurden Kontaktgespräche geführt. Mitarbeiter der Agentur für Arbeit in
Emmendingen und Klinik-Sozialarbeiter in Freiburg und Umkreis wurden
durch Schulungen im Rentenrecht unterstützt. Der Betriebsprüfdienst informierte die Akademie der Polizei in Freiburg über „Illegale Beschäftigung
und Schwarzarbeit“ und die Arbeitgeber bei Seminaren in Freiburg und
in Lörrach über Praxiserfahrungen und „Abhängige Beschäftigung – freie
Mitarbeit“.
Das Regionalzentrum Mannheim war auch
auf dem Mannheimer Maimarkt vertreten
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Regionalzentrum Mannheim
Beim Aktionstag „Wiedereinstieg für Frauen“ am 12. März in Schwetzingen hielten Mitarbeiter des Regionalzentrums Vorträge und beantworteten
Fragen zum Wiedereinstieg. Das Regionalzentrum war auf Deutschlands
größter Regionalmesse, dem Maimarkt Mannheim, vom 24. April bis 5. Mai
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
mit einem Messestand präsent. Die Besucher fragten vor allem nach der
Rentenbesteuerung. Der Regionalzentrumsleiter referierte am 3. Juni bei
der Firma Siemens vor einer hochrangigen Delegation aus der Demokratischen Republik Kongo, angeführt vom kongolesischen Bundesminister für
Arbeit und Soziales, über das deutsche Rentenversicherungssystem. Am
20. Juni beteiligte sich das Regionalzentrum mit einem Infostand am Aktionstag „Solidarische Rente“ der IG Bauen-Agrar-Umwelt in Heidelberg.
Auch an der Telefonaktion der Rhein-Neckar-Zeitung zum Thema „Rente,
Steuern und Altersvorsorge“ am 30. September nahm ein Mitarbeiter teil.
Im Oktober 2009 schulte der Betriebsprüfdienst die Staatsanwaltschaften
des Landes bei der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Mannheim zur Abgrenzung von Versicherungspflicht und -freiheit. Mitarbeiter des Regionalzentrums referierten bei der Schwerbehindertenversammlung der Firma Heidelberger Druckmaschinen am 2. Dezember vor mehr als 450 Mitarbeitern
über Rentenbesteuerung und Berufsunfähigkeitsrente. Die Mitarbeiter der
Gemeinsamen Servicestelle waren mit Infoständen bei der „Darmkrebsaktion 2009“ in Mannheim, beim „Jobmarkt für Rehabilitanden und Menschen mit Behinderungen“ in Mannheim sowie beim „Internationalen Tag
der Menschen mit Behinderung“ der Stadt Heidelberg vertreten.
Regionalzentrum Heilbronn
Regionalzentrum Heilbronn
2009 wurde die Vereinbarung über den Suchthilfeverbund für die Heilbronner Region von allen beteiligten Institutionen offiziell unterzeichnet.
Es wird innerhalb dieses Netzwerkes jetzt regelmäßige Treffen geben mit
dem Ziel, die Situation der Suchtkranken durch Prävention und einen niedrigschwelligen und schnellen Zugang zu Hilfeleistungen zu verbessern. Die
Aktionsgruppe „Betriebliches Gesundheitsmanagement – BGM“ bietet Unternehmen der Region umfassende Informationen zum Thema an. Teilnehmer sind neben dem Regionalzentrum auch das Kur- und Klinikzentrum
Bad Rappenau, die Barmer Heilbronn sowie Vertreter der Wirtschaftsförderung. Am 23. September informierten Mitarbeiter des Regionalzentrums
mehr als 200 Beschäftigte der Firma Bosch in Abstatt über private Altersvorsorge. Um das gleiche Thema ging es auch bei einer Infoveranstaltung
für Mitbürger mit Migrationshintergrund in Mosbach am 14. Oktober. Die
Probleme von Eltern suchtkranker Kinder, die auch unter psychischen
Störungen leiden, stehen im Mittelpunkt der Heilbronner Selbsthilfegruppe „Elternkreis Doppeldiagnosen“. Am 21. Oktober konnten Vertreter des
Regionalzentrums der Gruppe wichtige Fragen zum Thema Rehabilitation
beantworten.
Regionalzentrum Schwäbisch Hall
Bei mehr als 125 Informationsgesprächen des Regionalzentrums, die im
Rahmen des monatlichen Tages der Altersvorsorge stattfanden, konnten
sich die Kunden über ihre Altersvorsorge allgemein beraten lassen. Um die
Beratungs- und Servicequalität weiter zu verbessern, beteiligt sich das Regionalzentrum seit September 2009 an der Service-Qualifizierungskampagne der Stadt Schwäbisch Hall als „erster Servicestadt Deutschlands“. Die
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Kundenorientierte Dienstleistungen – Die Leistungsbereiche im Einzelnen:
Leistungsbereich Karlsruhe
Berufsinformationstage in Crailsheim
vielfältigen Ausbildungsgänge des Hauses präsentierte das Regionalzentrum 2009 erneut bei den Jobbörsen in Schwäbisch Hall, Gaildorf und Lauda. Auf den Messen in Öhringen und Künzelsau informierten und berieten
die Fachleute des Regionalzentrums rund um die Themen Rente und Rehabilitation. Bei rund 60 Jahreswechselseminaren verschiedener Krankenkassen informierte das Regionalzentrum Arbeitgeber zu den Auswirkungen
von Kurzarbeitergeld auf die Rentenhöhe, zur Einkommensanrechnung bei
Hinterbliebenenrenten und zu Teilrente und Hinzuverdienst. Bei Veranstaltungen in Betrieben unter anderem in Tauberbischofsheim, Künzelsau, und
Crailsheim informierten die Fachleute des Regionalzentrums allgemein zu
den Programmen Betsi, PROSA und zum Persönlichen Budget. Die Wirtschaftskrise machte kurzfristige Beschäftigten-Beratungen direkt in Firmen in Langenburg, Ilshofen, Forchtenberg, Rosengarten und Niedernhall
nötig. Vom 2. bis 4. November fanden die Sprengeltagungen mit den Ortsbehörden der Landkreise Schwäbisch Hall, Hohenlohe und Main-Tauber
statt. Um Rente und Altersvorsorge von Frauen ging es bei vier Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall. Die
Gemeinsame Servicestelle hat für die regionalen Kooperationspartner zwei
Arbeitstagungen zur Zuständigkeitsklärung, zur Vermittlung in festgefahrenen Bearbeitungsständen und zum persönlichen Budget angeboten.
Bereich Auslandsrenten
(Siehe auch Jahresrückblick, Seite 7) Zusammen mit weiteren europäischen
Rentenversicherungsträgern beteiligte sich der Bereich Auslandsrenten
2009 wieder am Informationsstand des „Europäischen Rentenraums“ bei
der Europamesse in Strasbourg und beim Internationalen Grenzgängerforum in Mulhouse. Die Verbindungsstelle Schweiz/Liechtenstein war auch
wieder beim Grenzgänger-Infotag der EURES-Bodensee (einem Zusammenschluss von deutschen, schweizerischen und österreichischen Arbeitsverwaltungen, Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen) in Konstanz vertreten.
Referat Beitragseinzug
Mit einer Telefonaktion wurde versucht, möglichst viele pflichtversicherte Selbstständige mit Beitragsrückstand zu erreichen. Zahlreichen Kunden
konnte hierbei durch eine Änderung der Beitragshöhe oder die Vereinbarung von Ratenzahlungen geholfen werden.
Referat AHB/Sucht
Das Referat AHB/Sucht hat eine Informationsreihe für die Sozialdienste
der Krankenhäuser in Baden angeboten und Vorträge bei verschiedenen
Suchthilfeverbünden gehalten. Außerdem wurde die Zusammenarbeit einzelnen Job-Centern und Psychosozialen Beratungsstellen fortgeführt und
intensiviert.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Die Leistungsbereiche im Einzelnen:
Leistungsbereich Stuttgart
Regionalzentrum
Aktiv Versicherte 2008
Aktiv Versicherte 2008
Basis: Bestand Deutsche
Basis: Land Baden-Württemberg
Rentenversicherung Baden-Württemberg
Stuttgart/Böblingen
194.747
448.890
Esslingen/Göppingen
169.859
365.230
Ludwigsburg/Waiblingen
196.818
442.994
Aalen
110.027
209.404
Reutlingen
161.275
322.572
Ravensburg
146.722
286.939
Ulm
123.892
240.604
Villingen-Schwenningen
186.245
352.626
1.289.585
2.669.259
Gesamt
Dienststellen Leistungsbereich Stuttgart:
Inlandsbereich
Mit seinen Regionalzentren vor Ort in Reutlingen, Ulm, Aalen, Ravensburg
und Villingen/Schwenningen sowie den in Stuttgart angesiedelten Regionalzentren Stuttgart/Böblingen, Esslingen/Göppingen und Ludwigsburg/Waiblingen war der Leistungsbereich Stuttgart für die Betreuung von insgesamt
2.669.259 aktiv Versicherten zuständig. Mit den Außenstellen Stuttgart
(Service im Zentrum), Göppingen, Heidenheim, Balingen, Biberach, Sigmaringen, Friedrichshafen und Singen standen in den Regionen weitere Beratungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das Beratungsangebot komplettierten
2.101 Sprechtage an 117 Sprechtagsorten. Als weiterer Service für die Versicherten sind in den Regionalzentren und Außenstellen die Gemeinsamen
Servicestellen für Rehabilitation eingerichtet.
Sprengeltagungen
Die Regionalzentren des Leistungsbereichs führten 2009 bei den Ortsbehörden 57 Sprengeltagungen durch. Dabei konnten wieder zahlreiche
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ortsbehörden geschult werden. Die
Schulungsthemen waren unter anderem: Arbeitslosigkeit und Rente, Rentengarantie, Neuregelung des Versorgungsausgleichs, Besteuerung der
Renten, Hinterbliebenenrenten.
Arbeitgeberseminare
Zu den Themen „Künstlersozialabgabe – ein Jahr Praxis“ und „Betriebsprüfung – was uns aufgefallen ist“ informierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebsprüfdienste in 61 Arbeitgeberseminaren 2.339 Teilnehmer.
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Kundenorientierte Dienstleistungen – Die Leistungsbereiche im Einzelnen:
Leistungsbereich Stuttgart
Fachvorträge zum Beispiel bei den Arbeitgeberseminaren der örtlichen
Krankenkassen ergänzten das speziell an die Arbeitgeber gerichtete Informationsangebot, in dem es auch um andere Themen ging.
Richtertagungen
Am 18. März gab es eine Arbeitstagung mit der Direktorin des Sozialgerichts Konstanz und acht ihrer Richterkollegen in Singen bei der Firma
Alcan. Es ging vor allem um Rehabilitation und die Fragestellungen der
Sozialrichter. (Siehe auch Jahresrückblick, Seite 8)
Richtertagung bei der Firma Alcan in Singen
PROSA-Fachleute zu Gast bei SWR 3 in
Baden-Baden
Messen
2009 waren auf insgesamt acht Messen Fachleute der Regionalzentren Stuttgart/Böblingen, Ulm, Ravensburg und Villingen-Schwenningen vertreten.
Unter anderem konnten sich die Besucher der Verbrauchermessen Familie
und Heim in Stuttgart, Leben-Wohnen-Freizeit in Ulm, IBO in Friedrichshafen, Oberschwabenschau in Ravensburg und der Südwestmesse in VillingenSchwenningen an Ständen der Rentenversicherung informieren und beraten
lassen. Messestände waren auch bei den Fachmessen Invest und New Come
in Stuttgart sowie auf der Gesundheitsmesse in Bad Saulgau vor Ort.
Telefonaktionen/Medienarbeit
Das Interesse der Medien an Themen der gesetzlichen Rentenversicherung
war 2009 wieder groß. So organisierten der SWR 3 und SWR 4, der Südkurier, der Schwarzwälder Bote, die Schwäbische Zeitung, das Wochenblatt des
Landkreises Ravensburg, der Südkurier Sigmaringen und der Reutlinger Generalanzeiger zusammen mit den Regionalzentren zahlreiche Telefonaktionen.
Dabei ging es um die Themen „Rente und Private Altersvorsorge“, „Job und
Krankheit“, „Besteuern von Renten“, „Minijobs“ und „PROSA“. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr das Regionalzentrum Ulm. Das SWR-Fernsehen drehte in
den Beratungsräumen einen Beitrag zum Thema „Steuern und Rente“ und es
gab ein Kurzinterview für die Landesschau mit dem Regionalzentrumsleiter.
Einen Auftritt in der Sendung „Kaffee oder Tee“ des SWR nutzte das Regionalzentrum Stuttgart/Böblingen zur Vorstellung des Projekts PROSA. Ebenfalls in
der Sendung „Kaffee oder Tee“ stellte sich eine Mitarbeiterin des Regionalzentrums Ludwigsburg/Waiblingen den Fragen zum Thema „Minijobs“.
Aktionstage
Das Regionalzentrum Stuttgart/Böblingen bot auch 2009 anlässlich des
Kirbesonntags in Stuttgart-Freiberg Beratungen zu den Themen Renten,
Rehabilitation sowie Altersvorsorge an. Darüber hinaus waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Regionalzentrums auf dem 6. Stuttgarter
AOK-Diabetes-Tag präsent und betreuten einen Infostand auf dem VdKGesundheitstag mit dem Thema „Ist Gesundheit noch bezahlbar?“ Das Regionalzentrum Esslingen/Göppingen war mit einem Informationsstand auf
dem Landesseniorentag in Leinfelden-Echterdingen vertreten. Das Regionalzentrum Reutlingen organisierte mit der Dresdner Bank in Tübingen
zwei Aktionstage zum Thema Altersvorsorge. Wegen der Standortschlie-
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Auf dem Marienplatz präsent: das
Regionalzentrum Ravensburg
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
ßung bei der Firma WEBATEX informierte das Regionalzentrum vor Ort
zum Thema Altersvorsorge. Weitere Aktionstage fanden bei der Agentur
für Arbeit in Reutlingen und Tübingen statt. Nach Vorträgen zu den Themen Altersrenten und Altersteilzeit schulten die Dozenten des Regionalzentrums Reutlingen 40 Beschäftigte sowie Berater der beiden Agenturen für
Arbeit. Bei der Deutschen Angestellten Akademie in Reutlingen informierte
das Regionalzentrum an zwei Terminen zum Thema Arbeitslosigkeit und
Rente. Zusammen mit der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg (ZVK-KVBW)/VBL bot das Regionalzentrum Ulm 35 Ratsuchenden eine spezielle Beratung zur Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst an. Auf dem Gesundheitsmarkt in Aalen und
dem VdK-Gesundheitstag in Schwäbisch Gmünd betreute das Regionalzentrum Aalen einen Infostand. Das Regionalzentrum Ravensburg veranstaltete
auf dem Marienplatz in Ravensburg einen Aktionstag zur Vorstellung des
Servicezentrums für Altersvorsorge. Bei Aktionstagen der Sparkasse Singen und der Deutschen Bank in Konstanz berieten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des Regionalzentrums Villingen-Schwenningen 53 Versicherte.
Kooperationen
Mit Hilfe von Kooperationen mit Arbeitgebern der Regionen sollen Rehamaßnahmen entwickelt werden, die direkt auf die Betriebe zugeschnitten
sind. Den Betrieben werden so optimale, an den Bedürfnissen ihrer Beschäftigten orientierte Programme zur Gesundheitsvorsorge und Wiederherstellung der Gesundheit angeboten. Auch die Auswahl von geeigneten
Zentren für Rehabilitation wird so erleichtert. Die bestehenden Kooperationen wurden im vergangenen Jahr mit gemeinsamen Veranstaltungen intensiviert. Die zentrale Bearbeitung der familienorientierten Rehabilitation
im Regionalzentrum Villingen-Schwenningen erleichtert den betroffenen
Familien mit ihren schwerkranken Kindern den Zugang zur medizinischen
Rehabilitation. Die Kooperationen mit der Gemeinde Kernen und der Stadt
Backnang hat sich bestens bewährt: Die Deutsche Rentenversicherung
Baden-Württemberg nimmt dort Anträge der Versicherten entgegen und
informiert und berät umfassend zu Rente, Versicherung, Rehabilitation und
Altersvorsorge. Von diesem neuen Verfahren, mit dem eine „Verwaltung
der kurzen Wege“ praktiziert wird, profitieren Versicherte und Rentenversicherungsträger gleichermaßen. Dieses Verfahren kann durchaus Vorlage
für weitere gleichgelagerte Kooperationen sein. Das Regionalzentrum Aalen konnte eine neue Kooperation mit der Firma ZF in Schwäbisch-Gmünd
schließen. Das Präventionsmodell „Betsi“ wurde vom Regionalzentrum
Villingen-Schwenningen zusammen mit der Firma Fischer in Singen verwirklicht. Das Regionalzentrum Reutlingen konnte die Firma Bosch für eine
Kooperation in gleicher Sache gewinnen.
Sonstiges
Bei mehr als 700 weiteren Veranstaltungen wie Betriebssprechtagen, Fachvorträgen, Schulungen und Seminaren waren die Regionalzentren des Leistungsbereiches Stuttgart 2009 mit einer Vielzahl von Mitarbeiterinnen und
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Kundenorientierte Dienstleistungen – Die Leistungsbereiche im Einzelnen:
Leistungsbereich Stuttgart
Mitarbeitern aktiv und haben eine große Zahl von Versicherten im ganzen
Land informiert und beraten.
Flächendeckend in allen Landkreisen regionale Suchthilfenetzwerke
installiert
Mehraufwand durch Ermittlung der
Steueridentifikationsnummern
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Fachbereich Rehabilitation
Eine gute und reibungslose Kooperation mit den Sozialdiensten der Krankenhäuser bei der Einleitung und Vermittlung von Anschlussrehabilitationsbehandlungen (AHB) für unsere Versicherten ist weiterhin ein wichtiges
Ziel. Durch Fachtagungen mit Sozialarbeitern und Besuche verschiedener
kooperierender AOK-Bezirksdirektionen wurden die Verfahrensabläufe
optimiert. Nach dem Übergang der Planungskompetenz für die Suchthilfe
auf die Kreisebene im Jahr 2008 konnten 2009 flächendeckend in allen
Landkreisen sogenannte Regionale Suchthilfenetzwerke installiert werden.
Die Leiter der Regionalzentren sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Fachbereichs Rehabilitation haben auch 2009 durch ihre Mitarbeit in verschiedenen landesweiten Planungsgremien die Interessen der Deutschen
Rentenversicherung Baden-Württemberg vertreten. In der Projektgruppe
„Sucht und Arbeitslosigkeit“ haben Beratungsstellen, Fachkliniken, ARGEN/Jobcenter und Ärzte zusammen mit Kolleginnen und Kollegen des
Fachbereichs Rehabilitation Lösungsstrategien zu diesem Spannungsfeld
erarbeitet. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse fanden in Fachkliniken, bei ARGEN/Jobcentern und in Kommunen Schulungen über die Leistungen zur
Teilhabe am Arbeitsleben sowie Entwöhnungsbehandlungen statt. Im Mai
2009 hat die AOK Baden-Württemberg mit der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und zwei Projektträgern in Stuttgart und Bietigheim-Bissingen einen Vertrag abgeschlossen zur Integrierten Versorgung
über einen qualifizierten ambulanten Entzug und zur daran anschließenden kompakten ambulanten Rehabilitation für alkoholabhängige Menschen
(IAK). Der Fachbereich begleitet dieses über die Landesgrenzen hinaus beachtete Modellprojekt fachlich und wickelt sämtliche Verfahrensschritte
ab. Der Fachbereich Rehabilitation hat bei der Initiierung und dem Vorantreiben des Modellprojekts „Substitutionsgeschtützte Rehabilitation für
Drogenabhängige“ mitgewirkt. Mit diesem Projekt werden den betroffenen
Versicherten neue Zugangsmöglichkeiten zur Rehabilitation aufgezeigt, damit sie ein abstinentes Leben führen können.
Auslandsrenten
(Siehe auch Jahresrückblick, Seite 7) Auch im Inland besuchten zahlreiche
Versicherte die internationalen Beratungstage in Frankfurt, Konstanz und
Stuttgart. Eine neu eingerichtete griechischsprachige Telefonhotline, über
die sich Griechen einmal wöchentlich in ihrer Muttersprache in rentenrechtlichen Fragen beraten lassen können, rundet das Beratungsangebot
der Verbindungsstelle Griechenland/Zypern ab. In Deutschland erwirtschaftetes Einkommen, hierzu gehören auch Renten, ist einkommensteuerpflichtig. Deshalb mussten 2009 die Steueridentifikationsnummern aller im Ausland lebenden Rentenbezieher ermittelt werden. Diese Ermittlungsarbeiten
waren aufgrund der schlechten Datenqualität im Zuständigkeitsbereich der
Verbindungsstelle mit erheblichem Mehraufwand verbunden.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Grundsatz und Steuerung
Neue Struktur und Aufgabenprofil
Zum 1. Januar 2009 wurde die Abteilung 17 neu organisiert und in „Abteilung Grundsatz und Steuerung“ umbenannt. Neben ihrer bisherigen Funktion als interner Dienstleister für die beiden Leistungsabteilungen nimmt
sie nun zusätzlich die zentralen Steuerungsaufgaben des Leistungsressorts
wahr. Direktor Andreas Schwarz, dessen Ressort die beiden Leistungsabteilungen und die Abteilung 17 umfasst, nimmt bei der Abteilung 17 in
Personalunion die Leitungsfunktion wahr.
Europäisches Online-Auskunftsverfahren mit Griechenland
Die Deutsche Rentenversicherung Bund, Knappschaft-Bahn-See und Baden-Württemberg haben mit den griechischen Versicherungsträgern Idryma Koinonikon Asfaliseon – Eniaio Tameio Asfalisis Misthoton (IKA-ETAM),
Organismos Georikon Asfaliseon (OGA) und Organismos Asfalisis Elevtheron Epangelmation (OAEE) 2009 eine Vereinbarung zum Europäischen
Online-Auskunftsverfahren geschlossen, die zum 1. Januar 2010 in Kraft
getreten ist. Dadurch erhalten diese griechischen Versicherungsträger die
Möglichkeit, unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen
deutsche Versicherungszeiten und deutsche Rentenzahlbeträge „online“
abzufragen.
930.000 Anträge online versandt
Durch Linux werden Kosten gespart
„Antrag-Online“ und „eTermin“ verbessert
Das Programm Antrag-Online zur elektronischen Antragsaufnahme wird
in fast allen Ortsbehörden eingesetzt. Die neu geschaffene Anbindung an
das Versicherungskonto der „online“ angebundenen Gemeinden und Versicherungsämter reduziert bei der Antragaufnahmen die bisher erforderliche manuelle Eingabe persönlicher Daten. 2009 wurden bereits mehr als
930.000 Anträge „online“ versandt. Neben dem Benutzerkomfort loben die
Nutzer den portofreien Versand sowie enorme Papier-Einsparungen. Die
interne Besuchersteuerung im eTermin-Verfahren wurde barrierefreier
und bedienerfreundlicher gestaltet.
Gemeinsames Rentenversicherungssystem (GRVS), Projekt IBIZA
Die Abteilung 17 beteiligte sich wieder maßgeblich an der Entwicklung von
Datenverarbeitungsprogrammen. Dabei wurden wichtige Bestandteile für
den derzeitigen Sachbearbeiterdialog GRVS der Regionalträger / KBS entwickelt und den beteiligten Rentenversicherungsträgern zur Verfügung gestellt. Beim Aufbau des zukünftigen gemeinsamen Programmsystems IBIZA
leistete der Fachbereich insbesondere bei der Entwicklung des Mustergeschäftsprozesses Zuzahlung arbeitsintensive Beiträge. Wesentlich mitgewirkt hat die Abteilung ferner an dem Projekt, lizenzpflichtige Betriebssystem-Software durch eine Linux-Umgebung zu ersetzen und dadurch
erheblich Kosten zu sparen.
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Kundenorientierte Dienstleistungen – Grundsatz und Steuerung
Qualitätssicherung Rechtsmittel
Federführend hat die Abteilung 17 neben der Schaffung einer abteilungsübergreifenden Qualitätssicherung eine umfassende Organisationsuntersuchung
der Sozialgerichts- und Rechtsbehelfsverfahren gestartet. Die Verfahren sollen verbessert werden, damit die Rechtsanwendung einheitlich ist. Überprüft
werden die Widerspruchs-, Klage- und Berufungs-/Revisionsverfahren im gesamten Leistungsbereich einschließlich Auslandsrenten und Betriebsprüfung.
Kernstück des Qualitätssicherungssystems sind die nach dem Zufallssystem
monatlich ausgewählten Widerspruchsfälle, die bis zum Abschluss des Verfahrens, gegebenenfalls bis zum Abschluss der Revision, der Qualitätskontrolle unterliegen. Die einheitliche Rechtsanwendung wird dabei über abteilungsinterne oder -übergreifende Qualitätssicherungszirkel sicher gestellt.
Altersvorsorge macht Schule
Bei der bundesweiten Kampagne „Altersvorsorge macht Schule“ erhalten
in Baden-Württemberg ausländische Bürger Schulungen zu Altersvorsorgefragen in ihrer Muttersprache. Zusätzlich hat das Regionalzentrum Reutlingen in Zusammenarbeit mit der dortigen Volkshochschule das Thema
Altersvorsorge in regelmäßige Integrationskurse aufgenommen. Insgesamt
hat die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg in den Volkshochschulen sowie in Betrieben und Beratungsstellen mehr als tausend
Bürger geschult. Im Haus wurden etwa zweihundert Beschäftigte in vier
Einsteigerkursen über private und betriebliche Altersvorsorge informiert.
Altersvorsorge-Informationen für
Zuwanderer in der VHS Reutlingen
Barrierefreie Druckausgaben
Die Abteilung hat 2009 insgesamt 121 Bescheide, Mitteilungen und Schreiben
barrierefrei erstellt, veröffentlicht und versandt, darunter 82 Druckprodukte
in Großdruck, fünf in Braillekurzschrift, 19 in Braillevollschrift, zwei auf CDROM als Schriftdatei, drei auf Hörkassette und zehn auf Hör-CD-ROM/Daisy.
Infobriefe
Schwerpunktthemen der drei Infobriefe an Versicherungsämter, Stadt- und
Gemeindeverwaltungen und Versichertenberater waren 2009 die Änderung
des einheitlichen allgemeinen Beitragssatzes zur Krankenversicherung ab
1. Juli 2009, die Neuordnung des Versorgungsausgleichs ab 1. September
2009, die Versicherungspflicht von Familienhelfern, die Nachzahlung von
freiwilligen Beiträgen und Neuerungen zum Umdeutungsverfahren bei einem Antrag auf Rehabilitation in einen Rentenantrag.
Beraterdatenbank
Die Beraterdatenbank ermöglicht Beratern der Auskunfts- und Beratungsstellen Zugriff auf alle beratungsrelevanten Informationen und Wissensdatenbanken. Die Bearbeitung der Themen ist bundesweit unter den Trägern
aufgeteilt. Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg ist für
das Thema Rehabilitation und Prävention zuständig. Drei als Redakteure
beauftragte Mitarbeiter der Abteilung erstellen die Beiträge und aktualisieren sie ständig.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Schulung der Mitarbeiter der Gemeinsamen Servicestellen
Für die Mitarbeiter der Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation organisierte die Abteilung 17 im Frühjahr und Herbst 2009 eintägige Arbeitstagungen in Stuttgart und Karlsruhe mit sozialrechtlichen Themen außerhalb des Rechts der gesetzlichen Rentenversicherung.
Reform zum Versorgungsausgleich
ist zum 1. September 2009 in Kraft
getreten
Neuordnung des Versorgungsausgleichs
Die Reform des Versorgungsausgleichs zum 1. September 2009 sieht vor,
dass die Versorgungsanrechte künftig vorrangig innerhalb des jeweiligen
Systems geteilt werden (interne Teilung). Der ausgleichsberechtigte Ehepartner erwirbt eigene Anrechte aus den Versorgungssystemen seines früheren Ehepartners und nimmt gleichberechtigt an dessen Chancen und
Risiken teil. Der Ausgleich bei einem anderen Versorgungsträger (externe
Teilung) wird nur noch ausnahmsweise zugelassen. Die Abteilung 17 hat
die Leistungsbereiche umfassend über das neue Recht informiert, einen Infobrief an die Versicherungsämter, Ortsbehörden und Versichertenberater
erstellt und eine Pressemitteilung veranlasst.
Betriebsprüfung
Zur Behandlung von überregionalen Themen aus dem Beitrags- und Versicherungsrecht trafen sich die Prüfdienstleiter der südwestdeutschen Regionalträger zu zwei Arbeitstagungen. Neue gesetzliche Regelungen führten
zu neun flächendeckenden Schulungen der Betriebsprüfer durch Dozenten
der Grundsatzabteilung und der Leistungsbereiche. Zur Bewältigung eines
reibungslosen Übergangs von Betriebsprüfungsaufgaben der Unfallversicherung auf die Rentenversicherung ab 1. Januar 2010 gab es 2009 umfangreiche Vorbereitungen.
Ergebnis Einzugsstellen-/Zahlstellenprüfungen (geprüft wurden 50 Einzugsstellen sowie 120 Zahlstellen):
Einzugsstellen- und Zahlstellenprüfung
Den Einzug der Gesamtsozialversicherungsbeiträge, ihre Verwaltung, die
Weiterleitung (die Deutsche Rentenversicherung Bund bekam 58,272 %
und die Regionalträger 41,728 %) sowie die Abrechnung durch die Krankenkassen überwacht der Bereich Einzugsstellen- und Zahlstellenprüfung.
Die Zahl der Krankenkassen ist kontinuierlich von 420 im Jahr 2000 auf
202 im Jahr 2009 gesunken. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf den hohen
Prüfaufwand. Für Bezieher von Entgeltersatzleistungen wie Krankengeld
oder Arbeitslosengeld II werden die Beiträge direkt an die Rentenversicherung gezahlt. Gleiches gilt für versicherungspflichtige ehrenamtliche
Pflegepersonen und Beiträge aus Nachversicherungen. Die Beschäftigten
des Bereiches prüfen auch hier, ob die Beiträge rechtzeitig und vollständig
gezahlt wurden. Das Arbeitslosengeld II wird je nach Landkreis entweder
von der Agentur für Arbeit, dem Job-Center oder vom kommunalen Träger
gezahlt. Die Probleme bei der Umsetzung der Hartz IV-Gesetze in den zum
Teil völlig neu geschaffenen Verwaltungseinheiten setzten sich auch bei der
Abführung der Beiträge und beim Melden fort. 2009 gab es mehr als 6.000
Meldeverstöße (siehe auch Kapitel Wichtige Kennzahlen, Seite 22).
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Kundenorientierte Dienstleistungen
Rehabilitation und Kliniken
Leistungen zur Teilhabe bilden einen zentralen Kernbereich der vielfältigen Geschäftsfelder der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. Durch medizinische und berufliche Rehabilitation wird alles dafür
getan, ein frühzeitiges Ausscheiden der Versicherten aus dem Berufsleben
zu vermeiden.
29 % mehr ambulante Rehamaßnahmen
Die Deutsche Rentenversicherung
Baden-Württemberg ist in allen
regionalen Suchthilfenetzwerken
vertreten
Medizinische Rehabilitation
Zur Behandlung der Erkrankungen stehen der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg eine Vielzahl qualifizierter und spezialisierter
eigener Rehaeinrichtungen und Einrichtungen privater Träger zur Verfügung. 2009 wurden insgesamt 114.569 Anträge auf medizinische Rehabilitation gestellt und 79.097 Maßnahmen abgeschlossen. Gegenüber den
Vorjahren bedeutet dies eine weiterhin steigende Nachfrage, die aufgrund
der demographischen Entwicklung nicht verwundert. Wohnortnahe ambulante Rehaleistungen nehmen zu: Der Anteil ambulanter Rehamaßnahmen
erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 29 %.
Reha bei Abhängigkeitserkrankungen
2009 wurden im Haus 11.416 Anträge auf Entwöhnungsmaßnahmen gestellt (2,4 % mehr als 2008). Die Deutsche Rentenversicherung BadenWürttemberg setzt in Kooperation mit den federführend belegten Suchtfachkliniken auf regionale Versorgungskonzepte und wohnortnahe Reha.
Auf Betreiben des Landesministeriums für Arbeit und Soziales haben sich
in allen Stadt- und Landkreisen regionale Suchthilfenetzwerke gebildet. Die
Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg ist in allen vertreten.
Durch die verbindliche Kooperation der Suchtfachleute werden Beratung,
Therapievorbereitung, Entwöhnungsmaßnahmen, Adaption in die Nachsorge und die berufliche Integration erheblich verbessert.
Wichtig für die Integration sind die medizinisch-beruflichen Rehaelemente
bereits während der Entwöhnungsmaßnahme.
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
Alle Leistungserbringer im beruflichen Bereich haben 2009 ihre Angebote
im Hinblick auf die individuelle Leistungserbringung und die konsequente
Ausrichtung auf eine rasche berufliche Integration neu organisiert, um eine
verbesserte Vernetzung mit Betrieben, Kooperationen mit anderen Leistungsanbietern sowie die Einbindung der Rehabilitanden zu Lotsen in eigener Sache zu erreichen.
Ende 2009 waren 2.098 Rehabilitanden in einer Bildungseinrichtung, geringfügig mehr als Ende 2008. Wohnortnahe Rehabilitation bietet den Versicherten bessere Startbedingungen für die berufliche Integration, daher
wurden rund 88 % der Rehabilitanden ambulant behandelt, fast 10 % mehr
als im Vorjahr.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Verzahnung mit medizinischer Reha
Um die Integration zu verbessern, wurde die medizinisch-berufliche Rehabilitation in immer mehr Beleghäusern der Deutschen Rentenversicherung
Baden-Württemberg angeboten. Die RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg führen mit einem Stufenmodell arbeitsbezogene Strategien bei Leistungen zur medizinischen Rehabilitation in
allen ihren Rehakliniken ein.
Erfolgreiche Nachsorge
Nachsorgeleistungen erhöhen die Wirksamkeit von medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen. Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg hat daher ein umfangreiches Nachsorgeprogramm entwickelt. Der
Leistungskatalog umfasst dabei das Ambulante Stabilisierungsprogramm
(ASP), Rehabilitationssport, Funktionstraining sowie eine ambulante Nachsorge und das betreute Wohnen für Versicherte nach einer Entwöhnungsbehandlung. Diese Leistungen laufen berufsbegleitend und sorgen für einen nachhaltigen Rehaerfolg.
Von den Besten lernen: 4. Regionalisierter Qualitätssicherungsdialog
Am 15. Dezember 2009 trafen sich in Stuttgart Leitende Ärzte und Verwaltungsdirektoren der südwestdeutschen rentenversicherungseigenen
Rehaeinrichtungen sowie Beschäftigte der Rentenversicherungsträger zum
4. Regionalisierten Qualitätssicherungsdialog. Diese Informations- und Diskussionsveranstaltung hatte zum Ziel, über das Konzept zur Bewertung der
Qualität zu informieren und sich über das Vorgehen und bereits gewonnene
Erfahrungen auszutauschen.
4. Regionalisierter Qualitätssicherungsdialog in Stuttgart-Freiberg am
15. Dezember 2009
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Kundenorientierte Dienstleistungen – Rehabilitation und Kliniken
Zuwendungen für Forschung und Selbsthilfe
Eine weitere Aufgabe der Abteilung sind Zuwendungen an Einrichtungen,
die über Rehabilitation forschen oder sie fördern (§ 31 Abs. 1 Nr. 5 SGB VI).
2009 wurden 600.000 Euro und für Selbsthilfeorganisationen und Verbände der freien Wohlfahrtspflege rund 1,5 Mio. Euro gewährt. Die Abteilung
prüft auch, ob die Mittel ordnungsgemäß verwendet wurden.
Kooperation mit dem TÜV-Süd Life Service
Seit Anfang 2008 besteht mit dem Verband der Werks- und Betriebsärzte,
Landesverband Baden-Württemberg, eine Vereinbarung über eine bessere Einbindung der Betriebsärzte in den Rehaprozess. Ziel der Einbindung
ist es, den Rehabedarf von Beschäftigten frühzeitig zu erkennen und geeignete Strategien zu entwickeln. Mit der TÜV-Süd Life Service GmbH,
einem großen Anbieter werks- und betriebsärztlicher Leistungen im süddeutschen Raum, konnte 2009 ein weiterer Kooperationspartner gewonnen werden.
Präventionsprogramme „Betsi“ und „1+12“
Das Präventionsprogramm „Betsi“ (Beschäftigungsfähigkeit teilhabeorientiert sichern) gründet sich auf die Erfahrungen, die in Baden-Württemberg mit Präventionsmaßnahmen gemacht wurden. Das Programm „Betsi“
wird zunächst in Westfalen und in Baden-Württemberg gemeinsam mit der
Deutschen Rentenversicherung Bund modellhaft erprobt. Als Modellstandorte wurden die Daimler AG in Sindelfingen, der SWR in Stuttgart und Baden-Baden sowie die Robert Bosch GmbH in Reutlingen festgelegt. Über
eine flächendeckende Umsetzung wird nach Abschluss der Modellphase
entschieden.
An weiteren Standorten in Baden-Württemberg führt die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg das Präventionsprogramm „1+12“
durch. In diesem schließt an einen einwöchigen stationären Aufenthalt in
einer Rehaklinik eine zwölfwöchige ambulante Phase in einem Reha- oder
Trainingszentrum an.
Betriebliche Gesundheitsförderung für Handwerksbetriebe
Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg hat mit der Handwerkskammer Stuttgart und der Innungskrankenkasse Baden-Württemberg
und Hessen am 1. Dezember 2009 eine große Informationsveranstaltung
für Handwerksbetriebe aus der Region Stuttgart durchgeführt. Es wurde
ein Überblick über Sinn, Zweck und Vorteile der betrieblichen Gesundheitsförderung gegeben, einzelne Leistungen dargestellt und ein Weg zu den
Leistungen aufgezeigt.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Ärztlicher Dienst und Rehabilitation
Untersuchungen nach internationalem Standard flächendeckend in
Baden-Württemberg
Die ärztliche Untersuchungsstelle
Karlsruhe nahm 2009 ihren Betrieb auf
Sozialmedizinische Beratung und Begutachtung
Kernaufgaben sind die medizinische Begutachtung sowie die Prüfung und
Beratung im Renten- und Rehabilitationsverfahren. Beurteilt werden das
quantitative und qualitative Leistungsvermögen von Versicherten mit Gesundheitsstörungen und den daraus folgenden körperlichen und mentalen
Funktionseinschränkungen. Die Beurteilung läuft nach einem abgestuften
Sachaufklärungsverfahren ab, wobei das bio-psycho-soziale Modell der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) berücksichtigt wird.
Um die Chancengleichheit der Versicherten, die Rechtssicherheit und die einheitliche Rechtsanwendung sicherzustellen, setzt die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg dieses Verfahren flächendeckend ein. Damit
müssen auch das Verfahren und die Beurteilungskriterien einheitlich sein.
Der Aufbau des Sozialmedizinischen Dienstes (SMD) richtet sich nach der
Dienstleistungsstruktur des Hauses: In externen Regionalzentren stellen kleine Ärzteteams mit erfahrenen Untersuchern der Sachbearbeitung qualifizierte Gutachten und Stellungnahmen zur Verfügung. Für die Ballungsräume
Karlsruhe und Stuttgart mit vielen Versicherten gibt es darüber hinaus zwei
sozialmedizinische Zentren (SMZ), deren besondere apparative und personelle Ausstattung die Bearbeitung sozialmedizinischer Sonderfragen wie die
Leistungsbeurteilung multimorbider Antragsteller ermöglicht. Die Fachaufsicht der ärztlichen Abteilung sorgt für einheitliche Arbeitsqualität. 2009
konnte die ärztliche Untersuchungsstelle Karlsruhe ihren provisorischen
Untersuchungsbetrieb in einem Containerbau beenden und in den komplett
renovierten Arztbau zurück umziehen. Dort wurde dann bereits nach wenigen Tagen der Regeluntersuchungsbetrieb wieder aufgenommen.
In Stuttgart wurden zum Jahresende alle Ärztinnen und Ärzte in dem neuen sozialmedizinischen Zentrum Stuttgart zusammengeführt. Die Abteilung hat 2009
die Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
im renovierten Karlsruher Arztbau fortgesetzt. In enger kollegialer Zusammenarbeit betreibt deren sozialmedizinischer Dienst für Baden-Württemberg eine
Untersuchungsstelle mit 3,5 Arztstellen, zwei Pflegefachkräften und sechs Verwaltungsmitarbeitern. Diese geben nicht nur Gutachten zur Arbeitsunfähigkeit
und im gesamten Renten- und Rehabilitationsverfahren ab, sondern auch zur
Pflegebedürftigkeit. Anträge zur häuslichen Krankenpflege und für Hilfsmittel
werden ebenfalls entgegengenommen und bewertet. Der SMD unterstützt im
Rahmen eines Kooperationsabkommens das unter anderem Ausgleichzahlungen regelt, die Kollegen mit Räumen, medizinischen Apparaten und Personal.
Prüf- und Beratungsärztlicher Dienst
Bei Neuanträgen auf medizinische oder berufliche Rehabilitation prüfte der
SMD die Hausarztberichte sowie mögliche weitere Arztunterlagen auf ausreichende Informationen über die Rehanotwendigkeit, Rehafähigkeit und
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Kundenorientierte Dienstleistungen – Ärztlicher Dienst und Rehabilitation
Sozialmedizinische Stellungnahmen im
Rechtsmittelverfahren und Regress 2009
(2008):
Rehaprognose des Antragstellers. 2009 wurden so 47.695 (2008 waren es
47.066) Gutachten wegen medizinischer Reha nach Aktenlage erstellt. Bei
einem Gesamtvolumen von 55.419 (54.440) erledigten Erstbegutachtungsaufträgen im Rehaverfahren (medizinische Reha und LTA) entsprach dies
einer Quote von 96,55 % (97,7 %) aktenmäßiger Erledigung. 5.347 (4.980)
der Rehaanträge wurden nach § 51,1 SGB V und 691 (573) nach § 125 SGB
III gestellt und entsprechend vom SMD bearbeitet.
17.662 (17.213) Nachfragen der Sachbearbeitung sowohl im Reha- als auch
im Rentenverfahren wurden beantwortet. 585 prüfärztliche Stellungnahmen
über Versicherte mit Wohnsitz in Griechenland wurden in der Verbindungsstelle Griechenland ausgearbeitet und Formblattgutachten der griechischen
Versicherungsträger überprüft. Einige Fachärzte waren auch am Reha-Widerspruchsverfahren und an der Reha-Qualitätssicherung beteiligt.
595 (525) beratungsärztliche Stellungnahmen schrieb die Abteilung im Regressverfahren. Hinzu kamen 7.116 (6.417) Stellungnahmen bei Rentenwidersprüchen sowie 5.960 (5.109) im Widerspruchsverfahren nach Anträgen
auf medizinische Rehabilitation und 873 (654) nach Antrag auf LTA sowie
4.840 (4.519) Stellungnahmen im Sozialgerichts- und Berufungsverfahren.
Bei der Verbindungsstelle Griechenland wurden 124 beratungsärztliche
Stellungnahmen im Widerspruchs- und 26 im Klageverfahren abgegeben.
Die Stellungnahmen im Gerichtsverfahren sind meist aufwändig und erfordern oft eine Literaturrecherche.
Begutachtung
Die Untersuchungsstellen haben 1.901 (2.480) Begutachtungen mit körperlicher Untersuchung im Rehaverfahren und 12.350 (12.279) im Rentenoder im Widerspruchsverfahren durchgeführt. In 2.792 (2.947) Fällen wurden niedergelassene Fachärzte oder Konsiliargutachter eingesetzt: bei 334
(412) Fällen im Rehaverfahren und 2.458 (2.535) Fällen im Rentenverfahren. 2009 wurden insgesamt 1.404 (1.544) Gutachten für Verfahren nach
dem Grundsicherungsgesetz erstellt. Alle Untersuchungsstellen können die
Basisuntersuchungen der Herz-Kreislaufdiagnostik und einfache Lungenfunktionsuntersuchungen durchführen. Schwerpunktuntersuchungsstellen
zeichneten zusätzlich Elektrokardiogramme zur Feststellung von Herzrhythmusstörungen sowie Ergometrien auf. Die üblichen Herz-Kreislaufuntersuchungen konnten bei Bedarf auch durch Langzeit-EKG und Langzeit-Blutdruckmessungen oder entsprechende Ultraschalluntersuchungen
des Herzens ergänzt werden. Die Abteilung hat regelmäßig neurologische
Zusatzuntersuchungen wie Elektromyographien und Neurographien vorgenommen und die Hirnpotentiale gemessen. Die beiden gut ausgebauten
Lungenfunktionslabore in Karlsruhe und Stuttgart ermöglichen eine komplette und differenzierte Diagnostik. In den Schwerpunktuntersuchungsstellen Stuttgart und Karlsruhe wurden 40.809 (36.336) klinisch-chemische
und 10.817 (10.042) technische Funktionsuntersuchungen durchgeführt.
Die klinische Begutachtungsstation begutachtet fachübergreifend bei komplexen Fragen und Multimorbidität von Antragstellern in einem abgestimmten Tagesprogramm mit kontinuierlicher ärztlicher Begleitung. 2009
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
waren es 320 (434) Hauptgutachten, die durch 314 (303) nervenärztliche,
262 (255) chirurgisch-orthopädische sowie HNO-ärztliche, augenärztliche,
pulmologische und rheumatologische Zusatzuntersuchungen bei Bedarf ergänzt wurden. Bislang nicht bekannte und behandlungsbedürftige Befunde
wurden mit Erlaubnis der Versicherten ihren Hausärzten mitgeteilt.
Neue Weiterbildungsordnung der
Landesärztekammer eingeführt
Weiterbildung und Qualitätssicherung
Nach Einführung der neuen Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer musste die Weiterbildung neuer Ärzte neu geordnet werden. Mit der
Weiterbildung werden die Ärzte auf ihre Arbeit in den Regionalzentren und
auf den Erwerb der Zusatzbezeichnung „Sozialmedizin“ vorbereitet. Vertreterinnen und Vertreter des Ärztlichen Dienstes nahmen an wichtigen
Veranstaltungen der Deutschen Rentenversicherung Bund teil und waren
dort in verschiedene Projekt- und Forschungsgruppen eingebunden. Daneben beteiligten sich Fachärzte an Kongressen ihres Fachgebietes oder
nutzten die jährlichen Fortbildungsveranstaltungen der SAMA (siehe unten)
und des Berufsverbandes der Sozialversicherungsärzte in Bad Wildungen,
um sich über Neuerungen in der Diagnostik und der Sozialgesetzgebung zu
informieren. In der Rehaklinik Sonnhalde in Donaueschingen gab es eine
zentrale Fortbildung mit Beiträgen externer Fachleute.
Medizinische Informatik
Der Bereich Medizinische Informatik setzte die Betreuung des J/SMD-Systems
fort. Das Projekt „Prometeus“ (Programmsystem für medizintechnische Untersuchungen) wurde 2009 auf der CeBIT in Hannover präsentiert. Dafür bereitete die Medizinische Informatik die Präsentation der Projekte Datenaustausch
nach § 301, eDok, eKlinik und Prometeus vor. Durch die Zusammenlegung der
Abteilungen Sozialmedizinischer Dienst und Rehabilitation/Kliniken zur neuen
Abteilung Sozialmedizinischer Dienst/Reha-Management erweiterte sich das
Aufgabengebiet der bisherigen DV-Verbindungsstelle auf die Themen Datenaustausch nach § 301, eKlinik und RH12. Die Zusammenlegung der Abteilungen wurde von dem neuen Bereich „Medizinische Informatik und IT-Koordination“ aktiv unterstützt. Für die Abteilungsleitung wurden Standard- und
Ad-hoc-Statistiken erstellt und epidemiologische Auswertungen durchgeführt.
Anschlussreha medizinisch bewertet
Spezielle Beratung bei Rehabilitationsaufgaben
Im Referat für Rehabilitation des SMD wurden für die Fachabteilungen
des Hauses medizinische Stellungnahmen und ärztliche Beurteilungen geschrieben, für die rehabilitatives Spezialwissen erforderlich ist. Dies betrifft
zum Beispiel die Rehaindikation, Rehaprognose, spezielle Behandlungseinrichtungen, besondere Therapiemaßnahmen, seltene Krankheitsbilder, den
Rehaablauf oder individuelle Probleme bei Versicherten. Der Bogen spannt
sich hierbei von der Prävention über Kinderheilverfahren, Anschlussrehabilitation, allgemeine Heilverfahren, Suchtrehabilitation, Berufsförderung
bis zur Rehanachsorge sowohl für den ambulanten als auch für den stationären Sektor. Im Auftrag der AOK wurde die Anschlussreha medizinisch
bewertet. Weiterhin erstellte das Referat Recherchen und Ausarbeitungen
43
Kundenorientierte Dienstleistungen – Ärztlicher Dienst und Rehabilitation
zu Rehakonzeptionen, Spezialprojekten, Forschungsvorhaben, zur internen und externen Qualitätssicherung, zur Rehabedarfsplanung, zur logistischen Durchführung sowie der qualitativen Auswertung der Rehaergebnisse. Mit Visitationen vor Ort wurden Personalqualität, Strukturqualität,
Prozessqualität und Ergebnisqualität aller ambulanten und stationären
Rehaeinrichtungen geprüft. In diversen Arbeitsgruppen auf Landesebene
und Bundesebene war das Haus vertreten. Aus den beiden Referaten Rehabilitation sowie Qualitätssicherung und Weiterbildung entstand das Referat
Sozialmedizinischer Grundsatz, das die Reha weiterentwickeln soll.
Neue sozialmedizinische Workshops
für Rehamediziner
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Kooperation mit der SAMA
Die Sozial- und Arbeitsmedizinische Akademie Baden-Württemberg e.V.
(SAMA) bietet Kurse zur Erlangung der ärztlichen Weiterbildungsbezeichnungen in Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Rehabilitationswesen und ärztlichem
Qualitätsmanagement an. Darüber hinaus werden Fortbildungskurse zur
Zahn- und Mundgesundheit, zur Basisqualifikation in Gerontopsychiatrie sowie zur Methoden- und Führungskompetenz veranstaltet. Fortgeführt wurde
auch das Engagement in Projekten der internen Qualifikation und Coaching
in Kliniken zum Qualitätsmanagement. Die SAMA Cert GmbH bietet Zertifizierungsverfahren nach KTQ an. Die Kurse in Arbeitsmedizin wurden ergänzt
durch prüfungsorientierte Repetitorien und einen Auffrischungskurs. In der
Reihe „Arbeitsmedizinische Fortbildungsveranstaltungen für Betriebsärzte“
ging es um Strahlenschutz, ärztliche Untersuchung von Arbeitnehmern, Prävention (Ernährung, Rauchen, Infektionen), Fahrerlaubsverordnung sowie
Lärmprävention. Erneut trafen sich auch Betriebsärzte und Rehakliniker im
Rahmen der Fortbildungsreihe „Kooperation Arbeitsmedizin/Rehabilitationsmedizin“ zu Fragen der psychischen Krankheiten in der Arbeitswelt und deren Prävention (Mobbingtelefon) und Rehabilitation. Bei der 18. Fortbildungstagung für Sozialmedizin des Berufsverbandes der Sozialversicherungsärzte
e.V., die in Zusammenarbeit mit der SAMA in Bad Wildungen stattfand, kamen
aktuelle Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Lungenerkrankungen sowie gesellschaftliche Perspektiven der Rehabilitation und
der modernen Arbeitswelt zur Diskussion. Neu im Angebot waren 2009 zwei
sozialmedizinische Workshops für Rehamediziner zur Arbeit des sozialmedizinischen Dienstes vor und nach Rehamaßnahmen, zur Begutachtung und zur
Vermittlung von Einblicken in die Arbeitswelt. In Zusammenarbeit mit dem
MDK Baden-Württemberg wurden erneut Fortbildungskurse nach der Rehabilitationsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses für niedergelassene Vertragsärzte organisiert. Bei der Kuratoriumssitzung mit dem jährlichen
Rechenschaftsbericht der SAMA berichtete der Psychiater Prof. Dr. Dr. Klaus
Dörner von seinen Feldforschungen und ging der Frage nach, wie Gesellschaft
und Gesundheitswesen in Zukunft aussehen. Zuvor stellte Landessozialministerin Dr. Monika Stolz aktuelle gesundheitspolitische Entwicklungen vor. Verabschiedet wurden der Vorstandsvorsitzende der SAMA, Dieter Ohnmacht,
und der Fachbereichsleiter Sozialmedizin- und Rehawesen, Dr. Alfred Groner.
Als Nachfolger wurden Erster Direktor Hubert Seiter (Vorstandsvorsitzender)
und Dr. Bernhard Müller (Fachbereichsleiter) vorgestellt.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Strategie und Kommunikation
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gehört zu den Aufgaben des Bereichs
03 – Strategie und Kommunikation und ist für die interne und externe Kommunikation des Hauses verantwortlich.
Interne Kommunikation
Mitarbeiterzeitschrift „Querschnitt“
Die vier Ausgaben der Mitarbeiterzeitschrift widmeten sich folgenden
Themenschwerpunkten: Kunden- und Beschäftigtenbefragung sowie Kundenbescheide, Zukunft der Arbeit im Haus (neues Programmsystem IBIZA
und seine Auswirkungen auf Arbeitsorganisation und -gestaltung, digitale
Akte), Arbeit der Selbstverwaltung sowie Gesundheit am Arbeitsplatz. Darüber hinaus enthält der Querschnitt viele Beiträge von Beschäftigten.
Intranet
Mit rund 1.900 Nutzern täglich ist das Intranet zum wichtigsten Medium
für die schnelle Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geworden. Die Chefredaktion ist in der Pressestelle angesiedelt. Sie überwacht die
Einhaltung der Intranet-Richtlinien und unterstützt die Redakteurinnen und
Redakteure der Fachabteilungen. Die Pressestelle achtet insbesondere auf
Aktualität, Praxisorientierung und Verständlichkeit der Inhalte. Darüber hinaus ist sie an der konzeptionellen Weiterentwicklung des Intranets beteiligt.
Externe Kommunikation
In Zusammenarbeit mit den Leistungsbereichen und Fachabteilungen vermittelt die Pressestelle Themen an die Medien und sorgt darüber hinaus
dafür, dass Informationen unmittelbar an die Bürgerinnen und Bürger gelangen.
Zentrale und dezentrale Medienarbeit
Während die Pressestelle zentral die überregionalen Medien und die Regionalpresse mit Pressemitteilungen beliefert, sorgen die Medienbeauftragten
der Regionalzentren dafür, dass diese Presseinformationen auch an die Medien vor Ort gelangen, insbesondere an die Amts- und Ortsblätter.
Presseinformationen und Anfragen
Mit 42 Pressemitteilungen wandte sich die Deutsche Rentenversicherung
Baden-Württemberg 2009 an die Medien. Eine externe Presse-MonitoringAgentur zählte für das Jahr rund 595 abgedruckte Meldungen bei einer
Gesamtauflage von mehr als 8 Millionen Leserinnen und Lesern. Diese Auswertung bezieht sich ausschließlich auf Druckmedien, regionale und überregionale Tageszeitungen sowie Wochenblätter. Rund 60 Presseanfragen
beantwortete die Pressestelle. Eine Mitarbeiterin der Pressestelle ist als
Expertin in der Ratgeber-Sendung „Kaffee oder Tee?“ des SWR-Fernsehens
gewesen. Radio-Interviews und Rundfunkbeiträge vervollständigten die Information über die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg.
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Kundenorientierte Dienstleistungen – Strategie und Kommunikation
Geschäftsbericht
Erstmals hat die Pressestelle den Geschäftsbericht 2008 nicht nur redaktionell bearbeitet, sondern auch komplett selbst layoutet. Die Druckauflage
lag bei 550 Stück, dazu kamen 100 CD-ROMS.
Internet
Der Internetauftritt der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg verzeichnet Jahr für Jahr steigende Zugriffszahlen. Versicherte, Rentner, Journalisten, Arbeitgeber, Ärzte und andere Interessierte schätzen
das schnelle, informative und zielgruppenspezifische Angebot unter www.
deutsche-rentenversicherung-bw.de. 2009 gab es rund 9 Millionen Klicks,
das entspricht einer Steigerung von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die
Pressestelle pflegt das Online-Angebot und entwickelt es weiter. Regelmäßige Aktualisierungen gehören ebenso zu den Redaktionsaufgaben wie die
Mitarbeit in bundesweiten Projektgruppen, etwa zur Optimierung des fremdsprachigen Internetangebots.
Kundenzeitschrift „zukunft jetzt“
Acht „Vor-Ort-Seiten“ der Kundenzeitschrift „zukunft jetzt“ hat die Pressestelle 2009 mit Informationen über die Deutsche Rentenversicherung BadenWürttemberg gestaltet. Dabei ging es vor allem um die „Servicezentren für
Altersvorsorge“. Eingegangen wurde auch auf die Besonderheiten der Rehabilitation in Baden-Württemberg. Die Pressestelle vertritt in der Redaktion
des Mantelteils von „zukunft jetzt“ die Südwest-Rentenversicherungsträger
Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. Pro Ausgabe wurden in BadenWürttemberg rund 220.000 Hefte der bundesweit insgesamt 2,4 Millionen
Exemplare an einen festen Adressatenstamm sowie an Betriebe verteilt.
Messen
Die Pressestelle koordiniert die Präsenz auf den überregionalen Messen. Personell betreuen die Beschäftigten der Regionalzentren die Messestände. Auf
folgenden Messen war die Deutsche Rentenversicherung 2009 vertreten: IBO
Friedrichshafen, NewCome Stuttgart, Leben-Wohnen-Freizeit Ulm, Invest
Stuttgart, Mannheimer Maimarkt Mannheim, REHAB Karlsruhe, Südwestmesse Villingen-Schwenningen, Oberrhein Messe Offenburg, Oberschwabenschau Ravensburg, Offerta Karlsruhe und Familie & Heim Stuttgart.
Rentenblicker
Die Koordination und Organisation der Jugendkampagne Rentenblicker
liegt bei der Pressestelle. 2009 wurden 17 weitere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg methodisch-didaktisch geschult. Eine Mitarbeiterin der Pressestelle präsentierte die Kampagne auch bei Lehrerfortbildungen und vertritt das Haus in
der bundesweiten Redaktionsgruppe des Rentenblickers. Rund 300 Schulen haben 2009 Exemplare der Unterrichtsmaterialien bestellt. Die neutrale, objektive und kostenlose Unterrichtskampagne der gesetzlichen Rentenversicherung fand auch in den Medien lobende Beachtung.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Fachzeitschrift Spektrum
2009 erschien eine Ausgabe des Fachmagazins Spektrum. Schwerpunkte
waren Renten- und Reha-Themen sowie die Geschäftspolitik des Hauses.
Projektgruppe Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit
Seit zehn Jahren besteht die Projektgruppe Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit (PGÖA) und entwickelt trägerübergreifende Gesamtstrategien für die
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der gesamten Deutschen Rentenversicherung. Der Pressesprecher der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg vertrat in der PGÖA die Träger des Südwestens (Deutsche Rentenversicherungen Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland). Mit folgenden
Themen hat sich die PGÖA 2009 schwerpunktmäßig beschäftigt: Verstärkte
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Selbstverwaltung der Rentenversicherung (beispielsweise durch einen Beihefter im Kundenmagazin „zukunft
jetzt“), Qualitätssicherung und Optimierung der Broschürenreihe, Imagestudie über die Deutsche Rentenversicherung, Optimierung der Krisenkommunikation, Neukonzept zur Kommunikation wichtiger Sozialgerichtsurteile, Altersvorsorge macht Schule, Vorbereitung einer Neuausschreibung für
„zukunft jetzt“.
Gremienkoordination und
Beteiligungsmanagement
Neben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist der Bereich Strategie und
Kommunikation für die hausinterne Vorbereitung und Koordination der
bundesweiten Gremienarbeit verantwortlich. Zum Aufgabengebiet der Gremienkoordination im weiteren Sinn gehört auch die Informationsbündelung
und -aufbereitung sowie die Beratung der jeweiligen Entscheidungsträger,
die in externen Institutionen Beteiligungsrechte der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg ausüben (Beteiligungsmanagement). Die
effektive Wahrnehmung dieser Beteiligungsrechte erfordert die Bereitstellung, Zusammenfassung, Konsolidierung und Aufbereitung der Informationen, die für die Vorbereitung und Begleitung der Entscheidungsprozesse
benötigt werden. Der Aufbau des Beteiligungsmanagements wurde 2009 in
Angriff genommen.
Politikbeobachtung und
strategische Zielfindung
Zum Bereich Strategie und Kommunikation gehört auch das Referat für
Politikbeobachtung und strategische Zielfindung in Sachen Prävention, Rehabilitation und Alterssicherung. Aufgabenschwerpunkt des Referats ist
die Beobachtung, Analyse und strategische Bewertung aktueller sozialpolitischer Entwicklungen. Zum Tätigkeitsspektrum gehört vor allem die Beobachtung der Entwicklung von Alterssicherungsmodellen in Europa und
im internationalen Vergleich. Wichtige Themenfelder waren 2009 insbesondere die Lebensstandardsicherung aus drei Säulen, die Vermeidung von
Altersarmut sowie die Themen Generationengerechtigkeit und Erwerbstätigenversicherung. Außerdem beschäftigte sich das Referat mit Fragen zur
Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in die Rente, mit der
Stärkung von Prävention und Rehabilitation als flankierende Maßnahmen
zur Rente mit 67 sowie mit Möglichkeiten zur Verbesserung der sozialen
Absicherung für erwerbsgeminderte Menschen.
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Interne Dienstleistungen
Finanzen und Vermögen
Zu diesem Bereich gehören das Haushaltswesen mit dem Finanzcontrolling, die Finanzwirtschaft, die Vermögensverwaltung einschließlich der Immobilien sowie das Beschaffungswesen.
Der Haushalt der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg
stieg um 0,7 Mrd. Euro
Entwicklung des Haushaltsvolumens
2000 bis 2009
(bis 2000 Haushaltsvolumen der ehemaligen
Landesversicherungsanstalten Baden
(oben) und Württemberg):
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Haushalt
Die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung BadenWürttemberg hat im Dezember 2008 den Haushaltsplan 2009 mit einem
Gesamtvolumen von 12,4 Mrd. Euro beschlossen. Damit hat sich das Haushaltsvolumen gegenüber 2008 um rund 0,7 Mrd. Euro (6,1 %) erhöht. Ursache für die Erhöhung war der um 5,6 % höhere Beitragseinnahmen-Anteil
der Regionalträger-West wegen der veränderten Versichertenzuordnung
aufgrund der Organisationsreform.
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Entwicklung der Beitragseinnahmen der
Deutschen Rentenversicherung BadenWürttemberg in Milliarden Euro:
Entwicklung der Rentenleistungen und
andere einschließlich KVdR in Millionen
Euro:
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Einnahmen
Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber führen den Rentenversicherungsbeitrag einheitlich an die Krankenkassen ab. Diese leiten die Beiträge nach
einem festgelegten Schlüssel an die Rentenversicherungsträger weiter. Entsprechend dem Anteil ihrer Pflichtversicherten werden die Beiträge dann
unter den Regionalträgern aufgeteilt. Der Anteil der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg 2009 mit 12,473 % ergab Einnahmen von
8,2 Mrd. Euro. Die gesamten Beitragseinnahmen betrugen 9,2 Mrd. Euro.
Die in 2009 weiter anhaltende schlechte Wirtschaftssituation hat sich noch
nicht auf die Beitragseinnahmen der gesamten Rentenversicherung ausgewirkt. Sie lagen um rund 0,9 % höher als 2008. Die Beiträge der Bundesagentur für Arbeit haben stark zugenommen: In der gesamten Rentenversicherung stiegen sie um rund 1,1 Mrd. Euro im Vergleich zu 2008.
Zu den Einnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung gehört auch der
Bundeszuschuss, der auf die einzelnen Regionalträger nach dem Verhältnis ihrer Beitragseinnahmen verteilt wird. 2009 waren es für die Deutsche
Rentenversicherung Baden-Württemberg 1,846 Mrd. Euro. Der Bund zahlt
neben diesem „allgemeinen“ noch einen „zusätzlichen“ Bundeszuschuss.
Diese Mittel werden an die Deutsche Rentenversicherung Bund und die Regionalträger zur pauschalen Abgeltung nicht beitragsgedeckter Leistungen
gezahlt. 2009 erhielt die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg hieraus 894 Mio. Euro.
Ausgaben
Der weitaus größte Teil der Ausgaben entfiel mit rund 91 % auf Leistungen für Renten, Leistungen für Kindererziehung, die Aufwendungen zur
Krankenversicherung der Rentner und Beitragserstattungen. Sie betrugen
insgesamt 10,978 Mrd. Euro. Die Entwicklung ist in der Grafik dargestellt.
Verwaltungs- und Verfahrenskosten (VVK)*
in Millionen Euro:
Leistungen zur Teilhabe
Für die Rehabilitation einschließlich der Maßnahmen nach § 31 SGB VI
wurden 2009 netto insgesamt 388,7 Mio. Euro bezahlt. Dies entspricht einer Steigerung von 5,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Verwaltungs- und Verfahrenskosten
Das Organisationsreform-Gesetz verlangt von den Rentenversicherungsträgern, 10 % ihrer Verwaltungs- und Verfahrenskosten bis 2010 einzusparen.
2009 lagen die Nettoausgaben der Verwaltungs- und Verfahrenskosten der
Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg bei 231,3 Mio. Euro.
Der nach § 220 SGB VI zugewiesene Anteil aus dem Gesamtbetrag wurde
somit 2009 erneut deutlich unterschritten, und zwar um rund 14,1 Mio.
Euro. Damit hat die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
eine gute Ausgangsposition für das entscheidende Jahr 2010 geschaffen.
Verwaltungsvermögen
Zum Verwaltungsvermögen gehören die Grundstücke und Gebäude einschließlich der beweglichen Einrichtungen und der Fahrzeuge, die zur Er49
Interne Dienstleistungen – Finanzen und Vermögen
füllung der Aufgaben benötigt werden. Das Verwaltungsvermögen der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg zum 31. Dezember 2009
verringerte sich gegenüber 2008 um 10,3 Mio. Euro auf 423,1 Mio. Euro.
Vermögensübersicht der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg
Finanzierungsverfahren
Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden im selben Jahr
vollständig zur Finanzierung der Ausgaben verwendet. Entgegen dem konjunkturellen Trend war die finanzielle Situation der allgemeinen Rentenversicherung 2009 noch recht stabil. Bezogen auf das Gesamtjahr verbesserte
sich der Wert der Nachhaltigkeitsrücklage zum Jahresende mit 16,1 Mrd.
Euro um 0,4 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr. Das finanzielle Volumen
einer Monatsausgabe lag bei 16,6 Mrd. Euro, so dass die Nachhaltigkeitsrücklage einem Betrag von 0,97 Monatsausgaben entspricht. Der gesetzlich vorgesehene Mindestbetrag von 0,2 Monatsausgaben wurde damit zum
Jahresende 2009 um 13,3 Mrd. Euro überschritten.
Finanzverbund
Im Rahmen des Finanzverbunds tragen alle Träger der allgemeinen Rentenversicherung die Leistungen nach dem Verhältnis ihrer Beitragseinnahmen gemeinsam. Dadurch wird zum Jahresende eine gleichmäßige Verteilung der Nachhaltigkeitsrücklage bei allen Trägern erreicht.
Die gemeinsame Nachhaltigkeitsrücklage der allgemeinen Rentenversicherung wird bis zur Höhe von 0,5 Monatsausgaben von der Deutschen
Rentenversicherung Bund verwaltet. Darüber hinaus vorhandene Mittel
der Nachhaltigkeitsrücklage verwalten die Träger der allgemeinen Rentenversicherung eigenverantwortlich. Der Anteil der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg an dieser eigenverantwortlich verwalteten
Nachhaltigkeitsrücklage betrug zum Jahresbeginn noch 393 Mio. Euro und
sank ab Juli 2009 auf 340,3 Mio. Euro.
Immobilien
Die Bemühungen zur Veräußerung von Immobilien, die für den Auftrag
der gesetzlichen Rentenversicherung nicht mehr benötigt werden, wurden
2009 intensiv fortgeführt. Veräußert wurden ehemalige Dienstgebäude in
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Kooperation in den Karlsruher
Räumlichkeiten
Inventaraufnahme aller Dienststellen
abgeschlossen
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Heilbronn und Villingen-Schwenningen, ein früheres Klinikgebäude mit
Personalwohnhaus in Badenweiler, ein Wohngebäude in Heidelberg sowie
ein Ökonomiegebäude einschließlich landwirtschaftlichem Grundstück in
Malsburg-Marzell. Die Erlöse wurden der Nachhaltigkeitsrücklage zugeführt.
Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung KnappschaftBahn-See in den Bereichen des Sozialmedizinischen Dienstes sowie der
Renten- und Rehafachberatung wurde durch die räumliche Integration in
Karlsruhe optimiert.
Weitere zentrale Aufgaben waren die laufende Immobilienverwaltung sowie die Abwicklung der von der Deutschen Rentenversicherung Bund im
Jahr 2007 übernommenen Mietverhältnisse. Im Zuge der Integration der
Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Bund
konnten Mietverhältnisse in Freiburg, Karlsruhe und Mannheim abgewickelt werden. Zusätzlicher Raumbedarf der Dienststellen in Offenburg und
Aalen wurde durch die Anmietung von Flächen gedeckt.
Beschaffung und Inventarisierung
Die Beschaffungsstelle stellt durch die Vergabe der Lieferung von beweglicher Einrichtung sowie von verschiedenen Dienstleistungen sicher, dass
allen Organisationseinheiten des Hauses die erforderlichen Güter und
Dienstleistungen termin- und bedarfsgerecht zur Verfügung stehen.
Schwerpunkte waren bei den Dienstleistungen 2009 zum Beispiel die
Vergabe von Übersetzungstätigkeiten für die Leistungsbereiche und von
Wartungsarbeiten technischer Anlagen sowie Vertragsabschlüsse für unterschiedliche Seminare. Bei der beweglichen Einrichtung gelang es, Büromöbel wirtschaftlicher zu beschaffen. Vergeben wurde auch die Einrichtung
des sanierten Servicezentrums in Karlsruhe mit dem neuen, kundenfreundlichen Foyer. Die Aufnahme des Inventars aller Dienststellen wurde 2009
abgeschlossen.
Die bundesweite Kooperation mit anderen Rentenversicherungsträgern
wurde unter anderem durch eine gemeinsame Ausschreibung mit der Deutschen Rentenversicherung Hessen erfolgreich weitergeführt.
Finanzcontrolling
Die vom Bereich Finanzcontrolling erstellten Kostenstellenberichte bilden
sowohl die Grundlage für die bundesweite, standardisierte Kosten- und
Leistungsrechnung als auch für die Kostenträgerberichte, die der Geschäftsführung und den Leistungsbereichen vierteljährlich als Kontrollund Führungsinstrument zur Verfügung gestellt werden. Die betriebswirtschaftlichen Auswertungen sollen auch den innerbetrieblichen Wettbewerb
fördern und bilden die Basis für eine sparsame und wirtschaftliche Verwendung der Mittel mit dem Ziel, die Einsparforderung bei den Verwaltungsund Verfahrenkosten nach § 220 Abs. 3 SGB VI zu erfüllen.
Aufgrund organisatorischer Veränderungen innerhalb der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg wurde die Kostenstellenrechnung
neu konzipiert. Das Konzept wurde zum Jahresende 2009 umgesetzt.
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Interne Dienstleistungen
Personal und Verwaltung
3.740 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg
beschäftigt
Die Deutsche Rentenversicherung
Baden-Württemberg ist von der SAP
AG als Customer Center of Expertise
(CCOE) zertifiziert
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Personal
Im Stellenplan gab es 2009 ohne Kliniken, aber zusammen mit den Außenstellen, den Auszubildenden und sonstigen Stellen insgesamt 3.740 Stellen.
44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden 2009 eingestellt oder nach
der Ausbildung übernommen. 108 Beschäftigte sind ausgeschieden, 133
wurden höhergruppiert oder befördert. Für Versorgungsbezüge an 435
Empfänger wurden rund 14,5 Mio. Euro aufgewendet.
Die Anträge auf Bewilligung familien- oder arbeitsmarktpolitischer Teilzeitbeschäftigung haben 2009 weiter zugenommen: Insgesamt waren 1.338
Teilzeitkräfte beschäftigt, 243 Beschäftigte waren in Elternzeit oder im familienpolitischen Urlaub.
Verbindungsstelle zur Datenverarbeitung:
SAP Customer Competence Center HR
Die Bezüge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hauptverwaltung
wurden jeweils zwölf Abrechnungsläufen für Beamte/Versorgungsempfänger und Beschäftigte mit SAP Human Capital Management (HCM) korrekt
ermittelt und termingerecht ausgezahlt.
Zur Qualitätssicherung insbesondere von Stammdaten und Abrechnungen
in SAP HCM wurden Prüftools der Firma Centric altro lizensiert und ab 1.
August erfolgreich eingesetzt. Im August 2009 wurde die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg von der SAP AG im Rahmen des weltweiten Prüf- und Qualifizierungsverfahrens als Customer Center of Expertise
(CCOE) zertifiziert. Im Bereich Personalwirtschaft dient das CCOE intern
bei der IT-Verbindungsstelle als zentrale Anlaufstelle für die Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Personal und Verwaltung und der IT-Abteilung
und extern als Verbindung zur SAP AG und ihren Entwicklern.
Im Modul Versorgungsadministration wurden die länder- und bundesspezifischen Besoldungsanpassungen und Sonderzahlungsregelungen weiterentwickelt und zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der vertraglich vereinbarten
Betreuung der Knappschaft-Bahn-See wurde zusätzlich zur Telefon- und
E-Mail-Unterstützung ein zweitägiger Workshop über besondere Problemfälle und neue Funktionen angeboten.
Zusätzliche Auswertungen und Anpassungen wurden für den Bereich Personalentwicklung im SAP Modul Veranstaltungsmanagement entwickelt
und eingesetzt.
Für die papierlose Beantragung und Genehmigung von Abwesenheiten
und Zeitkorrekturen über das Mitarbeiterportal (ESS) wurde zum 1. November 2009 ein Pilotprojekt zunächst bei den Abteilungen 21 und 24
gestartet. Antragsteller und Genehmiger sollen künftig dann per Mail benachrichtigt werden.
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Gabriele Prestel ist seit 1. April 2009
Beauftragte für Chancengleichheit
Kundenorientierung und
Kommunikation
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Beauftragte für Chancengleichheit
In seiner Sitzung am 13. März 2009 hat der Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg Gabriele Prestel auf Vorschlag der
Geschäftsführung ab dem 1. April 2009 zur Beauftragten für Chancengleichheit ernannt. Ihr Aufgabenbereich umfasst in Anlehnung an die Regelungen des Chancengleichheitsgesetzes des Landes Baden-Württemberg
unter anderem die Erstellung des Chancengleichheitsplanes, die Beteiligung an der Personalauswahl in Bereichen der Unterrepräsentanz von
Frauen, die Erstellung von Konzepten für die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern und die Förderung des beruflichen
Wiedereinstiegs nach Beurlaubungen. Darüber hinaus beteiligt sie sich an
der Gestaltung spezieller Fort- und Weiterbildungsangebote für Frauen
und an Maßnahmen zur Umsetzung familiengerechter Arbeitszeiten sowie
zur Erleichterung des beruflichen Wiedereinstiegs. Und sie informiert und
berät die Beschäftigten zu Fragen der Chancengleichstellung und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
2009 stand die Entwicklung von Konzepten zur Erleichterung des beruflichen Wiedereinstiegs und zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und
Familie im Vordergrund. Ebenso wurden die Voraussetzungen für eine statistische Analyse der Beschäftigtenstruktur geschaffen, die Grundlage für
den Chancengleichheitsplan sein wird.
Personalentwicklung
Die Personalentwicklung hat über das Berufliche Bildungsprogramm wieder zahlreiche Weiterbildungen angeboten. Nach Einführung der neuen
Kompetenzgestützten Auswahl- und Beurteilungsrichtlinien (KABRi) 2008
gab es zahlreiche Beurteilerschulungen für Führungskräfte. Daneben waren die Vertiefungsseminare zum Führungs- und Teamtraining gefragt.
Zur gezielten persönlichen Weiterentwicklung gibt es jetzt auch das
Coaching, das vom Bereich Personalentwicklung in Eigenleistung angeboten wird. Bei den selbst entwickelten Inhouse-Seminaren stand das Thema
„unmittelbarer Kundenkontakt“ (Kundenorientierung und Kommunikation)
im Vordergrund. Dazu gehört auch ein Seminar für junge Nachwuchskräfte, die Beratungsgespräche führen werden.
Für die Auswahl von Bewerbern auf Führungspositionen wurden mit den
jeweils ausschreibenden Abteilungen abgestimmte Assessmentcenter für
interne Stellenbesetzungen organisiert. Getestet wird, wie die Bewerber Situationen bewältigen, die für die neue Stelle erfolgsentscheidend sind. Der
Großteil der Teilnehmer waren Bewerber auf Teamleiterstellen. Im Januar
begann ein neuer Fortbildungslehrgang zum Verwaltungsfachwirt (Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg) mit 23 Teilnehmenden. Damit erhalten Tarifbeschäftigte die Möglichkeit, später im gehobenen Dienst
zu arbeiten.
Der jährliche Gesundheitsplan bietet den Beschäftigten eine Gesundheitsförderung von Infoveranstaltungen bis hin zu arbeitsplatzbezogenen Interventionen. Themen waren der Umgang mit Stress, Ergonomie, Erste HilfeAuffrischung, Ernährung und Krebsvorsorge. Die Dozenten kamen vom
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Interne Dienstleistungen – Personal und Verwaltung
Mitarbeiterbefragung zum Gesundheitsmanagement
Blutspendeaktion in Stuttgart-Freiberg
Betriebsärztlichen Dienst, vom Sozialdienst, aus dem Küchenbereich und
vom Krebsverband Baden-Württemberg. Zum ersten Mal gab es 2009 eine
Mitarbeiterbefragung zum Gesundheitsmanagement. Die Ergebnisse sind
zusammen mit den Gesundheitsberichten der Abteilungen die Grundlage
für künftige gesundheitsfördernde Aktivitäten.
Betriebsärztlicher Dienst
Neben Betriebsbegehungen, Arbeitssicherheitsausschusssitzungen, Beratungen und Untersuchungen von Beschäftigten bei Fragen zur Einsetzbarkeit am Arbeitsplatz sowie Vorsorgeuntersuchungen nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen und Küchentauglichkeitsuntersuchungen
fanden 2009 folgende Aktionen des Betriebsärztlichen Dienstes statt: Zusammen mit der Personalentwicklung hat der Betriebsärztliche Dienst die
Vortragsreihe „Ergonomie am Arbeitsplatz“ angeboten. Es ging um die Arbeitsplatzgestaltung und rückengerechtes Verhalten am Bildschirm. Dazu
gab es auch Bewegungsübungen und Arbeitsplatzbegehungen – und das
nicht nur in Karlsruhe und Stuttgart, sondern auch in den Regionalzentren.
An den Fortbildungen der Sozial- und Arbeitsmedizinischen Akademie
(SAMA) beteiligte sich der Betriebsärztliche Dienst mit Vorträgen über
„Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung unter besonderer Berücksichtigung
leistungsgeminderter Mitarbeiter“. Dazu gab es Begehungen von Arbeitsplätzen. In Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsreferat fand die Aktion
“Mach Dich fit“ statt. Im Dezember organisierten das Deutsche Rote Kreuz
und der Betriebsärztliche Dienst mit großem Erfolg eine Blutspendeaktion in Stuttgart-Freiberg. Darüber hinaus gab der Betriebsärztliche Dienst
Kurse zu Sofortmaßnahmen bei Unfällen und zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. Die flächendeckende Grippeschutzimpfung für Karlsruhe, Stuttgart
und die Regionalzentren fand im Oktober statt.
Sozialdienst
Schwerpunkte des Sozialdienstes 2009 waren Beratungen, Veranstaltungen
und Seminare zum Umgang mit Stress und Ärger, Praxisbegleitungen für
Führungskräfte sowie Veranstaltungen zum Thema „Mobbing“. Das Thema
„Stress“ – oder genauer: „Wie halte ich mich gesund?“ – oft genug auch:
„Wie werde ich wieder gesund, lebensfroh, und leistungsfähig?“ zog sich
wie ein roter Faden durchs Jahr. Und zwar in Einzelberatungen und vor
allem in den Veranstaltungen, die sich unmittelbar mit dem Thema Stress
befasst haben. Dazu gab es 2009 zahlreiche einführende Infoveranstaltungen, ergänzend aber auch zweitägige Seminare. Alle Termine waren sehr
gut besucht, denn die beruflichen Anforderungen sind mehr und größer geworden, häufig auch vielfältiger. Bei der fortlaufenden Praxisberatung für
Führungskräfte ging es um die eigene Führungsrolle und Situationen aus
dem Alltag als Führungskraft. In ihrer „Sandwich- oder Mittler-Rolle“ sind
gerade die Führungskräfte der unteren Ebenen belastenden Anforderungen ausgesetzt. Bei der Arbeit des Sozialdienstes zum Thema „Mobbing“
ging es vorrangig um Informationsvermittlung und Aufklärung vor dem
Hintergrund der vorhandenen Dienstvereinbarung.
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236 Auszubildende und Anwärter
sind bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg
beschäftigt
Telefontraining der Kaufleute für
Bürokommunikation
2,8 Millionen Poststücke und rund
14.000 Mails eingegangen
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Ausbildung
Ende 2009 betreute der Ausbildungsbereich 236 Auszubildende und Anwärter. 80 Nachwuchskräfte wurden für die Ausbildung eingestellt: 37 Verwaltungsinspektorenanwärterinnen und -anwärter (VIA), 30 für den Beruf
Sozialversicherungsfachangestellte (Sofa), zehn künftige Kaufleute für Bürokommunikation (KfB) und drei im Studiengang Bachelor-Wirtschaftsinformatik. Das Haus bildet auch wieder Nachwuchskräfte im Auftrag der
Deutschen Post AG und in Teilbereichen für die Gewerkschaft Erziehung
und Wissenschaft und den Deutschen Gewerkschaftsbund aus.
Besondere Höhepunkte waren in diesem Jahr der Besuch von VIA und KfB
bei der vom Sozialministerium Baden-Württemberg organisierten Kunstausstellung im Stuttgarter Rathaus „by heart – dein Herz entscheidet“, die
Werke zum Thema „Organspende“ gezeigt und Diskussionen mit Betroffenen vermittelt hat. Im Rahmen eines erlebnispädagogischen Tages gab es
ein Teambildungstraining in einem Hochseilgarten, das die Sozialkompetenzen verbessert hat. Traditionell fanden die gegenseitigen Besuche der
neuen Nachwuchskräfte in Karlsruhe und Stuttgart statt. Projektwochen
mit selbstständiger Beratung durch die Nachwuchskräfte, Unterweisung
in den Regionalzentren und die Mitwirkung bei dortigen Aktionen fanden
großes Interesse.
Die Kaufleute für Bürokommunikation haben mit ihren Projekten „Telefontraining“ und „Kopierschulung“ für Auszubildende und für interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handlungsorientierte Ausbildung praktiziert.
Mit der Aktion „Mach dich fit – die DRV bewegt sich“ haben sie die Stuttgarter Beschäftigten zu gesunder Ernährung und mehr Bewegung angeregt.
Bei verschiedenen Ausbildungsmessen haben die Auszubildenden Schüler,
Lehrer und Eltern über die Ausbildungsgänge des Hauses informiert und
zur Nachwuchsgewinnung beigetragen. Der Besuch von Schulklassen im
Haus diente ebenfalls diesem Ziel. Betriebsbesichtigungen brachten Einblicke in die Arbeitswelt der Versicherten. Schülern von Gymnasien, Realschulen und anderen allgemeinbildenden Schulen wurden zahlreiche
Praktika ermöglicht, die ein sehr positives Echo fanden. Ebenso wurden
wieder Praktikumsplätze für die Kaufmännische Ausbildungsstätte für
Körperbehinderte „Karlshöhe Ludwigsburg“ zur Verfügung gestellt. An der
Thoraxklinik-Heidelberg nahmen die Nachwuchskräfte an einer Infoveranstaltung zur Suchtprävention „ohnekippe“ teil. Die neuen Auszubildenden
haben das BFW Schömberg besucht und bekamen so Einblick in die berufliche und medizinische Reha.
Das von der Ausbildung erstellte PC-Trainingsprogramm CURT (ComputerUnterstützt-Rentenrecht-Trainieren) wurde erneut aktualisiert und erweitert. Es wird bundesweit verstärkt genutzt.
Allgemeine Verwaltung
In den Poststellen Karlsruhe und Stuttgart wurden 2009 einschließlich Paketpost sowie Postausgang der Druckzentren rund 7,7 Mio. Postausgänge
bearbeitet. Die Zahl der Posteingänge lag bei rund 2,8 Mio. Darüber hinaus
gab es einen Posteingang in elektronischer Form von rund 14.000 Mails so55
Interne Dienstleistungen – Personal und Verwaltung
wie 62.000 Spam-Mails. Durch Rabatte waren die Portoausgaben mit rund
3 Mio. Euro gleich hoch wie 2008.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt 5.633 Beihilfeanträge (Vorjahr:
5.529), 7.592 Reisekostenanträge (7.629) und 317 Anträge für Trennungsgelder und Umzugskosten (389) abgerechnet. Die Zahl der Beihilfeanträge
ist also geringfügig gestiegen, die Reisekostenanträge sind etwas gesunken.
Die Zahl der Anträge auf Trennungsgeld und Umzugskosten ist rückläufig.
Bibliothek
Die Bibliothek beschafft und vermittelt als externer und interner Dienstleister Fachinformationen und -literatur und bereitet sie auf. Die Standorte Karlsruhe und Stuttgart verfügen über jeweils rund 30.000 Bände mit
den Schwerpunkten Sozialrecht, Sozialversicherung, Sozialmedizin und
Verwaltung. In Karlsruhe gibt es mehr als 330 Fachzeitschriften und 170
Loseblattwerke und in Stuttgart mehr als 350 Fachzeitschriften und 300
Loseblattwerke.
Die Bibliothek in Karlsruhe hat die Erfassung der Abteilungsbestände für
den Online-Katalog abgeschlossen. Dabei konnte ein Großteil der nicht
mehr aktuellen Literatur aussortiert werden.
Referat Recht und Regress
Im Justitiariat stand 2009 vor allem die Bearbeitung von arbeitsrechtlichen
und baurechtlichen Themen im Vordergrund. Weiterer Schwerpunkt war
die juristische Beratung der Geschäftsführung sowie der Fachabteilungen.
Hier ging es unter anderem um öffentliches Dienstrecht, Arbeitsrecht (speziell Abmahnungsverfahren und Kündigungsschutzsachen), Vergaberecht
im Bau- und Beschaffungsbereich, Insolvenzrecht, Strafrecht (speziell
Strafanträge im Bereich des Leistungsrechts wegen Betruges und Urkundenfälschung) sowie Personalvertretungsrecht (speziell Beteiligungsangelegenheiten) und Schadensersatzansprüche aus dem Bereich des Dienstund Arbeitsrechtes
Im Regressbereich werden die zivilrechtlichen Schadensersatzansprüche
der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg verfolgt, die sich
aus den §§ 640, 1542 RVO, 116, 119 SGB X, 110 SGB VII in Verbindung
mit den entsprechenden haftungsrechtlichen Bestimmungen ergeben. Zur
Überprüfung möglicher Regressansprüche wurden von den Abteilungen
des Hauses sowie den Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Arbeitsämtern 18.363 Akten und Meldungen vorgelegt. Insgesamt konnten
einschließlich laufender Aktenvorgänge aus den Vorjahren 18.700 Fälle
durch Regressierung oder Einstellung aufgrund mangelnder Realisierbarkeit eines Schadensersatzanspruches abgeschlossen werden. Die Gesamthöhe der Einnahmen 2009 betrug 20.261.591,55 Euro.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Controlling, Organisation und Bau
Aus den ehemaligen Abteilungen 23 („Strategie und Kommunikation“) und
25 („Bauabteilung“) ist 2009 die neue Abteilung 23 „Controlling, Organisation und Bau“ entstanden, allerdings mit zahlreichen Veränderungen: Die
bisherigen Referate „Strategischer Grundsatz“ und „Öffentlichkeitsarbeit“
wurden Teil eines neuen Bereichs 03: „Strategie und Kommunikation“. Das
bisherige Referat „Zentrales Controlling und betriebswirtschaftliche Steuerung“ wurde um das Team „Allgemeine Organisation“ ergänzt.
Das Team „Organisationsentwicklung“ nimmt weiterhin den Aufgabenbereich Organisationsuntersuchungen, Zeitwerterhebungen und Personalbedarfsermittlungen wahr. Auch technische Projekte wie eGovernment,
Intranet und die Leitung von Projektgruppen des AKIT bleiben hier angesiedelt. Außerdem werden übergreifende Themen (Büroleitung, Personal
und Haushalt) aus den bisherigen Abteilungen 23 und 25 gebündelt.
Bauangelegenheiten werden im neuen Referat „Bau“ geplant und begleitet.
Durch die neue prozessorientierte Struktur werden zudem die bislang in
Karlsruhe und Stuttgart vorgehaltenen Organisationseinheiten für Administration, Planung und Durchführung standortübergreifend zusammengeführt. Ziele sind die Straffung des Leitungssystems und der Aufbau vernetzter Kommunikationskanäle.
Durch die laufende Weiterbildung der Beschäftigten soll eine teamübergreifende Erledigung von Aufgaben möglich werden. Der erste Schwerpunkt ist das „Geschäftsprozessmanagement“. Hierzu nehmen Beschäftigte
an einem trägerübergreifenden Seminar teil.
Referat Controlling und Allgemeine
Organisation
Kosten- und Leistungsrechnung
Die standardisierte Kosten- und Leistungsrechnung wurde entsprechend
der trägerübergreifenden Vereinbarungen weiterentwickelt. Aus dem trägerübergreifenden Berichtswesen wurden standardisierte Berichte entwickelt, um intern für die Gegenüberstellung der Träger und auch auf der
Ebene der Regionalzentren zusätzliche Kennzahlen ableiten zu können.
Der Schwerpunkt der Weiterentwicklung der Kosten- und Leistungsrechnung lag beim Aufbau eines IT-Controllings. In der hierfür eingesetzten Projektgruppe hat das Haus die südwestdeutschen Träger vertreten. Hauptziel
des Projekts war es zunächst, die aus Kundensicht erforderlichen Leistungen/Produkte einheitlich zu definieren, abzugrenzen und zu beschreiben.
Daraus wurden die für ein IT-Controlling benötigten Verrechnungsschlüssel abgeleitet, um die Aufwände den Produkten zuzuordnen. So wurde eine
gemeinsame Basis geschaffen für die künftige Berechnung der Kundenprodukte der IT sowie deren Verrechnung im Rahmen der trägerübergreifenden standardisierten Kosten- und Leistungsrechnung. Als nächstes ist eine
Pilotanwendung geplant.
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Interne Dienstleistungen – Controlling, Organisation und Bau
Benchmarking
Im Aufgabenbereich Benchmarking brachte eine Analyse zur statistischen
Erfassung der Arbeitsschritte im Bereich Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) neue Erkenntnisse. Ein externes Benchmarking-Verfahren,
das die Unterschiede des Auskunfts- und Beratungsdienstes beleuchtet,
wurde von der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland initiiert.
Die Analyse der Strukturen und Arbeitsabläufe im Bereich der persönlichen
Beratungen standen im Mittelpunkt der Untersuchung. Die weiteren beteiligten Versicherungsträger tauschen die relevanten Informationen über die
Aufbaustrukturen und Geschäftsprozesse aus.
Neben dem Controlling-Bericht für den Vorstand steht der Analysebericht
für die Geschäftsführung nun in aktueller Form zur Verfügung. Der gesamte Statistikteil für die Gesundheitszirkel wird aus einer Hand vom Zentralen
Controlling geliefert. Der Mehrwert besteht aus einer Verknüpfung aus externen mit internen Daten und Fakten.
Das Zentrale Management-Informations-System auf der Basis SAP BI wurde nach erfolgreichem zweijährigen Betrieb auf eine neue Software-Version aktualisiert.
Die Broschüre „Daten, Zahlen, Fakten 2009/2010“ bietet in verständlicher
Form einem breiten Abnehmerkreis wichtige Informationen.
Die Neuauflage der prognostischen Arbeitsmengenentwicklung für den
Kernbereich Rente, Versicherung und Beitrag steht als weiteres Planungsinstrument dem Leistungsbereich zur Verfügung.
Umorganisation im Leistungsbereich
Das Team hat die Umsetzung der neuen Abteilungszuschnitte planerisch
und logistisch vorbereitet. Dabei waren in Karlsruhe rund 180 Arbeitsplätze betroffen, in Stuttgart-Freiberg mehr als 250.
Aufbau Pilotprojekt „Servicezentrum für Altersvorsorge“
Im Stuttgarter „Service im Zentrum“ entstand weiterer Raumbedarf für das
„Servicezentrum für Altersvorsorge“. Die benötigten Flächen hat man in
einem Nebengebäude anbieten können. Die Vorarbeiten waren aufwändig.
Betriebliches Vorschlagswesen
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich erneut mit vielen Ideen
in das Betriebliche Vorschlagswesen eingebracht. Der Ausschuss hat über
rund 30 Vorschläge abschließend beraten. Für die prämierten Vorschläge
gibt es Geld- und Sachprämien.
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Team Organisationsentwicklung
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Kunden- und Beschäftigtenbefragung
Im Rahmen des Benchmarking gibt es seit 2008 einheitliche Kunden- und
Beschäftigtenbefragungen bei allen Trägern der Deutschen Rentenversicherung. Die Befragungen im Haus wurden vom Referat Organisation vorbereitet und bis zur Auswertung begleitet. Für regionalisierte Auswertungen wurde erstmalig auch nach dem Dienstort gefragt. Die Beschäftigten
konnten im August und September 2009 über einen Zeitraum von sechs
Wochen im Intranet an der Befragung teilnehmen. Mit mehr als 1.400
Rückmeldungen lag die Beteiligung erheblich über dem Vorjahresergebnis.
Die Ergebnisse wurden mit Geschäftsführung, Personalvertretung und den
Abteilungsleitern diskutiert und im Intranet veröffentlicht.
Für die Kundenbefragung wurden jeweils 1.200 Versicherte oder Betriebe
aus den Aufgabenbereichen „Auskunft- und Beratung“, „Rehabilitation“,
„Rente“ und „Betriebsprüfung“ im Rahmen einer repräsentativen Stichprobe zufällig ausgewählt und befragt. Druck und Versand der Fragebögen sowie die Erfassung der Antworten wurden für alle Träger von der Deutschen
Rentenversicherung Bund übernommen. Die Rücklaufquote lag in allen
vier Produktbereichen mit Werten von 32 bis 43 Prozent über den Werten
des Vorjahres. Die Antworten wurden von einem externen Unternehmen
ausgewertet. Die Ergebnisse wurden von der Abteilung Controlling, Organisation und Bau aufbereitet und für Konzepte zur weiteren Verbesserung
des Kundenservices bereitgestellt.
Beteiligung an bundesweiten Projekten der Informationstechnologie
Die Abteilung beteiligte sich auch 2009 sowohl am Integrationsprogramm
ibiza zur Schaffung eines einheitlichen Programmsystems in der Deutschen
Rentenversicherung als auch an Weiterentwicklung, Wartung und Pflege
des Gemeinsamen Rentenversicherungssystems (GRVS) der im AKIT zusammengeschlossen Rentenversicherungsträger.
Organisationsuntersuchungen und Intranet
Nach Untersuchungen in den Leitungsbereichen wurde 2009 auch damit
begonnen, die Dienstleistungsbereiche hinsichtlich der Personalbemessung
zu untersuchen. Hierzu hat die Abteilung im Rahmen einer Bedarfsanalyse
die Bereiche mit vermutlich hohem Synergiepotential ermittelt. 2010 soll in
der Finanzabteilung eine Organisationsuntersuchung starten.
Die zur Einführung eines elektronischen Archivs vorgesehene Eigenlösung
musste wegen veränderter struktureller Rahmenbedingungen aufgegeben
werden. Geplant ist, an eine bestehende Entwicklung bei der Deutschen
Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See anzuknüpfen.
2009 war die Abteilung auch wieder an der Weiterentwicklung des Intranets beteiligt. Durch die organisatorischen Veränderungen im Haus mussten die Inhalte mit hohem Aufwand aktualisiert werden.
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Interne Dienstleistungen – Controlling, Organisation und Bau
Baureferat und Allgemeine
Organisation
Neues Foyer mit Empfang in Karlsruhe
Bei den im Folgenden beschriebenen Projekten gab es dank neuer Abteilungsstruktur erstmals eine durchgängig ganzheitliche Abwicklung: Bauliche und
organisatorische Kompetenz garantierten wirtschaftliche und termingerechte
Übergabe der fertigen Projekte an die jeweiligen Auftraggeber und Nutzer.
Verwaltungsgebäude Karlsruhe
Sanierung Arztbau und Neubau Servicezentrum
Die Sanierung des Arztbaugebäudes wurde Ende Juli 2009 abgeschlossen.
Rasch wurde er von der Ärztlichen Abteilung neu bezogen und im August
2009 nahm das neue Sozialmedizinische Zentrum seinen Dienst auf.
Von März bis Mitte Dezember 2009 wurde ein neues Foyer gebaut und möbliert. Im neuen Servicezentrum stehen den Kunden neben dem rund 300
qm großen, modernen und kundenorientiert gestalteten Eingangsbereich
zwei Kurzberatungsplätze im Foyer sowie 24 neue Beratungsräume im
Erdgeschoss des Arztbaus zur Verfügung. Alle Karlsruher Kunden haben
mit dem neuen Servicezentrum nun eine Anlaufstelle, an der das gesamte
Leistungsspektrum angeboten wird. Hierzu zählen nach der Integration der
Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund
auch das Angebot des Kooperationspartners Deutsche Rentenversicherung
Knappschaft-Bahn-See und die Reha-Fachberatung der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Tiefgarage
Gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe wurde 2009 ein Konzept zum Bau eines
eingeschossigen Parkdecks entwickelt. Die Unterlagen für den Bauantrag
und die Genehmigung des Landessozialministeriums wurden erstellt. Parallel zum Genehmigungsverfahren wurden geeignete Fachplaner ermittelt
und die Ausführungsplanung vorangetrieben. Vor dem Abbruch der Tiefgarage und dem Neubau des Parkdecks mussten die Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die Erschließungs- und Verkehrsflächen auf dem Gelände neu
organisiert und umgebaut werden. Im Oktober begannen die Arbeiten an
der neuen Erschließungsstraße und gleichzeitig an der Ostseite der Hauptpforte in der Gartenstraße. Zum Jahreswechsel 2009/2010 wurden neue
Verkehrswege in Betrieb genommen und die Freigabe für den Abbruch der
Tiefgarage erteilt.
Verwaltungsgebäude Stuttgart-Freiberg
Der Vorraum vor Speisesaal und Kiosk wurde saniert. Neben Erneuerung
der Türen nach brandschutzrechtlichen Vorschriften wurde die Lüftungsanlage technisch optimiert. Um den Vorraum repräsentativ zu gestalten, sind
Wand- und Bodenbeläge sowie Decken und Beleuchtung erneuert worden.
Regionalzentrum Aalen
Um den gestiegenen Raumbedarf zu decken, wurden im 3.OG zusätzlich
Flächen angemietet und an das hausinterne Datennetz angebunden. Wegen
behördlicher Auflagen wurde die gesamte Dienststelle mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet. Die Neubelegung wird Anfang 2010 abgeschlossen.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Regionalzentrum Reutlingen
Ein Teil des Regionalzentrums Reutlingen ist in einer etwa 100-jährigen
Fabrikantenvilla untergebracht. 2009 musste das Dach saniert werden und
es bekam eine Wärmedämmung, die aktuellen Vorschriften entspricht. Im
November war alles fertig.
Regionalzentrum Ravensburg
Wegen der gestiegenen Sicherheitsanforderungen wurde in den Beratungsund Untersuchungsräumen im Regionalzentrum Ravensburg eine Überfallmeldeanlage eingebaut und im Juni in Betrieb genommen.
Regionalzentrum Schwäbisch Hall
Das Regionalzentrum Schwäbisch-Hall ist teilweise in einem denkmalgeschützten Bürgerhaus aus dem Jahr 1905 untergebracht. Am Stufengiebel
gab es Feuchtigkeitsschäden, die in Zusammenarbeit mit einem externen
Sachverständigen und dem Landesdenkmalamt bis Anfang Dezember restauriert wurden.
Kliniken
Auch nach Gründung der RehaZentren gGmbH bleibt das Baureferat gefragter Partner der Kliniken in allen Bausachen. Dabei bietet das Referat
seine Leistungen gegen Kostenerstattung im Wettbewerb mit Konkurrenten
an. Die Zusammenarbeit ist auf allen Geschäftsebenen äußerst positiv.
Rehaklinik Höhenblick, Baden-Baden
Die Außenanlagen des Neubaus wurden fertig gestellt. Die Abbrucharbeiten im 2. Bauabschnitt „Umbau Haus B“ haben begonnen. Dort werden im
ehemaligen Küchen- und Speisesaalbereich Räume für Psychologen und
Ergotherapeuten geschaffen. Im Oktober genehmigte die Stadt Baden-Baden den Neubau von 23 Pkw-Stellplätzen.
Rehaklinik Höhenblick, Baden-Baden
Rehaklinik Königstuhl, Heidelberg
Im Sommer 2008 war mit dem Bau neuer Räume für die Medizinische Trainingstherapie begonnen worden. Im Juni 2009 waren die Räume fertig und
wurden der Klinkleitung übergeben.
Rehaklinik Sonnhalde, Donaueschingen
Die Planung für die Erweiterung der medizinischen Trainingstherapie wurde auf das komplette Geschoss ausgedehnt, um ein umfassendes Konzept
für die benötigten Therapieräume zu erhalten. Neben der MTT soll ein Bereich für medizinisch-berufliche Orientierung und für den an Bedeutung
gewinnenden Zweig der ambulant-teilstationären Rehaangebote entstehen. Im ehemaligen Personalwohnhaus wurden neue Brandschutztüren
und aussenliegende Fluchttreppen eingebaut. Im Flur- und Treppenbereich
werden die Notbeleuchtung und Elektroleitungen erneuert.
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Interne Dienstleistungen – Controlling, Organisation und Bau
Rehaklinik Am Kurpark, Bad Kissingen
Im Russischen Hof steht die Erneuerung der sanitären Installationen an.
Eine Vorlage mit Kostenberechung wurde erstellt. Für die Küche wurde
eine Umgestaltung konzipiert, weil die Marbachtalklinik der Deutschen
Rentenversicherung Oldenburg/Bremen im Rahmen einer Kooperation
künftig mitversorgt werden soll. Im nach wie vor leerstehenden Marinekurlazarett steht eine große Heizanlage, die andere Gebäude mitversorgt.
Um das Marinekurlazarett von der Klinik trennen zu können, wurde ein
Konzept zur Auslagerung der Heizzentrale erstellt. Die Zu- und Abfahrten
der Tiefgarage und der steil abfallende Hang am Gymnastikhof wurden
saniert.
Sanierte Patientenzimmer im Personalhaus
Rehaklinik Klausenbach, Nordrach-Klausenbach
Im Juli 2009 wurde die barrierefreie Gestaltung im Zufahrts- und Eingangsbereich von Haus A sowie der Neubau für die medizinische Trainingstherapie (MTT) begonnen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2010 vorgesehen.
Im ehemaligen Personalhaus wurden sechs Patientenzimmer saniert und
in Betrieb genommen. Für die Sanierung von rund 84 Einzel- oder Doppelzimmern im Hauptgebäude erstellte die Bauabteilung Planungen, Ausschreibungen und Terminplanung über mehrere Bauabschnitte. Die ersten
Zimmer stehen bereits wieder zur Verfügung.
Rehaklinik Ob der Tauber, Bad Mergentheim
Für die Sanierung der Bereiche Labor und Diagnostik sowie für Instandhaltungen im Klinikgebäude wurden Planungen und Kostenberechnungen erstellt. Für eine effektivere Konzeption der Küche und Speiseausgabe wurden Pläne und Kostenermittlungen erstellt.
Rehaklinik Überruh, Isny
Nach Fertigstellung der Umbauten im Haus Grätte für die Speiseversorgung
und dem Bau der neuen Zufahrt bietet es sich an, den Patientenempfang
an diesen zentralen Bereich der Klink zu verlegen und mit der Verwaltung
zusammenzuführen. 2009 gab es hierzu Voruntersuchungen.
Thoraxklinik-Heidelberg
Das Herzstück der Thoraxklinik ist das Funktionsgebäude mit der Operationsabteilung, der Intensivstation, der Zentralsterilisation und der Apotheke. Für seine dringend nötige Sanierung und Erweiterung entwickelte
die Bauabteilung verschiedene Konzepte, um den Umfang unter baulichen
und finanziellen Gesichtspunkten zu bewerten. Diese Voruntersuchungen
bildeten die Grundlage für ein mehrstufiges öffentliches Suchverfahren. Erfahrene Planungsbüros haben sich um die Leistungen der Architektur- und
Medizinplanung sowie für die Tragwerksplanung und den technischen Ausbau beworben. Nach eingehender Prüfung unter Beteiligung des Betreibers
wurden im Herbst die Ingenieurverträge geschlossen, so dass mit der Einbeziehung der Nutzer in die Planungen begonnen werden konnte.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Informationstechnik
Erfolgreiche Re-Zertifizierung zum
SAP Center of Expertice
Vom technologischen Wandel und dem damit verbundenen Einsatz neuer Verfahren und Geräte war auch 2009 geprägt. Dabei traten wirtschaftliche Aspekte zunehmend in den Vordergrund. Auch deshalb hat sich die Abteilung aktiv
am bundesweiten Projekt zur Einführung einer standardisierten Kosten- und
Leistungsrechnung beteiligt. Nach 2005 und 2007 gelang 2009 bei den betriebswirtschaftlichen Anwendungssysteme erneut die erfolgreiche Re-Zertifizierung zum SAP Center of Expertice. Dabei werden Leistung und Qualität der
SAP-Services durch weltweit gültige Kennzahlen bewertet und abgesichert.
IT-Infrastruktur
Im 4. Quartal wurden innerhalb von weniger als zwei Monaten über 3.500
Arbeitsplatz-PC an den Hauptstandorten und in sämtlichen Außenstellen ausgetauscht. Diese rasche Abwicklung war möglich durch eigens hierfür entwickelte Systeme für Softwarebetankung direkt an den Arbeitsplätzen und durch
organisatorische Vorkehrungen. Das Haus verfügt damit flächendeckend über
eine einheitliche PC-Infrastruktur, die dem aktuellen Technikstand entspricht.
Erstmalig wurden Systeme mit integriertem Ausweisleser ausgeliefert: Grundlage für ein neues, vereinfachtes Anmeldeverfahren. Ausgetauscht wurden
ferner 250 Laptops und 200 Arbeitsplatzdrucker älterer Baureihen.
Die Reform der Deutschen Rentenversicherung und ein Update der Betriebssysteme der Kommunikationsserver machten unter anderem auch die Reorganisation der Kommunikationsumgebung auf den hierfür bereitgestellten
Lotus-Notes-Servern notwendig. Gleichzeitig wurden erste Schritte zur Virtualisierung der Serverumgebung eingeleitet. Ziele sind Einsparung von ServerHardware und noch höhere Ausfallsicherheit. Niedergeschlagen haben sich
Änderungen an der IT-Infrastruktur auch in der Zahl der Anfragen beim ServiceDesk. Insgesamt wurden 2009 rund 21.500 Anfragen bearbeitet, was einer
Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 31 % entspricht. Automatisierte
Ansagetexte trugen mit dazu bei, dass rund 83 % aller Anfragen innerhalb
von zwei Stunden gelöst wurden. Das entspricht dem Wert des Vorjahres.
Beraterdatenbank
Seit Mitte 2009 wird bei allen Trägern der Deutschen Rentenversicherung
eine einheitliche Beraterdatenbank eingesetzt, die auf der technologischen
Basis des Intranets der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg
entwickelt wurde. Die Datenbank wird bundesweit durch unser Haus zur
Verfügung gestellt und betrieben. Sie liefert allen Beratern der Deutschen
Rentenversicherung zeitgleich und tagesaktuell die für Ihre Aufgaben notwendigen, umfangreichen Informationen.
Neue technologische Basis für den Sachbearbeiterdialog
Im Rahmen der gesetzlich vorgegebenen Einsparungen haben die IT-Abteilungen und Fachbereiche der Deutschen Rentenversicherung Baden-Würt63
Interne Dienstleistungen – Informationstechnik
Open-Source Betriebssysteme z/Linux
und UNIKIX
temberg, Hessen, Saarland sowie Knappschaft-Bahn-See in einem innovativen und umfangreichen Migrationsprojekt die Umstellung des bisherigen
Sachbearbeiterdialogs GRVS auf eine neue Betriebssystem-Plattform (z/Linux) geplant und realisiert. Das Projekt GRVS on LINUX (GRVSoL) war ein
umfangreiches über vier Jahr angelegtes Migrationsprojekt. Dabei wurden
die bisherigen Betriebssysteme z/OS und CICS auf die Open-Source Betriebssysteme z/Linux und UNIKIX umgestellt und im Saarland als Piloteinsatz
getestet. Betrieben wird das System auf dem Großrechner im Würzburger
Rechenzentrum. Es ist kostengünstiger, plattformunabhängig und auf allen
Großrechnerumgebungen der Deutschen Rentenversicherung lauffähig.
Betrieb der Vertrauensstelle des Landeskrebsregisters
Anfang 2009 hat die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg den
Betrieb der Vertrauensstelle des Landeskrebsregisters übernommen. Die ITAbteilung war schon in einer frühen Konzeptionsphase bei der Entstehung des
Landeskrebsregisters beteiligt und wurde bei wesentlichen Fragen ins Vertrauen gezogen. Um den Datenschutz zu gewährleisten, besteht das Landeskrebsregister aus drei Teilen. Die Vertrauensstelle leitet eingehende verschlüsselte
Meldungen ohne Personalien des Patienten nur mit einer Personenidentifikationsnummer an die Landeskrebsregisterstelle weiter. Das Epidemiologische
Register erhält die anonymisierten Meldungen von der Landeskrebsregisterstelle. Diese Aufgabe wurde als Auftrag für die Datenverarbeitung übernommen und wird durch das Land Baden-Württemberg finanziert.
6.691.789 Briefe gedruckt, kuvertiert und
versandt
Druckzentrum
Die Druckaufträge der Fachbereiche sowie Aufgaben im Zusammenhang
mit der Briefpost werden über die Druckstraße bei der IT-Abteilung abgewickelt, unter anderem auch für die Träger der Region Südwest. 2009
wurden 6.691.789 Briefe gedruckt, kuvertiert und versandt.
Datenaustausch mit Rehakliniken
Die Anzahl der Rehamaßnahmen, die im Datentausch-Verfahren über die Datenannahme- und Verteilstelle (DAV) des Hauses abgewickelt werden, wurde
2009 um rund 15 % gesteigert. Insgesamt wurden mit den 444 eingebundenen
Rehakliniken Datensätze zu 369.989 Heilverfahren mit 1.513.402 einzelnen Geschäftsvorfällen elektronisch ausgetauscht. Etwa 19 % hiervon entfielen auf die
Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg. Darüber hinaus wurden
durch die DAV 249.905 Entlassungsberichte in das standardisierte PDF-Format
umgesetzt und im gesicherten Datennetz den Regionalträgern zugestellt.
Elektronische Archivierung
Im Auftrag der Druckkunden wurde die elektronische Archivierung mit Signaturkomponente in einem Pilotprojekt gestartet. Bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg wurde die Umsetzung der Ergebnisse
aus den Voruntersuchungen zum Beispiel bei der Digitalisierung von Akten
weiter vorbereitet. Dabei wurden Methoden entwickelt, um auf die elektronischen Dokumente gezielt über eine Aktenstruktur zuzugreifen.
64
Bericht der
Personalvertretungen
Der Gesamtpersonalrat: Jutta JopkeSchwärzle, Michael Sieghart, Andrea
Kühn, Harald Jüngling, Marga Schramm,
Dieter Prosenbauer, Helga Honzejk, Hans
Zimmermann, Astrid Wodrich, Ingo Glenk,
Siegfried Gogel und Klaus Ebitsch (v.l.)
Personelle Situation in den
Regionalzentren
Helga Honzejk zur neuen
Vorsitzenden gewählt
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Schwerpunktthemen waren 2009 die
Vorbereitung einer neuen Zeitwerterhebung in den Leistungsbereichen
und damit die Ausarbeitung neuer
Funktionsbeschreibungen sowie die
Angleichung der Rechtsmittelbereiche und das weitere Vorgehen bei
der „integrierten Sachbearbeitung“.
Neben den anstehenden Personalentscheidungen gehörte auch die
Betreuung der Beschäftigten in den
externen Regionalzentren und Auskunfts- und Beratungsstellen zum Tagesgeschäft. Begleitet wurden die Renovierung der ärztlichen Abteilung,
die Errichtung des neuen Servicezentrums sowie der Baubeginn des neuen
Parkdecks in Karlsruhe. Ein Ergebnis der vertrauensvollen Zusammenarbeit
zwischen Personalvertretung und Geschäftsführung ist der Abschluss der
gemeinsamen Dienstvereinbarung zum Integrationsprogramm ibiza vom 21.
September 2009. Wesentliche Inhalte sind dabei Entwicklung, Einführung
und Inbetriebnahme des Programmsystems unter besonderer Berücksichtigung der Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Zusicherung
einer breiten Qualifizierung der Beschäftigten, die dieses Verfahren erfordert, und keine betriebsbedingten Kündigungen im Zusammenhang mit technischen Veränderungen durch ibiza. Im Hinblick auf die Stellenbesetzungen
im Hause konnte auch 2009 keine entscheidende Verbesserung erreicht werden. Besonders externe Regionalzentren beklagen noch viele nichtbesetzte
Stellen sowie mangelnde Erfahrung der zum Teil recht jungen Mitarbeiter.
Hoffnung auf Verbesserung der personellen Situation machen neue Regelungen für die Übernahme der Nachwuchskräfte. Hier konnte erreicht werden,
dass bis auf Weiteres alle Auszubildenden mit „befriedigendem“ Abschluss
nach ihrer Ausbildung einen Dauerarbeitsvertrag erhalten.
Die Dienstvereinbarung über die Einführung und Zahlung eines Leistungsentgeltes für Tarifbeschäftigte wurde in diesem Jahr erstmals in die Praxis umgesetzt. Dabei wurden von allen Organisationseinheiten die Festlegung der Hauptaufgaben und die systematischen Leistungsfeststellungen
und -bewertungen vorgenommen, so dass die Auszahlung voraussichtlich
fristgerecht ablaufen kann. Beim örtlichen Personalrat in Karlsruhe gab es
durch das altersbedingte Ausscheiden des Vorsitzenden personelle Änderungen: Neue Vorsitzende wurde die bisherige Stellvertreterin Helga Honzejk. Sie steht dem Gremium bis zum Ende der Wahlperiode im Mai 2010
vor. Die jährliche Personalrätekonferenz fand unter Beteiligung des alternierenden Vorstandsvorsitzenden, Rainer Bliesener, und der Geschäftsführung im November in der Rehaklinik Überruh in Isny/Allgäu statt. Eines
der Hauptthemen war die Einhaltung der Sparbeschlüsse im Rahmen der
Verwaltungs- und Verfahrenskosten innerhalb der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. Sowohl in Karlsruhe als auch in Stuttgart
wurden traditionell jeweils ein Pensionärs- und Rentnertreffen, ein Betriebsausflug und die Personalversammlung organisiert und durchgeführt.
65
Kliniken
Therapiezentrum Federsee, Bad Buchau
Das Therapiezentrum Federsee ist ein Verbund der Federseeklinik: Rehaklinik für Rheumatologie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Innere Medizin,
Onkologie sowie Akutklinik für Rheumatologie (Moor-Heilbad Buchau gGmbH) und der Rehaklinik Schloss Bad Buchau: Klinik für Neurologie und
Psychosomatik (Zentrale Klinikbetriebs- und Service GmbH), Akademisches
Lehrkrankenhaus der Universität Ulm.
Federseeklinik
371 Betten, Vergütungssatz: 108,45 Euro, behandelte Patientinnen und Patienten: 5.368, Auslastung: 88,61 % (ohne ambulante/teilstationäre Fälle)
Schlossklinik
146 Betten, Vergütungssatz Neurologie: 155,10 Euro, Psychosomatik:
123,90 Euro, behandelte Patientinnen und Patienten: 1.796, Auslastung:
102,56 % (ohne ambulante/teilstationäre Fälle)
Indikationen
Federseeklinik: Akute und chronische Erkrankungen des rheumatischen
Formenkreises, Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Knochenkrankheiten und nach Operationen an Gelenken und der Wirbelsäule sowie
von Patientinnen und Patienten im Stadium nach Krebserkrankungen und
mit chronischen Schmerzzuständen. Allgemeine innere Erkrankungen wie
Bluthochdruck, Diabetes, metabolisches Syndrom.
Schlossklinik: Neurologische und psychosomatische Krankheitsbilder.
Diagnostik
Federseeklinik: Fachspezifische Funktionsdiagnostik sowie EKG, Ergometrie, Dopplerechokardiographie, Abdomen- und Schilddrüsensonographie,
Duplexsonographie der Gefäße, Gelenksonographie, Gelenkpunktion, statische und isokinetische Kraftmessungen, Laboruntersuchungen, konventionelle Röntgenaufnahmen, Knochendichtemessung, Spirometrie.
Schlossklinik: Funktionsdiagnostik wie EEG, Elektromyographie, Elektroneurographie, Sonographie, psychologische Untersuchungsverfahren wie
Persönlichkeits-, Intelligenz und allgemeine Leistungstests, neuropsychologische Testverfahren, Laboruntersuchungen.
Durch individuelle, indikationsbezogene Rehapläne wird der Krankheitsprozess positiv beeinflusst
66
Therapie
Die Kliniken erstellen individuelle, indikationsbezogene Rehabilitationspläne
und leiten Maßnahmen ein, die den Krankheitsprozess direkt positiv beeinflussen. Den Patientinnen und Patienten wird geholfen, ihre Funktionseinschränkungen zu kompensieren und mit ihren Einschränkungen den Alltag
zu bewältigen. Das Gesundheitsbewusstsein wird gestärkt und die realistische Selbsteinschätzung gefördert. Die Klinken wenden alle notwendigen
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
fachspezifischen Behandlungsmethoden an. Schulmedizinische Therapieformen zur Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen sowie andere therapeutische Verfahren wie Akupunktur und Fußreflexzonenmassage,
manuelle Medizin und Osteopathie. Einen sehr großen Stellenwert hat die
Sporttherapie. Zur Federseeklinik gehört die Adelindis Therme mit mehreren Schwimm- und Therapiebecken, Saunalandschaft und Wellnessbereich.
Vielfältige Gesundheitsvorsorgeprogramme
Besonderheiten, Projekte und Aktivitäten
Beide Kliniken nehmen ständig an Qualitätssicherungsprogrammen der
Rentenversicherung teil sowie an einschlägigen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen der Rehaforschung. Das Therapiezentrum hat 2007 ein
internes Qualitätsmanagement-Verfahren eingeführt (QMS-Reha) und wurde
2007 erfolgreich nach der DIN ISO 9001:2000 durch den TÜV Süd zertifiziert. Die Federseeklinik ist Sitz des Rheuma-Zentrums Baden-Württemberg
und arbeitet eng mit der Uniklinik Tübingen zusammen. Die Klinik hat einen Akutbereich für Innere Medizin/Rheumatologie. Für den Einzugsbereich
Südwürttemberg bietet sie eine fachorientierte Krankenhausbehandlung.
Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung und Selbstzahler erhalten
ambulante Leistungen und vielfältige Gesundheitsvorsorgeprogramme (zum
Beispiel Schulungen zur Ernährung, Bewegung und zum Stressabbau). Ein
weiterer Schwerpunkt liegt in der Erbringung von Leistungen im Rahmen
der betrieblichen Prävention. Hier wird neben therapeutischen und diagnostischen Dienstleistungen auch ärztliche Betreuung angeboten.
Baumaßnahmen
Die Planungen für die Neugestaltung des Außenbereichs der Adelindis
Therme wurden abgeschlossen. In der Federseeklinik wird derzeit die Anreisesituation baulich und organisatorisch aktualisiert. Die Schlossklinik
erbaut derzeit ein weiteres Klinikgebäude mit rund 34 Betten in den Indikationen Neurologie und Psychosomatik.
Das Therapiezentrum Federsee in
Bad Buchau
67
Kliniken
Thoraxklinik-Heidelberg gGmbH
Thoraxklinik am Universitätsklinikum
Heidelberg
310 Betten (Pneumologie 102, Onkologie 96, Chirurgie 98, Intensivstation
14), Basisfallwert: 2.839,28 Euro, behandelte Patientinnen und Patienten:
10.526
Indikationen
Gut- und bösartige Erkrankungen von Lunge, Mediastinum, Pleura,
Zwerchfell und Brustwand, Tuberkulose, Mukoviszidose, heimbeatmete Patienten, Asthma und Allergie, respiratorische Insuffizienz, schlafbezogene
Atmungsstörungen, neuromuskuläre Erkrankungen, Kyphoskoliose, obstruktive Atemwegserkrankungen.
Diagnostik und Therapie
Krankenhausbehandlung: Spezielle Funktionsdiagnostik, Mediastinoskopie,
Bronchoskopie, Thoraxkoskopie, Angiographie, CT-Diagnostik, Sonographie, Lugenfunktionsdiagnostik, Rechtsherzkathedermessplatz, Echocardiographie, Referenzschlaflabor, Allergiediagnostik, Bakteriologie, Molekularbiologisches Labor, chirurgische sowie konservative Therapie, insbesondere
thoraxchirurgische Operationen, invasive endoskopische Maßnahmen inklusive Laserbehandlung und Stent-Implantationen, Chemotherapie, nichtinvasive Beatmung und Beatmungsentwöhnung, Schmerztherapie.
Zusammenarbeit mit Uniklinikum
Heidelberg und Deutschem Krebsforschungszentrum. Partner des
Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen
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Besonderheiten, Projekte und Aktivitäten
Die Thoraxklinik arbeitet eng mit dem Uniklinikum Heidelberg und dem
Deutschen Krebsforschungszentrum zusammen. Zudem ist die Klinik Partnerin des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT). Dieser Verbund
sichert eine interdisziplinäre Diagnostik und Therapie der Patienten. Die
Chefärzte der Thoraxchirurgie und Innere Medizin-Onkologie sind Professoren an der Medizinischen Fakultät Heidelberg. Die Behandlung der Patienten
basiert somit auf den neuesten Erkenntnissen von Forschung und Lehre.
Zertifizierungen: KTQ-Zertifizierung, Schmerzfreies Krankenhaus, Zertifiziertes Lungenzentrum
Die RehaZentren der
Deutschen Rentenversicherung
Baden-Württemberg gGmbH
Max Lux, neuer Geschäftsführer der
RehaZentren gGmbH
Überlegungen zur
Kostenreduzierung
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Die RehaZentren gGmbH wurde 2006 gegründet und ist mit neun Rehakliniken, die bis dahin als Eigenbetriebe der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg geführt wurden, am 1. Januar 2007 ins erste Geschäftsjahr gestartet. Ende 2008 stellte die Gesellschaft mit Max Lux einen
neuen Geschäftsführer ein, der langjährige Erfahrungen in der Führung von
Rehaeinrichtungen hatte.
2007 belief sich der Verlust der neuen gGmbH auf rund
672.000 Euro, 2008 hat sich dieser Verlust mehr als verdoppelt
(- 1.505.000 Euro). Kumuliert waren so schon mehr als 40 % des Eigenkapitals aufgezehrt. Dieser Eigenkapitalverzehr musste aufgehalten und
umgekehrt werden. Viele Ansätze wie Prozessveränderungen, Belegungssteigerungen, Einstellungsstopp, Restrukturierungen in der Aufbau- und
Ablauforganisation und ein konsequentes Kostenmanagement haben im
Zusammenwirken schnell zum Erfolg geführt. Die prozentuale Bettenauslastung konnte 2008 von 95,4 % auf 98,5 % gesteigert werden. Dies und
eine moderate Erhöhung der Vergütungssätze führte 2009 zu einer Umsatzsteigerung auf rund 67 Mio. Euro (+ 5,4 %). Dieser Umsatzsteigerung
stand eine unterdurchschnittliche Kostensteigerung in den Kostenarten
Personal, Energie- und Lebensmittel gegenüber. Diese drei Kostenarten
machen zusammen rund 80 % der Gesamtkosten der gGmbH aus.
Der für 2009 erzielte, bescheidene Gewinn deutet einerseits die erreichte
Trendwende an, andererseits darf nun nicht auf halbem Weg aufgegeben
werden. Vieles ist begonnen, angestoßen, eingeleitet – aber noch nicht abgeschlossen. Es bedarf weiterer Anstrengungen, nicht nur das Eigenkapital
wieder aufzufüllen. Vielmehr dürfte es für die Wettbewerbsfähigkeit wesentlich sein, die Mittel für den bestehenden Renovierungs- und Investitionsstau selbst zu erwirtschaften. Dafür werden zwischen vier und fünf Mio.
Euro jährlich gebraucht. Das ist grundsätzlich möglich sofern es gelingt, den
größten Kostenblock (Personalkosten) auf das branchenübliche Maß zurückzuführen. Dabei müssen auch die Betriebsräte und der Gesamtbetriebsrat
mitwirken. Mit 66 % Personalkosten liegt die gGmbH noch rund drei Prozentpunkte über den öffentlichen oder freigemeinnützigen Rehaeinrichtungen
und ganz deutlich über den Privatkliniken mit ihren rund 50 %.
Überlegungen für eine Kostenreduzierung ohne Kündigung von Arbeitsverhältnissen mündeten in einer breiten Diskussion, die noch nicht beendet ist.
Die Gespräche dazu mit den Betriebsräten und dem Aufsichtsrat wurden
begonnen und vertieft. Die Pläne befinden sich in einer zeitaufwändigen
Diskussions- und Aufklärungsphase.
2009 wurden die Kliniken durch den TÜV-Süd erfolgreich nach DIN ISO
9001:2008 zertifiziert. Die RehaZentren sind 2009 dem Qualitätsverbund
Reha und Gesundheit Baden-Württemberg beigetreten.
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Kliniken
Rehaklinik Höhenblick, Baden-Baden
117 Betten, Vergütungssatz: 117 Euro, behandelte Patientinnen und Patienten: 1.733, Auslastung: 98,35 %
Fachklinik für Innere Medizin, Orthopädie und Rheumatische Erkrankungen
Indikationen
Erkrankungen des Bewegungsapparates, des rheumatischen Formenkreises und der Inneren Medizin. Orthopädische und rheumatologische Anschlussrehabilitation.
Diagnostik
Spezielle Funktionsdiagnostik wie Ruhe-, Belastungs-, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung, Ultraschall, Farbduplexsonografie, Gefäßdoppler,
Impedanzanalyse mit Körperfettmessung, Labor, Röntgen, Osteoporosescreening mittels DXA.
Psychologie: Erweiterte, standardisierte Diagnostik mittels ICD-10 Checklisten. Verwendung eines Screening-Fragebogens zur psychischen Belastung für alle Patienten (PHQ-9).
Therapie
Krankengymnastik: Haltungsschulung nach Brügger und Klein-Vogelbach,
Rückenschule, PNF, Manualtherapie-Osteopathie, Matrix-Rhythmus- und
Scenartherapie, Schlingentisch, TEP-Gruppen/TEP-Bewegungsbad, Venengymnastik, Beckenbodentraining, Proprioceptionstraining mit Posturomed
und Propriomed, Mini-Trampolin und Balance-Pads, Herz-Kreislauftraining.
Zellbiologische Regulationstherapie mit Unitron, 4 K-Stab und Bionmed.
Therapie mit Vibrationsplattform Juvent, Kinesiotaping, Bewegungstherapie mit Redcord-System, Medizinische Trainingstherapie (Kraft- und Aus-
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
dauertrainingsgeräte), Quantitative Erfassung der Trainingsleistung.
Chinesische Heilgymnastik (Thai Chi und Qi Gong), schonende Wassergymnastik für Übergewichtige (Aquafit-Gruppe), Gehparcours im Freien mit
unterschiedlichen Untergründen, Passive Gelenkmobilisation mittels Motorschiene (CPM) für Knie- und Schultergelenke.
Physikalische Therapie: Massagen in allen gängigen Formen, Balneotherapie, Elektrotherapie, Lymphdrainagen, Wasserbettmassagen mittels Medijet, Naturfangoanwendungen, Wärme- und Kältetherapie, Ergotherapie.
Medizinisch-berufliche Belastungstestung mit definierten Gewichten zur
Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit.
Wissenschaftlichen Studie der
Universtität Freiburg fortgeführt
Besonderheiten, Projekte und Aktivitäten
Fortführung der wissenschaftlichen Studie der Uni Freiburg (Institut für
Psychologie, Abteilung für Rehabilitation und Psychologie und Psychotherapie) zur Diagnostik, Indikation und Behandlung von psychischen Störungen in der medizinischen Rehabilitation (DIBpS-Transferprojekt – gefördert
von der Deutschen Rentenversicherung Bund).
Durchführung einer Studie zum Metabolischen Syndrom in zwei Gruppen
mit definierter Kostform, wobei eine Gruppe Omega 3-Fettsäuren erhielt,
die andere nicht. Die Ergebnisse werden 2010 vorliegen. Die Ernährungsberatung wurde im Hinblick auf Fettstoffwechselstörungen und Metabolisches Syndrom neu strukturiert.
Fortbildung für Ärzte der Umgebung mit jeweils externen Referenten unter
anderem zu den Themen Spondyloarthritiden, Rheuma und Immunologie,
Fettstoffwechselstörungen.
Die Klinik hat sich auf der Gesundheitsmesse Baden-Baden am 27. September 2009 präsentiert. Diese Messe wurde von MediNet veranstaltet.
Die Kooperation mit der DRK-Klinik und anderen Akutkliniken der Umgebung hat sich bewährt. Bei regelmäßigen Treffen konnte von beiden Seiten
eine hohe Patientenzufriedenheit rückgemeldet werden. Das Osteoporosescreening wird von den Patientinnen und Patienten gut angenommen.
Knochendichtemessungen in Kooperation mit dem Rheumazentrum BadenBaden verlaufen problemlos.
Fortbildungen für manualmedizinische Techniken: insgesamt acht mal für
die SCENAR-Therapie, drei einmalige Fortbildungen im Kompetenznetz
Fettstoffwechsel der Quetheb, vier ärztliche Qualitätszirkel mit niedergelassenen Ärzten und der Gesellschaft IGHH, eine Fortbildung und ein Vortrag für die Rheumaliga.
Baumaßnahmen
Die Umbaumaßnahmen am Haus B wurden begonnen. In enger Abstimmung mit dem Denkmalamt werden der ehemalige Speisesaal und die Küche für die Therapie umgebaut.
Im Erdgeschoss wird künftig die psychologische Betreuung und im Kellergeschoss die Ergotherapie für die Patienten angeboten. Dieser Umbau hatte
2006 begonnen.
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Kliniken
Rehaklinik Am Kurpark, Bad Kissingen
183 Betten, Vergütungssatz Orthopädie/Rheumatologie (einschließlich AR):
117 Euro, Onkologie (einschließlich AR): 118,30 Euro, Neurootologie:
130,80 Euro, behandelte Patientinnen und Patienten: 2.592, Auslastung:
97,42 %
Fachklinik für Rheumatologie, Onkologie und Neurootologie
Indikationen
Degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates, entzündliche Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Erkrankungen der Inneren
Medizin und des Gehör- und Gleichgewichtsorganes (Tinnitus, Schwindel).
Anschlussrehabilitation nach Bandscheibenoperation, Gelenkersatz sowie
Krebserkrankungen mit den Schwerpunkten Brustkrebs, sonstige gynäkologische Tumore, Tumore des Magen-Darm-Traktes, der Schilddrüse und
Blut- sowie Lymphsystemkrebs.
Diagnostik
Spezielles Diagnostiksystem der Rückenmuskulatur, das funktionelle Defizite aufzeigt sowie die Optimierung von Trainingskonzepten und eine Verlaufs- und Ergebnisdokumentation ermöglicht. Kardiologisches Messsystem, Spiroergometrie und Diffusionsmessplatz zur Leistungserfassung des
Herz-Kreislauf-Systems und des allgemeinen Trainingszustandes. Frakturrisikoscreening mit DXA Farbduplexsonographie, einschließlich Echokardiographie, Kapillarmikroskopie, Puls-Photo-Plethysmographie (PPG),
Lichtreflexions-Rheographie (LRR). Balance-X-Sensor-Diagnose-System zur
Beurteilung der neuromuskulären Koordination und Kraftmessung.
Therapie
Bewegungstherapie, Herz-Kreislauf-Training, Krankengymnastik und Sporttherapie, Chirotherapie, Ergotherapie, medizinische Trainingstherapie,
Balneotherapie, Qi Gong, meditatives Tanzen, Körperwahrnehmung, manuelle und apparative KPE (komplexe physikalische Entstauungstherapie),
Gesundheits- und Ernährungsberatung, Diätkochkurse. Chemotherapie inklusive Medikamentenpumpen und Immuntherapie, Stomaschulung, Inkontinenztraining, Biofeedback, Differenzierte Schmerztherapie, Akupunktur.
Erlernbare Bewältigungsstrategien bei Tinnitus, chronischen Schmerzen,
Psychotherapie, Reha- und Sozialberatung.
Etappen-Heilverfahren für Brustkrebspatientinnen
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Klinikspezifische Besonderheiten, Projekte und Aktivitäten
Aufgrund der positiven Ergebnisse der 2006 veröffentlichten Studie zur
„Verbesserung der Lebensqualität bei Brustkrebspatientinnen durch Flexibilität von Reha-Dauer und Reha-Intervallen“ konnte 2009 das EtappenHeilverfahren für Brustkrebspatientinnen nach vier und acht Monaten eingeführt werden.
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88
Erster Rehakongress in Bad Kissingen unter Federführung von Prof.
Monika Reuss-Borst
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Die klinische Phase der 2008 initiierten randomisierten prospektiven Studie zur Effektivität der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei chronischen Rückenschmerzen wurde abgeschlossen, jetzt werden die Daten
ausgewertet.
2009 wurde auch die prospektive Datenerhebung zur Erfassung von Prävalenz und Risikofaktoren der Osteoporose bei Patienten mit Tumorerkrankungen abgeschlossen. Erste Veröffentlichungen wurden vorbereitet und
auf nationalen und internationalen Tagungen vorgestellt.
Das ambulante Therapiekonzept „OsteoPräAktiv“ fand 2009 viermal statt.
Inzwischen konnte auch eine teilweise finanzielle Unterstützung der Patienten durch die Krankenkassen erreicht werden.
Mit ihrer MBO-Kompakt-Woche (Medizinisch Berufliche Orientierung) förderte die Klinik die Integration von Leistungen zur medizinisch-beruflichen
Reintegration ins Berufsleben bereits innerhalb der medizinischen Rehamaßnahme für orthopädische Patienten. 2009 nahmen 325 Patienten erfolgreich teil. Im Juli wurde zusätzlich eine prospektive Datenerhebung
unter allen Teilnehmenden gestartet.
Das jährliche Patienten-Forum fand 2009 zum Thema „Neu und altbewährte Rheuma-Medikamente“ statt und wurde wieder sehr gut angenommen.
Auch die inzwischen traditionelle, gemeinsam mit dem Ärztlichen Kreisverband durchgeführte und von der Ärztekammer zertifizierte Fortbildung
„Update Rheumatologie“ traf bei den Kollegen aus der Region wieder auf
sehr großes Interesse.
Interessant für die Beschäftigten und die Öffentlichkeit war ein Vortrag des
indischen Mediziners Dr. Jobin Jacob Madukkakuzhy zum Thema „Ayurvedische Medizin und ihre Gemeinsamkeiten mit der Medizinischen Rehabilitation“.
Der erste Rehakongress in Bad Kissingen unter Federführung von Prof.
Monika Reuss-Borst zum Thema „Perspektiven und Chancen einer integrativen Onkologie“ vom 26. bis 28. März traf auf bundesweites Interesse.
Die Klinik war 2009 wieder auf den Kissinger Gesundheitstagen präsent
und in enger Kooperation mit der Thoraxklinik-Heidelberg wurde wieder
für mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler die Präventionsveranstaltung
„Ohne Kippe“ angeboten.
Gemeinsam mit dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung und der Rehaklinik Ob der Tauber wurde eine Studie initiiert, mit
der festgestellt werden soll, ob finanzielle Anreize das Behandlungsergebnis adipöser Patienten positiv beeinflussen können.
Baumaßnahmen
Die Balkone, die Tiefgarage, einige Aufzüge sowie der Hang wurden saniert. Ferner wurde die Lüftungsanlage in der Spülküche erneuert. Auch
die Verkehrssicherung im Außenbereich wurde verbessert.
73
Kliniken
Rehaklinik Ob der Tauber, Bad Mergentheim
175 Reha-Betten, Vergütungssatz Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen: 135,10 Euro, Onkologie: 118,30 Euro, behandelte Patientinnen
und Patienten: 2.780, Auslastung: 98,13 %. Sieben Akut-Betten Nuklearmedizin/DRG 2.917,18 Euro, 213 Fälle
Fachklinik für Verdauungs- und
Stoffwechselerkrankungen, Onkologie
Indikationen
Schwerpunkte sind die Behandlung von Stoffwechsel-, Leber-, Galle-, Magen-Darm- und Pankreaserkrankungen, Diabetes und onkologische Nachsorgeleistungen (Mitglied im interdisziplinären Tumorzentrum der Universität Tübingen, Mitglied und zertifizierte Beratungsstelle der Gesellschaft für
Inkontinenzhilfe).
Diagnostik
Gastroenterologische Diagnostik einschließlich interventionelle Endoskopie, sämtliche Untersuchungen zur Erfassung von Diabetes-Folgeerkrankungen, Kardiovaskuläre Diagnostik, Röntgenuntersuchungen (extern),
Laboruntersuchungen, Internistische Zytologie, Lungenfunktionsdiagnostik, Farbdoppler- und Duplexuntersuchungen, Ruhe- und Belastungs-EKG,
Körperlicher Aktivitätstest.
Therapie
Gruppenkurse (Aufklärung über die Erkrankung, Entwicklung eines krankheitsadäquaten Verhaltens, Verbesserung der Krankheitsbewältigung),
strukturierte Schulungsprogramme für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker; psychotherapeutische Einzel- und Gruppentherapie, Motivierungsgruppe für
Alkoholgefährdete und Alkoholkranke, Vorträge, Inkontinenzbehandlung
einschließlich Elektrotherapie, Stoma-Beratung, Lymphdrainage, Fortführung der Chemotherapie, Einleitung einer Schmerztherapie, Balneophysikalische Therapie, Bewegungstherapie, Gestaltungs-, Mal-, und
Tanz-Therapie, Gedächtnis-Training, Ernährungsberatung mit Lehrküche,
physiotherapeutische Einzel- und Gruppentherapie, Massagen, Biofeedback, medizinische Trainingstherapie, Hochtontherapie. Nuklearmedizinische Abteilung: Radio-Jod-Therapie.
Besonderheiten, Projekte und Aktivitäten
Regelmäßige Treffen der Selbsthilfegruppe Inkontinenz und der ILCOSelbsthilfegruppe in der Klinik.
Adipöse Patienten sowie Typ II Diabetiker können zur Festigung des Langzeiterfolges nach sechs und zwölf Monaten noch einmal für eine einwöchige
stationäre Kurzreha in die Klinik kommen (Etappenheilverfahren).
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Forschungsaktivitäten mit
Publikationen in internationalen
Fachzeitschriften
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Seit 1. Oktober 2008 wurden 75 Betten des früheren Personalbaues Gebäude II und des Schulungszentrums Gebäude I an die Deutsche Rentenversicherung Bund vermietet. Mitgenutzt werden auch verschiedene Arzt- und
Funktionsräume, während in der Kooperationsklinik Taubertal umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Ab Februar 2009 wurden
weitere 22 Betten vermietet.
Gemeinsam mit dem RWI (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung) und der Rehaklinik Am Kurpark wurde eine Studie initiiert, mit
der festgestellt werden soll, ob finanzielle Anreize das Behandlungsergebnis adipöser Patienten positiv beeinflussen können.
Im Rahmen der Forschungsaktivitäten wurden 2009 in der Klinik drei Themenschwerpunkte bearbeitet mit Publikationen in internationalen highranking Journals.
Forschungsthema „Körperliche Aktivität, Biomarker und Krebs“: Die Studie untermauert die These, dass durch moderates Training, wie es in der
Anschlussrehabilitation der Klinik den Krebspatienten angeboten wird, tumorbezogene Mechanismen günstig beeinflusst werden können.
Forschungsthema „Untersuchungen zu Diagnostik und Therapie der
Stuhlinkontinenz in der Rehabilitation“: Primärziel dieses Forschungsvorhabens ist es, Patienten mit Stuhlinkontinenz ein individuell angepasstes
Inkontinenzprogramm in der Reha beziehungsweise ambulanten Weiterbetreuung anbieten zu können. Die Ergebnisse wurden in diesem Jahr mehrmals auf nationalen und internationalen Kongressen vorgestellt und werden in Kürze im Scandinavian Journal of Gastroenterology publiziert.
Forschungsthema „Psychoedukation bei Tumorpatienten“: Eine an der
Klinik durchgeführte kontrollierte und prospektive Studie (in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Rehabilitationswissenschaften, Institut für
Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg,
dem Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbund Bayern und
der Hartwald-Rehabiliationsklinik, Bad Brückenau) konnte zeigen, dass
Schulungsprogramme, die die Klinik anbietet, einerseits sehr effektiv sind,
andererseits aber die Form der Vermittlung (interaktiv oder konventionell)
offensichtlich nur eine untergeordnete Rolle spielt. Diese wichtigen Ergebnisse wurden Anfang 2009 in einer renommierten internationalen Fachzeitschrift publiziert.
Im März 2009 fand eine Rezertifizierung durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) statt. Somit ist die Klinik auch weiterhin ein anerkanntes
Diabetes-Schulungszentrum.
Zum 1. Juli 2009 wurde als neuer Chefarzt Prof. Dr. Hans Ruppin bestellt.
Neuer Klinikdirektor wurde Siegbert Heyen.
Baumaßnahmen
Instandhaltungsmaßnahmen im Bereich der Personalwohngebäude, die
von der Deutschen Rentenversicherung Bund angemietet wurden.
75
Rehaklinik Sonnhalde, Donaueschingen
140 Betten; Vergütungssatz: 117 Euro, behandelte Patientinnen und Patienten: 2.224, Auslastung: 99,77 %
Fachklinik für Orthopädie und Innere
Medizin
Indikation
Anschlussrehabilitation nach orthopädischen, unfallchirurgischen und neurochirurgischen Operationen. Behandlung von degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen, akuten Bandscheibenvorfällen, Nervenkompressionen
im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule, Wirbelsäulenverkrümmungen, Gelenkarthrosen, Funktionseinschränkungen und Nachbehandlung
eines akuten Rückenschmerzes.
Diagnostik
Labor, Röntgen, EKG mit Belastungsuntersuchung, Blutdruck- und EKGLangzeit-Messungen, Ultraschalluntersuchungen und Gefäß-Doppleruntersuchungen, Atemfunktionstests und Abklärungsmöglichkeiten bei Apnoeverdacht, Audiometrie. Bei Bedarf werden Spezialeinrichtungen aus der
Umgebung wie niedergelassener Bereich und benachbarte Kliniken in Anspruch genommen. Es besteht eine enge Kooperation mit dem benachbarten Schwarzwald-Baar-Klinikum gGmbH.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Therapie
Physiotherapie, Medizinische Trainingstherapie, Cardiotraining, Ausdauer- und Terraintraining, passiv-physikalische Anwendungen wie Massagen,
Lymphdrainagen, Elektrotherapie und Bäder aller Art, Entspannungstherapien, psychologische Betreuung, Seminare (zum Beispiel Nikotinentwöhnung, Adipositas, Atemschule), Gesundheits- und Ernährungsberatung,
Lehrküche, Chirotherapie, Akupunktur, Neuraltherapie, Reha-Beratung,
schuhorthopädische Versorgung, Prothesen- und Orthesenversorgung.
Großes Interesse an den ambulanten
Stabilisierungsprogrammen
Klinikspezifische Besonderheiten, Projekte und Aktivitäten
2009 war die Entwicklung bei ganztägigen ambulanten/teilstationären
Heilverfahren weiterhin sehr positiv. Es waren insgesamt 281 ganztägig
ambulante Patienten in der Rehaklinik Sonnhalde.
Ebenso hat die Teilnehmerzahl an ambulanten Stabilisierungsprogrammen
(ASP/IRENA) sehr deutlich zugenommen. Waren es 2008 noch knapp über
200 abgeschlossene Verfahren, so lag die Zahl der abgeschlossenen Verfahren im Jahr 2009 bei 326.
Die Firma Daimler hat fünf Präventionswochen und sieben Refresher-Wochenenden über die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
durchgeführt. Erstmalig gab es im Rahmen von „Betsi“ eine Präventionswoche über die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg für die
Karlsruher Verkehrsbetriebe.
In der Klinik treffen sich eine ambulante Herzsportgruppe zur Langzeitrehabilitation für Patienten aus der Region und eine Therapiegruppe der örtlichen Rheuma-Liga. Gesundheitsorientierte informative Veranstaltungen
werden regelmäßig angeboten.
77
Kliniken
Rehaklinik Glotterbad, Glottertal
170 Betten, Vergütungssatz 127,80 Euro, behandelte Patientinnen und
Patienten: 1.608, Auslastung 99,22 % (ohne ganztägig ambulante Fälle)
Fachklinik für Psychosomatik,
Psychotherapeutische und Innere
Medizin
Indikationen
Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimie, Binge eating disorder, Adipositas), funktionelle Störungen (somatoforme Störungen / Somatisierungsstörungen unterschiedlicher Organmanifestationen sowie Tinnitus), chronische Schmerzsyndrome (chronische Wirbelsäulensyndrome, Migräne,
Spannungskopfschmerz, Analgetika-Kopfschmerz, Fibromyalgie), Angsterkrankungen, Depressionen, Zwänge und Persönlichkeitsstörungen, insbesondere Borderline-Störungen, Belastungsreaktionen, posttraumatische
Anpassungsstörungen (andauernde Ängste – Depressionen nach einschneidenden Ereignissen wie Unfällen, Katastrophen, Todesfällen oder bei Reifungskrisen), Mobbing-Erfahrung, Missbrauch von Alkohol, Medikamenten
oder Nikotin in Verbindung mit psychischen und internistischen Erkrankungen, chronisch internistische Erkrankungen, bei denen psychosoziale
Faktoren für die Genese, Verarbeitung und den Verlauf relevant sind (zum
Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Asthma bronchiale und andere Atemwegserkrankungen, Diabetes mellitus).
Diagnostik
Biopsychosoziale Anamnese, körperliche Untersuchungen, klinisches hämatologisches Labor, Ruhe-EKG, Langzeit-EKG, ambulantes RR-Monitoring,
Lungenfunktions- und Blutgasanalyse, Allergie-Diagnostik, SchlafapnoeScreening, abdominelle und Schilddrüsen-Sonographie, Doppler-Echokardiographie, bidirektionale Doppleruntersuchungen, EEG.
Therapie
Biopsychosoziales Behandlungskonzept: Einzel- oder Gruppenpsychotherapie, Störungsspezifische Gruppentherapie für Patienten mit Borderlineund Traumafolgestörungen, Chronisches Schmerz-Syndrom, Depressionen
und Angststörungen sowie Arbeitsplatzkonflikte/Mobbing, Systemische
Paar- und Familientherapie, Entspannungstherapie, Ergotherapie, Gestaltungs- und Kunsttherapie, Physiotherapie mit Gyrokinesis und GyrotonicExpansionssystem, Qi Gong, Medizinische Trainingstherapie, Physikalische
Therapie, Matrix-Therapie, Gesundheits- und Ernährungsberatung, Sportund Bewegungstherapie, Therapeutisches Klettern, Reha- und Sozialberatung, Sozialtherapie, MBO, Berufliche Belastungserprobungen.
Körperorientierte Psychotherapie: Tanztherapie, konzentrative Bewegungstherapie, Funktionelle Entspannung, Musiktherapie.
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2
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88
Tagesklinik bietet ganztägig ambulante Rehabilitation für Patienten mit
psychosomatischen Erkrankungen
Teilnahme an Messen sowie
Veranstaltung von Fortbildungen
und Seminaren
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Besonderheiten, Projekte und Aktivitäten
Tagesklinik Glotterbad: Sie ist der Rehaklinik Glotterbad angegliedert
mit gemeinsamer Leitung und in enger Kooperation im Hinblick auf die
störungsspezifischen Therapiekonzepte der Rehaklinik. Die Tagesklinik
bietet ganztägig ambulante Rehabilitation für Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen. Bei entsprechender Indikation und in Absprache
mit den entsprechenden Kostenträgern sind dadurch auch Kombinationsbehandlungen möglich, und zwar sowohl die Weiterbehandlung von
stationären Patienten im ambulanten Rehabilitationssetting als auch die
kurzfristige Übernahme von Patienten der ambulanten Reha in das stationäre Setting.
Marketing und Veranstaltungen für Dritte: Seminar für die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin als Fortbildung für die Zusatzqualifikation
„Ernährungsmedizin“ im Februar 2009.
Seminar für den Landesverband Baden-Württemberg der Lebenshilfe für
Menschen mit Behinderung e.V. im April 2009.
„Psychosomatische Grundversorgung“: Seminarweiterbildung Allgemeinmedizin, Blockkurse für die Fachärzteweiterbildung zusammen mit der
Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung der Bezirksärztekammer
und der Kassenärztlichen Vereinigung Südbaden im März, Juni und November 2009.
Modellwerkstatt der Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin im April
2009.
Vorlesungen und Praktika für das Fach Psychosomatische Medizin und Psychotherapie für Medizinstudenten der Universität Freiburg.
Gemeinsame Seminare und Fortbildungsangebote zusammen mit der Mobbing-Hotline Baden-Württemberg.
Weiterführung des Verbundprojekts „Berufliche Orientierung und Belastungserprobung in den Rehakliniken Glotterbad und Birkenbuck“ sowie mit
dem Zentrum Beruf und Gesundheit Bad Krozingen.
Teilnahme an den Messen „Gesunde Tage“ in Lörrach sowie an der
„17. Bad Krozinger Gesundheitsmesse“ im Kurhaus Bad Krozingen.
Fortbildung und Seminare mit externen Referenten, unter anderem Traumaseminare im März und Oktober 2009.
Teilnahme am Deutschen Rehatag (September 2009) in Kooperation mit
der Rehaklinik Birkenbuck (Gesundheitslauf).
Regelmäßige Betreuung von Praktikantinnen und Praktikanten in den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie, Psychologie sowie Gesundheitspädagogik (PH Freiburg) und Oecotrophologie sowie Sport- und Bewegungstherapie (Sporthochschule Köln).
Vorstandssitzung der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg
im Mai 2009 im Carlsbau.
Angegliedert ist der Klinik die Mobbing Hotline, die sowohl telefonische als
auch persönliche Beratung bietet.
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Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl, Heidelberg
151 Betten, Vergütungssatz 132,90 Euro, behandelte Patientinnen und Patienten: 2.235, Auslastung: 100 % (ohne ambulante/ganztägig ambulante
Fälle)
Klinik für Innere Medizin, Schwerpunktklinik für Herz- und Kreislaufund Gefäßerkrankungen, Krankheiten der Lungen und Bronchien
Indikationen
Schwerpunktmäßig Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Erkrankungen der Gefäße und Erkrankungen der Atmungsorgane. Mitbehandelt
werden Erkrankungen des Stoffwechsels sowie orthopädische und neurologische Begleiterkrankungen. Vorrangig Anschlussrehabilitation nach
akuter oder chronischer Herzmuskelschwäche, nach Herzinfarkt, Herzoperationen, nach Lungenoperationen, Langzeitbeatmung, exazerbierten
Bronchitiden (COPD) oder Lungenentzündungen, nach Eingriffen an den
Herzkranzgefäßen und nach Implantationen von Herzschrittmachern oder
Defibrillatoren.
Diagnostik
Alle Ultraschallverfahren einschließlich Doppler-, Farbdoppler- und Duplexuntersuchungen von Herz, Gefäßen, inneren Organen und Schilddrüse.
Untersuchung des Herzens von der Speiseröhre aus (TEE), Belastungs-Ultraschalluntersuchung des Herzens (Stress-Echokardiographie), Spirometrie, Blutgasanalysen, Spiroergometrie, gesamte übrige Herzkreislauf-Diagnostik, Schlaf-Pulsoxymetrie, Labordiagnostik, Röntgenuntersuchungen
mit Durchleuchtung des Herzens, der Lungen, des Magen-Darm-Traktes
und des Skeletts.
Therapie
Balneophysikalische Therapie, Bewegungstherapie, angepasstes Ausdauer- und Intervalltraining am Fahrradergometer, Oberkörperergometer
oder Laufband, Terraintraining, Walking, Nordic Walking, Wassergymnastik, Schwimmen, Lymphdrainage, Fußreflexzonenmassage, Atemgymnastik, Inhalationen, Frischoperierten-Gymnastik, Wirbelsäulengymnastik,
Rückenschule, Atemschule, Gefäßgymnastik, Gehtraining, elektrotherapeutische Anwendungen, medizinische Trainingstherapie (MTT) im KraftTrainings-Raum, Gesundheitsunterricht und Vorträge zu kardiologischen,
pneumologischen und ernährungsphysiologischen Themen, spezielle praxisorientierte Diätberatungen und Kochkurse, verhaltenstherapeutische
Gruppentherapie für Adipositas, Rauchen und Stressbewältigung, strukturierte Schulungsprogramme für COPD, Diabetiker, Schulungen in der Selbstmessung der Blutgerinnung in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft
Selbstkontrolle Antikoagulation, psychologische Beratung und Verhaltens-
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
psychotherapie, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach
Jakobson, Qigong, spezielles Herzinsuffizienz–Schulungs–Programm (HIS),
spezielles Therapieprogramm für Lungenhochdruck (PH).
Zusammenarbeit mit der Universität
Heidelberg
Besonderheiten, Projekte und Aktivitäten
Die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Thoraxklinik-Heidelberg
(Prof. Dr. Ekkehard Grünig) und der Selbsthilfegruppe „Pulmonale Hypertonie e.V. Deutschland“ zu einer speziellen Bewegungs- und Atem-Therapie
bei Patienten mit schwerem Lungenhochdruck wurde intensiv weitergeführt. Die guten Behandlungsergebnisse führten wieder zu viel beachteten
internationalen Publikationen.
Zahlreiche Fortbildungsseminare der Akademie für Ganzheitsmedizin und
der damit verbundenen Heilpraktiker-Schule gab es in der Klinik.
Drei zweitägige Kurse zur Selbstmessung der Blutgerinnung (CoaguChek)
fanden für ambulante Patienten statt.
Am 11. März 2009 wurde die Klinik für ihre Teilnahme am Kooperationsprojekt „Nachhaltiges Wirtschaften für kleinere und mittlere Unternehmen“ ausgezeichnet.
Seit Mai 2009 arbeitet die Klinik mit der Universität Heidelberg (Prof. Dr.
Thomas Diepgen) zusammen und behandelt Patienten mit berufsbedingten
Hauterkrankungen (Kostenträger: Berufsgenossenschaft).
Am 20. Juni präsentierte die Klinik in Heidelberg beim Aktionstag „Solidarische Rente“ an einem Infostand in Zusammenarbeit mit dem Regionalzentrum Mannheim die Leistungen der Rentenversicherung zu Prävention
und Reha.
Am 28. Juni nahm die Klinik ihren neuen MTT-Bereich in Betrieb mit einem
Tag der offenen Tür.
Am 6. Juli bescheinigte das Gesundheitsamt der Klinik nach einer Hygienebegehung einen vorbildlich sauberen und ordentlichen Zustand des Hauses
sowie ein gut strukturiertes Qualitätsmanagement.
In Zusammenarbeit mit der IKK gab es im April ein Gesundheitswochenende für Unternehmer und die AOK bot ihren Mitgliedern einen Gesundheitstag in der Klinik an.
Beim Rehatag am 13. September gab es zahlreiche Angebote für die Öffentlichkeit, unter anderem Gehtests, Nordic Walking, Aquabike, Trimlin,
Ergometertraining, Barfußpfad und Achtsamkeitstraining.
An der Herzwoche der Deutschen Herzstiftung beteiligte sich die Klinik am
12. November mit dem Patientenseminar „Herzschwäche (Herzinsuffizienz)“.
Seit November 2009 läuft in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg das Projekt „Heidelberger Kompetenz Training“ (HKT), das
sich für einen gesunden Lebensstil einsetzt. Erfahrungen aus dem Hochleistungssport werden in die Reha übernommen.
Die Ambulante Herzgruppe für Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche wurde weitergeführt und fand großes Interesse.
81
Rehaklinik Überruh, Isny
190 Betten, Vergütungssatz: 115,40 Euro, behandelte Patientinnen und
Patienten: 3.054, Auslastung: 96,8 % und 3,5 % Prävention
Fachklinik für Erkrankungen der
Bewegungsorgane und Innere
Medizin
Indikationen
Erkrankungen der Bewegungsorgane, Innere Medizin (Kardiologie, Krebsnachsorge einschließlich Anschlussrehabilitation, Pneumologie).
Diagnostik
Kardiologische Diagnostik, Röntgenuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen, komplette Lungenfunktionsdiagnostik einschließlich Bodyplethysmographie, Blutgasanalyse, Laboruntersuchungen, spezielle sportmedizinische Leistungsdiagnostik.
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Therapie zielt auf eine langfristige
Veränderung des Lebensstils ab
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Therapie
Bewegungstherapie und Krankengymnastik einzeln und in Gruppen, HerzKreislauf-Training (Schwimmen, Skilanglauf, Radfahren, Wandern), physikalisch/therapeutische Anwendungen (zum Beispiel Bäder, Massagen,
Packungen, Elektrotherapie), Gesundheitsunterricht (Stressbewältigung,
Ernährungsberatung), psychologische Beratung, Trainings- und Schulungsprogramme in stabilen Gruppen für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen (Rücken-Aktivprogramm), mit chronischen Atemwegserkrankungen, mit metabolischem Syndrom und Diabetes Typ 2.
Die Therapie der Klinik zielt auf eine langfristige Veränderung des Lebensstiles ab, um einen nachhaltigen Erfolg der Rehabilitation zu sichern. Ein
Großteil der Patienten leidet an der Zivilisationskrankheit Nr. 1: der Erkrankung des Bewegungsapparates. Erfolgreich ist die Klinik auch bei der
Behandlung von onkologischen, kardiologischen und pneumonologischen
Krankheiten.
Besonderheiten, Projekte und Aktivitäten
Die Rehaklinik Überruh arbeitet in der beruflichen Rehabilitation schon
lange mit dem Stephanuswerk Isny zusammen. Erste Modelle der beruflichen Belastungserprobung im Rahmen der medizinischen Rehabilitation
wurden bereits vor mehr als zehn Jahren gemeinsam entwickelt. Diese Zusammenarbeit wurde im Rahmen der Medizinisch-Beruflichen Rehabilitation wieder aktiviert, so dass die Klinik im Jahr 2009 wieder eine größere
Zahl von Medizinisch-Beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen durchführen
konnte.
Im Rahmen der präventiven Angebote der Klinik wurden gemeinsam mit
der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg die Voraussetzungen für ein bundesweites Pilotprojekt mit der Deutschen Rentenversicherung Bund geschaffen. Das kombinierte stationäre und ambulante Modell
„Betsi“ wurde 2009 wie auch in den Jahren davor schon mit namhaften
Unternehmen umgesetzt.
In Zusammenarbeit mit dem Württembergischen Landessportbund (WLSB)
bietet die Klinik bereits seit vielen Jahren den Übungsleiterlehrgang „Sport
nach Krebs“ an.
Ein besonderes Ereignis war im Juni der Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Klinik. Mehr als 200 Gäste waren dabei. Als Festredner hielt Prof.
Dr. Thomas Wessinghage einen richtungweisenden Vortrag zum Thema
„aktives Altern, Prävention und Rehabilitation“.
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Rehaklinik Klausenbach, Nordrach
125 Betten, Vergütungssatz Orthopädie/Innere Medizin: 117 Euro, Neurologie: 151,30 Euro, behandelte Patientinnen und Patienten: 1.629, Auslastung: 97,83 %
Fachklinik für Innere Medizin,
Neurologie und Orthopädie, Schwerpunktklinik für Hirnfunktionsstörungen (Memoryklinik)
Indikationen
Orthopädische Erkrankungen (zum Beispiel degenerative Gelenkserkrankungen, Bandscheibenerkrankungen, funktionelle muskuloskelettale Beschwerden).
Neurologische Erkrankungen (zum Beispiel degenerative Hirnerkrankungen, Parkinson-Syndrom, Migräne, Spannungscephalgien, Zustand nach
Schlaganfall, Schädel-Hirnverletzungen, Hirntumor-Operationen, Subarachnoidalblutungen, entzündliche Hirnerkrankungen).
Internistische Erkrankungen (zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes mellitus, metabolisches Syndrom, Herzkreislauferkrankungen, schlafbezogene
Atemstörungen).
Kombinationen von orthopädischen, neurologischen und internistischen Indikationen.
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Diagnostik
Klinisches Labor, Röntgen, Sonographie, Echokardiographie, Dopplerund Duplexuntersuchungen der peripheren und zentralen Gefäße, RuheEKG, Langzeit-EKG, Belastungs-EKG, Langzeitblutdruckmessung, SpiroErgometrie, Lungenfunktionsprüfung, Audiometrie, EEG, Langzeit-EEG,
Reizreaktionsuntersuchung der Hör- und Sehbahnen, Untersuchung des
Gleichgewichtsorgans, Messung der Nervenleitgeschwindigkeit, Kreislauffunktionsprüfungen, Posturographie, Untersuchungen von Schlafstörungen,
psychologische, neuropsychologische und psychiatrische Untersuchungen.
Therapie
Physiotherapie, psychologische Beratung, Psychotherapie, neurologische
Therapie, Ergotherapie, Logopädie, Gesundheitsbildung, Hirnleistungstraining, Diättherapie, Freizeit- und Beschäftigungstherapie, Rehaberatung.
Neben der Behandlung der üblichen Risikofaktoren wie arterielle Hypertonie, Nikotinabusus, Alkoholabusus, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus,
Bewegungsmangel, Übergewicht und Schlafapnoe wird auch den regenerationshemmenden Faktoren wie chronische körperliche und psychische
Überforderung sowie Schlafstörungen in der Therapie eine besondere Bedeutung zugemessen.
Spezialtherapien: Hyperbare Sauerstofftherapie, Ganzkörperhyperthermie,
Matrix-Rhythmus-Therapie.
Mehrere Seminare und Fortbildungsveranstaltungen
Besonderheiten, Projekte und Aktivitäten
Seminare zur „Zellbiologischen Regulationstherapie“ hat die Klinik in verschiedenen Blöcken am 14. März, 25. April und 10. Oktober 2009 angeboten.
Auf der Insel Mainau fand am 21. März die 6. Fortbildungsveranstaltung
„Zellbiologische Regulation und Rehabilitationsmedizin“ statt.
Um Quantenphysik und regenerative Medizin ging es am 3. Oktober in der
Klinik: Erfahrungen, wissenschaftliche Grundlagen und praktische Übungen wurden vermittelt.
Im August haben die Arbeiten für den Neubau der MTT, der neuen Eingangshalle und der Zufahrt begonnen. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2010 geplant.
85
Rehaklinik Birkenbuck, Malsburg-Marzell
110 Betten, Vergütungssatz: 112,50 Euro, behandelte Patientinnen und Patienten: 443, Auslastung: 98,53 %
Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen
Indikationen
Hauptindikation: Störungen durch Alkohol; Störungen durch Hypnotika
und Sedativa.
Nebenindikation: Störungen durch Drogen (bei nicht intravenösem Konsum), Störungen durch Tabak, Störungen durch multiplen Substanzkonsum, pathologisches Glücksspiel.
Die Rehaklinik Birkenbuck versteht sich als Kompetenzzentrum für Suchterkrankungen im Netzwerk der baden-württembergischen Suchthilfe.
Das therapeutische Konzept basiert auf der Sicht des betroffenen Individuums als bio-psycho-soziale Einheit und als Mitglied vielfältiger persönlicher,
familiärer und beruflicher Bezugspersonen, die sein Leben (mit-)gestalten.
Suchterkrankungen sind für die Klinik dabei Ausdruck eines gestörten somatischen, psychischen und psychosozialen Gleichgewichts im Einzelnen
und in seinen sozialen Bezugsgruppen. Ziel der Behandlung ist es, dieses
Gleichgewicht im Sinne eines größeren persönlichen Wohlbefindens sowie
sozialer und beruflicher Integration wiederherzustellen. Bei einer analytisch orientierten, systemischen Grundlage umfasst das Therapieangebot
nach einer speziellen Diagnostikphase auch cognitiv-behaviorale Module
und intensive Bewegungs-, Kunst-, Sozial- und Arbeitstherapien.
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Schwerpunkte der Rehaklinik
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Spezielle Schwerpunkte sind die Behandlung von über 55-Jährigen, von
Traumafolgestörungen und Formen struktureller Dissoziation, von Diabetes mellitus, chronischen Erkrankungen der Atemwege sowie chronischen
Schmerzsyndromen insbesondere des Bewegungsapparates. Einwöchige
Belastungserprobungen zur Bestimmung und Förderung der sozialmedizinischen Leistungsfähigkeit werden auch für externe Patientinnen und Patienten (zum Beispiel im Anschluss an ein Heilverfahren) angeboten, auch
bei kardiologischen oder anderen Indikationen.
Diagnostik
Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD), Psychosoziale Diagnostik, EKG, Ultraschalldiagnostik, Lungenfunktionsdiagnostik, Echokardiographie.
Therapie
Psychotherapie in Gruppen und einzelnen (unter anderem Paar- und Familientherapie, Psychotraumabehandlungen, Therapie nach Linehan, Entspannungstraining, computerunterstütztes Hirnleistungstraining).
Medikamentöse Therapie: Sport- und Bewegungstherapie (zum Beispiel
Körpertherapie, Bewegungstraining, Rückenschule, Feldenkrais-Training).
Physikalische Therapie: Ergo- und Kreativtherapie (zum Beispiel Arbeitstherapie, Kunsttherapie, umfangreiches Kurssystem).
Schulung und Beratung (zum Beispiel Gesundheitsbildung, diätetische
Schulung, Reha-Beratung, Sozialtherapie und Sozialberatung).
Leistungen zur medizinisch-beruflichen Rehabilitation (zum Beispiel Arbeits- und Belastungserprobungen).
Intensive Kontaktpflege
Besonderheiten, Projekte und Aktivitäten
Im Jahre 2009 fanden regelmäßige fachliche Fortbildungen mit namhaften
externen Referenten für Mitarbeiter und externe Interessierte statt. Das
Thema „mentalisierungsbasierte Psychotherapie“ fand dabei in der Fachwelt ein großes Interesse.
Durch Besuche regionaler und auch überregionaler Beratungsstellen ist es
gelungen, die bestehenden Kontakte zu intensivieren und neue Kontakte
aufzubauen, was auch der Belegungssicherung dient.
Die Klinik präsentierte sich auf Gesundheitsmessen.
Die Produkte der Arbeitstherapie wurden auf den regionalen Weihnachtsmärkten angeboten.
In einzelnen Kliniken der RehaZentren gGmbH wurde das Projekt „Belastungserprobung“ vorgestellt. In der Rehaklinik Birkenbuck wurden sämtliche Voraussetzungen für die Einführung der Medizinisch-beruflichen Orientierung (MBO) geschaffen.
Im Rahmen des Deutschen Rehatages hat die Klinik auch in diesem Jahr
wieder am 26. September 2009 den 7. Gesundheitslauf am Hochblauen mit
Lauf um den Reha-Cup veranstaltet. Zu diesem Event kamen mehr als 100
Teilnehmende.
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Anhang
Die Deutsche Rentenversicherung vor Ort
(Stand: 31. Dezember 2009)
Internet
www.deutsche-rentenversicherung-bw.de
Hauptsitz Karlsruhe
Gartenstraße 105
76135 Karlsruhe
Telefon 0721 825-0
Fax 0721 825-21229
Postanschrift:
76122 Karlsruhe
Sitz Stuttgart
Adalbert-Stifter-Straße 105
70437 Stuttgart
Telefon 0711 848-0
Fax 0711 848-21438
Postanschrift:
70429 Stuttgart
Karlsruhe
Regionalzentren für Karlsruhe,
Nordschwarzwald und Offenburg
Stuttgart
Regionalzentren für Stuttgart/Böblingen, Esslingen/Göppingen und
Ludwigsburg/Waiblingen
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Regionalzentren
Außenstellen
RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg gGmbH
Kliniken
Im gesamten Land stehen auch 116
Versichertenberaterinnen und -berater
als ehrenamtliche Ansprechpartner zur
Verfügung
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Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Die Regionalzentren und Außenstellen
73430 Aalen
Bahnhofstraße 24-28
Telefon 07361 9684-0
Außenstelle:
89518 Heidenheim
Wilhelmstraße 114 (AOK)
Telefon 07321 34291-0
79100 Freiburg
Heinrich-von-Stephan-Straße 3
Telefon 0761 20707-0
Außenstelle:
79539 Lörrach
Feldbergstraße 16
Telefon 07621 42256-10
74072 Heilbronn
Friedensplatz 4
Telefon 07131 6088-0
76135 Karlsruhe
Gartenstraße 105
Für Karlsruhe: Telefon 0721 825-11916
Für Nordschwarzwald: Telefon 0721 825-11917
Für Offenburg: Telefon 0721 825-11919
Außenstellen:
72250 Freudenstadt
Wallstraße 8
Telefon 07441 86050-0
77652 Offenburg
Okenstraße 27
Telefon 0781 63915-0
75179 Pforzheim
Freiburger Straße 7
Telefon 07231 9314-20
68161 Mannheim
Mozartstraße 3
Telefon 0621 82005-0
88212 Ravensburg
Eisenbahnstraße 37
Telefon 0751 8808-0
Außenstellen:
88045 Friedrichshafen
Riedleparkstraße 1
Telefon 0751 8808-521
72488 Sigmaringen
Antonstraße 9
Telefon 07571 7452-0
72762 Reutlingen
Ringelbachstraße 15
Telefon 07121 2037-0
Außenstelle:
72336 Balingen
Hindenburgstraße 25 (AOK)
Telefon 07433 907201-0
74523 Schwäbisch Hall
Bahnhofstraße 28
Telefon 0791 97130-0
Außenstelle:
97941 Tauberbischofsheim
Pestalozziallee 13-15
Telefon 09341 9217-0
89073 Ulm
Wichernstraße 10 (Bastei-Center)
Telefon 0731 92041-0
Außenstelle:
88400 Biberach
Bahnhofstraße 29
Telefon 07351 580956-0
89
Anhang – Die Deutsche Rentenversicherung vor Ort
78050 Villingen-Schwenningen
Kaiserring 3
Telefon 07721 9915-0
Außenstelle:
78224 Singen
Julius-Bührer-Straße 2
Telefon 07731 8227-10
70437 Stuttgart
Adalbert-Stifter-Straße 105
Für Esslingen/Göppingen: Telefon 0711 848-12201
Für Ludwigsburg/Waiblingen: Telefon 0711 848-12301
Für Stuttgart/Böblingen: Telefon 0711 848-12107
Außenstellen:
73033 Göppingen
Schützenstraße 14
Telefon 07161 96073-0
70197 Stuttgart
Rotebühlstraße 133 (Service im Zentrum)
Telefon 0711 61466-0
Die Kliniken
Therapiezentrum Federsee, Bad Buchau:
Federseeklinik (Moor-Heilbad Buchau gGmbH)
Rehaklinik für Rheumatologie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Innere Medizin, Onkologie und Akutklinik für
Rheumatologie
88422 Bad Buchau
Freihofgasse 14
Telefon 07582 800-0
Rehaklinik Schloss Bad Buchau (Zentrale Klinikbetriebs- und Service GmbH)
Klinik für Neurologie und Psychosomatik
88422 Bad Buchau
Schlossplatz 2
Telefon 07582 807-0
Thoraxklinik-Heidelberg gGmbH, Heidelberg
Thoraxklinik am Uni-Klinikum Heidelberg,
Internistische Onkologie von Thoraxtumoren/Thoraxchirurgie
69126 Heidelberg
Amalienstraße 5
Telefon 06221 396-0
RehaZentren der Deutschen Rentenversicherung
Baden-Württemberg gGmbH
Rotebühlstraße 133
70197 Stuttgart
Telefon 0711 61466-450
90
2
4
9
18
19
48
65
66
88
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Die Versichertenberaterinnen und -berater
der Deutschen Rentenversicherung
Baden-Württemberg
(den Regionalzentren zugeordnet)
Regionalzentrum Aalen
Manfred Bleil
Göppinger Weg 16
89522 Heidenheim
Telefon 07321 955931
Karl Meyer
Brahmsweg 4
73441 Bopfingen
Telefon 07362 6354
Hans-Jürgen Vorbach
Bischof-Fischer-Straße 110/7
73430 Aalen
Telefon 07361 680586
Ronald Weinschenk
Hölderlinweg 4
73460 Hüttlingen
Telefon 07361 971964
Karl-Heinz Wiedmann
Untere Weilerstraße 17
73441 Bopfingen
Telefon 07362 7784
Manfred Wuggazer
Starenweg 7
89567 Sontheim
Telefon 07325 919380
Regionalzentrum Esslingen/
Göppingen
Christa Bittner-König
Grabenstraße 3
72669 Unterensingen
Telefon 07022 64973
Tanja Braunsdorfer
Plochinger Straße 13
73730 Esslingen
Telefon 0172 7230967
Edgar Büchner
Oberhäuserstraße 8
73098 Rechberghausen
Telefon 07161 53595
Reinhard Folwaczny
Rechbergstraße 28
73779 Deizisau
Telefon 07153 26465
Herbert Franke
Lettenackerstraße 4
73207 Plochingen
Telefon 07153 24862
Hans Lang
Nussweg 35
73760 Ostfildern
Telefon 0711 3430107
Herbert Schweikardt
Rechberghäuser Straße 19/1
73035 Göppingen-Faurndau
Telefon 07161 12379
Gerhard Siehler
Richard-Wagner-Straße 23
73329 Kuchen
Telefon 07331 82131
Regionalzentrum Freiburg
Heinz-Joachim Bähr
Tullastraße 5
79395 Neuenburg a. Rh.
Telefon 07631 749231
Hermann Buggle
Marchstraße 12
79211 Denzlingen
Telefon 07666 948296
Wolfgang Fleischer
Am Wald 5
79777 Ühlingen-Birkendorf
Telefon 07747 603
Michael Foellmer
Chesterplatz 6
79501 Lörrach
Telefon 07621 54626
Roswitha Heidmann
Tscheulinstraße 23
79331 Teningen
Telefon 07641 455360
Hans Krix
Schwarzwaldstraße 17
79206 Breisach
Telefon 07667 80186
Norbert Mohr
Ricarda-Huch-Straße 18
79114 Freiburg
Telefon 0761 86926
91
Anhang – Die Versichertenberaterinnen und -berater
Michael Raab
Hammersteiner Straße 28
79400 Kandern
Telefon 07626 9745157
Otto Walz
Adolf-Kolping-Straße 10
74842 Billigheim
Telefon 06265 566
Paul Otto Seemann
Tullastraße 11
76646 Bruchsal
Telefon 07257 6531
Rolf Strohmeier
Belchenstraße 11
79585 Steinen-Höllstein
Telefon 07627 8934
Michael Weiß
Greckengasse 2
74172 Neckarsulm
Telefon 07132 922868
Wolfgang Stadelmann
Umwegerstraße 45
76534 Baden-Baden
Telefon 07223 5554
Peter Zimmermann
Zähringer Straße 325
79108 Freiburg
Telefon 0761 2089033
Regionalzentrum Karlsruhe
Walfried Belschner
Schanzenstraße 37
68794 Oberhausen-Rheinhausen
Telefon 07254 5403
Wolfgang Wackenhut
Waiblinger Straße 1
76228 Karlsruhe
Telefon 0721 4706483
Regionalzentrum Heilbronn
Eugen Brandt
Böhmerwaldstraße 1/2
74821 Mosbach
Telefon 06261 915566
Uwe Böhm
Hölderlinstraße 17
76297 Stutensee
Telefon 07249 7464
Manfred Bulling
Heidelberger Straße 18
74821 Mosbach-Neckarelz
Telefon 06261 63147
Wolfgang Braun
Vorwerkstraße 20
76661 Philippsburg
Telefon 07256 5715
Erwin Fritz
Merkurstraße 2
74821 Mosbach-Diedesheim
Telefon 06261 64027
Rolf-Dieter Häge
Obere Mühlstraße 4
75015 Bretten
Telefon 07252 957953
Elmar Herberich
Rüdentaler Straße 20
74736 Hardheim
Telefon 06283 6448
Reinhard Jung
Berggrundstraße 17
76456 Kuppenheim
Telefon 07222 47085
Joachim Kühner
Bahnhofstraße 13
74072 Heilbronn
Telefon 07131 89809111
Josef Klavora
Carl-Langhein-Straße 6
76229 Karlsruhe-Grö.
Telefon 0721 462040
Vinzens Schäfer
Reisenbacher Straße 8
69427 Mudau-Scheidental
Telefon 06284 1813
Johann Löscher
Birkenstraße 5
76549 Hügelsheim
Telefon 07229 307264
92
Regionalzentrum Ludwigsburg/
Waiblingen
Kurt Albrecht
Mozartstraße 2
71711 Murr
Telefon 07144 3390364
Klaus Bubeck
Frisonistraße 19
70736 Fellbach
Telefon 0174 3292155
Karin Burger
Jasminstraße 5
73614 Schorndorf
Telefon 07181 253246
Annerose Franzkowiak
Fellbacher Straße 10
71640 Ludwigsburg
Telefon 07141 875524
Josef Greb
Wernerstraße 58
71636 Ludwigsburg
Telefon 07141 440406
Karin Heidrich
Rechbergstraße 21
71696 Möglingen
Telefon 07141 991858
2
4
9
18
19
48
65
66
88
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Otto Killet
Mercedesstraße 136
70327 Stuttgart
Telefon 07154 28840
Gerd Reinemuth
Gutenbergstraße 6
69469 Weinheim
Telefon 06201 877479
Melanie Rechkemmer
Enzstraße 21
75417 Mühlacker
Telefon 07231 168415
Wolfgang Nordmann
Silcherstraße 37
73630 Remshalden
Telefon 07181 72696
Roland Ruff
Hauptstraße 8
69251 Gaiberg
Telefon 06223 46500
Marietta Skottke
Nelkenstraße 11
75387 Neubulach
Telefon 07053 7016
Siegfried Schaaf
Rieslingweg 15
71711 Murr
Telefon 07144 21684
Marita Sadek
Am Leimbachring 35
69207 Sandhausen
Telefon 06224 52177
Regionalzentrum Offenburg
Eugen Bilke
Bahnhofstraße 16a
77767 Appenweier
Telefon 07805 99015
Regionalzentrum Mannheim
Jürgen Beckenbach
Carl-Benz-Straße 1
68167 Mannheim
Telefon 0621 721613
Norbert Zimmermann
Ziegelhausener Straße 9
68775 Ketsch
Telefon 0173 3144381
Josef Braun
Ignaz-Heim-Straße 5
77871 Renchen
Telefon 07843 1309
Martin Hambrecht
Große-Ring-Straße 29
69207 Sandhausen
Telefon 06224 83085
Regionalzentrum Nordschwarzwald
Peter Bayer
Panoramaweg 18
72178 Waldachtal
Telefon 07443 7969
Reinhold Oberle
Am Hang 8
77883 Ottenhöfen
Telefon 07842 2806
Reiner Klingbeil-Pronesti
Freiburger Str. 13
69126 Heidelberg
Telefon 0162 9364548
Oswald Geiselmann
Gottlieb-Daimler-Straße 32
72290 Loßburg
Telefon 07446 2480
Alfred Schuler
Friedrichstraße 26
77709 Wolfach
Telefon 07834 9108
Dieter Heinzelbecker
Multring 53
69469 Weinheim
Telefon 06201 14405
Günter Heilig
Höhenstraße 31
75239 Eisingen
Telefon 07232 81171
Willi Weber
Im Häußlersfeld 26
77855 Achern
Telefon 07841 5211
Gerd Helbling
Multring 13-1
69469 Weinheim
Telefon 06201 8463711
Andreas Martin
Königsberger Straße 2
75181 Pforzheim
Telefon 07231 61680
Matthias Zinn
Grabenallee 18
77652 Offenburg
Telefon 0177 2309855
Claudia Lenz
Am Ledigsberg 11
69412 Eberbach
Telefon 06271 5227
Arnold Möhrle
Haselweg 8
72160 Horb-Bildechingen
Telefon 07451 4579
Regionalzentrum Ravensburg
Albert Alle
Friedhofweg 16
88079 Kressbronn
Telefon 07543 7392
93
Anhang – Die Versichertenberaterinnen und -berater
Thomas Bötticher
Gartenstraße 11
88368 Bergatreute
Telefon 07527 4998
Joachim Schmid
Derendinger Straße 53
72072 Tübingen
Telefon 07071 701538
Konrad Weilhart
Haagstraße 12
97900 Külsheim
Telefon 09345 1630
Bernhard Dingler
Hans-Holbein-Straße 1
88074 Meckenbeuren
Telefon 07542 3252
Manfred Schwaiger
Kelterwasenstraße 6
72657 Altenriet
Telefon 07127 33116
Franz-Wolfgang Eckers
Locherhofweg 39
88212 Ravensburg
Telefon 0751 44333
Albert Seiz
Fuchshaldenweg 37
72766 Reutlingen
Telefon 0171 3015538
Regionalzentrum Stuttgart/
Böblingen
Mario Gattari
Willi-Bleicher-Straße 20
70174 Stuttgart
Telefon 0711 2 841974
Heinz Gerster
Am Wasserberg 8
88260 Argenbühl
Telefon 07566 749
Dieter Votteler
Berggasse 15
72762 Reutlingen
Telefon 07121 21153
Hugo Stohr
Schelmengrube 5
72510 Stetten a. k. M.
Telefon 07573 2425
Rolf Zabka
Am Kirchberg 5/1
72770 Reutlingen
Telefon 0170 3380021
Peter Zimmer
Schwanenweg 23
88316 Isny
Telefon 07562 2662
Regionalzentrum Schwäbisch Hall
Heinz Erhardt
Kleincomburger Weg 7
74523 Schwäbisch Hall
Telefon 0791 4994771
Regionalzentrum Reutlingen
Hans Gerber
Heerstraße 12
72800 Eningen
Telefon 07121 87698
Sieglinde Köppler
Ringstraße 10
97959 Assamstadt
Telefon 06294 9116
Christa Hämmerle
Theodor-Fischer-Straße 3
72760 Reutlingen
Telefon 07121 320099
Siegfried Lauckner
Nonnenhof 5
74523 Schwäbisch Hall
Telefon 0791 71251
Martin Renz
Riedgraben 33
72768 Reutlingen
Telefon 07121 66941
Silvia Wagner
Im Loh 73
74523 Schwäbisch Hall
Telefon 0791 6643
94
Joachim Gsell
Sommerhofenstraße 21
71067 Sindelfingen
Telefon 07031 801743
Reinhard Händel
Kindelbergweg 14
71272 Renningen
Telefon 07159 2742
Ernst Jäckle
Rostocker Straße 45
70376 Stuttgart
Telefon 0711 545041
Ilknur Sibel Lettieri
Willi-Bleicher-Straße 20
70174 Stuttgart
Telefon 0711 8878623
Peter Niederlohmann
Schwabstraße 3
71332 Waiblingen
Telefon 07151 562525
Marijan Porobic
Nordbahnhofstraße 36
70191 Stuttgart
Telefon 0711 6599332
Egon Rauschopf
Wallensteinstraße 21
70437 Stuttgart
Telefon 0711 842412
2
4
9
18
19
48
65
66
88
Jochen Tübinger
Gartenstraße 26/1
74369 Löchgau
Telefon 07143 25690
Karl-Heinz Maltig
Brunnengasse 8
78713 Schramberg
Telefon 07422 8598
Regionalzentrum Ulm
Josef Bräutigam
Ahornweg 54
89195 Staig-Altheim
Telefon 07346 8488
Hans Müller
Königsberger Straße 74
78073 Bad Dürrheim
Telefon 07726 216
Gabriele Kübler
Schlierholzweg 18
88400 Biberach
Telefon 07351 76374
Max Müller
Sebaldweg 13
89079 Ulm
Telefon 07346 2347
Ursula Spallek
Klockhstraße 27
88400 Biberach
Telefon 07351 5280615
Regionalzentrum VillingenSchwenningen
Andreas Berger
Holunderstraße 12
78052 Villingen-Schwenningen
Telefon 07720 972711352
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Klaus Oser
Winkelstraße 10
78467 Konstanz
Telefon 07531 64736
Johannes Scholz
Schramberger Straße 9
78054 Villingen-Schwenningen
Telefon 07720 33220
Edgar Wipf
Schrotzburgstraße 36
78244 Gottmadingen
Telefon 07731 74440
Karl Wirth
Panoramastraße 7
78570 Mühlheim
Telefon 07463 7196
Ausgeschieden ist der Versichertenberater Hans Rechkemmer (Regionalzentrum Mannheim).
Johann Blaschke
Schwarzwaldstraße 32
78224 Singen
Telefon 07731 60557
Klaus Dotter
Schaffhauserstraße 6
78183 Hüfingen
Telefon 0771 63526
Rado Kojic
Eigenheimweg 5
78120 Furtwangen
Telefon 07723 4294
95
Anhang
Vertreterversammlung
Vertreter der Versicherten
Stellvertreter für die Sitze 1 – 25
1.
Ralf Kienzler, Au
2.
Adalbert Wieber, Rheinfelden
3.
Gerhard Wick, Geislingen
4.
Sven Göbel, Oberschefflenz
5.
Karl Vogt, Stimpfach
6.
Georg Schuttenberg, Stuttgart
7.
Michael Haberstroh, Stockach
8.
Rolf-Dieter Häge, Bretten
9.
Herbert Franke, Plochingen
10.
Peter Niederlohmann, Waiblingen
11.
Alois Watzka, Remshalden
12.
Birgit Glöckner, Biebelsheim
13.
Gabriele Zängle, Weisweil
14.
Volker Schwab, Pforzheim
15.
Gerhard Frank, Esslingen
16.
Kurt Albrecht, Murr
17.
Anna Singer, Weil am Rhein
Stellvertreter für die Sitze 26 – 30
1.
Leopold Lorenz, Achern
2.
Stefan Wirth, Riederich
3.
Rolf Oetinger, Backnang
4.
Karin Felchle, Gärtringen
5.
Günther Ulm, Creglingen
96
Vertreter der Arbeitgeber
Stellvertreter
1.
Walter Wahl, Mägerkingen
2.
Franz Frhr. von Ulm-Erbach, Warthausen
3.
Rigo Fay, Philippsburg-Huttenheim
4.
Martin Weissbrodt, Bad Säckingen
5.
Rudolf Zimmermann, Ühlingen-Brenden
6.
Utz Geiselhart, Meersburg
7.
Konrad Schmider, Mühlenbach
8.
Dieter Weisshaar, Weinstadt
9.
Emil Schelb, Maulburg
10.
Claudia Schörnig, Tauberbischofsheim
11.
Gunter Czisch, Ulm
12.
Dr. Achim Peer Brucker, Mönsheim
13.
Theodor Häfner, Buchen
14.
Wolfgang Notz, Stuttgart
15.
Christoph Fauser-Leiensetter, Wannweil
16.
Friedrich Stähler, Stuttgart
17.
Adelbert Beck, Weisenbach
18.
Bernd Klug, Freiburg
19.
Egon Weimer, Offenburg
20.
Ralf Hess, Biberach
21.
Johannes-Peter Schmitt, Winden
22.
Hermann Mütsch, Gundelsheim
23.
Klaus Hirth, Steinen
24.
Hans-Werner Zander, Stuttgart
25.
Herbert Bayer, Donaueschingen
26.
Bernd Großhans, Karlsbad
27.
Joachim Dörr, Reutlingen
28.
Martin Riedl, Wendlingen
29.
Josef Handzik, Ludwigshafen
30.
Sara Scheik, Stuttgart
2
4
9
18
19
48
65
66
88
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
Haushaltsausschuss
Vorsitzender: Wolfram Bader
Stv. Vorsitzende: Marion v. Wartenberg
– im jährlichen Wechsel zum 1. Oktober –
Rechnungsprüfungsausschuss
Vorsitzender: Norbert Johnen
Stv. Vorsitzender: Bernhard Renz
– im jährlichen Wechsel zum 1. Oktober –
Vertreter der Arbeitgeber
1. Wolfram Bader
a) Hugo Kunzi
b) Dr. Peter Bümlein
Vertreter der Arbeitgeber
1. Norbert Johnen
a) Mathias Dickemann
b) Willy Mezger
2. Sven Schneller
a) Klaus-Peter Murawski
b) Herbert Gassert
2. Hugo Kunzi
a) Hans-Michael Diwisch
b) Gudrun Stotz
3. Rainer Zeeb
a) Dr. Peter Bümlein
b) Berndt Gugel
3. Ulrich Büchner
a) Frank Porten
b) Walter Filser
4. Hans-Walter Janitz
a) Dr. Johannes Berger
b) Wolf-Dietrich Salwey
4. Michael Hafner
a) Gudrun Stotz
b) Walter Filser
Vertreter der Versicherten
1. Marion v. Wartenberg
a) Christa Hämmerle
b) Hartmut Aiple
Vertreter der Versicherten
1. Karl-Heinz Ziesel
a) Christel Braun
b) Helmut Garbe
2. Erwin Broghammer
a) Dieter Heinzelbecker
b) Alois Watzka
2. Uwe Hildebrandt
a) Gerhard Gottwald
b) Wolfgang Feil
3. Peter Köhler
a) Adalbert Wieber
b) Norbert Riesterer
3. Karl Vogt
a) Claus Schreijäck
b) Helga Müller
4. Reinhardt Schiller
a) Rolf Oetinger
b) Hubert Laudenklos
4. Bernhard Renz
a) Ekkehard Rist
b) Manfred Oswald
97
Anhang
Vorstand
Widerspruchsausschüsse
Versichertenvertreter
Stellvertreter
Karl-Heinz Harbs, Wangen
Joachim Schenk, Reutlingen
N.N.
Clemens Colli, Niedereschach
Kurt Holzweiß, Lenningen
Hans-Jürgen Leidal, Mannheim
Gerd Reinemuth, Weinheim
Friedrich Schwarz, Bad Waldsee
Manfred Hoff, Schorndorf
Jürgen Lindner, Gäufelden
Leistungsbereich 11 – Karlsruhe
W1 RZ Karlsruhe I
Vertreter der Arbeitgeber
Hans, Walter
1. Stv. Johnen, Norbert
2. Stv. Nödl, Michael
Arbeitgebervertreter
Stellvertreter
Thomas Hirner, Gärtringen
Hans-Jörg von Graevenitz, Freiberg
a.N.
Klaus-Dieter Müller, Konstanz
Sabine von Rechenberg, Freiburg
Dr. Raimund Hinsen, Ebringen
Harald Schick, Mühlacker
Roswitha Keppler, Oberreichenbach
Dr. Ursula Theiss, Kusterdingen
Vertreter der Versicherten
Müller, Helga
1. Stv. Belschner, Walfried
2. Stv. Biler, Peter
W2 RZ Freiburg
Vertreter der Arbeitgeber
Hafner, Michael
1. Stv. Hirth, Klaus
2. Stv. Schmider, Konrad
Vertreter der Versicherten
Riesterer, Norbert
1. Stv. Wieber, Adalbert
2. Stv. Laudenklos, Hubert
W3 RZ Offenburg
Vertreter der Arbeitgeber
Großhans, Bernd
1. Stv. Zimmermann, Rudolf
2. Stv. Rupp Cornelia
Vertreter der Versicherten
Renz, Bernhard
1. Stv. Feder, Traugott
2. Stv. Albrecht, Kurt
W4 RZ Nordschwarzwald
Vertreter der Arbeitgeber
Schmitt, Johannes-Peter
1. Stv. Beck, Adelbert
2. Stv. Großhans, Bernd
Vertreter der Versicherten
Daiss, Volker
1. Stv. Volgmann, Ilse
2. Stv. Schwab, Volker
98
W10 RZ Schwäbisch Hall
Vertreter der Arbeitgeber
Gassert, Herbert
1. Stv. Schöppner, Gerhard
2. Stv. Schmitt, Johannes-Peter
Vertreter der Versicherten
Biler, Peter
1. Stv. Ziesel, Karl-Heinz
2. Stv. Wuggazer, Magnus
W11 RZ Heilbronn
Vertreter der Arbeitgeber
Kersten, Nadine
1. Stv. Häfner, Theodor
2. Stv. Kühner, Andreas
Vertreter der Versicherten
Ambrosino, Christina
1. Stv. Feil, Wolfgang
2. Stv. Häge, Rolf
W12 RZ Mannheim
Vertreter der Arbeitgeber
Büchner, Ulrich
1. Stv. Stern, Wolfgang
2. Stv. Franz, Markus
Vertreter der Versicherten
Heinzelbecker, Dieter
1. Stv. Sudadse, Peter
2. Stv. Rohrbach, Lee Roy
W13 RZ Karlsruhe II
Vertreter der Arbeitgeber
Schmitt, Johannes-Peter
1. Stv. Looser, Hans
2. Stv. Großhans, Bernd
Vertreter der Versicherten
Singer, Anna
1. Stv. Zängle, Gabriele
2. Stv. Kienzler, Ralf
2
4
9
18
19
48
65
66
88
Vorwort
Jahresrückblick
Selbstverwaltung
Geschäftsführung
Kundenorientierte Dienstleistungen
Interne Dienstleistungen
Bericht der Personalvertretungen
Kliniken
Anhang
W Ausland A1
Vertreter der Arbeitgeber
Schelb, Emil
1. Stv. Beck, Adelbert
2. Stv. Fay, Rigo
W8 Esslingen/Göppingen II
Vertreter der Arbeitgeber
Bauer, Karoline
1. Stv. Dr. Theiss, Ursula
2. Stv. Braun, Holger-Marco
W16 RZ Ulm
Vertreter der Arbeitgeber
Filser, Walter
1. Stv. von Ulm-Erbach, Franz
2. Stv. Dörr, Joachim
Vertreter der Versicherten
Belschner, Walfried
1. Stv. Broghammer, Erwin
2. Stv. Braun, Christel
Vertreter der Versicherten
Lindner, Jürgen
1. Stv. Josef, Cornelia
2. Stv. Glöckner, Birgit
Vertreter der Versicherten
Ziesel, Karl-Heinz
1. Stv. Watzka, Alois
2. Stv. Wick, Gerhard
W9 RZ Aalen
Vertreter der Arbeitgeber
Schörnig, Claudia
1. Stv. Notz, Wolfgang
2. Stv. Seitz, Engelbert
W17 RZ Ravensburg
Vertreter der Arbeitgeber
Porten, Frank
1. Stv. Hess, Ralf
2. Stv. Wahl, Walter
Vertreter der Versichten
Gottwald, Gerhard
1. Stv. Aiple, Hartmut
2. Stv. Ziesel, Karl-Heinz
Vertreter der Versicherten
Klawitter, Karl
1. Stv. Rist, Ekkehard
2. Stv. Schwarz, Friedrich
W14 RZ Reutlingen I
Vertreter der Arbeitgeber
Wahl, Walter
1. Stv. Götz, Kai-Uwe
2. Stv. Diwisch, Hans-Michael
W18 RZ Villingen/Schwenningen
Vertreter der Arbeitgeber
Goller, Rainer
1. Stv. Hollerbaum, Volker
2. Stv. Dörr, Joachim
Vertreter der Versicherten
Strecker, Karl-Heinz
1. Stv. Colli, Clemens
2. Stv. Hämmerle, Christa
Vertreter der Versicherten
Kienzler, Ralf
1. Stv. Jauch Eberhard
2. Stv. Miller, Marion
W15 RZ Reutlingen II
Vertreter der Arbeitgeber
Looser, Hans
1. Stv. Dörr, Joachim
2. Stv. Götz, Kai-Uwe
W Ausland A 2
Vertreter der Arbeitgeber
Kienzle, Joachim
1. Stv. Gugel, Berndt
2. Stv. Fauser-Leiensetter, Christoph
Vertreter der Versicherten
Broghammer, Erwin
1. Stv. Lindner, Jürgen
2. Stv. Wirth, Stefan
Vertreter der Versicherten
Haberstroh, Michael
1. Stv. Niederlohmann, Peter
2. Stv. Oswald, Manfred
Leistungsbereich 12 – Stuttgart
W5 RZ Stuttgart/Böblingen
Vertreter der Arbeitgeber
Mezger, Willy
1. Stv. Notz, Wolfgang
2. Stv. Gugel, Berndt
Vertreter der Versicherten
Weiler, Elfriede
1. Stv. Volgmann, Ilse
2. Stv. Wolf, Edith
W6 RZ Esslingen/Göppingen I
Vertreter der Arbeitgeber
Wahrenberger, Steffen
1. Stv. Dr. Eisenreich, Albrecht
2. Stv. Braun, Holger-Marco
Vertreter der Versicherten
Frank, Gerhard
1. Stv. Wick, Gerhard
2. Stv. Glöckner, Birgit
W7 RZ Ludwigsburg/Waiblingen
Vertreter der Arbeitgeber
Diwisch, Hans-Michael
1. Stv. Dickemann, Mathias
2. Stv. Mezger, Willy
Vertreter der Versicherten
Albrecht, Kurt
1. Stv. Killet, Otto
2. Stv. Heidrich, Karin
99
Anhang
Die Deutsche Rentenversicherung
Baden-Württemberg
Organisationsstruktur:
(Stand: 31. Dezember 2009)
Leistungsbereiche und Kliniken:
(Stand: 31. Dezember 2009)
100
Impressum
Herausgeber:
Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
Gartenstraße 105, 76135 Karlsruhe
Abteilung Strategie und Kommunikation, Referat Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 0721 825-23800
Internet: www.deutsche-rentenversicherung-bw.de
Redaktion:
Andrea Matt, Christoph Noth
Layout:
Birgit Fernbacher, Andrea Matt
Druck:
Bonifatius GmbH, Druck-Buch-Verlag, Paderborn
Karlsruhe
Gartenstraße 105, 76135 Karlsruhe, Telefon 0721 825-0, Fax 0721 825-21229
Stuttgart
Adalbert-Stifter-Straße 105, 70437 Stuttgart, Telefon 0711 848-0, Fax 0711 848-21438