Was Unternehmer - IHK Bonn/Rhein-Sieg

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Was Unternehmer - IHK Bonn/Rhein-Sieg
April 2014 . A 12041
Ihr Wirtschaftsmagazin von der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg
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Das besondere Unternehmen
Mehr Effizienz wagen
„meine ernte“
vermietet Gemüsegärten auf Zeit
Die Energiewende
im Kleinen
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Neue Wege
bei der Suche nach
Auszubildenden:
ie
25
Mit uns kennt Ihr Erfolg
keine Grenzen.
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Sie haben einen guten Grund,
wir die passenden Ideen!
Editorial
Laut NRW-Fachkräftereport 2013 ist die
Sicherung des Fachkräftebedarfs bereits
heute für die Wirtschaft problematisch.
Ab Seite acht berichten wir über neue
Wege, die Unternehmen einschlagen
können, um sich bei der Suche nach Auszubildenden weitere Zielgruppen – etwa
Studienabrecher, junge Mütter, Zuwanderer oder Menschen mit Handicap – zu
erschließen.
Geschäftsführer Hans Hahne, der in
Bonn, Köln und Umgebung 15 McDonald’s
Restaurants betreibt, macht es vor: Seit
drei Jahren sichert die Hahne Systemgastronomie GmbH mithilfe des Dualen Studiums den eigenen Führungskräftenachwuchs. Lesen Sie ab Seite 18, wie sich bei
dieser Ausbildungsform Praxis und Theorie miteinander verzahnen lassen.
Was mit einer außergewöhnlichen
Geschäftsidee von Wanda Ganders und
Natalie Kirchbaumer vor fünf Jahren begann, wurde zu einem Erfolgsmodell. Das
Bonner Unternehmen „meine ernte“ bietet
inzwischen bundesweit fertig bepflanzte
Gemüsegärten zum Mieten an – mehr darüber ab Seite 22.
Energie aus nachhaltigen Quellen
– der stetige Anstieg der Energie- und
Stromkosten wie auch der Klimawandel
hat viele Betriebe zum Umdenken veranlasst. Am Beispiel zweier Unternehmen
aus der Region Bonn/Rhein-Sieg zeigen
wir ab Seite 25, wie die Energiewende im
Kleinen aussieht.
Nahezu für alle bilanzierenden Unternehmen ist die Nichtbeanstandungsfrist abgelaufen, für den Zeitraum ab 2013
müssen sie eine E-Bilanz abgeben. Ab Seite 28 berichten wir über die Herausforderungen, die Taxonomie und neue Datenformate im Buchhaltungsalltag vieler
Betriebe darstellen.
Im Laufe der Firmenentwicklung
wandeln sich oft die Kompetenzen, die
der Unternehmer oder die Unternehmerin
aufbringen muss. Ab Seite 30 erläutert der
Bonner Unternehmensberater Jan P. Hammersfahr in einem Interview, um welche
Fähigkeiten es sich dabei handelt und warum es so wichtig ist, sie zu beherrschen.
Die CSR-Initiative „Marktplatz Gute Geschäfte“ ist eines der erfolgreichen
CSR-Projekte der IHK Bonn/Rhein-Sieg. In
einer Reportage beschreibt die Journalistin und Inhaberin der „Textwiese“ Ursula
Katthöfer ab Seite 32, welches „Gute Geschäft“ sie als Unternehmerin mit einem
Verein machen konnte.
Ende 2013 lief die mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte CSR-Initiative Rheinland aus. Das Ziel,
gesellschaftliche Verantwortung in den
Unternehmen der Region zu verankern,
konnte die IHK Bonn/Rhein-Sieg gemeinsam mit Partnern erfolgreich umsetzen.
Ab Seite 34 zieht IHK-Pressesprecher Michael Pieck Bilanz und verrät, wie es mit
der CSR-Initiative weitergehen wird.
Viel Spaß beim Lesen.
Borgers GmbH · Stadtlohn · Rödermark · Potsdam
Zentrale: Tel. 0 25 63 - 407- 0
E-Mail: [email protected]
Dr. Hubertus Hille
Dr
Hill
Hauptgeschäftsführer der
IHK Bonn/Rhein-Sieg
Aktuelle Projekte finden
Sie auf unserer Website.
www.borgers-bau.de
Die Wirtschaft April 2014
1
INHALTSVERZEICHNIS
Impressum
Herausgeber: Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg,
Bonner Talweg 17, 53113 Bonn,
Telefon 0228 2284-0, Fax: 0228 2284-170,
E-Mail: [email protected], Internet: www.ihk-bonn.dee
Redaktion und Gestaltung:
Friedhelm Wallnisch, (verantwortlich)
Telefon 0228 2284-132,
E-Mail: [email protected]
Sabine Blome, Telefon 0228 2284-136,
E-Mail: [email protected]
Michael Pieck, Telefon 0228 2284-130,
E-Mail: [email protected]
Redaktion-Fax: 0228 2284-124
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Lothar Schmitz, Ursula Katthöfer, Wilfried Katterbach, Constanze Elter
1
Inhalt / Impressum
2
Aktuelles
4
Titelthema
Neue Wege bei der
Suche nach Auszubildenden
Eine ganze Palette
voller Chancen!
8
Ausgabe: April 2014
Erscheinungsdatum: 15. April 2014
ISSN 0176-9162
Die Hahne Systemgastronomie
GmbH setzt auf das Duale Studium
Zwischen Hamburger-Grill und
BWL-Vorlesung
18
Titelbild: Michael Marasson,
Telefon 02241 332142, Fax: 02241 336006
Cartoon: Ralf Butschkow
Reportagen
Fotonachweis: Marasson, DIHK (2), Deutsche Welle (3), Katthöfer (5), Arbeitsagentur, Schaab PR, IHK (22), Adpic (4), Wodicka, IUBH (2), Stadt Bonn, Rhein-Sieg-Kreis (3), „meine ernte“
T. Ganders (10), Thamm GmbH (3), TETRA GmbH (3), Hammesfahr Consulting (2), VfB, Wanhoff Fotografie (2), Pleuß, Berndt & Brungs (2), Ingenieurbüro Miebach, Print UND Paint, ITB,
SOLEOS, artegic, Rewindo, Deutsch GmbH, Neukirchen (4), Klosterkirche Hennef, Kreissparkasse Köln, Finest & Fancy, meixner & friends, GreenGate, TAB, Haus der Geschichte, BMWi,
WikiCommons, Idenos (2), Volksbank Bonn Rhein-Sieg.
Die mit Namen oder Initialen gekennzeichneten Beiträge geben die Meinung des Autors,
jedoch nicht unbedingt die Ansicht der Kammer wieder.
Besondere Unternehmen
„meine ernte“ vermietet
Gemüsegärten auf Zeit
22
Mehr Effizienz wagen
Die Energiewende im Kleinen 25
Schonfrist vorbei - Abschied
von der Bilanz in Papierform
Die E-Bilanz im Praxistest 28
Nachdruck nur mit Quellenangabe. Für den Nachdruck signierter Beiträge ist die Genehmigung des Verfassers erforderlich. Vervielfältigungen für den innerbetrieblichen Gebrauch
sind gestattet. Die Zeitschrift ist das offizielle Organ der IHK Bonn/Rhein-Sieg und wird
an kammerzugehörige Unternehmen im Rahmen der Mitgliedschaft ohne Erhebung einer
besonderen Bezugsgebühr abgegeben.
Kompetenz der Selbstständigkeit
Was Unternehmer/-innen
können müssen!
30
Hinweis: Bei Fremdbeilagen/-beiheftern und Anzeigen handelt es sich um werbliche Informationen von Anzeigenkunden. Inhalte, Aussagen und Gestaltung von Beilagen/-heftern
liegen allein in der Verantwortlichkeit des Kunden.
CSR: Der Marktplatz
„Gute Geschäfte“ vernetzt
Unternehmen und Vereine
Biete Aquafitness,
suche Pressecoaching
32
Jede Menge Aktivitäten
CSR wird
sichtbar in der Region
34
Verlag, Anzeigen und Druck:
JF. Carthaus GmbH & Co. KG, Stiftsgasse 11, 53111 Bonn
Telefon: 0228 7260-20, Fax 0228 7260-260,
E-Mail: [email protected], Internet: www.carthaus.de
Geschäftsleitung: Dirk-Olaf Stroessel / Vertriebsleitung: Ulrich Gabbe
zur Zeit gültig: Anzeigenpreisliste vom 1. Dezember 2010
Abonnement: Bezugspreis: 18,- Euro jährlich
2
Editorial
Die Wirtschaft April 2014
INHALTSVERZEICHNIS
Neue Wege bei der Suche
nach Auszubildenden
Eine ganze Palette voller Chancen
bietet sich nun jungen Menschen.
Zusätzlich zum traditionellen
Ausbildungsmodell gibt es jetzt
eine Vielzahl besonders geschnürter
Pakete. Dadurch erschließen sich
für Unternehmen zusätzliche
Zielgruppen zur Fachkräftegewinnung
– junge Mütter, Studienabbrecher,
Zuwanderer und Schüler.
8
Unsere Region
Firmenberichte
37
Firmenjubiläum
42
Arbeitsjubiläen
44
Service
Das besondere
Unternehmen
„meine Ernte“ heißt das
Bonner Unternehmen von
Natalie Kirchbaumer
und Wanda Ganders, das
Gemüsegärten komplett
vorbereitet und vermietet.
Und das an 25 Standorten bundesweit.
Für Städter, ohne eigenen
Garten, eine Möglichkeit
selbst angebautes
Gemüse zu ernten.
Standortpolitik
48
Thema des Monats:
Branchenreport Tourismus
49
Multimedia, Gesundheit
50
Umwelt, Innovation
51
International
52
Recht und Steuern
53
Berufsbildung und
Fachkräftesicherung
54
Veranstaltungskalender
55
IHK-Börsen
57
Die E-Bilanz im Praxistest
Bekanntmachungen
58
Nun ist es soweit. Die Bilanzen
die nach
für Wirtschaftsjahre,
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dem 31. Dezember 2012 beginnen,
müssen bei den Finanzämtern in
müs
Form eingereicht
eelektronischer
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werden. Die elektronische
werd
Steuerdatenübermittlung
muss
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eu
sich nun in der täglichen
Praxis bewähren.
IHK Intern/DIHK
Neues aus Berlin und Brüssel
69
Aus der Arbeit des Ehrenamtes 70
Fragen an... Jürgen Berndt
71
Cartoon/Vorschau
72
22
28
Die Wirtschaft April 2014
3
AKTUELLES
Ausländische Fachkräfte
Zwei Jahre
Anerkennungsgesetz
www.Beethoven-Bonn-2020.de
„Accelerando“ für Beethoven 2020
In Sachen Festspielhaus geht es – so scheint es – endlich weiter: Der Rat der Stadt
Bonn hat den Bebauungsplan beschlossen und die Deutsche Post DHL will einen Architektenwettbewerb finanzieren. Wenn alles glatt läuft, könnte das Haus pünktlich
zum 250. Geburtstag des großen Komponisten fertig werden. Zur weiteren Beschleunigung will auch das Netzwerk Ludwig van B beitragen. Auf der neuen Online-Plattform www.Beethoven-Bonn-2020.de sollen sich Bonner Bürger und Bürgerinnen mit
Ideen und Anregungen zum Beethoven-Festspieljahr einbringen und so ein eigenes
2020-Programm mitgestalten. Die Initiatoren wollen so einen möglichst lebhaften
Austausch über das Gesamtprogramm in Gang bringen.
Frühstückstreff am Donnerstag, 22. Mai 2014
Fachkräftebündnis für
bessere Zusammenarbeit Schule-Wirtschaft
Die IHK lädt im Rahmen des Bündnisses für Fachkräfte Bonn/Rhein-Sieg zu einem
Frühstückstreff am Donnerstag, 22. Mai von 8:30 – 10:30 Uhr in das „Hotel Bristol“
nach Bonn ein. Die Veranstaltung ist dem Handlungsfeld „Jugendliche – Übergänge
gestalten“ des Fachkräftebündnisses gewidmet. Dieses Handlungsfeld wird von der
IHK Bonn/Rhein-Sieg und der Agentur für Arbeit Bonn moderiert.
Schwerpunktmäßig soll bei dem Frühstückstreff darüber diskutiert werden, wie
die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft verbessert werden kann.
Es werden circa 70 Teilnehmer erwartet. Anmeldung: Silvia Ermtraud, Tel.: 0228
77-5096, E-Mail: [email protected]
4
Die Wirtschaft April 2014
Eine positive Bilanz zieht die IHK Bonn/
Rhein-Sieg zum zweiten Jahrestag des
Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes
(BQFG), das seit dem 1. April 2012 in Kraft
ist und Fachkräften aus dem Ausland auch
in Deutschland die Möglichkeit einer Anerkennung ihrer Ausbildung oder Qualifizierung gibt. „So ergeben sich neue berufliche
Chancen für die Einzelnen, und unsere
Unternehmen können so auf qualifizierte
Mitarbeiter zurück greifen. Durch das BQFG,
auch Anerkennungsgesetz genannt, gibt
es einen Anspruch auf Überprüfung der
Gleichwertigkeit der im Ausland erworbenen Berufsqualifikation im Vergleich zu
einem deutschen Berufsabschluss“, so IHKGeschäftsführer Jürgen Hindenberg.
Bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg sind insgesamt 219 persönliche Beratungen erfolgt.
Daraus resultierten 63 Anträge, wovon 42
positiv beschieden wurden; davon 28 Mal
die volle Gleichwertigkeit und 14 Mal eine
teilweise Gleichwertigkeit. Weitere Anträge
sind zurzeit noch in Bearbeitung. Bei LerNet
erfolgten 818 Beratungen. Dort findet eine
Erstberatung zu allen ausländischen Abschlüssen statt, inklusive Handwerk, Pflegeberufe, Studium etc.
Die Feststellung der Gleichwertigkeit
ausländischer Abschlüsse im Bereich der
nichthandwerklichen Gewerbeberufe ist
Aufgabe der IHKs. „Damit leisten wir nicht
nur einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland, sondern auch zur
besseren Integration von Migrantinnen und
Migranten in die deutsche Gesellschaft“,
stellt Jürgen Hindenberg fest. Zur Sicherung
gleicher Qualitätsstandards und einheitlicher Verfahren haben die IHKs in Deutschland das bundesweite Kompetenzzentrum,
die IHK FOSA (Foreign Skills Approval), mit
Sitz in Nürnberg gegründet. Die IHK FOSA
(www.ihk-fosa.de) nimmt Anträge auf Anerkennung entgegen und prüft, inwieweit
die ausländischen Qualifikationen mit entsprechenden deutschen Qualifikationen als
gleichwertig eingestuft werden können. Die
IHKs vor Ort beraten Menschen, die Interesse an einer Anerkennung ihres Abschlusses
haben.
Ansprechpartner:
Stephan Münch, Telefon 0228 2284-185,
E-Mail: [email protected]
AKTUELLES
Kontakt plus online
Arbeitsagentur bietet
eService für Kunden
Bequem von zu Hause aus und unabhängig von Öffnungszeiten oder auf Wunsch
vor Ort in der Agentur können Arbeitsuchende und Arbeitgeber künftig über das
Online-Angebot der Arbeitsagentur mit
ihrem Ansprechpartner in Kontakt bleiben und ihre Daten in der Jobbörse pflegen. Auch Vermittlungsvorschläge oder
Bewerbungen können ganz leicht eingesehen werden. Das Ziel: Unbürokratischer
zum neuen Job gelangen oder den passenden Mitarbeiter finden.
„Der neue eService bietet viele Vorteile
für Arbeitsuchende und Arbeitgeber“, so
Manfred Kusserow, stellvertretender Leiter
der Agentur für Arbeit Bonn. „Wir möchten
uns als moderner, kundenfreundlicher
Dienstleister mit zeitgemäßen Zugangswegen präsentieren, bei dem die Kunden von
zu Hause aus Anfragen an die Arbeitsagentur stellen können“, erläutert er.
Arbeitgeber haben die Möglichkeit, in
der Jobbörse ihre freien Stellen zu erfassen
und zu pflegen. Alle Angebote, Termine und
Bewerbungen sind zu jeder Zeit transparent
und einsehbar mit ständigem Zugriff auf
vorgeschlagene Bewerberinnen und Bewerber. Ein persönliches Postfach ermöglicht es
Personalverantwortlichen, sofort auf Vermittlungsvorschläge zu reagieren und mit
der „Call-Me“-Funktion Kontakt zu Bewerbern aufzunehmen.
In Bonn und Siegburg haben Kunden
außerdem in extra eingerichteten Räumen
Gelegenheit zur Datenselbsteingabe (DSE).
Auch diese Variante bietet viele Vorzüge:
Wartezeiten werden verkürzt, weil die
Kunden ihre Daten direkt und persönlich in
ihr Profil eingeben können. Damit haben
sie auch gleich einen Überblick über alle
gespeicherten persönlichen Daten und
können diese entsprechend verwalten, z.B.
die Einschätzung von Stärken und Fähigkeiten. Bei Fragen zur Dateneingabe hilft
ein Mitarbeiter vor Ort weiter. Nach der
Profilerstellung gibt es anschließend die
Möglichkeit, ein Sofortgespräch mit einem
Arbeitsvermittler über Vermittlungschancen zu führen und eventuell erste Jobangebote zu erhalten. Dies ersetzt jedoch nicht
das Erstgespräch beim persönlichen Arbeitsvermittler, bei dem eine intensive und
tiefergehende Beratung erfolgt.
Die Gewinner des Innovationspreises mit den Trophäen: Projektleiter Guido Knipp (3. vl.) mit
dem Team der W. Müller GmbH sowie Stefan Fischer und Uwe Israel (v.r.) von exomission.
Dahinter Jürgen Pütz (Volksbank-Chef), Armin Laschet (CDU-Fraktionsvorsitzender im
NRW-Landtag) und Juryvorsitzender Klaus Borchard (v.l.).
Volksbank verleiht Innovationspreis
Zwei Troisdorfer Unternehmen mit ausgezeichnet
Die Volksbank Bonn Rhein-Sieg hat Ende März im Forum des Volksbank-Hauses den mit
insgesamt 25.000 Euro dotierten Innovationspreis verliehen. Die mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft hochkarätig besetzte Jury hatte 30 Einsendungen nach den Kriterien
Innovationsgrad, Marktfähigkeit, Umweltverträglichkeit und Arbeitsplatzschaffung bzw.
-sicherung zu beurteilen. Der Preis wird seit 1999 im zweijährigen Rhythmus vergeben. Die
Ausschreibung unter der Schirmherrschaft des NRW-Wirtschaftsministers Garrelt Duin war
die achte Auflage des Wettbewerbs. Ausgezeichnet wurden die W. Müller GmbH mit 15.000
Euro und die Exomission Umwelttechnik GmbH mit 10.000 Euro. Die Firma W. Müller GmbH
hat ein innovatives Verfahren der Blasformtechnik entwickelt, das die bisher übliche kontinuierliche Extrusion für bestimmte Anwendungen ersetzen kann. Die Firma exomission bietet
mit ihrer patentierten Kraftstoff-Wasser-Emulsiontechnik (KWE) eine innovative Lösung zur
Ruß-Minderung an, die auch in Schiffen, Lokomotiven oder stationären Großanlagen eingesetzt werden kann, für die die Partikelfiltertechnik unwirtschaftlich ist.
Der gute Zweck läuft mit
5. Bonner Nachtlauf am 18. Juni
Am 18. Juni 2014 startet die 5. Auflage
des Bonner Nachtlaufs. Der Start ist um
21.30 Uhr am Rathenauufer in Bonn.
Der 10-km-Rundlauf wird die Läuferin-
nen und Läufer zunächst 2,2 km entlang
des Rheinufers und auf einer Schleife
durch die Rheinaue führen, bevor es
erneut 2,2 km entlang des Rheinufers
zurück zum Ziel geht. Das Startgeld beträgt 13 Euro – für jeden angemeldeten
Teiln e h m e r
spendet Bonn
läuft!
e.V.
zwei Euro an
„Spor t vereine bewegen
Bonner Kinder”. Nähere Informationen
gibt es unter www.bonn-laeuft.de.
Die Wirtschaft April 2014
5
AKTUELLES
Erster IHK-Fachkräfte-Report
Kostenfreie CSR-Workshop für KMU
Chancen und Risiken für die
Wirtschaft in NRW
Unternehmen übernehmen gesellschaftliche Verantwortung
Zum ersten Mal hat IHK NRW die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage und der
IHK-Ausbildungsumfrage bei mehr als
4.000 Unternehmen zusammengestellt.
Mit dem „Fachkräftereport 2013“ liefert
IHK NRW Unternehmen und politisch Verantwortlichen eine verlässliche Wissensgrundlage und damit ein wichtiges Instrument für zukunftsorientiertes Handeln.
Die Sicherung des Fachkräftebedarfs
für Unternehmen wird immer schwieriger.
Dabei sind allerdings die Branchen und Regionen ganz unterschiedlich betroffen: Einige können die demografische Entwicklung
durch Zuzug abschwächen, andere haben
bereits Engpässe. Bezogen auf ganz NRW
haben heute schon Unternehmen in einigen
Zweigen mit Fachkräftemangel zu kämpfen,
in der Bauwirtschaft etwa oder der Gesundheitswirtschaft. Insgesamt sieht schon
mehr als ein Viertel der Unternehmen den
Fachkräftemangel als Risiko für seine wirtschaftliche Entwicklung an.
Die Unternehmen agieren auf vielfältige Weise, um ihren Fachkräftebedarf zu
sichern: durch mehr Aus- und Weiterbildung
etwa, flexible Arbeitszeitmodelle, die Einstellung älterer Arbeitnehmer oder die
Förderung der Gesundheit der Belegschaft.
Außerdem suchen die Unternehmen früh
den Kontakt zu möglichen Bewerbern: durch
Die IHK Bonn/Rhein-Sieg hat mit ihren
Projektpartnern BetterRelations GbR und
HelpDirect e.V. bis Dezember 2013 ihr Projekt „CSR Initiative Rheinland – Unternehmen und Organisationen gemeinsam
engagiert“ in der Region erfolgreich umgesetzt. „Das Projekt wird trotz zum Jahresende 2013 ausgelaufener Fördermittel
weiter geführt“, sagt IHK-Pressesprecher
Michael Pieck: „Nun geht es daran, ein
CSR-Kompetenzzentrum als Lotsen- und
Vernetzungsplattform für kleine und mittelständische Unternehmen und gemeinnützige Organisationen (NGO) in der Region nachhaltig zu etablieren.“ Dazu sollen
kostenfreie Veranstaltungsformate (siehe
auch Seite 35) beitragen.
Der Fachkräftereport liefert nicht nur
Unternehmen ein wichtiges Instrument für
zukunftsorientiertes Handeln.
das Angebot von Praktikumsplätzen, Kooperationen mit Schulen oder ein verbessertes
Ausbildungsmarketing.
Unternehmen in der Analysephase bietet IHK NRW Hilfestellung. Mit dem Demografierechner NRW können sich Unternehmen Klarheit über die eigene Situation verschaffen. Anhand des Demografierechners
lässt sich individuell und einfach für jedes
Unternehmen zeigen, wann und in welchen
Abteilungen bzw. Berufsgruppen die Altersstruktur zu Problemen führen kann.
Der Fachkräftereport 2013 steht auf
der Homepage von IHK NRW unter www.
ihk-nrw.de zum Download bereit.
IHK-INITIATIVE RHEINLAND-VERKEHRSFACHKONGRESS
„LKW-VORRANGROUTENNETZ RHEINLAND“
Donnerstag, 22. Mai 2014, 11:30 bis 15:00 Uhr
Negative Auswirkungen von LKWs durch Lärm, Abgase, Straßenschäden und
festgefahrene Lkw unter Brücken bzw. engen Straßenquerschnitten belasten sowohl die Kommunen, in denen der Schaden entsteht als auch die Speditionsunternehmen selbst.
Die IHKs im Rheinland haben es sich daher, nach dem Vorbild des Ruhrgebietes, zum Ziel gesetzt, ein LKW-Vorrangroutennetz für die Region zu erstellen, um
eine bessere Navigation zu ermöglichen.
Welche Schritte bei dem Projekt relevant sind, erfahren Unternehmen und
Kommunen im Rahmen des IIR Verkehrsfachkongresses „LKW-Vorrangroutennetz
Rheinland“ am Donnerstag, 22. Mai 2014 von 11:30 – 15:00 Uhr im Sportmuseum
Köln von Akteuren aus Wirtschaft und Verwaltung.
6
Veranstaltungsort:
Deutsches Sport & Olympia Museum, Im Zollhafen 1, 50678 Köln
Informationen:
Eva Eichenberg, Tel.: 0228 2284-145, [email protected]
Weitere Infos:
www.ihk-bonn.de > Standortpolitik > Verkehrspolitik
Die Wirtschaft April 2014
Wussten
schon Sie
...
dass der Kölner Stadt-Anzeiger und die
Kölnische Rundschau einen Teil ihrer Lokalredaktionen zusammenlegen?
Ab dem 1. Juni werden die vier Lokalredaktionen Rhein-Erft, Rhein-Berg, RheinSieg in Siegburg und Euskirchen/Eifel in der
neuen, nicht tarifgebundenen Rheinischen
Redaktionsgemeinschaft gebündelt. Die Redaktionen in Oberberg arbeiteten bereits
zusammen.
Alle Mitarbeiter sollen in die Rheinische Redaktionsgemeinschaft übersiedeln,
an der beide Verlage jeweils die Hälfte halten. Von den insgesamt knapp hundert Stellen fallen 30 weg, übrig bleiben bis Ende
2015 67 Redakteure.
Die Redaktionsleitung liegt bei Cordula
von Wysocki (Rundschau) und Rudolf Kreitz
(seit 1. April Vizechef des Kölner Stadt-Anzeiger).
Nicht davon betroffen sind die Redaktionen in Köln, Bonn und Leverkusen.
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Neue Wege
bei der Suche nach
Auszubildenden:
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Schulabschluss, drei Jahre Ausbildung, einmal
pro Woche zur Berufsschule - das ist der Ausbildungsklassiker. Inzwischen ergänzen viele
neue Wege zu einem qualifizierten Abschluss
das traditionelle Modell: Ausbildung in Teilzeit, Duales Praxisstudium, berufsbegleitende
Sprachkurse. Für die Unternehmen erschließen sich dadurch zusätzliche Zielgruppen, um
Fachkräfte zu gewinnen: Junge Mütter, Studienabbrecher, Zuwanderer und Abiturienten,
denen das reine Studium zu theoretisch ist.
Die Deutsche Welle mit Sitz in Bonn spricht all
diese Zielgruppen an.
Das Tiramisu auf dem Dessert-Buffet im Casino der
Deutschen Welle enthält Mascarpone, Joghurt und
Quark. Eigentlich würde Joghurt reichen, um die
süße Nachspeise nicht allzu mächtig werden zu lassen. Doch dann wäre das Tiramisu zu flüssig. Um es
zu stabilisieren, kommt Quark hinzu. Womit eines
der Rezept-Geheimnisse von Casinoleiter Hermann
Müller gelüftet wäre. Oder?
„Nein“, meint Marc Bergé i García und lacht. „Die
Mengenanteile von Mascarpone, Joghurt und Quark
werde ich nicht verraten.“ Der 22-jährige aus dem katalanischen Dorf Esparreguera hat an diesem Vormittag das Tiramisu für die Casinobesucher vorbereitet.
ig, zuvor war er in
Zur Zeit ist er in der Patisserie tätig,
der warmen Küche. Marc Bergé i García arbeiZ
tet seit Oktober 2013 im Casino. Zunächst
war
2
hat er
er Praktikant, seit dem 1. Januar 2014
h
h.
einen Ausbildungsvertrag als Koch.
panischen
„Wir haben mit unserem spanischen
l
lück
Auszubildenden sehr großes Glück
geB
habt“, sagt Alexandra Fischer, Bereichser Deutleiterin Aus- und Fortbildung der
na
schen Welle. „Er hatte in Barcelona
bereits zwei Jahre Philosophie
studiert und hat sich sehr für
Deutschland interessiert. Als
er kam, konnte er schon gut
Deutsch. Es wird immer besser.“
Die Auszubildenden der
Deutschen Welle kommen aus
aller Welt, zum Stichtag am
1. September 2014 werden es 67 junge Menschen
sein. Das Unternehmen bildet an seinen beiden Standorten Bonn und Berlin Mediengestalter, Kaufleute für
Büromanagement und Fachinformatiker aus.
Geeignete Bewerber finden
Junge Menschen wie Marc Bergé i García sind eine
neue Zielgruppe für Unternehmen, die ihre zukünftigen Fachkräfte selbst heranziehen möchten. „Wir
kooperieren mit der Cambra de Comerç de Barcelona, unter anderem um ausbildungswillige junge
Spanier nach Bonn/Rhein-Sieg zu holen“, erläutert
Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung
und Fachkräftesicherung der IHK Bonn/Rhein-Sieg.
„Auch das Programm ‚The job of my life’ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Bundesagentur für Arbeit spricht gezielt junge Menschen in ganz Südeuropa an, um sie für eine Duale
Ausbildung in Deutschland zu gewinnen.“
Denn die Unternehmen in Bonn/Rhein-Sieg ringen um gute Auszubildende. Handel und Dienstleistungsbetriebe konnten im vergangenen Ausbildungsjahr etwa 30 Prozent der offenen Ausbildungsplätze
nicht besetzen. Im verarbeitenden Gewerbe waren
es sogar 45 Prozent. Entweder fehlten die Bewerber
Herm
Hermann
ma Müller (r.), Leiter
der Deutschen
des Casinos
Cas
C
Welle,
Well
le, arbeitet gerne mit
Marc
M
ar Bergé i García,
einem
Auszubildenden
ein
aus
au Barcelona.
Ausund FortbilA
dungsleiterin
Alexd
andra
Fischer (l.)
a
führt
jährlich zahlf
reiche Bewerbungsgespräche
für die
g
Deutsche Welle.
ganz und gar oder ihre Qualifikation reichte nicht aus.
Das geht aus einer Umfrage zur Fachkräftesicherung
hervor, die die IHK Bonn/Rhein-Sieg im September
2013 veröffentlichte.
„Die Betriebe sind sich des Fachkräftemangels
bewusst. Sie wirken dem entgegen, indem sie Mitarbeiter weiterbilden, mehr ausbilden oder geringer
qualifizierte Mitarbeiter einstellen“, sagt Jürgen Hindenberg. „Teilzeit, Leiharbeit und geringfügige Beschäftigung nehmen zu, das gute Erfahrungswissen
älterer Mitarbeiter wird zunehmend geschätzt. Doch
ohne gut ausgebildeten Nachwuchs geht es nicht.“
Kammerbeste mit 93,66 Punkten
Zwei Kinder, zwei und fünf Jahre alt. Wie soll eine
junge Mutter da noch eine Ausbildung machen? Elvira Asmus aus Bad Honnef hat bewiesen, dass das
geht. Und nicht nur das: Sie hat die gesamte Ausbildungsszene in Bonn/Rhein-Sieg in Staunen versetzt, als sie bei der Abschlussprüfung zur Kauffrau
für Bürokommunikation alle anderen toppte. „Ich
hätte nie erwartet, dass ich mit 93,66 Punkten bei
der Abschlussprüfung Kammerbeste werden würde“,
sagt sie, inzwischen in der Abteilung Finanzwesen
der Deutschen Welle ganztags tätig.
Die Wirtschaft April 2014
9
Kein Abschluss ohne Anschluss
Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit
einem neuen Übergangssystem von der
Schule in den Beruf auf den Fachkräftebedarf reagiert: „Kein Abschluss ohne Anschluss” (KAoA) heißt das Programm, das
Ende 2011 in einigen Kommunen startete
und an dem bis zum Jahr 2016 alle weiterführenden Schulen des Landes teilnehmen
sollen. Ziel ist, jedem ausbildungsfähigen
Schüler eine verbindliche Ausbildungsperspektive zu eröffnen und unnötige Warteschleifen zu vermeiden. Die duale Berufsausbildung soll gestärkt werden. Das
Programm wird aus Mitteln des Europä-
10
ischen Sozialfonds (ESF) gefördert und wird
von allen Partnern des Ausbildungskonsens
unterstützt. „Die Unternehmen spielen bei
KAoA eine wichtige Rolle“, sagt Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung
und Fachkräftesicherung der IHK Bonn/
Rhein-Sieg. „Denn nirgendwo erhalten
Schülerinnen und Schüler einen besseren
Eindruck von der Berufswelt als direkt an
einem Arbeitsplatz. Deshalb rufen wir alle
Unternehmen auf, Plätze für die Berufsfelderkundung zur Verfügung zu stellen.“
Jeder Jugendliche soll von der achten Klasse an drei unterschiedliche Beru-
fe kennen lernen. Dabei muss es sich nicht
um mehrwöchige Praktika handeln. Schon
Schnuppertage, Kurzpraktika und Tage der
offenen Tür mit Mitmachaktionen bieten
viele Informationen. Auch lernen die Jugendlichen viel, wenn Fachkräfte oder Auszubildende ihre Tätigkeiten am Computer
oder an einer Werkbank erläutern. Die Unternehmen profitieren: Sie haben die Chance, Talente zu entdecken, mögliche Auszubildende kennen zu lernen und Kontakte zu
Schulen zu knüpfen. Die Schüler von heute
sind die Fachkräfte von morgen.
www.keinabschlussohneanschluss.nrw.de
Nutzen Sie Ihren
Wettbewerbsvorteil
Stärken Sie den
Fachkräftemarkt
Meine Bitte: Setzen
Sie sich aktiv ein
„Die Unternehmen in Bonn/
Rhein-Sieg blikken
optimistisch in die Zukunft. Grund ist
u.a. die hohe
Konsumneigung
der
privaten
Haushalte. Der
Aufschwung ist
spürbar.
Ich
möchte jedoch
auf ein Risiko hinweisen, dass ich sehr
ernst nehme: Der Fachkräftemangel kann
diesen Aufschwung bremsen. Viele Unternehmen spüren bereits heute, dass sich
nicht genügend geeignete Bewerber für
die Duale Ausbildung finden. Die Lage auf
dem Ausbildungsmarkt wird angesichts
des demographischen Wandels nicht einfacher werden.
Das Programm „Kein Abschluss ohne
Anschluss” bietet den Unternehmen eine
zusätzliche Chance, wettbewerbsfähig zu
bleiben. Es stellt den Kontakt zu jungen
Menschen her, die bereits im 8. Schuljahr
mit der Berufsfelderkundung beginnen.
Darunter könnten Ihre zukünftigen Auszubildenden sein. Daher mein Appell: Schaffen Sie Praktikumsplätze für die Berufsfelderkundung. Es hilft den Jugendlichen,
sich für den geeigneten Beruf zu entscheiden. Und es ist Ihr Wettbewerbsvorteil.“
Wolfgang Grießl
Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg
„Eine funktionierende Zusammenarbeit
von Schule und
Wirtschaft ermöglicht den
Jugendlichen
unserer Region
gute Bildungschancen und
frühzeitige berufliche Orientierung. Ich
rufe deshalb die Unternehmen aller Branchen auf, möglichst viele Plätze für Praktika und Berufsfelderkundungen zur Verfügung zu stellen.
Es gibt gute Gründe! Unternehmen
haben die Chance, ihre Branchen und
Berufe vorzustellen, das Interesse der
Jugendlichen aller Schulformen zu gewinnen sowie Einblicke in die Praxis und
berufliche Entwicklungsmöglichkeiten
zu bieten. Außerdem stärkt frühzeitige
berufliche Orientierung den Fachkräftemarkt und damit die Wirtschaft in der
gesamten Region. Auch der Rhein-SiegKreis stellt zahlreiche Praktikumsplätze
in der Kreisverwaltung und den kreiseigenen Gesellschaften zur Verfügung.
Denn wir sehen uns in gleicher Weise im
Wettbewerb um gut motivierte und gut
ausgebildete junge Menschen.“
„Die Bundesstadt Bonn investiert
seit
Jahren
stark
in die Zukunft
von
Kindern
und Jugendlichen. Dazu gehört auch, dass
junge
Menschen
nach
der
Schule
schnell in Ausbildungsberufe wechseln können. Im Jahr
2008 hat die Stadt Bonn dazu gemeinsam
mit dem Rhein-Sieg-Kreis und starken regionalen Partnern wie der IHK Bonn/RheinSieg den Kooperationsvertrag „Regionales Übergangsmanagement Schule-Beruf“
geschlossen. Elemente des Vertrages sind
zum Beispiel der Kompetenzcheck in den 8.
Klassen und das Programm „Förderung der
Ausbildungsreife“. Die Stadt Bonn nimmt
außerdem seit Ende 2012 am Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“
teil. Unser Engagement kann aber nur dann
erfolgreich sein, wenn wir es gemeinsam
mit den Unternehmen und Betrieben in der
Region verfolgen. Deshalb meine Bitte an
die Wirtschaft: „Setzen Sie sich auch weiterhin aktiv für die berufliche Vorbereitung
der jungen Menschen in der Region ein,
damit sie eines Tages die Fachkräfte sind,
die wir dringend brauchen.“
Jürgen Nimptsch
Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn
Die Wirtschaft April 2014
Frithjof Kühn
Landrat des Rhein-Sieg-Kreises
TITELTHEMA
Ihr Geheimnis: Sie machte ihre Ausbildung in Teilzeit, ihre Arbeitszeit war auf 75 Prozent reduziert.
Dennoch blieben zwei Tage Berufsschule pro Woche,
die vorbereitet werden wollten. „Ich habe Jana und
Max ins Bett gebracht und mich an den Schreibtisch
gesetzt“, erzählt Elvira Asmus. „Abends, wenn alles
ruhig war, konnte ich gut lernen.“ Ihre Lieblingsfächer: BWL und Rechnungswesen.
Die 28-jährige könnte Vorbild sein. „Derzeit sind
uns 72 Frauen und Männer bekannt, die sich in einer
Teilzeitausbildung
befinden.
Diese
Informationen zur TeilZahl soll steizeitausbildung: www.ihkgen“, sagt Marita
bonn.de, Webcode 1688
S chmickler-HerInformationen zu Ausriger, Leiterin der
zubildenden aus Europa:
Agentur für Arbeit
www.thejobofmylife.de
Bonn/Rhein-Sieg.
Ihr geht es darum,
jungen Frauen und Männern mit Familie individuelle
Chancen zu eröffnen.
Der Bildungsträger Vesbe und das Projekt
ModUS (Modulares Unterstützungssystem für Mütter, Väter, Kinder und Betriebe) beim CJD Bonn unterstützen Auszubildende in Teilzeit und solche, die
Elvira
Asmus
machte
ihre Ausbildung
als Kauffrau für
Bürokommunikation in Teilzeit. Mit 93,66 Punkten
in der Abschlussprüfung wurde sie Kammerbeste.
es werden wollen. Die meisten Bewerber sind alleinerziehend und werden vom Jobcenter betreut.
Seitens der Betriebe besteht noch keine Nachfrage, obwohl die Zielgruppe recht groß ist: In Bonn
leben 2.000 Alleinerziehende, im Rhein-Sieg-Kreis
Hermann Hankemeier,
Hankemeier Gruppe
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Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.
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Die Wirtschaft April 2014
11
TITELTHEMA
sind es noch einmal so
viele. Von ihnen könnten
die Unternehmen profitieren. Marita Schmickler-Herriger (r.): „Im Zuge
des steigenden Fachkräftebedarfs dürfen den Unternehmen und damit der
Wirtschaft keine wertvollen Talente verloren
gehen.“
Zweite Chance für
Studienabbrecher
„Relaunch your career“
Verkürzte Ausbildung für Studienabbrecher
Studienabbrecher mit einer verkürzten Ausbildung als Fachkräfte für die
Unternehmen gewinnen, das will das Projekt „Relaunch your career“, ein
Gemeinschaftsprojekt der IHK Bonn/Rhein-Sieg mit den regionalen Hochschulen und der Agentur für Arbeit. Die Studienabbrecherquote in den Bachelor-Studiengängen liegt laut Berufsbildungsbericht 2013 der Bundesregierung bei 28 Prozent. An den Maschinenbau-Fakultäten bricht zum
Teil jeder Zweite sein Studium ab. Andererseits haben die IHK-Unternehmen viele Ausbildungsplätze, die nicht besetzt werden können.
Modellprojekt: Vom
Studienabbrecher zum IT-Experten
Das Modellprojekt der IHK will leistungsfähige Abbrecher aus den
mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Fächern zum „Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (IHK)“ ausbilden. Die Ausbildung
wird auf 18 Monate verkürzt. Vorausgesetzt werden mindestens zwei Semester Studium mit guten Leistungen (20 Credit Points), die auf die Ausbildung angerechnet werden. Die Studienabbrecher verbringen mit vier
Tagen die Woche mehr Zeit im Betrieb als die regulären Auszubildenden.
Die IHK bittet die Unternehmen, ab 1. September Ausbildungsplätze für das Projekt zur Verfügung zu stellen.
www.ausbildung-bn-su.de
Ihr Ansprechpartner: Jürgen Hindenberg,
Telefon 0228 2284-146, E-Mail: [email protected]
12
Die Wirtschaft April 2014
Wertvolle Talente – das können auch Abiturienten
sein, die ihr Studium abgebrochen haben. Davon
gibt es eine ganze Menge: Die Studienabbruchquote liegt in Deutschland bei 23 Prozent im Diplomstudium und bei 28 Prozent im Bachelorstudium.
Das sagt eine Studie der HIS-Hochschul-Informations-Systems GmbH. Bei fast einer halben Million Studienanfängern pro Jahr kann man bundesweit pro Jahrgang mit etwa 100.000 Aussteigern
rechnen.
„Für diese Zielgruppe haben wir gemeinsam mit
der Deutschen Welle ein Modellprojekt entwickelt“,
erläutert Jürgen Hindenberg. Die „Ausbildung als
Fachinformatiker Anwendungsentwicklung für Studienabbrecher“ spricht all die Studenten der Informatik, Mathematik oder Technik an, die das
Studium aus den unterschiedlichsten Gründen geschmissen haben. Sie könnten für IT-Unternehmen
der ideale Nachwuchs sein. Jürgen Hindenberg: „In
der IT-Branche müssen die Unternehmen besonders viel tun, um geeignete Auszubildende zu finden. Mit unserem Modellprojekt öffnen wir ein großes Potenzial, um Abiturienten als Fachkräfte zu
gewinnen.“
Start ist das kommende Ausbildungsjahr (s. Interview mit DW-Verwaltungsdirektor Dr. Reinhard
Hartstein/S. 14). Da die Auszubildenden bereits
viel theoretisches Wissen aus Abitur und Studium
mitbringen, verkürzt sich ihre Ausbildung auf 18
Monate.
Nach insgesamt 30 Monaten ist der Abschluss
als IT-Projektleiter von der IHK auf Bachelorebene
möglich. Voraussetzung für die Teilnahme am Modellprojekt ist, dass die Studienabbrecher mindestens zwei Semester studiert haben und genug Wissen mitbringen, um 20 sogenannte Credit Points zu
erhalten. Ob sie dies tun, bewertet ein fachkundiger
Ausbildungsberater der IHK Bonn/Rhein-Sieg.
„Es gibt viele Wege, um geeignete Auszubildende zu finden“, sagt Aus- und Fortbildungsleiterin Alexandra Fischer. Man muss sie nur gehen.
Ursula Katthöfer, freie Journalistin, Bonn
TITELTHEMA
4 für Sie – die IHK-Ausbildungsberater
ater
Die vier Ausbildungsberater der IHK Bonn/Rhein-Sieg
-Sieg
reits
sind Ansprechpartner für alle Unternehmen, die bereits
ausbilden oder in Zukunft ausbilden möchten. Sie beeantworten alle Fragen zu Fördermöglichkeiten, Ben.
richtsheften, Vergütung, Prüfungen und Zeugnissen.
Zu persönlichen Gesprächen kommen sie unverbindlich und kostenfrei in die Unternehmen. Außerdem vernetzen die Ausbildungsberater die Unternehmen über unterschiedliche Arbeitskreise und
Informationsveranstaltungen.
www.ihk-bonn.de, Webcode 416
Dionysis Kotzias | Hotel und Gaststätten, Finanzen, Logistik und IT-Berufe
Silvia Kluth | Büroberufe, Dienstleister
Gerd Lux | Gewerbl.-technische und Medienberufe
Sybille Bugs | Handel, Lager
Sie haben Ausbildungsplätze. Unsere Ausbildungshotline 0228 228-4444; E-Mail: [email protected]
Inklusionsberatung
Die IHK Bonn/Rhein-Sieg hat ein Projekt gestartet, um Jugendliche
he
en
mit unterschiedlichen Schwerbehinderungen beim Einstieg in den
n
Arbeitsmarkt zu unterstützen. Das Projekt „Implementierung von Indiie
klusionskompetenz“ berät und informiert Mitgliedsunternehmen, die
einen Jugendlichen mit Handicap als Auszubil-denden einstellen möchten. Bei der Beratung
geht es u.a. um Fördermöglichkeiten. Auch
praktische Tipps gehören dazu, etwa das Adressverzeichnis barrierefreier Berufsschulen.
Pro Jahr finden vier Infoveranstaltungen statt, bei denen Unternehmen Best-Practice-Beispiele vorstellen. Der nächste Termin ist der 22. Mai 2014, 14.00
bis 16.00 Uhr in der Weiterbildungsgesellschaft der IHK Bonn/Rhein-Sieg.
Ansprechpartnerin: Susanne Burghardt, www.ihk-bonn.de, Webcode 2442
Die Junge Wirtschaft – Magazin für Berufseinsteiger
Luke Mockridge – das ist doch der charmant verpeilte Sunnyboy und Comedian. Im
vergangenen Jahr hat er den Deutschen Comedypreis als bester Newcomer gewonnen.
Was hat der mit Ausbildung zu tun?
Das und vieles mehr können Schülerinnen und Schüler in
der neuen Ausgabe der Jungen Wirtschaft, dem IHK-Magazin
für junge Berufseinsteiger in Bonn/Rhein-Sieg, lesen. Es informiert über geeignete Bewerbungsunterlagen, die gute Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch und einzelne Berufsbilder.
Die Junge Wirtschaft enthält den Azubi-Atlas. Darin
sind Adressen von ca. 3.000 Ausbildungsbetrieben, die Mitglied der IHK Bonn/Rhein-Sieg sind, nach Berufen sortiert. Von Anlagenmechaniker/in bis Zweiradmechaniker/in.
www.azubi-atlas.de
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Die Wirtschaft April 2014
13
TITELTHEMA
Interview mit Dr. Reinhard Hartstein, Verwaltungsdirektor und stellvertretender Intendant der Deutschen Welle
und Vorsitzender des IHK-Berufsbildungsausschusses.
„Die Deutsche Welle hängt
ab von Bits und Bytes“
Dr. Reinhard Hartstein kam zum 1. Oktober 1992
als Verwaltungsdirektor zur Deutschen Welle.
Seit dem 1. März 2001 ist er zudem stellvertretender Intendant. In der Region ist er vielen Unternehmern als Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses der IHK Bonn/Rhein-Sieg bekannt.
Gemeinsam mit der IHK hat er ein Modellprojekt entwickelt, um Studienabbrechern eine Ausbildung als Fachinformatiker mit der Ausrichtung Anwendungsentwicklung bei der Deutschen
Welle zu ermöglichen.
Bill Gates, Steve Jobs und Larry Ellison sind nicht nur
erfolgreiche Gründer von US-Computerfirmen. Alle
drei haben auch ihr Studium abgebrochen. Sind Studienabbrecher die kreativeren IT-Fachleute?
Studienabbrecher sind eine unterschätzte Zielgruppe.
Gerade im IT-Bereich machen sie erstaunliche Karrieren. Das liegt möglicherweise daran, dass IT-Berufe einen extrem hohen praktischen Bezug haben.
Im Studium hingegen spielt die Theorie eine große
Rolle, die Grundlagen der Informatik sind sehr abstrakt. Dafür sind praktische Typen nicht unbedingt
geeignet. Doch sie sind es, die uns bei der Deutschen
Welle nach vorn bringen. Wir sind ein Betrieb, der wesentlich von IT abhängt. Alles, was über die Leitungen
und Bildschirme geht, sind Bits und Bytes. Wir brau-
14
Die Wirtschaft April 2014
chen Leute, die auch nachts hereinkommen, wenn die
Systeme nicht laufen. Die Fußball-Weltmeisterschaft
wartet nicht, bis unsere IT funktioniert.
Ein Studium abzubrechen erfordert Mut. Andererseits sind Studienabbrecher zunächst einmal gescheitert. Wo sehen Sie ihre Stärken?
Die Alternativen nach dem Studienabbruch sind gering. Daher nutzen Abbrecher ihre zweite Chance oft
hochmotiviert und persönlich gestärkt. Unser Modellprojekt „Ausbildung als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung“ ermöglicht Studienabbrechern
eine verkürzte Ausbildungszeit von nur 18 Monaten.
Ihr Vorwissen aus dem Studium dient als Startvorteil,
um erfolgreich einen neuen Weg einzuschlagen.
Wie lässt sich das eher theoretische Wissen aus der
Uni in den Ausbildungsalltag integrieren?
Das theoretische Wissen ermöglicht das schnellere Erlernen der praktischen Umsetzung. Gerade im IT-Bereich ist abstraktes Denken in der Anwendungsentwicklung notwendig. Wir brauchen Nachwuchs mit einer
hohen Qualifikation. Denn die Nachfrage nach IT-Fachkräften ist zur Zeit enorm, wir stehen in Bonn/RheinSieg im Wettbewerb mit vielen großen Unternehmen.
Mit einer eigenen Ausbildung schaffen wir eine hohe
Bindung an unser Unternehmen. Nachwuchs über Stel-
TITELTHEMA
lenanzeigen zu rekrutieren ist für uns weniger erfolgversprechend, da unsere Systeme sehr speziell sind.
Bereits vorhandene Sprachkenntnisse sind eine Voraussetzung, um die Ausbildung bei uns erfolgreich zu
meistern. In einer Küche muss es zum Teil sehr schnell
gehen, da können nicht noch Vokabeln erläutert werden. Selbstverständlich ermöglichen wir weitere
Sprachkurse.
Eine zweite Zielgruppe für Unternehmen sind Auszubildende aus Südeuropa. Die Deutsche Welle
spricht dort gezielt junge Menschen
an. Warum?
Die Deutsche Welle bilAls steuerfinanzierte Anstalt des
Wo ergeben sich für die Zukunft neue
det 67 junge Menschen
Zielgruppen, die Sie noch für die Ausöffentlichen Rechts übernehmen
aus, darunter Medienbildung erschließen möchten?
wir soziale Aufgaben. Wir bilden
gestalter, Köche, FachJe enger der Markt, umso mehr muss
über Bedarf aus und legen großen
informatiker und Kaufleuman sich um alle Zielgruppen kümWert darauf, jungen Menschen eine
te für Büromanagement.
mern, auch um die Sorgenkinder. Da
Chance zu geben. In Südeuropa
gibt es viel Potenzial. Schüler, die in
sehen wir uns in der gesamtpolider Schule nicht so erfolgreich waren, entwickeln
tischen Verantwortung und haben über unsere
sich im Berufsleben oft zum Guten. Allerdings erforKontakte zur IHK Bonn/Rhein-Sieg und damit zur
dert das für den Ausbildungsbetrieb eine besondeHandelskammer in Barcelona einen jungen Koch
re Mühe. Auch mit der Teilzeitausbildung haben wir
eingestellt. Allerdings bringt so ein Vorhaben einen
fast nur gute Erfahrungen gemacht. Insgesamt müsenormen Aufwand mit sich, von der Wohnungssen wir uns darum kümmern, dass die berufliche Bilsuche bis zum Sprachkurs.
dung in Deutschland mehr Anerkennung findet. Denn
das Duale System ist enorm leistungsfähig.
Deutsch ist nicht einfach. Wie überwinden diese
Ursula Katthöfer
Auszubildenden die Sprachbarriere?
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Die Wirtschaft April 2014
15
TITELTHEMA
Ho
Hotels,
Gaststätten und Systemgastronomie haben es angesichts des Fachkräftem
mangels bei der Suche nach geeigneten
Auszubildenden nicht leicht. Denn Ausbildung und Karrierechancen sind für junge
Menschen weniger attraktiv als in anderen Branchen. Die IHK Bonn/Rhein-Sieg,
die IUBH - School of Business and Mad
nagement in Bad Honnef und das Robertna
Wetzlar-Berufskolleg in Bonn haben daher
We
modellhaftes Duales Studium entwickelt (s.
ein mo
Reportage Seite 18). „Die Wirtschaft“ sprach mit
Reporta
Geschäftsführer der IUBH, über die
Dr. Sven Schütt,
S
Verzahnung von
v Theorie und Praxis im Dualen Studium.
Dr. Sven Schütt: „Unternehmen, die sich talentierte Bewerber
wünschen, müssen in das Duale Studium investieren.“
Duales Studium auf dem Vormarsch
Wirtschaft und Arbeitswelt sind ständig im Wandel. Was heute gelehrt wird, kann morgen schon
veraltet sein. Wie flexibel reagiert die IUBH mit
ihren Studieninhalten darauf?
Das gelingt uns über drei Ansätze. Zum einen verbringen die Studenten in dualen Studiengängen
etwa die Hälfte ihrer Zeit im Unternehmen. So können sie die theoretischen Inhalte direkt in die Praxis
überführen. Zum anderen vermitteln wir Lösungs-
kompetenzen anhand von konkreten Fallbeispielen,
mit denen die Studenten auch zukünftige Fragestellungen in einer schnelllebigen Welt bewältigen
können. Und drittens bleiben wir am Puls der Zeit,
da unsere Lehrenden häufig in der Praxis tätig sind.
So unterrichtet z.B. eine Professorin mit einer halben Stelle Wirtschaftsprüfung und Steuern, ist aber
gleichzeitig Partnerin einer Gesellschaft für Wirtschaftsprüfung.
Duales Studium
Das Interesse von jungen Menschen, aber auch von Unternehmen an
g
dualen Studiengängen
ist weiterhin gewachsen: Die „AusbildungPlus“Datenbank des Bu
Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) verzeichnete im
Jahr 2013 einen Z
Zuwachs von 11,4 Prozent bei der Anzahl dualer Studiengänge für die Erstausbildung.
Erst
Damit gibt es in Deutschland aktuell 1.014
duale Studiengänge
Studiengän für junge Menschen mit Hochschulreife, die noch
keine Ausbildung haben. Hinzu kommen 447 Studiengänge für die Weiterbil
bildung.
Die Zahl der Studierenden stieg von rund 41.000
im Jahr 2004 auf rund 64.000 im Jahr 2013. Mehr als
4
45.000
Unternehmen bieten ein duales Studium an. Die
vo Theorie und Praxis ist das größte Plus eines dualen
Verbindung von
Studiums. Die Vorteile
Vo
für die Unternehmen sind: Ausbildung eigener
Fachkräfte, Einste
Einstellung leistungsstarker Schulabgänger sowie Bindung von
Personal.
Weitere Infos: www.ausbildungplus.de
16
Die Wirtschaft April 2014
TITELTHEMA
Wie viel Praxis wünschen sich Ihre Studenten?
Anfangs wollen sie immer mehr Praxis, als möglich
ist. Im Laufe des Studiums hingegen empfinden sie
die Praxisphasen auch als Belastung. Ein Duales Studium ist eine zeitliche Herausforderung, da sich die
jungen Menschen an zwei neuen Orten zurecht finden müssen, im Studium und am Arbeitsplatz.
Unsere Studierenden stellen immer häufiger die
Frage: Wofür brauche ich das, was ich lerne? Das duale
Studium bietet ein optimales Lernumfeld, in dem akademisches Wissen auf eine praktische Aufgabe angewendet wird. Dabei zeigen Studierende viel mehr
Elan als bei abstrakten Problemen auf dem Papier. Die
Analyse eines Customer-Relation-Managements mit
echten Kundendaten für ein reales Unternehmen motiviert. Das ist der große Vorteil des Dualen Studiums.
Im September 2014 startet das Modellprojekt zur
Systemgastronomie an der IUBH. Wo dürfen die Unternehmen weitere Kooperationen erwarten?
Arbeitsteiligkeit und Komplexität haben in der Arbeitswelt zugenommen. Die Unternehmen müssen
ingenieurgeologie
altlasten
Dr. Sven Schütt,
Geschäftsführer
der IUBH
sich daher darauf einstellen, dass die Duale Ausbildung eine weniger große Rolle spielt.
Das gilt für technische Berufe wie den Mechatroniker ebenso wie für das Marketing oder das
Service-Management im Hotel. Über alle Branchen
hinweg werden mehr junge Leute studieren wollen.
Unternehmen, die sich talentierte Bewerber wünschen, müssen in das Duale Studium investieren. Es
ist das beste Rekrutierungsinstrument für talentierte Nachwuchskräfte.
hydrogeologie
rückbau
abfallmanagement
erdwärme
Die Wirtschaft April 2014
17
TITELTHEMA
Zwischen HamburgerGrill und BWL-Vorlesung
Die Hahne Systemgastronomie GmbH
aus Bonn setzt auf das Duale Studium
„Bei McDonald´s in Bonn lag eine Postkarte: Jobstars, eine Einladung zum IHK-Azubi-Speed-Dating.
Ich dachte, da gehe ich mal hin“, sagt die 17-jährige Niele Gharzai. Gemeinsam mit ihrer Freundin Lisa
Riegel gehört sie zu den 417 Jugendlichen, die an diesem Dienstag Nachmittag ins Bonner Museum Koenig
gekommen sind, um sich einem Ausbildungsbetrieb
vorzustellen. Sie treffen auf 31 Unternehmen, die
zwischen den Vitrinen im zweiten Stock ihre Stände
aufgebaut haben, darunter Aldi Süd, DHL, Hilton, Maritim und Metro. Für jedes Vorstellungsgespräch gibt
es zehn Minuten Zeit. Die hohen Räume des Museums
summen regelrecht, so angeregt sind die Gespräche.
Die IHK Bonn/Rhein-Sieg hat dieses AzubiSpeed-Dating organisiert. Kooperationspartner ist
Hans Hahne, Geschäftsführer der Hahne Systemgastronomie GmbH. Er betreibt insgesamt 15 McDonald´s
Restaurants in Bonn, Köln und Umgebung. Mit Postkarten und Plakaten hat er in seinen Restaurants für
das Speed-Dating geworben. Es ist für sein Unternehmen eine gute Gelegenheit, zukünftige Auszubildende
kennen zu lernen.
Auch bei den Ausbildungsformen
geht
Hans
Hahne
neue
Wege: „Wir machen seit
drei Jahren sehr gute
Erfahrungen mit dem
Dualen Studium, das
die Ausbildung im Betrieb mit einem Studium verzahnt“, sagt
er. „Zwei unserer jungen
Restaurantleiter
haben das Duale StudiHans Hahne,
um absolviert, sie haben
Geschäftsführer der
inzwischen
Waren-,
Hahne Systemgastronomie GmbH.
Personal- und Budget-
Steuer-Tipp für Auszubildende
Ist das Studium Teil einer Berufsausbildung und wird vom Arbeitgeber finanziert, so bleiben die Kosten dafür steuerfrei. Voraussetzung ist allerdings, dass es zu den dienstlichen Pflichten des Auszubildenden zählt, die Hochschule zu besuchen. Auch Studiengebühren zählen in den meisten Fällen nicht als Arbeitslohn und müssen vom Auszubildenden nicht versteuert werden. Der Grund:
Der Betrieb hat ein eigenes Interesse am Studium seines Mitarbeiters, somit entsteht kein Arbeitslohncharakter.
Aber: Stipendien oder Zuschüsse für ein Studium außerhalb des Dienstverhältnisses werden lohnsteuerlich nicht bevorzugt behandelt.
18
Die Wirtschaft April 2014
TITELTHEMA
Die dualen Studenten müssen sich an mehreren Orten zurechtfinden: Im Betrieb, im Berufskolleg und an der IUBH in Bad Honnef.
(Linke Seite) Niele Gharzai und Lisa Riegel stellen sich beim Speed-Dating im Museum Koenig verschiedenen Unternehmen vor. Auch bei
Ilka Franze, Ausbildungsbeauftragte der Hahne Systemgastronomie GmbH, die zu Ausbildung und Dualem Studium bei McDonald´s berät.
verantwortung. Zwei weitere stehen in den Startlöchern, um Restaurants zu übernehmen.“ Über das
Duale Studium sichert das Unternehmen seinen Führungskräftenachwuchs.
Richtige Temperatur einer Tomate
In einem Seminarraum des Museums Koenig haben
Hotels und Gastronomiebetriebe ihre Infotische aufgebaut. Hier berät Ilka Franze, Restaurant-Managerin
und Ausbildungsbeauftragte der Hahne Systemgastronomie GmbH, Jugendliche und junge Erwachsene zur
Karriere bei McDonald´s. Einige Interessenten er-
scheinen top-gestylt zum Vorstellungsgespräch, die
Bewerbungsmappen sind gewissenhaft zusammen
gestellt. Duale Ausbildung oder Duales Studium? Die
jungen Leute haben die Wahl, Ilka Franze hat zu beiden Wegen Broschüren ausgelegt. Das Duale Studium
stößt auf größeres Interesse. „Das Studium ist attraktiv, weil es gute Karrierechancen bietet. Außerdem
übernehmen wir die Studiengebühren, das motiviert“,
sagt sie.
Die Praxisanteile des Dualen Studiums sind groß.
Die Studenten sind an drei Tagen in der Woche im Unternehmen und lernen die Küchenabläufe, die Rezepte,
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TITELTHEMA
startet das Modellprojekt „Ausnung kennen. Auch praktische
bildungsbegleitendes Duales StuInhalte stehen auf dem AusbilVon Bonn bis Krefeld, von Aachen
dium
Betriebswirtschaftslehre
dungsplan. Dazu gehören das
bis Wuppertal – im Rheinland bieSystemgastronomie“, das die IHK
Reinigen des Grills am Abend,
ten zahlreiche Hochschulen Duale
Bonn/Rhein-Sieg, die IUBH und
das Befüllen der Eis- und ShakeStudiengänge an. Über die einzeldas Robert-Wetzlar-Berufskolleg
maschinen am Morgen und die
nen Fächer informiert die Webseite
gemeinsam entwickelt haben. Ziel
richtige Temperatur einer Tomader rheinischen Industrie- und Hanist nach zweieinhalb Jahren die
tenscheibe, bevor sie auf einen
delskammern:
Abschlussprüfung vor der IHK und
Burger gelegt wird.
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nach dreieinhalb Jahren der BaAn den beiden übrigen Tagen
chelor of Arts.
der Woche gehen die dualen Stu„Grundsätzlich bieten wir den Studenten viele Ondenten zur Berufsschule sowie zur Universität.
line-Elemente zu Kosten- und Leistungsrechnung, Personalwesen und Controlling an“, erläutert Fabian WagModellprojekt in Bad Honnef
ner, stellvertretender Head of Department Marketing/
Bisher besuchen die dualen Studenten der Hahne SysSales/Study Advisory Services. „Das E-Learning hat
temgastronomie GmbH eine Hochschule in Köln. Vom
den Vorteil, dass jeder Student seine Lernzeiten den Arkommenden September an wird es die IUBH School of
beitszeiten im Betrieb anpassen kann.“ Außerdem bieBusiness and Management in Bad Honnef sein. Dann
tet die IUBH Präsenzveranstaltungen an, in denen die
Studenten sich treffen und austauschen, um das Gelernte zu vertiefen.
Ihr Ansprechpartner
Weitere Informationen:
A. Dionysis Kotzias,
www.ihk-bonn.de, Webcode 1580
Telefon 0228 2284-155,
E-Mail: [email protected]
Ursula Katthöfer, freie Journalistin, Bonn
Neuer Ausbildungsberuf: Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement
Unternehmen, die im neuen Beruf Kaufmann/-frau für Büromanagement zum
1. August 2014 Ausbildungsverträge abschließen möchten, können dies jetzt tun.
Die rechtlichen Grundlagen wurden am
17. Dezember 2013 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht (BGBl Teil I, Nr. 72
vom 17.12.2013). Die Kaufleute für Büromanagement übernehmen Assistenzaufgaben, koordinieren Termine und bereiten
Besprechungen sowie Präsentationen vor.
Sie sind fit in der Informationsverarbeitung, wenden Buchungssysteme an und
achten auf Datenschutz und -sicherheit.
Kaufmann/-frau für Büromanagement
(Zwei Wahlqualifikationen á fünf Monate sind zu wählen)
20
Die Wirtschaft April 2014
Das neue Berufsbild ersetzt sowohl
den Bürokaufmann als auch den Kaufmann für Bürokommunikation und den
Fachangestellten für Bürokommunikation. Diese Ausbildungen wurden novelliert
und zu einer einzigen Ausbildung zusammengeführt. Allerdings können Unternehmen zwischen zehn unterschiedlichen Wahlqualifikationen wie Personal,
Rechnungswesen, Einkauf, Vertrieb und
Öffentlichkeitsarbeit differenzieren. In
jedem Ausbildungsvertrag müssen zwei
Wahlqualifikationen festgelegt werden. Leistungsstarke Auszubildende können eine dritte Qualifikation wählen. Die
Wahlqualifikationen werden hauptsächlich im Betrieb ausgebildet. In der Berufsschule werden 13 identische Lernfelder für alle Auszubildenden unterrichtet.
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die
Abschlussprüfung gliedert sich in zwei
Teile. Der erste Teil findet in der Mitte
des zweiten Ausbildungsjahres statt, der
zweite Teil zum Ende des Jahres. Die Zwischenprüfung entfällt.
Schlossallee
AUF EIN WORT
Auf die richtige
Mischung
kommt es an
Der Kampf um die besten Nachwuchskräfte tobt. Die politischen Aktivitäten, Jugendliche in Ausbildung zu bringen, nehmen in den letzten Jahren zu.
„KAoA“ heißt die Zauberformel: „Kein
Abschluss ohne Anschluss“. Berufsorientierung ist hier gefragt, und weder
Sie noch wir dürfen uns entziehen
– daher bieten Sie bitte Berufsfelderkundungen an.
Aber haben Sie manchmal nicht
auch das Gefühl, dass genau die Schulabgänger, die wir gerne im dualen System hätten, „keinen Bock“ auf Ausbildung haben und lieber an den
Berufskollegs Abitur machen, um dann
zu studieren? Deshalb in „dumpfes Brüten“ verfallen? Nein, sondern Bewerber
dort abholen, wo sie stehen: also Studienabbrecher, junge Mütter, Menschen
mit Handicap oder Zuwanderer als Zielgruppen für Ausbildung ansprechen.
Vielleicht möchten Sie auch mit
einer Hochschule ein duales Studium
anbieten.
Dies bedeutet: Sie müssen Ihr Recruitment, Ihr Werben für Ausbildung
auf mehrere Füße stellen. Auch wenn
bei der Arbeitsagentur zur Zeit noch
über 5.500 Jugendliche suchend gemeldet sind, wird es für Sie komplexer. Vielleicht ein wenig teurer – aber
nichts kostet Sie mehr als fehlende
Fachkräfte. Dies wissen Sie ja längst
alles selbst, denn sonst würden unsere
Umfragen nicht zu dem Ergebnis kommen, dass Aus- und Weiterbildung für
Sie das Instrument zur Fachkräftesicherung ist.
Lassen Sie den Aussagen also auch
Taten folgen. Mischen Sie verschiedene Rekrutierungswege. Apropos –
mischen: Auf die richtige Mischung
kommt es an. Das leichte Tiramisu aus
dem Casino der Deutschen Welle hat
das Verhältnis 2/3 Mascarpone, 1/6 Joghurt und 1/6 Quark. Mischen Sie mit
– sichern Sie sich Ihren Nachwuchs.
6x
Jürgen Hindenberg,
Geschäftsführer Berufsbildung und
Fachkräftesicherung
der IHK Bonn/Rhein-Sieg
Jürgen Hindenberg, Telefon 0228 2284-146, E-Mail: [email protected]
Gertrud Auf der Mauer, Telefon 0228 2284-147, E-Mail: [email protected]
im Jahr - alle zwei Monate im Handel erhältlich.
Pflanzen, wässern, jäten, ernten
Das Bonner Unternehmen „meine ernte“ vermietet Gemüsegärten auf Zeit
Natalie Kirchbaumer und Wanda
Ganders (oben v.l.)
hatten 2009
die Idee, Städtern
das Gärtnern zu
ermöglichen.
Ernteglück – die
kleine Bonnerin
Bella mit einer
Zucchini, wie man
sie im Laden nicht
kaufen kann.
22
„Die Zucchini waren eine Riesenüberraschung. Mir
war nicht klar, dass man aus einer einzigen Pflanze
den ganzen Sommer über 60 Zucchini ernten kann.“
ewor
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or
den.
den
de
n.
Heiner Caspers ist zum Hobby-Gärtnerr g
geworden.
„Kopfsalat haben wir etwas übermütig angebaut. Da alle Salate auf einmal geerntet werden mussten, konnten wir die ganze Nachbarschaft
versorgen.“
Heiner Caspers hat sich im vergangenen Sommerhalbjahr zum ersten Mal einen Gemüsegarten gemietet. „Wir wollten ökologischer leben
und essen“, sagt der Ehemann und
Vater von drei Töchtern. Bis zu dreimal in der Woche ist er zu seinem
Garten gefahren, um zu wässern, zu
jäten und Schädlinge zu vertreiben.
Die Ernte war reichlich.
„meine ernte“ heißt das Bonner
Unternehmen, das die Gemüsegärten
komplett vorbereitet und vermietet.
Die Wirtschaft April 2014
„Bevor wir die Gärten an die Mieter übergeben, säen
und pflanzen wir über 20 Gemüsesorten und Blumen“, erzählt Wanda Ganders, eine der beiden Gründ
de
eri
rinn
inn
nnen
en und
und
d Geschäftsführerinnen. „Dazu gehören
derinnen
Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren, Erbsen, aber auch weniger bekannte Gemüse wie Pastinaken und Mangold.“
Wanda Ganders sitzt an einem
großen Holztisch im Hofladen des
Bornheimer Biobauern Leonhard
Palm. Hinter dem Gebäude liegt eine
der Flächen, die sie in wenigen Wochen an ihre Mieter übergeben wird.
In Parzellen eingeteilt sind die Gemüsegärten 45 oder 85 Quadratmeter groß und kosten für eine Saison 179 bzw. 329 Euro. Wie hier in
Bornheim sind alle Gärten in oder
nahe bei Großstädten. „So bieten wir
Städtern, die keinen Platz für einen
eigenen Garten haben, selbst angebautes Gemüse.“
REPORTAGE
Außerdem sorgt „meine ernte“ dafür, dass Wassertanks und ein Schuppen mit Gartengeräten und Gießkannen bereitstehen. Kleine Schilder an den Beeten
klären die Mieter darüber auf, was da wächst. „Ich
hatte vom Gemüseanbau anfangs keine Ahnung“, gibt
Heiner Caspers gerne zu. „Bei all den kleinen grünen
Pflänzchen war ich für die Schilder sehr dankbar.“
Hopp oder Top
Die Idee zu „meine ernte“ entstand an einem Sommertag 2009 auf dem Balkon von Natalie Kirchbaumer,
der Studienfreundin und früheren WG-Mitbewohnerin von Wanda Ganders. Mit Schrecken erinnerten
die beiden Betriebswirtinnen sich an die Stressphasen während ihres gemeinsamen Studiums. Zwischen Vorlesungen, Lerngruppen und
Klausuren hatten sie hastig
und ungesund gegessen. „Auf
dem Balkon wurde uns klar,
dass unsere Ansprüche ans
Essen sich verändert hatten.
Wir überlegten, dass auch andere Menschen gesund leben
und sich sogar selbst mit Lebensmitteln versorgen möchten“, erzählt Wanda Ganders. „Also hatten wir die Idee, Landwirte zu fragen,
ob sie Gärten vermieten würden.“
Den beiden Gründerinnen wurde schnell klar, dass
ein Unternehmen wie „meine ernte“ sich nicht nebenbei aufbauen lässt. „Es hieß Hopp oder Top. Wir haben
noch im gleichen Sommer unsere festen Arbeitsplätze gekündigt.“ Im Frühjahr 2010 ist „meine ernte“ mit
sechs Standorten gestartet, inzwischen sind es bundesweit etwa 25. Das Unternehmen kooperiert jeweils mit Landwirten oder Gartenbaubetreibern, die
ein Stück ihres Landes verpachten. Außerdem beraten
die Landwirte in regelmäßigen Gärtnersprechstunden
die Hobbygärtner. Dann geht es zum Beispiel um den
richtigen Zeitpunkt für die Buschbohnenernte oder
das Ansetzen einer Brennnesselbrühe gegen Läuse.
Weniger Risiko, mehr Umsatz
Der Bornheimer Leonhard Palm gehörte zu den ersten
Bauern, die über „meine ernte“ ein Stück ihres Landes
an Gemüsegärtner aus der Stadt vermieteten. „Wir
möchten zeigen, wie regionale Lebensmittel erzeugt
werden“, sagt der Biobauer, der in lehmigen Stiefeln
Bildleiste rechts: Ende April - Saisoneröffnung im
Vorgebirge. Die Gemüsegärten werden in langen
Reihen angepflanzt. Jeder Gärtner mietet eine Fläche
von 45 oder 85 Quadratmetern. Die Mieter kommen
ein- bis zweimal pro Woche, um zu wässern, zu hacken und zu ernten. Wer sich nicht sicher ist, was da
wächst, kann nachlesen.
Die Wirtschaft April 2014
23
REPORTAGE
Gemüsebox
Wer einen Garten, Balkon oder Terrasse hat, kann
die Gemüsegarten-Box mit einer Grundausstattung fürs Hobbygärtnern
b
bestellen.
Die Box enthält zehn verschiedene
Saatgutsorten, Erde,
Anzuchttöpfchen und
Naturdünger. Einige
Sorten wie Radieschen
o
oder
Salat lassen sich
d Sommer über mehrden
m
mals aussäen. Ein Handbu
buch und regelmäßige
Newsletter mit Tipps und Rezeptvorschlägen begleiten die Gemüsegärtner.
Viele Familien
mieten einen Garten,
um ihren Kindern
zu zeigen, wo
Kartoffeln, Erbsen
und Möhren herkommen.
zu einem kurzen Besuch in seinen Hofladen kommt.
„Wir machen deutlich, dass Landwirtschaft auf chemische Mittel verzichten und biologisches Saatgut
einsetzen kann.“
Wanda Ganders sieht weitere Gründe, aus denen
Landwirte gern mit ihrem Unternehmen zusammenarbeiten: „Viele Bauern haben einen Hofladen. Sie
steigern ihren Umsatz, wenn die Gemüsegärtner noch
Saft oder Käse kaufen. Außerdem entfällt für die Bauern das Risiko des Ernteausfalls, wenn sie an uns verpachten und feste Einnahmen einplanen können.“
„meine ernte“ wächst. In manchen Großstädten fragen Interessenten bereits, wann es auch bei
ihnen Gemüsegärten zu mieten gibt. Das Unternehmen führt Wartelisten. „Drei Viertel unserer Kunden
sind Stammkunden“, sagt Wanda Ganders. „Für viele
ist es ein neues Hobby. Eltern möchten ihren Kindern
zeigen, wo die Pommes herkommen.“
So ähnlich war es auch bei Heiner Caspers. Er
mietete den Gemüsegarten, um mit seiner jüngsten
Tochter etwas gemeinsam zu machen. „Spätestens als
sie das erste Mal Kartoffelkäfer abpflücken musste,
hat meine Tochter sich zurückgezogen“, sagt er. Doch
für ihn ist der Garten zu einem Ort der Entspannung
geworden. Er hat mehrmals Gemüse nachgepflanzt,
hat Zwiebeln, Fenchel, Zupfsalat und Wirsing ausprobiert. Über die wirtschaftlichen Vorteile, Gemüse
selbst anzubauen statt es zu kaufen, hat er nie nachgedacht. „Dazu war der Spaßfaktor zu groß.“
Ursula Katthöfer, freie Journalistin, Bonn
Name: meine ernte Ganders & Kirchbaumer GbR
Geschäftsführende Gesellschafterinnen:
Wanda Ganders, Natalie Kirchbaumer (v.l.)
Sitz: Hauptsitz in Bonn,
Standorte in 25 Großstädten, z.B. Berlin,
Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart.
Kerngeschäft: Vermietung von vorgepflanzten
Gemüsegärten auf Zeit.
Mitarbeiter: zwei Festangestellte plus Saisonkräfte
www.meine-ernte.de
Besondere Unternehmen aus der Region
In unregelmäßigen Abständen stellen wir in „Die
Wirtschaft“ besondere Unternehmen mit dem
„etwas anderen Produktportfolio“ vor.
24
Die Wirtschaft April 2014
REPORTAGE
CO2-neutrale Produktion bei der Thamm GmbH
Die
Energiewende
im Kleinen
Mehr Effizienz wagen
Die Energiekosten steigen, billiger Strom ist
nicht mehr zu haben. Gleichzeitig macht der
Klimawandel ein Umdenken erforderlich:
Energie aus nachhaltigen Quellen gehört die
Zukunft. Viele Unternehmen haben sich darauf eingestellt und etwa auf CO2-neutrale
Produktion umgesattelt. Wie zwei Beispiele
aus dem IHK-Bezirk Bonn/Rhein-Sieg zeigen,
können Unternehmen zudem deutlich energieeffizienter werden. Das senkt die Stromkosten und leistet ebenfalls einen Beitrag
zum Klimaschutz.
„Fällt Ihnen etwas auf?“ fragt Jenny van Boxtel beim
Rundgang durch die Produktionshalle. Es ist hell, nicht
übermäßig laut, freundlich grüßende Menschen gehen
ihrer Arbeit nach. Nichts Besonderes also. „Riechen Sie
etwas?“ setzt die Geschäftsführerin der Thamm GmbH
nach. Nein, nicht einmal das. Doch genau das ist das
Besondere: Es riecht nicht in der Produktion des Beueler
Unternehmens. Wohin man die Nase auch hält: Fehlanzeige. Jenny van Boxtel lächelt. „Sie riechen nichts, weil
wir lösemittelfrei drucken“, erzählt die Unternehmerin,
die vor neun Monaten die Nachfolge von Andreas
Thamm antrat, der die Firma 1988 gegründet und dann
zu einem der führenden Anbieter von digitalem Textildruck entwickelt hat. Zu den Kunden der Thamm GmbH
zählen heute Handelsriesen wie der Kaufhof und REWE,
große Messebauer und viele andere.
Thamm hatte vor zirka fünf Jahren damit begonnen,
nach und nach alle Maschinen zu ersetzen, die noch
auf Lösemittelbasis arbeiteten. Van Boxtel, bereits seit
1996 im Unternehmen, erinnert sich: „Früher roch das
schlimm hier – das war weder gut für die Beschäftigten noch für die Umwelt.“ Inzwischen kommen sämtliche Druckverfahren der Thamm GmbH ohne organische
Lösemittel aus. „Als Vorreiterbetrieb unserer Branche
produzieren wir ausschließlich mit umweltfreundlichen,
wasserlöslichen Substanzen“, erklärt die Unternehmerin, „die Druckerzeugnisse lassen sich daher bedenkenlos auch in sensiblen Bereichen wie Ausstellungsräumen,
Ladenlokalen, Schlaf- oder Kinderzimmern einsetzen.“
Jenny van Boxtel, Geschäftsführerin der Thamm
GmbH, eines führenden Anbieters von digitalem Textildruck: „Als Vorreiterbetrieb unserer Branche produzieren wir ausschließlich mit umweltfreundlichen,
lösemittelfreien und wasserlöslichen Substanzen.“
Das Unternehmen ließ es dabei nicht bewenden. Im
nächsten Schritt führte es ökologische Drucktextilien ein, dann wurde auf Ökostrom und -gas umgestellt. 100 Prozent der eingesetzten Energie kommen
aus nachhaltigen Quellen. Auch der vierte Schritt ist
schon getan: klimaneutrales Drucken. Die Produktion
ist es längst, auf die verwendeten Materialien jedoch
hat die Thamm GmbH nicht immer Einfluss. Aber: Das
Unternehmen bietet seinen Kunden an, alle CO2-Emissionen, die bei der Herstellung der Materialien anfallen – Papier, Energie, Farbe zum Beispiel – zu berechnen, auszuweisen und mittels Klimaschutz-Zertifikaten
auszugleichen. Das kommt weltweiten Klimaschutzprojekten zugute.
Ein Beispiel: Für die Herstellung von zehn Messebannern mit einer Fläche von je neun Quadratmetern
auf 210 Gramm pro Quadratmeter schwerem, Ökotex100-zertifiziertem Polyester fallen 0,039 Tonnen CO2
an. Der Kompensationswert von 0,59 Euro fließt auf
Kundenwunsch in ein Windkraftprojekt in der Türkei.
„Energiewende im Kleinen“ – in der
Region Bonn/Rhein-Sieg längst Realität
Das Beispiel der Thamm GmbH zeigt, wie Firmen längst
die „Energiewende im Kleinen“ eingeleitet haben. Sie
haben erkannt, dass nicht erst mit der von der Bundesregierung 2011 eingeleiteten „Energiewende im
Großen“ mehr Energieeffizienz und der schonende
Die Wirtschaft April 2014
25
Claus P. Baumeister, Geschäftführer TETRA Computersysteme GmbH, erklärt Besuchern gerne die
Besonderheiten seines „Plusenergie-Bürogebäudes“.
Umgang mit Ressourcen immer mehr an Bedeutung
gewinnen. Neben dem eigenen Impuls für mehr Nachhaltigkeit und den gesetzlichen Vorgaben machen es
vor allem die steigenden Energiepreise für Unternehmen erforderlich zu reagieren und in effizienten Energieeinsatz zu investieren.
Firmen, die mit gutem Beispiel vorangehen, stellt
die im November 2013 veröffentlichte Broschüre
„Energetische Leuchttürme in der Region Bonn/RheinSieg“ vor. Unternehmen, die noch einen Einstieg in ihre
eigene Energiewende suchen, will die
IHK Bonn/Rhein-Sieg
damit ermuntern, sich
mit dem wichtigen
Thema auseinanderzusetzen. Betriebe, die bereits erfolgreich Schritte zu mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz unternommen haben, können sich bei der IHK
melden, um in der Neuauflage Ende dieses Jahres vorgestellt zu werden.
Bereits in der aktuellen Ausgabe vertreten ist die
TETRA Computersysteme GmbH. Der Hersteller
kaufmännischer und technischer Software hat 2009
im Gewerbepark Wachtberg-Villip ein neues Bürogebäude errichtet und bezogen, das man durchaus
und ganz unjournalistisch als spektakulär bezeichnen kann.
Ein Plusenergie-Haus
als Firmensitz
Die primäre Motivation: „Wir wollten Nachhaltigkeit
wirklich umsetzen“, erklärt Geschäftsführer Claus
P. Baumeister. Denn es gebe in Sachen Klimaschutz
längst kein Erkenntnisproblem mehr in Deutschland,
wohl aber ein Umsetzungsproblem. „Mit unserem
‚OctagonOffice‘ zeigen wir, dass Energieeffizienz
und Klimaschutz für Unternehmen keine bemannte Marsmission sind, sondern sich ganz einfach mit
heutiger Technik umsetzen lassen!“ Das „OctagonOf-
Vom Energiemanagement zum CCF
(Corporate Carbon Footprint) des Unternehmens
am Dienstag, 27. Mai 2014, 16:00 bis 19:00 Uhr, in der IHK Bonn/Rhein-Sieg
Man begegnet ihm immer häufiger, dem „Corporate Carbon
Footprint“ (CCF), zu deutsch: „CO2-Fußabdruck eines Unternehmens“. Damit können Klimaauswirkungen, die durch die Unternehmenstätigkeit entstehen, dargestellt werden. Wesentliche
Voraussetzung für die Erstellung des CCF ist die systematische Erfassung und Bewertung aller klimarelevanten Prozesse. Existiert
ein Energiemanagementsystem im Unternehmen, kann dieses ge-
26
Die Wirtschaft April 2014
nutzt werden, um eingesetzte Energien und Energieverbräuche zu
ermitteln. Im Rahmen der kostenfreien Veranstaltung erhalten die
Teilnehmer einen Überblick über das aktuelle Thema „CO2-Fußabdruck“ im Unternehmens- und Produktumfeld. Veranstalter sind
die IHK Bonn/Rhein-Sieg und die EnergieAgentur.NRW.
Anmeldung und Information:
www.ihk-bonn.de, Webcode 6491703
REPORTAGE
fice“ verfügt über eine eigene Photovoltaikanlage, die
mehr Strom erzeugt, als TETRA für EDV-Systeme, Beleuchtung, Heizung und anderes benötigt. Das Unternehmen deckt seinen kompletten Strombedarf also
selbst, der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist.
Das nennt sich dann „Plusenergie-Haus“.
Um das zu erreichen, haben Baumeister und sein
Team – in Eigenregie – zahlreiche Einzelmaßnahmen
geplant und umgesetzt. Das beginnt bei PassivhausDämmung, Dreifachverglasung, Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Damit lassen sich bis zu 75 Prozent
der benötigten thermischen Energie einsparen. Weiter
geht es mit LED-Beleuchtung innen und außen (Einsparung: 70 Prozent der erforderlichen Lichtenergie).
Sodann wurde die IT optimiert, etwa durch besonders sparsame Netzwerkkomponenten, Monitore oder
Server, die heruntergefahren werden, wann immer ihr
Einsatz nicht erforderlich ist (Ersparnis: 80 Prozent
der für IT erforderlichen Energie). Außerdem steuert
das Unternehmen sämtliche Systeme durch Gebäudeautomation mit Lastenmanagement (minus 30 Prozent Energie für die gesamte Haustechnik).
In Gedanken ist Baumeister aber schon einige Schritte weiter. Am liebsten nämlich würde er ein
Elektrofahrzeug anschaffen und zu dessen Betrieb die
überschüssige Energie der firmeneigenen Solaranlage
nutzen. Dazu bedarf es jedoch einer besseren Energiespeichertechnik, wie sie derzeit auf dem Markt
noch nicht zu haben ist.
Beiden Unternehmen ist es sehr ernst mit der
„Energiewende im Kleinen“ – sie sind aus Überzeugung weit gekommen, ohne dafür zaubern zu müssen.
„Ich gebe zu, es ist auch missionarischer Eifer mit im
Spiel“, bekennt Claus P. Baumeister freimütig, „denn
ich finde wirklich, dass jetzt endlich in aller Breite
etwas geschehen muss, um Klimawandel und Energieverschwendung zu stoppen.“
Serviceangebot: Energieeffizienz
Energieeffizienz ist ein immer wichtigerer Aspekt erfolgreicher Unternehmensführung. Die IHK Bonn/Rhein-Sieg unterstützt deshalb insbesondere kleine und mittlere Unternehmen durch ein vielfältiges Veranstaltungsangebot
und einen kostenlosen Beratungsservice. Zwei Beispiele:
Betriebsbesuche zum Thema Energieeffizienz
Bei diesen kostenfreien Gesprächen lassen sich etwa betriebliche Energieeffizienzthemen, aktuelle Förderprogramme sowie Weiterbildungsmöglichkeiten erörtern.
Zuschü
Zuschüsse für qualifizierte und unabhängige
Ener
Energieeffizienzberatungen
Als Regionalpartner der KfW-Bank nimmt die IHK Bonn/
Rhe
Rhein-Sieg
Anträge zur Förderung „Energieberatung Mittelsta
stand“
im Rahmen der Initiative „Energieeffizienz im Mittels
te
lstt
telstand“
entgegen und gibt sie nach Prüfung der KfW frei.
Ihre Ansprechpartnerin
Ingrid Heider,
Telefon 0228 2284-193,
E-Mail: [email protected]
„Energetische Leuchttürme“ – Vorreiter gesucht!
Die Thamm GmbH und die TETRA Computersysteme GmbH sind zwei Beispiele für energieeffiziente Unternehmen. Zwei „Energetische Leuchttürme in der
Region Bonn/Rhein-Sieg“. So heißt eine Broschüre der IHK Bonn/Rhein-Sieg,
in der Firmen mit Vorbildfunktion vorgestellt werden. Ende 2014 ist eine Neuauflage geplant. Wenn auch Sie in Ihrem Unternehmen Maßnahmen zur CO2Neutralität und zu mehr Energieeinsparung umgesetzt haben oder umsetzen –
melden Sie sich. Gerne stellen wir Ihre Firma in Wort und Bild vor.
Andreas Thamm und seine Nachfolgerin Jenny van Boxtel sehen das genauso: „In Zeiten knapper werdender
Ressourcen und steigender Energiekosten übernehmen
wir Verantwortung für künftige Generationen und leisten einen Beitrag zur Maximierung von Energieeffizienz“, betonen sie – „sowohl bei uns selbst als auch bei
unseren Kunden und Lieferanten.“
Lothar Schmitz, freier Journalist, Bonn
www.elektro-enzinger.de
www.lustauflicht.de
Die Wirtschaft April 2014
27
Im Veranlagungszeitraum 2012 machte
es der Finanzverwaltung noch wenig aus,
wenn Unternehmen keine E-Bilanz einreichten. Dies ändert sich jedoch für den
Zeitraum 2013: Die Nichtbeanstan-dungsfrist ist abgelaufen. Damitt
sind Unternehmen grundsätzlich
verpflichtet, eine E-Bilanz abzugeben – sofern keine besonderen
Ausnahmen dem entgegenstehen.
Schonfrist vorbei – Abschied von der Bilanz in Papierform
Die E-Bilanz im Praxistest
Für (fast) alle bilanzierenden Unternehmen ist die
Schonfrist vorbei: Grundsätzlich müssen sie sämtliche Bilanzen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.
Dezember 2012 beginnen, bei den Finanzämtern in
elektronischer Form einreichen. Nun muss sich die
vorerst letzte Stufe der elektronischen Steuer datenübermittlung in der täglichen Praxis beweisen.
Taxonomie bereitet
Anpassungsschwierigkeiten
Steuerberater berichten von den unterschiedlichsten
Problemen im Buchhaltungsalltag, die sich vor allem
aus dem neuen Datenformat und der Taxonomie ergeben. Beide hat die Finanzverwaltung einheitlich
festgelegt, damit nicht jedes Unternehmen ein anderes Format verwendet, um die Daten zu übermitteln:
Die Bilanz muss jetzt in einer Taxonomie im XBRLKontext verarbeitet werden. Problem hierbei ist zum
einen, dass die Buchhaltungssoftware einiger Unternehmen teilweise noch keine Schnittstellen zum Datenformat XBRL bieten. Zum anderen müssen Unternehmen ihre Kontenpläne an die vorgeschriebene
Taxonomie der E-Bilanz anpassen. Vor allem bei den
Konten der Gewinn- und Verlustrechnung erweist sich
28
Die Wirtschaft April 2014
die erforderliche Gliederungstiefe der Taxonomie als
Herausforderung: „Alle Umsätze beispielsweise sind
ebenso wie der Materialaufwand nach umsatzsteuerlichen Merkmalen aufzuteilen. Und auch bei den
Personalkosten sind – etwa bei den Minijobs und den
Geschäftsführergehältern – zusätzliche Angaben erforderlich“, beschreibt Detlev Langer, Bereichsleiter
Recht und Steuern der IHK Bonn/Rhein-Sieg, die Probleme der Unternehmen. Ein weiteres Hindernis baut
sich für Personengesellschaften auf. Denn sie müssen
die Überleitungsrechnung ebenfalls elektronisch nach
den Vorschriften der Finanzverwaltung übermitteln.
Sonder- und Ergänzungsbilanzen gehören ab sofort jeweils in gesonderte Datensätze. Allerdings ist
für Wirtschaftsjahre, die vor dem 1.1.2015 enden, ausreichend, wenn diese Bilanzen im Berichtsbestandteil „Steuerliche Modifikationen“ übermittelt werden.
Auch bei der Kapitalkontenentwicklung macht die Finanzverwaltung derzeit noch Zugeständnisse: So sieht
die E-Bilanz zwar vor, dass die Kapitalkontenentwicklung gesellschafterbezogen übermittelt werden muss.
Allerdings ist die Bereichsebene „Kapitalkontenentwicklung für Personenhandelsgesellschaften und andere Mitunternehmerschaften“ erst für Wirtschaftsjahre verpflichtend, die nach dem 31.12.2014 beginnen.
REPORTAGE
E-Bilanz in Sonderfällen umstritten
Unter Experten ist übrigens ebenso wie in Teilen der
Finanzverwaltung umstritten, ob die E-Bilanz in Sonderfällen – beispielsweise der Betriebsveräußerung,
Betriebsaufgabe oder in Umwandlungsfällen – angewandt werden muss. Diese Sonderfälle sind nicht ausdrücklich im Einkommensteuergesetz vorgeschrieben;
fraglich ist daher, ob für die im BMF-Schreiben vom
28.09.2011 genannten Beispiele nicht ebenfalls eine
gesetzliche Regelung erforderlich ist.
Für die Unternehmen, die trotz allem einen Jahresabschluss auf Papier einreichen, besteht laut Gesetz keine gesonderte Sanktionsmöglichkeit. Allerdings hat die Finanzverwaltung die Möglichkeit,
Zwangsgelder anzudrohen und festzusetzen. Ein
Verspätungszuschlag kann nach Ansicht von
Experten jedoch nicht festgesetzt werden. Derr
n
Grund: Ein Verspätungszuschlag ist nur dann
möglich, wenn jemand der Verpflichtung zur
Abgabe einer Steuererklärung oder einer
vergleichbaren Erklärung nicht oder nicht
fristgemäß nachkommt. Auch eine Schätzung von Besteuerungsgrundlagen ist demnach nicht zulässig. Denn geschätzt werden
darf nur, wenn die Finanzbehörde die Besteuerungsgrundlagen nicht ermitteln kann –
diese würden sich jedoch aus den Papierunterlagen ergeben.
Ausnahmen bestätigen
die (E-Bilanz-)Regel
Für bestimmte Unternehmen gelten ohnehin gesonderte Anwendungsvorschriften. Folgende Unternehmen müssen erst ab dem Wirtschaftsjahr 2015 (bzw.
das abweichende Wirtschaftsjahr 2015/16) eine
E-Bilanz beim Finanzamt einreichen:
 Inländische Unternehmen mit
ausländischen Betriebsstätten
Für das Unternehmen als Ganzes muss eine
Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlust-Rechnung abgegeben und elektronisch übermittelt
werden. Die Übergangsfrist betrifft nur die Ergebnisse der ausländischen Betriebsstätte.
 Ausländische Unternehmen mit inländischer
Betriebsstätte
Die Aufstellung der Bilanz und Gewinn- und Verlust-Rechnung beschränkt sich auf die inländische Betriebsstätte. Diese muss als E-Bilanz
übermittelt werden.
 Betriebe gewerblicher Art
Sind für einen Betrieb gewerblicher Art einer
juristischen Person des öffentlichen Rechts eine
Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlust-Rechnung
aufzustellen, müssen diese als E-Bilanz abgegeben werden.
 Steuerbefreite Körperschaften
Unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtige Körp
perschaften, die persönlich von der Körperschaftsteuer befreit sind, müssen keine
E-Bilanz einreichen. Das Bundesfinanzministerium hat hierzu mit Schreiben vom
19.12.2013 Einzelheiten ausgeführt.
Grundsätzlich gilt: Mit der E-Bilanz verfügt die Finanzverwaltung nun erstmalig über umfangreiche Daten, was zu vielfältigen und detaillierten Rückfragen an die
lnder
Unternehmen führen dürfte. Bei mangelnder
E-BiQualität und Erläuterung der übermittelten
ere
lanz-Daten droht eine häufigere oder intensivere
Betriebsprüfung. Unternehmen sollten also be-n
reits vor der Übermittlung der E-Bilanz-Daten
Schwachstellen erkennen und beseitigen.
Constanze Elter
Steuern – leicht gemacht!
Weiterführende Informationen zum Thema
E-Bilanz liefert das Portal www.esteuer.de
IHK-Rechtsexperte Detlev Langer,
Telefon 0228 2284-134,
E-Mail: [email protected]
Die Wirtschaft April 2014
29
REPORTAGE
Jan P. Hammesfahr
hält ein Seminar bei der
IHK Bonn/Rhein-Sieg.
Kompetenzen der Selbstständigkeit
Was Unternehmer/
-innen können müssen!
Im Laufe seiner Unternehmerkarriere durchläuft ein
Chef verschiedene Stadien. Zuerst gründet man - oft
alleine - sein Unternehmen. Ist man erfolgreich, wächst
das Unternehmen und man stellt Mitarbeiter ein. Dann
fragt er sich, wohin soll es mit dem Unternehmen weiter gehen oder welche Ziele strebe ich jetzt an. Doch
oft klemmt es und es gibt Probleme zum Beispiel in der
Wachstumsphase. Woran liegt es? Unternehmern ist
oft nicht bewusst, dass bei der Entwicklung ihrer Firmen jeweils besondere Kompetenzen gefragt sind. „Die
Wirtschaft“ wollte wissen, welche Fähigkeiten dafür
notwendig sind und sprach mit dem Bonner Unternehmensberater Jan P. Hammesfahr. In seinen Seminaren
und Vorträgen behandelt er praxisorientiert die Thematik „Kompetenzen der Selbständigkeit“ in den einzelnen Entwicklungsstufen. Hammesfahr zeigt auf, welche Möglichkeiten Unternehmenslenkern offen stehen,
„wenn sich die Potentiale der jeweiligen Kompetenzen
entfalten können“, so der Berater.
30
Die Wirtschaft April 2014
Herr Hammesfahr, welche Kompetenzen benötigt
ein erfolgreiches Unternehmen?
Hammesfahr: Ein Firmenchef sollte dafür Sorge
tragen, dass drei Kompetenzen dem Unternehmen
zur jeweils richtigen Zeit zur Verfügung stehen. Es
braucht die Fachkraft als Experten auf seinem Gebiet, einen guten Manager und last but not least
einen weitsichtigen Unternehmer.
Ist das nicht selbstverständlich?
Nein, überhaupt nicht. In der Regel ist es die Fachkraft, die den Impuls für eine Unternehmensgründung gibt. Dann ist es zunächst wichtig, dass ich ein
Experte auf meinem Gebiet bin. Beispielsweise als
IT-Fachmann kann mir keiner was vormachen, wenn
ich mich mit der aktuellen Hard- und Software auskenne und mich immer auf dem Laufenden halte.
Wann kommt der Manager zum Tragen?
Das Unternehmen ist gewachsen, neue Mitarbeiter
sind dazu gekommen, die Abläufe sind deutlich komplexer geworden. Noch immer ist der Chef stolz darauf, der beste IT-Experte im Unternehmen zu sein. So
agiert er auch. Er befasst sich mit jeder Aufgabe und
jedem Problem.
REPORTAGE
Was müsste er jetzt tun?
Die Aufgabe wäre es jetzt, Strukturgeber im Unternehmen zu sein. Das gilt für Abläufe und Organisation im Unternehmen. Er bringt die Ressourcen des
Unternehmens in Einklang. Zum Beispiel Maschinen,
Mitarbeiter, Finanzen, Einkauf.
Was meinen Sie genau damit?
Nehmen wir ein Beispiel. Das Unternehmen hat dauerhaft einen größeren Kunden akquiriert. Der Manager überprüft, ob die jetzigen Mitarbeiter und Geräte ausreichen, um den Kunden bedienen zu können.
Wenn nicht, müssen Leute geschult oder neue Mitarbeiter eingestellt und neue Geräte angeschafft werden, was wiederum finanziert werden muss. Ebenso
müssen eventuell andere Rohstoffe für die Produktion
beschafft werden. Das alles muss koordiniert werden.
Kann das ein Firmenchef?
Kompetenzen können sich manchmal in einer Person wiederfinden. Doch das ist grundsätzlich sehr
schwierig, weil die Arbeitsweise und die Zielsetzung
der einzelnen Kompetenzen stark voneinander abweichen. Eine Fachkraft reagiert auf die Anforderungen
des Tagesgeschäftes. Sie agiert gegenwartsbezogen.
Ein Manager ist vergangenheitsorientiert, er arbeitet
vergleichend. Zuerst schaut man zurück: Was ist passiert? Dann fragt er: Wie ist der aktuelle Status und
wie können wir den Sollzustand erreichen?
Welche Aufgaben hat also der Manager?
Ein Manager sorgt für Ordnung und Struktur im
Unternehmen. Hierfür entwickelt man Systeme,
Prozesse und Standards. Er plant, kontrolliert, optimiert und steuert. Ein Manager legt den Qualitätsstandard für die Dienstleistung oder das Produkt fest und sorgt dafür, dass dies auch bei allen
beteiligten Personen bekannt ist. Er sorgt ebenfalls
für optimale Informationsflüsse im Unternehmen,
damit alle zur richtigen Zeit Kenntnis der wichtigen Dinge haben.
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Was passiert wenn der Chef diesen Part nicht übernehmen will?
Ein Selbständiger hat die Freiheit für sich zu definieren, wie und von wem die Kompetenzen Fachkraft,
Manager und Unternehmer wahrgenommen werden.
Er muss aber sicherstellen, dass die Kompetenzen alle
im Unternehmen vertreten sind. Dies kann durch ihn
selber oder durch kompetente Mitarbeiter erfolgen.
Der Unternehmer ist letztendlich immer für sein Unternehmen verantwortlich, kann aber festlegen, dass
Prozesse eigenverantwortlich von Fachkräften oder
Managern übernommen werden.
Kommen wir zur nächsten Kompetenz, die des Unternehmers. Worin besteht seine Aufgabe?
Ein Unternehmer arbeitet nicht im, sondern am Unternehmen. Er entwickelt die Vision, Werte, Strategien
und ein Zielsystem für sein Unternehmen. Er wirkt von
außen auf das Unternehmen ein. Durch seinen Einfluss steuert er die im Unternehmen gelebten Werte,
wie beispielsweise Respekt, Mut, Sicherheit, Gesundheit und Verantwortlichkeit. Der Unternehmer ist die
Quelle dessen, was im Unternehmen passiert und
wohin das Unternehmen steuert. Er ist Impulsgeber
für Innovation und Fortschritt.
Jan P. Hammesfahr
Consulting, Bonn
www.consulting-hammesfahr.de
Was bewirkt das für das Unternehmen?
Wenn Vision und Werte im Unternehmen bekannt
nt
sind und tatsächlich gelebt werden, ziehen alle an
nd
einem Strang. Die Kräfte werden potenziert und
as
das Unternehmen wird insgesamt erfolgreicher. Das
hwiederum führt zur Wertsteigerung des Unternehmens und einer langfristigen Existenzsicherung.
Wilfried Katterbach, freier Journalist, Brühl
ühl
Karl Reiners,
Existenzgründungsexperte
der IHK Bonn/Rhein-Sieg
Telefon 0228 2284-166, E-Mail: [email protected]
ZZZUSVUDLFKOHGH
Die Wirtschaft April 2014
31
Pressecoaching: Roswitha Demuth und Martina
Weiß-Bischof vom VfB erfahren viel Neues von
Ursula Katthöfer (v.l.), Inhaberin der Textwiese.
Teil des „Guten Geschäfts“: ein Kurs für Aquafitness des VfB.
Biete
Aquafitness,
suche
Pressecoaching
CSR: Der „Marktplatz Gute Geschäfte“ vernetzt Unternehmen und Vereine
Muskelkater. In den Oberarmen. Und in den Waden.
Schmerz bei jeder Treppenstufe, die ich nach unten
steige. All das, weil ich 45 Minuten lang mit einer
Schwimmnudel bewaffnet durch ein Lehrschwimmbecken geturnt bin. Um mir etwas Gutes zu tun. Oder
besser: Meinem Rücken. In einem Kurs für Aquafitness.
Mein Muskelkater gehört zu dem „Guten Geschäft“, das ich mit Martina Weiß-Bischof, Gesundheitssportmanagerin des Vereins für Behindertensport Bonn/Rhein-Sieg e.V. (VfB), vereinbart habe. Ich
darf ein Vierteljahr lang jeden Donnerstag Abend zum
Aquafitness. Das ist nur einer von etwa 160 Präventions- und Rehabilitationskursen, die der Verein in Bonn
anbietet. Martina Weiß-Bischof bekommt im Gegenzug ein halbtägiges Coaching zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von mir. Denn ich bin Inhaberin der
Textwiese. Als Agentur schreiben und gestalten wir
Texte jeder Art und geben Seminare zu Pressearbeit.
32
Die Wirtschaft April 2014
Moment, werden Sie nun denken. Was ist das denn
für ein Deal? Aquafitness gegen Pressecoaching?
Geht doch gar nicht.
Doch, geht. Ich habe es schwarz auf weiß. Denn
beim 3. Marktplatz Gute Geschäfte der IHK Bonn/
Rhein-Sieg, damals im September 2013 im Gobelinsaal des Alten Bonner Rathauses, haben Martina
Weiß-Bischof und ich eine Engagementvereinbarung
getroffen. Vor den Augen eines Notars haben wir unsere Unterschriften unter unser „Gutes Geschäft“
gesetzt. Und mit uns etwa 30 weitere Unternehmen
und 30 gemeinnützige Organisationen, die sich an
diesem Nachmittag gesucht und gefunden haben.
Denn der „Marktplatz Gute Geschäfte“ ist eine Plattform für alle Unternehmen, die sich für das Gemeinwesen engagieren möchten. Geld fließt nicht. Statt
dessen knüpfen Unternehmer und Vereine wertvolle Kontakte.
REPORTAGE
Die Unternehmer streifen eher abwartend durch den
Gobelinsaal. Sie bieten Sachleistungen, helfende
Hände oder Know-How. Die Vertreter der Kinderheime, Behindertenorganisationen, Selbsthilfegruppen
und Beratungseinrichtungen hingegen schwirren
wie die Bienen umher.
Schwarzer Zylinderhut auf der Suche
Meist sind sie zu zweit gekommen, um ihre Kurse,
Räume für größere Meetings, Fahrdienste, handgemalten Weihnachtskarten und vieles mehr an den
Unternehmer zu bringen. Einige fallen besonders
auf, durch einen schwarzen Zylinderhut, einen riesigen Regenschirm oder ein Kostüm im Stil der 20-er
Jahre. Überall finden Grüppchen zusammen. Man
muss schreien, um sein eigenes Wort zu verstehen.
Martina Weiß-Bischof trägt vor dem Bauch und
auf dem Rücken bunte Plakate, auf denen steht, was
der VfB sich wünscht. Auch ich bin nicht völlig planlos ins Alte Rathaus gekommen – dank eines Vortreffens in den Räumen der IHK. Etwa 15 Unternehmer waren gekommen, um zu fragen, was sie denn
von den gemeinnützigen Organisationen erwarten
dürften. Fazit: Die haben oft einiges zu bieten. Okay,
denke ich mir. Dann suche ich mir etwas Aktives – als
Kontrast zur vielen Sitzerei am Schreibtisch.
Außerdem überlege ich mir, das Coaching anzubieten. Ich lerne immer wieder Menschen kennen, die
sich für Kinder und Jugendliche, Migranten, Behinderte oder sozial Schwache einsetzen. Ihr Manko: Kaum
jemand erfährt davon. Denn es hapert bei der Presseund Öffentlichkeitsarbeit. Und je geringer die öffentliche Aufmerksamkeit, desto geringer die Spenden.
Startschuss für den
4. Marktplatz
Gute Geschäfte
„Der Marktplatz Gute Geschäfte ist eines der CSR-Projekte der
IHK Bonn/Rhein-Sieg“, erläutert
Wolfgang Grießl (r.), Präsident
der Kammer. „Wir halten es für
wichtig, dass Unternehmen sich
für die Gesellschaft engagieren
und sich verantwortungsvoll
verhalten.“
Vom Marktplatz profitieren
beide Seiten: Unternehmen und
gemeinnützige Organisationen.
Für die Unternehmen ist die Hilfe
ein Imagegewinn, ohne dass sie einen Cent dafür investieren müssen. Mitarbeiter und Kunden rechnen es dem Unternehmen hoch an, wenn es sich
gesellschaftlich engagiert. Und den gemeinnützigen Organisationen ist
bei Problemen geholfen, für die im Etat einfach kein Geld übrig ist.
Der 4. Marktplatz Gute Geschäfte
findet am Freitag, 26. September 2014,
im Alten Rathaus Bonn statt.
Interessierte können sich – nach Teilnahme an einer ob-ligatorisschen Infoveranstaltung – bereits jetzt beim
Pressesprecher der IHK Bonn/Rhein-Sieg, anmelden.
Michael Pieck,
Telefon 0228 2284-130,
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Die Wirtschaft April 2014
33
REPORTAGE
CSR (corporate social respo
wird sichtbar in
Die mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF)
geförderte CSR-Initiative Rheinland (www.csr-rheinland.de) ist Ende 2013 ausgelaufen. Die IHK Bonn/
Rhein-Sieg hat mit ihren Projektpartnern BetterRelations GbR und HelpDirect e. V. von Dezember 2011
bis Dezember 2013 ihr Projekt „CSR Initiative Rheinland - Unternehmen und Organisationen gemeinsam engagiert“ in der Region erfolgreich umgesetzt.
Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Gesellschaftliche Verantwortung
im Mittelstand“ gefördert. Das Projekt wird auch in
2014 fortgesetzt. Ziel der CSR-Initiative Rheinland
war und ist es, die gesellschaftliche Verantwortung
von Unternehmen mit Informations- und Schulungsveranstaltungen, Erstberatungen und Vernetzung erfolgreich in der Region zu verankern.
Einige Teilnehmer
haben sich ausgefallen gekleidet,
um besonders
aufzufallen.
Ein tolles Gefühl
Ortswechsel: Kein Schulungsraum mit weißen Tischen und Flip-Chart. Statt dessen hellgrüne
Wände, ein großer Holztisch und ein super Kaffee.
Im Konferenzraum des VfB startet unser Coaching.
Während ich es gewohnt bin, bei Seminaren erst
einmal zurückhaltend beschnuppert zu werden, sind
wir hier gleich mittendrin. Martina Weiß-Bischof
hat zwei interessierte Kolleginnen mitgebracht, die
drei sind bestens vorbereitet. Der Tisch ist übersäht mit Broschüren, Flyern, Zeitungsausschnitten.
Eine Frage folgt auf die andere: Was können wir
am Logo verbessern? Wie
gut ist die
Weitere Infos zum Marktplatz
Webseite?
„Gute Geschäfte“
Sollen wir in
www.ihk-bonn.de,
diesen Text
Webcode 551
ein Foto einbauen?
Als
ich endlich meine Präsentation öffne, haben wir die
Hälfte der Inhalte bereits besprochen.
Sehr zufrieden steige ich am Abend auf mein
Fahrrad, um zurück über den Rhein nach Hause zu
fahren. Mein Coaching ist dankbar angenommen
worden. Das Interesse war ungebrochen und ich
bin sicher, etwas angestoßen zu haben. Ein tolles
Gefühl. Ich wünsche dem VfB bei seiner Pressearbeit viel Erfolg!
Ursula Katthöfer, freie Journalistin, Bonn
34
Die Wirtschaft April 2014
Diplomarbeit untersucht
CSR-Netzwerk in der Region
Dass das gelungen ist,
zeigt die Diplomarbeit von Jörn Pleuß (r.),
welche der Absolvent
der Universität zu Köln
im vergangenen Jahr
in Zusammenarbeit mit
der IHK verfasst hat. Ein
Ergebnis der Studie ist,
dass CSR generell einen
hohen Stellenwert bei
Unternehmen innehat,
jedoch die Umsetzung
von CSR oft auf bedeutende Hemmnisse
stößt, wie Ressourcenmangel, mangelndes
Wissen über Handlungsmöglichkeiten und die unternehmerischen Vorteile von CSR sowie Unsicherheit und Unwissenheit über
die technische Umsetzung von CSR-Maßnahmen. An
verschiedenen Beispielen konnte in der Studie gezeigt
werden, dass einige dieser Probleme durch unterstützende Interaktionen in Netzwerken und die produktive Zusammenarbeit mit anderen regionalen Akteuren
und Partnern gelindert werden können. Die CSR-Initiative Rheinland sowie die anderen von der IHK und
ihren Partnern organisierten Interaktionsformate wie
der Marktplatz Gute Geschäfte und die CSR-Frühstü-
REPORTAGE
nsibility)
der Region
cke wurden in der Studie dabei als entscheidende Treiber identifiziert. Nun geht es daran, ein CSR-Kompetenzzentrum als Lotse und Vernetzungsplattform für
kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und
gemeinnützige Organisationen (NGO) in der Region
nachhaltig zu etablieren. Dies soll ohne Fördermittel
durch interessierte Projektpartner unter Führung der
IHK gemeinsam umgesetzt werden.
Die ersten CSR-Manager (IHK)
aus der Region
Ferner bietet die Weiterbildungsgesellschaft der IHK
Bonn/Rhein-Sieg einen Zertifikatslehrgang zum CSRManager (IHK) an. „CSR nimmt auch bei vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen an Bedeutung
zu. Hier ist zusätzliche Fachkompetenz gefordert“, sagt
Otto Brandenburg, Geschäftsführer der Weiterbildungsgesellschaft: „Der neue IHK-Zertifikatslehrgang richtet
sich aber nicht nur an Fach- und Führungskräfte in Unternehmen, sondern ist auch für Organisationen / NGOs
oder zur Qualifizierung von Agenturen interessant.“ Der
IHK-Zertifikatslehrgang umfasst 76 Lehrgangsstunden
und findet an neun ganztägigen Präsenztagen in vier
Blöcken (Freitag/Samstag von November 2014 bis Fe-
Kostenfreie Veranstaltungen
für Unternehmen:
Sprechstunde CSR
Donnerstag, 15. Mai, 26. Juni, 14 bis 16 Uhr,
IHK Bonn/Rhein-Sieg
CSR-Workshop für KMU
Donnerstag, 8. Mai, 10 bis 14 Uhr,
IHK Bonn/Rhein-Sieg
Ansprechpartner: Michael Pieck, Telefon
0228 2284-130. Anmeldungen sind erforderlich
per E-Mail an [email protected]
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REPORTAGE
7x7 Unternehmensgruppe
setzt auf CSR
Der Malerbetrieb Dirk Borsch aus Alfter hat im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung beim Marktplatz Gute Geschäfte kostenfrei Malerarbeiten im Familienzentrum NRW „Metzental“ in Bonn durchgeführt. Im Austausch für die farbliche
Gestaltung von zwei Gruppenräumen hat die Einrichtung Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für das Unternehmen gemacht. Zur Nachahmung empfohlen...
bruar 2015) statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
erarbeiten dabei auch eine spezifische CSR-Strategie
und einen praktischen Handlungsplan für das eigene
Unternehmen. Der Lehrgang schließt mit einer IHK-Zertifikatsprüfung ab. Nähere Infos und Anmeldung: Marion
Klinkhammer, Tel. 0228 97574-27, Fax 0228 97574-16,
E-Mail: [email protected]
Beim ersten CSR-Zertifikatslehrgang hat auch die 7x7
Unternehmensgruppe Christian Wedell erfolgreich
teilgenommen. Der frischgebackene CSR-Manager
sagt zu seiner Motivation: „Wir wollen das Geld in den
Kontext des Wertesystems zurückführen. Die 7x7 Unternehmensgruppe hat CSR-Kriterien von Anfang an
in ihre Unternehmensstrategie integriert.“
Was macht den Wert eines Unternehmens aus? Ist
es der aktuelle Verkaufspreis, den man erzielen kann
und den diverse Dienstleister im Internet mit einem
Unternehmenswertrechner ermitteln? Oder orientiert
sich der Wert an der Börsennotierung, oder am Erfolg der Marke? Es gibt viele Antworten und Definitionen. Die von Andreas Mankel lautet: „Ein Unternehmen ist nur so viel wert wie die Werte, nach denen
es handelt“. Der Gründer der 7x7 Unternehmensgruppe in Bonn versteht sich selbst als „Werte-Unternehmer“ und investiert nicht nur in seine eigenen, sondern
auch gerne in andere Unternehmen – sofern sie sich
an christlichen Werten ausrichten. Gleichzeitig bietet
7x7 bundesweit gleichgesinnten Investoren die Möglichkeit, in Form von Beteiligungen und vermögensbildenden Geldanlagen gezielt in produktive Sachwerte
und Unternehmen zu investieren.
Michael Pieck
Unternehmensengagement auf dem Vormarsch
Die Freiwilligenagentur Bonn hilft bei der Suche nach dem passenden Engagement
„Corporate social responsibility“ (CSR), „Corporate citizenship“
oder „Volunteering“ - das sind heutzutage die Fachbegriffe für
soziales Engagement von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
aus Unternehmen. Egal, ob in Form von Tagesaktionen, Freistellung oder längerfristiger Kooperation beispielsweise mit einem
Verein - die Zahl der Unternehmen, die in Deutschland gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und freiwilliges, soziales Engagement in ihre Unternehmensstrategie integrieren,
wächst kontinuierlich. Mittlerweile unterstützen auch zahlreiche Freiwilligenagenturen und Ehrenamtsbörsen das CSR, so
auch in Bonn.
Die Freiwilligenagentur Bonn im Rathaus Beuel ist eine
städtische und trägerneutrale Einrichtung, sie ist innerhalb der
Stadtverwaltung der zentrale Ansprechpartner für bürgerschaftliches und Unternehmensengagement. Mit Hilfe einer internetgestützten Datenbank beraten und vermitteln die Mitarbeiterinnen der Agentur interessierte Einzelpersonen und Gruppen in ein
freiwilliges Engagement. Die aktuellen Einzel- und Gruppenangebote sind in anonymisierter Form online unter www.freiwilligenagentur-bonn.de abrufbar.
36
Die Wirtschaft April 2014
In Fragen des CSR kooperiert die Freiwilligenagentur Bonn eng
mit der IHK Bonn/Rhein Sieg. Bereits zum vierten Mal wird im
September der so genannte „Marktplatz“ stattfinden, bei dem
gemeinnützige Organisationen und gesellschaftlich bzw. sozial
aktive Unternehmen aus der Region gegenseitiges Engagement
verhandeln (www.ihk-bonn.de | Webcode 551).
Seit Dezember 2013 führt die Freiwilligenagentur Bonn
als regionaler Kooperationspartner das vom Landesministerium geförderte Qualifizierungsprogramm „Gute Sache“ durch,
das haupt- und ehrenamtlich arbeitende Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter gemeinnütziger Einrichtungen in der Zusammenarbeit mit Unternehmen schult (www.bonn.de, Suchbegriff „gute
sache“).
Wenn Sie als Bonner Unternehmen Interesse an CSR haben zum Beispiel als Alternative zum Betriebsausflug, Bestandteil der
Ausbildung oder Stärkung des „Wir“-Gefühls –, melden Sie sich
bei der Freiwilligenagentur Bonn. Die Mitarbeiterinnen beraten
Sie gerne: Tel. 0228 774848 (AB), E-Mail: [email protected]
bonn.de. Nähere Informationen finden Sie auch hier: www.bonn.
de, Suchbegriff „Unternehmensengagement“.
UNSERE REGION
UNSERE REGION
Techandtalk GmbH
Neue Kommunikationsagentur in Sankt Augustin
„Technik, Kommunikation, Leidenschaft!“
lautet das Motto der neugegründeten
„techandtalk GmbH - Agentur für Technikkommunikation“ in Sankt Augustin. Die
junge Campus-Agentur versteht sich als
Ideenschmiede für unkonventionelle Kommunikationskonzepte. Strategie der Agentur ist nicht nur, Technik verständlich zu
erklären. „Im Fokus stehen für uns immer auch die Menschen, die Technik entwickeln, produzieren und nutzen“, betont techandtalk-Geschäftsführer Stefan
Wichmann. „Technik ist innovativ und dynamisch“, ergänzt Stefan Korol, Mitgründer und Professor für Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg:
„Deshalb wollen wir gezielt die Kreativität,
Kompetenz und Dynamik unserer Studenten und Absolventen einsetzen.“ Das neue
Unternehmen hat seinen Sitz in unmittelbarer Nähe zur Hochschule auf dem
BusinessCampus der HBRS. Aufgrund der
bestehenden engen Vernetzung der Hochschule zur regionalen Wirtschaft sieht die
Agentur ihren Aktionsradius vor allem in
der Region Bonn/Rhein-Sieg.
www.techandtalk.de
7x7invest AG
Weitere Investoren
bei Ordermed
Nach dem Bonner Unternehmen haben sich
nun auch der Social Venture Fund aus München sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Bonn an der Lieferdienst-Plattform Ordermed beteiligt. Bereits im Juni
2013 hatte die 7x7invest AG ihre Beteiligung bekannt gegeben und das Engagement
im Rahmen dieser Finanzierungsrunde noch
einmal ausgeweitet. Ordermed-Gründer
Markus Bönig: „Alle drei Investoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie keinerlei eigene Interessen im Apothekenmarkt verfolgen, und wir damit so selbständig und frei
bleiben, wie wir angetreten sind.“
www.7x7.de
Ein Mobilkran wuchtet die großen Holzbögen der neuen Höngesberger Brücke durch die Luft.
Ingenieurbüro Miebach
Neue Aggerbrücke:
Bögen der Höngesberger Holzbrücke montiert
In einer spektakulären Bauaktion wurden Mitte März die beiden Hauptelemente der neuen
Aggerbrücke zwischen Höngesberg und Kreuznaaf mit der Brückenunterkonstruktion verbunden. Bald können Autofahrer, die auf der B484 entlang der Agger unterwegs sind, wieder von einem Lohmarer Weiler zum anderen über den Fluß fahren. „Jetzt muss nur noch der
Gussasphalt aufgebracht, das Geländer montiert und die Brücke anschließend offiziell abgenommen werden“, so Frank Miebach, dessen Ingenieurbüro mit Sitz in Lohmar für Planung
und Projektleitung des Bauwerks verantwortlich ist. Er rechnet bis Ostern mit der Freigabe
der Aggerüberquerung.
www.ib-miebach.de
Nexiga GmbH
SC Lötters
Einmal jährlich ermittelt die Bonner FullService-Agentur die Kaufkraft deutscher
Verbraucher. Erfreuliches Ergebnis der diesjährigen Studie: Für 2014 prognostizieren die Experten ein Einkommensplus von
rund 2,9 Prozent und damit pro Kopf durchschnittlich 610 Euro mehr im Portemonnaie.
Die regionale Verteilung der Ergebnisse ist
auf der interaktiven Kaufkraft-Karte dargestellt, die unter https://marktexplorer.de abgerufen werden kann. www.nexiga.com
Strategy Communication Lötters (SCL) aus
Bonn organisiert zum dritten Mal in Folge
das Fachforum „MES, Zeit und Zutritt“ auf
der Fachmesse „IT & Business 2014“, die
Anfang Oktober in Stuttgart stattfindet.
Podiumsdiskussionen und Interviews zu aktuellen Themen gehören zum Angebot der
Business-Messe. Neben „Business-Foren“
gibt es 2014 auch „Direct-Foren“, auf denen
sich Aussteller präsentieren können.
www.sc-loetters.de
Kaufkraft-Studie 2014: Einkommensplus prognostiziert
Fachforum „MES, Zeit und
Zutritt“ auf IT&Business
Die Wirtschaft April 2014
37
UNSERE REGION
KURZ NOTIERT...
ITB Consulting GmbH
HR-Consultants-Team
vergrössert
Das ITB-Team hat sich vergrößert.
Es wird nun verstärkt durch die
Beraterin Jennifer
Hampel.
Weitere Informationen zu den
Beraterinnen und
Beratern des ITBTeams einschließlich ihrer ArbeitsJennifer Hampel
schwerpunkte sind
auf der ITB-Homepage zu finden.
www.itb-consulting.de
2B Advice Academy
Datenschutzakademie:
Lehrbetrieb gestartet
Kirschblüten,Kirschblüten ...
Print UND Paint, Leinwanddruck
Anfang April startete die 2B Advice
Academy ihren Lehrbetrieb mit dem
Workshop „Das softwaregestützte
6. Kirschblüten-Fotowettbewerb
Bereits zum sechsten Mal veranstaltet das Geschäft für Leinwanddruck und Fine Art
Prints aus der Bonner Altstadt seinen erfolgreichen Kirschblüten-Fotowettbewerb.
Vom ersten bis zum 30. April können bis zu drei Fotos (.jpg-Dateien) von KirschblütenMotiven eingereicht werden.
Farbe, Jahr oder Ort der Aufnahme spielen keine Rolle – Hauptsache es ist eine
Kirschblüte! Nähere Informationen und Inspirationen gibt es im Internet.
www.printandpaint.de
Deutsche Telekom AG
true fruits GmbH
Zur CeBIT 2014 startet die Telekom das
einheitliche Partnerprogramm Mittelstand als Teil der „Mittelstandsinitiative“. Es bündelt erstmals die Partneraktivitäten in den Produktbereichen IT
– mit den Themen Cloud und De-Mail –,
Machine-to-Machine (M2M) sowie Festnetz und Mobilfunk unter einem Dach.
Zielgruppe sind Partner aus dem Mittelstand, unter anderem Systemhäuser,
Softwarehersteller, Vermarkter, Hoster,
Versender und M2M Start-ups.
www.telekom.com/medien
Die Edelsaftschmiede aus Bonn liebt exotische Mischungen und außergewöhnliche Kombinationen. So wird ab Ende
April der neue „Smoothie white“ – eine
Kombination aus Cupuaçu und „Vanilla tahitensis“ im Handel erhältlich
sein. Die Frucht Cupuaçu (zu Deutsch:
„Großblütiger
Kakao“)
stammt
aus
Brasilien und enthält unter anderem die Vitamine A, B, C und D sowie Eisen und Calcium. Das Fruchtfleisch schmeckt exotisch,
cremig mit einem leicht säuerlichen Aroma.
www.true-fruits.com
Partnerprogramm
Mittelstand gestartet
38
Die Wirtschaft April 2014
Neuer Smoothie: Cupuaçu
und Vanilla tahitensis
Verfahrensverzeichnis“. Weitere Seminare der 2B Advice Academy zu den
Themen Ausbildung zum betrieblichen
Datenschutzbeauftragten und europäisches Datenschutzrecht folgen im
zweiten Halbjahr 2014.
www.2b-advice.com
educational consulting & student
exchange
Highschool USA:
Zusatzplätze ab August
Für den Schüleraustausch in die USA
kann die Organisation mit Sitz in Bonn
Plätze für die Abreise ab August 2014
anbieten: Kurz vor Ende der Anmeldefrist hat man von amerikanischen Partnerorganisationen einige Zusatzplätze
bekommen.
www.highschoolberater.de
UNSERE REGION
SOLEOS Solar GmbH
KURZ NOTIERT...
Zusammenarbeit mit
KACO new energy gefeiert
artegic AG
Der Bornheimer Hersteller und Großhändler von Photovoltaikkomponenten und -anlagen, hat von der Firma KACO new energy
auf der Feier zum 100-jährigen Firmenjubiläum eine Ehrenurkunde für 15 Jahre gute
und enge Zusammenarbeit erhalten. Neben
eigenen Produkten vertreibt Soleos Solar
vor allem Geräte des Unternehmens aus
Neckarsulm. „Unsere internationalen Kunden schätzen neben der langen Lebensdauer vor allem die hochwertige Qualität
der Produkte aus deutscher Fertigung“, erklärt der Chef von Soleos Solar David Mabille und ergänzt: „Der Wechselrichter ist
das Herz der Solaranlage, an dem nicht gespart werden darf.“ Mabille hat sich daher
schon vor Gründung der Firma Soleos Solar vor 15 Jahren explizit für Produkte von
KACO new energy entschieden.
www.soleos-solar.com
Edward Kaul für globale
Markterschliessung
Der Online CRM Anbieter forciert den
Ausbau der internationalen Aktivitäten: Der US-Amerikaner Edward Kaul
wird als International Business Develo
lopment
Manager die
Er
Erschließung
weiterer
gl
globaler
Märkte voran
antreiben,
internationa Kunden beratend
nale
un
unterstützen
sowie
st
strategische
Partnersc
schaften
betreuen. Kaul
w zuvor unter andewar
re in der Automotirem
ve
Industrie sowie bei
Edward Kaul
internationalen Beratungsunternehmen tätig. Er profitiert von umfangreichen Erfahrungen in den Bereichen Marketing,
CRM, Kundenservice, Brand Management sowie B2B- und B2C-Sales.
www.artegic.de
Bei der Firmenfeier zum 100-jährigen Bestehen ehrte KACO new energy-Geschäftsführer Ralf Hofmann den Soleos Solar-Chef
David Mabille für die gute Zusammenarbeit.
®
Health Media Award
International Ltd.
„Health:Angel“ für
regionale Unternehmen
Am 27. Juni wird in Bonn der „Health
Media Award 2014“ für besonders gelu
lungene
Kommun
nikationsideen
und
K
Kampagnen
aus der
G
Gesundheitswirts
schaft
verliehen.
S
Sonderkategorien
s
sind
in diesem Jahr
„Demenz“, „Pflege
& Kommunikation“ sowie „Marke, Gesundheit und Gesellschaft“. Zum ersten
Mal wird ein Sparten-Award für Unternehmen aus dem Kammerbezirk Bonn/
Rhein-Sieg ausgelobt.
Bis zum 20. Mai können sich Unternehmen aus der Region mit Internetseiten, Kommunikationsstrategien und/
oder Ideen zur Gesundheitskommunikation bewerben.
www.healthmediaaward.com
Die Wirtschaft April 2014
39
UNSERE REGION
KURZ NOTIERT...
AoN Agentur ohne Namen GmbH
Grössenwahn
im Management
Auf dem Messe-Kongress Women&Work am 24. Mai 2014 in Bonn wird
Führungscoach und Speaker Heike Cobaugh den Vortrag „Größenwahn im
Management - Die tragische Selbstüberschätzung weiblicher Führungskräfte“ halten. Sie wird praxisnahe Tipps
und Anregungen geben, wie Frauen zu
geschätzten Führungskräften werden
können, ohne sich selbst zu überschätzen.
www.womenandwork.de
Cintellic Consulting Group
Einer der Recyclingpartner der Rewindo
Rewindo GmbH
Recycling für Kleinstmengen:
Pilotprojekt in der Region gestartet
Leitfaden: Den CRMReifegrad ermitteln
Mit der Einführung von lokalen Annahmestellen für Kleinstmengen will die Rewindo GmbH
mit Sitz in Bonn künftig neue Logistikwege für das Recycling ausgedienter Kunststofffenster, -rollladen und -türen bereitstellen. Das Angebot soll das bestehende bundesweit
flächendeckende Abholsystem ergänzen und richtet sich vor allem an Montagetrupps und
kleinere Handwerksbetriebe. Das Pilotprojekt in Bonn/Rhein-Sieg soll kein Einzelfall
bleiben. Ziel des Unternehmens ist, das begonnene Projekt sukzessive auf weitere Regionen
zu erweitern, um schließlich bundesweit lokale Annahmestellen für Kleinstmengen zu
etablieren.
www.rewindo.de
Bei ständig neu auftauchenden Buzzwords rund um das Thema CRM passiert
es schnell, den Fokus auf das Wesentliche zu verlieren. Mit Hilfe des Cintellic Leitfadens kann der aktuelle Status
des CRM-Systems objektiv bewertet
werden. Der „Leitfaden zur Ermittlung
des CRM-Reifegrads“ kann auf der Cintellic-Website unter Aktuelles > Veröffentlichungen heruntergeladen werden.
www.cintellic.com
Volksbank Bonn Rhein-Sieg
DER THÜNKER
Plus bei Krediten, Einlagen und Wertpapiergeschäft
„Wir haben wenige Tage vor dem Jahresende 2013 die Marke von 60.000 Mitgliedern erreicht und übersprungen“ freute sich
der Vorstandsvorsitzende Jürgen Pütz auf
der Jahrespressekonferenz der Volksbank
Bonn Rhein-Sieg im Bonner VolksbankHaus. Auch sonst war man mit den Ergebnissen für 2013 zufrieden. Da die Investitionsbereitschaft der Häuslebauer und der
gewerblichen Kunden im vergangenen Jahr
ungebrochen gewesen sei, expandierte das
Kreditgeschäft um 5,5 Prozent auf 1,14
Milliarden Euro. Deutliche Zuwächse habe
man trotz des niedrigen Zinsniveaus auch
auf der Einlagenseite verzeichnen können,
die um 2,9 Prozent auf 1,50 Milliarden Euro
angestiegen ist. Das Gesamt-Kundenvolumen (Summe aus Einlagen, Ausleihungen,
Vermittlungsgeschäft und Wertpapieren)
40
Die Wirtschaft April 2014
wuchs um 2,8 Prozent auf rund 4,16 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme blieb nach
Aussage der Bank mit 2,019 Milliarden Euro
auf Vorjahresniveau, da man auch in 2013
Positionen im Geschäft mit institutionellen Kunden reduzierte. Unter dem Strich
erwirtschaftete die Genossenschaftsbank
ein Ergebnis vor Bewertung in Höhe von
18,1 Millionen Euro. Es liegt um 15,4 Prozent oder 2,4 Millionen Euro über dem Wert
des Vorjahres. Nach Dotierung der Vorsorgereserven, dem Bewertungsergebnis und
den Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss
von 4,7 Millionen Euro. Er liegt mit 200.000
Euro über dem Wert des Vorjahres, was einer Steigerung um 4,4 Prozent entspricht.
Für das laufende Jahr 2014 zeigt sich die
Volksbank Bonn Rhein-Sieg vorsichtig optimistisch.
www.vobaworld.de/news
Nachfrageboom
verzeichnet
Das Bonner Unternehmen, nach eigener Angabe größtes Business Center in
der Region Bonn/Rhein-Sieg, hat 2013
bei Telefonservice und Bürovermietung
weiter zugelegt. So haben die Mitarbeiterinnen des Büro- und Telefonservice
fast 36.000 Anrufe entgegen genommen. „Einen regelrechten Boom“ meldet Inhaber Wilfried Thünker bei der
Vermietung von Tagesbüros und Konferenzräumen, die kurzfristig oder stundenweise angemietet werden können.
Darüberhinaus waren auch Büros mit
ein- oder mehrjähriger Laufzeit gefragt:
So hat sich u.a. die indische TATA-Gruppe für über zwei Jahre eingemietet.
www.buero-bonn.de
UNSERE REGION
KURZ NOTIERT...
TROWISTA GmbH
TX Logistik AG siedelt
nach Troisdorf um
In Troisdorf-Spich ist der Spatenstich
für die neue Unternehmenszentrale der
TX Logistik AG (TXL) erfolgt. Dank kontinuierlichem Umsatz- und Mitarbeiterwachstum reichten die Räume am bisherigen Stammsitz in Bad Honnef nicht
mehr aus. Der Neubau entsteht nun
auf einem 8.000 Quadratmeter großen
Grundstück im Gewerbegebiet Junkersring. Der Umzug in die neue Firmenzentrale ist für April 2015 vorgesehen.
www.trowista.de
managerSeminare Verlags GmbH
Präsentationstrainings
erfolgreich leiten
Deutsch GmbH
Mit „Präsentationstrainings erfolgreich
leiten“ von Claudia Bingel und Christian Berndt setzt der Bonner Fachverlag
seine Reihe mit umsetzungsreifen Semi-
Das Fachgeschäft Deutsch Optik Akustik in Eitorf ist „TOP OPTIKER 2014/15“. Mit diesem
Titel werden Augenoptiker-Unternehmen geehrt, die im Rahmen eines aufwändigen Bewerbungsverfahrens im Bereich Kundenorientierung und -nutzen Überzeugen können. Die
renommierte Auszeichnung wurde Geschäftsinhaber Josef Reinermann Anfang März während einer Gala-Veranstaltung in Düsseldorf von Senta Berger, Schirmherrin der diesjährigen Ehrung, verliehen.
www.deutsch-eitorf.de
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Für „Grossen Preis des Mittelstands 2014“ nominiert
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Das Bonner Sozial-Unternehmen wurde für
den „Großen Preis des Mittelstands“ 2014
nominiert. Mit dem „wichtigstem Wirtschaftspreis Deutschlands“ zeichnet die Oskar-Patzelt-Stiftung Unternehmen aus, die
sich u.a. in den Bereichen „Schaffung und
Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Engagement in der Region, Innovation, Service und Kundennähe“ überdurchschnittlich entwickeln.
Die GVP, die ihre Dienstleistungen in
den Bereichen Konfektionierung, Versand,
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rund 480 Mitarbeiter, davon über 400 mit
einer psychischen Erkrankung.
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Die Wirtschaft April 2014
41
UNSERE REGION
Firmenjubiläum
Unternehmen im Laufe der Jahre kontinuierlich gewachsen: So bietet man neben einer großen Auswahl an Fenstern,
Türen und Garagentoren auch Überdachungen oder Wintergärten nach
Wunsch der Kunden. Dabei hat sich das
Team von Fenstertechnik Neukirchen vor
allem kompetente Beratung und Ausführung auf die Fahne
Fa
geschrieben.
Dank
Dankeschön
an
d
die Kunden
Von links nach rechts:
Inhaber Doris und Bernd Neukirchen,
das Team, die modernen Ausstellungsräume,
Firmen-Gründer Heinrich Jülich.
50 JAHRE FENSTERTECHNIK NEUKIRCHEN
„Es macht noch immer viel Freude“
„50 Jahre Familienunternehmen – darauf
darf man schon stolz sein!“ Bernd und
Doris Neukirchen sind sich auch heute
noch sicher, dass es die richtige Idee war,
den Fensterbaubetrieb, den Heinrich Jülich 1964 gründete, zu übernehmen und
weiter auszubauen.
Dabei hatte Doris Neukirchens Vater vor einem halben Jahrhundert sicher noch keine Ahnung, wie rasant sich
die Technik im Bereich Fenster und Türen weiterentwickeln würde. Selbstverständlich haben die neun festangestellten Mitarbeiter auch heute zunächst mal
einen Gesellenbrief als Tischler oder Rollladen- und Jalousiebauer in der Tasche.
Das ist aber nur die Grundvoraussetzung, denn in Weiterbildungskursen
werden die Mitarbeiter unter anderem
für den Einbau von elektrischen Anlagen
und Anschlüssen qualifiziert. Der Einbau
von elektrisch betriebenen Rollladen
oder elektronischen Sicherungssystemen
für die Haustür gehört heute zum Tagesgeschäft. „Wir bilden unsere Mitarbeiter
42
Die Wirtschaft April 2014
selber zu den
Fachleuten aus,
nsere
die wir für unsere
Arbeit und unsere
ktpaletbreite Produktpaletn“, betont
te benötigen“,
Doris Neukirchen.
Dass dabei auch das
Betriebsklima stimmt, bengeweisen die zuverlässigen Angestellten, die überwiegend seit vielen Jahren für die Fenstertechnik Neukirchen
GmbH tätig sind. „Die Arbeit mit und für
die Kunden macht immer noch Freude“,
sagt Dipl.-Ing. Bernd Neukirchen und diese Freude überträgt sich sowohl auf das
Team als auch auf die Familie – mit dem
jüngsten Sohn Robin arbeitet nun auch
seit kurzem die nächste Generation im Familienunternehmen mit.
Fenster, Rollladen,
Überdachungen und mehr
Wie die firmeneigenen Ausstellung beweist, ist das Angebot des Wachtberger
50 Jahre Fenstertech5
ni Neukirchen – das
nik
be
bedeute auch 50 Jahre zufriedene Kunden.
„Oh
„Ohne unsere treuen Kunden hätten wir das natürlich
h gar nicht
nic
schaffen
kö
önnen“, b
können“,
bedankt sich
Doris Neukirchen.
Neu
„Zu
unseren Stammkunden gehören
geh
Einzelperson
personen genauso
wie Wohnungsbau
baufirmen oder
so
sogar
ganzze Straßenzzüge,
die
wir mit unseren
Produkten und unserer
LLeistung überzeugen
überzeuge konnten“,
sc
chmunzelt sie.
schmunzelt
Sie hat sich daher
dah auch ein
bes
sonderes Dankesch
besonderes
Dankeschön für das
entg
entgegengebrachte Vertrauen ausgeda
gedacht: Die ältesten drei Rechnung
nungen aus der Firmengeschichte
von H
Heinrich Jülich Schreinermeister bis Fenstertechnik Neukirchen GmbH,
die Kunden in den Geschäftsräumen in
Wachtberg-Villip abgeben, werden mit
einem besonderen Geschenk prämiert.
Und jeder Besucher der Firmen-Ausstellung darf sich im Jubiläumsjahr auf ein
kleines Präsent freuen ...
www.fenstertechnik-neukirchen.de
Die IHK Bonn/Rhein-Sieg gratuliert
zum Jubiläum und wünscht weiterhin
geschäftlichen Erfolg.
UNSERE REGION
Kreissparkasse Köln
KURZ NOTIERT...
SWB EnergieNetze GmbH
Umbennenung in
Bonn-Netz GmbH
Nach Vorgaben der Bundesnetzagentur muss auch die SWB-Netzgesellschaft einen neuen Markenauftritt
umsetzen: Seit dem 1. April trägt die
SWB EnergieNetze GmbH deshalb
den Namen Bonn-Netz GmbH (kurz
BonnNetz).
www.swb-energienetze.de
Klosterkirche Hennef
3-Sterne Koch Müller in
der Kloster-Kochschule
In der Kochschule des ehemaligen
Redemptoristen-Klosters in Hennef-Geistingen bietet 3-Sterne-Spit-
Dieter Müller
zenkoch Dieter Müller ein Genusserlebnis der ganz besonderen Art: An
drei Terminen zelebriert Müller in der
Klosterküche auf der ehemaligen Orgelempore am 17. September und 29.
November sinnliche Kochkultur. Interessierte können sich auf der Website
für den Kochkurs anmelden.
http://klosterkueche-hennef.de
Geschäftsentwicklung 2013:
Optimiertes Vertriebskonzept trägt erste Früchte
„Im Jahr 2013 hat die Kreissparkasse Köln
ihre dezentrale Vertriebsstruktur auf die
Zukunft ausgerichtet und trotz des damit verbundenen erheblichen Umstellungsaufwands gute Ergebnisse auf nahezu allen Geschäftsfeldern erzielt“, bilanzierte
der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Köln Alexander Wüerst das abgelaufene
Geschäftsjahr. Das vergangene Jahr stand
für die Kreissparkasse Köln ganz im Zeichen
der Neuausrichtung der Vertriebsstruktur:
Neben der Eröffnung von 30 Regional-Filialen wurde in vielen weiteren Filialen das Beratungsangebot ausgeweitet, parallel dazu
die Online-Aktivitäten ausgebaut. In diesem anspruchsvollen Umfeld habe die Kreissparkasse Köln ihre führende Marktposition
weiter gefestigt.
Das Kreditneugeschäft erreichte mit
3,4 Mrd. Euro eine Bestmarke, wobei der
Großteil der neu ausgereichten Kredite
in Höhe von 1,9 Mrd. Euro (plus 3,1 Prozent) wieder auf die Unternehmen entfiel.
Mit einer Steigerung des Neugeschäftsvolumens um 16 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro
waren die Privatkunden in diesem Jahr die
Wachstumstreiber. Hier boomte insbesondere die private Immobilienfinanzierung
mit einem Anteil von über 1 Mrd. Euro. Parallel zu dem Kreditneugeschäft stiegen
die Kreditbestände aller Kundengruppen
um 222 Mio. Euro auf ein Gesamtvolumen
von 19,6 Mrd. Euro. Die Geldvermögensbestände (Summe aus Einlagen und Wertpapieren) erhöhten sich um 907 Mio. Euro
auf 29,3 Mrd. Euro. Auch die Einlagen der
Privatkunden stiegen um 340 Mio. Euro.
Die Bilanzsumme verkürzte sich aufgrund
des geplanten Abbaus des Eigenbestands
an Wertpapieren um 1,3 Prozent auf 23,7
(24,0) Mrd. Euro. Nach Abzug der Wertberichtigungen erzielte die Kreissparkasse Köln ein Ergebnis vor Steuern auf dem
guten Vorjahresniveau von 105 Mio. Euro.
Die Kernkapitalquote beträgt zum Jahresende 11,4 Prozent inklusive vorgesehener
Gewinnzuführung. Damit erfüllt die Kreissparkasse Köln die erhöhten EigenkapitalAnforderungen nach Basel III.
Die Kreissparkasse Köln stellte für den
guten Zweck rund 6 Mio. Euro in Form von
Spenden, PS-Zweckertrag und Ausschüttungen ihrer Stiftungen zur Verfügung und
unterstützte damit mehr als 3.000 Maßnahmen und Projekte für die Menschen in
der Region.
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Alexander Wüerst, Vorstandsvorsitzender
der Kreissparkasse Köln, ist zufrieden .
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Die Wirtschaft April 2014
43
UNSERE REGION
Arbeitsjubiläen
25 Jahre
Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer
AG, Alfter-Witterschlick
Peter-Johann Stach
Peter Surowietz
Dinova GmbH & Co. KG,
Königswinter
Franz-Peter Dahl
Hüseyin Gürbüz
Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA,
Siegburg
Jürgen Krampe
Steffes Prüf- und Messtechnik GmbH,
Sankt Augustin
Ute Steffes
Konrad Müller
Willi Lülsdorf
Dolorgiet GmbH + Co. KG,
Sankt Augustin
Petra Küpper
Hennecke GmbH, Sankt Augustin
Udo Schütz
Jürgen Friedrich
Helmut Rubarth
Wolfgang Henatsch
HSP Hochspannungsgeräte GmbH,
Troisdorf
Jörg Thomé
Hydro Aluminium Deutschland
GmbH, Bonn
Petra Nannig
Kabeltrommel GmbH & Co. KG,
Troisdorf
Cornelia Schneider
Limbach Flugmotoren GmbH & Co.
KG, Königswinter
Peter Stolinski
Horst März Industriebedarf GmbH,
Sankt Augustin
Heinz Josef Schwarz
Deutsche Steinzeug Cremer &
Breuer AG, Alfter-Witterschlick
Hermann-Josef Marx
Dr. Starck & CO. Ges. für Wärmeu. Kältetechnik mbH, Siegburg
Werner Reinartz
Evonik Industries AG,
Niederkassel
Dr. Marcus Bongen
Michael Schinke
Heinrich Frings GmbH & Co. KG,
Bonn
Dorothee Mausbach
35 Jahre
40 Jahre
Eckes-Granini Deutschland GmbH,
Hennef/Sieg
Hans-Joachim Heyduschka
Hans Frintrup GmbH, Bonn
Ute Eickhoff
Kessko Kessler & Comp.
GmbH & Co KG, Bonn
Herbert Krämer
TERTIA-Berufsförderung
GmbH
A-Ber
Beruf
ufsf
sför
örde
deru
rung
ng G
mbH
mb
H
& Co. KG, Alfter
Emmy Göldner
TETRA Computersysteme GmbH,
Wachtberg-Villip
Tanja May
Christian Hübel
WECO Pyrotechnische Fabrik GmbH,
Eitorf
Monika Ditscheid
Weck Glaswerk GmbH, Bonn
Paul Zurdel
Wilh. Stolle GmbH, Bonn
Michael Nickel
Wolanski GmbH, Bonn
Dagmar Hanke
30 Jahre
Magnetfabrik Bonn GmbH, Bonn
Elke Hecken
Carola Häckes
Dr. Starck & Co. Ges. für Wärme- u.
Kältetechnik mbH, Siegburg
Krzysztof Lefek
Ljatif Ljatifi
Franz-Josef Werdier
Presse Service Bonn GmbH & Co. KG,
Bonn
Ingo Hothum
Eckes-Granini Deutschland GmbH,
Hennef/Sieg
Joachim Willems
Hündgen Entsorgungs GmbH & Co.
KG, Swisttal-Ollheim
Katharina Manns
JF. Carthaus GmbH & Co. KG, Bonn
Gabriele Sacherer
Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG,
Bonn
Wilfried Limbach
Weck Glaswerk GmbH, Bonn
Giuseppe Aiello
45 Jahre
Kessko Kessler & Comp.
GmbH & Co KG, Bonn
Stefan Krämer
Magnetfabrik Bonn GmbH, Bonn
Bernd Vollmer
Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG,
Bonn
Heinz-Dieter Faßbender
50 Jahre
HUWIL Locks GmbH & Co. KG,
Eitorf
Peter Schneider
Magnetfabrik Bonn GmbH, Bonn
Günter Strack
Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg gratuliert allen Jubilaren.
44
Die Wirtschaft April 2014
UNSERE REGION
KURZ NOTIERT...
Meisterteam Bonn-Rhein/Sieg
Charity – Aktion zum
zehnjährigen Bestehen
Die regionale Handwerkerkooperation „Meisterteam Bonn-Rhein/Sieg“
will anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens eine oder auch mehrere gemeinnützige Organisationen oder Einrichtungen aus der Region eine Freude
bereiten: Sie stellt eine Bauleistung zur
Modernisierung oder Renovierung im
Wert von bis zu 50.000 Euro. Bis Ende
April können sich gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen aus
der Region Bonn-Rhein/Sieg um diese
Leistungen bewerben. Am 15. Mai wird
dann der Gewinner in der Geschäftsstelle des Meisterteams vorgestellt.
Joey Kelly hat die Schirmherrschaft für
die Charity-Aktion übernommen.
www.meisterteam-bonn.de
Veranstalten Cocktailevents für jeden Anlass:
Bianca Mehr und Ronny Krekow
SteinbachPR
Finest & Fancy by Krekow
Konzept, Inhalte, Aufbau, Format und
Gestaltung – das sind die zentralen
Kapitel des Whitepapers „Imageflyer
oder Imagebroschüre – Ihr wichtigstes
Instrument der Unternehmenskommunikation“, das die Wachtberger Kommunikationsagentur auf ihrer Website
kostenlos zum Download anbietet.
www.steinbach-pr.de
Das Jung-Unternehmen aus Sankt Augustin bietet Cocktailevents für Menschen mit
Lebensart. „Zwanglose Cocktailabende mit Kunden und Geschäftspartnern, Produktpromotions mit farblich abgestimmten Drinks oder private Cocktailpartys zählen zu möglichen Veranstaltungsarten“, skizziert der ausgebildete Barmixer (IHK) und Inhaber Ronny
Krekow das besondere Angebot. „Bei uns sind der Fantasie für das nächste Event keine
Grenzen gesetzt.“
Unterstützt wird Krekow von seiner Partnerin Bianca Mehr. Die Hotelfachfrau
und Betriebswirtin ist für Einkauf, Booking und Controlling zuständig und schneidert
Angebote nach Maß für Privat- oder Geschäftskunden. In Zukunft möchte sich das JungUnternehmen sowohl im Messebereich etablieren als auch Veranstaltungen für wohltätige Zwecke begleiten.
www.finest-fancy.de
Whitepaper Imageflyer
oder -broschüre
Cocktailevents vom geprüften Barmixer
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Eleganz und
Anmut auf Papier
Die Wirtschaft April 2014
45
UNSERE REGION
KURZ NOTIERT...
alpha-Das Gründer-Forum
Buchpräsentation: „Das
kleine Buch vom M.U.T.“
Gründungsberaterin Gabriele vom Feld
und Petra Basler präsentierten Mitte März zum ersten Mal ihre Publikation „Das kleine Buch vom großen M.U.T.
Eine fabelhafte Geschichte vom wirkungsvollen Wachsen“ auf dem alphaTreff®. „M.U.T.“ stehe für Motivation,
Umsetzung und Tatkraft, so die Autorinnen. Anhand einer Fabel und vier verschiedener beruflicher Schicksale schildern die beiden erfahrenen Coachs, wie
Menschen Lösungen aus beruflichen
Krisen und so ihren individuellen Erfolgskurs finden.
www.alpha-gruenderforum.de
Dr. Peter Zimmer (Green Globe) gratuliert Agentur-Inhaberin Tamae Meixner.
Becker Immobilien
KölnBonn GmbH
meixner & friends - Tamae Meixner, Event-Organisation
Exklusives Wohnen mit
Blick über das Melbtal
Mit dem Bonner Unternehmen erhielt die erste Eventagentur das Green Globe-Zertifikat: Ende
letzten Jahres durchlief die Agentur erfolgreich das Zertifizierungsaudit von Green Globe, bei
dem nachhaltige Grundsätze im Mittelpunkt stehen. Seit 1973 zertifiziert die Organisation
Green Globe weltweit Unternehmen der Reise-, Event- und Touristikbranche auf deren wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Themen wie der verantwortungsvolle
Umgang mit Ressourcen, die Verwendung lokaler Nahrungsmittel oder der faire Umgang mit
Mitarbeitern sind Bestandteile der Prüfung. meixner&friends hat die Audit-Anforderungen
erfüllt und darf daher ab sofort das renommierte Gütesiegel tragen.
www.frauenmesse-bonn.de
In Bonn-Poppelsdorf entstehen zwei
nebeneinanderliegende Stadtvillen
mit insgesamt zehn Wohneinheiten
in Hanglage mit Blick über das Melbtal. Das Immobilienprojekt „FridtjofNansen-Straße 7“ ist ein moderner
und architektonisch anspruchsvoller
Neubau der Firma RHEin.vest. Für die
Architektur ist das Bonner Büro Pilhatsch & Partner verantwortlich.
www.becker-immobilien-koelnbonn.de
Erstes Green Globe-Zertifikat für eine Event-Agentur
Commerbank AG,
Region Mitte
Brücke nach
China geschlagen
„Neue Chancen in China“ so lautete der
Titel des Commerbank-Symposiums Mitte
März im Bonner Hilton Hotel. Dabei waren die Referate der China-Experten für
die rund 50 Firmenvertreter ebenso wertvoll wie der Netzwerk-Charakter der Veranstaltung: Schließlich sind einige Kunden
schon längst in China unterwegs, während
andere den Schritt noch planen.
Auch für die Commerzbank ist das
Reich der Mitte neben Europa der wichtigste internationale Markt: So betreut
man in China deutsche mittelständische
Kunden und begleitet chinesische Firmen
46
Die Wirtschaft April 2014
nach Deutschland. „Gerade die persönliche
Begleitung unserer Kunden von Deutschland heraus nach China, aber auch umgekehrt, und das mit deutschsprachiger Betreuung in Asien, unterscheidet uns maßgeblich von den Mitbewerbern“, so Jürgen
Bester, Mitglied der Geschäftsleitung der
Commerzbank Bonn, Mittelstandsbank.
In China ist die Commerzbank mit
vier Filialen in Peking, Shanghai, Tianjin
und Hongkong vertreten. Weitere asiatische Standorte sind Tokio und Singapur.
Zudem verfügt die Commerzbank in Asien über ein Netzwerk von ca. 1.200 Korrespondenzbanken für die Abwicklung des
Zahlungsverkehrs und des Import- und Exportgeschäfts.
www.firmenkunden.commerzbank.de
Mercure Hotel Bonn Hardtberg
Jo Dahmen neuer
Direktor
Mit einem strahlenden Lächeln überreicht Stephanie Cauvert, Direktorin
des Mercure Hotel Bonn Hardtberg,
symbolisch einen Schlüssel an ihren
Nachfolger Jo Dahmen. Seit Anfang
April ist Jo Dahmen der neue Direktor
des Hotels in Bonn Hardtberg. Er trat
die Nachfolge von Stephanie Cauvert
an, die nach fünf Jahren das Rheinland in Richtung Ruhrgebiet verlässt
und die neue Direktorin im Wyndham
Duisburger Hof wird.
www.mercure.com
UNSERE REGION
KURZ NOTIERT...
SolarWorld AG
Übernahme der
Bosch Solar-Fertigung
Mitte März übernahm das Bonner Unternehmen die Zell- und Modulfertigung
von Bosch Solar Energy mit 800 Angestellten im thüringischen Arnstadt. Die
SolarWorld erhöhte damit ihre Fertigungskapazitäten und wird nach eigener
Angabe zum größten Hersteller von Solarstromtechnologie außerhalb Asiens.
Durch Zusammenführung der Entwicklungen von SolarWorld und Bosch Solar
Energy will der Konzern den Sprung in
eine neue Leistungskategorie für Hocheffizienzmodule über 300 W ermöglichen und so die Kosten der Solarstromerzeugung weiter drastisch senken.
www.solarworld.de
The Alternative Board Deutschland
Neu in der Region: TABUnternehmertreffen
Neu im Rhein-Sieg-Kreis ist das The
Alternative Board (TAB), ein erfolgreiches Konzept aus den USA: Bei den
monatlichen Treffen besprechen die
Mitglieder (regionale, nicht konkurriere
rende
Unternehmer
au
aus
unterschiedlich
chen
Branchen) unte der Leitung eines
ter
er
erfahrenen
Modera
rators
Probleme und
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anstehende
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ben,
Ra und Feedback.
Rat
C
Christopher
Cooper,
TA
TAB-Moderator
und
Fr
Franchisenehmer
für
Christopher
di Region Rheindie
Cooper
Sieg aus Bornheim:
„Häufig fühlen sich
Unternehmer mit schweren Entscheidungen allein gelassen. Das TAB-Board
bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Situation zu schildern und von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer zu profitieren. Was bleibt, ist dann kein mulmiges
Gefühl, sondern Sicherheit.“
www.tabdeutschland.de/rhein-sieg
Frank Lagemann, Irene Blimke, Dr. Oliver Grün (v.l.).
GreenGate AG
Mit BITMi-Gütesiegel
„Software Made in Germany“ ausgezeichnet
Das Windecker IT-Unternehmen wurde auf der CeBIT vom Bundesverband IT-Mittelstand e.V.
(BITMi) für die Software „GS-Service“ mit dem Gütesiegel „Software Made in Germany“ ausgezeichnet. Die Initiative „Software Made in Germany“ steht unter der Schirmherrschaft des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und will die Wettbewerbsfähigkeit
deutscher Softwareunternehmen zu stärken. GreenGate AG ist eines von 30 Unternehmen,
die mit dem BITMi-Gütesiegel ausgezeichnet wurden.
www.greengate.biz
Deutsche Bank AG
Marktposition in Bonn
2013 gefestigt
Die Deutsche Bank in Bonn zieht ein positives Fazit des vergangenen Geschäftsjahres.
In einem umkämpften Markt habe sie ihre
führende Position behauptet, erklärte Rainer Stelzer,
Sprecher der Geschäftsleitung Deutsche Bank Bonn.
Er führte dies ebenso wie
Ralph Fammels, Marktgebietsleiter Privatkundengeschäft Marktgebiet Bonn,
unter anderem auf die Qualität der Beratung zurück.
Die Bank in Bonn habe ihre
Kundenbasis auf hohem Niveau halten
können: So betreute man zum Jahresende
2013 in der Region Köln/Bonn/Aachen rund
500.000 Privat- und Firmenkunden, davon
mehr als 121.000 im Marktgebiet Bonn sowie 64.700 im Stadtgebiet. Das Geschäftsvolumen in der Region betrug Ende vergangenen Jahres gut 14,5 Mrd. Euro, im
Marktgebiet 3,5 Mrd. Euro und im Stadtgebiet Bonn 2,3 Mrd. Euro. Das Depotvolumen
kletterte in der Region auf mehr als 5,3 Mrd.
Euro, im Marktgebiet mehr als 1,4 Mrd. Euro
und im Stadtgebiet Bonn belief es sich auf
953 Mio. Euro. Das Baufinanzierungsvolumen belief sich in der Region auf rund 3,6
Mrd. Euro – 7,7 Prozent mehr
als im Vorjahr. Im Marktgebiet
stieg es um 8 Prozent auf
646 Mio. Euro. In Bonn sind es
rund 340 Mio. Euro, ein Plus
von 6,8 Prozent. Besonders
stolz ist man auf das gesellschaftliche Engagement, das
seit jeher zum Selbstverständnis der Deutschen Bank gehöre: So unterstützte man z.B.
das Projekt „Schülermanager beim Jungen
Beethovenfest“, gründete im vergangenen
Jahr eine eigene, regionale Köln/Bonn/
Aachen-Stiftung zugunsten benachteiligter
Kinder und Jugendlicher, und verlieh der
Bonner Gottfried-Kinkel-Realschule im Februar den Jugend-Kunst-Preis der Deutsche
Bank-Stiftung.
www.db.com
Die Wirtschaft April 2014
47
STANDORTPOLITIK | SERVICE
Verbraucherpreisindex
für Deutschland
Der
Verbraucherpreisindex
für
Deutschland misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren
und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke
gekauft werden.
Weitergehende Informationen und Tabellen zur Entwicklung des Verbraucherpreisindex findet man auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes www.destatis.de >
Zahlen & Fakten > Verbraucherindizes > Verbraucherpreise.
Verbraucherpreisindex für Deutschland
Basisjahr
2005 = 100
Beste Zukunftsaussichten für
die Wirtschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg ...
Gesamt
Februar 2014
Anteil am
Gesamtindex
Feb.
2014
Jan.
2014
Vergleich
Feb. 2013
100 %
106,4
105,9
+1,2 %
Infos: M. Schmaus, Tel.: 0228 2284-140, E-Mail: [email protected]
Deutlich mehr Gewerbeanmeldungen als
Gewerbeabmeldungen in der Region
Im vergangenen Jahr sind
mehr Gewerbe im Bezirk der
IHK Bonn/Rhein-Sieg angemeldet worden. Zwar haben
auch die Gewerbeabmeldungen insgesamt zugenommen,
doch bleibt unter dem Strich
noch ein deutlicher Überschuss im Saldo von 965.
8.958 Gewerbeanmeldungen
standen 7.993 Gewerbeabmeldungen gegenüber.
„Das ist der höchste Zuwachs seit 2009 und zeigt
wieder einmal, dass die Re gion Bonn/Rhein-Sieg auf wirtschaftlichem Wachstumskurs
ist“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille. Das
Gründungsklima in der Region
sei nicht zuletzt durch die regionale Zusammenarbeit der
Institutionen im gemeinsamen
Starter-Center Bonn/RheinSieg ausgesprochen gut.
Die Gewerbeanmeldungen nahmen in der Bundesstadt Bonn um 1,0 Prozent
auf 3.040 zu, im Rhein-SiegKreis betrug das Plus sogar
5,6 Prozent auf 5.918. Im IHKBezirk betrug der Zuwachs
damit 3,9 Prozent. „Dennoch
sind die Gewerbeanmeldun-
48
Die Wirtschaft April 2014
gen im langfristigen Trend
rückläufig. Der robuste Arbeitsmarkt in der Region und
die veränderten gesetzlichen
Rahmenbedingungen machen
sich hier bemerkbar“, so Hille.
Der Anreiz, sich selbständig zu machen, sei nicht so
groß wie in anderen Regionen.
Ferner haben Existenzgründer
aus der Arbeitslosigkeit keinen
automatischen Anspruch mehr
auf finanzielle Zuschüsse. Diese Leistung der Arbeitsverwaltung ist zu einer sogenannten
Kann-Leistung geworden. Außerdem wurde der sogenannte
Vermittlungsvorbehalt eingeführt. Existenzgründer bekommen dann keinen Zuschuss,
wenn es in der entsprechenden
Branche offene Stellen zu vermitteln gibt. Hille: „Das alles
schlägt sich natürlich auch bei
der Gründungsdynamik wieder.“ Während die Gewerbeabmeldungen in der Bundesstadt
Bonn 2013 mit 2.612 um 3,0
Prozent zurück gingen, stiegen
sie im Rhein-Sieg-Kreis um 5,5
Prozent auf 5.381.
Im IHK-Bezirk stiegen sie
insgesamt um 2,6 Prozent auf
7.993 Abmeldungen.
Unternehmensinsolvenzen stark rückläufig
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist 2013 im Bezirk der
IHK Bonn/Rhein-Sieg auf den
tiefsten Stand seit über zehn
Jahren gesunken: So wurden
397 Unternehmensinsolvenzen
angezeigt, das waren 10,4 Prozent weniger als 2012 (443). „Die
Wirtschaftsregion Bonn/RheinSieg hat sich wieder einmal als
äußerst robust erwiesen“, so
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr.
Hubertus Hille: „Wir profitieren
vom gesunden Branchenmix,
vielen kleinen und mittelständischen Firmen und guten gesamtwirtschaftlichen Standortund Rahmenbedingungen.“ Aktuell sei die Konjunktur in Bonn/
Rhein-Sieg wieder auf Wachstumskurs, die IHK geht für 2014
von einem Wachstum von bis zu
zwei Prozent aus. In der Stadt
Bonn betrug der Rückgang der
Unternehmensinsolvenzen 11,1
Prozent, von 144 (2012) auf 128
(2013). Davon waren 404 (2012:
402) Beschäftigte betroffen,
der voraussichtliche Forderungsausfall beläuft sich auf 27
(2012: 120) Millionen Euro. Im
Rhein-Sieg-Kreis gingen die
Insolvenzen von 299 um 10,0
Prozent auf 269 zurück. 1.201
(2012: 722) Beschäftigte waren
davon betroffen, die voraussichtlichen Forderungen liegen
bei 110 (2012: 91) Millionen
Euro. Landesweit stellten im
letzten Jahr 8.799 Unternehmen bei den nordrheinwestfälischen Amtsgerichten
einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Wie
Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 16,6 Prozent weniger als
2012 (10.548 Unternehmensinsolvenzen).
Standortpolitik / Statistik und Konjunktur
Dr. Hubertus Hille
Telefon 0228 2284-102,
[email protected]
Michael Schmaus (Statistik)
Telefon 0228 2284-140,
[email protected]
THEMA DES MONATS | STANDORTPOLITIK
Ob Naturregion Sieg, Drachenfels oder Haus der Geschichte –
die Region hat Touristen viel zu
bieten ...
IHK und IUBH stellen gemeinsamen Branchenreport Tourismus vor:
„Tourismusdestination Bonn/Rhein-Sieg braucht eine Dachmarke“
„Der Strukturwandel des Tourismus in der Region Bonn/RheinSieg ist geschafft. Sowohl bei
der Nachfrage als auch im (Hotellerie-)Angebot stehen Bonn
und die Region auf festen Füßen. Zwar hat der Verlust der
Hauptstadtfunktion die gesamte Branche seit Mitte der
1990er Jahre vor große Herausforderungen gestellt, heute
kommen aber mehr Gäste in die
Bonner Region als je zuvor.“
Dieses positive Fazit zieht
Fritz Georg Dreesen, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/RheinSieg und Direktor Rheinhotel
Dreesen GmbH, auf Grundlage
des neuen IHK-Branchenreports
Tourismus & Hotellerie. Auf Anregung der IHK hat die Interna-
tionale Hochschule Bad Honnef-Bonn (IUBH) – School of
Business and Management,
Fachbereich Tourismusmanagement unter der Projektleitung
von Professor Dr. Helmut Wachowiak, diesen Report erstellt.
Zwanzig Jahre nach der „Tourismusstudie
Bonn/Rhein-Sieg/
Ahrweiler“, die 1994 das Fundament für Ausgleichsmaßnahmen im touristischen Umfeld –
für den Städtetourismus in
Bonn sowie für den Freizeittourismus im Bonner Umland – gelegt hat, stellt der neue Branchenreport aktuelle Daten und
Fakten bereit, die den Startschuss geben können für neue
Initiativen und Projekte zur Förderung des Tourismus. „Ziel dieses IHK-Branchenreports ist es,
die Frage zu beantworten, wie
sich der Tourismus in der Region
Bonn/Rhein-Sieg aktuell darstellt, um daraus weitere Schritte für zukünftige Maßnahmen
zur langfristig positiven Positionierung auf dem touristischen
Markt abzuleiten“, so Professor
Wachowiak.
„Die Studie zeigt die große
wirtschaftliche Bedeutung des
Gastgewerbes in der Region
Bonn/Rhein-Sieg“
so
Kurt
Schmitz-Temming, stellvertretender Hauptgeschäftsführer
der IHK. „Allein das Beherbergungsgewerbe – und dabei vor
allem die Hotels mit ihren insgesamt 19.184 Betten (Bonn:
8.504/R-S-K: 10.680) – erwirtschaftet pro Jahr einen Gesamtumsatz von 163,8 Mio.
Euro (Bonn: 84,2 Mio. Euro / RS-K: 79,6 Mio. Euro). Zusammen mit der Gastronomie stellt
das
Beherbergungsgewerbe
9.474 Arbeitsplätze bereit.“
Weiter zeigt die Studie:
Die Übernachtungsgäste geben fast eine halbe Milliarde
Euro (496,7 Mio. Euro) pro Jahr
aus. Dieser Gesamtumsatz
führt zu 237 Mio. Euro Einkommenseffekten (Unternehmensgewinne sowie Löhne
und Gehälter) sowie 18,1 Mio.
Euro Steuern, davon alleine 12
Mio. Euro Gewerbesteuer. „Mit
dieser Studie haben wir erstmals seit 20 Jahren fundierte
Ergebnisse wissenschaftlich akribisch durchgeführter Marktforschung im Bereich Tourismus“, so Udo Schäfer, Geschäftsführer der Tourismus &
Congress GmbH. Jetzt ist die
Region gefragt, das eigene touristische Profil zu schärfen und
weiter auszubauen.
Weitere Informationen sowie den vollständigen Branchenreport unter www.ihkbonn.de | Webcode 2482.
Standortpolitik
Kurt Schmitz-Temming
Telefon 0228 2284-142,
[email protected]
Die Wirtschaft April 2014
49
MULTIMEDIA, GESUNDHEIT | SERVICE
Prof. Dr. Tobias Kollmann neuer
Beauftragter für die Digitale Wirtschaft
Die Publikation des BMWi stellt die Preisträger der letzten Jahre vor
und informiert über Bewerbungsverfahren, Jury und Preise.
Neue Publikation:
Gründerwettbewerb – IKT Innovativ
Die IKT-Branche ist in den
vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Sie erwirtschaftete im Jahr 2011 einen
Gesamtumsatz von rund 228
Milliarden Euro. Das sind rund
2,9 Prozent oder sechs Milliarden Euro mehr als 2010.
Aufgrund der größer werdenden Bedeutung der IKTWirtschaft ist eine wachstumsorientierte
Förderung
junger IKT-Unternehmen ein
wesentliches politisches Ziel,
denn die internationale Spitzenposition der Bundesrepublik soll behauptet werden.
An dieser Stelle setzt auch
der „Gründerwettbewerb –
IKT Innovativ“ an, der die
Innovationskraft der deutschen Gründerszene mit der
Förderung vielversprechender
Business-Konzepte
unter-
stützt. Die im Durchschnitt
über 250 Bewerbungen der
vergangenen Wettbewerbsrunden sprechen ebenso für
den Erfolg des Wettbewerbs
wie die hohen Gründungsquoten der Bewerberinnen
und Bewerber.
Laut Zwischenevaluation
des Wettbewerbs haben ein
Jahr nach Teilnahme bereits
die Hälfte der Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer und praktisch alle Preisträgerinnen und Preisträger
ein Unternehmen gegründet.
Die Publikation des BMWi
stellt die Preisträger der letzten Jahre vor und informiert
über Bewerbungsverfahren,
Jury und Preise und kann auf
der Seite des BMWi heruntergeladen werden.
Quelle: BMWi
Wirtschaftsminister
Garrelt
Duin will NRW als führenden
Digitalstandort in Deutschland profilieren. Um diesen
Prozess voranzutreiben, hat
er Professor Dr. Tobias Kollmann zum Beauftragten für
die Digitale Wirtschaft (BDW)
ernannt, der als direkter
Ansprechpartner die Brücke
zwischen Gründern, Wissenschaft, Kreditwirtschaft und
Industrie schlagen soll.
Unter seiner Leitung, so
der Wirtschaftsminister, werde
das Land bis Jahresende eine
Strategie für die Digitale Wirtschaft als Querschnittsbranche aus Internetwirtschaft,
Informations- und Kommuni-
kationswirtschaft entwickeln.
Der Beauftragte für die Digitale Wirtschaft wird im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und
Handwerk direkt beim Minister
angesiedelt.
In dieser Funktion soll
Kollmann als direkter Ansprechpartner für die Branche
gemeinsam mit den Akteuren
Ideen und Strategien zur Unterstützung der Digitalen Wirtschaft in NRW entwickeln und
Interesse für eine Ansiedlung
in NRW wecken, in der Szene
präsent sein und für einen
engen Draht zum Wirtschaftsministerium sorgen.
Quelle: IKT.NRW
Neuer Höchstwert bei Mobilfunkteilnehmern
Die Teilnehmerzahl im Mobilfunk ist im Jahr 2013 auf
n.
ca. 115 Mio. gestiegen.
n
Dies ergibt sich aus den
aktuellen Daten derr
Mobilfunknetzbetrei-ber. Im Vergleich zum
Vorjahr (2012: ca. 113
Mio.) hat sich die Zahl
der Teilnehmer um
knapp zwei Millionen
erhöht. Damit wird
ein neuer Höchstwert erreicht. Ebenfalls gestiegen ist
der Anteil der LTE-Nutzer. Im
Jahr 2013 ist hier die Teilnehme
merzahl rasant auf
5
5,6 Millionen ang
gewachsen. Ende
2
2012 betrug diese
no
noch eine Million.
W
Weitere Informatione
nen zu den Teilnehme
merzahlen sind unter
www.bundesnet zage
agentur.de
zu finden.
Q
Quelle: Bundesnetzagentur
IKT Innovativ: Gesundheit und
IT – Wenn die App den Arzt ruft!
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Besondere Ausgleichsregelung:
Unternehmensliste 2014
Das Bundesamt für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
hat die Liste der Unternehmen
veröffentlicht, die im Jahr 2014
unter die besondere Ausgleichsregelung des EEG fallen
(www.bafa.de, Stichwort: besar_2014). Im Ergebnis wurden
bei 2.098 Unternehmen (2.026
produzierendes Gewerbe / 72
Schienenbahnen) mit insgesamt
2.779 Abnahmestellen die gestellten Anträge zur Wahrnehmung der besonderen
Ausgleichsregelung
positiv
beschieden. Die privilegierte
Strommenge liegt bei 107 Terawattstunden (TWh), davon entfallen 96 TWh auf produzierendes Gewerbe und 11 TWh auf
Schienenbahnen. Nach Schätzung der Übertragungsnetzbetreiber werden diese Unternehmen um 5,1 Mrd. Euro entlastet
werden. Die Entlastung wirkt
sich mit 1,35 ct/kWh auf den
EEG-Umlagesatz aus.
Quelle: DIHK
Grünes Licht für Backloading
EU-Parlament und Rat haben
sich im Februar für ein Inkrafttreten des Backloadings im
März ausgesprochen.
Zwar hatten beide Institutionen bereits Ende Dezember
2013 einer einmaligen temporären Verknappung von Emissionszertifikaten (Backloading) in
der 3. Handelsperiode zugestimmt, allerdings musste der
konkrete Zeitplan für das Backloading erst noch in Form einer
Änderung der Versteigerungsverordnung im Rahmen des sogenannten
Komitologie-Verfahrens von Vertretern der Mitgliedstaaten beschlossen wer-
den. Der nun beschlossene
Zeitplan sieht vor, dass im Jahr
2014 insgesamt 400 Millionen
Zertifikate aus dem Markt genommen werden sollen, im Jahr
2015 dann 300 Millionen und
2016 weitere 200 Millionen.
Davon sollen 300 Millionen Zertifikate im Jahr 2019 und 600
Millionen Zertifikate im Jahr
2020 in den Markt zurückgeführt werden. Hätte das Backloading erst im April oder später
in Kraft treten können, wären
dem Markt in diesem Jahr lediglich 300 Millionen Zertifikate
entzogen worden.
Quelle: DIHK
Innovation, Umwelt, Industrie und Energie
Dr. Rainer Neuerbourg
Telefon 0228 2284-164,
[email protected]
Ingrid Heider
Telefon 0228 2284-193,
[email protected]
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gggU^UbWi"XeRTU
Der DIHK fordert, dass das Antragsverfahren der
EU-Forschungsförderung beschleunigt und entbürokratisiert wird.
Europapolitische Positionen 2014: Industrie-,
Forschungs- und Innovationspolitik des DIHK
Wo sollte die EU in Zukunft
mehr Reformen angehen? Welche Forderungen hat die deutsche Wirtschaft an die künftige EU-Politik? Antworten auf
diese Fragen gibt der DIHK mit
den „Europapolitischen Positionen 2014“. So setzt man sich
unter anderem dafür ein, die Industrie- und Innovationspolitik
auf mehr Wettbewerbsfähigkeit
auszurichten – ohne neue Regulierungen.
So heißt es im Kapitel zur
Industriepolitik: „Anstatt bestimmte Sektoren zu begünstigen und z. B. besonders förderungswerte Schlüsseltechnologien zu identifizieren, sollte
die EU ein günstiges Umfeld
schaffen, das die Innovationsund Wettbewerbsfähigkeit der
europäischen
Unternehmen
insgesamt unterstützt. Die Bevorzugung bestimmter Bereiche
zieht hingegen Wettbewerbsverzerrungen in der EU nach
sich. Überdies besteht die Gefahr, dass Projekte mit hohem
Aufwand verfolgt werden, die
letztlich nicht bestehen können, bzw. Chancen nicht ge-
nutzt werden, die der Markt
bietet.“
Im Kapitel zur Forschungsund Innovationspolitik fordert
der DIHK: „Es sind besonders
die innovativen Unternehmen
und insbesondere KMU, die mit
neuen Produkten und Prozessinnovationen für Wachstum und Beschäftigung sorgen.
Daher braucht die EU-Forschungsförderung mehr Unternehmensbeteiligung, z. B. durch
den „Fast Track to Innovation“
– ein technologieoffenes, unbürokratisches
Förderinstrument, das auf die Bedürfnisse
der Wirtschaft zugeschnitten
ist. Zudem muss grundsätzlich
das Antragsverfahren der EUForschungsförderung beschleunigt und entbürokratisiert
werden. Darüber hinaus sollten
die Abrechnungsvorschriften
vereinfacht und nationale Abrechnungsmethoden anerkannt
werden.“
Die Positionen können auf
der Homepage des DIHK (www.
dihk.de) unter dem Stichwort
„Europapolitische Positionen
2014“ abgerufen werden.
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Eine Idee weiter
Die Wirtschaft April 2014
51
INTERNATIONAL | SERVICE
Brasilien: Beitritt zum UN-Kaufrecht (CISG)
Zum 1. April 2014 trat Brasilien dem UN-Kaufrechtsübereinkommen bei. Das UNKaufrecht zählt zu den erfolgreichsten Übereinkommen auf
dem Gebiet des internationalen
Handelsrechts. Es stellt ein einheitliches Regelwerk für das
Zustandekommen von grenz-
überschreitenden Warenkaufverträgen zur Verfügung und
legt die Rechte und Pflichten
der Vertragsparteien fest. Weitere Informationen: www.uncitral.org > UNCITRAL Texts &
Status > International Sale of
Goods (CISG) oder bei der IHK
Bonn/Rhein-Sieg.
Schweiz: Dienstleistungserbringung
Obstverkäuferinnen vor den Mauern von Harare, Äthiopien
Äthiopien:
Konformitätserklärungen verpflichtend
Ab sofort ist die Vorlage eines
Konformitätszeugnisses bei
der
Einfuhr
bestimmter
Warengruppen
nach Äthiopien erforderlich.
Waren
ohne Konformitätsnachweis werden systematischen Untersuchungen
durch das Handelsministerium
unterzogen. Betroffene Wa-
www.Andre -Michels.de
[email protected]ndre - Michels.de
z.B. Produktions- und Lagerhalle mit Büro,
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52
Die Wirtschaft April 2014
R
ren sind: Lebensmittel und
deren Nebenprodukte, Chemische Produkte, Textilien, Leder, Plastik- und
Gummiprodukte,
Baumaterialien,
elektrische und
elektronische
Produkte.
Weitere Informationen finden sich auf
der Website der SGS Société
Générale de Surveillance Holding (Deutschland) GmbH
(www.sgsgroup.de),
unter
dem Stichwort „ethiopia“ auf
der Homepage www.intertek.
com oder können bei der IHK
Bonn/Rhein-Sieg
erfragt
werden.
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Zum 1. April 2014 trat eine
überarbeitete SECO-Weisung
in Kraft. Wesentliche Eckpunkte betreffen die Entsendung von Mitarbeitern und
die Berechnung des Mindestlohnes bzw. präzisieren bisherige Zweifelsfälle. Neu erstellt
wurde auch die Übersicht mit
den Tätigkeiten, welche zum
Bauhaupt- und Baunebenge-
werbe gehören. Denn diese
Tätigkeiten sind ab dem ersten Einsatztag meldepflichtig.
Weitere Informationen können auf der Website der IHK
Hochrhein-Bodensee (www.
konstanz.ihk.de) unter dem
Titel „SECO-Weisung ,Vorgehen zum internationalen Lohnvergleich’“ abgerufen werden.
Quelle: DIHK
April-Newsletter zur Außenwirtschaft
In der Aprilausgabe des IHK
Außenwirtschaft-Infodienstes
finden sich wieder viele wichtige Neuigkeiten, Mitteilungen
und Bestimmungen rund um
das Thema Außenwirtschaft.
Neben der „Internetadresse
des Monats“ enthält der Newsletter neben Veranstaltungshinweisen, Ländernotizen und
Meldungen über Zoll- und Ver-
fahrensfragen auch aktuelle
Termine von Messen und Ausstellungen sowie Kurzmeldungen über aktuelle Veröffentlichungen im Außenwirtschaftsbereich.
Der Infodienst zur Außenwirtschaft kann im Internet
heruntergeladen oder abonniert werden unter www.ihkbonn.de | Webcode 5.
Wirtschaftsforum Indonesien
am Dienstag, 3. Juni 2014, 14:00 - 17:00 Uhr
IHK Bonn/Rhein-Sieg, Bonner Talweg 17, 53113 Bonn
Weitere Informationen: www.ihk-bonn.de | Webcode: 6491701
Marktsondierungsreise Indonesien
vom 11. bis 19. Oktober 2014
Anmeldeschluss: Montag, 1. September 2014
Weitere Informationen: www.ihk-bonn.de | Webcode: 6491707
Außenhandel, EU-Informationen
Rainer Ludwig
Telefon 0228 2284-167,
[email protected]
Alina Turnwald
Telefon 0228 2284-144,
[email protected]
SERVICE | RECHT UND STEUERN
WETTBEWERBSRECHT
Bezeichnung „Geschäftsführer“
für Einzelunternehmer irreführend
Nach einer Entscheidung des OLG München ist es irreführend,
wenn ein Einzelunternehmer die Bezeichnung „Geschäftsführer“ verwendet (OLG München, Urteil v.
14.11.2013, Az. 6 U 1888/13). Das Oberlandesgericht führte aus, dass der Verbraucher
angesichts der Bezeichnung „Geschäftsführer“ davon ausgehe, dass es sich bei dem
Verkäufer um eine juristische Person handle,
deren Geschäftsführer die im Impressum
ausgewiesene Person sei. Die Bezeichnung
e
sei irreführend, da der Beklagte als Diensteanbieter von Telemedien verpflichtet gewesen sei, dem
Verbraucher korrekte Informationen bezüglich der Unternehmeridentität zu geben. Für etwaige Käufer sei dies eine
maßgebliche Information, da die Frage, mit welchem Vertragspartner ein Vertrag geschlossen werde, für eine Kaufentscheidung von Bedeutung sei.
Quelle: Wettbewerb Aktuell Infobrief, Nr. 9-10/2014
Steuerpflichtiger Arbeitslohn bei Übernahme
von Bußgeldern durch den Arbeitgeber
Der Bundesfinanzhof (BFH) urteilte, dass die Übernahme von
Bußgeldern durch den Arbeitgeber für einen angestellten
Arbeitnehmer steuerpflichtigen
Arbeitslohn darstellt. Im Streitfall hatte eine Spedition für
angestellte Fahrer die Bußgelder wegen Überschreitung von
Lenkzeiten und Nichteinhaltung
von Ruhezeiten übernommen.
Lohnsteuer behielt das Fuhrunternehmen nicht ein. Laut BFH
haben Vorteile keinen Arbeitslohncharakter, wenn sie sich bei
objektiver Würdigung aller Umstände nicht als Entlohnung,
sondern lediglich als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung er-
weisen. Dies ist dann gegeben,
wenn sie aus ganz überwiegend
eigenbetrieblichem Interesse
des Arbeitgebers gewährt werden. Im vorliegendenen Fall
stelle die Übernahme der Bußgelder jedoch kein überwiegend
eigenbetriebliches Interesse dar,
der wiederholte Verstoß eines
Arbeitnehmers gegen die Straßenverkehrsordnung solle und
könne nicht im eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers liegen, so die Richter. Ein
rechtswidriges Tun sei keine beachtenswerte Grundlage einer
betriebsfunktionalen Zielsetzung. Daher waren die übernommenen Bußgelder als Arbeitslohn zu versteuern.
Recht und Steuern
Detlev Langer
Telefon 0228 2284-134,
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Nadine Catherina Breuer
Telefon 0228 2284-183,
[email protected]
Werkvertrag contra Arbeitsverhältnis
Vereinbaren Vertragspartner
einen Werkvertrag, dem es an
einem vertraglich festgelegten, abgrenzbaren und dem
Auftragnehmer zurechenbaren Werk mangelt, so spricht
das gegen die Annahme eines
Werkvertrages. Das entschied
das Bundesarbeitsgericht (BAG)
im Fall einer wissenschaftlichen
Hilfskraft, deren Tätigkeit für
eine landeseigene Denkmalpflege auf der Grundlage von
Werkverträgen in der Bearbeitung und Nachqualifizierung
von Bodendenkmälern bestand.
Sie machte nach langjähriger
Tätigkeit geltend, es bestehe
ein Arbeitsverhältnis. In der Begründung weist das Gericht
darauf hin, dass ein Arbeitsverhältnis sich von einem Werkvertrag maßgeblich durch den
Grad der persönlichen Abhängigkeit unterscheide. Ein Arbeitnehmer sei zur Leistung wei-
sungsgebundener, fremdbestimmter Arbeit in persönlicher
Abhängigkeit verpflichtet. Ein
Werkunternehmer sei demgegenüber selbständig und organisiere die für die Erreichung eines
Erfolgs notwendigen Handlungen nach eigenen betrieblichen
Voraussetzungen. Das Fehlen
eines abgrenzbaren, dem Auftragnehmer zurechenbaren und
abnahmefähigen Werkes spreche gegen einen Werkvertrag,
da der Auftraggeber durch weitere Weisungen den Gegenstand der Leistung erst festlegen müsse und so Arbeit und
Einsatz erst bindend bestimmt
würden. Vorliegend sei angesichts der zahlreichen, dichten
Bindungen des Auftragnehmers
in der Gesamtschau von einer
Tätigkeit in persönlicher Abhängigkeit auszugehen.
Quelle: BAG v. 25. 09.2013;
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Die Wirtschaft April 2014
53
BERUFSBILDUNG/FACHKRÄFTE | SERVICE
Azubi-Gehälter 2013 deutlich gestiegen
Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind nach Angaben
des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) im Jahr 2013
durchschnittlich um 4,2 Prozent
auf 761 Euro im Monat gestiegen. Das waren 31 Euro mehr
als noch 2012. Der Anstieg der
Azubi-Löhne ist eine Folge der
guten Wirtschaftslage und des
demografischen Wandels mit
weniger Schulabgängern und
mehr offenen Lehrstellen. Eine
Übersicht der Ausbildungsvergütungen
verschiedener
Branchen gibt das Tarifregister Nordrhein-Westfalen
www.tarifregister.nrw.de
Christian Papadopoulos begleitet das IHK-Projekt „Entwicklung
von Inklusionskompetenz“ mit seinem Beratungsunternehmen
designbar Consulting.
2. Info-Veranstaltung für Unternehmen über
„Fachkräftesicherung durch Inklusion“
Die IHK Bonn/Rhein-Sieg lädt
ihre Mitgliedsunternehmen zur
zweiten kostenfreien Informationsveranstaltung über
die Beschäftigung
und
Ausbildung
von Menschen mit
Behinderung ein.
Christian Papadopoulos, der das IHK-Projekt „Entwicklung von Inklusionskompetenz“ mit seinem
Beratungsunternehmen designbar Consulting begleitet, moderiert die Veranstaltung. Referenten der Agentur für Arbeit
und des LVR-Integrationsamts
Köln stellen Fördermöglichkeiten für schwerbehinderte
Beschäftigte
vor.
Ve
Vertreter von Unterne
nehmen berichten
an
anhand von BestPr
Practice-Beispielen,
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wie die berufliche
In
Inklusion von Mensc
schen mit Behinderung im Unternehmen gelingen
kann.
Anmeldung und weitere
Informationen bei der Inklusionsberaterin der IHK Bonn/
Rhein-Sieg, Susanne Burghardt,
Tel.: 0228 2284-196, E-Mail:
[email protected]
Forum Personalentwicklung:
Betriebliches Gesundheitsmanagement
am 29. April 2014, 18:00 - 20:00 Uhr,
Katholisch-Soziales Institut (KSI), Selhofer Str. 11, 53604 Bad Honnef
Weitere Infos: www.ihk-bonn.de | Webcode: 261
Fachkräftesicherung durch Inklusion
Informationsveranstaltung für Unternehmen
am 22. Mai 2014, 14:00 bis 16:30 Uhr,
Bildungszentrum der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Kautexstr. 53, 53229 Bonn
Weitere Infos: www.ihk-bonn.de | Webcode: 2442
Berufsbildung und Fachkräftesicherung
Jürgen Hindenberg
Telefon 0228 2284-146,
[email protected]
Gertrud Auf der Mauer
Telefon 0228 2284-147,
[email protected]
54
Die Wirtschaft April 2014

SERVICE | WEITERBILDUNG
Vorbereitungslehrgang auf die mündliche
Ausbildereignungsprüfung für Fachwirte
Termin:
Zeiten:
Kosten:
Webcode:
22. April 2014 bis 25. April 2014
Dienstag bis Freitag,
8:00 – 17:00 Uhr
320,00 Euro
www.ihk-die-weiterbildung.de | 832
Das Verkaufsgespräch – Produkte verkaufen
sich nicht von allein
Termin:
Zeiten:

Wirtschaftsfachwirt/in (IHK)
Wirtschaftsfachwirte sind in der Lage, in allen Branchen Abläufe,
Zusammenhänge und rechtliche Fragen zu erkennen, betriebswirtschaftlich zu beurteilen und umzusetzen. Aufgrund der erworbenen
Fachkompetenzen können sie betriebliche Entscheidungen verantwortlich mitgestalten und sich so für anspruchsvolle Führungsaufgaben empfehlen.
Wirtschaftsfachwirte sind umfassend qualifizierte „Generalisten“, die in allen Wirtschaftszweigen und Branchen eingesetzt werden können. Der Abschluss als „Geprüfte/r Wirtschaftsfachwirt/in“
ist für jene interessant, die eine solide und umfassende Qualifikation
anstreben, sich aber nicht zu sehr spezialisieren möchten.
Anders als in vielen Aufstiegsfortbildungen ist der Lehrgang
branchen- und fachübergreifend konzipiert. Die Branchen- und
Fachunabhängigkeit macht dieses Weiterbildungsangebot besonders attraktiv, da es viele Möglichkeiten für die Karriereplanung offen lässt. So können in allen Branchen Abläufe und Zusammenhänge
erkannt, betriebswirtschaftlich beurteilt und umgesetzt werden.
Ansprechpartner:
Marion Klinkhammer
Telefon 0228 97574-27
Telefax 0228 97574-16
[email protected]
Termin
5.05.2014 – 29.04.2016
Mo. und Mi., 18:00 – 21:15 Uhr
gelegentlich samstags
8:30 - 15:30 Uhr
640 Unterrichtsstunden
Preis:
3.500,00 Euro
Förderung:
www.bildungsscheck.de
www.bildungspraemie.info
www.lernet.de
Weitere Infos:
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Webcode: 801
Kosten:
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5. Mai 2014
Montag,
9:00 bis 16:30 Uhr
240,00 Euro
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Ausbilderlehrgang nach AEVO; Vollzeit
Termin:
Zeiten:
Kosten:
Webcode:
12. bis 23. Mai 2014
montags bis freitags,
9:00 – 16:30 Uhr
550,00 Euro
www.ihk-die-weiterbildung.de | 803
Endspurtseminar – Fit in die mündliche Prüfung
Termin:
Zeiten:
Kosten:
Webcode:
21. Mai 2014 bis 4. Juni 2014
mittwochs,
18:00 – 20:15 Uhr
105,00 Euro
www.ihk-die-weiterbildung.de | 757200
Handelsfachwirt/in (IHK)
Termin:
Zeiten:
Kosten:
Webcode:
24. Juni 2014 bis 18. März 2016
dienstags und donnerstags,
18:00 – 21:15 Uhr
2.950,00 Euro
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Weiterbildung — Tagesveranstaltungen, Zertifikatslehrgänge, Fortbildungsprüfungen
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Telefon 0228 97574-19,
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Kautexstraße 53, 53229 Bonn-Holzlar,
Telefon 0228 97574-0, Fax 0228 97574-16,
E-Mail: [email protected],
Internet: www.ihk-die-weiterbildung.de
Die Wirtschaft April 2014
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IHK-VERANSTALTUNGEN | SERVICE
Das neue Verbraucherrecht kommt,
Online-Händler aufgepasst!
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Zeiten:
Kosten:
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Dienstag, 29. April 2014
17:00 bis 19:00 Uhr
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Kundengewinnung, Kundenbindung
– Marketing für junge Unternehmen
Termin:
Donnerstag, 8. Mai 2014
Ansprechpartner:
Heiko Oberlies
Telefon 0228 2284-138,
E-Mail: [email protected]
Anmeldung:
Heike Ollig
E-Mail: [email protected]
Weitere Informationen:
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Die Wirtschaft April 2014
IKT Innovativ - Expeditionen für Unternehmen
Termin:
Zeiten:
Kosten:
Webcode:
Donnerstag, 8. Mai 2014
19:00 bis 21:00 Uhr
10,00 Euro
IHK Bonn/Rhein-Sieg | 6491706
Basisseminar Businessplan
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Zeiten:
Kosten:
Webcode:
Donnerstag, 8. Mai 2014
10:00 bis 14:00 Uhr
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Buchhaltung leicht verständlich
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Donnerstag, 15. Mai 2014
17:00 bis 20:30 Uhr
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
„Gesundheit und IT oder Wenn die App den Arzt ruft!“ So lautet das
Thema bei der 2. Etappe der Veranstaltungsreihe „IKT innovativ: Expedition für Unternehmen – ein Forum für IT“, die von der IHK Bonn/
Rhein-Sieg mit T-Systems und podium49 ausgerichtet wird. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 8. Mai ab 19 Uhr im podium49 in
der Schloßstraße 49 in 53115 Bonn statt.
„Informations- und Kommunikationstechnologien haben sich
zum Wachstumsmotor für die Gesundheitswirtschaft entwickelt.
Von der Vorsorge über die Diagnose bis zur Therapie tragen IKTFortschritte wesentlich zur Verbesserung der Systeme bei“, so IHKReferent Heiko Oberlies. IT-Innovationen finden sich in der Telemedizin, bei intelligenten Patientensystemen für Krankenhäuser und
vernetzten Informationssystemen wie der elektronischen Gesundheitskarte. Von der vernetzten Datenverarbeitung profitieren gerade
Risikopatienten durch autarke Überwachungssysteme (Health Apps),
die Blutzuckerspiegel, Herzschlag und andere wichtige Körperfunktionen verfolgen und bei Bedarf selbstständig Alarm auslösen. AALTechnologien (Ambient Assisted Living) passen sich den Bedürfnissen der Menschen an.
Die 2. Etappe von IKT innovativ rückt spannende Themenstränge wie Telemedizin/Telematik, AAL oder Gesundheits-Apps in den
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Die Wirtschaft April 2014
57
BEKANNTMACHUNGEN | SERVICE
Prüfungsordnung für die Durchführung von
Abschluss- und Umschulungsprüfungen
Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg erlässt aufgrund
des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom 12. März 2013 als
zuständige Stelle nach § 47 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 79 Abs. 4
Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), Artikel 22
des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I S. 2749) folgende Prüfungsordnung
für die Durchführung von Abschluss- und Umschulungsprüfungen:
Inhaltsverzeichnis
Vierter Abschnitt: Bewertung, Feststellung und
Beurkundung des Prüfungsergebnisses
§ 24
Bewertungsschlüssel
§ 25
Bewertungsverfahren, Feststellung der
Prüfungsergebnisse
§ 26
Ergebnisniederschrift, Mitteilung über Bestehen oder
Nichtbestehen
§ 27
Prüfungszeugnis
§ 28
Bescheid über nicht bestandene Prüfung
Fünfter Abschnitt: Wiederholungsprüfung
Erster Abschnitt: Prüfungsausschüsse
§ 29
Wiederholungsprüfung
§1
Errichtung
§2
Zusammensetzung und Berufung
§3
Ausschluss von der Mitwirkung
§4
Vorsitz, Beschlussfähigkeit, Abstimmung
§ 30
Rechtsbehelfsbelehrung
§5
Geschäftsführung
§ 31
Prüfungsunterlagen
§6
Verschwiegenheit
§ 32
Prüfung von Zusatzqualifikationen
§ 33
Inkrafttreten
Sechster Abschnitt: Schlussbestimmungen
Zweiter Abschnitt: Vorbereitung der Prüfung
§7
Prüfungstermine
§8
Zulassungsvoraussetzungen für die Abschluss- und
Umschulungsprüfungen
§9
Zulassungsvoraussetzungen für die Abschlussprüfung in
zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen
§ 10
Zulassung von Absolventen schulischer und sonstiger
Bildungsgänge
§ 11
Zulassungsvoraussetzungen in besonderen Fällen
§ 12
Zulassung zur Prüfung
§ 13
Entscheidung über die Zulassung
Erster Abschnitt:
Prüfungsausschüsse
§ 1 Errichtung
(1) Die zuständige Stelle errichtet für die Abnahme der Abschluss- und
Umschulungsprüfungen Prüfungsausschüsse (§ 39 Abs. 1 Satz 1 BBiG / § 62
Absatz 3 Satz 1 BBiG).
(2) Für einen Ausbildungsberuf können bei Bedarf, insbesondere bei einer großen
Anzahl von Prüfungsbewerbern/Prüfungsbewerberinnen und bei besonderen
Anforderungen in der Ausbildungsordnung, mehrere Prüfungsausschüsse
errichtet werden.
(3) Mehrere zuständige Stellen können bei einer von ihnen gemeinsame
Prüfungsausschüsse errichten (§ 39 Abs. 1 Satz 2 BBiG).
§ 2 Zusammensetzung und Berufung
Dritter Abschnitt: Durchführung der Prüfung
§ 14
Prüfungsgegenstand
§ 15
Gliederung der Prüfung
§ 16
Besondere Verhältnisse behinderter Menschen
§ 17
Befreiung von vergleichbaren Prüfungsbestandteilen bei
der Umschulungsprüfung
§ 18
Prüfungsaufgaben
§ 19
Nichtöffentlichkeit
§ 20
Leitung, Aufsicht und Niederschrift
§ 21
Ausweispflicht und Belehrung
§ 22
Täuschungshandlungen und Ordnungsverstöße
§ 23
Rücktritt, Nichtteilnahme
58
Die Wirtschaft April 2014
(1) Der Prüfungsausschuss besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Die
Mitglieder müssen für die Prüfungsgebiete sachkundig und für die Mitwirkung
im Prüfungswesen geeignet sein (§ 40 Abs. 1 BBiG).
(2) Dem Prüfungsausschuss müssen als Mitglieder Beauftragte der Arbeitgeber/
Arbeitgeberinnen und der Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen in gleicher Zahl
sowie mindestens eine Lehrkraft einer berufsbildenden Schule angehören.
Mindestens zwei Drittel der Gesamtzahl der Mitglieder müssen Beauftragte
der Arbeitgeber/Arbeitgeberinnen und der Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen
sein (§ 40 Abs. 2 Sätze 1 und 2 BBiG).
(3) Die Mitglieder werden von der zuständigen Stelle für eine einheitliche
Periode, längstens für fünf Jahre berufen (§ 40 Abs. 3 Satz 1 BBiG).
(4) Die Beauftragten der Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen werden auf
Vorschlag der im Bezirk der zuständigen Stelle bestehenden Gewerkschaften
und selbstständigen Vereinigungen von Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen mit
sozial- oder berufspolitischer Zwecksetzung berufen (§ 40 Abs. 3 Satz 2 BBiG).
(5) Lehrkräfte von berufsbildenden Schulen werden im Einvernehmen mit der
Schulaufsichtsbehörde oder der von ihr bestimmten Stelle berufen (§ 40 Abs.
3 Satz 3 BBiG).
SERVICE | BEKANNTMACHUNGEN
(6) Werden Mitglieder nicht oder nicht in ausreichender Zahl innerhalb einer
von der zuständigen Stelle gesetzten angemessenen Frist vorgeschlagen, so
beruft die zuständige Stelle insoweit nach pflichtgemäßem Ermessen (§ 40
Abs. 3 Satz 4 BBiG).
Prüfungsausschuss übertragen. Erforderlichenfalls kann eine andere zuständige
Stelle ersucht werden, die Prüfung durchzuführen. Das gleiche gilt, wenn eine
objektive Durchführung der Prüfung aus anderen Gründen nicht gewährleistet
erscheint.
(7) Die Mitglieder der Prüfungsausschüsse können nach Anhörung der an ihrer
Berufung Beteiligten aus wichtigem Grund abberufen werden (§ 40 Abs. 3 Satz
5 BBiG).
§ 4 Vorsitz, Beschlussfähigkeit, Abstimmung
(8) Die Mitglieder haben Stellvertreter oder Stellvertreterinnen (§ 40 Abs. 2
Satz 3 BBiG). Die Absätze 3 bis 7 gelten für sie entsprechend.
(1) Der Prüfungsausschuss wählt ein Mitglied, das den Vorsitz führt, und
ein weiteres Mitglied, das den Vorsitz stellvertretend übernimmt. Der/die
Vorsitzende und das ihn/sie stellvertretende Mitglied sollen nicht derselben
Mitgliedergruppe angehören (§ 41 Abs. 1 BBiG).
(9) Die Tätigkeit im Prüfungsausschuss ist ehrenamtlich. Für bare Auslagen
und für Zeitversäumnis ist, soweit eine Entschädigung nicht von anderer Seite
gewährt wird, eine angemessene Entschädigung zu zahlen, deren Höhe von der
zuständigen Stelle mit Genehmigung der obersten Landesbehörde festgesetzt
wird (§ 40 Abs. 4 BBiG).
(2) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel der Mitglieder,
mindestens drei, mitwirken. Er beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen
Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des vorsitzenden Mitgliedes
den Ausschlag (§ 41 Abs. 2 BBiG).
(10) Von den Absätzen 2 und 8 darf nur abgewichen werden, wenn andernfalls
die erforderliche Zahl von Mitgliedern des Prüfungsausschusses nicht berufen
werden kann (§ 40 Abs. 5 BBiG).
§ 3 Ausschluss von der Mitwirkung
(1) Bei der Zulassung und Prüfung dürfen Angehörige der Prüfungsbewerber/
Prüfungsbewerberinnen nicht mitwirken. Angehörige im Sinne des Satzes 1
sind:
1. Verlobte,
2. Ehegatten,
3. eingetragene Lebenspartner,
4. Verwandte und Verschwägerte gerader Linie,
§ 5 Geschäftsführung
(1) Die Geschäftsführung des Prüfungsausschusses liegt in Abstimmung mit
dem Prüfungsausschuss bei der zuständigen Stelle. Einladungen (Vorbereitung,
Durchführung, Nachbereitung), Protokollführung und Durchführung
der Beschlüsse werden im Einvernehmen mit dem/der Vorsitzenden des
Prüfungsausschusses geregelt.
(2) Zu den Sitzungen des Prüfungsausschusses sind die ordentlichen Mitglieder
rechtzeitig einzuladen. Stellvertretende Mitglieder werden in geeigneter
Weise unterrichtet. Kann ein Mitglied an einer Sitzung nicht teilnehmen, so
soll es dies unverzüglich der zuständigen Stelle mitteilen. Für ein verhindertes
Mitglied ist ein stellvertretendes Mitglied einzuladen, welches derselben
Gruppe angehören soll.
(3) Die Sitzungsprotokolle sind von der protokollführenden Person und dem/der
Vorsitzenden zu unterzeichnen. § 26 Abs. 1 bleibt unberührt.
5. Geschwister,
6. Kinder der Geschwister,
7. Ehegatten der Geschwister und Geschwister der Ehegatten,
8. Geschwister der Eltern,
9. Personen, die durch ein auf längere Dauer angelegtes
Pflegeverhältnis mit häuslicher Gemeinschaft wie Eltern und Kind
miteinander verbunden sind (Pflegeeltern und Pflegekinder).
Angehörige sind die in Satz 2 aufgeführten Personen auch dann, wenn
1. in den Fällen der Nummern 2, 3, 4 und 7 die die Beziehung
begründende Ehe oder die Lebenspartnerschaft nicht mehr
besteht;
2. in den Fällen der Nummern 4 bis 8 die Verwandtschaft oder
Schwägerschaft durch Annahme als Kind erloschen ist;
3. im Falle der Nummer 9 die häusliche Gemeinschaft nicht mehr
besteht, sofern die Personen weiterhin wie Eltern und Kind
miteinander verbunden sind.
(2) Hält sich ein Prüfungsausschussmitglied nach Absatz 1 für ausgeschlossen
oder bestehen Zweifel, ob die Voraussetzungen des Absatz 1 gegeben
sind, ist dies der zuständigen Stelle mitzuteilen, während der Prüfung dem
Prüfungsausschuss. Die Entscheidung über den Ausschluss von der Mitwirkung
trifft die zuständige Stelle, während der Prüfung der Prüfungsausschuss. Im
letzteren Fall darf das betroffene Mitglied nicht mitwirken. Ausgeschlossene
Personen dürfen bei der Beratung und Beschlussfassung nicht zugegen sein.
(3) Liegt ein Grund vor, der geeignet ist, Misstrauen gegen eine unparteiische
Ausübung des Prüfungsamtes zu rechtfertigen, oder wird von einem
Prüfungsteilnehmer/einer Prüfungsteilnehmerin das Vorliegen eines solchen
Grundes behauptet, so hat die betroffene Person dies der zuständigen Stelle
mitzuteilen, während der Prüfung dem Prüfungsausschuss. Absatz 2 Sätze 2
bis 4 gelten entsprechend.
§ 6 Verschwiegenheit
Unbeschadet bestehender Informationspflichten, insbesondere gegenüber
dem Berufsbildungsausschuss, haben die Mitglieder des Prüfungsausschusses
und sonstige mit der Prüfung befassten Personen über alle Prüfungsvorgänge
Verschwiegenheit gegenüber Dritten zu wahren.
Zweiter Abschnitt:
Vorbereitung der Prüfung
§ 7 Prüfungstermine
(1) Die zuständige Stelle bestimmt in der Regel zwei für die Durchführung der
Prüfung maßgebende Zeiträume im Jahr. Diese Zeiträume sollen auf den Ablauf
der Berufsausbildung und des Schuljahres abgestimmt sein. Die zuständige
Stelle setzt die einzelnen Prüfungstage fest.
(2) Die zuständige Stelle gibt die Zeiträume im Sinne des Abs. 1 Satz 1
einschließlich der Anmeldefristen in geeigneter Weise öffentlich mindestens
einen Monat vor Ablauf der Anmeldefrist bekannt. Wird die Anmeldefrist
überschritten, kann die zuständige Stelle die Annahme des Antrags verweigern.
(3) Werden für schriftlich durchzuführende Prüfungsbereiche einheitliche
überregionale Aufgaben verwendet, sind dafür entsprechende überregional
abgestimmte Prüfungstage anzusetzen.
§ 8 Zulassungsvoraussetzungen für die Abschluss- und
Umschulungsprüfungen
(1) Zur Abschlussprüfung ist zuzulassen (§ 43 Abs. 1 BBiG),
1. wer die Ausbildungszeit zurückgelegt hat oder wessen
Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach dem
Prüfungstermin endet,
(4) Ausbilder und Ausbilderinnen des Prüfungsteilnehmers/der Prüfungsteilnehmerin sollen, soweit nicht besondere Umstände eine Mitwirkung
zulassen oder erfordern, nicht mitwirken.
2. wer an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilge-nommen
sowie vorgeschriebene schriftliche Ausbildungsnachweise
geführt hat und
(5) Wenn in den Fällen der Absätze 1 bis 3 eine ordnungsgemäße Besetzung
des Prüfungsausschusses nicht möglich ist, kann die zuständige Stelle
die Durchführung der Prüfung einem anderen oder einem gemeinsamen
3. wessen Berufsausbildungsverhältnis in das Verzeichnis der
Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen oder aus einem
Grund nicht eingetragen ist, den weder die Auszubildenden
Die Wirtschaft April 2014
59
BEKANNTMACHUNGEN | SERVICE
noch dessen gesetzliche Vertreter oder Vertreterinnen zu
vertreten haben.
(2) Behinderte Menschen sind zur Abschlussprüfung auch zuzulassen, wenn die
Voraussetzungen des Absatz 1 Nr. 2 und 3 nicht vorliegen (§ 65 Abs. 2 Satz 2
BBiG).
(3) Die Zulassungsvoraussetzungen für die Umschulungsprüfung richten sich
nach der Umschulungsordnung oder der Umschulungsprüfungsregelung der
zuständigen Stelle (§§ 58, 59 BBiG).
§ 9 Zulassungsvoraussetzungen für die Abschlussprüfung in
zwei zeitlich auseinander fallenden Teilen
(1) Sofern die Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinander fallenden Teilen
durchgeführt wird, ist über die Zulassung jeweils gesondert zu entscheiden
(§ 44 Abs. 1 BBiG).
(2) Zum ersten Teil der Abschlussprüfung ist zuzulassen (§ 44 Abs. 2 in
Verbindung mit § 43 Abs. 1 Nr. 2 und 3 BBiG),
1. wer die in der Ausbildungsordnung vorgeschriebene, erforderliche Ausbildungszeit zurückgelegt hat,
2. wer vorgeschriebene schriftliche Ausbildungsnachweise geführt
hat und
3. wessen Berufsausbildungsverhältnis in das Verzeichnis der
Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen oder aus einem Grund
nicht eingetragen ist, den weder die Auszubildenden noch dessen
gesetzliche Vertreter oder Vertreterinnen zu vertreten haben.
(3) Zum zweiten Teil der Abschlussprüfung ist zuzulassen,
1. wer die Ausbildungszeit zurückgelegt hat oder wessen
Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach dem
Prüfungstermin endet,
2. wer am ersten Teil der Abschlussprüfung teilgenommen hat
Berufstätigkeit gelten auch Ausbildungszeiten in einem anderen, einschlägigen
Ausbildungsberuf. Vom Nachweis der Mindestzeit nach Satz 1 kann ganz oder
teilweise abgesehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf
andere Weise glaubhaft gemacht wird, dass der Bewerber oder die Bewerberin
die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung
rechtfertigt. Ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit
im Ausland sind dabei zu berücksichtigen (§ 45 Abs. 2 BBiG).
(3) Soldaten oder Soldatinnen auf Zeit und ehemalige Soldaten oder
Soldatinnen sind nach Absatz 2 Satz 3 zur Abschlussprüfung zuzulassen, wenn
das Bundesministerium der Verteidigung oder die von ihm bestimmte Stelle
bescheinigt, dass der Bewerber oder die Bewerberin berufliche Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten erworben hat, welche die Zulassung zur Prüfung
rechtfertigen (§ 45 Abs. 3 BBiG).
§ 12 Zulassung zur Prüfung
(1) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist durch die Auszu-bildenden
schriftlich nach den von der zuständigen Stelle bestimmten Fristen und
Formularen zu stellen. Die Auszubildenden haben die Ausbildenden über die
Antragstellung zu unterrichten.
(2) In den Fällen der §§ 8 Abs. 3, 10 und 11 Abs. 2 und 3 ist der Antrag auf
Zulassung zur Prüfung von den Prüfungsbewerbern/Prüfungsbewerberinnen
einzureichen.
(3) Örtlich zuständig für die Zulassung ist die zuständige Stelle, in deren Bezirk
1. in den Fällen der §§ 8, 9 und 11 Abs. 1 die Ausbildungs- oder
Umschulungsstätte liegt,
2. im Fall des § 10 die berufsbildende Schule oder Bildungseinrichtung
ihren Sitz hat
3. in den Fällen des § 11 Abs. 2 und 3 der gewöhnliche Aufenthalt des
Prüfungsbewerbers/der Prüfungsbewerberin liegt,
4. in den Fällen des § 1 Abs. 3 der gemeinsame Prüfungsausschuss
errichtet worden ist.
3. und wer die Voraussetzungen des Absatz 2 Nr. 2 und 3 erfüllt.
Dies gilt nicht, wenn Auszubildende aus Gründen, die sie nicht zu vertreten
haben, am ersten Teil der Abschlussprüfung nicht teilgenommen haben. In
diesem Fall ist der erste Teil der Abschlussprüfung zusammen mit dem zweiten
Teil abzulegen (§ 44 Abs. 3 BBiG).
(4) Für die Zulassung für die Umschulungsprüfung in zwei zeitlich auseinander
fallenden Teilen gelten die Abs. 1 - 3 entsprechend.
(4) Dem Antrag auf Zulassung sind beizufügen:
a. in den Fällen der §§ 8 Abs. 1 und Abs. 2, 9 Abs. 3
– Bescheinigung über die Teilnahme an der vorgeschriebenen
Zwischenprüfung oder am ersten Teil der Abschlussprüfung
sowie die Bescheinigung des Ausbildenden/der Ausbildenden
über die ordnungsgemäße Führung der Ausbildungsnachweise,
– auf Verlangen die vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungs§ 10 Zulassung von Absolventen schulischer und
sonstiger Bildungsgänge
Zur Abschlussprüfung ist ferner zuzulassen (§ 43 Abs. 2 BBiG),
1. wer in einer berufsbildenden Schule oder einer sonstigen
Berufsbildungseinrichtung ausgebildet worden ist, wenn dieser
Bildungsgang der Berufsausbildung in einem anerkannten
Ausbildungsberuf entspricht. Ein Bildungsgang entspricht der
Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, wenn er
a. nach Inhalt, Anforderung und zeitlichem Umfang der jeweiligen
Ausbildungsordnung gleichwertig ist,
b. systematisch, insbesondere im Rahmen einer sachlichen und
zeitlichen Gliederung durchgeführt wird und
c. durch Lernortkooperation einen ange-messenen Anteil an
fachpraktischer Ausbildung gewährleistet.
2. wer einen Bildungsgang absolviert hat, welcher nach der
Rechtsverordnung eines Landes die Voraussetzungen nach
Nummer 1 erfüllt.
§ 11 Zulassungsvoraussetzungen in besonderen Fällen
(1) Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden und der
Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen
werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen (§ 45 Abs. 1 BBiG).
(2) Zur Abschlussprüfung ist auch zuzulassen, wer nachweist, dass er mindestens
das Eineinhalbfache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem
Beruf tätig gewesen ist, in dem die Prüfung abgelegt werden soll. Als Zeiten der
60
Die Wirtschaft April 2014
nachweise.
– Bei der praktischen Prüfung sind die Ausbildungsnachweise zur
Einsichtnahme vorzulegen.
b. in den Fällen des § 9 Abs. 2
– auf Verlangen die vorgeschriebenen schriftlichen Ausbildungsnachweise,
c. im Fall des § 11 Abs. 1
– zusätzlich zu den Unterlagen nach a) oder b) das letzte Zeugnis
oder eine aktuelle Leistungsbeurteilung der zuletzt besuchten
berufsbildenden Schule,
d. in den Fällen des § 10
– Bescheinigung über die Teilnahme an dem schulischen oder
sonstigen Bildungsgang
und in den Fällen des § 10 Nr. 1 zusätzlich
– Bescheinigung über die Teilnahme an der fachpraktischen
Ausbildung im Rahmen des schulischen oder sonstigen
Bildungsganges,
e. in den Fällen des § 11 Abs. 2 Sätze 1 und 2
– Tätigkeitsnachweis und ggf. Nachweis der Dauer der
Berufsausbildung in dem oder in einem anderen einschlägigen
Ausbildungsberuf und ggf. glaubhafte Darlegung über den
Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit,
f. in den Fällen des § 11 Abs. 2 Satz 3 und Abs. 3
SERVICE | BEKANNTMACHUNGEN
– glaubhafte Darlegung über den Erwerb der beruflichen
Handlungsfähigkeit oder Bescheinigung über den Erwerb der
beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.
(5) Für Wiederholungsprüfungen genügt die form- und fristgerechte Anmeldung
zur Prüfung.
§ 13 Entscheidung über die Zulassung
(1) Über die Zulassung zur Abschluss- und Umschulungsprüfung entscheidet die
zuständige Stelle. Hält sie die Zulassungsvoraussetzungen nicht für gegeben,
so entscheidet der Prüfungsausschuss (§ 46 Abs. 1 BBiG und § 62 Abs. 3 BBiG).
(2) Sofern eine Umschulungsordnung (§ 58 BBiG) oder eine Umschulungsprüfungsregelung (§ 59 BBiG) der zuständigen Stelle Zulassungsvoraussetzungen
vorsieht, sind ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit
im Ausland zu berücksichtigen (§ 61 BBiG).
(3) Die Entscheidung über die Zulassung ist den Prüfungsbewerbern/
Prüfungsbewerberinnen rechtzeitig unter Angabe des Prüfungstages und -ortes
einschließlich der erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel schriftlich mitzuteilen.
Die Entscheidung über die Nichtzulassung ist dem Prüfungsbewerber/der
Prüfungsbewerberin schriftlich mit Begründung bekannt zu geben.
(4) Die Zulassung kann von der zuständigen Stelle im Einvernehmen mit dem
Prüfungsausschuss bis zur Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses widerrufen
werden, wenn sie aufgrund von gefälschten Unterlagen oder falschen Angaben
ausgesprochen wurde.
Dritter Abschnitt:
Durchführung der Prüfung
bestandteile durch die zuständige Stelle zu befreien, wenn er eine andere
vergleichbare Prüfung vor einer öffentlichen oder staatlich anerkannten
Bildungseinrichtung oder vor einem staatlichen Prüfungsausschuss erfolgreich
abgelegt hat und die Anmeldung zur Umschulungsprüfung innerhalb von fünf
Jahren nach der Bekanntgabe des Bestehens der anderen Prüfung erfolgt (§ 62
Abs. 4 BBiG).
§ 18 Prüfungsaufgaben
(1) Der Prüfungsausschuss beschließt auf der Grundlage der Ausbildungsordnung
oder der Umschulungsordnung oder –prüfungsregelung der zuständigen Stelle
die Prüfungsaufgaben.
(2) Überregional oder von einem Aufgabenerstellungsausschuss bei
der zuständigen Stelle erstellte oder ausgewählte Aufgaben sind vom
Prüfungsausschuss zu übernehmen, sofern diese Aufgaben von Gremien
erstellt oder ausgewählt und beschlossen wurden, die entsprechend § 2
Abs. 2 zusammengesetzt sind und die zuständige Stelle über die Übernahme
entschieden hat.
(3) Sind an einem Tag ausschließlich schriftliche Prüfungsleistungen zu
erbringen, soll die Dauer der Prüfung 300 Minuten nicht überschreiten.
§ 19 Nichtöffentlichkeit
Die Prüfungen sind nicht öffentlich. Vertreter und Vertreterinnen der
obersten Landesbehörden, der zuständigen Stelle sowie die Mitglieder des
Berufsbildungsausschusses der zuständigen Stelle können anwesend sein. Der
Prüfungsausschuss kann im Einvernehmen mit der zuständigen Stelle andere
Personen als Gäste zulassen. An der Beratung über das Prüfungsergebnis im
Sinne des § 25 Abs. 1 Satz 2 dürfen nur die Mitglieder des Prüfungsausschusses
beteiligt sein.
§ 14 Prüfungsgegenstand
§ 20 Leitung, Aufsicht und Niederschrift
(1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfungsteilnehmer/die
Prüfungsteilnehmerin die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In ihr soll
der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin nachweisen, dass er/sie die
erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen
Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu
vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die
Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen (§ 38 BBiG).
(1) Die Prüfung wird unter Leitung des/der Vorsitzenden vom gesamten
Prüfungsausschuss unbeschadet der Regelungen in § 25 Abs. 2 und 3
abgenommen.
(2) Der Gegenstand der Umschulungsprüfung ergibt sich aus der jeweiligen
Umschulungsordnung oder Umschulungsprüfungsregelung der zuständigen Stelle.
(3) Sofern sich die Umschulungsordnung oder die Umschulungsprüfungsregelung
der zuständigen Stelle auf die Umschulung für einen anerkannten Ausbildungsberuf
richtet, sind das Ausbildungsberufsbild, der Ausbildungsrahmenplan und die
Prüfungsanforderungen zugrunde zu legen (§ 60 BBiG).
(4) Die Prüfungssprache ist Deutsch soweit nicht die Ausbildungsordnung, die
Umschulungsordnung oder die prüfungsregelung der zuständigen Stelle etwas
anderes vorsieht.
§ 15 Gliederung der Prüfung
(1) Die Gliederung der Prüfung richtet sich nach der Ausbildungsordnung oder
der Umschulungsordnung oder Umschulungsprüfungsregelung der zuständigen
Stelle.
(2) Soweit fachliche Vorschriften (§ 104 BBiG) nichts anderes bestimmen,
gliedert sich die Prüfung in eine Fertigkeits- und Kenntnisprüfung.
§ 16 Besondere Verhältnisse behinderter Menschen
Bei der Durchführung der Prüfung sollen die besonderen Verhältnisse
behinderter Menschen berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für die
Dauer der Prüfung, die Zulassung von Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme
von Hilfeleistungen Dritter wie Gebärdensprachdolmetscher/Gebärdendolmetscherinnen für hörbehinderte Menschen (§ 65 Abs. 1 BBiG). Die Art
der Behinderung ist mit dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung (§ 12)
nachzuweisen.
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§ 17 Befreiung von vergleichbaren Prüfungsbestandteilen
bei der Umschulungsprüfung
Bei der Umschulungsprüfung (§§ 58, 59 BBiG) ist der Prüfungsteilnehmer/
Prüfungsteilnehmerin auf Antrag von der Ablegung einzelner Prüfungs-
Die Wirtschaft April 2014
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BEKANNTMACHUNGEN | SERVICE
(2) Die zuständige Stelle regelt im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss die
Aufsichtsführung, die sicherstellen soll, dass die Prüfungsleistungen selbstständig
und nur mit erlaubten Arbeits- und Hilfsmitteln durchgeführt werden.
(3) Über den Ablauf der Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen.
§ 21 Ausweispflicht und Belehrung
Die Prüfungsteilnehmer/Prüfungsteilnehmerinnen haben sich auf Verlangen des/
der Vorsitzenden oder der Aufsichtsführung über ihre Person auszuweisen. Sie
sind vor Beginn der Prüfung über den Prüfungsablauf, die zur Verfügung stehende
Zeit, die erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel, die Folgen von Täuschungshandlungen
und Ordnungsverstößen, Rücktritt und Nichtteilnahme zu belehren.
§ 22 Täuschungshandlungen und Ordnungsverstöße
(1) Unternimmt es ein Prüfungsteilnehmer/eine Prüfungsteilnehmerin, das
Prüfungsergebnis durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener
Hilfsmittel zu beeinflussen oder leistet er/sie Beihilfe zu einer Täuschung oder
einem Täuschungsversuch, liegt eine Täuschungshandlung vor.
(2) Wird während der Prüfung festgestellt, dass ein Prüfungsteilnehmer/
eine Prüfungsteilnehmerin eine Täuschungshandlung begeht oder einen
entsprechenden Verdacht hervorruft, ist der Sachverhalt von der Aufsichtsführung festzustellen und zu protokollieren. Der Prüfungsteilnehmer/die
Prüfungsteilnehmerin setzt die Prüfung vorbehaltlich der Entscheidung des
Prüfungsausschusses über die Täuschungshandlung fort.
(3) Liegt eine Täuschungshandlung vor, wird die von der Täuschungshandlung
betroffene Prüfungsleistung mit „ungenügend“ (= 0 Punkte) bewertet. In
schweren Fällen, insbesondere bei vorbereiteten Täuschungshandlungen,
kann der Prüfungsausschuss den Prüfungsteil oder die gesamte Prüfung mit
„ungenügend“ (= 0 Punkte) bewerten.
(4) Behindert ein Prüfungsteilnehmer/eine Prüfungsteilnehmerin durch
sein/ihr Verhalten die Prüfung so, dass die Prüfung nicht ordnungsgemäß
durchgeführt werden kann, ist er/sie von der Teilnahme auszuschließen. Die
Entscheidung hierüber kann von der Aufsichtsführung getroffen werden.
Die endgültige Entscheidung über die Folgen für den Prüfungsteilnehmer/
die Prüfungsteilnehmerin hat der Prüfungsausschuss unverzüglich zu
treffen. Absatz 3 gilt entsprechend. Gleiches gilt bei Nichtbeachtung der
Sicherheitsvorschriften.
(5) Vor Entscheidungen des Prüfungsausschusses nach den Absätzen 3 und 4
ist der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin zu hören.
§ 23 Rücktritt, Nichtteilnahme
(1) Der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin kann nach erfolgter
Anmeldung vor Beginn der Prüfung durch schriftliche Erklärung zurücktreten.
In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt.
(2) Versäumt der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin einen
Prüfungstermin, so werden bereits erbrachte selbstständige Prüfungsleistungen
anerkannt, wenn ein wichtiger Grund für die Nichtteilnahme vorliegt.
Selbstständige Prüfungsleistungen sind solche, die thematisch klar abgrenzbar
und nicht auf eine andere Prüfungsleistung bezogen sind sowie eigenständig
bewertet werden.
(3) Erfolgt der Rücktritt nach Beginn der Prüfung oder nimmt der Prüfl ing
an der Prüfung nicht teil, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt, so wird die
Prüfung mit 0 Punkten bewertet.
(4) Bei den zeitlich auseinanderfallenden Teilen einer Abschlussprüfung gelten
die Absätze 1 bis 3 für den jeweiligen Teil.
(5) Der wichtige Grund ist unverzüglich mitzuteilen und nachzuweisen. Im
Krankheitsfall ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich.
Vierter Abschnitt:
Bewertung, Feststellung und Beurkundung des
Prüfungsergebnisses
§ 24 Bewertungsschlüssel
Die Prüfungsleistungen sind wie folgt zu bewerten:
Eine den Anforderungen in besonderem Maße entsprechende Leistung
– 100 - 92 Punkte = Note 1 = sehr gut
62
Die Wirtschaft April 2014
eine den Anforderungen voll entsprechende Leistung
– unter 92 - 81 Punkte = Note 2 = gut
eine den Anforderungen im allgemeinen entsprechende Leistung
– unter 81 - 67 Punkte = Note 3 = befriedigend
eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im ganzen den Anforderungen
noch entspricht
– unter 67 - 50 Punkte = Note 4 = ausreichend
eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen
lässt, dass gewisse Grundkenntnisse noch vorhanden sind
– unter 50 - 30 Punkte = Note 5 = mangelhaft
eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst
Grundkenntnisse fehlen
– unter 30 - 0 Punkte = Note 6 = ungenügend.
Der 100-Punkte-Schlüssel ist der Bewertung aller Prüfungsleistungen sowie
der Ermittlung von Zwischen- und Gesamtergebnissen zugrunde zu legen.
§ 25 Bewertungsverfahren, Feststellung der Prüfungsergebnisse
(1) Jede Prüfungsleistung ist von jedem Mitglied des Prüfungs-ausschusses
selbstständig zu bewerten. Beschlüsse über die Bewertung einzelner
Prüfungsleistungen, der Prüfung insgesamt sowie über das Bestehen und
Nichtbestehen der Abschluss- oder Umschulungsprüfung werden vom
Prüfungsausschuss gefasst. Bei der gemeinsamen Feststellung der Ergebnisse
dienen die Einzelbewertungen der Prüfungsausschussmitglieder als Grundlage.
(2) Zur Vorbereitung der Beschlussfassung nach Absatz 1 kann der/die
Vorsitzende mindestens zwei Mitglieder mit der Bewertung einzelner, nicht
mündlich zu erbringender Prüfungsleistungen beauftragen. Die Beauftragten
sollen nicht derselben Mitgliedergruppe angehören. Die beauftragten
Mitglieder dokumentieren die wesentlichen Abläufe und halten die für die
Bewertung erheblichen Tatsachen fest (§ 42 Abs. 2 und 3 BBiG). Die übrigen
Mitglieder des Prüfungsausschusses sind bei der Beschlussfassung nach Absatz
1 nicht an die Einzelbewertungen der beauftragten Mitglieder gebunden.
(3) Der Prüfungsausschuss kann zur Bewertung einzelner, nicht mündlich zu
erbringender Prüfungsleistungen gutachterliche Stellungnahmen Dritter,
insbesondere berufsbildender Schulen, einholen. Im Rahmen der Begutachtung
sind die wesentlichen Abläufe zu dokumentieren und die für die Bewertung
erheblichen Tatsachen festzuhalten (§ 39 Abs. 2 und 3 BBiG). Die Beauftragung
erfolgt nach den Verwaltungsgrundsätzen der zuständigen Stelle. Personen,
die nach § 3 von der Mitwirkung im Prüfungsausschuss auszuschließen sind,
sollen nicht als Gutachter/Gutachterin tätig werden.
§ 26 Ergebnisniederschrift, Mitteilung über Bestehen oder
Nichtbestehen
(1) Über die Feststellung der einzelnen Prüfungsergebnisse ist eine Niederschrift
auf den von der zuständigen Stelle genehmigten Formularen zu fertigen. Sie
ist von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen und der
zuständigen Stelle unverzüglich vorzulegen.
(2) Soweit fachliche Vorschriften (§ 104 BBiG) nichts anderes regeln, ist die
Prüfung insgesamt bestanden, wenn in den einzelnen Prüfungsteilen gemäß
§ 15 Abs. 2 mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.
(3) Dem Prüfungsteilnehmer/der Prüfungsteilnehmerin soll unmittelbar nach
Feststellung des Gesamtergebnisses der Prüfung mitgeteilt werden, ob er/
sie die Prüfung „bestanden“ oder „nicht bestanden“ hat. Hierüber erhält der
Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin eine von dem/der Vorsitzenden zu
unterzeichnende Bescheinigung. Kann die Feststellung des Prüfungsergebnisses
nicht am Tag der letzten Prüfungsleistung getroffen werden, so hat der
Prüfungsausschuss diese unverzüglich zu treffen und dem Prüfling mitzuteilen.
(4) Sofern die Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinander fallenden Teilen
durchgeführt wird, ist das Ergebnis der Prüfungsleistungen im ersten Teil
der Abschlussprüfung dem Prüfungsteilnehmer/der Prüfungsteilnehmerin
schriftlich mitzuteilen (§ 37 Abs. 2 Satz 3 BBIG). Der erste Teil der
Abschlussprüfung ist nicht eigenständig wiederholbar (§ 37 Abs. 1 Satz 3
BBiG).
(5) Dem Ausbildenden werden auf Verlangen die Ergebnisse der Zwischen- und
Abschlussprüfung des Auszubildenden übermittelt (§ 37 Abs. 2 Satz 2 BBiG).
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§ 27 Prüfungszeugnis
(1) Über die Abschluss- oder Umschulungsprüfung erhält der
Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin von der zuständigen Stelle ein
Zeugnis (§ 37 Abs. 2 BBiG). Der von der zuständigen Stelle vorgeschriebene
Vordruck ist zu verwenden.
in einer selbstständigen Prüfungsleistung (§ 23 Abs. 2 Satz 2) ist im Rahmen
der Wiederholungsprüfung zu übernehmen.
(3) Die Prüfung kann frühestens zum nächsten Prüfungstermin (§ 7) wiederholt
werden.
(2) Das Prüfungszeugnis enthält
Sechster Abschnitt:
Schlussbestimmungen
– die Bezeichnung „Prüfungszeugnis nach§ 37 Abs. 2 BBiG“ oder
„Prüfungszeugnis nach § 62 Abs. 3 BBiG in Verbindung mit § 37
Abs. 2 BBiG“,
– die Personalien des Prüfungsteilnehmers/der Prüfungsteilnehmerin (Name, Vorname, Geburtsdatum),
– die Bezeichnung des Ausbildungsberufs mit Fachrichtung oder
prüfungsrelevantem Schwerpunkt. Weitere in der Ausbildungsoder Umschulungsordnung ausgewiesene prüfungsrelevante
Differenzierungen können aufgeführt werden,
– die Bezeichnung des Umschulungsabschlusses, sofern sich die
Umschulungsordnung oder Umschulungsprüfungsregelung
der zuständigen Stelle nicht auf die Umschulung für einen
anerkannten Ausbildungsberuf richtet,
– die Ergebnisse (Punkte) der Prüfungsbereiche und das
Gesamtergebnis (Note), soweit ein solches in der Ausbildungsoder Umschulungsordnung vorgesehen ist,
– das Datum des Bestehens der Prüfung,
– die Namenswiedergabe (Faksimile) oder Unterschrift der
beauftragten Person der zuständigen Stelle mit Siegel im
Namen der Geschäftsführung der zuständigen Stelle und des
Prüfungsausschusses.
§ 30 Rechtsbehelfsbelehrung
Maßnahmen und Entscheidungen der Prüfungsausschüsse der zuständigen
Stelle sind bei ihrer schriftlichen Bekanntgabe an den Prüfungsbewerber/die
Prüfungsbewerberin bzw. den Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin
mit einer Rechtsbehelfsbelehrung gemäß § 70 VwGO zu versehen.
§ 31 Prüfungsunterlagen
Auf Antrag ist dem Prüfungsteilnehmer/der Prüfungsteilnehmerin binnen der
gesetzlich vorgegebenen Frist zur Einlegung eines Rechtsbehelfs Einsicht in
seine/ihre Prüfungsunterlagen zu gewähren. Die schriftlichen Prüfungsarbeiten
sind ein Jahr, die Niederschriften gemäß § 26 Abs. 1 zehn Jahre aufzubewahren.
Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Zugang des Prüfungsbescheides nach
§ 27 Abs. 1 bzw. § 28 Abs. 1. Der Ablauf der vorgenannten Fristen wird durch
das Einlegen eines Rechtsmittels gehemmt.
§ 32 Prüfung von Zusatzqualifikationen
Die Vorschriften dieser Prüfungsordnung gelten entsprechend für die Abnahme
von Prüfungen gem. § 49 BBiG (Zusatzqualifikationsprüfungen). Das Ergebnis
der Prüfung nach § 37 BBiG bleibt unberührt.
§ 33 Inkrafttreten
Im Prüfungszeugnis können darüber hinaus die selbstständigen Prüfungsleistungen eines Prüfungsbereichs (§ 23 Abs. 2 Satz 2) ohne Bewertung
aufgeführt werden. Im Prüfungszeugnis soll darüber hinaus ein Hinweis auf
die vorläufige Einordnung des Abschlusses im Deutschen Qualifikationsrahmen
(DQR) und das sich aus der Verknüpfung des DQR mit dem Europäischen
Qualifikationsrahmen (EQR) ergebende EQR-Niveau enthalten sein.
Diese Prüfungsordnung tritt einen Tag nach Veröffentlichung im Mit teilungsblatt der zuständigen Stelle in Kraft. Gleichzeitig tritt die bisherige Abschluss-/
Umschulungsprüfungsordnung außer Kraft.
(3) Dem Zeugnis ist auf Antrag des/der Auszubildenden oder Umzuschulenden
eine englischsprachige und eine französischsprachige Übersetzung beizufügen.
Auf Antrag des/der Auszubildenden kann das Ergebnis berufsschulischer
Leistungsfeststellungen auf dem Zeugnis ausgewiesen werden (§ 37 Abs. 3
BBiG).
Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg
§ 28 Bescheid über nicht bestandene Prüfung
(1) Bei nicht bestandener Prüfung erhalten der Prüfungs-teilnehmer/die
Prüfungsteilnehmerin und seine gesetzlichen Vertreter von der zuständigen Stelle
einen schriftlichen Bescheid. Darin ist anzugeben, welche Prüfungsleistungen
in einer Wiederholungsprüfung nicht mehr wiederholt werden müssen (§ 29
Abs. 2 bis 3). Die von der zuständigen Stelle vorgeschriebenen Formulare sind
zu verwenden.
Bonn, den 22. Januar 2014
Der Präsident
Wolfgang Grießl
Der Hauptgeschäftsführer
Dr. Hubertus Hille
genehmigt durch Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand
und Handwerk des Landes NRW
Düsseldorf, 20.02.2014
Az: IA2-21-22/05
i.A. Christian Siebert
Die Verkündung im Mitteilungsblatt „Die Wirtschaft“ ist am 15.04.2014
erfolgt, Diese Prüfungsordnung tritt daher am 16.04.2014 in Kraft.
(2) Auf die besonderen Bedingungen der Wiederholungsprüfung gemäß § 29
ist hinzuweisen.
Fünfter Abschnitt:
Wiederholungsprüfung
§ 29 Wiederholungsprüfung
(1) Eine nicht bestandene Abschluss- oder Umschulungsprüfung kann
zweimal wiederholt werden (§ 37 Abs. 1 Satz 2 BBiG). Es gelten die in der
Wiederholungsprüfung erzielten Ergebnisse.
(2) Hat der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin bei nicht
bestandener Prüfung in einer selbstständigen Prüfungsleistung (§ 23 Abs. 2
Satz 2) mindestens ausreichende Leistungen erbracht, so ist diese auf Antrag
des Prüfungsteilnehmers/der Prüfungsteilnehmerin nicht zu wiederholen,
sofern der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin sich innerhalb von
zwei Jahren – gerechnet vom Tage der Feststellung des Ergebnisses der nicht
bestandenen Prüfung an – zur Wiederholungsprüfung anmeldet. Die Bewertung
Bekanntmachung
Die öffentliche Bestellung und Vereidigung des Sachverständigen
Conen, Detlef
Sachgebiet: Münzen ab dem 19. Jahrhundert
ist erloschen
Die Wirtschaft April 2014
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Prüfungsordnung für die Durchführung von
Fortbildungsprüfungen und zum Nachweis berufs- und
arbeitspädagogischer Kenntnisse
1. Verlobte,
Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg erlässt aufgrund des
Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom 12. März 2013 als zuständige
Stelle nach § 47 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 79 Abs. 4 Berufsbildungsgesetz
(BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I, S. 931), Artikel 22 des Gesetzes vom 25.
Juli 2013 (BGBl. I S. 2749) folgende Prüfungsordnung für die Durchführung von
Fortbildungs- und AEVO-Prüfungen.
5. Geschwister,
Erster Abschnitt:
Prüfungsausschüsse
§ 1 Errichtung
(1) Für die Durchführung von Prüfungen im Bereich der beruflichen Fortbildung
errichtet die zuständige Stelle Prüfungsausschüsse (§ 56 Abs. 1 Satz 1 BBiG).
(2) Soweit die Fortbildungsregelungen nach §§ 53 und 54 BBiG selbstständige
Prüfungsteile beinhalten, können zur Durchführung der Teilprüfungen eigene
Prüfungsausschüsse gebildet werden.
(3) Mehrere zuständige Stellen können bei einer von ihnen gemeinsame
Prüfungsausschüsse errichten.
§ 2 Zusammensetzung und Berufung
(1) Der Prüfungsausschuss besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Die Mitglieder
von Prüfungsausschüssen sind hinsichtlich der Beurteilung der Prüfungsleistungen
unabhängig und nicht an Weisungen gebunden. Die Mitglieder müssen für die
Prüfungsgebiete sachkundig und für die Mitwirkung im Prüfungswesen geeignet
sein (§ 40 Abs. 1 BBiG).
(2) Dem Prüfungsausschuss müssen als Mitglieder Beauftragte der Arbeitgeber und
der Arbeitnehmer in gleicher Zahl sowie mindestens eine Person, die als Lehrkraft im
beruflichen Schul- oder Fortbildungswesen tätig ist, angehören. Mindestens zwei
Drittel der Gesamtzahl der Mitglieder müssen Beauftragte der Arbeitgeber und der
Arbeitnehmer sein (§ 40 Abs. 2 Sätze 1 und 2 BBiG).
(3) Die Mitglieder werden von der zuständigen Stelle für eine einheitliche Periode,
längstens für fünf Jahre berufen (§ 40 Abs. 3 Satz 1 BBiG).
(4) Die Beauftragten der Arbeitnehmer werden auf Vorschlag der im Bezirk der
zuständigen Stelle bestehenden Gewerkschaften und selbstständigen Vereinigungen
von Arbeitnehmern mit sozial- oder berufspolitischer Zwecksetzung berufen (§ 40
Abs. 3 Satz 2 BBiG).
(5) Lehrkräfte im beruflichen Schul- oder Fortbildungswesen werden im Einvernehmen
mit der Schulaufsichtsbehörde oder der von ihr bestimmten Stelle berufen (§ 40 Abs.
3 Satz 3 BBiG). Soweit es sich um Lehrkräfte von Fortbildungseinrichtungen handelt,
werden sie von den Fortbildungseinrichtungen benannt.
(6) Werden Mitglieder nicht oder nicht in ausreichender Zahl innerhalb einer von
der zuständigen Stelle gesetzten angemessenen Frist vorgeschlagen, so beruft die
zuständige Stelle insoweit nach pflichtgemäßem Ermessen (§ 40 Abs. 3 Satz 4 BBiG).
2. Ehegatten,
3. eingetragene Lebenspartner,
4. Verwandte und Verschwägerte gerader Linie,
6. Kinder der Geschwister,
7. Ehegatten der Geschwister und Geschwister der Ehegatten,
8. Geschwister der Eltern,
9. Personen, die durch ein auf längere Dauer angelegtes Pflegeverhältnis
mit häuslicher Gemeinschaft wie Eltern und Kind miteinander
verbunden sind (Pflegeeltern und Pflegekinder).
Angehörige sind die im Satz 2 aufgeführten Personen auch dann, wenn
1. in den Fällen der Nummern 2, 3, 4 und 7 die die Beziehung begründende
Ehe oder die Lebenspartnerschaft nicht mehr besteht;
2. in den Fällen der Nummern 4 bis 8 die Verwandtschaft oder
Schwägerschaft durch Annahme als Kind erloschen ist;
3. im Falle der Nummer 9 die häusliche Gemeinschaft nicht mehr besteht,
sofern die Personen weiterhin wie Eltern und Kind miteinander
verbunden sind.
(2) Hält sich ein Prüfungsausschussmitglied nach Absatz 1 für ausgeschlossen oder
bestehen Zweifel, ob die Voraussetzungen des Absatzes 1 gegeben sind, ist dies der
zuständigen Stelle mitzuteilen, während der Prüfung dem Prüfungsausschuss. Die
Entscheidung über den Ausschluss von der Mitwirkung trifft die zuständige Stelle,
während der Prüfung der Prüfungsausschuss. Im letzteren Fall darf das betroffene
Mitglied nicht mitwirken. Ausgeschlossene Personen dürfen bei der Beratung und
Beschlussfassung nicht zugegen sein.
(3) Liegt ein Grund vor, der geeignet ist, Misstrauen gegen eine unparteiische Ausübung
des Prüfungsamtes zu rechtfertigen, oder wird von einer Prüfungsteilnehmerin/
einem Prüfungsteilnehmer das Vorliegen eines solchen Grundes behauptet, so hat die
betroffene Person dies der zuständigen Stelle mitzuteilen, während der Prüfung dem
Prüfungsausschuss. Absatz 2 Sätze 2 bis 4 gelten entsprechend.
(4) Personen, die gegenüber der Prüfungsteilnehmerin/dem Prüfungsteilnehmer
Arbeitgeberfunktionen innehaben, sollen, soweit nicht besondere Umstände eine
Mitwirkung zulassen oder erfordern, nicht mitwirken.
(5) Wenn in den Fällen der Absätze 1 bis 3 eine ordnungsgemäße Besetzung des
Prüfungsausschusses nicht möglich ist, kann die zuständige Stelle die Durchführung
der Prüfung einem anderen oder einem gemeinsamen Prüfungsausschuss übertragen.
Erforderlichenfalls kann eine andere zuständige Stelle ersucht werden, die Prüfung
durchzuführen. Das Gleiche gilt, wenn eine objektive Durchführung der Prüfung aus
anderen Gründen nicht gewährleistet erscheint.
§ 4 Vorsitz, Beschlussfähigkeit, Abstimmung
(1) Der Prüfungsausschuss wählt ein Mitglied, das den Vorsitz führt, und ein
weiteres Mitglied, das den Vorsitz stellvertretend übernimmt. Der Vorsitz und das
ihn stellvertretende Mitglied sollen nicht derselben Mitgliedergruppe angehören
(§ 41 Abs. 1 BBiG).
(7) Die Mitglieder der Prüfungsausschüsse können nach Anhörung der an ihrer
Berufung Beteiligten aus wichtigem Grunde abberufen werden (§ 40 Abs. 3 Satz
5 BBiG).
(2) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel der Mitglieder,
mindestens drei, mitwirken. Er beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen
Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des vorsitzenden Mitgliedes den
Ausschlag (§ 41 Abs. 2 BBiG).
(8) Die Mitglieder haben Stellvertreter oder Stellvertreterinnen (§ 40 Abs. 2 Satz 3
BBiG). Die Absätze 3 bis 7 gelten für sie entsprechend.
§ 5 Geschäftsführung
(9) Die Tätigkeit im Prüfungsausschuss ist ehrenamtlich. Für bare Auslagen und für
Zeitversäumnis ist, soweit eine Entschädigung nicht von anderer Seite gewährt wird,
eine angemessene Entschädigung zu zahlen, deren Höhe von der zuständigen Stelle
mit Genehmigung der obersten Landesbehörde festgesetzt wird (§ 40 Abs. 4 BBiG).
(1) Die Geschäftsführung des Prüfungsausschusses liegt in Abstimmung mit
dem Prüfungsausschuss bei der zuständigen Stelle. Einladungen (Vorbereitung,
Durchführung, Nachbereitung), Protokollführung und Durchführung der Beschlüsse
werden im Einvernehmen mit dem Vorsitz des Prüfungsausschusses geregelt.
(10) Von den Absätzen 2 und 8 darf nur abgewichen werden, wenn andernfalls die
erforderliche Zahl von Mitgliedern des Prüfungsausschusses nicht berufen werden
kann (§ 40 Abs. 5 BBiG).
§ 3 Ausschluss von der Mitwirkung
(2) Zu den Sitzungen des Prüfungsausschusses sind die ordentlichen Mitglieder
rechtzeitig einzuladen. Stellvertretende Mitglieder werden in geeigneter Weise
unterrichtet. Kann ein Mitglied an einer Sitzung nicht teilnehmen, so soll es dies
unverzüglich der zuständigen Stelle mitteilen. Für ein verhindertes Mitglied ist ein
stellvertretendes Mitglied einzuladen, welches derselben Gruppe angehören soll.
(1) Bei der Zulassung und Prüfung dürfen Angehörige der Prüfungsbewerberinnen/
Prüfungsbewerber nicht mitwirken. Angehörige im Sinne des Satz 1 sind:
(3) Die Sitzungsprotokolle sind von der protokollführenden Person und dem Vorsitz zu
unterzeichnen. § 23 Abs. 1 bleibt unberührt.
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Die Wirtschaft April 2014
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§ 6 Verschwiegenheit
Unbeschadet bestehender Informationspflichten, insbesondere gegenüber
dem Berufsbildungsausschuss, haben die Mitglieder des Prüfungsausschusses
und sonstige mit der Prüfung befassten Personen über alle Prüfungsvorgänge
Verschwiegenheit gegenüber Dritten zu wahren.
Zweiter Abschnitt:
Vorbereitung der Fortbildungsprüfung
§ 7 Prüfungstermine
der Befreiung sind der Prüfungsbewerberin/dem Prüfungsbewerber schriftlich mit
Begründung bekannt zu geben.
(3) Die Zulassung und die Befreiung von Prüfungsbestandteilen können von der
zuständigen Stelle bis zur Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses widerrufen werden,
wenn sie aufgrund gefälschter Unterlagen oder falscher Angaben ausgesprochen
wurde.
§ 11 Prüfungsgebühr
Die Prüfungsteilnehmerin/der Prüfungsteilnehmer hat die Prüfungsgebühr nach
Aufforderung an die zuständige Stelle zu entrichten. Die Höhe der Prüfungsgebühr
bestimmt sich nach der Gebührenordnung der zuständigen Stelle.
(1) Die zuständige Stelle legt die Prüfungstermine je nach Bedarf fest.
(2) Die zuständige Stelle gibt die Prüfungstermine einschließlich der Anmeldefristen
in geeigneter Weise öffentlich mindestens einen Monat vor Ablauf der Anmeldefrist
bekannt. Wird die Anmeldefrist überschritten, kann die zuständige Stelle die
Annahme des Antrags verweigern.
(3) Werden für schriftlich durchzuführende Prüfungsbereiche einheitliche
überregionale Aufgaben verwendet, sind dafür entsprechende überregional
abgestimmte Prüfungstage anzusetzen
§ 8 Zulassung zur Fortbildungsprüfung
(1) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist schriftlich nach den von der zuständigen
Stelle bestimmten Fristen und Formularen zu stellen. Dem Antrag auf Zulassung sind
beizufügen:
– Angaben zur Person und
– Angaben über die in den Absätzen 2 bis 4 genannten Voraussetzungen.
Dritter Abschnitt:
Durchführung der Fortbildungsprüfung
§ 12 Prüfungsgegenstand, Prüfungssprache
(1) Soweit keine Fortbildungsordnungen nach § 53 BBiG erlassen sind, regelt
die zuständige Stelle die Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses, Ziel, Inhalt
und Anforderungen der Prüfungen, die Zulassungsvoraussetzungen sowie das
Prüfungsverfahren durch Fortbildungsprüfungsregelungen nach § 54 BBiG.
(2) Die Prüfungssprache ist Deutsch soweit nicht die Fortbildungsordnung oder die
-prüfungsregelung der zuständigen Stelle etwas anderes vorsieht.
§ 13 Gliederung der Prüfung
Die Gliederung der Prüfung ergibt sich aus den Fortbildungsordnungen oder
Fortbildungsprüfungsregelungen gemäß §§ 53, 54 BBiG (Prüfungsanforderungen).
– Eine Erklärung und ggf. ein Nachweis darüber, ob und mit welchem
Erfolg die Prüfungsbewerberin/der Prüfungsbewerber an gleichartigen
Prüfungen teilgenommen hat.
(2) Örtlich zuständig für die Zulassung zur Fortbildungsprüfung ist die zuständige
Stelle, in deren Bezirk die Prüfungs-bewerberin/der Prüfungsbewerber
– an einer Maßnahme der Fortbildung teilgenommen hat
oder
– in einem Arbeitsverhältnis steht oder selbstständig tätig ist
§ 14 Prüfungsaufgaben
(1) Der Prüfungsausschuss beschließt auf der Grundlage der Prüfungsanforderungen
die Prüfungsaufgaben.
(2) Überregional oder von einem Aufgabenerstellungsausschuss bei der zuständigen
Stelle erstellte oder ausgewählte Aufgaben sind vom Prüfungsausschuss zu
übernehmen, sofern diese Aufgaben von Gremien erstellt oder ausgewählt und
beschlossen wurden, die entsprechend § 2 Abs. 2 zusammengesetzt sind und die
zuständige Stelle über die Übernahme entschieden hat.
oder
– seinen/ihren Wohnsitz hat.
§ 15 Besondere Verhältnisse behinderter Menschen
(4) Sofern die Fortbildungsordnung (§ 53 BBiG) oder eine Regelung der zuständigen
Stelle (§ 54 BBiG) Zulassungsvoraussetzungen vorsieht, sind ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland zu berücksichtigen (§ 55 BBiG).
Bei der Durchführung der Prüfung sollen die besonderen Verhältnisse behinderter
Menschen berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für die Dauer der Prüfung,
die Zulassung von Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter
wie Gebärdensprachdolmetscher für hörbehinderte Menschen (§ 65 Abs. 1 BBiG).
Die Art der Behinderung ist mit dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung (§ 8 Abs. 1)
nachzuweisen.
§ 9 Befreiung von vergleichbaren Prüfungsbestandteilen
§ 16 Nichtöffentlichkeit
(1) Die Prüfungsteilnehmerin/der Prüfungsteilnehmer ist auf Antrag von der Ablegung
einzelner Prüfungsbestandteile durch die zuständige Stelle zu befreien, wenn sie/er
eine andere vergleichbare Prüfung vor einer öffentlichen oder staatlich anerkannten
Bildungseinrichtung oder vor einem staatlichen Prüfungsausschuss erfolgreich
abgelegt hat und die Anmeldung zur Fortbildungsprüfung innerhalb von fünf Jahren
nach Bekanntgabe des Bestehens der anderen Prüfung erfolgt (§ 56 Abs. 2 BBiG).
Die Prüfungen sind nicht öffentlich. Vertreter und Vertreterinnen der
obersten Landesbehörden, der zuständigen Stelle sowie die Mitglieder des
Berufsbildungsausschusses der zuständigen Stelle können anwesend sein. Der Prüfungsausschuss kann im Einvernehmen mit der zuständigen Stelle andere Personen
als Gäste zulassen. An der Beratung über das Prüfungsergebnis im Sinne des § 22 Abs.
1 Satz 2 dürfen nur die Mitglieder des Prüfungsausschusses beteiligt sein.
(2) Anträge auf Befreiung von Prüfungsbestandteilen sind zusammen mit dem
Zulassungsantrag schriftlich bei der zuständigen Stelle zu stellen. Die Nachweise
über Befreiungsgründe im Sinne von Abs. 1 sind beizufügen.
§17 Leitung, Aufsicht und Niederschrift
(3) Zur Fortbildungsprüfung ist zuzulassen, wer die Zulassungsvoraussetzungen einer
Fortbildungsregelung nach § 53 oder § 54 BBiG erfüllt.
§ 10 Entscheidung über die Zulassung und über Befreiungsanträge
(1) Über die Zulassung sowie über die Befreiung von Prüfungsbestandteilen
entscheidet die zuständige Stelle. Hält sie die Zulassungsvoraussetzungen oder
die Befreiungsgründe nicht für gegeben, so entscheidet der Prüfungsausschuss
(§ 46 Abs. 1 BBiG).
(2) Die Entscheidungen über die Zulassung und die Befreiung von Prüfungsbestandteilen
sind der Prüfungs-bewerberin/dem Prüfungsbewerber rechtzeitig unter Angabe
des Prüfungstages und -ortes einschließlich der erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel
mitzuteilen. Die Entscheidungen über die Nichtzulassung und über die Ablehnung
(1) Die Prüfung wird unter Leitung des Vorsitzes vom gesamten Prüfungsausschuss
unbeschadet der Regelungen in § 22 Abs. 3 abgenommen.
(2) Die zuständige Stelle regelt im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss die
Aufsichtsführung, die sicherstellen soll, dass die Prüfungsleistungen selbstständig
und nur mit erlaubten Arbeits- und Hilfsmitteln durchgeführt werden.
(3) Störungen durch äußere Einflüsse müssen von Prüfungsteilnehmern ausdrücklich
gegenüber der Aufsicht oder dem Vorsitz gerügt werden. Entstehen durch die
Störungen erhebliche Beeinträchtigungen, entscheidet der Prüfungsausschuss über
Art und Umfang von geeigneten Ausgleichsmaßnahmen. Bei der Durchführung von
schriftlichen Prüfungen kann die Aufsicht über die Gewährung einer Zeitverlängerung
entscheiden.
Die Wirtschaft April 2014
65
BEKANNTMACHUNGEN | SERVICE
(4) Über den Ablauf der Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen.
§ 18 Ausweispflicht und Belehrung
Die Prüfungsteilnehmerin/der Prüfungsteilnehmer hat sich auf Verlangen des
Vorsitzes oder der Aufsichtsführung über ihre/seine Person auszuweisen. Sie/er
ist vor Beginn der Prüfung über den Prüfungsablauf, die zur Verfügung stehende
Zeit, die erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel, die Folgen von Täuschungshandlungen,
Ordnungsverstößen, Rücktritt und Nichtteilnahme zu belehren.
§ 19 Täuschungshandlungen und Ordnungsverstöße
(1) Unternimmt es eine Prüfungsteilnehmerin/ein Prüfungsteilnehmer, das
Prüfungsergebnis durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel
zu beeinflussen oder leistet sie/er Beihilfe zu einer Täuschung oder einem
Täuschungsversuch, liegt eine Täuschungshandlung vor.
(2) Wird während der Prüfung festgestellt, dass eine Prüfungsteilnehmerin/ein
Prüfungsteilnehmer eine Täuschungshandlung begeht oder einen entsprechenden
Verdacht hervorruft, ist der Sachverhalt von der Aufsichtsführung festzustellen
und zu protokollieren. Die Prüfungsteilnehmerin/der Prüfungsteilnehmer setzt
die Prüfung vorbehaltlich der Entscheidung des Prüfungsausschusses über die
Täuschungshandlung fort.
(3) Liegt eine Täuschungshandlung vor, wird die von der Täuschungshandlung
betroffene Prüfungsleistung mit „ungenügend“ (= 0 Punkte) bewertet. In
schweren Fällen, insbesondere bei vorbereiteten Täuschungshandlungen, kann der
Prüfungsausschuss den Prüfungsteil oder die gesamte Prüfung mit „ungenügend“
(= 0 Punkte) bewerten.
(4) Behindert eine Prüfungsteilnehmerin/ein Prüfungsteilnehmer durch ihr/sein
Verhalten die Prüfung so, dass die Prüfung nicht ordnungsgemäß durchgeführt
werden kann, ist sie/er von der Teilnahme auszuschließen. Die Entscheidung hierüber
kann von der Aufsichtsführung getroffen werden. Die endgültige Entscheidung
über die Folgen für die Prüfungsteilnehmerin/den Prüfungsteilnehmer hat der
Prüfungsausschuss unverzüglich zu treffen. Absatz 3 gilt entsprechend. Gleiches gilt
bei Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften.
eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen
noch entspricht
= unter 67-50 Punkte = Note 4 = ausreichend;
eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt,
dass gewisse Grundkenntnisse noch vorhanden sind
= unter 50-30 Punkte = Note 5 = mangelhaft;
eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst
Grundkenntnisse fehlen
= unter 30-0 Punkte = Note 6 = ungenügend.
Der Hundert-Punkte-Schlüssel ist der Bewertung aller Prüfungsleistungen sowie der
Ermittlung von Zwischen- und Gesamtergebnissen zugrunde zu legen.
§ 22 Bewertungsverfahren, Feststellung der Prüfungsergebnisse
(1) Jede Prüfungsleistung ist von jedem Mitglied des Prüfungsausschusses selbstständig
zu bewerten. Beschlüsse über die Bewertung einzelner Prüfungsleistungen, der
Prüfung insgesamt sowie über das Bestehen und Nichtbestehen der Prüfung werden
vom Prüfungsausschuss gefasst. Bei der gemeinsamen Feststellung der Ergebnisse
dienen die Einzelbewertungen der Prüfungsausschussmitglieder als Grundlage.
(2) Bei der Feststellung von Prüfungsergebnissen bleiben Prüfungsleistungen, von
denen der Prüfling befreit worden ist (§ 9), außer Betracht.
(3) Zur Vorbereitung der Beschlussfassung nach Absatz 1 kann der Vorsitz
mindestens zwei Mitglieder mit der Bewertung einzelner, nicht mündlich zu
erbringender Prüfungsleistungen beauftragen. Die Beauftragten sollen nicht
derselben Mitgliedergruppe angehören. Die beauftragten Mitglieder dokumentieren
die wesentlichen Abläufe und halten die für die Bewertung erheblichen Tatsachen
fest (§ 42 Abs. 2 und 3 BBiG). Die übrigen Mitglieder des Prüfungsausschusses
sind bei der Beschlussfassung nach Absatz 1 nicht an die Einzelbewertungen der
beauftragten Mitglieder gebunden.
(4) Soweit eine Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird, kann die
Auswertung der Prüfungsleistungen maschinell erfolgen.
(5) Vor Entscheidungen des Prüfungsausschusses nach den Absätzen 3 und 4 ist die
Prüfungsteilnehmerin/der Prüfungsteilnehmer zu hören.
§ 23 Ergebnisniederschrift, Mitteilung über Bestehen oder
Nichtbestehen
§ 20 Rücktritt, Nichtteilnahme
(1) Über die Feststellung der einzelnen Prüfungsergebnisse ist eine Niederschrift auf
den Formularen der zuständigen Stelle zu fertigen. Sie ist von den Mitgliedern des
Prüfungsausschusses zu unterzeichnen und der zuständigen Stelle unverzüglich
vorzulegen.
(1) Die Prüfungsteilnehmerin/der Prüfungsteilnehmer kann nach erfolgter
Anmeldung vor Beginn der Prüfung (bei schriftlichen Prüfungen vor Bekanntgabe
der Prüfungsaufgaben) durch schriftliche Erklärung zurücktreten. In diesem Fall gilt
die Prüfung als nicht abgelegt.
(2) Versäumt die Prüfungsteilnehmerin/der Prüfungsteilnehmer einen
Prüfungstermin, so werden bereits erbrachte selbstständige Prüfungsleistungen
anerkannt, wenn ein wichtiger Grund für die Nichtteilnahme vorliegt. Selbstständige
Prüfungsleistungen sind solche, die thematisch klar abgrenzbar und nicht auf eine
andere Prüfungsleistung bezogen sind sowie eigenständig bewertet werden.
(3) Erfolgt der Rücktritt nach Beginn der Prüfung oder nimmt die Prüfungsteilnehmerin/
der Prüfungsteilnehmer an der Prüfung nicht teil, ohne dass ein wichtiger Grund
vorliegt, so wird die Prüfung mit „ungenügend“ (= 0 Punkte) bewertet.
(4) Der wichtige Grund ist unverzüglich mitzuteilen und nachzuweisen. Im
Krankheitsfall ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich.
Vierter Abschnitt:
Bewertung, Feststellung und Beurkundung des
Prüfungsergebnisses
§ 21 Bewertungsschlüssel
Die Prüfungsleistungen sind wie folgt zu bewerten:
(3) Der Prüfungsteilnehmerin/dem Prüfungsteilnehmer soll unmittelbar nach
Feststellung des Gesamtergebnisses der Prüfung mitgeteilt werden, ob sie/
er die Prüfung „bestanden“ oder „nicht bestanden“ hat. Kann die Feststellung
des Prüfungsergebnisses nicht am Tag der letzten Prüfungsleistung getroffen
werden, so hat der Prüfungsausschuss diese unverzüglich zu treffen und der
Prüfungsteilnehmerin/dem Prüfungsteilnehmer mitzuteilen.
(4) Über das Bestehen eines Prüfungsteils erhält die Prüfungsteilnehmerin/
der Prüfungsteilnehmer Bescheid, wenn für den Prüfungsteil ein eigener
Prüfungsausschuss gemäß § 1 Abs. 2 gebildet werden kann.
§ 24 Prüfungszeugnis
(1) Über die Prüfung erhält die Prüfungsteilnehmerin/der Prüfungsteilnehmer von der
zuständigen Stelle ein Zeugnis (§ 37 Abs. 2 BBiG). Der von der zuständigen Stelle
vorgeschriebene Vordruck, soweit keine Bestimmungen der Fortbildungsordnungen
nach § 53 BBiG entgegenstehen, ist zu verwenden.
(2) Das Prüfungszeugnis enthält
– die Bezeichnung „Zeugnis“ und die Angabe der Fortbildungsregelung,
Eine den Anforderungen in besonderem Maße entsprechende Leistung
= 100-92 Punkte = Note 1 = sehr gut;
– die Personalien der Prüfungsteilnehmerin/des Prüfungsteilnehmers
eine den Anforderungen voll entsprechende Leistung
= unter 92-81 Punkte = Note 2 = gut;
– die Bezeichnung der Fortbildungsprüfung mit Datum und Fundstelle,
eine den Anforderungen im Allgemeinen entsprechende Leistung
= unter 81-67 Punkte = Note 3 = befriedigend;
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(2) Die Prüfung ist vorbehaltlich der Fortbildungsregelungen nach §§ 53, 54 BBiG
insgesamt bestanden, wenn in jedem der einzelnen Prüfungsteile mindestens
ausreichende Leistungen erbracht worden sind.
Die Wirtschaft April 2014
(Name, Vorname, Geburtsdatum),
– die Ergebnisse der Fortbildungsprüfung nach Maßgabe der
jeweiligen Fortbildungsregelung sowie Angaben zu Befreiungen von
Prüfungsbestandteilen,
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– das Datum des Bestehens der Prüfung,
– die Namenswiedergabe (Faksimile) oder Unterschrift der
beauftragten Person der zuständigen Stelle mit Siegel im
Namen der Geschäftsführung der zuständigen Stelle und des
Prüfungsausschusses.
Im Prüfungszeugnis soll darüber hinaus ein Hinweis auf die vorläufige
Einordnung des Abschlusses im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR)
und das sich aus der Verknüpfung des DQR mit dem Europäischen
Qualifikationsrahmen (EQR) ergebende EQR-Niveau enthalten sein.
(3) Dem Zeugnis ist auf Antrag der Prüfungsteilnehmerin/des
Prüfungsteilnehmers eine englischsprachige und eine französischsprachige
Übersetzung beizufügen (§ 37 Abs. 3 Satz 1 BBiG).
§ 25 Bescheid über nicht bestandene Prüfung
(1) Bei nicht bestandener Prüfung erhält die Prüfungsteilnehmerin/
der Prüfungsteilnehmer von der zuständigen Stelle einen schriftlichen
Bescheid. Darin ist anzugeben, welche Prüfungsleistungen in einer
Wiederholungsprüfung nicht mehr wiederholt werden müssen (§ 26 Abs.
2 bis 3). Die von der zuständigen Stelle vorgeschriebenen Formulare sind
zu verwenden.
(2) Auf die besonderen Bedingungen der Wiederholungsprüfung gemäß
§ 26 ist hinzuweisen.
Fünfter Abschnitt:
Wiederholungsprüfung
§ 26 Wiederholungsprüfung
(1) Eine Fortbildungsprüfung, die nicht bestanden ist, kann zweimal
wiederholt werden. Ebenso können Prüfungsteile, die nicht bestanden sind,
zweimal wiederholt werden. Es gelten die in der Wiederholungsprüfung
erzielten Ergebnisse.
(2) Hat die Prüfungsteilnehmerin/der Prüfungsteilnehmer bei nicht
bestandener Prüfung in einer selbstständigen Prüfungsleistung (§ 20
Abs. 2 Satz 2) mindestens ausreichende Leistungen erbracht, so ist diese
auf Antrag der Prüfungsteilnehmerin/des Prüfungsteilnehmers nicht zu
wiederholen, sofern die Prüfungsteilnehmerin/der Prüfungsteilnehmer
sich innerhalb von zwei Jahren – gerechnet vom Tage der Feststellung des
Ergebnisses der nicht bestandenen Prüfung an – zur Wiederholungsprüfung
anmeldet. Die Bewertung einer selbstständigen Prüfungsleistung (§ 20
Abs. 2 Satz 2) ist im Rahmen der Wiederholungsprüfung zu übernehmen.
(3) Die Prüfung kann frühestens zum nächsten Prüfungstermin (§ 7)
wiederholt werden.
§ 29 Inkrafttreten, Genehmigung
Diese Prüfungsordnung tritt einen Tag nach Veröffentlichung in dem
Mitteilungsblatt der IHK Bonn/Rhein-Sieg in Kraft. Gleichzeitig treten die bisherigen
Fortbildungsprüfungsordnung und die Prüfungsordnung für die Durchführung von
Prüfungen zum Nachweis berufs- und arbeitspädagogischer Qualifikation außer
Kraft.
Bonn, den 22. Januar 2014
Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg
Der Präsident
Wolfgang Grießl
genehmigt durch Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und
Handwerk des Landes NRW
Düsseldorf, 20.02.2014
Az: IA2-21-22/05
i.A. Christian Siebert
Die Verkündung im Mitteilungsblatt „Die Wirtschaft“ ist am 15.04.2014 erfolgt,
Diese Prüfungsordnung tritt daher am 16.04.2014 in Kraft.
Gebührentarif der
Industrie- und Handelskammer Bonn/ Rhein-Sieg
Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg hat
am 11.03.2014 gemäß den §§ 1 und 4 des Gesetzes zur vorläufi gen Regelung
des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 18. Dezember 1956
(BGBl. I S. 920), zuletzt geändert durch Artikel 17 des Gesetzes zur Förderung
der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften vom
25. Juli 2013 (BGBl. I, S. 2749), folgende Änderung des Gebührentarifs
beschlossen:
Ziffer im
Gebührentarif
§ 28 Prüfungsunterlagen
(1) Auf Antrag ist der Prüfungsteilnehmerin/dem Prüfungs-teilnehmer
binnen der gesetzlich vorgegebenen Frist zur Einlegung eines Rechtsbehelfs
Einsicht in seine Prüfungsunterlagen zu gewähren. Die schriftlichen
Prüfungsarbeiten sind ein Jahr, die Niederschriften gemäß § 23 Abs. 1 zehn
Jahre aufzubewahren. Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Zugang
des Prüfungsbescheides nach § 24 Abs. 1 bzw. § 25 Abs. 1. Der Ablauf
der vorgenannten Fristen wird durch das Einlegen eines Rechtsmittels
gehemmt.
(2) Die Aufbewahrung kann auch elektronisch erfolgen. Landesrechtliche
Vorschriften zur Archivierung bleiben unberührt.
Gebühr
Prüfung zum Nachweis der fachlichen
Eignung zur Führung von Unternehmen des
Straßenpersonen- und Güterkraftverkehrs
19.1
Verkehr mit Taxen und Mietwagen
160,00 €
19.2
Straßenpersonenverkehr, – ausgenommen
Taxen und Mietwagenverkehr
Güterkraftverkehr
230,00 €
230,00 €
19.4
Anträge auf Ausstellung einer
Fachkundebescheinigung
19.4.1
Entscheidung über den Antrag auf Anerkennung
der Fachkunde aufgrund leitender Tätigkeit
§ 27 Rechtsbehelfsbelehrung
Maßnahmen und Entscheidungen der Prüfungsausschüsse sowie der
zuständigen Stelle sind bei ihrer schriftlichen Bekanntgabe an die
Prüfungsbewerberin/den Prüfungsbewerber bzw. die Prüfungsteilnehmerin/
den Prüfungsteilnehmer mit einer Rechtsbehelfsbelehrung gemäß § 70
VwGO zu versehen.
Gebührenart
19.
19.3
Sechster Abschnitt:
Schlussbestimmungen
Der Hauptgeschäftsführer
Dr. Hubertus Hille
5,00 €
Die Änderungen treten gemäß § 14 Absatz 1 der Satzung der IHK Bonn/Rhein-Sieg
in der Fassung vom 28.06.2012 am Tag nach Herausgabe des Mitteilungsblatts der
Kammer „Die Wirtschaft“ in Kraft, in der die Änderungen bekannt gemacht wurden.
Bonn, den 11. März 2014
Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg
Der Präsident
Wolfgang Grießl
Der Hauptgeschäftsführer
Dr. Hubertus Hille
genehmigt durch Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und
Handwerk des Landes NRW
Düsseldorf, 25.03.2014
Az: IA2-21-22/05
i.A. Christian Siebert
Die Wirtschaft April 2014
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NEUES AUS BERLIN UND BRÜSSEL
In Brüssel hatte der DIHK zum Austausch über die Forderungen der deutschen Wirtschaft an die künftige EU-Politik geladen: Vor gut
130 Gästen diskutierten die EP-Abgeordneten Michael Theurer (FDP) und Ismail Ertug (SPD) mit DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann
und den EP-Abgeordneten Herbert Reul (CDU) und Reinhard Bütikofer (Grüne).
Ansprechpartner: [email protected]
Deutschlands wirtschaftliche
Entwicklung nutzt EU-Partnern
Mit deutlichen Worten reagierte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben auf einen Prüfbericht der EU-Kommission, der den Exportüberschuss
Deutschlands als Risiko für die europäische Wirtschaft
einschätzte. „Die gute wirtschaftliche Entwicklung in
Deutschland ist gerade auch für die EU-Partner sehr
vorteilhaft“, betonte Wansleben: „Deutschland ist Import-Europameister, wir importieren doppelt so viel wie
Frankreich und sind in mehr als der Hälfte der EU-Länder bester Kunde.“
Die Kommission legt Deutschland nahe, seine Binnennachfrage und das mittelfristige Wachstum zu stärken. Dem stimmte Wansleben zu: „Gerade bei Investitionen hinkt Deutschland hinterher. Konkret besteht
Nachholbedarf bei den Investitionen der öffentlichen
Hand, vor allem in die Infrastruktur.“ Laut Koalitionsvertrag stehen dafür in der gesamten Legislaturperiode
fünf Milliarden Euro zusätzlich bereit. Diese fünf Milliarden seien auch nötig, so Wansleben, – aber pro Jahr!
Ansprechpartnerin: [email protected]
schaft in Myanmar eröffnet. Neben der geostrategisch
günstigen Lage bietet der Rohstoffreichtum des Landes beste Voraussetzungen für zügiges Wachstum.
Entscheidend dafür ist jedoch der Ausbau von Infrastruktur und Energieversorgung. Deutschland ist mit
mehr als 40 Prozent der europäischen Ausfuhren das
mit Abstand wichtigste europäische Lieferland. Braun
betonte: „Deutsche Produkte und Technologien genießen in Myanmar traditionell hohes Ansehen. Ich sehe
hier viel Wertschätzung für einen partnerschaftlichen
und langfristigen Ansatz.“ Die Leitung des Delegiertenbüros hat Monika Stärk übernommen.
Ansprechpartner: [email protected]
Neues Standbein der deutschen
Wirtschaft in Myanmar
Bundespräsident Joachim Gauck hat im Februar gemeinsam mit DIHK-Ehrenpräsident Ludwig Georg
Braun das neue Delegiertenbüro der deutschen Wirt-
Deutscher Industrie- und Handelskammertag
(DIHK) e. V. / Breite Straße 29, 10178 Berlin
Telefon 030 20308-0 / E-Mail: [email protected]
Über Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung diskutierten hochrangige
Vertreter der EU-Institutionen mit europäischen Kammervertretern – darunter
EUROCHAMBRES-Präsident Richard Weber (l.) mit Edmund Stoiber, dem
Vorsitzenden der EU-High-Level-Group zum Bürokratieabbau, auf der EUROCHAMBRES-Konferenz in Brüssel.
Ansprechpartner: [email protected]
Die Wirtschaft April 2014
69
EHRENAMT
Aus Arbeit des
Ehrenamtes
der
Wissenswertes aus der IHK-Arbeit
IHK Bonn/Rhein-Sieg legt ihren
Jahresbericht 2013 vor
27.000 Anrufe im Service-Center, 9.800 ausgestellte Außenwirtschaftsdokumente, 2,4 Millionen Zugriffe auf die Webseite. Die IHK Bonn/Rhein-Sieg
hat bei der Vollversammlung ihren Jahresbericht
2013 vorgestellt. Er enthält auf 48 Seiten Zahlen,
Daten, Fakten aus dem vergangenen Geschäftsjahr,
den Geschäftsbericht 2013 sowie die wichtigsten
Themen und Ereignisse aus den Geschäftsfeldern
Standortpolitik, Existenzgründung und Unternehmensförderung, Aus- und Weiterbildung, Innovation und Umwelt, International, Recht und Steuern,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie ServiceCenter. Der Jahresbericht kann unter www.ihkbonn.de, Webcode 16, abgerufen werden. Er enthält
neben den Informationen über die IHK-Leistungen
auch Wissenswertes zur Finanzierung und zur Kostenstruktur der IHK.
„Das Jahr 2013 ist ereignisreich für die Wirtschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg gewesen“, sagt IHKHauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille. Wichtige
Schwerpunkte in der IHK-Arbeit waren etwa die Verkehrsinfrastruktur, die Energiewende sowie der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der Region.
Verkehrschaos rund
um Bonn – nicht nur
zur Hauptverkehrszeit
70
Leider habe auch im vergangenen Jahr Uneinigkeit in
der Region beim Thema Verkehr geherrscht: „Das Thema treibt auch aktuell wieder viele Unternehmen um.
Gerade die vielen Einpendler aus dem Rhein-Sieg-Kreis
sind auf eine optimale Verkehrsanbindung angewiesen.
Deshalb begrüßen wir, dass der Bund jetzt die Aufnah-
Die Wirtschaft April 2014
me der Südtangente und
der Ortsumgehung in
Uckerath im Rahmen der
nFortschreibung des Bunns
desverkehrswegeplans
o
zumindest prüft“, so
Hille. Auch der sechs-spurige Ausbau derr
A 565 und der Aus-bau der A 59 standen
und stehen ganz oben
auf der Wunschliste
der Unternehmen der
Region.
Höchste Priorität genießt nach
wie vor die Forde- Den Jahresbericht können Sie
rung der Unterneh- unter www.ihk-bonn.de, Webmen, die Energie- code 16, Downloads, abrufen.
wende bezahlbar und versorgungssicher zu gestalten.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist mit aktuell knapp unter 300.000 auf einem
weiterhin sehr hohen Stand. Hier hat die IHK im vergangenen Jahr besondere Aktivitäten auf dem Fachkräftesektor gesetzt, um dem sich verstärkenden
Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Hille: „Dieser
äußert sich neben fehlenden Bewerbern auch in deren
nicht ausreichenden Qualifikationen im Ausbildungsbereich. Zudem fehlt es gerade im Dienstleistungsseketen
tor oftmals auch an geeigneten
bBewerbern mit Hochschulabn
schluss.“ Positiv hat sich in
2013 der Ausbildungsmarktt
trotz des doppelten Abitur-m
jahrgangs entwickelt. Vom
d
landesweiten Negativtrend
g-hat sich die Region erfolgreich abkoppeln können.
Hille: „Wir erhoffen
uns von den Kommunalwahlen stabile Mehrheiten, da mit Blick auf die
Haushaltssituation in so
mancher Gemeinde und
IHK-Hauptgeschäftsführer
Stadt auch unpopuläre
Dr. Hubertus Hille
Entscheidungen zu treffen sind. Mit eigenen wirtschaftspolitischen Positionen
wollen wir hier Akzente setzen.“
Über 1.200 Unternehmerinnen und Unternehmer
engagieren sich in der IHK
Bonn/Rhein-Sieg.
Dieses
breite ehrenamtliche Engagement stellen wir hier, aber Die IHK-Vollauch auf eigenen Seiten im versammlung - das
Parlament der Wirtschaft
Internet dar.
http://ehrenamt.ihk-bonn.de.
FRAGEN AN...
13
FRAGEN ...
... AN JÜRGEN
Welche Eigenschaften
zeichnen einen erfolgreichen Unternehmer aus?
Was treibt Sie an?
Ihr Lebensmotto?
An welchen Erfolg
erinnern Sie sich gerne?
Was wünschen Sie sich für die
nächsten zwölf Monate?
Der Wirtschaft
geht es gut, wenn ...
Die soziale
Marktwirtschaft ist ...
BERNDT
Innovationsfreudigkeit, Durchhaltevermögen, positives Denken, Risikobereitschaft.
Die Freude an der Arbeit und am Erfolg, allen Mitarbeitern des Unternehmens ein gutes Leben zu ermöglichen.
Immer klug weiter machen, dann kommt der Erfolg von alleine.
An die Anrufe von Kunden, die sich für die gute Arbeit bedanken.
Dass die Welt friedlich bleibt bzw. friedlicher wird und alle gesund
bleiben, den Rest schaffen wir dann selbst.
… es gerecht zugeht und die Welt friedlich ist.
… alternativlos.
Wie schätzen Sie den Standort Bonn/Rhein-Sieg ein?
Für uns ist die Lage optimal, die Unterstützung durch die IHK prima.
Was sollte für den
Standort getan werden?
Wichtig ist eine gute Infrastruktur auf allen Ebenen (Verkehr, Netze).
Was würden Sie an Ihrem
ersten Arbeitstag als Wirtschaftsminister anpacken?
Welche berufliche Alternative
hätten Sie sich
vorstellen können?
Ihr Freizeittipp in der
Region Bonn/Rhein-Sieg?
Ich wünsche mir von meiner
IHK, dass...
Ich würde die Vereinfachung der Steuergesetzgebung vorantreiben.
Keine, ich wollte immer Unternehmer sein.
Wandern Sie durch das bergische Land, man muss nicht in die Alpen
fahren, um wunderschöne Natur zu erleben.
… sie weiter so engagiert für ihre Mitglieder arbeitet und die Kontaktpflege zwischen den Firmen höchstmöglich unterstützt.
Jürgen Berndt ...
…ist geschäftsführender Gesellschafter der Berndt &
Brungs Software GmbH in
Troisdorf. Seit über 25 Jahren steht das Unternehmen
dem Mittelstand mit Knowhow und der Warenwirtschafts- und Dienstleistersoftware aimap zur Seite.
Motto ist: Auch der Mittelstand soll sich bei kaufmännischer Software seine Individualität zu finanzierbaren
Preisen leisten können. Das
Unternehmen wurde 2013
für den großen Preis des
Mittelstandes
nominiert
und ist einer der Preisträger
im Raum Bonn/Rhein-Sieg.
www.aimap.de
Die Wirtschaft April 2014
71
CARTOON | VORSCHAU
Vorschau
Mai 2014
(erscheint am 15.05.2014)
Neues Präsentieren, Kunden binden:
Messen und Gewerbeschauen
Ob Hochzeits- oder Fahrradmesse, ob Landpartie oder Kirschblütenfest – Messen
und Gewerbeschauen sind für Handel und Dienstleister eine prima Gelegenheit, ihre
Produkte zu präsentieren, Kunden zu binden und neue Zielgruppen zu erschließen.
„Entscheider im Mittelstand“
Mit einer Anzeige in den Magazinen der
Industrie- und Handelskammern erreichen
Sie 43,4 Prozent der Entscheider im deutschen Mittelstand.
Quelle: TNS Emnid 2012
Ihr Ansprechpartner für „Die Wirtschaft“:
50 Jahre Industriemeisterschule Troisdorf
1964: Die Industrieunternehmen Dynamit Nobel, Reifenhäuser und Mannstaedt
prägen Troisdorf. Um ihren Bedarf an Fachkräften zu sichern, gründen die Stadt
Troisdorf und die IHK Bonn/Rhein-Sieg die Industriemeisterschule Troisdorf. Wir
gratulieren zu 50 erfolgreichen Jahren.
Erfolgsbeispiele für zukünftige Titelgeschichten gesucht:
Unsere Autoren recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, können
aber natürlich nicht alle Unternehmen berücksichtigen. Melden Sie sich per
E-Mail bei [email protected] oder [email protected], wenn Sie der
Ansicht sind, das Sie zur nebenstehenden Titelgeschichte ein innovatives und
erfolgreiches Konzept unseren Autoren vorstellen können.
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Die Wirtschaft April 2014
JF. Carthaus GmbH & Co. KG
Stiftsgasse 11, 53111 Bonn
Telefon: 0228 7260-20
[email protected]
Juni 2014:
Hidden Champions
aus der Region
Stahl 0,5
- 80 mm
Kupfer, M // Edelstahl 0
,2 - 80 m
essing 0
m // Alum
,5 - 50 mm
inium 0,5
// Kunst
-1
stoffe 2 10 0 mm0 0 mm
Einfach nur Belege
scannen – und die
Mit digitalen Belegen wird die Buchführung für
Buchführung macht
Sie einfach, schnell und komfortabel – und Ihr
meine Steuerberaterin.
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