Mens sana in corpore sano

Commentaren

Transcriptie

Mens sana in corpore sano
Mens sana in corpore sano
Chancen der Sozialmedizin
Prof. Dr. med. Joachim E. Fischer
Mannheimer Institut für Public Health
Medizinische Fakultät Mannheim
Universität Heidelberg
Stuttgart 24 03 10
1 / 22
Warum leben Manager länger?
Blutfette, Gene oder besseres Handicap?
10-Jahres-Herzinfarktrisiko für 45-Jährige, britische Staatsangestellte, Whitehall-Studie
Gesundheitsgradient von Top-Management zu nachgeordneten Mitarbeitern
Relatives Risiko
4.0
3.0
2.6
2.3
2.0
Psychosozial
Andere med. Gründe
Bluthochdruck
Rauchen
Cholesterin
1.8
1.5
1.0
Manager
Unteres
Management
Angestellte
Arbeiter
2 / 22
Stress
Schädlicher als AIDS. Berauschender als Kokain.
Der Preis der Produktivität
-
Jeder Dritte Deutsche ist häufig oder ständig gestresst.
- Chronischer Stress ist wesentlicher Mitverursacher
von Rückenschmerzen, Herzinfarkt, Diabetes,
Migräne, Erkältungskrankheiten, Unfällen, Depression,
Angstattacken, Mangel an Kreativität und
Fehlentscheidungen.
- Stress wird in der Zukunft zunehmen.
- Stress wird innerhalb eines Jahrzehnts zum wichtigsten
gesundheitlichen Risikofaktor für Unternehmen.
3 / 22
Stress und Regeneration durch Stammzellen
Stammzellen aus dem
Knochenmark kreisen
im Blut und
unterstützen die
Reparatur von
Gefäßschäden durch
Arteriosklerose.
New Engl J Med 2004, 348:593-600
4 / 22
Vulnerabilität im Alter
Wachsender Einfluss äußerer Bedingungen.
.30
Sozioökonomischer Status
.25
R2 in CD34+ CD31+ CD45low
Rauchen, Interaktion mit ERI / AL
.20
Psychosoziale Faktoren
.15
Gesundheitsverhalten
.10
Biologische Faktoren
.05
Demographische Variablen
0
Alter <= 42
Alter > 42
Alter <= 42 J.: R2 = 0.16, F(25/203) = 1.56, p = 0.049)
Alter > 42 J.: R2 = 0.26, F(25/213) = 3.07, p < 0.0001)
5 / 22
Komplexe Zusammenhänge als fliegende Teppiche
Wertschätzungsmangel und Rauchen
CD 34+ CD31+ / mm3
2.25
2.25
1.0
1.0
0.25
0.25
0.0
0.0
Zigaretten
pro Tag
Allostatic Load
Score
Rauchen / medizinische Risiken
Effort-Reward-Imb.
(Quotient)
Rauchen / Wertschätzung
6 / 22
Stress und Herzinfarkt
So bedeutsam wie Rauchen. Weltweit.
Fallkontrollstudie in 52 Ländern:
15152 Patienten mit Herzinfarkt, 14820 Kontrollen
Anteilige Risikoveränderung in der Bevölkerung
Rauchen
36 %
Hypertonie
18 %
Übergewicht (abdominell)
20 %
ApoB / Apo A1
49 %
Diabetes
10 %
Chronischer Stress
33 %
Regelmässige Bewegung
- 12 %
Regelmässiger Alkohol
- 7%
Täglich Früchte / Gemüse
- 14 %
-10
0
+10
+20
+30
+40
+50
Interheart Studie, Lancet 2004, 364:937-52
7 / 22
Mitarbeiterorientierte Vorgesetze
Der Fisch riecht von der Schwanzflosse her.
8 / 22
Führung und Geldverdienen
Vom neuen schwäbischen Tugenden?
Rendite
Partnerschaftliche Führung
Top 25%
Low 25%
Identifikation
adaptiert nach Folie 21, F. Netta, Bertelsmann, 2007
http://www.hsi-heidelberg.com/tagungen/507/vortrag/VF02.pdf
9 / 22
Kennziffern zur Gesundheit.
Wer nicht misst, kann auch nicht managen.
Index = 6.5
Index = 7.1
Index = 5.3
10 / 22
Benchmarking
Wo würden Sie die nächste Stelle annehmen?
11 / 22
Gesundheitsförderung sucht Lösungen.
Kompetenzen stärken statt Probleme wälzen.
Gesundheit
Ressourcen
Individuum
Individuelle
Erschöpfungsreaktion
Belastungen
Ressourcen Team
Organisatorische
Erschöpfungsreaktion
Ressourcen Führung
Ressourcen
Unternehmen
12 / 22
Erfolgsfaktor Arbeitsfreude
Wer gut führt verlängert Leben.
Gesundheitsorientierte Führung
- inspiriert und begeistert
- schafft Handlungsfreiräume und gesunde
Herausforderungen
- stärkt Vertrauen und informelle Kommunikation
- stärkt Zusammenarbeit in und zwischen Teams
- fördert Engagement
- mindert dadurch biologische Stressreaktion
- mindert dadurch das Risiko von Erschöpfung - Burnout
- steigert die Wettbewerbsfähigkeit
13 / 22
Alternative
Low--Cost Gesundheitsmanagement
Low
14 / 22

Vergelijkbare documenten