10 Schritte zu einer guten Erziehung

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10 Schritte zu einer guten Erziehung
Zehn Schritte zu einer guten Erziehung
1.
„Ich hab’ dich lieb!“ – Eine gute Beziehung ist die Grundlage jeder guten Entwicklung
Jedes Wachstum braucht Liebe und Wertschätzung.
Entwicklung vollzieht sich von selbst, aber nur bei liebender Zuwendung, Aufmerksamkeit und Wertschätzung.
Wertschätzung heißt loben, loben, loben …und Zeit haben.
Geliebte Kinder sind stark und widerstandsfähig bis ins Alter.
Ungeliebte Kinder werden krank oder werden auffällig.
Liebe heißt auch streiten können.
Um lieben zu können, muss ich mich selbst lieben und akzeptieren (lernen).
2.
„Du kannst das!“ – Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu – Anforderung und Ermutigung macht stark
Kinder lieben Herausforderungen.
Kinder, die nicht gefordert werden, können ihre Kompetenzen nicht entfalten.
Das Gehirn wächst mit seinen Anforderungen.
Kinder, die überfordert werden, entwickeln Angst vor Aufgaben und Leistungen.
Gute Förderung heißt sprechen, sprechen, sprechen …
Typische Aufgaben für ein Kind sind mit anderen Kindern Freundschaft schließen und
von den Eltern getrennt sein können.
Märchen sind gute Beispiele für typische Entwicklungsaufgaben.
3.
„Was meinst du dazu?“ – Die Meinung Ihres Kindes ist wichtig. Die Entscheidung
treffen Sie
Kinder haben bereits im Kleinkindalter eigene Interessen und Vorlieben.
Die Förderung von Interessen und Meinungen trägt zur Stärkung des Kindes bei.
Frühe Verantwortungsübernahme fördert die Selbständigkeit.
Kinder möchten am liebsten alles selber machen und möchten selbst entscheiden.
Die Eltern behalten immer die Verantwortung und müssen die Gefahren für ihr Kind
erkennen.
4.
„Jetzt ist Schluss!“ – Grenzen bieten Schutz und Orientierung
Kinder brauchen viel Freiraum und müssen eigene Erfahrungen machen.
Grenzen sind keine Bestrafung.
Gute Grenzen ergeben sich aus Gefährdungen und aus Rücksichtnahme auf andere.
Kinder wollen immer über Grenzen gehen.
Eltern müssen bei ihren Grenzen beharrlich und konsequent sein.
Wenn Grenzen sich ständig verändern glauben Kinder nicht an sie.
Grenzen setzen ist anstrengend und kostet Kraft.
Grenzen setzen bedeutet nicht, Liebe und Anerkennung zu entziehen.
Dass Grenzen nicht immer eingehalten werden ist normal.
5.
„Nein, ich seh’ das anders.“ – Keine Angst vor Auseinandersetzungen. Streit gehört dazu.
Liebe, Wertschätzung und Beteiligung heißt auch streiten können.
Aus Streit und Konflikten kann man viel lernen.
Um der Wahrheit willen lohnt es sich manchmal zu streiten.
Gutes Streiten heißt sachlich bleiben und die Person achten.
Gutes Streiten heißt sich später noch in die Augen schauen können.
Gutes Streiten muss man üben.
Wie die Eltern sich streiten ist Vorbild für Kinder.
6.
„Ich vertraue dir.“ – Soviel Vertrauen wie möglich, soviel Kontrolle wie nötig
Kinder (und Erwachsene) brauchen Vertrauen.
Kinder sollen ihre alltäglichen Dinge selber tun (z. B. häusliche Pflichten, Hausaufgaben, Kontakte zu Freunden).
Vertrauen bedeutet nicht Desinteresse.
Eltern zeigen Interesse an allem Tun ihrer Kinder.
Eltern, die Interesse zeigen und nachfragen, können bei Schwierigkeiten und Problemen ihrer Kinder schneller reagieren.
7.
„Stopp!“ Rote Karte für Gewalt
Aggression gehört zum Leben dazu.
Gewalt zerstört die Seele des Kindes.
Gewalt ist häufige Abwertung, öfter Schlagen und jegliche Form sexuellen Missbrauchs.
Kinder, die gewalttätig sind, haben meist Gewalt erlebt.
Wenn Sie sich öfter nicht anders zu helfen wissen als zu schlagen, dann geht es Ihnen
nicht gut und Sie sollten mit uns sprechen.
Gewalt muss auch bei Kindern unterbunden werden.
Lob und Wertschätzung unterstützt ein gewaltfreies Verhalten.
Wenn Kinder etwas zerstören, sollte mit ihnen überlegt werden, wie man es wiedergutmachen kann.
8.
„So ist das bei uns.“ – Jede Familie ist anders. Haben Sie Mut zu einem eigenen
Stil
Jedes Kind braucht seine eigene Erziehung.
Absolute Gerechtigkeit gibt es nicht.
Eltern sind verschieden.
Vater und Mutter sind verschieden.
Sie müssen nicht alles erklären und begründen.
9.
Mit Humor geht alles besser
Kinder sind nicht perfekt und Sie sind es auch nicht.
„Fehler“ sind menschlich und machen das Leben menschlich.
Eltern, die auch mal Fehler machen und diese zugeben können, sind gute Vorbilder.
Über Fehler kann man auch lachen, das verbindet, entspannt und steigert die Voraussetzungen für Lernen.
10. „Du bist nicht allein“! – Ein Kind zu erziehen ist nicht leicht. Sprechen Sie mit
Freunden, mit Profis und mit uns
Kindererziehung ist anstrengend.
Probleme und Konflikte gehören dazu.
Manchmal weiß man einfach nicht mehr weiter.
Gute Freunde trösten und können oft auch einen guten Rat geben.
Es gibt Beratungsdienste, die schnell und unkompliziert helfen.