Wallfahrtskirche "Maria Schnee" in Gunglgrün

Commentaren

Transcriptie

Wallfahrtskirche "Maria Schnee" in Gunglgrün
Christogramm der Laurentiuskirche aus dem 5. Jht.
Imster
PFARRBLATT
für pfarrliche, seelsorgliche und kulturelle Mitteilungen
Imst, Juli/August 2011
Zur Deckung der Unkosten jährlich EUR 5,-
Liebe Imsterinnen, liebe Imster, liebe Freunde unserer Pfarre!
In der Mitte das reich verzierte Bild „Maria mit dem
Wallfahrtskirche „Maria Schnee“ in Gunglgrün
Wer kennt sie nicht, unsere viel besuchte und sehr
geschätzte Wallfahrtskirche in Gunglgrün. Sie wurde
1732/33 anstelle einer kleineren Kapelle erbaut. Die
Weihe erfolgte 1734. Schon Beda Weber (Schriftsteller,
Priester, geb. in Lienz 1798, gest. in Frankfurt am Main
1858) pries in seinem Handbuch für Reisende 1837
die Umgebung des Kirchleins ob der schönen Aussicht,
die man hier hat:
„Die Aussicht, die man hier besonders früh Morgens
beim Sonnenaufgang geniesst, ist die schönste, die
man in der nicht aussichtreichen Gegend von Imst
mit so leichter Mühe geniessen kann. Die Eingänge
ins Oetzthal und Pitzthal, der Imsterberg, alle Gebirge ringsum mit ihren versteckten Grasplätzen,
mit ihren anbaufähigen Gründen in der Tiefe,
gestalten sich zu einem Landschaftsbilde, das eben
so sehr durch seine wundersamen Bergesgruppen,
als durch die Lieblichkeit der Wiesen- und Waldgründe entzückt.“
Haus des Gebetes
Montags um 14:15 Uhr
wird dort der Rosenkranz
gebetet. Jeweils am Donnerstag nach dem HerzJesu-Freitag wird um 19:30
Uhr die monatliche Wallfahrtsmesse gehalten. Für
Tauffeiern ist dieses Kirchlein sehr geschätzt. Jubelhochzeiten werden nicht
selten dort gefeiert. Die
Größe des Kirchenraumes
sagt den Leuten zu solchen
familiären Feiern sehr zu.
Auch für das private Gebet betreten immer wieder
Leute diesen Gottesdienstraum.
Ein wirklich schönes Kirchlein
Betritt man diese Wallfahrtskirche, ist man beeindruckt vom schönen Altar:
Jesukind“. Dieses Gnadenbild, das an das berühmte
Vorbild in Santa Maria Maggiore in Rom erinnert,
wird flankiert von den Statuen der hll. Gertrud (links)
und Mechthild (rechts). Das Vorsatzbild, ebenfalls mit
einem kunstvollen Rahmen ausgestattet, zeigt den hl.
Franz Xaver.
Die Marienkrone hoch oben in der Mitte des Altares
wird von Engelputten umspielt.
Ein schönes Kreuz, entstanden 1734 durch die Hand
des Imster Bildhauers Jakob Witwer (1679-1758), und
Votivtafeln aus dem 18. und 19. Jahrhundert zieren
die Kirche.
Am reich verzierten Gewölbe sieht man Gemälde: „Vermählung Mariens“ und „Engel tragen das Gnadenbild
von Gunglgrün“.
Dieses Kirchlein ist ein wahres Kleinod unserer Stadt.
Was Wunder, dass es so geschätzt wird.
Gut und liebevoll betreut wird es von der Mesnerin,
Frau Lydia Pechtl. Ihr sei einmal herzlich Dank gesagt!
Pfarrliche Sorgenfalten
Es steht in nächster Zeit
eine kostspielige Dachsanierung und Lärchenschindeleindeckung an.
Dürfen wir auch Sie um
eine Spende bitten, damit
wir uns leichter tun, diese notwendige Arbeit am
Dach dieses Kirchleins zu
finanzieren? Erlagscheine
dazu liegen dem Pfarrblatt
bei, liegen auch in der Imster Sparkasse sowie in den
Kirchen auf. Wir sagen im
Voraus schon ein Vergelt´s
Gott dafür.
Ich wünsche Ihnen allen
eine gute Zeit jetzt im Sommer. Bleiben Sie gesund!
Gottes Segen sei mit Ihnen!
Mit freundlichen Grüßen!
Pfarrer Alois Oberhuber
Der Zustand des Lärchenschindeldaches (siehe Bild im
Bild) lässt zu wünschen übrig!
Foto: Peter Röck