Supervision in der Mediation

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Supervision in der Mediation
Berner Fachhochschule
Kompetenzzentrum Mediation und Konfliktmanagement
Certificate of Advanced Studies
Supervision in der Mediation
Kurzinformation
Zielgruppe
Ausgebildete, erfahrene Mediatorinnen und Mediatoren aus unterschiedlichen
Herkunftsberufen (Soziale Arbeit, Psychologie, Recht, Ökonomie, Pädagogik,
Technik, etc.)
Zielsetzung
Qualifizierung für die Supervision von Mediatorinnen und Mediatoren (Einzel
und Gruppen)
Studieninhalte
Wissen und Können zur Supervisionspraxis
Studienaufbau
Der Fachkurs besteht aus
- 11 Kurstage
- Praktikum
Co-Supervision (3 Tage)
Peer-Supervision (5 Halbtage)
- Lehrsupervision (3 Tage)
Wer einen vollständigen CAS-Studiengang besuchen will, besucht ein
Aufbauprogramm mit Kursen aus dem CAS Theorie und Praxis der Mediation
im Umfang von zusätzlichen 8 Kurstagen.
Lern- und Arbeitsformen
Präsenzunterricht, Selbststudium zur Erarbeitung von Grundlagenkenntnissen
für die Supervision und Wissensaustausch, Praxisanwendung in Peergruppen
und als Supervisior/in respektive Co-Supervisor/in, Transferarbeit mit
Dokumentation des Praktikums und der Peer-Supervision
Studienleistung
- 11 Kurstage zur Methodik der Supervision in der Mediation
- 3 Tage Praktikum in Co-Supervision (oder alleine)
- 3 Tage Lehrsupervision
Umfang Fachkurs: Total 17 Tage plus Selbststudium
- 5 Halbtage Peer-Supervision (selbstorganisiert)
- Dokumentation des Praxistransfers
Abschluss
Kursbestätigung „Fachkurs Supervision in der Mediation“
Wer den gesamten CAS absolviert erhält ein CAS Certificate of Advanced
Studies Berner Fachhochschule in Supervision in der Mediation
Zulassung
Hochschulabschluss oder Abschluss einer Höheren Fachschule, Anerkannte
Ausbildung in Mediation sowie mehrjährige Mediationspraxis. Ausnahmen sind
möglich.
Dauer
Der Fachkurs dauert 9 Monate.
Start
26. Februar 2009
Studienort
Bern
Studiengebühren
Fachkurs Fr. 5'900.–
Studienleitung
Prof. Yvonne Hofstetter Rogger, Leiterin des Kompetenzzentrums Mediation
und Konfliktbearbeitung der Berner Fachhochschule
Dozierende
Ljubiana Wüstehube, Hanspeter Bernhardt, Dr. Mirjam Bollag-Dondi, Prof. Dr.
Hilarion Petzold, Prof. Yvonne Hofstetter.
BFH /KPZ Mediation/ Ausschreibung Fachkurs Supervision in der Mediation, 13. November 2008, Yvonne Hofstetter
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Überblick
Fachkurs
Kurs 1
26.-28.2.09
Einführung - Grundlagen zur Supervision in der Mediation
(2 ½ Tage)
Wissenstausch 1 4.4.09
Fachliteratur Lernen und Reflexion (1 Tag)
Kurs 2
Mediationsanaloge Supervision (2 Tage)
1./2.5.09
Praktikum A
Co-Supervision (3 Tage)
Praktikum B
Peer-Supervision (5 Halbtage = 2 ½ Tage)
Lehrsupervision
Gruppenlehrsupervision (3 Tage)
Kurs 3
6./7.7.09
Wissenstausch 2 12.9.09
Systemisch orientierte Supervision (2Tage)
Fachliteratur Supervision (1 Tag)
Kurs 4
26./27.11.09 Was wirkt in der Supervision? ( 2 Tage)
Abschluss
28.11.09
Aufbauprogramm
fakultativ
Abschlusstag (1/2 Tag)
Theorie-Praxis (8 Tage)
BFH /KPZ Mediation/ Ausschreibung Fachkurs Supervision in der Mediation, 13. November 2008, Yvonne Hofstetter
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Zielgruppen und Zulassungsbedingungen
Der Fachkurs und der CAS-Studiengang Supervision in der Mediation richten sich ausschliesslich an ausgebildete
Mediatorinnen und Mediatoren mit mehrjähriger Praxiserfahrung. Es ist uns ein grosses Anliegen, Fachleute aus
unterschiedlichen Herkunftsbereichen (Soziale Arbeit, Psychologie, Recht, Ökonomie, Pädagogik, Technik, etc.)
zusammenzuführen.
Vorausgesetzt werden:
•
•
Hochschulabschluss (Fachhochschule, Universität, ETH) oder Abschluss einer höheren Fachschule
Abschluss einer anerkannten Mediationsausbildung oder Anerkennung als Mediator/in durch den SVM
oder den SDM
• Mindestens zwei Jahre Mediationserfahrung
Studierende ohne Hochschulabschluss können auf Antrag für den Fachkurs zugelassen werden. Für den Zugang
zum gesamten CAS ist ein Nachweis der Studierfähigkeit erforderlich (Berufsabschluss, qualifizierende Weiterbildung und Berufserfahrung in einem für die Mediation relevanten Praxisfeld).
Studienziele und Berufschancen
Die herausfordernde Tätigkeit der Mediation erfordert sowohl in der Ausbildung als in der Praxis einen hohen
Grad an Reflexionsarbeit. Diese wird unterstützt durch Supervision. Supervision kommt in Praxisfeldern zum
Einsatz, in denen dem Denken, Fühlen und Handeln der Fachpersonen eine hohe Bedeutung zukommt. In
manchen Praxisfeldern, und dazu gehört auch die Mediation, braucht es dazu nicht allein Supervisionskompetenz, sondern auch Kenntnisse zum Gegenstand und Erfahrungen im Tätigkeitsfeld der Praktikerinnen und
Praktiker. Unter den Professionellen der Mediation wird die Einschätzung weitgehend geteilt, dass eine
Doppelqualifikation in Supervision und in Mediation von grossem Nutzen und in der Ausbildungssupervision gar
unerlässlich sei. Das Kompetenzzentrum Mediation und Konfliktmanagement der Berner Fachhochschule mit
seiner langjährigen Tradition in Aus- und Weiterbildung in Mediation bietet nun eine Zusatzqualifikation für
Supervision in der Mediation an.
Sowohl der Schweiz. Dachverband Mediation als der Schweizerische Verein für Mediation sind daran, die
Bedingungen für die Weiterführung des Titels „Mediator, Mediatorin“ zu definieren. Supervision dürfte als Element
der verlangten Weiterbildung verankert werden. Die Anforderungen, die an Supervisorinnen und Supervisoren
gestellt werden, sind noch nicht definiert. Um die Definition der Standards nicht abwarten zu müssen, wurde
unser Angebot einer Zusatzqualifikation in Supervision in einen Fachkurs und einen CAS-Studiengang aufgeteilt.
Dies ermöglicht es Ihnen, selber zu entscheiden, wie weit Sie in ihrer Weiterbildung gehen wollen.
Konzept
Im Fachkurs werden die methodischen Aspekte der Supervision vermittelt. Für die Supervision in der Mediation
wurde von Hannelore Diez das Modell der mediationsanalogen Supervision entwickelt, das sich insbesondere in
der Ausbildungssupervision gut etabliert hat. In unserem Fachkurs wird dieses Modell als eines unter anderen
gelehrt, weil wir der Überzeugung sind, dass das Modell eine nützliche Herangehensweise anbietet und kombiniert mit anderen Modellen, wie z. B. der systemischen Supervision oder des Psychodramas zu einer für die
Mediation interessanten Kombination führt.
Der Studiengang ist so konzipiert, dass auch Personen, die schon viel Weiterbildung in Mediation und Beratung
profitieren können, denn die Anzahl der Pflichtkurse ist zugunsten von Praktikum und Lehrsupervision bescheiden.
BFH /KPZ Mediation/ Ausschreibung Fachkurs Supervision in der Mediation, 13. November 2008, Yvonne Hofstetter
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Lernziele
Sie kennen
• Den Gegenstand der Supervision
• Das Spektrum der in der Supervision in der Mediation nützlichen Modelle
• Grundlagenkenntnisse zu Lernen in der Praxis und Reflexion und die hinter den verschiedenen Modellen
stehenden Annahmen, was das Lernen fördert
• Wissenschaftliche Erkenntnisse über Möglichkeiten und Grenzen der Supervision
Sie können
• Den Supervisionsauftrag klären
• Förderliche Lernbedingungen in Gruppen von Mediatorinnen und Mediatoren in der Supervision schaffen
• Mit unterschiedlichen Methoden Reflexionsprozesse auslösen und vertiefen
• Den Gruppenprozess unterstützen und Blockaden aufgreifen
• Die Wahl der Methode der jeweiligen Situation entsprechend auswählen
• Ihre eigene Supervisionspraxis als reflektierende Praktiker/innen weit über den Studiengang hinaus als
andauernden Prozess verstehen und Ihr weiteres Lernen organisieren
Sie reflektieren
• Ihre eigene Lerngeschichte und Ihre Vorannahmen dazu, wie Lernen durch Reflexion möglich wird
• Welches ihre persönlichen Stärken in der Unterstützung von Lernprozessen in Gruppen sind und welche
Methoden Sie, verbunden mit Ihren mitgebrachten Kompetenzen gut nützen können
• Wie Sie sich in schwierigen Situation helfen und welche Möglichkeiten Sie noch ausschöpfen können
• Woran Sie erkennen, wenn Sie an die Grenzen ihrer eigenen Möglichkeiten in der Supervision von
Mediatorinnen und Mediatoren stossen
Sie sind ermutigt
• Das Gelernte in einer Gruppe von Peers und in der Praxis der Co-Supervision umzusetzen
Inhalte
Kurs 1
Einführung - Grundlagen zur Supervision in der Mediation (2 ½ Tage)
In den Einstiegstagen geht es darum, eine arbeitsfähige Lerngruppe zu entwickeln, weil die Gruppe viel Eigenleistung und Austausch von selbständig erarbeiteten Themen wird erbringen müssen. Ljubjana Wüstehube wird
in den zwei Kurstagen auch die Quellen aufzeigen, aus denen sich die Supervision alimentiert und mit Übungen
arbeiten, die der Selbstreflexion und Selbsterfahrung der Teilnehmenden dienen.
Am letzten Halbtag orientiert die Kursleitung über das gesamte Konzept, organisiert die Aufgaben im Selbststudium und nimmt die Anliegen der Teilnehmenden auf.
Leitung: Ljubjana Wüstehube, Berlin
Termin: 26.-28. Februar 2009
BFH /KPZ Mediation/ Ausschreibung Fachkurs Supervision in der Mediation, 13. November 2008, Yvonne Hofstetter
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Selbststudium und Wissenstausch 1
Lernen in der Praxis, Reflexion
(Selbststudium und 1 Tag)
Selbststudium
Die Teilnehmenden lesen je ein ausgewähltes Buch zu obigen Themen aus den Bereichen Lernpsychologie, Didaktik, Neurowissenschaften, Berufspädagogik. Die Kursleitung bietet eine Vorauswahl an empfohlener Lektüre.
Produkt: Eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte und Vorbereitung einer Präsentation anlässlich des
Wissenstauschs 1.
Wissenstausch 1
Die aus der Lektüre gewonnen Erkenntnisse werden an einem Kurstag gegenseitig präsentiert und diskutiert.
Moderation: Yvonne Hofstetter Rogger
Termin: 4. April 2009
Kurs 2
Mediationsanaloge Supervision
(2 Tage)
Diese Supervisionsmethode wurde eigens für die Mediation durch Hannelore Diez entwickelt. Sie stärkt das
Denken und Handeln im Phasenmodell der Mediation. Sie aktiviert die Supervisandinnen und Supervisanden, die
präsentierte Situation aus verschiedenen Perspektiven anzuschauen, Hypothesen zu bilden und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Leitung: Hanspeter Bernhardt, München und Bern
Termin: 1./2. Mai 2009
Kurs 3
Systemisch orientierte Supervision
(2 Tage)
Die systemische Sichtweise unterscheidet verschiedene Arten des Lernens. Was macht Reflexion und
nachhaltiges Lernen aus systemischer Sicht möglich? In dieser Kurseinheit werden Vorkenntnisse zur
systemischen Sicht- und Arbeitsweise, die die Teilnehmenden in ihrer Mediationsausbildung erworben haben,
aktiviert und für die Supervision erweitert sowie entsprechende Interventionsmöglichkeiten geübt.
Leitung: lic. phil. Mirjam Bollag Dondi, Zürich
Termin: 6./7. Juli 2009
Selbststudium und Wissenstausch 2
Fachliteratur Supervision
(Selbststudium und 1 Tag)
Selbststudium
Die Teilnehmenden lesen je ein ausgewähltes Buch zum Thema Supervision. Die Kursleitung bietet eine Vorauswahl an empfohlener Lektüre. Produkt: Eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte und Vorbereitung
einer Präsentation anlässlich des Wissenstauschs 2.
Wissenstausch 2
Die aus der Lektüre gewonnenen Erkenntnisse werden gegenseitig präsentiert und diskutiert.
Moderation: Yvonne Hofstetter Rogger
Termin: 12. September 2009
BFH /KPZ Mediation/ Ausschreibung Fachkurs Supervision in der Mediation, 13. November 2008, Yvonne Hofstetter
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Kurs 4
Was wirkt in der Supervision
(2 Tage)
Supervision verspricht oft mehr, als sie kann. In dieser Kurseinheit wird ein kritischer Blick auf die Supervision und
auf die theoretische Basis der Mediation mit ihrem Phasenmodell geworfen. Was hat uns die Supervisionsforschung zu bieten, wenn wir das tun wollen, von dem nachweislich positive Wirkung erwartet werden darf?
Leitung: Prof. Dr. Hilarion Petzold, Düsseldorf
Termin: 26./27. November 2009
Praktikum A
Co-Supervision
( 3 Tage oder mindestens 15 Stunden)
Sie leiten zusammen mit einem erfahrenen Supervisor/ einer Supervisorin eine Supervisionsgruppe oder auch
Einzelsupervision. Die Studierenden sind selber für die Organisation eines Praktikumsplatzes verantwortlich. Das
Kompetenzzentrum Mediation stellt innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren mindestens 8 Praktikumsplätze
zur Verfügung. Wer sich um einen solchen Praktikumsplatz bewirbt, sendet zusätzlich zur Anmeldung für den
CAS-Studiengang eine Bewerbung für ein Praktikum von drei Supervisionstagen. Die Leiterin des Kompetenzzentrums Mediation und Konfliktmanagement entscheidet frei über die Zulassung als Praktikant/in. Die Entschädigung der hauptverantwortlichen Supervisorinnen und Supervisoren für die Mehrarbeit der Praxisanleitung geht zu
Lasten der Praktikantin, des Praktikanten (CHF 1'000.—). Die von uns angebotenen Praktikumsplätze stehen nur
für Absolventinnen und Absolventen des gesamten CAS-Studienganges zur Verfügung. Das Praktikum kann
auch als selbständige/r Supervisor/in von Mediatorinnen, Mediatoren sowohl im Form von Einzel- oder Gruppensupervision absolviert werden.
Der Start des Praktikums ist davon abhängig, wann eines zur Verfügung gestellt werden kann, respektive zu
welchem Zeitpunkt die Studierenden sich ein Praktikum organisieren können.
Praktikum B
Peer-Supervision
( 5 Halbtage)
Die Studierenden organisieren sich am ersten Kurstag in Gruppen, in welchen sie sich gegenseitig zu ihrer Praxis
als Mediatorinnen und Mediatoren supervidieren. In der Peer-Supervision können Sie im kollegialen Rahmen Ihre
ersten Erfahrungen als Supervisor/in machen und diese dann in der Lehrsupervision reflektieren.
Die Gruppen entscheiden selber über den Beginn ihrer Arbeit. Empfohlen wird der Start ab dem Kurs 2.
Lehrsupervision
Gruppen-Lehrsupervision
(3 Tage)
Parallel zum Praktikum A und B nehmen die Studierenden an drei einzelnen Lehrsupervisionstagen teil. Diese
dienen der Reflexion der Selbsterfahrung in der Rolle als Supervisor/in in der Mediation. Da die Praktika der
Teilnehmenden zeitlich nicht übereinstimmen, werden über den Zeitraum von etwa 18 Monaten verteilt 10
Lehrsupervisionstermine angeboten. Die Studierenden melden sich individuell zu den passenden Terminen an
(mindestens 1 Monat im Voraus). Es kommen mehrere Lehrkräfte zum Einsatz.
Abschlusstag
Abschluss des Fachkurses (½ Tage)
Im Anschluss an den Kurs 4 findet der Abschlusshalbtag mit Standortbestimmung und Evaluation statt.
Leitung: Yvonne Hofstetter Rogger
Termin: 28. November 2009 (vormittags)
BFH /KPZ Mediation/ Ausschreibung Fachkurs Supervision in der Mediation, 13. November 2008, Yvonne Hofstetter
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Fakultativ!
Aufbauprogramm
Theorie-Praxis
( 8 Tage)
Die Kurse des CAS Theorie und Praxis der Mediation stehen zur Auswahl. Die Studierenden wählen Kurse aus zu
Themen, die für sie eine gewisse Kompensation zum Herkunftsberuf oder eine theoretische Vertiefung darstellen.
Insbesondere empfohlen werden folgende Kurse:
•
Was steckt dahinter? – Ausgewählte psychologische Theorien zur Mediation
Prof. Dr. Leo Montada, eremitierter Universitätsprofessor für Psychologie, Konstanz
•
Unauflösbare Widersprüche – Ein prozessethisches Modell für die Mediation
Prof. Dr. Peter Heintel, Universität Klagenfurt
•
Ein auf Selbstreflexion fokussierter Kurs (noch ohne Name) mit
Dr. Godehard Stadtmüller, Klinikdirektor, Obersdorf
•
Ein Kurs mit Fokus auf die rechtliche Dimension in der Mediation (noch ohne Name) mit
Prof. Dr. Stefan Breidenbach, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt an der Oder
•
Konfliktanalyse
Bernd Fechler, Mediator und Ausbilder in Mediation (BM), inmedio Frankfurt
•
Theorie und Praxis der Verhandlung
Prof. Dr. Raymond Saner, Center for Socio-Eco-Nomic Development, Genf
•
Systemische Strukturaufstellungen in der Mediation
Ulrike Gamm und Dr. Mario Patera, Wien
•
Forschung in der Familienmediation
Hanspeter Bernhardt, München und Bern
Diese Kurse werden in unserem Programm laufend entwickelt und ausgeschrieben. Bitte informieren Sie sich
auf der Webseite www.mediation.bfh.ch oder bei der Studienassistenz lucia.walter@bfh.ch über das aktuelle
Angebot.
BFH /KPZ Mediation/ Ausschreibung Fachkurs Supervision in der Mediation, 13. November 2008, Yvonne Hofstetter
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Lern- und Arbeitsformen
In diesem Fachkurs gehen wir davon aus, dass ein intensiver Lernprozess über das Zusammenwirken ganz
unterschiedlicher Lernformen zustande kommt. Die Seminare sind interaktiv gestaltet. Die Studierenden erwerben
sich Wissen im angeleiteten Selbststudium und nutzen die Ressourcen der Gruppe durch den Austausch der
durch das Selbststudium gewonnenen Erkenntnisse und der praktischen Erfahrungen. Die Praxisübung findet in
zwei Gefässen statt: einerseits in der gegenseitigen Supervision (Peersupervision) in Gruppen, andererseits in
einem Praktikum in einer Co-Supervision mit erfahrenen Supervisoren, Supervisorinnen. Die Praxisreflexion und
die Selbstreflexion werden unterstützt durch eine Lehrsupervision. Schliesslich werden die Erfahrungen in der
Leitung mehrerer Supervisionseinheiten schriftlich dokumentiert und reflektiert.
Praktikum
Das Kompetenzzentrum Mediation stellt innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren für 8 bis 12 Praktikumsplätze zur Verfügung. Wer sich um einen solchen Praktikumsplatz bewirbt, sendet zusätzlich zur Anmeldung eine
Bewerbung für ein Praktikum von drei Supervisionstagen. Die Leiterin des Kompetenzzentrums Mediation und
Konfliktmanagement entscheidet frei über die Zulassung als Praktikant/in. Priorität haben Absolventen/-innen des
gesamten CAS-Studiengangs. Die Entschädigung der hauptverantwortlichen Supervisiorinnen und Supervisoren
für die Mehrarbeit der Praxisanleitung geht zu Lasten der Praktikanten, des Praktikanten (Fr. 1'000.—)
Kompetenznachweise
Die wichtigsten Kompetenznachweise sind:
•
•
•
Zusammenfassung und Präsentation eines aus einem Pool ausgewählten Buches (Beurteilungsprädikate
erfüllt/nicht erfüllt)
Lernprotokolle der Supervisionsstizungen als Teilnehmende (Beurteilungsprädikate erfüllt/nicht erfüllt)
Abschlussarbeit mit Dokumentation und Reflexion des Praktikums (Beurteilung erfüllt/nicht erfüllt)
Anerkennung
Der Fachkurses Supervision in der Mediation wird als Grundlagenelement für den CAS-Studiengang Mediation in
der Supervision anerkannt. Der grösste Teil dieses CAS-Studiengangs kann wiederum im MAS-Studiengang
Mediation angerechntet werden.
Über die Anerkennung durch den Schweiz. Dachverband Mediation und den Schweiz. Verein für Mediation
können noch keine Angaben gemacht werden, da noch nicht feststeht, welche Standards sie an die Ausbildung
von Supervisorinnen und Supervisoren in der Mediation stellen. Sollten wider Erwarten Anpassungen an höhere
Anforderungen nötig sein, als in diesem CAS-Studiengang gestellt werden, so erlaubt das modulare Programm
rasch die entsprechenden Ergänzungen.
BFH /KPZ Mediation/ Ausschreibung Fachkurs Supervision in der Mediation, 13. November 2008, Yvonne Hofstetter
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Studienleitung, Dozierende
Studienleitung
Prof. Yvonne Hofstetter Rogger, Leiterin des Kompetenzzentrums Mediation und Konfliktmanagement an der
Berner Fachhochschule
Dozierende
Hanspeter Bernhardt, Mediator BAFM, Ausbilder und Supervisor, hat viel Erfahrung in mediationsanaloger Supervision. Er hat den Lehrgang zur mediationsanalogen Supervision des IMS in München weiterentwickelt und ist
Trainer in diesem Lehrgang. Zudem ist er Supervisor in der Mediationsausbildung des Kompetenzzentrums
Mediation und Konfliktmanagement an der Berner Fachhochschule.
Mirjam Bollag Dondi, lic. phil. Organisationspsychologin, Mediatorin SDM, Ausbilderin, verfügt über einen breiten
Hintergrund an verschiedenen Ansätzen für Beratung und Supervision (Gestalttherapie, Systemische Beratung,
etc.). Sie ist als Mediatorin, Organisationsberaterin, Coach und Trainerin tätig und hat Erfahrung in der Ausbildung
von Supervisorinnen und Supervisoren.
Prof. Dr. mult. Hilarion Petzold, Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit – Fritz Perls Institut,
Düsseldorf, Professor für Psychotherapie und u.a. Jurist hat die integrative Supervision entwickelt. Er kennt wie
kaum jemand sonst die Forschung in Psychotherapie, Beratungspsychologie und ist selbst einer der
bedeutsamsten Forscher im Bereich Supervision und Coaching.
Ljubjana Wüstehube (inmedio Berlin), Mediatorin, Ausbilderin und Supervisorin, verfügt über einen guten
Hintergrund in Gestalttherapie, Psychodrama, Systemischer Beratung, Systemischen Strukturaufstellungen. Sie
hat Erfahrung darin, angehende SupervisorInnen auszubilden.
Für die Lehrsupervision werden verschiedene Personen eingesetzt:
Hanspeter Bernhardt, Mirjam Bollag Dondi, Susann Müller
BFH /KPZ Mediation/ Ausschreibung Fachkurs Supervision in der Mediation, 13. November 2008, Yvonne Hofstetter
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Durchführung
Start
Die Kurse des Fachkurses beginnen am 26. Februar 2009 und enden am 28. November 2009. Hingegen können
über den genauen Zeitpunkt des Praktikums und der Lehrsupervision keine näheren Angaben gemacht werden,
da diese individuell verschieden sein werden. Dasselbe gilt für ein allfälliges Aufbauprogramm.
Anmeldetermin
20. Dezember 2008
Studienort und -zeiten
Der Unterricht findet in den Lokalitäten des Fachbereichs Soziale Arbeit an zentraler Lage in Bern statt. Die
Kurszeiten sind grundsätzlich 8.45-17.15 Uhr
Studiengebühren
Die Studiengebühren betragen für
den Fachkurs (inkl. Lehrsupervision)
das Aufbauprogramm
die Beurteilung der Abschlussarbeit und Zertifizierung
Fr.
Fr.
Fr.
5'900.—
3'200.—
300.—
Total für den gesamten CAS (ohne Praktikum A)
Fr.
9'400.—
Praktikum A beim KPZ Mediation
Fr.
1'000.—
Zahlungsmodalitäten
Fachkurs: Nach Anmeldeschluss wird eine Anzahlung von CHF 1000.—in Rechnung gestellt, die innert 30 Tagen
zu begleichen ist. Der Rest des Kursgeldes ist in zwei Raten zu bezahlen. Für ein allfälliges Praktikum A beim KPZ
Mediation werden CHF 1'000.– gesondert in Rechnung gestellt.
Aufbauprogramm: Jeder Kurs wird einzeln in Rechnung gestellt. Die Rechnung ist vor Kursbeginn zu bezahlen.
Kontakt und Anmeldung
Auskunft
Studienleitung:
Prof. Yvonne Hofstetter Rogger, yvonne.hofstetter@bfh.ch, Tel. 031 848 36 76
Studienassistenz:
Lucia Walter, lucia.walter@bfh.ch, Tel. 031 848 36 76
Stand: 13. November 2008, Änderungen vorbehalten
BFH /KPZ Mediation/ Ausschreibung Fachkurs Supervision in der Mediation, 13. November 2008, Yvonne Hofstetter
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