- Verlag Ferdinand Schöningh

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- Verlag Ferdinand Schöningh
Neuerscheinungen
Herbst 2016
2
Autorenverzeichnis
Themenverzeichnis
Geschichte ......................... 4, 6-13, 20-27
Literaturwissenschaft ................... 17, 44
Pädagogik ................................. 16, 39-44
Philosophie ............................. 36, 37, 39
Recht .................................................... 20
Sprach- und Literaturwissenschaft .... 45
Theologie ............ 5, 14, 15, 18, 19, 27-39
Nordrhein-Westfälische Akademie der
Wissenschaften und der Künste ........ 46
UTB ..................................................... 46
Backlist ................................................ 47
Abel, E. ............................................ 25
Alberg, J. .......................................... 34
Althammer, J. .................................. 33
Altrichter, H. ................................... 10
Beck, M. ........................................... 47
Benner, D. ....................................... 42
Blum, D. .......................................... 47
Böhm, W. .................................. 39, 40
Brachthäuser, U. ............................. 26
Brehl, M. ......................................... 26
Breuer, U. ........................................ 44
Buchwald, P. ................................... 46
Canis, K. ............................................ 8
Casale, R. ......................................... 41
Cornelißen, C. ................................. 22
Dabag, M. ........................................ 47
Dausner, R. ...................................... 31
Depenheuer, O. ............................... 20
Dillinger, J. ...................................... 47
Dürnberger, M. ............................... 36
Eberspächer, A. ............................... 24
Eckart, W. U. ................................... 11
Eckl, A. ............................................ 26
Eich, P. ............................................ 47
Fehlemann, S. ................................. 22
Flores d`Arcais, G. .......................... 40
Frenzel, N. ....................................... 31
Gabowitsch, M. ............................... 25
Gdaniec, C. ...................................... 25
Gehrke, H.-J. ..................................... 4
Gmainer-Pranzl, F. ......................... 30
Göbel, K. .......................................... 46
Grabenwarter, C. ............................. 20
Große Kracht, K. ............................. 27
Hajjaj, A. ........................................... 6
Hasecker, J. ..................................... 29
Heller, K. ........................................... 7
Herwig, H. H. ................................. 47
Heupts, C. ....................................... 30
Heuß, A. ............................................ 4
Höffner, J. ........................................ 33
Horst, U. .......................................... 28
Isik, T. .............................................. 30
Umschlagbild: Elisabeth Pawils
Mikhail, T. ....................................... 43
Möllenbeck, T. ................................. 38
Morgenroth, S. ................................ 46
Mounier, E. ...................................... 40
Müller, L. ......................................... 37
Mütel, M. ......................................... 28
Näpel, O. ......................................... 46
Nassery, I. ........................................ 29
Neelankavil, T. ................................. 30
Neuwöhner, A. ................................ 20
Nikolova, R. ..................................... 42
Nothelle-Wildfeuer, U. .................... 33
Nutt, A. ............................................ 35
Oberländer, E. ................................. 23
Paulin, R. ......................................... 17
Platt, K. ..................................... 26, 47
Ricken, N. ........................................ 41
Rinschede, G. .................................. 46
Ritter, A. .......................................... 22
Röbel, M. ......................................... 35
Rothe, H. ......................................... 46
Sauerbrey, U. ................................... 43
Sautermeister, J. .............................. 34
Schäbler, B. ..................................... 47
Schäfer, A. ....................................... 16
Schallenberg, P. .............................. 33
Scheliha, A. v. .................................. 22
Schenk, S. ........................................ 42
Schenke, G. ..................................... 46
Schenuit, J. ...................................... 39
Schieb, R. ........................................ 12
Schmidt, J. ....................................... 29
Schröder, C. I. ................................. 26
Schulz, S. ......................................... 40
Schüßler, W. .................................... 35
Seichter, S. ....................................... 40
Siegmund, A. .................................. 46
Simonis, G. ..................................... 46
Spieker, M. ...................................... 47
Spieß, C. .......................................... 14
Stock, A. ................................... 18, 19
Stosch, K. v. ....................................... 5
Strobel, J. ......................................... 45
Tesche, T. ......................................... 15
Thompson, C. .......................... 16, 41
Kasper, N. ........................................ 45
Kaufmann, F.-X. ............................. 47
Kirchschläger, P. G. ........................ 32
Knechtges, M. ................................. 39
Koch, S. ............................................ 24
Köder, D. .......................................... 34
König, B. .......................................... 30
Köster, R. ......................................... 46
Kowalski, B. ..................................... 30
Krämer, W. ...................................... 47
Kroker, M. ....................................... 20
Krull, L. ............................................ 13
Vock, S. ............................................ 41
Vogt, M. ........................................... 33
Lappenküper, U. ............................. 22
Leiserowitz, R. ................................. 21
Linde, R. .......................................... 20
Lindner, K. ....................................... 44
Löffelbein, N. .................................. 22
Lüdicke, L. ......................................... 9
Yang, X. ........................................... 36
Makhotina, E. .................................. 25
Wagner, H. ...................................... 37
Wald, B. ........................................... 38
Wartmann, R. .................................. 41
Wegmann, N. .................................. 44
Wendel, S. ....................................... 35
Winkler, M. ...................................... 43
Witschen, D. .................................... 32
Wörsdörfer, R. ................................. 27
Wurr, T.-L. ........................................ 21
Zaremba, M. ................................... 47
Zens, R. ........................................... 12
Zimmerli, J. ..................................... 23
Zimmermann, J. ............................. 46
Zwick, E. .......................................... 34
Editorial
3
Liebe Freundinnen und Freunde
unseres Verlags,
die Geschichtswissenschaft nennt es ein »Epochenjahr« auf
das wir nach 100 Jahren zurückblicken: 1917 traten die USA
in den Ersten Weltkrieg ein, in Russland eroberten die Bol­schewiki die Macht. Gleich zwei Bücher widmen sich im
Rahmen unseres Osteuropa-Schwerpunktes diesem Anlass.
In der aktualisierten Neuausgabe von Helmut Altrichters
großer Darstellung »Rußland 1917« entfaltet der Autor die
Widersprüchlichkeit der Geschehnisse im zerfallenden Zaren­
reich. Er zeigt auch, wie stark das idealisierte Bild der Revo­lution noch heute unsere Wahrnehmung jenes Umbruchs
prägt. Einen wahren Quellenschatz zur Geschichte der jungen Sowjetunion präsentiert Wolfgang U. Eckart mit »Von
Kommissaren und Kamelen«: Die detailreichen Berichte des
abenteuerlustigen Mediziners Heinrich Zeiss führen den
Leser bis in abgelegene Regionen der UdSSR und schildern
Land, Leute und politische Verhältnisse.
Aufgeheizte Debatten um den islamistischen Terror und die
Unruhen in der arabischen Welt dominieren die Medien.
Wir bringen mit zwei Büchern Stimmen der Besonnenheit
zu Gehör. Aref Hajjaj zeigt in »Land ohne Hoffnung?«, dass
die Fixierung auf die »islamistische Bedrohung« aus dem
Blick geraten lässt, welche Rolle weltliche Faktoren wie der
arabische Nationalismus und der Palästinakonflikt bei der
Politisierung des Islams spielen. Klaus von Stosch lädt in
»Herausforderung Islam« zu einer vorurteilsfreien Begeg­
nung mit dem Islam ein, die zum Ziel hat, Abwehrhaltungen
zu überwinden und Gemeinsamkeiten zu entdecken.
Religiös motivierte Ablehnung von Demokratie und die Normen
des säkularen Verfassungsstaats definieren das Spannungs­feld »Zwischen Gewalt und Menschenrechten«, in dem
Christian Spieß das heutige Verhältnis der Religionen zur
Moderne verortet und diskutiert. Thorsten Tesches »Der Tod
– und was dann?« wendet sich der religionswissenschaftlichen
Frage zu, was nach dem Tod kommt. Jenseitsvorstellungen
sind in einer Welt, deren religiöse Bindungen abnehmen, in
höchstem Maße mit alternativen Inhalten gefüllt.
Im wahrsten Sinne abschließend sei auf die großartige »Poe­tische Dogmatik« Alex Stocks hingewiesen, die nach nunmehr 11 Bänden mit Erscheinen des zweiten Bandes zur
Ekklesiologie vollständig vorliegt. Sie reiht sich damit in die
großen Dogmatiken unseres Verlags von Herman Schell bis
Wolfgang Beinert ein.
Viel Freude beim Lesen wünschen Ihnen
Dr. Hans J. Jacobs
Dr. Diethard Sawicki
4
Geschichte
Wieder verfügbar
in neuer Ausstattung
Alfred Heuß
Römische Geschichte
Neu herausgegeben von Hans-Joachim Gehrke
Alfred Heuß‘ »Römische Geschichte« ist eines der meistgelesenen Bücher seiner Art im deutschen Sprachraum. Die
beeindruckende Darstellungs- und Formulierungskunst des
Autors und seine interpretatorische Leistung sind unübertroffen.
Herausgegeben von dem prominenten Althistoriker HansJoachim Gehrke, liegt die »Römische Geschichte« von Alfred
Heuß nun in einer neuen Ausgabe in ansprechender Aus­
stattung wieder vor. Ein Klassiker der Alten Geschichte ist
damit in einer attraktiven Neuauflage allen Interessierten
verfügbar – ergänzt um eine Würdigung von Leben und
Werk des Autors aus heutiger Sicht, die Orientierung bei der
Lektüre gibt.
Die »Römische Geschichte« umfasst die gesamte Geschichte
Roms von ihren Anfängen bis zum Ende des weströmischen
Reichs im 5. Jahrhundert. Sie besticht durch ihren kraftvol­
len Stil, ihre klare Gliederung und ihre Konzentration auf
das Wesentliche. So versetzt Heuß den Leser in die Lage,
über die Kenntnis des Geschehenen zum Verstehen der
Geschichte vorzudringen. Diese selten erreichte Kunst der
Darstellung ist es, die der »Römischen Geschichte« von
Alfred Heuß dauernden Ruhm verliehen hat und bleibende
Bedeutung sichert.
Die Herausgeber:
Alfred Heuß (1909-1995) war Professor für Alte Geschichte in Breslau, Köln,
Kiel und Göttingen. 1983 erhielt er den ersten Deutschen Historikerpreis.
Zu seinen akademischen Schülern gehörten unter anderem Jochen Bleicken
und Hans-Joachim Gehrke.
Neuausgabe 2016.
ca. 700 Seiten, ca. 40 Abb. und Karten,
Festeinband, Lesebändchen
ca. € 34,90/sFr 42,60
ISBN 978-3-506-78391-2
9 783506 783912
Theologie
5
Das Thema unserer Tage
Klaus von Stosch
Herausforderung Islam
Christliche Annäherungen
Gehört der Islam zu Europa? Wie soll sich der Westen zum
Islam verhalten? Nicht nur der Westen, auch die christliche
Theologie tut sich schwer mit dem Islam. Sie schwankt zwischen einem rein religionskundlichen Blick von außen und
einer sich rechtfertigenden Abwehrhaltung, die im Grunde
nur die Überlegenheit des eigenen Glaubens beweisen will.
Beide Alternativen sind verfehlt. Christliche Theologie ist
vielmehr aufgerufen, ehrlich herauszufinden, ob und unter
welchen Bedingungen sie den muslimischen Glauben würdigen kann, ohne ihre eigenen Wahrheiten zu verraten. Wie
und unter welchen Umständen kann beispielsweise die
Rezitation des Korans auch aus christlicher Sicht als Wort
Gottes verstanden werden, und können auch Christen in
Muhammad einen Menschen sehen, der in den Spuren der
Propheten wandelt?
Das vorliegende Buch will genau das leisten: Eine christliche
Würdigung des Islams, die gerade die Verschiedenheit beider Religionen als Wert zu entdecken vermag. Es möchte so
zu einer Begegnung mit dem Islam einladen, die nicht nur
Verstehen, sondern Liebe will – einer Begegnung, die uns
hilft, uns selbst im Anderen neu zu entdecken und tiefer zu
verstehen.
Der Autor: Klaus von Stosch ist Professor für Katho­
li­sche Theologie (Systematische Theologie) und ihre
Didaktik und Vorsitzender des Zentrums für Kom­pa­
ra­tive Theologie und Kulturwissenschaft an der Uni­versität Paderborn.
2016. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 24,90/sFr 31,60
ISBN 978-3-506-78494-0
9 783506 784940
6
Geschichte
Der Blick hinter
die Schlagzeilen
Aref Hajjaj
Land ohne Hoffnung?
Arabischer Nationalismus,
politischer Islam und die Zukunft Palästinas
Aref Hajjaj vertritt die Ansicht, dass der aktuelle Dschihadis­
mus, wie er sich im »Islamischen Staat« zeigt, viel enger mit
weltlich orientierten Kräften des arabischen Nationalismus
verbunden ist, als viele Medienberichte glauben machen
wollen. Der Irakkrieg und die Repressionen gegen die Paläs­
tinenser durch Israel haben zur gegenwärtigen Krise im
Nahen und Mittleren Osten entscheidend beigetragen. Ein
eigener palästinensischer Staat ist durch den israeli­schen
Siedlungsbau inzwischen unmöglich geworden. Hajjaj plädiert daher langfristig für einen gemeinsamen Staat von
Israelis und Palästinensern, für den beide Seiten von ihrem
jeweiligen Nationalismus Abschied nehmen müssten.
Der Autor: Aref Hajjaj wurde im Februar 1943 in Jaffa/Palästina geboren.
Nach der Vertreibung 1948 wuchs er in Beirut und Kuwait auf. Er studierte
in Heidelberg Politikwissenschaft, Geschichte und Völkerrecht und promo­vierte über Nassers innerarabische Politik. Er ist Vorsit­zender des Palästina-Forums, das sich mit Perspekti­ven für die Lösung des Palästina-Israel-Kon­flikts in
Form von Publikationen, Vorträgen und Medienaktivi­täten befasst. 2010 erschien sein Buch »Angekom­
men in Deutschland. Der Preis der Inte­gration«. Er
schrieb Beiträge zu Nahostthemen in deutschen und
arabischen Fachzeitschriften und Tageszeitungen. Er
ist häufiger Interviewgast deutscher, österreichischer
und arabischer TV- und Radiosender zu innerarabi­
schen und europäischen The­men.
2016. ca. 256 Seiten, Franz. Broschur
ca. € 26,90/sFr 33,80
ISBN 978-3-506-78399-8
9 783506 783998
Copyright: Deutsche Welle
Das Buch begibt sich auf die – auch nach Europa führenden
– historischen Spuren des arabischen Nationalismus und des
politischen Islam. Es erklärt die Zusammenhänge zwischen
dem Palästinakonflikt und dem Flächenbrand, der den Irak
und Syrien erfasst hat.
Geschichte
7
Als die Oligarchen kamen
Klaus Heller
Russlands wilde Jahre
Der neue Kapitalismus in der Ära Jelzin
»Es gibt keine reichen Engel!« – so fasste der russische Wirt­
schaftsreformer Jegor Gaidar zusammen, wie sich die »Schock­therapie« der Privatisierung des Staatseigentums – buchstäblich über Nacht – und die Einführung der Marktwirtschaft
auf die Mentalität seiner Landsleute in den 1990er Jahren
auswirkte: Alle versuchten, ihren Anteil abzubekommen, die
zukünftigen Oligarchen rafften die Basis für Ihren Aufstieg
zusammen. Währendessen stürzte eine Rubelkrise Millio­nen
Russen in die Armut.
Klaus Heller beschreibt die Entwicklung eines neuen Kapita­
lismus und einer neuen Unternehmerklasse in Russ­land während der Präsidentschaft Boris Jelzins (1991-1999). Er erläutert
dazu, wie es um das Verhältnis zwischen Privateigentum und
Recht in Russland seit der vorrevolutionären Zeit bestellt ist
und aus welchen sozialen und kulturellen Voraussetzungen
sich die neue Geschäftselite, die Oligarchen, entwickeln konnte.
Der Band schließt mit einem Ausblick auf die Ära Putin, in
dem auch thematisiert wird, inwiefern die Erfahrung der im
Rückblick als Chaos beschriebenen 1990er Jahre zur breiten
Unterstützung innerhalb der Bevölkerung für die Politik des
aktuellen Präsidenten beitragen.
Der Autor: Klaus Heller ist emeritierter Professor für
Osteuropäische Geschichte an der Universität Gießen.
Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Wirt­
schafts-, Sozial- und Rechtsgeschichte Russlands, ins­besondere Unternehmergeschichte, im 19. und 20.
Jahrhundert sowie die vergleichende Zivilisations- und
Kulturgeschichte Russlands und Asiens.
2016. ca. 340 Seiten, Festeinband
ca. € 39,90/sFr 48,70
ISBN 978-3-506-78234-2
9 783506 782342
8
Geschichte
Der Niedergang der
K.u.K.-Monarchie
Konrad Canis
Die bedrängte Großmacht
Österreich-Ungarn und das europäische
Mächtesystem 1866/67-1914
Als ausgewiesener Kenner der Politik der europäischen Groß­mächte weist Konrad Canis erstmals umfassend nach, wie
begrenzt die Handlungsspielräume waren, die Öster­reichUngarn zwischen der Schlacht von Königgrätz und dem
Aus­
bruch des Ersten Weltkriegs zur Verfügung standen.
Ein Lektüreerlebnis für alle, die verstehen wollen, wie die
Großmacht im Südosten Europas zerfallen konnte.
Mehr als jede andere Großmacht war die Doppelmonarchie
inneren und äußeren Zwängen ausgesetzt. Ihre Politik verfolg­te eine defensive Strategie, zielte nur begrenzt auf Eroberung;
auf dem Balkan ging es um die Aufrechterhal­tung einer Do­minanz im Hintergrund. Die nationalen Gegensätze innen
und außen sollten kleingehalten werden. Innere Instabilität,
die wirtschaftliche und militärische Zweitrangigkeit, aber
auch das Vormachtstreben Deutsch­lands im Bündnis und die
Abstinenz Englands hemmten Österreich-Ungarn. Nutznießer
war der Hauptrivale Rußland. Am Vorabend des Ersten Welt­
kriegs sollte Österreich nach den Plänen der russisch-britisch-französischen Entente im Falle eines großen Konfliktes
einem fatalen Doppelkrieg gegen Rußland und Serbien aus­gesetzt werden. Als 1914 überraschend die Möglichkeit aufschien, Österreich könnte dem großen Krieg durch einen
allein gegen Serbien entgehen, erwies sich Wien jedoch als
unfähig, diese – freilich geringe – Chance zu nutzen.
Vom selben Autor:
Der Weg in den Abgrund
Deutsche Außenpolitik 1902-1914
2013. VI + 719 Seiten, Festeinband
€ 94,-/sFr 112,80
ISBN 978-3-506-77120-9
Der Autor: Konrad Canis, Dr. phil., war bis 2001 Pro­fessor an der HumboldtUniversität zu Berlin sowie Gastprofessor an der Universität Wien. Mit­glied des Wissenschaftlichen Beirats der Otto-von-Bismarck-Stiftung und
Mitherausgeber der Neuen Friedrichs­ruher Ausgabe der Bismarck-Werke.
2016. ca. 600 Seiten, 3 Karten, Festeinband
ca. € 68,-/sFr 83,ISBN 978-3-506-78564-0
9 783506 785640
Geschichte
9
Hitler verstehen?
Lars Lüdicke
Hitlers Weltanschauung
Von »Mein Kampf« bis zum Nero-Befehl
Kann man Hitlers Weltanschauung durch die mühsame
Lektüre von »Mein Kampf« auf die Spur kommen? Die kritisch kommentierte Neuausgabe von Hitlers »Mein Kampf«
offenbart ein starkes Interesse an der Weltsicht und den
Handlungsmotiven des Diktators, das heute stärker als je zu
sein scheint.
Lars Lüdicke, ausgewiesener Kenner für die Geschichte des
Nationalsozialismus, hält eine solche Sichtweise für problematisch: »Mein Kampf« bedürfe der kritischen und fachkundigen Sichtung durch den Historiker, um Bedeutsames
von Nebensächlichem zu trennen. Zudem müssen andere
Selbstzeugnisse Hitlers, etwa sein unveröffentlichtes »Zwei­
tes Buch« oder Reden aus der »Kampfzeit« der NSDAP,
hinzugezogen und diese Quellen mit internen Mitteilungen,
Anordnungen oder Reden aus der Zeit von 1933-1945 in
Beziehung gesetzt werden. Auf dieser Basis entschlüsselt
der Autor mit souveräner Knappheit die durchaus geschlossene, wenn auch von Widersprüchlichkeiten durchzogene,
Weltsicht Hitlers – vom Antisemitismus und Arierglauben
über Krieg und Allianzen bis zu Zukunftsvisionen und Unter­gangswahn.
Der Autor: Lars Lüdicke, Dr., ist promovierter Histori­
ker und lebt in Berlin. Publikationen u.a.: »Constantin
Freiherr von Neurath. Eine politische Biographie«
(Schöningh 2014) und »Griff nach der Weltherrschaft.
Die Außenpolitik des Dritten Reiches 1933-1945« (2009).
2016. ca. 180 Seiten, kart.
ca. € 19,90/sFr 25,30
ISBN 978-3-506-78575-6
9 783506 785756
10
Geschichte
2017: 100 Jahre
russische Revolution
Helmut Altrichter
Rußland 1917
Ein Land auf der Suche nach sich selbst
Russland 1917: Das ist ein Staat im Krieg, eine Gesellschaft
in der Krise. Der Zar wird gestürzt, der Sturm der Revolution
fegt über das Reich; doch wie es in Russland weitergehen
soll, bleibt heftig umkämpft.
Die Neuauflage macht den Klassiker zur Geschichte des
Revolutionsjahres in aktualisierter Ausgabe wieder verfügbar. Der Autor entwirft das Panorama eines entscheidenden
Jahres der russischen Geschichte und führt in ein Land auf
der Suche nach sich selbst. Es ist ein Jahr des Krieges und
politischer Umwälzungen. Die Gesellschaft ist polarisiert und
uneins über die Zukunft des Landes. An den Rändern des
Vielvölkerreiches kommt es zu Unabhängigkeitsbestrebun­
gen. Helmut Altrichter hat seine unübertroffene Darstellung
der Situation, Kräfte und Kämpfe von 1917 anlässlich des 100.
Jahrestages der russischen Revolution um eine Rückschau
auf Zeit, Ereignis und Mythos vom heutigen Standpunkt aus
ergänzt.
Der Autor: Helmut Altrichter wurde 1945 in Alt-Moletein/Mähren geboren.
Er hatte von 1990 bis 2012 den Lehrstuhl für Osteuro­päi­sche Geschichte an der Universität Erlangen inne, war
Vorsitzender der Wissenschaftlichen Beiräte des Insti­tuts für Zeitge­schichte München-Berlin, des Geisteswis­senschaftlichen Zentrums für Geschichte und Kultur
Ostmittel­europas in Leipzig und des Deutschen Histori­schen Instituts in Moskau, über viele Jahre auch Mitglied
der deutsch-russischen Historikerkommis­sion. Er ist
Mitherausgeber der Vierteljahrshefte für Zeitgeschich­
te und Verfasser zahlreicher Studien zur deutschen,
russischen und vor allem sowjetischen Geschichte.
Neuausgabe 2016.
ca. 624 Seiten, 47 Abb., Festeinband
ca. € 34,90/sFr 36,80
ISBN 978-3-506-78583-1
9 783506 785831
Geschichte
11
2017: 100 Jahre
russische Revolution
Wolfgang U. Eckart
Von Kommissaren
und Kamelen
Heinrich Zeiss – Arzt und Kundschafter
in der Sowjetunion 1921-1931
Zwischen 1921 und 1931 bereiste der deutsche Arzt und Hygie­niker als Expeditionsarzt, Kulturbeob­achter und Kundschafter
den europäischen und asiatischen Teil der RSFSR und der
späteren UdSSR. Seine Aufzeich­nungen und Foto­grafien ge­ben Einblick in die sozialen Zustände, aber auch in die kulturelle und politisch-militärische Lage nach dem Bürgerkrieg.
Zeiss interessierte sich bei seinen Reisen unter anderem für
die Situation in der Wolgadeutschen Republik und in Kasach­stan, forschte über Kamelkrankheiten, engagierte sich für ein
Museum lebender Mikroben in Moskau, stand in engem Kontakt
mit bolschewistischen Kommissaren und attraktiven Agentin­nen. Sein Augenmerk galt aber vor allem den kulturellen Aus­wirkungen der Sowjetisierung und den Problemen, die sich aus
dem Umstand ergaben, dass die Sowjetunion ein Vielvölker­staat war. Zeiss hat sich dabei immer als Freund Sowjetrusslands
verstanden, obgleich er dem Kommunismus sehr distanziert
gegenüber stand. Als seine Bewegungsfreiheit im Stalinis­
mus zunehmend schwand, verließ er enttäuscht das Land.
Der Autor: Wolfgang U. Eckart ist seit 1992 Professor
für Geschichte der Medizin und Direktor des Insti­
tuts für Geschichte und Ethik der Medizin an der
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.
2016. ca. 350 Seiten,
ca. 20 bislang unveröffentl. Abb., Festeinband
ca. € 39,90/sFr 48,70
ISBN 978-3-506-78584-8
9 783506 785848
Copyright: Klinikum Heidelberg
Eine kleine Sensation anlässlich des 100. Jahrestages der Ok­toberrevolution von 1917: die Erstveröffentlichung der farbi­
gen Berichte des Mediziners Heinrich Zeiss aus der jungen
Sowjet­union. Wolfgang U. Eckart stellt das abenteuerliche
Leben dieses Mannes vor und präsentiert eine kommentierte
Auswahl seiner vertraulichen Aufzeichnungen.
12
Geschichte
»Flüchtlingskinder« erzählen
Roswitha Schieb | Rosemarie Zens (Hg.)
Zugezogen
Flucht und Vertreibung –
Erinnerungen der zweiten Generation
Mit einem Vorwort von Andreas Kossert
Die Zahl der deutschen Vertriebenen und Flüchtlinge um
1945 betrug mehr als zehn Millionen Menschen. Auch in
anderen Ländern, allen voran Polen, gab es einige Millionen
Vertriebene. Die Zahl der zwischen 1945 und etwa 1970 in
solchen Flüchtlings- und Vertriebenenfamilien Geborenen,
die sogenannte »zweite Generation der Vertriebenen«, ist
entsprechend groß.
Diese Anthologie beruht auf vielen Gesprächen mit Vertre­
tern der »zweiten Generation« aus Deutschland und Polen.
Es geht um die Bedeutung der verlorenen Heimat der Eltern
für das eigene Leben, für die eigene Identität, über lange
nicht begriffene Erfahrungen von Fremdsein und Ausgren­
zung. Oft übten die plastisch berichteten oder umgekehrt
die unterdrückten Erinnerungen der Eltern eine solche Kraft
aus, dass sie die Verwurzelung der Kinder an den neuen
Lebensorten erschwerten und traumatische Erfahrungen un­bewusst auf die Nachkommen übertragen wurden. Die Texte
in ihren vielfältigen Formen von Essay, Interview, Gedicht,
Bericht und Kurzprosa zeugen aber auch von der Überwin­
dung der elterlichen Erinnerungslasten und gelungener
Selbstbestimmung.
Die Herausgeberinnen:
Roswitha Schieb, 1962 in Reck­
ling­hausen geboren, stu­dierte Li­teratur- und Kunstwissensch­aft
in Köln und Berlin. Sie lebt als
freie Buchautorin und Essayis­
tin in Borgsdorf bei Ber­lin.
Rosemarie Zens, in Bad Polzin geboren, lebt seit 2000
in Berlin. Sie studierte Neuere Deutsche Literatur in
München und absolvierte eine psychoanalytische Aus­
bildung in Zürich. Sie veröffentlichte wissenschaft­
liche Beiträge, aber auch Gedichte und Essays in
Literaturzeitschriften, Einzelbänden und Hörbüchern
sowie fotografische Arbeiten in Ausstellungen und
Büchern.
2016. ca. 200 Seiten, Festeinband
ca. € 24,90/sFr 31,60
ISBN 978-3-506-78570-1
9 783506 785701
Geschichte
13
Die Region neu sehen
Lena Krull (Hg.)
Westfälische
Erinnerungsorte
Was haben Pumpernickel, Porta Westfalica und Ruhrbergbau
gemeinsam? Was verbindet den Sachsenherzog Widukind,
Fürstin Pauline zur Lippe und Martin Niemöller? Sie alle
lassen sich unter dem Oberbegriff der »westfälischen Erinne­
rungsorte« versammeln.
Erinnerungsorte können geografi­scher Natur sein, aber auch
historische Ereignisse, Personen oder Symbole umfassen.
Dieses Buch stellt Geschichte und Erinnerungskultur der
Region Westfalen anhand von 40 Erinnerungsorten vor. So
entsteht ein facettenreiches und eng verwobenes, aber auch
widersprüchliches Bild dessen, was Westfalen ausmacht.
Westfälische Leser sind ebenso wie nicht-westfälische eingeladen, mit diesem Band die Region aus neuem Blickwinkel
zu entdecken, Vertrautes anders zu sehen und Unbekanntes
kennenzulernen.
Aus dem Inhalt:
Der Möhnesee – Die Dülmener Wildpferde – Die Porta West­falica – Miele – Das Schützenwesen – Masematte – Libori –
Die Varusschlacht – Der Ruhrkessel – Das Westfalenlied –
Annette von Droste Hülshoff – Das Westfalenross – Johann
Conrad Schlaun – Die Feme – Das Oldenburger Münsterland
Die Herausgeberin: Lena Krull, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar
der Universität Münster.
2016. ca. 460 Seiten, ca. 80 s/w Abb.,
Festeinband mit Schutzumschlag
ca. € 32,90/sFr 40,10
ISBN 978-3-506-78607-4
= Forschungen zur Regionalgeschichte, Band 80
9 783506 786074
14
Theologie
Religion im Zwiespalt
Christian Spieß
Zwischen Gewalt
und Menschenrechten
Religion im Spannungsfeld der Moderne
Das Verhältnis von Religionen zur Moderne erscheint heute
zumeist prekär. Auf der einen Seite ist man konfrontiert mit
massiver Gewalt und aggressiver Ablehnung von Demokratie
und säkularem Verfassungsstaat. Auf der anderen Seite treten
Religionsgemeinschaften als Protagonisten einer Politik der
Menschenrechte auf.
Was ermöglicht und begünstigt nun die Annahme der Moderne? Orientierung kann hier der schwierige Weg des Katholizismus bieten, der von einem strikt antimodernistischen
Widerspruch gegen Menschenrechte und Demokratie zu
deren vorbehaltloser Anerkennung in den 1960er Jahren
geführt hat.
Dieser Weg zeigt: Nur wenn Religionsgemeinschaften in
modernen Gesellschaften anerkannt und respektiert werden,
werden sie umgekehrt die normativen Grundlagen der Mo­derne – nämlich Menschenrechte und Demokratie sowie die
Trennung von Religion und Politik – anerkennen.
Der Autor: Christian Spieß ist seit 2015 Professor der Christlichen Sozial­
wissenschaften an der katholischen Privatuniversität Linz.
2016. ca. 240 Seiten, kart.
ca. € 24,90/sFr 31,60
ISBN 978-3-506-78534-3
9 783506 785343
Theologie
15
Jenseitsvorstellungen
in religionswissen­schaftlicher Sicht
Thorsten Tesche
Der Tod – und was dann?
Jenseitsvorstellungen heute
Das Jenseits – was ist das? Gewiss ist der Tod, aber vollkommen ungewiss die Frage, was nach dem Tod kommt. Ist der
Tod das absolute Ende oder folgt nach ihm etwas anderes,
das sich der direkten Erkenntnis des Menschen entzieht?
Diese Fragen beschäftigen alle Menschen, vollkommen gleich
welche säkulare oder spirituell-religiöse Grundhaltung sie
vertreten. Was aber tun, wenn Menschen nicht mehr bereit
sind, Glaubenswahrheiten anzunehmen, wenn diese nicht
mehr von einer aufgeklärten Bevölkerung akzeptiert werden? Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden
viele der bis dato festgefügten religiösen Vorstellungen und
Lebensregeln im Zuge der fortschreitenden Globalisierung
mit neuen Informationen und Sinnangeboten konfrontiert.
Bisherige Sinngeber – überwiegend die religiösen Institutio­
nen – haben ihre Deutungshoheit zunehmend verloren.
Antworten auf die dadurch entstandenen Verunsicherungen
und Deutungsspielräume mussten durch individuelle Meinungsbildung und über Angebote anderer Protagonisten
ersetzt und ergänzt werden. Religionssoziologisch und
-wissenschaftlich wird hier das interkulturelle Angebot von
Jenseitsvorstellungen – Paradies, Dschanna, Nirwana, u.a. –
analysiert.
Der Autor: Thorsten Tesche wurde 2015 an der LMU
München in den Fächern Religionswissenschaft und
Ethnologie zum Doktor der Philosophie promoviert.
2016. ca. 160 Seiten, kart.
ca. € 19,90/sFr 25,30
ISBN 978-3-506-78556-5
9 783506 785565
16
Pädagogik
Eines der großen
Themen unserer Zeit
Alfred Schäfer | Christiane Thompson (Hg.)
Angst
Angst begegnet uns in allen Kulturen und Gesellschaften;
sie gehört zu den Grundgefühlen jeder menschlichen Exis­
tenz: Zukunftsängste, Konfrontation mit anderen Lebensent­
würfen, unkalkulierbare politische und ökonomische Verän­derungen. Angst ist damit zu einer dominanten Existenzbe­dingung der Gegenwart geworden. Sie markiert nicht zuletzt
die Grenzen des Vertrauens in Vernunft und Rationalität.
Welche Bedeutung hat Angst in der Konstitution sozialer
und pädagogischer Welten? Der Umgang mit Angst gehört
zu den prägendsten Herausforderungen unseres täglichen
Lebens. Es gibt kaum einen Bereich, in dem das Vertrauen
und die Zuversicht in das eigene Handeln nicht erschüttert
würden. Ihr Ursprung liegt nicht nur in der Erwartung einer
Bedrohung, im Misstrauen anderen Menschen gegenüber
oder in der Ungewissheit, was die Zukunft bringen wird,
sondern vor allem im Gefühl von Ungeborgenheit, der sich
der Einzelne ausgesetzt sieht. Welche Bedeutung hat Angst
in der Konstitution sozialer und pädagogischer Welten? Der
Band nimmt diese Frage auf, ohne »Angst« nur als Problem
des jeweils einzelnen zu verstehen.
Mit Beiträgen von Jörn Ahrens, Lars Koch, Jens Oliver Krüger,
Andreas Cremonini, Olaf Sanders.
Weitere Titel aus der Reihe:
Pädagogik – Perspektiven
Leistung | Anerkennung | Autorität | Scham |
Spiel | Gemeinschaft |Wissen | Werte
Die Herausgeber:
Alfred Schäfer ist Professor für Systematische Erzie­hungswissenschaft an
der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Christiane Thompson ist Professorin für Theorie und Geschichte der
Erziehung und Bildung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
2016. ca. 160 Seiten, kart.
ca. € 22,90/sFr 29,10
ISBN 978-3-506-78249-6
= Pädagogik – Perspektiven
9 783506 782496
Literaturwissenschaft
17
Biografie eines heraus­
ragenden Kosmopoliten
Roger Paulin
August Wilhelm Schlegel
Biografie
Zum ersten Mal liegt mit der Biografie August Wilhelm
Schlegels (1767-1845) eine umfassende Würdigung dieser
herausragenden Persönlichkeit der deutschen und europäi­
schen Romantik vor.
Roger Paulin, ein renommierter Kenner dieser Epoche, zeich­net versiert und kurzweilig die Lebensgeschichte dieses viel­
seitig interessierten und talentierten »Kosmopoliten der Kunst
und Poesie« nach: Schlegel war Poet, Übersetzer zahlreicher
Sprachen, Literaturkritiker und Wissenschaftler und wirkte
vielfach als Initiator neuer Strömungen und Denkrichtungen.
Gemeinsam mit seinem Bruder Friedrich, mit dem er die
avantgardistische Zeitschrift Athenäum herausgab, gilt er als
Initiator der literarischen Romantik.
Besonders bekannt wurde er durch die Übersetzung von
Shakespeares Werken: Zum ersten Mal wurde Shakespeare
durch ihn und seine Frau Caroline in Versform in eine fremde
Sprache übertragen. Paulin eröffnet mit seiner fulminanten
Biografie faszinierende Einsichten in das Leben und Werk
eines Universalgenies und sein namhaftes Milieu und zeichnet zugleich das Panorama einer Epoche.
Der Autor: Roger Paulin war bis zu seiner Emeritie­
rung 2005 Professor für Germanistik an der Universi­tät Cambridge. Er ist Autor zahlreicher Ver­öffentlichun­gen zu Goethe, der Romantik und zur ShakespeareRezeption. 2002 erhielt er den Forschungs­
preis der
Alexander von Humboldt-Stiftung.
2016. ca. 500 Seiten, Festeinband
ca. € 49,90/sFr 60,90
ISBN 978-3-506-78437-7
9 783506 784377
18
ALEX STOCK – POETISCHE DOGMATIK
Der Autor:
Alex Stock, Dr. theol. (Inns­bruck) Dr. theol. h.c. (Luzern) Prof. em. der Uni­ver­sität zu Köln, war
Leiter der Bild­theo­logischen Arbeitsstelle der Uni­ver­sität zu Köln und ist Mit­he­raus­geber der
bildtheologi­schen Reihe »Ikon«.
Poetische Dogmatik ist Theologie, gewonnen aus den poetischen Quellen des Chris­tentums – Litur­gie, Dich­tung, Kunst, Gesänge, Gebete, Geschichten, Gedichte und Bilder werden aufgelesen und
kommentiert. Die Stücke fügen sich zu thema­tischen Traktaten nach dem methodischen Modell der
Liturgie zusammen, die ohne logi­schen Zwang aus überlieferten Elementen ein neues Ganzes bildet,
eine prägnante Gestalt. Kohärenz der Darstellung in diesem Sinne erlaubt den alten Titel »Dogmatik«.
WÜRDIGUNG DURCH KOLLEGEN
Die Poetische Dogmatik vergegenwärtigt das Christentum
we­niger als Dogma oder Moral, sondern eher als Motiv, Bild,
Klang, Atemraum (und darin als Mysterium des Lebens
Gottes und der Menschen). Liturgie, Gesang, Malerei und
Literatur werden zu Spur und Entdeckungslandschaften,
in denen die Geheimnisse des Glaubens auf neue und ganz
klassische Weise eine überraschende Kontur gewinnen.
Elmar Salmann,
Professor für Philosophie und Systematische Theologie an den
Päpstlichen Universitäten Sant’Anselmo und Gregoriana.
Die Stärke von Stocks monumentalem Projekt: Es macht
auch dem religiös Unmusikaltischen erfahrbar, was in
scheinbar entlegenen Dogmen wie der Trinität steckt. Was
er tut, ist schlicht, und doch heute nötiger denn je: Er liest
in der reli­giösen Überlieferung mit der Souveränität einer
langen Erfah­rung. Die Poetische Dogmatik erlaubt uns,
ihm dabei über die Schulter zu blicken.
Daniel Weidner, Professor am Institut für Kulturwissenschaft
der Humboldt-Universität zu Berlin, Stellvertretender
Direktor des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung.
Poetische Dogmatik – das ist der Weg zum christlichen Welt­
kulturerbe! Das zu vermitteln ist in Rom, dem Zentrum der
katholischen Weltkirche eine zentrale Aufgabe. Die Pontifi­cia Università Gregoriana, an der Studenten aus aller Herren
Länder ihre Studien absolvieren, hat eine eigene Abteilung
»Beni Culturali della Chiesa«, für die Alex Stocks Poetische
Dogmatik geradezu als eine Art Handbuch fungieren kann.
Eine italienische Auswahlausgabe ist in Vorbereitung.
Yvonne Dohna Schlobitten,
Professorin an der Università Pontificia Gregoriana, Rom.
Die Poetische Dogmatik von Alex Stock ist eine Summa
theologica des 21. Jahrhunderts, die auch den evangeli­
schen Theologen das Staunen über den ungeheuren
liturgischen und visuellen Reichtum des Christentums
lehrt, der hier tiefgründig, präzise und anschaulich er­schlossen wird.
Walter Martin Rehahn,
Pfarrer i.R., Lehrbeauftragter für Christliche Archäologie
und KirchlicheKunst an der Ev.-Theol. Fakultät der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Bereits erschienene Bände:
Christologie
Schöpfungslehre
Gotteslehre
Band 1: Namen
Band 2: Schrift und Gesicht
Band 3: Leib und Leben
Band 4: Figuren
Band 1: Himmel und Erde
Band 2: Menschen
Band 1: Orte
Band 2: Namen
Band 3: Bilder
Bände 1-4 als Paket
€ 110,-/sFr 131,- | ISBN 978-3-506-76890-2
Bände 1-2 als Paket
€ 68,-/sFr 83,- | ISBN 978-3-506-78443-8
Bände 1-3 als Paket
€ 80,-/sFr 97,60 | ISBN 978-3-506-77703-4
Theologie
19
Alle 11 Bände liegen vor –
jetzt abgeschlossen!
Alex Stock
Ekklesiologie
Band 2: Zeit
Ekklesiologie ist der dogmatische Traktat, der sich mit der
Kirche beschäftigt.
Die Poetische Dogmatik erörtert die Kirche als Phänomen
des Raumes (Bd. 1) und der Zeit (Bd. 2).
Betrachtet man die Kirche in Hinblick auf die Zeit, stößt man
nicht nur darauf, dass Kirche die Lebenszeit der Menschen
beeinflusst, in den Rhythmus von Tag und Woche, Jahr und
Leben prägend eingeht, sondern auch darauf, dass Kirche
sich selber zeitigt, eine Geschichte hat. Es geht um die
Zeit, darum, was sie ist ihrer Erscheinung nach, in Tagen
und Stunden, der Woche mit Sabbat und Sonntag, dem
Jahr mit seinen Jahreszeiten, natürlichen wie kulturellen,
um die Lebenszeit, Geburt, Tod, Hochzeit, die Weltzeit der
Geschichte, um Ewigkeit.
Das ist der Rhythmus der Zeit, den die Menschen aller Zeiten
miteinander teilen. Die Kirche sucht ihn zu akzentuieren, zu
tönen, zu färben, mit zeitbedingter Kraft. Die Ekklesiologie
der Zeit geht dieser rhythmischen Interferenz nach.
Ekklesiologie
Band 1: Raum
2014. 334 Seiten,
45 s/w + 8 farb. Abb.,
Festeinband
€ 49,90/sFr 60,90
ISBN 978-3-506-77999-1
2016. ca. 400 Seiten, 42 Abb., Festeinband
ca. € 58,-/sFr 70,80
ISBN 978-3-506-78537-4
= Poetische Dogmatik: Ekklesiologie, Band 2
9 783506 785374
20
Recht | Geschichte
Bereits erschienen:
Otto Depenheuer | Christoph Grabenwarter (Hg.)
Der Staat in der
Flüchtlingskrise
Martin Kroker | Roland Linde |
Andreas Neuwöhner (Hg.)
1000 Jahre Abdinghof
Von der Benediktinerabtei
zur evangelischen Kirche Paderborns
Zwischen gutem Willen und geltendem Recht
Wo geht der Weg hin? Deutschland ist mit einer Flüchtlingswelle ungeahnten Ausmaßes konfrontiert, die womöglich nur
ein erster Vorgeschmack auf künftige globale Wande­rungs­bewegungen ist.
Das 1016 gegründete Kloster Abdinghof in Paderborn zählt
zu den ältesten und bedeutendsten Benediktinerabteien
Westfalens. Vor 150 Jahren übergab der preußische Staat die
Kirche des aufgelösten Klosters der evangelischen Gemeinde
Paderborn.
Die Staatsgrenzen stehen offen und Zehntausende von Men­
schen erreichen Woche für Woche ungesteuert und unkontrolliert das Land. Der Rechtsstaat ist gefordert. Das Dilemma
zwischen »Wir schaffen das« und sozialen Problemen ist offen­kundig. Was darauf folgt, ist Verunsicherung. Was droht, ist
wachsende Radikalisierung; was Not tut, ist das Aufzeigen Orien­tierung stiftender Perspektiven. Politik und Staatsrechtslehre
sind gefordert, verfassungs­rechtliche Leitlinien, Maßstäbe und
Grenzen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise zu formulieren
und umzusetzen. 16 anerkannte Staatsrechtslehrer liefern ver­lässliche, verfassungsrechtliche und verfassungstheoretische
Grundlagen für die anstehenden politischen Debatten.
Mit Beiträgen von O. Depenheuer, K. F. Gärditz, Chr. Grabenwar­ter, Chr. Hill­gru­ber, H.-D.f Horn, P. M. Huber, J. Isensee, B. Kempen,
E. Klein, D. Murswiek, M. Nettesheim, K. Pabel, F. Schorkopf, K.-A.
Schwarz, H. Sodan und A. Uhle.
Aus Anlass dieses Doppeljubiläums nimmt sich ein interdisziplinäres Forscherteam der bislang nur unzureichend
aufgearbeiteten Geschichte des Abdinghofs an. Der Bogen
wird dabei von der Gründungsgeschichte über Blütezeit und
Krisen zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit bis zu bauund kunstgeschichtlichen Aspekten geschlagen.
2016. 272 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag
€ 26,90/sFr 33,80
ISBN 978-3-506-78536-7
= Schönburger Schriften zu Recht und Staat, Band 5 9 783506 785367
2016. ca. 208 Seiten, ca. 100 Abb., Festeinband
ca. € 24,90/sFr 31,60
ISBN 978-3-506-78587-9
= Studien und Quellen zur Westf. Geschichte, Band 83 9 783506 785879
Die Herausgeber:
Martin Kroker ist Leiter des Museums in der Kaiserpfalz in Paderborn.
Roland Linde ist freiberuflicher Historiker und Publizist.
Andreas Neuwöhner ist Direktor des Vereins für Geschichte und Alter­tums­
kunde Westfalens, Abt. Paderborn.
Geschichte
21
Ruth Leiserowitz
Tim-Lorenz Wurr
Die Erinnerung an die
Napoleonischen Kriege
in Russland und Polen
1815-1945
Terrorismus und Autokratie
Wie erinnerten sich Polen an die Revolutions- und Napoleo­
nischen Kriege? Ruth Leiserowitz hat 150 polnische Romane
und zahlreiche Erinnerungen an diese Kriege untersucht.
Über 100 Jahre nach den Ereignissen trugen die Erinnerungen
an diese Kriege in allen drei Teilungsgebieten mit dazu bei,
einen polnischen Staat wieder zu begründen. Besonders Ge­schichten über die polnischen Legionäre, ihre Abenteuer und
ihre mutigen Leistungen prägten den polnischen historischen
Jugendroman, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts heraus­bildete und zu einer wichtigen patriotischen Lektion für die
Generation wurde, die als junge Erwachsene die Wiederher­
stellung der Unabhängigkeit Polens 1918 erlebten. Die polni­schen Helden jener Zeit sind bis in die Gegenwart erstaunlich gut im Gedächtnis der Polen haften geblieben.
Die Autorin: Ruth Leiserowitz ist Stellvertretende Direktorin am DHI War­
schau und seit 2015 apl. Professorin an der Humboldt-Universität Berlin.
2016. ca. 270 Seiten, Festeinband
ca. € 39,90/sFr 48,70
ISBN 978-3-506-78605-0
= Die Revolutions- und Napoleonischen Kriege
in der Europäischen Erinnerung
9 783506 786050
Staatliche Reaktionen auf den Russischen Terrorismus
1870-1890
Die Ursprünge des modernen Terrorismus liegen in Russ­
land. In den 1870er und 1880er Jahren wurde das Imperium
durch eine Reihe von Anschläge erschüttert. Im März
1881 gelang es der terroristischen Gruppierung »Narodnaja
Volja«, Zar Alexander II. zu ermorden. Die spektakulären
Attentate und der Kampf der Sicherheitsbehörden gegen die
Terroristen erlangten internationale Aufmerksamkeit.
Tim-Lorenz Wurr untersucht erstmals, wie die russische Auto­kratie auf die neue Bedrohung des Terrorismus reagierte. Wie
erklärte sich die Regierung die Ursachen der politischen Gewalt? Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sprach sie den
Terroristen zu? Und welche Strategien entwickelte sie zur Be­kämpfung des neuen Phänomens? Innenpolitische Kurswech­sel, verschärfte Gesetze und eine umfassende Umstrukturie­
rung der Sicherheitsbehörden ermöglichten es der Autokratie
– zumindest kurzfristig – die terroristische Bedro­hung einzu­schränken. Das Phänomen des Terrorismus prägte die Politik
des Zarenreiches hingegen bis zum Ende des Imperiums.
Der Autor: Tim-Lorenz Wurr promovierte 2015 mit der vorliegenden Publi­
kation am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin. Beruflich ist er
seit 2006 in der Entwicklungszusammenarbeit tätig.
2016. ca. 420 Seiten, 15 Abb., Festeinband
ca. € 44,90/sFr 54,80
ISBN 978-3-506-78573-2
9 783506 785732
22
Geschichte
Ulrich Lappenküper | André Ritter |
Arnulf von Scheliha (Hg.)
Nils Löffelbein | Silke Fehlemann |
Christoph Cornelißen (Hg.)
Europäische Kulturkämpfe und Sommer 1914
ihre gegenwärtige Bedeutung Wege ins Unbekannte
Kaum eine Woche vergeht, in der nicht über einen neuen
»Kulturkampf« oder Religionskrieg berichtet wird. Die me­diale Präsenz des Themas belegt, wie aktuell das Problem ist.
Doch bereits im 19. und 20. Jahrhundert kam es in Europa
zu »Kulturkampf« genannten Konflikten zwischen Staat und
Kirche, die keineswegs auf Preußen und die 1870er/80er
Jahre beschränkt waren. Sie begannen vielmehr im deutschen
Vormärz und reichten in einigen europäischen Ländern bis
weit ins 20. Jahrhundert. Ob das »Zeitalter der europäischen
Kulturkämpfe« (Manuel Borutta) tatsächlich beendet ist, er­scheint angesichts der jüngsten Weltanschauungskonflikte
als eine offene Frage. Der Band untersucht die Auseinander­
setzungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften wäh­rend des 19. und 20. Jahrhunderts in Deutschland, Italien,
Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz.
Die Herausgeber:
Ulrich Lappenküper ist Geschäftsführer der Otto-von-Bismarck-Stiftung und
Professor an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg.
André Ritter ist promovierter evangelischer Theologe und Lehrbeauftragter
an der PH Heidelberg bzw. PH Karlsruhe.
Arnulf von Scheliha ist Professor für Theologische Ethik an der EvangelischTheologischen Fakultät der Universität Münster.
2016. ca. 240 Seiten
ca. € 26,90/sFr 33,80
ISBN 978-3-506-78604-3
= Otto-von-Bismarck-Stiftung, Wissenschaftliche Reihe 9 783506 786043
Die Frage, ob der Erste Weltkrieg letztlich vermeidbar gewesen wäre oder ob die Welt unaufhaltsam in die Katastrophe
trieb, ist fast so alt wie dieser Krieg selbst.
Der Band widmet sich schlaglichtartig Fragen nach der Ein­
stellung der herrschenden Eliten zum Krieg, der öffentlichen
Meinung von Männern und Frauen sowie den kollektiven
Mentalitäten in den kriegführenden Nationen. Eine vergleichende Zusammenschau der gesellschaftlichen Erwartun­gen, Hoffnungen, Ängste sowie die Selbst- und Fremdwahr­
nehmungen soll außerdem dazu beitragen, den Blick auf
die Umstände und Folgen des Kriegsausbruchs in Europa
zu lenken. Zugleich bietet er eine Analyse der neuesten For­schungsergebnisse zur Geschichte des Ersten Weltkriegs und
bettet sie kulturhistorisch in die Umstände des Jubiläums­jahres 2014 ein.
Die Herausgeber:
Nils Löffelbein, Silke Fehlemann und Christoph Cornelißen lehren und forschen im Bereich Neueste Geschichte an der Goethe-Universität, Frankfurt
am Main.
2016. ca. 360 Seiten, Festeinband
ca. € 39,90/sFr 48,70
ISBN 978-3-506-78572-5
9 783506 785725
Geschichte
Erwin Oberländer (Hg.)
23
Jonathan Zimmerli
Autoritäre Regime in Ostmittel- Offizier oder Manager?
und Südosteuropa 1919-1944 Amerikanische Kommandeure im Zweiten Weltkrieg
Autoritäre Regierungsformen erleben in Mittel- und Ost­
euro­pa eine Renaissance, und vielfach knüpfen die heutigen
Machthaber an Traditionen und Vorbilder der Zeit zwischen
den Weltkriegen an.
Denn vom Balkan bis zum Baltikum bestanden nach 1918
zwölf selbständige Staaten mit demokratischer Verfassung,
von denen sich zehn in den 1920er und 1930er Jahren in auto­ritäre Präsidial- oder Königsdiktaturen verwandelten. Die im
vorliegenden Band versammelten Innen­ansichten dieser Re­gime vermitteln Einblicke in die teils bis heute Zeit relevanten
Verhältnisse im östlichen Mitteleuropa der Zwischenkriegs­
zeit. In seinem Nachwort zur Neuauflage erläutert Erwin
Oberländer, inwiefern jene Jahre in einigen der vorgestellten
Länder heute wieder zum Bezugspunkt neuer nationalkonservativer Bestrebungen geworden sind.
Behandelt werden: Estland – Lettland – Litauen – Polen –
Ungarn – Slowakei – Österreich – Rumänien – Bulgarien –
Griechenland – Albanien – Jugoslawien – Serbien
Die Studie untersucht Mentalität und Führungskultur des
amerikanischen Offizierskorps. Jonathan Zimmerli zeigt, wie
der Transfer ziviler Managementmethoden in die US-Army
maßgeblich die Mentalität des Offizierskorps im Zweiten
Weltkrieg prägte.
Anhand der Kämpfe um Monte Cassino 1943/44 und im
Hürtgenwald 1944/45 kann der Autor unter anderem die en­ge Überwachung untergebener Kommandeure nachweisen.
Die daraus resultierende Drucksituation und die latente
Angst vor einer Kommandoenthebung beeinflussten massiv
das taktische Vorgehen auf der Divisions- und Regiments­
ebene – selbst noch in Korea und Vietnam.
Der Autor: Jonathan Zimmerli promovierte mit der vorliegenden Publika­
tion an der Universität Bern.
Die Herausgeber:
Erwin Oberländer war von 1985 bis 2002 Professor für Osteuropäische
Ge­schichte und Leiter des Instituts für Osteuropäische Geschichte an der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
2., erw. Auflage 2016. ca. 720 Seiten, Festeinband
ca. € 68,-/sFr 83,ISBN 978-3-506-78585-5
9 783506 785855
2016. ca. 350 Seiten, Festeinband
ca. € 44,90/sFr 54,80
ISBN 978-3-506-78608-1
= Krieg in der Geschichte
9 783506 786081
24
Geschichte
Sebastian Koch
Achim Eberspächer
Zuflucht DDR?
Das Projekt Futurologie
Chilenische Flüchtlinge und die
Ausländerpolitik der SED
Über Zukunft und Fortschritt
in der Bundesrepublik 1952-1982
Schon lange vor der aktuellen Flüchtlingskrise gab es globale
Emigrationsbewegungen. So wurde in den 1970er Jahren
der klassische Exilkontinent Lateinamerika – beginnend mit
Chile – zu einer Auswanderungsregion.
Futurologie war das Symptom einer Epochenwende. Heute
steht sie für fortschrittsbegeisterte, bunte Zukunftsbilder von
Atom-Autos oder Städten im Weltraum. Tatsächlich jedoch
beruhte sie zuallererst auf Fortschrittskritik.
Über 2000 Chilenen flohen nach dem Pinochet-Putsch gegen
die sozialistische Regierung in die DDR und wurden durch
ihre relative Aktions- und Bewegungsfreiheit zu Zeitzeugen
besonderer Qualität. Sebastian Koch untersucht das politi­
sche und alltägliche Leben dieser meist intellektuellen Frem­den in einem normierten Staat. Er fragt nach der Integrations­
fähigkeit »realsozialistischer« Staaten, beschreibt die Instru­
mentalisierung der Chilenen für den Antifaschis­mus-Mythos
der DDR und diskutiert anhand der Ergebnisse den Charakter
der DDR als Unrechtsstaat.
Intellektuelle wie Ossip Flechtheim, Robert Jungk oder Karl
Steinbuch plädierten nicht aus Euphorie für eine Wissen­schaft
der Zukunft, sondern um den problematischen Folgen des
technischen Fortschritts beizukommen. Achim Eberspächer
erzählt die Geschichte der Futurologie in der Bundesrepublik
entlang ihrer Protagonisten, die um 1970 eine beachtliche
Wirkung in Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit erzielten.
Er deckt die Medienpräsenz der Futurologie und ihr Wech­
selspiel mit den populären Tech­nikvisionen der 1960er-Jahre
auf. Auf diese Weise gelingt es ihm, ihren rasanten Aufstieg,
aber auch ihren ebenso schnellen Niedergang zu erklären.
Der Autor: Sebastian Koch studierte Geschichte, Romanische Philologie und
Pädagogik in Paderborn, Salamanca und Köln und wurde an der FernUniver­
sität Hagen promoviert. Momentan ist er in der Erwachsenen­bildung und
Migrationsarbeit in Fulda tätig.
Der Autor: Achim Eberspächer ist promovierter Historiker und wissenschaftlicher Referent im Projekt »Energiesysteme der Zukunft« der deutschen Wissenschaftsakademien.
2016. ca. 432 Seiten, Festeinband
ca. € 44,90/sFr 54,80
ISBN 978-3-506-78545-9
= Sammlung Schöningh
zur Geschichte und Gegenwart
2016. ca. 368 Seiten, Festeinband
ca. € 44,90/sFr 54,80
ISBN 978-3-506-78549-7
= Geschichte der technischen Kultur, Band 2
9 783506 785459
9 783506 785497
Geschichte
Mischa Gabowitsch | Cordula Gdaniec |
Ekaterina Makhotina (Hg.)
Kriegsgedenken als Event
Der 9. Mai 2015 im postsozialistischen Europa
Der 9. Mai ist der weltweit wahrscheinlich am breitesten zele­brierte Kriegsgedenktag und vor allem in Russland, den ehe­maligen Sowjetrepubliken und Ländern mit großen russisch­sprachigen Bevölkerungsanteilen ein Volks- und Familienfest.
Der 2015 gefeierte 70. Jahrestag des Kriegsendes 1945 war
mit besonderer Emotionalität aufgeladen. Das Buch liefert
eine Biographie dieses Tages, beschreibt Nachleben und
Verwandlungen der sowjetischen Festkultur, Initiativen wie
das »Unsterbliche Regiment« in Russland, den Kampf um
das Kriegsgedenken in der Ukraine und anderen postsozialistischen Staaten. Aber auch die liberale und linke Kritik
an der »Vereinnahmung« des 9. Mai durch die russi­sche
Staatsführung oder die Bedeutung dieses Tages für das
Selbstverständnis der russischsprachigen Minderheiten von
Estland bis Deutschland werden betrachtet.
Die Herausgeber:
Mischa Gabowitsch ist derzeit wiss. Mitarbeiter am Einstein Forum in Potsdam.
Cordula Gdaniec ist freiberufliche Projektmanagerin und Kuratorin, war u.a.
für das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst zum Thema Erinne­rungskulturen und Zweiter Weltkrieg »Der 9. Mai. Formen der Erinnerung an
das Kriegsende 1945« (2015) und »Juni 1941. Der tiefe Schnitt« (2011-2013) tätig.
Ekaterina Makhotina ist wiss. Assistentin an der Abteilung für Geschichte und
Kultur Osteuropas an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
2016. ca. 200 Seiten, 15 Abb., kart.
ca. € 26,90/sFr 33,80
ISBN 978-3-506-78434-6
9 783506 784346
25
Esther Abel
Kunstraub –
Ostforschung –
Hochschulkarriere
Der Osteuropahistoriker Peter Scheibert
Seit Jahren beschäftigt sich die Zeitgeschichte mit der Ver­strickung von Vertretern der eigenen Zunft in das NS-Regime.
In diesem Buch geht es um die inhaltlichen und personel­len
Kontinuitäten in der Osteuropäischen Geschichte am Bei­spiel der Biographie des Osteuropahistorikers Peter Scheibert
(1915-1995).
Seine Aktivitäten in der Waffen-SS und seine Verstrickung
in den NS-Kulturgutraub werden ebenso beleuchtet wie sein
Wirken als Hochschullehrer in der Bundesrepublik und sein
Umgang mit der eigenen Vergangenheit. Esther Abels Buch
zeichnet das Bild einer ambivalenten Persönlichkeit und
einer problematischen Laufbahn.
Die Autorin: Esther Abel studierte Osteuropäische Geschichte, Slawische
Literaturwissenschaft und Germanistik in Leipzig, Marburg, London und
Gießen. Sie wurde 2015 an der Ruhr-Universität Bochum promoviert und
arbeitet derzeit als freie Mitarbeiterin in der Gedenkstätte Hadamar.
2016. ca. 280 Seiten, Festeinband
ca. € 44,90/sFr 46,20
ISBN 978-3-506-78543-5
9 783506 785435
26
Geschichte
Medardus Brehl | Kristin Platt |
Andreas Eckl | Christine Isabel Schröder (Hg.)
The Mediterranean Other –
The Other Mediterranean
Der mediterrane Andere begegnet uns heute vor allem im
»Flüchtling«. Wissenschaftliche, politische und öffentliche
Diskurse über den Mittelmeerraum zeigen sich – weiterhin
oder neu? – von hegemonialen Perspektiven bestimmt.
Der Blick auf andere Wahrnehmungen, Deutungen und Dar­stellungen scheint durch das Reden über Finanzkrisen, den
neuen Süden, verschwimmende Grenzen, unklare Sicherhei­
ten nicht möglich. Dagegen wenden sich die Beiträge des
Bandes. Die Studien fordern nicht allein zu einer kritischen
Befragung aktueller politischer Entwicklungen heraus.
Sie geben der Suche der Minderheiten, nicht-staatlichen
Gruppen und Diasporen am Mittelmeer nach einer eigenen
Stimme einen Rahmen.
Mit Beiträgen von Cristina Balma Tivola, Julia Blandfort, Paolo
Giaccaria, Shlomo Lotan, Anna Piotrowska, Kristin Platt, Christo­pher Schliephake, Paul Silverstein, Anna Tozzi Di Marco, Felix
Wiedemann.
Urs Brachthäuser
Der Kreuzzug gegen Mahdiya
1390
Die Berichte der Chronisten über den Angriff einer Allianz
aus genuesischen Bürgern und französischen Adeligen auf
die tunesische Stadt Mahdiya werfen ein Schlaglicht auf die
wechselhaften Beziehungen zwischen Europa und Nord­
afrika im Spätmittelalter.
Im Mittelpunkt stehen der Konflikt zwischen der Seerepublik
Genua und Tunis, die Verankerung des damaligen Kriegs­
zuges in der ritterlich-höfischen Kultur der Zeit sowie die
Darstellung Nordafrikas und der Muslime. Ein Akzent liegt
dabei auf der Kontinuität von Idealen, Deutungen und Tra­
ditionen, die mit den Kreuzzügen verbunden sind. So werden
auch die Spannungen zwischen chronikalischen Erzählungen
und der komplexen historischen Realität sichtbar.
Der Autor: Urs Brachthäuser ist promovierter Historiker und Wissenschaft­
licher Mitarbeiter am Zentrum für Mittelmeerstudien in Bochum.
Die Herausgeber:
Medardus Brehl und Kristin Platt sind am Institut für Diaspora- und Geno­
zidforschung, Andreas Eckl und Christine Isabel Schröder am Zentrum für
Mittelmeerstudien der Ruhr-Universität Bochum tätig.
2016. ca. 220 Seiten, Festeinband
ca. € 34,90/sFr 42,60
ISBN 978-3-506-78531-2
= Mittelmeerstudien
Kooperation mit dem Wilhelm Fink Verlag
9 783506 785312
2016. ca. 800 Seiten, Festeinband
ca. € 68,-/sFr 83,ISBN 978-3-506-78551-0
= Mittelmeerstudien
Kooperation mit dem Wilhelm Fink Verlag
9 783506 785510
Theologie | Geschichte
27
Klaus Große Kracht
Rolf Wörsdörfer
Die Stunde der Laien?
Vom »Westfälischen
Slowe­nen« zum »Gastarbeiter«
Katholische Aktion in Deutschland im
europäischen Kontext 1920-1960
»Katholische Aktion« – unter diesem Schlagwort versuchten
Päpste und Bischöfe seit den 1920er Jahren katholische Gläu­bige weltweit für die Interessen der Kirche zu mobilisieren.
Das Buch bietet die erste umfassende Programm- und Wirkungsgeschichte dieser Idee im deutschen Katholizismus
zwischen Erstem Weltkrieg und Zweitem Vatikanischem
Kon­zil. Die »Actio Catholica« war eine weltweite laienapostolische Kampagne Pius’ XI. und Pius’ XII. für eine »Ver­christlichung der Welt«. Der »Pest des Laizismus« sollte in
den weitgehend säkularisierten Gesellschaften des 20. Jahr­hunderts eine Kampf­front katholischer Laien entgegengesetzt
werden. Wäh­rend die Bedeutung dieser Programmatik in
Deutschland lange Zeit unterschätzt wurde, zeigt die Arbeit,
wie sehr auch der deutsche Katholizismus zwischen Weimarer
Republik und früher Bundesrepublik von den Ideen der
Katholischen Aktion geprägt war. Ebenso wie in Frankreich
und Italien war auch in Deutschland die Katholische Aktion
das zentrale kirchliche Experimentierfeld, auf dem der
katholische »Laie« seine moderne Gestalt annahm.
Der Autor: Klaus Große Kracht ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ex­zellenzcluster »Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und
Moderne« der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
2016. ca. 320 Seiten,
Festeinband mit Schutzumschlag
ca. € 39,90/sFr 48,70
ISBN 978-3-506-78277-9
= Veröffentlichungen der Kommission für
Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen, Band 129
9 783506 782779
Slowenische Deutschland-Migrationen
im 19. und 20. Jahrhundert
Nur Wenige wissen, dass im 19. und 20. Jahrhundert aus
Slowenien Zehntausende von Arbeitssuchenden nach Westund Süddeutschland gelangten.
Um 1872 verließen die ersten slowenischen Bergleute und
Landwirte die habsburgischen Kronländer Krain und Steier­
mark, um ins Ruhrgebiet zu ziehen. Dort wurden sie bald
unter dem Namen »Westfälische Slowenen« bekannt. Mit
dem deutsch-jugoslawischen Anwerbeabkommen von 1968
konzentrierte sich die slowenische Deutschlandmigration
vor allem auf Bayern. Damals beschäftigte Audi in Ingolstadt
ähnlich viele Arbeitskräfte aus Slowenien wie die Zechen
am Niederrhein um 1900. Es lohnt sich, die Mobilität, Rückund Weiterwanderung, die Wohnsituation und die Kultur
der Migranten beider Epochen ebenso zu vergleichen wie
deren konfessionelle Bindungen, die Arbeitskämpfe und das
Vereinswesen.
Der Autor: Rolf Wörsdörfer ist u.a. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Insti­
tut für Ost- und Südosteuropastudien in Regensburg. Von ihm erschien bei
Schöningh 2004 der Band »Krisenherd Adria 1915-1955«.
2016. ca. 480 Seiten, 19 Abb., Festeinband
ca. € 58,-/sFr 60,90
ISBN 978-3-506-78603-6
= Studien zur Historischen Migrationsforschung
9 783506 786036
28
Theologie
Mathias Mütel
Ulrich Horst
Mit den Kirchenvätern
gegen Martin Luther?
Päpstliche Unfehlbarkeit
wider konziliare Superiorität?
Die Debatten um Tradition und auctoritas patrum
auf dem Konzil von Trient
Studien zur Geschichte eines (ekklesiologischen)
Antagonismus vom 15. bis zum 19. Jahrhundert
Mit den Kirchenvätern gegen Martin Luther? Mathias Mütel
untersucht in der Studie »Die auctoritas patrum auf dem Tri­dentinum« die Kirchenväterrezeption in der Traditionsdebatte
des Tridentinums.
Das Spätmittelalter hat subtile Theorien der päpstlichen Lehr­autorität entwickelt. Auch Theologen des 16. Jahrhunderts, die
in der Forschung selten gewürdigt wurden, haben versucht,
Bedingungen und Voraussetzungen einer päpstlichen Defini­tion zu klären.
Im Jahr 2013 wurde das 450-jährige Jubiläum des Abschlusses
des Tridentinums begangen; 2017 wird der Reformation gedacht. Beide Ereignisse sind inhaltlich aufeinander bezogen.
Es war nicht zuletzt die Frage nach der Bedeutung außer­
biblischer Autoritäten, wie den Kirchenvätern, die Gegen­
stand der Auseinandersetzungen zwischen katholischen und
reformatorischen Theologen war. Die vorliegende Studie unter­sucht die Kirchenväterrezeption in der Trienter Tradi­tions­
debatte, vor allem in Hinblick auf die Auseinanderset­zung
mit den Anliegen der Reformation. Stand der Rekurs auf die
Kirchenväter (und die Arbeit am Traditionsbegriffs) im Dienst
antireformatorischer Abgrenzung oder sollte er einen Brücken­schlag zu den Anliegen der Reformation ermöglichen?
Welche Rolle spielt das Konzil? Welchen Anteil haben die Kardi­näle und die Ecclesia Romana? Endgültig wurden solche Pro­ble­
me erst auf dem I. Vatikanischen Konzil entschieden. Die komplexe Vorgeschichte der Definition kam in der dramati­schen
Rede Kardinal Guidis zur Sprache, die zu einem schweren
Konflikt mit Pius IX. führte. Humanismus und Reformation
stellten gebieterisch die Frage nach einem verbindlichen Bibel­text. Das Trienter Konzil entschied, dass die Vulgata, die alte
lateinische Über­setzung, »für authentisch« gehalten werden
sollte. Was bedeutet der Begriff? Das breite Spektrum der
Deutungen führte – namentlich in Spanien – zu erbitterten
Kontroversen über die Rolle der biblischen Sprachen.
Der Autor: Mathias Mütel ist seit 2015 Pastoralassistent im Bistum Basel.
Zuvor war er Assistent am Römischen Institut der Görres-Gesellschaft und
Mitarbeiter des DFG-Projekts »Kritische Online-Edition der Nuntiatur­be­
rich­te von Eugenio Pacelli (1917-1929)«.
Der Autor: Ulrich Horst war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1999 Profes­sor für Geschichte der Theologie seit dem Ausgang der Väterzeit an der LMU
München und Leiter des Martin-Grabmann-Forschungsinstitut für Mittelalter­liche Theologie und Philosophie.
2016. ca. 360 Seiten
ca. € 49,90/sFr 60,90
Subskriptionspreis: ca. € 44,90/sFr 54,80
ISBN 978-3-506-78540-4
= Konziliengeschichte, Reihe B: Untersuchungen
2016. ca. 480 Seiten
ca. € 89,-/sFr 107,70
Subskriptionspreis ca. € 78,-/sFr 95,20
ISBN 978-3-506-78602-9
= Konziliengeschichte, Reihe B: Untersuchungen
9 783506 785404
9 783506 786029
Theologie
Jyri Hasecker
Idris Nassery | Jochen Schmidt (Hg.)
Quellen zur päpstlichen
Pressekontrolle in der
Neuzeit (1487-1966)
Moralische Vortrefflichkeit
in der pluralen Gesellschaft
Auf welche Weise und durch wen werden Bücher vor dem
Druck zensiert? Wer darf Druckgenehmigungen erteilen? Mit
welchen Mitteln wird der Buchhandel kontrolliert? Zu diesen
und ähnlichen Fragen erließen Päpste die gesamte Neuzeit
hindurch Gesetze.
Im beginnenden Druckzeitalter galt alles, was im Druck
veröffentlicht wurde, als Lehre – und über die Lehre wachte
die Kirche. Dem Papst kam die Rolle eines obersten »Presse­
wächters« zu. Diese Aufsichtsfunktion äußerte sich seit dem
Ende des 15. Jahrhunderts in einer Vielzahl von Gesetzen, mit
denen Päpste die Presse einem engmaschigen System kirchlicher Kontrolle unterwarfen. Dazu gehörten die berüchtigten
römischen Bücherverbote, insbesondere aber auch allgemeine
Pressegesetze. In diesem Buch werden erstmals die zentralen
historischen Dokumente aus dem Bereich päpstlicher Presse­gesetzgebung versammelt. Rund siebzig Quellen dokumen­tieren die Entwicklung der allgemeinen päpstlichen Presse­gesetzgebung von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert.
29
Tugendethik aus philosophischer,
christlicher und muslimischer Perspektive
Um das Potential der Tugendethik für ein verantwortetes
Nachdenken über das gute Leben und das gute interkulturelle Miteinanderleben erschließen zu können, muss prioritär der Begriff der Tugend möglichst präzis geklärt werden.
Über das Potential von Tugendethik für eine Orientierung in
der Gegenwart nachzudenken, bedeutet auf der einen Seite,
nach Gründen zu suchen, warum jeweils bestimmte personale Eigenschaften als der Kultivierung würdige Tugenden
gelten sollten. Auf der anderen Seite ist ein Verständnis für
den Sinn zu entwickeln, der bestimmten Tugenden innerhalb religiöser Traditionen zugesprochen wird und der sich
nur angemessen würdigen lässt, wenn die Einbettung dieser
Tugendkonzeptionen in die jeweiligen Religionskulturen wahr­genommen wird. Beiden Aspekten gehen die Beiträge des Ban­des aus praktisch-philosophischer, neutestamentlicher, theolo­giegeschichtlicher und islamisch-theologischer Perspektive nach.
Der Autor: Jyri Hasecker, Dr. phil., ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im
DFG-Projekt »Römische Inquisition und Indexkongregation in der Neuzeit«
an der West­fälischen Wilhelms-Universität Münster.
Die Herausgeber:
Idris Nassery ist Doktorand am Zentrum für Komparative Theologie an der
Universität Paderborn und Stipendiat der Mercator Stiftung.
Jochen Schmidt ist Professor für Evangelische Theologie mit dem Schwerpunkt Systematische Theologie und Ökumene an der Universität Paderborn.
2016. ca. 600 Seiten, Festeinband
ca. € 78,-/sFr 95,20
ISBN 978-3-506-78566-4
= Römische Inquisition und Indexkongregation
2016. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 28,90/sFr 35,50
ISBN 978-3-506-78548-0
= Beiträge zur Komparativen Theologie, Band 25
9 783506 785664
9 783506 785480
30
Theologie
Franz Gmainer-Pranzl |
Beate Kowalski | Tony Neelankavil (Hg.)
Herausforderungen
Interkultureller Theologie
»Interkulturelle Theologie« bezeichnet sowohl eine relativ
neue universitäre Disziplin, die sich an einigen Fakultäten
im deutschen Sprachraum etablieren konnte, als auch ein
neues Problem- und Methodenbewusstsein der Theologie.
Interkulturelle Theologie ist interdisziplinär: Franz GmainerPranzl führt grundlegend in die Interkulturelle Theologie ein.
Perspektiven aus der Biblischen Theologie werden von Egbert
Ballhorn und Jochen Flebbe aufgezeigt. Religionspädagogische
Perspektiven sind notwendig, um wissenschaftliche Erkennt­
nisse angemessen vermitteln zu können. Die Beiträge von Rita
Müller-Fieberg, Claudia Gärtner und Joachim Willems widmen
sich der Vermittlung an Studierende verschiedener Kulturen,
nehmen den konfessionellen Religionsunterricht und die Mög­lichkeit interreligiösen Lernens in den Blick. Schließlich wird
die ökumenische Perspektive durch Beiträge aus der ortho­doxen Theologie von Vasilica Mugurel Pavaluca und der
syro-malabarischen Sicht von Tony Neelan­kavil aufgezeigt.
Bernhard König | Tuba Isik | Cordula Heupts (Hg.)
Singen als
interreligiöse Begegnung
Musik für Juden, Christen und Muslime
Können Juden, Christen und Muslime miteinander singen?
Können sie ihre sakrale Musik miteinander teilen? Kann Musik
gar zu einem Aktivposten im interreligiösen Dialog werden?
Dieses Buch stellt einen ersten Schritt dafür dar, eine »Theorie
des interreligiösen Singens« zu entwickeln. Hierfür bedienten
sich die Herausgeber unterschiedlicher Forschungsmethoden.
Zahlreiche Gespräche mit jüdischen, christlichen und muslimischen Theolog(inn)en und Musik-Expert(inn)en sind ge­führt worden, in denen diese mit neuen Ideen und Gestal­
tungsansätzen aus der Trimum-Werkstatt des interreligiösen
Musikprojekts »Trimum« konfrontiert und um Stellungnahme
gebeten wurden. Hinzu kommen mehrere teils wissenschaft­
liche, teils essayistische Beiträge unseres Herausgeber-Trios.
Die Herausgeber:
Franz Gmainer-Pranzl ist Prof. an der Kath.-Theol. Fakultät der Univ. Salzburg
und Leiter des Zentrums »Theologie interkulturell und Studium der Religionen«.
Beate Kowalski ist Professorin für Exegese und Theologie des Neuen Testa­
ments an der TU Dortmund.
Tony Neelankavil ist Professor am Institute of Theology in Trichur (Indien).
Die Herausgeber:
Bernhard König studierte Komposition bei Mauricio Kagel und ist heute
Komponist, Autor und Interaktionskünstler. Im Mittelpunkt seiner Arbeit
steht die Konzeption, Umsetzung und systematische Erforschung einer
»Experimentellen Gebrauchsmusik«. Seit 2012 leitet er das interreligiöse
Musikprojekt Trimum.
Tuba Isik, Dr. phil., ist Post-Doc/Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Semi­
nar für Islamische Theologie an der Universität Paderborn.
Cordula Heupts promoviert derzeit in Kath. Theologie zu ästhetischen Offen­barungsansprüchen in Christentum und Islam an der Universität Paderborn
und ist Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes.
2016. ca. 320 Seiten, kart.
ca. € 39,90/sFr 48,70
ISBN 978-3-506-78550-3
= Beiträge zur Komparativen Theologie, Band 26
2016. ca. 250 Seiten, kart.
ca. € 26,90/sFr 33,80
ISBN 978-3-506-78571-8
= Beiträge zur Komparativen Theologie, Band 28
9 783506 785503
9 783506 785718
Theologie
Nina Frenzel
René Dausner
Betender Anfang
Christologie in
messianischer Perspektive
Identitätsstiftende Momente christlicher
Morgenliturgie im Dialog mit dem Judentum
Die historisch gewachsene und theologisch begründete Ver­bindung von Judentum und Christentum ist heute und zu­
künftig als gemeinsame Verantwortung im Hinblick darauf
wahrzunehmen, dass das Lob Gottes und die Präsenz des
Transzendenten auch in der modernen Gesellschaft gegenwärtig bleibt.
Der Beitrag für die liturgiewissenschaftliche Erforschung von
Judentum und Christentum liegt darin, Laudes und Shacharit
einander in ihrer heutigen Form gegenüberzustellen. Bishe­
rige Untersuchungen haben sich vor allem aus der liturgiehistorischen Perspektive auf einzelne jüdische und christliche
Gebete und ihre Abhängigkeiten bezogen. Der Wert dieser
Arbeit dagegen besteht im Gegenwartsbezug. Gegenstand
sind die morgendlichen Liturgien, so wie sie im christlichen
Stundengebetbuch und dem jüdischen Siddur der Gegenwart
vorliegen. In einer ganzheitlichen Betrachtung werden liturgie­theologische Erkenntnisse zu den drei zentralen Kategorien
von Identität, (Gebets-)Zeit und Bekenntnis gewonnen.
31
Zur Bedeutung Jesu im Diskurs mit
Emmanuel Levinas und Giorgio Agamben
Wer ist Jesus von Nazareth? Eine philosophisch-theologische
Aufarbeitung dieser Fragestellung, die den neuralgischen
Punkt jeder Christologie benennt, bildet den Denkhorizont
der vorliegenden fundamentaltheologischen und dogmati­
schen Grundlagenstudie.
Emmanuel Levinas, dessen Denken von den Erfahrungen
der Schoa geprägt ist, und Giorgio Agamben, der sich mit
dieser Brucherfahrung unter den Anfragen des ausgehenden
20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts auseinandersetzt,
sind die beiden zentralen philosophischen Referenzautoren
der vorliegenden Studie. Denn beide haben Konzepte messia­nischen Denkens erarbeitet, die angesichts der Erfahrungen
globaler Katastrophen die Frage nach Erlösung und Rettung
thematisieren. Das Verständnis des messianischen Subjekts
sowie der messianischen Zeit eröffnen daher die Möglichkeit,
die Frage nach der Bedeutung Jesu von Nazareth neu zu stellen.
Die Autorin: Nina Frenzel, Dr. theol., war Stipendiatin des Cusanuswerks
und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Liturgiewissenschaft
der Universität Bonn. Seit November 2015 ist sie Lehramtsanwärterin für
Kath. Religionslehre und Latein.
Der Autor: René Dausner, Dr. theol. Habil., ist seit 2015 Privatdozent für
Fundamentaltheologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
2016. ca. 380 Seiten, kart.
ca. € 49,90/sFr 60,90
ISBN 978-3-506-78557-2
= Studien zu Judentum und Christentum, Band 32
2016. ca. 408 Seiten, Festeinband
ca. € 49,90/sFr 60,90
ISBN 978-3-506-78423-0
= Studien zu Judentum und Christentum, Band 31
9 783506 785572
9 783506 784230
32
Theologie
Peter G. Kirchschläger
Dieter Witschen
Menschenrechte
und Religionen
Ethische Kommunikation
Nichtstaatliche Akteure und
ihr Verhältnis zu den Menschenrechten
In neuerer Zeit wird die Kirche unter soziologischer Rück­
sicht als eine zivilgesellschaftliche Akteurin begriffen. Diese
Sichtweise hat Auswirkungen darauf, wie sie als Glaubensund Wertegemeinschaft ihre ethischen Anliegen und Über­
zeugungen im öffentlichen Raum vermitteln kann.
Zivilgesellschaft – Kirche – Sozialethik
Das Verhältnis zwischen den Religionsgemeinschaften als
soziale Konkretisierungsformen des Abstractums »Religion«
und den Menschenrechten muss gerade in unseren Tagen
aus einer sozialethischen Perspektive neu und präzise be­stimmt werden.
Für das friedliche Zusammenleben in einer säkularen Gesell­
schaft sind die Religionsgemeinschaften herausgefordert, in
Dialog mit der freiheitlich-demokratischen Rechtskultur zu
treten. Die Religionsgemeinschaften müssen ihr Verhältnis
zum liberalen Staat, zu anderen Religionsgemeinschaften und
zur zunehmend säkularen Gesellschaft sozialethisch neu fassen.
Dieser Prozess hat exemplarischen Charakter; er lässt auch
sozialethische Rückschlüsse auf andere nichtstaatliche Akteu­re und ihr Verhältnis zu den Menschenrechten zu. Aufgrund
ihrer sozialen Dimension beeinflusst Religion andere Lebensund Handlungsbereiche. Daher weist das Projekt u. a. eine
hohe wirtschaftsethische Relevanz auf.
Ein unverzichtbares Medium ihres sozialethischen Wirkens
ist für die Kirche die sprachliche Kommunikation. Bei der
Wahrnehmung ihres diakonischen Auftrags stehen ihr ver­
schiedenartige Modi ethischer Rede zur Verfügung. Welche
Weise öffentlichen Sprechens die jeweils geeignete ist, hängt
von der Aufgabe ab, die in der Zivilgesellschaft zu bewälti­gen ist. Aus dem breiten Spektrum kirchlich-ethischer Rede­weisen werden siebzehn Varianten mit ihren Ausdifferenzie­
rungen typologisch vorgestellt.
Der Autor: Dieter Witschen, Dr. theol., von 1976 bis 1986 Wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Seminar für Moraltheologie der Universität Münster, ist seit
1986 Mitarbeiter beim Bischöflichen Offizialat Osnabrück.
Der Autor: Peter Kirchschläger, Dr. theol. lic. phil., ist Forschungsmitarbeiter
an der Theologi­schen Fakultät der Universität Luzern und Visiting Fellow an
der Yale Uni­versity (USA).
2016. ca. 180 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 36,80
ISBN 978-3-506-78539-8
= Gesellschaft – Ethik – Religion, Band 7
9 783506 785398
2016. ca. 120 Seiten, kart.
ca. € 19,90/sFr 25,30
ISBN 978-3-506-78606-7
9 783506 786067
Theologie
Joseph Höffner
33
Markus Vogt | Peter Schallenberg (Hg.)
Ursprünge der sozialen Frage Soziale Ungleichheiten
Herausgegeben von Ursula Nothelle-Wildfeuer
und Jörg Althammer
Von der empirischen Analyse
zur gerechtigkeitsethischen Reflexion
Soziale Probleme entstehen nicht aus dem Nichts. Wie wenige
andere Sozialethiker seiner Generation hat sich Joseph Höffner
(1906-1987) um die Aufarbeitung gesellschaftlicher Heraus­for­derungen aus katholischer Perspektive verdient gemacht und da­mit der Soziallehre ein geschichtliches Fundament ge­liefert.
Zahlreiche Studien diagnostizieren weltweit wachsende soziale
Ungleichheit. Wie aussagekräftig sind die zugrunde gelegten
Parameter? Tendiert der Kapitalismus systemimma­nent zu
mehr Ungleichheit (Piketty) und ist Ungleichheit »die Wurzel
aller Übel« (Franziskus)? Welcher normative Stellenwert soll
dem Gleichheitspostulat zukommen?
Der Band bietet ein breites Panorama von Texten Höffners,
die sich mit der Sozia­len Frage befassen. Darin unternimmt er
nicht nur detaillierte Verhältnisbestimmungen von Bauern­
tum und Kirche im Mittelalter, sondern befasst sich auch
mit der Bedeutung der katholisch-sozialen Bewegung in der
Industrialisierung des 19. Jahrhunderts: Prägende Gestalten
wie Wilhelm Emmanuel von Ketteler oder Franz Hitze werden
so in ihren geschichtlichen und theologischen Kontexten ein­geordnet und in ihren Ideen nachvollziehbar gemacht. Eine
kommentierende Einführung von Rudolf Uertz verortet die
Texte in ihrer Bedeutung für gegenwärtige Herausforderungen.
Die Herausgeber:
Ursula Noethelle-Wildfeuer, Dr. theol., ist ordentl. Profes­sorin für Christliche
Gesellschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Wissenschaft­liche Beraterin in kirchlichen, politischen und wirtschaftlichen Gremien.
Jörg W. Althammer, Dr. rer. pol., ist seit 2008 Inhaber des Lehrstuhls für
Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Wirtschaftsuniversität EichstättIngolstadt und u.a. Berater der Kommission für gesellschaftliche und sozia­le
Fragen der Deutschen Bischofskonferenz.
2016. ca. 320 Seiten, kart.
ca. € 59,-/sFr 72,Subskriptionspreis: ca. € 54,-/sFr 65,90
ISBN 978-3-506-77277-0
= Joseph Höffner, Ausgewählte Schriften, Band 6
9 783506 772770
Vor dem Hintergrund dieser Debatten setzt sich das Buch
sowohl mit Modellen, Ergebnissen und Bewertungen der
empirischen Gerechtigkeitsforschung als auch mit philoso­
phisch-konzeptionellen Fragen des Verhältnisses von Gleich­heit und Gerechtigkeit auseinander. Einen dritten Schwer­punkt bilden Konkretionen in unterschiedlichen Handlungs­
kontexten wie Erbschaftssteuer, globale Armut, Klimawandel
oder Gesundheitsversorgung und Eurokrise.
Die Herausgeber:
Markus Vogt, Prof. Dr. theol., ist seit 2007 Inhaber des Lehrstuhls für Christ­liche Sozialethik der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Peter Schallenberg, Msgr. Prof. Dr. theol., ist seit 2008 Inhaber des Lehrstuhls
für Moraltheologie und Ethik an der Theologischen Fakultät Paderborn und
seit 2010 Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle
(KSZ) in Mönchengladbach.
2016. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 36,80
ISBN 978-3-506-78582-4
= Christliche Sozialethik im Diskurs, Band 9
9 783506 785824
34
Theologie
Jochen Sautermeister | Elisabeth Zwick (Hg.)
Jeremiah Alberg | Daniela Köder (Hg.)
Religion und Bildung:
Habitus fidei – Die ÜberwinAntipoden oder Weggefährten? dung der eigenen Gottlosigkeit
Diskurse aus historischer, systematischer
und praktischer Sicht
Die soziale und politische Wirkmächtigkeit und die Konflikt­
haftigkeit von religiösen Überzeugungen erfordern es, das
Verhältnis von Religion und Bildung neu zu reflektieren.
Setzt Religion nicht gerade Bildung voraus, wenn sie sich
nicht in der Spiritualisierung psychischer oder sozialer Pro­
bleme erschöpfen will? Und wenn ja, um welche Form von
Bildung handelt es sich? Genügt eine sog. Allgemeinbildung
für einen adäquaten Umgang mit Religion oder ist ein um­
fassenderer Bildungsbegriff heranzuziehen, der kognitive,
ästhetische, emotionale und spirituelle Aspekte nochmals in
sich zu integrieren vermag? Das Verhältnis von Bildung und
Religion wird aus biblisch-theologischer, historisch-kultur­wissenschaftlicher, systematischer, humanwissenschaftlicher
und interreligiöser Perspektive reflektiert, um Ansätze, Be­gegnungs- und Konfliktfelder zu verdeutlichen.
Die Herausgeber:
Elisabeth Zwick, Dr. theol. Dr. phil., ist Professorin am Lehrstuhl für Allgemei­ne Pädagogik, Erziehungs- und Sozialisationsforschung der LMU München.
Jochen Sautermeister, Dr. theol. Dr. phil., ist Professor für Moraltheologie
an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn.
2016. ca. 300 Seiten, kart.
ca. € 36,90/sFr 43,80
ISBN 978-3-506-78595-4
9 783506 785954
»Habitus fidei« ist ein Kerngedanke der vielfältigen Forschun­gen
und des reichhaltigen Wirkens von Richard Schenk. »Die Über­windung der eigenen Gottlosigkeit« bezieht sich auf seine Be­mühungen, eine Theologie zu entwickeln, welche die Situation
von Unglauben, Angst und Verlust der Hoffnung aufgreift.
Das Werk von Richard Schenk, dessen Schwerpunkte in der
Anthropologie und Gnadenlehre des 13. Jahrhunderts sowie
auf den zeitgenössi­schen Fragen zu Themen der Ökumene,
der Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils, der Theo­dizee und dem Ver­hältnis von Glaube, Vernunft und Geschich­te liegen, berührt damit zen­tra­le Fragen der gegenwärtigen
Diskussion um die Kirche in der heutigen Welt. Die zu dieser
Festschrift beitragenden namhaften Philosophen und Theolo­gen haben durch die Beschäf­tigung mit seinem Werk und dem
gemeinsamen Forschen an diesen Themen großen Gewinn
gezogen und möchten durch ihre Beiträge sowohl das Werk
Richard Schenks würdigen als auch seine Gedanken und
Anliegen aus den jeweiligen Disziplinen weiterdenken.
Die Herausgeber:
Jeremiah Alberg unterrichtet Philosophie an der International Christian
University in Japan.
Daniela Köder ist derzeit wissenschaftliche Assistentin an der Professur für
Philosophie- und Theologiegeschichte an der Katholischen Universität Eich­stätt-Ingolstadt.
2016. ca. 280 Seiten, Festeinband
ca. € 32,90/sFr 40,10
ISBN 978-3-506-78422-3
9 783506 784223
Theologie | Philosophie
35
Saskia Wendel | Aurica Nutt (Hg.)
Werner Schüßler | Marc Röbel (Hg.)
Reading the Body of Christ
LIEBE – mehr als ein Gefühl
Eine geschlechtertheologische Relecture
Philosophie – Theologie – Einzelwissenschaften
Die Leib-Christi-Metaphorik ist in Christologie und Ekklesio­
logie besonders wirkmächtig – bis heute. Das zeigt sich an
den einflussreichen Körperbildern und vielschichtigen Kon­
struktionen von Geschlecht, die mit dem »Leib Christi«
verbunden werden.
Der Existenzphilosoph Karl Jaspers schreibt zu Recht: »In
unserer Liebe sind wir, was wir eigentlich sind. Alles, was in
uns Gewicht hat, ist im Ursprung Liebe«. Und von dem
Physiker Hans-Peter Dürr stammt der Satz: »Liebe ist für
mich Urquell des Kosmos«.
Die Rede vom »Leib Christi« ist nicht »unschuldig«, denn
durch sie werden auch Vorstellungen von Körper­lichkeit und
Geschlecht in der Theologie verankert und legitimiert. Expert­(inn)en aus den USA, Großbritannien und Deutsch­land gehen
den Funktionen und Implikationen der Leib-Christi-Metapher
nach, und sie sensibilisieren dafür, sowohl die Potenziale als
auch die Probleme der Leib Christi-Meta­phorik wahrzunehmen.
In den christlich-theologischen und religionswissenschaftli­chen
Analysen, u. a. der Theologien Karl Rahners, Joseph Ratzin­
gers, Hans Urs von Balthasars und Jon Sobrinos, wird gefragt,
wie tragfähig die Leib-Christi-Meta­pher heute noch sein kann.
Kaum ein Wort wird häufiger in den Mund genommen als
»Liebe«. Ohne Zweifel ist sie die bewegende Macht im mensch­lichen Leben; aber wer weiß schon, was »Liebe« wirklich ist?
Liebe hat zwar mit Gefühl zu tun, und doch ist sie nicht auf
dieses reduzierbar. So bringt die Philosophie die Liebe sogar
mit dem Sein in Zusammenhang, und für christliches Denken
ist die Aussage, dass Gott die Liebe ist, von zentraler Bedeutung.
Der vorliegende Band versucht, sich dem »Geheimnis« der
Liebe transdisziplinär zu nähern, indem in einem ersten Teil
philosophische Konzepte vorgestellt werden, in einem zweiten dem Phänomen theologisch nachgegangen wird, bevor in
einem dritten Teil aus einzelwissenschaftlicher Perspektive
(Pädagogik, Soziologie, Psychologie, Neurowissenschaft und
Evolutionsbiologie) das Thema erhellt wird.
Die Herausgeberinnen:
Saskia Wendel ist seit 2008 Professorin für Systematische Theologie am
Institut für Katholische Theologie an der Universität zu Köln und seit 2013
Stellver­tretende Direktorin von »a.r.t.e.s. – Graduate School for the Humani­
ties Cologne« der Universität zu Köln.
Aurica Nutt, Dr. theol., ist seit 2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehr­stuhl für Systematische Theologie der Universität zu Köln. Sie ist Teil des
Forschungsprojekts »Leib Christi – gendertheoretische Dekonstruktion eines
zentralen theologischen Begriffs«.
2016. ca. 280 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 36,80
ISBN 978-3-506-78492-6
9 783506 784926
Die Herausgeber:
Werner Schüßler ist seit 1999 Professor für Philosophie an der Theologischen
Fakultät Trier.
Marc Röbel ist seit 2007 Geistlicher Direktor der Katholischen Akademie
Stapelfeld.
2016. ca. 450 Seiten, Festeinband
ca. € 49,90/sFr 60,90
ISBN 978-3-506-78513-8
9 783506 785138
36
Theologie | Philosophie
Martin Dürnberger
Xiaogang Yang
Die Dynamik
religiöser Überzeugungen
Der Begriff des malum
in der philosophischen
Psychologie Augustins
Postanalytische Epistemologie und Hermeneutik
im Gespräch mit Robert B. Brandom
Der Glaube als existentieller Stabilitätsfaktor – dieses Bild
macht dieses Buch zu seinem Thema. Es rekonstruiert, in
welcher Weise religiöse Überzeugungen auch fragil und vor
allem dynamisch und lernbereit zu denken sind.
Glaube ist nicht selten mit Ideologieverdacht konfrontiert:
Er liefert ein geschlossenes Weltbild, das determiniert, was
wir wie beurteilen und für andere Standpunkte und Wahr­nehmungen unsensibel macht. Dürnberger bringt dagegen
die prinzipielle Dynamik des Glaubens ins Spiel; er legt (offen­barungs-)theologische und v. a. (sprach-)philosophische Mög­lichkeitsbedingungen eines lernenden Glaubens frei und
fragt, wie sich Glaube in der Erforschung der Zeichen der
Zeit legitim zu dynamisieren vermag. Wichtigster Referenz­
denker dafür ist der US-ameri­kanische Philosoph Robert B.
Brandom, dessen infe­rentia­listischer Pragmatismus zu den
prominentesten Positionen der Gegenwartsphilosophie zählt.
Der Autor: Martin Dürnberger ist Assistenzprofessor für Fundamentaltheo­
logie und Ökumenische Theologie an der Universität Salzburg und seit 2015
Obmann der Salzburger Hochschulwochen.
2016. ca. 480 Seiten, kart.
ca. € 64,00/sFr 79,10
ISBN 978-3-506-78493-3
9 783506 784933
Was ist das Böse und woher kommt es? Augustin liefert eine
psychologische Untersuchung des Bösen in der menschlichen
Seele, die sich auch an diejenigen richtet, die Selbstreflexion
und Psychotherapie aus eigener Kraft erreichen wollen.
Das Problem des Bösen gehört zu den klassischen Themen der
Philosophie und der Theologie. Augustins Lehre vom Bösen
ist geprägt von dem Grundsatz: Das Böse ist ein Mangel an
Gutem. Er definiert das Gute als die Einheit, die Form und
die Ordnung des Seins. Wer sich um das Böse in der Seele
sorgt, fragt sich, was die Einheit, die Form und die Ordnung
der Seele ausmacht und wie sie verloren werden. Mithilfe
des Selbstbewusstseins, der Tugend und der Willensfreiheit
kann man die Einheit, die Form bzw. die Ordnung der Seele
verstehen. Entsprechend kennzeichnen die Phänomene der
Selbstspaltung, der Unwissenheit und der Willensschwäche
ihren Verlust. Daraus ergibt sich die Frage, ob der Mensch
selbst der Urheber des Bösen in der Seele ist oder ob das
Böse notwendigerweise in der menschlichen Seele existiert.
Der Autor: Xiaogang Yang ist seit 2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an
der philosophischen Fakultät der Universität Sun Yat-Sen, Guangzhou, China.
2016. 360 Seiten, kart.
ca. € 69,-/sFr 84,20
ISBN 978-3-506-78535-0
= Augustinus – Werk und Wirkung, Band 6
9 783506 785350
Theologie | Philosophie
Ludger Müller
Hans Wagner
Das kirchliche
Ehenichtig­keitsverfahren
nach der Reform von 2015
Kleinere Schriften III:
Abhandlungen zur
Philosophie Kants
37
Herausgegeben von Hariolf Oberer
Päpstliche Korrekturen aus dem letzten Jahr machen dieses
kleine Buch zu einer notwendigen Ergänzung zu Band IV des
Lehrbuchs »Kanonisches Recht« von Aymans-Mörsdorf-Müller.
Hans Wagner (1917-2000) war einer der bedeutendsten Erneue­rer der Transzendentalphilosophie im Geiste Immanuel Kants.
»Drei berichtigende Worte des Gesetzgebers, und ganze Biblio­theken werden zu Makulatur« – dieser Satz aus einem Vortrag
des Berliner Juristen Julius von Kirchmann von 1848 beschreibt
gelegentlich auch die Situation des Kanonisten. Im Jahr 2015
hat Papst Franziskus mehr als nur drei Wörter in das kirch­liche
Gesetzbuch berichtigend hinzugefügt; er hat das gesamte
Ehenichtigkeitsverfahren neu geordnet, sodass auch die wissenschaftliche Behandlung dieser Materie, wie sie im vierten
Band des Lehrbuchs von Aymans-Mörsdorf-Müller im Jahr
2013 vorgelegt worden ist, neu gefasst werden muss.
Angesichts der praktischen Bedeutung dieses Gegenstandsbereichs soll dies in diesem kleinen Bändchen geschehen,
noch bevor eine Neuauflage des Lehrbuchs »Kanonisches
Recht« erarbeitet werden kann.
Wagners Kantinterpretationen umfassen die ganze Breite der
Kantischen Systematik; sie beginnen mit den komplizierten
Fragen der Möglichkeit objektiver Erkenntnisgeltung und
schreiten fort zum Problem der Begründung absoluter Gel­
tung moralischer und juridischer Normen; sie enden bei
Kants Antwort auf die Frage nach Legitimität und Geltungs­
weise des religiösen Glaubens. Sie zeichnen sich durch ihre
philosophisch-terminologische Genauigkeit, die Breite ihrer
philosophiehistorischen Basis und das systematisch fundier­
te problemgeschichtliche Bewusstsein aus, das sich in ihnen
artikuliert. Das transzendentalphilosophisch-systematische
Denken Wagners führt zu einem neuen und besseren Ver­
ständnis der Kantischen Problemlösungen, die sich als er­staunlich aktuell erweisen.
Der Autor: Ludger Müller ist Professor für Kirchenrecht an der KatholischTheologischen Fakultät der Universität Wien.
Der Herausgeber: Hariolf Oberer wurde 1963 von Hans Wagner promoviert
und war bis zu seiner Pensionierung Akademischer Oberrat und Leiter des
Hönigswald-Archivs am Philosophischen Seminar der Universität Bonn.
2016. ca. 100 Seiten, kart.
ca. € 14,90/sFr 19,30
ISBN 978-3-506-78597-8
= Kanonisches Recht – Kartonierte Studienausgabe.
Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici,
Ergänzungsband
9 783506 785978
2016. ca. 320 Seiten, Festeinband
ca. € 49,90/sFr 60,90
ISBN 978-3-506-78577-0
= Hans Wagner – Gesammelte Schriften, Band 5
9 783506 785770
38
Theologie
Thomas Möllenbeck | Berthold Wald (Hg.)
Thomas Möllenbeck | Berthold Wald (Hg.)
Schuld und Sünde
Christliche Philosophie?
Eine notwendige Klärung mit
C.S. Lewis und Josef Pieper
Denkwege mit C.S. Lewis und Josef Pieper
Ein Schuldiger wird immer gesucht, wenn etwas geschehen
ist, was nicht sein sollte. Warum ist von Sünde und vom
Sünder hingegen kaum die Rede? Hier besteht Klärungs­
bedarf.
In allen Kulturen waren die Menschen mit dem Faktum
eigener und fremder Schuld konfrontiert. Das Wissen
darum wird greifbar in der Praxis der Strafe. Bestrafung setzt
Schuld voraus, und Schuld die Freiheit des Handelns. Sünde
scheint dagegen kein Phänomen der inneren Erfahrung zu
sein. Und doch wäre das eigentlich Schlimme der Schuld
erst mit dem Ausdruck »Sünde« benannt. Schuld gegen
Menschen wäre dann zugleich Verfehlung gegen Gott. Ist
das so, ist alle Schuld auch Sünde, weil uns die Erfahrung
von Schuld nötigt, von Gott zu sprechen? Diese und weitere
Fragen im Umkreis von Schuld und Sünde werden heute
kaum gestellt – Anlass genug, eine notwendige Klärung mit
C. S. Lewis und Josef Pieper zu versuchen.
»Christliche Philosophie« steht in dem Verdacht, weder Phi­
losophie noch christlich zu sein. Ob dieser Vorbehalt zurecht
besteht, entscheidet sich an der Frage nach der Weite der
Vernunft. Wo nur das als vernünftig anerkannt wird, was die
Naturwissenschaften von der Wirklichkeit erfassen, bleibt
die Vernunft hinter ihren Möglichkeiten zurück.
Auf jeden Fall bleibt das Bedürfnis der Vernunft, Sinn und
Ziel des Ganzen als Zusammenhang von Gott, Welt und
Mensch zu verstehen, unerfüllt. Aber welche Möglichkeiten
hat die Vernunft, ihrem Erkenntnisbedürfnis zu folgen? Eine
Leitthese des Buches wird sein, dass die philosophische Ein­
sicht im gleichen Maße zunimmt, wie sie im Hören auf die
christliche Offenbarung vom Anfang und Ende aller Dinge
mitbegründet ist. Pieper und Lewis waren überzeugt, dass im
verstehenden Nachvollzug des Gehörten mehr Licht auf die
großen Lebensfragen des Menschen fällt, als dies im moder­nitätstypischen Kontext einer selbstreferentiellen Vernunft
der Fall sein kann. Ihre Denkwege sind eine für jeden nachvollziehbare Herausforderung, seine Grundoptionen angesichts der Wirklichkeit im Ganzen zu überprüfen.
Die Herausgeber:
Thomas Möllenbeck, Dr. theol., ist Universitäts-Lektor an der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Wien und Dozent an der Hochschule in Münster.
Berthold Wald, Prof. Dr. phil., ist Gründer und Leiter der Josef-Pieper-Arbeits­stelle an der Theologischen Fakultät Paderborn.
2016. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 36,80
ISBN 978-3-506-78479-7
9 783506 784797
2016. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 36,80
ISBN 978-3-506-78480-3
9 783506 784803
Theologie | Pädagogik
Martin Knechtges | Jörg Schenuit (Hg.)
Winfried Böhm
Morbides Denken
Der pädagogische
Placebo-Effekt
Nicht weniger als die Verdrängung des Todes selbst scheint
heute die Klage darüber und der wohlfeile Ruf nach einer
neuen ars moriendi zur Plattitüde geronnen zu sein. Leben wir
nicht längst in einer »Kultur des Todes«, wie sie Johannes Paul
II. 1995 in seiner Enzyklika Evangelium vitae diagnostizierte?
Der Tod scheint in der Mitte der Gesellschaft angekommen,
aus der einem tagtäglich das Schwadronieren der Ethiker und
Technokraten über ein vorgeblich »selbstbestimmtes Ster­
ben«, einen »würdevollen Tod« und die medizinisch-gesell­
schaftliche Optimierung der »Sterbehilfe« entgegenschallt.
Ob das morbide Denken in dieser Lage Symptom, Notlösung
oder eine Möglichkeit ist, den Tod als Sehnsuchtsgestalt, als
Moment der ultimativen Subversion und als großes »Leinenlos« wiederzugewinnen, bleibt eine offene Frage. Klar ist
nur: Das morbide Denken widerstrebt der ethischen Instru­
mentalisierung. Es hilft nicht, den Tod zu bewältigen,
sondern fädelt sich in die Hinfälligkeit der menschlichen
Existenz ein. Deshalb gebärdet es sich eher erotisch als weisheitlich. Es ist keine Lebenskunst, sondern eine Leidenschaft.
Mit Beiträgen von Gerd Bergfleth, Nicholas Brooke, Erich
Przywara, Bettina Klix, Villiers de l‘Isle-Adam, Walter Warnach,
Siegfried Gerlich, Martin Grütter und Kveta Kazmukova.
2016. ca. 236 Seiten, Franz. Broschur
ca. € 25,90/sFr 32,50
Abopreis ca. € 22,90/sFr 29,10
ISBN 978-3-506-78538-1
= FUGE – Journal für Religion & Moderne, Band 16 9 783506 785381
39
Zur Wirksamkeit von Erziehung
So wie ein Placebo lediglich eine »Scheinarznei« ist, die an
sich nur aus wirkungslosen Substanzen besteht, ist auch die
Erziehung ein Scheinheilmittel, das verabreicht wird, obgleich
Ihre Wirkung nicht nachweisbar ist. Der Erfolg der Erzie­
hung hängt oft nur von dem Glauben an die unterstellte
Wertigkeit von Institutionen und von in Mode stehenden
Lehrmethoden ab.
Die Friedenserziehung erzeugt keine Friedensapostel und die
christliche Erziehung nicht unbedingt gute Christen! In zwölf
geistvollen und brillant geschriebenen Essays überträgt der
international renommierte Erziehungswissenschaftler den
Gedanken des »Scheinheilmittels« auf traditionelle wie aber
auch höchst aktuelle Themen: vom Theater als Bildungsanstalt
über das kindliche Spiel, die »Erziehung zum Fortschritt«
bis zur vorgeburtlichen Erziehung.
Der Autor: Winfried Böhm, Dr. phil., war bis zu seiner Emeritierung Profes­sor für Pädagogik der Universität Würzburg und nimmt weiterhin Gastpro­fessuren an bedeutenden Universitäten in Europa, Südamerika und den
USA wahr.
2016. ca. 220 Seiten, kart.
ca. € 26,90/sFr 33,80
ISBN 978-3-506-78581-7
9 783506 785817
40
Pädagogik
Giuseppe Flores d`Arcais
Emmanuel Mounier
Die Erziehung der Person
Der Personalismus
Herausgegeben von Sabine Seichter,
übersetzt von Winfried Böhm
Herausgegeben von Winfried Böhm,
übersetzt von Sibylle Schulz
Subjekt und Ziel aller Erziehung sei die Person – ihr komme
in der Pädagogik der höchste Wert zu. Diese überraschend
moderne Erziehungstheorie findet ihre Darlegung und Be­gründung im Hauptwerk des international renommierten,
italienischen Erziehungswissenschaftlers Giuseppe Flores
d’Arcais.
Der Personalismus – ein Klassiker der personalistischen Phi­losophie, ein Höhepunkt philosophischer Anthropologie. Mehr
als 65 Jahre nach seinem Erscheinen liegt dieser bereits in
mehr als zwölf Sprachen übersetzte Text, der zugleich die
beste Einführung in das Werk einer der einflussreichsten
Figuren der französischen Philosophie des 20. Jahrhunderts
darstellt, nun endlich auch in einer deutschen Übertragung vor.
Auf der Grundlage eines theoretisch-systematischen Gedan­kengangs führt das Buch zu verblüffend praktischen Konse­quenzen – gerade und besonders für unsere Zeit. Überzeugend
sein Plädoyer für einen »kulturellen Pluralismus« und das
Prinzip der Heterogenität, das in der aktuellen – auch gesellschaftlichen – Debatte von dramatischer Bedeutung ist.
Die Herausgeberin: Sabine Seichter, Prof. Dr. phil. habil., ist Professorin für
Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Salzburg.
Aus der philosophischen und theologisch-religiösen abendländischen Tradition ebenso schöpfend wie aus den empiri­
schen Wissenschaften, entwirft Mounier eine Philosophie der
Person von außerordentlicher Tiefe und Modernität, deren
revolutionäres Potential ihresgleichen sucht. Mit der Schrift
Le personnalisme (1949), die durch seinen frühen Tod seine
letzte werden sollte, hinterließ er eine Synthese von ungewöhnlicher Dichte. Das Werk Mouniers, das seinen Ursprung
in der Krise der 1930er Jahre hat, in der er eine totale, geistige
Krise der Zivilisation erblickte, die eine radikale Erneuerung
erfordert, in Auseinandersetzung mit dem Kommunismus
und den Faschismen, ist heute aktueller denn je.
Der Autor: Emmanuel Mounier (1905-1950) war ein französischer Philosoph
und gilt als Hauptvertreter des französischen Personalismus. 1932 gründete
er die Zeitschrift »Esprit«.
2016. ca. 160 Seiten, kart.
ca. 22,90/sFr 29,10
ISBN 978-3-506-78611-1
9 783506 786111
2016. ca. 160 Seiten, kart.
ca. € 22,90/sFr 29,10
ISBN 978-3-506-78514-5
9 783506 785145
Pädagogik
Sara Vock | Robert Wartmann (Hg.)
Ver-antwortung
41
Christiane Thompson | Rita Casale |
Norbert Ricken (Hg.)
im Anschluss an poststrukturalistische Einschnitte
Die Sache(n) der Bildung
Die gegenwärtige Verwendung des Begriffs der Verantwortung weist auf einen gravierenden Verlust hin. War und ist
das Andere in der »Antwort« noch indirekt erkennbar, scheint
es in der Selbstverantwortung vollständig zu verschwinden.
Das Selbst tritt an die erste Stelle.
Die Sachen(n) der Bildung bezeichnen von je her ihren Anlass,
ihre Aufgabe und Verantwortung: Seit Beginn des abendländischen Denkens wird die Sachlichkeit der Gegenstände
gegen rhetorische Vereinnahmung und ideologische Beset­
zung gedacht.
Die kritischen, psychoanalytischen und poststrukturalisti­
schen Einschnitte des 20. Jahrhunderts drängen und fordern.
Ohne an Radikalität verloren zu haben, stoßen sie uns weiterhin durch unsere Wirklichkeitsverständnisse, gerade in
Anbetracht aktueller Probleme von Subjekt und Gesellschaft.
Es zwingt sich weiterhin ein Denken des Anderen auf – ein
Denken im Antworten – im »Sich-verantworten« – im »Ver­
antwortet-werden« – ein Denken, welches nicht in einer rein
affirmativen Bewegung verbleibt und das Andere in einer
imaginären Schließung verkennt. Dieses Buch versammelt
verschiedenste kritische Beiträge, die diesem Drängen folgen
und das Eigene eines Denkens des Anderen dafür selbst an
die Grenzen zu führen versuchen.
Allerdings lässt sich auch fragen, inwiefern das subjektzentrierte Bildungsverständnis der Moderne den »Sachen«
jemals gerecht geworden ist. Mit der Idee von Bildung als
Selbstgestaltung werden die Sachen zum Material und Durch­gangspunkt der Bildung des Subjekts reduziert. Wenn
jüngst nach dem Eigengewicht der Dinge gefragt wird, so
steckt darin auch die Frage, wie die Sache(n) der Bildung in
ihrer Materialität zu fassen ist bzw. sind.
Die Herausgeber:
Robert Wartmann ist seit 2011 Sozialarbeiter bei Mook Wat e.V. ASP.
Sara Vock ist seit 2015 Sozialarbeiterin bei der Björn Schulz Stiftung.
2016. ca. 380 Seiten, kart.
ca. € 49,90/sFr 60,90
ISBN 978-3-506-78576-3
= Theorieforum Pädagogik, Band 9
9 783506 785763
Die Herausgeber:
Christiane Thompson, Dr. phil., ist Professorin für Theorie und Geschichte
der Erziehung und Bildung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Rita Casale, Dr. phil., ist Professorin für Allgemeine Erziehungswissen­schaft/
Theorie der Bildung an der Bergischen Universität Wuppertal.
Norbert Ricken, Dr. phil., ist Professor für Allgemeine Erziehungswissen­schaft/
Theorien der Erziehung und Erziehungswissenschaft an der Ruhr-Universi­tät Bochum.
2016. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 36,80
ISBN 978-3-506-78594-7
= Schriftenreihe der Kommission Bildungsund Erziehungsphilosophie der DgfE
9 783506 785947
42
Pädagogik
Dietrich Benner | Roumiana Nikolova (Hg.)
Sabrina Schenk
Ethisch-moralische Kompetenz Praktische Pädagogik
als Teil öffentlicher Bildung
als Paradigma
Ethisch-moralische Kompetenz ist ein unverzichtbarer Be­standteil öffentlicher Bildung und als solcher auf eine Thema­tisierung im öffentlichen Erziehungssystem angewiesen.
Ein international validiertes Testinstrument erlaubt es, ethischmoralische Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern
am Ende der Sekundarstufe I sowie in der gymnasialen Ober­stufe in den Teilkompetenzen ethisch-moralische Grundkennt­nisse, Urteils- und Handlungsentwurfskompetenz zu messen.
Ausführlich wird über pädagogische und bildungswissenschaft­
liche Grundlagen des Ansatzes, die Entwicklung von Testauf­
gaben, Pilotierungs- und Validierungsstudien und die Heraus­arbeitung von Anforderungsniveaus und Kompetenz­stufen
berichtet. Der Band präsentiert Studien zur internen Schul­
evaluation und zur Internationalisierung des Ansatzes. Er wendet sich an Studierende sowie Lehrende des Faches Ethik oder
vergleichbarer Fächer, an Fachdidaktiker für Philo­sophie und
Ethik, an Forscher im moralisch-evaluativen Bereich, Schulbuch­autoren, Landesinstitute und öffentliche Bildungsverwaltungen.
Die Herausgeber:
Dietrich Benner war bis zu seiner Emeritierung 2009 Professor für Allge­
meine Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Roumiana Nikolova ist Wissenschaftliche Mitarbeitern am Institut für Bil­
dungs­monitoring und Qualitätsentwicklung und Mitglied des ETiK-Teams
an der Humboldt-Universität zu Berlin.
2016. ca. 280 Seiten, kart.
ca. € 26,90/sFr 33,80
ISBN 978-3-506-78596-1
9 783506 785961
Eine systematische Werklektüre
der Schriften Günther Bucks
Der Stuttgarter Pädagoge Günther Buck (1925-1983) kann
innerhalb der bildungsphilosophisch orientierten Pädagogik
als ›heimlicher‹ Klassiker gelten. Die Rezeption seiner Schrif­ten ist bislang gleichwohl zumeist nur in Auszügen erfolgt. Um
die Bedeutung dieser Schriften für den Gegenwartsdiskurs der
Allgemeinen Erziehungswissenschaft zu untersuchen, wid­
met sich die vorliegende Dissertation einer systematischen
Aufarbeitung seines Gesamtwerks.
Unter Einbezug der aktuell in der Pädagogik verhandelten
(bspw. dekonstruktiven bzw. poststrukturalistischen) Heraus­
forderungen kann die Arbeit zeigen, welche Denkprobleme
und Zugänge Bucks 30 Jahre nach seinem Tod an ihre Gren­
zen zu stoßen scheinen. Sie zeigt aber auch auf, in welcher
Weise sie sich im Diskurs transformiert und verschoben
haben und so der Pädagogik der Gegenwart neu zu denken
aufgegeben sind – kurz: Sie lotet die Aktualität Bucks im
Gegenwartsdiskurs der Pädagogik aus.
Die Autorin: Sabrina Schenk, Dr. phil., ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin
am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Goethe-Univer­sität Frankfurt.
2016. ca. 600 Seiten, kart.
ca. € 64,00/sFr 79,10
ISBN 978-3-506-78471-1
= Theorieforum Pädagogik, Band 8
9 783506 784711
Pädagogik
43
Ulf Sauerbrey | Michael Winkler
Thomas Mikhail
Friedrich Fröbel und
seine Spielpädagogik
Kant als Pädagoge
Eine Einführung
Zweifellos hat kaum ein Denker die abendländische Philo­
sophie und Geistesgeschichte so maßgebend geprägt wie
Immanuel Kant. In der Pädagogik kommt ihm dagegen
keine annähernd tragende Bedeutung zu. Im Gegensatz zu
Rousseau und Herbart schafft es Kant nur selten, in den
Rang eines pädagogischen Klassikers gehoben zu werden.
Dies mag mit der Sperrigkeit seiner Texte, dem Gewicht auf
philosophischen Fragen oder dem Eigentümlichen seiner
Denkungsart zusammenhängen.
Friedrich Fröbel ist als Entdecker des ersten Kindergartens
und Entwickler von Spielgaben zwar durchaus bekannt. Wie
seine Spielpädagogik jedoch als System beschaffen ist, was in
dieser die ›Pflege des kindlichen Spiel- und Beschäf­tigungs­
triebes‹ bedeutet und wie Fröbels elementardidaktische Ideen
im Laufe seines Lebens überhaupt entstanden sind, ist außer­halb der Fröbelforschung bislang kaum bekannt.
Der Band richtet sich an Interessierte aus Wissenschaft und
Praxis, besonders jedoch an Studierende der pädagogischen
Fächer und Disziplinen. Sein Ziel ist die Bereitstellung grund­
legender Kenntnisse über pädagogische Zäsuren in Fröbels
Biographie, die seine Spielpädagogik beeinflussten. Im Zen­trum steht die Beschreibung der Fröbelschen Spielpädagogik
als Ideengerüst und Handlungskonzept. Ergänzt wird dieser
historische Zugang um einen gegenwartsbezogenen Brücken­schlag, der die bislang ungebrochene Aktualität der Spielpäda­gogik Fröbels exemplarisch aufzeigt.
Die Autoren:
Ulf Sauerbrey ist seit April 2014 Akademischer Rat auf Zeit am Lehrstuhl
für Elementar- und Familienpädagogik an der Otto-Friedrich-Universität.
Michael Winkler ist seit 1992 Professor für Allgemeine Pädagogik der FriedrichSchiller-Universität in Jena. 2008 gründete er gemeinsam mit Ralf Koerrenz
das international ausgerichtete Institut für Bildung und Kultur.
2016. ca. 240 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 36,80
ISBN 978-3-506-78441-4
= Kultur und Bildung
9 783506 784414
Einführung mit zentralen Texten
Dennoch macht sich der vorliegende Einführungsband zur
Aufgabe, die Bedeutung Kants für die Pädagogik herauszu­
arbeiten. Dazu widmet er sich zentral der Transzendental­philosophie und versucht, deren Kern anschaulich und ver­ständlich freizulegen, um Bezüge aus Kants theoretischer und
praktischer Philosophie für die Pädagogik als Erziehungs­lehre und Wissenschaft herzustellen.
Die Texte sind so gewählt, dass sie pädagogisch Relevantes aus
dem gesamten Werk des Königsberger Denkers bieten und
nicht bloß dessen Pädagogikvorlesung entnommen sind.
Der Autor: Thomas Mikhail, Privatdozent Dr. phil., ist Wissenschaftlicher
Mitarbei­ter am Institut für Berufspädagogik und Allgemeine Pädagogik des
Karls­ruher Instituts für Technologie (KIT).
2016. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 19,90/sFr 25,30
ISBN 978-3-506-78598-5
9 783506 785985
44
Pädagogik | Literaturwissenschaft
Konstantin Lindner
Ulrich Breuer | Nikolaus Wegmann (Hg.)
Wertebildung im
Religionsunterricht
Athenäum
Grundlagen, Herausforderungen und Perspektiven
Wertefragen haben Konjunktur. Religiöse Lern- und Bildungs­prozesse können Schülerinnen und Schüler befähigen, sich
ein tragfähiges Wertesystem aufzubauen.
Welche Herausforderungen bringt die »Aufgabe Werte« für
Heranwachsende mit sich? Was kann schulischer Religionsunterricht im Zeitalter der Pluralität zur Wertebildung der
Schülerinnen und Schüler beitragen? Ausgehend von gegenwartsgesellschaftlichen und psychologischen Diagnosen
wird eine Theorie religiös grundierter Wertebildung entfaltet, die auf philosophische, soziologische sowie theologische
Erkenntnisse Bezug nimmt.
Bildungstheoretischer Referenzpunkt sind dabei die Schülerinnen und Schüler, indem der Möglichkeitsraum christlichreligiöser Wertefundierung subjektorientiert erschlossen und
religionsdidaktisch konturiert wird.
Der Autor: Konstantin Lindner, Dr. theol., ist Professor für Religionspädagogik
und Didaktik des Religionsunterrichts am Institut für Katholische Theologie
der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
2016. ca. 380 Seiten, kart.
ca. € 49,90/sFr 60,90
ISBN 978-3-506-78554-1
= Religionspädagogik in pluraler Gesellschaft, Band 21 9 783506 785541
Jahrbuch der Friedrich Schlegel-Gesellschaft
26. Jahrgang 2016
Athenäum – das ist die berühmte Zeitschrift der Brüder Schle­gel. Der Name war zugleich Titel für ein Forschung- und Bil­dungsprogramm mit höchsten Ansprüchen. Insbe­sondere mit
den philologischen, kritischen und philosophischen Arbeiten
Friedrich Schlegels hat das Athenäum die Romantik begründet.
Schlegels Theorie der modernen Poesie und sein Konzept der
literarischen Kritik sind noch immer aktuell. Das neue Athe­näum macht Schlegels bahnbrechende Neuerungen für die
aktuelle Forschung in Philologie und Medienkulturwissen­
schaft produktiv. Zugleich rückt von Friedrich Schlegel aus
die ganze Romantik in den Blick: Literatur, Sprache, Kunst,
Musik, Recht und Staat, Philosophie, Religion und Natur. Das
Jahrbuch ist also interdisziplinär und übernational, offen für
Sachwissen, Selbstreflexion und Irritation. Es enthält neben
dem Editorial, das sich aktuellen Themen widmet und sie
auf Überlegungen Friedrich Schlegels bezieht, neue Beiträge
zur Schlegel- und zur Romantikforschung, die zuvor ein PeerReview-Verfahren passiert haben müssen. Zudem bietet es in
unregelmäßiger Folge neue Funde, Diskussionen, Interviews,
Features, Berichte und Experimente sowie einen Rezensionsteil.
Herausgegeben wird das Athenäum seit 2008 von Ulrich Breuer
(Mainz) und Nikolaus Wegmann (Princeton).
2016. ca. 240 Seiten, Festeinband
ca. € 39,90/sFr 48,70
Abopreis: ca. € 34,90/sFr 42,60
ISBN 978-3-506-78588-6
9 783506 785886
Sprach- und Literaturwissenschaft
Jochen Strobel (Hg.)
Norman Kasper | Jochen Strobel (Hg.)
August Wilhelm Schlegel
im Dialog
Praxis und Diskurs
der Romantik 1800-1900
Epistolarität und Interkulturalität
Als Philologe, Literaturhistoriker, Übersetzer, Kritiker und
Indologe war der lange Zeit unterschätzte August Wilhelm
Schlegel der wichtigste Kommunikator der deutschsprachi­
gen Romantik.
Der Band bietet eine Bestandsaufnahme der aktuellen Forschungsaktivitäten zu dem älteren Schlegel-Bruder. Bei unter­schiedlicher Schwerpunktsetzung kristallisieren sich Vorle­sung, Übersetzung, Kritik und Brief als zentrale Kommunika­tionsmedien heraus, ob es um die Aushandlung ästhetischer
und wissenschaftlicher Positionen im Kreis der Romantiker
und darüber hinaus geht, um den sozialen Zusammen­halt
oder um die Diskursivierung von Emotionen. Neben intertextuell und interkulturell interessierten Studien treten wissenspoetologische, wissenssoziologische und praxeologische
Überlegungen.
Schlegel erweist sich als Kommunikator im Dialog mit seiner Familie, mit Mentoren, Freunden und Gegnern sowie
mit der altindischen und den europäischen Kulturen von der
Antike bis zu seiner Gegenwart.
Der Herausgeber: Jochen Strobel ist seit 2014 apl. Professor an der Univer­
sität Marburg.
2016. ca. 260 Seiten, kart.
ca. € 36,90/sFr 45,ISBN 978-3-506-78593-0
= Schlegel-Studien, Band 11
9 783506 785930
45
Das Fortleben der Romantik bis heute steht außer Frage –
der vorliegende Band erkundet vor allem das Romantische
als Praxis um 1800 und im 19. Jahrhundert.
Anders als Ideen- und Sozialgeschichte es getan haben,
sollte »Romantik« diachron diskursgeschichtlich und praxeo­
logisch erforscht werden. Wahrnehmbar werden dann eine
noch vorterminologische Praxis des Romantischen bereits im
18. Jahrhundert, sodann aber ein »Nachleben« im 19. Jahr­hundert, das Praktiken des Romantischen tradiert, obgleich
es nicht selten »die Romantik« als Anachronismus und ideo­logisches Ärgernis ablehnt – und schließlich auch Praxisbe­
züge, die von den so theoriefreudigen Romantikern um 1800
selbst schon ins Spiel gebracht werden.
Im Mittelpunkt des Bandes steht die Diskussion von Fallstudien zu einer Rekonstruktion historischer Semantiken des
Romantischen.
Die Herausgeber:
Norman Kasper ist seit 2009 Mitarbeiter an der Professur für Allgemeine
und Vergleichende Literaturwissenschaft am Germanistischen Institut der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Jochen Strobel ist nach einer Gastprofessur in San’a/Jemen 2009 und Lehr­
stuhlvertretungen an den Universitäten Magdeburg und Osnabrück (20092012) seit 2014 apl. Professor an der Universität Marburg.
2016. ca. 250 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 36,80
ISBN 978-3-506-78427-8
9 783506 784278
46
NordrheinWestfälische
Akademie der
Wissenschaften
und der Künste
Vorträge
Geisteswissenschaften
Band 447 | Hans Rothe
Über Geschmack
seine Gültigkeit und
seinen Verfall in slavischen
Literaturen und anderswo
John Zimmermann
Georg Simonis (Hg.)
2016. 49 Seiten, kart.
€ 12,90/sFr 16,90 | ISBN 978-3-506-78430-8
Der Zweite Weltkrieg
Handbuch globale
Klimapolitik
Band 448 | Hans Rothe
Entstehung, Blüte
und Niedergang
der Osteuropa­
wissenschaft
am Beispiel der Slavischen
Philologie in deutsch­
sprachigen Ländern
2016. 42 Seiten, kart.
€ 11,90/sFr 15,60 | ISBN 978-3-506-78431-5
Sonderreihe
der Abhandlungen
Papyrologica Coloniensia
Band 2 | Gesa Schenke
Kölner ägyptische
Papyri (P.Köln ägypt.)
Koptische Urkunden der
früharabischen Zeit
2016. 239 Seiten, 66 s/w Abb., engl. Broschur
€ 49,90/sFr 60,90 | ISBN 978-3-506-78529-9
2016. ca. 224 Seiten, 20 s/w Abb., 2 Karten, kart.
ca. € 19,99/sFr 25,30
ISBN 978-3-8252-4643-3 | UTB 4643
= Seminarbuch Geschichte
Der Autor kombiniert die Darstellung militärischer Ope­rationen und ereignisgeschichtlicher Abläufe mit übergreifenden Themen, die Vergleiche und Kontextualisie­
rungen erlauben. Der Fokus liegt auf dem Deutschen
Reich, Japan sowie der Anti-Hitler-Koalition.
Oliver Näpel
Einführung in die
Geschichtsdidaktik
2016. ca. 256 Seiten, 15 s/w Abb., kart.
ca. € 22,99/sFr 28,ISBN 978-3-8252-4640-2 | UTB 4640
= StandardWissen Lehramt
Die Einführung greift aktuelle Herausforderungen wie
z.B. Kompetenzorientierung, Inklusion und Migration
auf und diskutiert beispielbezogen die vielschichtigen
Beziehungen von schulischem und außerschulischem
Geschichtslernen in seiner Verbindung von Theorie,
Em­pirie und Pragmatik.
2016. ca. 650 Seiten, 30 s/w Abb., Festeinband
ca. € 49,99/sFr 62,ISBN 978-3-8252-8672-9 | UTB 8672
= Grundkurs Politikwissenschaft
Das Handbuch informiert über die wichtigsten Institu­
tionen (IPCC, UN-Klimaregime), Akteure (USA, EU, Chi­na, Entwicklungsländer) und Kooperationsformen des
noch jungen globalen Politikfeldes.
Kerstin Göbel | Petra Buchwald |
Stefanie Morgenroth
Interkulturalität
und Schule
Migration – Heterogenität – Bildung
2016. ca. 256 Seiten, kart.
ca. € 19,99/sFr 25,30
ISBN 978-3-8252-4642-6 | UTB 4642
= StandardWissen Lehramt
Roman Köster
Das Lehrbuch stellt pädagogisch-psychologische, erziehungswissenschaftliche und soziologische Erkenntnisse
für die Arbeit mit einer kulturell und sprachlich heterogenen Schülerschaft zusammen. Dazu kommt ein praxisorientierter Überblick von Förderansätzen.
Einführung in die
Wirtschaftsgeschichte
Gisbert Rinschede |
Alexander Siegmund
Theorien, Methoden, Themen
2016. ca. 200 Seiten, kart.
ca. 14,99/sFr 18,ISBN 978-3-8252-4630-3 | UTB 4630
Diese Einführung erläutert Entwicklung und
Grundlagen dieser Disziplin der Geschichtswis­
senschaft. Der Überblick zu Theorien, Methoden
und Themen ist ein perfekter Einstieg in die
Arbeit mit wirtschaftshistorischen Fragestellun­
gen.
Geographiedidaktik
4., aktual. Aufl. 2016.
ca. 544 Seiten, 54 s/w Abb., 7 Tab., kart.
ca. € 24,99/sFr 30,ISBN 978-3-8252-4670-9 | UTB 4670
= Grundriss Allgemeine Geographie
Dieses Standardwerk bietet eine umfassende Ein­führung in die Didaktik der Geographie. Für die
vierte Auflage wurde das Werk durch Alexander
Siegmund grundlegend aktualisiert.
Alle Bände auch als digitale Ausgabe erhältlich
Backlist
Birgit Schäbler
Daniela Blum
Moderne Muslime
Der katholische Luther
Ernest Renan und die Geschichte
der ersten Islamdebatte 1883
Prägungen, Begegnungen, Rezeptionen
2016. 286 Seiten, 6 s/w Abb., kart.
€ 29,90/sFr 36,80
ISBN 978-3-506-78418-6
47
2016. 220 Seiten, kart.
€ 24,90/sFr 31,60
ISBN 978-3-506-78238-0
Marcin Zaremba
Peter Eich
Die große Angst
Gregor der Große
Polen 1944-1947: Leben im Ausnahmezustand
Bischof von Rom zwischen Antike und Mittelalter
2016. 629 Seiten, 35 s/w Abb., 2 s/w Tab.,
Festeinband
€ 49,90/sFr 60,90
ISBN 978-3-506-78093-5
2016. 311 Seiten, 15 s/w Abb., 4 s/w Karten,
Festeinband
€ 34,90/sFr 42,60
ISBN 978-3-506-78370-7
Mihran Dabag | Kristin Platt
Manfred Spieker
Verlust und Vermächtnis
Gender-Mainstreaming
in Deutschland
Überlebende des Genozids
an den Armeniern erinnern sich
Konsequenzen für Staat, Gesellschaft und Kirchen
2., durchgesehene Auflage 2016.
388 Seiten, zahlr. s/w Abb., 8 Karten, Festeinband
€ 29,90/sFr 36,80
ISBN 978-3-506-78483-3
2., korr. u. erw. Aufl. 2016. 116 Seiten, kart.
€ 16,90/sFr 21,30
ISBN 978-3-506-78516-9
Holger H. Herwig
Franz-Xaver Kaufmann | Walter Krämer (Hg.)
Marne 1914
Die demografische Zeitbombe
Eine Schlacht, die die Welt veränderte?
Fakten und Folgen des Geburtendefizits
2016. X + 339 Seiten, 21 s/w Abb., 1 s/w Tab.,
36 farb. Karten, Festeinband
€ 39,90/sFr 48,70
ISBN 978-3-506-78195-6
= Zeitalter der Weltkriege, Band 13
2015. 206 Seiten, 29 Grafiken, 19 Tab., Festeinband
€ 19,90/sFr 25,30
ISBN 978-3-506-78348-6
Johannes Dillinger
Matthias Beck
Uchronie
Hippokrates am Scheideweg
Ungeschehene Geschichte
von der Antike bis zum Steampunk
Medizin zwischen naturwissenschaftlichem
Materialismus und ethischer Verantwortung
2015. 298 Seiten, 16 farb. Abb., kart.
€ 26,90/sFr 33,80
ISBN 978-3-506-77572-6
2., korr. und erw. Aufl. 2016.
245 Seiten, kart.
€ 32,90/sFr 40,10
ISBN 978-3-506-77960-1
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