THW -Helfe1` bei F1`eileitllngs

Commentaren

Transcriptie

THW -Helfe1` bei F1`eileitllngs
ltIonatsz e itschrift des TH"V
N R . 7 - J U L I 195 5 - 2. JA H R G A N G
Herausgegeben von der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Koblenz, Am Rhein 12, Verlag: Rhenania-Verlag, KOblenz, Roonstr.
(Pressehaus). Redaktion: "Das Technische Hilfswerk", Monatszeitschrift des THW, Koblenz, Gerichtsstr. 4. Hauptschriftleiter: Theo
Weber; Verantwortlichkeit: für den fachlichen Teil: Hans Haffner; für den nichtfachlichen Teil: M. v. Buttlar; Graphik: Max Suttner;
verantwortlich fUr den Anzeigenteil: Hennig Fahlberg. Druck Rhenania-Druckerei, Koblenz. Fernruf fUr Verlag, Redaktion und
Druckerei : Koblenz Sa.-Nr. 2301, Fernschreiber Nr. 0442817. Beide AnschlUsse sind unter "Pressehaus" registriert. Anzeigen werden
nach dem z. Z. gültigen Tarif Nr. 1 berechnet. FUr die monatlich erscheinende Zeitschrift gelten folgende Bezugsbedingungen: Einzelpreis 50 Pf, Abonnementspreise: Vierteljährlich DM 1,50 zuzUglich 25 Pf ortsUbl. Zustellgeld; durch die Post vierteljährlich DM 1,50
einschI. 10,2 Pf Postgebühren zuzUgl. 9 Pf Zustellgeld. Jahresabonnement DM 6,- zuzUgl. Nebenkosten. Direktversand vom Verlag
50 Pf monatlich zuzUgl. 15 Pf anteilige Porto- und Versandkosten. Bestellungen beim Verlag, bei der Post oder beim Buchhandel.
Postscheckkonto Köln 2959 - "Rhenania" - Druck- und Verlags-GmbH., Zeitschriftenabteilung "Das Technische Hilfswerk" in Koblenz,
Bankkonto: Rhein-Main Bank, Koblenz
INHALT S VERZEI CHNIS
Ministerialdirigent Botho Bauch: Das Luftschutzprogramm der Bundesregierung - Dr.Otto Meibes: ADAC hilft dem
THW - Dr.-Ing. Meyer-Hoissen: Baulicher Luftschutz (Fortsetzung) - Oberingenieur Max Jüttner: Gedanken zur
Einsatzvorbereitung - Oberingenieur G. Feydt: Maststeiger-Ausbildung der Freileitungs-Gruppen des THW - Technische Neuheiten - "Achtung! Sprengung!" / Der neue THW-Film - Fachrechnen für den THW-Helfer - Bücherschau Zeitschriftenübersicht - Die Lehrgänge in Marienthal - Ortsverbände des THW am Werk.
THW -Helfe1'
bei F1'e ile itllngs arbeite n
Körperliche
Leistungskraft,
Schwindelfreiheit und fachliche
Eignung
sind
die
Voraus-
setzungen für diesen oft schwierigen Einsatz. Unser Bericht
auf Seite 8/9 befaßt sich m it
der Maststeiger- Ausbild u ng der
Freileitungs- Gruppen.
(P hoto: H eyer)
Mil1 i .~t e ,.i a ld i ri ge n t
Bolh o B a u c h:
Das Luftschutzpro~ram.n
der Bundesregierung
Um die Bevölkerung gegenüber den
großen Gefahren zu schützen, die im
Atomzeitalter bei Luftangriffen zu
erwarten sind, werden in den Staaten
Weste uropas und in den Ver einigten
Staaten seit Jahren Luftschutzm aßnahmen vorbereitet und durchgeführt.
Selbst Staaten wie S chweden u nd die
Schweiz, die eine Neutralisierungspolitik betreiben, f ühren unter erh eblichen fina n ziellen Opfe rn zivile Luftschutzm aßnahmen durch. Schw eden
hat in Europa a uf dem Gebiet des
zivilen Luftschutzes die größten F ortschrit te erzielt.
In Deutschland konnten im Rahmen
der beschränkten Hausha ltsmittel bisher nur vor bereitende Maßna hmen
eingeleitet werden.
1. Es wurde zunächst eine wissenschaftliche Kommission, die sogena nnte Schutzkommission, errichtet,
die sich mit den wissenschaftlichen
Forschungsproblemen des zivilen
Luftschutzes befaßt. Der Schutzkommission gehören 33 Professoren von
Universitäten und technischen Hochschulen an, die hier ehrenamtlich
mitarbeiten.
2. Es wurde der Bundes-Luftschutzverband gegründet. Seine Aufgaben
sind Aufklärung der Bevölkerung und
Vorbereitung des Selbstschutzes. Der
Bundes-Luftschutzverband ist bereits
im gesamten Bundesgebiet organisiert. Im Rahmen des Bundes-Luftschutzverbandes arbeiten bereits
25 000 ehrenamtliche Helfer mit.
3. Im Jahre 1953 wurde das Technische Hilfswerk errichtet. Es ist
ebenllalls bereits im gesamten Bundesgebiet aufgebaut. Im zivilen Luftschutz hat das Technische Hilfswerk
die Aufga.be, den technischen Dienst
vorzubereiten. Dem Technischen Hilfswerk gehören etwa 40 000 ehrenamtliche Helfer an. Bei den Katastropheneinsätzen in Holland, in Bayern und
am Rhein hat sich das T'e chnische
Hilfswerk ausgezeichnet bewährt. In
Marienthal ist eine Bundesschule des
Technischen Hilfswerks einger ichtet,
auf der die Führungskräfte des Technischen Hilfswerks a usgebildet werden.
4, Durch Erla ß vom 11. Dezember
1953 ist die Bundesanstalt für zivilen
Luftschutz er richtet w orden. Ihre
Aufgaben sind Ausbildung der Führungskräfte und Mitarbeit bei der _
E nt wicklung und F orschung. Die
Bundesan stalt h a t im J ahre 1954 ihre
Ausbildungstätigkeit begonnen und
bereits eine Re ihe von Ta gungen
durchgeführt.
2
5. Seit drei Jahren ist vom Bundesm inister des I nnern ein großes Ausbildungsprogramm in E rster Hilfe
finanziert worden . Die Ausbildung
ist vom Deutschen Roten K reuz, dem
Arbeiter-Sam ariter bun d, der J ohann iter-Unfa llhilfe und dem Malteserorden dur chgeführ t worden. In diesen
drei J ahr en sin d 450000 P ersonen,
dar u nter allein 430 000 vom Deutschen
Roten K reuz, in E rst er H ilfe au sgebildet worden .
Z ur Vorber eit ung einer umfassenden Luftschutzplanung wurde vor
einem Jahr eine deut sche Delegation
in die Vereinigten Staat en entsandt,
um dort die Probleme der Zivilverteidigung zu studieren. Die Delegation
h at über ihre Studienreise einen Bericht vorgelegt und kommt in dem
Bericht zu dem Ergebnis, daß die
klassischen
Luftschutzmaßnahmen
nicht entwertet worden sind und daß
gegenüber den Atomwaffen Schutzmaßnahmen möglich sind. In dem
Bericht wird allerdings festgestellt,
daß die Luftschutzmaßnahmen den
veränderten Verhältnissen Rechnung
tragen und den weitreichenden Wirkungen der Atomwaffen angepaßt
werden müßten.
Am Grund der Ergebnisse der
Studienreise ist im Bundesministerium des Innern ein Luftsmutzprogramm aufgestellt und der Bundesregierung zugeleitet worden. Dieses
Luftschutzprogramm, das ein Dreijahresprogramm ist, ist am 2. Juni
1955 vom Kabinett grundsätzlich gebilligt und beschlossen worden.
In dem Luftschutzprogramm, das
sich zunächst auf die wichtigsten
Maßnahmen beschränkt, sind folgende
vordringlichen Maßnahmen vorgesehen :
1. Einrichtung eines Luftschutzwarndienstes
Trotz der stä ndig steigenden Fluggeschwindigkeiten ist eine rechtzeitige
Warnung durch ein technisch verbessertes Warnsystem möglich. Der Luftschut zwarndienst soll als überregionaler Warndienst in bundeseigener
Verwaltung durchgeführt werden. In
den Gemeinden soll ein ö rtlicher
Ala rmdienst du rch Sirenen vorbereitet w erden.
2. Aufst eLLung, Ausbildun g und A us r üst ung eines L uftschutzhiLfsdienstes
Zur Hilfeleistung bei Luftangriffen
sind gut organisierte u nd m odern ausger üstete Verb ände erforderlich. Der
Luftschutzhilfs dienst wird sich a u s
dem Bran dschutzdienst, dem Sanitätsdienst, dem Bergungs- und I nstandsetzungsdienst, dem Veterinärdienst,
dem Entgiftungsdienst, dem Wohlfahrts dienst und dem F ernmeldedienst zusammensetzen. I n Aussicht
genommen sind zunächst 2 60 000 Helfer, die im Frieden auf G rund freiwilliger Meldungen verpflichtet, ausgebildet und ausgerüstet, aber erst im
Ernstfall einberufen werden. Von
diesen 260 000 Helfern sollen 30 000 in
überörtlichen m otorisierten Verbänden zusammengefaßt werden.
3. Anl age eines Arzneimittelvorr ats
I m F alle eines künftigen Krieges
mu ß bei Angriff mit Atom waffen mit
großen Verlusten ger echn et werden.
Um die Versorgu ng der Verlet zten
sicherzust ellen, ist daher e ine a usr eichende Bevorratung mit Arzneimitteln IliOtwendig.
4. Auf klär ung und Selbstschutz der
B ev ölkerung
Eine sachliche Aufklärung der BeVÖlkerung über die Notwendigkeit
des zivilen Luftschutzes und über
richtiges Vel'halten bei lJuftangriffen
ist wichtig. Se1bstschutzrnaßna hmen,
deren große Bedeutung die Erfahrungen des zweiten Weltkrieges bewiesen haben, müssen neu organisiert
werden. Aufklärung der Bevölkerung
und Vorbereitung des Selbstschutzes
wird Aufgabe des Bundes-Luftschutzve rbandes sein. Für die Tätigkeit des
Bundes-Luftschutzverbandes, die intensiviert werden soll, sind verstärkte
Mittel im Programm in Aussicht genommen.
5. Für die w iss e n s c h a f t I ich
t e c h n i s c h e F 0 r s c h u n g , die
für die Verbesserung und Vervollkommnung des Luftschutzes von Bedeutung ist, und für die Ausbildungstätigkeit der Bundesanstalt
für z i v i I e n Lu f t s c hut z , die
im größeren Umfange einsetzen wird,
sind ebenfalls verstä rkte Mittel vorgesehen.
6. Um einen wirksamen Schutz der
Bevölkerung zu erreichen, sind auch
bauliche Luf t schutzm a ßnah m e n notwendig. Der bauliche
Luftsmutz beschränkt sich nicht nur
auf die Errichtung von Schutzraumbaut en, sondern erfordert auch eine
weitgehe nde Auflockerung der Beba uung. Dieser Forderung muß bei
der städtebaulichen Planung und der
Standortwahl neuer Bauvorha ben der
Industrie R echnung getragen w erden.
Das schw ierigste Problem ist das
Problem der Schutzräume. Na ch den
Erfahrungen, die auch bei der letzten
Atom ver suchsexplosion in " Sur vivalTown ", der k ünstlichen Stadt a uf dem
Versuchsfeld in Neva da, gema cht
worden sin d, sind Schutz räume, die
(Schl uß au f S eit e 6)
Dr. Otto Meibe.'1:
AD AtJ hilft delD THW
In dem Bericht, den das THW im
Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung Nr.
19 vom 28. Januar 1955 unter der
überschrift "Technisches Hilfswerk
wieder im Großeinsatz" über die
Leistungen des THW bei der Hochwasserkatastrophe am Rhein gegeben
hat, steht zu lesen:
"In dankenswerte?' Weise erließ
das Präsidium des ADAC einen
Aufruf an seine MitgLiedsverbände,
sich mit ihren Fahrzeugen dem
THW zur Verfügung zu steLLen.
Hierdurch konnten in den Katastrophengebieten die Einsätze des
THW wesentLich intensiviert werden. War es doch dadurch möglich,
HeLfer und MateriaL zusätzlich und
sehnen an die Gefahrenbrennpunkte zu bringen und
den
in
solchen
FäLLen besonders
wichtigen
Nachrichtendienst durch
motorisierte MeLder aufrechtzuerhalten."
Es i'st nicht das erste
Mal, daß der ADAC
dem THW in so großzugiger Weise bei
Katastropheneinsätzen geholfen hat. Als
Bayern im Sommer
1954 von der größten
Hochwasserkatastrophe seit 400 Jahren
heimgesucht wurde.
hat der ADAC-Gau
Südbayern dem Landesverband
Bayern
des THW seine Hilfe
angeboten. Bei zahlreichen örtlichen Einsätzen hat sich der
ADAC in hervorragender Weise unterstützend mit eingeschaltet und erheblich
zur
Beschleunigung
der Beföpderung von
THW -Helfern und Geräten an die Gefahrenstellen beigetragen.
Das THW ist aus
finanziellen Gründen
jetzt und in absehbarer Zeit nicht in der
Lage, die Masse seiner
Helfer durch eigene
motorisier te
Fahrzeuge an die Einsatzorte zu befördern.
Es kommt aber aus einleuchtenden
Gründen darauf an, bei Katastrophen
so schnell wie möglich an den Schadensstellen zu sein. Je eher mit der
technischen Hilfeleistung begonnen
werden kann, um so wirksamer können die drohenden Schäden vermindert oder beseitigt werden. Jede Minute ist kostbar. Um seine Schlagkraft
zu erhöhen, ist das THW darauf angewiesen, sich genügend Transportraum zu sichern, der im Katastrophenfall unverzüglich zur Verfügung steht.
wesen durch praktische Maßnahmen
zu schließen. Um dies zu ermöglichen,
wurden zwischen Generalsekretariat
des ADAC und Hauptstelle des THW
Anfang Februar 1955 Verabredungen
getroffen, die die beiden Organisationen ihren Gliederungen im April
dieses Jahres durch Rundschreiben
bekanntgegeben haben. Zweck der
Verabredungen ist die Herstellung
einer \veitgehenden Zusammenarbeit
auf Bundes-, Landes- und Orts ebene,
die schon in den Ansätzen bestand.
Neben anderen Behelfsmaßnahmen
bestehen daher schon lange auch mit
dem ADAC die engsten freundschaftlichen Verbindungen, deren Ziel es
ist, die beim THW vorhandenen
Lücken im Transport- und Melde-
Mit zahlreichen Ortsclubs des ADAC
haben die Ortsbeauftragten des THW
ein enges Zusammenarbeiten vereinbart. Für die Alarmierung der Helfer
werden neben anderen Maßnahmen
Motorradstaifeln und PKW der
ADAC-Ortsclubs eingesetzt. Vielfach melden diese sich automatisch bei eintretenden
Katastrophen.
Auch sind Verbindungsmänner
der
Ortsclubs in den Technischen Ausschüssen
der
THW -Orts verbände vertreten, in
deren Händen die Einsatzleitung liegt.
Motorisierte Be r eitschaftsfahrzeuge des THW sammeln
e in em Großeinsatz
sich
Im B ed a rfsfalle g reift d as THW a u f Privatfa hrzeuge zurü ck.
zu
Eine enge Z'Usammenarbeit
zwischen
ADAC und THW kann
auch weitgehende vorbeugende und vorbereitende Maßnahmen treffen. So lassen
sich die Gestellung
von Art und Menge
des für den Einsatzfall benötigten Transportraumes, für die
Aufrechterhaltung der
Nachrichtenverbindung an der Einsatzstelle, für die Zurverfügungstellung
von
ReseTvefahrzeugen
und dgl. verabreden.
Während des letzten
Hochwassereinsatzes
am Rhein war es beispielsweise so, daß
der Ortsclub Koblenz
ständig eine größere
Anzahl von PKW
Zl1.m Abtransport von
THW-Helfern
und
leichten Geräten bei
der
Geschäftsstelle
des Ortsverbandesabgestellt hatte. Dadurch
war es möglich, an
3
den 130 Einsatzstellen dieses Ortsverbandes jeweils sclmell einzuspringen.
Um das Zusammenspiel zwischen
ADAC und THW auf den Einsatzfall
vorzubereiten, ist auch die Veranstaltung von Planspielen sehr zweckmäßig. Man kann hierfür eine der
Wirklichkeit nahekommende Aufgabe
stellen, deren Lösung theoretisch und
praktisch
durchgeprobt
werden
könnte. Derartige Planspiele sind
schon öfters zwischen THW, DRK,
Feuerwehren, DLRG und anderen
Organisationen veranstaltet worden
und haben den Teilnehmern sehr
viel Freude gemacht, den Leitern
darüber hinaus viele praktisChe Erfahrungen eingebracht.
Die Beziehungen zwischen ADAC
und THW können darüber hinaus auch
durch Einladungen zum Besuch der
beiderseitigen Veranstaltungen vertieft und gefördert werden. Beide
Organisationen verfügen über Filme,
Diasbilder usw., die miteinander ausgetauscht werden können. Beim THW
werden vielfach allgemein interessierende Vorträge aus technischen Bereichen gehalten. Der ADAC wiederum hat die Möglichkeit, über seine
eigenen Veranstaltungen und Interessengebiete den Angehörigen des
THW etwas Neues zu bieten. Die
Mitglieder beider Organisationen
können durch gemeinsame Veranstaltungen eine enge persönliche Fühlung
miteinander aufnehmen, die die Zusammenarbeit im Ernstfall erheblich
erleichtert.
Was für die örtlichen Verhältnisse
zutrifft, kann in ähnlicher Weise auf
Landes- und Bundesebene verabredet
werden. Die Gaue des ADAC und die
Landesverbände des THW können,
wie es vielfach schon geschieht, miteinander Maßnahmen für überörtliche
Einsatzfälle vorbereiten. Es hat
sich als sehr fruchtbar erwiesen, daß zwischen den bayerischen Verbänden die Erfahrungen aus dem Hochwassereinsatz in Bayern ausgetauscht
wurden und in Form von Vereinbarungen für großräumige
Einsätze ihren Niederschlag
fanden. Diese Maßnahmen auch
vorbeugend theoretisch festzulegen und sie dann ebenfalls in
Gestalt von Planspielen praktisch auszuprobieren, ist für die
Landesebene in gleicher Weise
interessant wie für den Ortsbereich.
Sollten sich Katastrophen ereignen, die über den Bereich
eines Landes hinausgreifen.,
oder für den Fall, daß die
Hauptstelle des THW genötigt •
ist, bei einer Großkatastrophe
mit Fahrzeugen, Geräten und
Helfern aus dem Bundesgebiet
A u ch
einzuspringen, sind auf Bundesebene zwischen dem Generalsekretariat des ADAC München und
der Hauptstelle des THW Koblenz
entsprechende Maßnahmen vereinbart. So hat sich u. a. das Generalsekretariat bereit erklärt, Fahrzeuge
des THW, die aus weiter abgelegenen
Orten über die Autobahn zu den Einsatzorten abgeordnet werden, durch
die ADAC-Straßenwacht betreuen zu
lassen. Es ist dies für das THW besonders wichtig, denn es hat sich
schon zugetragen, daß seine Fahrzeuge unterwegs Pannen erlitten und
von der Autobahn weg in kleinere
Orte zur Reparatur fuhren. Sie waren
dann einige Zeit nicht auffindbar und
fielen aus. In Zukunft bleiben die
THW-Fahrzeuge auf der Autobahn
stehen, bis die ADAC-Straßenwacht
l
d e r Bundesgr en zschu tz st ellt T r ansportmit t e l fü r d as T H W
sie unter ihre Fittiche nimmt und
wieder fahrbereit macht.
Es konnte und sollte mit den vorstehenden Ausführungen nur angedeutet werden, welche entscheidende Hilfe der ADAC dem THW
geben kann. Durch das Zusammenspiel beider Organisationen und durch
einen Ausbau der praktischen Maßnahmen können beide in ihrem Teil
wesentlich dazu beitragen, daß die
Hilfeleistung für die durch Katastrophen bedrohte Bevölkerung erheblich beschleunigt wird. Ein kameradschaftliches Zusammenwirken von
ADAC und THW wird einen wesentlichen Beitrag mehr für eine wirksame und schnelle Hilfeleistung in
K8. tastrophenfällen liefern.
Motoris ie rte ß er e its chaftszüge im E insatz
A mphibie nfahr zeu ge de r US-Arm ee b e fördern THW-Helfer zu
einer Hochwasse r e insatzste ll e
4
In K atastrophe n fälle n s tellen Mitglied e r des AD AC
b e reitw illig ihre Fahrzeu ge zur Ve rfü gung
Dr.- In g . Meye r - H oisse n :
Baulicher Luftschutz
F ur lse l z lln ~
Auch im Atomkrieg gibt es Möglichkeiten, die Zivilbev ölkerung gegen
di e Wirkun gen dieser modernsten Waffen zu schützen. Der Luf tschutz ist
nicht überflüssig geworden, er geht nur n eue Wege. Nachdem in der JuniAusgabe die Bedeutung der SchutzstoHen in den Formen des Hang- und
des TiefstoHens erläutert wurde, befaßt sich Dr.-Ing. Meyer-Hoissen in
dieser Fortsetzung mit dem Schutzbunker.
Um den Leser nicht zu ermüden,
soll die Beschreibung der Schutzbunker kurz gefaßt werden, zumal
die nachfolgenden drei Abbildungen
bereits eine gute übersicht über den
Aufbau und die Einrichtung mehrerer
Varianten dieser Schutzraumba uten
geben.
Nach der Begriffsbestimmung sind
Schutzbauten allseitig geschlossene
biegesteife Baukörper aus Stahlbeton
mit räumlicher Bewehrung, die Schutz
gewähren gegen Volltreffer von
Sprengbomben bis einsch!. 1000 kg
und gegen Nahtreffer von Sprengbomben noch schwerereru Kalibers,
gegen Br andbomben >und Feuersturm,
gegen atomare, biologische und chemische Kampfmittel sowie gegen die
Wirkung von Atombomben bei Luftdetonationen bis zu einem überdruck
von 9,0 atii.
Sowohl in bezug auf Sprengbomben
als auch hinsichtlich der Atombomben stellen wir eine Minderleistung
an Schutzumfang gegenüber dem
Schutzstollen fest. Aus Sicherheitsgründen mußte daher das Fassungsvermögen von Schutz bunkern auf
höchstens 1500 Personen beschränkt
werden. Dies bedingt wiederum ein
Ansteigen der Herstellungskosten,
die je na ch der Größe des Bunkers
zwischen 800 DM und 2000 DM pro
Person betragen dürften. Ein Fassungsvermögen von 250 Personen
stellt die aus wirtschaftlichen Gründen vorgesehene untere Grenze dar.
Für die Bemessung der Wände,
Sohle und Decke eines Schutzbunkers'
ist nicht die Atombombe maßgebend,
sondern die Volltrefferwirkung von
Sprengbomben bis zu einem bestimmten Kaliber (1000 kg) . Dementsprechend beträgt die Dicke der Abschlußdecken und Umfassungswände
in Stahlbeton über und unter Gelände 3 m, Für die Sohle ist, falls sie
tiefer als 5 m unter Gelände lh:~gt,
eine Verringerung der Dicke bis auf
1,50 m bei 8 m Tiefe zugelassen. Im
Gegensatz zu ihren Vorgängern aus
dem zweiten Weltkrieg sollen Schutz-
bunker grunds·ätzlich unter Erdgleiche, jedoch ohne Erdüberdeckung
der Ab schluß decken angelegt werden.
Nicht immer werden die Untergrundverhältnisse eine solche Anlage zulassen. Für solche Fälle darf eine teilweise oberirdische Lage vorgesehen
werden. Selbstverständlich müssen
alle Zugänge außerhalb des Trummerbereichs benachbarter Gebäude liegen.
In den Abbildungen 5 und 6 sind
eingeschossige,
unterirdische
Schutzbunker für
je 250 Personen
dargestellt. Abbildung 7 zeigt
einen
zweigeschossigen, teilweise oberirdisch
angelegten
Schutzbunker für
1500
Personen.
Man beachte die
unabhängigen,
weit voneinander
entfernten Eingänge m it den
massiven
Eingangsbauwerken,
die
Druckkammern "m Stelle
der Gasschleusen,
die zweckmäßige
Unterteilung der
Aufenthaltsräume in Einzelräume zur Aufnahme von je 50
Personen,
die
Rettungsräume,
Abort- und
Woochräumeund
die Maschinenräume.
großem Maßstab erfolgen. Die Errichtung von Bunkern ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen, und zwar da,
wo ein besonders hohes Schutzniveau
erzielt werden soll und die Ausführung des leistungsfähigeren und wirtschaftlicheren Schutzstollens nicht
möglich ist, z. B. für Befehlsstellen,
Massenschutzräume für Bahnhöfe
usw.
Ein besonderes Problem ist die
Wiederherstellung der aus dem Kriege
noch vorhandenen, aber durch Heraussprengung von Öffnungen für
Luftschutzzwecke unbra.uchbar gema,c hten Luftschutzbunker. Die in
diesen Bauten noch gegebene Schutzkapazität muß ausgenutzt werden.
Beträgt die Wanddicke solcher Bauten
3 m, so gelten Slie nach der Wljeder-
3."[email protected]~~f.6<L_~"l_
Der Bau von
Schutzbunkern in
der
heutigen
Ausführung wird
nicht mehr wie
bei dem Bauprogramm
des
Jahres 1941 in
-+
o
_
100
-I--3'00 d
Grundriss
SchnittA-ß
I
IL _ _ _ _ _ _ _ _ _ _TER
I
__ "
SchnittC-O
E ingeschossige r Bunke r f ür 250 Personen (Abb. 5)
5
herstellung als Schutz bunker im Sinne der amtlichen Bestimmungen. Die Schließung der Außenwände muß natürlich sehr
sorgfältig vorgenommen werden. Die neue Stahlbewehrung wird
(Schluß von Seite 2)
21,20
3,00--1'1'-- - -
15,20
B
Grobsand Vor{1lfer
Das Luftschutzp l"o g l'am lll
d eI." Bundesregi erung
Schnitt A-B
Ei ngeschossige r Rundbu nker für 250 P e r sonen (Abb . 6)
an die alte angeschweißt, und an den Seiten und an den Brüstungen werden konische Aussparungen im alten Beton ausgespitzt,
so daß ein fester Verband zwischen altem und neuem Stahlbeton
erreicht W1ird.
in einer gewissen Entfernung vom Explosionszentrum angelegt wurden, das wirksamste Mittel,
um Verluste in erträglichen Grenzen zu halten. Bei
der Wirkung moderner Angriffswaffen ist ein Vollschutz nicht durchführbar. Das Bundesministerium
für Wohnungsbau hat aber dn Zusammenarbeit
mit dem Bundesrninisterium des Innern Schutzraumbauten entwickelt, die nicht nur gegen die
herkömmlichen Bomben wirksam sind, sondern
auch - in einem gewissen Abstand vom Explosionszentrum - gegen Atom- und Wasserstoffbomben
Schutz bieten.
Es ist in Aussicht genommen, zunächst nur
Schutzräume in Neubauten an Orten über 10000
Einwohnern zu bauen. In Orten mit mehr als
10000 Einwohnern werden zur Zeit jährlich rund
350000 neue Wohnungen gebaut. Für diese Wohnungen sollen im nächsten Jahr Schutzräume eingerichtet werden. In diesem Jahr ist die Einrichtung von Schutzräumen noch nicht möglich, da
die Verpflichtung zum Bau von Schutzräumen erst
durch das kommende Luftschutzgesetz ausgesprochen werden muß.
Neben dem Bau von Schutzräumen in Neubauten sind noch die Instandsetzung der vorhandenen Bunker, soweit dies zweckmäßig erscheint, und der Bau von Sammelschutzräumen
in Aussicht genommen. Der Bau von Schutzräumen in den vorhandenen Wohnungen ist vorläufig aus technischen und finanziellen Gründen
zurückgestell t.
Die Gesamtausgaben des Luftschutzprogramms,
die aus öffentlichen Mitteln gedeckt werden soll en, betragen 1,2 Mrd. DM. Es ist gepl ant, die
Kosten des Luftschutzes in einem angemessenen
Verhältnis auf Bund, Länder und Gemeinden zu
verteilen. Die endgültige Entscheidung über die
Kosten wird von den gesetzgebenden Körperschaften in dem Luftschutzgesetz getroffen werden. Das Luftschutzgesetz, das im Rahmen des
Luftschutzprogramms vorbereitet wird und die gesetzliche R egelung für die
Durchführung des Programms
trifft, wird sobald wie möglich dem Kabinett vorgelegt
werden.
300 Stunden in der Luft
33.80
Untergeschoss
SolO -1+--s.JO-k~(.j-S;5"O -hoot
Obergeschoss
Schnitf A-B
Z weigeschossiger Schutzbunke r f ür 1500 Men schen (Ab b. 7)
6
Fachleute der amerikanischen Flugzeugindustrie vertreten die Ansicht, daß in
etwa sieben Jahren die ersten
mit Atommotoren betriebenen Flugzeuge zum Einsatz
kommen werden. Solche Maschinen können die dreifache
Schallgeschwindigkeit erreichen, den Atlantik in weniger
als zwei Stunden überqueren
und etwa 300 Stunden in der
Luft bleiben. Trotz der hohen
Geschwindigkeiten
rechnet
man nicht mit wesentlichen
äußerlichen Veränderungen
gegenüber den heute üblichen
Formen der Düsenflugzeuge.
Obel'ingenieul' Max .J üttnel':
Gedanken zur Einsatzv o r bereitungALle Geschehnisse in einem Ortsverband, also das Leben und Treiben der
Helfer im inneren und äußeren Dienstbetrieb, dienen einzig und aLlein der
Einsatzvorbereitung. Ziel der Einsatzvorbereitung ist die ständige Einsatzbereitschaft in ihrer bestmöglichen Form.
Nicht allen Helfern ist klar, daß
jeder Dienst, seien es Grundausbildung, Spezialausbildung, Ver&ammlungen, Vorträge, übungen,
Besichtigungen, Schauvorführungen,
Modellbau, Hilfeleistungen technischer Art bei Behörden, Verbänden,
Vereinen und befreundeten gemeinnützigen Organisationen, nur dem
Zweck dient, "Einspielung des Helfers auf den Einootz". Der Begriff
"Einspielung" besagt, daß der Helfer
gewissermaßen spielerisch auf den
Einsatz vorbereitet werden soll, daß
er in seiner aktiven Teilnahme an
diesen Vorgängen eine Freizeitgestaltung, eine Entspannung und
Ablenkung von seinem täglichen
Beruf empfinden soll, gepaart mit dem
Bestreben, im gegebenen Augenblick
seinem Nächsten aus der Not helfen
zu können.
Diese permanente Bereitschaft verlangt ebenso eine dauernde Einsatzvorbereitung. Es ist durchaus nicht
gleichgültig, welchen Stand der AuS'bildung der Durchschnitt der Helfer
im Augenblick ,de& Einsatzes erreicht
hat. Schon in den ersten Lebenswochen eines Ortsverbandes könnte
jederzeit eine Gruppe von THWHelfern bei einem Notstand eingesetzt
werden. Die Qualität des handwerklichen und technischen Könnens des
einzelnen Helfers der Gruppe, der
Gemeinschaft, des Ortsvel'bandes bestimmen deshalb Wirkung und Erfolg des Einsatzes.
Jeder vom Unglück betroffene einzelne, jede Gemeindevertretung, jeder
Katastrophenschutzleiter muß bei der
Arbeit des THW fühlen: Diese Helfer
können etwas, sind großartig in ihrem
Zupacken, in ihrer Ausdauer, Entschlossenheit und in ihrem fachlichen Können. Es ist eine gut aufeinander eingespielte Gemeinschaft;
jeder bewältigt seine Teil- und alle
meistern die Gesamtaufgabe. So
müßte stets über die Arbeit des
THW-Helfers geurteilt werden. Dazu bedarf es des Eifers des neu Hinzukommenden, der Initiative des
Ausbilders, des Gruppenführers, des
Ortsbeauftragten. Der Ortsbeauftragte muß sich, falls notwendig, von
den nu:r Belastenden lösen, stets aber
die Willigen halten können. Es werden immer wieder "Sehleute" kom-
men, die nach Befriedigung ihrer
NeUgierde fortbleiben und weder
durch gute Worte noch durch Nachlaufen wieder zu gewinnen sein
werden. Sie waren nicht die Wertvollsten und damit auch kein Verlust
für den Ortsverband. Es werden aber
viel mehr gute Kräfte kommen, die
wissen, daß man sie braucht, und die,
die Nützlichkeit der Sache erkennend,
ihre freien Stunden opfern und sich
regelmäßig wieder einfinden. Sie
kommen, um zu lernen, um einen
Kameradenkreis zu schaffen, mit
dem sie die innere Verpflichtung,
Helfer in der Not zu sein, verbindet.
Diese Helfer wollen nicht "umsonst"
gekommen sein. Sie wollen, daß man
gerade a.u f sie gewartet hat, um ihr e
Mithilfe sowohl in der Schulung a ls
auch bei übungen und im Einsatz zu
verwerten. Diese Männer müssen im
ständigen Fortschritt der En twicklung
des Ortsverbandes den Erfolg ihres
Einsatzwillens sehen.
Den aufeinander
einge&pielten
Stamm an Helfern ständig richtig einzusetzen, wird einem geschickten Ausbilder, Gruppenführer oder Ortsbeauftragten stets gelingen, sofern er
sich selbst in erster Linie als Helfer
unter seinen Helfern fühlt. Sie laufend
an selbstgestellten techni&chen Aufgaben zu interessieren, ist die
schwerste Aufgabe, die den Führungskräften gestellt ist. Nur das
Bewußtsein des Arbeitens auf lange
Sicht, der dauernden Vorbereitung
auf einen Ein&atz kann verhindern,
daß bei Helfern, Mitarbeiterfi und
Führungskräften ein Erlahmen der
Einsatzbereitschaft eintritt.
Es darf nie zu einem vollkommenen
Abschluß der Ausbildung des Helfers
kommen. Mancher Helfer, der "fertig"
ausgebildet ist, wird nicht mehr kommen und nur noch auf den Einsatz
warten. Er geht langsam, aber sicher
der Gruppe und der Gemeinschaft
verloren; er entwächst dem im
Augenblick des Einsatze& notwendigen Gemeinschaftsgeist. Haben der
Orts beauftragte, seine Mitarbeiter in
den Ausschüssen und seine Führungskräfte diese Gefahren erkannt,
dan n sollten sie eigentlich schon
überwunden sein.
Um eine Wiederholung der Ausbildungsthemen bei dem einzelnen
Helfer zu vermeiden u:nd damit ein
Nachlassen des Interesses zu verhindern, ist der folgende Hinweis von
Nutzen:
1. Neu Hinzukommende sind von
den bereits vorgeschulten Helfern in
der Ausbildqng zu trennen.
2. Die Systematik der fortlaufenden
Weiterbildung, von der Grundausbildung, im üben von Stichen und
Bunden angefangen, darf bei keinem
Helfer vernachlässigt werden.
3. Bei übungen und technischen
Hilfeleistungen haben alle Helfer
ohne Ausnahme, jeder nach dem
jeweiligen Stand seiner Ausbildung,
mitzuwirken.
Zur Erhaltung der Helfer seien
abschließend noch folgende Anregungen gegeben:
1. Jede von außen kommende Gelegenheit zur teclmischen Hilfeleistung und zu übungen an wertlosen
Objekten ist zu benutzen, sofern sie
dem bodenständigen Gewerbe gegenüber nicht als Konkurrenztätigkeit
ausgelegt werden kann.
2. Kein anerkannt williger H elfer,
der aus beruflichen Gründen an der
Teilnahme an der Ausbildung und an
übungen verhindert ist, d arf fallengelassen werden, sofern man seine
Liebe zur Sache spürt. Er ist durch
Zustellen der Dienstpläne, wiederholte Einladungen ·und gelegentliches
Aufsuchen an den Vorgängen im
OrtsveI"band zu interessieren.
Die permanente Einsatzvorbereitung bedeutet die Erhaltung des
Lebens des Ortsvel'bandes, bedeutet
die Erhaltung der Einsatzfreudigkeit
des Helfers und damit die ständige
Verbesserung der notwendigen Einsatzbereitschaft.
Eine Ins el aus Stahl
An der Ostküste der USA sollen
30 künstliche Inseln im Rahmen der
LandesverteidJigung errichtet werden.
Die erste wurde bereits fertiggestellt
und wird Hunderte von Kilometern
vor der Küste versenkt und verankert. Das stählerne Gebilde besteht aus einem Turm mit einer dreieckigen Plattform von 70 m Seitenlänge. Auf ihr erheben sich Gebäude
für 70 bis 100 Menschen. Hubschrauber können landen. Die Inseln dienen
vorwtiegend der Radarbeobachtung
sich nähernder Schiffe und Flugzeuge. Bei E bbe ragt die Plattform
der künstlichen Insel mehrere Meter
aus dem Wasser, bei Flut wird sie
vom Wasser fast erreicht.
7
Ob e rin ge n ie ur G. Fey dt:
Bei Störungen des Verbundnetzes
Maststeiger-Ausbildung der Freileitungs-Grupp en des THW
Naturkiatastrophen, Sal?<>tageakte
und die Wirkung von Luftangrli.f.smitteln können eines Tages c1ie Ursache von empfindldchen Störungen
des Verbundnetzes der E ,lektI1i2Jitätsversorgung des ganzen Bundesgebietes sein.
Im Kr.iege und .in den Vorkrdegsjahren stellte die Tech,.nische Nothrilfe
durch ihre sogenannten Hochspannungstrupps Helfer bereit, die den
ElektriZii tä tsversorgungs betI1ieben für
derar tige Notfälle als sachkundige
Kräfte zur Verfügung gestellt werden
konnten.
Das THW hat für diese Aufgaben
Freileitungs-Gruppen, die in der be-
1
Abb.l
helifsmäßi.glen I nstandsetzung von
Hochspannungsleitungen, dm Bau und
Aufstellen von Behelfsmasten und in
der LeitungsverlegJUng geschult werden. Ein heute schon bei den berufsmäßigen Fl'eiJ.eLtungsmonteuren vorhandener Engp.a ß, nämlich ein geWlisser Mangel .an schwindelfreien
Steigern für die hohen \lilld höchsten
Maste der VersoI1gun,gsnetze, für das
Arbeiten auf Traversenleitern, die
Montage VOlITl "FtahI1stuhl" .aJUS und
für das unter Umständen notwendig
wendende "Kettensteigen" äst aber
Abb.2
auch beim THW fesbustellen. Hier
Abhilfe zu schaffen, ist die Aufgabe,
der an einzelnen übungsstätten stattfindenden Maststeitger-Lehrgänge.
Die Auswahl der dafür heranzuziehenden Helfer erfolgt UlD.ter den Gesichtspunkten allgemeiner gesUlD.dheitldcher Tauglichkeit, SchWlindelfreiheit, eines m ittleren Lebensalters
zwischen 30 und 50 Jahren und fachlicher Eignung.
Die AusbiLdung selbst umfaßt bei
den Sonderlehrgängen nur ganz bestimmte Sparten, die im Rahmen der
örtlichen
S-Gruppen-Ausbildung
nicht erschöpfend geübt werden können.
Nach einer am ersten Tage stattfinde n den eingehenden Unterweisung
an den dn den Höchst- und Hochspannungsnetzen vorzufindenden Armaturen WiLrd eine überprüDung ,i m
Ho.lzmastensteigen an Behelfsmasten
bis zu 18 m Tl'avel'senhöhe und über
diLe Kienntnisse im Binden von Mittelspannungs1eitungen an Stützisolatoren durchgeführt. Abb. 1 rund 2 zeigen
zwei Aufnahmen aus diesen wichtigen übungen.
Die Anwendung aller gebräuchlichen Verbinderarten schließt den
Abb. 4
II
[
Ab b. 3
8
prak1lischen TeiJl. des ersten Lehrgangstages ab, der n ach dem .Abendessen einen Filmab en d mit dem 220kV-Leitungsbaufilm der AEG und
dem Film "Strom fü r E urop a" bringt.
Der zweite rund drtitte Tag umf,a ssen pr aktische ü bungen rim Armieren
von Behelfumasten mdt Hänge- und
Absp annisolator enketten , wobei besonderer Wert dar a uf gelegt wird,
daß der H elfer im Wechsel mit K appeniJSol atorenketten, Vo1Lkern-lsilla-
Abb . 6
torenketten und Langstab-Isrua,toren
arbeiten muß und mit cLiesen verschiedenen Booang-Fo·r men vertro.ut
gemacht wird. Auch in bezug auf die
Armaturen le.rnt er den Gesamtbereich VOtIl der Klemme mit fester
SeilmuLde über schwingende Hängeklemmen bis i'JUJI' Is chwmg.e nden Auslöse-Hängekle.mme und die verschiedenen Deckel-, Keil.- 'Und Konus-Abspannklemmen kennen und handhaben. Abb. 3 I\llld 4 zei.g en einzelne Arbeiten.
Im Grmppenwechsel wiird gleichzehUig runächst .an zu übunglsmas1Je.n
ausgebauten A-Portalen diaJs Sted.gen
an K .a ppenisoJ.atorenketten, die Technik der AnwendU!llg von Phasenbügeln und Flascheni'Jügen, das Auswechseln einZlelner Glocken und das
Arbeiten vom Fahrstuhl geübt. So
sehen wir in Bild 5 einen Helfer bedm
Steigen ·a n einer Kette, in BiLd 6 das
AUiSwechseln einer defekten Glocke
und in Md 7 übungen an der ZWJischenbühne zunächst li n 5 m Bodenabstand. Beherrscht der Helfer diese
Arbeiten, so wel1den die entsprechenden übtIDg.e n in betr.i.ebsmäß~ger
Höhe -an Gitter- und .Behelfsmasten
wiederholt. Bild 8.
Der weitere Ausbau des übungsgeländes erlaubt die dringend erforderliche Ausweitung der Lehrgänge auf den Umgang mit BündelLeitern und die dazugehörigen Armaturen und Arbeitstechniken.
Abb. 7
...
...,.
Abb.8
Hnb s ehranbel~
mit 500 km / St.
Der frühere Bremer Flugzeugkonstrukteur Prof. Focke baut zur Zeit
in Brasilien Flugzeuge. Seine neu este
Konstruktion ~st ein M ittelding zwischen Flugzeug und Hubschrauber.
Es wird Helineonair heißen und im
Gegensatz zu den üblichen Hubschrau bern sehr schnell fliegen können. Prof. Focke nannte selbst eine
Geschwindigkeit von 500 km in der
Stunde.
9
Ober;ngenieur G. Fey-dt:
werden. Für die CO-Bestimmung sind
10 Pumpenhübe an dem Bedienungsknopf einzustellen. Die Vergleichsröhrchen zeigen folgende Werte:
Technische Neuheiten
Der Aue r - Gas-Meßanzeiger Nr.
4751, abgekürzt GMA-Gerät genannt,
ist eine Neuerscheinung auf dem Gebiete der Gasspürgeräte. Ebenso wie
die bekannten Gasspürpumpen benutzt das Gerät das bekannte Prinzip,
durch für bestimmte Gase ausgebildete, h ochempfindliche Prüfröhrchen
eine genau dosierte Menge der zu
untersuchenden Luft mittels einer
Luftförderpumpe zu leiten. Die Farbänderung des Prüfröhrchens zeigt einmal die Anwesenheit giftiger Gase
an und ermöglicht außerdem durch
Vergleich mit den einzelnen Farbstufen eines Vergleichsröhrchens, die
Konzentration des Giftgases in der
Luft zu bestimmen. Die bisherigen
Geräte hatten den Nachteil, daß einmal die Zahl der Pumpenhi1be vom
Bedienenden gezählt werden mußte
und außerdem bei unexakter Handhabung das Hubvolumen ,der einzelnen Hübe nicht immer gleich zu
sein brauchte. Diese Fehlermöglichkeiten sind bei dem neuen Gerät
ausgeschlossen. Die Eigenart der
Konstruktion bringt es mit sich, daß
sowohl die Anzahl der Hübe als auch
die Gleichheit des H ubvolumens der
Einzelhi1be automatisch sichergestellt
sind und dadurch auch n icht besonders geschultes Personal dieses GMAGerät bedienen und einwandfreie Ergebnisse erzielen kann.
Das Gerät besteht aus der Luftfördere in richtung (GMA-Pumpe), dem
Prüfröhrchen (vorerst nur für Kohlenoxyd), dem Vergleichsröhrchen
(vorerst nur für Kohlenoxyd) und der
Tragetasche aus Leder.
Die Abbildung zeigt das aus der
Tasche entnommene, einsatzbereite
Gerät. Die GMA-Pumpe ist eine
Membranpumpe in Pistolenform, die
für Einhandbedienung eingerichtet
ist. Daumen und H andteller halten
den Handgriff, während die übrigen
Finger den Abzugshebel bedienen.
Prüf- und Vergleichsröhrchen werden
in Gummimuffen an der Oberseite
(gewissermaßen 'als Lauf) gehaltert.
Bei der Verwendung von CO-Prüfröhrchen arbeiten die Ventile der
Pumpe so, daß die Prüfluft durch das
Prüfröhrchen ausgeblasen wird. Die
Ansaugung der zu prüfenden Luft
erfolgt durch den am Handgriff sichtbaren Stutzen, an dem auch ein
Schlauch zur Entnahme von Proben
aus nicht zugänglichen Orten angebracht werden kann. Die Vorreir.igung der Prüfluft erfolgt durch im
Han dgriff auswechselbar angeordnete
Aktivkohle.
Der seitlich angebrachte schwarze
Bedienungsknopf dient zur Einstellung der Anzahl der Pumpenhübe,
die zwischen 1 und 13 liegen können.
Auf der Gegenseite befindet sich ein
roter Auslösehebel, der die nach Ablauf der eingestellten Hubzahl eintretende Blockierung der Pumpe aufhebt. Der Meßvorgang besteht darin,
daß der Messende nach Auslösung des
Auslösehebels den Abzugshebel so
viele Male eindrückt, bis nach Ablauf
der einge~tellten Hubzahl die Pumpe
sich ,a .utomatisch blockiert. Das Ergebnis der CO- Bestimmung kann
nun sofort durch Vergleich der Prüfund Vergleichsröhrchen abgelesen
0,001
0,005
0,01
0,02
0,05
0,1
0,3
Vol%
Volo/o
Volo/o
Vol%
Volo/o
VolOfo
VolOfo
CO
CO
CO
CO
CO
CO
CO
Schon eine Konzentration von
00005 VoWo CO wird durch einen
sct.wachen, aber deutlich erkennbaren Farbring angezeigt. Die Werte
ab 0,02 Volo /o CO sind rot gekennzeichnet, weil derartige CO-Konzentrationen merklich gesundheitsschädlich sind und die Arbeiten in derartigen Konzentrationen die Benutzung
eines Atemschutzgerätes notwendig
machen.
Die Ledertragetasche kann sowohl
am Koppel als auch am Schulterriemen getragen werden. Sie enthält
die GMA-Pumpe, das Vergleichsröhrchen" einen 2 m langen Schlauch,
Aktivkohlevorrat, Ventilverschlußschrauben-Schlüssel und eine Pinzette
zur Herausnahme der Ventile. An der
schmalen Seitenfläche ist eine Ledertasche für den Behälter mit 25 Prüfröhrchen angebracht.
Zusammenfassend kann gesagt
werden, daß das Gerät einen bedeutenden F ortschritt auf diesem Fachgebiete darstellt.
Sprengleh.-gang
Die Frau eines THW -Helfers schrieb
der Redaktion aus Hamburg:
Mein Mann ist eifriger THWH;lfer, ich trage es mit mehr oder
weniger Fassung (wegen des vielen
Alleinseins), aber unsere beiden Mädel respektieren es sehr. Neulich passierte mir Folgendes, und ich möchte
es Ihnen kurz schildern, denn ich
könnte mir denken, daß auch andere
THW-Familienväter
Spaß
daran
haben.
Ich ging mit meiner Heinke (6 Jahre
alt) in Hamburg am Jungfernstieg in
der Nähe des Alsterpavillons spazieren. Die Gärtner hatten in den Anlagen Blumen gepflanzt und sprengten nun die Beete. Heinke fragte:
"Was machen die Männer?" - "Die
sprengen!" war meine Antwort. Darauf folgte eine längere Pause. Dann
sagte Heinke: "Nicht, Mutti, Vati hat
doch auch schon einen Sprenglehrgang mitgemacht!"
Ob ich da wohl mitten auf dem
Hamburger Jungfernstieg einmal laut
gelacht habe?
Frau Else Mußmann
10
Im Auftrage der Hauptstelle und
unter ihrer fachlichen Beratung hat
die Deutsche Industrie- und Dokumentarfilm GmbH. einen Tonfilm
her,g estellt, der sich mit der SprengausbiLdung und mit SpTengeinsätzen
des THW befaßt. Es war gelungen,
zwei interessante größere Sprengaufgaben, die von THW-Helfern durch%eführt wurden, im Bilde festzuhalten. In einem Falle handelte es
sich um ein ,g rößeres Sprengvorhaben, das vier Ortsverbände aus
Nordrhein-Westfalen unter verantwortlicher Leitung des Sprengmeisters der Bundesschule im Sommer 1954 durchführten. Ein Komplex
von über 1500 cbm Betonwerk, bestehend aus ehemaligen MunaAnlagen, wurde in mehr als 7000
Arbeitsstunden an den freien Wochenenden gesprengt.
Der Film zeigt den eindrucksvollsten Teil dieser Arbeiten. Man sieht
die THW-Helfer beim Ausbohren
der Sprenglöcher mit dem Preßluftbohrer, beim Umgang mit der Spreng'munition, bei dem Laden und Verdämmen der Bohrlöcher. Faschinen
werden gebaut und zum Abdämmen
des Sprengobjektes sachgemäß aufgelegt. Schließlich zerbirst unter dem
Donnerschlag der Explosion eine Wand
von über 150 Tonnen
Gewicht. Wenn die
Staubwolke sich verzieht, liegt ein Trümmerhaufen da, wo
zuvor eine riesige
Wand im Wege stand.
In
der zweiten
Hälfte des Films wird
gezeigt, wie die THWHelfer beim Präzisionssprengen Maßarbeit leisten. Ein
über 30 Meter hoher
Schornstein, der dicht
an einem Bahngelände steht, muß in
einer Fahrpause von
nur neun Minuten in
einer genau vorgeschriebenen Richtung
"umgelegt" werden.
Wie
dies gemacht
wird, zeigt der Film
zunächst theoretisch im Lehrsaal
einer Schule des THW. An Hand von
Skizzen und Grundrissen und mit
Hilfe von Sprengformeln wird festgelegt, wie die Sprenglöcher anzubringen sind und welche Mengen an
Sprengstoff benötigt werden. Dann
gehen die THW-Helfer ins Gelände,
zeichnen die zuvor errechneten Wirkungskreise und Bohrlöcher auf das
Sprengobjekt ab, und oonn beginnt
die Arbeit. Man sieht die THWHelfer in Gruppen beim Bohren mit
modernsten Geräten, beim Fertigen
der Zünder, beim Einbringen der
Ladungen (Verdämmen). Schließlich
wird die Sprenganlage sachgemäß
überprüft, und dann folgt das Kommando: "Achtung! Sprengung! " Der
Riese fällt; Steinbrocken rollen bis in
die Nähe des aufnehmenden Kameramanns. Sachlich stellt der Sprecher
am Schluß fest: "Die Sprengung ist
gelungen!" - In diesem Falle haben
die THW-Helfer mit Sekunden und
Millimetern rechnen müssen; was sie
in der Ausbildung gelernt haben, hat
sich in der Praxis bewährt.
So is t einrinteressanter Lehrfilm auf
einem der schwierigsten Ausbildungsgebiete des THW entstanden. Er
enthält viele spannende Momente und
gibt fast spielend eine anschauliche
Darstellung über diese lebensgefährliche Arbeit, die nur dann richtig verrichtet werden kann, wenn alle
Handgriffe gut sitzen und auch die
Berechnungen stimmen.. Zahlreiche,
gut gelungene Nahaufnahmen von
den einzelnen Phasen bei der Vorbereitung und Durchführung der
Sprengungen zeigen dem Fachmann
und dem Laien, "wie es gemacht
werden muß".
Die Freiwillige Selbstkontrolle der
Filmwirtschaft hat unter der Prüf.-Nr.
9821-S den Kulturfilm
des THW " Achtung!
Sprengung!" zur öffentlichen Vorführung
auch an hohen Feiertagenfreigegeben und
ihn als jugendgeeignet und jugendfördernd
erklä:rt.
Er
dient so zur Bereicherung der THWVeranstaltungen innerhalb und außer halb der Helferschaft.
Die Landesverbände
haben inzwischen genügend Tonfilmkopien
erhalten.
Wir wünschen dem
rneuesten
Filmprodukt des THW "Achtung! Sprengung!" die
Verbreitung und Beachtung, die es beanspruchen kann. Mbs.
11
I
Fachrechnen für den THWT-Helfer
L ö s u ngen z u den Aufgaben in
NI',
6
Spre ngaufgab e :
106 ) Fo r mel fiir Que r s chnitl s ßiich e:
Um fang x Wandstär ke = D. 7t . 1,8
607t . 1,8 = 60 . 3,14 . 1,8 = <f) 340 cm2 •
F
3
=
3
=
L a d e form e l: L
W . c. d
0,6 .3. 1,4 = 0,92 k g Ag 3
S p "en gstoffb e darf : Gewä h lt 9 Patrone n Ag 3/25 mm 0
je geballte Ladung.
also : 17 x 0,9 kg
15,3 kg
153 Patrone n
Z iindmitte lb e darf : 17 e l. Mome nt z iind e r
=
=
=
V e rdämmun gsart : L e h m.
Lad e form el :
Elektrotechnik:
L = F . 25 = 340 x 25 = 8500 g AG 3/25
S p ren gstoff: gewä h lt Ammon-Gelit 3/25 mm 0
S p re n gst o ffb edarf: 85 Patronen
Bedarf an Z iind m ilte ln , 2 eI. Momentzünder
U
A rt d er Anbring un g : In Kunststoffschläuchen
auf Scherwirkung, versetzt auf 213 und 1/ 3 des Umfanges.
206.) D ie Spannung zwisdlen den Phasenleitern beträgt:
= U . ]13= U . 1,73 = 289 . 1,73 = V' 500 V
207.) Sch e inle i stun g : Ns
Wirkle is tun g : N
=
w
J.
U .
J
cos Cf'
= 220 . 5 =
1100 W
= 220 . 5 . 0,8 = 880 W
1100
880 = 1,25
Ns
_Zun dlei tun"
U .
=
Verhä ltnis: N
w
Ns
oder
N
w
=
1
cos Cf'
= 0,8 =
1,25.
Die Schei nleistun/!: ist also 25% größer als die Wirkleistu ng.
Hohrleitungsbau:
107.) Anzahl d e r L a d u n gen :
Mauerlänge:
:l \V
W = 0,9 - 0,3 = 0,6 m ; 2 W = 1,2 m.
Grö ße v o n W , e u nd d :
W
0,6 m; c = 3 ; d = 1,4
=
20
1,2
=
17 Lad u n gen
306 ) Q u erschnitt von 500 mm Rohr = r 2 • 7t
25 . 25 . 3,14 = 1962,50 = 1963 c m 2
Q uersdlnitt von 250 mm Roh r = r 2 • 7t =
12,5 . 12,5 .3,14 = 490,6250 = 491 cm 2
1963 : 491 = 3,99 = 4 R o h re 250 mm Roh r
307.) Wasserinhalt Kelle r = Länge x Breite x Höh e =
15 x 7 x 0,35 = 36,75 m 3 = 30750 1 Wasserinhal t
36750 : 200 Mi n u tenliter = 183,75 min = 3 S td. 4 Min .
L e hrgänge in Dal-i e n t h a l
Im August 1955 finden in der THWBundesschule Marienthai keine Lehrgänge
statt . Für den September 1955 sind folgende Lehrgänge vorgesehen:
2. Maststeiger-Kurzl ehrgang 5. bis 7. Septemb er 1955 - Anmeldeschluß 20. 8. 1955.
Die Lehrgangsdauer beträgt 3 T age. Anreisetag: Sonntag, den 4. 9., Rückreisebeginn: 7. 9. 55, nachmittags.
3. Maststeiger-Kurzlehrgan g 8. bis 10.
Septemb er 1955 - Anmeldeschluß 23. 8. 1955.
Lehrgangsdauer 3 Tage. Anreisetag: Mittwoch, den 7. 9., RÜckreisebeginn: Sonnaben d, den 10. 9. 55, nachmittags.
Die Bedeutung des Lehrgangs und die
Forderungen, die an die Teilnehmer gestellt werden müssen, sind in dem Bildbericht auf Seite 8/9 dargelegt.
7. Sta rkstromka b el-Lehrgang vom 13. bis
17. Septemb er 1955 - Anmeldeschluß 28. 8.
1955. Die Lehrgangsdauer beträgt 5 Tage.
Anreisetag: Montag, den 12. 9., Rückreisebeginn: Sonnabend, den 17. 9. 55, nachmittags.
Das A rbeitsgebie t der Stark stromkabelverlegu ng in der Größenordnung d er
QuerSchnitte der Versorgu ngsnetze bedingt e i ngehende Kenntn is d es Aufba u es
und der Schad e n a n fälligkeit von Sta rkstrom- und Hochsp an n u ngskab eln . Mit
den einfachsten han dwerklich en K ennt-
12
nissen des Absetzens der Kabel und des
Schmierlötens beginnend, muß im L aufe
des Lehrganges jed er einzelne Teilnehmer
die Mon tage von End muffen, Verbindungs-, Abzweig- und HausanschlußMuffen sowie verschiedener Arten von
Endverschlüssen selbständig durchführen.
L ichtbilder und Experimentalvorträge ergänzen die P raxis. ü b ungen m it Kabelsuchgeräten und das Feststellen u nd
Sicherstellen des spannungsfreien Zustandes sowie die Prüfung und Feststellung
der Phasenfolge im Maschennetz runden
den Lehrgangsstoff zu einem abgeschlossenen Wissen sgeb iet auf. Für die Teilnahme am Lehrgang sind ein Mindestalter
von 25 Jahren und eine abgelegte Facharbeiterprüfung als Elektromonteur Vora u ssetzu n g.
8. L ehrgang im B ehelfsbrückenb a u vom
20. b is 24. September 1955 - Anmeldeschluß
4. 9. 1955. Lehrgangsdauer 5 T age . Anreisetag: Montag, den 19. 9., R ückreisetag:
24. 9. 55, nachmittags.
Behelfsbrückenb au-Lehrgänge dienen zur
Zeit noch der Ergänzu ng der Ausb ilderLehrgänge im Instandsetzungsdienst. Während des Lehrganges erh alten die Helfer
einen methodischen ü b erblick in t h eoretischer u nd praktischer Hin sicht über d ie
Ausb ildung im Bau von H olz-Behelfsbrücken. Die L ehrgangsteilnehmer sind
nach Möglichkeit aus eh emaligen Pionie-
ren, Bauingenieuren, Zimmermeistern und
Z immerpolieren auszuwählen .
7. Spren glehrgan g vom 26. September
bis 1. O k t ober 1955 - Anmeld eschluß 10. 9.
1955. Leh rgangsdauer 6 T age. Anreisetag:
Sonntag, den 25. 9., Rückreiseb eginn :
Sonnab end, den 1. 10. 55, naChmittags.
Vorausset zung f ür die T eilnahme am
Sprenglehrgang sind die Erfü llun g der
ZUlassungsbedingun gen z ur SprengstoffErla ubniss cheinprüfung b e i den Gewerb ea ufsichtsämtern und eine e ntsprechende
Spren g praxis a ls Sprengh elfe r . Ersatzweise kann in Ausnahmefällen die BeSCheinigung des Technischen Ausschusses
des OV ~nügen, die best ätigt, daß der
Lehrgangsteiln eh mer über folgende Kenntnisse verfügt:
1. Teilnahme an einer Sprenghelferausbildung des OV.
2. Beherrschung des Stoffes des Buches
"Was der Sprengmeister wissen muß"
von s preng-Ingen ieur Kleiner.
3. Beherrschung des Stoffes des Buches
"Der Schieß meister" von D ipl. -Ingenieur
L ämmert.
D a es sich um einen staatlichen Lehrgang handelt, behält sich der Prüfungskomm:issar des Gewerbeaufsichtsamtes
vor, in fraglichen F ällen vor Beg1inn des
Lehrganges Stichprobenprüfungen abzuhalten. Der Inhalt des Lehrganges und
die Prüfungsanforderungen entsprechen
den Vorschriften der Unfa llberufsgenossens ch aften für dde staatLichen Sprengm eisterleh rgän ge.
Bftehers ehan
punkt. Die Begriffe Verpuffung , Explosion
und Detonation sind unter den im Feuerwehrdienst üblichen Gesichtspunkten geschildert, die allerdings nicht ganz mit
de nen der Sprengtechnik übereinstimmen.
Fortschreitend über den Zündvorgang und
die Möglichkeit der Selbstentzündung wird
eingehend der Begriff der Wärme und
ihre Begleiterscheinungen wie Wärmeausdehnung,
Wärmeübertragung
und
Wärmestauung behandelt.
Im 3. Absatz finden die Löschmittel, ihre
Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten vom Wasser bis zu Schaum- und
Trockenlöschmitteln und der Kohlensäure
eine eingehende Erläuterung, die abgeschlossen wird durch eine leichtverständliche übersicht über die Anwendungsbereiche der Löschmittel.
In nächster Zeit ist Heft 3 der Schriftenreihe der Roten Hefte von Oberingenieur
Karl Schlosser der Landesfeuerwehrschule Rheinland-Pfalz zu erwarten, welches den Titel "Leinen, Seile, Hebezeuge"
trägt.
Das Heft 1 ist hinsichtlich seines Inhalts
in jeder Hinsicht geeignet, als Leitfaden
für den Unterricht der im Bergungs- und
Instandsetzungsdienst mit Tragkraftspritze
ausgerüsteten
Brandbekämpfungskräfte
der Bur-Bereitschaften zu dienen, es
kann den THW-Helfern bestens empfohlen
werden.
Die Roten Hefte, Schriften reihe für den
Feuerwehrmann, Heft 1, Verbrennen und
Löschen. Eine Lehrschrift für den Feuerwehrmann von Dr. Friedrich Kaufhold,
W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart und
Köln, 1955. 59 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert 0,95 DM, bei Sammelbestellung ab 20 Stück 0,90 DM.
Unter dem Sammelbegriff der Roten
Hefte erscheint im Kohlhammer Verlag
eine Reihe von Lehrschriften für den
Feuerwehrmann. Die Hefte, im Format
DIN A 6 gehalten, sind broschiert und als
Unterrichts- und Lernhefte für den
Feuerwehrdienst gedacht.
"Verbrennen und Löschen". Das Heft 1
der Schriftenreihe ist von Dr. Friedrich
Kaufhold, dem Direktor der Landesfeuerwehrschule Nordrhein-Westfalen, zusammengestellt und enthält die physikalischchemischen Grundlagen des Verbrennungs- und Löschvorganges, die Löschverfahren und Löschmittel. Bewußt ist
der Inhalt in einem allgemein verständlichen Ton gehalten. Trotzdem ist darauf
geachtet worden, daß die Bedeutung der
einheitlichen Fachausdrücke herausgehoben wird und daß im Laufe der Lektüre des Heftes den Lesern diese Fachausdrücke in Fleisch und Blut übergehen.
Illustriert durch sehr gut verständliche,
schematische Skizzen enthält das Heft
alles Wichtige über die Grundbegriffe, die
für einen Verbrennungsvorgang von Bedeutung sind, geht dann über zu den
Vorbedingungen der Verbrennung, des
Mischungsverhältnisses mit Sauerstoff und
erläutert dabei die Begriffe Zündbereich,
Zündgrenze, Flammpun kt und Brenn-
W erkmeister - T as ch enbu ch, Bundesberufsgruppe der Werkmeister DAG, Hanseatische Verlagsanstalt GmbH., Hamburg 36, Büschstraße 7. 229 Seiten mit
vielen Abbildungen und Tabellen, in Leinen gebunden, Taschenformat 4,50 DM.
Die Berufsgruppe Werkmeister der
Deutschen Angestellten-Gewerkschaft hat
in der
Hanseatischen Verlagsanstalt
GmbH . ein Taschenbuch herausgebracht,
welches für die Helfer des THW hinsichtlich seines technischen Inhalts recht
empfehlenswert erscheint. Der allgemeine
Teil enthält arbeitsrechtliche Fragen sowie
Probleme der Angestellten-Versicherung,
Höhe der Renten, Invaliden-Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung, ergänzt durch ein ABC der Wirtschaft von Dipl.-Volkswirt E. Spaethen,
welches in Form einer alphabetischen
übersicht Begriffe, denen wir heute täglich im Wirtschaftsleben begegnen, kurz
und eindeutig erläutert und in ihren
Zusammenhängen darlegt.
Der technische Teil in seinem Gesamtumfang von 140 Seiten stellt einen kleinen
Ingenieurkalender dar, der deswegen besonders empfehlenswert erscheint, da er
in Kürze die wichtigsten Größen, die aus
einem Ingenieurkalender im Einsatz des
Katastrophenschutz- u . Luftschutzdienstes
gebraucht werden, enthält. Beginnend mit
Formelzeichen und Meßeinheiten, folgen
die Größenordnungen für Arbeitsleistung,
mechanische Energie, Wirkungsgrad und
Reibung. Auf zwei Seiten finden wir die
wichtigsten Chemikalien in ihrer Gegenüberstellung von gewerblicher Benennung,
chemischer Bezeichnung und Formeln
sowie die wichtigsten Elemente und ih re
chemischen Zeichen. Es folgen die Maßstäbe für die verschiedenen international
gebräUchlichen
Temperaturskalen
und dann algebraische, geometrische,
stereometrische Formeln. Die Zahlentafeln: Kreisumfang, Kreisfiäche, Quadrat
und Quadratwurzel umfassen die Zahlenwerte von 1 bis 1000. Es fo lgen Tab ellen
für die Ve,rwandlung von gemein en Brü-
ORDEN
ABZEIC HE N
METALLWAREN FABRIK
MEDAillEN
Ferdinand Hoffstätter
PLAK ETTEN
Seit 1818 im Familienbesitz
WE RB EAB ZEIC HE N
B O NN
Werkanschrift, Beuel-Lim perich . Telefon, Bonn 41235 u. 41(}(}S
*
Lieferant der Abzeichen des Technischen Hilfswerkes
BRUNO MÄDLER
Berlin NW 87 - Wiebestraße 18
Ge" .
-W
1BB2
Werkzeuge. Maschinen
Hebezeuge
Wer k st at teinrichtun g en
13
ehen in Dezimalbrüche, Zoll und Millimeter. Vergleichstabellen sowie Formelangaben über übersetzungsverhältnisse
bei Riemen- und Zahnrad trieb. Zeichnungsnormen und Hilfsmittel für Anreißübungen sind ebenso enthalten wie Tabellen über Kennfarben für Werkstoffe,
spezifische Gewichte fester und flüssiger
Körper, Gewichte für Stangen und symmetrische Umdrehungskörper verschiedener Werkstoffe und Umrechnungsfaktoren
für die Erweiterung der Gewichtstabelle
auf andere Querschnittsformen. Es folgen
übersichten über den Kubikmeter-Inhalt
von Waggonladungen verschiedener Baumaterialien; Tabellen über Kennfarben
für Rohrleitungen. Kurze Ausführungen
behandeln die Schmiermittel, Schmierstoff-Zuführung, Zahnradschmierung, Begriffsbestimmungen für öle, Fette und
Kraftstoffe sowie Fragen der Normung,
Schleifscheiben und ihre Anwendung und
Metalluntersuchung durch Funkenproben
sowie Schmelzpunkte von Metallen, Glühund Anlaßfarben des Stahles sowie Tabellen über die Schnittgeschwindigkeit von
Werkzeugen bei Schneidarbeiten, Keiltafeln,
Wechselräder-Berechnung
und
Richtlinien für die Preßluftwirtschaft.
Tabellen über die Gewichte von Baustoffen und Metallen sind ebenso enthalten wie Rauminhalts-Tabellen für Rundhölzer nach Mittendurchmesser, Inhalt der
Bretter und Balken, Widerstands- und
Trägheitsmomente der Balken und die
Umrechnung von m' in m' Holz für Bretter
und Bohlen.
Im Abschnitt Elektrotechnik ist eine
kurze Abhandlung über die VDE-Vorschriften und ihre Unterteilung vorhanden, dann folgen Formelangaben zur
Berechnung von Arbeit und Leistung,
Tabellen über Wirkungsgrad, cos 'f' und
Absicherung von Leitungen sowie Klemmbrett-Schaltbilder für Sterndreieckschaltung bei Drehstrommotoren. Die Beleuchtungsberechnung wird ebenso kurz und
verständlich besprochen wie die Ermittlung des Stromverbrauches von Glühlampen und elektrischen Geräten. Der
Abschnitt Elektrotechnik wird durch eine
Zusammenstellung der wichtigsten Berechnungsformeln der Elektrotechnik abgeschlossen. Im Anhang finden wir einen
überblick über die 1. Hilfe bei Unglücksfällen mit einer übersicht über die
verschiedenen gebräuchlichsten EinheitsVerbandskästen und ihren Inhalt. Hinsichtlich seines Preises und seines Formates dürfte das Werkmeister-Taschenbuch in jeder Hinsicht als Taschenbuch für
den Gruppenführer des BuI-Dienstes zu
empfehlen sein, damit er stets in seinem
Arbeitsanzug in zusammengefaßter Form
das nötige Nachschlagematerial bei sich
tragen kann.
Zeitseh.-iftenübersieht
Ziviler Luftschu tz, vormals Gasschutz
und Luftschutz; (wissenschaftlich-technische Zeitschrift für das gesamte Gebiet
des zivilen Luftschutzes) Mitteilungsblatt
amtlicher Nachrichten; Verlag: Gasschutz
und Luftschutz Dr. Ebeling OHG KoblenzNeuendorf, Hochstraße 20-26 . Erscheinungsweise monatlich, Einzelheft 3,- DM, vierteljährlich 8,10 DM. 19. Jahrgang, Heft 5,
Mai 1955.
O. Lummitzsch: "Die Aufgaben des Technischen Hilfswerks im zivilen Luftschutz";
"Geheimnisvolle Arktis"; "Tarnungsmaßnahmen in der Industrie aus Gründen des
Luftschutzes"; W. Haag: "Fernlenkwaffen";
U. Schützeck: "Die Stellung der Frau in
der Zivilverteidigung";
"Niederschläge
radioaktiver und radioaktivierter Partikel
nach Atombombendetonationen"; "Mitteilungen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie"; Deutscher Normenausschuß; Schrifttum. - Von ganz besonderem Interesse für die Angehörigen des
Technischen Hilfswerks ist der Aufsatz
des Herrn Direktor Otto Lummitzsch über
die Aufgaben des THW.
Das Gas- und Wasser fach (Gastechnik,
Gaswirtschaft, Wasserwesen). Verlag R.
Oldenbourg, München 1, Postfach. 96. Jahrgang, Nr. 9/10, Gas/Wasser. Sondernummer
der Jahrestagung des Gas- und Wasserfaches, Kassel, 1955.
L . Müller, A. Schönemann u. G. Böhnke:
"Der neue Horizontalkammerofen und die
Kohlenaufbereitungsanlagen im Gaswerk
Kassel"; F. Wurz: "ölvergasung - ganz einfach"; W. Zankl: "Bericht über einen Großversuch zur Erprobung des in BadenBaden entwickelten Verfahrens"; B. Greiner: "Ein Vertikalkammerofen mit neuartigem Einzelgenerator"; H. Wagner:
,.Zur Entwicklung der Gasversorgung in
Hessen"; H. Geilenkeuser: "Vom Bau der
Ferngasleitung Essen-Köln"; F. Michels
und H. Udluft: "Die hydrogeologischen
Grundlagen der Wasserversorgung Hessens"; K. Butt: "Die Wasserversorgung der
Stadt Kassel"; F. Engel: "Aufbau der
Mittelhessischen Wasserwerke"; S. Clodius: "Schema des Wasserkreislaufes, Neufassung für 1951"; H. Hugelmann: "Die
Aufb ereitung einiger Kasseler Wässer";
E. Daur: "Die Verseuchung des Untergrunds durch Benzin und öl"; C. Dorn-
14
heim: "Die Bewegung bakterieller und
chemischer Verunreinigungen im Untergrund"; F. Sierp: "Ausländische Abwasser-Wissenschaft". - Aus dem Inhalt der
Nr. 9 (Gas) und Nr. 10 (Wasser) sind des
Umfanges wegen nur die wichtigsten, für
das THW interessanten Veröffentlichungen herausgegriffen worden.
Das Gas- und Wasserfach. 96. Jahrgang,
Nr. 11, 1. Juni 1955. Gas: R. Nickel, Bremen: "Schaden am Becken eines Gasbehälters"; H. Düsterdick, Köln: "Bau eines
Kugelgasbehälters zur Speicherung von
Ferngas bei den Gas-, Elektrizitäts- und
Wasserwerken der Stadt Köln"; E. Eujen,
Braunschweig: "Bemerkungen zur Durchflußmessung mit Drosselgeräten bei kleinen Reynolds-Zahlen"; R. Brandt und K.
Thon, Berlin: "Beitrag zur Meßgenauigkeit
der Konsumenten-Gaszähler und ihre Bedeutung für den Gasverlust"; F. Gläser,
Bonn: "Die Kohlenwirtschaft in Europa";
"Eine bedeutsame Entscheidung für die
Einführung von ölgas aus Raffinerien bei
der englischen Gasindustrie"; Dr. Zorn,
Stuttgart : "Die chronische Kohlenoxydvergiftung".
Außer für die technischen Fachgruppenführer sei im Inhalt dieses Heftes für die
mit der Gasschutz-Ausbildung beauftragten Führungskräfte auf die Veröffentlichung von Herrn Dr. Zorn, Stuttgart,
über die chronische Kohlenoxydvergiftung
hingewiesen.
.
E T Z - Elektrotechnische Zeitschrift (Der
Elektrotechniker), Organ des Verbandes
Deutscher Elektrotechniker VDE, 76. Jahrgang, Heft 12, Ausgabe A, 11. Juni 1955 Sonderheft der Elektrotechnik auf der
Deutschen Industriemesse Hannover 1955.
W. Putz und H. Renker: "Elektrische
Maschinen und Antriebe"; R. Küchler:
"Transformatoren und Meßwandler"; W.
Ostendort und W. Nowag: "Stromrichter"; A. Einseie, F. Gieffers, H. Neugebauer und K. Reiske: "Schaltgeräte,
Schaltanlagen, Relais und Steuerungen";
W . Kiesel' und J.-J. Hilgendorff: "Kabel
und Leitungen"; R. Czepek, H. Heinbuch
und P. Woll: "Elektrowärmetechnik"; H.
Bönnhoff und H. Toeller: "Meß- , Regelund Prüfgeräte"; E. Gossel und K. Paulini:
"Drahtgebundene Fernmelde- und Signaltechnik"; C. Zickermann : "Funktechnik
und Elektroakustik"; Rundschau; Zeitschriftenlese; Verbandsnachrichten.
Auch dieses Sonderheft gibt in seinen
einzelnen Veröffentlichungen einen umfassenden überblick über den augenblicklichen Stand der technischen Einrichtungen der Verbundnetze. Besonders die
Abhandlungen über Transformatoren, Meßwandler, Schaltgeräte, Schaltanlagen, Relais und Steuerungen, Kabel und Leitungen, Meß-, Regel- und Prüfgeräte liefern
ein umfassendes Material für mehrere
Vorträge vor den Helfern der elektrotechnischen Fachgruppen.
Nobel-Hefte (Sprengmittel in Forschung
und Praxis), herausgegeben vom Sprengtechnischen Dienst der Dynamit-ActienGesellschaft, vorm. Alfred Nobel & Co.,
Troisdorf, 21. Jahrgang, Heft 3, Mai 1955.
A. Heidrich, Dornap: "Der Stand des
Großbohrloch-Gewinnungsverfahrens
in
den Betrieben der Steinindustrie".
Brandwacht, Fachschrift für Feuerschutz,
Mitteilungsblatt des Bayerischen Landesamtes für FeuerSchutz, München, Mai 1955,
10. Jahrgang, Heft 5.
Dr. M. Mantel, Mannheim: "Brandgefahr
durch Handelsdünger"; "Brandschaden 1954
in Bayern: 32 Millionen DM"; "Die bunte
Seite", überschau über Löschwasser-Aufnahmestelle, Blitzwirkungen und Waldbl'andbekämpfung durch Hubschrauber.
Brandschu tz, Zeitschrift für das gesamte
Feuerwehr- und Rettungswesen; Arbeitsgemeinschaft der Landesdienststellen für
Feuerschutz; Deutscher Feuerwehrverband, Fachnormenausschuß Feuerlöschwesen, 9. Jahrgang, Heft 5; W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart und Köln, erscheint am 15. jeden Monats.
Th. Isnenghi, Stuttgart: "Patentlösung
unserer Feuerwehren"; R. Joop, Hannover: "Widerstandsfähigkeit des Spannbetons gegen Brandeinwirkung"; Fachnormenausschuß Feuerlöschwesen: "Entgegnung auf den Einspruch von Dr. Dr.
Helmer zu dem Normblattentwurf DIN
14011"; "Delegiertentagung des Deutschen
Feuerwehrverbandes in Heppenheim"; H.
Roden und Dr. G. Magnus: "Hilfeleistung
für die Binnenschiffahrt"; F. Isenbart,
Berlin: "Handfeuerlöscher und Rationalisierung"; Dr . R. Beckmann Kiel: "Aus den
Aufsätzen eines Gerichtssachverständigen";
W. Grönhoff, Stuttgart: "Schädlingsbekämpfung und Brandschutz"; H. Schmid,
Stuttgart: "Rauchmeldeanlage ,Florian"';
Scherer, Karlsruhe: "Großfeuer in der
Nähmaschinenfabrik Gritzner-Kayser AG.
in Karlsruhe-Durlach"; Personalnachrichten; Fragen und Antworten.
J
Phywe-Nachrichten (Ausgabe für höhere
und Mittelschulen), Ausgabe A, 19. Jahrgang 1955, Heft 2.
"Schul versuche zur Atomphysik"; R.
Goldammer, Göttingen: "Das PhyweMikrowellengerät in der Keramik-Forschung"; "Mikroskopische und anatomische
Modelle"; "übungstische und Einrichtung
von übungsräumen"; "Projektionstechnik
im Unterricht".
hobby (Das Magazin der Technik), Verlag: EHAPA-Verlag, G. m. b. H., stuttgart-W., Paulinenstraße 44; Erscheinungsweise monatlich, Einzelheftpreis 1,50 DM,
Abonnementspreis 1,35 DM zuzügl. 0,15 DM
Zustellgebühr, Juni 1955.
K. W. Gatland: "Atom-Flugzeuge keine
Utopie mehr"; "Raketenschlitten an der
Schallgrenze"; Dr. F. Neugass: "Technik
hinter den Kulissen der UN"; D. Ahrens:
"Jagd auf Taifune", Beschreibung der
Hurrikan-Warnzentrale in Florida; R. Gerwin: "Bakterien auf Eis gelegt"; D.
Ahrends: "Motorisierte Wasserratten"; B.
Chase: "Steine fallen vom Himmel"; T.
Larsen, Kopenhagen: "Düsenjäger im
Kleinformat: Der schnellste Jäger der USLuftwaffe ,F 100' als Standmodell"; Hartung-Lause: "Kleinroboter fürs Fotolabor".
11111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111
Vier Ortsverbände leisten SporthIlfe
Der ADAC , Ortsclub Erlangen, hatte
den OV E r I a n g en gebeten, ihn bei
der Durchführung des Moto-Cross-Rennens
am 24. April ·d. J. zu unterstützen. Der
Ortsverband Er langen rief die benachbarten OV Fürth, Schwabach und Roth zu
einer Gemeinschaftsarbeit auf. Man fOlgte
diesem Ruf, und an den beiden Vortagen
des Rennens, am Tage der Veranstaltung
und an dem darauffolgenden Tag hatten
sich insgesamt 104 Helfer eingefunden, die
eine Arbeitszeit von 1173 Stunden leisteten.
Es gab vielerlei zu tun: Verladen und
Transportieren der Zuschauertribünen von
der Lagerstelle zum Aufstellungsplatz,
Aufbau der 1000 Personen fassenden Tribünen. Legen einer Stromleitung für die
Licht- und Lautsprecheranlage vom Transformatorenhaus bis zur Rennleitung mit
der erforderlichen Sicherungsanlage in
einer Länge von ca. 950 m, Einrichtung
einer Feldfernsprechanlage an drei unübersichtlichen Stellen mit vier Sprechapparaten, Einschlagen von ca. 400 Absperrpfählen und Anbringen von ca. 3000 m
Seil zur Absperrung und übersichtlicheren
Abgrenzung der Rennstrecke; Bauen von
zwei großen Schranken u. a. m. Am Tage
des Rennens galt es, die Strecke und die
"übergänge zu sichern. Mehrere Gruppen
mußten zum Anschieben der Fahrzeuge
bereitstehen, andere hatten die Ein- und
Ausfahrtsschranken zu bedienen oder die
Wasserversorgung
und Tribünenüberwachung zu übernehmen. Nach dem Rennen mußten die gesamten Anlagen abgebaut, zusammengestellt und abtransportiert werden.
Die Helf!'r haben bel dieser Gelegenheit
dem befreundeten ADAC nicht nur wertvolle Hilfe geleistet, sondern auch manches
lernen können.
Helfer bauen eine Holzabfuhrbrücke
Dem Ortsbeauftragten des THW Aschaffenburg war bekannt geworden, daß eine
vor etwa 20 Jahren für die Stadtverwaltung Aschaffenburg errichtete Holzbrücke
im Laufe der Zeit völlig unbrauchbar geworden war. Der Vorschlag des OB, eine
neue Behelfsbrücke als "übung für die
weitere Ausbildung der Aschaffenburger
Helfer zu erbauen, wurde von der Forstverwaltung freudig begrüßt.
Die städtische Forstverwaltung beschaffte Holz sowie das übrige Material
und übernahm den gesamten Transport.
Zunächst galt es, die morschen alten
Tragbalken und den Belag zu entfernen;
eine erhebliche Arbeit, da die Balken zum
Teil miteinander verschraubt und die
Eisenteile total verrostet waren. Anschließend wurde die neue Brücke aus
vorhandenem Rundholz (gefällten Bäumen), Balken und Brettern erbaut. Dank
des tatkräftigen und trotz zeitweiser
Regenschauer freudigen Einsatzes von 17
Helfern des OV war die Brücke mit einer
Länge von ca. 13 m und einer Breite von
3,50 m in einem Tag fertig.
Katastrophen-Einsatzübung
Sirenengeheul unterbrach in Hildesheim
die sonntägliche Stille. Die Einsatzwagen
des THW, des DRK und der Feuerwehr
eilten zur Hohnsenbrücke. Qualmwolken
stiegen a us dem angrenzenden Wäldchen,
und aus dem Wasser ragte das demolierte
Verdeck eines Autos.
Katastropheneinsatzübung: Es wurde
angenommen, daß durch ein Sprengunglück die Hohnsenbrücke zerstört worden sei und daß dabei zwei Kraftwagen
verunglückt wären. Die Aufgabe der THWHelfer war es, eine Tonnenfähre zu bauen,
um dem DRK die Bergung der "Verletzten"
zu ermöglichen. Nur etwas mehr als eine
Stunde dauerte die Bauzeit der Tonnenfähre . Die Ortsverbände Hildesheim und
Elze bewiesen dabei, daß
sie in der Ausbildung beachtliche Fortschritte gemacht hatten. Die "Verletzten" wurden an das
andere Ufer gebracht und
der in den Fluß gestürzte
PKW geborgen. InzwJschen
hatte sich der Waldbrand,
durch Trockenheit und
dichtes Unterholz begünstigt, bis zum Bootshaus
weitergefressen. Höchste
Eile war geboten. In kameradschaftlicherZusammenarbeit mit der Freiwilligen
Feuerwehr
wurde
der
Brand eingedämmt, und
schon zwei Stunden nach
Auslösung des Alarms war
die Katastropheneinsatzübung erfolgreich
beendet.
Die Vertreter der anderen Hilfsorgani-
sationen sprachen sich anerkennend über
die Leistungen und die Zusammenarbeit
mit dem THW aus.
THW auf einer Frühjahrsmesse
Die Wächtersbacher Frühjahrsmesse im
Hessischen hat schon Tradition. Ihre
Werbekraft ist nicht zu unterschätzen,
und so nahm der LB von Hessen die Bitte,
das THW möge sich an der Messe mit
einem Ausstellungszelt beteiligen, freudig
auf.
Von den 22000 Messebesuchern besichtigten rund 10000 das THW-Zelt, welches
von einem mot. BW und dem Kombiwagen des LV mit einem Waldbrandbekämpfungsgerät flankiert war. Letzteres
wollten die Wächtersbacher am liebsten
dabehalten, ist doch der Spessart, aus dem
viele Besucher kamen, besonders waldbrandgefährdet.
An 2000 Menschen mögen es gewesen
sein, die sich die Filme "Treu helfen wir",
"Achtung! Sprengung!" und "Die große
Flut" ansahen. Wenn dann das Tageslicht
wieder ins Zelt flutete, konnte man sich
durch die ausgestellten Großphotos noch
111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111 11111111111111111
15
einmal Szenen aus dem Hochwassereinsatz
des THW in Bayern ins Gedächtnis
zurückrufen, konnte das Notstromaggregat
und die Scheinwerfer, die damals mit
dabei waren, aus allernächster Nähe betrachten. Unermüdlich gaben die Helfer
ihren Gästen Hinweise und Auskünfte .
Der Erfolg blieb nicht aus. Wertvolle
Fachkräfte, vornehmlich aus der Handwerkerschaft, konnten für den OV Wächtersbach und die Nachbar-OV gewonnen
werden. Behördenvertreter und Verbände
zeigten sich nicht weniger interessiert als
ehemalige TN-Angehörige und - auch
Frauen! Eine Mutter bekundete das ausdrücklich, als sie ihrem Sohn die Erlaubnis gab, sich sofort ins THW aufnehmen
zu lassen. Zehn Minuten später schon
unterstützte der Junge die übrigen Helfer
bei der Verteilung des Werbematerials.
Es wurde auf dieser Messe aber nicht
nur ausgestellt und vorgeführt. Die Helfer
konnten ihren Wahlspruch "Treu helfen
wir", der als Transparent die ganze Zeltbreite überspannte, in die Tat umsetzen.
Ein Sturm kam auf, der Messestände,
Zelte und sonstige Aufbauten der Aussteller zu zerstören drohte . Sofort griffen
die Helfer zu, um größere Schäden zu verhindern. Zelte wurden vertäut und mit
Erdankern gesichert ; der Kombiwagen
eines Ausstellers war in einen Graben
gerutscht und wurde sachgemäß wieder
flottgemacht . Die Hilfeleistungen mußten
fortgesetzt werden, als die übertragung
eines Bunten Abends des Hessischen
Rundfunks vom Messegelände gefährdet
war, da das vorhandene Stromnetz durch
den Sturm gelitten hatte. Auch hier schalteten sich selbstverständlich und sicher die
THW-Helfer ein. Das ausgestellte THWNotstromaggregat wurde in Gang gebracht, Zuleitungen zum übertragungswagen gelegt und damit die übertragung
gesichert. Der leitende Rundfunkingenieur
lud zum Dank dafür die Helfer zu einer
Besichtigung der Sendeanlagen nach
Frankfurt a. M. ein.
Bayerischer Stierkampf
Der Ingolstädter Viehmarkt hatte vor
einiger Zeit seine Sensation. Mit dem
Ruf: "Leit rennts, a Ochs is auskemma",
wurde eine Jagd eingeleitet, die fast tragisch hätte enden können.
Ein Ochse war also am Viehmarkt scheu
geworden und schnurgerade in die Donau
gesprungen. über einen Kilometer trieb
er flußabwärts, bis es ihm dann zu kalt
wurde und er ans Ufer zu kommen versuchte. Das war jedoch dem Ochsen nicht
ohne weiteres möglich. In Gestalt von
drei herbeigeeilten THW-Helfern des OV
Ingolstadt kam die Rettung. Mit viel Ge-
duld und einem Tau gelang es den Helfern, das
Tier auf das Ufer zu ziehen. Kaum hatte der Ochse
Boden unter den Füßen,
packte ihn erneut der
übermut, und ein schneidiger Eisenbahner, der
ihm wie ein Torero entgegentrat, wurde auf die
Hörner genommen. Bei
einem erneuten Angriff
stOlperte der Ochse, und
das war zum Glück das
Ende des Stierkampfes.
Bald war er gebunden und
mit einer Blende über den
Augen zum Viehmarkt zurückgebracht. Das Volk
verlief sich eifrig erzählend: "Dem Viech ist a Aderl platzt, der
g'hört g 'schlacht." Was dann wohl auch
geschehen sein dürfte .
Gemeinsam mit der Feuerwehr
Die Zusammenarbeit zwischen THW und
Feuerwehr beschränkt sich nicht nur auf
Tagungen und übungen. Das zeigte die
Nacht zum Himmelfahrtstag, als in Gießen
in einem Holzwerk ein großer Brand ausbrach. Das Flammeninferno war so groß,
daß die Feuerwehr alle Kraft daransetzen
mußte, u,"n wenigstens das schon in Mitleidenschaft gezogene Bürogebäude der
Firma und die benachbarten Wohnhäuser
zu retten.
Die Gießener "Freie Presse" berichtete :
"Die ganze Atmosphäre erinnerte an den
Bombenabend des 6. Dezember 1944. In
den Straßen drängten sich Tausende von
Gießener Bürgern, die zum Teil mit Kraftwagen und Motorrädern aus anderen
Stadtteilen herbeigeeilt waren. Da es sich
lediglich um Laien handelte, konnten sie
von der Feuerwehr nicht beschäftigt werden. Dafür wurden mehrere von der
übung heimkehrende junge Männer des
Technischen Hilfswerks von Brandmeister
Funk mit heller Freude empfangen und
eingesetzt. "
über drei Stunden halfen die Männer
des THW bei den Aufräumungsarbeiten,
dem Schlauchverlegen und Löschen, während die restlichen Helfer des OV in Bereitschaft waren, um bei evtl. weiterer
Ausbreitung des Brandes noch eingesetzt
zu werden.
Die Stadt bedankte sich nach diesem
Einsatz mit den Worten: "Der Eindruck,
den diese Männer hinterließen, kann dem
Technischen Hilfswerk nur zum Besten
gereichen."
Minister Seebohm dankt THW-Helfern
Daß
das
Technische
Hilfswerk nicht nur in
Katastrophenfällen
zur
Stelle ist, sondern auch
bei erfreulichen Anlässen
helfend einspringt, erwies
sich wieder einmal beim
großen Treffen der 500 000
Sudetendeutschen inNürnberg.
Die Leitung des Sudetendeutschen Tages hatte sich
mit der Bitte an den Ortsverband Nürnberg gewandt, für die 3000 Teilnehmer des Jugendzeltlagers auf der Zeppelinwiese eine Waschanlage
sowie die Trinkwasserversorgung
aufzubauen.
Es ging sehr schnell. Material und Werkzeuge 1'011-
GEORG NOLL
---""",--,,'-1, ;1
ten an, und bald sah man die Helfer bei
der Arbeit. Holzbretter wurden zurechtgesägt, Lattenroste ausgelegt und Rohrleitungen fachgerecht verlegt. Abend für
Abend nach anstrengender Tagesarbeit in
freiwilligem Einsatz - so entstand die Anlage! Sie mußte wegen der zahlreichen
Teilnehmer am Zeltlager großen Anforderungen genügen. Durch eine geschickte sternförmige Anordnung der
Rohre und Abfiußrinnen wurde eine
Wasch gelegenheit für gleichzeitig 250 Personen geschaffen. Pünktlich am PfIngstsamstag konnte dann die Anlage bei dei
Eröffnung des Jugendzeltlagers ihrer Bestimmung übergeben werden. Bundesminister Seebohm, der an der feierlichen
Eröffnung teilnahm, ließ es sich nicht
nehmen, die THW-Helfer, die an ihrem
Einsatzwagen versammelt waren, persönlich mit Handdruck zu begrüßen und
ihnen allen seinen Dank für die geleistete
Arbeit auszusprechen.
"Verletztenbergung" mit Drahtseilbahn
Eine ohrenbetäubende Detonation erschütterte Ende Mai einen in der Nähe
von Düsseldorf gelegenen Geländestreifen,
als 12 kg Sprengstoff des OV Düsseldorf
für eine Katastrophenübung hochgejagt
wurden. Alte Bahnschwellen, die zusammengetra gen worden waren, wurden
durch die Explosion zerrissen.
Das war der Augenblick, auf den die
Helfer des THW und des DRK gewartet
hatten. Rund 150 Mann nahmen die Bergung der "Verwundeten" unter schwierigen Umständen auf. So mußte eine
Drahtseilbahn von 77 m Länge gebaut
werden, um die "Verletzten" aus der
Gefahrenzone zu schaffen.
Ferner wurde ein 300 mm starkes Rohr
autogen zerschnitten, wieder geschweißt
und hergeriChtet. Die Post hatte ein
Katastrophenkabel gelegt. Die übungsleiter der beteiligten Organisationen kamen zu dem Ergebnis, daß der Wert
solcher übungen nicht hoch genug eingeschätzt werden könnte. Die Zusammenarbeit THW - DRK hat sich bewährt.
NACHRUF
Am 22. Mai 1955 entschlief nach kurzer,
schwerer Krankheit der freiwillige Helfer
Günther H aar
des Ortsverbandes Rendsburg.
Er war ein vorbildlicher Kamerad. Wir
werden sein Andenken inlmer in Ehren
halten .
Der Ortsbeauftragte für Rendsb u rg
DüSSELDORF· GRAF-ADOLF-STR.79 . RUF: SA.-NR. 10481
WERKZEUGMASCHINEN.WERKZEUGE·HOlZBEARBEITUNGSMASCHINEN -E l E KTRO-WE R KZ EU G E
16