Besser - DAK

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Besser - DAK
Besser
im Takt!
Herbst/Winter 2011
www.dak.de
NEU!
„Besse
finden Sie a r im Takt!“
usschließlich
www.dak.d
Immer ab 1.
Das Gesundheitsforum zu Koronarer Herzkrankheit.
Kardiotraining zu Hause.
Neben der Einnahme von Medikamenten ist
bei der Behandlung von Herzerkrankungen
körperliche Aktivität der wichtigste Faktor. Um
eine dauerhafte Stabilisierung zu erreichen,
sollten Patienten langfristig ein Ausdauertraining von täglich 30 bis 60 Minuten in ihren
Alltag integrieren.
In der warmen Jahreszeit fällt es vielen leicht,
sich draußen mehrmals pro Woche eine halbe
bis ganze Stunde zu bewegen. Regelmäßiges
Arbeiten im Garten, Einkaufen mit dem Fahrrad, Schwimmen gehen oder kleine Spaziergänge zählen schon als Ausdauerbewegungseinheit. Wenn die Tage kürzer werden, sinkt
jedoch bei vielen die Motivation für Bewegung im Freien. Schlechtes Wetter und aufgeweichte Wege werden gern als Argument
genutzt, lieber nicht zu Fuß unterwegs zu sein.
Doch wer sich und seinem Körper auch in dieser Jahreszeit etwas Gutes tun möchte, kann
sich ebenso zu Hause bewegen. Schon eine
kleine Gymnastikeinheit täglich kann helfen,
die Muskeln weiter in Form und die Gelenke
beweglich zu halten. Wer noch mehr für seine Fitness tun möchte, kann durch den Kauf
eines Heimtrainingsgeräts wie zum Beispiel
Ergometer oder Crosstrainer, künftig witterungsunabhängig in Bewegung bleiben. Moderne Geräte ermöglichen Ihnen, gezielt, effizient und ergonomisch zu trainieren.
online
e/dmp-new
April und 1.
sletter
Oktober
Liebe Leserin, lieber Leser,
regelmäßige Bewegung fördert die Gesundheit von Patienten mit KHK. Lesen Sie in
unserer aktuellen Herbstausgabe von „Besser im Takt!“,
wie Sie mit Kardiotraining auf
einem Heimtrainer auch in der
kalten Jahreszeit aktiv bleiben können. Wir informieren
Sie darüber, was Sie selbst zu
einer erfolgreichen Behandlung von Bluthochdruck beitragen können. In der Rubrik
Ernährung verraten wir Ihnen,
warum Chicorée so gesund ist
und stellen Ihnen in unserem
Rezeptteil ein leckeres Fischgericht vor. In der Sprechstunde gehen wir dieses Mal der
Frage nach, ob Sie mit Bananen einem Schlaganfall vorbeugen können.
Wir wünschen Ihnen eine
interessante Lektüre!
Bevor Sie mit dem Heimtraining beginnen, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, welche
Ihr
Trainingsintensität für Sie sinnvoll ist. Er kann
Peter Fey
zum Beispiel anhand eines Belastungstests
Leiter der DAK-GesundheitsIhren optimalen Trainingspuls ermitteln.
programme
Pedalabstand: Die Beine müssen sich
Tipps zum Kauf eines Cross-Trainers: „„
Bewegungen der Pedale und Stan- „„
achsengerecht (im Lot) bewegen können
„„
Ausreichende Stellfläche: Messen
gen sollten als harmonisch einzeln
und dürfen weder in X- noch O-BeinSie den verfügbaren Platz und die Deund zueinander als „rund“ empfunden
stellungen stehen. Bitten Sie eine zweickenhöhe.
werden. Probieren Sie die Bewegung
te Person, dies zu testen, indem sie
„„
Körpermaße: Um in aufrechter Posiam besten auch freihändig aus.
sich die Bewegung von hinten antion trainieren zu können, sollten sich „„
Widerstand: Nutzen mehrere Perschaut. Eine X-Beinstellung kann sich
die Stangengriffe zwischen Ellbogen
sonen das Gerät, sollte der Trainingszum Beispiel bei zu großem (seitlichen)
und Schulter befinden. Auch Ihre Knie
modus und der Widerstand individuell
Pedalabstand ergeben.
dürfen nirgends anstoßen.
einstellbar sein.
Chicorée-Seelachs-Pfanne.
Die Zubereitung
Die Kartoffeln waschen, schälen und in
Würfel schneiden. In wenig kochendem
Salzwasser zugedeckt bei schwacher
Hitze ca. 15 Minuten garen. Den Fisch
kalt abspülen, trockentupfen und mit
Zitronensaft beträufeln. Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und
den Fisch darin bei mittlerer Hitze von
jeder Seite drei Minuten braten. Mit
Salz und Pfeffer würzen. Den Chicorée
putzen, in Blätter teilen und waschen.
Die Blätter abtropfen lassen und in
Streifen schneiden. In der Brühe zugedeckt bei schwacher Hitze etwa fünf
Minuten dünsten. Den Dill waschen
und trockenschütteln. Harte Stängel
entfernen und fein hacken. Die Hälfte
mit Frischkäse und Ananassaft verrühren. Die Frischkäsecreme unter den
Chicorée ziehen. Das Gemüse mit Salz
und Pfeffer würzen und auf zwei Tellern verteilen. Den Fisch darauf anrichten. Mit dem restlichen Dill bestreuen
und mit den Salzkartoffeln servieren.
Für 4 Personen:
300 g Kartoffeln
Jodsalz, Pfeffer
300 g Seelachsfilet
3 EL Zitronensaft
1 TL Rapsöl
400 g Chicorée
150 ml Gemüsebrühe
1/2 Bund Dill
100 g fettarmer Frischkäse
50 ml Ananassaft
Nährwerte pro Portion:
181 kcal (756 kJ), 20 g Eiweiß,
3 g Fett, 9 g Kohlenhydrate,
4 g Ballaststoffe, 2 KHE/BE
GU Verlag/Foto: Studio L`EVEQUE, Harry Bischof & Tanja Major
Chicorée.
Chicorée ist aufwendig im Anbau, dafür
aber besonders gesund. In den Wintermonaten treiben große fleischige Knospen aus. Diese sind weiß und knackig
und haben einen angenehmen, leicht
bitteren Geschmack.
wohl den Cholesterin- und Blutfettspiegel als auch einen erhöhten Blutdruck
zu senken. Chicorée kann so helfen,
Arteriosklerose und Herzbeschwerden
vorzubeugen. Die Inhaltsstoffe des
Gemüses binden im Darm fettreiche
Substanzen wie Gallensäuren und ChoChicorée ist ballaststoff- und vitamin- lesterin. Lecker schmecken die festen
reich und wirkt gesundheitsfördernd. Triebe vor allem als Salat. Dafür die
Die weißen Blätter tragen dazu bei, so- Blätter einfach waschen und in feine
Streifen schneiden. Zum Beispiel können Sie Avocado und Orange in kleine Stücke schneiden und dazugeben.
Ein wenig Crème fraiche hinzufügen
und alles miteinander vermengen.
Übrigens: Auch im Obstsalat macht
sich der kalorienarme Chicorée gut und
hilft zudem beim Abnehmen.
Risikofaktor Bluthochdruck.
besten zu jedem Arztbesuch mit – Ihr
Arzt kann mithilfe der Aufzeichnungen
Ihre Therapie optimal anpassen.
Bluthochdruck im Alter
Mit zunehmendem Alter steigt der
Blutdruck generell an. Deshalb setzt Ihr
Arzt die Auswertung Ihrer Blutdruckwerte in Bezug zu Ihrem Alter. Werte
über 140/90 mmHg gelten jedoch altersunabhhängig als Risikofaktor und
sollten unbedingt behandelt werden.
Um Zielwerte unter 140/90 mmHg zu
erreichen, helfen blutdrucksenkende
Medikamente und ein gesunder Lebensstil. Denn tatsächlich kann jeder
auch selbst eine Menge tun, um seinen
Blutdruck zu senken.
Von einem zu hohen Blutdruck merken
viele Patienten lange Zeit nichts, da er
zunächst keine erkennbaren Beschwerden verursacht. Dauerhaft erhöhte
Blutdruckwerte bergen jedoch ein erhebliches Risiko für schwere Folgeschäden an Herz, Blutgefäßen, Gehirn,
Augen und Nieren. Als Folge kann das
zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.
Von Bluthochdruck spricht man bei
Werten über 140/90 mmHg. Unbehandelt kann er sich zu einer Zeitbombe
für Patienten mit Koronarer Herzerkrankung entwickeln, denn er trägt
unter anderem maßgeblich dazu bei,
dass Gefäßerkrankungen fortschreiten.
Auch wenn Sie keine Beschwerden
verspüren, muss ein zu hoher Blutdruck
konsequent behandelt werden.
Blutdruck bei Mann und Frau
Männer haben häufig schon ab einem
Alter von 20 Jahren einen hohen Blutdruck, dagegen beginnt die Erkrankung
bei Frauen häufig erst ab dem 50. Lebensjahr. Die Erklärung dafür ist, dass
Frauen vor den Wechseljahren mehr
weibliche Sexualhormone (Östrogene)
produzieren. Östrogene halten die Gefäße elastisch und wirken Blutdruckerhöhungen entgegen. Sinkt altersbedingt der Östrogenspiegel, geht auch
die Schutzwirkung der Östrogene auf
Herz und Gefäße zurück. Ein weiterer
Unterschied: Salzkonsum begünstigt
Bluthochdruck bei Frauen noch stärker
als bei Männern. Medikamente wirken
bei Männern und Frauen unterschiedlich. Eine kürzlich veröffentlichte Studie
zeigte beispielsweise, dass Frauen unter Betablockern und Diuretika bessere
Blutdruckwerte erzielten als Männer.
Blutdruck selbst kontrollieren
Ihren Blutdruck regelmäßig selbst zu
kontrollieren, ist eine wertvolle Ergänzung zur Messung beim Arzt. Messen
Sie Ihren Blutdruck täglich, zum Beispiel morgens und abends, mit einem
von Ihrem Arzt empfohlenen Gerät.
Zur Blutdruckmessung sollten Sie sich
setzen und jeweils nach etwa fünf Minuten Ruhe die Messung beginnen. Zur
Dokumentation Ihrer Werte stellen wir
Ihnen den DAK-Blutdruckpass kostenlos zur Verfügung. Nehmen Sie ihn am
Gesund leben
Abwechslungsreiche, vollwertige Ernährung und regelmäßige Bewegung
helfen, hohem Blutdruck vorzubeugen
und überhöhte Werte zu senken.
Ernährungstipps
„„
Essen Sie reichlich frisches
Obst und Gemüse, am besten
fünf Portionen am Tag.
„„
Bevorzugen Sie pflanzliche Öle
und Fette: Essen Sie weniger
tierische Fette und Fleisch, dafür mehr pflanzliche Fette und
Fisch.
„„
Streben Sie Ihr Normalgewicht
an.
„„
Verwenden Sie zum Würzen
frische aromatische Kräuter
anstelle von Kochsalz.
„„
Trinken Sie vor allem Mineralwasser mit niedrigem Natriumgehalt (weniger als 20 Milligramm Natrium pro Liter) und
trinken Sie am besten nur selten
Alkohol.
KHK-Expertentelefon
0180 1 000704
Montag – Freitag,
8.00 Uhr bis 20.00 Uhr
3,9 Cent/Minute aus dem Festnetz
der Dt. Telekom, max. 42 Cent/Minute
aus den Mobilfunknetzen.
Unter dieser Nummer beantworten
Fachärzte und Gesundheitsexperten
Ihre Fragen zum Thema
Koronare Herzkrankheit.
Unsere Patientenfrage:
Ich habe gelesen, dass man sich vor
einem Schlaganfall schützen kann, wenn
man regelmäßig Bananen isst. Stimmt
das?
Rauchstopp senkt Herzinfarktrisiko.
Bereits ein Jahr nach ihrer letzten Zigarette haben ehemalige Raucher ein
deutlich reduziertes Herzinfarktrisiko.
Selbst ein Rauchstopp nach einem Herzinfarkt senkt das Re-Infarktrisiko um
rund 60 Prozent. Tipps und eine Übersicht über mögliche Unterstützung bei
der Raucherentwöhnung
finden Sie in der Broschüre „Nichtraucher werden“,
die Sie kostenfrei über Ihr
DAK-Servicezentrum beziehen können.
Die Experten-Meinung:
Das in Bananen enthaltene Kalium kann
tatsächlich mit dazu beitragen, einem
Schlaganfall vorzubeugen. Es spricht
nichts dagegen, täglich eine Banane zu
essen. Das hilft, den Kaliumbedarf des
Körpers zu decken und trägt zu einer gesunden Ernährung bei. Das kommt auch
Ihrem Herzkreislaufsystem zugute. Allerdings ist die Banane ein Lebensmittel
und kein Medikament. Liegt bei Ihnen
ein Schlaganfallrisiko vor, sollten Sie
sich unbedingt konsequent an die medikamentösen Verordnungen und Empfehlungen Ihres Arztes halten. Zudem
sind Bananen auch sehr kalorienreich
und sollten bei eventueller Neigung zu
Übergewicht nur in Maßen gegessen
werden.
Dieser Patienteninformationsbrief
enthält allgemeingültige Informationen. Möglicherweise sind jedoch
in Ihrem Fall persönliche Besonderheiten zu berücksichtigen. Bitte wenden Sie sich dazu an Ihren Arzt.
W980-0435/08.11
Bananen gegen Schlaganfall?
Herausgeber:
DAK
Nagelsweg 27 – 31,
20097 Hamburg
Internet: www.dak.de
Kalium ist für die Herz- und Muskeltätigkeit wichtig und ist als Mineralstoff für
den Körper unverzichtbar. Der tägliche
Bedarf eines gesunden Menschen liegt
bei etwa zwei Gramm. Studien konnten
belegen, dass die Häufigkeit der Schlaganfälle um 21 Prozent abnahm, wenn die
tägliche Kaliumzufuhr um 1,64 Gramm
erhöht wurde. Auch koronare und kardiovaskuläre Komplikationen nahmen
ab, wenn mehr Kalium aufgenommen
wurde. Allerdings sollten hohe Kaliumdosen wegen möglicher Nebenwirkungen nur unter ärztlicher Aufsicht
eingenommen werden, da ein Zuviel
an Kalium auch gefährliche Nebenwirkungen haben kann.
Kaliumreiche Lebensmittel
Nicht nur in Bananen steckt viel
Kalium, auch Avocado, Passionsfrüchte, schwarze Johannisbeeren,
Aprikosen, Holunderbeeren und
Trockenobst sind besonders reich
an dem herzgesunden Mineral.
Kaliumreiche Gemüse sind Kartoffeln, Bohnen, Spinat, Grünkohl,
Feldsalat, Brokkoli, Rosenkohl und
Kürbis. Und auch Vollkornprodukte
und Nüsse enthalten viel davon.
Wählen Sie Obst- und Gemüsesorten, die Ihnen besonders gut
schmecken und essen Sie am besten fünfmal am Tag eine Portion.