PKU Burg Reichenstein Land OÖ - OÖ Burgenmuseum Reichenstein

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PKU Burg Reichenstein Land OÖ - OÖ Burgenmuseum Reichenstein
INFORMATION
zur Pressekonferenz
mit
Landeshauptmann Kulturreferent Dr. Josef Pühringer
Wirtschaftslandesrat KR Viktor Sigl
Naturschutzlandesrat Dr. Manfred Haimbuchner
am 10. September 2012
zum Thema
"OÖ Burgenmuseum Reichenstein
Ein neues regionales Zentrum für Geschichte – Natur – Kultur"
Weitere Gesprächteilnehmer:
- Bürgermeister von Tragwein, Josef Naderer
- Vizebürgermeister von Tragwein, Gottfried Kitzmüller
- Fürst Georg Starhemberg, Eigentümer der Burgruine Reichenstein
- Christoph Lettner, GF der OÖ Burgenmuseum Reichenstein GmbH
- Dr. Manfred Hainzl, Wissenschaftl. Leiter OÖ Burgenmuseum Reichenstein
Rückfragen-Kontakt:
Mag. Andrea Strasser, 0732 7720 11407, 0664 42232 48
Mag. Markus Käferböck, 0732 7720 15103, 0664 600 72 15103
Mag. Andreas Steindl, 0732 7720 17153, 0664 600 72 17153
OÖ Burgenmuseum Reichenstein
Ein neues regionales Zentrum für Geschichte – Natur – Kultur
Auf Burg Reichenstein in der Marktgemeinde Tragwein entsteht das neue OÖ
Burgenmuseum Reichenstein. Es wird im April 2013 eröffnet. Die Bauarbeiten sowie die
Detailplanungen für Ausstellung und Vermittlung haben begonnen.
"Das Burgenmuseum Reichenstein zeigt, wie gut vernetzt in Oberösterreich
Zusammenarbeit funktioniert, und welche guten Projekte aus einer solchen
Zusammenarbeit erwachsen. Die Wurzeln unseres Landes als Kultur-, Natur- und
Wirtschaftsraum werden im Burgenmuseum Reichenstein sichtbar und erlebbar
gemacht. Die oö. Museumslandschaft wird dadurch um einen wesentlichen
Baustein bereichert", so Landeshauptmann Kulturreferent Dr. Josef Pühringer.
In den letzten Monaten hat ein Archäologenteam den Burghof untersucht und Reste
älterer Verbauung sowie eine barocke Badegrotte entdeckt. Diese Anlage stellt in ihrer
Erscheinungsform ein Unikat für ganz Österreich dar. Die Kleinfunde aus dem Burghof
reichen vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Badegrotte und andere Mauerreste werden in Abstimmung mit dem Denkmalamt beim
Neubau integriert. Derzeit entsteht ein etwa 500 Quadratmeter großer Bau, der
Ausstellungsfläche, Shop und Infrastruktur beinhalten wird.
Der schlichte, moderne Baukörper fügt sich behutsam in den Hang am Westrand des
alten Burghofs ein. Bodenplatte und Rückwand sind betoniert, der Rohbau wird im
November fertig, damit im Winter die Ausstellung eingerichtet werden kann.
Mensch–Burg–Raum und Sammlung Höllhuber
Zwei Drittel der Ausstellungsfläche werden dem Thema Burgen gewidmet. Im
Mittelpunkt stehen drei Aspekte:
1) die regionale Entwicklung unter dem Titel "Burg und Herrschaft als Keimzelle der
mittelalterlichen Landnahme"
2) die Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenswelten sowie
3) das bauliche Erscheinungsbild von Burgen
Die Besucher sollen Einblick in die Vielfalt der oberösterreichischen Burgen und in den
Alltag im 11. bis 17. Jahrhundert gewinnen.
Eine zentrale Rolle nimmt die Sammlung von Prof. Alfred Höllhuber (1919-2008) ein.
Der
ehemalige
Volksschuldirektor
von
Reichenstein
hat
die
bedeutendste
österreichische Sammlung von mittelalterlichen Kleinfunden aufgebaut. Als Autodidakt
war er ein österreichweit bekannter Burgenforscher. Diese Sammlung hat das OÖ
Landesmuseum
erworben
und
in
den
vergangenen
Jahren
wissenschaftlich
aufgearbeitet. Sie wird im neuen Museum dauerhaft der Öffentlichkeit präsentiert.
"Die vielfältige Burgenlandschaft in Oberösterreich ist nicht nur ein wertvolles
Zeugnis vergangener Tage, sondern bietet unseren Gästen genauso wie den
Oberösterreicher/-innen selbst auch heute noch spannende Ausflugsziele und
lässt die Geschichte unseres Bundeslandes spür- und erlebbar machen", so
Wirtschafts- und Tourismuslandesrat KR Viktor Sigl.
Natura-2000-Informationszentrum und generalsanierte Burgkapelle
Reichenstein liegt am Eingang zum natura-2000-Schutzgebiet Waldaist-Naarn. Ein
Informationszentrum dazu wird im Museumsneubau eingerichtet. Thematisiert werden
schützenswerte Tiere und Pflanzen der Region sowie Bedeutung des Naturschutzes
und Aufgaben des natura-2000-Schutzgebietes. Besonderen Stellenwert haben die vom
Aussterben bedrohte Flussperlmuschel und ihr Lebensraum in der Waldaist. Ein
Themenweg von Burg Reichenstein ins Waldaisttal wird Naturschutzthemen vor Ort
präsentieren.
"Die Verbindung von Natur und Kultur bei gleichzeitiger Wissensvermittlung
macht
das
Burgmuseum
zu
einem
außergewöhnlichen
Ort
für
die
Bewusstseinsbildung der Menschen", so Naturschutzlandesrat Dr. Manfred
Haimbuchner.
Ein Juwel im Ensemble der Burg Reichenstein ist die Kapelle. Sie war nie dem Verfall
preisgegeben, sondern wird seit ihrer Errichtung durchgehend genützt. Die Burgkapelle
wird im Rahmen des Projekts derzeit generalsaniert und im kommenden Jahr wieder
zugänglich gemacht.
Lernort in der Region und Kulturzentrum
Eine wichtige Aufgabe des OÖ Burgenmuseums Reichenstein ist die Bildungs- und
Vermittlungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Hier wird Bewusstsein
für Naturschutz und Ökologie geschaffen und Kompetenz für Burgen in OÖ vermittelt.
Dazu gehört auch die Anregung zum Besuch und zur Erhaltung von Burgen.
In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Hagenberg entstehen jugendorientierte
Vermittlungsprojekte, die multimediale Technologien innovativ einsetzen werden.
Auf der Burg selbst sind vielfältige Kulturveranstaltungen und Kunstprojekte geplant.
Hier ist Raum für Künstler genauso wie für Vereine, für Workshops wie für Feste, für
Taufen und Hochzeiten. So versteht sich das OÖ Burgenmuseum Reichenstein auch
als Informations- und Kulturzentrum in der Region im Spannungsfeld zwischen
Bewahrung und Innovation, Tradition und Zukunft.
Die OÖ Burgenmuseum Reichenstein GmbH und ihre Partner
Für Errichtung und Betrieb zeichnet die OÖ Burgenmuseum Reichenstein GmbH
verantwortlich. Sie wurde im 2011 nach sieben Jahren Vorarbeit gegründet
(Geschäftsführer Christoph Lettner, wiss. Leiter Dr. Manfred Hainzl).
Gesellschafter ist die Marktgemeinde Tragwein, vertreten durch Bgm. Josef Naderer
(ÖVP), in bestem Einvernehmen mit Vbgm. Gottfried Kitzmüller (SPÖ).
Eigentümer der OÖ Burgenmuseum Reichenstein GmbH sind:
‐
die Marktgemeinde Tragwein
‐
die Fürst Starhemberg’sche Familienstiftung als Eigentümer der Burg (Fürst
Georg Starhemberg)
‐
weiters als Eigentümer der Burgkapelle die Pfarre Pregarten (Pfarrer August
Eichhorn)
‐
sowie der Erhaltungs- und Kulturverein Burg Reichenstein (Obmann Tassilo
Dückelmann), der seit 30 Jahren auf der Burg arbeitet
Für das Land Oberösterreich unterstützen das Projekt
‐
die Landeskulturdirektion
‐
die Naturschutzabteilung
‐
die Direktion für Raumplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung
‐
sowie das OÖ Landesmuseum
Enge Zusammenarbeit pflegt das OÖ Burgenmuseum Reichenstein mit dem
Bundesdenkmalamt,
dem
OÖ
Museumsverbund,
der
EUREGIO,
der
Agrarbezirksbehörde, der Stadtgemeinde Pregarten und der Marktgemeinde Gutau.
Projektpartner sind auch der OÖ Naturschutzbund sowie die tschechische Gemeinde
Dolni Dvoriste. Weitere Partner sind die Fachhochschule Hagenberg sowie der
Tourismusverband Mühlviertler Kernland, benachbarte Burgen und viele regionale
Einrichtungen und Betriebe.
Säulen der Finanzierung:
‐
Regio-13-Projekt Euro 1.370.000,-
‐
ETZ-Projekt Euro 535.000,-
‐
Beiträge von Kulturabteilung und Bundesdenkmalamt je Euro 27.500,- für
Archäologie und Denkmalschutz sowie der Pfarre Pregarten für die Sanierung
der Burgkapelle
‐
Eigenmittel
Reichenstein als lebendiges Kultur- und Naturzentrum in OÖ
Das
OÖ
Burgenmuseum
Reichenstein
füllt
eine
Lücke
in
der
heimischen
Museumslandschaft. Im Mittelpunkt der hochwertigen Burgenausstellung wird die
Sammlung Höllhuber stehen, die nach Reichenstein heimkehrt.
Eine weitere Besonderheit wird die enge Verbindung von Kultur und Natur. Sie ist schon
in der einzigartigen Lage der Burg begründet, auf einem schmalen Felsriegel in einer
Flussschlinge der Waldaist, am Eingang zum Natura-2000-Schutzgebiet.
Gut erreichbar auch aus dem OÖ Zentralraum entsteht in Reichenstein somit ein
lebendiges regionales Zentrum für Geschichte, Natur, Kultur und Religion.
Druckfähige Bilder zum Download sowie nähere Informationen zu fachlichen
Themen und zum aktuellen Fortschritt: www.burg-reichenstein.at