Makro Charts Anlagesitzung Q2 2016

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Makro Charts Anlagesitzung Q2 2016
Makro Charts Anlagesitzung Q2 2016
Andy Schwyter, März 2016
Rahmenbedingungen
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Die Wachstumsaussichten für Europa sind per Saldo noch immer positiv aber die
Erwartungen müssen (einmal mehr) zurückgestutzt werden. Die EZB hat entsprechend die
Prognose von 1.7% auf 1.4% Wachstum reduziert. Übergeordnete Probleme wie die
Migrationskrise und die Brexit Debatte werden sich im Verlauf der nächsten Monate noch
akzentuieren.
Die EZB hat nun nach der Enttäuschung im Dezember die Erwartungen im März mit einer
weiteren Zinssenkung und einer Ausweitung der Anleihenkäufe übertroffen. Weiterhin
werden grosse Mengen Liquidität in den Markt gepumpt und die Zinsen tief gehalten.
Die Schwellenländer haben, angeführt von Brasilien, neue Höchststände für 2016 erklommen.
Zur Erholung beigetragen haben der schwache USD, steigende Rohstoffpreise und politische
Faktoren (im Falle von Brasilien). China’s Aktienmärkte bleiben im negativen Trend und
konnten nur einen Teil der Januar und Februar Verluste wiedergutmachen (CSI 300 -13.8% im
Q1). Abwertungssorgen haben sich bis jetzt nicht manifestiert. Der chinesische Yuan hat sich
im Q1 gegen den USD sogar aufgewertet.
Die Fed musste den Kurs für die zukünftigen Zinsschritte bereits ändern und hat im März
von einem weiteren Schritt abgesehen. Der Markt preist die nächste Erhöhung für den
November mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp über 50%. Die Zurückhaltung der Fed hat
den USD unter Druck gesetzt (USD Index -4.1% im Q1) und damit auch die Aktienpreise
gestützt. Weiterhin erscheint eine US Rezession unwahrscheinlich. Der Arbeitsmarkt läuft
noch immer auf Hochtouren, der Häusermarkt boomt, die Zinsen sind tief und das Benzin
weiterhin günstig.
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Aktienrenditen Q1 2016 in CHF. Keine positiven Renditen zu erzielen in den entwickelten
Märkten. Brasilien bisher klarer Outperformer.
Americas
31.03.2016
Q1 Net Change
Rendite 2016 Lokalwährung
Rendite 2016 in CHF
17685.09
260.06
1.5%
-2.6%
2059.74
15.8
0.8%
-3.3%
NASDAQ COMPOSITE INDEX
4869.848
-137.564
-2.7%
-6.7%
S&P/TSX COMPOSITE INDEX
13494.36
484.41
3.7%
6.0%
MEXICO IPC INDEX
45881.08
2903.58
6.8%
2.2%
BRAZIL IBOVESPA INDEX
50055.27
6705.31
15.5%
22.3%
Euro Stoxx 50 Pr
3004.93
-262.59
-8.0%
-7.5%
FTSE 100 INDEX
6174.9
-67.42
-1.1%
-7.2%
CAC 40 INDEX
4385.06
-252
-5.4%
-4.9%
DAX INDEX
9965.51
-777.5
-7.2%
-6.7%
8723.1
-821.1
-8.6%
-8.1%
18116.88
-3301.49
-15.4%
-14.9%
440.11
-1.71
-0.4%
0.2%
1365.702
-81.122
-5.6%
-5.8%
7807.89
-1010.2
-11.5%
-11.5%
16758.67
-2275.04
-12.0%
-9.8%
HANG SENG INDEX
20776.7
-1137.7
-5.2%
-9.1%
S&P/ASX 200 INDEX
5082.785
-213.115
-4.0%
-3.2%
DOW JONES INDUS. AVG
S&P 500 INDEX
EMEA
IBEX 35 INDEX
FTSE MIB INDEX
AEX-Index
OMX STOCKHOLM 30 INDEX
SWISS MARKET INDEX
Asia/Pacific
NIKKEI 225
3
Q1 Renditen ausgewählter Märkte in CHF
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Die meisten Märkte konnten sich von
den Tiefstständen Mitte Februar wieder
erholen
Die Schwellenländer gehen als
Gewinner hervor und sind gegenüber
dem Jahresende auch in CHF positiv
(+1.1%)
Nasdaq Biotech setzt die Schwäche
aus dem Q3 2015 wieder fort (-26.2%)
Der SMI leidet unter dem Banken und
Pharma Exposure und ist global
gesehen einer der schwächsten Indizes
(-9.8%)
Der Commodity Index hat die meisten
Märkte hinter sich gelassen, jedoch ab
Mitte März ein wenig relative Schwäche
offenbart (-3.8%)
4
Fixed Income mit guter Performance im Q1 – wie viel ist noch möglich?
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Staatsanleihen haben im Q1 sehr gut
rentiert. Citi World Gov Bond Index CHF
+2.8% im Q1.
Wieder haben die Negativzinsen
Oberhand, CHF bis 19y negativ, Bund
bis 9y. Insgesamt sind weltweit
Anleihen mit einem Nominalwert von
über 8000 Mia USD negativ verzinst1.
Anfangs März hat auch im EUR Raum
der erste nicht-staatliche Gläubiger eine
Anleihe mit negativem Zins emittiert
(Berlin Hyp AG).
1Quelle:
Bloomberg
5
Vorauslaufende Indikatoren verlangsamen sich.
6
Während sich der PMI in der Schweiz positiv entwickelt, schwächen sich die Einkaufsmanagerindizes
in Deutschland und einhergehend damit in der Eurozone zusehends ab. China stabilisiert sich auf
tiefem Niveau. Die US Wirtschaft scheint dagegen wieder an Fahrt zu gewinnen.
7
Auch das Konsumentenvertrauen in der Schweiz hat ein paar positivere Datenpunkte zu
verzeichnen. Deutschland schwächelt weiterhin, während die USA stabil bleiben.
8
Der Arbeitsmarkt in der Eurozone verbessert sich weiter. Die Inflation ist auf Tiefstständen, was
der EZB einen Grund gibt den Liquiditätseinschuss zu erhöhen.
9
Einfluss der EZB Liquidität auf die Kreditvergabe bislang positiv. Einfluss der aktuellen
Schwäche im Finanzsektor bislang jedoch noch nicht ersichtlich.
10
Bautätigkeit in der EU wieder erhöht. Sowohl das warme Wetter als auch die Flüchtlingsströme
dürften dazu beigetragen haben. US weiterhin sehr stark.
11
Nichts neues bei den Autoverkäufen. Globale Zahlen weiterhin sehr stark.
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Gewinnschätzungen für die nächsten 12 Monate sind 3-5% zurückgekommen. Der DAX bleibt
der billigste Markt in dieser Betrachtung.
13
12M Fwd P/E DAX ist wieder im langjährigen Schnitt. .
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Der Europäische Gesamtmarkt sieht sowohl historisch, als auch relativ zu den USA gesehen
günstig aus.
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Der Bewertungsabschlag von Autos&Parts hat sich akzentuiert. Auch Banken handeln auf tiefen P/Es jedoch
mit schon stark reduzierten Gewinnschätzungen. Basic Resources haben aufgrund der starken Performance
nun einen Bewertungsaufschlag gegenüber dem Markt. Health care Bewertungen kommen weiter zurück
während der defensive Nahrungsmittelsektor teuer bleibt.
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Actieninvest Positionierung
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Unsere quantitativen Trendsignale bleiben weiterhin im negativen Bereich. Während der Trend für
den Schweizer Markt negativ bleibt, zeigen sich erste Aufhellungen im deutschen Index.
Wir haben unser Engagement in Aktien im Verlaufe des Quartals reduziert und sind auf einem
Kernbestand von soliden Titeln mit visibler Gewinnentwicklung angekommen. Der reduzierte
Aktienanteil von 37% und die hohe Cashquote von 46% erlauben es uns Opportunitäten
wahrzunehmen, sobald wir Anzeichen für eine Stabilisierung des Markts sehen
Im Rohstoffbereich bleiben wir konstruktiv. Der Markt hat sich sehr schnell von den Tiefstständen
im Januar erholen können und einen signifikanten Renditebeitrag geleistet.
Musterportfolio per 31. März 2016
4%
Cash
8%
6%
Investitionsgrad
Aktien Netto
45%
37%
Investitionsgrad
Anleihen
Investitionsgrad
Rohstoffe
Investitionsgrad
Immobilien
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