It´s raining men - Rennschnecken 2000 e.V.

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It´s raining men - Rennschnecken 2000 e.V.
Bericht vom 35. Monschau-Marathon am 14.08.2011
It´s raining men
von Thomas Kissel
Hi – hi – we're your weather girls
And have we got news for you you better listen
Get ready all you lonely girls
And leave those umbrellas at home
Humidity's rising
Barometer's getting low
According to all sources
The street's the place to go
Nun ja, der Text passt nun wirklich zum 2011er Monschau-Marathon, was die folgenden Fotos
beweisen.
Um 5:45h trafen wir, also Bastian, Birger, Christian und ich, uns auf dem Hildener McDonalds
Parkplatz, um die Fahrt in meinem Auto gemeinsam fortzusetzen. Das Navi war ohne mein Wissen
(wahrscheinlich hat Konstantin damit gespielt) auf kürzeste Route eingestellt, so dass wir schon auf
der Hinfahrt die schöne Eifellandschaft genießen konnten. Wir kamen dennoch rechtzeitig im Startort
Konzen an und parkten inmitten von Verdauungsrückständen zahlreicher Wiederkäuer, die bei dem
Regen wohl froh waren, im Stall bleiben zu müssen.
Nach dem Abholen der Startunterlagen und den finalen Überlegungen zur geeigneten Laufbekleidung
erfolgte pünktlich um 8 Uhr der Startschuss. Christian hatte sich da bereits entschieden, dem Regen
durch annähernde Lichtgeschwindigkeit zu entkommen, wir restlichen drei wollten lieber die über
Monschau festverankerte Schauer vollumfänglich genießen.
Komplett eingetütet liefen Bastian und ich also die ersten Bergab-km
los, was angesichts der Mega-Schauer, zu der sich der Regen nach
dem Verlassen des ersten rutschigen Waldstücks ausweitete, auch
sinnvoll war. Birger als Super-Hyper-jede-Woche-Ultra-Läufer wollte
sich diese Blöße scheinbar nicht geben. Dabei kleideten uns die Tüten
finde ich besser als die blutigen Brustwarzen über Bierbauch mit
inzwischen transparentem, weißem Baumwollshirt. Nee nee, ist
übertrieben, da laufen ja doch eher die erfahrenen Marathonis. Bei km
7 und Trockenheit habe ich mich aber trotzdem der schicken Tüte
endgültig entledigt, denn ich begann ohne kühlenden Wind mehr und
mehr zu schwitzen.
Spätestens bei km 12 war das mit dem Regen dann auch egal, denn
hier folgte dann der meines Erachtens fieseste Anstieg der Strecke
über 2km mit Gehpassagen (zumindest für uns) und einem
anschließenden Gefälle, auf dem man sich nun auch nicht so wirklich
ausruhen konnte. Letztlich ging es bis zum Halbmarathon fast nur noch rauf. Besonders schön war der
kräftige Gegenwind auf der Höhe, der sich angesichts unserer durchweichten Klamotten besonders
angenehm anfühlte (wie geteert und gefedert). Die zweite Hälfte des Laufes beginnt mit ein paar
Bergab- und dann wieder Bergan-km, ab km 28 geht es dann bis km 34 nur noch bergrunter.
Angenehmes Gefälle, aber im Wissen, dass es danach nochmal ziemlich dicke kommt, hält man sich
da besser noch ein wenig zurück. Regen war jetzt kein Thema, ich weiß auch gar nicht mehr, ob es da
regnete. Ich hatte ganz andere Probleme angesichts des Anstiegs von km 34-36. Dann lockeres
Auslaufen bis kurz vorm Ziel, ein letzter giftiger Anstieg nach Konzen und gemeinsam über die
Ziellinie nach 4:25:46h. Wieso war ich eigentlich netto der Langsamste von uns Dreien. Da haben die
mich doch am Start wieder ausgetrickst.
Angesichts des Wetters fiel dann leider die sonst schöne Openair-Läuferparty in Konzen
sprichwörtlich ins Wasser. So wateten wir also wieder zurück zum Auto, das im Gengensatz zu vielen
anderen Fahrzeugen nicht vom örtlichen Bauern per Trecker vom Feld gezogen werden musste, da
schon genug Autos fort waren und man sich einen weniger matschigen Weg zur Ausfahrt suchen
konnte.
Und nun noch ein paar Impressionen des diesjährigen Laufs.
Thomas