Tagungsablauf - Erzbistum Köln

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Tagungsablauf - Erzbistum Köln
Tagungsablauf
09:00 Uhr
Begrüßung durch den Moderator, Herrn Joachim Frank
Begrüßungsrede durch den Präventionsbeauftragten, Herrn Oliver Vogt
Grußwort von Karl-Prinz zu Löwenstein, Malteser Hilfsdienst Deutschland
09:25 Uhr
Grundsatzreferat von Frau Rose, KatHO Köln / K-Plus
09:55 Uhr
Expertenhearings: Erster Durchgang
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Msgr. Hintzen (Seelsorge im Sozial- und Gesundheitswesen im Erzbistum Köln)
Herr Müller (Geschäftsführer CURA Bad Honnef / GFO)
Herr Prof. Dr. Pohl (Chefarzt, St. Elisabeth Krankenhaus Hohenlind)
Zwischen den Vorträgen: Metaplankarten*
11:00 Uhr
Kaffeepause
11:20 Uhr
Expertenhearings: Zweiter Durchgang
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Herr Hellmons (Geschäftsführer K-Plus Gruppe)
Frau Martin (Pflegedirektorin - Marienkrankenhaus Bergisch-Gladbach)
Herr Blümke (Malteser Hilfsdienst e. V. )
Frau Bannert (Diözesanbeauftragte für Ethik im Erzbistum Köln)
Herr Stens (OP Pfleger, BBT-Gemeinschaftskrankenhaus Bonn)
Abschlusswort durch Oliver Vogt
13:00 Uhr
Ende des Hearings
_________________________________________________________________________
*Metaplankarten:
Es liegen Ihnen für jeden Vortrag drei verschiedenfarbige Metaplankarten vor. Auf diesen können Sie direkt nach
jedem Expertenvortrag Notizen machen. Die Metaplankarten können in der Pause sortiert nach Farben an die
Moderationswände gepinnt werden.
Rot
Gelb
Grün
:
:
:
Kritische Rückmeldungen zum Gehörten.
Anmerkungen zum Gehörten. Offene Fragen, nicht Gehörtes, zu Ergänzendes.
Bestätigung. An diesen Themen sollte weiter gearbeitet werden.
www.praevention-erzbistum-koeln.de
Stabsstelle Präventionsbeauftragter
Die Stabsstelle Präventionsbeauftragter des Erzbistums Köln dient als Koordinationsstelle der
diözesanen Aktivitäten zur Prävention von sexualisierter Gewalt. Der Präventionsbeauftragte
unterstützt und vernetzt diese Maßnahmen innerhalb des Erzbistums Köln. Der Bereich der Prävention
für schutz- und hilfebedürftige Erwachsene wird in den nächsten Monaten grundlegend aufgebaut. In
Anlehnung an den bereits ausführlich konzeptionierten Bereich des Kinder- und Jugendschutzes
werden variierte Aufgaben auch hier angedacht.
Die Stabsstelle Präventionsbeauftragter bietet:
• Fachberatung bei der Planung und Durchführung von Präventionsprojekten
• Vermittlung von Fachreferenten/innen
• Beratung von Aus- und Weiterbildungseinrichtungen
• Weiterentwicklung von verbindlichen Qualitätsstandards
• Informationen über Präventionsmaterialien und -projekte
• Vernetzung der Präventionsarbeit innerhalb und außerhalb des Erzbistums
• Öffentlichkeitsarbeit in Kooperation mit der jeweiligen Pressestelle.
Außerdem erhalten Sie hier:
• Informationen zu Präventionsmaßnahmen und -angeboten des Erzbistums Köln
• Informationen zum Kinder- und Jugendschutz
• Informationen zum Schutz von hilfs- und schutzbedürftigen Erwachsenen
• Informationen zu den Schulungen im Sinne der Präventionsordnung
• Informationen zur Selbstverpflichtungserklärung
• Informationen zum erweiterten Führungszeugnis
• Beratung und Unterstützung bei Verdachtsfällen
auf Kindeswohlgefährdung
• Adressen von Beratungsstellen in Ihrer Region
Kontakt:
Oliver Vogt
Präventionsbeauftragter
für das Erzbistum Köln
[email protected]
0221 1642-1500
Postanschrift
Erzbistum Köln - Generalvikariat
Stabsstelle Präventionsbeauftragter
Marzellenstr. 32
50668 Köln
Stefan Freck
Referent – Prävention für schutzund hilfebedürftige Erwachsene
[email protected]
0221 1642-1805
Besucheranschrift
Gereonstr. 16
50670 Köln
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Die Teilnehmer am Hearing
Oliver Vogt - Präventionsbeauftragter für das Erzbistum Köln
Geboren 1969, verheiratet, 2 Kinder
Berufsausbildung:
Studium der Sozialarbeit,
Betriebswirtschaft Fachrichtung Sozialwesen
Zusatzqualifikationen
Ausbildung zum Schuldnerberater, Ausbildung zur insoweit erfahrenen
Fachkraft gemäß § 8a SGB VIII
Berufliche Tätigkeiten
Sozialarbeit in unterschiedlichen Handlungsfeldern (ASD, Obdachlosenarbeit,
Offene Kinder- und Jugendhilfe), Leitung eines Katholischen Jugendamtes, Vorsitzender der
Katholischen Jugendwerke Bergisch Land e. V.
Referatsleiter in der Abteilung Jugendseelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat.
Seit 01.04.2011 Präventionsbeauftragter für das Erzbistum Köln.
Seit 01.01.2012 Leiter der Stabsstelle Präventionsbeauftragter im Erzbistum Köln
Karl Prinz zu Löwenstein
Diplom Wirtschaftsingenieur
Jahrgang 1952
Karl zu Löwenstein wurde in Weeze/Niederrhein geboren. An der Universität
Karlsruhe (TH) schloss er 1979 sein Studium als Diplom Wirtschaftsingenieur
ab.
Er startete seinen beruflichen Werdegang bei der Procter & Gamble GmbH,
zunächst in der Produktion, dann im Produktmanagement. Von 1985 bis 1999
war er für die Mars GmbH tätig in verschiedenen Funktionen des Marketing, der Marktforschung und planung der deutschen sowie der europäischen Tochtergesellschaften der Mars Inc.
Im Jahr 2000 kam er zur Geschäftsführung der Malteser Hilfsdienst gGmbH. Er ist heute Vorsitzender der
Geschäftsführung der Malteser Deutschland gGmbH, des Malteser Hilfsdienst e.V. und der Malteser
Hilfsdienst gGmbH.
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Moderator Joachim Frank
Joachim Frank, geboren 1965 in Ulm, gehört seit 1997
zum Verlag M. DuMont Schauberg.
Nach Volontariat und Korrespondententätigkeit in Bonn
und Berlin war er sieben Jahre stellvertretender
Chefredakteur des „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Anzeiger“. Von 2009 bis
2011 war er Chefredakteur der „Frankfurter Rundschau“.
Seit 2011 arbeitet er als Chefkorrespondent für alle MDSMDS
Abotitel.
Frank hat katholische Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte studiert. Er ist
ist verheiratet und hat
zwei Kinder.
Freiberufliche Tätigkeit für Radio (DLF, WDR, SWR u. a.) und Fernsehen sowie Zeitschriften (Zeitzeichen
u. a.)
Auszeichnungen
DuMont Journalistenpreis 2012 : 1. Preis in der Kategorie „Besondere schreiberische Leistung“
Andrea Rose
Andrea Rose, 1957 geboren; verheiratet
Kinderkrankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe, Diplom-Berufspädagogin
Diplom
(FH), Systemische Beraterin (DGFS), Master of Arts in Supervision (DGSv)
Nach der pflegerischen Erstausbildung zur Kinderkrankenschwester
Kinderkrankenschwester und
einigen klinischen Berufsjahren wechselte sie in die Krankenpflegeschule. Die
Weiterbildung zur Lehre und Leitung an Pflegebildungseinrichtungen
absolvierte sie an der Caritasakademie Köln-Hohenlind
Köln Hohenlind und schrieb dort in der
Abschlussarbeit über „Führungsgrundsätze und ihre Bedeutung für die Leitung
einer katholischen Krankenpflegeschule“. Mehr als 7 Jahre tätig als
pädagogische Mitarbeiterin der Caritas-Akademie
Caritas
Köln-Hohenlind.
Hohenlind. Später dann erlangte sie den
akademischen Grad der Diplom-Beru
Berufspädagogin
fspädagogin an der Katholischen Hochschule NRW am Standort
Köln. Ihre Diplomarbeit beschäftigte sich mit Fragen und kritischen Reflexionen zum „Wissenstransfer in
der Pflegeausbildung“. Weiterbildung an der Katholischen Hochschule NRW, Standort
tandort Köln,
Köln
Systemischen Beraterin. Ihre Abschlussarbeit bestand in der „Entwicklung eines Curriculums für eine
Weiterbildung in Systemischer Beratung in der Pflege“. 2010 hatte sie die Möglichkeit ihre bisherigen
theoretischen und praktischen Überlegungen in einer Veröffentlichung
Veröffentlichung gemeinsam mit Frau Prof. Dr. R.
Zwicker-Pelzer
Pelzer und Elke Geyer der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Sie war Mitglied der Projektgruppe zur Erarbeitung des Rahmenkonzeptes für katholische Religionslehre
und christliche Ethik an katholischen
katholischen Ausbildungsstätten für Pflegeberufe im Erzbistum Köln (2011).
Zuletzt erlangte sie den Grad eines Master of Arts in Supervision an der Katholischen Hochschule NRW
am Standort Münster. Im Rahmen des Studiums, das in Kooperation mit dem Generalvikariat Münster
Mü
realisiert wird, beschäftigte sie sich in der Masterarbeit mit dem „Ausdrucksmalen als kreativem Prozess
in der Supervision“.
www.praevention-erzbistum
erzbistum-koeln.de
Seit 2004 ist sie als Lehrbeauftragte an der Katholischen Hochschule tätig. Zu ihren Lehrgebieten
gehörten anfänglich fachdidaktische Themen der Pflege, Bildungsmanagement und Innerbetriebliche
Fortbildung. Seit 2010 liegen Ihre Schwerpunkte in der Systemischen Beratung in Pflege und
Pflegebildung in pflegepädagogischen, pflegemanageriellen und pflegewissenschaftlichen
Studiengängen. Darüber hinaus ist sie als Supervisorin in verschiedenen Studiengängen, u.a. auch dem
Hebammenwesen tätig.
Seit 2001 ist sie in der Kplus Gruppe zunächst als Leiterin der Krankenpflegeschule der St. Lukas Klinik
und später im Katholischen Bildungszentrum Haan tätig. Nach insgesamt 27jähriger pädagogischer
Arbeit und 20jähriger Leitungsfunktion in Krankenpflegschulen wechselte sie in das Handlungsfeld der
Innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildung und widmet sich interdisziplinären Aspekten und Projekten
der Personalentwicklung in der gesamten Kplus Gruppe.
Seit 2012 hat sie aus Anlass der Umsetzung der Präventionsordnung im Erzbistum Köln die Funktion der
Präventionsbeauftragten für die Kplus Gruppe übernommen.
Darüber hinaus ist sie als selbständige Supervisorin in unterschiedlichen Kontexten der Sozialen Arbeit
und des Gesundheitswesen tätig und unterstützt Klientensysteme auftragsgebunden bei der reflexiven
Bewältigung von Problemen und Fragestellungen in der Arbeitswelt.
Msgr. Rainer Hintzen
Msgr. Rainer Hintzen leitet seit 1999 die Konferenz der kath.
Krankenhausseelsorge Deutschlands, sowie seit 2006 die Abteilung Seelsorge
im Sozial- und Gesundheitswesen im Erzbistum Köln. Er ist gelernter
Krankenhausseelsorger, Pastoralpsychologe DGfP und Supervisor DGSv. Er hat
eine umfassende psychoanalytische Zusatzausbildung bei den
Psychonanalytischen Seminaren Düsseldorf (GPP) und Bergisch-Land (PS-BL)
absolviert. Msgr. Hintzen hat 6 Jahre in einem konfessionellen Krankenhaus
und an einer zentralen Krankenpflegeschule gearbeitet. Er war 6 Jahre
Klinikpfarrer an den Kölner Universitätskliniken und am Dr. Mildred-ScheelHaus. Arbeitsschwerpunkte sind die geistliche Begleitung, Krisenintervention und Trauerbegleitung.
Darüber hinaus ist er seit 20 Jahren als Dozent und Ausbilder in Seelsorger-, Mediziner- und
Pflegekräfteseminaren zu den Themen Gesprächs-, Trauer- und Sterbebegleitung engagiert. Er ist
Mitglied in DGSv, DGfP und PS-BL.
Seit 1999 kümmert er sich im Erzbistum Köln um die Aus- und Fortbildung der Seelsorgenden im Sozialund Gesundheitswesen sowie der Aus- und Fortbildungs-Angebote für Ärzte, Pflegende und andere
Berufe.
Er ist seit 1983 Kölner Diözesanpriester und seit 2006 als Subsidiar und Seelsorger an Kölns Basilika St.
Maria im Kapitol tätig.
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Manfred Müller
• Nach Schulabschluss und Zivildienst Studium der
Betriebswirtschaftslehre mit Abschluss als Diplom-Betriebswirt
• 1978 – 1981 Referent beim Diözesan Caritasverband Köln für
Wirtschafts- und Finanzierungsfragen im Bereich der stationären
Altenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe
• 1981 – 1990 Verwaltungsdirektor des St. Johannes Hospital Bonn
• Seit 1990 Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor der CURA
Kath. Einrichtungen im Siebengebirge gGmbH als Rechtsträger der
CURA Kath. Krankenhaus, Bad Honnef
Altenheim Marienhof, Bad Honnef
Altenheim Haus Katharina, Königswinter
Kindertagesstätte St. Johannes, Bad Honnef
mit insgesamt 373 Betten/Plätzen und 562 Mitarbeitern
•
Mehrheitsgesellschafter der CURA gGmbH ist die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen
zu Olpe mbH (GFO). Die GFO ist eine caritative Trägergesellschaft mit
40 Einrichtungen aus den Bereichen Krankenhäuser (10), Altenhilfe und Kinder- und
Jugendhilfe. Die Einrichtungen befinden sich in NRW und Rheinland-Pfalz und
beschäftigen insgesamt ca. 8.000 Mitarbeiter.
Im Auftrag der Geschäftsführung der GFO habe ich die Aufgabe zur Koordination der Umsetzung der
Präventionsordnung in den Einrichtungen der GFO übernommen. Drei Mitarbeiter/innen stehen als
geschulte Präventionsfachkräfte, unterstützt von zwei weiteren Mitarbeitern/innen aus dem
sozialpädagogischen Bereic,h zur Umsetzung des institutionellen Schutzkonzepts zur Verfügung.
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Prof. Dr. Christoph Pohl
Geboren 1958 in Köln, verheiratet, 2 Kinder
Berufsabschlüsse und Qualifikationen:
Studium der Medizin, Approbation als Arzt 1984, Dissertation und
Promotion, Facharzt für Innere Medizin, Anerkennung
Teilgebietsbezeichnung Hämatologie und Internistische Onkologie sowie
Gastroenterologie. Professor für Innere Medizin an der Medizinischen
Fakultät der Universität Köln
Berufliche Tätigkeiten
DFG-Forschungsstipendium an der Division of Molecula Virology and Immunology der Georgetown
University, Washington D.C.
Weiterbildungen und Tätigkeit an der Klinik I und III für Innere Medizin der Universität zu Köln
1994 – 1995 Leitender Oberarzt der gastroenterologischen Funktionseinheit an der Klinik I für Innere
Medizin der Universität zu Köln.
1995 – 2000 1. Oberarzt der Inneren Abteilung des Evangelischen Krankenhauses Köln Kalk,
Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln
Seit Mai 2000 Chefarzt der Medizinischen Klinik des St. Elisabeth Krankenhauses Hohenlind in Köln
Gregor Hellmons
Diplom-Betriebswirt, 57 Jahre alt, verheiratet, 1 erwachsener Sohn
Geschäftsführer Kplus Gruppe, Solingen - Medizin und Pflege in
katholischer Trägerschaft4 Krankenhäuser mit fünf Standorten; ca. 138.000 Patienten stationär
und ambulant. 7 Senioreneinrichtungen mit 770 Plätzen, 3 Einrichtungen
Betreutes/Altersgerechtes Wohnen mit 95 Wohnungen, 2
Bildungseinrichtungen mit 275 Ausbildungsplätzen (Pflege und
Altenpflege), 1 Servicegesellschaft als Integrationsunternehmen; 2 MVZ,
2.900 Mitarbeiter
Beruflicher Werdegang:
• Assistent der Geschäftsführung der Krankenhäuser der Elisabeth-Schwestern in
Essen/Oberhausen
• Stellv. Verwaltungsdirektor des katholischen Dreifaltigkeits-Hospitals, Lippstadt
• Verwaltungsdirektor/Geschäftsführer
• Clemenshospital, Münster
• Hauptgeschäftsführer der MISERICORDIA Krankenhausträgergesellschaft, Münster
• Geschäftsführer Kplus Gruppe, Solingen
Sonstiges
• Ausgebildeter Mediator
• Ausgebildeter Coach für Personalentwicklung
• Mitglied im Fachausschuss Krankenhauspolitik und -Finanzierung des KKVD
• Vorsitzender des Finanzausschuss des KKVD
• Mitglied im Personalentwicklungsausschuss des Caritasverbandes der Erzdiözese Köln
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Sabine Martin
geboren 1967 in Leverkusen, Dipl. Pflegewirtin (FH), Dipl.
Sozialgerontologin.
Seit Juli 2011 Pflegedirektorin im Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach
und Reha-Zentrum Reuterstrasse in Bergisch Gladbach.
Freiberufliche Referentin für gerontologische Themen/ primär in
Krankenpflegeschulen und Fachseminare für Altenpflege.
Seit 2012 Mitglied im Vorstand der DiAG Krankenhäuser
Vorherige Tätigkeiten:
Krankenschwester in der Neurologie, Geriatrie und Chirurgische Intensivstation
Pflegedienstleiterin eines ambulanten Pflegedienstes
Stv. Pflegedienstleiterin und Wohnbereichsleiterin in einer stationären Altenpflegeeinrichtung
Abteilungsleiterin in einem Krankenhaus mit den Schwerpunkten Innere Medizin und Geriatrie
Dirk Blümke
Geboren 1965
Diplomtheologe, Systemischer Supervisor (DGSv)
Leiter der Fachstelle Malteser Hospizarbeit,
Palliativmedizin & Trauerbegleitung, damit u.a. zuständig
für die Entwicklung von Palliative Care in den Einrichtungen
der Altenhilfe und in den Krankenhäusern unter dem Dach
von Medizin & Pflege, Malteser Deutschland gGmbH.
Weiterbildungen: u.a. Große Basisqualifikation Trauer (ALPHA), Klientenzentrierte Gesprächsführung
(GWG)
Erfahrungshintergrund:
u.a. als ehrenamtlicher Hospizmitarbeiter im Altenheim, Krankenhaus und ambulant (1990-1996) , in
der Hospizbildungs- und Beratungsarbeit: u.a. als Trainer Celler Modell, Trainer Führungsseminare (§39
a SGB V), Coach und Supervisor (seit 2002) sowie in der Zeit von 2003-2009 im Vorstand des Deutschen
Hospiz- und Palliativverbandes.
www.malteser-hospizarbeit.de
www.malteser.de
www.praevention-erzbistum-koeln.de
Regina Bannert
Regina Bannert, Pastoralreferentin, seit 1995 Diözesanbeauftragte für
Ethik im Gesundheitswesen. In dieser Funktion in vielen Aus- und
Fortbildungsveranstaltungen für Pflegende und Ärzte tätig:
Ethikunterricht an zahlreichen Pflegeschulen, Ethikseminare für
Medizinstudenten im Praktischen Jahr. Sechs Jahre lang Lehrauftrag für
das Fach Theologie am Fachbereich Gesundheitswesen der Katholischen
Hochschule Köln. Im Team mit vier weiteren Kolleginnen und Kollegen in
dieser Funktion und in enger Zusammenarbeit mit dem Referenten für
Altenheimseelsorge begleite ich Implementierungsprozesse Klinischer
Ethik, berate Ethikkomitees, schule Moderatoren für die Durchführung
ethischer Fallbesprechung und werde selbst auf Anfrage als Moderatorin ethischer Fallbesprechung
tätig. Zahlreiche inner-betriebliche Fortbildungen und In-House-Schulungen vertiefen die Reflexion
ethischer Themen vor Ort.
Aus den vielen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, in denen die Erfahrungen der Teilnehmenden
stets wichtige Ausgangsbasis sind, greift unser Team regelmäßig solche ethischen Themen auf, die sich
aus der reflektierten Praxis herauskristallisieren.
Die reflektierte Erfahrung der Kurs- und Seminarteilnehmer ist die Basis der von mir hier darzulegenden
Einschätzungen.
Zusätzlich gewährt mir meine nebenberufliche Arbeit als Supervisorin vielschichtige Einblicke in die
Beobachtungen von Ärzten, Pflegenden, Seelsorgern und Sozialdienstmitarbeitern.
Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne im Alter von 11 und 7 Jahren.
Rainer Stens
Jahrgang 1988 ist examinierter Fachgesundheits- und Krankenpfleger für
den Operationsdienst und arbeitet als solcher am
Gemeinschaftskrankenhaus Bonn. Im Ehrenamt leitet er seit über 10
Jahren die Gruppe Bloody Malti für Übungsmanagement beim Malteser
Hilfsdienst Bad Honnef, die unter seiner Ägide eine gefragte Größe im
Bereich der nationalen und internationalen Gefahrenabwehrausbildung
geworden ist. Herr Stens ist unter anderem Trainer für Gruppendynamik,
Lernmethoden und Kommunikation und hat sich auf dem Gebiet der
taktischen Notfallmedizin für polizeiliche Gefahrenlagen spezialisiert.
Im Bereich der Jugendarbeit bildet er Jugendgruppenleiter und Dozenten aus und leitet Großzeltlager
und Fahrten. Ebenfalls schult er für das Erzbistum Köln ehrenamtliches Personal in Themen der
Prävention von sexualisierter Gewalt und sexuellem Missbrauch an Minderjährigen. Als Pflegedozent
arbeitet er an verschiedenen Bildungseinrichtungen.
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Presseschau
Donnerstag
20.02.2014
SEXUELLER MISSBRAUCH
Erzbistum will Erwachsene schützen
ERSTELLT 20.02.2014
Drei Kongresse in Köln sind dem Schutz Erwachsener gewidmet, die sich in Obhut der Kirche befinden, ob in Krankenhäusern, Seniorenheimen oder Einrichtungen der Behindertenhilfe. Foto:
dpa
Ein Präventionsprogramm soll sich denen widmen, die unter der Obhut kirchlicher Einrichtungen
stehen. Standen bisher Kinder und Jugendliche im Fokus, richtet sich nun der Blick auch auf ältere
Schutzbefohlene. Vorsorglich. Von Joachim Frank
Köln.
Die deutschen Bischöfe wollen auf ihrer Vollversammlung Mitte März in Münster ein leidiges Thema
abräumen. Nach der 2013 gescheiterten Zusammenarbeit mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer, der
den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Geistliche systematisch aufarbeiten
sollte, steht dem Vernehmen nach die Entscheidung über ein Nachfolgeprojekt an.
Richten die Bischöfe dabei vornehmlich den Blick auf die Vergangenheit, um daraus Schlüsse für bessere
Vorbeugung ziehen zu können, weitet das Erzbistum Köln schon jetzt die Perspektive – zeitlich und
inhaltlich. Drei Kongresse in Köln sind dem Schutz Erwachsener gewidmet, die sich in Obhut der Kirche
befinden, ob in Krankenhäusern, Seniorenheimen oder Einrichtungen der Behindertenhilfe.
Oliver Vogt
„Die Sicht der Betreuten ist uns besonders wichtig“
Rein Vorsorglich
Damit reagiert das Erzbistum nicht etwa auf bekanntgewordene Vergehen. „Wir handeln ausschließlich
vorsorglich“, betont Generalvikar Stefan Heße, Chef der Bistumsverwaltung. „Es gibt bei uns kein
www.praevention-erzbistum-koeln.de
einziges Ermittlungsverfahren, keine Strafanzeige, noch nicht einmal uns bekannte Verdachtsfälle“, fügt
der Präventionsbeauftragte Oliver Vogt hinzu.
Sexueller Missbrauch schutzbefohlener Erwachsener war bislang in der Öffentlichkeit eher selten ein
Thema. Allenfalls gelegentlich, dann aber durchaus spektakulär gingen Einzelfälle durch die Presse, wie
der Vorwurf sexueller Belästigungen von Patientinnen unter Narkose an der Berliner Charité. Fachleute
gehen freilich von einer erheblichen Dunkelziffer aus. Belastbares Datenmaterial gibt es nicht.
Vorhandene Studien beziehen sich nur auf das europäische und außereuropäische Ausland.
Dabei wird die Dimension des Themas schon aus wenigen Zahlen klar: Allein in der Behindertenhilfe gibt
es unter dem Dach des Kölner Diözesan-Caritasverbands 188 Einrichtungen. Hinzu kommen 27 ambulant
tätige Betreuungsvereine. Es gebe in Krankenhäusern, Senioren- oder Behindertenheimen ein
„deutliches Machtgefälle“ zwischen Personal und Betreuten, erläutert Vogt. In solchen Konstellationen
stelle sich immer auch die Frage nach möglicher sexueller Gewalt – und damit nach der Prävention. Dem
etwaigen Vorwurf von Aktionismus begegnet Vogt als Leiter der Stabsstelle Prävention mit einer simplen
Verhältnisrechnung: „Lieber tausend Menschen zu viel geschult als einen zu wenig.“
Drei Hearings
Das Erzbistum hat Wissenschaftler, Vertreter der Krankenhäuser und anderer Einrichtungen, Praktiker
aus Pflege, Beratungsarbeit und Seelsorge eingeladen. Das erste von drei Hearings findet an diesem
Donnerstag im Kölner Maternushaus statt. Zu Wort kommen auch Sprecher von Behinderten oder
Patienten. „Die Sicht der Betreuten ist uns besonders wichtig“, betont Vogt. Am Ende sollen
Schutzkonzepte für Patienten oder Bewohner kirchlicher Häuser sowie Schulungsprogramme für
Mitarbeiter stehen. Von den knapp hundert Fachteilnehmern – unter ihnen Missbrauchsbeauftragte der
Bistümer aus ganz Deutschland – erwartet sich das Erzbistum auch Diskussionen über Bedenken oder
Widerstände. Vor allem die Träger dürften gegenüber kostspieligen Schulungsprogrammen eine gewisse
Reserve an den Tag legen. „Aber Schutzkonzepte sind ja keine Strafe, sondern ein Qualitätsmerkmal für
kirchliche Einrichtungen“, hält Vogt dem entgegen. „Wir sind zudem ein Stück weit stolz darauf, dass wir
als Kirche einmal nicht nur reagieren.“
Bundesweiter Modellcharakter
Dem Kölner Generalvikar Heße ist das Ziel wichtig, „unser erfolgreiches Vorgehen im Bereich Kinderund Jugendschutz auf Krankenhäuser sowie Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe
auszuweiten.“ Das Erzbistum sieht sich dabei in einer Vorreiterrolle. „Mir ist nicht bekannt, dass ein
anderer großer Träger sich so systematisch auf dieses Feld begeben hätte.“
Auch auf der Ebene der Bischofskonferenz wird die Kölner Initiative aufmerksam beobachtet. Sie habe
bundesweit Modellcharakter, lobt der Missbrauchsbeauftragte der Bischöfe, Stephan Ackermann (Trier),
auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Ich kann das nur begrüßen.“
http://www.ksta.de/koeln/-kongresse-in-koeln-erzbistum-will-erwachseneschuetzen,15187530,26258962.html
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BERLINER ZEITUNG POLITIK 19.02.2014
ERZBISTUM KÖLN
Kirche will Senioren und Behinderte vor Missbrauch schützen
Von Joachim Frank
Das Erzbistum Köln will schutzbefohlene Erwachsene in ihren Einrichtungen mit
Präventionsmaßnahmen vor sexuellem Missbrauch schützen. Das Personal in Krankenhäusern,
Senioren- und Behinderteneinrichtungen soll dafür extra geschult werden.
Die deutschen Bischöfe wollen auf ihrer Frühjahrsvollversammlung Mitte März in Münster ein leidiges
Thema abräumen. Nach der 2013 gescheiterten Zusammenarbeit mit dem Kriminologen Christian
Pfeiffer, der den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Geistliche systematisch
aufarbeiten sollte, steht dem Vernehmen nach die Entscheidung über ein Nachfolgeprojekt an.
Richten die Bischöfe dabei vornehmlich den Blick auf die Vergangenheit, um daraus Schlüsse für bessere
Vorbeugung ziehen zu können, weitet das Erzbistum Köln schon jetzt die Perspektive – zeitlich und
inhaltlich. Drei Kongresse in Köln sind dem Schutz Erwachsener gewidmet, die sich in Obhut der Kirche
befinden, ob in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Einrichtungen der Behindertenhilfe. Damit reagiert
das Erzbistum nicht etwa auf bekanntgewordene Vergehen. „Wir handeln ausschließlich vorsorglich“,
betont Generalvikar Stefan Heße, Chef der Bistumsverwaltung. Und der Präventionsbeauftragte und
Leiter einer eigenen Stabsstelle, Oliver Vogt, fügt hinzu, es gebe „bei uns kein einziges
Ermittlungsverfahren, keine Strafanzeige, noch nicht einmal uns bekannte Verdachtsfälle“.
Sexueller Missbrauch schutzbefohlener Erwachsener war bislang in der Öffentlichkeit eher selten ein
Thema. Allenfalls gelegentlich, dann aber durchaus spektakulär gingen Einzelfälle durch die Presse.
Fachleute gehen freilich von einer erheblichen Dunkelziffer aus. Belastbares Datenmaterial gibt es nicht.
Vorhandene Studien beziehen sich nur auf das europäische und außereuropäische Ausland.
Es gebe in Krankenhäusern, Senioren- oder Behindertenheimen ein „deutliches Machtgefälle“ zwischen
Personal und Betreuten, erläutert Vogt. In solchen Konstellationen stelle sich immer auch die Frage
nach möglicher sexueller Gewalt – und damit nach der Prävention. Dem etwaigen Vorwurf von
Aktionismus begegnet Vogt als Leiter der Stabsstelle Prävention mit einer simplen Verhältnisrechnung:
„Lieber tausend Menschen zu viel geschult als einen zu wenig.“
Das Erzbistum hat Wissenschaftler, Vertreter der Krankenhäuser und anderer Einrichtungen, Praktiker
aus Pflege, Beratungsarbeit und Seelsorge eingeladen. Das erste von drei Hearings findet an diesem
Donnerstag statt. Zu Wort kommen auch Sprecher von Behinderten oder Patienten. „Die Sicht der
Betreuten ist uns besonders wichtig“, sagt Vogt. Am Ende sollen Schutzkonzepte für Patienten oder
Bewohner kirchlicher Häuser sowie Schulungsprogramme für Mitarbeiter stehen.
www.praevention-erzbistum-koeln.de
Von den knapp hundert Fachteilnehmern – unter ihnen auch Missbrauchsbeauftragte der Bistümer aus
ganz Deutschland – erwartet sich das Erzbistum durchaus kontroverse Diskussionen über Bedenken oder
Widerstände. Vor allem die Träger dürften gegenüber kostspieligen Schulungsprogrammen eine gewisse
Reserviertheit an den Tag legen. „Aber Schutzkonzepte sind ja keine Strafe, sondern ein
Qualitätsmerkmal für kirchliche Einrichtungen“, hält Vogt dem entgegen. „Wir sind zudem ein Stück weit
stolz darauf, dass wir als Kirche einmal nicht nur reagieren.“
Bundesweiter Modellcharakter
Dem Kölner Generalvikar Heße ist das Ziel wichtig, „unser erfolgreiches Vorgehen im Bereich Kinderund Jugendschutz auf Krankenhäuser sowie Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe
auszuweiten.“ Das Erzbistum sieht sich dabei in einer Vorreiterrolle. „Mir ist nicht bekannt, dass ein
anderer großer Träger sich so systematisch auf dieses Feld begeben hätte.“
Nicht zuletzt deshalb wird die Kölner Initiative auch auf der Ebene der Bischofskonferenz aufmerksam
beobachtet. Sie habe bundesweit Modellcharakter, lobt der Missbrauchsbeauftragte der Bischöfe,
Stephan Ackermann (Trier), auf Anfrage. „Ich kann das nur begrüßen.“
http://www.berliner-zeitung.de/politik/erzbistum-koeln-kirche-will-senioren-und-behinderte-vormissbrauch-schuetzen,10808018,26250352.html
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21. FEBRUAR 2014
KATHOLISCHE KIRCHE
Schutz vor sexuellem Missbrauch
Von JOACHIM FRANK
Mehrere Kongresse der katholischen Kirche widmen sich dem sensiblen Thema. Ein Schwerpunkt
dabei ist der Schutz schutzbefohlener Erwachsener.
KÖLN –
Die deutschen Bischöfe wollen auf ihrer Frühjahrsvollversammlung Mitte März in Münster ein leidiges
Thema abräumen. Nach der 2013 gescheiterten Zusammenarbeit mit dem Hannoverschen Kriminologen
Christian Pfeiffer, der den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Geistliche
systematisch aufarbeiten sollte, steht dem Vernehmen nach die Entscheidung über ein Nachfolgeprojekt
an.
Richten die Bischöfe dabei vornehmlich den Blick auf die Vergangenheit, um daraus Schlüsse für bessere
Vorbeugung ziehen zu können, weitet das Erzbistum Köln schon jetzt die Perspektive – zeitlich und
inhaltlich. Drei Kongresse in Köln sind dem Schutz Erwachsener gewidmet, die sich in Obhut der Kirche
befinden, ob in Krankenhäusern, Seniorenheimen Einrichtungen der Behindertenhilfe.
Damit reagiert das Erzbistum nicht etwa auf bekannt gewordene Vergehen. „Wir handeln ausschließlich
vorsorglich“, betont Generalvikar Stefan Heße, Chef der Bistumsverwaltung. „Es gibt bei uns kein
einziges Ermittlungsverfahren, keine Strafanzeige, noch nicht einmal uns bekannte Verdachtsfälle“, fügt
der Präventionsbeauftragte Oliver Vogt hinzu.
Sexueller Missbrauch schutzbefohlener Erwachsener war bislang in der Öffentlichkeit eher selten ein
Thema. Allenfalls gelegentlich, dann aber durchaus spektakulär gingen Einzelfälle durch die Presse, wie
der Vorwurf sexueller Belästigungen von Patientinnen unter Narkose an der Berliner Charité. Fachleute
gehen freilich von einer erheblichen Dunkelziffer aus. Belastbares Datenmaterial gibt es nicht.
Vorhandene Studien beziehen sich nur auf das europäische und außereuropäische Ausland.
Dabei wird die Dimension des Themas schon aus wenigen Zahlen klar: Allein in der Behindertenhilfe gibt
es unter dem Dach des Kölner Diözesan-Caritasverbands 188 Einrichtungen. Hinzu kommen 27 ambulant
tätige Betreuungsvereine. Es gebe in Krankenhäusern, Senioren- oder Behindertenheimen ein
„deutliches Machtgefälle“ zwischen Personal und Betreuten, erläutert Vogt. In solchen Konstellationen
stelle sich immer auch die Frage nach möglicher sexueller Gewalt – und damit nach der Prävention. Dem
etwaigen Vorwurf von Aktionismus begegnet Vogt als Leiter der Stabsstelle Prävention mit einer simplen
Verhältnisrechnung: „Lieber tausend Menschen zu viel geschult als einen zu wenig.“
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Unterschiedliche Sensibilisierung
In den einzelnen Tätigkeitsbereichen selbst sei die Sensibilisierung für das Problem unterschiedlich. In
der Arbeit mit Behinderten etwa gebe es schon seit langem sexualpädagogische Konzepte und
Diskussionen um den Schutz der Intimsphäre betreuungs- oder pflegebedürftiger Menschen. „Im
Krankenhaus war das bislang kein relevantes Thema, dem die – vielfach beanspruchten – Träger
besondere Aufmerksamkeit gewidmet hätten.“ Das ist aber nach Vogts Einschätzung „kein bewusstes
Wegschauen oder Verdrängen“, sondern eine Frage der Prioritäten.
Das Erzbistum hat Wissenschaftler, Vertreter der Krankenhäuser und anderer Einrichtungen, Praktiker
aus Pflege, Beratungsarbeit und Seelsorge eingeladen. Das erste von drei Hearings fand gestern im
Kölner Maternushaus statt. Zu Wort kommen auch Sprecher von Behinderten oder Patienten.
„Die Sicht der Betreuten ist uns besonders wichtig“, betont Vogt. Am Ende sollen Schutzkonzepte für
Patienten oder Bewohner kirchlicher Häuser sowie Schulungsprogramme für Mitarbeiter stehen. Von den
knapp hundert Fachteilnehmern – unter ihnen Missbrauchsbeauftragte der Bistümer aus ganz
Deutschland – erwartet sich das Erzbistum auch Diskussionen über Bedenken oder Widerstände.
Vor allem die Träger dürften gegenüber kostspieligen Schulungsprogrammen eine gewisse Reserve an
den Tag legen. „Aber Schutzkonzepte sind ja keine Strafe, sondern ein Qualitätsmerkmal für kirchliche
Einrichtungen“, hält Vogt dem entgegen. „Wir sind zudem ein Stück weit stolz darauf, dass wir als Kirche
einmal nicht nur reagieren.“ Dem Kölner Generalvikar Heße ist das Ziel wichtig, „unser erfolgreiches
Vorgehen im Bereich Kinder- und Jugendschutz auf Krankenhäuser sowie Einrichtungen der Alten- und
Behindertenhilfe auszuweiten.“ Das Erzbistum sieht sich dabei in einer Vorreiterrolle.
Mit „Erfolg“ meint Heße zweierlei: Quantität wie Qualität der Präventionsarbeit im Erzbistum. Bis Ende
2013 durchliefen mehr als 35 000 haupt-, neben- und ehrenamtliche Mitarbeiter die angebotenen
Schulungen.
Und: „Die Prävention funktioniert“, sagt Oliver Vogt. „Wenn Jugendgruppenleiter, Kindergärtnerinnen
oder Lehrer ein komisches Gefühl im Bauch haben, melden sie sich heute viel schneller als früher. Wir
können jedem Verdachtsfall sofort nachgehen, und wir haben – wenn nötig – das gesamte
Instrumentarium arbeits- und strafrechtlicher Maßnahmen zur Hand.“ Zudem bietet die
Präventionsstelle psychologische Unterstützung für mögliche Opfer, aber auch für Angehörige,
Mitarbeiter in kirchlichen Einrichtungen und für die mutmaßlichen Täter an.
Auch auf der Ebene der Bischofskonferenz wird die Kölner Initiative aufmerksam beobachtet. Sie habe
bundesweit Modellcharakter, lobt der Missbrauchsbeauftragte der Bischöfe, Stephan Ackermann.
www.praevention-erzbistum-koeln.de
20.02.2014
Erzbistum Köln will Alte und Behinderte vor Missbrauch schützen
Köln (KNA) Das Erzbistum Köln will schutzbefohlene Erwachsene in Krankenhäusern, Senioren- und
Behinderteneinrichtungen vor sexuellem Missbrauch schützen. Um über mögliche Schutzkonzepte und
Schulungen für das Personal in kirchlichen Einrichtungen zu diskutieren, findet am Donnerstag die erste
von drei Expertenanhörungen statt, wie der Kölner Stadtanzeiger (Donnerstag) berichtete. Eine eigene
Stabsstelle um den Präventionsbeauftragten Oliver Vogt soll den Blickwinkel, der bisher auf dem Schutz
von Kindern und Jugendlichen lag, auf erwachsene Schutzbefohlene ausweiten.
In den Einrichtungen gebe es ein "deutliches Machtgefälle" zwischen dem Personal und den betreu-ten
Erwachsenen, sagte Vogt der Zeitung. Aus diesem Grund stelle sich immer auch die Frage nach möglicher
sexueller Gewalt und Prävention. "Wir handeln ausschließlich vorsorglich", betonte Gene-ralvikar
Stefan Heße. Im Erzbistum gebe es keine bekannten Verdachtsfälle oder Ermittlungen in diesem
Bereich. Weitere Anhörungen finden laut Erzbistum am 13. März und 3. April statt.
www.praevention-erzbistum-koeln.de

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