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>> DAS KUNDENMAGAZIN DER ABB SCHWEIZ
Contact
>>
Strom aus
Abwärme
ABB IST MIT
MITTELSPANNUNGSSCHALTANLAGEN DABEI
>>
Optimiert und
digitalisiert
>>
8
Störquellen jagen
in Singapur
Ausgabe 2 / Oktober 2002
5
Surfen im Internet
von der Bar aus
>>
2
10
neueprodukte
Die Kompressorenstation der Transitgas AG steht auf
einer Hochebene zwischen Ruswil und Wolhusen und
ist gut in die Landschaft eingebettet.
>
nischen Ruswil die einzige Kompressorenstation der Schweiz. Einzig in Europa ist, dass
bei den Ausbau- und Erneuerungsarbeiten
die Station Ruswil mit einem Abwärmekraftwerk erweitert wurde. Es ist vorgesehen, rund
40 Millionen Kilowattstunden Strom zu produzieren, was einem jährlichen Bedarf einer
mittelgrossen Stadt mit rund 12’000 Haushaltungen entspricht. Dies ist nur möglich,
weil die Abwärme der Gasturbinen, welche
die Kompressoren zur Gasverdichtung antreiben, stetig und mit Temperaturen bis zu
500 Grad Celsius anfällt.
Fortschrittliches Energiegesetz
Josef Winkler, Projektleiter der Transitgas
AG, hat zwei Seelen in seiner Brust: «Vom
Technischen her sind die Anlagen zur
STROM AUS ABWÄRME
>> Die bei der Kompressorenstation Ruswil anfallende
Abwärme wird bei der Transitgas AG zukünftig genutzt und in
Strom umgewandelt. Für den Stromaustausch – eine sehr wichtige Schnittstelle zwischen dem Kraftwerk und dem Stromnetz
der Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) – ist eine Mittelspannungs-Schaltanlage der ABB Schweiz zuständig.
Auf der Kompressorenstation Ruswil entstand in
den letzten zwei Jahren zusätzlich zu einer Verdichteranlage ein Dampfturbinenkraftwerk, das
europaweit einzigartig ist: Es nutzt die Abwärme
der Gasturbinen zur Stromerzeugung. Es wird so
viel Strom produziert wie mit einem mittelgrossen Flusskraftwerk. Dieses interessante Pilotprojekt ist wegen des fortschrittlichen Energiegesetzes des Kantons Luzern aus dem Jahre
1990 zustandegekommen.
Eine konsequente Abwärmenutzung
Die Kompressorenstation der Transitgas AG
steht auf einer Hochebene zwischen Ruswil
und Wolhusen und ist gut in die Landschaft
eingebettet. Hier wird dem Erdgas aus Nordeuropa für den Weitertransport Richtung
Norditalien der nötige Druck zugeführt. Da
dies nur alle 150 km nötig ist, steht im luzer-
Energiepolitisch hat diese Kompressorenstation mit integriertem Kraftwerk
einen grossen Stellenwert, wurde sie
doch am Freitag. 4. Oktober 2002 im
Beisein von Energieminister und Bundesrat Moritz Leuenberger feierlich
eingeweiht.
Dieses Bild mit der Erdgas-Filteranlage und der Hochspannungsleitung symbolisiert vortrefflich das partnerschaftliche
Zusammengehen von Erdgas und Elektrizität.
>
Contact 2
Abwärmenutzung für mich eine spannende
Herausforderung. Was jedoch die Wirtschaftlichkeit betrifft, setzen wir ein grosses
Fragezeichen. Da der Abwärmestrom nicht
unter erneuerbare Energie fällt, kann er nicht
als Ökostrom vermarktet werden. Darum
sind wir gespannt, ob es der Transitgas AG
zusammen mit den CKW mit speziellen Marketingmassnahmen gelingt, diesen Strom an
die Frau, resp. den Mann zu bringen».
Die Transitgas AG tätigt die bedeutenden
Investitionen von 26 Millionen Franken nicht
ganz freiwillig. Das seit 1990 gültige
Luzerner Energiegesetz schreibt vor, dass
Abwärme aus Industrieprozessen möglichst
sinnvoll genutzt werden muss. Durch den
Ausbau der Transitgasleitung war eine
Erweiterung der Ruswiler Kompressorenstation auf die doppelte Kapazität unumgänglich. In diesem Zusammenhang musste
abgeklärt werden, wie die grosse Menge
Abwärme in Zukunft am besten genutzt
wird. Weil die Standortregion im Luzerner
>> Diese Voraussetzungen er-
füllte laut Ausführungen
von Franz Felber die ABB
Schweiz mit ihrer luftisolierten Mittelspannungs-Schaltanlage UniSwitch aus folgenden Gründen am besten:
• die grosse Modularität und die doch
einfache Bauweise
• die Ausrüstbarkeit mit Leistungsschaltern
>
Die vier Projektverantwortlichen von links nach rechts:
Urs Achermann, CKW (Key Account Manager); Josef
Winkler, Transitgas AG; Franz Felber, CKW (Technische Services); Andreas Beinat, ABB.
Zwischenmodule, resp. Zusatzzellen
• die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten,
Technische Probleme wurden laufend zwischen dem
Chefingenieur der Gesamtanlage, Mario Sirigu,
Snamprogetti SA (mitte) und Andreas Beinat, ABB
(links) und Franz Felber, CKW (rechts), besprochen.
vor allem in Industrieanlagen
• das gute Preis-/Leistungsverhältnis
• die saubere und ausgereifte Technik und
was besonders wichtig war, das grosse
Know-how und die Erfahrung der ABB
Hinterland dünn besiedelt ist, kam ein Wär-
Industrien und Ämtern wichtige und zu-
meverbund für die Beheizung von Haushaltungen und Gewerbebetrieben nicht in Fra-
kunftsweisende Denkanstösse gegeben.
Der Stromaustausch zwischen den CKW und
ge. Nur ein kleiner Teil wird in Heisswasser
Eine enge Zusammenarbeit
der Transitgas AG erforderte eine Verstärkung
der Mittelspannungs-Hauptleitung von der
umgewandelt. Mit diesem werden die Bauten der Transitgas AG beheizt und es lässt
Tropenfrüchte im naheliegenden «Tropehuus»
reifen. Der grösste Teil der Abwärme wird
zuerst in Dampf umgewandelt. Dieser
expandiert über eine Dampfturbine, die den
Strom produzierenden Generator antreibt.
Unterstation Wolhusen in die Kompressoren-
Franz Felber, Technische Services, Projekt-
station. Im Weiteren wurde zwischen den beiden Stationen ein Lichtleiterwellenkabel ver-
leiter der CKW, wies darauf hin, dass dieses
komplexe Projekt eine speziell enge Zusam-
legt. Mit dieser Datenverbindung kann die
menarbeit der beteiligten Firmen erforderte.
Steuerung und Schutz der beiden Anlagen
optimal abgestimmt werden
Für das Engineering aller technischen Anlagen der Kompressorenstation Ruswil war
Franz Felber: «Besonders bei der Erstellung
«Neue Technologien setzen wir grundsätz-
und dem Austesten der Anlagensteuerung
konnten wir vom grossen Wissen des ABBTeams mit Projektleiter Andreas Beinat profitie-
lich nicht ein, aber als Ganzes kann man die
Anlage als einmalig bezeichnen», äusserte
sich Josef Winkler zu diesem Projekt.
ren. Abschliessend möchte ich im Namen aller
Beteiligten erwähnen, dass die Zusammenarbeit bei diesem nicht alltäglichen Projekt mit
der ABB vorbildlich und äusserst erfreulich
war.»
CKW als Partner der Transitgas AG
be im Einzugsgebiet der CKW aber, die viel
Abwärme produzieren, wird diese Pilotanlage wegweisend sein. Laut Ausführungen
von Urs Achermann hat seit längerer Zeit
schon ein Umdenken stattgefunden und die
Transitgas AG hat dabei als Vorreiter vielen
>>
>
Mario Sirigu von der Snamprogetti SA in
Zürich als Projektleiter zuständig. Bei den
CKW liefen eigentlich alle Fäden in Bezug
auf den Stromaustausch und die elektrischen Anlagen zusammen. Da die Montage
in Eigenregie erfolgte, suchten die CKW für
die Mittelspannungsanlage nicht einfach
einen Lieferanten mit dem richtigen Produkt,
sondern auch einen starken Partner mit
grosser Sachkompetenz und Erfahrung.
>
«Das Luzerner Energiegesetz hat auf die
Tätigkeit und die Geschäftsphilosophie der
CKW nur beschränkt Einfluss. Wir wurden
nämlich zusammen mit der Transitgas AG»,
so Urs Achermann, Key Account Manager
Grosskunden bei den CKW, «vom Kanton
Luzern beauftragt, eine Lösung für die
Einspeisung und Vermarktung des Abwärmestromes zu erarbeiten. Die Einspeisung in
das Netz stellte uns nicht vor unlösbare
Probleme, die Vermarktung aber des teureren Stroms wird uns in nächster Zeit noch
intensiv beschäftigen. Vielleicht wird er zum
Teil von Industriebetrieben abgenommen,
die zur Verbesserung ihrer eigenen Ökobilanz bereit sind, einen Aufpreis dafür zu
bezahlen.» Obwohl die Transitgas AG für die
CKW ein sehr wichtiger Geschäftspartner
ist, sind die 40 Millionen Kilowattstunden
eine bescheidene Menge der jährlichen
Stromproduktion. Für andere Industriebetrie-
>
>
und leicht einfügbarer Messzelle, ohne
Sämtliche technischen Installationen der Mittelspannungs-Schalterstation sind für die Mitarbeiter der
Transitgas AG optimal zugänglich.
Dieses Bild zeigt die modulare und komplexe Bauweise der luftisolierten Mittelspannungs-Schaltanlage UniSwitch der ABB.
Energietechnikprodukte
ABB SÉCHERON
technik
DAS 100. MITTELSPANNUNGSFELD IN BETRIEB
>>
Um den schnell steigenden Energiebedarf im Hochbordgebiet von Dübendorf abzudecken, wurde in diesem Oktober
eine zweite Einspeisestation von der Glattwerk AG in Betrieb
genommen. Erstmals kam in der Schweiz bei dieser Messstation
die luftisolierte Mittelspannungs-Schaltanlage ZS8.4 mit Doppelsammelschienenlösung von ABB zum Einsatz.
Mit dieser Anlage konnte die Glattwerk AG
sicherheit erhöhen. Gebaut wurde die Mess-
Die Lieferung der ABB umfasste luftisolierte
nicht nur den grossen Energiebedarf der
wachsenden Industriegemeinde Dübendorf
station Hochbord unter dem SBB-Viadukt,
der zugleich als Trasse für die Zuleitung aus
Mittelspannungszellen Typ ZS8.4 mit Doppelsammelschienenlösung, 18 Felder Duplex
optimieren, sondern auch die Versorgungs-
dem Unterwerk Wallisellen dient.
sowie eine Trafostation, bestehend aus 4
>
>
Ein Mitarbeiter der Glattwerk AG
bei Montagearbeiten in der neuen
Messstation
Hochbord
in
Dübendorf.
Simplex-Feldern. Das Vertrauen der Glattwerk AG
in die Produkte der ABB Schweiz AG ist sehr
gross, konnten doch mit diesem Projekt
bereits über 100 Mittelspannungsfelder, Typ
ZS8 geliefert werden. Diese bieten den
Anwendern mit umfassenden Verriegelungen und dem integrierten Berührungsschutz
zu den Sammelschienen ein einzigartiges
Sicherheitskonzept. Bei der Messstation
Hochbord mit dem mikroprozessorgesteuerten Feldleit- und Schutzgerät REF542 sowie
Erstmals in der Schweiz kamen
bei diesem Projekt luftisolierte
Mittelspannungs-Schaltanlagen
ZS8.4 mit Doppelsammelschienenlösung zum Einsatz.
der modernen Sensorentechnik konnte ein
hoher Standard im Anlage-Engineering erreicht werden.
Energietechnikprodukte
ABB SÉCHERON
>
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ABB AN DER POWERGEN IN MILANO
>> Die diesjährige PowerGen
stand für ABB ganz unter dem
Motto «Gesammtlösungen für
den Bereich Stromerzeugung».
Die Bereiche Kraftwerksleittechnik, Erregung- und Synchronisiersysteme, Generatorschutz, Strömungsmechanik
und Verbrennung präsentierten
erfolgreich das ABB Angebot
für Kraftwerke.
Der auffällige Stand im Zentrum der Messehalle
hatte viel positives Echo bei den Besuchern aus ganz
Europa.
Contact 4
>
>>
aktuell
OPTIMIERT
UND
>> Die Elektrizitätswerke des Kantons
Zürich (EKZ) versorgen mehr als 900’000
Menschen mit Strom. Beim EKZ erfolgte
mittels der ABB FOX-Lösung die erfolgreiche Integration bestehender Kupferleitungen und neuer LWL-Strecken zu einem leistungsfähigen Netzwerk.
Die Vogelperspektive symbolisiert das grosse Einzugsgebiet der Elektrizitätswerke des Kantons
Zürich (EKZ).
Power für eine ganze Region
Datenverkehr musste in regionalen Leit-
1997 starteten die EKZ mit der Digitalisie-
stellen gesammelt und verarbeitet werden.
Neben Rundsteuerdaten sind auch Daten für
rung des Übertragungsnetzes mittels FOX-U.
Damals standen erst wenige LWL-Strecken
zur Verfügung. Dank der im FOX-U unterstützten HDSL-Technologie konnte die Digitalisierung auch über Kupfer- und Koaxialkabel vorangetrieben werden. Dies trug so
letztlich zu einer Vervielfachung der Übertragungskapazität bei.
die Fernsteuerung übertragen worden. Dabei baute man von der «alten Technik» mit
Wechselstromtelegraphie auf digitale Datenkanäle um. Parallel dazu wurde das bestehende PDH-Netz mit PBX-, Telefon- sowie
LAN-Verbindungen in den Unterstationen
aufgerüstet.
Die Aufgabenstellung
Viele Teilschritte
Die EKZ ist ein regionales EVU, welches in
sinnvollen Schritten sein Kommunikationsnetz erweitern und von der alten Analogtechnik auf moderne digitale Technik wechseln wollte. Wichtig war dabei, die schon
vorhandenen Kommunikationsmedien und einrichtungen zu integrieren. Besonders
musste ein sicherer Betrieb während den
ganzen Erweiterungen gewährleistet werden, was eine intensive Zusammenarbeit
zwischen EKZ und ABB erforderte.
Im Jahre 2000 beschlossen die EKZ die wichtigsten Standorte ins SDH Backbone-Netz zu
Die Lösung
Als erster Kunde benutzten die EKZ die von
ABB adaptierte HDSL-Technologie über
Erdseilkoaxialkabel. In mehreren Ausbauschritten wurden die einzelnen Netzteile
zusammengewoben und ausgebaut. Der
>>
integrieren. Dabei wurde das bestehende
FOX-U-Netz erstmals erweitert und an das
SDH Backbone-Netz gekoppelt. Im Weiteren
musste das EKZ-Netzwerk an mehreren Orten
über SDH- und PDH-Schnittstellen mit den
Partnerwerken vernetzt werden, was eine
saubere Synchronisierungsstrategie erforderte. Ein schnelles und flexibles Vorgehen
seitens der ABB garantierte dabei eine störungsfreie Funktion des bestehenden FOX-U
Kommunikationsnetzes. Ausserdem mussten diverse temporäre Lösungen gefunden
werden um Terminverzögerungen vorzubeugen. Die endgültige Parametrierung konnte
vereinzelt erst nach einfallsreichen Zwischenschritten vorgenommen werden.
Die Vernetzung der Schnittstellen zwischen den
Unterwerken und den Partnerwerken erforderte eine
saubere Synchronisationsstrategie.
>
«Wir arbeiten seit einer langen Zeit mit ABB zusammen
und waren mit den Resultaten der ABB-Projekte immer
sehr zufrieden. Was wir an ABB besonders schätzen, ist
die fachliche Kompetenz.»
>
>
DIGITALISIERT
Täglich sind EKZ-Mitarbeiter «auf Draht», damit
mehr als 900’000 Menschen im Kanton Zürich mit
Strom versorgt werden können.
Alle geplanten Umbauten erfolgten im
Terminplan und ohne grössere Probleme.
Der Nutzverkehr wurde durch die Umarbeiten nicht beeinträchtigt und konnte immer
übertragen werden.
Versorgungsunternehmen
UTILITY AUTOMATION
Contact 5
aktuell
INDUSTRIALIT FÜR EINE GROSSE ZEMENTFABRIK IN SAUDIARABIEN
>> Gegen harte Konkurrenz setzte sich ABB bei der Erneuerung der Leittechnik in der Zementanlage der Eastern Province Cement Company in Saudiarabien mit modernster Technologie durch. Die auf IndustrialIT basierende Lösung wird
zurzeit in der Schweiz getestet und im November installiert.
renz durch. Die Anlage wird zurzeit auf «Herz
und Nieren» getestet und im November in
Saudiarabien installiert.
Die überzeugende Lösung von ABB auf der
Basis von IndustrialIT umfasst folgende Komponenten:
• 23 AC800 M PM861 1600 Process Objects
Während der Bauzeit und in den vergangenen
zwanzig Jahren entwickelte sich zwischen der
Eastern Province Cement Company und ABB
und eine gute, partnerschaftliche Beziehung.
Dies war sicher einer der Gründe, dass bei der
Ausschreibung für die Anlageerneuerung
auch die ABB berücksichtigt wurde. Die
zwischenzeitlich in die Jahre gekommene
Leittechnik wird nämlich demnächst durch
modernste Technologie ersetzt.
Mit einer auf IndustrialIT basierenden Lösung setzte sich ABB gegen harte Konkur-
(Motoren, Ventile, Controller) und 14’000
1/0 Punkte
• 7 OperateIT -Process Panel PP220
• 7 AC800 M PM856 Subsysteme mit 10
Process Objects
• 3 Aspect Server
• 4 redundante Connectivity Server
• 6 Dual Head Clients
• 7 Single Head Clients
• 3 Engineering Stationen
Industrieunternehmen
MINERALS & MINING, METALS, PULP, PAPIER
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HOHE STRÖME BEI NIEDRIGER SPANNUNG
>> Die ABB-Geschäftseinheit High Power Converters in
Turgi erweiterte zu Beginn des Jahres ihre Produktepalette mit
dem PowerIT Compact Rectifier – einem Gleichrichter, der bei
niedrigen Spannungen hohe Ströme bis 15’000 Ampère liefert.
Damit können nun auch Kundenbedürfnisse im tieferen
Spannungsbereich mit wettbewerbsfähigen Angeboten abgedeckt werden.
ten Anwendungen im festgelegten Betriebsbereich. Die Einheit ist – dank dem kompakten «all-in-one» Design – einfach zu instal-
nungen bis etwa 80 Volt kommt die Saugdrossel-Schaltung zum Einsatz, während bei
höheren Spannungen bis 1000 Volt die typische Drehstrom-Brückenschaltung verwendet wird. Um den geforderten Strom zu erreichen, werden gegebenenfalls mehrere Einheiten parallel geschaltet.
Für eine Anlage zur Kupferherstellung in Kanada
wurde ein System von insgesamt 50’000 Ampère bei
35 Volt aus vier Untereinheiten mit je 12’500 Ampère
konzipiert.
Contact 6
www.CompactRectifier.com
lieren, zu bedienen und zu warten. Die
Installation und Inbetriebnahme beschränkt
sich im Wesentlichen auf das Anschliessen
und das Drücken des Startknopfes. Eine
übersichtliche, erprobte Topologie mit qualitativ hochstehenden Komponenten, verbunden mit einer kurzen Lieferzeit von wenigen
Wochen, runden das Leistungspaket ab. Für
>
Kompakt, zuverlässig und wirtschaftlich
Der PowerIT Compact Rectifier ist ein Produkt, das durch seinen klaren Aufbau besticht: Ausgerüstet mit Hauptschütz, Transformator und Thyristorengruppe auf der
Leistungsseite sowie der bekannten Ansteuerung des ABB DCS 500 auf der
Regelungsseite, meistert er die verschiedens-
die Ausführungen werden zur Zeit zwei
Schaltungstopologien eingesetzt: Bei Span-
Basierend auf der Standardkonfiguration sind die
Gleichrichter mit diversen Features verfügbar, die
genau in den Prozess des Kunden passen.
>
Zu den typischen Anwendungen gehören
verschiedenste industrielle Prozesse, wie
zum Beispiel Galvanisierung sowie Oberflächen- und Trinkwasserbehandlung. Auf der
standardisierten Basis kann mittels verschiedener Optionen jeweils eine Lösung konzipiert
werden, die exakt den Kundenanforderungen entspricht.
Kompakte Gleichrichter basieren auf bewährtem
Design – ausgereift bis ins Detail. Alle Komponenten
wurden für maximale Effizienz und Zuverlässigkeit
ausgewählt
Automationsprodukte
LEISTUNGSELEKTRONIK
>>
aktuell
>
Diese Ansicht dokumentiert eindrücklich das Ausmass der Niederspannungs-Hauptverteilung im Inselspital Bern.
>
Der meistverwendete Leistungsschalter in dieser
Grossanlage ist der Typ SACE E3, der für die genaue Strombegrenzung zuständig ist.
ENERGIEVERSORGUNG
IM INSELSPITAL =
24 h POWER ON
>> Das Inselspital Bern wird mit grossen Neubauten und
ausgedehnten Sanierungsprojekten für die Zukunft fit gemacht. Im Rahmen der kompletten Sanierung der Energieversorgung erhielt die ABB Schweiz den Zuschlag für die
Erneuerung der Niederspannungs-Hauptverteilung.
Industriebetrieb. Wesentlich dabei ist die
grosse Verfügbarkeit, eine sehr hohe Funktionssicherheit und eine modulare Aufbaustruktur.
Mit dieser Anlage der ABB Schweiz wurde
dem Inselspital Bern ein sicheres, modulares
und bedienerfreundliches System realisiert,
welches den hohen Ansprüchen auf allen
Stufen und in jeder Beziehung gerecht wird.
Diese Anforderungen konnten mit dem modularen Niederspannungs-Schaltanlagensystem
MNS 3 von ABB vollumfänglich
erfüllt werden. Die SammelschieDiese Bauweise ergibt
nenenräume wurden für Ströme bis
Sicherheit im Bereich der
3200 A ausgelegt, sind separat
mechanischen und auch in
geführt und gegen die Geräteräume abgeschottet. Dadurch wird
technischer Hinsicht.
bereits eine mechanische Trennung
erreicht und die Auswirkungen eines Schadenfalles stark reduziert.
Die Einspeisschalter des Trafos, der Generatoren- und Kuppelschalter sowie die grossen Abgänge sind alle in separat geschottenen Feldern platziert. Kleinere Abgänge
wurden in Einschubtechnik realisiert. Anpassungen und Erweiterungen können nach Sektoren und ohne Beeinflussung weiterer Anlageteile unter Spannung ausgeführt werden.
>>
und Ausbau der Kompensation kann dank
Einsatztechnik unter Spannung gefahrlos
vorgenommen werden. Die Verbindungsleitungen unter den Schalterschränken wurden
mit vergossenen Stromschienen modernster
Bauart ausgeführt.
>
Im grössten Spital der Schweiz sind die
Anforderungen an die NiederspannungsHauptverteilung sehr gross. Der 24-Stundenbetrieb eines Spitals mit den vielen
zugewiesenen Aufgaben erforderte eine andere Handhabung als zum Beispiel ein
Die Kompensation der Anlage erfolgte ebenfalls in modularer Bauweise. Der Austausch
eine grosse
elektrischen,
brandschutz-
Der Austausch und Ausbau der Kompensation ist
mittels Einsatztechnik unter Spannung gefahrlos
durchführbar.
Automationsprodukte
LOW VOLTAGE POWER
Contact 7
aktuell
NEUE ENERGIEVERTEILUNG FÜR
SAUBERES ABWASSER
>> Die ARA Bern ist im grossen Einzugsgebiet der Bundeshauptstadt für die Abwasserreinigung zuständig. Der Strom ist
dabei ein sehr wichtiges Element, damit alle Reinigungsstufen
und technischen Einrichtungen optimal funktionieren. Die
Energieverteilung ArTu-K der ABB übernahm vor kurzem
diese wichtige Aufgabe.
luiert. Dank der technischen Vorteile und dem
guten Preis-Leistungsverhältnis entschied sich
die Bauherrschaft für das System ArTu-K von
Andreas Javet, die Verantwortlichen der
ABB. Den Zuschlag für die Realisierung der
technischen Abteilung, die Anlage zu ersetzen. In einem ersten Schritt wurde von
Anlage ging an den Anlagebauer Werder und
Partner in Kehrsatz.
Die optimale Zusammenarbeit zwischen
plan in Laupen eine Kostenberechnung und
Submission ausgearbeitet. Bereits in der
Die zuständigen Mitarbeiter von Werder und
Partner, Kehrsatz, konnten im Bereich Sys-
Produktionsphase, die Anlage eingangssei-
Planungsphase konnte Ruedi Nussbaum von
der ABB kompetente Unterstützung anbie-
temtechnik kompetent von den Fachleuten
Martin Läderach vom Ingenieurbüro Inter-
ten.
der ABB unterstützt werden. Das ArTu-KSystem erwies sich dabei als sehr flexibel,
>
Die Hauptverteilung im Betriebsgebäude
war in die Jahre gekommen. Aus diesem
Grund entschieden Martin Schiess und
Oben: Mitarbeiter von Werder und Partner beim
Ausladen der Anlage. Unten: Detailansicht der
Energieverteilung ArTu-K.
dem Bauherrn, dem Anlagebauer und der
ABB ermöglichte, dass nach einer kurzen
tig von den technischen Mitarbeitern der
ARA Bern angeschlossen werden konnte.
Die Inbetriebnahme erfolgt in zwei Etappen,
weil vor allem Fastline durch eine individuel-
wobei die erste bereits erfolgreich durchgeführt wurde.
Martin Soder
System für den Bereich bis 2000 Ampère
le Bestückung mit Leistungsschalter und
Lastentrennschalter ausgestattet werden
Automationsprodukte
Nennstrom – mit gesamthaft 23 Feldern – eva-
kann.
NORMELEC
Als ideale Lösung wurde eine Anlage mit KIT-
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Viele Hersteller bauen WLAN-Karten bereits
standardmässig in ihre Laptops ein. Bei
Sichtkontakt überbrücken WLAN-Geräte – das
sind Stichkarten für den PC-Card-Slot oder
selbständig funkende Basisstationen – mit
üblichen Rundstrahlantennen bis zu 300 Meter.
Seminarveranstalter schätzen diese Technik,
da das bisherige Kabelwirrwarr entfällt.
SURFEN IM INTERNET VON DER BAR AUS
>
>> Einfacher, schneller und
drahtloser Internetzugang für
Radisson SAS-Hotelgäste in
Basel. Die Lösung der Firma
Kriegel + Schaffner AG, eine
Tochtergesellschaft der ABB
Gebäudetechnik, garantiert
Geschäftsreisenden den unkomplizierten, kabellosen Internetzugang im sogenannten
high speed-Tempo.
Auch an der Bar ist man vernetzt...
Contact 8
Dieses moderne Hotel bietet seinen Gästen
den drahtlosen Internetzugang in den öffentlichen Bereichen des Hauses und in den
Veranstaltungs- und Konferenzräumen. Auch
in 40 Zimmern und Suiten ist eine Technik
installiert worden, die einen einfachen high
speed-Zugang zum Internet ermöglicht.
Der Gast kann dank der neuen WLANTechnik im high speed-Tempo drahtlos im
Internet surfen, Voraussetzung ist eine
installierte WLAN-Karte. So müssen sich die
Gäste zum Abrufen der E-mails nicht mehr
in ihr Zimmer zurückziehen, sondern können
ihre Arbeit bequem bei einem Kaffee oder
Drink in der Bar, in der Lobby, im Pool Inn
Club oder im Restaurant erledigen.
Im Weiteren wurden 40 WLAN-Zimmer und
Suiten mit der Long-Reach-Ethernet (LRE)Netzwerklösung von Cisco ausgestattet. Mit
dieser Technologie verfügt der Gast von seinem Zimmer aus über genügend Leistung, um
schnelle Internetzugänge über wesentlich
grössere Entfernungen als bisher zu realisieren
und Dienste wie IP-Telefonie und Audio/VideoStreaming zu nutzen. Der Internetzugriff ist
über diese beiden neuen Techniken x-fach
schneller als mit herkömmlicher ISDN-Leitung.
Kriegel + Schaffner AG ist einer der Vorreiter bei
der WLAN-Plattform für Public Wireless Internet
Access & Services. Mit Cisco Systems konnte sie
auf der technischen Seite den führenden Anbieter
für Netzwerkkomponenten als Partner gewinnen.
Gebäudetechnik
KRIEGEL + SCHAFFNER AG
>>
aktuell
>> Von Hochspannungsfeldern bis zu MittelspannungsSchaltanlagen mit Doppelsammelschiene wurde das Unterwerk
Allschwil der Elektra Birseck, Münchenstein (EBM), mit
Schaltanlagen der ABB Schweiz eingerichtet.
Der neue Stützpunkt der EBM muss die
Stromversorgung in den Gemeinden Allschwil, Binningen und Schönenbuch sicherstellen. Der attraktive Neubau ersetzt das alte
Unterwerk in Allschwil und dank des kompakten Baukörpers fügt er sich harmonisch
in die ländliche Umgebung ein. Das Bauvolumen konnte relativ klein gehalten werden, da bei der Projektierung bereits der
Einsatz von gasisolierten Hochspannungsfeldern und Mittelspannungs-Schaltanlagen
geplant war. Der Kunde entschied sich
wegen der raumsparenden und kompakten
Bauweise (viel weniger Flächenbedarf), der
geringeren Wartung, und der höheren
Kommunikation zwischen dem externen
Leitsystem und der ABB-Feldleitebene war
oberstes Gebot. In enger Zusammenarbeit
und Absprache wurden die verschiedenen
Schnittstellenprobleme zwischen dem ABBProjektteam und EBM erfolgreich gelöst und
auch die Aufarbeitung der Daten klappte
vorzüglich. Auf das neue Unterwerk Allschwil dürfen alle Beteiligten mit Recht stolz
sein.
Verfügbarkeit sowie zur Sicherstellung der
Energieverteilung für diese Technik.
Das Vorprojekt wie das Hauptprojekt wurde
durch die EBM ausgearbeitet. Die anspruchsvolle Anlagespezifikation spielte bei
der Ausschreibung eine sehr wichtige Rolle.
ABB konnte schon im Vorfeld dieses Auftrages verschiedene Projekte für die EBM
erfolgreich ausführen.
Das im Juni dieses Jahres in Betrieb
genommene Unterwerk Allschwil ist mit folgenden ABB-Anlagen ausgerüstet:
• 5 gasisolierte Hochspannungsfelder
EXK-01, 50kV, mit doppelter
Längstrennung (steigert die Flexibilität)
• 18 gasisolierte MittelspannungsSchaltanlagen ZX2, 13kV, Ausführung
in Doppelsammelschienen
• 4 Mittelspannungsfelder BA/BB, 13kV,
für Ankoppelung und Eigenbedarf
>
Mit einer eindrücklichen Parade feierte die
Pilatus Aircraft am 1. Mai dieses Jahres den
Roll-out des PC-21. Das Trainingsflugzeug
erfüllt die hohen Anforderungen moderner
Luftwaffen. Mit der Flügelmontagelehre der
ABB Unifer wurden Komponenten wie z.B.
Holmen, Rippen, Aufnahmepunkte oder
Beschläge positioniert und miteinander verbaut. So entstand aus den zahlreichen
Einzelteilen ein Flügel. In intensiver Zusammenarbeit konnte der Auftrag in nur 16
Wochen ausgeführt werden und ABB Unifer
ist stolz, einen Beitrag zum neuen Pilatusflieger geleistet zu haben.
sich für ABB die Signalbearbeitungsfront
und die Schnittstellenbereinigung als sehr
anspruchsvolle Aufgabe. Eine optimale
Auf einen Blick: Im Vordergrund die Hochspannungsfelder EXK-01, im Hintergrund die Mittelspannungs-Schaltanlagen ZX2 und die Mittelspannungsfelder BA/BB.
>>
Das neue Trainingsflugzeug
PC-21 der Pilatus Flugzeugwerke steht für Zuverlässigkeit, Sicherheit und Qualität.
Dazu beigetragen hat die Flügelmontagelehre der ABB
Unifer. Diese Präzisionsvorrichtung wurde in enger Zusammenarbeit mit Pilatus konzipiert und realisiert.
Eine anspruchsvolle Aufgabe
Bei dieser komplexen Gesamtanlage erwies
Der Neubau des Unterwerks Allschwil fügt sich
harmonisch in die ländliche Umgebung ein.
>
FÜR HÖCHSTE
PRÄZISION
IN DER
FLUGZEUGTECHNIK
ALLES AUS
EINER HAND
Hightech bis ins kleinste Detail bei den fünf Hochspannungsfeldern EXK-01 mit doppelter Längstrennung.
Industrieunternehmen
Versorgungsunternehmen
MANUFACTURING INDUSTRIES
POWER SYSTEMS
>>
Contact 9
HOHE AUSZEICHNUNG FÜR
CONRAD BERIGER
>> Störsignale beeinträchtigen vielfach die TeilentladungsMessungen in gasisolierten Schaltanlagen. Eine optimale Auswertung dieser Messungen helfen entscheidend mit, Durchschläge vorzubeugen und eine Anlage wirtschaftlich zu betreiben. Projektleiter Guido Giacomuzzi und Mitarbeiter der ABB
waren in Singapur auf der Suche nach Störsignalen.
>> Im Bereich Hochspannungsgleichstromübertragung
setzte ABB Schweiz-Mitarbeiter Conrad Beriger vor
rund 25 Jahren neue Massstäbe. Für seine herausragenden Leistungen ist er kürzlich
in Chicago mit dem UnoLamm-Preis ausgezeichnet worden.
STÖRQUELLEN JAGEN IN SINGAPUR
Im Stromübertragungs- und Verteilungs-
nachzurüsten. Nach Inbetriebnahme der An-
Die IEEE Power Engineering Society würdig-
markt ändern sich die Randbedingungen
weltweit rasant. Dies lässt die Nachfrage
lage in Upper Jurong musste festgestellt
werden, dass das System zu viele Störsig-
te Conrad Beriger (seit 1994 im Ruhestand)
mit dem Uno-Lamm-Preis als wahren
nach zuverlässigen und kostengünstigen
nale zur Auswertung weiterleitete.
Ingenieur, der die herkömmliche Überzeu-
Mittel- und Hochspannungsanlagen steigen.
Die Diagnostik von Schaltanlagen gewinnt
dadurch weiter an Bedeutung. Diese ermöglicht es, Massnahmen zur Instandstellung
frühzeitig zu planen, und für die Ausführung
den wirtschaftlich richtigen Zeitpunkt zu
wählen.
Den Kunden immer optimal
unterstützen
Schon bei der Inbetriebnahme blies man
zum Halali auf die Störquellen. Eine Jagd,
Contact 10
der auch heute noch, rund 25 Jahre später,
Industriestandard ist. Dank seiner wassergekühlten Technologie für HVDC-Thyristorventile konnten die Abmessungen der
Umrichtstationen verkleinert, und die Effizienz des Umrichters verbessert werden.
Dadurch wurde Hochspannungsgleichstrom
(HVDC) gegenüber herkömmlicher Wechselstromübertragung noch konkurrenzfähiger.
>
bei der nur Experten mit genauen Anlagenund Systemkenntnissen Aussicht auf Erfolg
haben. Zudem gilt, je mehr über
Störquellen bekannt ist, desto eher
Die Teilentladungs-Messung ist sehr auflässt sich die geeignete Methode
schlussreich für die kontinuierliche Überwafinden, diese Signale auszufiltern.
Nach mehrwöchiger Jagd hatten
chung. Statistische Zahlen zeigen, dass 50 - 70
die «Scharfschützen», PrüfingeProzent aller dielektrischen Fehler im Betrieb
nieur Thomas Linn, John Pearson
mit dieser Messung nachweisbar gewesen
(ABB Partner Diagnostic Monitoring
Systems Glasgow) und die «Spuwären. Die Teilentladungsüberwachung ist
rensucher» Fritz Schicker (ABB
eine geeignete Ergänzung zu den vorhandenen
Singapur) und Chefmonteur Lothar
Diagnosetechniken um dem Ziel näher zu
Heinze (ABB Schweiz AG) die
Störsignale ausgefiltert. Der Kunde
kommen, die Restlebedauer von Anlagekomverlangte neben dem theoretiponenten zu bestimmen
schen auch den praktischen Beweis, dass die zur Auswertung
gelangten Signale – also die noch verbleiStörsignale erschweren die benden «echten» Teilentladungen – wirklich
Auswertung
keine Störsignale sind. Auch hier erhielt der
PowerGrid in Singapur hatte sich schon 1994
Kunde von der ABB Schweiz mit einer
entschieden, ihre gasisolierten SchaltanOnline-Überwachung eine optimale Unterlagen (GIS) mit Teilentladungsmess- und
stützung. Diese erlaubte es, sich von Zürich
Überwachungssystemen auszurüsten. Nachaus über ein Modem einzuwählen und auf
dem 1998 zwei Werke mit den entsprechendie aktuellen und archivierten Daten in
den Systemen ausgerüstet wurden, erhielt
Singapur zurückzugreifen.
die ABB anfangs 2001 den Auftrag, die beiEnergietechnikprodukte
den 230kV GIS-Anlagen Upper Jurong und
SERVICE HIGH VOLTAGE TECHNOLOGY
Kallang Basin mit dem gleichen System
gung der Luftkühlung nicht als gegeben hinnahm, sondern einen neuen Weg einschlug,
Conrad Beriger (mitte) bei der Übergabe des UnoLamm-Preises in Chicago.
Automationsprodukte
LEISTUNGSELEKTRONIK
aktuell
DAS MODERNSTE
UNTERWERK
DER SCHWEIZ
>> Im neuen Unterwerk Römerstrasse der Regionalwerke AG Baden wurde die modernste, luftisolierte
Mittelspannungs-Schaltanlage der ABB installiert. Zur
Anwendung kam der Typ UniGear ZS1+, eine metallgeschottete Schaltanlage mit Vakuum-Leistungschaltern und
mit einer integrierten Blindleistungskompensation. Die
Baureihe UniGear ist eine neue Entwicklung der ABB und
ersetzt die bisherigen verschiedenen Mittelspannungsfeldertypen in diesem Bereich.
der wirtschaftlichen Entwicklung dieser
Region gerecht zu werden, musste ein veraltetes Unterwerk mit einem Energiebedarf
von 100 Mio. Kilowattstunden ersetzt und
zugleich die Spannung von 8 KV auf den
Die neuen geschotteten Mittelspannungs-Schaltanlagen Typ
UniGear ZS1+
Diese neue, luftisolierte Version aus der
bewährten Familie der ZS1-Schaltanlagen
deckt nicht nur die herkömmlichen Anwendungsbereiche ab, sondern bietet zusätzlich
eine grosse Auswahl an neuen Schaltfeldern
und Funktionen. Neben dem unterbruchfreien Betrieb und der optimalen Raumnutzung garantiert UniGear eine grosse
Sicherheit für das Personal (Störlichtbogenfestigkeit) sowie eine einfache Wartung.
> In jedem Feld ist der Niederspannungsraum integriert.
>>
Contact 11
Die neue Blindleistungskompensation erfordert keinen separaten Blindleistungsregler
und ist in einem Feld integriert. Der Vorteil
dieser Lösung ist im Vergleich zu einer separaten Kompensationsanlage die hohe Wirtschaftlichkeit, die raumsparende und kompakte Bauweise sowie
Engineering-Aufwand.
ein
minimaler
(Adrian Schmid, Projektleiter Regionalwerke AG Baden )
Die Mittelspannungs-Schaltanlage Typ UniGear
ZS1+ bietet neben den herkömmlichen Anwendungsbereichen zusätzlich neue Schaltfelder und Funktionen.
>
heutigen Standard von 16 KV erhöht werden. Gefordert wurde eine Schaltanlage mit
Einfachsammelschiene. Für möglichst flexible Umschaltmöglichkeiten waren unter anderem Sammelschienenabschnitte in Ringanordnung (2 Längs- und 2 Querkupplungen) vorgegeben. Das von der Regionalwerke AG Baden, unter der Projektleitung
von Adrian Schmid, erstellte Pflichtenheft
stellte sehr hohe Anforderungen an die
Anlagetechnik. Die Voraussetzungen für das
Unterwerk Römerstrasse erfüllte die ABB
Schweiz AG in jeder Beziehung am Besten.
«Nur dank der sehr guten
Zusammenarbeit mit dem ABBTeam und dem grossen Knowhow aller Beteiligten konnte in so
kurzer Zeit eine technisch so
hochstehende Anlage geschaffen
werden»!
Dieses Bild zeigt den Primäranschluss vom Leistungsschalter.
>
rund 170 Mio. Kilowattstunden Strom. Um
Blindleistungskompensation
und Synchronschalter
>
zwei Unterwerken die Stadt Baden sowie
Ennetbaden, Dättwil und Rütihof jährlich mit
>
Die Regionalwerke AG Baden versorgt mit
Adrian Schmid, Regionalwerke AG Baden (links) und
Guido Huser, ABB (rechts) waren die verantwortlichen
Projektleiter für das Unterwerk Römerstrasse.
Sehr hohe Anforderungen in
kurzer Zeit umgesetzt!
Beim Synchronschalter handelt es sich
ebenfalls um einen Leistungsschalter mit
Die ausserordentliche Komplexität dieser
Schaltanlage stellte sehr hohe Anforderun-
modernstem Magnetantrieb, welcher über
nummerische Schutzgeräte gesteuert wird.
Dieser Schalter wird im Falle von Erdschlüssen polweise aktiviert. Der grosse
Vorteil ist, dass an Stelle von drei separaten
Schaltfeldern nur noch eines mit drei steuerbaren Polen benötigt wird. ABB ist in dieser
Applikation das einzige Unternehmen mit
einer solchen technischen Lösung.
gen an das Engineering-Team der ABB.
Dazu kam noch der Zeitfaktor, standen doch
ab Bestellungseingang bis zur Montage der
ersten von total 31 Feldern nur sechs Monate zur Verfügung.
Energietechnikprodukte
ABB SÉCHERON
abbworld
OPERATEIT – MEILENSTEIN
IN DER
KVA-AUTOMATISIERUNG
>> Zukunftsweisende Technologie in Verbindung mit modernster Leittechnik und Automatisierung sind die Erfolgsfaktoren zum wirtschaftlichen Betrieb von Kehrichtverbrennungsanlagen.
Die Manager der KVA Malmö setzen voll auf diese Kriterien und beauftragten deshalb ABB mit
der Lieferung der gesamten Elektro- und Leittechnik für eine neue 3. Ofenlinie. ABB Schweiz
konnte mit ihrer Lösung OperateIT diese Aufgabe erfolgreich und zur vollen Zufriedenheit des
Kunden realisieren und setzt damit einen Meilenstein auf dem Weg hin zu IndustrialIT.
Im Mai 2003 wird der kommerzielle Betrieb
der neu erstellten Kehrrichtverbrennungsanlage «Linie 3» aufgenommen. Ergänzend
zu zwei bestehenden Verbrennungslinien
wurde die «Linie 3» mit einer Verbrennungskapazität von 25 Tonnen Müll pro Stunde
Nutzen und Perspektiven von IndustrialIT
gebaut. Im Vordergrund steht in Malmö ne-
Besseres Informationsmanagement
ben der Müllverbrennung der Wirkungsgrad
der Anlage und die Bereitstellung von
Fernwärme. Als Partner der Firmen MARTIN
GmbH und LAB SA lieferte die ABB Schweiz
die Elektro- und Automatisierungstechnik.
Echtzeitinformationen über
Prozess- und Betriebsdaten
Projekt-Highlight
Moderne Benutzeroberfläche und
Die von ABB entwickelte Automationslösung OperateIT, die erstmals in einer derartigen Anlage zum Einsatz kommt, ist der
dadurch gesteigerte Bedieneffizienz
eigentliche Meilenstein. So wird zum Beispiel mit Remote I/O (S800) und Busverbindungen (Profibus, LON) zu Subsystemen die
Datenintegration verschiedener Systeme auf
einer Benutzeroberfläche ermöglicht. Es ist
die konsequente Weiterentwicklung der Automatisierungssysteme hin zur IndustrialITWelt. Prozessinformationen werden aufbereitet und in einer Form zur Verfügung gestellt,
die eine einfache Handhabung und Nutzung
ermöglicht.
Vereinfachte Prozessoptimierung
Kosteneffizienter Ressourceneinsatz
>
In dieser neuen Kehrichtverbrennungsanlage in
Malmö wird erstmals von der ABB die zukunftsweisende Lösung OperateIT eingesetzt.
Windows-Technologie basierende Benutzeroberfläche zur Verfügung. Unterschiedliche
Systeme und Anwendungen sind aufeinander abgestimmt. Die Komponenten integrieren Prozessinformationen nahtlos und sind
somit der Schlüssel zur wirtschaftlichen
Betriebsführung.
Versorgungsunternehmen
UTILITY AUTOMATION
Dank OperateIT stehen den Bedienern der
Anlage besseres Informationsmanagement
und eine moderne und einheitliche, auf
ABB Schweiz
Redaktionssekretariat, CH-COM
Brown Boveri Strasse 6
5400 Baden
Tel. 058 585 75 75
www.abb.ch
Contact 12
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