Schattentheater: „Feuerwasser und Pistolen“ Das Theaterprojekt

Commentaren

Transcriptie

Schattentheater: „Feuerwasser und Pistolen“ Das Theaterprojekt
Schattentheater: „Feuerwasser und Pistolen“
Das Theaterprojekt des WZB präsentierte am Freitag, den 22. Januar, in der Eventhalle des CFK die
Ur-Aufführung von „Feuerwasser und Pistolen“. Das Schauspiel mit Schatten hatten 14 Darsteller mit
und ohne geistige Behinderung unter der Leitung von Theaterpädagogin Katherina Schmuck in einem
Dreivierteljahr eingeübt.
Nach der erfolgreichen Premiere von „Mordsdinner“ war „Feuerwasser und Pistolen“ das zweite selbst
entwickelte Schattentheater-Stück, das das Theaterprojekt des WZB in Angriff genommen hatte.
Entlang der kurzen Karriere eines namenlosen Räubers präsentierte „Feuerwasser und Pistolen“ in
zehn Szenen archetypische Bilder des Wilden Westens. Ebenso wie deren Schattenseiten: Die Gier
nach schnellem Geld, gewonnen durch Raub und Betrug, noch schneller im Saloon verloren durch
Glücksspiel, Alkoholsucht und den nimmermüden Bösewicht. Die einsame Witwe, die um ihren
gemeuchelten Liebsten trauert, fehlte ebenso wenig wie der weise Häuptling vom Stamm der KiowaApachen, der über Selbstsucht und Zerstörungswut sinniert. Alles das setzten die Schauspieler von
Katharina Schmuck gekonnt in aufwendig gestalteten Szenen um. Doch es war nicht alles schlecht im
Wilden Westen. Getanzt wurde im Saloon der Schatten natürlich auch. Zur Überraschung der
Zuschauer später auch vor der Bühne. Dort führten die Darsteller vor der Pause gemeinsam einen
Western Square Dance auf.
Zu Wiederbeginn setzte der dunkle Schurke zunächst unbeirrt sein mörderisches Treiben fort. Doch
der Sheriff von Legoredo war ihm auf der Spur. Und so entschied sich der Kampf zwischen Gut und
Böse wie in vielen guten Western durch ein finales Duell. Der Böse zog zuerst, doch der Mann des
Gesetzes war schneller. So konnten er und eine junge Schönheit vom Stamm der Kiowa-Apachen
gemeinsam dem Sonnenuntergang entgegenreiten.
Der große Applaus, den das Publikum den Schauspielern nach dem Auftritt spendete, war mehr als
verdient. Silvia Lenz, Leiterin des Arbeitspädagogischen Zentrums, überreichte dann noch jedem
Darsteller passend zum Abend eine gelbe Rose, die „Yellow Rose of Texas“. Ein gelungener Abend
mit Schauspiel und Schatten ging zu Ende, der hoffentlich bald eine Fortsetzung findet.