Eine Million DAB+-Empfänger in der Schweiz verkauft

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Eine Million DAB+-Empfänger in der Schweiz verkauft
Nr. 1703 / 8.Jg.
14. August 2012
CE-News: Verschärfte EU-Vorschriften für Entsorgung alter Elektround Elektronikgeräte
Rücknahmestellen eingerichtet und die bisherigen Möglichkeiten verbessert werden. Die Mitgliedstaaten sollten
versuchen, diese neuen Ziele schon vor dem offiziellen
Termin zu erreichen.“ Bis spätestens 14. Februar 2014
müssen die Mitgliedstaaten ihre bisherigen Vorschriften
für Elektro- und Elektronik-Altgeräte ändern und mit
der neuen Richtlinie und den neuen Zielen in Einklang
bringen. Auch die Bekämpfung der illegalen Ausfuhr von
Abfällen wird somit wirksamer von den Mitgliedstaaten
bekämpft werden können. Illegale E-Müll-Versendungen
werden oft als legale Verbringungen von Gebrauchtware getarnt, um die Abfallbehandlungsvorschriften
der EU zu umgehen. Nach der neuen Richtlinie müssen
Ausführer künftig prüfen, ob Geräte noch funktionieren
und Nachweisdokumente für die Sendungen vorlegen,
bei denen gemutmaßt werden könnte, dass es sich um
illegale Verbringungen handelt.
Am 13. August sind verschärfte EU-Vorschriften für die
Entsorgung alter Elektro- und Elektronikgeräte in Kraft
getreten. Darauf wies die Europäische Kommission in
Brüssel hin. Noch bis Februar 2014 haben die EU-Staaten Zeit, um ihre Regeln an die neuen umweltfreundlicheren Standards anzupassen und damit auch knappe
Ressourcen besser zu nutzen. Verbraucher können dann
kleine E-Müllmengen in großen Einzelhandelsläden abgeben. Die Bestandteile aus Gold, Silber oder Kupfer
des sogenannten E-Schrotts sollen effizienter behandelt
werden. Das E-Schrottvolumen wird bis 2020 auf schätzungsweise zwölf Millionen Tonnen ansteigen. Dank der
neuen Richtlinie sollen dann 85 Prozent des gesamten
Altgeräteanfalls gesammelt und richtig entsorgt werden. Das sind in der EU rund zehn Millionen Tonnen
oder 20 Kilogramm pro Verbraucher. Zurzeit wird nur
ein Drittel des in der EU anfallenden Elektroschrotts
gesammelt.
http://ec.europa.eu
Neue Rücknahmestellen notwendig
Umweltkommissar Janez Potočnik rief die Mitgliedstaaten zu ehrgeizigen Zielen auf: „Es müssen neue
Radio: Eine Million DAB+-Empfänger in der Schweiz verkauft
großer Programmvielfalt, erstklassiger Tonqualität, einem störungsfreien Empfang, einfacher Bedienung und
bald auch von attraktiven Zusatzdiensten in Text und
Bild.
DAB+-Digitalradio ist in der Schweiz außerordentlich
gut auf Kurs: Im Juli 2012 wurde das millionste Gerät
verkauft, teilte die SRG-Tochter „Marketing and Consulting for Digital Broadcasting Technologies“ (MCDT)
am 13. August in Zürich mit. Damit erreicht Digitalradio
2,4 Millionen Hörerinnen und Hörer. Knapp ein Drittel
aller Schweizer Haushalte hört inzwischen Radio digital. Die Schweiz zähle deshalb bei Digitalradio zu den
führenden Ländern Europas. Die neueste Radiotechnologie und ihre Vorzüge werden offenbar immer mehr
geschätzt: Die Digitalradio-Hörerschaft profitiert von
Stufenweiser Aufbau eines dritten DAB+-Netzes
in der Deutschschweiz
Je nach Sprachregion können in der Schweiz heute
zwischen 13 und 31 Radioprogramme über Digitalradio empfangen werden. Und es kommen laufend neue
hinzu: Das dritte Deutschschweizer DAB+-Sendernetz
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14. August 2012
weil die Verbreitung eines Digitalradio-Programms nur
ca. 20 Prozent der UKW-Kosten ausmacht. Digitalradio
sei umweltfreundlicher: Pro Programm werden gerade
mal zehn Prozent der Energie benötigt, die Radiohören
über UKW verbraucht. Dies, weil unter anderem für die
Verbreitung von bis zu 18 Programmen in der Schweiz
nur 210 Sendeanlagen benötigt werden. Für UKW
sind derzeit für die Verbreitung von vier Programmen
853 Sendeanlagen in Betrieb.
erlaubt es, Radioprogramme auch regional/lokal auszustrahlen. Es wird derzeit stufenweise aufgebaut.
Darüber senden werden Privatradios wie SRG-Regionaljournale. Im Dezember 2012 wird das erste Teilgebiet, die Region Zürich-Aargau-Glarus-Schaffhausen, in
Betrieb genommen. In der französischen Schweiz befindet sich ein zweites DAB+-Netz in Planung. In vielen
EU-Ländern, aber auch weltweit – beispielsweise in Australien – wurde in den vergangenen Jahren Digitalradio
lanciert. Mit dem Einstieg von Deutschland als DAB+Schlüsselmarkt im August 2011 nahm auch die Gerätevielfalt weiter zu. In der Schweiz bieten inzwischen rund
50 Hersteller über 200 unterschiedliche Modelle in allen
Preisklassen an.
www.mcdt.ch
DAB+ soll UKW langfristig ablösen
Längerfristig werde DAB+ UKW ablösen, hieß es weiter.
Das wird Radiosender und Hörerschaft zugutekommen,
Radio: Fußballsender 90elf verlängert DFB-Pokal-Rechtevertrag um vier Jahre
gramms, und dem DFB geschlossen wurde, beinhaltet
die Live-Übertragung aller Spiele der kommenden vier
DFB-Pokal-Spielzeiten von 2012 bis 2016 über Audio via
IP (Internet), digitale Terrestrik (DAB+) sowie Kabelverbreitung. Die Lizenz erlaubt 90elf als Radio-Partner
die Live-Hörfunkberichterstattung der Spiele in voller
Länge, einzeln und als Konferenz.
Der Fußball-Radiosender 90elf wird auch in den nächsten vier Jahren den DFB-Pokal übertragen. Der Deutsche Fußball-Bund DFB und 90elf haben hierfür erstmals
einen Vierjahresvertrag geschlossen, teilte der Sender
am 13. August mit. 90elf erhält das Recht, bis 2016 als
Audiopartner alle Spielpaarungen im Internet und über
Digitalradio live und kostenlos, einzeln und als Konferenz zu übertragen. Der Vertrag, der zwischen der
Regiocast Digital, dem Veranstalter des Fußball-Vollpro-
www.90elf.de
Netzwelt: Telekom-Deutschlandchef zweifelt an Regierungszielen bei BreitbandAusbau – Erste Kunden am neuen Glasfaser-Netz mit 200 Mbit/s
Neue Glasfaseranschlüsse mit bis zu 200 Mbit/s
Die Deutsche Telekom nimmt in den ersten zwölf Glasfaser-Ausbaustädten Kunden in ihr neues GlasfaserNetz, teilte das Unternehmen am 13. August mit. Mit
den neuen Glasfaser-Anschlüssen sind beim Herunterladen Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro
Sekunde (Mbit/s) möglich. Sendet man Daten in das
Internet, so geht das mit bis zu 100 Mbit/s. Das bietet
derzeit kein anderer Anschluss. Möglich werden diese
Geschwindigkeiten, weil das Glasfaser-Netz nicht wie
bisher im Verteilerkasten auf dem Gehsteig endet. Die
verlustfreie Leitung führt bis in die Wohnung des Kunden. Vom heimischen Computer bis ins Internet surft
der Kunde also durchgehend auf einer Glasfaser-Leitung. Das Verfahren wird als „Fiber to the Home“ (FTTH)
Niek Jan van Damme, Deutschlandchef der Telekom, hat
mit Blick auf den Breitbandausbau Zweifel an den Zielen
der Bundesregierung. Die Koalition will bis 2014 75 Prozent aller Haushalte mit schnellem Internet versorgen.
Es sei „ein ambitioniertes Ziel, 75 Prozent Abdeckung
zu erreichen“, sagte van Damme in einem Interview mit
dem Nachrichtenmagazin „Focus“ (Ausgabe vom 13. August). „Investitionskosten von bis zu 80 Milliarden Euro“
seien zudem notwendig, um bis 2018 in ganz Deutschland ein Glasfasernetz zu verlegen. „Das werden auch
wir als Deutsche Telekom nicht leisten können“, so
Damme zu „Focus“. Aktuell hat der Bonner Konzern
170.000 Wohnungen an das Glasfasernetz angeschlossen, bis Jahresende soll 200.000 weitere Haushalte hinzukommen, so van Damme.
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