poster renault truck

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für
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Ö s te r r
Erscheinungsort Hannover · 68246 · ISSN 1437-6229 · Bezugspreis pro Ausgabe € 8,-
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Die Original-Turbolader der Serienhersteller
MOTAIR Turbolader GmbH – Ihr kompetenter Turboladerpartner
Ein Turbolader dreht bis zu 50-mal schneller als ein Motor. Diese enormen Drehzahlen fordern vom Material ein Höchstmaß an Präzision.
Für den Nutzfahrzeugprofi zählt nur eins: Zuverlässigkeit. Mit unseren Original-Turboladern wird die Reparatur zum Erfolg und sichert Ihnen
Motorleistung, Kraftstoffverbrauch und Abgas-emissionen. Unsere Partner, die Serienhersteller, produzieren täglich tausendfach Spitzenqualität. Immer schärfer werdende Grenzwerte für den Motor erfordern raffinierte technische Lösungen, auch beim Turbolader für den
NKW. Variable Turbinengeometrie und elektronische Steuerung machen aus dem Turbolader heute ein High-Tech-Produkt. Als nationale
Vertretung der Serienhersteller Garrett, BorgWarner, Holset und MHI haben wir die aktuelle Technik für Sie: mit Zubehör, Schulungen und
Verkaufsunterstützung. MOTAIR Turbolader GmbH – profitieren Sie im wachsenden Turbolader-Markt von unserer Kompetenz.
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mit dem Arbeitskreis
„NKW- und AnhängerTeile-Handel” im
WWFahrwerk
Systeme, Ersatzteile, Reparatur und Wartung
WWDiagnosegeräte
Tolle Tools für Service und Fehlersuche
WWMesse-Nachlese
Automechanika und IAA Nutzfahrzeuge
4
November 2010
17. Jahrgang
MOTOR | FAHRWERK | SERVICE
KOMPETENZ IN NKW-PARTS
DENN DAS GESCHÄFT MUSS ROLLEN:
NKW-KOMPETENZ UND SERVICE VON RUVILLE.
Bei Ausfällen zählt nur eins: Das richtige NKW-Ersatzteil so schnell wie
möglich einbauen zu können. Umso besser, wenn es dann nicht nur
innerhalb von 24 Stunden, sondern auch in OE-Qualität geliefert wird. Mit
unserem NKW-Onlinekatalog ist es ganz einfach, das passende Teil zu
nden. Unser NKW-Sortiment umfasst Wasserpumpen, Fahrwerksteile und
Spannrollen. RUVILLE – Ihre lieferstarke Zusatzmarke auch für den NKWMarkt. Mehr Infos unter www.ruville.de
Editorial
Es tut sich was!
Mit der 21. Automechanika in Frankfurt und der 63. IAA
Nutzfahrzeuge in Hannover hat die Kfz-Branche in diesem
Jahr gleich zwei wichtige Leitmessen erlebt. Im ersten Jahr
„danach“ – sprich: nach der Wirtschaftskrise – waren natürlich alle gespannt, wie es weiter gehen wird und in welche Richtung das Branchenbarometer ausschlägt. Messen
sind erfahrungsgemäß gute Gradmesser, die zeigen, wie
es der Branche gerade geht. Und ließt man die offiziellen
Abschlussberichte der Messeveranstalter, so waren sowohl
die Automechanika in Frankfurt als auch die IAA Nutzfahrzeuge ein voller Erfolg und gingen mit Rekordzahlen zu
Ende. Während die Messe Frankfurt von einem „Rekord der
Besuchernationen“ spricht – 155.000 Fachbesucher aus
180 Ländern waren in die Mainmetropole gekommen –,
kann der Verband der Automobilindustrie (VDA) als Veranstalter der IAA von einem Premierenrekord – 272 Weltpremieren gab es in Hannover zu bestaunen – berichten.
Zu den vorherrschenden Themen auf beiden Messen
gehörten die Elektromobilität und neue Technologien, um
die Fahrzeuge noch umweltfreundlicher, sicherer und sparsamer zu machen. Damit wurde einmal mehr deutlich, dass
es die Technik- und Teilespezialisten in der gesamte Kfz-Branche – und die Nutzfahrzeugspezialisten im besonderen – künftig mit noch mehr elektronischen Systemen
und Komponenten zu tun bekommen. Doch nicht nur der Elektronikanteil wird steigen: Es werden vor allem auch völlig neue Systeme kommen. Denken wir nur einmal
an den Hybridantrieb, der zu den Highlights auf der IAA Nutzfahrzeuge zählte. Kaum
ein Nutzfahrzeughersteller, der nicht mindestens ein Fahrzeug mit „Zwitterantrieb“
mit nach Hannover gebracht hatte. Und es waren über alle Fahrzeugklassen hinweg
– vom Kleintransporter mit alleinigem Elektroantrieb über den Leicht-Lkw für den
Verteilerverkehr bis hin zum 26-Tonner – viele seriennahe Lösungen zu sehen, die
schon bald auf unseren Straßen und in unseren Betrieben unterwegs sein könnten.
Sollte diese Vision des Hybridantriebs Wirklichkeit werden, wird sich das Berufsbild des Nkw-Mechanikers in Zukunft stark wandeln müssen. Denn um die HochvoltTechnik beherrschen zu können, bedarf es einer speziellen Ausbildung – und auch
spezielles Werkstatt- und Prüfquipment ist erforderlich. Doch auch die Teilespezialisten werden sich umstellen und neue Geschäftsfelder angehen müssen, denn mit
den alternativen Antrieben ändert sich auch die Teilelandschaft: Was bisher noch
gängige Schnelldreher waren – etwa Bremsbeläge und Kupplungssätze – können
sich dann schnell zu Ladenhüter entwickeln. Denn bei Hybridfahrzugen hemmt die
verschleißlose Bremsrekuperation den Vorwärtsdrang und der Radnaben-Elektromotor macht ein Kupplungssystem überflüssig, weil das Drehmoment unmittelbar
nach der Stromzufuhr anliegt. Allerdings benötigen Hybrid- und Elektrofahrzeuge
ein ausgeklügeltes Energie- und Batteriemanagement, damit es mit dem umweltfreundliche Fahren reibungslos klappt. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die sich vielleicht über eine ausgeklügelte Logistik lösen lässt.
Doch bis dies soweit ist, gilt es die alltäglichen Aufgaben zu erledigen und sich
um das Tagesgeschäft zu kümmern. Mit der aktuellen Ausgabe des NKWpartner
wollen wir Ihnen hierfür wieder ein paar Denkanstöße geben.
In diesem Sinne: Gute Geschäfte und eine spannende Lektüre!
Klaus Kuss
NKW partner 4/2010
3
inhalt
4/2010
Editorial
3
MARKT & UNTERNEHMEN 6
Spektrum erweitert – Technischer Dienst
der GTÜ darf Fahrzeuge homologieren
10
Fahrwerks-Technik
Testen bis an die Leistungsgrenze –
So prüft Conti Tech neue Fahrwerkssysteme 12
12
Der Fahrwerksservice ist ein guter Umsatzbringer. Doch die Fahrwerke von Nutzfahrzeugen, Bussen und Trailern entwickeln sich zunehmend zu hochkomplexen Systemen. Wir geben Tipps für den fachgerechten Fahrwerkscheck und stellen aktuelle Produkte dafür vor.
Fahrwerksteile sicher identifizieren 12
Lenkgetriebe für den Aftermarkt
15
Wachsendes Sortiment
15
Führungskräfte – Darauf sollten Sie beim
26
Die nächste Welle der
De-minimis-Förderung
ist am 01.November 2010
angelaufen. Bis 31. März
2011 können Unternehmen
finanzielle Beihilfen beantragen, unter anderem
für die Nachrüstung eines
Dieselpartikelfilters.
Für Fahrzeuge, die häufig
im Stadtverkehr und auf
Kurzstrecken unterwegs
sind, empfehlen sich aktiv
regenerierende Filtersysteme.
Fahrwerkscheck achten
16
Multimediales Katalogangebot
18
Fahrwerkstechnik im Fokus
20
Originalqualität als Messlatte
20
Dämpfer für Fahrwerk, Kabine und Sitz
21
Lenkgetriebe im Austausch
21
„Intelligentes“ Lenkgetriebe
21
Diagnose
Bits und Bytes im Nutzfahrzeug –
Elektronische Schraubenschlüssel für
Nkw-Profis 22
Die wichtigsten Anbieter im Überblick
22
Diesel-Partikelfilter
Nichtraucherabteilung – Die nächste
Welle der De-minimis-Förderung läuft an
26
Aktive Regeneration – die wichtigsten
DPF-Systeme im Überblick
26
Turbolader
22
4
NKW partner 4/2010
Nicht nur zur Fehlersuche
an elektronischen Fahrzeugsystemen benötigt der
Werkstattfachmann ein
geeignetes Diagnosegerät:
Bei modernen Nutzfahrzeugen lassen sich viele Service- und Wartungsarbeiten
nicht mehr ohne Diagnosetool fachgerecht erledigen.
Wir stellen die wichtigsten
Systeme vor.
Variable Druckmacher – Turbolader mit
variabler Turbinengeometrie (Interview)
29
Variable Turbine – Der Holset HY55V-Lader 30
Dichtung verbessert Teillastverhalten
30
Turbo-Wissen zweiter Teil
31
Variabel gegen Emissionen
31
Turbos liegen im Trend
32
Praxistipps für Werkstatt-Profis
32
Winter-Spezial
Glühkerzen schnell testen
33
Mehr Startkraft, mehr Kapazität
34
Energie für alle Fälle 34
Mehrkreis-Batterieladesystem
34
Den Schnee im Griff
35
Alles für den Winterservice
35
Eines für alle
36
Kompakter Heizer
36
Durch dick und dünn im Schnee
36
Schneller warm und dennoch sparsam
37
29
Turbolader liegen auch bei
Nutzfahrzeugen im Trend.
Der Ersatzmarkt bietet interessante Perspektiven für
Teilehandel und Werkstätten
gleichermaßen. Wir haben
deshalb mit dem Kölner
Turbolader-Spezialisten
Motair über VGT-Lader mit
variabler Turbinengeometrie
gesprochen und was diese für
Nkw-Spezialisten bedeuten.
Außerdem stellen wir Interessantes rund um das Turboladergeschäft vor.
Teilemarkt
Voll verkabelt – Neuartiges System
für die Trailer-Verkabelung 38
Diebstahlwarnung per SMS
39
Umfangreiches Sortiment für Renault Trucks 39
Anlasser und Genaratoren aus Göttingen
40
Komplettpakete für die Bremse
40
Gelenkwellenspezialist in neuem Outfit
41
Schnelle Welle – Sofortreparatur defekter
Kardanwellen beim Spezialisten
42
Zwei Jahre Garantie „serienmäßig“
43
Auf die Dichtung kommt es an
44
Vom Rennen auf die Straße
44
Sicherheit zum Nachrüsten
45
Leichter rollen, mehr laden
45
Diagnosetool für Harnstoff-Einspritzsysteme 45
NKW-MARKT ÖSTERREICH
Teil(e)erfolg durch die GVO – So sieht es
der österreichische Teilehandelsverband
46
Staatspreis Unternehmensqualität 2010
46
Kompakter Elektro-Transporter 47
Den Fuhrpark unter Kontrolle
48
Länger saubere Luft
48
Einmillionste Denoxtronic
48
LKW-Stellplatzinfo in Wien
49
Countdown Lauft: AutoZum 2011
49
33
Im Winter geht es in Nutzfahrzeug-Werkstätten hoch her, vor allem bei knackigen Temperaturen.
Doch die kalte Jahreszeit biete auch gute Gelegenheiten für Zusatzgeschäfte. Wir stellen interessante Produkte für den Winterservice vor – von A wie Anfahrhilfe bis Z wie Zusatzheizung.
38
Der freie Teilemarkt (IAM) ist eine ernstzunehmende Macht im Reparaturgeschäft – und angesichts des
Angebots und der Qualität auch für Markenbetriebe eine attraktive Alternative. Wir stellen aktuelle Produkte vor und zeigen, welche speziellen Services der IAM darüber hinaus zu bieten hat.
Messe-spezial
Das Wichtigste von Automechanika und
IAA Nutzfahrzeuge im Rückblick
50
Praxis-Tipps Flexibel heben
56
Werkszeuge für Nkw-Werkstätten
56
Große Muttern schnell gelöst
57
IMPRESSUM/ VORSCHAU 57
GEWINNSPIEL 58
NKW partner 4/2010
5
Markt und Unternehmen TecDoc und Tec- Noch näher
Com fusionieren am Kunden
Die Gesellschafter der TecDoc Informations
System GmbH und der TecCom GmbH haben
vor kurzem mitgeteilt, dass sie beide Firmen im
Jahre 2013 verschmelzen wollen. Dieser Zusammenschluss soll nach eigenem Bekunden die
Kernkompetenzen der beiden bewährten Branchenlösungen noch besser zur Geltung bringen.
Dazu wollen die beiden Unternehmen ihre Produkt- und Vertriebsstrategien eng miteinander
verzahnen, um so die Synergien zu nutzen. Uli
Zehnpfenning, bisher Geschäftsführer bei TecDoc, und Jürgen Buchert, bisher Geschäftsführer von TecCom, werden das neue Unternehmen
gemeinsam leiten.
Mit der Fusion will man nach eigenem Bekunden die Entwicklung einer neuen, umfassenden
Informationsplattform mit dem Namen TecRMI
umsetzen. Diese soll Informationen rund um die
Reparatur und Wartung von Kraftfahrzeugen
beinhalten und dem gesamten freien Reparatur- und Teilemarkt zur Verfügung stehen. „Die
Fahrzeuge werden immer komplexer und ihre
technische Ausstattung immer umfangreicher.
Die Recherche aller notwendigen Informationen für eine fachgerechte Reparatur wird daher
für die einzelnen Marktteilnehmer zunehmend
schwieriger und unwirtschaftlich. Deshalb werden wir auch für die Reparatur und Wartung von
Kfz eine echte Branchenlösung etablieren“, verspricht Zehnpfenning, der auch Projektleiter von
TecRMI ist. „TecRMI wird neben der Teile-Identifikation auch technische Daten bereitstellen und
so die Reparaturjobs der Mehrmarken-Werkstätten erleichtern. Mit einer solchen Plattform unterstützen wir die Leistungsfähigkeit des freien
Kfz-Servicemarktes“, ergänzt Buchert.
kkW
www.tecdoc.de, www.teccom.de
Fusion: Mit TecDoc und TecCom verschmelzen zwei
Branchenexperten. Ziel ist eine gemeinsame Plattform für den gesamten freien Aftermarkt. Fotos: TecCom, TecDoc
6
NKW partner 4/2010
Zur Automechanika 2010 startete Federnspezialist Kraemer & Freund (KF) eine Marktoffensive
und präsentierte sich mit neuem Logo, neuem
Marken-Auftritt und einem „generalüberholten“ Internetauftritt. Gleichzeitig stellte das Unternehmen den neuen Hauptkatalog vor und
gab eine engere Zusammenarbeit mit dem
Fahrwerksspezialisten Bilstein bekannt. Um Synergien künftig besser nutzen zu können, rückt
KF auch räumlich näher an Bilstein heran und
wechselt von Hagen nach Ennepetal. Bis zum
Jahreswechsel soll auch das KF-Vertriebsteam in
den Bilstein-Sitz umziehen.
Für Nutzfahrzeuge und Anhänger bietet KF
nach eigenem Bekunden ein breitgefächertes
Programm an Blattfedern sowie Aggregatfedern und zahlreiche Produkte „rund um die Feder“. Lenker für diverse Achs-Aggregate sowie
Verstärkungskits für Kleintransporter ergänzen
das Angebot. Ein weiteres Sortiment umfasst
Produkte wie Briden, Bolzen, Federbuchsen,
Schneller am Markt: Federnspezialist Kraemer &
Freund rückt näher mit Bilstein zusammen, um
Kunden künftig noch besser bedienen zu können.
Foto: Kraemer & Freund
Federzwischenlagen und Gummielemente.
Insgesamt enthält das Federnprogramm nach
eigenem Bekunden rund 2.000 verschiedene
Federtypen als Komplettfeder sowie die dazugehörigen Einzellagen. Sämtliche Produkte entsprechen Unternehmensangaben zufolge den
Qualitätsanforderungen der Erstausrüstung.
Um Handelspartner und Werkstattkunden
künftig schneller bedienen zu können, wählte KF
Unna als Standort für den neuen DistributionsHub und van Eupen als Logistikdienstleister. Ab
dem vierten Quartal 2010 sollen die Produkte im
Nachtsprung verfügbar sein.
kk W
www.kraemer-und-freund.de
Werkstattkonzepte zertifiziert
Der Hagener Nutzfahrzeug-Spezialist Europart
hat seine Systemzentrale für Werkstattkonzepte
vom TÜV Nord nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifizieren lassen. Die Urkunde überreichte Wolfgang Wielpütz, Mitglied der Geschäftsleitung
des TÜV Nord, am 21. September 20101 auf der
IAA Hannover an Alexander Pederzani, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung bei Europart.
„Die ISO-Zertifizierung ist als Blaupause und
Anleitung für die Unternehmensführung insgesamt zu sehen. Dabei geht es um Qualifizierung,
besser organisierte Prozesse und insgesamt
bessere Leistungen für den Kunden, die über
die reine technische Reparaturdienstleistung
hinausgehen“, erläuterte Wielpütz. Mit der Zertifizierung zeigten die Pilot-Werkstätten, dass sie
sich ihrer Verantwortung in Sachen Qualität, Sicherheit und Umweltschutz bewusst seien und
dies auch in ein konsequentes Handeln umsetzen wollten, so Wielpütz weiter. Gemeinsam
mit dem Hagener Mutterhaus hatten sich auch
die Systempartner Fahrzeugbau Wischmann
(Königs-Wusterhausen) und TSH Truckservice
Hallenberg (Hallenberg) zertifizieren lassen.
Wischmann gehört dabei dem System TrailerStation an, TSH ist Systempartner von TruckStation. Während die ISO-Zertifizierung für TruckStation-Partner laut Pederzani Voraussetzung
für die Teilnahme am System ist, könnten sich
TrailerStation- und TransporterStation-Partner
freiwillig zertifizieren lassen.
Mit Brief und Siegel: Europart hat seine Systemzentrale für Werkstattkonzepte nach DIN EN ISO 9001:2008
zertifizieren lassen. Wolfgang Wielpütz vom TÜV Nord
(li.) überreichte die Urkunde an Europart-Geschäftsführer Alexander Pederzani. Foto: Kuss
Das Qualitätsmanagementsystem basiert
laut Europart auf einer Matrix, was den Aufwand
und die Kosten für die Partnerbetriebe kalkulierbar mache. kkW
www.truck-station.net, www.europart.net
Europa hat einen Marktführer: SWF
www.valeoservice.com
Europas Marktführer für Scheibenwischer wird man nicht einfach so. Neuste Technologien in Erstausrüsterqualität
und beste Performance auch bei intensivstem Einsatz sind nur zwei von vielen Gründen, warum SWF erste Wahl im
Segment der Nutzfahrzeuge ist.
Markt und Unternehmen Kostenloses
Zusatzwissen
Die Anwender der Werkstattsoftware „Esitronic“
von Bosch dürfen sich über einen kostenlosen
Zusatzservice freuen: Ab sofort erweitern TeileInformationen sowie Ein- und Ausbauhinweise
für die Produkte der ZF Services-Marken Sachs,
Lemförder, Boge und ZF-Parts das ohnehin schon
umfangreiche Informationssystem. Nach der
Fahrzeugauswahl in der Bosch-Software kann
der Anwender nun auch detaillierte Informationen für den Ein- und Ausbau von Stoßdämpfern
abrufen, zudem sind für die Kalkulation entsprechenden Arbeitswerte hinterlegt.
Während Sachs dabei traditionell für Stoßdämpfer und Kupplungen steht, deckt Lemförder die Bereiche Fahrwerk, Lenkung und
Gummimetallteile ab, Informationen zu Boge
(Stoßdämpfer) und ZF Parts (Lenkgetriebe und
Lenkhelfpumpen) runden das Zusatzangebot
ab. Wie schon mit den bisherigen Esitronic-Inhalten, so sollen auch die neu integrierten Service-Informationen von ZF eine fast vollständige
Marktabdeckung erreichen. Neben Angaben zu
Pkw-Typen findet der Esitronic-Nutzer auch zahlreiche Service-Informationen für gängige Nkw.
Die Inhalte des elektronischen Teilekatalogs
„InCat“ von ZF Services wurden laut Bosch ebenfalls komplett integriert und bieten zusätzliche
Informationen in Form von Fotos, Service-Dokumente und Montagehinweisen für die Produkte
der Schweinfurter Teilespezialisten.
Die Integration der ZF Services-Daten in das
Esitronic-Paket ist Teil der Kooperation zwischen
ZF Services und Bosch: Im April 2009 hatte Bosch
das Werkstattkonzept AutoCrew von ZF Services
übernommen.
kkW
www.bosch.com, www.zf.com
Zuwachs: Ab sofort erweitern Teile-Informationen
sowie Ein- und Ausbauhinweise für die Produkte der ZF
Services-Marken Sachs, Lemförder, Boge und ZF-Parts
die Werkstattsoftware „Esitronic“ von BoschFoto: Bosch
8
NKW partner 4/2010
1000er-Marke
erreicht: Seit
seinem Debüt im
Juli 2006 wurde
der Fuso Canter
Eco Hybrid weltweit bereits 1000
Mal verkauft.
Foto: Daimler
1000 leichte Hybrid-Lkw verkauft
Beim Verkauf des Fuso Canter Eco Hybrid hat die
Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC), an dem die Daimler AG zu 85 Prozent beteiligt ist, einen nach eigenem Bekunden „wichtigen Meilenstein“ erreicht: Vor kurzem wurde der
1.000ste hybridbetriebene Leicht-Lkw dieses
Typs ausgeliefert. Premiere hatte Fuso Canter
Eco Hybrid allerdings bereits im Juli 2006. Die
meisten dieser mit Parallelhybrid-Antrieb ausgestatteten Leicht-Lkw laufen Unternehmensangaben zufolge in Japan.
Verantwortlich für den Verkaufserfolg des
mittlerweile in der zweiten Generation gebauten Modells sind laut Daimler der im Vergleich
zu herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen
dieser Klasse deutlich geringerer Kraftstoffver-
brauch sowie die damit verbundenen, geringeren Schadstoffemissionen – und dies laut MFTBC
bei einer unveränderten Praxistauglichkeit.
Angespornt vom Erfolg des Fuso Canter
Eco Hybrid baut MFTBC seine Hybridentwicklung weiter aus: Noch im Dezember 2010 soll
im Prüfzentrum Kitsuregawa (Japan) ein neuer
Prüfstand seinen Dienst aufnehmen. Unternehmensangaben zufolge sollen damit künftig Hybridantriebe unter praxisnahen Bedingungen
getestet werden. Mit dem Prüfstand sollen sich
unter anderem Veränderungen, etwa an der Batteriegröße oder der Leistung, in Echtzeit simulieren lassen. kkW
www.daimler.com
100 Jahre Hauptuntersuchung
Die Hauptuntersuchung (HU) für Kraftfahrzeuge
feierte kürzlich ihr 100jähriges Jubiläum: Am 15.
Oktober 1910 gründete der Württembergische
Dampfkessel-Revisionsverein, ein Vorläufer des TÜV
Süd, eine Spezialabteilung zur Fahrzeugprüfung.
Zweck der 1866 in Mannheim entstandenen
„Gesellschaft zur Überwachung und Versicherung
von Dampfkesseln“ war es, Dampfkessel sicherer zu
machen und Unglücke zu vermeiden. Doch schon
bald kümmerten sich die Sachverständigen auch
um weitere technische Anlagen und legten am 15.
Oktober 1910 den Grundstein in Sachen Mobilität:
Die Abteilung zur „Prüfung von Fahrzeugen und
deren Führern“ entstand – und damit die Grundlage der regelmäßigen Fahrzeugprüfung, heute
überall als Hauptuntersuchung (HU) bekannt.
„Somit stehen der TÜV Süd und seine historischen
Vorgänger für hundert Jahre sichere Mobilität“, erklärte Horst Schneider, Vorstand des TÜV Süd für
den Bereich Mobilität, zum HU-Jubiläum. Die bei
Autobesitzern so begehrte „TÜV-Plakette“ gibt es
allerdings erst halb solange: sie feiert am 01. Januar
2011 ihren 50. Geburtstag.
Rund um Plakette und HU hat sich in der Vergangenheit vieles getan: In den 1980er Jahren
Dauerbrenner: Die Hauptuntersuchung (HU) feierte am
15. Oktober ihren 100.Geburtstag. Am 01. Januar 2011
zieht die HU-Plakette mit ihrem 50. nach. Foto: TÜV Süd
sorgte die neu eingeführte Abgasuntersuchung
für einschneidende Änderungen, im neuen
Jahrtausend sind laut TÜV Süd der Wandel zum
elektronischen Check sowie die Integration von
HU und AU – es gibt nur noch einen Termin und
eine Plakette für beides – zu nennen. kkW
www.tuev-sued.de
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LENKUG
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Seit mehr als 100 Jahren steht TRW für Sicherheit, Innovationskraft und fortschrittlichen Service. Mit der
Einführung unserer Lenkgetriebe für Nkw schaffen wir im freien Ersatzteilmarkt neue Umsatzpotenziale.
Nkw-Lenkgetriebe vom Erstausrüster TRW werden gemäß OE-Spezifikationen wiederaufbereitet und
überzeugen in Hinblick auf Leistung, Langlebigkeit und Sicherheit.
TRW Proequip – Nkw-Ersatzteile die Vertrauen schaffen.
www.trwaftermarket.com
Markt und Unternehmen Monopol gebrochen: Ab sofort darf auch die GTÜ als „Technischer
Dienst“ das gesamte Spektrum an Genehmigungsprüfungen rund
um das Fahrzeug anbieten und ist damit als Dienstleister auch für
Fahrzeug- und Aufbautenhersteller sowie Importeure interessant.
Alle Abnahmen aus einer Hand: Zusammen mit dem
Kraftfahrtechnischen Prüf- und Ingenieurzentrum FAKT
kann der Technische Dienst der GTÜ im Bedarfsfall auch
Laborprüfungen vornehmen.
Fotos: GTÜ/FAKT
Dienstleistungsspektrum erweitert
Seit kurzem darf die Gesellschaft für Technische
Überwachung (GTÜ) als „Technischer Dienst“ auch
Fahrzeuge homologieren und EG-Typ- und Einzelgenehmigungen ausstellen.„Damit ist die GTÜ nun
auch ein kompetenter Partner für Fahrzeug- und
Aufbautenhersteller sowie für Fahrzeugimporteure“, erklärte Rainer Süßbier, Leiter Technischer
Dienst bei der GTÜ, in einem Gespräch mit der
NKWpartner-Redaktion. Ein wichtiger Punkt dabei
sei die enge Kooperation mit dem Kraftfahrtechnischen Prüf- und Ingenieurzentrum FAKT, die es
der Überwachungsorganisation ermögliche, das
gesamte Spektrum von Genehmigungsprüfungen
rund um das Fahrzeug anzubieten. Die im schwäbischen Heimertingen ansässigen Prüfspezialisten
verfügen über einen hochmodernen Maschinenpark mit Prüfständen, auf denen sich bei Bedarf erforderliche Laborprüfungen absolvieren lassen.
Besonders qualifizierte GTÜ-Partner
Speziell qualifizierte Partner der GTÜ erstellen vor
Ort als so genannte „Unterschriftsberechtigte“
(USB) des Technischen Dienstes die Berichte, welche als Grundlage zur Erteilung von EG/ECE-Typgenehmigungen für Gesamtfahrzeuge, Systeme
oder selbstständige technische Einheiten dienen.
ZF neu sortiert
Näher am Kunden: Mit einer Neustrukturierung will
sich ZF ab 2011 stärker am Markt und den Kunden
orientieren. Foto: ZF
10
NKW partner 4/2010
Laut Süßbier haben sich bundesweit bislang rund
30 GTÜ-Partner für diese neue Dienstleistung entschieden und entsprechend weitergebildet. Mittelfristig soll es jedoch rund 100 dieser besonders
qualifizierten Prüfingenieure geben.
„Auch alle Prüfungen und Gutachten zur Erteilung von Einzelbegutachtungen von Fahrzeugen nach § 13 FGV (Fahrzeuggenehmigungsverordnung) gehören ab sofort ebenfalls zu unserem
Leistungsspektrum“, erläuterte Andreas Kohlhas,
stellvertretender Leiter des Technischen Dienstes dem NKWpartner. Dazu erstellen die USB der
GTÜ oder des Kooperationspartners FAKT auf nationaler Ebene die erforderlichen Gutachten zur
Erteilung von Allgemeinen Betriebserlaubnissen (ABE), Allgemeinen Bauartgenehmigungen
(ABG) oder Teilegutachten (§ 19,3 StVZO) für alle
Bauteile oder Änderungsumfänge.
„Zusammen mit den Experten unseres Kraftfahrtechnischen Prüf- und Ingenieurzentrums kann die
GTÜ nun alles aus einer Hand anbieten, beispielsweise auch das Bereitstellen von Prüffahrzeugen
inklusive der Montage des Probanden“, erklärte Xaver Fackler, Geschäftsführer von FAKT, im Gespräch
mit der Redaktion. „Damit ist es möglich, Genehmigungsverfahren schnell und unbürokratisch abzu-
wickeln“, so der Prüfexperte, dessen Unternehmen
auch für die Fahrzeugindustrie tätig ist.
Die ZF Friedrichshafen AG ordnet zum Jahresbeginn 2011 ihre Geschäftsaktivitäten neu. Das Unternehmen will sich mit dieser Umstrukturierung
künftig stärker auf die Bedürfnisse des Marktes
und der Kunden ausrichten, heißt es. Dazu sollen
die bislang bestehenden fünf Unternehmensbereiche künftig vier neuen Divisionen zugeordnet
werden. Damit könne sich der ZF-Konzern besser an Produkt- und Marktgegebenheiten sowie
der Grundstruktur der großen Kunden orientieren, erklärte ZF-Vorstandschef Hans-Georg Härter die strategische Neuausrichtung.
Die bisherigen Unternehmensbereiche und
Geschäftsfelder werden den vier neuen Sparten Powertrain Technology, Chassis Technology,
Commercial Vehicle Technology und Industrial
Technology zugeordnet. Die meisten deutschen Gesellschaften verschmelzen dabei zur
ZF Friedrichshafen AG. Das Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme, an dem die Robert
Bosch GmbH und die ZF Friedrichshafen AG je
zur Hälfte beteiligt sind, bleibe dabei allerdings
unangetastet, erklärte Härter.
Ein Beispiel für die strategische Neuausrichtung ist das Andocken des Geschäftsfelds
Achsantriebe (Passau) an den Unternehmensbereich Pkw-Antriebstechnik (Saarbrücken),
wo künftig das Kompetenzzentrum für den
kompletten Antriebsstrang im Pkw angesiedelt
sein soll.
kk W
Monopol gebrochen
Grundlage für das neue Dienstleistungsangebot
ist der GTÜ zufolge die 2009 in Kraft getretene EGFahrzeuggenehmigungsverordnung. Diese setzt
laut GTÜ-Technikspezialist Rainer Süßbier die neue,
EU-weit geltende Rahmenrichtlinie 2007/46/EG in
nationales Recht um. Das EU-Regelwerk beschreibt
laut Süßbier die Typ- und Einzelgenehmigung von
Neufahrzeugen mit mindestens vier Rädern sowie von Systemen, Bauteilen und selbstständigen
technischen Einheiten.
Was sich auf der ersten Blick recht bürokratisch
liest, bedeutet, dass aufgrund der neuen Richtlinie nun auch akkreditierte Technische Dienste
wie jener der GTÜ sowohl Gutachten zum Erlangen von Typgenehmigungen für Fahrzeuge und
Fahrzeugteile als auch Einzelgenehmigungen
erstellen dürfen. Damit wurde laut Süßbier ein
Monopol gebrochen, das in Deutschland lange
Zeit „im Besitz“ der Technischen Prüfstellen von
Dekra und TÜV war.
Klaus KussW
www.gtue.de
www.zf.com
Genuine Quality. Durable Trust.
Mit mehr als 22.000 verschiedenen Ersatzteilen passend
ssend für LKW und Busse
von DAF, MAN, Mercedes-Benz, Renault Trucks, Scania
ania und Volvo ist die
IAM) für Nutzfahrzeuge.
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Der neueste DT® -Ersatzteilkatalog:
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passend für Magnum, Premium, Midlum, Kerax,
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sprechen Sie bitte den Händler Ihres Vertrauens an.
Händlerkontakt:
DT-DIESEL TECHNIC AG
Vertrieb Deutschland
Wehrmannsdamm 5-9 · 27245 Kirchdorf
Tel. 04273 89-6000 · Fax 0800 8911189
E-Mail: [email protected]
Fahrwerks-Technik Testen bis an die
Leistungsgrenze
Hart beansprucht: Die Federbälge des Luftfedersystems
müssen häufig Höchstleistungen vollbringen und werden
oft bis an ihre Leistungsgrenze
gebracht. Die Experten von
Conti Tech können mit ihrem
hochmodernen Testequipment
prüfen, ob sie den Belastungen
auf Dauer gewachsen sind.
Fotos: Conti Tech
Luftfedern müssen hart arbeiten und sind deshalb exakt auf den jeweiligen Einsatzzweck abgestimmt. Um sie zu entwickeln und
herzustellen, ist viel Know-how und Kompetenz gefragt. Ob eine Luftfeder ihre Aufgaben auf Dauer zuverlässig erfüllen kann, prüft
ContiTech Air Spring Systems in Hannover auf eigenen und hochmodernen Prüfständen.
Luftfedern sind schwarz und haben zwei Löcher
– diese flapsige Definition ist Hubertus Gawinski
eindeutig zu einfach. Zumal Luftfederbälge im
Fahrbetrieb, etwa nach heftigen Bremsmanövern oder Passfahrten, kurzfristig auch Temperaturen von bis zu 140 °C aushalten müssen und
beim Rangieren oder beim Betrieb in drucklosem Zustand nahe an ihre Leistungsgrenze
kommen können, so Gawinski. Der Experte ist
Leiter Forschung und Entwicklung beim Luftfedernspezialisten ContiTech Air Spring Systems in
Hannover und weiß, wovon er spricht.
„Luftfedern sind speziell nach den Anforderungen des Erstausrüstungskunden ausgelegt.
Auf Biegen und Brechen: Auf den Prüfständen im Entwicklungszentrum von Conti Tech lassen sich Neuentwicklungen
testen, selbst wenn das Fahrzeug vorerst nur als CAD-Entwurf
existiert. Foto: Conti Tech
12
NKW partner 4/2010
Sie stellen ein Optimum aus eingesetztem Material, beanspruchtem Bauraum und charakteristischen Produktdaten wie Tragkraft, Federrate
oder Betriebsdruck dar“, erklärt der Experte. .
Spezielle Anforderungen
Um diese sehr speziellen und fahrzeugspezifischen Anforderungen erfüllen zu können, ist
viel Entwicklungskompetenz und FertigungsKnow-how erforderlich. Allein das eingesetzte
Gummimaterial besteht laut Gawinski aus bis zu
15 verschiedenen Komponenten. Neben dem
exakten Mischungsverhältnis spiele vor allem
die Verarbeitung eine wichtige Rolle, zudem beeinflusse die Wahl der Festigkeitsträger die Haltbarkeit und Geometrie einer Luftfeder erheblich.
Doch auch den übrigen Komponenten eines
Luftfedersystems haben laut Gawinski wichtige
Aufgaben zu erfüllen.
Als Beispiel nennt der Experte jene Bauteile,
mit denen der Luftfederbalg am Aufbau beziehungsweise der Achse befestigt wird. Da diese
Komponenten maßgeblich das Produktgewicht
bestimmen, bieten sie viel Potential um Gewicht
zu sparen. „Für den Kunden bedeutet jedes gesparte Kilo eine höhere Nutzlast beziehungsweise weniger Kraftstoffverbrauch. Bei einer
Fahrzeugentwicklung beispielsweise haben wir
den Metallkolben durch einen Kunststoffkolben
ersetzt. Die Gewichtsersparnis beträgt drei Kilogramm je Luftfedermodul“, berichtet Gawinski.
Bei vier Federn pro Fahrzeug entspricht dies
einer Ersparnis von 12 Kilogramm respektive
einer um 12 Kilogramm höheren Nutzlast. Das
geringere Gewicht bedeutet gleichzeitig aber
auch eine Kraftstoffersparnis von mehr als einem
halben Prozent. „Über die Einsatzdauer der Luftfeder wird damit die Umwelt um fast eine viertel
Tonne CO2 entlastet“, rechnet Gawinski vor.
Aufwändige Tests im Vorfeld
Um zu überprüfen, ob die Produkte die vielfältigen Ansprüche auch erfüllen, betreibt Conti
Tech einen hohen Aufwand. Dazu gehören
unter anderem Tests auf hochmodernen und
nach eigenem Bekunden weltweit einzigartigen Prüfständen, die im Forschungs- und Entwicklungszentrum für Luftfedersysteme stehen
– und mit denen sich laut Gawinski „die Zukunft
simulieren lässt“. Mit dem Prüfequipment ist es
dem Experten zufolge möglich, nahezu alle im
realen Betrieb auftretenden Beanspruchungen
innerhalb von zwei bis drei Wochen im Zeitraffer
als Nachfahrversuche darzustellen. „Wir können
beispielsweise Kinematikprüfungen durchführen, selbst wenn das Fahrzeug vorerst nur als
CAD-Modell existiert. Auch Temperaturanforderungen können wir simulieren – von Arktis bis
Sahara“, erklärt Gawinski.
Mit Hilfe der vielstufigen Tests und den dabei
authentischen Belastungen kann Gawinski und
sein rund 33-köpfiges Team frühzeitig mögliche
Schwachstellen identifizieren. „Durch unsere
eigenen Prüfstände können wir schnell Wissen
aufbauen. Sie zeigen uns, was wirklich im Produkt passiert. Wir erhalten so wichtige Informationen für zukünftige Anwendungen“, erläutert
Gawinski. Während die Ingenieure beim Kunden
Ersatzteile in Erstausrüsterqualität
LEMFÖRDER setzt Maßstäbe in Sicherheit und Qualität. Darauf vertraut die
Automobilindustrie und dankt es der Marke mit einer bereits Jahrzehnte
andauernden Partnerschaft in der Erstausrüstung.
Setzen auch Sie Ihr Vertrauen in LEMFÖRDER.
LEMFÖRDER – Sicherheit in Lenkungs- und Fahrwerktechnik
www.zf.com
Fahrwerks-Technik das Fahrzeug noch entwickeln, können die Experten von Conti Tech nach eigenem Bekunden
bereits den späteren Einsatz des Systems in dem
betreffenden Fahrzeug simulieren.
Modernste Prüfstände
Das Prüfzentrum von ContiTech Air Spring
Systems ist mit 21 Prüfständen ausgestattet,
darunter ein so genannter Multiaxial-Kennlinienprüfstand, auf dem sich jede beliebige Achsund Lenkgeometrie sowie die dazugehörige
Kinematik nachstellen lässt. Mit den ermittelten
Daten lässt sich das gesamte Fahrwerk auslegen.
Überdies erfasst ein Laserscanner die Geometrie
für weiterführende Bauraumuntersuchungen.
„Jeder möchte gerne einmal einen
Blick in die Zukunft werfen. Für
unsere Kunden machen wir dies
mit unseren Prüfständen in gewissem Sinne möglich“, sagt Hubertus
Gawinski, Leiter Forschung und
Entwicklung bei ContiTech Air
Spring Systems.
Ein Triaxial-Prüfstand mit Temperaturkammer
indes dient dazu, Kennlinien zu ermitteln und
Haltbarkeitsprüfungen vorzunehmen. Auf dem
Prüfstand lassen sich die unterschiedlichsten
Bewegungen in einem Temperaturbereich von
-50 °C bis +120 °C simulieren. Ein DynamikPrüfstand ermittelt das Verhalten von Luftfeder-
Dämpfer-Systemen bei höheren
Frequenzen – bis zu 200 Hertz sind
möglich. Im so genannten Spannfeld, einem 4 x10 Meter großen und
luftgefederten Prüftool, lassen sich
mit einem Baukastensystem projektspezifische Aufbauten erstellen,
um Prüfobjekte im Nachfahrversuch
mit Straßen- und Temperaturprofilen zu testen.
„Jeder möchte gerne einmal einen Blick in die
Zukunft werfen. Für unsere Kunden machen wir
dies mit unseren Prüfständen in gewissem Sinne
möglich“, resümiert Gawinski.
Klaus KussW
www.contitech.de
Fehler im Luftfedersystem schnell finden
Verliert ein Luftfedersystem an Druck, ist vielfach eine diffizile Fehlersuche angesagt. Der Werkstattfachmann muss sich
dann Fragen wie „Gibt es Scheuerstellen oder Schnittverletzungen?“ oder „Wurde bei der Montage das richtige Anzugsdrehmoment beachtet?“ stellen. Fragen, die sich bei entsprechender Kenntnis vielfach aufgrund typischer Schadensbilder
einwandfrei und schnell beantworten lassen.
Hilfreiche Tipps hierzu gibt das Werkstattposter (links)
„Problem – Ursache – Lösung“ der Conti Tech Luftfedersysteme GmbH. Das Poster soll Werkstätten bei der Diagnose unterstützen und die Argumentation gegenüber dem Kunden
anhand konkreter Schadensbilder erleichtern. Dazu zeigt das
Poster nicht nur mögliche Probleme an Luftfedersystemen
und nennt deren Ursachen, sondern gibt auch konkrete Hinweise zur entsprechenden Problemlösung.
Das Poster im Format 70 x 50 cm ist in Deutsch und
Englisch unter der Bestellnummer WT 7132 kostenlos bei
Conti Tech unter [email protected]
erhältlich.
kk
Fahrwerksteile schnell und sicher identifizieren
Neben Kühlmittelpumpen und RiementriebSpannrollen für Nutzfahrzeuge und Busse bietet Nutzfahrzeugteile-Spezialist Ruville auch
Fahrwerkskomponenten für schwere Nkw in
OE-Qualität an. Überdies haben die Hamburger
ein spezielles Tool entwickelt, um die Teileidentifikation zu erleichtern.
Dabei handelt es sich um eine Datenbank,
auf die Ruville-Kunden im Internet über zugeteilte PIN-Nummern zugreifen können. „NfzWerkstätten werden oftmals damit konfrontiert,
dass sich notwendige Ersatzteile nicht anhand
von Schlüsselnummern identifizieren lassen.
Das kostet nicht nur Zeit und Geld, sondern
erschwert überdies die Reparatur“, weiß Maik
14
NKW partner 4/2010
Evers, Leiter Produktmanagement bei Ruville.
„Unsere Datenbank beinhaltet deshalb neben
den bekannten OE-Referenzdaten zusätzlich
alle wesentlichen Maße der
Bauteile sowie Bilder mit
weiteren Messpunkten. Damit ist auch ohne OE-Nummer eine präzise, schnelle
und sichere Identifizierung
möglich“, erklärt Evers.
Derzeit umfasst das
Sortiment des Nfz-Teile-
Spezialisten nach eigenem Bekunden über
260 Positionen. Der Großteil der Komponenten
ist galvanisch verzinkt und anschließend mit
Chrom III passiviert. Zudem bietet
Ruville zahlreiche Achslenker mit
Molekulargelenk als Alternative zum
Kugelgelenk.
kk W
www.ruville.de
Umfangreich: Derzeit enthält der Katalog
mit dem Fahrwerkssortiment von Ruville
über 260 Positionen für schwere Lkw, darunter auch Reparatursätze für Molekulargelenke (Bild links).
Foto: Ruville
Neu im Programm: Ab sofort vertreibt Fahrwerksspezialist Bilstein auch Lenkgetriebe
für den Nutzfahrzeug-Aftermarkt. Im Bild eine Kugelumlauf-Lenkung aus dem „SteerTec“Programm.
Foto: Bilstein
Lenkgetriebe
für den Aftermarkt
Seit kurzem vertreibt Fahrwerkspezialist Bilstein auch Lenkgetriebe für den
freien Teilemarkt. Das „SteerTec“ genannte Lenkungsprogramm umfasst
Zahnstangen-Lenkgetriebe für ausgewählte Pkw und Transporter sowie
Kugelumlauf-Lenkgetriebe für Nutzfahrzeuge. Zudem gibt es Ersatzteile
für hydraulisch unterstützte Lenksysteme, insbesondere für diverse die
Fahrzeugtypen von Mercedes-Benz und Volkswagen. „Damit können unsere Handelspartner ab sofort Stoßdämpfer, Fahrwerke, Federn und Lenkgetriebe in Erstausrüster-Qualität aus einer Hand beziehen“, erklärt Thorsten Schwippert, Geschäftsführer Aftermarket bei Bilstein. Für die Handelspartner soll das erweiterte Portfolio ein klarer Gewinn werden, verspricht
Schwippert in einer Unternehmensmitteilung.
Bei den SteerTec-Lenkgetrieben handelt es sich laut Bilstein ausschließlich um Neuteile aus der Erstausrüstung, die nach OEM-Qualitätsanforderungen und Serienspezifikationen gefertigt werden. In Kürze soll das
Lenkgetriebe-Programm mit allen Referenzen auch in TecDoc verfügbar
sein. Bei den Nutzfahrzeugen etwa decken die Ennepetaler Fahrwerksspezialisten mit den Kugelumlauf-Lenkungen der Typen LS4/6/8 Bk und
LS 8/2 nach eigenem Bekunden die Mercedes-Benz-Baumuster Vario,
Atego, Axor, Actros, Unimog, Econic und Zetros ab. kkW
www.bilstein.de
Garantierte Qualität:
NutzfahrzeugteileSpezialist DT Diesel
Technic gewährt 24
Monate Garantie auf
alle Fahrwerks- und
Lenkungskomponenten der Marke „DT“.
Foto: DT Diesel Technic
Fahrwerks-Technik
Wachsendes Sortiment
Rund 2.600 Positionen umfasst derzeit das Ersatzteilsortiment des Nutzfahrzeugteile-Spezialisten DT Diesel Technic für Lenkung und Fahrwerk.
Das Programm bietet nicht nur Stoßdämpfer und Luftfederbälge, sondern auch zahlreiche Einzelteile zur Reparatur und Wartung von Lenkgetrieben und Lenksystemen sowie der Radlagerung, der Federung und
der Aufhängung von Lkw und Bussen der Marken DAF, Evobus, MAN,
Mercedes-Benz, Neoplan, Renault Trucks, Scania und Volvo.
„Die Fahrwerks- und Lenkungskomponenten erfüllen alle vorgeschriebenen Anforderungen an Materialstärke und -zusammensetzung“, erklären die Kirchdorfer Nfz-Spezialisten. Ein zertifiziertes Qualitätsmanagement, von der eigenen Entwicklung über den gesamten Herstellungsund Vertriebsprozess hinweg, soll zudem die hohen Qualitätsansprüche
sicherstellen. Deshalb gewähre man für die Fahrwerks- und Lenkungsersatzteile eine Garantie von 24 Monaten. Sämtliche Informationen zum
stetig wachsenden Sortiment stehen Händlerkunden im Online-Katalog
sowie in den mittlerweile elf Printkatalogen zur Verfügung. kk W
www.dieseltechnic.com
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Fahrwerks-Technik Bitte checken: Beim Fahrwerkscheck sollte der Werkstattfachmann sein Augenmerk bei Achsstreben und Dreiecklenkern auf gerissene (links) und verformte Blechschalen (Mitte) der Lager legen.
Bei einer Überbeanspruchung (Mitte) kann zudem die Pratze brechen. Mit zunehmendem Verschleiß vergrößert sich das Spiel und das Lager „läuft“ aus (rechts).
Fotos: ZF/Lemförder
Führungskräfte
Fahrwerks- und Lenkungskomponenten
sind typische Verschleißteile und zudem
sicherheitsrelevant. Vor allem bei modernen Nutzfahrzeugen kann der Fahrwerksservice ein lukratives Geschäft sein.
Worauf beim Check zu achten ist, verraten
die Experten von Lemförder.
Die Fahrwerke moderner Nutzfahrzeuge und
Busse entwickeln sich immer mehr zu filigranen
und komplexen Systemen. An die Stelle von
Blattfedern zur Achsführung treten immer öfter
aufwändige Mehrlenkerkonstruktionen – nicht
zuletzt um die Nutzlast und die Fahrsicherheit zu
erhöhen. Bei der ziehenden Einheit bringen die
aufwändigen Achskonstruktionen zudem dem
Fahrzeuglenker mehr Fahrkomfort. Außerdem
reduzieren moderne, leichte Fahrwerkssysteme
den Kraftstoffverbrauch.
In modernen Nutzfahrzeugfahrwerken übernehmen daher Fahrwerkskomponenten wie
Achsstreben und Dreiecklenker wichtige Führungsaufgaben. Doch auch sie sind – ebenso wie
Mehr Lenker, mehr
Möglichkeiten: Aufgrund der Vielzahl der
Lenker und Streben
bieten moderne Fahrwerke viel Prüf- und
Ersatzpotenzial.
Foto: ZF
die Achsschenkelbolzen – typische Verschleißteile, die den harten Belastungen im Fahralltag
Tribut zollen müssen und deshalb eine regelmäßige Wartung und Pflege brauchen. Sogar dann,
wenn vermeintlich „wartungsfreie Lager“ zum
Einsatz kommen.
Achsstreben und Dreiecklenker
Übernimmt die Blattfeder keine beziehungsweise nur noch teilweise Aufgaben bei der
Achsführung, kommen Achsstreben und auch
so genannte Achsführungslenker zum Einsatz.
Deren Aufgabe ist es, das Achsaggregat längs,
quer oder diagonal mit dem Rahmen verbinden
und die Achse zu führen. Bei Nutzfahrzeugen mit
Mehr Lenker, mehr Aufmerksamkeit: Bei modernen Nkw und
Bussen findet man immer häufiger Einzelradaufhängungen.
Die zahlreichen Lenker und Lager erfordern allerdings beim
Service und der Schadensfeststellung viel Aufmerksamkeit.
Im Bild ein Achssystem für Busse von ZF Passau.
Foto: ZF
16
NKW partner 4/2010
einem Luftfedersystem sind für die sichere Radführung ebenfalls zusätzliche Bauteile wie Achsstreben und Achsführungslenker notwendig.
Üblicherweise nimmt ein Achslenker den
Fahrwerksspezialisten von Lemförder zufolge nur Kräfte in Längsrichtung auf. Um auch
Anfahr- und Bremsmomente beherrschen zu
können, kombinieren die Fahrwerksentwickler
mittlerweile herkömmliche Achslenker mit Dreiecklenkern. Diese sind üblicherweise mittig am
Achskörper platziert und verbinden diesen mit
Hilfe der beiden seitlichen Schenkel mit dem
Rahmen. Dreiecklenker können Längs- und Seitenkräfte aufnehmen und übernehmen daher
in Kombination mit zwei Achsführungslenkern
beziehungsweise Achsstreben sämtliche Führungsaufgaben. Den Fachleuten von Lemförder
zufolge kommen Dreiecklenker vor allem bei
schwer belasteten Hinterachsen, etwa von Sattelzugmaschinen oder Pritschenfahrzeugen mit
Doppelachsaggregaten zum Einsatz.
Die Lager der Lenker
Eine wichtige Rolle bezüglich Sicherheit, Lebensdauer und Komfort spielen den Experten
von Lemförder zufolge die Lager in den Lenkern,
da diese sämtliche im Fahrbetrieb auftretenden
Kräfte und Belastungen aufnehmen müssen. Im
Zuge des technischen Fortschritts setzen die
Entwickler immer häufiger so genannte Molekularlager anstelle der bislang üblichen Gleitlager ein.
Molekularlager können Kräfte in radialer und
axialer Belastungsrichtung aufnehmen und
gleichzeitig torsionale und kardanische Bewe-
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Fahrwerks-Technik gungen ausführen, ohne Schaden zu nehmen.
Überdies dämpft das eingebrachte Elastomer
eines Molekularlagers auftretende Schwingungen, so dass diese moderne Lagerart im Vergleich zu herkömmlichen Gleitlagern deutlich
mehr Komfort bietet. Doch wo Licht ist, ist auch
Schatten: Bei extremen Torsionsbewegungen
kann es vorkommen, dass die Kugel des Molekulargelenks aus dem Kopf der Achsstrebe oder
des Dreiecklenkers rutscht.
Erst vorbereiten, dann prüfen
In welchen Wartungsintervallen die Achskomponenten und deren Lagerelemente zu prüfen
sind, legt üblicherweise der Fahrzeughersteller
fest. Dennoch kann es insbesondere bei extremen Betriebsbedingungen wie Baustellenverkehr oder häufigem Fahren auf schlechten
Straßen nicht schaden, die Prüfintervalle zu verkürzen oder gar einen präventiven Fahrwerksservice vorzunehmen – zumal dies nicht nur der
Fahrsicherheit dient, sondern sich auch zusätzliche Serviceerlöse erzielen lassen.
Um das Fahrwerks aussagefähig prüfen zu
können, muss der Werkstattfachmann das Fahrzeug vorbereiten: Es muss in fahrbereitem Zustand sein und die zu prüfenden Achsen dürfen
vorerst nicht angehoben oder entlastet werden.
Die Gelenke einschließlich ihrer Anschlussteile
sind zu reinigen, wobei man keine Reinigungsoder Lösungsmittel, sondern nur trockene Lappen oder Putzwolle verwenden sollte.
Anschließend prüft der Werkstattfachmann
die Lager und deren Peripherie (Sicherungsringe, Ausgleichscheiben, Aufnahmeböcke, etc.)
zuerst optisch mit bloßem Auge auf eventuelle Beschädigungen, bevor er nachfolgend eine
manuelle Prüfung ohne Werkzeug vornimmt.
Dabei ist die Achsstrebe oder der Achs- beziehungsweise Dreiecklenker in eingebautem Zustand von Hand hin und her zu bewegen.
Dreiecksbeziehung: Bei Achsstreben und Dreiecklenkern
muss der Werkstattfachmann die Molekularlager optisch
und mechanisch in eingebautem Zustand auf Schäden
untersuchen.
Foto: ZF/Lemförder
Verschleiß und Schäden ermiteln
Neben offensichtlichen Beschädigungen gilt
es insbesondere auch beginnenden Verschleiß
festzustellen, wobei die Fachleute von Lemförder zwischen „zulässigen“ und „unzulässigen
Verschleißmerkmalen“ unterscheiden. Als„zulässig“ bezeichnen die Experten etwa ein teilweises
Ablösen des Elastomers von der Blechschale des
Lagers oder der Befestigungspratze.
Liegt dagegen ein übermäßiger Verschleiß
im Lager oder gar ein Anriss oder der Bruch der
Pratze vor, ist das betreffende Bauteil schnellstens zu ersetzen. Zu den weiteren „unzulässigen
Verschleißmerkmalen“ zählen überdies Risse in
der äußeren Blechschale oder deren plastische
Verformung, etwa als Folge einer Überbeanspruchung oder Überdehnung. Ebenso sind ein
gebrochener oder aus seiner Nut gelöster oder
gar verlorener Sicherungsring, der das Lager im
Auge des Lenkers fixiert, ein KO-Kriterium und
Grund genug, um das Lager beziehungsweise
den Lenker oder die Strebe zu ersetzen.
Multitalente: Molekularlager können Kräfte und Belastungen
in radialer und axialer Richtung aufnehmen und überdies
Schwingungen dämpfen.
Foto: ZF/Lemförder
Auch auf die Befestigungselemente und
Schraubverbindungen sollte der Werkstattfachmann achten, da sich diese lösen oder verbiegen
können. Ein Erwärmen, Schweißen oder Richten
der Bauteile beziehungsweise der Komponenten ist den Spezialisten von Lemförder zufolge
allerdings nicht zulässig. Zudem weisen die Experten darauf hin, dass man Achsstreben immer
paarweise ersetzen sollte. Klaus KussW
www.zf.com
Multimediales Katalogangebot
Als Anbieter von Nutzfahrzeug-Ersatzteilen im
freien Reparaturmarkt weiß PE, dass übersichtlich und modern gestaltete Ersatzteilkataloge
im Werkstatt- und Teilehandels-Alltag gefragte Hilfsmittel sind. Mit dem internetbasierten
„eKatalog“ unter www.pe.de unterhält der
Ennepetaler Teilespezialist Hermann Peters
deshalb für seine Marke „PE Original“ ein wichtiges Hilfsmittel für die schnelle Ersatzteilfindung. Doch auch die klassischen Printkataloge
vernachlässigen die Nfz-Spezialisten nicht und
pflegen auch deren Inhalte regelmäßig.
Dies beweist PE mit vier aktuellen Katalogen,
die ab sofort in jeweils acht Sprachvarianten
über die Handelspartner des Unternehmens erhältlich sind: Neben den beiden fahrwerksspezifischen Katalogen „Luftfederbälge, Stoßdämpfer
und Zubehör“ und „Achsstreben, Dreiecklenker
18
NKW partner 4/2010
und Zubehör“ sind ab sofort auch
zwei herstellerspezifische – einer für
MAN-, der andere für Mercedes-BenzFahrzeuge – verfügbar. Übersichtlich
und modern gestaltet, mit zahlreichen
technischen Informationen und hilfreichen Hinweisen versehen und mit
detaillierten Produktbildern garniert,
sollen sie die Fachleute im Teilehandel
auf der Suche nach dem „richtigen Ersatzteil“ unterstützen. „Natürlich sind
auch die Vergleichslisten auf dem neuesten
Stand und helfen der Werkstatt bei ihrer täglichen Arbeit“, versprechen die Ennepetaler Nutzfahrzeug-Spezialisten. Alle Kataloge sind als DVD
oder PDF-Version erhältlich. kkW
www.pe.de
Auf allen Kanälen: Neben dem
internetbasierten „eKatalog“
bietet PE den Werkstätten und dem Teilehandel
auch aktuelle Printkataloge. Neu sind zwei herstellerspezifische (für MAN und Mercedes-Benz) sowie zwei
rund um das Fahrwerk (siehe Bild). Fotos: PE
Just Re-Load!
Nabenreparatur statt Austausch – das neue FAG Service Kompaktlager.
S e r v i c e . P o w e r. P a r t n e r s h i p .
LuK
INA
FAG Products
Schaeffler Gruppe Automotive Aftermarket
Services
News
Wir haben das Rad nicht neu erfunden, nur die Reparatur.
Warum die Radnabe komplett tauschen, wenn man
günstig reparieren kann? Mit dem neuen, vormontierten FAG Service Kompaktlager läuft es rund!
Vorteil für die Werkstatt: Sie können das wartungsfreie
Kompaktlager mit Ihrer Presse einsetzen – problemlos
und schnell.
Vorteil für den Werkstattkunden: zeitwertgerechte Nabenreparatur ist günstiger als der Komplettaustausch. Profitieren Sie ab sofort von der intelligenten Reparaturlösung!
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Telefon: +49 (0) 180-1753-333*
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* 3,9 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz,
für Anrufe aus Mobilfunknetzen max. 42 Cent/Min.
Fahrwerks-Technik Optimiert: Templin biete alternativ zu den nach OE-Vorschlägen bestückten
Reparatursätzen auch erweiterte Achsschenkelbolzen-Sets an. Diese enthalten
dann alle für die betreffende Reparatur relevanten Ersatzteile. Foto: Templin
Fahrwerkstechnik im Fokus
Nutzfahrzeug-Fahrwerke müssen viel aushalten
und dennoch dauerhaft sicher sein. Abhängig
von den jeweiligen Einsatzbedingungen werden
viele Komponenten hart beansprucht, oftmals
bis an ihre Leistungsgrenze hin – und manchmal
darüber hinaus. Dass es dabei zu Verschleiß und
auch Schäden kommt, gehört dazu – und ist für
Nutzfahrzeug-Werkstätten, den Teilehandel und
die Teilehersteller ein gleichermaßen lukratives
Geschäft. Dies gilt insbesondere auch für den
freien Reparaturmarkt, der sich längst zu einer
adäquaten Alternative „zu den Originalen“ entwickelt hat und sich, was Qualität und Sortiment
anbelangt, nicht hinter den Teileorganisationen
der Fahrzeughersteller verstecken muss.
Herstellervorgaben als Messlatte
Ein Unternehmen, das sich seit vielen Jahren
speziell mit der Herstellung qualitativ hochwertiger Nutzfahrzeugteile beschäftigt, ist Templin
in Coppenbrügge. Seit rund fünf Jahren kümmern sich die niedersächsischen Nfz-Spezialisten nach eigenem Bekunden besonders auch
um die Komponenten des Fahrwerks und der
Aufhängung – zusätzlich zu den klassischen Bereichen Antrieb und Bremse. Unternehmensintern gliedert sich das Gebiet „Fahrwerk und Aufhängung“ in die Hauptbaugruppen Fahrwerk,
Lenkung und Federung.
Besonders stolz ist man bei Templin darauf, dass man im Laufe der Zeit viele für die
Erstausrüstung relevante Hersteller für eine
Partnerschaft im freien Reparaturmarkt (IAM =
Independent Aftermarket) gewinnen konnte.
„Langfristige Kooperationen zahlen sich aus,
wenn es darum geht, das Sortiment kontinuierlich auszubauen und eine hohe Lieferverfügbarkeit zu gewährleisten – und um eine
entsprechend hohe Qualität bieten zu können“,
Bedarfsgerecht: Nutzfahrzeugteile-Spezialist Febi
liefert sowohl komplette Dreieckslenker und Achsstreben als auch Reparatursätze (kl. Bild), für den
Fall, dass die Reparatur besonders wirtschaftlich sein
soll. Foto: Febi
20
NKW partner 4/2010
erklären die Coppenbrügger. Nach eigenem
Bekunden entwickeln und fertigen die Spezialisten bei Templin die Einzelkomponenten
und Reparatursätze unter Berücksichtigung
und Einhaltung der jeweils maßgeblichen
Qualitätsmanagementsysteme der Fahrzeughersteller. Bei Fahrwerksteilen etwa könne das
Unternehmen als Anbieter spezialisierter Achsschenkelbolzen-Reparatursätze zudem auf die
Erfahrung und das Know-How aus der eigenen
Fertigung zurückgreifen.
Guter Service als Verkaufsargument
Neben der Qualität spielt für Kunden immer
mehr auch der Service und das Angebot bedarfsgerechter Lösungen eine wichtige Rolle.
Aus diesem Grund bietet der Nkw-Spezialist zunehmend aufeinander abgestimmte Reparaturlösungen für die Kunden im IAM: In vielen Fällen
können diese zwischen einem Reparatursatz
nach OE-konformer Stückliste und einer erweiterten Version wählen. Der erweiterte Teilesatz
beinhaltet dann auch alle für einen reibungslosen Reparaturablauf relevanten Teile, so dass ein
umständliches Suchen einzelner Komponenten
oder das Bestellen bei verschiedenen Bezugsquellen entfalle.
Im Zuge des Kundenservices verbessern die
Niedersachsen nach eigenen Angaben permanent auch bereits eingeführte Sätze, etwa indem
sie den Umfang erweitern, wo dies notwendig
erscheint oder vom Kunden gefordert wird.
Mit Spezialitäten punkten
Darüber hinaus achten die Nutzfahrzeug-Spezialisten auch auf mögliche Detailverbesserungen der Ersatzteile – etwa gegenüber der
Serie oder im Vergleich zum Wettbewerber. Ein
Beispiel dafür ist den Experten zufolge die Si-
Verbessert: Anstelle eines herkömmlichen offenen Sicherungsrings (kl. Bild) sichert bei den von Templin konstruierten
und hergestellten Lenkern ein mehrlagiger Lamellenring das
Molekularlager im Lenkerauge. Dessen gleichmäßigere Anlage soll das Kugelstück vor Ausbrüchen bewahren.
Grafiken: Templin
cherung von Molekular-Gelenklagern im Auge
des Längs-oder Dreiecklenkers: Anstelle der
vielfach üblichen, offenen Ausführung kommt
ein mehrlagiger Sicherungsring, ein so genannter Lamellenring zum Einsatz. Dieser soll eine
gleichmäßigere und damit bessere Anlage des
Gelenks ermöglichen und den Experten von
Templin zufolge verhindern, dass das Lager
bei hoher Beanspruchung am Kugelstück ausbricht.
Darüber hinaus kann der Nkw-Teilespezialist
nach eigenem Bekunden als einer von wenigen
Anbietern im IAM auch Spezialitäten liefern, etwa Dreiecklenker für bestimmte Modelle des
Herstellers Volvo. kk W
www.st-templin.com
Originalqualität als Messlatte
Ersatzteile für Fahrwerk und Lenksystem gehören zu den Kernkompetenzen des Ennepetaler
Nutzfahrzeugteile-Spezialisten Febi Bilstein.
Entsprechend vielfältig präsentiert sich das Produktsortiment für die Modelle der „Big Seven“
sowie europäische Busse. Unternehmensangaben zufolge werden alle Lenkungsteile wie
Spurstangenendstücke, Spur- und Lenkstangen,
Dreieckslenker, Achsstreben sowie Achsschenkelbolzen auf die jeweiligen Anforderungen
und Belastungen hin entwickelt und getestet.
Nach eigenem Bekunden gilt die
Originalqualität des Fahrzeugherstellers als Messlatte für die eigene
Produktqualität. Laut Febi entsprechen Durchmesser und Wandstärke der Komponenten den
Herstellervorgaben, die Endstücke verfügen
über induktiv gehärtete Kugelbolzen und bei
den mitgelieferten Befestigungsteilen kommt
teilweise sogar eine höhere Güte zum Einsatz.
Für die wirtschaftliche Reparatur verschlissener Gummimetalllager in Achsstreben und
Dreieckslenkern bieten die Ennepetaler NkwSpezialisten außerdem für zahlreiche Modelle
passende Reparatur-Sätze, mit denen sich defekte Lager auch einzeln ersetzen lassen. kk W
www.febi.com
Fahrwerks-Technik
Dämpfer für Fahrwerk,
Kabine und Sitz
Um mehr als 160 neue Artikelnummern hat
der zu Tenneco gehörende Stoßdämpferspezialist Monroe kürzlich sein Produktportfolio für
Nutzfahrzeuge und Busse aufgestockt. Einen
umfassenden Überblick über das gesamte Fahrwerksprogramm für den Nachrüstmarkt gibt der
kürzlich erschienene, nunmehr 418 Seiten starke
„Monroe Magnum Katalog 2010/2011“.
Das Sortiment der Tenneco-Marke „Monroe“
umfasst Fahrwerksstoßdämpfer sowie Kabinenund Sitzdämpfer für alle großen NutzfahrzeugHersteller wie DAF, Iveco, MAN, Renault Trucks,
Scania und Volvo. Bei den Kabinen- und Sitzdämpfern ist Tenneco nach eigenem Bekunden
einer der wenigen Lieferanten im Markt. Unternehmensangaben zufolge sind alle Produkte
im Sinne der GVO zertifiziert und erfüllen die
Qualitäts- und Gewährleistungsvorgaben der
Fahrzeughersteller.
Die Stoßdämpfer für Lkw-, Trailer- und BusFahrwerke etwa verfügen über geklebte Einzel-
Lenkgetriebe im
Austausch
Rundum gut gedämpft: Das „Monroe
Magnum“-Programm bietet Stoßdämpfer für Lkw, Trailer und Busse
sowie Kabinen- und Sitzdämpfer für
Lkw. Foto: Monroe
buchsen und ein hochtemperaturbeständiges
Dichtungssystem mit verschleißmindernd beschichtetem Kolbenring, welche der Lebensdauer ebenso zugutekommen sollen wie das
mehrstufige Ventilsystem. Zudem verhindere
ein hydraulischer Anschlag das Überdehnen des
Luftpolsters und mache externe Anschlagbegrenzer überflüssig. Auf alle „Monroe Magnum“Produkte gewährt Tenneco nach eigenem Bekunden zwei Jahre Garantie. kk W
www.tenneco.de
„Intelligentes“
Lenkgetriebe
Leicht und intelligent: Die Momentenüberlagerung der neuartigen Hydrauliklenkung „iHSA“ von Tedrive Steering bietet
Komfort- und Sicherheitsfunktionen, die bislang nur den elektromechanischen Lenksystemen vorbehalten waren. Foto: Tedrive Steering Systems
Hinter dem Kürzel „iHSA“ verbirgt sich ein neuartiges „intelligentes“ Hydrauliklenkgetriebe für
leichte und schwere Nutzfahrzeuge. Das „intelligent Hydraulic Steering Assist“ (iHSA) genannte
Lenksystem soll nicht nur die Funktionen einer
elektromechanischen Servolenkung (EPS) bieten, sondern zudem auch noch die CO2-Emissionen reduzieren. Darüber hinaus lassen sich
laut Tedrive Steering Systems, dem Entwickler
des iHSA, erstmals auch Komfort- und Sicherheitsfunktionen in eine hydraulische Lenkung
integrieren, was bislang elektromechanischen
Systemen vorbehalten war.
Beim iHSA haben die Entwickler des Wülfrather Lenkungsspezialisten nach eigenem Bekunden das Prinzip einer fahrerunabhängigen
Momentenüberlagerung in einen hydraulischen
Lenkantrieb integriert, was unfallvermeidende
Funktionen wie den Spurhalteassistenten nun
So gut wie neu: Die Spezialisten von TRW bereiten
Nkw-Lenkgetriebe nach OE-Richtlinien auf und legen
dabei die Qualitätsmaßstäbe der Erstausrüstung an.
Foto: TRW
auch für leichte und schwere Nutzfahrzeuge ermöglicht. Herzstücke des iHSA sind ein kleiner
elektrischer Aktuator direkt am Lenkungsturm
sowie ein komplexer Regelalgorithmus, welche
eine Momentenüberlagerung ermöglichen und
gleichzeitig die benötigte Leistung der Lenkung
durch eine bedarfsorientierte Volumenstromregelung der Lenkhelfpumpe berücksichtigen.
„Fordert der Aktuator keine Leistung, treten
durch ihn auch keine Verluste auf, was Kraftstoff
und CO2 sparen hilft“, erklären die Entwickler.
Eine weitere Besonderheit des iHSA ist dessen
kompaktes Stahlgehäuse, welches sowohl Einbauraum als auch Gewichts sparen und sich damit positiv auf die Zuladungsmöglichkeiten von
leichten Nutzfahrzeugen und Lkw auswirken
soll. kk W
www.td-steering.com
Im freien Ersatzteilmarkt waren aufbereitete
Austausch-Lenkgetriebe für Nkw bislang Mangelware. „In der Vergangenheit gab es keinen
Anbieter im freien Ersatzteilmarkt, der NkwLenkgetriebe in der geforderten Qualität und
mit kurzfristiger Verfügbarkeit liefern konnte“,
sagen die Fahrwerksexperten von TRW Aftermarket in Neuwied.
Diesem Missstand haben die AftermarktSpezialisten des Automobilzulieferers und Systementwicklers schon vor geraumer Zeit ein Ende
bereitet: mit den Austausch-Lenkgetrieben in
OE-Qualität des speziell für den freien Reparaturmarkt aufgelegten Teileprogramms „TRW ProEquip“. Unternehmensangaben zufolge umfasst
das über den autorisierten Teilehandel erhältliche Lenkgetriebe-Sortiment derzeit rund 33
Referenzen für DAF, Scania, Iveco, Renault, Volvo
und Dennis. Darüber hinaus ist ein Kegelradgehäuse erhältlich, das sich zusammen mit 12
verschiedenen TRW-Lenkgetrieben für DAF und
Volvo verwenden lässt.
Die „ProEquip“-Austausch-Lenkgetriebe werden im tschechischen Frydlant im „Center of
Excellence“ aufbereitet, wo die Spezialisten von
TRW auch Bremssätteln, Pkw-Lenkgetrieben
und Lenkhelfpumpen zu einem neuen Leben
verhelfen. Das Aufbereiten erfolgt Unternehmensangaben zufolge nach den OE-Richtlinien
von TRW, wobei Originalkomponenten verbaut
und die gleichen Qualitätsmaßstäbe wie bei
Neuprodukten angelegt werden. Sämtliche bislang verfügbaren Lenkgetriebe sind bereits in
TecDoc integriert, darüber hinaus gibt es einen
Papierkatalog.
kkW
www.trwaftermarket.com/de/TRWProEquip
NKW partner 4/2010
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Diagnose Bits und Bytes im Nutzfahrzeug –
Elektronische Schraubenschlüssel
für Nkw-Profis
Fachmännischer Service und erfolgreiches Diagnostizieren an modernen Nutzfahrzeugen und
Trailern erfordert nicht nur das Know-how des Werkstattfachmanns, sondern vor allem auch das
passende Equipment. Der NKWpartner hat sich am Diagnosegeräte-Markt umgesehen.
Wer beim Stichwort „Diagnosegerät“ lediglich
ans Auslesen von Fehlerspeicherinhalten denkt,
hat sich noch nicht wirklich mit der komplexen
Elektronik moderner Nutzfahrzeuge beschäftigt.
Denn in modernen Brummis „wimmelt“ es mittlerweile nur so von elektronischen Systemen
wie ABS, ACC, EPS oder elektronisch gesteuerten
Hochdruck-Einspritzsystemen und vielem anderem mehr – von den zahlreichen elektronischen
Helferlein in der Fahrerkabine ganz abgesehen.
Darüber hinaus erfordert häufig das Erneuern elektronischer Komponenten oder Steuergeräte ein Diagnosegerät: Nach einem Tausch
müssen diese erst im jeweiligen System angemeldet, freigeschaltet und auf das betreffende
Fahrzeug passend codiert werden. Andernfalls
nimmt die neue Komponente ihren Dienst erst
gar nicht auf, funktioniert nur teilweise oder ruft
sogar Störungen und Fehlfunktionen in anderen
Systemen hervor.
Kein Service ohne Diagnosegerät
Die „galoppierende Elektronifizierung“ hat den
einst mechanischen „Laster“ in einen „Schwerlast-Computer auf Rädern“ verwandelt und stellt
den Nkw-Fachmann mittlerweile auch beim Service vor immer wieder neue Herausforderungen.
Um solche fahrenden Computer fachgerecht
warten und reparieren zu können, benötigt der
Nutzfahrzeugfachmann zunehmend die Unterstützung eines Diagnosegeräts. Spätestens
wenn es darum geht, den „Weihnachtsbaum“
aus leuchtenden und blinkenden Kontrollleuchten nach dem Ölwechsel, der Inspektion oder
dem Bremsflüssigkeitswechsel wieder abzustellen, ist ein Testgerät angesagt. Überdies ist nach
dem jeweiligen Service die Wartungsintervallanzeige zurück zu setzen und für die neue Periode entsprechend zu programmieren. Zudem
erfordern viele Reparaturen, etwa der Wechsel
der Bremsbeläge oder der Kupplung, die Grundeinstellung des jeweiligen Systems – und damit
ebenfalls ein Diagnosegerät.
Dreigeteilter Diagnose-Markt
Anders als im Pkw-Markt, wo die Diagnose mit
herstellerspezifischen Diagnosegeräten einerseits und universellen, mehrmarkentauglichen
andererseits gewissermaßen zweigleisig abläuft,
gibt es bei im Nkw-Bereich mit den speziellen
Diagnosegeräten der Zulieferer und Systemhersteller von Brems-, Sicherheits- und Komfortsystemen noch eine „dritte Macht am Markt“.
Bei diesen Spezialtools handelt es sich entweder um so genannte Stand-Alone-Lösungen,
die meist nur das jeweilige Fahrzeugsystem
(Bremse, Fahrwerk, Zusatzheizung etc.) des betreffenden Herstellers abdecken. Aufgrund der
zunehmenden Systemvernetzung entwickeln
die Zulieferer jedoch immer mehr so genannte
offene Systeme auf PC-Basis. Diese „vertragen“
sich auch mit den Prüfprogrammen anderer
Zulieferer oder lassen sich in universelle Diagnoselösungen einbinden.
Die Hersteller universeller, mehrmarkentauglicher Diagnosesysteme dagegen versuchen,
AVL Ditest
Auch bei der Nutzfahrzeug-Diagnose verfolgt
AVL Ditest die Philosophie der modularen Systemkonfiguration. Diese erlaubt es der Werkstatt
„ihr“ Diagnosesystem frei zu konfigurieren und zu
erweitern. So ist das Diagnoseinterface „DiOBD
880“ entweder als Kabeltool oder als Funklösung
erhältlich und sowohl für die Diagnose von Nkw,
Trailern und Transporter als auch für Pkw einsetzbar und lässt sich zudem auch als EOBD-Modul
und die Abgasdiagnose verwenden. Basis der
Nkw-Diagnose ist die AVL Dix-Software, mit
der sich auch die Trailer diagnostizieren lassen.
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Zahlreiche Diagnosefunktionen sollen eine umfassende Fehlersuche und Reparatur ermöglichen. Benutzergeführte Anpassungen, Codierungen und die Funktion „Grundeinstellungen“
den Bogen noch weiter zu spannen und alles
im eigenen Gerät zu vereinen. Nachdem dieses
Vorhaben aufgrund der Fahrzeug-, System- und
Kombinationsvielfalt allerdings sehr aufwändig
ist, gibt es auf diesem Sektor nur wenige Anbieter – was die „Qual der Wahl“ für den Nkw-Fachmann jedoch nicht wirklich erleichtert.
Keines kann alles
„Welches Diagnosegerät ist das Richtige?“ Diese
Frage beschäftigt nicht nur die Verantwortlichen
in vielen Nutzfahrzeugwerkstätten. Die Vergleiche von Diagnosesystemen für den Pkw-Bereich
haben in den vergangenen Jahren immer wieder
gezeigt, dass es die „eierlegende Wollmilchsau“
nicht gibt. Vor allem in der Modellabdeckung,
den diagnostizierbaren Fahrzeugsystemen und
der Prüftiefe gibt es immer wieder deutliche
Unterschiede – was sich allerdings mit jedem
Software-Update ändern und so das bisherige
Testergebnis verschieben kann.
Doch was für die„Spielzeug-Fraktion“ gilt, trifft
bei den Nutzfahrzeug-Spezialisten angesichts
der Systemvielfalt und der damit verbundenen
Kombinationsmöglichkeiten noch viel mehr zu –
was vielleicht der Grund dafür ist, dass es bislang
noch keinen aussagekräftigen Vergleichstest bei
den Nfz-Diagnosetools gibt. Hinzu kommt, dass
es unter den Diagnosegeräte-Anbietern Spezialisten gibt, welche eine Fahrzeugmarke „besonders gut können“, bei anderen jedoch deutliche
Schwächen haben. Klaus Kuss W
sowie ausführlicher Erklärungen versetzen den
Anwender in die Lage, auch neue Bauteile im
Fahrzeug anzulernen. Zudem lassen sich mit der
Dix-Software Serviceparameter zurückstellen
und neu programmieren. Besonderheiten sind
laut AVL Ditest die Funktionen „AutoScan“ und
„AutoIdent“ sowie das „Diagnoseprotokoll“, welche dem Diagnostizierenden die Arbeit erleichtern und mehr Übersicht verschaffen sollen. Mit
AutoScan lassen sich alle verbauten Steuergeräte ermitteln, wobei fehlerhafte Systeme farbig
markiert werden. Das Diagnoseprotokoll enthält
neben dem gesamten Verbauzustand auch alle
Fehlerspeicherinhalte sowie fehlerrelevante Zusatzinformationen.
www.avlditest.com
Diagnose
Delphi
Bosch
Seit der Automechanika 2010 hat der schwäbische Diesel- und Diagnosespezialist endlich auch ein Diagnosesystem für schwere Nutzfahrzeuge im Programm. Während es sich bei der Variante „KTS 800 Truck“ (links)
mit dem neu entwickelten Tablet-PC „Diagnostic Control Unit 130“ (DCU)
um ein mobiles Komplettsystem handelt, ist das Diagnosemodul „KTS
Truck“ für Nkw-Werkstätten gedacht, die bereits einen Werkstatt-PC oder
Laptop nutzen. Das KTS Truck-Modul (rechts) wird per Bluetooth-Stick
mit einem Standard-PC verbunden, womit eine störungsfreie Übertragung der Steuergerätedaten über eine Entfernung von bis zu 100 Metern
möglich sein soll. Über den 13 Zoll großen Touchscreen der robusten und
werkstattgerechten DCU 130 des modularen KTS 800 Truck lassen sich
auch andere Bosch-Systeme steuern, etwa der ebenfalls neue FSA 500.
Das Herzstück beider Varianten ist die speziell für Nkw entwickelte
Prüfsoftware Esitronic für Truck. Diese deckt Unternehmensangaben zufolge die gängigsten europäischen Transporter, Lkw, Busse und Anhänger
ab und bietet neben der Steuergerätediagnose auch technische Informationen wie Schaltpläne, Service- und Reparaturanweisungen sowie Ersatzteilkataloge und Daten zu den Produkten des Kooperationspartners ZF.
www.werkstattportal.bosch.de
Als Hersteller und Spezialist von
Diesel-Einspritzsystemen führt auch
Delphi ein breit gefächertes Programm
an Diagnosegeräten. Das Angebot läuft
zweigleisig und bietet Lösungen für
Werkstätten, die bereits einen eigenen
Werkstatt-PC oder -Laptop nutzen sowie
für Nfz-Fachleute, die ein Handheldgerät vorziehen. Basis ist jeweils das DS
150E genannte Vehicle Commuication
Interface (Auslesegerät, VCI), welches
die Fahrzeugdaten aus den Steuergerätedaten ausliest und via Bluetooth an die Hardware schickt. Überdies
ist unter der Bezeichnung DS 550E ein VCI mit erweiterten Funktionen
wie etwa Oszilloskop und Messtechnik erhältlich. Bei den Handheldgeräten kann der Anwender zwischen dem PDA-System DS100E und dem
DS 350E mit Tablett-PC wählen. Alternativ ist dieses Set auch in der Variante DS 350E UMPC mit einem ultramobilen Handheld-PC erhältlich, laut
Produktmanager Viktor Hezinger das bislang von Nkw-Werkstätten am
meisten gewählte Paket. Als Top-Versionen fungieren die Pakete DS 500E
und DS 800 E, die serienmäßig über das „große“ VCI mit der zusätzlichen
Messtechnik verfügen.
www.delphi.com
I+ME Actia
Eine einfache Bedienung stand bei der Entwicklung der Software „Multi Diag Trucks“ vom
I+ME Actia im Vordergrund. So sind etwa alle
Funktionen mit Piktogrammen versehen, die
das Arbeiten mit dem Nfz-Diagnosesystem
stark vereinfachen sollen: Bereits bei der Auswahl der Fahrzeugkategorie wird in LKW,
Trailer, LLKW, Busse, Motoren, Schlepper und
Baumaschinen unterschieden und klar dargestellt. Eine Besonderheit sind nach eigenem
Bekunden überdies interaktiv verknüpfte Funk-
tionalitäten: Beim Auslesen von Fehlern mit
konkreter Zuordnung zu Sensoren etwa zeigt
das System alle verfügbaren Informationen wie
elektrischen Parameter, Position
im Stromlaufplan bis hin zur Einbaulage im Fahrzeug an. Zudem
gibt es für viele Fahrzeuge einen
automatischer System-Scan aller
Steuergeräte.
www.diagnosewerkstatt.de
TEXA LKW DIAGNOSE - KEINER KANN MEHR!
ÜBER 4500 KUNDEN IN DEUTSCHLAND KÖNNEN DAS BESTÄTIGEN.
Die Bilder und Abbildungen der in diesem
Dokument enthaltenen Fahrzeuge dienen
lediglich dazu, die Fahrzeugkategorie auf
die sich das TEXA Produkt und/oder die
TEXA Software bezieht, darzustellen.
Wir stellen aus: AutoZum
12-15.01.2011
Halle 08 Stand 511
TEXA Deutschland GmbH
AXONE 3
Mobile
AXONE Pad
NAVIGATOR
TXT
Bei der Leimengrube, 11
D-74243 Langenbrettach
Tel: +49 (0)7139 93170
Fax: +49 (0)7139 931717
www.texadeutschland.com
[email protected]
Diagnose Sun/Snap-on Diagnostics
Techmess/Brain Bee
Seit gut anderthalb Jahren gehören auch Nutzfahrzeug-Diagnosesysteme zum Angebot von Sun/Snap-on Diagnostics. Eines davon ist das so
genannte „PC-Link“, bei der die Kommunikationseinheit via USB-Kabel
oder alternativ über Bluetooth mit einem PC oder Laptop verbunden
wird und die Steuergerätedaten übermittelt. Mit der Snap-on-Software
lassen sich Unternehmensangaben zufolge Lkw, Anhänger, Busse und
Transporter von 22 verschiedenen Herstellern diagnostizieren. Zudem
enthält das Softwarepaket technische Daten, Wartungslisten, Schaltpläne sowie Einbauorte, Ansichten und Messwerte elektronischer Komponenten sowie Informationen über den Einbauort und die Pin-Belegung
des Diagnosesteckers. Ein Koffer mit den gängigsten Adapterkabeln
gehört ebenfalls zum Basisumfang, optional sind überdies modell- und
systemspezifische Adapter erhältlich.
www.snapon.com, www.sun-diagnostics.com
Ihr Debüt auf dem deutschen Markt hatte die Nutzfahrzeugsoftware
„Fast“ des italienischen Diagnoseanbieters Brain Bee bereits im Jahr 2000.
Ziel war es, eine preiswerte und dennoch umfassende Diagnoselösung
zu bieten. Das Produkt wurde laut Techmess, dem deutschen ExklusivVertriebspartner der Italiener, seither kontinuierlich weiterentwickelt
und verbessert. Die Fast-Software lässt sich laut
Techmess individuell konfigurieren und je nach
Bedarf auf verschiedene Weise nutzten, um elektronische Systeme (inklusive CAN) in Lkw, Bussen
oder Anhängern zu diagnostizieren. Zu den Funktionen gehören unter anderem Fehler lesen und
löschen, Messwerte und Betriebszustände anzeigen und aufzeichnen, Stellglieder ansteuern sowie Serviceintervalle zurückstellen. Die Software
lässt sich auf handelsüblichen PC oder Laptops
betreiben. Als Basispaket, das sämtliche Prüfkabel
und einen eintägigen Einweisungslehrgang beinhaltet, empfiehlt Techmess das ST 6000 Truck „Black Edition“ (Bild) mit
unbegrenzter Softwarefreischaltung sowie den Updates für 24 Monate.
www.techmess.de
Texa
SPX/Tecnotest
Ab dem Frühjahr 2011 will SPX-Tecnotest mit einem neu überarbeiteten
Diagnosesystem für Nutzfahrzeuge auf den Markt kommen, weiß der
deutsche Vertriebspartner Techno GmbH des Diagnosemultis zu berichten. Der zum System gehörige, so genannte „Viewer“ soll mit einer
erweiterten Diagnosesoftware und einer verbesserten Bedieneroberfläche aufwarten und dem Benutzer einige neuen Features im Bereich
der Nutzfahrzeuge-Diagnose bieten können. Zusätzlich soll es das neu
entwickelte und vor kurzem vorgestellte PC-Scantool „Mach VCI Truck“
(Bild oben) auch als Hardwaremodul geben. Nach wie vor im Programm
bleiben laut der Tecno GmbH die bewährten Handheld-Gerät „Reflex LX
Truck“. Allerdings sollen sowohl der „Reflex LX Truck“ als auch das „Mach
VCI Truck“ mit dem neuen Viewer, der unter anderem eine Onlinedatenbank sowie eine Fernwartungsprogramm bietet, kombiniert und innerhalb einer speziellen Marketingaktion mit einem vorkonfigurierten Netbook angeboten werden.
www.tecnogmbh.de
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Zu den Urgesteinen der universellen Nkw-Multimarkendiagnose darf
sich der italienische Diagnosespezialist Texa zählen. Was mit dem Axone 2000 begann, führt der aktuelle
Axone 3 mobile mit der kürzlich vorgestellten, neuen Betriebssoftware
IDC4 weiter. Im Vergleich zur Vorgängerversion IDC3 besitzt die IDC4Software eine neue und ansprechende Grafik, über die sich das System
intuitiv bedienen lässt. Mit dem Update stehen den Anwender neben
neuen Testfunktionen und Fahrzeug- und Systemerweiterungen vor allem noch mehr Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Die IDC4-Version
ist laut Texa mit dem Ziel entwickelt worden, die Arbeit des Mechanikers,
der im Werkstattalltag immer komplizierteren Fahrzeugen gegenübersteht, soweit wie möglich zu vereinfachen.
So gibt es ab sofort eine „Reparaturleitfaden-Funktion“, welche den
Mechaniker mit schrittweisen Angabe durch den Diagnose- und Reparaturprozesses begleiten soll und bei einer Fehlersuche beispielsweise
die zu kontrollierenden Parameter vorschlägt. Die neue IDC4-Software ist
in den Versionen „Light“, „Plus” und „Info” sowie, als je nach verwendetem
Anzeigegerät, als„PC”- oder„Pocket”-Variante erhältlich. Einmal installiert,
ist die Software Unternehmensangaben zufolge in der Lage, alle anderen Diagnosetools von Texa, etwa das Oszilloskop „UniProbe“ sowie die
Abgasmess-und Klimaservicegeräte zu steuern. Außerdem gibt es in der
IDC4 ab sofort einen separaten Bereich für Multimedia-Anwendungen
und spezielle Kundeninformation.
www.texadeutschland.com
Wabcowürth
Noch recht jung am Markt, aber nach eigenem
Bekunden bereits über 100 Mal verkauft hat sich
das Mehrmarken-Diagnosesystem „W.Easy“ von
Wabcowürth. Das W.Easy kommt als Komplettlösung in nur einem Koffer, der die Fahrzeugkommunikationseinheit (VCI) sowie alle erforderlichen Kabel und Adapter enthält. Angeboten wird das System in sechs unterschiedlichen
Ausstattungsvarianten, um die individuellen
Bedürfnisse der Nkw-Betriebe bestmöglich abzudecken. Bei der Version „Complete Premium“
handelt es sich um ein Komplettpaket inklusive robustem Werkstattlaptop, das Paket „Complete Light“ mit mobilem Touchpad indes soll ideal
für Werkstätten sein, die bereits Diagnosegeräte verwenden. Die Version
„Complete Single“ dagegen wird ohne Eingabegerät geliefert, bietet
aber sonst laut Wabcowürth alle Vorteile der Mehrmarken-Diagnose. Die
Variante „Select“ richtet sich an Werkstätten, die bereits mit der WabcoSystemdiagnose arbeiten und nun von den Vorteilen eines MehrmarkenDiagnosesystems profitieren wollen. Die Pakete„Trailer“ und„Transporter“
sind auf die speziellen Diagnoseanforderungen der betreffenden Fahrzeuge abgestimmt und kommen standardmäßig ohne Eingabegerät
zum Kunden.
www.wabcowuerth.com
Haldex
Seit kurzem ist die dritte Generation des Datenaufzeichnungstools „Fleet+“ von Haldex für Trailer
mit dem EB+-System verfügbar. Unternehmensangaben zufolge wurde dessen Software nochmals verfeinert und ausgebaut. Neu ist etwa eine
Suchfunktion im Menü „Snapshots“, mit der sich
bestimmte Kriterien über vom Anwender spezifizierte Filter abrufen lassen. Beispielsweise, wie oft das ABS regeln musste
oder ob und wie oft der Vorratsdruck unter 5,5 bar oder über 10,0 bar
gelegen hatte (Bild oben). Laut Haldex lassen sich damit auf einfache
Weise die Ursachen für hohen Verbrauch oder übermäßigen Bremsenverschleiß ermitteln. Zudem soll die neue Fleet+ -Version dem Nutzer
helfen, sich leichter in der von der ECU (Electronic Control Unit) des
Trailers gesammelten Datenmenge zurechtzufinden und bietet diesem
dazu in der Kopfzeile des Bildschirms fünf Kategorien an – „Überblick“,
„Snapshots“, „Histogramm“, „Trip Aufzeichnungen“ und „Benutzer Info“ –
sobald das Fleet+ -System Kontakt
mit der ECU aufgenommen hat.
www.haldex.com.
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going the extra mile
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Diesel-Partikelfilter Schnell noch „Nichtraucher“ werden
Nutzfahrzeugbesitzer, die ihren Fuhrpark mit Partikelfiltern nachrüsten, bekommen wieder Geld vom Staat. Die neue De-minimisWelle ist gerade angelaufen. Auch für Transporter und Wohnmobile gibt es Geld – dort allerdings nur noch bis 31. Dezember 2010.
Gute Nachrichten für Fuhrparkbesitzer, Spediteure, Logistikunternehmer – und die aktiven Umrüster unter den Nutzfahrzeug-Werkstätten: Die
nächste Welle des De-minimis-Förderprogramm
für Lkw ist angelaufen. Seit 1. November können
umrüstwillige Unternehmen beim Bundesamt
für Güterverkehr (BAG) eine finanzielle Beihilfe
beantragen, um ihren Fuhrpark mit dem Nachrüsten von Dieselpartikelfiltern zu modernisieren. Der Staat bezuschusst den Einbau von Partikelfiltersystemen mit bis zu 3.600 Euro pro Fahrzeug. Die aktuelle Förderperiode läuft vorerst bis
31. März 2011.
Jetzt reagieren
„Umrüstwillige Unternehmen sollten die neue
Förderperiode so bald wie möglich nutzen,
um sich entscheidende Wettbewerbsvorteile
zu sichern“, sagt Michael Himmen, Mitglied der
Geschäftsleitung von HJS Emission Technology.
Der im sauerländischen Menden ansässige Mittelständler hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Abgasminderungstechnologien für
Dieselmotoren aller Art spezialisiert.
„Die staatlichen De-minimis-Beihilfen senken
die Investitionskosten für die Nachrüstung erheblich. Rechnet man außerdem die Maut-Ersparnis
hinzu, lohnt sich der Einbau eines Partikelfilters
innerhalb kurzer Zeit“, sagt Himmen. „Wird beispielsweise ein Euro-III-Fahrzeug mit einem Filtersystem ausgestattet, sind bei 150.000 gefahrenen
Autobahnkilometern im Jahr 3.150 Euro weniger
Gebühren fällig. Je nach Fahrzeug und Einsatzbedingung kostet ein HJS-Filtersystem rund 5.000
Euro – dank De-minimis-Beihilfe und geringeren
Mautkosten amortisiert sich die Investition in einen Partikelfilter schnell“, rechnet der Experte vor.
Bis zu 33.000 Euro pro Unternehmen
Mit dem De-minimis-Programm will der Staat
den Einsatz von Umweltschutztechnologien
im Güterkraftverkehr fördern. Wie hoch der Zuschuss pro Unternehmen ausfällt, hängt von der
Größe der Fahrzeugflotte ab. Die Berechnung
funktioniert laut HJS folgendermaßen: Pro Lkw
hat ein Spediteur grundsätzlich Anspruch auf
2.000 Euro. Verfügt ein Betrieb beispielsweise
über zehn Lkw, stehen ihm insgesamt 20.000
Euro als Beihilfe zu. Die maximale Fördersumme
pro Unternehmen liegt bei 33.000 Euro.
Voraussetzung ist, dass es sich um schwere
Nutzfahrzeuge mit mindestens zwölf Tonnen
zulässigem Gesamtgewicht handelt, die spätestens am 31. Oktober 2009 auf den aktuellen
Halter zugelassen wurden. „Wichtig ist, dass die
Nachrüstung erst nach der Antragstellung beim
Bundesamt für Güterverkehr vorgenommen
wird – eine rückwirkende Förderung ist nicht
vorgesehen“, erklärt Himmen.
Unbegrenzte Mobilität
Ein weiteres Argument für das Nachrüsten eines Partikelfilters ist die unbegrenzte Mobilität
des nachgerüsteten Lkw: Mittlerweile gibt es
in mehr als 40 Städten Umweltzonen. Für Fahrzeuge mit zu hohem Schadstoffausstoß, sprich:
ohne grüne Plakette, gelten Fahrverbote, die
sich nach und nach verschärfen. „In Bremen
und Leipzig dürfen demnächst nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette einfahren, in Berlin
und Hannover gilt das bereits jetzt“, erklärt Himmen.
Eile geboten
Staatliche Unterstützung gibt es übrigens nicht
nur für die Nachrüstung von Lkw: Kunden, die
ihren Pkw, Kleintransporter oder Wohnmobil
bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht mit
einem Dieselpartikelfilter ausstatten lassen, erhalten derzeit eine Barprämie von 330 Euro.
Allerdings ist Eile geboten, denn die Förderung für die betreffenden Fahrzeuge endet am
31. Dezember 2010. Anträge nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
laut HJS noch bis 15. Februar 2011 entgegen.
Aktiv oder passiv
Bei der Auswahl eines Partikelfiltersystems gilt
es allerdings darauf zu achten, dass das System
zu den jeweiligen Einsatzbedingungen des
Fahrzeugs passt. „Immer wieder geraten Rußpartikelfilter ins Gespräch, weil die Systeme bei
bestimmten Betriebsarten ausfallen können.
Meist liegt dies an ungünstigen Fahrprofilen, bei
denen die für das ordnungsgemäße Regenerieren erforderlichen Abgastemperaturen nicht
erreicht werden“, weiß Oliver Gravemann, Vertriebsleiter Deutschland des dänischen Abgasanlagen-Spezialisten Dinex.
„Es ist noch zu wenig bekannt, dass die bisherigen Systeme eben nicht bei jeder Anwendung
optimal funktionieren. Gerade im Stadt- oder
Baustellenverkehr fallen herkömmliche Partikelfiltersysteme immer wieder aus“, so Gravemann
weiter. Insbesondere Fahrzeuge, die häufig im
Stop-and-go-Verkehr unterwegs sind oder lange Betriebszeiten unter Teillast haben, wie etwa
Kran-Fahrzeugen, sind laut Gravemann davon
besonders betroffen.
Damit dies nicht passiert, besitzen die von
den Nutzfahrzeugherstellern werkseitig verbauten Partikelfiltersysteme meist eine zusätzliche Heizquelle, um das Abgas auf die erforderliche Regenerationstemperatur zu bringen.
Oder das Motormanagement ist entsprechend
ausgelegt und organisiert ein notwendiges
„Anfeuern“ über das Diesel-Einspritzsystem.
Doch auch die meisten auf die Nachrüstung
spezialisierten Abgastechnikanbieter haben
mittlerweile solche „aktiv regenerierenden Systeme“ im Programm.
Klaus Kuss W
Dinex
Dieseltank
Dinlog
Kontrolleinheit
Dosierpumpe
Kompressor
Brenner
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Temperatur
Abgas-Gegendruck
DPF
Für„Problemfahrzeuge“, die im Betrieb die erforderlichen Abgastemperaturen nicht erreichen, haben
die dänischen Abgastechnikspezialisten von Dinex
das „Dinex AR“-System entwickelt. Bei diesem soll
ein spezieller Kraftstoffbrenner das ausreichende
Temperieren des Partikelfilters in allen Betriebszuständen des Motors sicherstellen. Das AR-System
besteht Unternehmensangaben zufolge aus dem
bewährten„DiSiC“-Rußpartikelfilter und dem Kraftstoffbrenner „DinBurner“, einer aktiven Heizquelle,
die zusätzlich eingespritzten Dieselkraftstoff verbrennt. Dies sorgt für eine konstante Temperatur
im Abgassystem und unterstützt den Regenerationsprozess zu jedem Zeitpunkt aktiv. Das
AR-System lässt sich laut Dinex allerdings nur in
Verbindung mit einem Siliziumkarbid-Filter für
Retrofit-Lösungen verwenden.
Die unterstützte Regeneration (ASR) ist
laut Dinex eine Kombination aus einem partiell katalysierenden Dieselpartikelfilter und einer aktiven Heizquelle. Die Kombination bietet den dänischen Abgasspezialisten zufolge
eine relativ einfach anzuwendende Lösung, in
welcher die passive Regeneration zwischen
jedem Regenerationsvorgang partiell stattfindet. „Dadurch wird die Zeit zwischen den
aktiven Regenerationsvorgängen verlängert“,
so die Experten. „Die aktive Regeneration startet automatisch, sobald der Gegendruck im
Filterelement einen definierten Grenzwert
übersteigt. Bei der Regeneration wird der
Filter immer komplett regeneriert“, erklärt
Gravemann. „Vor dem Einbau eines DPF sollte
man deshalb genau zu prüfen, wie und wo
das nachzurüstende Fahrzeug eingesetzt
wird. Mit den neuen aktiven Systemen ist man
allerdings in jedem Fall auf der sicheren Seite“,
sagt Gravemann.
AVL DITEST CDS
COMPACT DIAGNOSTIC SYSTEM
ABGASMESSUNG AN BENZINUND DIESELMOTOREN
NEU!
HJS
Das Herzstück aller Filtersysteme des Mendener
Abgastechnikspezialisten HJS ist der Sintermetallfilter SMF. Dieser Filtertyp ist für den Fernverkehr – also vorwiegend Überland- und Autobahnfahrten – geeignet und benötigt für eine
optimale Funktion ein Abgas-Temperaturprofil
zwischen 250°C und 450°C am Schalldämpfereingang, um die Filterregeneration in Gang zu
setzen. Für den Nah- und Stadtverkehr – und
damit für den Niedertemperaturbereich – empfiehlt HJS das CSMF-System. CSMF steht für Coated Sintermetallfilter und bedeutet, dass es sich
um einen beschichteten (coated) Filter handelt.
Diese von HJS eigens entwickelte katalytische
Spezialbeschichtung verbessert nach eigenen
Angaben die Regeneration bei niedrigen Temperaturen. Eine Besonderheit für Nahverkehrsbusse haben die Sauerländer Abgasexperten
Huss
Das Motto„Aktiv nachrüsten“ bezieht sich beim
Nürnberger Abgas- und Umwelttechnikspezialisten Huss nicht nur auf die DieselpartikelfilterNachrüstung an sich, sondern insbesondere
auch auf die für mittelschwere Nutzfahrzeuge
(von 3,5l bis 9l Hubraum) angebotenen, aktiven Partikelminderungssysteme mit motorexterner Dieselnacheinspritzung.
Das so genannte MD-System gehört zu
den jüngsten Entwicklungen der Nürnberger
kürzlich mit dem nachrüstbaren SCRT-(Selective
Catalytic Reduction Technology)-System (Bild)
vorgestellt. Dieses von HJS mitentwickelte und
patentierte Verfahren soll den Rußpartikelausstoß um 99 Prozent und die Stickoxidemissionen um 90 Prozent senken. Damit sei das
SCRT-System eines der derzeit wirkungsvollsten
Abgasnachbehandlungssysteme für Busse des
ÖPNV.
Mit dem System lassen sich laut HJS sowohl
Euro-II- als auch Euro-III-Busse nachrüsten. Ist
das Fahrzeug bereits mit einem Partikelfilter
ausgestattet, soll sich nach dem Einbau der
SCR-Einheit der Euro-V-/EEV-Standard erreichen
lassen. Das modulare SCRT-System besteht aus
einem SMF-Vollfilter und der SCR-Einheit zur
Denoxierung. Zum Abbau des im Partikelfilter
angesammelten Rußes wird laut HJS der CRTEffekt genutzt, der ein kontinuierliches Verbrennen der Rußrückstände sicherstellt.
und ist sowohl zum Nachrüsten als auch für
die Erstausrüstung gedacht. Die aktive Regeneration des MD-Systems findet laut Huss
während des Betriebs des Fahrzeuges durch
eine motorexterne Dieselnacheinspritzung
statt. Motorextern bedeutet, dass es sich um
ein autarkes System handelt, das nicht in das
Motormanagement beziehungsweise in die
Dieselseinspritzung des Motors eingreift.
Das MD-System arbeitet Unternehmensangaben zufolge bereits bei niedrigen Abgastemperaturen von rund 200 °C zuverlässig.
AVL DIX DRIVE UM
DAS ULTRAMOBILE DIAGNOSEGERÄT FÜR PKW UND NKW
AVL DiTEST GmbH
Würzburger Strasse 152, 90766 Fürth, DEUTSCHLAND
Tel.: +49 911 47 57 - 0, Fax: +49 911 47 57 - 130
www.avlditest.com
FUTURE SOLUTIONS FOR TODAY
Diesel-Partikelfilter Die Funktion des MD-Systems wird durch eine
ECU (Electronic Control Unit) überwacht. Tritt
eine Störung auf, löst das System einen Alarm
aus und informiert den Fahrer mittels optischer
Signale. Laut Huss wurde bei der Konzeption des
Einspritzsystems darauf geachtet, dass dieses so
verkokungsarm wie möglich agiert, um unnötige Störungen zu verhindern. Dazu ist die Einspritzeinheit filternah im Abgasrohr installiert.
Die ECU des MD-Systems erfasst unter anderem die Abgastemperaturen am Filtereintritt und
im Filter selbst, sowie die Motordrehzahl und den
Abgasgegendruck und errechnet daraus den
Grad der Unterstützung. Die elektronische Steuerung bringt den Nürnberger Abgastechnikexperten zufolge die Parameter Filterbelastung,
Abgastemperatur und Regeneration in Einklang
und sorgt für eine zuverlässige Funktion des Systems. Aufgrund des modularen Aufbaus soll sich
das MD-Filtersystem zügig einbauen lassen.
Twintec
ermöglichen soll. Der benötigte Kraftstoff wird
gefiltert mittels einer Kraftstoffpumpe aus der
Tankrücklaufleitung entnommen.
Die Regelung des Systems erfolgt über ein
Steuergerät, das auch die Sensordaten für den
Ladedruck, die Ladelufttemperatur, die Motordrehzahl und die Drücke und Temperaturen am
Partikelfiltersystem verarbeitet. Überschreitet
der Abgasgegendruck vor der Katalysator-FilterEinheit wegen des angesammelten Rußes den
vorgegebenen Schwellwert, löst das Steuergerät
die aktive Regeneration aus. Durch die Kraftstoffeindüsung erhöht sich die Abgastemperatur
nach dem Katalysator und im Partikelfilter auf bis
zu 650 °C, da der Kraftstoff auf dem Katalysator
verbrannt wird. Die erhöhte Abgastemperatur
wird laut Twintec so lange aufrechterhalten, bis
die Regeneration vollständig abgeschlossen ist
und der Abgasgegendruck wieder auf dem Niveau eines unbeladenen Partikelfilters liegt.
„Twin green active“ nennt der in Königswinter
ansässige Abgastechnikspezialist Twintec sein
aktives Filtersystem. Dabei handelt es sich um
ein Wandstromfilter-System mit aktiver Regeneration durch zusätzlich eingespritzten Kraftstoff.
Twintec empfiehlt das System für Nutzfahrzeuge, die hauptsächlich (> 70 Prozent) im innerstädtischen Verkehr unterwegs sind und die zur
Regeneration erforderlichen Abgastemperaturen im Normalbetrieb nicht erreichen.
Beim „Twin green active“-System ist die Kraftstoffeinspritzdüse unmittelbar vor dem Oxidationskatalysator installiert ist, so dass sich das
Kraftstoff-Spray gut aufbereiten und in den heißen Abgasstrom dosieren lässt, wo es vollständig
verdampft. An die Einspritzdüse angeschlossen
ist die Einspritzeinheit, welche die Kraftstoffmenge dosiert. Twintec setzt auf eine luftunterstützte
Eindüsung, da diese ein feineres Kraftstoff-Spray
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Puritech
Puritech bietet nach eigenem Bekunden
maßgeschneiderte Partikelfiltersysteme für
nahezu jedes Nutzfahrzeug an. Die von dem
in Waldshut-Tiengen ansässigen Abgastechnikspezialisten entwickelten Nachrüstlösungen sollen jeweils passgenau auf die
technischen Anforderungen der jeweiligen
Kundenfahrzeuge abgestimmt sein.
Beim „DPFN“-System etwa handelt es sich
um ein selbstreinigendes Standardsystem,
das sich laut Puritech während des Fahrbetriebs automatisch regeneriert. Das DPFN ist
allerdings ein passives Filtersystem für Fahrzeuge, die überwiegend im Mittellast- und
Volllastbetrieb oder im Fernverkehr gefahren
werden.
Für Nkw und Busse, die vorwiegend im
Stadt- und Verteilerverkehr und damit mit
niedrigen Abgastemperaturen unterwegs
sind, empfehlen die Schwarzwälder Abgastechnikexperten das System „DPFN+“.
Dieses ist mit einem zusätzlichen Vorfilter
ausgerüstet, der die Regeneration auch bei
geringeren Temperaturen – die Experten von
Puritech sprechen von mindestens 225 °C –
ermöglichen soll. Filter und Katalysator sind
bei diesem System zu einem Bauteil zusammengefasst.
Als aktives Filtersystem mit Vorfilter und
zusätzlicher Kraftstoffeinspritzung hat Puritech die Variante „DPFN++“ (siehe Bild) im
Programm. Es wurde Unternehmensangaben zufolge speziell für Fahrzeuge mit besonders geringer Belastung, etwa Müllfahrzeuge
oder Fahrzeuge mit häufigem Stop-and-goBetrieb, entwickelt. Beim DPFM++ -System
unterstützt eine automatisch gesteuerte Dieseleinspritzung, das so genannte HC-DosingSystem, die Selbstreinigung des Filters.
Das System spritzt vor dem Partikelfilter eine genau berechnete Menge Dieselkraftstoff
in das Abgasrohr und heizt damit das Abgas
auf. Mit dieser so genannten „katalytischen
Verbrennung“ ist laut Puritech ein Aufheizen
von 180 °C auf 600 °C möglich. Der Kraftstoffmehrverbrauch aufgrund der Dieseleinspritzung ist den Produktinformationen zufolge
kaum messbar und soll weniger als ein Prozent betragen.
Das HC-Dosing-System lässt sich zudem
Unternehmensangaben zufolge problemlos
bei bereits verbauten DPFN+ -Varianten als
Zusatzsystem nachrüsten.
Turbolader
Variable
Druckmacher
Für einen geringeren Verbrauch und um
die immer strengeren Abgasgrenzwerte
erfüllen zu können, kommen auch bei
Nutzfahrzeugmotoren vermehrt Turbolader mit variabler Turbinengeometrie zum
Einsatz. Der NKWpartner hat beim Kölner
Turboladerspezialisten Motair nach Hintergründen hierfür gefragt.
Bei vielen Dieselmotoren von Pkw und Transportern sind Turbolader mit einer variablen Geometrie der Turbine, so genannte VGT-Lader, längst
Standard, bei Lkw-Motoren dagegen ist diese innovative Technik erst im Kommen. Das Besondere
an dieser Art der Aufladung ist dem Kölner Turboladerspezialisten Motair (www.motair.de) zufolge,
dass sich damit in bestimmten Grenzen nicht nur
der Ladedruck erhöhen, sondern darüber hinaus
auch noch variabel gestalten lässt. Eine elektronische Steuerung der VGT macht es möglich, den
Ladedruck über ein breites Drehzahlband gezielt
zu regeln und zu steuern.
Als einer der ersten Nutzfahrzeughersteller setzt Iveco diese innovative Lader-Technik
bei den so genannten Cursor-Aggregaten der
Modelle „Stralis“ und „Trakker“ ein. Die Lader für
die Erstausrüstung liefert Turboladerhersteller
Holset direkt ans Band. Um den Ersatzbedarf in
Deutschland kümmert sich unter anderem die
zur Hess-Gruppe gehörende Motair GmbH in
Köln. Nach eigenem Bekunden kann der Turbolader-Spezialist das Holset-Original für die Reparatur direkt ab Lager liefern.
Da Turbolader bekanntlich auch bei Nutzfahrzeugen im Trend liegen und die VGT-Technik
zu den aufstrebenden Technologien auf diesem
Gebiet gehört, mit denen es Werkstatt- und
„Turbolader mit variabler Turbinengeometrie VGT sind viel komplexer aufgebaut als herkömmliche Turbolader, denn sie besitzen
viel mehr bewegte Teile. Zudem sind VGT-Lader Teil eines komplizierten Ladedrucksystems und erfordern daher viel Know-how
vom Werkstattfachmann“, sagt Bernd Jüngling, Technischer Leiter bei Motair in Köln. Foto: Motair
Teile-Profis gleichermaßen zu tun bekommen,
hat die NKWpartner-Redaktion den Kölner
Turbolader-Profis einige Fragen zur Zukunft der
VGT-Lader im Nkw gestellt. Beantwortet hat diese Bernd Jüngling, Motorenspezialist und technischer Leiter bei Motair. Jüngling ist gelernter
Motoreninstandsetzer und war lange Zeit im
Motorenteilegeschäft bei der Hans Hess GmbH
tätig. Heute ist der Turboladerspezialist bei Motair für Technik, Werkstatt, Logistik und Qualität
verantwortlich und kennt VGT-Turbolader „aus
dem Effeff“.
NKWpartner: Herr Jüngling, erfahren Turbolader mit variabler Turbinengeometrie beim Nkw
einen ähnlichen Höhenflug wie beim Pkw?
Jüngling: Nutzfahrzeuge müssen ebenso wie
Pkw immer strengere Abgasnormen erfüllen,
darüber hinaus arbeiten die Nkw-Hersteller
und Motorenentwickler kontinuierlich daran,
die Leistung zu steigern und den Verbrauch zu
reduzieren. Selbst das Downsizing macht vor
Nutzfahrzeugen nicht halt. Schon deshalb
kommt man auch bei Nkw-Turboladern an
der variablen Turbinengeometrie nicht
mehr vorbei. Einen ganz offensichtlichen Vorteil der VGT-Technologie
Beim VGT-Lader HY55V von Holset gibt
es keine verstellbaren Leitschaufeln:
Wird der Düsenring in die Turbine
geschoben, ändern sich Abgas- und Ladedruck und der Lader lässt sich am optimalen Betriebspunkt betreiben.
Foto: Holset
kann ich aus unserer täglichen Werkstattpraxis
nennen: durch sie kann der Turbolader auf ein
zweiflutiges Turbinengehäuse verzichten. Dieses setzt man üblicherweise ein, um den Abgasstrom verschiedener Zylinder ohne gegenseitige
Stoßbeeinflussung zum Turbinenrad zu führen.
Allerdings sind zweiflutige Turbinengehäuse am
Trennsteg sehr anfällig für Hitzerisse.
NKWpartner: Inwieweit muss sich der Nutzfahrzeug-Fachmann im Werkstattalltag auf VGTLader einstellen?
Jüngling: Das Prüfen solcher Turbolader ist
komplexer als das von herkömmlichen Ladern
mit Wastegate oder ohne Regelung. Bei modernen Ladern muss man zunehmend prüfen, in
welchem Betriebs- oder Regelzustand sich das
Teil gerade befindet. Darüber hinaus ist ein Diagnosegerät erforderlich, mit dem sich die korrekte
Ansteuerung des variablen Turboladers über das
entsprechende Steuergerät im Fahrzeug prüfen
lässt. Zudem gibt es mehr bewegte Teile, die
überdies filigraner sind. Aufgrund schlechter
Umfeldbedingungen, aber auch durch Unachtsamkeiten in der Werkstatt könnten mehr Ausfälle drohen.
NKWpartner: Wie wird sich der TurboladerMarkt in der Nkw-Branche entwickeln?
Jüngling: Alle Nutzfahrzeuge werden in Zukunft
einen Turbolader verbaut haben. Aufgrund der
hohen Fahrleistung eines Nkw kommt dem hochwertigen Ersatzteil daher eine noch wichtigere
Rolle zu als bisher. Im Vergleich zu den Lebensdauerkosten eines Nkw treten die höheren Einstandspreise eines Original-Turboladers im Vergleich zu
NKW partner 4/2010
29
Turbolader einem Nachbau oder einer Kopie deutlich in den
Hintergrund. Was zählt, ist Verlässlichkeit und Ausfallsicherheit. Kommt es nach dem Einbau eines
Nachbau-Laders oder einer minderwertigen Kopie
zu einem höheren Kraftstoffverbrauch, macht dies
den vermeintlich günstigen Einstandspreis über
die Fahrleistung gerechnet schnell wieder zunichte. Wir raten daher zum Original.
NKWpartner: Welche Konzepte haben die
Turbolader-Hersteller in der Schublade?
Jüngling: Neben der variablen Turbinengeometrie VGT wird vor allem die zweistufige Aufladung für noch mehr Motorleistung kommen;
außerdem verbesserte Materialien und eine
verbesserte Ansteuerung mit elektrischen und
elektronischen Aktuatoren. Eine besondere Entwicklung ist zudem der Turbolader mit doppelseitigem Verdichterrad von Garrett, mit sich eine
doppelte Verdichterleistung erzielen lässt.
NKWpartner: Lassen sich VGT-Lader ähnlich
diagnostizieren und austauschen wie herkömmliche Lader oder gibt es Besonderheiten?
Jüngling: Bei VGT-Ladern ist Sauberkeit besonders wichtig, um die Funktion der filigranen
Bauteile nicht zu gefährden. Zudem muss die
Werkstatt mit dem Diagnosegeräte umgehen
können, um die elektronische Steuerung zu
prüfen. Bei VGT-Ladern ist zudem das Umfeld
des Turboladers sehr wichtig, denn dieser ist
mittlerweile auch beim Nkw-Motor Teil eines
komplexen Regelsystems.
NKWpartner: Lassen sich VGT-Lader reparieren
oder instand setzen?
Jüngling: Wegen der variablen Geometrie sind
VGT-Lader schwieriger zu reparieren. Zudem
lässt sich ein VGT-Lader bisher nur beim Hersteller exakt einstellen und kalibrieren, was ein fachgerechtes Instandsetzen bislang nicht erlaubt.
NKWpartner: Welche„Turbo-Tipps“ können Sie
den Lesern des NKWpartner mit auf den Weg geben?
Jüngling: Zusätzlich zur bislang üblichen
Vorgehensweise – Schadensursache ermitteln
und Umfeld diagnostizieren, Sauberkeit beim
Einbau, Einbauvorschriften einhalten und die
Verwendung eines Anbausatzes und ÖlleitungsKits – müssen bei VGT-Ladern die pneumatische
Drucksteuerung und die elektronischen Ansteuerung mit überprüft werden. Wichtig ist zudem,
dass die Motoreinstellung passt. Rußt der Motor
beispielsweise stark, kann dies zu Problemen am
Verstellmechanismus führen.
Die Fragen stellte Klaus Kuss
Variable Turbine
Der Holset-Lader HY55V mit variabler Turbinengeometrie VGT besitzt eine Laderturbine,
deren Arbeitsbereich während des Motorlaufs automatisch verstellt wird. Damit liefert
der innovative Lader stets genügend Energie, um den Verdichter in jedem Betriebspunkt
des Motors auf seinem optimalen Ladedruckniveau zu betreiben. Mit dem Verstellen der
Leitschaufeln des Düsenbereichs wird der Abgasstrom durch die Turbine geregelt.
Herkömmliche Turbolader mit variabler Turbinengeometrie schwenken die Leitschaufeln,
um unterschiedliche Düseneffekte zu erzielen. Das Besondere an der Holset-VGT ist jedoch,
dass die Leitschaufeln nicht zu schwenken sind, sondern sich axial in den Abgasstrom schieben. „Diese Technik sichert ein hohes Maß an Haltbarkeit und Zuverlässigkeit, was bei den
heutigen Nutzfahrzeuganwendungen entscheidend ist“, sagen die Spezialisten von Motair.
Und so funktioniert es: Wird der Düsenring in die Turbine geschoben, verändert sich
der Spalt, durch den das Abgas auf das Turbinenrad strömt. Verringert die VGT den Spalt
bei geschlossenen Düsen, steigt der Abgasdruck und die Turboladerdrehzahl erhöht sich.
Öffnet indes der Düsenring, reduziert sich der Abgasdruck und damit der Ladedruck.
„Praktisch lässt sich damit eine unendliche Zahl von Turboladern mit feststehender Geometrie ersetzen“, erklären die Kölner Turboladerspezialisten.
kk W
Dichtung verbessert Teillastverhalten
Der zum Dana-Konzern gehörende Neu-Ulmer
Dichttechnikspezialist Victor Reinz hat kürzlich
ein neues Dichtelement vorgestellt. Dieses soll
nicht nur dichten sondern auch isolieren und
dadurch das Ansprechverhalten von Turbomotoren verbessern. Die als Linear-Stopper mit Wellen-Stopper-Technologie ausgeführte Dichtung
wurde laut Victor Reinz insbesondere für den
Abgasstrang entwickelt. Zwischen Zylinderkopf
und Abgaskrümmer montiert, soll sie das Ansprechverhalten des Turboladers im Teillastbereich verbessern.
„Infolge des verringerten Wärmeübergangs
vom Abgaskrümmer in den Zylinderkopf erhöht
sich der energetisch verwertbare Anteil des Abgasstroms“, erklären die Neu-Ulmer Dichttech-
30
NKW partner 4/2010
nikexperten. Dies soll Kraftstoff sparen und die
CO2-Emissionen reduzieren.
Die neuartige Dichtung erhöht die Temperaturdifferenz zwischen Zylinderkopf- und Flanschfläche des Abgasturboladers messbar: Direkt am
Turbolader sollen sich bis zu 100 °C höhere Temperaturen ergeben. „Der Linear-Stopper ist im
Prinzip ein Trapez-Stopper mit einer erhöhten
Steifigkeit, der um die Schrauben positioniert
wird und so die Sicke in den Kraftnebenschluss
bringt. Das Rückfedervermögen der verpressten
Sicke lässt sich so je nach Sickenvariante nahezu
verdoppeln“, erklären die Neu-Ulmer Dichttechnik-Spezialisten. kk W
www.reinz.com
Leistungsfördernd: Die neuartige Linear-StopperDichtung von Victor Reinz mit Wellen-Stopper-Technologie soll das Ansprechverhalten von Turboladern im
Teillastbereich merklich verbessern.Foto: Victor Reinz
W
Geballtes Turbo-Know-how:
Der „BTS Technik Ratgeber
Band 2“ beschreibt auf zwölf
Seiten detailliert die verschiedenen Turbo-Bauarten und
zeigt, wie Ladedruck-Systeme
funktionieren. Foto: BTS
Turbo-Wissen zweiter Teil
Turbolader liegen im Trend. Der Umgang damit gehört für Nkw-Spezialisten schon lange zum Werkstattalltag. Doch die technische Entwicklung
schreitet auch bei diesen „Druckmachern“ stetig fort und erfordert eine
ebenso stetige Weiterbildung, etwa um im Schadensfall eine zielgenaue
Fehlerdiagnose abliefern zu können. Dazu ist es hilfreich, die unterschiedlichen Ladertypen zu kennen und zu wissen, wie diese aufgebaut sind,
welche Bauteile sich im Inneren befinden und wie diese funktionieren.
Mit der neuen Broschüre „BTS Technik Ratgeber, Band 2“ will Turboladerspezialist BTS Turbo dem Werkstattfachmann das notwendige KnowHow rund um den Turbolader in kompakter Form vermitteln. Befasste
sich der erste Band des „Technik Ratgebers“ mit Turboladerschäden, geht
es im zweiten auf zwölf Seiten rund um die verschiedenen TurboladerBauarten und deren Besonderheiten. Ob Turbine, Verdichter oder Lagerung – anhand anschaulicher Bilder erfährt der Leser die Funktionsweise
der Bauteile. Detaillierte Beschreibungen der verschiedenen LadedruckRegelsysteme ergänzen den Inhalt. Den Turbolader-Spezialisten von
BTS zufolge soll der Ratgeber Werkstattfachleuten insbesondere mehr
Sicherheit bei der Schadensfeststellung geben und Fehldiagnosen vermeiden helfen. Interessierte Kfz-Profis können die Turbo-Ratgeber direkt
bei BTS beziehen. kk W
www.bts-turbo.de
Variabel
gegen Emissionen
Um die immer strengeren Emissionsgrenzwerte erfüllen zu können, setzen
MotorenentwicklerzunehmendaufTurboladermitvariablerTurbinengeometrie (VTG). BorgWarner etwa liefert diese sowohl für die Dieselmotoren
von leichten und schweren Nutzfahrzeugen, als auch für Aggregate von
Agrar-, Bau- und Fördermaschinen. Ein aktuelles Beispiel ist der neue 4,4-Liter Motor„Ecomax T4“ von JCB, der ab 2012 in Serie gehen soll. Die Vierzylinder-Reihenmotoren sind in verschiedenen Leistungsstufen bis zu 130 kW
erhältlich und sollen dank eines Turboladers die Interim Tier 4/Stufe III B ohne Abgasnachbehandlungssystem oder Dieselpartikelfilter erfüllen. Während die 55-kW-Version mit einem herkömmlichen Lader auskommt, verfügen die höheren Leistungsvarianten über den neuen BV55
VTG-Lader. Dieser wurde laut BorgWarner zusammen mit JCB auf seinen
Einsatzzweck hin optimiert. Mit der VTG des Laders lassen sich sowohl
Abgasrückfluss als auch Abgas- und Ansaugdruck optimal steuern, was
zusammen mit einer Abgasrückführung die NOx- und Partikelemissionen senkt. Zusätzlich verfügt der BV55 VTG-Lader über einen bürstenlosen Stellmotor, der laut BorgWarner speziell für hochbelastete Turbolader
und AGR-Ventile ausgelegt ist. kk W
www.borgwarner.com
Feinfühlig: Die variable Turbinengeometrie des BV55 VTGTurboladers von Borg Warner
hilft, strenge Abgasgrenzwerte einzuhalten.
Foto: BorgWarner
G U T E
E R F A H R U N G
Stehende Laster kann sich keiner leisten. Am besten
macht man Lkw-Motoren fachmännisch wieder
flott – mit Dichtungen, Dichtungssätzen und Serviceteilen in original Elring-Qualität. Denn die halten
dem Leistungsdruck moderner Motoren auf Dauer sicher
stand. Elring-Komplettsätze: Da ist alles drin, alles
dran und alles aus einer Hand. Damit Trucks die volle
Leistung auf die Straße bringen. Diese Erfahrung
gibt’s nur im Original.
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Turbolader Turbos liegen im Trend
Das Ersatzteilgeschäft mit Abgasturboladern
ist derzeit wertmäßig eines der am schnellsten
wachsenden Segmente im Independent Aftermarket (IAM), sagen die Experten von Mahle. Der Zulieferer und Motorenteile-Spezialist
hat dies nach eigenem Bekunden zum Anlass
genommen, um ein umfassendes TurboladerProgramm aufzulegen.
Zunächst stehen Unternehmensangaben
zufolge Anwendungen für Nutzfahrzeug und
Baumaschinen im Vordergrund. Turbolader für
Fahrzeuge von MAN, Mercedes-Benz, Scania und
Volvo sowie für Baumaschinen von Komatsu und
Caterpillar hat der Stuttgarter Motorenspezialist
bereits auf der Automechanika 2010 in Frankfurt
und der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vorgestellt. Spätestens ab der ersten Jahreshälfte 2011
sollen diese Lader über den autorisierten Teilefachhandel erhältlich sein.
Nach eigenem Bekunden legt Mahle bei den
Aftermarkt-Turboladern großen Wert auf Erstausrüstungsqualität. Die Lader werden Unternehmensangaben zufolge unter Berücksichtigung
modernster Konstruktions- und Fertigungsstandards hergestellt und überdies umfangreichen
Prüfstandstests und Motorenerprobungen unterzogen. „Wir entwickeln das Aftermarket-Sortiment auf Grundlage der Anforderungen der
Fahrzeug- und Motorenhersteller und in enger
Abstimmung mit Bosch Mahle Turbo Systems“,
erklärte Arnd Franz, Leiter des Geschäftsbereichs
Aftermarket bei Mahle in Stuttgart.
Umfangreiche
vertriebsunterstützende
Druckmacher: Ab sofort ergänzen Turbolader für
Nutzfahrzeuge und Baumaschinen das AftermarktSortiment von Mahle.
Foto: Mahle
Praxistipps für
Werkstatt-Profis
„Worauf ist beim Erneuern des Turboladers zu
achten?“ oder „Wie baut man einen PTFE-Radialwellen-Dichtring fachgerecht ein?“ – Fragen,
mit denen sich jeder Nkw-Werkstattprofi irgendwann in seinem Arbeitsalltag einmal konfrontiert
sieht. Üblicherweise liegen zwar sowohl den
Turbolader-Einbausätzen als auch den Dichtringen die entsprechenden Montagevorschriften
als Beipackzettel in Papierform bei. Doch dieser
geht erfahrungsgemäß häufig „verloren“ oder
wird im Eifer des Gefechts ungelesen „entsorgt“.
Weil aber das jeweilige Know-how über den
fachgerechten Einbau für die korrekte Funktion
der betreffenden Komponente lebenswichtig
ist und Reklamationen bereits im Vorfeld vermeiden hilft, hat Dichttechnikexperte Elring auf
seiner Internetseite zwei Praxisvideos zu diesen
wichtigen Themen ins Netz gestellt, welche
detailliert und nachvollziehbar alle wichtigen
Schritte zeigen. Die Videos sind auf der ElringWebseite www.elring.de zu finden.
kkW
www.elring.de
Maßnahmen für Handel und Werkstatt, etwa
technischen Schulungen, Schadensbroschüren,
elektronischen Katalogen sowie Marketing-Materialien, werden laut Franz die Markteinführung
des Turbolader-Sortiments begleiten. kkW
www.mahle.com
t5VSCPMBEFSt;ZMJOEFSLÚQGF
t&JOTQSJU[QVNQFOt"OMBTTFS
t-JDIUNBTDIJOFOt/PDLFOXFMMFO
t+BQBOJTDIF'BIS[FVHVOE.PUPSFOUFJMF
BTS GmbH  Paradeisstr. 56  82362 Weilheim
Tel.: 08 81 / 627 - 300  Fax: 08 81 / 627 - 311
32
NKW partner 4/2010
Videos für Praktiker: Dichttechnikspezialist Elring
zeigt, worauf beim Umgang mit Turboladern und
PTFE-Dichtringen zu achten ist.
Foto: Elring
Winter-Spezial
Glühkerzen
schnell testen
Bei niedrigen Temperaturen haben Dieselmotoren häufig mit Startschwierigkeiten beim Kaltstart zu kämpfen. Davor sind selbst moderne, direkteinspritzende Common Rail-Motoren nicht
gefeit. Ursache sind vielfach defekte Glühkerzen.
Um zu prüfen, ob und wie viele noch funktionieren, ist ein Glühkerzentester erforderlich – und
die Kenntnis, welche Glühkerzenausführung
verbaut ist. Denn mit den meisten handelsüblichen Testgeräten lassen sich den Experten von
Beru zufolge nämlich entweder nur Stahl- oder
nur Keramik-Glühstiftkerzen prüfen.
Dem soll nun das neue Glühkerzenprüfgerät
von Beru ein Ende bereiten: Mit dem DiagnoseTool lassen sich sowohl herkömmliche Stahlals auch Keramik-Stabglühkerzen mit einer
Betriebsspannung von 3,3 bis 15 Volt prüfen.
Zudem eignet sich das Gerät auch für die ISSSchnellstart-Glühkerzen von Beru, welche mit
4,4 bis 5,0 Volt operieren. Mit dem Tester lassen
sich einzelne Glühkerzen oder der kompletten
Satz unter realen Bedingungen prüfen, ohne etwas auszubauen oder den Motor zu starten.
Universell: Der neue Glühkerzentester vom Beru prüft Stahl- und Keramik-Stabglühkerzen und eignet sich zudem für die
ISS-Glühkerzen von Beru.
Foto: Beru
Dass die Spezialisten von Beru den nur 250
Gramm schweren Tester auf eine praxisgerechte
und einfache Bedienung hin entwickelt haben,
zeigt sich darin, dass der Anwender keinerlei
Einstellungen vornehmen muss und das Gerät
die jeweilige Betriebsspannung selbständig erkennt. Das Analogdisplay zeigt dann sowohl das
Aufheizen als auch die Stromabregelung an, so
dass sich auch einzelne Glühkerzen bezüglich
Stromaufnahme und Regelverhalten beurteilen
lassen.
kk W
www.beru.com
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Winter-Spezial Mehr Startkraft, Energie für
mehr Kapazität alle Fälle
„Energie in Perfektion“ lautet das Motto des im
niedersächsischen Holdorf ansässigen Batteriegroßhändlers Panther-Batterien. Neben PkwBatterien gehören insbesondere auch Stromspeicher für Nutzfahrzeuge und Busse zu den
Spezialitäten des Vollsortimenters. Im Laufe der
Saison 2010 hat der Batteriespezialist sein Produktportfolio neu aufgestellt und in diesem Zuge frei nach der Devise „Was neu ist, das muss
auch ins Programm“ einige Besonderheiten neu
ins Sortiment aufgenommen.
Zu diesen Neuheiten zählen unter anderem
die Batterien der „SHD+30%“-Baureihe, die den
Produktinformationen zufolge gegenüber herkömmlichen Varianten eine um rund 30 Prozent
höhere Startleistung und Kapazität bieten sollen. Darüber hinaus verfügen die „SHD+30%“Batterien über spezielle Bleiplatten und ein
mikroporöses Glasvlies in ihrem Inneren, was
den Spezialisten von Panther-Batterien zufolge
für eine dreifach höhere Zyklenfestigkeit verantwortlich sein soll. Zudem sollen die mit 150, 200
und 250 Ampere erhältlichen Energiebündel
aufgrund der Vierpunkt-Fixierung ihrer Plattensätze besonders rüttelfest sein.
Weitere Spezialitäten bietet auch das jüngst
erweiterte Programm an „Panther AGM“-Batterien, welches ab sofort drei neue Modelle
mit Kapazitäten von 130, 180 und 200 Ampere
enthält. Den Produktinformationen zufolge
sind die mit einem Glasvlies versehenen AGMVarianten komplett geschlossen und wartungsfrei. Ebenfalls neu sind die „Panther AGM NKW“Batterien, welche aufgrund ihrer so genannten
AGM-VRLA-Technologie äußerst zyklenfest und
tiefentladungssicher sein sollen. Die Holdorfer
Batterieexperten empfehlen diese Serie besonders für Nkw mit hohem Energiebedarf sowie für
Fahrzeuge mit Hebebühne. kkW
www.panther-batterien.de
Energiebündel mit Mehrwert: Die Starterbatterien
der neuen SHD+30%-Serie von Panther bieten eine
um rund 30 Prozent höhere Startleistung und Kapazität als herkömmliche Ausführungen. Foto: Panther
34
NKW partner 4/2010
Die Lebensdauer einer Batterie hängt wesentlich
von ihrem Einsatz ab. Je mehr elektrische und
elektronische Verbraucher ein Fahrzeug besitzt,
je häufiger das Fahrzeug im Kurzstreckenbetrieb
unterwegs ist oder je extremer die Umgebungstemperaturen, desto höher muss die Energiereserve sein, erklären die Experten des Batterieherstellers Exide. Um den speziellen Energiebedarf
von Nutzfahrzeugen und Bussen noch genauer
und zielgerichteter abzudecken, hat der Batteriespezialist unter dem Namen „Exide Heavy“ vor
kurzem ein neues Nkw-Programm etabliert. In
Deutschland vermarktet der Geschäftsbereich
Exide Transportation das maßgeschneiderte
Angebot, das aus den vier Batterietypen „Expert
Endurance“, „Expert“, „Professional Power“ und
„Professional“ besteht.
Laut Exide ist jede Batterie mit der jeweils
neuesten Technologie für den jeweiligen Einsatzzweck ausgestattet. Die Expert Endurance-Serie
etwa eignet sich für Nkw ab Baujahr 2000 mit
hohem Energiebedarf und bietet die Glassmat/
Sb-Technologie, während die mit der Glassmat/
SHD-Technologie ausgestatteten Expert-Mo-
Kraftpaket: Die „Expert Endurance“ aus dem „Heavy“Programm von Exide ist für Nfz und Busse geeignet,
die höchste Ansprüche an ihren Energiespeicher stellen. Foto: Exide
delle einen mittleren Energiebedarf abdecken.
Beide Bauserien entsprechen Unternehmensangaben zufolge der Erstausrüsterqualität. Für
Nkw vor Baujahr 2000 und eine eher moderate Beanspruchung ist die Professional PowerSerie mit HDX-Technologie gedacht, während
die Professional-Versionen mit HD-Technologie
Standardeigenschaften bieten.
Um schnell die passende Batterie zu finden,
hat Exide eine Auswahlhilfe mit Piktogrammen
entwickelt. Anhand dieser kann der Kunde den
Strombedarf, die Einsatzbedingungen sowie
externe Betriebsfaktoren bewerten und so die
für sein Fahrzeug am besten geeignete Batterie
bestimmen. kkW
www.exide.de
Intelligentes
Mehrkreis-Batterieladesystem
Mit dem „Acctiva Twin 15A“ hat der österreichische Ladetechnikspezialist Fronius seit kurzem
ein spezielles Mehrkreis-Batterieladesystem für
Nutzfahrzeuge und Freizeitmobile im Programm.
Das Gerät verfügt Unternehmensangaben zufolge nicht nur über eine intelligente Lade-Elektronik mit programmierter Ladekennlinie, sondern
ist optional auch noch mit einer so genannten
FireCAN-Schnittstelle erhältlich ist. Diese wurde
Unternehmensangaben zufolge gemeinsam
mit führenden Feuerwehr-Aufbauherstellern
entwickelt und ermöglicht es, das Ladegerät
mit dem zentralen Kommunikationssystem des
Fahrzeuges zu verbinden. Als weitere Optionen
ist eine USB-Schnittstelle für Software-Updates
sowie das temperaturgeführte Laden erhältlich.
Aufgrund der beiden getrennten Ladekreise soll sich das Acctiva Twin 15A insbesondere
auch für 24-Volt-Bordnetze mit zwei getrennten
12-Volt-Batterien eignen. Den Produktinformationen zufolge lassen sich damit auch unterLademeister: Mit dem Mehrkreis-Batterieladesystem
„Acctiva Twin 15A“ von Fronius lassen sich zwei Batterien unterschiedlicher Größe gleichzeitig laden. Foto:
Fronius
schiedliche Ladezustände der Stromspeicher
ausgleichen, selbst wenn diese verschieden stark
durch 12- und 24-V-Verbraucher belastet wurden.
Darüber hinaus soll sich der Neuling im AcctivaSortiment auch für unterschiedliche Batteriekombinationen einsetzten lassen, wobei das Gerät die
jeweilige Batteriespannung automatisch erkennt.
Den Ladestatus, eventuelle Störungen sowie Beginn und Ende des Ladevorgangs zeigt das Gerät
dem Anwender auf einem LED-Display an.
Fronius empfiehlt das Acctiva Twin insbesondere auch für den Einbau in Nutz- und Einsatzfahrzeugen, Wohnmobilen und Booten, welche
über mehrere Batterien verfügen.
kkW
www.fronius.com
Den Schnee
im Griff
Pünktlich zur neuen Wintersaison
hat der Singener Schneekettenspezialist Ottinger eine neue Ketten-Generation aufgelegt: Netz E,
Netz GS und Netz XT. Die optimierten Traktionshilfen sollen sich insFür „Schneekönige“: Die neue Netz
E-, Netz GS- und Netz XT-Ketten von
besondere für Schneeräum- und
Ottinger eignen sich vor allem für
Entsorgungsfahrzeuge sowie die
Schneeräum- und EntsorgungsfahrLand- und Forstwirtschaft eignen
zeuge sowie für die Land- und Forstund eine erhöhte Qualität bei verwirtschaft. Foto: Kuss
bessertem Komfort aufweisen.
Spezielle Eiskantengreifglieder
im Laufnetzbereich sollen einen
besonders guten Grip bei Eis, Graupel und Schnee gewährleisten
und gegenüber den Vorgängern höhere Brems- und Antriebskräfte
aufbauen können. Zudem sollen die Neulinge neue Maßstäbe bezüglich Haltbarkeit und schneller Montage setzen. Die Ketten bestehen aus Edelstahl mit einer verschleißfest gehärteten Oberfläche.
Die Top-Version Netz XT ist zudem mit Greifgliedern und zusätzlich
aufgeschweißten Verschleißstegen für den schweren Einsatz ausgestattet. Laut Ottinger ist die neue Kettengeneration reifenschonend,
beidseitig befahrbar und für grobstollige Reifen geeignet. kkW
Neuartige
ThickThin®-Technologie.
Natürlich von pewag.
Informationen zur ThickThin®-Technologie
finden Sie unter: www.pewag.com
Weitere Informationen und Montagevideo
online Schneeketten
auf: www.pewag.com
pewag
Deutschland GmbH
D-59425 Unna, Otto-Brenner-Straße 4, Phone: +49 (0) 2303 / 98 1 31-88,
Fax: +49 (0) 2303 / 87 19 79, [email protected], www.pewag.com
www.ottinger.de
Für den Winterservice
gerüstet
Im Winter herrscht Hochbetrieb
in vielen Werkstätten, denn nichts
ist für Nutzfahrzeugbetreiber und
Fuhrparkmanager ärgerlicher als
ein Fahrzeug, das nicht anspringt
oder wegen einer unzureichenden Winterausrüstung nicht einsatzbereit ist. Damit dies nicht
passiert, bietet Nutzfahrzeugteile-Spezialist Winkler eine breitgefächerte Palette für die Winterausrüstung: Von Beleuchtungsartikeln über Kühler- und Scheibenfrostschutzmitteln bis hin zu
Schneeketten, Standheizungen
und Starterbatterien. Die nach EN
Winterfit-Macher: Das Winterausrüstungsangebot von Winkler bietet alwartungsfreien und rüttelfesten
les, um Kundenfahrzeuge winterfest
Energieblöcke der Eigenmarke
zu machen, etwa Spezial-Starterbat„Winkler“ etwa sind sofort startbeterien für Busse. Foto: Winkler
reit und ab 88 Ah als Heavy-Dutyoder Super-Heavy-Duty-Modell
lieferbar. Speziell für Busse gibt
es eine leistungsoptimierte Variante mit höherer Kaltstartleistung und
verbesserter Zyklenfestigkeit, welche die Energieversorgung der Bordeinrichtungen ohne Abstriche an die Startleistung sichern sollen. kkW
+31 (0) 30 68 68 150
[email protected]
www.midtronics.com
www.winkler.de
NKW partner 4/2010
35
Winter-Spezial Kompakter
Heizer
Laden auf zwei Kanälen: Das „ChargeXpress Pro 50-2“
von Midtronics kann zwei unterschiedliche 12-VoltBatterien gleichzeitig laden.
Foto: Kuss
Eines für alle
Neben dem Nachladen der Batterie bei Serviceund Wartungsarbeiten gewinnt die zuverlässige
Stromversorgung bei Diagnose- und Programmierarbeiten auch in Nutzfahrzeug-Werkstätten
immer mehr an Bedeutung. Herkömmliche Ladegeräte sind für die moderne Nkw-Elektronik
allerdings ebenso ungeeignet wie für Batterien
der neuesten Generation. Um ein möglichst
großes Einsatzspektrum abzudecken, empfehlen die Ladetechnikspezialisten von Midtronics
ein „intelligentes“ Ladegerät mit elektronisch
gesteuerten Ladevorgängen.
Das „ChargeXpress Pro 50-2“ mit seinen zwei
getrennten Ladekanälen wurde laut Midtronics
speziell auf die Anforderungen von Nkw-Werkstätten hin entwickelt. Das Zweikanal-Gerät lädt
wie alle aktuellen Geräte des Ladetechnikspezialisten mit Hochfrequenz-Technik und verfügt
über eine intelligente Ladestromanpassung.
Mit dem ChargeXpress Pro 50-2 lassen sich
Unternehmensangaben zufolge sowohl einzelne 12-V-Batterien bis maximal 50 A laden
als auch zwei 12-V-Batterien innerhalb eines
24-V-Batteriesatzes mit jeweils 25 A, um eine
ausgeglichenes Ladeniveau herzustellen. Selbst
unterschiedliche Batterietypen lassen sich damit
gleichzeitig laden. Der Anwender muss lediglich
die betreffende Batterietechnologie (AGM/Spiral, Blei/Ca-Ca oder Gel) auswählen, damit das
Gerät die entsprechende Ladekennlinie verwendet. Überdies ermittelt das ChargeXpress Pro
50-2 automatisch den aktuellen Batteriezustand
und erkennt dabei beschädigte Batterien. kkW
www.midtronics.com
36
NKW partner 4/2010
Kompakte Abmessungen, eine absolute Biodiesel-Tauglichkeit und ein
optimierter Diagnosezugang sollen die
neue Wasserheizung „Hydronic 2 Commercial“ von Eberspächer auszeichnen. Unternehmensangaben zufolge eignet sich das kompakte
Heizsystem zur Integration in den Kühlkreislauf
von Nutzfahrzeugen aller Art.
Insbesondere bei widrigen Temperaturen
und unter schwierigen Klimabedingungen soll
die neue Heizung punkten können. Laut Eberspächer ließ sich die Heizung bei Tests auch bei
extremen Temperaturen von -46 Grad Celsius
noch problemlos starten. Als weitere Pluspunkte
der Hydronic 2 Commercial nennt der Esslinger
Heizsystemspezialist einen Wirkungsgrad von
rund 84 Prozent, eine maximale Heizleistung
von 4,8 Kilowatt sowie eine lange Lebensauer
von bis zu 5.000 Betriebsstunden. Zudem soll
sich die als 12- oder 24-Volt-Verison erhältliche
Wasserheizung problemlos zu 100 Prozent mit
Biodiesel betreiben lassen.
Startstark: Die neue Wasserheizung „Hydronic 2
Commercial“ von Eberspächer startete bei Kältetests
selbst bei -46 °C noch zuverlässig. Foto: Eberspächer
Eine sensorgesteuerte dreistufige Heizstufenregelung soll eine optimale Dosierung der
Wärmeabgabe ermöglichen, etwa indem in der
neuartigen Kleinleistungsstufe (1,2 kW) lange
Laufzeiten vorherrschen, ohne dass das Gerät
sich ständig abschaltet und beim Unterschreiten einer bestimmten Temperatur wieder neu
startet. Das neu entwickelte Halterkonzept und
der verbesserte Zugang zur Diagnoseschnittstelle sollen einen einfachen Einbau sowie eine
problemlose Wartung gewährleisten. kkW
www.eberspaecher.com
Durch dick und dünn im Schnee
„ThickThin“ (TT) nennt Schneekettenspezialist
Pewag das neuartige Design seiner aktuellen
Kettengeneration. TT steht dabei für Kettenstränge mit unterschiedlichen Gliedformen
und -stärken. Im Vergleich zu herkömmlichen
Schneeketten soll die neue Generation vor allem
leichter und langlebiger sein.
Beim neuen Modell „Unimove TT“ vereint das
Laufnetz den Produktinformationen zufolge unterschiedliche Gliedformen in ihrem Laufnetz.
Das höher stehende Glied ist dabei als Wellenprofil ausgeführt, was den Grip auf schneebedecktem oder eisigem Untergrund verbessern
soll. Das Profil des liegenden Gliedes dagegen
weist einen geringeren Querschnitt in Vierkantform auf. Dies spart den Kettenexperten zufolge
Gewicht, ohne die Fahreigenschaften zu beein-
trächtigen. Die innovative ThickThin-Technik soll
zudem die Lebensdauer der Kette um bis zu
20 Prozent erhöhen und überdies Reifen und
Straßen schonen.
Die ebenfalls neue „Austro super verstärkt
Zwilling TT“ für schwere, zwillingsbereifte Nutzfahrzeuge und harte Einsatzbedingungen ist
dank der ThickThin-Technologie ebenfalls um bis
zu zehn Prozent leichter als das Vorgängermodell. Dies soll einerseits die Montage erleichtern,
andererseits soll die Kombination aus einem
Wellenprofil- mit einem Vierkantglied aus dem
von Pewag entwickelten Spezialstahl „TitanGrip“
ein Laufnetz ergeben, das auf schnee- oder eisbedecktem Untergrund einen guten Grip bietet
und überdies noch eine um bis zu 15 Prozent
höhere Lebensdauer ermöglicht. kkW
www.pewag.com
Traktionsstarke Leichtgewichte:
Die „ThickThin“-Technologie der
neuen Nkw-Schneeketten von
Pewag spart Gewicht und erhöht
die Lebensdauer
Foto: Pewag
Winter-Spezial
Schneller warm
und dennoch sparsam
Mit der Standheizungsfamilie „Thermo Top Evo“
präsentiert Webasto die nächste Generation
Standheizungen. Während die Modelle „Thermo
Top Evo 4“ und„Thermo Top Evo 5“ reine Pkw-Heizungen sind, eignet sich das Flaggschiff „Thermo
Top 5+“ auch für Fahrzeuge mit großem Innenraum sowie für Vans und Fahrzeuge mit großem
Motor. Die Ziffern in der Modellbezeichnung der
Pkw-Modelle geben die Heizleistung an: entweder 4 oder 5 kW, wobei die Heizleistung der „5+“
ebenfalls bei 5 kW liegt.
Allerdings soll das Topgerät mehrere technologische Neuerungen bieten, die es ermöglichen,
auch großräumige Fahrzeuge schnellstmöglich
aufzuheizen und die Frontscheibe in Rekordzeit
zu enteisen. Erreicht werde dies durch eine neuartige Regelung des Wasserkreislaufes und eine
effizientere Wärmeübertragung. Beides erlaubt
laut Dr. Joachim Damasky, Vorstand der Sparte
Thermosysteme bei Webasto, das Beheizen des
Fahrerraumes zu priorisieren und die Restwärme für die Motorvorwärmung zu nutzen. „Unser Hauptaugenmerk bei der Entwicklung der
Thermo Top Evo-Heizgeräte lag ganz klar auf
dem Kundennutzen“, erklärte Damasky bei der
Präsentation.
Die Thermo Top Evo-Heizungen verfügen
den Produktinformationen zufolge über einen
Wirkungsgrad von rund 85 Prozent und lassen
sich mit allen herkömmlichen Kraftstoffen betreiben. Um die Thermo Top Evo zu bedienen,
kann der Kunde aus mehreren Bedienelementen
wählen: Über die Komfort-Vorwahluhr lässt sich
die Standheizung bequem im Auto programmieren. Das voll digitale Bedienelement bietet
drei programmierbare Startzeiten, die sich bis zu
24 Stunden im Voraus aktivieren lassen. Mit den
optionalen Funkfernsteuerungen indes lässt
sich die Heizung bequem
von zu Hause
aus starten. Das
Einsteiger mo dell Telestart T91
mit einem Sender
in Schlüsselanhängerformat bietet eine Reichweite von bis
zu 1000 Metern. Eben soweit reicht die
Telestart T100 HTM, allerdings verfügt diese zusätzlich über den integrierten Heizzeitmanager HTM (Heating Time Management). Dieser
erkennt mittels eines im Fahrzeug verbauten
Temperatursensors die Innenraumtemperatur
und errechnet abhängig von der gewünschten Abfahrtszeit automatisch den optimalen Startzeitpunkt der Heizung. kkW
Kompakt und vielseitig: Die neue „Thermo Top Evo“Familie vereint die Vorteile der Vorgänger-Reihen
„Thermo Top V“ und „Thermo Top C“. Alle Evo-Modelle
eignen sich für den Betrieb mit handelsüblichen
Kraftstoffen.
Foto: Webasto
www.webasto.com
Das Plus der „Evo 5+“: Das Flaggschiff der neuen Evo-Bauserie
verfügt über technologische Neuerungen wie etwa eine neuartige
Regelung des Wasserkreislaufs. Die
Umwälzpumpe läuft langsamer, so
dass sich auch größere Fahrzeuge,
SUV und Vans schnell aufheizen
und selbst große Frontscheiben
in Rekordzeit enteisen. Eine
späteres Zuschalten des Fahrzeuggebläses verstärkt diesen Effekt.
Foto: Webasto
NKW partner 4/2010
37
Teilemarkt Moderne Zeiten:
Das Herzstück des
„EasyConn“-Konzepts
sind modular aufgebaute LED-HybridLeuchten.
Foto: Hella
Voll verkabelt
Mit dem neuartigen Verkabelungssystem „EasyConn“ will
Licht- und Elektronikspezialist Hella den „gordischen Knoten“
– kostengünstig, betriebssicher, erweiterbar – lösen.
Der „Wunschzettel“ vieler Trailerhersteller und
Fuhrparkbetreiber, eine qualitativ hochwertige
Trailer-Beleuchtung zu geringen Einstiegskosten bei einer maximaler Funktionssicherheit
und niedrigen Betriebskosten über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus – und das Ganze auch noch jederzeit problemlos erweiterbar
– ließ sich mit herkömmlicher Technik bislang
kaum erfüllen. Mit dem Verkabelungssystem
„EasyConn Next Generation“ sowie modularen
LED-Hybrid-Heckleuchten will Licht- und Elektronikspezialist Hella diesen „gordischen Knoten“
der Nkw-Branche lösen.
LED-Technik als Herzstück
Das Verkabelungssystem „EasyConn“ wurde von
Hellas Nutzfahrzeug-Spezialisten nach eigenem Bekunden speziell für Trailer mit 24-VoltBordnetzsystem entwickelt und soll nahezu alle
denkbaren Anwendungen abdecken. Das Herzstück des EasyConn-Systems ist den Entwicklern
zufolge eine ebenfalls neu entwickelte, modular
aufgebaute LED-Hybrid-Heckleuchte.
Bei dieser sind serienmäßig sowohl das
Brems- als auch das Schlusslicht in LED-Technik
ausgeführt, bei den übrigen Lichtfunktionen
kommen konventionelle Glühlampen zum Einsatz. Doch Dank des modularen EasyConn-Baukastenprinzips sollen sich diese jederzeit und
auch einzeln problemlos „upgraden“ und durch
geschlossene und hocheffiziente LED-Module
ersetzen lassen.
Werden alle Lichtfunktionen mit LED-Leuchten abgedeckt, entfällt in der Folgezeit aufgrund
der langen Lebensdauer der LEDs der bei herkömmlichen Leuchtmitteln übliche kostenund zeitintensive Austausch, versprechen die
Lippstädter Lichtexperten. Wegen der hohen
Lebenserwartung der LEDs sollen zudem auch
unnötige Werkstattaufenthalte und Stillstandzeiten entfallen. Laut Hella bieten LEDs mit bis
zu 30.000 Betriebsstunden eine äußerst lange
Lebensdauer, im Vergleich zu Halogenlampen,
die üblicherweise nach 500 Betriebsstunden
„am Ende sind“.
Zudem sind LED-Leuchten stoß- und vibrationsfest, was sich ebenfalls positiv auf die Le-
38
NKW partner 4/2010
bensdauer niederschlägt. Wohl deshalb haben
die Lippstädter Lichtspezialisten das Motto „Fit
and forget“ für ihr neues Trailer-Lichtsystem gewählt. Einmal montiert, soll die LED-Heckleuchte
ein Fahrzeugleben lang funktionieren.
Umweltfreundlich und kraftstoffsparend
LEDs sind zudem äußerst energieeffiziente
Leuchtmittel und verbrauchen deutlich weniger
Strom als herkömmliche Glüh- oder Halogenlampen, was den Lichtspezialisten zufolge den
Treibstoffverbrauch senken und damit den CO2Ausstoß reduzieren soll. Laut Hella verbrauchen
die LED-Leuchten des EasyConn-Systems rund
67 Prozent weniger Energie als vergleichbare
Leuchten mit herkömmlichen Glühlampen.
Doch um sparen zu können, muss man erst
investieren, denn die LED-Technik ist teurer als
herkömmliche. Auf Dauer rechnen sich die höheren Anschaffungskosten den Experten zufolge jedoch, so dass nach deren Überzeugung
die Investition in diese moderne Lichttechnik
durchaus sinnvoll ist. Um dies darstellen zu können, hat Hella eigens ein Kalkulationstool entwickelt, das dem Interessenten helfen soll, die für
seine speziellen Bedürfnisse optimale Lösung
zu finden.
Praxisgerecht: Das Verkabelungssystem
„EasyConn Next Generation“ wurde speziell für den
Einsatz an Trailern entwickelt. Hochwertige Steckverbindungen sollen eine dauerhafte Funktion sicherstellen. Foto: Hella
Speziell für Trailer entwickelt
Dass das EasyConn-Konzept speziell für Trailer
entwickelt wurde, zeigt sich nicht zuletzt anden hochwertigen Materialien und den eingesetzten Verarbeitungstechniken. Die Steckverbindungen mit ihren neuartigen, nach unten
abgewinkelten 2- und 7-poligen Steckern und
die rückseitige Abdeckhaube der Leuchte sollen
laut Hella auch unter härtesten Betriebs- und
Witterungsbedingungen eine sichere Funktion
ergeben. Zudem sollen die schlanken Durchmesser der Stecker- und Steckhülsengehäuse
die einfache Montage unterstützen.
Darüber hinaus verfügt die LED-Leuchte
über eine patentierte Blinkerausfallkontrolle. Die
ECE R48 schreibt nämlich vor, dass der Ausfall
einer Blinkleuchte dem Fahrer im Fahrzeug optisch oder akustisch angezeigt werden muss.
Allerdings erkennen die Ausfallkontrollen herkömmlicher Blinkanlagen die LED-Leuchten
nicht und zeigen deshalb keinen Fehler an, falls
der Blinker nicht funktioniert. Die LED-Blinkleuchten von Hella besitzen deshalb eine integrierte, aktive Elektronik für die Ausfallkontrolle
– die Blinkleuchten überwachen sich in Verbindung mit einem entsprechenden Vorschaltgerät
quasi selbst.
Darüber hinaus zeigt sich das Systems „im
Fall der Fälle“ reparaturfreundlich und bietet
beidseitig verwendbare Lichtscheiben, die sich
unabhängig von den spezifizierten Leuchtmitteln einsetzen lassen. „Somit ist im Schadensfall
ein einfacher und kostengünstiger Austausch
einer defekten Lichtscheibe jederzeit möglich,
ohne dass gleich die gesamte Leuchte mit entsprechend hohem Kostenaufwand ausgewechselt werden muss“, erklärte Christof Erz, Marketingleiter bei Hella Trailer Systems, im Gespräch
mit dem NKWpartner.
Klaus KussW
www.hella.com
Reparaturfreundlich: Die LED-Hybrid-Leuchten sind modular
aufgebaut, beschädigte Teile lassen sich einzeln ersetzen. Die
Lichtscheiben passen beidseitig, eine doppelte Lagerhaltung
entfällt. Foto: Kuss
Alarm per SMS: Das
autarke Ortungssystem „GPS-Alarm“
von Ebi-tec informiert den Halter
per SMS, falls sein
Fahrzeug manipuliert wird.
Foto: Ebi-tec
Diebstahlwarnung per SMS
Mit dem „GPS-Alarm“ bietet der in Winnenden ansässige Elektronikspezialist Ebi-tec seit kurzem ein Ortungssystem, das den Fahrzeugbesitzer
per SMS alarmiert, sobald am Fahrzeug manipuliert wird. Im Gegensatz
zu herkömmlichen Ortungssystemen soll das GPS-Alarm laut Ebi-tec-Geschäftsführer Sven Ebinger keine regelmäßigen Kosten verursachen. Das
Ortungsgerät wird verdeckt im Fahrzeug montiert und mit dem Bordnetz
verbunden. Sobald am Fahrzeug manipuliert und die Stromversorgung
des Geräts getrennt wird, sendet das GPS-Alarm dem Halter alle 30 Minuten eine SMS und übermittelt die GPS-Koordinaten des aktuellen Standorts. Verbringen die Diebe das Fahrzeug in eine Tiefgarage, sendet das
Ortungssystem die letzte gültige Position (= Gargeneinfahrt).
Um jederzeit die aktuelle Position das Fahrzeugs abzufragen, kann
der Anwender von jedem beliebigen Mobiltelefon aus eine SMS an das
Ortungssystem senden, welches mit den aktuellen Standortkoordinaten
(Längen- und Breitengrad) antwortet. Anhand der Positionsdaten kann
sich der Anwender dann via Internet, etwa mit Google Earth oder Google Maps, den Standort auf einer Landkarte anzeigen lassen. Das autarke
Ortungsgerät funktioniert laut Ebi-tec weltweit und zieht keine weiteren
Kosten nach sich, lediglich eine (Prepaid-) Mobilfunkkarte sei erforderlich.
kkW
www.ebi-tec.de
280 Fuhren. 521 Currywürste.
125.000 Kilometer jährlich.
1 Filter-Marke.
0$11),/7(5²
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Umfangreiches Sortiment
für Renault Trucks
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Mit dem Ersatzteilprogramm für Renault Trucks stößt NutzfahrzeugteileSpezialist DT Diesel Technic nach eigenem Bekunden in eine Marktnische.
Bereits zum Programmstart gibt es einen 730-seitigen Katalog, der mehr
als 2.860 Ersatzteile beziehungsweise 3.760 Referenznummern für die
Renault Truck-Modelle Magnum, Midlum, Midliner, Kerax und Premium
enthält. Laut DT bietet der Vorspann des Kataloges wichtige technische
Hinweise zu den Fahrzeugserien, zudem gibt es zu jedem Ersatzteil ein
Produktbild und Produktinformationen in sieben Sprachen. Eine Cross
Reference-Tabelle soll überdies
das Umschlüsseln und Auffinden der benötigten Ersatzteile
erleichtern. Seit Oktober sind die
Ersatzteile für den französischen
Nfz-Hersteller laut DT auch im
TecDoc-Teilekatalog gelistet. kkW
www.dieseltechnic.com
Viva la France: Ab sofort führt
Nutzfahrzeugteile-Spezialist DT
Diesel Technic ein breitgefächertes
Ersatzteilprogramm für Renault
Trucks. Foto: DT Diesel Technic
(0DLOFXVWRPHUVHUYLFH#PDQQKXPPHOFRPÃZZZPDQQILOWHUGH
Teilemarkt Anlasser und
Generatoren aus
Göttingen
Reparieren statt tauschen – dieses Motto steht
bei Nutzfahrzeugbesitzern und Fuhrparkmanagern nicht erst seit der Wirtschaftskrise hoch im
Kurs, wenn es darum geht, die Betriebskosten
niedrig zu halten. Die zeitwertgerechte Reparatur, um Fahrzeuge kostengünstig und dennoch
fachgerecht instand zu setzen und einsatzbereit zu halten, gewinnt daher immer mehr an
Bedeutung. Das fachgerechte Aufbereiten von
Anlassern und Generatoren, wie es Spezialisten wie die in Göttingen ansässige Faro GmbH
(www.anlima.de) anbieten, ist deshalb eine willkommene und zunehmend genutzte Alternative zum meist viel teureren Neuteil.
Aufbereitung mit Tradition
Seit 1995 beschäftigt sich der von Wolfgang
Roth gegründete Spezialbetrieb Faro GmbH bereits mit dem Aufbereiten von Anlassern und Generatoren für Pkw, Transporter und Nutzfahrzeuge, wobei die Einzel- und Serieninstandsetzung
ebenso zum Portfolio gehört wie Sonderanfertigungen, Modifizierungen oder die Reproduktion von nicht mehr erhältlich Aggregaten. Darüber hinaus betreibt die Faro GmbH den Im- und
Export mit Startern und Lichtmaschinen.
Bei der Aufbereitung legen die Niedersachsen nach eigenem Bekunden großen Wert auf
Qualität, was sich nicht zuletzt in der exakt definierten und durchstrukturierten Vorgehensweise beim Aufbereiten der Aggregate zeigt – und
die laut Geschäftsführer Wolfgang Roth für Anlasser und Generatoren gleichermaßen gilt. Um
dies zu bewerkstelligen, bedienen sich die Aufbereitungsspezialiten unter anderem auch eines
modernen CNC-Maschinenparks.
Aus alt mach neu: Die Aufbereitungsspezialisten der Faro GmbH verhelfen Anlassern und Generatoren zu einem zweiten Leben – beispielsweise für die zeitwertgerechte Reparatur von Transportern und Nutzfahrzeugen. Fotos: Faro
Anlasser und Generatoren „wie neu“
Viele Arbeitsschritte laufen bei Anlassern und
Generatoren analog ab: Nach einer ersten Sichtkontrolle erfolgt die Komplettdemontage des
angelieferten Aggregats. Anschließend werden
die Einzelteile gründlich und umweltgerecht in
einer rotierenden Waschanlage im geschlossenen Kreislauf gereinigt. „Wir bereiten auch das
Reinigungsmittel in bestimmten Zyklen auf“,
erklärt Roth und unterstreicht damit den Umweltaspekt des Aufbereitens.
Als nächstes erhalten die mechanischen Bauteile in Schleuderstrahlautomaten mit oberflächenglättenden Strahlmitteln (Stahl, Glas oder
Keramik) den gewünschten „Neuteil-Effekt“.
Anschließend prüfen die Spezialisten sämtliche
Lagersitze und bauen neue Lager ein, bei Bedarf
kommen auch so genannte Toleranzeinsätze
zum Einsatz. „Die Lagerbuchsen werden zu 100
Prozent erneuert und kalibriert“, erklärt Roth.
Bei Ritzeln und Freilaufgetrieben von Startern werden laut Roth neue Rollen, Federn und
Lagerbuchsen eingebaut. Der Magnetschalter
erhält einen neuen Schalterdeckel und neue
Schalterbrücken, verfärbte Spulen werden ausgetauscht. Der Anlasseranker und das Polgehäuse der Erregerwicklung werden elektrisch
geprüft, etwa auf Masse- oder Windungsschluss,
und bei Bedarf die Isolation überarbeitet. Zudem
wird der Rundlauf des Ankers geprüft und wenn
nötig, der Kommutator abgedreht. Falls notwendig, gibt es überdies neue Kohlebürsten.
Hohe Qualitätsmaßstäbe:
Faro-Geschäftsführer Wolfgang Roth legt Wert auf
eine exakt definierte und
durchstrukturierte Vorgehensweise beim Aufbereiten
der Aggregate.
Bei den Generatoren lassen die Fachleute
von Faro dem Läufer und der Ständerwicklung
mehrere elektrischen Prüfungen angedeihen,
etwa auf Leitungs-, Windungs- und Masseschluss; zudem prüfen sie die Nachisolierung.
Der Schleifring des Läufers wird überdreht und
die Läuferwelle poliert, soweit es deren Mindestdurchmesser zulassen. Auch Diodenplatte und
Generatorregler prüfen die Göttinger. „Im Zweifelsfall verbauen wir immer Neuteile“, verspricht
Roth. Mit geprüften und oberflächenbehandelten Lüfter- und Riemenscheiben werden die Generatoren dann wieder zusammengebaut.
Hundertprozentige Endkontrolle
Die Freigabe als „Qualitäts-Austauschteil“ erhalten die aufbereiteten Anlasser und Generatoren
allerdings erst, wenn nicht nur die Form und das
Aussehen dem Originalteil entsprechen, sondern sie ihre Leistungsfähigkeit auf dem hauseigenen Leistungs- und Funktionsprüfstand
bewiesen haben. Klaus KussW
www.anlima.de
Komplettpakete für die Bremse
Im Erstausrüstergeschäft ist Valeo nach eigenem
Bekunden als Entwicklungspartner auch bei
deutschen Nfz-Herstellern vertreten. Darüber
hinaus liefert das Unternehmen über die Aftermarkt-Sparte Valeo Service eine breite Palette an
Ersatzteilen für die Wartung und Reparatur sämtlicher Marken. Das Angebot gliedert sich in acht
Produktlinien: Wischersysteme, Kupplung, Beleuchtung, Motorkühlung, elektrische Systeme,
Sicherheit, Klimatisierung sowie Bremssysteme.
Sämtliche Produkte sind laut Valeo entweder
Originalteile oder Teile, die nach den Qualitätskriterien der Erstausrüster hergestellt werden.
Ein Beispiel sind die kürzlich vorgestellten
Bremsen-Reparatursets der„OptiPack“-Reihe. Die
40
NKW partner 4/2010
Pakete enthalten laut Valeo neben den Bremsbelägen auch das erforderliche Montagezubehör.
Derzeit umfasst das „OptiPack“-Programm 25
Referenzen für die wichtigsten Druckluft-Bremssysteme. Unternehmensangaben
zufolge lassen sich rund 75 Prozent
der europäischen Lkw- und rund
100 Prozent der SattelaufliegerBremssysteme (außer SAF) damit
bedienen. Seit kurzem ist der aktuelle „OptiPack“-Katalog über den
autorisierten Teilegroßhandel erhältlich. kk W
www.valeoservice.com
Komplettpaket: Die Bremsbelag-Sets von Valeos
neuer Belag-Reihe „OptiPack“ enthalten auch alle
notwendigen Montageteile.
Foto: Valeo
Frischer Wind: Auf der Automechanika
2010 in Frankfurt stellte Gelenkwellenspezialist CSN Wichmann sein
neues Corporate Design vor (oben). Im
Osnabrücker Kompetenzzentrum wird
der ebenfalls neue Unternehmensclaim „Leistung, die bewegt“ aktiv
gelebt (rechts).
Unschlagbar!
Lösungen Made in Germany
Fotos: CSN
Gelenkwellen-Spezialist
in neuem Outfit
Am 01. November 2010 feierte der Gelenkwellenspezialist CSN Wichmann sein 30-jähriges Firmenjubiläum. Gegründet von Horst Wichmann, hat sich der einstige Reparaturbetrieb zu einer industriellen
Unternehmensgruppe mit mittlerweile zehn Produktionsstätten und
eigenem Franchisekonzept entwickelt. Acht der CSN-Standorte befinden sich in Deutschland, zwei im europäischen Ausland. Der jüngste hat im August 2010 in Hohenkammer bei München den Betrieb
aufgenommen. Herzstück des Unternehmens ist nach eigenem Bekunden eine Spezialmaschine, die beim Anfertigen von Gelenkwellen
drei Produktionschritte gleichzeitig erledigen kann: Das Gelenk wird
in das Wellenrohr eingepresst, verschweißt und die Welle – ohne die
Maschine zu verlassen – ausgewuchtet.
Sei der Automechanika 2010 präsentiert sich die CSN Wichmann
GmbH mit seinen Unternehmensgruppen nun in einem neuen Corporate Design (CD). Dies war eigenen Angaben zufolge nötig geworden, da sich das Erscheinungsbild des inhabergeführten Familienunternehmens während der 30-jährigen Firmengeschichte nach außen
hin nur marginal gewandelt hatte. „Wir produzieren Gelenkwellen mit
einem technisch hochstehenden Know-how und stehen für kompromisslosen Kundenservice, höchste Produktqualität und technische
Höchstleistung sowie Vertrauen und Service. Diese Unternehmensentwicklung spiegelte sich in dem bislang in rot und blau gehaltenen
CD nicht mehr wieder. Es passte nicht mehr zu den Attributen, für die
die CSN-Gruppe heute steht“, erklärt Kristina Wichmann.
Deshalb habe man beim neuen CD und allen Kommunikationsmitteln besonders auf moderne Elemente und Eleganz geachtet und
sich für die Farben rot und grau entschieden. „Weil grau edel wirkt
und rot den entsprechenden Akzent setzt“, erläutert die Unternehmenssprecherin. Auch der Unternehmensclaim wurde optimiert und
lautet nun „Leistung, die bewegt“ anstelle des bisherigen „Top quality
made by CSN“. Damit sei zum einen die Leistung gemeint, welche die
Gelenkwelle übertrage, aber auch jene Leistung, welche das gesamte Team für die Kunden bringe, so Kristina Wichmann. Das neue CD
richtet sich nach eigenem Bekunden überdies an zwei verschiedene Kundenzielgruppen: Nutzfahrzeuge und Industrie. Bei den Nutzfahrzeugen ist CSN im Aftermarkt tätig und liefert Gelenkwellen für
das Ersatzgeschäft. Die Industriekunden indes teilen sich in diverse
Zielgruppen, wobei der Fokus auf den Bereichen Papier, Schiene und
Stahl liegt. kkW
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www.csn.eu
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Teilemarkt Schnelle Welle
1
2
Eine defekte Gelenkwelle bedeutet Stillstand. In einem solchen Fall ist schnelle Hilfe
gefragt. Die Spezialisten in den Uni-Cardan Service-Centern von GKN bieten eine Sofortreparatur innerhalb kürzester Zeit.
Zeit- und Kostendruck im Speditions- und Transportgewerbe steigen zunehmend. Es gilt, die
Werkstattzeiten und -kosten möglichst gering zu
halten. Defekte an Kardanwellen bedeuten aber
oftmals den Stillstand des Fahrzeugs, so dass
schnelle Hilfe gefragt ist. Für solche dringenden
Fälle unterhält der Antriebstechnikspezialist GKN
ein europaweites Netz an Spezialwerkstätten,
die unter dem Markennamen als „Uni-Cardan
Service-Center“ bekannt sind und sich auf die
Sofortreparatur von Gelenkwellen spezialisiert
haben. Zudem liefern sie Austauschwellen und
fertigen auch komplett neue Wellen an.
Originalteile und zertifizierte Arbeitsprozesse
Um sicherzustellen, dass die reparierte Welle wieder ihre volle Leistungsfähigkeit erhält, verwenden die Spezialisten Original-Ersatzteile der Wellen- und Fahrzeughersteller und arbeiten nach
zertifizierten Reparaturprozessen. In Deutschland
gibt es elf dieser Uni-Cardan Service-Center, welche eine angelieferte Welle innerhalb weniger
Stunden wieder einsatzfähig machen können
und unter der Servicenummer 0 18 05/45 67 37
einen 24-Stunden-Notdienst bieten. Darunter
auch die Spezialisten in der Siemensstraße 11 in
Dachau bei München, wo der NKWpartner exklusiv eine Sofortreparatur dokumentieren konnte.
Schnell und präzise
Nach der Anlieferung und einer gründlichen
Reinigung befundet ein Spezialist die defekte
Welle, indem er alle Komponenten (Bild 1) auf
Verschleiß und Schäden prüft und vermisst.
Anschließend presst er die defekten Teile aus
(2) und setzt neue Original-Ersatzteile ein (3).
Ist ein neuer Schweißzapfen notwendig, wird
dieser nach dem exakten Ausrichten auf der so
genannten Kombimaschine verpresst (4) und
prozessgesteuert verschweißt (5). Danach wird
die Welle an der Presse gerichtet (6) und – um einen optimalen Lauf und eine lange Lebensdauer
zu gewährleisten – nach Herstellervorschrift bei
den angegebenen Drehzahlen EDV-gestützt gewuchtet (7). Anschließend geht es in die Lackiererei, wo die Welle ihren Korrosionsschutz erhält
3
5
4
6
42
NKW partner 4/2010
Spitzentechnologie
vom Erstausrüster!
7
8
(8). Nach dem Trocknen und dem Aufbringen
des „OE-Quality“-Siegels geht die so „erneuerte“
Welle nach kaum zwei Stunden Bearbeitungszeit einbaufertig wieder an den Kunden zurück.
Die Dienstleistungen der Uni-Cardan ServiceCenter können alle Nkw-Betreiber nutzen. Mit
einigen Fahrzeugherstellern, darunter Daimler,
MAN und Volvo, unterhält GKN überdies Serviceverträge und übernimmt als OE-Servicepartner
den Austausch- und Reparaturservice der Wellen. Nach eigenem Bekunden ist GKN als einziges Unternehmen von diesen Fahrzeugherstellern zertifiziert und freigegeben. Klaus KussW
TruckPOWER
Rippenband
RBK
www.gknservice.com
Zwei Jahre Garantie „serienmäßig“
„Fahrwerks- und Lenkungsteile sind beim
Nutzfahrzeug größten Belastungen ausgesetzt“, weiß Mladan Cvijanovic, Leiter NKW bei
der Wulf Gaertner Autoparts AG. Das Hamburger Unternehmen hat sich unter anderem auf
die Entwicklung und Herstellung von Fahrwerks- und Lenkungsteilen sowohl für Pkw als
auch für Nutzfahrzeuge und Transporter spezialisiert. Die Ersatzteile gelangen unter dem
Markennamen „Meyle“ über den autorisierten
Teilefachhandel in den Aftermarkt.
Eine Besonderheit dabei ist, dass das Unternehmen eine zweijährige Garantie auf die qualitätsgeprüften Teile gewährt, unabhängig von
der erzielten Laufleistung. Über die Lenkungs-
und Fahrwerkkomponenten hinaus umfasst
das Nutzfahrzeug-Sortiment von „Meyle“ Unternehmensangaben zufolge auch noch die
Baugruppen Bremse, Druckluftanlage und
Kühlung sowie diverse Reparatursätze für eine
schnelle und fachgerechte Nfz-Instandsetzung. „Zudem stehen wir ständig im direkten
Dialog und Austausch mit dem Fachhandel,
Werkstätten und Speditionen und stehen bei
Problemlösungen beratend zur Seite – speziell
dann, wenn es schnell gehen muss“, berichtet
Nutzfahrzeugexperte Cvijanovic.
kk W
www.meyle.com
Keilriemen
MARATHON 2
Kraftband
KBX
Reparatursätze
KIT
Qualität mit Garantie: Der Hamburger Nfz-Teile-Spezialist Wulf Gaertner Autoparts gewährt zwei Jahre Garantie auf
die Ersatzteile seiner Marke „Meyle“ – unabhängig von der erzielten Fahrleistung.
Foto: Meyle
www.optibelt.com
Teilemarkt Auf die Dichtung kommt es an
Nicht nur das Filtermedium eines Luftfilters entscheidet über die Qualität eines Filterelements,
sondern auch die Dichtung, welche die Schnittstelle zwischen Filterelement und Luftfiltergehäuse bildet. „Die Dichtung zwischen Filterelement und Gehäuse muss elastisch, verpressbar,
hitzebeständig und reißfest sein“, erklären die
Filterexperten von Mann-Filter in Ludwigsburg.
Besondere Aufgaben erfordern spezielle Lösungen
Die Dichtung eines Luftfilterelementen besteht
üblicherweise meist aus Polyurethanschaum
(PUR) und muss hohe Anforderungen erfüllen,
damit die Schnittstelle zwischen Filterelement
und Luftfiltergehäuse dicht hält, so die Experten
weiter. Gefragt seien unter anderem eine hohe
Elastizität und zugleich eine hohe Temperaturbeständigkeit. Auch die Wahl der Dichtungskontur sei wichtig, denn sie entscheide darüber, ob
das Element mit dem Luftfiltergehäuse optimal
abdichtet und nicht etwa ungefilterte Ansaugluft daran vorbeistreichen kann. Um dies zu
verhindern, muss das Dichtungsprofil für jeden
Filter individuell auf das jeweilige Gehäuse abgestimmt werden. Treten im Motor überdies hohe
Temperaturen auf, wie dies etwa bei einer Niederdruck-Abgasrückführung der Fall sein kann,
kommt als Dichtungswerkstoff ein spezielles, bis
zu 150 °C hitzebeständiges Silikon zum Einsatz.
„Um die Vorgaben der Automobilhersteller umzusetzen“, erklären die Filterspezialisten.
Gefährlich: Schmutzpartikel in der Ansaugluft
Erfüllt ein Filter die Vorgaben des Fahrzeugherstellers bezüglich der Materialeigenschaften
oder des Profils nicht, kann dies gravierende
Folgen haben, warnen die Ludwigsburger Filterspezialisten. Ist beispielsweise die Dichtung zu
hart, lässt sich das Filterelement nur sehr schwer
einsetzen und das Luftfiltergehäuse kann sich
wegen der erhöhten Montagekräfte oder den
daraus resultierende Verspannungen im eingebauten Zustand verziehen.
Dies kann den Filterfachleuten zufolge dazu
führen, dass der Luftfilter nur sehr unzureichend
abdichtet und Schmutzteilchen das Filterelement umgehen können. Über kurz oder lang
können diese Schmutzpartikel nachgeschaltete
Bauteile beschädigen, beispielsweise den Luftmassenmesser, des Verdichterrad des Turbolader
und letztlich können auch Kolben und Zylinder
Schaden nehmen, so die Ludwigsburger weiter.
Die angesaugten Schmutzteilchen wirken
den Experten zufolge wie ein Sandstrahlgebläse. dessen „Beschuss“ sowohl das Verdichterrad
eines Turboladers stark deformieren als auch
den Luftmassenmesser treffen und dessen empfindliche Messzelle zerstören kann. „In einem
solchen Fall ist mit einer Fehlinterpretation der
angesaugten Luftmenge zu rechnen. Als Folge
verbrennt der Motor schlechter und verbraucht
mehr Kraftstoff. Im ungünstigsten Fall schaltet
die Motorsteuerung bei modernen Fahrzeugen
den Motor in den Notlaufmodus und reduziert
drastisch die Leistung“, wissen die Spezialisten
von Mann-Filter.
Auf Qualität achten
Beim Austausch des Luftfilterelements sollte der
Werkstattfachmann daher nicht nur darauf zu
achten, dass es sich um den für das betreffende Fahrzeug passenden Filter handelt, sondern
Dichtung und Wahrheit: Die Dichtung des Luftfilterelements erfüllt als Schnittstelle zwischen Filterelement und Filtergehäuse wichtige Aufgaben – und
bewahrt den Motor letztendlich vor einem unvorhergesehenen Schaden. Foto: Mann-Filter
auch die Rohluftseite des Luftfiltergehäuses
gründlich auszusaugen. Außerdem sollte er sich
beim Einsetzen des Filterelements vergewissern
dass dieses richtig ausgerichtet ist, was sich meist
an einer Markierung am Filter oder am Gehäuse
erkennen lässt. Vor allem aber sollte der Werkstattfachmann auf Produkte in Erstausrüstungsqualität achten, um den Motor vor erhöhtem
Verschleiß und Leistungsverlust zu bewahren,
empfehlen die Filterfachleute. kkW
www.mann-hummel.com
Vom Rennen auf die Straße
Perfekt fürs Rennen, gut für die Straße: Nutzfahrzeugteile-Spezialist PE nutzt den Renneinsatz zur
Erprobung und sponsert dazu seit 2008 ein FAI Truck
Race-Team.
Foto: PE
44
NKW partner 4/2010
Was perfekt ist fürs Rennen, ist auch gut für die
Straße, sagen die Nutzfahrzeug-Spezialisten bei
PE Original. Getreu diesem Motto fungiert der
Ennepetaler Nutzfahrzeugteile-Spezialist seit
2008 als Hauptsponsor für das belgische FIA European Truck Racing Team „BJP Racing“, dessen
Fahrer Jean-Pierre Blaise einen MAN pilotiert.
„Eine Partnerschaft, die sich von Anfang an bewährt hat, da sich hier Hochleistungsprodukte
mit Hochleistungssport verbinden“, sagt Thomas Lück, Leiter Marketing beim Traditionsunternehmen Hermann Peters und verantwortlich
für die Marke „PE“.
Beim Truck Racing wird dem Marketingexperten zufolge die Leistungsfähigkeit der Produkte
nicht nur unter Extrembedingungen erprobt,
sondern gleichzeitig auch anschaulich demonstriert. Denn entsprechend dem Reglement sind
beim Truck Racing nur Serienprodukte zugelas-
sen. Derzeit setzt das BJP Racing Team bei ihrem
MAN-Renntruck Bremsscheiben und -beläge sowie Bremsschläuche, Radmuttern, Kupplungszylinder, Membranzylinder und Luftbehälter
aus dem Produktsortiment von PE ein, wie sie in
identischer Qualität auch über den autorisierten
Teilehandel angeboten werden.
Doch in der FIA European Truck Racing Championship wird nicht nur der Europameister und
das beste Team ermittelt, sondern gleichzeitig
auch der „Sponsors Challenge Cup 2010“ ausgetragen. Das von PE gesponserte BJP-Racing
Team errang dabei den dritten Platz. Getreu dem
aktuelle PE-Slogan„Our parts in any truck“ fiebert
man Unternehmensangaben zufolge bereits der
Rennsaison 2010 entgegen. kk W
www.pe.de
Teilemarkt
Sicherheit zum Nachrüsten
Transporter und Wohnmobile sind häufig schwer
beladen unterwegs. Das Serienfahrwerk gelangt
dabei oft an seine Leistungsgrenze, was sich in
einem weichen und schwammigen Fahrverhalten äußert. Zudem steigen Seitenwindempfindlichkeit und Reifenverschleiß –und im Extremfall
kann sich sogar der Bremsweg verlängern.
Mit einer nachrüstbaren Zusatzluftfederung
lassen sich dem niederländischen Fahrwerksspezialisten MAD zufolge die nachteiligen Fahreigenschaften eines stark beladenen Serienfahrwerks auf einfache Weise wieder korrigieren: Der
erforderliche Restfederweg lässt sich mit einem
solchen System per Knopfdruck auf einfache
Weise herstellen, indem ein Kompressor bei Bedarf kontrolliert Luft in die Federbälge drückt.
Abstand halten: Mit
einer nachrüstbaren
Zusatzluftfederung
von MAD lassen sich per
Knopfdruck die Fahreigenschaften verbessern.
Im Bild ein Doppelfaltenbalgsystem. Foto: MAD
MAD bietet sowohl Nachrüstsysteme mit
Doppelfaltenbalg als auch mit Rollbalg und
dem so genannten Polybalg an. Der Renner im
Programm sei allerdings das Doppelbalgsystem,
das sich als Zusatzluftfeder oder als Vollluftfeder
(als Ersatz für die Serienfeder) einsetzen lässt.
Zielgruppe für das Doppelbalg-System sind laut
MAD Vertrieb Bense Nfz und Wohnmobile bis
fünf Tonnen. Das Rollbalgsystem dagegen ist bei
dieser Klientel als Zusatzfederung bei beengten
Platzverhältnissen gedacht. Der Polybalg indes
wird bei leichten Nfz und Geländewagen als Zusatzfeder in die offene Hauptfeder verbaut und
soll ein Durchschlagen verhindern. kkW
www.mad-vertrieb.de
Leichter rollen, mehr laden
Mit dem „Eco Wheel“ präsentierte Trailerspezialist BPW Bergische Achsen KG auf der IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover erstmals ein eigenes
Aluminium-Schmiederad. Entwickelt wurde es
zusammen mit den Felgenexperten der Otto
Fuchs KG, die auch die Produktion übernimmt.
Charakteristisch für das Eco Wheel, das im Vergleich zu einem herkömmlichen Stahlrad rund 50
Prozent leichter sein soll, ist das markante SichelDesign. Unternehmensangaben zufolge soll das
neu Rad aufgrund der speziellen Werkstoffeigenschaften nicht nur leicht, sondern vor allem
auch robust sein. Bei einem Dreiachs-Auflieger
soll das Leichtmetallrad eine Gewichtsersparnis
von bis zu 120 Kilogramm bringen. „Durch die
erhöhte Zuladungsmöglichkeit amortisiert sich
das Eco Wheel in kurzer Zeit“, verspricht BPW.
Zudem weisen Leichtmetallräder ein geringeres
Massenträgheitsmoment beim Beschleunigen
und Bremsen sowie einen geringen Rollwiderstand auf, was den Experten von BPW zufolge
zudem Kraftstoff sparen hilft. Außerdem leite
der Alu-Werkstoff die Brems- und Reifenwärme
schneller ab, was sowohl die Laufleistung der
Reifen als auch die Standzeit der Bremsscheiben
und -beläge verlängern soll.
Das Eco Wheel ist in einer gebürsteten und
einer polierten Variante erhältlich und soll sich
leicht reinigen lassen. Obwohl es kine weitere
Oberflächenbehandlung gibt, soll das Rad laut
BPW uneingeschränkt wintertauglich sein und
seine glänzende Optik lange erhalten. Ab Januar
2011 soll das in allen gängigen Größen erhältliche Eco Wheel lieferbar sein. kkW
www.bpw.de
Leicht und glänzend: Das geschmiedete Alu-Rad „Eco
Wheel“ von BPW sieht nicht nur edel aus, sondern ist
um rund 50 Prozent leichter als ein vergleichbares
Stahlrad.
Foto: BPW
Diagnosekoffer
für HarnstoffEinspritzsysteme
Um die strengen Vorgaben der Euro 5-Abgasnorm zu erfüllen, setzen einige Nutzfahrzeughersteller ein Harnstoff-Einspritzsystem bei ihren
schweren Fahrzeugen ein. Um dessen einwandfreie Funktion zu gewährleisten, ist das System
beim Service in vorgeschriebenen Intervallen zu
prüfen und zu warten. Dabei ist unter anderem
die Fördermenge des Systems zu ermitteln, um
sicherzustellen, dass die vorgeschriebene Menge des Harnstoff-Wassergemischs vor dem SCRKat in den Abgasstrom gespritzt wird. Nur dann
läuft der chemische Prozess, bei sich die giftigen
Stickoxide im Abgas in unschädlichen Stickstoff
und Wasser verwandeln, korrekt ab.
Um Harnstoff-Einspritzsysteme fachgerecht
warten und prüfen zu können, ist spezielles
Equipment nötig. Der schwäbische Spezialist für
Dieselprüfsysteme Lehnert-Tools bietet hierfür
einen speziellen Prüfkoffer an, der alles Notwendige enthält, um etwa die Fördermenge des Dosiermoduls zu prüfen. Dazu gehören unter anderem Adapterschläuche, Verlängerungskabel,
ein Messbecher inklusive Waage sowie diverses
Haltezubehör. Außerdem enthält der Systemkoffer ein spezielles Öltest-Papier, mit dem sich
ermitteln lässt, ob sich etwa Dieselkraftstoff oder
Öl im Harnstoffsystem befinden.
Darüber hinaus empfiehlt Lehnert-Tools ein
Refraktometer, um die Harnstoffqualität zu prüfen. „Mit der Zeit zersetzt sich die Harnstofflösung, wobei insbesondere der Wasseranteil
sinkt. Um schwere Schäden am Harnstoffsystem
zu vermeiden und eine einwandfreie Funktion zu
gewährleisten, muss die Harnstoffqualität beim
Service geprüft werden“, erklärt Tobias Lehnert,
Geschäftsführer von Lehnert-Tools.
Neben universellen Prüfkoffern bietet der
Dieselspezialist auch herstellerspezifische Varianten an, etwa für Iveco. kk W
www.lehnert-tools.com
Harnstoff-Tester: Mit
dem Systemkoffer von
Lehnert-Tools lässt
sich die Funktion
von HarnstoffEinspritz­
systemen
beim
Service
prüfen.
Foto:
LehnertTools
NKW partner 4/2010
45
Nkw-Markt Austria Staatspreis für
Unternehmensqualität
„Die neue GVO gilt für alle Fahrzeuge mit mehr als 3 Rädern, also für Pkw und Nkw.“ Ing. Wolfgang Dytrich, Obmann der
Wiener Berufsgruppe Teilehandel (Mitte), mit Ing. Mag. Bernhard Dworak, Obmann des österreichischen Verbands der
freien Teilehändler (VFT), und Generalsekretär Gerald Vondracek bei einem Gespräch mit Kfz-Fachleuten. Foto: Lischka
Teil(e)erfolg durch die GVO
Durch die neue GVO haben sich für den freien
Teilehandel und für Endkonsumenten enorme
Chancen aufgetan. Ing. Wolfgang Dytrich, Obmann der Wiener Berufsgruppe Teilehandel,
möchte die Chancen daraus einer möglichst
breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Dytrich
führt, wenn es um die Möglichkeiten der neuen GVO geht, gerne das Beispiel seiner Tochter
an. Sie wurde von ihrem Markenhändler aufgefordert, ihren neuen Wagen zum Service zu
bringen. Vater Dytrich riet ihr, die Kosten sowohl
beim Markenhändler aus auch bei einer freien
Werkstatt schätzen zu lassen. „Beim freien Händler war der Betrag nur halb so hoch!“, berichtete
Dytrich kürzlich vor freien Kfz-Fachleuten. „Sie
als freie Werkstatt können jetzt servicieren und
reparieren, ohne dass der Wagen seinen Garantieanspruch verliert“, versicherte Dytrich den
Anwesenden.
„Right to Repair“-Kampagne gestartet
Der „Großhandel mit Autoersatzteilen und Serviceeinrichtungen“ hat deshalb vor kurzem eine
Kampagne gestartet, um die Botschaft weithin
hörbar und glaubhaft zu machen. Dazu gehört
unter anderem die Broschüre „Right to Repair“, in
der es eindeutig heißt: „Nicht der Hersteller trifft
die Entscheidung, wohin der Konsument sein
Auto zu Service und Reparatur bringen soll, sondern der Konsument selbst entscheidet über die
Werkstatt seines Vertrauens.“
Auf Grund der neuen GVO ist der Hersteller
verpflichtet, nicht nur die Zugangsinformationen zu Wartung und Reparatur des Wagens
bekannt zu geben, sondern auch den Zugang
zu allen Ersatzteilen – auch jenen die bisher gesperrt waren – zu ermöglichen. „Dadurch sind
wir nun Voll-Sortimenter“, erklärt Dytrich. Mehr
noch: Die Werkstatt sei nicht mehr verpflichtet,
nur die vom Autohersteller angebotenen Ersatzteile zu verbauen, solange die Garantie eines Autos läuft. „Das ist gestorben“, sagte Dytrich.
Die Werkstatt kann dem Obmann der Teilehändler zufolge genauso gut selbst am freien
Teilemarkt zugreifen, wo sie die Ersatzteile sowieso meist kostengünstiger beziehen könne.
Das gelte sowohl für den Pkw als auch für das
Nfz. „Die neue GVO gilt nämlich für alle Fahrzeuge mit mehr als drei Rädern“, erklärte Dytrich.
46
NKW partner 4/2010
Dem Original entsprechende Qualität
Bei den Originalersatzteilen handelt es sich ohnehin meist um Teile der Zulieferer für den Fahrzeughersteller. Die Werkstatt ist laut GVO lediglich verpflichtet, ein Ersatzteil mit der erforderlichen Qualität einzubauen. „Die GVO hält sogar
fest, dass bei Streitfällen der Fahrzeughersteller
den Beweis erbringen muss, dass die Werkstatt
ein Ersatzteil verbaut hat, das nicht den Anforderungen entspricht“, so Dytrich. Der einzige
Unterschied: Auf dem Ersatzteil prange nur das
Logo des Teileherstellers und nicht zusätzlich
auch noch das des Fahrzeugherstellers.
GVO nur für den Servicebereich
Nicht nur Kfz-Fachleute stellen sich die Frage
„Warum überhaupt eine neue GVO nur für den
Servicebereich?“ Der Grund für die neue GVO-Regelung sind die gestiegenen Kosten für Service
und Reparatur der Autos. „Die EU hat festgestellt,
dass die alte GVO im Wettbewerb beim Kauf von
Neuwagen funktioniert“, erklärte Dytrich.
Nicht funktioniert habe sie dagegen bei den
Servicekosten, so der Branchenexperte. „Laut
einer Studie sind die Kilometerleistungen gesunken, die Haltbarkeit der Teile ist jedoch gestiegen und die Serviceintervalle sind gestreckt
worden. Man könnte annehmen, dass Service
und Reparatur dadurch billiger geworden sind.
Aber das Gegenteil war der Fall: Die Kosten sind
gestiegen“, bemängelte Dytrich.
Geringe Marge beim Neuwagen-Verkauf
Dafür, dass der Autofahrer mehr bezahlen müsse, sei wiederum die geringe Marge beim Neuwagenverkauf schuld. Die meisten Autohäuser
könnten sich nur noch über ihre Werkstatt und
zusätzliche Verkäufe wie etwa Versicherungen,
Serviceleistungen und Gebrauchtwagengeschäfte am Leben erhalten. „Es geht auf die
Dauer nicht, dass gebundene Werkstätten gewisssermaßen mit einer „Umwegrentabilität“
über die Ersatzteile die Existenz ihrer Betriebe
absichern“, sagte Dytrich. Sein Vorschlag: „Es
spricht nichts mehr dagegen, dass auch die
gebundenen Werkstätten Ersatzteile am freien
Markt einkaufen und auf diese Art ihren Kunden
ebenfalls eine interessante Wahlmöglichkeit bieten können.“
Lutz LischkaW
Vor kurzem wurde das Halleiner Werk der Robert Bosch AG mit dem österreichischen Staatspreis für Unternehmensqualität ausgezeichnet.
Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner
überreichte den Preis bei der „15. Quality Austria
Winners Conference“ in Wien. Die Veranstaltung
stand unter dem Motto „Mit Unternehmensqualität in die Zukunft“.
Der Preis ist eine Auszeichnung für exzellentes Arbeiten und konsequente Weiterentwicklung eines Unternehmens und wird seit 1996
vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie
und Jugend zusammen mit der Quality Austria
Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs
GmbH vergeben. Basis für die Bewertung ist
das Management-Modell der europäischen Gesellschaft für Qualitätsmanagement in Brüssel
(EFQM). „Es ist der einzige Preis, den man nicht
gewinnen kann, sondern den man sich erarbeitet“, betonte Konrad Scheiber, Geschäftsführer
der Quality Austria.
Seit 2006 richtet der Bosch-Standort Hallein
sein Handeln am EFQM-Modell aus. Triebfeder
sei ein nachhaltiges Wirtschaften im Hinblick auf
Kunden, Mitarbeiter, Gesellschaft und Betriebsergebnisse gleichermaßen. Ein wesentlicher
Bestandteil ist Unternehmensangaben zufolge
das Bosch Production System (BPS), das für eine
ganzheitliche Betrachtung bei der Gestaltung
schlanker Produktions- und Logistikprozesse
steht. „Stabil und schlank gestaltete Prozesse
und Wertströme vermeiden konsequent die
Verschwendung von Ressourcen“, so ein Unternehmenssprecher. Das Werk Hallein beschäftigt
rund 1.100 Mitarbeiter, darunter rund 50 Lehrlinge, und zählt zu den führenden Anbietern von
Diesel-Einspritzsystemen für Pkw und Nkw. LLW
www.bosch.at
Diplom-Kaufmann Ernest Fiedler (li.), kaufmännischer
Werkleiter bei Bosch in Hallein, und Ing. Sebastian
Rettenbacher, technischer Werkleiter (re.), nahmen den
Staatspreis von Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner entgegen. Foto: Bosch/ Rauchenberger
Emissionsfrei und auf leisen Sohlen: Im Heimatland
Frankreich gehört der Elektro-Transporter Goupil3 zu
den Marktführern in seiner Klasse. Mit Hilfe von rund
20 Aufbauvarianten lässt er sich vielen Einsatzzwecken
anpassen. Je nach Batteriekapazität transportiert er
Lasten bis zu 700 kg bis zu 100 km weit.
Nkw-Markt Austria
Innovationstreiber: Die EschTechnik Maschinenhandels
GmbH hat den Generalvertrieb
des G3 für Österreich übernommen und will mit Testfahrmöglichkeiten potentiellen
Interessenten die Vorteile des
elektrischen Nutzfahrzeugs
näherbringen.
Fotos: JMM
Kleine Schritte:
Kompakter Elektro-Transporter im Praxistest
Es gibt sie bereits – Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb. Manche von ihnen erfüllen nicht ihre ganz speziellen Aufgaben ohne
Einschränkungen, sondern können dies sogar besser als vergleichbare konventionelle Fahrzeuge.
Eines dieser „elektrischen Wunderkinder“ ist der aus Frankreich stammende Goupil 3.
Das Thema Elektromobilität ist derzeit in aller Munde. In der Nkw-Branche
wird man sich diesem Thema jedoch in kleinen Schritten nähern müssen.
Allerdings besitzt diese noch etwas ungewohnte Antriebsform einen besonderen Charme für spezielle Nischen, wo sie aufgrund der besonderen Anforderungen konventionellen Motoren vorzuziehen ist und wo die
momentan noch vorhandenen Einschränkungen nicht so schwer wiegen. Bei näherer Betrachtung können diese Aufgaben erstaunlich weit
gefächert sein, wie die große Anzahl an Aufbauten demonstriert, die für
den Goupil G3 ab Werk lieferbar ist.
lichkeiten für den Goupil G3 gibt es damit genügend, und bei vielen von
ihnen ist die Emissionsfreiheit nicht nur ein ökologischer Zusatznutzen,
sondern eine Notwendigkeit. Die Elektromobilität funktioniert in diesem
– zugegebenermaßen – recht kleinen Fahrzeugsegment bereits einwandfrei. Auch in Bezug auf den Kaufpreis: Rund 18.000,- Euro kostet der von uns
gefahrene Pritschenwagen. „Im Vergleich zum elektrischen Mitbewerb ist
dies fast ein Sonderangebot“, sagen die Spezialisten bei Esch-Technik in
St. Veit/Glan. JMM W
www.esch-technik.at
Leise und emissionsfrei
Goupil? Vielen ist dieser Markenname kein Begriff. Zu Unrecht, denn bei
den Elektrofahrzeugen zählt die 1996 gegründete, französische Firma
zu den etabliertesten Herstellern am Markt. In Frankreich hat Goupil bereits erstaunlich viele Fahrzeugen verkauft und auch einige europäische
Städte wie Amsterdam und Malmö mit dem kleinen Elektro-Transporter
beliefert. Seit rund einem Jahr ist Goupil auch in Österreich vertreten:
Den Generalvertrieb hat die Esch-Technik Maschinenhandels GmbH
(www.esch-technik.at) übernommen und betreibt das neue Betätigungsfeld mit großem Engagement. Was den Goupil G3 auszeichnet,
ist, dass er von Beginn an als „reines“ Elektrofahrzeug geplant war. Demzufolge wurde alles perfekt auf den E-Motor und seine technischen Eigenheiten abgestimmt. Die langjährige Erfahrung des Herstellers zeigt
sich beispielsweise in den verbauten Blei-Traktionsbatterien, die nicht
nur zuverlässig, sondern vor allem auch kostengünstiger als LithiumIonen-Batterien sind, was sich in einem konkurrenzfähigen Verkaufspreis
niederschlägt.
Abgesehen vom emissionsfreien und nahezu lautlosen Betrieb ist es
das sofort zur Verfügung stehende Drehmoment, das den 3,22 m langen und nur 1,10 m breiten Goupil erstaunliche Fähigkeiten verleiht. Je
nach verbauter Batterie kann der G3 bis zu 700 kg transportieren, die
Anhängelast auf öffentlichen Straßen beträgt 250 kg. Beim Druck auf das
„Gaspedal“ reagiert der Goupil flink und erreicht in kürzester Zeit seine
Spitze von 40 km/h und auf Wunsch erklimmt er auch steile Rampen. Besonders wohl fühlt er sich dort, wo hart gearbeitet wird und beim Einsatz
konventioneller Fahrzeuge anfallende Lärm- und Schadstoffemissionen
besonders unangenehm wären, etwa in Fußgängerzonen, Krankenhausarealen, Fabrikhallen oder Friedhöfen.
Vielfältig und variabel
Wählen kann man beim G3 nicht nur zwischen fünf verschiedenen Batteriekapazitäten von 180 bis 400 Ah, aus denen sich Reichweiten zwischen
60 und 100 Kilometern ergeben, sondern auch aus rund 20 Aufbauten,
vom Pritschenwagen über Kastenwagen, Kipper, Müllfahrzeug bis zum
Kühlwagen. Überdies kann eine elektrische Bewässerungseinheit oder
ein Hochdruckreiniger bereits ab Werk dazu bestellt werden. Einsatzmög-
NKW partner 4/2010
47
Nkw-Markt Austria Länger
saubere Luft
Kontrollorgan: Das „ecoPLUS“ von Tom Tom soll Fuhrparkmanagern helfen, den Kraftstoffverbrauch und die Kilometerleistungen zu minimieren. Foto: Tom Tom
Den Fuhrpark
unter Kontrolle
Mit dem „ecoPLUS“ hat Navigationsspezialist
Tom Tom seit kurzem ein System im Programm,
welches Unternehmen eine kostengünstige
und skalierbare Möglichkeit bieten soll, um zuverlässige auf Daten ihres Fuhrparks zuzugreifen, etwa um die Kraftstoffkosten und den CO2Ausstoß zu reduzieren. Flottenmanager können
mit dem neuartigen Gerät laut Tom Tom die
entsprechenden Daten messen und bewerten,
um daraus entsprechend optimierende Prozesse einzuleiten.
Das ecoPLUS-Modul soll sich innerhalb weniger Minuten installieren lassen und erfasst
anschließend über die OBD II-Schnittstelle des
Fahrzeugs die verfügbaren Informationen über
Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen, Drehzahl,
Schaltverhalten und Stillstandzeiten mit laufendem Motor und sendet diese über Bluetooth
zu dem im Fahrzeug installierten „Tom Tom Link
300/310“. Dieses wiederum leitet die Daten direkt an den Flottenmanager weiter, der die Fahrt
via „Webfleet“ kontrollieren kann.
Laut Tom Tom ist ecoPLUS ein Teil der „Worksmart-Eco“-Lösung, die Flottenbetreiber beim
nachhaltigen und umweltfreundlicheren Einsatz
ihrer Fahrzeuge unterstützen und helfen soll, Kilometerleistungen und Kraftstoffverbräuche zu
reduzieren. Unternehmensangaben zufolge ist
das ecoPLUS-System im vierten Quartal 2010
über autorisierte Vertriebspartner von Tom Tom
Business Solutions erhältlich.
LLW
www.tomtom.com
Innenraumluftfilter müssen viel leisten – insbesondere bei Fahrzeugen mit hoher Laufleistung und beim Betrieb in besonders belasteten
Umgebungen. Um den Innenraumluftfilter zu
schützen und dessen Standzeit auch bei widrigen Einsatzbedingungen zu gewährleisten,
wird den Filterspezialisten von Mahle zufolge ein
leistungsfähiger Grob- oder Vorfilter benötigt.
Dieser filtriert Grobpartikel heraus, welche den
Innenraumfilter schädigen können und stellt
damit sicher, dass die Filtereffizienz während
der maximalen Standzeit über die komplette Filterfläche erhalten bleibt. Treffen nämlich grobe
Partikel auf die in Zickzack-Form plissierte Oberfläche des Innenraumluftfilters, kann sich diese
frühzeitig zusetzen – bis zum Faltenbalgverschluss, der jeglichen Luftdurchsatz verhindert.
Vorgebaute Grobfilter verringern den Filterexperten von Mahle zufolge das Zusetzen auf der
Schmutzseite und sichern so die vorgesehenen
Wechselintervalle.
Die Grobfilter bestehen – je nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers – üblicherweise aus
Polyesterschäumen oder Vliesmatten. Polyesterschäume verfügen über gleichmäßige Poren,
Filterschutz: Grobfilter aus Vlies (hell) oder Polyesterschaum (dunkel) schützen den Innenraumluftfilter
vor groben Partikeln und verlängern dessen Standzeit.
Foto: Mahle
die durch ein besonderes thermophysikalisches
Verfahren hergestellt werden. Bei diesem werden die Schaumstoff-Zellmembranen in einem
mit Gas beladenen Druckbehälter nachträglich
entfernt, wodurch eine gleichmäßige offenzellige Gitterstruktur mit einem für Gase und Flüssigkeiten minimalen Durchströmungswiderstand
entsteht. LLW
www.mahle.com
Eine Million Denoxtronic-Systeme
aus Hallein
SCR-Systeme helfen, mit der Abgasnachbehandlung die immer strengeren Emissionsgrenzwerte
zu erfüllen. Einer der Spezialisten auf diesem Gebiet ist Bosch mit seinem AdBlue-Dosiersystem
„Denoxtronic“. Im österreichischen Werk Hallein
lief kürzlich das ein millionste System vom Band.
Produktionsstart war im Jahr 2004, seit 2009 ist
die dritte Generation auf dem Markt.
Den Entwicklern zufolge mindert die Denoxtronic in Kombination mit einem SCR-KatalysaMillionenseller: Kürzlich
lief bei Bosch in Hallein
das einmillionste AdBlueDosiersystem „Denoxtronic“
vom Band. Foto: Bosch
tor (Selective Catalytic Reduction) die NOx-Emissionen eines Nkw-Dieselmotors um bis zu 95
Prozent. „Dank der SCR-Abgasnachbehandlung
lässt sich der Motor zudem so auslegen, dass der
Kraftstoffverbrauch und damit die CO2 Emissionen um rund drei Prozent sinken“, erklären die
Halleiner Abgastechnikspezialisten. Beim SCRVerfahren spritzt das Dosiermodul der Denoxtronic eine exakt abgestimmte Menge AdBlue in
den Abgasstrom, wodurch Ammoniak entsteht,
der mit den Stickoxiden im SCR-Katalysator zu
harmlosem Stickstoff und Wasser reagiert.
Die Denoxtronic ging 2004 zunächst in
schweren Nutzfahrzeugen in Serie. Ab 2006 dosierte die zweite Generation das AdBlue dann
ohne aufwändige Druckluftunterstützung feinst
zerstäubt ins Abgas. Seit 2009 ist die aktuelle dritte Generation „Denoxtronic 2.2“ auf dem Markt
und wahlweise für 12- oder 24 Volt-Bordnetze
erhältlich. Sie wird im On- und Off-HighwaySegment verwendet. Für leichte Nfz und Pkw
hat Bosch seit 2008 eine abgewandelte Variante
im Portfolio. kkW
www.bosch.com
48
NKW partner 4/2010
Sechs Raststationen und acht Rastplätze mit insgesamt zirka 700 Lkw-Stellplätzen rund um Wien bilden das Zentrum des Stellplatz-Projekts der ASFINAG.
Foto: ASFINAG
LKW-Stellplatzinfo in Wien
Die österreichische Automobil und Schnellstraßenfinanzierungs AG (ASFINAG) setzt
seit Mitte Oktober ein neues Projekt um: Die
Lkw-Stellplatz-Information. Ziel ist es, den
Auslastungsgrad der im Großraum Wien verfügbaren Lkw-Stellflächen besser zu steuern
und die Stellplatz-Situation für Lkw-Fahrer
und Transporteure zu verbessern. Sechs Raststationen und acht Rastplätze rund um die
Bundeshauptstadt Wien mit insgesamt rund
700 Lkw-Stellplätzen bilden das Zentrum des
Stellplatz-Projekts.
Schwergewichtige
Gründe für Textar.
Bereits in den letzten Jahren wurde die
Zahl der in Österreichs Straßennetz verfügbaren Lkw-Stellflächen um ein Vielfaches erhöht.
Mit Ende 2010 sollen im gesamten Autobahnund Schnellstraßennetz rund 4.500 Lkw-Stellplätze zur Verfügung stehen. Lage, Öffnungszeiten und Infrastruktur-Ausstattung sind bereits seit Beginn des Rastplatz-Konzeptes auf
der Webseite der ASFINAG zu finden. LL W
Textar nimmt schwere Herausforderungen leicht. Denn auf der Basis
leistungsstarker Bremstechnologien
und Nfz-relevanten Know-hows
bremsen Textar Bremsbeläge auch
dort spielend, wo Schwerkraft besonders mächtig wirkt. Mit umfassender
Erfahrung seit 1913, erstklassigen
Produktlösungen und einer Marktabdeckung von 99 % des europäischen
Nfz-Bestandes ist Textar selbst nicht
zu stoppen.
www.asfinag.at
Der Countdown läuft
Nur noch wenige Wochen und die AutoZum,
Österreichs Fachmesse für die Kfz-Branche,
öffnet im Messezentrum Salzburg ihre Pforten. Vom 12. bis 15.Jänner 2011 dreht sich
dann das Interesse der Fachbesucher rund
um Kfz-Ersatzteile, Zubehör, Reifen, Felgen,
Styling, Tuning, Autowerkstatteinrichtung,
chemische Erzeugnisse, Tankstellenausstattungen und EDV-Branchenlösungen.
Die im Zweijahres-Rhythmus von Reed Exhibitions Messe Salzburg veranstaltete „Internationale Fachmesse für Autowerkstatt- und
Tankstellenausstattung, Kfz-Ersatzteile und
-Zubehör, chemische Erzeugnisse und Umwelttechnik“ gilt seit mehr als drei Jahrzehnten als bedeutende Branchenleitmesse und
ist weit über die Grenzen Österreichs hinweg
bekannt. Gleichzeitig ist sie Signalgeber und
Konjunkturbarometer zu Beginn des Kalenderjahres. „Mit ihrem aktuellen Angebot sitzt
sie direkt am Puls der Kfz-Branche und bereitet
somit den idealen Boden, um für die Marktentwicklung der nächsten zwei Jahre gerüstet
zu sein“, beschreibt Dir. Johann Jungreithmair,
CEO von Reed Exhibitions Messe Salzburg,
den hohen Stellenwert der AutoZum im Donau-Alpen-Adria-Raum.
Zusätzlich zum bewährten Produktund Dienstleistungsangebot weitet die
AutoZum 2011 ihre Kompetenz diesmal weiter in Richtung Nutzfahrzeugteile und -reparatur aus. „Wir konnten einige neue Aussteller
gewinnen, die gute Chancen für Neukontakte sehen“, berichtet Messeleiter Ing. Andreas
Wetzer. Wetzer ist mit der derzeitigen Buchungslage „sehr zufrieden“ und rechnet mit
einem ähnlichen Niveau wie vor zwei Jahren,
wo 328 Direktaussteller plus 145 Vertretungen
aus zwölf Ländern insgesamt rund 24.000
Fachbesucher mobilisierten. kk W
www.autozum.at
Neue Kompetenz: Die
AutoZum 2011 weitet
ihr Produkt- und Dienstleistungsspektrum in
Richtung Nutzfahrzeugteile und -reparatur aus.
Foto: AutoZum
www.textar.com
TMD Friction Services GmbH
Schlebuscher Str. 99 / 51381 Leverkusen
Tel.: +49 2171 703-0 / Fax: +49 2171 703-388
Textar is a registered trademark of TMD Friction.
Messe-Spezial Leitmesse der Mobilität: Knapp 250.000 Besucher informierten sich auf der 63. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover über die Trends der wieder aufstrebenden Nutzfahrzeugbranche. Neben Hybridfahrzeugen lockten vor allem verbrauchsoptimierte Studien wie die im Windkanal auf geringsten Luftwiderstand getrimmte „Concept S“ von MAN die Fachbesucher an.
Fotos: Kuss
Messe-Splitter
Mit der Automechanika und der IAA Nutzfahrzeuge öffneten 2010 gleich zwei Leitmessen der Branche ihre Pforten.
Nicht nur die Veranstalter und Aussteller waren gespannt, in welche Richtung das Branchen-Barometer nach dem Krisenjahr
ausschlagen würde. Die NKWpartner-Redaktion hat beide Messen besucht und interessante Highlights für Sie herausgepickt.
Liest man die offiziellen Schlussberichte der
21. Automechanika (14. bis 19. September 2010
in Frankfurt) sowie der 63. IAA Nutzfahrzeuge
(23. bis 30. September 2010 in Hannover), könnte fast man den Eindruck gewinnen, „die Krise“
hat nie stattgefunden. Denn sowohl die Verantwortlichen der Automechanika 2010 sprechen
von einem Besucherrekord und fühlen sich damit irgendwie für den merkbaren Aufschwung
mit verantwortlich. Aber auch die Verantwortlichen der IAA Nutzfahrzeuge, nach deren
Selbsteinschätzung „die Messe der Entscheider“, sehen ihre Erwartungen nach eigenem
Bekunden übertroffen. Während der Frankfurt
Messeveranstalter von einem „Rekord der Besuchernationen“ spricht, wissen die Hannoveraner
Messeausrichter von einer neuen „Rekordmarke
bei den Weltpremieren“ zu berichten.
50
NKW partner 4/2010
Besucherrekord in Frankfurt ...
„155.00 Fachbesucher aus 180 Ländern kamen
an den sechs Messetagen auf die internationale Leitmesse der Automobilwirtschaft. Das
ist ein absoluter Rekord. Noch nie waren Besucher aus so vielen verschiedenen Nationen
hier in Frankfurt. Gemeinsam mit der Branche
verbuchen wir die diesjährige Automechanika als vollen Erfolg“, betonte Detlef Braun,
Geschäftsführer der Messe Frankfurt, in einer
Pressemitteilung. 4.486 Aussteller aus 76 Nationen hätten eindrucksvoll bewiesen, dass die Automobilbranche vor einem neuen Aufschwung
stehe, so Braun weiter. Die Messe habe damit
ihre Funktion als größte Messe der Automobilwirtschaft erneut unter Beweis gestellt.
Von einer positiven Entwicklung berichten
auch die großen Branchenverbände. „Nach der
Finanz- und Wirtschaftskrise mit ihren negativen
Auswirkungen auf die Automobilbranche hat
die 21. Automechanika positive Zeichen des Aufbruchs gesetzt“, resümiert Robert Rademacher,
Präsident des Zentralverbands des Deutschen
Kraftfahrzeuggewerbes e.V. (ZDK). Die Stimmung im Kfz-Gewerbe habe sich deutlich verbessert und die Qualität der Geschäfte wachse
wieder, wenn auch die Quantität noch zulegen
könnte, so Rademacher weiter. Auch für Klaus
Burger, Präsident des Bundesverbands der Hersteller und Importeure von Automobil-Service
Ausrüstungen e.V. (ASA), hat die Automechanika 2010 die Erwartungen der Werkstattausrüster
weit übertroffen. Die hohe Nachfrage nach innovativer Werkstattausrüstung und zahlreiche
Bestellungen aus dem In- und Ausland zeigten,
dass in der Kfz-Branche wieder investiert werde.
... und Premierenrekord in Hannover
„Die 63. IAA Nutzfahrzeuge hat unsere Erwartungen übertroffen. Mit 1.751 Ausstellern aus
43 Ländern ist sie die IAA mit der zweithöchsten Ausstellerzahl. Mit der neuen Rekordmarke
von 272 Weltpremieren hat sie ihre Position als
weltweit wichtigste Leitmesse für Mobilität,
Logistik und Transport weiter ausgebaut und
damit markiert einen Wendepunkt: Die Nutzfahrzeugmärkte ziehen weltweit nach oben“,
erklärte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf der
Abschluss-Pressekonferenz in Hannover.
Das Ziel von deutlich mehr als 200.000 Besuchern habe man laut Wissmann erreicht: Mit
rund 250.000 Besuchern liegt die 63. IAA etwa
im Durchschnitt der vergangenen IAA in diesem
Jahrzehnt – wenn man die Rekord-IAA 2008, die
am Höhepunkt eines fünfjährigen Booms stattfand, einmal ausklammerte.
Die Nutzfahrzeugbranche im Aufwind
Die Nutzfahrzeugbranche spüre den Rückenwind der Konjunktur und fahre als Schlüsselbranche mit hohem Drehmoment aus der Krise
heraus, so Wissmann weiter. Produktion, Export
und Neuzulassungen stiegen, wenn auch nach
dem Krisenjahr 2009 von einer geringeren Ausgangsbasis aus. „Diese IAA war die Messe der
Entscheider. Zahlreiche Kaufabschlüsse wurden
unterzeichnet, neue Aufträge erteilt. Die Leitmesse fand damit zum richtigen Zeitpunkt statt
– wir haben in Hannover den Rückenwind der
anziehenden Konjunktur gespürt“, resümierte
Wissmann.
Leitmesse der Automobilwirtschaft: Rund 155.00 Fachbesucher aus 180 Ländern zog es auf die 21. Automechanika
nach Frankfurt, um sich hautnah über Neuheiten und
Neuigkeiten der Teile- und Zubehörindustrie, Zulieferer
und Werkstattausrüster zu informieren.
„Auf den Ständen war zu spüren: Die
Unternehmen sind wieder zuversichtlich.
Sie sind durch einen konjunkturellen Hurrikan gegangen und haben standgehalten“,
beschrieb Wissmann die Stimmung auf der
Messe. Nach einer solchen Erfahrung sei für
Euphorie kein Platz, es werde noch einige Zeit
dauern, bis alte Höchststände beim Absatz
und Export wieder erreicht seien. „Aber der
Weg zeigt nach oben, das Vertrauen wächst
und die Marktprognosen geben allen Anlass
zur Zuversicht“, sagte Wissmann.
Positiv bewerteten die Aussteller dem Veranstalter zufolge die hohe Qualität der Besucher:
An den Wochentagen lag der Fachbesucheranteil einer Umfrage zufolge bei 93 Prozent.
Jeder dritte davon sei in der Automobilindustrie beschäftigt, jeder vierte komme aus dem
Gütertransportgewerbe. Drei von vier Fachbesuchern bezeichneten sich selbst als Entscheider, bei den ausländischen Gästen lag die
Quote mit 86 Prozent sogar noch höher. Einen
wichtigen Frühindikator für den Aufschwung
sehen die Messeveranstalter darin, dass mehr
als jeder zweite Fachbesucher (56 Prozent) bei
der Befragung angab, dass sein Unternehmen
in den nächsten sechs bis zwölf Monaten Investitionen plane.
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Details, die das Autofahren
komfortabel, wirtschaftlich
und sicher machen.
Nutzfahrzeuge als technologische Trendsetter
Die 63. IAA Nutzfahrzeuge habe außerdem
gezeigt, dass Nutzfahrzeuge technologische
Trendsetter und führend in der Umwelttechnologie seien, so der VDA-Präsident. Bei
Transportern und Bussen gehe es klar in Richtung alternative Antriebe: Hybrid, Elektro,
Brennstoffzelle. Bei schweren Lkw dagegen
stünde die weitere Optimierung der CleanDiesel-Motoren im Fokus, um diese noch
sauberer und sparsamer zu machen. Zudem
wurde in Hannover deutlich, dass Hersteller
und Zulieferer die Aerodynamik der Nutzfahrzeuge immer weiter verbessern. „Mit großen
Potenzialen zur Verbrauchsreduzierung“, so
Wissmann.
Zahlreiche Innovationen der Zulieferer
sowie der Anhänger- und Aufbautenhersteller führten in Summe zu einer „weiteren
Effizienzsteigerung des Nutzfahrzeugs“ und
damit zu geringeren CO2-Emissionen, so
Wissmann. Darüber hinaus waren aktive Sicherheit und Fahrerassistenzsysteme dominierende Themen auf der IAA.
Es geht weiter
Doch nach der Messe ist vor der Messe: Die
64. IAA Nutzfahrzeuge findet vom 20. bis 27.
September 2012 in Hannover statt, in Frankfurt dagegen öffnet bereits im nächsten Jahr,
von 15. bis 25. September 2011, die 64. IAAPkw ihre Pforten. Die nächste Automechanika Frankfurt findet dann wieder vom 18. bis
23. September 2012 statt.
Klaus Kuss■
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Messe-Spezial “Technik live!“ hieß das Motto auf dem stets gut besuchten Praxisstand in Halle 9. Die Technikspezialisten von Schaeffler
Automotive Aftermarket mit ihren Marken Luk, INA; FAG und Ruville sowie der Kooperationspartner Gedore, Klann, ATE und
VDO zeigten den Fachbesuchern in zahlreichen Praxisvorführungen das Neueste aus der Werkstattpraxis.
Reifenservicegeräte und
Hebebühnen standen
beim Werkstattausrüster
ATH Heinl im Messefokus.
Im Bild die aktuelle Version des Reifenmontiermaschine „ATH 7256“, mit der
sich selbst 57-Zoll große
Räder noch problemlos
montieren lassen sollen.
Thermomanagement-Spezialist Behr Hella
Service informierte über Motorkühlungs- und
Ladeluftkühlsysteme. An interaktiven Informationsterminals konnten die Fachbesucher ihr
Wissen erweitern – oder die Experten im VierAugen-Gespräch „löchern“.
Vielbestaunt auf dem riesigen Automechanika-Messestand wurde das neue Diagnosesystem „KTS Truck“ von
Bosch. Neben einer PC-Version ist auch eine High-EndLösung zu haben: „KTS Truck 800“ mit einem Tablet-PC als
„Diagnostic Control Unit“ (im Bild). Über die neuartige
DCU lassen sich auch andere Bosch-Systeme steuern.
Herzstück der Truck-Diagnose ist eine speziell dafür entwickelte Software Esitronic für Truck. Das Softwarepaket
deckt die gängigsten europäischen Transporter, Lkw, Anhänger und Busse ab und enthält neben der SteuergeräteDiagnose auch technische Informationen wie Schaltpläne
sowie Serviceanweisungen des Kooperationspartners ZF.
Riementriebspezialist
Dayco präsentierte ein
erweitertes Programm
für Nutzfahrzeuge. Neu
im Sortiment sind unter
anderem hochwertige
Kühlmittelpumpen aus
europäischer Herstellung.
Eine aktuelle Übersicht
bietet der Katalog 2011,
der ebenfalls zu den
Automechanika-Highlights gehörte.
Der neu entwickelte Bremsbelag der Marke „Jurid“ für
die Erstausrüstung des neuen Actros von Mercedes-Benz
stand bei Honeywell im Mittelpunkt. Eine neuartige
Rückenplatte aus Stahlguss sowie ein verbessertes Belagdesign sollen Gewicht sparen und eine bessere Wärmeleitfähigkeit ergeben. Der Belag soll in identischer Qualität
auch in den Aftermarkt kommen.
„Heavy“ nennt Batteriespezialist
Exide sein neu aufgelegtes
Batterieprogramm speziell für
Nutzfahrzeuge. Mit vier verschiedenen Modellen (rechts) lassen
sich die jeweiligen „EnergieBedürfnisse“ anwender- und
fahrzeugspezifisch abdecken.
Eine piktogrammgeführte Auswahlhilfe erleichtert die Suche
nach der passenden Batterie.
52
NKW partner 4/2010
Messe-Spezial
Mit dem Getriebeölschrank (li.) hat der Ulmer
Schmierstoffspezialist Liqui Moly dem bewährten
Motorölschrank einen „kleinen Bruder“ zur Seite
gestellt. Der Schrank ist abschließbar und erfüllt mit
seiner integrierten und ausziehbaren Auffangwanne
die Anforderungen der Aufsichtsämter.
Erstmals nach umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen präsentierte die ZF AG das neue Geschäftsfeld ZF Services auf einer Messe. Dort sind die
wichtigsten Vertriebs- und Serviceleistungen des ZFKonzerns im Aftersalesbereich vereinigt. Dazu gehören unter anderem Reparaturen an Nkw-Getrieben,
die Fachbesucher am Stand live erleben konnten
Seit der Premiere auf der Automechanika 2008
baut TRW sein Aftermarkt-Programm „ProEquipe“
beständig aus. Neben Bremsbelägen, Lenkgetrieben,
Stoßdämpfern, Lenkungs- und Aufhängungsteilen
enthält das Sortiment auch Kegelradgehäuse sowie
in OE-Qualität aufbereitete Austausch-Lenkgetriebe.
J.A. Becker & Söhne
Hebetechnik für:
Akkubetrieben und ohne Kabel präsentierte der Bräunlinger Hebetechnikspezialist Blitz seinen neuesten Grubenheber namens „Pit Master A“. Der
elektrohydraulische Heber verfügt über einen 1,3 kW-Elektromotor und einen
auswechselbaren 12-Volt-Standardakku. Er soll im Vergleich zu herkömmlichen
Lufthebern eine um zwei-bis dreifach höhere Hubgeschwindigkeit bieten.
Straßenbahnen + SONDERFAHRZEUGE
Mit dem „Fuel Analyzer“ von Delphi können Werkstätten künftig die Qualität des
Kraftstoffs prüfen. Eine Menge von ca. 50 ml – aus dem Filter oder dem Rail entnommen – reicht aus, um festzustellen, ob etwa ein zu hoher Biodiesel-Anteil das
Einspritzsystem außer Gefecht gesetzt hat.
J.A. Becker & Söhne
Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
D-74148 Neckarsulm
eMail: [email protected]
Internet: http://www.jab-becker.de/
NKW partner 4/2010
53
Messe-Spezial Ein nachrüstfähiges, aktives Partikelfiltersystem
mit motorexterner Diesel-Nacheinspritzung zog
am Stand des Abgastechnikspezialisten Huss die
Fachbesucher an.
Das so genannte
MD-System
regeneriert automatisch während
des Betriebs und
soll die HC- und
CO-Emissionen
um bis zu 85 Prozent reduzieren
können.
Im Frühjahr 2010 gegründet, präsentierte das Gemeinschaftsunternehmen WabcoWürth mit dem „W.Easy“ ein
Multimarken-Diagnosesystem, bei dem das System-Knowhow des Bremssystemspezialisten Wabco integriert ist.
Sechs unterschiedliche Ausstattungspakete sollen die individuellen Kundenbedürfnisse abdecken helfen. Vertriebsleiter Uwe Langhorst zeigte, was das W.Easy „drauf“ hat.
„Noch schneller und leichter vermessen“ hieß die
Devise am Stand von Koch Achsmessanlagen. Firmenchef Harro Koch (li.) und sein Team präsentierten
neue Halter sowie eine Spezialsoftware für das NkwAchsmesssystem HD-30 Easy Touch. Ähnlich wie bei der
Pkw-Version werden die Halter nur noch „eingehängt“.
Mit der neuen Software lassen sich bei Fahrzeugen mit
zwei verstellbaren Spurstangen Lenkradmittelstellung
und Spur in einem Arbeitsgang einstellen.
Ab sofort können speziell ausgebildete GTÜSachverständige auch EG-Typ- und Einzelgenehmigungen ausstellen. Möglich macht dies
der Technische Dienst, den die GTÜ zusammen
mit dem Prüf- und Ingenieurzentrum FAKT organisiert. Im Bild Andreas Kohlhas, stv. Leiter
Technischer Dienst, Xaver Fackler, Geschäftsführer FAKT, und Rainer Süßbier, Technischer
Leiter der GTÜ (v.l.n.r.).
Twintec präsentierte das von Emitec
entwickelte Stickstoff-Minimierungssystem „Twinblue“. Es soll mit Hilfe
der SCR-Technologie selbst im ungünstigsten Fall, etwa bei permanentem Stadtverkehr, schädliche Stickoxid-Emissionen um bis zu 60 Prozent
reduzieren. Im Überlandverkehr und
auf der Autobahn sollen wegen der
AdBlue-Einspritzung sogar bis zu 80
Prozent weniger Stickoxide über das
Abgas in die Umwelt gelangen.
Euro Engineering zeigte ein interessantes
Wechselhybrid-System
für Stadtbusse. Aufgrund der modularen
Bauweise lassen sich
unterschiedliche Motorisierungen (DieselMotor, Brennstoffzelle
und Elektroantrieb)
kombinieren. Im
Tauschfall wird immer
das komplette Modul
gewechselt.
54
NKW partner 4/2010
Diagnosespezialist
Texa stellte die neue
Nkw-Diagnosesoftware IDC4 vor. Neu
sind etwa die intuitive
und übersichtliche
Grafik mit spontaneren Auswahlmöglichkeiten sowie eine
„ReparaturleitfadenFunktion“, die dem
Mechaniker beispielsweise die zu kontrollierenden Parameter
„vorschlägt“.
Bei ContiTech Air Spring-Systems drehte sich alles um
das Thema Luftfedersysteme und wie sich Nutzfahrzeuge künftig noch sicherer, umweltfreundlicher und
wirtschaftlicher entwickeln lassen. Bei den Luftfedersystemen sollen vermehrt Leichtbauteile zum Einsatz
kommen, etwa eine Konusplatte aus Kunststoff statt
Metall. Ein im Luftbalg integrierter Datenchip soll
zudem Serviceinformationen aufnehmen können.
Der Schwarzwälder Abgastechnik Puritech hat mit
dem „PURIclean“ ein spezielles Reinigungssystem für
Dieselpartikelfilter vorgestellt. Nach dem Reinigen
soll der „alte“ Filter wieder nahezu über die Eigenschaften und Filterleistung eines Neufilters verfügen.
Europart hat seine Systemzentrale für Werkstattkonzepte nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifizieren
lassen. Wolfgang Wielpütz (li.), Mitglied der
Geschäftsführung des TÜV Nord, überreichte
Alexander Pederzani (Mitte), Vorsitzender der Geschäftsführung von Europart, das ISO-Zertifikat.
Marketingleiter Thomas Kobudzinski (re.) ist bei
Europart für die Konzepte verantwortlich.
Luftfederbälge aller Art standen bei Firestone Industrial
Products, einem der größten
Hersteller von Luftfedersystemen für die Erstausrüstung
und den Aftermarkt, im Fokus.
Anhand von Schnittmodellen
konnten sich die Fachbesucher
mit eigenen Augen von den
inneren Qualitäten der Federbälge überzeugen.
LKW
Transporter
Anhänger und
Aufbauten
Zubehör und Teile
Logistiker und
Spezialanbieter
14. – 17. April 2011
Messe Karlsruhe
Den „Gordischen Knoten“ bei der Trailer-Beleuchtung
– geringe Einstiegskosten, maximale Betriebssicherheit und niedrigen Betriebskosten und alles
auch noch problemlos erweiterbar – will Licht- und
Elektronikspezialist Hella mit dem neuartigen Verkabelungssystem „EasyConn Next Generation“ in Kombination mit modularen LED-Hybrid-Heckleuchten
gelöst haben.
Innovative Lösungen rund um das Abgasmanagement bei Nutzfahrzeugen sowie Filter- und
Denoxierungsverfahren standen beim Mendener
Abgastechnikspezialisten HJS im Fokus. Neben
Nachrüstlösungen, etwa das bekannte SMF-System (Sinter Metal Filter), hatten die Sauerländer
vor allem auch Lösungen für die Stickoxidreduktion und die nochmals strengere Euro 6 im Gepäck.
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Praxis-Tipps Flexibel heben
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Mit der JAB HVZ 110/80 Duo hat Hebetechnikspezialist J.A. Becker & Söhne eine interessante
Zwei-Stempel-Hebebühne für Transporter und
Klein-Lkw vorgestellt. Das Besondere an der
neuen Hebeanlage ist deren geringe Einbautiefe dank teleskopierbarer Hubstempel. Jede
Hubeinheit ist mit zwei ineinanderliegenden
Hydraulikkolben ausgestattet und stemmt eine
Last von maximal 8.000 kg auf eine Höhe von
1.900 mm. Die Hubzeit beträgt Unternehmensangaben zufolge rund 75 Sekunden, wobei
das revers laufende Hydraulikaggregat nahezu
identische Hub- und Senkgeschwindigkeiten
gestatten soll.
Die elektronische Gleichlaufüberwachung der
neuen Stempelbühne ist im Ölbehälter integriert.
Zudem verfügt jede Hubeinheit über zwei unabhängig voneinander arbeitende Rückschlagventile. Dank der redundanten Auslegung soll die HVZ
110/80 Duo keine zusätzlichen Sicherheitsstützen
benötigen. Auf Wunsch kann die Hebeanlage laut
J.A. Becker auch mit biologisch abbaubaren Hydraulikölen betrieben werden.
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Während eine Hubeinheit der neuen Unterflurhebebühne fest im Werkstattboden installiert
ist, lässt sich die andere elektrisch verschieben
und sich die Bühne so an den jeweiligen Radstand des Fahrzeugs anpassen. Den Verstellbereich gibt der Hersteller mit 2.640 mm an. Die
Bühnengrube ist im gesamten Verfahrbereich
mit Teleskop-Schiebeblechen ausgestattet, die
den Produktinformationen zufolge einer Radlast
von bis zu drei Tonnen standhalten.
Laut Hersteller kann die HVZ 110/80 ohne
Anpassungsarbeiten in das bestehende Fundament einer Bühne des Modells HVZ 155/4
eingebaut werden. Die benötigte Grubenbreite
beträgt laut J.A. Becker 380 mm und die Einbautiefe 1.300 mm. rl W
www.jab-becker.de
Platzsparende Neuheit: Die neue Zweistempel-Hebebühne
HVZ 110/80 Duo von J.A. Becker kommt dank teleskopierbarer
Hubstempel mit einer Einbautiefe von lediglich 1.300 mm aus.
Foto: Linzing
Ab sofort auch Werkzeuge
Ab sofort gehören zum Portfolio des Stuttgarter Nutzfahrzeugteile-Spezialisten Winkler auch
Werkzeuge der Eigenmarke „Winkler“. Vom umfangreichen Angebot an einzelnen Werkszeugen
bis hin zum komplett ausgestatteten Werkstattwagen enthält das neue Sortiment alles für die
schnelle und präzise Nutzfahrzeug-Reparatur.
Da nur qualitativ hochwertige Produkte
dauerhaft den harten Einsatzbedingungen
in Nkw-Werkstätten standhalten werden die
Werkzeuge der Marke „Winkler“ nach eigenem
Bekunden speziell für diesen Einsatzzweck entwickelt und in Deutschland unter permanenten
Qualitätskontrollen und strengen Umweltauflagen hergestellt. Die Verwendung von Stahl
aus deutschen Walzwerken soll dabei optimale
Materialeigenschaften garantieren, die solide
Verarbeitung, beispielsweise durch elektrothermische Schmiedeprozesse, spezielle Härtungsverfahren sowie aufwendige Schleiftechniken und Oberflächenbehandlungen
sollen zudem eine lange Lebensdauer
der Werkzeuge sicherstellen. Darüber
hinaus sollen sich die Werkzeuge
der Marke „Winkler“ durch ein gutes
Preis-Leistungsverhältnis auszeichnen. kkW
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56
ATH-Heinl GmbH & Co.KG
Kauerhofer Str. 2 · 92237 Su-Ro.
Tel.09661 87764 00 · [email protected]
NKW partner 4/2010
Werkzeuge „Made in Germany“: Ab sofort bereichern
Qualitätswerkzeuge aus deutscher Produktion das
Sortiment des Nutzfahrzeug-Spezialisten Winkler.
Foto: Winkler
Praktischer Problemlöser: Mit dem
„Universal Achs- und Nutmutternschlüssel“ von Müller Werkzeuge
lassen sich festsitzende Muttern
mit Schlüsselweiten von 35 bis 170
Millimeter problemlos lösen und
anziehen. Foto: Müller Werkzeug
Praxis-Tipps
Große Muttern schnell gelöst
Das Lösen von Achs- und Nutmuttern bereitet
dem Nkw-Fachmann bisweilen Probleme – vor
allem, wenn Korrosion im Spiel ist und die Muttern schon längere Zeit nicht mehr gelöst wurden. Abhilfe soll ein universelles Lösewerkzeug
von Müller Werkzeuge, einem Spezialisten für
innovative und praxisgerechte Werkstatttools,
schaffen. „Bislang mussten Nfz-Werkstätten für
jede Mutternart einen separaten Schlüssel an-
aufgrund einer serienmäßigen Sicherungskette
um die Klemmbacken ein Drehmoment-Anzug
von bis zu 700 Nm möglich. Das robuste Universalwerkzeug mit der Katalog-Nummer 860 035
wird als praxisgerechtes Set ausgeliefert und
beinhaltet unter anderem diverse Adapter-Pins
zum Lösen von Nutmuttern.
kkW
schaffen“, weiß Timo Köster, bei Müller Werkzeuge für Technik und Marketing verantwortlich. Mit
dem „Universal Achs- und Nutmutternschlüssel“
des sollen sich laut Köster Sechskant-, Achtkant-,
Stirnloch-, Zweiloch- und Kreuzlochmuttern mit
Schlüsselweiten bis 170 Millimeter sicher und beschädigungsfrei mit Hilfe eines 3/4-Zoll-Knebels
oder einer Ratsche lösen und wieder montieren
lassen. Den Produktinformationen zufolge ist
www.mueller-werkzeug.de
THEMENVORSCHAU 1/2011
Filter-Spezial
Zeitschrift für den Nutzfahrzeug-, Zubehör-, Teilemarkt und
Reparaturwerkstätten in Deutschland · 17. Jahrgang 2010 · ISSN 1437-6229
Einem Teil dieser Ausgabe liegen Prospekte der Firma ROMESS Rogg GmbH & Co.,
der Ferdinand Bilstein GmbH & Co. KG, sowie das Sonderheft „Transporter Spezial 2010“ bei.
Wir bitten unsere Leser um freundliche Beachtung.
Herausgeber und verlag:
Schlütersche Verlagsgesellschaft
mbH & Co. KG
Postanschrift: 30130 Hannover
Mitglied des redaktionsbeirats:
Rolf Barstadt,
Ferdinand Bilstein GmbH & Co. KG
Chefredakteur:
Klaus Kuss, Maurerweg 30
87616 Marktoberdorf-Rieder
Tel. 08342 9184190, Fax 08342 9184192
[email protected]
Carsten Straube,
Siegfried Templin GmbH & Co. KG
Redaktion: Frauke Weber, Klaus Kuss
Hans-Jürgen Herrmann,
truckpower holding gmbh
Frank Stümpel,
Hofmeister & Meincke GmbH & Co.
Verlagsleitung: Klaus Krause
Thomas Kobudzinski,
EUROPART Holding GmbH
Verlagsbereich kfz-Medien
Andreas H. Bitsch,
Federn-Hentz GmbH
Verlagsbereichsleitung:
Eckhard Schulte, Telefon 0511 8550-2610
[email protected]
Hans Strobel,
Christian Winkler GmbH & Co.
Anzeigenleitung:
Christian Welc, Telefon 0511 8550-2643
[email protected]
Anzeigenverkauf:
Marion Bäre, Telefon 0511 8550-2645
[email protected]
Gitta Lemke, Telefon 0511 8550-2648
[email protected]
Tanja Ehlerding, Telefon 0511 8550-2647
[email protected]
Derzeit gültige Preisliste: Nr. 17
Druckunterlagen:
[email protected]
Tel. 0511 8550-2625, Fax 0511 8550-2401
Producer:
Melanie Drechsel
VERTRIEB/Abonnement-Service:
Telefon 0511 8550-2636
Telefax 0511 8550-2405
[email protected]
Bezug:
Erscheinungsweise 4 x jährlich Jahresabonnement: Inland € 31,– inkl. MwSt.,
inkl. Versandkosten. Ausland € 31,–
jährlich (zzgl. Versandkosten);
Einzelheft € 8,– im In- u. Ausland zzgl.
Versandkosten (EU-Steuerregelung wird
berücksichtigt).
Für ordentliche GVA-Mitglieder ist der
Bezug des NKWpartners im Mitgliederbeitrag enthalten.
Thomas Lück,
Hermann Peters GmbH & Co.
Stefan Freitag,
Mahle Filtersysteme GmbH
Hans Marquart,
Marquart GmbH
Bankverbindung:
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(BLZ 250 501 80), Konto 101 99 00
Angeschlossen der
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zur Feststellung
der Verbreitung
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Böcklerstr. 13, 31789 Hameln/Wangelist
die titel des verlagsbereichs
KFZ-medien im Überblick:
• amz – auto motor zubehör
• bfp fuhrpark + management
• GO GLOBAL BIZ
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Filter erfüllen wichtige Aufgaben in modernen Nutzfahrzeugen. Die
gilt nicht nur für Öl- und Kraftstofffilter, sondern auch für Innenraumluft-Filter, Filtertrockner für Klima- und Druckluftanlagen, Wasserabscheider und Diesel-Partikelfilter. Wir präsentieren die Neuheiten und
Neuigkeiten der Filtertechnik-Spezialisten.
Schmierstoff-Spezial
Wegen der immer strengeren Emissionsgesetze besitzen immer mehr
Nutzfahrzeuge und Busse einen Dieselpartikelfilter, was spezielle Motorenöle erforderlich macht. Wir berichten über die Hintergründe und
sagen, was beispielsweise hinter den „Low-Ash-Ölen“ steckt. Außerdem stellen wir Spezialitäten und „Problemlöser“ aus den Labors der
Schmierstoffspezialisten vor.
Klima-Spezial
Moderne Nkw und Busse verfügen über eine Klimaanlage und benötigen daher einen regelmäßigen Klimaservice. Wir zeigen, was alles dazu
gehört und wie sich damit Zusatzerlöse erwirtschaften lassen. Außerdem geben wir Tipps für die Fehlersuche und Diagnose am Klimasystem. Zudem bringen wir einen Überblick über aktuelle KlimaserviceGeräte und interessante Zusatztools. Außerdem beleuchten wir den
Markt für Klimaservice-Teile und zeigen nachrüstbare Klimasysteme.
Schwerpunkt Antriebstechnik
Moderne Kupplungssysteme arbeiten unauffällig – zumindest solange
keine Mängel an den zum Teil recht komplex gewordenen Komponenten auftreten. Wir geben Tipps zu Diagnose und Reparatur, stellen die
interessante Spezialwerkzeuge vor und geben wichtige Tipps, worauf
bei Zwei-Massen-Schwungrädern und Torsionsschwingungsdämpfern zu achten ist. Außerdem berichten wir die Wartung, Instandsetzung und Austausch von Schalt- und Automatikgetrieben.
Schwerpunkt Rahmen , Karosserie und Lack
Verzogene Fahrwerke und schief stehende Achsen erhöhen Kraftstoffverbrauch und Reifenverschleiß. Wir zeigen, wie sich Trucks und Trailer
mit modernen Vermesssystemen prüfen lassen – und womit die notwendigen Korrekturen erfolgen. Zudem berichten wir über Aktuelles
aus den Bereichen Karosserie-Reparatur und Lackierung.
Werkstatt und Betrieb
Wir befassen uns mit „Waschen & Reinigen“, „Berufskleidung“, „Arbeitsschutz“ sowie „Absaugen von Abgasen, Lacken und Stäuben“
Und wie immer halten wir Ausschau nach praktischen Tipps und Hilfsmitteln für den Werkstatt-Alltag
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Herr Karl-Heinz Axmacher, Simmerath
Herr Andreas Schneider, Bitterfeld
16. -25. Preis: Ruville Saunahandtuch
Herr Thomas Müller, Düsseldorf
Herr Horst Werner, Hofgeismar
Frau Waltraud Winz, Haigerloch
Herr Jürgen Schmitz, Würselen
Herr Jürgen Falenski, Velbert
Herr Karsten Rommeiss, Erfurt
Herr Gerhard Grotz, Remseck
Herr Thomas Uhl, Graben-Neudorf
Herr Jörg Badem, Trier
Herr Karl-Heinz Funk, Dornstetten
Fax an (0511) 8550 2600
Beantworten Sie folgende Frage:
Wie viele Weltpremieren gab es auf der 63. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover?
180
272
63
Name/Vorname
Firma
Position/Abteilung
Straße PLZ/Ort
Einsendeschluss: 11. Januar 2011
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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