Burg- und Schloss-Tour - Schlösser zwischen Lippe und Stever

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Transcriptie

Burg- und Schloss-Tour - Schlösser zwischen Lippe und Stever
Kultur | Tourismus | Wirtschaft | Wissenschaft
Münsterland
Burg- und Schloss-Tour
Radfahren, Wandern und das
Südmünsterland entdecken
www.sued-muensterland.de
Touristische
Arbeitsgemeinschaft
„Schlösser zwischen
Lippe und Stever“
Ascheberg
Lüdinghausen
Nordkirchen
Senden
Werne
Touristische Arbeitsgemeinschaft
„Schlösser zwischen Lippe und Stever“
Ascheberg
Lüdinghausen
Nordkirchen
Senden
Werne
im Münsterland e. V.
A 43
A1
Deutschland
A 43
Münsterland
Südmünsterland
A2
A 45
3
Willkommen!
Liebe Gäste,
steht Ihnen der Sinn nach herrschaftlichen Schlössern, eigenwilligen Burgen, kühlen Wäldern,
weiten Feldern, üppigen Gärten, malerischen Parks, Rittern, Spökenkiekern und historischen
Bauten? Oder nach unberührter Natur, Kunst und Kultur, phantasievollen Festen und guter
Gastronomie? Verbunden mit einem außergewöhnlich gut erschlossenen Rad- und Wanderwegenetz? Dann kommen Sie zu uns. Herzlich Willkommen!
Inhalt
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Die Orte im Südmünsterland
Radfahren in der Radregion
Münsterland
Schlösser und Burgen
Gärten und Parks
Natur pur erleben
Wandern
Sehenswert
Sport und Freizeit
Essen und Trinken
Feste feiern
Angebote für Familien
Übersichtskarte
Impressum
4
Fünfmal Südmünsterland
Schlösser und Sandstein, Parklandschaft und Platt – das Südmünsterland ist eine
Region mit eigenwilligem Charakter. Trutzige Burgen, skurrile Geschichten und
westfälische Spezialitäten begeistern ebenso wie die atemberaubende Natur.
Am besten, Sie überzeugen sich selbst – unter www.sued-muensterland.de und im
Serviceteil dieser Broschüre finden Sie fix und fertige Urlaubspakete ebenso wie
Bausteine für Individualreisen.
Kiepenkerle waren früher
reisende Händler. Ihren
Namen verdanken sie den
großen Tragekörben –
Kiepen –, mit denen sie
Waren auf dem Rücken
transportierten. Vielleicht
begegnen Sie ja einem
von ihnen?
Ascheberg
Lüdinghausen
Spuk und Sport, Schlösser und
Schlemmereien
Die Drei-Burgen-Stadt
Mitten im Grünen und dennoch perfekt angebunden an die Autobahn A1
liegen die Orte Ascheberg, Davensberg und Herbern mit insgesamt
15.000 Einwohnern. Von dort aus
bieten sich Wanderungen durch das
Naherholungsgebiet „Davert“ an, bei
denen Sagen, Spuk und Spannung
aufleben – zum Beispiel bei dem
Besuch der Folterkammer des Burgturms Davensberg. Aber auch die 18
Schlösser, Burgen und Herrensitze im
Umkreis lassen sich abwechslungsreich erkunden. Ob mit dem Rad, zu
Fuß auf dem 1. Westfälischen Jakobsweg oder kombiniert mit sportlichen
Aktivitäten wie Boßeln, Golfen oder
auch Swin-Golf. Für das leibliche Wohl
der Gäste ist dabei bestens gesorgt.
Burg Vischering, Burg Wolfsberg, Burg
Lüdinghausen: drei Burgen – eine Stadt.
Lüdinghausen, 24.500 Einwohner stark,
wartet mit historischem Flair und attraktiven Einkaufsmöglichkeiten auf.
Als erste „Cittaslow“ in NRW wurde
die Lebensqualität sogar gewissermaßen „amtlich“. Ganz in der Nähe: das
Rosendorf Seppenrade. Hier gibt es
neben Blütenpracht ausgezeichnete
Gastronomie.
Ab Lüdinghausen startet auch ein
Klassiker unter den Radreisen im Südmünsterland. Die „Perlen der Wasserschlösser“ sind mit das Spannendste,
was die Region zu bieten hat. An zwei
bis drei Tagen geht es mit dem Rad
durch die idyllische Parklandschaft,
inklusive der Besichtigung von mindestens zwei Burgen, Übernachtung
in guten Mittelklassehotels und Gepäcktransport. Freie Terminwahl, Abkürzungen und Umwege sind dabei
kein Problem.
Ascheberg Marketing e. V.
Katharinenplatz 1, 59387 Ascheberg
Tel. 02593/6324, Fax 02593/7525
www.ascheberg-touristinfo.de
[email protected]
Lüdinghausen Marketing e. V.
Borg 11, 59348 Lüdinghausen
Tel. 02591/78008, Fax 02591/78010
www.luedinghausen.de
[email protected]
5
Oben (v. links n. rechts):
Burg Vischering, Kirchplatz Nordkirchen,
Schloss Westerwinkel
in Ascheberg
Unten: Fußgängerzone
in Senden, Historischer
Marktplatz Werne
Nordkirchen
Senden
Werne
Kunst, Kultur und Natur hautnah!
Aktiv & attraktiv
Das wunderschöne Werne besuchen
In der kleinsten Gemeinde des Kreises
Coesfeld wird Kultur groß geschrieben.
Immerhin steht hier eine der imposantesten Schlossanlagen Westfalens
samt herrschaftlichem Park: Schloss
Nordkirchen, auch liebevoll das „Westfälische Versailles“ genannt. Sein Barockgarten wurde zum Ankergarten
der EGHN-Gartenroute Münsterland
gewählt. So wundert es nicht, dass
das Schloss ein Standort der Gartenakademie Münsterland ist, die interessante Vorträge und Seminare für
Hobbygärtner und Gartenfreunde organisiert.
„Träume unterm Sternenhimmel“
oder „Die grüne Venus auf Abwegen“
am „Westfälischen Versailles“ heißen
Nordkirchens Spezialangebote, die
Erlebnisse der besonderen Art versprechen. Vor der prachtvollen Schlosskulisse finden zudem regelmäßig
hochkarätige Kulturveranstaltungen
statt.
20.700 Einwohner zählt die lebendige
Gemeinde, deren grüne Lunge sich
entlang der Ufer von Stever, Dümmer
und des Dortmund-Ems-Kanals erstreckt. Herzstück ist der großflächige
Bürgerpark mit seinem Naturlehrpfad.
Ein wahrer Naturgenuss ist ebenso die
faszinierende Landschaft der Naturschutzgebiete Venner Moor und Davert.
Attraktive Freizeitangebote wie z. B.
das Allwetterbad „Cabrio Senden“
und ein vielseitiges Kulturprogramm
machen Senden zu einem beliebten
Ziel. Wer möchte, kann Ort und Umgebung in geführten Programmen
entdecken – von Kanu-Touren, Ortsführungen bis zum historischen Brotbackkurs reicht das Angebot.
„Pättkesschnüffler erkunden das Münsterland“ per Rad in vier Tagen; bestaunen Schlösser, Burgen und andere
Highlights und genießen in gemütlichen Bauernhof-Cafés und Gaststätten
regionale Spezialitäten.
Mit rund 30.000 Einwohnern liegt
Werne zwischen Münsterland und
Ruhrgebiet und ist somit ein idealer
Ausgangsort für lohnenswerte Ausflüge. Die durch Werne verlaufende
Römer-Lippe-Route sowie die Burgenund Schlössertour sind bekannt für
ihre landschaftliche Schönheit.
Die Landschaft um Werne ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, geprägt
von Feldern und grünen Wiesen sowie
dem Flusslauf der Lippe. Reiten, Radfahren, Wandern und Golfen sind einige der sportlichen Aktivitäten, die
hier ausgeübt werden können. Der
Stadtkern mit dem historischen Rathaus und Marktplatz sowie die attraktive Fußgängerzone machen Werne
ebenso zum Anziehungspunkt wie die
zahlreichen Märkte, Veranstaltungen,
Feste und das Natur-Solebad. Werne
verbindet eine lebendige Atmosphäre
mit dem unverwechselbaren Charme
eines historischen Stadtkerns.
Nordkirchen Marketing e. V.
Schloss 1 a, 59394 Nordkirchen
Tel. 02596/528848, Fax 02596/528849
www.nordkirchen-marketing.de
[email protected]
Tourist-Information Senden
Münsterstraße 30, 48308 Senden
Tel. 02597/699-114, Fax. 02597/699-700
www.senden-westfalen.de
tour[email protected]
Tourist-Information Werne
Markt 19, 59368 Werne
Tel. 02389/534080, Fax 02389/537099
[email protected]
www.werne-tourismus.de
6
Opt Pädken met‘t Rädken ...
Opt Pädken met’t Rädken, dat is uese Welt,
Mit dem Rad auf dem Pfad, das ist unsere Welt,
wi triät stillvögnögt de Pedalen.
wir treten stillvergnügt die Pedalen.
Dat kost us kien Sprit und kien Kilometergeld,
Das kostet uns keinen Sprit und kein Kilometergeld,
un Stüern bruk wi auk net betahlen.
und Steuern brauchen wir auch nicht zu bezahlen.
Wi kennt kien Hassebassen, wi laot’t ues daobie Tiet,
Wir haben keine Eile, wir lassen uns dabei Zeit,
wie seiht de Blömkes wassen un singt un fleit’t en Lied.
wir sehen die Blümchen wachsen und singen und flöten ein Lied.
(Auszug aus: Radpädkerslied von der Heimatdichterin und
Autorin Paula Wilken aus Ascheberg, † 26. September 1988)
Radwanderkarten
Erhältlich bei den
Tourist-Informationen
(siehe S. 4–5)
Ascheberg
Ortsplan mit Radund Wanderwegen
4,50 €, 1:25.000
Lüdinghausen
Stadtplan mit Radund Wanderwegen
4,00 €, 1:25.000
Nordkirchen
Ortsplan mit Radund Wanderwegen
4,50 €, 1:25.000
Örtliche Radwanderkarte, 2,50 €
Senden
Ortsplan mit Radund Wanderwegen
4,50 €, 1:25.000
5 örtliche Tourentipps
1,00 €
Burg- und
Schloss-Tour
2,50 €, 1:50.000
Werne
Stadtplan Werne
3,90 €, 1:15.000
Stadtplan mit Radund Wanderwegen
4,00 €, 1:25.000
Kreis Coesfeld
Fahrradkarte
6,00 €, 1:60.000
Fahrradkarte
6,95 €, 1:50.000
„Wi kuert platt“ – Wir sprechen Plattdeutsch –, heißt es im Münsterland.
Ebenso typisch für diese Region ist
das Fahrrad – das „Rädken“. Die Radwanderwege durch das südliche Münsterland stecken voller Wunder, die nur
darauf warten, entdeckt und bestaunt
zu werden. Nirgendwo anders ist eine
Region so auf das Radfahren eingestellt, ob auf Radwegen, stillen Wirtschaftswegen oder den „Pättkes“, wie
die meist schmalen Wald-, Wiesenund Feldwege auch genannt werden.
Die überwiegend flache Parklandschaft
mit ihren architektonischen und kulturellen Schätzen lädt sowohl zu gemüt-
lichen Radtouren als auch zu sportlichambitioniertem Fahren ein.
Entspannen Sie Körper, Geist und Seele
bei einem vergnüglichen Trip durch die
flache, reizvolle Gegend. Lassen Sie
sich von der Natürlichkeit und Ruhe
verzaubern. Rasten Sie in idyllisch gelegenen Cafés und Restaurants oder
packen Sie Ihren Picknickkorb aus.
Anhand des ausgeklügelten Radwegesystems können Sie sich sicher orientieren und individuelle Routen zusammenstellen, die einen halben Tag, ein
Wochenende oder auch einen gesamten Urlaub in Anspruch nehmen.
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Radfahren
Die Radregion Münsterland
Das Radwegesystem des Münsterlandes ist europaweit einmalig. Es umfasst annähernd 200 gekennzeichnete
Rundwege von 10 bis 40 km Länge und
bietet darüber hinaus eine Vielzahl von
Kombinationsmöglichkeiten, durch
die Sie die Länge Ihrer Tour flexibel
bestimmen können. Pfeilwegweiser
und rund 15.000 Zwischenwegweiser
machen es Ihnen dabei kinderleicht,
sich zurecht zu finden.
Bei der Orientierung helfen folgende
Wegweiser:
Die Burg- und
Schloss-Tour:
Die Pfeilwegweiser
Pfeilwegweiser stehen an ausgewählten
Kreuzungspunkten. Sie informieren
mit genauer Kilometerangabe über den
nächstgelegenen Ort und mögliche
Fernziele und enthalten auch die Piktogramme der Themenrouten.
Die Zwischenwegweiser
Die Wegweiser tragen
die Ziffern der Waben,
an deren Grenzen
der Radweg
verläuft.
Eine regionale Spezialität ist die „Burgund Schloss-Tour“. Der 139 km lange
Rundweg verbindet die vielen Burgen
und Schlösser der Region zwischen
Lippe und Stever zu einem gemütlichen Wochenendtrip.
Die 100 Schlösser
Route:
Das Wabennetz
Auf der Basis der Rundwege ergibt
sich ein dichtes Wabennetz aus Radwegen. Jede dieser Waben ist mit einer
eigenen Nummer versehen. Für einen
Tagesausflug ist es ausreichend, der
Beschilderung einer zuvor gewählten
Nummer zu folgen. Auf diesem Wege
kommt man automatisch wieder am
Startpunkt seiner Tour an. Das Wabennetz bildet auch die Grundlagen für
verschiedene Themenrouten, wie zum
Beispiel die 100 Schlösser Route.
Dabei folgt der Radler ganz einfach
dem jeweiligen Routen-Piktogramm
auf den Pfeilwegweisern.
Die Themenrouten
Die Zwischenwegweiser dienen der
Orientierungssicherheit und leiten von
Pfeilwegweiser zu Pfeilwegweiser. Sie
zeigen Ihnen den Weg entlang von
längeren Strecken, an denen Einmündungen oder Weggabelungen irritieren
könnten. Die Zwischenwegweiser enthalten stets nur einen Richtungspfeil,
der den Streckenkurs für alle auf dieser
Trasse verlaufenden Routen anzeigt.
Wichtig: Sofern nicht anders angezeigt,
immer dem Pättkes-/Radwegverlauf
folgen!
Pfeilwegweiser
Fernziel mit Kilometerangabe
Nahziel mit Kilometerangabe
Piktogramme der
Themenrouten
Nummern der Waben, an denen
der Rundweg entlang führt
Zwischenwegweiser
Sie ist mit einer Länge von etwa 960
Kilometern die Königin unter den Fahrradrouten und liegt komplett auf dem
Wabennetz der Radregion Münsterland, wobei sie die schönsten Wasserschlösser, Burgen und Herrensitze des
Münsterlandes verbindet – vom ADFC
mit vier Sternen ausgezeichnet.
Die Radroute
Dortmund-Ems-Kanal:
Von Dortmund an die Nordsee bis zur
Insel Norderney verläuft der 350 km
lange Fernwanderweg entlang des
Dortmund-Ems-Kanals und der Ems.
8
Auf den Spuren der Vergangenheit
Das südliche Münsterland ist eher flach – Höhenburgen, wie man sie aus anderen
Gebieten kennt, haben hier keine Grundlage. Also baute man im Mittelalter
zunächst „Motten“ – Erdhügelburgen – und in der Folge Wasserburgen.
Noch heute bestaunen wir, was Architekten damals so zahlreich und malerisch
erschufen – Willkommen auf unseren Schlössern und Burgen!
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Schlösser und Burgen
Sie gehören zum Südmünsterland wie die
Brücke zum Burggraben: Wasserburgen und
Wasserschlösser. Die inzwischen viele Jahrhunderte alten Verteidigungsbauten lagen oft im
sumpfigen Gelände und waren zum weiteren
Schutz mit Wassergräben umgeben. Entlang des
Flüsschens Stever gab es von jeher große Wasservorräte, so dass auf engstem Raum Wasserschlösser und historische Bauten in einer Dichte
entstanden wie kaum an einer anderen Stelle.
1978 gab die Deutsche Bundespost
Berlin eine Dauermarkenserie
„Burgen und Schlösser“ heraus.
Auf der Marke zum Ausgabepreis
von 90 Pfennig: Burg Vischering.
Die aus dem Mittelalter stammenden
Burgen Vischering, Lüdinghausen und
Wolfsberg prägen das Bild Lüdinghausens. In drei Armen schlängelt sich
die Stever durch die Altstadt und von
Burg zu Burg.
Die Burgen Vischering und Lüdinghausen sind gelungene Beispiele für
ehemals typische Bauten im Münsterland. Sie wurden zwar beide in der
Renaissance umgebaut, doch die
Burg Vischering behielt ihre mittelalterlichen Elemente und ihren
„trutzigen Charakter“.
Oben: 1271 wurde Burg Vischering
erbaut. Heute beheimatet sie das
Münsterlandmuseum, eine Ritterausstellung für Kinder und diverse
Wechselausstellungen.
Unten: Die Herren von Lüdinghausen
errichteten im 12. Jahrhundert die
gleichnamige Burg als Stammsitz.
Gottfried von Raesfeld baute sie im
16. Jahrhundert zu einer typischen
Renaissanceburg um, in der heute
unter anderem Ausstellungen und
Ratssitzungen stattfinden.
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Erleben Sie in Nordkirchen die Entwicklung
einer ehemals mittelalterlichen Burg hin zum
Wasserschloss – dem „Westfälischen Versailles“.
Vor mehr als 300 Jahren wurde der Grundstein
für diesen prunkvollen, im französisch-klassizistischen Stil errichteten Komplex gelegt. Eine Ähnlichkeit mit dem entsprechenden Prunkschloss
in Versailles ist unverkennbar. Baumeister waren
die berühmten Architekten Gottfried Laurenz
Pictorius und Johann Conrad Schlaun. Auch die
weitläufigen barocken Parkanlagen wurden neben
Schlaun von bedeutenden Gartenarchitekten wie
Weyhe und Duchene beeinflusst. Heiratswillige
können sich in der idyllischen Schlosskapelle und
auf dem Standesamt in einem der Ecktürmchen
das Ja-Wort geben. Neben der Fachhochschule
für Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen
beherbergt das Schloss ein Restaurant und die
Tourist-Information Nordkirchen.
Der Ort Herbern kann mit dem Wasserschloss
Westerwinkel eine besondere touristische Attraktion vorweisen. Es wurde bereits erstmalig im
13. Jahrhundert als Ritterburg erwähnt. Das jetzige
Schloss stammt aus dem 17. Jahrhundert und
ist eines der frühesten Barockwasserschlösser
Westfalens. Die in sich geschlossene Vierflügelanlage wurde inmitten eines englischen Parks
errichtet und wird heute noch von weitläufigen
Wäldern gesäumt. Die Hauptgebäude des
Schlosses sind von einem breiten Wassergraben
umgeben, der aus architektonisch-ästhetischen
Gründen angelegt wurde. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen eine astronomische Uhr
sowie ein Museum mit verschiedenen Salons
und Sälen, das nach Anmeldung besichtigt werden
kann. In den weitläufigen Park ist eine großzügige 18-Loch-Golfanlage integriert.
Schloss Nordkirchen
Schloss Westerwinkel, Ascheberg-Herbern
11
Schlösser und Burgen
Eindrucksvoll ist auch der mehr als 500 Jahre
alte Burgturm in Davensberg: 40 Meter hoch und
mit zwei Meter dicken Mauern ragt er majestätisch in die Landschaft hinein. Früher wurden in
dem sechs Meter tiefen Verlies Missetäter mit
eisernen Halsbändern und Ketten an die Mauer
gefesselt. Noch heute kann dieser ehemalige
Folterraum besichtigt werden.
Der Burgturm bildet das Tor zur Davert –
einem reizvollen Naherholungsgebiet zwischen
Davensberg und Münster.
Oben: Beliebtes Ausflugsziel ist das barocke Schloss Cappenberg. Einst ein Prämonstratenserkloster, wurde 1803 aus dem
Abteigebäude das Schloss, das mittlerweile ein Museum beherbergt. Die reich bestückte Stiftskirche wird heute als heute
Pfarrkirche genutzt.
Mitte: Das Wasserschloss Senden ist umgeben von einer breiten
Gräfte und einem baumbestandenen Ringwall. Bei dem Dreistaffelgiebel des Herrenhauses (2. Hälfte des 15. Jh.) handelt es
sich um einen der frühesten seiner Art im Münsterland.
Unten: Schloss Itlingen in Ascheberg-Herbern.
Links: Burgturm Davensberg.
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Gärten und Parks
Erleben Sie die Blütenpracht der Gärten und Parks aus vergangenen Epochen,
eingebettet in die malerische Münsterländer Parklandschaft. Der Übergang zu freien
Landschaftsräumen ist oft fließend – typisch für die Region.
Die Besucher von Schloss Nordkirchen
bestaunen nicht nur die herrschaftlichen Bauten und Grünanlagen,
sondern auch zahlreiche Skulpturen.
Besondere Führungen und Veranstaltungen für Schloss und Park Nordkirchen und das gesamte Münsterland
finden Sie im jährlich erscheinenden
Veranstaltungskalender des Vereins
„Das Münsterland – Die Gärten und
Parks", der die Aufgabe hat, die Gartenkultur im Münsterland zu fördern
und das gartentouristische Angebot
weiterzuentwickeln.
Bestellen Sie Ihr kostenloses Exemplar
des aktuellen Garten-Veranstaltungskalenders
> per Service-Hotline 0800 9392919
> online: www.gaertenundparks.de
13
Gärten und Parks
Der große, neobarocke Park mit zahlreichen
Skulpturen des Wasserschlosses in Nordkirchen
ist ein absolutes Highlight. Nicht ohne Grund
vertritt er als sogenannter Ankergarten das Münsterland in der „Route der Gärten“ des Europäischen
Gartennetzwerkes (EGHN). Die gut 70 ha große
Gartenanlage strahlt durch zahlreiche Alleen mit
insgesamt 8 km Länge in die umgebende Kulturlandschaft. Besonderer Anziehungspunkt ist die
rekonstruierte Venusinsel.
Auch das Schloss Senden ist eingebettet in eine
großzügige und abwechslungsreiche Parklandschaft. Der Schlosspark ist dabei der älteste Bereich. Drei weitere Anlagen – vernetzt mit den
Flussläufen Stever und Dümmer – sind in den
1980er-Jahren entstanden: Königs-, Dümmerund Bürgerpark. Ein Teil des Bürgerparks ist
deutlich älter; es handelt sich um den ehemaligen
Pastoratsgarten aus dem Jahre 1834. In ihm
steht unter anderem eine über 250 Jahre alte
Eiche. Das insgesamt rund 10 ha große Areal
lässt sich auf vielen idyllischen Wegen und einem
gut 2 km langen Naturlehrpfad erkunden.
Im Lüdinghauser Ortsteil Seppenrade lädt der
Rosengarten zu einem Besuch ein. Dieser ehrenamtlich gepflegte Garten zeigt mit über 600
Sorten in 24.000 Exemplaren die große Vielfalt
und Pracht der „Königin der Blume“. Das parkartige Gelände ist über ein 2,5 km langes Wegenetz erschlossen: Die meisten Pflanzen können
Sie also aus unmittelbarer Nähe betrachten und
ihren Duft genießen.
Die drei Burgen von Lüdinghausen sind ebenso
wie die im näheren Umkreis der Stadt in ihrem
heutigen Charakter sehr verschieden, was in der
turbulenten Geschichte der Bauwerke begründet
ist. In den 1970er-Jahren wurden die Außenanlagen von Burg Vischering nach Plänen der
Landschaftsarchitekten Wörner aus Wuppertal
gestaltet.
Ehrwürdige Rittersitze mit jungen Gärten und
alten Bäumen finden Sie in der Gemeinde Ascheberg. Ein richtiges Dornröschenschloss ist
Schloss Itlingen. Den barocken Garten ließ vermutlich Johann Conrad Schlaun anlegen. Heute
beherbergt das Schloss ein renommiertes Gestüt.
Eine Außenbesichtigung des alten Herrenhauses
ist möglich.
Schloss Westerwinkel in Herbern wird umgeben
von herrlichen Grünanlagen im Stil eines englischen Landschaftsparks. Im Laufe der Jahrhunderte wurden kaum Veränderungen vorgenommen,
so dass sich die Schlossanlage im ursprünglichen
Zustand befindet.
Links: Großzügig angelegte
Parks finden Sie überall in
der Region.
Rechts: Was 1968 mit ein
paar Rosenbeeten auf einer
alten Müllkippe begann,
umfasst inzwischen knapp
19.000 m2 Blütenpracht:
der Rosengarten in Seppenrade.
14
Natur pur erleben
Links: „Landschaftspfleger“ der Emmerbachaue – Heckrinder und Konik-Pferde.
Rechts: Auf den ausgewiesenen Wander- bzw. Bohlenwegen des „Venner Moores“
lässt sich zum Beispiel der Grönländische Porst entdecken. Der Zwergstrauch ist
ein einzigartiges Relikt aus der Eiszeit.
Natur pur erleben
Sie sind Naturliebhaber, Wandervogel, Radfahrer, Sinnesmensch, Frischluftsüchtiger oder
ewig Staunender? Dann sollten Sie schnellstens herkommen.
Ein besonderer Tipp für Naturfreunde sind die
sagenumwobenen Wald- und Moorlandschaften
der Naturschutzgebiete Venner Moor und Davert.
Sie erstrecken sich zwischen Ascheberg und
Senden und beherbergen botanische Raritäten
wie Sonnentau oder Königsfarn sowie seltene
Schmetterlingsarten. In dem 148 ha großen Hochmoor sind neben der bestandsgefährdeten Kreuzotter auch Maulwurfsgrillen, Moorlibellen sowie
der seltene Wespenbussard heimisch.
Die Davert ist eines der größten EU-Vogelschutzgebiete – der Ulmen-Zipfelfalter, der Große
Schillerfalter, der Kleine Eisvogel und der Mittelspecht sind hier zu Hause. Außerdem sehens-
wert: die Teufelseiche, die als einer der ältesten
Bäume der Davert gilt. Um 1800 lebten hier noch
„wilde“ Pferde, die später ausgestorbenen DavertNickel, in einem jahrhundertealten Wildbahngestüt. 2012 hat die NABU-Naturschutzstation
Münsterland in der Emmerbachaue nördlich von
Davensberg erneut Konik-Pferde und auerochsenähnliche Heckrinder angesiedelt. Die „alten
neuen“ Bewohner halten das weitläufige Gebiet
offen und frei von aufkommenden Gehölzen, so
dass es sich auf natürliche Weise entwickeln und
die Artenvielfalt gefördert werden kann. Damit
ist die Wildbahn nach 200 Jahren in die Davert
zurückgekehrt.
15
Natur pur erleben
Die Schlösserachse
Auf einem 4,5 km langen Naturlehrpfad mit insgesamt 16 Informationspunkten, Rastplatz und
Aussichtsplattform können Sie die einzigartige
Landschaft der Davert auf eigene Faust entdecken.
Und auch die faszinierende Facetten des Venner
Moores können Sie auf insgesamt 7,4 km langen
Wander- bzw. Bohlenwegen erkunden. Entsprechende Wanderkarten erhalten Sie kostenlos in
den örtlichen Tourist-Infos.
Eine alte Auenlandschaft der Stever ist in Senden
zu begehen. So führt ein 2,2 km langer Naturlehrpfad vorbei an Renaturierungsgebieten mit
artenreichen Biotopen und verbindet auf rund
10 ha den Sendener Bürger- mit dem Königspark.
An 16 Stationen erhält man Einblick in die heimische Flora und Fauna.
Auf der Achse zwischen dem „Westfälischen Versailles“ in
Nordkirchen und dem Schloss Westerwinkel in AschebergHerbern liegt eine abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft, die in weiten Teilen als Naturschutzgebiet ausgewiesen
ist. Hier finden sich alte Waldbestände, extensiv genutzte
Grünlandflächen und die vielfältigen Strukturen der typischen
münsterländischen Parklandschaft.
Den außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenreichtum dieser
„Schlösserachse“ können Sie naturverträglich erleben. Erfahren
Sie viele spannende Details über die wertvolle Natur, Kultur
und Geschichte durch die Informationstafeln am Wegesrand
und an den Erlebnis- und Entdeckungsstationen. Auf den bequemen Liegen der „Ruheinseln“ können Sie zwischendurch
die Füße hochlegen und die Landschaft genießen.
Wer möchte, kann auch einen „akustischen Rundgang“ machen.
Das entsprechende Handgerät ist gegen eine kleine Leihgebühr
bei der Tourist-Information im Süd-Ost-Turm des Schlosses
Nordkirchen erhältlich. Eine Wegekarte für die Naturschutzgebiete gibt es kostenlos.
Die Landschaft um Werne ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, geprägt von Feldern und grünen
Wiesen sowie dem Flusslauf der Lippe.
Das 1991 errichtete Gradierwerk hat eine stattliche Größe von 50 Metern Länge und neun Metern Breite. Es liegt in unmittelbarer Nähe zum
Stadtsee. Hier ist die Heilwirkung der Sole zu
spüren. Eine Atempause der besonderen Art!
Die Lippe ist wie geschaffen, um an ihren Ufern
zu wandern und auf ausgedehnten Radtouren
oder vom Kanu aus die Ursprünglichkeit der
Auen zu erkunden.
Rundwege der Schlösserachse (Festes Schuhwerk empfohlen)
Fledermaus-Rundweg
3,5 km
NSG Tiergarten
Eichenblatt-Rundweg
4,9 km NSG Hirschpark
Kaisermantel-Rundweg
4,2 km NSG Ichterloh
Wolfspfad
2,8 km Schloss Westerwinkel –
Heimathaus Herbern
Von Schloss zu Schloss
12 km
Schloss Nordkirchen –
Schloss Westerwinkel
Für Jung und Alt gleichermaßen spannend
sind die zahlreichen Exkursionen, die rund
um die Schlösserachse angeboten werden.
Ganz bequem die Aussicht
genießen – Entspannung pur
auf den „Ruheinseln“.
16
Wandern
„Am Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein
Wandern zum Ziel.“ So schrieb einst Marie von Ebner-Eschenbach.
Fast könnte man meinen, sie hätte dabei an einen Marsch
durch die Münsterländer Parklandschaft gedacht.
„Die Wege zum Ziel“ sind zahlreich: So eignet sich
beispielsweise das engmaschig ausgewiesene
Radwandernetz durchweg auch für ausgedehnte
Erkundungen auf „Schusters Rappen“. Zudem gibt
es überall in der Region ausgeschilderte Wanderwege und wenig befahrene Wirtschaftswege –
die sich übrigens auch hervorragend zum Nordic
Walking eignen.
Wie wäre es mit einer Wanderung durchs Venner
Moor bei Senden – im Frühsommer, wenn das
Brücke im Hirschpark
in Nordkirchen
Wollgras blüht? Oder ist Ihnen der späte Sommer
lieber? Dann bietet sich Ihnen am ersten Wochenende im September beim jährlichen „Großen
Davensberger Wander- und Radwandertag“ eine
gute Gelegenheit, die Davert näher kennenzulernen. Vom Wanderparkplatz am Burgturm
Davensberg führen eine Vielzahl von gekennzeichneten Strecken in die Natur.
Schuhe aus und Füße hoch:
Gönnen Sie sich eine Pause
und genießen die Aussicht.
Schließlich haben Sie Urlaub!
17
Wandern
In Nordkirchen erkunden Sie neben dem barocken
Park auch die angrenzenden Naturschutzgebiete
zu Fuß. Im „Tiergarten“ gibt es zum Teil seltene
Gehölze wie die Sumpfeiche, der „Hirschpark“
besteht überwiegend aus Stieleichen, Hainbuchenwäldern und Pappelforsten. Auf Wanderwegen
von 2 – 9 km Länge kann man im Frühjahr dort
die üppigen Blütenteppiche der Buschwindröschen bewundern.
Der baltisch-westfälische Jakobsweg (Strecke
Bremen – Osnabrück – Wuppertal) streift das
Gebiet der Gemeinde Ascheberg. Der erste an
die historische Route angelehnte Pilgerweg ist
mittlerweile eine viel begangene Wanderstrecke.
In Herbern können sich Pilgerinnen und Pilger
ihren Stempel für den Ausweis im Foyer der Kirche
St. Benedikt abholen. Vorbei an der Hornequelle
wandern Sie weiter auf verträumten Wegen nach
Werne an der Lippe.
bergen, führt entlang der Stever nach Senden,
entlang des Dortmund-Ems-Kanals, durch Wälder
und Felder bis nach Lüdinghausen und weiter bis
zum „Westfälischen Versailles“ in Nordkirchen.
Endpunkt ist der Bahnhof im Ortsteil Capelle.
Ein neuer Abzweig in Lüdinghausen führt die
Wanderer auf Wunsch auch nach Olfen. Dabei
können Sie entweder ein Teilstück oder den ganzen Weg laufen und mit dem „StadtLandFlussBUS“ bequem wieder Ihren Ausgangspunkt
erreichen. Oder aber Sie fahren mit dem Bus zu
einem ausgewählten Startpunkt und wandern
bis zum gewünschten Zielort – der Weg orientiert
sich an den Wandertrassen des westfälischen
Heimatbundes und ist in beide Richtungen
gekennzeichnet.
Hinter dem Titel „StadtLandFlussBUS“ verbirgt
sich ein Angebot, bei dem Sie Ihre Tour bequem
mit der An- und Abreise in Linienbussen kombinieren können. Die Route startet in den BaumDer 1. westfälische Jakobsweg und die „StadtLandFlussBUS“ Tour sind
markant gekennzeichnet.
18
Links: Die Strahlenmadonna der St.
Lambertus-Kirche in Ascheberg ist
eine ganz besondere Kostbarkeit.
Rechts: St. Johannes in Senden-Venne
Sehenswert!
Die Geschichte ist hier allerorten präsent. Liebhaber historischer Kirchen kommen
auf ihre Kosten – das Münsterland ist seit jeher zutiefst katholisch. Aber auch Museen,
Baudenkmäler und vieles mehr bieten sich an zur Spurensuche.
Als im Jahre 1995 die St. Christophorus-Pfarrkirche in Werne renoviert wurde, staunte man
nicht schlecht. Bei Grabungsarbeiten entdeckte
Textilreste entpuppten sich im Zuge ihrer Rekonstruktion als sensationeller Fund: eine Kasel aus
dem 13./14. Jahrhundert. Das liturgische Gewand
ist aus kostbarer, fein gestalteter Seide gewebt,
Motive wie Lotuspalmetten und Pinienzapfen
weisen auf asiatische und byzantinische Vorbilder
hin. Inzwischen kann die Kasel im Karl-PollenderStadtmuseum in Werne besichtigt werden.
Ein weiteres künstlerisches Kleinod findet man
im kleinsten Ortsteil der Gemeinde Senden, der
Venne. Dort steht die Pfarrkirche St. Johannes
aus dem 13. Jahrhundert. Die ornamentale Bemalung ihrer Holzdecke aus dem 16. Jahrhundert
ist einzigartig in Westfalen.
Ebenso wie St. Johannes birgt jedes der zahlreichen Gotteshäuser der Region seine eigenen
Kostbarkeiten. Der berühmte Klappaltar Johann
Brabenders und die Gemälde von Hermann Tom
Ring in der St. Anna-Kirche in Davensberg oder
das auf Leinwand gemalte Deckenbild „Maria
Himmelfahrt“ in der Schlosskapelle Nordkirchen
sind nur einige der vielfältigen Sehenswürdigkeiten.
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Sehenswert!
Unten: Das denkmalgeschützte Heimathaus in NordkirchenCapelle ist eines der letzten weitgehend authentisch erhaltenen
Gebäude aus der Zeit vor 1900. Neben einem umfangreichen
Archiv befindet sich dort ein kleines Heimatmuseum.
Viel zu sehen gibt es auch auf der Freilichtbühne
in Werne. Jedes Jahr von Mai bis September locken
die immer neuen Inszenierungen Jung und Alt
in den idyllischen Stadtpark. Die historische Altstadt des Ortes, der bereits 834 urkundlich erwähnt
wurde, gilt mit ihren pittoresken Gassen und zahlreichen historischen Zeugnissen als Geheimtipp.
Oben: Wenn Sie sich an kunstvoll gefertigten
Details erfreuen, sollten Sie sich St. Dionysius in
Nordkirchen-Capelle nicht entgehen lassen.
Mitte: In der spätgotischen Hallenkirche St. Felizitas
in Lüdinghausen lohnt ein Blick nach oben.
Unten: Saturn, Mars, Faunus, Flora und Venus,
Putten und Tierskulpturen erzählen im Park von
Schloss Nordkirchen stumme Geschichten.
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Sport und Freizeit
Ob beschaulich oder rasant, schlicht oder
erlebnisreich, spontan oder ausgeklügelt –
die Liste der Sport- und Freizeitvergnügen
im südlichen Münsterland ist lang.
Da ist für jeden etwas dabei!
Unter Pferdefreunden,
Sportlern, Züchtern
und Touristen gilt
das Münsterland als
Deutschlands Reiterregion Nummer 1.
Wen wundert’s –
schließlich sind hier
mehr als 1.000
Pferdebetriebe angesiedelt, die für eine
einzigartige Angebotsvielfalt sorgen.
Neue Perspektiven gefällig? Bitte sehr – ein Flug
mit dem Segelflugzeug verschafft sie Ihnen
ebenso wie die Fahrt mit einem Heißluftballon.
Auch das vielzitierte „Glück der Erde“ liegt vielerorten nah, denn nirgendwo sonst laden derart
viele Reitanlagen zu einem Ausflug hoch zu Ross
ein. Sollten Sie die Zügel lieber anderen überlassen,
genießen Sie eine Kutsch- oder Planwagenfahrt
und lassen dabei die Schönheiten der westfälischen Natur ganz entspannt an sich vorbeiziehen.
wie zur temperamentvollen Jagd. Ein spezieller
Inline-Führer beschreibt neun Rund-Touren von
6 – 30 km Länge. Die präzisen Routenbeschreibungen geben Auskunft über Parkplätze am
Ausgangspunkt, Anreise mit ÖPNV, Streckenlängen und die Beschaffenheit des Wegebelags.
Haben Sie Lust auf eine Runde Mini- oder Swingolf mit der ganzen Familie? Oder ist die Weite
einer 18-Loch-Golfanlage eher etwas für Sie?
Nicht zuletzt allen Inliner-Begeisterten bietet die
weitgehend flache Region ein ideales Terrain: Sie
eignet sich zum gemütlichen Dahinrollen ebenso
Wer Wasser mag, wird das Südmünsterland lieben,
denn erfrischend geht es bei Kanutouren auf den
zahlreichen Fließgewässern zu. Familien werden
von den diversen Bädern wie zum Beispiel dem
Freizeit-Allwetterbad „cabrio Senden“ oder dem
Natur-Solebad in Werne begeistert sein.
Oben: Wer seine Unterkunft gleich mitbringen möchte, findet
eine ganze Reihe von Stellplätzen im Südmünsterland.
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Sport und Freizeit
Aktive können sich auch auf zahlreichen modernen Sportanlagen austoben: zum Beispiel beim
Tennis, Bogenschießen oder – etwas ruhiger –
bei einer Partie Boule. Zugreifen sollten Sie im
Klettercentrum in Senden-Bösensell. An den
Wänden mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden
kommt so mancher hoch hinaus.
Natürliche Entspannung versprechen Wellnesspakete, die vielerorts angeboten werden.
Fahrrad- und Wanderfreunde verbinden ihre
Touren mit attraktiven Zielen: Zum Beispiel mit
Oben: Einen besonderen Spielplatz für alle Sinne gibt es in Nordkirchen.
Unten: Spaß und Wellness pur im Natur-Solebad in Werne.
einem Besuch im idyllischen Tier- und Freizeitpark Gut Eversum bei Olfen, der sich für Familien
mit Kindern anbietet. Oder mit einer Stippvisite
beim Flugplatz Borkenberge, bei der sich Segelund Motorflieger, Ultraleicht- und Motorsegler
bestaunen lassen. – Mitfliegen erwünscht!
Das Wohnmobil gilt für viele Reisende als der
Inbegriff von Unabhängigkeit. Für sie gibt es in
Ascheberg, Lüdinghausen, Nordkirchen, Senden
und Werne Stellplätze – Details hierzu können
Sie dem Service-Teil dieser Broschüre entnehmen.
Wer eine Entsorgungsstation benötigt, sollte
den ganzjährig geöffneten Wohnmobilstellplatz
am Werner Natur-Solebad aufsuchen. Hier erhält jeder Wohnmobilist auch Frischwasser und
Strom.
Hier kommen Kanuten auf ihre Kosten: Nicht nur entlang von Stever und
Lippe gibt es zahlreiche Bootsverleihe.
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Essen und Trinken
Ein erlebnisreicher Tag macht hungrig und durstig. Eine gute Gelegenheit,
den Abend für einen Ausflug in die westfälische Gastronomie zu nutzen.
Im südlichen Münsterland ist die Bandbreite
regionaltypischer Gerichte groß – sie reicht von
„gutbürgerlich“ bis zu überlieferten Rezepten
aus Großmutters Zeiten. Liebhaber internationaler Küche und der ‚Haute Cuisine’ kommen
dennoch nicht zu kurz: Viele Gastronomen präsentieren auf ihrer Speisekarte eine wunderbare
Mischung aus globalen und lokalen Köstlichkei-
ten. Im Schatten mächtiger Bäume den Sonnenuntergang in einem urigen Biergarten genießen
oder am knisternden Herdfeuer die Seele baumeln lassen: Die unvergleichliche Atmosphäre
gibt’s zu jedem Gericht gratis dazu.
Falls Sie selbstgebackenen Kuchen lieben, lohnt
der Besuch eines der vielen Bauernhof-Cafés
oder des Bauernmarktes in Lüdinghausen.
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Essen und Trinken
Die westfälische Küche ist deftig, köstlich und ihre Rezepte
mögen für fremde Ohren etwas eigenwillig klingen: Dennoch
sind es Pfefferpotthast, Töttchen, Pinkus-Bier, Pumpernickel
und Grünkohl mit Mettendchen allemal wert, probiert zu
werden – ebenso wie das traditionell gebackene Bauernbrot!
Ebenfalls eine münsterländer Spezialität ist Spargel. Bis die
Spargelzeit am 24. Juni – Sankt Johanni – endet, wird auf
Spargelhöfen und an kleinen Buden am
Straßenrand das frisch geerntete Gemüse
zusammen mit Erdbeeren, Frühkartoffeln
und Schinken aus der Region verkauft.
Zudem gibt es eine Reihe von Veranstaltungen –
wie z. B. „Maifest – Senden tischt auf“ – und
Programmen, die die kulinarischen Genüsse des
Münsterlandes in den Mittelpunkt stellen.
Eines davon ist die 160 km lange NaturGenussRoute. Sie hat zum Ziel, die Freude am Radfahren
und die kulturellen Besonderheiten der Region
mit dem kulinarischen Genuss regionaler Produkte zu verknüpfen.
Auch bei der Initiative „So schmeckt das Münsterland“ stehen regionale Produkte im Fokus.
Durch ihre regionale Vermarktung soll die Region
gestärkt werden; gleichzeitig tragen verringerte
Transportwege zum Klimaschutz bei. Eine Vielzahl von Gastronomen und Produzenten hat
sich der Initiative bereits angeschlossen. Holen
Sie sich Appetit auf der Website www.so-schmecktdas.muensterland.de – hier finden Sie Rezepte
ebenso wie angeschlossene Gastronomiebetriebe.
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Feste feiern
„Feste feiern“ – das kann der Münsterländer. Und deshalb ist sein Terminkalender
das ganze Jahr über mit zahlreichen Veranstaltungen gefüllt.
Feiern Sie doch einfach mit!
Die Fassaden des „Westfälischen Versailles“ sind
in schillernde Farben getaucht. Der Schlossinnenhof leuchtet im Licht von über 1.000 Kerzen und
synchron zur Musik schiessen „Dancing Waters“ –
bunte Wasserfontänen – in den Himmel: Das
alljährliche Open Air-Konzert in Nordkirchen hat
begonnen. Renommierte Pianisten, Dirigenten
und Orchester geben sich die Ehre und vollbringen
vor der märchenhaften Kulisse des Schlosses
musikalische Höchstleistungen. Sind Sie dabei?
Dann haben wir noch einen besonderen Tipp für
Sie: Geniessen Sie dieses Event bei einem stilvollen Picknick im kerzenerleuchteten Schlossinnenhof.
Ein besonderes Gartenevent sind in Nordkirchen
die Tage der offenen Gärten und Galerien im Juni.
Ritterspiele in Lüdinghausen, verwunschene Impressionen beim
Sendener Lichterabend und Volksfeststimmung auf dem Sim-Jü
in Werne – zwischen Pättkes und Wiesen ist so einiges los.
Beim Sendener Lichterabend, der im jährlichen
Wechsel mit dem „Street Live“-Festival Ende August stattfindet, können Sie über phantasievolle
Illuminationen staunen. Bürger- und Schlosspark verwandeln sich in ein faszinierendes Lichtermeer aus Kerzen und Lampions.
Außergewöhnliche Licht- und Klangräume entstehen durch Wasserspiele, Lichtinstallationen,
Feuerjonglage und Musik. Ebenfalls musikalisch
geht es bei „Street Live“ zu. In Gaststätten und
Restaurants sowie auf mehreren Außenbühnen
präsentieren ganz unterschiedliche Künstler ihr
Repertoire.
Ein kurioser Brauch, den man nur in Lüdinghausen findet, ist das Schwengellangziehen. Am Bes-
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Feste feiern
ten ist es, Sie machen sich selbst ein Bild und
lachen gemeinsam mit den Einheimischen über
die Akteure.
Am vierten Wochenende im Oktober wird in
Werne Sim-Jü auf allen Straßen und Plätzen der
Stadt gefeiert – der Simon-Juda-Markt ist das
größte Volksfest an der Lippe und lockt Jahr für
Jahr mehrere hunderttausend Besucher an.
Seinen Ursprung hat der Markt in der Verleihung
des Marktrechtes von 1362 – heute ist die Kirmes
ein großer Publikumsmagnet. Die zahlreichen
Fahr-, Belustigungs-, Verkaufs- und Spielgeschäfte
begeistern insbesondere Kinder und Familien.
Ein Brillantfeuerwerk am Montag und der beliebte Kram- und Viehmarkt am vierten Tag runden
die traditionsreiche Kirmes ab.
Das Rosenfest in Seppenrade gehört zu den
bekanntesten und größten Volksfesten im Münsterland. Der imposante Rosengarten des Dorfes
ist für drei Tage der Publikumsmagnet und lockt
Besucher von Nah und Fern.
Alljährlicher Treffpunkt ist das Fest „Ascheberg
Open Air“. Die Besucher genießen Musik und
Gastronomie, können sportlich und künstlerisch
selber aktiv werden oder auf einer automobilen
Zeitreise Oldtimer bewundern. Highlight im
Veranstaltungskalender der Gemeinde ist die
Jacobi-Kirmes Ende Juli – sie gilt als die größte
Dorfkirmes im Münsterland.
Bunte Banner, glitzernde Rüstungen, Gaukler –
das Mittelalter ist zurück. Erleben Sie Turniere
wie zu König Arthurs Zeiten beim Mittelaltermarkt und Ritterfest in Lüdinghausen. Rund um
die Burg Lüdinghausen und im Parc de Taverny
herrscht historisches Markttreiben. Ritter demonstrieren ihre Kampfeskünste und gedenken
der Erhebung Lüdinghausens zur Stadt in Wort
und Spiel.
Apropos: Ausgelassene Stimmung und pure Lebensfreude gibt es auch bei den Umzügen am
Rosenmontag in Werne, am Nelkendienstag in
Nordkirchen und diversen weiteren Karnevalsveranstaltungen und natürlich den Schützenfesten in der Region. Die Wahl zwischen belebten
großen und besinnlicheren kleinen Veranstaltungen haben Sie um die Weihnachtszeit herum,
wenn viele Orte mit liebevoll gestalteten Weihnachtsmärkten aufwarten. Kunst- und Kulturinteressierte kommen beim Besuch der Hobby- und
Künstlermärkte oder bei einer der Ausstellungen
heimischer Künstler auf ihre Kosten.
Erleben Sie eine außergewöhnliche Nacht, wenn Sie
das jährlich im August/
September stattfindende
Open Air-Konzert vorm
Wasserschloss Nordkirchen
besuchen. Das imposante
Feuerwerk ist nur einer von
vielen Glanzpunkten des
Abends.
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Angebote für
Familien mit Kindern
Angebot
Münsterlandmuseum
Online
www.burgvischering.de
www.luedinghausen.de
Historische Stadtführung
für Kinder in Werne
www.stadtmarketing-werne.de
Freilichtbühne Werne
www.freilichtbuehne-werne.de
Steveraue Olfen
www.olfen.de/steveraue
Kanutouren auf Stever
und Dortmund-Ems-Kanal
www.sportbox-senden.de
www.senden-westfalen.de
Cabrio Senden – Das Bad
(Freizeit-Allwetterbad)
Natur-Solebad Werne
www.cabriosenden.de
Klutensee-Bad
Lüdinghausen
Naturbad Olfen
Hallenbad und
Sauna Nordkirchen
Schwimmhalle
Ascheberg-Herben
Sinnesgarten der
Kinderheilstätte
Nordkirchen
Biologisches Zentrum
in Lüdinghausen
Ponyreiten
auf dem Ferienhof
Große Hellmann
Kinderbauernhof
„Heupferdchen“
in Seppenrade
Allwetterzoo
Münster
Tier- und Freizeitpark
Gut Eversum
Ketteler Hof
Big Wall Klettercentrum
Münsterland
www.natur-solebad.de
www.klutensee-bad.de
www.olfen.de
www.aqua-parks.de/
nordkirchen.php
www.ascheberg.de
www.nordkirchen-marketing.de
www.biologisches-zentrum.de
www.grosse-hellmann.de
Anschrift
Burg Vischering
Berenbrock 1
59348 Lüdinghausen
Treffpunkt:
Stadtmuseum Werne
Kirchhof 13
Südring 2
59368 Werne
Tourismusbüro Olfen
Marktplatz 5
59399 Olfen
Sportbox Senden
Industriestraße 5
48308 Senden
Bulderner Str. 15
48308 Senden
Am Hagen 2
59368 Werne
Rohrkamp 23
59348 Lüdinghausen
Schloßgelände
59394 Nordkirchen
Altenhammstr. 29
Ascheberg-Herbern
Mauritiusplatz 6
59394 Nordkirchen
Telefon
02591/79900
02389/534080
02389/532696
oder 6849
02595/389141
0160/91527939
02597/9391810
02389/98920
02591/799320
02596/528920
02599/1703
02596/528848
Rohrkamp 29
02591/4129
59348 Lüdinghausen
Brock 7
02536/341140
48308 Senden-Bösensell
www.kinderbauernhofheupferdchen.de
Ondrup 40
59348 Lüdinghausen
02591/88394
www.allwetterzoo.de
Sentruper Str. 315
48161 Münster
Eversumer Str. 77
59399 Olfen
Rekener Str. 234
45721 Haltern am See /
Lavesum
Im Südfeld 2
48308 Senden-Bösensell
0251/8904-0
www.gut-eversum.de
www.kettelerhof.de
www.bigwall.de
02595/385225
02364/3409
02536/341168
27
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29
Impressum
Fotos:
Atelier Mischke/Stadt Selm (S. 11 oben re.),
Blossey (Luftbild S. 10), Gemeinde Nordkirchen (S. 3 oben; S. 5 oben Mitte; S. 12
oben; S. 19 oben + unten re.; S. 21 oben li.;
S. 31 oben li.), IngImage.com (S. 3 unten;
S. 13 unten; S. 16 oben; S. 17 oben; S. 20
oben und unten li.; S. 21 oben; S. 22; S. 23
re.; S. 25 unten; S. 26), Maria Kuhlmann
(Titel; S. 25 oben), KV-Plan Kommunalverlag
Hans Tacken (Karte S. 30), Kristian Mantel/
NABU (S. 14 oben + unten re.), Münsterland e. V. (Karte S. 2), Naturschutzzentrum
Kreis Coesfeld e.V. (S. 15 unten), Carla Ross
(S. 16 unten li.), Thomas Urner (S. 21 unten
li.), Verkehrsverein Rheine (S. 21 unten re.),
Andreas Wegener (S. 5 oben li., S. 6; S. 8;
S. 9 oben; S. 10 re.; S. 11 Mitte re. und
unten; S. 12 unten; S. 13 oben; S. 16 unten
re.; S. 17 unten li.; S. 18 li.; S. 19 Mitte re. +
oben li.; S. 20 unten re.; S. 28 unten re.; S.
31 alle bis auf oben li.) und Archive der Herausgeber (S. 4; S. 5 oben re. + unten Mitte;
S. 7 unten re.; S. 9 unten; S. 11 unten li.; S.
14 re.; S. 17 unten re.; S. 18 oben re.; S. 23
li.; S. 24 alle)
Texte:
Die Herausgeber
Ina Bauckholt
Layout/Grafik:
Die Gezeiten – Ina Bauckholt, Münster
Druck:
Die Werbeagentur Kaltegärtner, Lüdinghausen
im Mai 2013
Impressum
Herausgegeben von:
Touristische Arbeitsgemeinschaft
„Schlösser zwischen Lippe
und Stever“
Ascheberg Marketing e. V.
[email protected]
Lüdinghausen Marketing e. V.
[email protected]
Nordkirchen Marketing e. V.
[email protected]
Tourist-Information Senden
[email protected]
Werne Marketing GmbH
[email protected]

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