Friedrich-Fröbel-Schule 51429 Bergisch Gladbach

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Friedrich-Fröbel-Schule 51429 Bergisch Gladbach
Friedrich-Fröbel-Schule
51429 Bergisch Gladbach
Februar 2009
1
Inhaltsverzeichnis
1.
Warum SmB-Förderung an unserer Schule?
3
2.
Klassenübergreifende SmB-Gruppen
3
2.1
Kriterien für die Auswahl der SchülerInnen
3
2.2
Ziele der Arbeit mit SmB-SchülerInnen
4
2.3
Personelle Besetzung
5
2.4
Rahmenbedingungen
5
2.5
Besondere Hinweise zur visuellen Wahrnehmungsförderung
5
3.
SmB-Schwimmen
6
3.1
Kriterien für die Auswahl der SchülerInnen
6
3.2
Bedeutung des SmB-Schwimmens
6
3.3
Ziele des SmB-Schwimmen
7
3.4
Rahmenbedingungen
7
4.
Snoezelen
8
4.1.
Ziele des Snoezelen
8
4.2
Rahmenbedingungen
8
5.
Anlage
9
5.1
Übersicht SmB-Fachunterricht
9
5.2
Hinweise zum SmB-Schwimmen
10
5.3
Regeln für den Snoezelen-Raum
11
2
1.
Warum SmB-Förderung an unserer Schule?
Seit einigen Jahren werden schwerstmehrfach behinderte SchülerInnen unserer Schule über
den Klassenunterricht hinaus in kleinen klassenübergreifenden Gruppen gefördert. Unter
Bedingungen, die sich im Klassenverband nur vereinzelt verwirklichen lassen, erfahren sie hier
ein personalintensives Unterrichtsangebot, das ganz auf ihre Voraussetzungen des Lernens
und Erlebens abgestimmt ist und sehr individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen
Gruppenmitglieder einzugehen vermag.
So können beispielsweise die Berücksichtigung eines individuellen Lerntempos, konstante
Hilfen oder ein hohes Maß an Stetigkeit und Ritualisierung im Unterrichtsangebot zu den
Bedingungen gehören, die Sicherheit und Geborgenheit vermitteln und sich in der Folge als
beziehungs- und sinnstiftend auswirken.
Solche Prozesse – hier nur beispielhaft genannt – sind kaum in einem isolierten Angebot zu
initiieren. Klassenübergreifende Schwerstbehindertenförderung versteht sich daher auch
ausdrücklich als verzahnt mit der mindestens ebenso wichtigen Förderung im Rahmen des
Klassenverbands.
Neben vier klassenübergreifenden SmB-Gruppen gibt es zurzeit zwei SmB-Schwimmgruppen.
2.
Klassenübergreifende SmB-Gruppen
2.1
Kriterien für die Auswahl der SchülerInnen
Das SmB-Team entscheidet nach Beratung mit dem Klassenteam und den Therapeuten und
auf Grundlage des individuellen Förderplans über die Teilnahme des/der SchülerIn am
Fachunterricht Schwerstbehindertenförderung. Hierbei sollten mindestens zwei der unten
genannten Kriterien zutreffen.
Wahrnehmung:
• SchülerInnen, deren Voraussetzungen im Wahrnehmungsbereich sich erheblich
nachteilig auf die Entwicklung und Entfaltung der Gesamtpersönlichkeit auswirken
• SchülerInnen, die in mehreren Wahrnehmungsbereichen erheblich Störungen
aufweisen
• SchülerInnen, bei denen mindestens ein Sinnesbereich komplett ausfällt
• SchülerInnen, die überwiegend Angebote in der Körperwahrnehmung benötigen
Kommunikation:
• SchülerInnen mit erheblichen Förderbedarf im Bereich Unterstützter Kommunikation
und Basaler Kommunikation
Emotionalität/Sozialverhalten:
• SchülerInnen, die Unterstützung benötigen um Kontakt aufnehmen zu können
• SchülerInnen, die in erheblicher Weise ritualisierte Unterrichtsformen benötigen
• SchülerInnen, die kaum oder keine Eigenaktivität zeigen
Motorik:
• SchülerInnen, die aufgrund einer schweren Körperbehinderung die Möglichkeit
erhalten müssen, verschiedene Körperpositionen einnehmen zu können.
3
2.2
Ziele der Arbeit mit SmB-SchülerInnen
In unserer Zielsetzung orientieren wir uns an den Richtlinien des Landes NRW mit der Leitidee
„Selbstverwirklichung in sozialer Integration“.
Das SmB-Team entwickelt auf der Grundlage der Förderpläne und in Abstimmung mit dem
Klassenteam und den Therapeuten individuelle Ziele für jede/ n SchülerIn in der SmBFörderung.
Wahrnehmung
In-Gang setzen und
Ausdifferenzieren von
Wahrnehmung und
Verarbeitung durch
Angebote aus dem
Bereich der sensorische
Integration und basalen
Stimulation
Konstitution
Stabilisierung und
Verbesserung der
konstitutionellen
Bedingungen durch
Lagerung, Lauf- und
Stehtraining
Affektivität/
Kommunikation
Motorik
Ermöglichung und
Anregung
sensomotorischer
Erfahrungen, Aufbau von
Schemata
Kontakte erleichtern,
Beziehungen aufbauen,
Dialoge ermöglichen
durch basale und
unterstützte
Kommunikation
Handlungskompetenz
Passivität und
Abhängigkeit abbauen,
selbstbestimmte
Aktivitäten anbahnen,
entfalten und eine
Aufgabe haben durch
Stetigkeit, Ritualisierung
und Visualisierung
(TEACCH)
Individualität
Bedürfnisse und Interessen
entwickeln und
verwirklichen
( Ganzheitliche Darstellung der angestrebten Ziele in Anlehnung an SusanneDank. )
4
2.3
Personelle Besetzung
•
•
•
•
2.4
Rahmenbedingungen
•
•
•
•
•
•
•
•
•
2.5
Ein hauptverantwortlicher Lehrer, der mit 9 Std. (inkl. Sprechzeit) SmB-Fachunterricht
erteilt, sollte in Kooperation mit einem Therapeuten-/in oder einer pädagogischen
Mitarbeiter-/in oder einem Lehrer-/in die Schwerstbehindertenförderung planen und
durchführen. Dies gilt sowohl für den Vor-/Unterstufenbereich als auch für den Mittel/Oberstufen-/ Berufspraxisstufenbereich.
4 Unterrichtsstunden für je zwei SmB-Schwimmgruppen sind zusätzlich für das SmBSchwimmen einzuplanen.
Ab zwei SchülerInnen sollte eine Begleitperson aus der Klasse mitkommen. Diese
Begleitung soll konstant bleiben.
Wünschenswert ist eine 1 : 2 Betreuung.
Die personelle Besetzung der SmB-Förderung wird im Rahmen der
Teambildungsgespräche geklärt. Die Stundenkapazität, die in den Fachunterricht
SmB-Förderung fließt, wird geklärt, bevor die Stundenverteilung festgelegt wird.
Die Sprechzeit dient der inhaltlichen Verzahnung mit der Förderung in den Klassen.
Bevor die Stundenpläne zu Beginn eines neuen Schuljahres erstellt werden, werden die
SmB-SchülerInnen vom SmB-Team in die Gruppen eingeteilt.
Die Gruppen sollen konstant sein.
Jede SmB-Fördergruppe findet in zwei Unterrichtsblöcken pro Woche statt.
Es soll darauf geachtet werden, dass keine Therapiestunde während der SmBFörderung stattfindet.
Im 1.Schulbesuchsjahr nehmen Schüler/innen noch nicht am Fachunterricht teil.
Die Gruppen sollen nicht mehr als sechs SchülerInnen aufnehmen.
Für die sonderpädagogischen Maßnahmen stehen folgende Räume zur Verfügung:
o SmB-Fachraum
o Gelber Raum mit Bällchenbad
o Snoezelenraum
o Rhythmikraum mit Dunkelraum
Besondere Hinweise zur visuellen Wahrnehmungsförderung
Fast alle schwerstmehrfach behinderten SchülerInnen haben Probleme in der visuellen Wahrnehmung.
An unserer Schule wurde deswegen im Laufe der Zeit spezielles Material und Räumlichkeiten
geschaffen, um eine sog. Low-vision-Föderung im basalen Bereich anbieten zu können. Die Förderung
wird spielerisch angeboten und hat zum Ziel
• die visuelle Aufmerksamtkeit zu schulen
• die Visomotorik und die visuell-motorische Koordination zu trainieren.
5
3.
SmB-Schwimmen
Einmal in der Woche gibt es einen Warmbadetag, an dem das Wasser auf 33°C erwärmt
wird. An diesem Tag findet das SmB-Schwimmen in zwei Unterrichtsblöcken statt.
3.1
Kriterien für die Auswahl der Schüler
Am SmB-Schwimmen nehmen Schüler teil,
•
•
•
•
3.2
die aufgrund ihrer Behinderung die erhöhte Wassertemperatur benötigen.
die unter erheblichen motorischen Beeinträchtigungen leiden.
die im Schwimmunterricht des Klassenverbandes nicht integriert werden können.
für die die Ziele des SmB-Schwimmens gegenüber dem Unterricht in der Klasse Vorrang
haben (hier sind individuelle Absprachen notwendig).
Bedeutung des SmB-Schwimmens
Dem Aufenthalt im Wasser kommt für den menschlichen Organismus eine zweifellos hohe
Bedeutung zu. Der Körper muss sich den physikalischen und biologischen Bedingungen
dieses Elementes anpassen.
Die Eigenschaften des Wassers wirken sich wie folgt auf die sensorische und motorische
Entwicklung des Menschen aus:
Hydrostatischer Druck
• Durch den Druck des Wassers werden alle Organe besser durchblutet. Blut- und
Lymphgefäße werden zusammengedrückt d.h. ausgepresst, Durch die Einatmung
gegen den Druck kann das Lungenvolumen erweitert werden. Der
Sauerstoffverbrauch steigert sich im Wasser.
Auftriebskraft
• Der Auftrieb entlastet sowohl Muskeln als auch Wirbelsäule und Gelenke. Der
Muskeltonus senkt sich, es lösen sich Dauerspannungen der Muskulatur. Die
waagerechte Lage des Körpers bedingt eine Kreislaufentlastung und einen
scheinbaren Gewichtsverlust. Da der Körper nicht ständig gegen die Schwerkraft
arbeiten muss, werden Bewegungen leichter. Durch Lageveränderungen aus der
Horizontalen in die Vertikale und durch Drehungen um die Körperlängsachse wird der
Gleichgewichtssinn beansprucht. Dies fördert die Lageorientierung und damit die
raumorientierenden Bewegungen in- und außerhalb des Wassers. Nicht zuletzt können
sich seelische Verspannungen lösen.
Wasserwiderstand
• Wird ein Körper im Wasser bewegt, so muss er den Widerstand überwinden. Dies hat
durchblutungsfördernde Wirkung. Ebenso kann der Schüler taktil somatische
Erfahrungen machen, die ein Wohlbefinden bei ihm auslösen können. Er entspannt
nicht nur physisch, sondern auch psychisch. So gibt man ihm die Möglichkeit, Ängste,
Stress und andere Belastungen abzubauen.
Temperaturaustausch
• Der Kältereiz bewirkt, dass sich die Hautgefäße verengen, um weniger Wärme an das
Wasser abgeben zu müssen. Der Organismus wird zu höherer Wärmeproduktion
angeregt. Dies führt wiederrum zu einer Erweiterung der Hautgefäße und somit zu
einer besseren Durchblutung.
6
3.3
Ziele des SmB-Schwimmens
KONSTITUTION
Verbesserung der Durchblutung
Erweiterung des Lungenvolumens
Steigerung des Sauerstoffverbrauchs Aktivierung
des Imunsysthems
Bewegungen werden
leichter und schmerzfreier,
Eigenbewegungen werden
möglicht
WAHRNEHMUNG
Erleben von Schwerelosigkeit,
taktil somatischen, vestibulären
und propriozeptiven
Stimulationen.
MOTORIK
INDIVIDUALITÄT
Halten des Gleichgewichts
Ausüben von Bewegungen
gegen den Wasserwiderstand
Durch die
meist eins zu
eins Betreuung
ist ein enger
Körperkontakt
gewährleistet.
Kommunikation
soll angeregt werden
AFFEKTIVITÄT/
KOMMUNIKATION
3.4
Personelle Besetzung
•
•
•
3.5.
Ein hauptverantwortlicher Lehrer übernimmt die Organisation, Vorbereitung und
Anleitung der begleitenden Personen (Förderpflege, Aufenthalt und Angebote im
Wasser). Dieser Lehrer übernimmt die Aufsicht am Beckenrand wobei dies auch in
Abwechslung mit dem pädagogischen Mitarbeiter geschehen kann.
Zusätzlich ein pädagogischer Mitarbeiter oder Therapeut, der gleichzeitig eine 1:1
Betreuung durchführen kann
Für das SmB-Schwimmen ist teilweise eine 1:1 Betreuung erforderlich, die von den
Klassen organisiert werden muss.
Rahmenbedingungen
Vor dem SmB-Schwimmen ist es wichtig, die Umgebung vorzubereiten und auf die
schwermehrfachbehinderten SchülerInnen abzustimmen. Nur so ist ein reibungsloser und
ruhiger Ablauf gewährleistet.
•
•
•
•
•
•
•
Vorbereiten der Duschwagen und des Duschstuhles
Einstellen der Wassertiefe auf 1,20 m
Entspannungsmusik
Dezente Beleuchtung
Schwimmhilfen und Schwimmmaterial bereitlegen
Der Schüler sollte gut beobachtet werden, um seine Befindlichkeit zu berücksichtigen.
Blaue Lippen, blasse Haut sowie Gänsehaut sind Zeichen der Unterkühlung und Anlass,
das Wasser zu verlassen!
Zu Beginn eines Schuljahres werden die HelferInnen in einer Einführungsveranstaltung
durch den/ die hauptverantwortliche/ n LehrerIn in die besonderen Gegebenheiten
eingewiesen. (S. auch „Pflegehinweise und Hinweise zum Ablauf vor und nach dem
SmB-Schwimmen“ in der Anlage!)
7
4.
Snoezelen
„Snoezelen“ ist ein Begriff aus dem Holländischen und setzt sich zusammen aus den Wörtern
„snuffelen (schnüffeln, schnuppern) und „doezelen“ (dösen, schlummen).
Das „Snoezelen“ wird gerne als Freizeitangebot genutzt. Während der SmB-Förderung ist es
ein Angebot, das gezielt zur Verarbeitung von Sinnesreizen eingesetzt wird.
4.1.
Ziele des Snoezelen
Der Snoezelenraum ist ein Ort der Ruhe und Stille. Die Schüler sollen hier die Möglichkeit
haben, Entspannung, Wohlbefinden und basale Stimulationen zu erfahren.
Das Snoezelen kann auch dazu beitragen Sinne zu desensibilisieren oder zu sensibilisieren.
•
•
•
•
•
•
4.2.
Das Wasserklangbett, gekoppelt an den Musikverstärker vermittelt den SchülerInnen
intensive Reize im propriozeptiven Bereich. Musik kann hier als eine Mischung aus
Klang und Vibration über den ganzen Körper gehört werden. Leichte
Eigenbewegungen genügen, um das Wasserbett in Schwingungen zu versetzten, die
den vestibulären Sinn stimulieren.
Der Flüssigkeitsprojektor, der langsam ineinander verlaufende Farben an eine Wand
projiziert sorgt für visuelle Reize, fokussiert die Aufmerksamkeit und wirkt gleichzeitig
entspannend.
Ein farbiger Flutstrahler taucht den Raum abwechselnd in unterschiedliche Farbtöne
und schafft eine entspannende Atmosphäre.
Die Spiegelkugel erzeugt intensive visuelle Reize und stimuliert gleichzeitig das
vestibuläre System.
Drei Blubbersäulen die sich vor einer Spiegelwand in eine Fülle von aufsteigendem
Licht verwandeln, fördern die Entspannung und stimulieren auch Hände und Ohren.
Das Lichtfaserbündel, das in transparenten Kunststoffhohlfasern unzählige
Leuchtpunkte erzeugt, können die SchülerInnen sich über den Körper legen und damit
hantieren.
Rahmenbedingungen
Der Snoezelenraum sollte stets vorbereitet werden, um das Angebot sinnvoll zu nutzen und
die Schüler atmosphärisch einzustimmen.
•
•
•
•
•
•
Der Raum wird verdunkelt.
Nach Absprache werden individuell abgestimmte Lichtreize und Musik eingeschaltet.
Bei Schülern mit Anfallsleiden müssen die Lichtquellen sorgsam ausgewählt werden.
Intensive Beobachtung des einzelnen Schülers ist notwendig. Mimik und Gestik geben
Aufschluss darüber ob der Schüler sich wohl fühlt oder ob er die Reize als störend
empfindet.
Der Raum wird ohne Schuhe betreten.
Zu Beginn eines Schuljahres werden die HelferInnen in einer Einführungsveranstaltung
durch den/ die hauptverantwortliche/ n LehrerIn in die besonderen Gegebenheiten
des Raumes und seine Nutzungsmöglichkeiten eingewiesen. (S. auch „Regeln für den
Snoezelen-Raum“ in der Anlage!)
8
5.
Anhang
5.1
Übersicht SmB-Fachunterricht
Montag
1. Block
SmB-Förderung
2. Block
SmB-Förderung
Oberstufe/ BPS
Mittel- Oberstufe
Dienstag
SmBSchwimmen
SmBSchwimmen
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
SmB-Förderung
SmB-Förderung
SmB-Förderung
Vor- Unterstufe
Oberstufe/ BPS
Vor-Unterstufe
SmB-Förderung
SmB-Förderung
SmB-Föderung
Vor-Unterstufe
Mittel- Oberstufe
Vor- Unterstufe
1
2
Musiktherapie
3. Block
9
5.2
Pflegehinweise und Hinweise zum Ablauf vor und nach dem SMB-Schwimmen
Hygiene und Förderpflege:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Einmalhandschuhe und –waschlappen aus der Kiste im Vorraum mitnehmen und
zurecht legen Zuerst selbst Badekleidung anziehen
Wärmestrahler über der Liege benutzen, damit SchülerIn nicht auskühlen
Zum An- und Auskleiden SchülerIn immer auf eine Unterlage/Badehandtuch
legen/setzen
Kleidung und Handtücher der einzelnen SchülerInnen gut sortiert auf die Bänke legen
Schienen ebenfalls auf der Bank oder im Vorraum bei den Schuhen lagern
SchülerIn nur mit mitgegebenem Waschlappen oder Einmalwaschlappen waschen.
Vor dem Schwimmen inSmBesondere den Genitalbereich mit Feuchttüchern (bei
SchülerInnen, die zum Schwimmen eine Inkontinenzhose tragen, kann dies
praktikabler sein) oder unter der Dusche säubern.
Nach dem Schwimmen ohne Badekleidung abduschen, dabei möglichst wenig Seife
und Shampoo verwenden
SchülerIn gut trocknen, auch im Faltenbereich (in den Leisten, unter den Armen) und
direkt ankleiden
Einmalwaschlappen und Einmalhandschuhe im Windeleimer entsorgen
Zuletzt sich selbst duschen und ankleiden
Duschwagen und Duschstuhl werden nach Gebrauch von Lehrerin gereinigt.
Individuelle Pflegehinweise beachten
Rückenschonung:
Beim Heben und Umlagern der SchülerInnen solltet Ihr Euch unbedingt helfen – also immer zu
zweit heben!
Zum Heben den Rollstuhl gut platzieren und die Bremsen anziehen.
Schwimmhilfen:
•
•
Vor dem Gang ins Wasser anlegen
Vor dem zweiten Duschen ausziehen
Sicherheitshinweise:
SchülerIn nie unbeaufsichtigt unter der Dusche oder auf Umkleideliege lassen / immer
daneben stehen!
Die Tür zum Schwimmbadbereich bleibt immer geschlossen!
Bitte die Tür zwischen Dusche und Schwimmhalle geschlossen halten, damit SchülerInnen
nicht so schnell in die Schwimmhalle laufen/abhauen können.
10
5.3
Regeln für den Snoezelen-Raum
•
Schuhe vor der Tür ausziehen
•
Der Raum wird vorbereitet: Vorhänge zuziehen, Musik vorbereiten und eine
Lichtquelle, am besten den Lichterhimmel, einschalten – wir betreten den Raum wie
ein „Weihnachtszimmer“.
•
Die Rollstühle werden nach dem Lagern der Schüler wieder vor die Türe gestellt.
•
Die Tür wird niemals von innen abgeschlossen!
•
Die Technikanlage wird nicht verstellt – Bedienungsanleitung unbedingt beachten!
•
Defekte werden bitte dem Hausmeister gemeldet.
•
Der Raum wird vor dem Verlassen aufgeräumt und gelüftet.
•
Während des Snoezelens herrscht Ruhe.
•
Musik leise einstellen – der Snoezelen-Raum ist keine Disco.
•
Keine Reizüberflutung!, d.h. nicht alle Geräte gleichzeitig einstellen, sondern gut
auswählen und dosieren
•
Achtung bei Anfallskindern: kein blinkendes Licht, keine Spiegelkugel!
•
Zeitrahmen: 45-60 Minuten (mit Vor- und Nachbereitung) – es soll keine Hektik
aufkommen – Snoezelen für 10 Minuten lohnt sich nicht, denn man will sich ja
entspannen!
•
Bei heftigen Reaktionen der Schüler wie verstärkte Unruhe, Weinen, Schreien wird das
Snoezelen beendet. Es hilft dann Ruhe und Besonnenheit und Trösten. Auf jeden Fall
muss eine solche Reaktion mit dem Lehrerteam besprochen werden.
11

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